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heute wäre das Völkermord

NAZIS bei der Deutschen Bahn? Fliegerbombe verärgert Gut-Menschen-Frau

Die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist ja nichts besonderes. In Frankfurt mußte mal wieder eine geräumt werden. Viele mussten evakuiert werden und der Verkehr kam zum erliegen. Auch die ICE-Verbindung von München nach Frankfurt mußte umgeleitet werden. Eine Durchsage im ICE verägerte eine "Gut-Menschen-Frau" aufs äußerste.

Eine fragwürdige Durchsage des Zugführers?

Laut der Mitreisenden Julietta F. soll er gesagt haben: "Liebe Fahrgäste. Unser Zug hat wegen der Entschärfung einer Bombe, die die Westalliierten auf die unschuldige Bevölkerung Frankfurts abgeworfen haben, zurzeit 45 Minuten Verspätung."

"Das sind Nazis, meiner Ansicht nach, die so etwas sagen. Jetzt mal deutlich ausgedrückt", äußerte sich die Mitreisende Julietta F. gegenüber dem "Stern". Ah ha, wer also sagt, dass die Fliegerbomen der Westalliierten Kinder, Frauen und alte Männer, die Jungen waren ja an der Front, umgebracht haben, ist also ein NAZI, was sonst.

"Ich saß in einem Großraumwagen – und keiner hat sich gerührt. Jeder ist vor sich hingedümpelt und ich habe mich innerlich immer mehr aufgeregt", sagte die "gute Frau" dem Stern.  "Da saßen Kinder, Jugendliche – das geht doch nicht", so.

Frau F. beschwerte sich bei der Bahn via Facebook, und die reagierte so: Die Bahn werde dem Fall nachgehen und mit dem Personal an Bord des Zuges sprechen und dann arbeitsrechtliche Schritte prüfen. "Sollte die Ansage tatsächlich so erfolgt sein, bitten wir unsere Reisenden um Entschuldigung."

Eine Entschuldigung, die laut Frau F. auch durchaus angebracht wäre. "Allein die Wortwahl, 'Westalliierte' und "'unschuldige Bevölkerung': Ich finde, das kann die Deutsche Bahn nicht durchgehen lassen", so Frau  F. im Gespräch mit dem "Stern".

Vielleicht hätte die Deutsche Bahn Frau F. antworten sollen, dass nach heutigen Regeln, die Bombadierung der Zivilbevölkerung von der UN als Völkermord eingestuft werde.

Der Historiker Jörg Friedrich legt die erste umfassende Darstellung des Bombenkrieges und dieser Katastrophe vor, die trotz ihrer beispiellosen Dimension im nationalen Gedächtnis der Deutschen kaum Niederschlag gefunden hat.


Zu guter letzt:

Zwei Drittel der Bürger sagen, man müsse sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich öffentlich äußere. Dazu gehören eindeutig die Flüchtlingsfrage und Muslime und der Islam, aber auch bei Themen wie Homosexualität, Patriotismus und Gendersprache müsse man vorsichtig sein, schrieb Andrea Seibel in ihrem Artikel, "Bei der Meinungsfreiheit droht ein Sozialismus light" auf "Welt-Online". Und über Fliegerbomen sollte man am besten auch nicht sprechen. So wie es aussieht, ist es um die Meinungsfreiheit schlecht bestellt.

Foto: U.S. Air Force  USAF website

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  • GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer
  • |
  • 14.07.2019

Aktuelles - Marketing News

  • Dr. Jochen Kalka sucht nach neuen Herausforderungen
    Wir sagen: Danke und alles Gute
    Nach Frank Zimmer verläßt auch Chefredakteur Dr. Jochen Kalka W&V

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet heute über einen weiteren Abgang bei W&V.

    Nachdem der langjährige Online-Chef der W&V Frank Zimmer Anfang des Jahres W&V verlassen hat, geht nun auch  Dr. Jochen Kalka, der langjährige Chefredakteur von "W&V", "Kontakter", "Lead" und deren Online-Auftritten.

    Lieber Herr Böhmer,

    es gehört zu den beliebtesten Fehlern nicht nur unserer Branche, sich viel zu viel mit sich selbst zu beschäftigen. Es gibt aber auch Tage, an denen genau das gut, richtig und wichtig ist. Für W&V ist heute so ein Tag. Jochen Kalka und der Verlag Werben & Verkaufen trennen sich in freundschaftlichem Einvernehmen.

    Und nach Jahrzehnten als Chefredakteur hier im Haus hat uns Jochen einen wichtigen Satz mit auf den Weg gegeben: "Ich glaube an die Menschen bei W&V und wünsche dem Verlag weiterhin das Beste!" Wir sagen: Danke und alles Gute für all die Dinge, die du jetzt vorhast.

    Die Menschen werden auch in Zukunft die wesentliche Rolle bei W&V spielen, mit Verena Gründel, Stefan Lara Torres und Rolf Schröter tun dies drei von ihnen künftig als Mitglieder der Chefredaktion. Darüber freue ich mich auch persönlich sehr.

    Jetzt aber genug von uns, Neuigkeiten gibt es schließlich an allen Ecken und Ende der Branche. Zum Beispiel bei Serviceplan. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres wird aus der GmbH & Co. KG die Serviceplan Group SE & Co. KG -  und es wird ein prominent besetzter Aufsichtsrat installiert, dem auch die langjährige RTL-Chefin und ehemalige Bertelsmann-Vorständin Anke Schäferkordt angehört.

    Immer für etwas Neues zu haben ist man auch bei Aldi, wenn auch diesmal nicht wirklich als First Mover. Bisher haben sich die Discounter Lidl und Netto im Hype um den trendigsten Veggie-Burger ein Wettrennen geliefert. Jetzt steigt Aldi ein:

    Ab 5. August gibt es bei Aldi Süd den veganen Wonder Burger . Und zwar nicht als kurzfristiges Aktionsangebot, sondern als dauerhafte Erweiterung des Sortiments.

    Viele Grüße

    Holger Schellkopf

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

     

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  • Seit gut einem Jahr ist Serviceplan mit dem House of Communication in New York
    Serviceplan in New York
    Der Mut der Münchner wurde noch nicht bezahlt - Serviceplan gibt nicht auf

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, lobt den Mut von Serviceplan.

    Lieber Herr Böhmer,


    "If you can make it there you can make it everywhere"  - an diese Textzeilen wird man bei Serviceplan in den vergangenen Monaten wohl öfter gedacht haben. Der Sprung nach New York, das "House of Communication" an der Madison Avenue, beides ist in der Branche mit viel Aufmerksamkeit beobachtet worden.

    Dabei blieb natürlich auch nicht verborgen, dass der Mut der Münchner zumindest in der ersten Zeit nicht wirklich mit dem gewünschten Erfolg belohnt wurde. Die Gründe dafür sind vielfältig und erst jetzt kommt das eigentlich Besondere an dem US-Engagement zum Vorschein.

    Serviceplan versucht nämlich nicht, Schönwetter vorzuspielen, sondern räumt ganz transparent ein, dass man bisher nicht da sei, wo man hingewollt habe. Statt rumzujammern und Ausreden zu suchen, haben die Bayern in New York den Rücken gerade gemacht und versuchen ihr Glück im nächsten Anlauf. Bei so viel Entschlossenheit liegt der Verdacht nahe: "they can make it there".

    Ziemlich sicher wird man dabei auch nicht am ein oder anderen Pitch vorbeikommen. Eine bei den Agenturen immer ungeliebtere Disziplin. Im Streitgespräch zwischen Kundin Antje Neubauer und Agenturchefin Larissa Pohl geht es heute um Pitchalternativen: es ist der alte Konflikt Wettbewerb versus Workshops.

    Noch mal zurück nach Amerika, diesmal nach Kalifornien, Menlo Park um genauer zu sein. Von dort aus verkündet Facebook gerade im Tagesrhythmus Neuerungen. Gestern ging es um die Erklärung, warum wer bestimmte Werbung zu sehen bekommt.

    Heute geht es um neue Monetarisierungsfeatures. Gar nicht so leicht, da immer auf dem Laufenden zu bleiben - gut, dass es dafür unseren Blog zum Thema gibt.

    Holger Schellkopf

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  • BaWue-Kampagne Anfang der 2000er entstand der Claim für die Außenwerbung
Nett hier. Aber waren Sie schon mal in Baden-Wuerttemberg
    waren Sie schon mal in Baden-Württemberg
    Brands werden heute daran gemessen, was sie leisten

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, schreibt mir, die Influencerin Anastasia Karanikolaou macht, ohne es zu wissen, Werbung für Baden-Württemberg. Die Freundin von Kylie Jenner, posiert im Bikini an einer Strandbar und auf dem Foto ist ein Kleiner Aufkleber zu sehen. Das Internet war begeistert.

    Lieber Herr Böhmer,

    irgendwie haben die in BaWü ein echtes Händchen für Eigenwerbung. "Alles außer Hochdeutsch" ist längst zum Allgemeingut geworden - und jetzt kommen sie mit einem Aufkleber groß raus . Einem Aufkleber? Ja, einem kleinen gelben Aufkleber, auf dem "Nett hier. Aber waren Sie schon mal in Baden-Württemberg?" zu lesen steht.

    Der Slogan ist obendrein alles andere als neu, aber zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sorgt er eben doch für Aufruhr. Und die Marke Baden-Württemberg bekommt neue Power.

    So (vermeintlich) einfach wie bei der Sache mit dem Aufkleber geht es aber natürlich nicht immer. Starke Marken brauchen gute Führung. Markenmodelle können dabei wirklich hilfreich sein, wenn man sie denn richtig nutzt.

    Welche Methode aber auch immer verwendet wird, eines ist klar: Die Zeiten sind vorbei, in denen Marken danach beurteilt wurden, was sie versprechen. Brands werden heute daran gemessen, was sie leisten, welches Gefühl sie vermitteln.

    Experience ist die Währung. Das kann man betrauern oder gut finden, ändern wird man es nicht. Deshalb gilt, was mein Kollege Markus Weber in seinem Kommentar auf den Punkt bringt: Hört endlich auf zu jammern. Tut lieber was.

    Gilt übrigens nicht nur für Marken. Würde wahrscheinlich sogar für einen guten Aufkleber taugen.

    Einen schönen Abend wünscht

    Holger Schellkopf

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Die illegale Haltung von Braunbaeren in Kroatien steht vor dem Ende
    Zwei der letzten illegal gehaltenen Braunbären
    Die Braunbären Suzana und Bruno haben ein neues Zuhause

    Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN konnte am 11. Juli zwei Braunbären aus illegaler Haltung im Osten Kroatiens erfolgreich retten. Die Bären Suzana und Bruno, ca. 20 und 40 Jahre alt, waren zwei der letzten fünf Braunbären Kroatiens, die in unangemessenen Bedingungen leben.

    Legale Grundlage für die Rettung der beiden Bären ist ein im Januar 2019 in Kraft getretenes Tierschutzgesetz, das die Haltung von Braunbären in privaten Zoos in Kroatien verbietet.

    Suzana und Bruno finden nun nach jahrelanger Haltung in unzumutbaren Zuständen ein artgemäßes Zuhause im Bärenschutzzentrum „Kuterevo“ – einem Kooperationspartner von VIER PFOTEN.

    Im Rahmen der neuen Tierschutzregelung, die die Haltung von Bären in Kroatien nur noch in lizenzierten Zoos und Tierschutzzentren erlaubt, wurde die private Haltung von Suzana und Bruno als illegal anerkannt. Damit konnte VIER PFOTEN die Rettung der Bären in die Wege leiten.

    Das Team der Tierschutzorganisation, unter der Leitung von Tierarzt Marc Gölkel vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), befreite die Bären aus privaten Zoos ohne Lizenz in Markovac Nasicki und Cerna.

    Vor dem Transport untersuchte das Tierärzteteam die Bären
    „Suzana hat sich ruhiger als erwartet verhalten und ihre Rettung verlief reibungslos. Wir sind sicher, dass sie sich bald erholen wird. Brunos Gesundheitszustand ist hingegen beunruhigend.

    Er ist eindeutig untergewichtig und seine Zähne sind in katastrophalem Zustand. Aufgrund seines hohen Alters muss Bruno über die nächsten Wochen und Monate genau beobachtet und betreut werden“, sagte Marc Gölkel.

    Medizinische Versorgung ist dringend notwendig
    VIER PFOTEN konnte beide Bären innerhalb eines Tages retten und ins Bärenschutzzentrum „Kuterevo“ an der Westküste Kroatiens bringen. „Dort erhalten die Bären die dringend notwendige medizinische Versorgung.

    Da ein weiterer Transport für Bruno zu beschwerlich sein könnte, wird er voraussichtlich in Kuterevo bleiben. Suzana wird hingegen in ein VIER PFOTEN Tierschutzzentrum überstellt werden, sobald sich ihr Zustand stabilisiert hat“, erklärt Carsten Hertwig, Bärenexperte bei VIER PFOTEN.

    Die illegale Haltung von Braunbären in Kroatien steht vor dem Ende
    In Kroatien werden derzeit noch drei weitere Bären unter nicht-artgemäßen Bedingungen – in einem Restaurant und einem Mini-Zoo – gehalten. VIER PFOTEN beobachtet die Entwicklungen hinsichtlich des legalen Status dieser Bären.

    Gemeinsam mit ihrem Partner, dem Bärenschutzzentrum „Kuterevo“, ist die Tierschutzorganisation jederzeit bereit, den drei letzten illegal gehaltenen Bären Kroatiens ein sicheres Zuhause zu bieten.

    Bereits im Jahr 2015 hat VIER PFOTEN „Kuterevo“ finanziell und mit wissenschaftlicher Expertise beim Bau des Bärenschutzzentrums nach artgemäßen Standards unterstützt. Auch Suzana und Bruno wird VIER PFOTEN weiter unterstützen.

    „Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem kroatischen Umweltministerium und für die Unterstützung, die wir von Animal Friends Croatia, unserem Partner vor Ort, erhalten. Dank dieser Zusammenarbeit können nun zwei weitere Bären in einem artgemäßen Zuhause ihren Lebensabend genießen“, so Carsten Hertwig.

    „Saddest Bears“ Kampagne: VIER PFOTEN will das Leiden der Bären in Europa beenden
    Noch immer leben viele Bären in Europa unter qualvollen Bedingungen. Oft werden sie in zu kleinen Käfigen in Hotels oder Restaurants gehalten, um Touristen als Belustigung zu dienen.

    Die unnatürlichen Haltungsformen sind sowohl psychisch aufreibend, als auch physisch anstrengend für die Tiere. VIER PFOTEN plant, diesen grausamen Haltungsformen von Bären im Zuge ihrer „Saddest Bears“-Kampagne ein Ende zu setzen.

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  • Heidelberg Hoersaal in der Universitaet
    politische Meinung der studierenden
    Studierende sind die Führungskräfte unserer Zukunft, aber 82 Prozent sind nicht zufrieden

    82 Prozent der deutschen Studierenden fühlen sich nicht richtig von der Politik repräsentiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 1.200 Studierenden durch die digitale Lernplattform charly.education (www.charly.education).

    Umfrage: Deutsche Studierende fühlen sich nicht von Politik repräsentiert

    Berlin, 16. Juli 2019 – 82 Prozent der deutschen Studierenden fühlen sich nicht richtig von der Politik repräsentiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 1.200 Studierenden durch die digitale Lernplattform charly.education.

    Das Berliner Startup hat vor diesem Hintergrund zudem sämtliche Parlamentsdokumente und alle öffentlichen Social Media-Beiträge der Abgeordneten des 19. Deutschen Bundestages vom 14. März 2018 bis zum 17. Juni 2019 ausgewertet und geprüft, welche Parteien sich am häufigsten mit studentischen Themen befasst.

    Regierungsfraktionen thematisieren am häufigsten Studi-Themen

    Insgesamt thematisierten die Abgeordneten demnach rund 16.000 Mal die Belange der Studierenden. Besonders häufig sprachen Unionsabgeordnete über Themen wie Bachelor-Abschlüsse, BAföG und Co.: In insgesamt 3.550 Reden, Anträgen und Social-Media-Posts von CDU- und CSU-Mandatsträgern wurden Begriffe mit studentischem Bezug verwendet.

    Dazu gehören 3.131 Beiträge auf Facebook und Twitter sowie 419 im Bundestag. Dahinter folgt im Ranking der aktuelle Koalitionspartner SPD mit 3.454 Beiträgen über Studierende, die sich in 301 offizielle Parlamentsunterlagen sowie 3.153 Social Media-Posts aufteilen. 

    Auf den weiteren Rängen liegen FDP (insgesamt 3.043 Dokumente), die Linke (2.491) und die Grünen (1.893). Auf dem letzten Platz landet die bislang jüngste Partei im Parlament, die AfD, mit 1.597 Dokumenten.

    Auffällig ist, dass die im Bundestag mit weniger Abgeordneten vertretenen Oppositionsparteien im Parlament alle mindestens doppelt so häufig über studentische Themen reden wie die Regierungsparteien. Diese positionieren sich dafür in den sozialen Medien als Meinungsführer zum Thema Studium.

    Diese politische Agenda wünschen sich Studierende

    Trotz des aktuellen Kommunikationsvolumens zu studentischen Themen im Bundestag gaben 78 Prozent der von charly.education befragten Studenten an, dass Politiker die für sie wichtigen Themen nicht oft genug thematisieren würden.

    So wünschen sich die Studierenden vor allem, dass Umweltaspekte sowie Hochschul- und Bildungsthemen stärker in die politische Agenda eingebunden werden.

    Auch die Sozialpolitik und die Digitalisierung sollten demnach unter anderem politisch mehr beachtet werden. Immerhin: Wenn am Sonntag Wahlen wären, würden 92 Prozent der 1.200 Befragten wählen gehen.

    Cecil von Croÿ, CEO von charly.education kommentiert:

    „Studierende sind die Führungskräfte unserer Zukunft. Umso wichtiger ist es, dass diese auch eine politische Stimme haben. Doch aktuell fühlen sich deutsche Studenten nicht ausreichend von der Politik vertreten.

    Unsere Analyse zeigt, dass die Oppositionsparteien studentische Themen wie BAföG, Studienordnungen und Karrierechancen im Parlament deutlich häufiger thematisieren als die Regierungsparteien.

    Obwohl CDU/CSU und SPD im Bundestag eine deutliche Mehrheit haben, nutzen deren Abgeordnete vor allem soziale Medien, um sich zu positionieren und Studierende zu erreichen.

    Wir von charly.education wollen Studierende fördern, indem wir sie durch unsere Lernplattform erfolgreich durchs Studium begleiten und ihnen die besten Möglichkeiten bieten, effizient zu lernen und sämtliche Prüfungen zu meistern.

    Außerdem stehen wir regelmäßig im Austausch mit hochrangigen Politikern, um für Studierende wichtige Themen auf die politische Agenda zu bringen. So haben wir unsere Lernplattform beispielsweise gemeinsam mit Dorothee Bär eingeweiht.”

    Das ist die Analysegrundlage

    charly.education hat insgesamt 449.110 offizielle Dokumente des Bundestags (Reden und Anträge) sowie Posts der Abgeordneten auf Facebook und Twitter seit Beginn der aktuellen Regierung, 14. März 2018 bis zum 17. Juni 2019 untersucht.

    Dabei wurden folgende 15 Begriffe in den Komplex „Belange von Studenten” aufgenommen: Student, Studenten, Studentin, Studentinnen, Studierende, Studiengang, Studienfach, Studienordnung, Bildung, Universität, Hochschule, Karriere, Bachelor, Diplom, Examen, BAföG. Für die Umfrage zur politischen Meinung von Studierenden hat charly.education 1.200 Studierende aus ganz Deutschland unabhängig von ihrem Studienfach befragt.

     

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  • Lilli Lacher, Alexandra Petzschmann, Paula Renzler Produzent Christian Becker, Regisseurin Viviane Andereggen, Thomas Heinze, Jürgen Vogel, Hinnerk Schönemann, Christina Bentlage in Koeln
    umjubelte Weltpremiere in Köln
    Das Cinedom in Köln stand Kopf - Die Hobbydetektivinnen Franzi, Kim und Marie in Köln

    Am vergangenen Wochenende stand der neu gestaltete Cinedom in Köln Kopf: Hunderte jugendliche Fans der beliebten Hobbydetektivinnen Franzi, Kim und Marie, genannt „Die drei !!!“, konnten es kaum erwarten, ihre Heldinnen live zu sehen.

    Und natürlich nahmen sich die Jungschauspielerinnen Alexandra Petzschmann, Lilli Lacher und Paula Renzler auf dem Roten Teppich gemeinsam mit ihren erwachsenen Schauspielkollegen Jürgen Vogel, Thomas Heinze und Hinnerk Schönemann sowie Regisseurin Viviane Andereggen und Produzent Christian Becker jede Menge Zeit für Fotos und Autogrammwünsche.

    Über 1000 Premierengäste durften in den vollbesetzten Kinosälen schließlich den neuesten Fall von DIE DREI !!! endlich auf der großen Leinwand erleben. Einhellige Meinung: „1, 2, 3 – Power!“ Keiner könnte „Die drei !!!“ besser verkörpern als die drei Newcomerinnen Alexandra, Lilli und Paula. Cinedom-Chef Ralf Schilling begeistert:

    Ein tolles Kinoabenteuer für Jung und Alt. Spannend und lustig: So macht Kino Spaß.“ Alle Fans aufgepasst: Das super spannende Abenteuer zum Mitfiebern und Miträtseln startet am 25. Juli 2019 deutschlandweit in den Kinos.

    Inhalt: Sportskanone Franzi (Alexandra Petzschmann), Leseratte Kim (Lilli Lacher) und die modebegeisterte Marie (Paula Renzler) sind beste Freundinnen – und Nachwuchs-Detektivinnen. In den Sommerferien nehmen sie an einem Theaterprojekt zu „Peter Pan“ teil.

    Während der Probe mit dem schrulligen Regisseur Robert Wilhelms (Jürgen Vogel) ertönen plötzlich seltsame Geräusche im Saal, das Licht beginnt bedrohlich zu flackern, Kostüme werden zerschnitten und auf dem Schminkspiegel erscheint eine Drohbotschaft.

    Spukt hier wirklich ein einsames Phantom und sinnt auf Rache? Doch auch einige der anderen Workshop-Teilnehmer verhalten sich merkwürdig. Wer hat ein Motiv, dem Theater zu schaden? Ein neuer Fall für Franzi, Kim und Marie! Werden DIE DREI !!! das Rätsel lösen?

    2006 erschien der erste Fall der DIE DREI !!! als Buch im KOSMOS Verlag, bei dem auch die Erfolgsreihe „Die drei ???“ veröffentlicht wird. Mit über 4 Millionen verkauften Büchern (KOSMOS) und Hörspielen (Europa/Sony) sind die Nachwuchs-Detektivinnen insbesondere bei Mädchen zwischen 7 und 13 sehr beliebt.

    Nun bekommen DIE DREI !!! ihren ersten großen Kinofilm:

    Regisseurin Viviane Andereggen inszeniert neben den Nachwuchsschauspielern, allen voran Alexandra Petzschmann, Lilli Lacher und Paula Renzler in der Rolle der drei !!! Franzi, Kim und Marie, u.a. Jürgen Vogel („Emil und die Detektive“, „Hexe Lilli rettet Weihnachten“) als Theaterpädagoge Robert Wilhelms, Thomas Heinze („Vier gegen die Bank“) als Vater von Marie Grevenbroich, Hinnerk Schönemann („Die Abenteuer des Huck Finn“, „Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs“) in der Rolle des Kommissar Peters sowie in weiteren Rollen Sylvester Groth, Bibiana Beglau und Armin Rohde.

    Das Kinoabenteuer wurde produziert von Christian Becker mit der Westside Filmproduktion in Co-Produktion mit Constantin Film Produktion und wurde gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, dem FFF Bayern, der FFA Filmförderungsanstalt sowie dem DFFF.

    Darsteller: Lilli Lacher, Alexandra Petzschmann, Paula Renzler, Jürgen Vogel, Thomas Heinze, Hinnerk Schönemann, Sylvester Groth, Bibiana Beglau, Armin Rohde u.v.m.
    Drehbuch: Sina Flammang, Doris Laske
    Regie: Viviane Andereggen
    Co-Produzenten: Martin Moszkowicz, Patricia Schnitzler, Constantin Film
    Produzent: Christian Becker, Westside Filmproduktion GmbH

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Lebensart - Reisen und Urlaub

  • Mehrere Tausend Tropfsteinhoehlen gibt es auf Mallorca
    Mehrere Tausend Tropfsteinhöhlen
    Unterwelten wie ein Emmentaler auf Mallorca

    Kurz notiert: Mallorcas Fundament ist so löchrig wie ein Schweizer Käse. Rund 5.000 Tropfsteinhöhlen haben Spezialisten bis jetzt im Muschelkalk unter der Insel kartografiert, wahrscheinlich existieren noch deutlich mehr.

    Doch bereits damit ist sie Spitzenreiter in Europa: Nirgendwo sonst gibt es mehr derartige Systeme pro Quadratkilometer.

    Noch ein Rekord gefällig? In der zweittiefsten Höhle auf Mallorca, der 317 Meter tiefen Cova de Sa Campana, befindet sich die größte bisher bekannte unterirdische Halle des Kontinents: die Sala de la Gracia, auch Sala de Gegants, genannt.

    Der Riesensaal bringt es auf 14.500 Quadratmeter, das sind mehr als zwei Fußballfelder.

    Cabreras blaues Wunder

    Wer die Blaue Grotte sehen will, fährt nach – Cabrera. Man entdeckt sie auf dem gleichnamigen Archipel südlich von Mallorca. Mit über 90.000 Hektar Fläche seit 2019 der größte Land- und Meeres-Nationalpark Spaniens, ist das Schutzgebiet Heimat vieler seltener Spezies.

    Unter anderem finden sich dort Delfine, Korallenbänke und ökologisch wertvolle Seegraswiesen, Kinderstube vieler Fischarten.

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  • Das Schlossgut Oberambach hat ein eigenes Grundstueck mit Badesteg am Starnberger See
In der Remise des Schlossguts Oberambach am Starnberger See kommen saisonale und regionale Spezialitaeten auf den Tisch
    Urlaub in Oberbayern am See
    Laue Grillabende, so schmeckt der Sommer im Biohotel Schlossgut Oberambach

    Laue Grillabende, ein Naturbadeteich und ein Privatgrundstück am Starnberger See: Das Schlossgut Oberambach ist das passende Urlaubsziel für alle, die den Sommer naturnah und in Ruhe genießen möchten.

    Die Philosophie, stets achtsam und wertschätzend mit der Umwelt umzugehen, ist für Gäste im gesamten Hotel spürbar – angefangen vom Gemüse aus eigenem Anbau bis hin zu elektrosmogfreien Zimmern.

    Das Angebot „Sommer am See“ kostet ab 1.098 € für das DZ/F und beinhaltet unter anderem 5 Ü, eine 60-minütige Wellnessbehandlung, einen halben Tag Gratis-E-Biken, eine Schiffsrundfahrt auf dem Starnberger See und Sundowner mit Snack.

    So schmeckt der Sommer. Immer donnerstags lädt das Schlossgut Oberambach zum Hof-Barbecue in seine historische Remise ein. Vor dieser Kulisse serviert das Küchenteam regionale Fleischgerichte aus dem Smoker.

    Dazu wird Münchner Bio-Bier vom Haderner-Bräu gezapft. Die Zutaten für das Vorspeisen- und Beilagen-Buffet sind rein biologisch und stammen größtenteils vom eigenen Gemüsefeld.

    Ruhe vom Biergartentrubel finden Gäste des Biohotels im Schlossgarten. Auf einer Schwingliege genießen sie beim Sundowner den Sonnenuntergang über dem Starnberger See.

    Baden im großen und kleinen „Teich“. Wer genug von der Hitze hat, springt in den Naturbadeteich des Biohotels. Dessen Form und die Anordnung der Steine für den kleinen Wasserfall designte ein Geomantie-Fachmann nach Feng-Shui-Richtlinien.

    Anstatt Chemie hat sich das Oberambach-Team für eine Wasserreinigung auf natürlicher Basis entschieden. Alle, die längere Bahnen ziehen möchten, erreichen in wenigen Fußminuten das Privatgrundstück des Schlossguts mit direktem Zugang zum Starnberger See.

    Ausflug am und auf dem Starnberger See. Aktive leihen sich im Schlossgut Oberambach mit dem Angebot „Sommer am See“ für einen halben Tag ein E-Bike oder Trekkingrad und erkunden die Umgebung.

    Wen es doch wieder ans Wasser zieht, der radelt die rund zehn Kilometer bis Leoni und wieder zurück. Dort starten regelmäßig die Schiffsrundfahrten auf dem Starnberger See.

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  • Mit Qi Gong und Meditation tanken die Teilnehmer der Indigourlaub-Reise auf Mallorca wieder neue Kraft und Lebensenergie
    Für Körper und Kreislauf
    Lebensenergie tanken auf Mallorca mit Qi Gong und Meditation

    Auf die Spuren jahrtausendealter fernöstlicher Weisheiten begeben sich Teilnehmer der Reise Qi Gong & Meditation von Indigourlaub auf Mallorca.

    Der Tag in der veranstaltereigenen Finca Son Manera beginnt mit einfachen Qi-Gong-Übungen von Programmleiterin Melissa Salinas. Die so genannte „Arbeit mit der Lebensenergie“ bringt Körper und Kreislauf sanft in Schwung, sorgt für mehr Wohlbefinden und stärkt das Immunsystem.

    Am Abend kehrt bei sanfteren Übungen wieder Ruhe ein, um mit einer harmonisierenden Meditation den Tag abzuschließen. Eine Woche (14. bis 21. Sept. 2019) inklusive genanntem Programm, VP und Flughafentransfers gibt es ab 1.090 €/Pers. im DZ.

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Lebensart - Essen und Trinken

  • Haute Cuisine zu fairen Preisen geniessen Mallorca-Besucher im Restaurant von Sternekoch Adrián Quetglas in Palma
    Mallorcas Geheimnisse
    Kulinarischer Hotspot auf Mallorca - 3.800 Lokale

    Kurz notiert: Rund 3.800 Lokale gibt es auf Mallorca. Das heißt: Man könnte mehr als zehn Jahre lang jeden Tag in einem anderen Beachclub oder Restaurant, in einer anderen Cafeteria oder Bar speisen, ohne zweimal die gleiche Location zu besuchen.

    Dazu zählen übrigens auch sieben Sternerestaurants, darunter das Adrián Quetglas in Palma, gekrönt mit einem  Michelin-Stern. adrianquetglas.es

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

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  • Monika  und Gisela Meinel-Hansen an der Zapfanlage
Der erste Schluck schmeckt auch Dr. Bernd Sauer 
Die vier Brauermaedels 
Hans-Jürgen Paesler Frauenbier
Gisela Meinel-Hansen gießt den Nachtisch Bierfee kuesst Fruechdla auf
HolldadieBierfee gibt es in der 0,75 und 0,33 Liter Flasche
    Innovatives Bier
    Bierkreation aus Frauenhand - feines Starkbier namens HolladieBierfee

    "Girls! Have fun!" Unter diesem Motto präsentierten Yvonne Wernlein (Brauerei Haberstumpf, Trebgast), Isabella Straub (Brauerei Drei Kronen, Memmelsdorf) und die Schwestern Gisela und Monika Meinel-Hansen (Brauerei Meinel, Hof) am Samstagabend ihre neueste Bierkreation.

    Über 50 enge Freunde und Journalisten waren gekommen, um in der Trebgaster Bräuschänke das neue Bier mit dem schönen Namen "HolladieBierfee" zu verkosten.

    "Jetzt brauch ich schon seit über 40 Jahren Bier, aber meinst, mir hätte mal jemand ein Ständchen gespielt?" Das war das Fazit von Hans Wernlein, für dessen Tochter Yvonne und ihre drei Kolleginnen eine lokale Künstlerin gerade ein "HolladieBierfee"-Lied vorgetragen hatte.

    Vier Stunden früher hatte der Abend mit dem Einmarsch der vier Brauer-Mädels begonnen. Jede mit einem Blecheimer auf dem Kopf und einer speziell angefertigten Schürze umgebunden.

    Jeder Gast bekam einen kleinen Schluck "HolladieBierfee" frisch vom Fass als Aperitif, und dann erklärte jede der vier "Bierfeen" ihren Beitrag zu dem "Frauenbier". Yvonne Wernlein stellte mit Trebgaster Brauwasser den "Körper des Bieres", Isabella Straub zeichnete für Sudhaus und Malz - die "Seele des Bieres" - verantwortlich.

    Für die fruchtige "Würze des Bieres" sorgte Gisela Meinel-Hansen, die eine spezielle Komposition verschiedener edler Hopfensorten zusammengestellt hatte. Ihre Schwester Monika schließlich organsierte den "Geist des Bieres" - eine Ale- und eine Champagnerhefe.

    Heraus kam nach drei Monaten Reifezeit ein feines Starkbier mit sechs Prozent Alkohol, das Hans Wernlein spontan so beschrieb: "Der Hopfengeruch steigt sofort in die Nase, die Farbe ist leicht orange. Auch im Geschmack wirkt es sofort orangig und fruchtig, ist sehr schlank und im Nachtrunk leicht hopfig".

    Für mich ein echtes Frauenbier. Mit am Tisch saßen Dr. Bernd Sauer, Schatzmeister von Bierland Oberfranken und Hans-Jürgen Päsler, Vorstand der Kulmbacher Kommunbräu.

    Sauer freute sich über das "innovative" Bier, das im schlanken Sektglas auch "einfach mal erfrischend anders präsentiert" wurde. Für ihn ist HolladieBierfee "eine bezaubernde Idee", bei der er sich vorstellen kann, dass "so manche Frau schwach wird".

    Während Sauer das Bier eher als Aperitif oder zum Nachtisch sieht, würde Kommunbräu-Vorstand Päsler es "eher am Abend zum Runterkommen" genießen. 

    Mutig fand er die Abfüllung in 0,33 und 0,75 Liter Flaschen, aber seine Frau klärte auf: "Das ist für uns doch ideal. Ein halber Liter ist mir immer zu viel, da ist die kleine Flasche genau richtig. Und die große ist prima zum
    Verschenken!"

    Zu ihrem Bier servierten die vier Brauerinnen auch ein kleines Menü, bestehend aus "Bierfee-Krüschdla" (dunkles getoastetes Bauernbrot mit Spinat, Schinken und verschiedenen Käsen), "Bierfee-Küchla" (Weißbier-Mango-Muffins) und "Bierfee küsst Früchdla" (Zitronensorbet in einem Früchtebett, mit HolladieBierfee aufgegossen).

    Insbesondere der letzte Gang faszinierte alle Anwesenden, die noch bis nach Mitternacht in der Bräuschänke saßen und ihre Bierfeen hochleben ließen. Die zeigten sich sichtlich beeindruckt. Isabella Straub meinte gerührt: "Die Stimmung hier ist richtig Klasse, seit der ersten Minute!

    Das freut mich natürlich, wo wir so viele Stunden in das Bier investiert haben. Die Leute haben außerdem schon viele Flaschen gekauft, das ist echt super."

    Und Hausherrin Yvonne Wernlein ergänzte: "Ich bin echt geplättet, ich hätte nie gedacht, dass die Gäste so lange sitzen bleiben, ich bin überglücklich!"

    Es ist also wahrscheinlich, dass die acht Hektoliter HolladieBierfee auch ähnlich schnell ausgetrunken sein werden wie die Premieren-Edition aus dem letzten Jahr. Doch auch dann wissen die vier Frauen schon, was zu tun ist: "Dann machen wir eine Herbstedition, dunkel und schokoladig", schwärmte Monika
    Meinel-Hansen.        

    Markus Raupach
    markus@raupach.eu

    GuideMedia GbR
    Grüner Markt 15
    96047 Bamberg
    Tel.: +49 951 5194166
    Fax: +49 951 2084263

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  • Geschlemmt wird im GREEN AND BLUE ohne Dresscode, barfuß oder in den Flip Flops
Service und Kueche sind auf hoechstem Niveau, die Gaeste duerfen bei GREEN AND BLUE zwanglos genießen
Ein authentisches Stueck Afrika, wie es Reisende selten zu sehen bekommen
    GREEN AND BLUE
    Paradies vor der Küste Afrikas - ein Spitzenkoch verzaubert die Gewürzinsel Zanzibar

    Das war auch eine schöne Geschichte aus 2013. Zimt, Vanille, Kardamom, Muskat, Gewürznelken – der Duft nach Gewürzen liegt in Zanzibar in der Luft. Die Gewürzinsel, die Insel der Sinnlichkeit im Indischen Ozean, haben österreichische Touristiker auserkoren, um ein Hotel oder besser gesagt eine Ocean Lodge zu schaffen, die auf der ganzen Linie die Sinne betört.

    In der GREEN AND BLUE Zanzibar Ocean Lodge geben sich zurzeit die Winterflüchtlinge der schönsten Seite des Lebens hin und genießen alles, was die üppige Insel am blauen Ozean zu bieten hat.

    Der Spitzenkoch Mgeni hat im GREEN AND BLUE die Küchenregie übernommen. Unter seiner Führung entstehen Geschmacksexplosionen aus dem Besten aus dem Meer, exotischen, frischen Früchten und der Würze Zanzibars.

    Mgeni hat lange in einem Londoner Toprestaurant seine Kochkünste unter Beweis gestellt. Nun zaubert er für GREEN-AND-BLUE-Gäste kulinarische Höhepunkte auf die Teller. Zanzibar ist die Lieblingsinsel vieler großartiger Köche.

    Sie sind auf der Gewürzinsel in ihrem Element. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich der eine oder andere zu Mgeni in die Küche gesellt und die Küchenprofis gemeinsam ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

    Abenteuerlich schildert der Österreicher Christian Wymetal, der Chef des Hauses, seine Bemühungen, erlesene Weine in das exotische Resort zu bringen.

    Er hat es geschafft: Im Weinkeller lagern die feinsten Weine aus der ganzen Welt. Geschlemmt wird im GREEN AND BLUE ohne Dresscode – barfuß oder in den Flip Flops, im leichten Strandkleid und bei Candlelight.

    Service und Küche sind auf höchstem Niveau, die Gäste dürfen bei GREEN AND BLUE zwanglos genießen. Ein unvergessliches Erlebnis: Ein romantisches Lobster-Dinner am menschenleeren Strand mit den „privaten“ Kellnern.

    Wer im Restaurant direkt über dem Ozean diniert, kann beobachten, wie der Mond über dem Meer aufgeht und wird seinen Blick von dem Naturschauspiel am Strand nicht losreißen können – die pure Romantik.

    GREEN AND BLUE liegt im Nordosten Zanzibars, gegenüber befindet sich die kleine Insel Mnemba – dazwischen liegt ein sehr feines Tauch- und Schnorchelrevier.

    Weiß, Blau, Türkis – das sind die Farben des traumhaften Strandlebens in der Bucht vor der Ocean Lodge. Dort erleben die Gäste der Lodgeein authentisches Stück Afrika, wie es Reisende selten zu sehen bekommen.

    Es bietet sich ein pittoreskes, romantisches Bild aus Fischern, Dhaus, Afrikanerinnen in ihren bunten Kleidern und spielenden Kindern. Die geschmackvolle Anlage ist geprägt von schlichter Eleganz.

    Die weißen, traditionell offenen Lodges sind bedeckt von Makuti-Dächern aus getrockneten Palmblättern – einfach authentisch zanzibari.

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Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Das Petitpierre ist gefertigt wie ein High-End-Sportgeraet fuer Erwachsene, denn Kinder haben nicht etwa geringere Beduerfnisse an ihr Rad
MORES® steht fuer Innovation, Qualitaet und Design
Der Edel-Renner fuer die Juengsten
    Luxus en miniature
    MORES® – Das Luxus-Laufrad Petitpierre lässt nicht nur Kinderaugen leuchten

    Der Münchner Ingenieur und Designer MORES® enthüllt das Petitpierre – ein Kinderlaufrad – das antritt, um auf der ganzen Linie zu überzeugen.

    Das ultra-leichte Rahmenmaterial Karbon, modernste Fertigungstechnologien, die optimierte Ergonomie und höchste Sicherheitsstandards spielen dabei zusammen, um die Ansprüche abzudecken, die Kindern an ein Laufrad haben können.

    Darüber hinaus macht das exklusive Design das Petitpierre zu einem Gesamtkonzept, das bereits mit dem Universal Design Award 2013 ausgezeichnet wurde. Der Edel-Renner für die Jüngsten ist ab sofort in den drei verschiedenen Ausführungen Rosé, Weiß und Schwarz erhältlich.

    MORES® sieht sich Innovation, Qualität und Design verpflichtet und verfügt über 30 Jahre Erfahrung mit dem Werkstoff Karbon, 10 Jahre Erfahrung aus der Entwicklung für die Luftfahrt und 15 Jahre Erfahrung aus der Ergotherapie, die allesamt in das Petitpierre eingeflossen sind.

    Sebastian Mores, der Vater des Laufrads und Gründer von MORES®, bekräftigt den hohen Anspruch: „Wir sind stolz darauf ein Laufrad vorzustellen, bei dem wir von Anfang an und bis ins letzte Detail die kindliche Entwicklung im Blick hatten.

    Aufgrund des sehr niedrigen Schwerpunkts können sich bereits sehr junge Kinder ab 1,5 Jahren mühelos und spielerisch fortbewegen. Wegen dem geringen Gewicht und der optimierten Konstruktion ist es leicht zu manövrieren, stabil zu fahren und einfach über kleine Kanten zu heben.“

    Der Rahmen des Petitpierre ist in Monocoque Bauweise, also aus einem einzigen Teil gefertigt. Bei der Entwicklung kamen modernste Verfahren, wie 3D CAD und das Finite Elemente Verfahren (FEM) zum Einsatz.

    Diese numerische Strukturanalyse gewährleistet, dass alle Bauteile bereits im Vorfeld auf alle Belastungen optimal ausgelegt sind und damit eine erhöhte Sicherheit bei geringerem Gewicht bieten.

    „Das Petitpierre ist gefertigt wie ein High-End-Sportgerät für Erwachsene, denn Kinder haben nicht etwa geringere Bedürfnisse an ihr Rad – ganz im Gegenteil“, fügt Sebastian Mores hinzu.

    „Dem hohen Sicherheitsbedürfnis beispielsweise tragen wir unter anderem durch LED-Lichter in Sattel und Lenkerenden, die leichtgängige Bremse mit innen geführten Zügen und die integrierte Fußstütze ebenso Rechnung,

    wie durch hochwertige Komponenten und eine leichtgängige Lenkung, die nicht begrenzt und dadurch verhindert, dass der Lenker bei einem Sturz zur Gefahr wird. Das Highlight ist aber der hochstabile, unverwüstliche Karbonrahmen, der lediglich 600 Gramm auf die Waage bringt.“

    Das Petitpierre eignet sich für Kinder ab einer Größe von 86 cm bis mindestens 116 cm − oder solange es Spaß macht, denn Lenker und Sattelstütze können mit wenigen Handgriffen eingestellt werden. Das Rad kommt komplett montiert und geprüft und ist dadurch sofort für seinen ersten Einsatz bereit.

    Die Fachjury des Universal Design Award 2013 konnte das Petitpierre bereits überzeugen und hat sich deshalb neben den Produkten namhafter globaler Konzerne im Februar 2013 einen der renommierten Preise gesichert.

    Zu den Auswahlkriterien für die Auszeichnung gehören neben dem Design selbst unter anderem die breite, flexible, einfache und intuitive Nutzung sowie Sicherheit und Innovationsgrad. Der Designprozess, den das Petitpierre durchlaufen hat, ist als Video hier zu sehen.

    Über MORES®:

    MORES® wurde 2011 von Sebastian Mores am Standort in München gegründet. Durch Ingenieurskunst und Design hat es sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht ein Kinderlaufrad nach Standards zu entwickeln, die weit über die derzeitige Praxis hinausgehen.

    In die Entwicklungen von MORES® fließen die Kenntnisse aus 30 Jahren Erfahrung mit Karbon, 10 Jahren Erfahrung in der Luftfahrt-Entwicklung und 15 Jahre Erfahrung in der Ergotherapie ein.

    Das Laufrad Petitpierre orientiert sich daher angefangen mit der ersten Skizze bis hin zu modernsten Fertigungstechnologien kompromisslos an den Bedürfnissen von Kindern – allen voran Sicherheit. Das Laufrad ist nach denselben Standards wie hochwertige Sporträder für Erwachsene gefertigt.

    Für weitere Informationen besuchen Sie www.mores-design.com

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    Pressekontakt: anton.buehl@fireflycomms.com

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  • Brigitte Adolph ist Schmuckdesignerin
Brigitte Adolph mit Kollektion Set Undine und Ring Pique
Brigitte Adolph ist erfolgreich
Brigitte Adolph praesentiert Schmuckkollektion
    Neue Kollektion von Brigitte Adolph
    Stil: Schmuck der Spitzenklasse von Brigitte Adolph - Madame FavartLiebe Jewelistas & Jewelists

    So fein, so filigran, so feminin: Schmuck von Brigitte Adolph lässt die Illusion von handgearbeiteter Spitze entstehen. Erst durch die Berührung der zarten Pretiosen wird klar, dass es sich um Kostbarkeiten aus Gold und Silber handelt.

    Schmuck, der verführt und verzaubert, der Tradition auf moderne Art zelebriert, der Frauen durch den Alltag begleitet und sie an Festtagen zur Prinzessin macht.

    Längst schon ist Brigitte Adolph zur Botschafterin in Sachen „Spitze“ geworden. Ihre besondere Technik bleibt – natürlich – ein Geheimnis. Ihre Inspiration jedoch offenbart sich bereitwillig den Kennern alter Traditionen: Venezianische Spitzenmotive, Muster der Nottinghamer Spitzenkultur, zarte Bordüren, die man aus Gemälden zu kennen glaubt..., die Designerin entführt in die Vergangenheit und bleibt dennoch immer im Herzen unserer Zeit.

    Zur Person:

    Brigitte Adolph absolvierte eine klassische Goldschmiedelehre und sammelte danach wertvolle Erfahrungen – unter anderem bei der Arbeit an Kronjuwelen und prächtigen Geschmeiden beim schwedischen Hofjuwelier. Später studierte sie in Dänemark, in Deutschland und in Spanien Schmuckdesign. „Das Studium hat mir die Freiheit gegeben, etwas Neues zu entwickeln“.

    Sie entwarf ihre ganz spezielle Spitzentechnik, machte sich dann 2005 als Schmuckdesignerin in Karlsruhe selbstständig. Auszeichnungen: u.a. red Dot Design Award, Schmuck Award, Modern Jewellery Collection. Zu ihrem Team gehören 3 feste und 2 freie Mitarbeiter.

    Zur Kollektion:

    Goldkollektion mit Stücken in Gelb-, rosé- und Weißgold, ausschließlich in hochwertiger 750/1000 Legierung, mit Perlen, Diamanten, pastelligen Farbsteinen.

    Silberkollektion aus Sterling Silber, auch mit Perlen und zarten Diamanten (öko-faires Silber).

    Schwarze Kollektion aus schwarzrhodiniertem Silber, auch mit leuchtenden Farbsteinen.

    Loop-Kollektion – ein erfolgreicher „Seitensprung“ in Sachen Design, der mit dem red Dot ausgezeichnet wurde.

    Braut-Kollektion: Schmuckstücke für den schönsten Tag im Leben – einfach zum Verlieben. Mit den zarten und femininen Schmuckstücken speziell für die Braut lancierte Brigitte Adolph eine außergewöhnliche Erfolgslinie.
    Bestseller: das Set „Pique Dame“ mit Perlen, gefolgt vom ringklassiker „Bordure“.

    Erhältlich bei Juwelieren und Galerien in Deutschland, Europa und ein paar Spezialisten in Shanghai, Toronto, Dallas.... online auch über Fachhändler wie Juweliere.de

    Wie wurde Spitze zu Ihrem Lieblingsthema?

    Die Liebe zur Spitze habe ich während eines Studien- projektes zum Thema „Erinnerungen“ entdeckt. Für mein Zwischendiplom hatte ich textile Erinne- rungsstücke meiner Familie verarbeitet. Zuerst entstanden daraus Bildkompositionen, später auch Schmuckstücke, für die ich die Spitze selbst häkelte.

    Arbeiten Sie nach echten, historischen Vorlagen?

    Spitze aus unterschiedlichen Kulturen inspiriert mich sehr. In Zusammenarbeit mit der Engländerin Jayne Childs haben wir zum Beispiel traditionelle Muster der Nottinghamer Spitzenkultur kombiniert und dadurch eine ganz neue, moderne Spitzenästhetik erhalten.

    Das Gemälde einer Kaufmannstochter mit großzügigem Spitzenkragen hat mich zu den opulenten ohrringen „Merchants daughter“ inspiriert. In Venedig habe ich auf meiner Hochzeitsreise in einem kleinen Handar- beitsladen eine handgeklöppelte Spitze entdeckt, nach der das Collier „Venezia“ entstand.

    Wie nah ist Ihr Design am Thema Mode?

    Spitze hat eine lange Tradition als weibliche Zierde. Nach langen Jahren des Minimalismus ist sie nun nicht mehr aus den aktuellen Modekollektionen wegzuden- ken. Für meinen Braut-Katalog hatte ich ein gemein- sames Shooting mit dem Hamburger Brautmoden- Geschäft Elbbraut und märchenhaften Brautkleidern von Felicitas, einem renommierten Berliner Label.


    Wir arbeiten beide viel mit Spitze. Mode und Schmuck ergänzten sich wunderbar. Vor einem Monat durfte meine Kollektion nach München für ein Shooting mit Elfenkleid, ebenfalls einem angesagten deutschen Modelabel.

    Verraten Sie das Geheimnis Ihrer Technik?

    ... leider nein, das macht doch gerade den reiz aus.

    Wie sieht für Sie die perfekte Braut aus?

    Perfekt ist ein ambitioniertes Wort... Die „perfekte“ Braut versucht nicht perfekt zu sein, sondern möchte einfach ihr schönstes „Ich“ zeigen. Ich stelle mir Weiblichkeit mit einem extra Touch Eleganz vor. Natürliche Schönheit verbunden mit ganz viel persön- licher Ausstrahlung. Spitze verleiht einer Braut einen Hauch von Anmut und subtiler Erotik.

    Was alles finden Sie spitze (außer Spitze)?


    „Meine zwei Kinder, Men- schen mit Humor, gute Hörbücher bei der Arbeit hören, Weingartener Wein und Balsamico-Chips am Feierabend.“

    Vielen Dank

    Zur Historie:

    Spitze ... einst nur für die reichen

    Nur der Adel oder die reichsten Bürger konnten sich leisten, einen Kragen aus Spitze zu tragen. So war das zum Beispiel im 17. Jahrhundert, als aufwändig hergestellte Nadelspitzen die Garderobe zierten.

    Die ersten dieser, aus einem Gitterwerk aus Fäden herge- stellten, zarten Textilien kennt man seit dem 15. Jahrhundert – aus Norditalien verbreitete sich die Technik weiter.

    Eine fast unerschwingliche Kostbarkeit, bis dann um 1700 die schnellere Klöppeltechnik und später dann die auf Tüllgrund gearbeitete Spitze Verbreitung fand.

    Jetzt konnten sich auch weniger wohlhabende Bürger Spitze zum Sonntagsstaat leisten. Die beliebte Häkeltechnik entstand im 19. Jahrhundert und wurde von Irlands Heimarbeiterinnen zu höchster Vollendung gebracht.

    Welche Technik auch immer: Heute wird Spitze in der regel maschinell gefertigt, schmückt seltener Krägen und Manschetten, dafür häufiger Wäsche, Dessous und je nach Modetrend die outfits der Damen.

    Derzeit lässt man es gerne wieder „blitzen“ – mit Spitzen-Applikationen an Kleidern und röcken, Spitzenblusen, -kleidern und zarten Shirts. undenkbar ohne Spitze: romantische Brautmode, die diesen Kult im besten Sinne „auf die Spitze“ treibt.
    j.reiher@upsideone.de

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  • Schmuck von Heideman
Neue Schmuckkollektion von Heidemann
Partnerringe von Heidemann
Individuelle Schmuckgravuren von Heidemann
Neue Schmuckkollektion von Heidemann
    Individuelle Schmuckelemente
    Partnerringe von Heideman - Schmuck, der tiefste Zuneigung verkörpert Persönliche Gravuren im Schmuck

    Als Liebesbeweis oder zur Erinnerung, als Zeichen der Verbundenheit oder für ein starkes Ego: Ringe mit individuellen Insignien können viel mehr als nur schmücken. Kultstücke im trendigen Design von Heideman.

    Geht nicht, gibt’s nicht, meint Schmuckdesigner Jan Heideman und setzt seine innovativen Herstellungstechniken für einen besonderen Service am Kunden ein: Gravuren nach Wunsch! Natürlich lassen sich ganz einfach nur zwei Namen in schwungvollen Lettern auf den Ring schreiben oder die Initialen in neuester 3D-Methode einbrennen – aber es geht auch raffinierter.

    So können Sprüche und Versprechungen graviert werden, auf der Außenfläche des Rings und für alle zu lesen – oder innen und nur für Auserwählte bestimmt. Symbole und Wappen kennzeichnen den Schmuck, eine Kinderskizze wird auf einem Anhänger verewigt, das Tattoo des Geliebten zum ständigen Begleiter.

    Auch der persönliche Fingerabdruck wird als Print auf dem Ring zum individuellen Schmuckelement. Feine, filigrane Motive sind dank modernster Lasertechnik ebenso möglich wie plakative Skizzen.

    Die Partnerringe oder auch individuelle Einzelringe mit Gravur sind Individuen aus Stahl, je nach Modell mit geschwärzten Partien oder auch mit Steinbesatz. Die Herstellung „made in Germany“ ermöglicht die Erfüllung persönlicher Wünsche schon innerhalb weniger Tage!

    steel_art Partnerringe von Heideman

    „Appetizer“ aus der aktuellen Kollektion:
    Ring Enigma, 13 mm breit, aus hochwertigem Edelstahl, mit Buchstabengravuren nach Wunsch und vier verschiedenen Oberflächen zur Wahl (Glanzmatt, Eismatt, Kratzmatt und poliert). Kostenlose individuelle Gravur, 232 Euro

    2 Partnerringe Par, je 9 mm breit aus hochwertigem Edelstahl. Verschiedene Oberflächen stehen zur Auswahl, Gravur nach Wunsch, ohne Aufpreis, 420 Euro

    2 Partnerringe Duett oval, je 9 mm breit, aus hochwertigem Edelstahl, mit individuellem Schriftzug über beide Ringe hinweg. 4 Oberflächen zur Auswahl, kostenlose Gravur, 389 Euro
    2 Partnerringe Duett, je 13 mm breit, aus hochwertigem Edelstahl, wahlweise in schwarz oder stahlfarben. Gravur nach Wunsch, ohne Aufschlag, 420 Euro

    2 Partnerringe Duett, je 9 mm breit, aus hochwertigem Edelstahl mit herzförmigem Keramikinlay in Schwarz oder weiteren 5 Farben. 4 Oberflächen zur Auswahl, Gravur nach Wunsch, ohne Aufschlag, 420 Euro

    Alle Ringe von Heideman gibt es mit einer attraktiven Geschenkbox.

    steel sicher Heideman

    Klar, modern und einfach schön – das ist Schmuck von Heideman.

    Die Kreationen von Jan und Eva-Maria Heideman beherrschen die reduzierte Formensprache perfekt. Basis allen Schaffens ist Edelstahl in seiner reinen Form. Durch unterschiedliche Beschichtungen entstehen verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten.

    Vor allem stylisches Schwarz kennzeichnet die junge Marke mit Sitz in Ahaus. Das Credo von Heideman: ars artia gratis – die Kunst um der Kunst willen.

    Heideman GmbH
    Öddingstr. 26
    48683 Ahaus / Germany

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Aktuelles - Reden ist Silber

  • heute wäre das Völkermord
    NAZIS bei der Deutschen Bahn? Fliegerbombe verärgert Gut-Menschen-Frau

    Die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist ja nichts besonderes. In Frankfurt mußte mal wieder eine geräumt werden. Viele mussten evakuiert werden und der Verkehr kam zum erliegen. Auch die ICE-Verbindung von München nach Frankfurt mußte umgeleitet werden. Eine Durchsage im ICE verägerte eine "Gut-Menschen-Frau" aufs äußerste.

    Eine fragwürdige Durchsage des Zugführers?

    Laut der Mitreisenden Julietta F. soll er gesagt haben: "Liebe Fahrgäste. Unser Zug hat wegen der Entschärfung einer Bombe, die die Westalliierten auf die unschuldige Bevölkerung Frankfurts abgeworfen haben, zurzeit 45 Minuten Verspätung."

    "Das sind Nazis, meiner Ansicht nach, die so etwas sagen. Jetzt mal deutlich ausgedrückt", äußerte sich die Mitreisende Julietta F. gegenüber dem "Stern". Ah ha, wer also sagt, dass die Fliegerbomen der Westalliierten Kinder, Frauen und alte Männer, die Jungen waren ja an der Front, umgebracht haben, ist also ein NAZI, was sonst.

    "Ich saß in einem Großraumwagen – und keiner hat sich gerührt. Jeder ist vor sich hingedümpelt und ich habe mich innerlich immer mehr aufgeregt", sagte die "gute Frau" dem Stern.  "Da saßen Kinder, Jugendliche – das geht doch nicht", so.

    Frau F. beschwerte sich bei der Bahn via Facebook, und die reagierte so: Die Bahn werde dem Fall nachgehen und mit dem Personal an Bord des Zuges sprechen und dann arbeitsrechtliche Schritte prüfen. "Sollte die Ansage tatsächlich so erfolgt sein, bitten wir unsere Reisenden um Entschuldigung."

    Eine Entschuldigung, die laut Frau F. auch durchaus angebracht wäre. "Allein die Wortwahl, 'Westalliierte' und "'unschuldige Bevölkerung': Ich finde, das kann die Deutsche Bahn nicht durchgehen lassen", so Frau  F. im Gespräch mit dem "Stern".

    Vielleicht hätte die Deutsche Bahn Frau F. antworten sollen, dass nach heutigen Regeln, die Bombadierung der Zivilbevölkerung von der UN als Völkermord eingestuft werde.

    Der Historiker Jörg Friedrich legt die erste umfassende Darstellung des Bombenkrieges und dieser Katastrophe vor, die trotz ihrer beispiellosen Dimension im nationalen Gedächtnis der Deutschen kaum Niederschlag gefunden hat.


    Zu guter letzt:

    Zwei Drittel der Bürger sagen, man müsse sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich öffentlich äußere. Dazu gehören eindeutig die Flüchtlingsfrage und Muslime und der Islam, aber auch bei Themen wie Homosexualität, Patriotismus und Gendersprache müsse man vorsichtig sein, schrieb Andrea Seibel in ihrem Artikel, "Bei der Meinungsfreiheit droht ein Sozialismus light" auf "Welt-Online". Und über Fliegerbomen sollte man am besten auch nicht sprechen. So wie es aussieht, ist es um die Meinungsfreiheit schlecht bestellt.

    Foto: U.S. Air Force  USAF website

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  • Heinrich Schmitz  Hier ist nichts rein und digital gesaeubert, hier ist es schmutzig, dreckig und dunkel
Ron Hards Poeme, wie er seine Gedichte nennt, sind nichts fuer zart besaitete Lyrikfreunde, die gerne Gedichte ueber Fruehlingsduefte und Voegelein lesen, eher was fuer Freunde von Voegeleien
    Der gleiche Schmutz, der Alkohol, die gleiche Obszönität
    Wo Ron Hard hinrotzt, da wächst kein Gras mehr - Nichts für zart besaitete Lyrikfreunde

    Ob Bad Dürkheim ihm ein Denkmal bauen wird, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht das neue Bad Dürkheim, dass entsteht, wenn das alte von jungen Leuten abgefackelt wurde – aber das ist ja nur ein gelegentlich auftretender Wunsch und keineswegs als Aufforderung zur schweren Brandstiftung zu verstehen.


    Wo Ron Hard hinrotzt, da wächst kein Gras mehr.

    HardStoff! - ist ein 3-Monats Periodikum mit Poemen, Notizen und Stories aus Ron Hard's Welt in Heftform, Format A5. Die Texte sind in nostalgischer Schreibmaschinenschrift gesetzt.
    Herausgeber: Acheron Verlag, Leipzig
    ISBN:978-3-9810222-7-8
    Die Erstausgabe ist soeben erschienen.

    Buch Tipp

    Das äußerlich an eine gut gemachte Schülerzeitung erinnernde Buch mit 58 Seiten – hält, was der Name verspricht.

    Ron Hards Poeme, wie er seine Gedichte nennt, sind nichts für zart besaitete Lyrikfreunde, die gerne Gedichte über Frühlingsdüfte und Vögelein lesen, eher was für Freunde von Vögeleien.

    Aber auch die sind mehr unfromme Wünsche, und da Ron Hard gnadenlos ehrlich mit sich und ein eventuelles Publikum ihm scheinbar scheissegal ist, wird’s dann doch oft wieder nur die einsame Onanie. Und das Ergebnis landet auf und in der Tastatur.

    Neu im Buchhandel

    Wer bei Hards Poemen nicht unwillkürlich an Charles Bukowski denkt, hat Bukowki nicht gelesen. Der gleiche Schmutz, der Alkohol, die gleiche Obszönität, die aus einer schonungslosen Ehrlichkeit mit sich selbst entsteht. Hier tut einer nicht nur so als hätte er den Blues, hier hat einer den Blues. Und die offenkundigen Depressionen schaffen eine kraftvolle Kunst mit eigenständigem Wert.

    Klar weiß auch Ron Hard, dass Alkohol keine Lösung ist, aber wenn sowieso alles sinnlos ist, dann nützt diese Erkenntnis auch nicht viel. Es ist ein zwiespältiges Gefühl, dass einen ergreift, wenn man die tiefen Einblick in die finstere Seele des Autors erhält und dabei denkt, dass er wohl sich wohl auch eine Pistole in den Mund stecken und abdrücken würde, wenn er nicht schreiben würde. Andererseits tut er das ja und jedes Wort beschreibt seine Wahrheit.


    "Vor der Hölle habe ich verdammt nochmal keine Angst. Ich lebe mitten drin." schrieb Ron Hard und da ist was dran. Machen wir uns nichts vor, wir machen uns ständig etwas vor. Ron Hard nicht.
    Es mag sein, dass dabei die schönen Seiten der Existenz von ihm gelegentlich oder auch ständig übersehen werden, aber so ist das nun mal, wenn man den Blues hat, wenn sich die Sinn- und Hoffnungslosigkeit in jeder Zelle ausbreitet. Wer sich auf die Poeme einlässt, der hört die rauhe Stimme von Tom Waits, ohne er eine zerkratze LP auflegen müsste.

    Hier ist nichts rein und digital gesäubert, hier ist es schmutzig, dreckig und dunkel. Nichts ist verlogen oder geglättet, auf Effekt oder Verkauf konzipiert. Hier lebt ein Gegenstück zur sinnentleerten Konsumgesellschaft, angeekelt von dieser und hoffnungslos besessen davon, das alles zu Papier zu bringen.
    Das Buch ist kongenial illustriert mit Grafiken von André Krommer. Und auch die erinnern an einen anderen genialen Säufer, Horst Janssen.

    In diesem Buch, dass eine Welt beschreibt, in der nichts stimmt, stimmt einfach alles.

    Über den Autor

    Ron Hard, geboren 1949 am Niederrhein, lebt seit 1963 in der Pfalz und seit 2010 in Bad Dürkheim, seiner „emotionalen Heimat“ seit Jahrzehnten. Offensichtlich auch sein Faible für Ludwigshafen (Die Stadt, die Rizzi vergessen hat zu malen …), wo Leo Sachs, der Protagonist aus vielen seiner Stories und Poemen, lebt.

    Nach seiner Biografie gefragt, gibt Ron Hard einen Überriss, direkt und schnörkellos, ohne schmückenden Firlefanz, eben Ron Hard. Wer sie liest ahnt, dass er sich seine Poeme und Stories nicht aus den Fingern saugt:

    Volksschule, Lehre als Dreher, dann wieder Schule, Leadsänger bei einer Rockband, Bundeswehr, Taxifahrer, Lagerarbeiter, Handelsvertreter für Bauelemente, Autoverkäufer, Kneipenwirt, Barkeeper, Türsteher, Fotograf, Baustoffhändler, Verkaufsleiter, Versicherungsvertreter, Ehemann, Vater, Opa, Ehebrecher, Immobilienverkäufer, Heizungsmonteur, Tontaubenschütze, Hobbypilot, Golfer, Vizepräsident eines Golfclubs, Seminarleiter, Verkaufstrainer, Unternehmer, Unternehmensberater,
    Bankrotteur, Hartz IV-Empfänger, Dozent, Schriftsteller.

    Er begann mit etwa dreizehn zu schreiben, meist für die Schublade.

    „Nach meiner endgültigen Pleite 2008/2009 setzte ich mich dann endgültig auf den Arsch und schrieb mir die Seele frei. Aufhören werde ich erst wieder, wenn ich im Nirwana bin.“

    ron.hard@live.de

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  • Soenke C. Weiss hat heute gleich drei Buecher, die er fuer angenehme Sommertage empfiehlt
    unser rassistisches Erbe
    Tipps für die Stunden im Strandkorb von Sönke C. Weiss

    Leider gibt es viel zu wenige deutsche Journalisten, die sich auf dem afrikanischen Kontinent auskennen. Die meisten reisen für eine Story an, hinterlassen bei ihren Recherchen verbrannte Erde, weil sie eh nicht gedenken zurückzukehren, und schreiben dann oftmals Unfug.

    Bartholomäus Grill ist eine Ausnahme. Jahrelang berichtete er als Zeit-Korrespondent aus Afrika, seit 2013 für den Spiegel, sein jüngstes Afrika-Buch heißt „Wir Herrenmenschen“ (24 Euro, Siedler Verlag).

    Auf 304 Seiten schreibt Grill über unser rassistisches Erbe, nimmt uns mit auf eine Reise in die deutsche Kolonialgeschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bleibt dabei immer beunruhigend aktuell und zeigt anschaulich, wie sehr uns unser rassistisches Erbe immer noch anhaftet. Ein packendes Buch, das sich wie eine spannende Reportage liest, klug, ausgewogen und authentisch.

    Ein ganz anderes Leseerlebnis bietet Isaac Bashevis Singer auf 464 Seiten in seinem Roman „Jarmy und Keila“ (26 Euro, Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag).

    Singers Story, dem 1978 der Nobelpreis für Literatur verliehen und der sehr wohl von Christa Krüger ins Deutsche übersetzt wurde, dreht sich um Keila, die bereits in drei Bordellen gearbeitet hat und Jarmy, einem ehemaligen Häftling, der zu ihrer großen Liebe wird.

    Die Zeit: 1911. Der Ort: Warschau, um genauer zu sein, ein jüdisches Getto, geprägt von Armut, Angst vor Pogromen und dem Traum von einem besseren Leben in Amerika.

    Singer, der „Jarmy und Keila“ bereits als Fortsetzungsroman zwischen 1976 und 1977 veröffentlicht hat, erinnert in seiner Epik an Dickens oder Dostojewski und spiegelt eine Gesellschaft, die bereit ist, mit Konventionen zu brechen, um endlich ihr Glück zu finden.

    Freunden des „visuellen Buches“, leider wird dem illustrierten Roman in Deutschland nach wie vor viel zu wenig Bedeutung beigemessen, empfehle ich die Comic-Biografien von Willi Blöss im gleichnamigen Aachener Verlag (www.kuenstler-biografien.de).

    Blöss war unter anderem Architekt, Übersetzer, Werbetexter und Illustrator. Seit 2000 konzentriert er sich ausschließlich auf den Aufbau seiner Comic-Biografien. In seinem Verlag, ein Familienbetrieb mit Ehefrau Beatriz) erschienen bislang 32 Bände.

    Von Pablo Picasso über Frida Kahlo bis Edward Hopper und Goya. Blöss schafft es, komplexe Geschichten innovativ darzustellen und einem erwachsenen wie auch jugendlichen Publikum nahezubringen.

    Die kleinen Büchlein, DIN A6, je 32 Seiten, 3 Euro, sind ganz famos verarbeitet. Es gibt sogar Sammelboxen. Fazit: Ein grafisches Erlebnis, nicht nur für die Stunden im Strandkorb.

    Sönke C. Weiss

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Kunst - Werk der Woche

  • Bilder an denen man sich nicht satt sehen kann von Giuseppe Gonella in berlin
Giuseppe Gonella vor einem seiner Werke
Eine trostlose Endzeitlandschaft von Giuseppe Gonella
Malerei von Giuseppe Conella Zeit, Leben, Tod und Neubeginn
Wasser ist der Ursprung allen Lebens fuer Giuseppe Gonella
Malerei von GiuseppeConella  Die Menschen in seinen Bildern sind selten komplett ausgearbeitet
Malerei von Giuseppe Conella Und immer wieder, trostlose Endzeitlandschaften
Malerei von Giuseppe Conella Die großen Urthemen Zeit, Leben, Tod und Neubeginn beschaeftigen den Kuenstler immer wieder
Malerei von Giuseppe Gonella Einer DNA gleich durchziehen neonfarbene Leuchtspuren die Bilder
    Wasser ist der Ursprung allen Lebens
    Von der ewigen Wiederkehr – Zur Malerei von Giuseppe Gonella

    Ein Moment, den jeder kennt und schon einmal erlebt hat. Wenn sich der Kopf langsam unter Wasser senkt bis die Augen auf Höhe des Wasserspiegels sind, der den Blick teilt und man buchstäblich zwischen den Welten schwebt. Unten die Stille des Meeres, oben das ganze Diesseits der Welt, Wind, der Wellen kräuselt, Sonnenstrahlen, Licht.

    Giuseppe Gonella nennt das Bild, das diesen Moment festhält Unter the Skin of the Sea, und in ihm ist das Thema der Ausstellung gefasst: De aeterno reditu, von der ewigen Wiederkehr.

    Wasser ist der Ursprung allen Lebens, und so ist es bezeichnend, dass unter jener Haut in Form von fluoreszierenden Partikeln, die als Kleinstlebewesen den Beginn der Evolution darstellen, Lebendigkeit pulsiert, während gleichzeitig in der sich aus demselben Wasser erhebenden diesseitigen Ferne die Insel Pontikonisi abzeichnet, vermutlich das Vorbild zu Arnold Böcklins Die Toteninsel.

    Zeit, Leben, Tod und Neubeginn

    Die großen Urthemen Zeit, Leben, Tod und Neubeginn, die Gonella in jedem seiner Bilder verhandelt, sind der kontextuelle Bezug, der die Ausstellung zusammenhält und sie zu einem Ganzen gestaltet. Ausgangspunkt seiner Betrachtungen ist die direkt auf die größte Galeriewand aufgetragene Wandmalerei, die eine monumentale Ruinenlandschaft zeigt:

    Umgestürzte Säulen, Jahrhunderte alte Zeugen, die bereits alle Bilder der Lebenserzählung gesehen haben, die in den Gemälden aufgefächert wird. Auch jene Bilder, die diese Lebenserzählung bis zu ihrem Ende noch bereithalten wird, werden sie begleiten. Vom Wandgemälde eingefasst sind zwei kleine Leinwände:

    Dem Guardian of the Sun, einem gelben Vogel, der mehrfach in den Bildern auftaucht, ist der Guardian of the Night entgegen gesetzt, eine unheimliche, in sich ruhende Figur ohne Gesicht, umhüllt von einem verzerrten Schachbrettmuster.

    Es wundert nicht, dass Giuseppe Gonella auf das Schachspiel verweist, Paraphrase auf die Gesellschaft zugleich, auf Partien um Leben und Tod, um das Dunkle der Nacht zu versinnbildlichen.

    Solche Gegensätze, wie sie sich in Unter the Skin of the Sea andeuten, finden sich im Zusammenspiel der Gemälde häufiger. Jeder dieser Gegensätze lädt dazu ein, sich seinem Spannungsfeld auszusetzen.

    Hier eine stillende Mutter, Sinnbild der Lebensspenderin, doch eine Art Cyberkreatur, dort die Andeutung des mythischen Fabelwesens Ouroboros, das sich selbst genügt: "Allem Zukünftigen beißt das Vergangene in den Schwanz".

    Eine trostlose Endzeitlandschaft

    In einem anderen Gemälde, Reassuring Horizons, schreitet eine in ein transparentes Regencape gewandete Gestalt durch eine trostlose Endzeitlandschaft, während sich in Sunny Side Up mehrere Menschen in paradiesischer Nacktheit um einen mächtigen Baumstamm gruppieren.

    Einer DNA gleich durchziehen neonfarbene Leuchtspuren die Bilder, die Erinnerungen und Emotionen evozieren. Manchmal erwachsen aus diesen Linien grelle Flächen, Farbfragmente, die zusammengesetzt den Grund ergeben, auf dem Gonella Figuratives zumeist nur andeutet.

    Die Menschen in seinen Bildern sind selten komplett ausgearbeitet, stattdessen sind sie häufig sich selbst überlappend und durchscheinend dargestellt, wie in den beiden Gemälden In the Same Breath #1 und #2, als seien sie nicht wirklich gegenwärtig, sondern im Übergang zwischen den Zeiten begriffen.

    So vereinen die meisten Bilder Giuseppe Gonellas mehrere Momentaufnahmen, die zeitlich nicht zu fassen sind. Dieses Wechselspiel aus Endlichkeit und Unendlichkeit erweitert das Spannungsfeld der inhaltlichen Gegensätze um eine apokalyptische Dimension

    In seinen Bildern gibt es ein Überleben

    Stellvertretend für den Betrachter ist es der Hofnarr in Portrait of the Court Jester Gonella – Tribute to Jean Fouquet, der sich der Wucht dieser Bilder aussetzt, und dem der Schrecken buchstäblich ins bleiche Gesicht gezeichnet ist.

    Es ist – wie auch in Mente locale, wieder eine verstörende Landschaft – kein gutes Ende, das Gonella andeutet, und es fällt nicht leicht, sich dem zu stellen.

    Einziger Trost: In seinen Bildern gibt es ein Überleben, auch wenn es nicht das der Menschheit zu sein scheint.

    Man wünscht sich zurück unter Wasser, Under the Skin of the Sea, in die traumverlorene Stille mit ihren bunten, pulsierenden Partikeln, aus der das Leben entsteht, in der Hoffnung, dass die Evolution einen anderen Weg einschlägt und sich die friedliche, paradiesische Vision, die Giuseppe Gonella ebenfalls darzustellen vermag, durchsetzt.

    © Helge Baumgarten, Berlin

    Giuseppe Gonella – De aeterno reditu, Malerei

    Egbert Baqué Contemporary Art

    Fasanenstraße 37

    10719 Berlin

     

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  • Nik Nowak Terminal 2015, transformed arcade game body, mixed media
    Mensch Macht Maschine
    Nik Nowak über kulturelle Transmitter oder akustische Waffen, Panzer und Echodrohnen

    Mensch Macht Maschine - Nik Nowak präsentiert - „DELETHE“

    Nik Nowak ist Künstler, Musiker und Kurator. Seine medienübergreifende künstlerische Arbeit befasst sich häufig mit der Wirkung von Sound, so wie mit der Rolle von Soundsystemen als kulturelle Transmitter oder akustische Waffen. Soundobjekte wie „Mobile Booster“, „Panzer“ und die „Echodrohnen“ verschafften ihm weltweite Aufmerksamkeit.

    Neben seiner Ausstellungstätigkeit geht er dem Phänomen der mobilen Soundsysteme seit Jahren auch wissenschaftlich nach und hält Vorträge zu diesem Thema. Außerdem tritt er regelmäßig mit Live- und DJ-Sets alleine oder mit seiner Band Schockglatze als Musiker auf.

    Das Langzeitprojekt DELETHE wurde 2012 als Projekt des Künstlers Nik Nowak, des Rechtsanwalts Philipp Brandt und des Kurators Peter Lang (✝) gegründet.

    2014 kamen die Kommunikationsdesigner VERBALVISUAL als Kollaborateure hinzu. DELETHE befasst sich mit der Frage nach dem Umgang und der Löschung von Daten nach dem Tod.

    Es ist Forum, Selbstversuch und Service zugleich und möchte den aktuellen Stand der Rechtslage mit der praktischen Umsetzbarkeit von Löschung persönlicher Daten nach dem Tod abgleichen.

    Mit dem Tod eines Menschen ergeben sich persönliche und rechtliche Fragen zum Umgang mit den Daten in der virtuellen Realität. Profile in den sozialen Netzwerken, Avatare, Accounts bestehen weiter.

    Wem gehören die Daten nach dem Ableben, gibt es einen Rechtsanspruch auf Löschung und was bedeutet der Kontrollverlust über die Daten? Gibt es ein Recht auf das Vergessenwerden?

    In der begehbaren Installation DELETHE spielen künstlerische Reflektionen zum Wandel unserer Zeit sowie das Verhältnis konkreter zu virtueller Realität in Bezug auf die Speicherung und Löschung von Daten, Vergessen und Archivieren eine Rolle.

    Nowak (*1981 in Mainz, lebt in Berlin) studierte von 2002 bis 2007 Kunst an der Universität der Künste, Berlin, war Meisterschüler von Prof. Lothar Baumgarten und besuchte 2007 die Bildhauerklasse von Xiang Jing an der Shanghai Normal University.

    2007 wurde ihm das Georg-Meistermann-Stipendium verliehen. 2014 kuratierte er in Zusammenarbeit mit dem Museum Marta die internationale Ausstellung „BOOSTER Kunst Sound Maschine“ und wurde mit dem GASAG Kunstpreis ausgezeichnet, der herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik ehrt.

    Begleitprogramm

    Künstlergespräch am Freitag, 06. September 2019 um 18:00 Uhr

    Städtische Galerie Wolfsburg

    Im Anschluss um 20:00 Uhr Filmvorführung im Hallenbad – Kultur am Schachtweg

    „WAR of ART“ mit Nik Nowak als Gast

    Im Gespräch gibt der Künstler Auskunft über seine Reise nach Nordkorea und die Hintergründe zum Film.

     

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  • Die Schoenheit des Koerpers, seine Würde und Eleganz von Nina Nolte
Licht durchflutete Swimmingpool-Bilder von Nina Nolte
Man sieht die Lebenslust, das Entspannte und die Sommerfreuden auf den Bildern von Nina Nolte
Smalltalks unter Frauen die es sich gut gehen lassen
Eine Inszenierte Wirklichkeit bringt Nina Nolte auf die Leinwand
Den Frauen auf den Bildern sieht man an das es ihnen gut geht
    Einfluss der Pop Art
    Werk der Woche: Nina Nolte beschwört mit ihren Licht durchfluteten Swimmingpool-Bildern den immerwährenden Sommer herauf

    Nina Nolte, geboren 1957 in El Salvador, beschwört mit ihren Licht durchfluteten Swimmingpool-Bildern den immerwährenden Sommer herauf. Leuchtendes, klares Wasserblau bildet die Folie für Szenerien, die auf den ersten Blick Schnappschüssen aus einem Urlaubsalbum gleichen.

    Malerei von Nina Nolte

    Die Malerei der aktuell in Düsseldorf lebenden Künstlerin ist fotorealistisch, der Einfluss der Pop Art vor allem an der satt leuchtenden Farbpalette unverkennbar. Fotografien sind das Ausgangsmaterial für ihre Bilder, jedoch folgen die Kompositionen einer eigenen, innerbildlichen Logik, die auf absolute Stimmigkeit aller Elemente zielt.

    Das überraschende Resultat ist eine Wirklichkeit, die auf minutiöse Hyperrealismen verzichtet und doch die Schönheit des Körpers, seine Würde und Eleganz darstellt oder Momente reiner Lebensfreude spiegelt (Pool-Paintings). 

    The best is yet to come, das Titel gebende Bild der Ausstellung, ist Teil einer Serie von Arbeiten, die Frauen mittleren Alters zeigen, im Wasser stehend, rauchend, plaudernd, sich schminkend, die einfarbigen oder ornamental gemusterten Turbane kunstvoll um den Kopf gewunden. Die Frauen sind mit sich beschäftigt, schauen den Betrachter nicht an, feiern sich selbst, stolz und in sich ruhend.

    Nina Nolte Biografie

    Ausbildung  

    1957 geboren als Kind deutscher Eltern in San Salvador, El Salvador

    1959 – 1964 Übersiedelung nach Deutschland und Einschulung in die Grundschule in Mannheim/ Feudenheim

    1964 – 1972 Umzug nach Barcelona, Grundschule und Gymnasium an der Deutschen Schule Barcelona

    1972 – 1976 Fortsetzung der Gymnasialzeit am Max Planck Gymnasium in Ludwigshafen am Rhein, Abitur

    1976 1976 – 1991 Deutsche Lufthansa, Frankfurt am Main und München, erste Arbeiten auf Papier mit Acryl- und Aquarellfarben, autodidaktischer Erwerb der Maltechniken, erste Ausstellung

    1991 - 1997 freiberufliche künstlerische Tätigkeit in München, erste Ausstellung in einer Galerie

    1991 1997 – 2010 Übersiedelung nach Andalusien, San Pedro Alcántara, und zunehmend großformatige Arbeiten mit Acryl auf Leinwand, Weiterentwicklung zur gegenwärtigen künstlerischen Position

    Einzelausstellungen  

    1991 - 1993 Galerie Inter Art/ München

    1992 Galerie am Theater, Aachen

    1994 Galerie Art Forum/ Mexico City

             Galerie Perplex/ Berlin

    1995 Galerie Espace Suizze/ Strasbourg Haupthaus von Mercedes-Benz/ Berlin

    1996 University Club/ Washington D.C.

             Art Trust International Gallery/ Sarasota, Florida

    1997 Fabien Fryns Gallery/ Marbella

             Mercedes-Benz/ Dresden

    1998 vier Wanderausstellungen mit der Diputación de Málaga, Área de Cultura y Educación (der Abteilung für Kultur und Erziehung der Provinzregierung von Malaga) in Fuengirola, Antequera, Pizarra und Casabermeja Galerie Rina Bouwen/ Madrid

    1999 Galerie Art Forum/ Mexico City

             Galerie Minkner/ Palma de Mallorca

    2000 Galerie Espacio/ San Salvador (El Salvador)

    2002 Art Seasons Gallery/ Singapur

    2003 Pablo Goebel Fine Arts/ Mexico City

             Galerie Espacio/ San Salvador (El Salvador), Portrait für die Gattin des

             salvadorenischen Staatspräsidenten

    (1999 – 2004) Francisco Guillermo Flores Pérez Art Thiess/ München

    2004 Thomas Punzmann Gallery/ Marbella

    2006 Galerie Carmen del Campo/ Cordoba Art Thiess/ München

    2007 Sara Nightingale Gallery/ Water Mill, Long Island NY

              Casino de Marbella

    2009 Sara Nightingale Gallery/ Shelter Island NY

              Galerie Jorge Alcolea/ Madrid

              Thomas Punzmann Gallery/ Marbella

     

    Gruppenausstellungen (Auswahl ab 2008)

    2008 Galerie Jorge Alcolea/ Madrid

             Galerie Elizabeth Budia/ Barcelona

             Sara Nightingale Gallery/ Water Mill NY

             Art Thiess/ Muenchen

             Berliner Liste, mit Thomas Punzmann

             Gallery MIArt/ Mailand, mit Galerie Jorge Alcolea

             Bridge Art Fair/ New York, mit Galerie Jorge Alcolea

    2009 Janine Bean Gallery/ Berlin

             Galerie Jorge Alcolea/ Madrid

             Berliner Liste/ Berlin, mit Thomas Punzmann Gallery

    2010 Galerie Angelika Blaeser, Duesseldorf

              Galerie Jorge Alcolea/ Madrid

              Rivera & Rivera Gallery/ Los Angeles

              Anya Tish Gallery, Houston

              Janine Bean Gallery/ Berlin

              PAN Amsterdam, mit Willem Kerseboom

             Gallery Berliner Liste, mit Thomas Punzmann

             Gallery Hot Art Fair/ Basel, mit Thomas Punzmann

             Gallery Art Antique/ Utrecht, mit Willem Kerseboom

             Gallery ART Amsterdam, mit Willem Kerseboom

             Gallery ART-Fair 21, mit Thomas Punzmann Gall

    Galeriekontakt:

    Galerie Angelika Blaeser

    modern & contemporary art

    Bastionstr. 10

    40213 Düsseldorf

    +49 (0)211 877 44 582

    +49 (0)172 977 44 00

    info@remove-this.galerie-angelika-blaeser.de

     

    Öffnungszeiten: Di. – Fr. 11 – 18 Uhr, Sa. 11 – 15 Uhr, sowie nach Vereinbarung

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Gottfried Boehmer und Anna Vilents 2003 vor der Ausstellung mit den Promi-Motiven
Stefan Raab wurde auch von Anna Vilents aufs Korn genommen
    Die Rote Anna malt Böse Bilder
    Bitter süße Bilder von Anna Vilents - die omnipräsente Medien-Prominenz der "STARS"

    Lange, sehr lange ist das her. Ein Rückblick in das Jahr 2003. Was wären die „Stars" ohne RTL, VOX, Pro 7, Bild, Bunte oder Gala?

    von Peter Hauptvogel

    Die 22-jährige Ukrainerin Anna Vilents hat die omnipräsente Medien-Prominenz unserer Zeit mit Pinsel und Acrylfarbe aufs Korn genommen und in bitter süßen Bildern porträtiert. Sie wollte nur eins: Malerin werden.

    Die rothaarige Malerin, die 1993 mit ihren Eltern „als Kontigent-Flüchtling" aus der Ukraine an den Rhein kam, weiß genau wie man Publicity macht. Und ihr Mentor Gottfried Böhmer von Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin weiß das auch. Wohl deshalb wirkten beide auf der Vernissage auch so vergnügt.

    Doch Anna ist mehr als ein kleines Schlitzohr, sie ist eine begnadete Künstlerin. Die jüngste Meisterschülerin der alterehrwürdigen Düsseldorfer Kunstakademie. Immerhin einer Institution, die 17 von 100 Namen für die aktuelle Weltrangliste der bildenden Künstler dieser Welt liefert.

    18 Jahre alt war Anna als sie angenommen wurde. Sie sprach kaum ein Wort deutsch und besaß kein Abitur. Aber bei der Begabtenprüfung überzeugte sie, wurde sie Meisterschülerin von Prof. A. R. Penck. Dass allein ist schon ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Fachleute schätzen vor allem ihre raffinierte Tropftechnik.

    Anders als deren berühmter Erfinder Jackson Pollock bleibt sie jedoch im figürlichen, wenn sie Tierkörper mit Menschenköpfen malt, und dabei Übergänge findet, die ins Mystische reichen. Gut und gerne 4.000 € muss man heute schon für ein Vilents-Bild auf ein Tisch blättern.

    Am Ende der jetzt laufenden PR-Show mit den Promi-Motiven wird der Preis gewiss noch gestiegen sein, man darf ihr das gönnen. Allein schon die Zielstrebigkeit mit der sie ihre Künstler- Karriere verfolgte, verdient Anerkennung. Konsequent lehnte sie jeden anderen Berufsvorschlag von Eltern und Lehrern ab, wollte Malerin werden - und wurde es.

    Air Berlin Magazin Ausgabe 2/2003

    Claudia Schiffer, Boris und Barbara Becker, Verona Feldbusch, Thomas Gottschalk, Ariane Sommer - alle sind sie da. Unsere Medien-Stars im Format 100 x 90 cm. Anna Vilents, in diesem Semester die jüngste Meisterschülerin (Prof. A. R. Penck) an der Düsseldorfer Kunstakademie, porträtiert die „Stars" aus Film und Fernsehen wie die Fürsten, Mönche und Madonnen der Renaissance-Zeit.

    Jedoch mit streng kritischem Blick. Auf den 13 „Star-Porträts" wird mit diesen streng ins Gericht gegangen: Dieter Bohlen als Florentiner in der Hand seinen Bestseller als Bibel. Nina Hagen wird als kleines Mädchen dargestellt. Barbara Becker als leidende Heilige.

    Anna Vilentsist jedoch keine Zeitgeist-Reporterin, ihr Scharfblick gilt verschiedenen gesellschaftlichen Phänomenen mit einem Schuss Ironie. Ausstellung: Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin.

    Messemagazin Ausgabe 1/2003

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  • Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie, nach Oel sagt Madeleine Alizadeh alias Dariadaria im Interview
    die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin
    Madeleine Alizadeh von Dariadaria.com - Der ökologische Fußabdruck der Textilindustrie

    Jedes  Jahr  werden  100  Milliarden  Kleidungsstücke  hergestellt. Umweltauswirkungen  entstehen  über  den gesamten  Lebensweg eines  Textils: von  der Rohstoffgewinnung und der Herstellung von Fasern über die Textilproduktion, den Gebrauch bis hin zur Entsorgung. In kaum einer anderen Branche wird so viel Wasser benötigt  wie in  der  Bekleidungsindustrie. 

    So werden um ein Kilo Stoff  zu produzieren bis zu 100 Liter verbraucht. Das meiste Wasser, das die Menschen  verbrauchen, bekommen sie jedoch gar  nicht  zu Gesicht. Die Wassermengen, die in einem Produkt oder einer  Dienstleistungenthalten sind und zur Herstellung  verwendet werden, nennt man deshalb „virtuelles  Wasser“. 

    Besonders  viel  von  diesem „unsichtbaren“ Wasser wird bei der Produktion von Kleidung verbraucht. Zur   Minimierung   der   Umweltauswirkungen   hat   sich   in   der   Modebranche  „Fair  Fashion“  als  eine Gegenbewegung zu der sogenannten „Fast Fashion“ entwickelt.

    Hierbei geht es nicht nur um Materialien, sondern um eine ganze Reihe von Aspekten, die mit Nachhaltigkeit in Zusammenhang stehen, wie z.B. der Verzicht  auf  Kinderarbeit, existenzsichernder Lohn, keine exzessiven  Arbeitszeiten oder Tierschutz. 

    Denn schöne Mode sollte nicht unter hässlichen Bedingungen entstehen. Eine der Vorreiterinnen in Sachen nachhaltiger Mode ist die Wiener Aktivistin Madeleine Alizadeh (29) alias DariaDaria. Sie hat konventionelle Mode gegen grüne, faire Fashion eingetauscht und ist die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin.

    Sie zeigt,  welche tollen  Looks man  mit nachhaltigen  Labels  tragen  kann  und ist das  beste  Beispiel  dafür,  dass  nachhaltige  Mode und  Modebewusstsein  sich  nicht  ausschließen.  Im Interview  erklärt sie uns,  warum und  wie  wir alle etwas  zu  einem Wandel in  der Modeindustrie beitragen können.

    Was macht Ihnen mit Blick auf die Zukunft unseres Planeten besonders große Sorgen?

    Mir bereitet der IPCC-Report (Intergovernmental Panel on Climate Change,  Weltklimarat), der im Herbst 2018  erschienen  ist,  sehr  große  Sorgen.  Dieser  besagt,  dass  wir  nur  noch  12  Jahre  Zeit  haben,  um  der Erderwärmung entgegenzuwirken.

    Warum müssen wir mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Mode schaffen?

    Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie, nach Öl. Das Volumen an Textilien, das jährlich auf den Markt  kommt  und  in  Umlauf  gebracht  wird,  ist  nicht  mehr  tragbar.  Neben  den  ökologischen  Faktoren spielen die Ausbeutung von Mensch und Tier eine große Rolle.

    Das Kaufen von fairer Mode ist für mich auf jeden Fall auch eine feministische Angelegenheit.  Wenn  man  für  sich  selbst  Rechte  beansprucht,  die anderen Frauen nicht zuteil werden, muss man sich doch die Frage stellen, was für einen Feminismus man lebt,  in  dem  man  Kleidung  von  Frauen  kauft,  die  keine  Stimme  und  keinerlei  Rechte  wie  beispielsweise Mutterschutz, soziale Absicherung, faire Löhne oder humane Arbeitszeiten haben.

    Wie könnte man in der Gesellschaft dieses Bewusstsein für nachhaltige Mode schaffen?

    Das ist eine sehr große Frage, um sie so kurz zu beantworten. Ein möglicher Ansatz ist, die Menschen darauf aufmerksam  zu  machen,  dass  die  Modeindustrie  Auswirkungen  auf die  Umwelt  hat  und  sich  langfristig etwas ändern muss.

    Das große Problem ist, dass wir gar nicht mehr wissen, was z.B. 1 Meter Stoff kostet, wir sehen  einfach  kein  Verhältnis  mehr.  Indem  junge  Menschen  schon  in  der  Schule  aufgeklärt  und Produktionszyklen erläutert werden, sowie der Wert eines gefertigten Produkts verdeutlicht wird, können wir ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen.

     

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  • Valentine im Rausch des Pop-Zaubers Lieder voll Lebenslust
Valentine schoepft aus sich selbst, ihre Kreativitaet ist echt
    Gipfelsturm und Talfahrt
    Valentine im Rausch des Pop-Zaubers - Lieder voll Lebenslust

    Niemand schreibt ihr Songs auf den Leib. Niemand sagt ihr welche Kleider sie tragen soll. Niemand schärft ihr ein, wie sie sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren hat. VALENTINE braucht niemanden der ihr gutgemeinte Ratschläge erteilt. Sie schöpft aus sich selbst, ihre Kreativität ist echt. Schon als Ungeborene liebte sie schöne Töne.

    „Als meine Mutter schwanger mit mir war, habe ich im Bauch immer gestrampelt, wenn sie die Beatles oder Yes hörte“, berichtet VALENTINE. Als Tänzerin hatte ihre Frau Mama einen musischen Beruf gewählt, genau wie der Herr Papa, der Toningenieur und Musiker ist.

    Bereits als Kleinkind bekam VALENTINE von den Eltern ein kleines Keyboard geschenkt. „Ich war fünf Jahre alt, als meine Mutter durchsetzte, dass ich trotz knapper Kasse Klavierunterricht bekam.“

    Während ihrer Kindheit in Berlin-Friedrichshain hatte die junge VALENTINE das Glück, eine undogmatische Klavierlehrerin zu treffen, die sie ermutigte, eigene Melodien zu spielen.

    In der Schule glänzte die Elevin mit Coversongs von Alicia Keys, Mariah Carey und Jewel, die sie vor der versammelten Schülerschaft vortrug. „Ich merkte, dass es mir leicht fällt, zu singen und Klavier zu spielen“, erinnert sie sich.

    Daneben feilte VALENTINE an eigenen Songs. Sie war 16 als ihr Debütalbum „Ocean Full Of Tears“ heraus kam, aus Valentine Romanski wurde (englisch) VALENTINE. Ihre Vorliebe für sehnsüchtige Balladen stieß auf große Gegenliebe bei Publikum und Pop-Adel gleichermaßen.

    Kein Geringerer als Sir Paul McCartney wählte die Debütantin aus, drei ihrer Eigenkompositionen auf seiner Charity-Gala „Adopt A Minefield“ in Neuss zu spielen. „Ich war super nervös und habe mein komplettes Englisch-Vokabular vergessen als ich ihm gegenüber trat“, lacht sie.

    „Der Auftritt lief aber bestens. Wenn Paul McCartney in der ersten Reihe steht und dich anlächelt, ist das natürlich großartig!“ Vor ihr waren an dem Abend bereits Yusuf Islam (früher Cat Stevens) und Anoushka Shankar aufgetreten.

    Auch andere Künstler mochten VALENTINE`s Songs und so kam es zu VALENTINE-Konzerten mit Musik-Schwergewichten wie Meat Loaf, Joe Cocker, 2raumwohnung und Heather Nova.

    Zwei Jahre später erschien der Album-Nachfolger „Blue Merry-Go-Round“ - die Platte bestand aus elegischen Songs mit aufwändiger Instrumentierung und nachdenklichen Texten. „Wenn man schon die Plattform bekommt etwas mitzuteilen, muss das doch auch Hand und Fuß haben“, findet VALENTINE.

    Nachdenklich machte sie auch ihre Erfahrung, dass nach einem Gipfelsturm die Talfahrt folgen kann. Die erste Plattenfirma schickte ihr nach dem zweiten Album den blauen Brief.

    Von nun an musste sich VALENTINE mit Jobs durchschlagen, an Türen klopfen, Absagen kassieren, mit Enttäuschungen fertig werden. VALENTINE besann sich auf ihre Fähigkeiten: sammelte Ideen, schrieb Lieder, verwarf sie wieder und schrieb bessere.

    Anfang 2010 waren die neuen Kompositionen so stark ausgereift, dass VALENTINE damit ein neues Demo aufnahm. Diese Songs, unter anderem das Aufsehen erregende „Black Sheep“, beeindruckten das neue Label der Berlinerin und verschafften ihr in Windeseile ihren aktuellen Vertrag.

    Für alle Beteiligten war es dabei offensichtlich, dass „Black Sheep“ die erste Single sein musste, denn dieser Song vereint in Sound und Worten zu 100 Prozent die wunderbare Welt von VALENTINE.

    Anspruch wird Wirklichkeit VALENTINE`s berauschender Zauber-Pop

    Auch die Erfahrungen der schwierigen Zeit des Suchens und Zweifelns finden sich auf VALENTINE`s neuem Album „Love Like Gold“.

    Die Berliner Pop-Komponistin geht mit wachen Augen durch die Welt, beobachtet ihre Mitmenschen genau und verschließt sich weder Leid noch Schmerz. „Schon als ich klein war, mochte ich melancholische Melodien.“

    Inzwischen ist VALENTINE 22 Jahre alt, und es hat sich eine Menge getan. „Ich wohn` in Berlin“, lacht sie wieder dieses strahlende Lachen, „und war viel tanzen.“ Sie entdeckte Radiohead, Muse, Kate Bush, Amy Macdonald, Marina & The Diamonds und geht bevorzugt in Clubs, in denen ihre Lieblings DJs auflegen.

    „Meine neuen Songs haben diese Piano-Melancholie, es gibt opulente Streicher und darunter liegen clubbige Beats“, beschreibt sie die Song-Perlen ihrer neuen Sammlung. „Love Like Gold“, ihr dritter Dreher enthält prächtig kolorierte Popmusik, getragen von frischen Grooves, prall gefüllt mit Gefühl und Seele. Ihre Texte greift sie aus dem vollen Leben.

    Für die Single „Black Sheep“ erzählte VALENTINE etwa die Geschichte eines Mädchens, das droht ins Rotlichtmilieu abzurutschen. „Man sollte solche Menschen aber nicht ausstoßen, sondern ihnen unter die Arme greifen“, fordert sie entschieden.

    In „Nobody Knows“ schildert sie eine mysteriöse Begegnung mit einem Menschen, den man zu kennen glaubt, aber nicht erinnert. „War es eine Begegnung in einem anderen Leben oder ein Déjà-vu?“, fragt VALENTINE träumerisch.

    In Bezug auf ihr „Catch Me With Love“ stellt sie die Frage: „Warum ist Liebe eigentlich so kompliziert und quälend? Besonders für junge Leute, die haben doch noch nichts zu verlieren, keine Familie, um die sich kümmern müssen...“

    VALENTINE ist eine junge Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Melodien und Texte stammen großteils aus ihrer Feder, „vom Fotoshooting bis zum Videodreh ist alles durch meine Hände gelaufen“, stellt sie klar.

    Entscheidungsfreudig wählt sie die Musiker für ihre Band selber aus und stellt sich flankierend ein Team aus Fachleuten zusammen.

    VALENTINE folgte einer Vision, sie hat klare Vorstellungen und lässt sich kein X für ein U vormachen. Selbstverständlich sucht sich die Berlinerin Formen und Farben ihrer märchenhaften Kleider nach eigenem Gusto aus, dabei steht sie bevorzugt auf Rot, Schwarz, Weiß sowie Gold und Silber.

    Besonders die Farbe Gold spielt für VALENTINE eine entscheidende Rolle. „Mein Album ist wie eine Schmuckschatulle, darin befinden sich viele Kostbarkeiten die glitzern und funkeln. „Liebe ist wie Gold“, lautet ihre Metapher, „sie ist wertvoll und schön, sie kann aber auch sehr schwer sein und sogar zu Streit führen...“

    Das Album „Love Like Gold“ enthält Lieder voll Lebenslust, tiefer Gefühle und pulsierender Musikalität – Pop, strahlend wie goldener Sonnenschein.

    Quelle: Sony Music www.sonymusic.de

    Fabian Heinisch

     

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Kunst - Künstler vorgestellt

  • Lykke Li Zachrisson
Lykke Li Zachrisson
Lykke Li Zachrisson
    beeinflusst von der Surf Music der 60er Jahre
    Vorgestellt: Die schwedische Künstlerin Lykke Li Zachrisson prägt selbstbewußt die internationale Musikszene

    Lykke Li Zachrisson kam 1986 als mittleres Kind einer Fotografin-Mutter und eines Musiker-Vaters zur Welt. Dass ihre Mutter sie stehend und ohne Narkotika gebar, war ein Ausdruck des revolutionären Krankenhaus-Credos „being born on a woman’s terms“ und vermutlich LYKKE LIs erste Konfrontation mit der Frauenwelt, die auch ihr Ringen mit der Frage der Zugehörigkeit begründen sollte.

    Die Zachrissons waren eine Familie, die niemals still stand, von Schweden nach Neuseeland und schließlich nach Portugal zog, wo sie sich in einem Bergdorf niederließen, um der Nachstrahlung des Tschernobyl-Desasters zu entkommen.

    Als folgsames Rebellenkind, das seine ersten Schritte barfuß auf scharfen Kieseln zu Pfauenlauten und Donner machte, die Winter in Indien, Nepal und Marokko verbrachte und in elf verschiedenen Einrichtungen zur Schule ging, wandte sich Lykke schnell dem Kritzeln von Gedichten und dem Tanzen zu – nicht aus Interesse sondern als Notwendigkeit.

    Als die Familie schließlich einige Jahre später nach Schweden zurückzog, hatte sich das Umherwandern bereits auf die Natur der inzwischen Neunjährigen ausgewirkt, deren Innerstes rastlos und frühreif war.
     
    Mit 19 war Tanzen kein adäquates Outlet mehr für LYKKE LIs immer lauter werdende Seele, und so wurde der Gesang zum Heilmittel für ihre jugendlichen Leiden und die Beschränkungen von Stockholms Vorstadt. Schließlich verlagerte sie ihren Lebensmittelpunkt nach New York, zog in Bushwick ihr Ding durch, schaltete und waltete, uptown und zurück.

    Als sie eines Morgens in ihrer rattenverseuchten Kammer einer Wohnung aufwachte, nachdem sie am Abend zuvor bei einer Open-Mic-Nacht von der Bühne gebuht worden war, wurde ihr schlagartig klar: Schlimmer kann es nicht werden, ab jetzt kann es nur noch bergauf gehen – und sie wusste, dass die Kunst, in welcher Form auch immer, für immer ihr Leben sein würde.
     
    Badabing Badaboom.
     
    Zurück in Stockholm, pleite und allein, aber zu allem bereit, lag Lykke dem Produzenten Björn Yttling (von Peter, Bjorn & John) in den Ohren und fand in ihm den passenden Deckel für ihren Topf, da er sie in die Welt des professionellen Schreibens und Aufnehmens von Musik einführte.
     
    2007 nahmen die beiden 14 Songs auf, aus denen LYKKE LIs gefeiertes Debütalbum Youth Novels werden sollte – ein Werk, das die 21-Jährige schnell berühmt machte und sie auf ein atemberaubendes Rennen durch die Welt klaustrophobischer Backstage-Räume, greller Lichter, verruchter Partys, wuseliger Flughäfen, mieser Typen, hübscher Fremder, faltiger Mode und Stripper-Stiefeln, wertiger Lumpen und Balisons in überstrapazierten Koffern führte. Und zum Herzschmerz...


    Gott segne den Herzschmerz, werden wohl alle mit einstimmen, schließlich war dieser für den unvergesslichen Song „Possibility“ verantwortlich, der von einer ziemlich kaputten Einstellung gegenüber der Liebe zeugt, für den Film „Twilight – New Moon“ geschrieben wurde und Millionen junger Vampirseelen aus dem Herzen sprach, die sich danach sehnten, nicht dazuzugehören. Und zu lieben.
     
    „Mein letzter Tango mit der Liebe endete ziemlich übel, aber man kann sagen, dass ich mein eigenes Herz gebrochen habe. Liebe war nur mein Instrument und der Herzschmerz mein Geist – etwas, an das ich mich klammern konnte, als alles um mich herum zusammenbrach...“
     
    Nach zwei verrückten Jahren, in denen praktisch jeder Ort, jede Person und jedes Vergnügen auf dieser Erde nach ihrer Aufmerksamkeit lechzte – außer der Liebe natürlich –, sehnte sich LYKKE LI verzweifelt nach einem Ort, an dem sie sich ausruhen konnte anstatt auf einer Bühne zu tanzen. Da es keinen Ort gab, den sie ihr Zuhause nennen konnte, beschloss sie einmal mehr, nach New York zu gehen – um ein bisschen zu leben!
     
    „Zwei Monate verbrachte ich dort und hatte eine gute Zeit. Doch ich war ausgemergelt, New York war für mich zu dem Zeitpunkt der falsche Ort. Und als ich den Stecker gezogen hatte, als ich allein war und die Flut von Angeboten und Einladungen langsam verebbte, musste ich mich damit auseinandersetzen, wer ich war.

    Auch wenn sich meine Lebensumstände drastisch geändert hatten und mir alles offen stand, was ich mir je erträumt hatte, hatte ich immer noch die gleichen Gefühle wie vorher: die gleiche Existenzangst, die gleiche Rastlosigkeit. Ich hatte mich nicht verändert und wartete noch immer. Ich musste etwas unternehmen. Ich musste wachsen.“
     
    Also floh LYKKE LI in den Westen, in die kalifornische Wüste, spielte in einem schrägen und dunklen Moses-Berkson-Film namens „Solarium“ mit und begrub einen Teil ihres verletzten Herzens im brühend heißen Wüstensand. Den Rest nahm sie mit in ein Haus auf einem Hügel im Osten von Los Angeles, wo sie sich ein Fahrrad und eine Autoharp kaufte, ein wenig prachtvolles Klavier lieh, ein paar Blumen in ihrem Zimmer verteilte und sich hinsetzte um nachzudenken.
     
    Zur Ruhe gekommen, ein bisschen einsam und mit der Gainsbourg’schen Angst konfrontiert, dass dich der Geist einer Liebe, die nie wirklich gelebt hat, für immer verfolgen wird, immer in dir hausen wird, ungeboren und untot, suchte sie Trost in der Musik.
     
    Schon bald erzitterte die Bergkuppe des Echo Parks unter der Musik jener Gemüter, die an einem ähnlich kontemplativen, gebildeten und schmerzvollen Ort waren wie sie: Leonard Cohen, Neil Young und Dr. John gemischt mit Velvet Underground und This Mortal Coil, alles unter dem omnipräsenten Bann von Alan Lomax Feldstudien, Whiskey und Darjeeling.
     
    Doch wie jeder, der sich in den Untiefen von Sehnsucht und Verlust befindet, war LYKKE LI darauf bedacht, sich wieder zu berappeln und in sich selbst die Essenz ihrer Musik wiederzuentdecken. Sie dürstete nach der rauen Kraft der Schlichtheit, nach einer Form aufrichtiger Wahrheit.


    Sie kam zu dem Entschluss, dass es – unabhängig von Furcht, Verlust und Sehnsucht – nicht um die Perle in der Auster geht sondern um das Sandkorn, aus dem die Perle entsteht. Um die Kohle selbst, nicht den Diamanten, der aus ihr entstehen kann. Um das Jetzt, das sich unausweichlich ins Dann verwandelt, und das Wenn, aus dem vielleicht nie ein Jetzt wird.
     
    Und dann fing sie an zu schreiben.
     
    „Ich wollte zurück zu den Anfängen, als Songs noch etwas bedeuteten. Ich wollte Minimalismus, nur Texte und Melodien. Wie alle großartigen Songs sollten auch meine nur mit Handschlägen und Gesang gespielt werden können.“
     
    Sie bündelte den Niedergang des Shangri-La-Leitwolfs mit „Women Under The Influence“, „Ladies And Gentlemen Of The Canyon“, einer Kung-fu-Marianne-Faithful und einer bewaffneten Nancy Sinatra im Kaktusrausch und machte Musik.

    Aus ihrem Kopf kamen Voodoo-Trommeln, ein paar schmerzende Akkorde, peitschend und heilig, erschütternd und hoppelnd zugleich, und eine Stimme, die sich urplötzlich vom Sehnsuchtsvollen zum Fordernden gewandelt hatte, vom Fragilen zum Rauen.
     
    „Wenn ich singe... dann geht es immer um meine intimsten Emotionen, über die ich mit niemandem sprechen würde. Aber es ist meine Bühne, mein Raum, an dem ich alles ausdrücken kann, was ich will. So oder so – ich setze die Grenzen, ich mache die Regeln. Ihr müsst draußen bleiben.“
     
    „These scars of mine make wounded rhymes tonight“, singt sie und setzt damit den Titel ihres zweiten Albums in einen Kontext. Ein Zweitwerk, das das Recht einfordert, nicht dazuzugehören, wohlwissend, dass es dies dennoch tut. Von einer Künstlerin, die zu gleichen Teilen aus Diesseits und Jenseits, Liebe und Zerstörung, Kampf und Glauben besteht.
     
    „Das könnte es tatsächlich sein, mein letztes Hurrah. Dieses Album musste perfekt sein, es muss für Dekaden vorhalten. Für alle Fälle.“ 
     

    Mit den Worten einer Mutter, die einst aufstand, um eine Künstlerin zu gebären:
     
    „Tanz’ solange du noch kannst“, singt LYKKE LI.
    „Tanz’, weil du musst.“

     

     

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  • Verwirrspiel von realen, kopierten und inszenierten Wirklichkeiten
Catrine Val imitiert stellvertretend 11 Miss-World-Anwaerterinnen
    Als glamouröse Camouflage getarnt
    TREAP - Catrine Val entwickelt eine Interdependenz zwischen realen, kopierten und inszenierten Wirklichkeiten

    Mit der Erweiterung unserer zwischen-menschlichen Kommunikation durch die verschiedenen Dienste des Internets wächst die Bedeutung virtueller sozialer Netzwerke.

    Metaphysischen Mysterien

    All diese metaphysischen Mysterien werden durch die unmittelbare Verdopplung der Welt – das Mitlaufen des perfekten Doubles der Realität in Echtzeit – in Facebook, MySpace oder YouTube neu definiert.


    Den Ausgangspunkt für das Motiv von TREAP bilden die auf YouTube geposteten Videobotschaften der Miss World Wahl 2008. Catrine Val imitiert stellvertretend 11 Miss-World-Anwärterinnen aus unterschiedlichsten Nationen in einer Collage.

    Die medialen Fiktionen

    Da die medialen Fiktionen rund um die Schönheitsköniginnen einer „Miss Rushia“, „Miss Ethiopia“ oder „Miss Turkey“ im gleichen Maße um die Verführungskunst oberflächlicher Scheinwelten kreisen wie in der Mode, zitiert TREAP exemplarisch die viel beachtete Anzeigenkampagne der Herbst-/Winterkollektion 2006 der deutschen Modefirma Escada.

    Zenit eines längst vergangenen expressiven Luxus

    Mit vielen echten Fellen und grellen Farben steht diese Kampagne aus heutiger Sicht – in Zeiten der Rezession – für den Zenit eines längst vergangenen expressiven Luxus. Das Styling in TREAP orientiert sich an der von den 11 Schönheitsköniginnen während ihrer Interviews auf YouTube getragenen, privaten Kleidung.

    Man erkennt ansatzweise unterschiedliche, landestypische Modevorlieben und Auffassungen. Dicht gedrängt werden in TREAP 11 Nationen gleichberechtigt nebeneinander gestellt.

    Als glamouröse Camouflage getarnt

    Die Nachahmung birgt ein unheimliches wie auch sinnliches Potenzial. Am Ende hinterfragt TREAP als glamouröse Camouflage getarnt, das alltägliche Verwirrspiel von realen, kopierten und inszenierten Wirklichkeiten.

    Der Titel der Fotoarbeit „TREAP“ zitiert einen Begriff aus der Informatik:
    Dort bezeichnet dieser einen binären Suchbaum mit einem genau
    definierten Procedere für die Datenstruktur.

    Miss India
    Miss Czechoslovakia
    Miss Italy
    Miss Korea
    Miss Sweden
    Miss Russia
    Miss France
    Miss Ethiopia
    Miss Denmark
    Miss Great Britain
    Miss Turkey

    TREAP
    2009
    300 x 90 cm

    Foto: Jan Friese
    Hair & Make-up: Rebecca Keim
    Stylist: Ekachai Eksaroj
    Postproduktion: Jens Greber

    Statement:

    Catrine Val


    „Meine künstlerische Position entwickelt sich aus einer bedingungslosen Neugierde am Diskurs im Umgang mit Kommunikationsmedien und den damit einhergehenden Hinterfragung einer medienkulturellen Identität, die sich ihrer sozialen, politischen, ästhetischen und ethischen Eingebundenheiten bewusst ist.“ 

    Der Schwerpunkt meiner Arbeiten liegt in der Videokunst, wie in der konzeptuellen inszenierten Fotoarbeit. Thematisch stellen sie sensible, gesellschaftliche Beobachtungen an, die oft zum Environment inszeniert, das Verhältnis der Betrachter zum Videobild, untereinander gestalten.

    Im Vordergrund trat in den letzten Arbeiten wie  „Ich bin ein Anderes“ oder der hybriden Installation von „YouPrompt“ die produktive Gestaltung des Spannungsfeldes von virtuellen und realen Beiträgen im Experiment.

    Im Kern bezogen sich die Installationen auf das ständig wachsende und auf YouTube abgelegte Videomaterial, in seiner ambivalenten und zuweilen belanglos erscheinenden Vieldeutigkeit. Aus den vorangegangenen Ansätzen und der bisherigen Arbeit entwickele ich  gerade das Konzept SHEPARL.

    Gegenstand  der Hinterfragung wird auch hier die gesellschaftliche Funktion von Medien und deren kulturelle Bedeutung. Das Projekt SHEPARL überträgt die neuen partizipatorischen Kulturen, die sich im Internet entwickelt haben, auf politische Prozesse und untersucht, welche Rolle moderne Kommunikationsmedien im politischen Diskurs der Zukunft spielen können.

    Kann man eine Verwirklichung der medienkulturellen Identität, die sich ihrer sozialen, politischen, ästhetischen und ethischen Eingebundenheiten bewusst ist, alleine nur durch das Nachahmen erzeugen?

    Doch mein Hauptfokus liegt gerade  bei der Fortsetzung der inszenierten Modefotographie unter dem Titel„ WAYS OF ESCAPE“ mit aus Modekampagnen bekannten Haltungen und Posen in der Vervielfältigung einer einzigen Person.

    Werdegang
    seid 2004
    Künstlerisch-Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Klasse Bjørn Melhus, Kunsthochschule Kassel

    2001 - 2004

    Postgraduiertes Studium bei Valie Export, Marcel Odenbach und Horst Königstein Kunsthochschule für Medien, Köln,

    1994 – 2001

    Studium der Freien Kunst, Klasse Urs Lüthi, Kunsthochschule Kassel

    1991-1993

    Arbeit in der Webeagentur Dr. Puttner & BSB; Wien

    1988 - 91

    Höhere Berufsfachschule für Graphik & Design, 

    Ausstellungen

    2010
    HUMAN  RIGHTS, Fondazione Opera dei Caduti

    Rovereto, Italy

    startUP, Sala Birolli, Verona, Italy
    BIG BANG, Einzelausstellung, Politics of the body

    Galerie König, Berlin
    2009

    26. Kasseler Dokumentarfilmfestival Monotoring, Kassel

    Images Recalled,3. Foto-Festival, Kunsthalle Mannheim

    Gemeinsam in die Zukunft Frankfurter Kunstverein

    Ich bin ein Anderes Stiftung Starke, Einzelausstellung, Berlin

    2008

    Monkey Up Plug In, Einzelausstellung, Basel Schweiz

    2007

    WATERCOLOURS, Galerie König, Hanauport

    2006

    Fremd bin ich eingezogen Kunsthalle Fridericianum, Kassel

    Coolhunter, Kunsthalle Budapest, Ungarn

    Blosses Außen U-Bahngalerie, München

    2005

    Coolhunter, ZKM, Karlsruhe

    Altitude KHM, Köln

    Coolhunter, Kunsthaus Wien

    2004

    Transmitter, European Media Art Festival, Osnabrück

    2002

    Feminale, Köln

    Unplugged, Ars Electronica, Linz, Österreich

    2001

    Monitoring, DokFest, Kassel

    2000

    Das erste Mal Marburger Kunstverein

    1998

    Rundgang 2

    Museum Fridericianum, Kassel

    Zur Künstlerin: Catrine Val, geboren 1970 in Köln, studierte Kunst bei Urs Lüthi, Valie Export, Marcel Odenbach und Horst Königstein und arbeitete an der Kunsthochschule Kassel. Ihre Video- und Fotoarbeiten waren Bestandteil diverser Ausstellungen und Festivals. (Quelle: Kehrer Verlag)
    Mit "FEMINIST" war sie bereits in der Ausstellung "Gaze upon my graze" des "Art Museum at The Art Park" in Hsinchu/Taiwan und auf dem "International Portfolio Reviews/Photo Ireland Festival" vertreten. Im Juni 2012 wurde ihr Bildband "FEMINIST" für den Renaissance Photography Prize London nominiert.
     

     

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  • Gesungen hat Jessica Pilnaes schon immer, ist sie doch familiaer vorbelastet
Ihr Vater war Keyboarder in Schwedens beliebtester Pop-Band, den Sven-Ingvars
Mit 20 wurde Jessica Pilnaes Mitglied der international erfolgreichen R & B-Band Robyn
Es folgten Tourneen durch Schweden und Deutschland
Als approbierte Medizinerin hat Jessica Pilnaes einen Plan B fuer den Fall der Faelle
    ungewöhnlicher lebensweg
    Vorgestellt: Jessica Pilnäs - eigentlich wollte sie Ärztin werden, heute macht sie erfolgreich Jazz

    Soulig ist ihre Stimme, leuchtend, warm, und doch zurückhaltend und zu feinsten Nuancen fähig - so präsentiert sich die Schwedin Jessica Pilnäs auf „Bitter And Sweet“. Unwillkürlich mag man an den scheinbar unerschöpflichen Fundus skandinavischer Sängerinnen denken.

    Doch so einfach ist die Sache diesmal nicht. Auch in Schweden ist mancher Karriereweg verschlungen - wie der von Jessica Pilnäs:

    Gesungen hat die 31-Jährige schon immer, ist sie doch familiär vorbelastet: Ihr Vater war Keyboarder in Schwedens beliebtester Pop-Band, den „Sven-Ingvars“. So kam sie schon mit 16 Jahren 1995 in die Vorauswahl des Eurovision Song Contest, gleichzeitig eine der beliebtesten Fernsehshows des Landes. Sie wurde Dritte und bekam sofort einen Plattenvertrag angeboten.

    Doch Jessica schwebte etwas anderes vor als eine Karriere als Pop-Sternchen: „Ich war so jung und gerade erst auf die höhere Schule gekommen und wollte diese ordentlich erledigen.“ Statt den Vertrag zu unterschreiben, setzte sie also auf Ausbildung und ging nach dem Gymnasium schließlich auf die renommierte „Fridhem“-Jazzschule, der etliche der heutigen schwedischen Jazzgrößen entstammen.

    Mit 20, nunmehr solide ausgebildet, wurde Pilnäs Mitglied der international erfolgreichen R & B-Band „Robyn“. Wieder wurden Pop-Produzenten auf sie aufmerksam, diesmal konnte sie der Versuchung nicht widerstehen. Unter dem Pseudonym „Isa“ - „es gab damals gerade zu viele Jessicas“, erklärt sie die Namensgebung durch ihr Label Sony - spielte sie das Album „Pretender“ ein.

    Das verkaufte sich zwar vor allem in Japan blendend, doch Pilnäs merkte schnell, dass sie, fremdbestimmt, Promotion gesteuert und Playback singend, weit entfernt von dem war, was sie eigentlich machen wollte: „Das war nicht ich. Ich fühlte mich nicht wohl, wie die anderen Popsängerinnen in Musikvideos herumtanzen.

    Ich war so enttäuscht von der Musikindustrie und all des Drucks müde, der den Spaß tötete.“ Kurzentschlossen zog sie sich aus dem Musikgeschäft zurück und setzte Plan B in Kraft: ein abgeschlossenes Medizinstudium an der renommiertesten Universität Schwedens, der Nobelpreis-Institution „Karolinska Institutet“.

    Vielleicht wäre Jessica Pilnäs heute allein dem Arztberuf verfallen, wenn es nicht zwei Musiker gegeben hätte, die ihren Rückzug für einen schweren Verlust für den Jazz hielten: Starposaunist Nils Landgren versucht noch während ihres Studiums wiederholt, sie für den Gesang zurückzugewinnen.

    Für sein ABBA-Projekt 2003 nimmt er mit ihr eine Duett-Version von „The Winner Takes It All“ auf, das dann später auf der ACT Compilation „Magic Nordic Voices“ (ACT 9718-2) veröffentlicht wird.

    Und am 3. Juni desselben Jahres wird mit Landgren, Wolfgang Haffner, Dan Berglund, Jesper Nordenstadt und anderen nicht nur Viktoria Tolstoys ACT-Debüt „Shining On You“ (ACT 9701-2) in ABBAs legendären Polar-Studios eingespielt, derselbe Musiker-Pool begleitet vorher auch Pilnäs bei fünf Songs, die sich jetzt auf „Bitter And Sweet“ wiederfinden.

    2008 schließlich holt Landgren sie in sein zweites „Christmas With My Friends“-Projekt (ACT 9476-2), nicht nur für die Aufnahme, sondern auch auf Tournee durch Schweden und Deutschland.

    Der Gitarrist und Produzent Johan Norberg, hierzulande vor allem als Partner von Jonas Knutsson mit dem Duo „Norrland“ bekannt, ist die andere entscheidende Figur. Schon 2000 ist er in der Band, die Jessica Pilnäs alias Isa auf Japantournee begleitet. Von ihrem Talent überzeugt, schreibt er ihr sofort nach der Rückkehr einen Song und holt sie in sein Studio.

    In „The More I See“, das dann zunächst von Rigmor Gustafsson auf „I Will Wait For You“ (ACT 9418-2) vorgestellt wurde, geht es um den Moment des Erwachens der Liebe. Beide stellten fest, dass er ihre Beziehung widerspiegelt. Seither sind sie ein Paar und seit einigen Jahren Mann und Frau.

    All diese Stationen ihrer persönlichen wie musikalischen Entwicklung finden sich nun auf „Bitter And Sweet“. „Ich habe mich bewusst für diese Art Kompilation entschieden. Bevor ich etwas ganz Neues machen konnte, musste ich erst die Vergangenheit zu einem guten Ende bringen und präsentieren, was da gewachsen ist und mit viel Liebe gemacht wurde. Es ist eine Art Tagebuch.“

    Natürlich ist „The More I See“ zu hören, mit dem sozusagen die Jazzwerdung der Jessica Pilnäs begann, und auch „The Winner Takes It All“, das schon sehr typisch ist für das Understatement, das “gegen den Strich Bürsten“, mit dem Jessica Pilnäs Songs auf das Wesentliche abklopft und ihm mit ruhigem Jazz-Flow, feinsten Phrasierungen und eigenem Ausdruck neue, noch nie gehörte Gestalt gibt: „Viele schwedische Sängerinnen versuchen so hoch wie möglich zu singen.

    Ich mache fast das Gegenteil, ich versuche alles so einfach wie möglich und sozusagen so tief wie möglich zu gestalten“, erklärt sie ihren Ansatz.

    Was man auch den eigens für dieses Album eingespielten Interpretationen von „Don’t Dream It’s Over“ des neuseeländischen Songwriters Neil Finn und des Billie Holliday-Klassikers „Don’t Explain“, aber auch den Norberg/Pilnäs-Kompositionen „Just Not Today“, „Man In A Balloon“ und „Bitter And Sweet“ anhört.

    Und nicht nur bei Simon & Garfunkels „Bridge Over Troubled Water“ und „There Must Be An Angel“ von Eurythmics, deren Versionen ebenso der grandiosen Session in den Polar-Studios entstammen wie das Titelstück „Bitter And Sweet“, wird Pilnäs‘ Affinität zum Pop deutlich.

    „Es gibt so viele gute Popsongs, es wäre schade, wenn sie vergessen und einfach verschwinden würden. Ich habe einige ausgesucht, um sie selbst neu zu entdecken und sie dann dem Publikum neu nahe zu bringen.“

    Als approbierte Medizinerin hat Jessica Pilnäs einen Plan B für den Fall der Fälle. Doch im Moment spielt die Musik wieder die erste Geige in ihrem Leben: „Während der vergangenen Jahre sehnte ich mich wieder sehr nach der Musik.

    Die Freude am Singen ist immer mehr zurückgekommen, und ich bin glücklich jetzt wieder dem Publikum zu begegnen, live spielen zu dürfen. Ich will noch einmal richtig durchstarten.“ Worüber man sich als Hörer von „Bitter And Sweet“ nur freuen kann. Ebenso wie auf weitere Resultate einer ungewöhnlichen Karriere.

    ACT Music & Vision GmbH & Co.KG

    Telefon: + 49 - (0) 89 - 72 94 92 - 0

    E-Mail: info@remove-this.actmusic.com

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