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18.06.2010 07:56 am 2. Juli 2010 ab 14 Uhr 15 - in Dortmund

Performance von Eva Horstick-Schmitt - Das Gefängnis vorm Gesicht als Instanz der Kontrolle des Mannes über die Frau?

Von: Eva Horstick-Schmitt - Wikipedia

Eine junge Frau aus dem Revier wird sich für 3 - 4 Stunden unter eine blauen Burka versteckt durch die Strassen Dortmunds wagen , u.a. in ein Museum, in ein Cafe und eine Einkaufsstrasse und das ganze wird fotografisch und  filmisch aufgenommen bezw. dokumentiert.

Reaktionen  sind sicher spontan zu erwarten von den umstehenden Menschen , die auch gefragt werden was sie vom Burkaverbot halten. Kampf der Kulturen ist ein neues Schlagwort für den Konflikt zwischen verschiedenen Kulturkreisen, insbesondere Konflikte des westlichen Kulturkreises mit  dem islamischen Kulturkreis.

Es geht auf das Buch Clash of Civilizations and the Remaking of World Order des US-amerikanischen Politikwissenschaftlers Samuel Phillips Huntington zurück, wobei „Clash of Civilizations“ mit „Kampf der Kulturen“ übersetzt wurde, obwohl „Zusammenprall der Kulturen“ die genauere Übersetzung wäre.

Huntington stellte 1993 die These auf, dass die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts nicht von Auseinandersetzungen politischer, ideologischer oder wirtschaftlicher Natur, sondern von Konflikten zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturkreise bestimmt sein werde.

Unter anderem aus dem neuen Gesetz der Franzosen " gegen das Burka tragen" wird die Dortmunder Künstlerin Eva Horstick-Schmitt am 2.Juli 2010 ab 14 Uhr 15  eine Performance in der Innenstadt von Dortmund durchführen.

Treffpunkt :

Alter Markt  Innenstadt Dortmund  vor dem Cafe Columbus. Eva Horstick-Schmitt ist nicht für  das Tragen einer Burka, sondern gegen ein Verbot, denn das wird die Frauen, die von ihren Männern zum Burkatragen  gezwungen werden, komplett in die Häuserwände und damit Isolation verbannen.

Aber wer sich als Frau tarnen möchte, sollte es freiwillig machen ohne den Zwang einer Familientradition, die überholt ist . Das Gefängnis vorm Gesicht als Instanz der Kontrolle des Mannes  über die Frau ist nicht akzeptabel.

Eva Horstick-Schmitt hat sich aus Kabul eine blaue Burka besorgt, die als Original durch einen Freund , der in Afghanistan lebt, beschafft wurde. Die Idee hatte Eva bereits vor über 10 Jahren.

Die Aktualität des Themas und der politischen Diskussionen gaben erneut die Inspiration für diese Aktion. Schon in den 90er Jahren sprach sie auf der Strasse und beim Arzt die Männer solch verschleierter Wesen an und fragte nach den Gründen der "Inhaftierung". Sie bekam niemals eine Antwort sondern wurde zumeist ignoriert.

http://www.arteve.de/

eva@arteve.de

 

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