hamburger-retina

Das Kultur- und Lifestyleportal für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Rekordumsätze am Black Friday

Der Black Friday ist das Paradoxa unserer Zeit

Laut dem Zahlungs-Anbieter Klarna stieg das Umsatzwachstum am Black Friday im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent. Von Neuseeland bis Kalifornien konnten die Shopify-Händler eine Umsatzsteigerung von 75 Prozent  gegenüber dem Black Friday im Jahr 2019 verzeichnen.

Deutschland belegt zudem Platz Fünf der Länder, in denen weltweit am meisten verkauft wurde - und deutschlandweit wurde in Berlin am meisten geshoppt. Und das auch noch: 63 Milliarden US-Dollar (ca. 52,6 Milliarden Euro) Werbeinvestitionen hat die Corona-Pandemie vernichtet. 

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, meint Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen am Black Friday keine Rolle.

Lieber Herr Böhmer,

der Black Friday hat sich längst in die Riege der besonderen Paradoxa unserer Zeit eingereiht. Während gefühlt an allen Ecken und Enden - nicht ohne Grund -  der mahnende Zeigefinger  (u. a. wegen fehlender Nachhaltigkeit, nur vermeintlich attraktiven Angebote, Klimaunverträglichkeit) gehoben wird, schießen gleichzeitig weltweit die Umsätze nach oben.

Der Super Sale war zumindest für die Online-Händler super. Darin sind sich Analysten einig.

Ebenso herrscht Einigkeit darüber, dass diese Entwicklung nur bedingt mit dem ja durchaus gestiegenen Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz unter einen Hut zu bringen ist und schon gar nicht mit den Aufrufen, den stationären Handel zu unterstützen. Aber gut, manchmal passen Wunsch und Wirklichkeit eben erst mit Verzögerung zueinander.

Gilt in ähnlicher Art übrigens auch für das Thema Digitalisierung. Auch hier herrscht große Einigkeit darüber, dass schnellstens mehr passieren muss. Die harte Realität sieht aber leider noch etwas anders aus.

Ein neuer Digitalisierungsindex für Deutschland zeigt beispielsweise großen Nachholbedarf bei kleineren und mittelständischen Unternehmen.

Spitzenreiter ist laut Index die Informations- und Kommunikationsbranche. Das hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass in diesem Jahr viele Veranstaltungen quasi turbo-digitalisiert wurden.

Mit häufig durchaus erfreulichen Ergebnissen. Weil dem so ist, sind auch wir eifrig dabei, unser Angebot konsequent weiter auszubauen.

Jüngster Neuzugang ist hier der W&V-Chefredaktionstalk. Das Format, natürlich komplett digital, feiert morgen seine Premiere. Wer dabei sein will, kann sich immer noch anmelden.

Wir sehen uns.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

 

mehr
  • GFDK - Maketing News - W&V Holger Schellkopf
  • |
  • 01.12.2020

Aktuelles - Marketing News

  • Readly Reach Award Computer Bild DE
    Marktführer für digitale Zeitschriften

    Die Gewinner der Readly Awards 2020 - Computer Bild ist dabei

    Readly, europäischer Marktführer für digitale Zeitschriften, ruft mit einem eigenen Award eine Auszeichnung ins Leben, die einmal jährlich hervorragende Leistungen im Bereich der digitalen Interaktion mit den Leser*innen würdigt. Die Gewinner der sechs Kategorien wurden per Datenanalyse ermittelt und heute während des Readly Client Days bekannt gegeben.

    Das besondere an den Readly Awards ist, dass keine Jury, sondern Daten darüber entscheiden, wer zu den prämierten Verlagen gehört. Die Analysen von Readly basieren auf mehr als 32 Milliarden Datenpunkten. Sie bieten einen objektiven Blick auf die Leistungskennzahlen und wurden bei der Ermittlung der Gewinner in den verschiedenen Kategorien verwendet.

    Unser Ziel ist es, die Digitalisierung der Zeitschriften-Industrie voranzutreiben und zu unterstützen. Mit mehr als 800 Verlagen auf unserer Plattform ist es unserer Meinung nach an der Zeit, nicht nur die Verlage zu würdigen, denen es gelingt, ihr digitales Publikum anzusprechen, sondern auch hervorzuheben, dass die von uns zur Verfügung gestellten Daten-Tools zur Leistungssteigerung genutzt werden können.

    Mit Nutzer*innen in 50 Märkten ist Readly sowohl eine Vertriebsplattform als auch ein Analyseinstrument, sagt Ranj Begley, UK Managing Director und Chief Content Officer bei Readly.

    Die Gewinner der Readly Awards 2020 sind:

    Readly Reach Award - Computer Bild, DE

    Mit dieser Auszeichnung wird die Zeitschrift gewürdigt, die im Jahr 2020 die höchste Zahl an einzelnen Lesern erreicht hat. Computer Bild hat über das gesamte Jahr hinweg Leser in seinen Bann gezogen und dadurch das höchste Level an Leserschaft generiert.

    Readly Read Time Award - The People’s Friend Pocket Novel, UK

    Diese Zeitschrift zeichnet sich dadurch aus, dass sie pro Zugriff die längste durchschnittliche Lesezeit hervorruft. The People’s Friend Pocket Novel beschäftigt und unterhält seine Leser länger als jedes andere Magazin auf der Plattform.

    Readly Bookmark Award - BBC Good Food, UK

    Mit dieser Auszeichnung wird das Magazin gewürdigt, das die höchste Anzahl von Lesezeichen auf Readly gesammelt hat. BBC Good Food bietet Inspirationen und Informationen, auf die unsere Leser immer wieder zurückkommen möchten.

    Readly Engagement Award - Bamse för de Yngsta, SE

    Diese Auszeichnung wird der Zeitschrift verliehen, die ihr Publikum von Anfang bis Ende in ihren Bann zieht. Gewürdigt wird das Magazin, das über alle Ausgaben hinweg den höchsten Prozentsatz an gelesenen Seiten aufweist.

    Readly Reader's Favourite Award - National Geographic, DE

    Mit dieser Auszeichnung wird das Magazin mit der höchsten Anzahl von Favoriten auf Readly prämiert. Für die Leser ist es wichtig, dass sie nie eine Ausgabe verpassen.

    Readly Magic of Magazines-Auszeichnung - Future Publishing, UK

    Mit dem Magic of Magazines Award wird ein Verlag geehrt, den man wahrhaftig als Botschafter von Readly bezeichnen kann. Future Publishing nutzt Readly-Statistiken, um die Performance seiner Marken fortwährend zu verbessern und kooperiert bei sämtlichen neuen Initiativen konsequent und partnerschaftlich mit uns.

    - Diese Verlage haben alle eines gemeinsam. Sie schaffen es dauerhaft, das Interesse von Lesern wirklich zu wecken. Diese hohen Maße an Engagement und Konsum von hochwertigen Inhalten sind das, was wir ‘Magic of Magazines’ nennen, sagt Ranj Begley.

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

    mehr
  • Marketer wollen moralischer als ihr Ruf
    Marketer wollen moralischer sein

    Positiver Einfluss auf Gesellschaft und Demokratie mit Werbung?

    Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V,

    Lieber Herr Böhmer,

    es ist eine hochkarätige Woche. Nachdem wir gestern die 100 einflussreichsten Köpfe für 2021 veröffentlicht haben, folgt heute das W&V-Kreativranking. Es gewinnt eine Agentur, über die wir dieses Jahr viel gesprochen haben, sehr viel Gutes – aber nicht nur.

    Eine Agentur, deren Siegerkampagnen uns noch lange im Kopf bleiben werden – eine davon hat sogar eine längst überfällige Änderung im deutschen Gesetz bewirkt. Schon allein deshalb ist diese Agentur der gebührende Sieger. Herzlichen Glückwunsch an ...

    Entschuldigen Sie dieses unverschämte Klickbaiting. Ich gelobe Besserung. Und sage deshalb ganz unverblümt: Es stimmt, Salesforce hat Slack gekauft . 27,7 Millionen Dollar hat der CRM-Anbieter für den Business-Messenger locker gemacht.

    Die Übernahme sei nicht weniger als "die strategisch wichtigste Kombination in der Geschichte der Software" – das sagt zumindest Slack-Chef Stewart Butterfield. Der Coup bekommt von mir ein tanzendes Pokémon-Emoji: charmander:

    Einen Daumen hoch oder sogar ein Smiley mit Herzchen-Augen haben auch 60 Prozent der Marketer und Kommunikationsexperten verdient. Sie sagen nämlich, dass die Wirtschaft ihre Werbegelder in Medien stecken sollte , die einen positiven Einfluss auf Gesellschaft und Demokratie haben.

    Haltung wird also auch für Werbespendings wichtiger. Das ist eine gute Botschaft. Auch wenn viele der Befragten vermutlich noch nicht oder nur teilweise danach handeln, ist Einsicht ein erster wichtiger Schritt.

    Das bedeutet, dass jetzt die Medien gefragt sind, ein positives Umfeld zu schaffen. Und das heißt nicht, dass nur noch positive Themen gefragt sind. Sondern vor allem, dass Hass, Hetze, Diskriminierung und Fake keinen Platz mehr haben. Ist das nicht ein schöner Vorsatz für 2021?

    Einen schönen Abend wünscht

    Verena Gründel

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

    mehr
  • Laut dem Zahlungs-Anbieter Klarna stieg das Umsatzwachstum am Black Friday im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent
    Rekordumsätze am Black Friday

    Der Black Friday ist das Paradoxa unserer Zeit

    Laut dem Zahlungs-Anbieter Klarna stieg das Umsatzwachstum am Black Friday im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent. Von Neuseeland bis Kalifornien konnten die Shopify-Händler eine Umsatzsteigerung von 75 Prozent  gegenüber dem Black Friday im Jahr 2019 verzeichnen.

    Deutschland belegt zudem Platz Fünf der Länder, in denen weltweit am meisten verkauft wurde - und deutschlandweit wurde in Berlin am meisten geshoppt. Und das auch noch: 63 Milliarden US-Dollar (ca. 52,6 Milliarden Euro) Werbeinvestitionen hat die Corona-Pandemie vernichtet. 

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, meint Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen am Black Friday keine Rolle.

    Lieber Herr Böhmer,

    der Black Friday hat sich längst in die Riege der besonderen Paradoxa unserer Zeit eingereiht. Während gefühlt an allen Ecken und Enden - nicht ohne Grund -  der mahnende Zeigefinger  (u. a. wegen fehlender Nachhaltigkeit, nur vermeintlich attraktiven Angebote, Klimaunverträglichkeit) gehoben wird, schießen gleichzeitig weltweit die Umsätze nach oben.

    Der Super Sale war zumindest für die Online-Händler super. Darin sind sich Analysten einig.

    Ebenso herrscht Einigkeit darüber, dass diese Entwicklung nur bedingt mit dem ja durchaus gestiegenen Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz unter einen Hut zu bringen ist und schon gar nicht mit den Aufrufen, den stationären Handel zu unterstützen. Aber gut, manchmal passen Wunsch und Wirklichkeit eben erst mit Verzögerung zueinander.

    Gilt in ähnlicher Art übrigens auch für das Thema Digitalisierung. Auch hier herrscht große Einigkeit darüber, dass schnellstens mehr passieren muss. Die harte Realität sieht aber leider noch etwas anders aus.

    Ein neuer Digitalisierungsindex für Deutschland zeigt beispielsweise großen Nachholbedarf bei kleineren und mittelständischen Unternehmen.

    Spitzenreiter ist laut Index die Informations- und Kommunikationsbranche. Das hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass in diesem Jahr viele Veranstaltungen quasi turbo-digitalisiert wurden.

    Mit häufig durchaus erfreulichen Ergebnissen. Weil dem so ist, sind auch wir eifrig dabei, unser Angebot konsequent weiter auszubauen.

    Jüngster Neuzugang ist hier der W&V-Chefredaktionstalk. Das Format, natürlich komplett digital, feiert morgen seine Premiere. Wer dabei sein will, kann sich immer noch anmelden.

    Wir sehen uns.

    Schönen Abend

    Holger Schellkopf

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

     

    mehr

Aktuelles - Kultur und Medien

  • Zwei traurige Clowns suchen den Sinn des Lebens
    Premiere von Becketts „Endspiel“

    Endspiel mit zwei traurigen Clowns

    Wie Sie ja alle wissen, befinden wir uns derzeit im Lockdown. Für die Theater und Philharmonie Essen haben unsere Intendanten sowie die Geschäftsführung entschieden, den Spielbetrieb bis Mitte Januar ruhen zu lassen. Demzufolge mussten auch unsere für Dezember vorgesehenen Premieren verschoben werden.

    Da wir zuversichtliche Menschen sind, hoffen wir nun, die Premiere „Endspiel“ von Samuel Beckett am Samstag, dem 16. Januar 2021, 19:00 Uhr, in der Casa des Schauspiel Essen rausbringen zu können.

    Da halten wir es mit Bertolt Brecht: „Ja, mach nur einen Plan!“

    Premiere von Becketts „Endspiel“ voraussichtlich am 16. Januar in der Casa des Schauspiel Essen

    Essen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! Und dies gilt natürlich auch für die Planungen eines coronabedingt ausgeknockten Theaters. So hofft das Schauspiel Essen, seine ursprünglich für den 4. Dezember geplante Premiere von Samuel Becketts „Endspiel“ am Samstag, dem 16. Januar, 19 Uhr, in der Casa nachholen zu können.


    Dieses 1957 uraufgeführte Vier-Personen-Stück ist mittlerweile ein moderner Klassiker, der seit über 60 Jahren das Publikum sowohl fasziniert als auch verstört.

    Beckett, der als einer der wichtigsten Vertreter des absurden Theaters gilt, bringt hier nach „Warten auf Godot“ ein weiteres Schicksalspaar auf die Bühne: Hamm und Clov sind wie zwei traurige Clowns, die gegen das Unausweichliche, nämlich den (eigenen) Tod, anrennen und auch anspielen, wobei sie dabei fast beiläufig die großen Fragen zur menschlichen Existenz und dem Sinn des Lebens stellen.

    Unter der Regie von Gustav Rueb spielen Jens Winterstein (Hamm) und Thomas Büchel (Clov) diese beiden gebrechlichen Alten, die die Gewohnheit ebenso aneinander kettet wie die Erkenntnis, dass sie sonst nichts am Leben hält. Clov fällt das Gehen schwer, aber immerhin:

    Er könnte Hamm noch verlassen! Er wird auch nicht müde, dies anzukündigen, um dann stets doch nur kurz im Nebenraum zu verschwinden. Wohin soll er sich auch wenden? Wie seinem Leben einen Sinn geben? Indem er den blinden und an den Rollstuhl gefesselten Hamm durch den Raum schiebt?

    Mit ihm spielt. Erzählt. Indem sie miteinander reden, um sich ihrer selbst bewusst zu werden. So wie Hamms greise Eltern, „die verfluchten Erzeuger“, die bettlägerig sind, sich aber immer wieder über den gleichen Witz kaputtlachen können. Manchmal hilft eben nur Humor. Denn: „Nichts ist komischer als das Unglück, zugegeben.“

    An der Seite von Thomas Büchel und Jens Winterstein sind Jan Pröhl als Nagg und Monika Bujinski als Nell zu erleben. Für Bühnenbild und Kostüme sorgt Peter Lehmann. Dramaturgie: Carola Hannusch. Regisseur Gustav Rueb hat in der Saison 2018/2019 mit „Ein großer Aufbruch“ von Magnus Vattrodt einen fulminanten Abend im Grillo-Theater präsentiert.

    Eintritt bei der Premiere am 16. Januar 2021: € 19,00.

    Nächster Folgetermin: 17. Januar 2021, Eintritt: € 17,00

    Karten unter 0201/81 22-200

    Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) weist darauf hin, dass es aufgrund eines veränderten Infektionsgeschehens zu kurzfristigen Absagen und Spielplanänderungen kommen kann. Alle Zuschauerinnen und Zuschauer sollten sich vor ihrem Theaterbesuch unter www.schauspiel-essen.de erkundigen, ob die Vorstellung auch tatsächlich stattfindet.

    mehr
  • Nachfrage nach Ferienimmobilien steigt waehrend Corona-Krise um bis zu 54 %
    Suchaufkommen auf Allzeit-Hoch

    Deutsche kaufen Ferienimmobilien wie Klopapier - Nachfrage steigt

    Nie suchten so viele Menschen auf Google nach käuflich zu erwerbenden Ferienobjekten als im Krisenjahr 2020. Zahlreiche Interessenten lassen der Recherche auch Taten folgen: Gegenüber dem Vorjahr besitzen 21,15 Prozent mehr Deutsche eine Ferienimmobilie. Dies geht aus einer neuen „Handelskontor“-Infografik hervor.

    Während im vergangenen Jahr 1,04 Bundesbürger ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung besaßen, sind es inzwischen bereits 1,26 Millionen. Wie die Infografik aufzeigt, sank im gleichen Zug die Anzahl an gewerblich vermieteten Ferienobjekten. Immer mehr setzen folglich auf selbstgenutzte Immobilien.

    Der Google-Trend-Score für das Suchbegriffspaar „Ferienhaus Kaufen“ notierte im August auf dem größtmöglichen Wert von einhundert. Der Score gibt das relative Suchaufkommen an. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum notierte der Score knapp 54 Prozent höher.

    Indes zeigt die Erhebung, dass die Immobilienpreise auch während der Pandemie weiter zulegen. Im 2. Quartal lag der „Empirica“-Preisindex für Immobilien deutschlandweit bei 174 Punkten. Im Vorjahresquartal waren es noch 147. Der Anstieg schlägt mit 18,4 Prozent zu Buche.

    Ähnliches gilt auch für Immobilien Aktien. Während der branchenübergreifende Leitindex DAX sogar 0,2 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr notiert, kletterte der Börsenwert von Deutsche Wohnen bis zu 22,2 Prozent nach oben.

    Die Marktkapitalisierung des ebenfalls im DAX gelisteten Immobilienkonzerns Vonovia stieg hingegen um 20,8 Prozent. Betongold zeigte sich in der Krise nicht nur resistent, mehr noch: sogar als überaus renditestark.

    „Die Nachfrage nach Ferienimmobilien erhöhte sich im Angesicht von Kontakt- und Reisebeschränkungen erheblich“, so Handelskontor-Herausgeber Raphael Lulay. „Besonders groß ist der Nachfrageanstieg in den Urlaubsregionen an der Ost- und Nordsee sowie im Bayerischen Wald“.

    mehr
  • Vom einsamsten zum gluecklichsten Elefanten Kaavan hebt ab in Richtung Kambodscha
    Elefant Kaavan auf dem Luftweg

    Kaavan von Popsängerin Cher empfangen - Vom einsamsten zum glücklichsten Elefanten

    Ein russisches Frachtflugzeug, eine vier Tonnen schwere Transportbox und einen negativen Covid-19-Test für ein Wildtier: Nur einige der Dinge, die die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN für die Ausreise des einsamsten Elefanten der Welt organisieren musste.

    Nach monatelangen Vorbereitungen und mehr als 35 Jahren Gefangenschaft startete Elefant Kaavan am 30.11. seine Reise vom Marghazar Zoo in Islamabad in das Cambodia Wildlife Sanctuary in Siem Reap. Dort soll Kaavan ein artgemäßes Leben mit anderen Elefanten führen.

    Nun ist der berühmte Elefant Kaavan in seinem neuen Zuhause angekommen – und wurde von Popsängerin Cher empfangen.

    Den historischen Wildtiertransfer setzt VIER PFOTEN in Zusammenarbeit mit den pakistanischen Behörden, den amerikanischen Geschäftsmann Eric S. Margolis und Sängerin Chers NGO Free The Wild um.

    Das VIER PFOTEN Team und Kaavan sollen am Nachmittag des 30. November in Siem Reap landen. Kaavans Freilassung in sein neues Zuhause ist für 1. Dezember geplant.

    Für VIER PFOTEN war Kaavans Rettung der erste Elefantentransfer, weltweit wurden bisher nur eine Handvoll erwachsene Elefanten mit einem Flugzeug übersiedelt.

    Um den 36-jährigen Kaavan für seine Abreise vorzubereiten, verbrachte das VIER PFOTEN Team, bestehend aus Tierärzten und Elefantenexperten, rund drei Monate in Pakistans Hauptstadt Islamabad.

    Drei Mal täglich übte das Team mit dem rund vier Tonnen schweren Kaavan den sicheren und stressfreien Ein- und Ausstieg in die Transportbox. „Kaavan fasste schnell Vertrauen zu uns und machte in kurzer Zeit große Fortschritte.

    Dank seiner Kooperation konnten wir ihn nun endlich nach Kambodscha ausfliegen. Das wäre nie ohne die Unterstützung des Islamabad Wildlife Management Board, der pakistanischen Behörden und Bevölkerung, unseres Großspenders Eric S. Margolis sowie unserer Partner von Free The Wild möglich gewesen“, sagt Dr. Amir Khalil, VIER PFOTEN Tierarzt und Leiter der komplexen Rettungsmission.

    VIER PFOTEN CEO Josef Pfabigan ergänzt: „Ich bin sehr stolz auf unsere Organisation, die mit dieser Rettungsaktion Geschichte schreibt. VIER PFOTEN sorgte für internationale Aufmerksamkeit, um das Leiden unzähliger Wildtiere in Gefangenschaft in den Fokus zu rücken.

    Mit Kaavans Übersiedlung in ein artgemäßes Tierschutzzentrum zeigen wir, wie die Leben von den vielen Tieren, die noch immer in Substandard-Zoos auf der ganzen Welt gehalten werden, verbessert werden können. VIER PFOTEN steht dafür, Missstände zu erkennen, Tiere in Not zu retten und sie zu beschützen".

    Militäreskorte und offizielle Verabschiedung vom pakistanischen Präsidenten

    Die Elefanten-Rettung glich einem Staatsakt. Einige Tage vor Kaavans Übersiedlung kamen der pakistanische Präsident Dr. Arif Alvi und die First Lady in den Marghazar Zoo, um sich von dem Elefanten – ursprünglich ein Geschenk von Sri Lanka – offiziell zu verabschieden.

    Am Tag der Abreise überwachte das pakistanische Militär, wie ein Kran die Transportbox mit Kaavan, insgesamt elf Tonnen schwer, auf einen LKW lud.

    Danach brachte VIER PFOTEN, begleitet von einer Militäreskorte, Kaavan zum Islamabad International Airport, wo bereits eine Iljushin Il-76, ein russisches Transportflugzeug, auf den Elefanten und das Rettungsteam wartete.

    Kaavan ist bei dem rund zehnstündigen Flug von Pakistan nach Kambodscha, mit Zwischenstopp in Indien, bei vollem Bewusstsein.

    In seiner Transportbox wurde ein Schlauchsystem verbaut, um bis zu 200 Liter Urin abzufangen. Das VIER PFOTEN Team begleitet den Elefanten bis an sein Endziel und ist auch an Bord des Frachtflugzeugs, um Kaavans Sicherheit und Gesundheitszustand kontinuierlich zu überwachen.

    Kaavan reist mit schwerem Gepäck: 200 Kilogramm Futter stehen im während der Reise zur Verfügung.

    Die letzten Tiere des Marghazar Zoo

    Mit Kaavan verlässt ein weiteres Tier den Marghazar Zoo, der vor seiner endgültigen Schließung steht. Zuvor hat VIER PFOTEN gemeinsam mit dem Islamabad Wildlife Management Board bereits drei Wölfe, einige Affen und alle Hasen, die ebenfalls im Zoo eingesperrt lebten, sicher innerhalb Pakistans untergebracht.

    Aktuell befinden sich nur noch zwei Himalaya-Braunbären, ein Hirsch und ein Affe im Zoo. VIER PFOTEN plant die zwei ehemaligen Tanzbären Suzie und Bubloo Mitte Dezember nach Jordanien zu bringen.

    Gemeinsam mit der Princess Alia Foundation betreibt VIER PFOTEN in der Nähe von Amman das Wildtierschutzzentrum „Al Ma’wa for Nature and Wildlife“.

    Der amerikanische Geschäftsmann Eric S. Margolis unterstützt finanziell die Rettungsmission der Bären und der anderen Tiere. Er hat auch die Hälfte der Kosten für Kaavans Flug übernommen. An artgemäßen Lösungen für den Affen und den Hirsch wird derzeit gearbeitet.

    Vom Wildtierschutzzentrum zum Substandard-Zoo

    Der 28 Hektar große Marghazar Zoo wurde 1978 ursprünglich als Wildtierschutzzentrum in den Margalla Hills in Islamabad eröffnet, wurde jedoch später zu einem Zoo umfunktioniert.

    Der Zoo ist seit seiner Gründung im Besitz der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Elefant Kaavan kam 1985 als Geschenk von Sri Lanka nach Pakistan. Von 1990 an teilte er sein Gehege im Marghazar Zoo mit seiner Partnerin Saheli, doch seit ihrem Tod im Jahr 2012 fristet Kaavan ein einsames Dasein.

    Immer wieder geriet der Marghazar Zoo in Islamabad aufgrund seiner schlechten Haltungsbedingungen in die Schlagzeilen. Erst im Juli 2020 tauchten schockierende Aufnahmen von zwei Löwen auf, die gegen ein Feuer in ihrem kleinen Gehege kämpfen.

    Beide Großkatzen starben schließlich an den Folgen einer Rauchgasvergiftung. In den vergangenen Jahren wurden über 500 Zootiere als vermisst gemeldet, allein in den letzten vier Jahren starben über zwei Dutzend Tiere im Marghazar Zoo.

    mehr

Lebensart - Reisen und Urlaub

  • Waehrend der mystischen Zeit der Raunaechte zwischen Weihnachten und Dreikoenig werden im Tiroler Lechtal nach jahrhundertealter Tradition negative Energien durch Raeuchern aus den Haeusern vertrieben
    Im Tiroler Lechtal Dämonen vertreiben

    Das Tor zur „Anderswelt“ - „Racha geha“ eine Tradition aus dem Tiroler Lechtal

    „Racha geha“ für einen guten Start ins neue Jahr - Während das Räuchern früher in weiten Teilen Tirols üblich war, wird die jahrhundertealte Tradition inzwischen nur noch in wenigen Gebieten ausgeübt.

    Grund für das Räuchern war ursprünglich der Aberglaube der Menschen, denn demnach sollte zur Zeit der Raunächte das Tor zur „Anderswelt“ besonders weit offen stehen für finstere Mächte und Dämonen.

    Im Tiroler Lechtal heißt es in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember zum ersten Mal „Racha geha“ und Haus sowie Hof von negativen Energien befreien.

    Dabei werden Kräuter vom Frauenbuschen, der am 15. August zu Mariä Himmelfahrt geweiht wurde, auf ein Stövchen gegeben und die Kerze darunter angezündet.

    „Die Familie geht damit gegen den Uhrzeigersinn Raum für Raum durchs ganze Haus“, erklärt Expertin Daniela Pfefferkorn den Ablauf.

    Sie ist eine von zwei Dutzend Kräuterhexen aus der Region mit zertifizierter Ausbildung.

    Wichtig seien vor allem die Ecken und das gründliche Lüften im Anschluss, so die gebürtige Lechtalerin.

    „Es darf kein Familienmitglied fehlen, das würde Unglück bringen.“

    Das Ritual wird jeweils in der Nacht vor Silvester und dem Dreikönigstag wiederholt. So starten die Hausbewohner mit guten Gedanken ins neue Jahr.

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Von Fuegen im Tiroler Zillertal eroberte das Weihnachtslied Stille Nacht Heilige Nacht Anfang des 19. Jahrhunderts die Welt
    Ein Lied geht um die Welt

    Der weihnachtliche Welt-Hit - Stille Nacht! Heilige Nacht! aus Fügen im Zillertal

    „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ – auf allen Kontinenten und in über 300 Sprachen sowie Dialekten erklingt der besinnliche Klassiker zur Weihnachtszeit.

    Aber wer hätte gewusst, dass die kleine Melodie ihren Weltruhm den Tiroler Nationalsängern zu verdanken hat?

    An Heiligabend 1818 in der Oberndorfer Nikola-Kirche bei Salzburg wurde sie erstmals gesungen. Der Zufall wollte, dass Orgelbauer Carl Mauracher zu der Zeit vor Ort war.

    Er nahm das Lied kurzerhand mit in seine Heimat Fügen im Zillertal. So heißt es zumindest. Sicher ist, dass „Stille Nacht! Heilige Nacht“ von dort die Welt eroberte.

    Dafür legten Ludwig Rainer und seine Geschwister den Grundstein: Im Schloss Fügen trugen es die jungen Musiker Kaiser Franz I. und dem russischen Zaren Alexander I. vor.

    Es folgten Auftritte in Deutschland, Großbritannien, Russland und sogar New York. So avancierte „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zum weihnachtlichen Welt-Hit.

    Im Fügener Heimatmuseum lauschen Besucher heute alten Schallplattenversionen oder bestaunen originale Schriftstücke, Fotos und andere Memorabilien.

    Tipp: Vom österreichischen Skigebiet Hochfügen liegt das Museum nur 20 Autominuten entfernt.

    Wer neugierig geworden ist, plant beim nächsten Pistenurlaub einen Abstecher ein. www.stillenacht.com

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Dank der rund 3.000 Weihnachtsschuetzen, davon gut 1.100 aktive Mitglieder in 17 Vereinen, gehoert das Berchtesgadener Christkindl-Anschießen zu Bayerns immateriellem Kulturerbe
    Weihnachtsschützen in Berchtesgaden

    Bayerns böllernde Weihnachtsschützen

    Zur Vorweihnachtszeit liegt eine ganz besondere Atmosphäre in der Luft: Wohnräume werden geschmückt, Plätzchenduft erfüllt das Haus, Kerzenschein beleuchtet die Fenster.

    In den letzten Wochen des Jahres nimmt man sich mehr Zeit für die Familie und lässt gemeinsam liebgewonnene Traditionen aufleben.

    Die Adventsbräuche im Alpenraum sind meist christlichen Ursprungs und finden in abgewandelter Form noch heute großen Anklang.

    Lautes Knallen zur „staden“ Zeit? Das ist eine einzigartige Tradition im oberbayerischen Berchtesgaden.

    Denn im Advent versammeln sich dort die Weihnachtsschützen. Mit ihren großkalibrigen Handböllern geben sie Schüsse, Schnellfeuer und Salven ab, die dumpf durch den gesamten Talkessel hallen.

    Der jahrhundertealte Brauch geht zurück auf eine Zeit, in der die Menschen im Berchtesgadener Land mit Kettengerassel, Glockenläuten und Lärm die raue Winterzeit vertreiben wollten.

    Was man zunächst als heidnischen Aberglauben abtat oder gar verbot, wurde letztlich christlich.

    Und so beginnt alljährlich eine Woche vor Heiligabend, am 17. Dezember um 15 Uhr, das Berchtesgadener Christkindl-Anschießen. Begleitet werden die Weihnachtsschützen von den Kirchenglocken im Ort.

    Das besondere Konzert wiederholt sich täglich zur gleichen Uhrzeit, Höhepunkt ist dann am 24. Dezember die letzte halbe Stunde vor der mitternächtlichen Christmette.

    Die Berchtesgadener freuen sich ein ums andere Mal über ein Ritual, das es so nur bei ihnen gibt.

    Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr

Lebensart - Essen und Trinken

  • Delikater Hingucker aus Ibérico, Paprika, Mais und Focaccia im Januar und Februar 2021 praesentiert das Starnberger Gourmetrestaurant Aubergine seinen Gaesten das Best of der vergangenen zwoelf Monate
    Im Gourmetrestaurant Aubergine

    Kulinarische Highlights aus den vergangenen zwölf Monaten zum Jahresstart

    Seit 2014 behauptet das Starnberger Gourmetrestaurant Aubergine unter Leitung von Chefkoch Maximilian Moser den einzigen Michelin-Stern im oberbayerischen Fünfseenland. Nicht nur ansässige Feinschmecker schätzen die wechselnden Menüs im hauseigenen Sternelokal des Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg, das kulinarisch als erste Adresse vor den Toren Münchens gilt.

    Zum Start ins neue Jahr vereinen der 35-jährige Moser und sein Küchenteam die Highlights aus den vergangenen zwölf Monaten im „Best of Aubergine“-Menü. Von 12. Januar bis 26. Februar 2021 gibt’s unter anderem Hummertartar, Bresse Taube und Rote Garnele an Zitronengras-Polenta (7 Gänge für 119 €/Pers. zzgl. Getränke).

    Darüber hinaus bietet das Gourmetrestaurant stets eine komplett vegetarische Variante an (5 Gänge für 99 €/Pers. zzgl. Getränke). Das „Best of Aubergine“-Menü kann auch als Gutschein verschenkt werden. Infos und Reservierung unter www.aubergine-starnberg.de

    Geschenktipp zu Weihnachten: Gaumen(vor)freude

    Mit den Gutschein-Ideen aus dem Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg findet sich leicht ein passendes Präsent. Zwischen 12. Januar und 26. Februar 2021 bringt Sternekoch Maximilian Moser das Best of Aubergine-Menü ins gleichnamige Gourmetrestaurant (ab 99 €/Pers. zzgl. Getränke).

    Hobby-Barkeeper erkunden beim Rum-Flight die Welt der edlen Destillate (25 €/Pers.) – rund 150 Sorten zählt die hoteleigene Hemingway Bar. Von Oktober bis Mai lockt sonntags der Vier Jahreszeiten Brunch zu regionalen und internationalen Spezialitäten mit Live-Cooking (ab 39 €/Pers.).

    Veggie Christmas, zu Weihnachten  Drei Gänge vom Sternekoch

    Gänsebraten mit Knödel oder Würstchen mit Kartoffelsalat gehören für viele zum Weihnachtsfest wie Geschenke unter den Christbaum. Maximilian Moser, Küchenchef des Starnberger Gourmetrestaurant Aubergine, kontert Traditionalisten mit Kreativität – und einer leichteren Alternative:

    „Das perfekte Festessen gelingt genauso gut vegetarisch“, ist sich der 35-Jährige sicher. „Mit einem selbstgemachten Kartoffel-Maronenstrudel bereiten

    Sie auch skeptischen Feinschmeckern ungeahnte Gaumenfreuden.“ Als Vorspeise empfiehlt Moser Kürbiscremesuppe mit asiatischem Touch, zum Dessert eine Topfenknödel-Variation. Der Gastronom ist überregional bekannt für seine spannenden Food-Kreationen.

    Vegetarisches Weihnachtsmenü von Sternekoch Maximilian Moser
    (für 6 Pers.)

    Vorspeise
    Kürbiscremesuppe mit Kokos 

    Hauptgang
    Kartoffel-Maronenstrudel mit Kürbisschaum und geschmorter Petersilienwurzel 

    Dessert
    Topfenknödel mit Zwetschgenröster und Zimtsahne

    Vorspeise
    Kürbiscremesuppe mit Kokos

    Zutaten:
    800 g Kürbis
    30 g Butter
    3 Schalotten
    300 ml Gemüsebrühe
    200 ml Sahne
    200 ml Kokosmilch
    frischer Koriander
    2 EL Currypulver
    Salz, Pfeffer, Chili, Zucker 

    Optional: zusätzliche Zutaten für Fisch-Variante
    „Kürbiscremesuppe mit Kokos und gebackener Garnele“
    4 Garnelen
    Tempura-Teig (erhältlich im Asia-Markt) 

    Zubereitung:
    Den Kürbis in handliche Stücke schneiden und bei 200 Grad Umluft 20 Minuten im Ofen rösten. Währenddessen die Schalotten schälen, vierteln und in einer Pfanne in Butter glacieren. Den gerösteten Kürbis dazugeben und ebenfalls anschwitzen. Das Ganze mit dem Currypulver bestäuben.

    Tipp von Maximilian Moser: „Achtung: Die Hitze sollte nicht zu hoch sein, sonst wird die Suppe bitter.“ Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch auffüllen, 15 Minuten köcheln lassen und anschließend pürieren.

    Am Schluss die Sahne dazugeben und mit Salz, Pfeffer, Chili und Zucker abschmecken. Die Suppe durch ein Haarsieb passieren. Mit geschlagener Sahne und klein geschnittenem Koriander anrichten. 

    Fisch-Variante:
    Den Tempura-Teig mit kaltem Wasser zu einer dicken Konsistenz anrühren, die geputzten Garnelen darin wenden und bei 180 Grad etwa 3 Minuten frittieren. Dann in die fertige Suppe geben.

    Hauptgang
    Kartoffel-Maronenstrudel mit Kürbisschaum und geschmorter Petersilienwurzel


    1. Kartoffel-Maronenstrudel

    Zutaten für den Strudelteig:
    250 g Mehl (Typ 550)
    120 g Wasser
    30 g Pflanzenöl
    4 g Salz
    1 Eigelb 

    Zubereitung:
    Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und den Teig kneten, bis er glatt und geschmeidig ist. Den Teig leicht mit Öl bestreichen und eine Stunde ruhen lassen.
    Tipp von Maximilian Moser: „Durch das Öl wird ein Antrocknen verhindert.“ 

    Zutaten für die Füllung:
    600 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
    125 g Schmand
    3 Eigelbe für den Teig
    1 Eigelb zum Bestreichen
    100 g Maronen
    1 Bund Schnittlauch
    1 Zwiebel
    20 g Butter
    Salz, Pfeffer und Muskat zum Abschmecken 

    Zubereitung:
    Die Maronen einritzen, mit Wasser beträufeln und im Ofen bei 180 Grad Heißluft etwa 20 Minuten backen. Anschließend mit einem feuchten Tuch abdecken, leicht abkühlen lassen, schälen und in grobe Stücke hacken.

    Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter bei niedriger Temperatur anschwitzen, bis sie glasig wird. Den Schnittlauch in schmale Ringe schneiden.

    Die Kartoffeln schälen und in gesalzenem Wasser kochen, bis sie gar sind. Die Hälfte der Kartoffeln in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Den Rest der Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken und mit Schmand und Eigelb zu einer Masse vermengen.

    Die gehackten Maronen, Kartoffelwürfel, Zwiebel und Schnittlauch unterheben und abschmecken, nach Belieben würzen. Nun den Strudelteig ausrollen und mit den Handballen ziehen, bis er ganz dünn ist.

    Den Teig auf ein Tuch legen, Füllung auftragen und anschließend den Rand mit Eigelb bestreichen. Nun mithilfe des Tuchs zu einem etwa 5 cm dicken Strudel rollen. Mit Eigelb einstreichen, damit er eine schöne Bräunung erhält und anschließend im Ofen bei Heißluft 160 Grad ca. 45 Minuten backen. Tipp von Maximilian Moser: „Aus Teig und Masse lassen sich auch gut zwei kleinere Strudel produzieren.“

    2. Kürbisschaum

    Zutaten:
    ½ Hokkaido-Kürbis
    1 Zwiebel
    1 Karotte
    1 Orange
    200 ml Gemüsebrühe
    50 ml Kokosmilch
    100 ml Sahne
    20 g Honig
    1 TL Zimt
    15 g Kokosfett
    100 ml Sojamilch
    Salz zum Abschmecken 

    Zubereitung:
    Die Kürbiskerne vorsichtig mit einem Löffel entfernen und den Kürbis in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Karotte schälen, ebenfalls würfeln. Nun den Kürbis in Kokosfett anschwitzen, Zwiebel und Karotte dazugeben, zusammen anschwitzen.

    Danach mit dem Honig karamellisieren lassen, Orange auspressen und damit ablöschen. Gemüsebrühe, Kokosmilch, Zimt, Sojamilch sowie Sahne beigeben und rund 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, mit Salz abschmecken.

    Anschließend in einem Küchengerät mixen, bis eine feine Soße entsteht. Diese in einen Topf geben und vor dem Servieren mithilfe eines Stabmixers schaumig schlagen. Tipp von Maximilian Moser: „Das Lecithin der Sojamilch gibt der Soße einen schöneren Schaum.“

    3. Geschmorte Petersilienwurzel 

    Zutaten:
    400 g Petersilienwurzel
    20 g Ahornsirup
    50 ml Gemüsebrühe
    20 g flüssige Butter
    Salz, Pfeffer und Muskat zum Würzen 

    Zubereitung:
    Die Petersilienwurzel schälen und der Länge nach vierteln. Anschließend mit den restlichen Zutaten marinieren und auf einem Blech bei 180 Grad Heißluft etwa 30 Minuten garen, bis die Wurzel etwas Farbe bekommt.


    Tipp von Maximilian Moser: „Dieses Gericht eignet sich hervorragend für einen stressfreien Weihnachtstag, da alle drei Komponenten bereits im Vorfeld zubereitet werden können. Vor dem Servieren nur noch erwärmen.“

    Dessert
    Topfenknödel mit Zwetschgenröster und Zimtsahne 

    Zutaten für die Topfenknödel:
    120-140 g Weißbrotbrösel
    20 g cremige Butter
    2 Eier
    400 g Topfen (Quark)
    ¼ Vanilleschote (Mark)
    50 g Zucker
    1 EL Rum
    Saft von ½ Zitrone 

    Zutaten für den Zwetschgenröster:
    500 g frische Zwetschgen (oder auch tiefgefroren)
    50 g Zucker
    ½ Zitrone
    100 ml Apfelsaft
    80 ml Zwetschgenwasser
    etwas Zimt, Sternanis, Vanille und Butter 

    Zutaten für die Haselnussbrösel:
    30 g Butter
    50 g geriebene Haselnüsse
    50 g Weißbrotbrösel
    50 g Zucker 

    Zutaten für die Zimtsahne:
    500 ml Schlagsahne
    1 Messerspitze Zimt
    etwas Vanillezucker 

    Zubereitung:
    Für die Topfenknödel alle Zutaten außer Topfen und Weißbrotbrösel cremig rühren, anschließend Topfen und Brösel unterrühren. Die Masse etwa 20 Minuten ruhen lassen. Kleine Knödel (ca. 5 cm groß) formen und in kochendes, leicht gezuckertes Wasser geben.

    Hitze reduzieren, Knödel zudecken und bei schwacher Hitze 8 bis 10 Minuten ziehen lassen. Herausheben, kurz abtropfen lassen und in den Haselnussbröseln wälzen. Für die Haselnussbrösel die Zutaten mit den Händen vermengen und im 160 Grad heißen Backofen oder in einer Pfanne unter ständigem Rühren goldbraun rösten.


    Für den Zwetschgenröster die Pflaumen unter fließendem, kaltem Wasser waschen, in einem Sieb abtropfen lassen, halbieren und entsteinen. Den Zucker unter ständigem Rühren in einer Pfanne leicht karamellisieren lassen.

    Die Pflaumen und Gewürze zugeben und etwa 5 Minuten glasieren lassen, mit dem Apfelsaft ablöschen und den Pfanneninhalt nochmals zum Aufkochen bringen.

    Den Obstbrand zufügen, danach das Kompott abkühlen lassen. Das Kompott mit dem Zitronensaft abschmecken und eventuell nachwürzen. Sahne mit Zimt und etwas Vanillezucker cremig schlagen.


    Maximilian Moser und das Team vom Gourmetrestaurant Aubergine wünschen guten Appetit und ein schmackhaftes Weihnachtsfest.

    Weitere Auskünfte

    Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg    Münchner Straße 17    D-82319 Starnberg

    Fon +49 8151 4470-0    info@vier-jahreszeiten-starnberg.de 

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Im harry’s home Zuerich werden traditionell zur Adventszeit Schweizer Grittibaenze gebacken
    In Wallisellen in der Schweiz

    Grittibänz oder Sonntagszopf im harry’s home Hotel Zürich

    Im harry’s home Zürich Wallisellen wird die Schweizer Tradition des Grittibänzbackens gepflegt und gelebt. Ursprünglich wurden die köstlichen „Teigmännli“ am Nikolaustag (6. Dezember) verspeist. Heute gelten Grittibänze als winterliche Klassiker, die meist die gesamte besinnliche Zeit hindurch auf den Tisch kommen.

    Das Rezept stammt von Fredy’s Brot Shop, mit dem das Haus der österreichischen Hotelkette harry‘s home hotels & apartments zusammenarbeitet. Dabei gibt‘s eine Besonderheit:

    Der Hefeteig wird entweder zu Grittibänzen oder aber zu einem einfachen Sonntagszopf verarbeitet. Deshalb werden die Figuren sowohl zum Frühstück als auch als Mittagssnack oder mit Kaffee und Kuchen serviert und machen vor allem im Advent Vorfreude auf die Weihnachtstage.

    Grittibänz bzw. Sonntagszopf 

    Zutaten:
    600 ml Vollmilch (20-25 Grad)
    20 g Schweizer Bienenhonig
    1 Schweizer Freilandei
    20 g Salz
    40 g frische Hefe
    1 kg pestizidfreies Weißmehl
    180 g Schweizer Vorzugsbutter aus Milchrahm (Raumtemperatur)
    Rosinen (optional) 

    Zubereitung:
    Milch, Honig, Ei und Salz mit dem Schneebesen gut vermischen. Hefe und Weißmehl zur Milch dazu geben und ca. 5 Minuten in der Küchenmaschine auf kleiner Stufe durchmixen. Butter beifügen und anschließend den Teig glatt kneten.

    Die Masse 30 Minuten ruhen lassen, damit sie schön aufgeht. Danach den Teig in 2-3 gleich große Stränge langrollen und anschließend zu einem Zopf bzw. zu Grittibänzen formen.

    Rosinen beim Zopf optional, bei der Figur als Augen und Nase dazu geben. Den Zopf im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 40-50 Minuten backen, die Grittibänze ca. 20-30 Minuten, je nachdem wie dick sie geformt sind. 

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

     

    mehr
  • Versoffene Jungfern werden zur Weihnachtszeit entlang der Lebensspur Lechserviert – in Fuessen vorzugsweise mit Gluehwein
    Weihnachtlicher Genuss mit Schuss

    Versoffene Jungfern mit einer weihnachtlichen Rezeptur

    Die Küche rund um Füssen ist eine bodenständige, zur Adventszeit sogar eine hochprozentige – vor allem bei den „Versoffenen Jungfern“. Das Gericht mit Most ist in ganz Süddeutschland verbreitet. Zwischen dem Allgäu/Bayern und dem Tiroler Lechtal jedoch setzen Feinschmecker auf eine weihnachtliche Rezeptur.

    Auf den ersten Blick Resteverwertung von altem Weißbrot, entpuppt sich die Spezialität beim Probieren als süße, mit Glühwein getränkte Köstlichkeit.

    Da die beschwipsten Semmelbällchen obendrein in Fett ausgebacken und mit Zimtzucker umhüllt werden, können Kalorienzähler getrost das Rechnen aufgeben:

    Denn zu Weihnachten sind derlei Spezereien erlaubt, sogar entlang der Lebensspur Lech, Interreg-Projekt und gesundheitstouristischer Erlebnisraum zwischen den beiden Grenzregionen.

    Die „Versoffenen Jungfern“ verdanken ihren Namen übrigens angeblich dem jungfräulich-weißen Pfannkuchenteig, mit dem sie vorm Frittieren umhüllt werden.

    Versoffene Jungfern
    (für 4-6 Pers.) 

    Zutaten:
    4 Weißbrötchen oder 1 Baguette vom Vortag
    Glühwein
    3 Eier
    300 ml Milch
    200 g Mehl
    Salz
    Fett zum Ausbacken
    Zucker
    Zimt 

    Zubereitung:
    Die Semmeln oder das Baguette in Stücke schneiden, mit Glühwein bedecken und vollsaugen lassen. Aus Eiern, Milch, Mehl und einer Prise Salz einen eher dünnflüssigen Pfannkuchenteig zubereiten und ca. 30 Min. quellen lassen.

    Brötchen- bzw. Baguetteteig auswringen, zu kleinen Kugeln formen und im Pfannkuchenteig wenden, so dass beide Seiten von einer dünnen Schickt bedeckt sind. Anschließend in heißem Fett schwimmend in der Pfanne ausbacken.

    Mit Zucker und Zimt bestreuen – und genießen. Tipp für kleine Genießer: Semmeln in Kinderpunsch tränken. 

    Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr

Lebensart - Stil und Lifestyle

  • Modeunternehmen KLINGEL ist garantiert pelzfrei
    KLINGEL ist garantiert pelzfrei

    Nach BRAX ist nun auch das Modeunternehmen KLINGEL pelzfrei

    Erst vor ein paar Tagen haben wir darüber Informiert, das BRAX pelzfrei ist. Nun zieht das nächste Unternehmen nach. Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN heißt die Modefirma KLINGEL offiziell im Fur Free Retailer Program (FFR) willkommen. Als mittelständisches Familienunternehmen ist die KLINGEL-Gruppe international aufgestellt und in mehreren europäischen Ländern vertreten.

    Mit seinem Beitritt sendet das Unternehmen ein wichtiges Signal für pelzfreie Mode und für den Tierschutz an die gesamte Branche. VIER PFOTEN fordert alle Modemarken, die noch Pelz verkaufen, dazu auf, dem positiven Beispiel von KLINGEL zu folgen und auf Echtpelz zu verzichten.

    „Die Herstellung von Pelzprodukten ist immer mit Tierqual verbunden. Die jüngsten COVID-19-Ausbrüche auf Pelzfarmen führen uns deutlicher denn je vor Augen, wie grausam und gefährlich das Geschäft mit Echtpelz ist.

    Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass Modeunternehmen ein starkes Signal gegen dieses Tierleid und die Gefährdung unser aller Gesundheit setzen und Echtpelz aus ihrem Sortiment verbannen", sagt Denise Schmidt, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN.

    „Umso mehr freuen wir uns, dass auch die KLINGEL-Gruppe diesen Schritt gegangen ist durch den konsequenten Verzicht auf Echtpelz und den Beitritt ins Fur Free Retailer Program einen positiven Beitrag für den Tier- und Umweltschutz sowie die öffentliche Gesundheit leistet."

    „Seit vielen Saisons bereits ist in unseren Richtlinien verankert, dass wir keine Echtpelzprodukte mehr ein- oder verkaufen. Mit dem Beitritt zum Fur Free Retailer Program wollen wir unsere Haltung zum Tierwohl nun nochmals explizit zum Ausdruck bringen.

    Nachhaltigkeit in ihren vielen Facetten spielt für die KLINGEL-Gruppe eine große Rolle, und sie wird in Zukunft noch mehr in den Fokus unseres Handelns rücken“, sagt Christian Hellmund, Senior Vice President Sourcing and Procurement, KLINGEL-Gruppe.

    Pelz ist out
    Immer mehr Modeunternehmen positionieren sich öffentlich gegen Tierleid und verbannen Echtpelz aus ihrem Sortiment.

    Bislang garantieren mehr als 1450 internationale Labels und Firmen mit der Mitgliedschaft im FFR, keinen Echtpelz mehr zu verwenden, darunter das Luxusmodehaus Prada und vertikale Anbieter wie H&M und Zara.

    Damit handeln diese Unternehmen im Sinne der VerbraucherInnen. Eine aktuelle VIER PFOTEN Umfrage bestätigt, dass 84 Prozent der Deutschen Echtpelz ablehnen.

    „Mit seinem Beitritt zum Fur Free Retailer Program präsentiert sich KLINGEL als zukunftsorientierter und nachhaltiger Konzern, der die Wünsche seiner Kunden respektiert und umsetzt“, so Denise Schmidt von VIER PFOTEN.

    Fur Free Retailer Program
    Das FFR-Programm ist die weltweit führende Initiative, um pelzfreie Unternehmen mit Kunden zu vernetzen, die nach ethisch hergestellten Produkten suchen.

    Das Programm ist eine Initiative der Fur Free Alliance (FFA), die in über 40 Ländern der Welt aktiv ist. Die Allianz ist ein internationaler Zusammenschluss von über 50 Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die sich gemeinsam für ein Ende der Zucht und Tötung von Tieren wegen ihres Fells einsetzen. 

    VIER PFOTEN 
    VIER PFOTEN setzt sich für ein pelzfreies Europa ein und ist offizieller Repräsentant des FFR-Programm in Deutschland, Österreich, Bulgarien, Südafrika und Australien.

    Die internationale Tierschutzstiftung bietet Unternehmen, die einen nachweislich pelzfreien Neustart anstreben, Unterstützung und Beratung an. Dazu steht VIER PFOTEN als Ansprechpartner und Vermittler beim öffentlichkeitswirksamen Beitritt zum internationalen FFR-Programm zur Verfügung. 

    mehr
  • Mode aus Stoffabfaellen von Venitz
    Stoffabfälle großer Modehäuser

    Venitz aus Biarritz macht aus alt neu, mit aus der Mode gekommenen Stücken

    Das Unternehmen „Venitz“ aus Biarritz im französischen Baskenland schenkt Kleidung ein zweites Leben: Aus der Mode gekommene Stücke, unverkaufte oder saisonale Kleider sowie Stoffabfälle großer Modehäuser finden unter der Modelinie „Upcycling Couture“ eine Wiederverwendung.

    Morgane, einst als Schneiderin für Chanel tätig, und ihr Kompagnon Rudy sind das kreative Paar hinter „Venitz“. Auf einer Reise nach Kalifornien entstand einst die Idee, heute vermischt die Modemarke eine von der entspannten Atmosphäre in Venice Beach inspirierte Ästhetik mit der Eleganz aus Biarritz.

    Dies zeigt sich auch im Namen, der eine Mischung aus beiden Ortsnamen ist. Jedes Kleidungsstück ist einzigartig, wird in der Boutique mit angeschlossenem Atelier entworfen, geschneidert und personalisiert.

    Das Unternehmen spendet einen Teil seiner Gewinne an Organisationen und Vereinigungen (beispielsweise an die Surfrider Foundation), die sich für den Schutz der Meere engagieren und stellt selbst Veranstaltungen zur Sensibilisierung der Menschen mit der Umwelt auf die Beine.

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    mehr
  • BRAX geht mit einem positiven Beispiel fuer pelzfreie Mode voran, auch Nerze sollen nicht mehr Leiden
Weltweit werden jaehrlich etwa 100 Millionen Nerze, Marderhunde und Fuechse wegen ihres Pelzes getoetet
    Zeichen gegen Tierqual

    Pelz ist out - Nun ist auch BRAX garantiert pelzfrei

    Hamburg/Herford, 9. November 2020 – Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN heißt das große deutsche Modeunternehmen BRAX offiziell im Fur Free Retailer Program (FFR) willkommen. Mit seinem Beitritt sendet das Unternehmen ein wichtiges Signal für pelzfreie Mode und für den Tierschutz an die gesamte Branche.

    Noch vor ein paar Tagen haben wir hier berichtet, dass Dänemark 1.300 Nerzfarmen betreibt und nach China der weltweit zweitgrößte Pelzproduzent ist. Nun müssen 17 Millionen Nerze getötet werden, weil auf den Farmen Covid-19 ausgebrochen ist und eine Mutation des Coronavirus auf Menschen übergegangen ist.

    Die Kapazitäten der Verbrennungsöfen reichen für die 17 Millionen Tiere nicht aus, man baggert nun auf Militärgeländen Gruben aus, um die Tiere los zu werden. Schon im Juni hatten die Niederlande nach ersten Infektionen alle befallenen Bestände sofort getötet. Die GFDK-Redaktion, die sich seit vielen Jahren für den Tierschutz und nachhaltige Mode einsetzt, ist über diese Vorkommnisse sehr erschüttert.

    Mode geht auch ohne Pelz

    Die Leineweber GmbH & Co. KG mit ihrem Markennamen BRAX ist ein Bekleidungshersteller mit Sitz im ostwestfälischen Herford, die aus einer Kleiderfabrik vom Ende des 19. Jahrhunderts hervorging.(Wikipedia) VIER PFOTEN fordert alle Modemarken, die noch Pelz verkaufen, dazu auf, dem positiven Beispiel von BRAX zu folgen und auf Echtpelz zu verzichten. 
     
    „Pelz ist out. Ein Modeunternehmen, das auf Echtpelz verzichtet, geht nicht nur mit der Zeit, sondern setzt ein deutliches Zeichen gegen Tierqual“, sagt Denise Schmidt, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN.

    „Wir freuen uns sehr, dass auch BRAX diesen Schritt gegangen ist und durch den Beitritt ins Fur Free Retailer Program einen positiven Beitrag für den Tier- und Umweltschutz leistet.“

    Pelz ist ein unnötiger Luxusartikel

    „Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung sind für BRAX als Familienunternehmen integrale Bestandteile unserer Firmenphilosophie.

    Deshalb ist es für uns selbstverständlich, unseren eigenen und den hohen Ansprüchen unserer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden und uns aktiv für gute und sichere Arbeitsbedingungen sowie den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt in unserer Lieferkette einzusetzen“, so Alissa Sekulic, Head of Corporate Responsibility & Product Safety bei BRAX.

    Pelz ist out
    Immer mehr Modeunternehmen positionieren sich öffentlich gegen Tierleid und verbannen Echtpelz aus ihrem Sortiment.

    Bislang garantieren mehr als 1450 internationale Labels und Firmen mit der Mitgliedschaft im FFR, keinen Echtpelz mehr zu verwenden, darunter das Luxusmodehaus Prada und vertikale Anbieter wie H&M und Zara. Damit handeln diese Unternehmen im Sinne der VerbraucherInnen. Eine aktuelle Vier Pfoten Umfage

    bestätigt, dass 84 Prozent der Deutschen Echtpelz ablehnen. „Durch die Teilnahme am Fur Free Retailer Program zeigt BRAX, dass das Unternehmen Kundenwünsche respektiert und positioniert sich gleichzeitig als zukunftsorientierter, nachhaltiger Konzern“, so Denise Schmidt von VIER PFOTEN.

    Fur Free Retailer Program
    Das FFR-Programm ist die weltweit führende Initiative, um pelzfreie Unternehmen mit Kunden zu vernetzen, die nach ethisch hergestellten Produkten suchen. Das Programm ist eine Initiative der Fur Free Alliance (FFA), die in über 40 Ländern der Welt aktiv ist.

    Die Allianz ist ein internationaler Zusammenschluss von über 50 Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die sich gemeinsam für ein Ende der Zucht und Tötung von Tieren wegen ihres Fells einsetzen.  

    VIER PFOTEN 
    VIER PFOTEN setzt sich für ein pelzfreies Europa ein und ist offizieller Repräsentant des FFR-Programm in Deutschland, Österreich, Bulgarien, Südafrika und Australien. Die internationale Tierschutzstiftung bietet Unternehmen, die einen nachweislich pelzfreien Neustart anstreben, Unterstützung und Beratung an.

    Dazu steht VIER PFOTEN als Ansprechpartner und Vermittler beim öffentlichkeitswirksamen Beitritt zum internationalen FFR-Programm zur Verfügung. 

    Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    mehr

Aktuelles - Reden ist Silber

  • 20.000 Kilometer durch Afrika, ohne Heinrich Barth wuessten wir viel weniger über Afrika
    Ein fesselndes Reisetagebuch

    Heinrich Barth, der unbekannte Entdecker Afrikas

    20.000 Kilometer durch Afrika. Und das von 1849 bis 1855. Zu einer Zeit, da Afrika als faszinierendes, aber unwägbares und gefahrenvolles „Land“ galt, stößt ein Mann weit ins Innere des Kontinents vor: Heinrich Barth. Wissenschaftlich ambitioniert. Hochgebildet.

    Jedoch verschlossen und einzelgängerisch. In seinem fesselnden Reisetagebuch „Reisen und Entdeckungen in Nord- und Zentralafrika“ läßt er uns nicht nur an seinen Eindrücken teilhaben, sondern liefert auch eine akribisch wissenschaftliche Abhandlung über Geografie, Ethnologie und Linguistik.

    Schöner noch: Barths Vermögen, in sprachlich dichten Schilderungen die Seele des afrikanischen Kontinents zu ergründen, unterscheidet ihn von vielen anderen Entdeckern.

    Kein Wunder, dass ihn die Einheimischen den Namen „Abd el Kerim“ (Diener des Allerhöchsten) verliehen, denn Barth war kein Henry Morton Stanley oder David Livingston, die schon damals die Kunst der schamlosen Eigenvermarktung beherrschten, ihm lag am interkulturellen Dialog und nicht am Veröffentlichen von Bestsellern, um dafür in den höheren Kreisen der Gesellschaft als Abenteurer und Haudegen herumgereicht zu werden.

    Dafür war Barth vielleicht auch zu deutsch. 2100 Tage lang - in der Sahara und im heutigen Sudan - erdulden er und sein Team übermenschliche Strapazen.

    Nach fünfeinhalb Jahren zurück auf europäischem Boden - als einziger Überlebender seiner Expedition - hat Barth Informationen mit im Gepäck, die der Wissenschaft einen neuen Erdteil aufschließen.

    1821 in Hamburg geboren, starb Barth nur 44-jährig 1865 Berlin, vereinsamt, da er in seiner Heimat Deutschland nie wieder richtig Fuß fassen konnte, zu sehr war er mit Afrika verschmolzen.

    Was vermutlich die wenigsten Afrikainteressierten wissen: Seine Leistungen der interdisziplinierten Erforschung Afrikas sind bis in die heutige Zeit hinein maßgeblich.

    Ohne ihn wäre die Wiege der Menschheit vermutlich immer noch ein Rätsel für uns. „Reisen und Entdeckungen in Nord- und Zentralafrika“ liest sich über die 414 Seiten wie ein packender Abenteuerroman. Erschienen in der Edition Erdmann (www.verlagshaus-roemerweg.de), die sich auf Bücher dieser Art spezialisiert hat und ich sehr empfehlen kann, kostet 24 Euro.

    Sönke C. Weiss

    Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    mehr
  • Barack Obama erzaehlt uns eine persoenliche Geschichte
    Ein verheißenes Land

    Die beste politische Biografie 2020 über den 44. Präsidenten der USA

    Politische Biografien sind meist furztrocken und kommen der Wahrheit, mein Eindruck zumindest, kaum nahe. Nicht so „Ein verheißenes Land“ des 44. Präsidenten der USA. Auf 1024 Seiten, davon 32 illustrierte, erzählt Barack Obama in erster Linie eine persönliche Geschichte, die den Anspruch hat, dass insbesondere junge Menschen inspiriert werden, ein Berufsleben im Dienst der Allgemeinheit zu erwägen.

    Es ist der erste Band über seine Präsidentschaft und der Weg dorthin. Obama nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise von seinem frühesten politischen Erwachen über den ausschlaggebenden Sieg in den Vorwahlen von Iowa bis hin zur entscheidenden Nacht des 4. Novembers 2008, als der erste Afroamerikaner das vermutlich höchste Staatsamt der Welt antreten durfte.

    Über Angela Merkel schreibt Obama zum Beispiel: „Gefühlsausbrüchen oder übertriebener Rhetorik stand sie bekanntermaßen misstrauisch gegenüber, und ihr Team gab später zu, dass sie mich zunächst skeptisch betrachtet habe, gerade wegen meiner Fähigkeiten als Redner.

    Ich nahm ihr das nicht übel, denn ich dachte mir, bei einer deutschen Regierungschefin war eine Abneigung gegen mögliche Demagogie vermutlich eine gesunde Einstellung.“

    So ist das Buch auch immer wieder ungewöhnlich intim und zeugt von Selbsterkenntnis, darüber hinaus ist es wunderbar geschrieben; selbst wenn sieben Übersetzer es aus dem amerikanischen Englisch ins Deutsche übertragen haben, man meint beim Lesen Obama zuzuhören.

    Vor allem aber bringt der Mann Obama eines zum Ausdruck: Demokratie ist kein Geschenk des Himmels, sondern auf Empathie und gegenseitigem Verständnis gegründet und muss Tag für Tag neu wie gemeinsam geschaffen werden.

    Ich bin gespannt, was Joe Biden aus diesem Erbe die kommenden vier Jahre machen wird. „Ein verheißenes Land“ ist im Penguin Verlag (www.penguin-verlag.de) erschienen und kostet 42 Euro. Wer die US-amerikanische Gegenwart, vielleicht auch unsere eigene, verstehen will, sollte dieses Buch lesen. Meiner Überzeugung nach gibt es keine bessere politische Biografie.

    Sönke C. Weiss

    Hier geht es zu unGerem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

    Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    mehr
  • Matthias Matusseks Erzählung Die Apokalypse nach Richard
Die Apokalypse nach Richard Eine festliche Geschichte
    Weihnachtliche Vorfreude trotz familiärer Risse

    Wunder und Weihnachtszauber - Matthias Matusseks Erzählung „Die Apokalypse nach Richard“

    Es ist ja schon bald wieder Weihnachten. Wir wollen noch einmal einen Artikel zum Weihnachtsfest aus dem Jahr 2012 präsentieren. - „Die Apokalypse nach Richard. Eine festliche Geschichte.“ So heißt eine gerade erschienene Weihnachtserzählung. Der Titel deutet schon an, um was es geht: Apokalyptische Vorgänge und anheimelnde Feststimmung. Wunder und Weihnachtszauber.

    Übersinnliches und Beschauliches. Das alles aufgeschrieben vom Literaten Matussek. Nicht vom Bestseller-Provokateur. Und nicht vom „Krawallkatholiken“, den der eine oder andere vielleicht erwartet. Aber der Reihe nach.

    Weihnachtliche Vorfreude trotz familiärer Risse

    Alles beginnt frühmorgens am 23. Dezember. In Hamburg, bei Richard und Waltraud, den Großeltern, die dem Weihnachtsfest mit ihrer ganzen Familie entgegenfiebern. Oder fast der ganzen Familie, denn die heile Welt hat – wie in so vielen Familien heute – Risse bekommen, die sich selbst an Weihnachten nicht mehr so einfach wegretouchieren lassen.

    
Sohn Roman, Berliner Journalist und Reporterlegende, kommt Heiligabend alleine, ohne Rita, denn Rita ist jetzt seine Ex-Frau. Der gemeinsame Sohn Nick soll den Heiligen Abend wie gewohnt bei ihr und ihrem neuen Mann verbringen.

    Tochter Lisa, Waltrauds „kleiner Engel, der leider so weit weg war und später überhaupt kein Engel mehr war“, kommt auch nicht. Sie ist „mit diesem kolumbianischen Naturschützer und Esoteriker davongelaufen, der doch mal Germanistik studiert und diesen vernünftigen Eindruck gemacht hatte“. Und für den ist sie gerade unverzichtbar, weil man gemeinsam Kolumbien aufforstet und begrünt.

    Vollständig samt Kindern und hochschwangerer Frau angesagt hat sich nur Sohn Wilhelm, ehrgeiziger Banker und seit seiner Zeit in den USA von allen nur „Bill“ genannt. Bill jedoch ist seit der Finanzkrise ziemlich durch den Wind, hat viel von seiner kühlen, fast technokratischen Gelassenheit eingebüßt und leidet unter Albträumen im Hieronymus Bosch-Höllenformat.

    Richard sieht Großes kommen

    Richard und Waltraud, beide bereits hochbetagt und beide liebevoll vom Autor gezeichnet, sind genau jene Vertreter der Großelterngeneration, deren Leben für das postmoderne Auge so spießig, langweilig und kleinbürgerlich erscheint.

    Ihr Leben spielt sich vorwiegend in der „Etagenwohnung eines schmucklosen Baus aus den 50er Jahren“ in der „Oberstraße“, dem „kleinbürgerlichen Müllermeierschulze unter den Straßennamen“ ab.

    In einer Straße, die noch dazu direkt an ein großbürgerliche Gründerzeitviertel - von Richard „Tortenviertel“ genannt - angrenzt und sich so noch exakter dechiffriert.

    So weit, so unspektakulär. Oder? Nicht ganz. Denn bei Müllermeierschulzes passieren Wunder. Spürt der unter beginnender Demenz leidende Richard schon am frühen Morgen des 23. Dezembers, dass sich Großes ankündigt.

    Denn plötzlich kann er, der vom Grauen Star gequält ist, kurz nach dem Wachwerden auf einmal scharf sehen. Wenn auch nur für kurze Zeit. Aber lang genug, um eine Vorahnung zu haben. Aber mehr soll noch nicht verraten werden.

    Richard und Waltraud verkörpern bei Matussek emotionale Stabilität, Glaubensfestigkeit und große Stetigkeit. Eine, nennen wir es, Lebensunverzweiflung, die selten geworden ist. Zu idealisiert, zu verklärt?

    Lebensbrüche und seelischen Schmerz gab es schließlich schon immer, keine Generation ist frei davon. Sicher, aber fraglos zugenommen hat heute eine große Rastlosigkeit, haben Quantität und Qualität der Lebensbrüche.

    Gekrümmte Lebenswege

    Am Beispiel Romans und Ritas zeigt Matussek die schmalen Lebensfeldwege, auf denen man sich wiederfindet, weil man irgendwann falsch abgebogen ist, sich verlaufen oder verrannt hat. Aus der großen Liebe Romans und Ritas wurde eine wacklige Beziehung voller Streit und Hader.

    Und dann kam ein neuer Mann. Mit dem – natürlich – alles zunächst fantastisch war. So fantastisch, dass Rita Roman verließ und mit dem gemeinsamen Sohn Nick kurzerhand zum Neuen nach München zog. Der hat – fast logisch – selbst auch schon eigene Kinder.

    Willkommen im Patchwork-Leben. Fast schon normal anno 2012. Und Matussek? Entidealisiert das, was schon viel zu viele krampfhaft schönreden.

    Für Nick war es nie schön. Denn Paul - so heißt der Neue - ist Chefarzt, der klassische Klassenprimus qua Geburt und Wesen und hält Nick für einen Versager. Streit und familiärer Unfriede sind also in München an der Tagesordnung.

    Die Lösung? Ein Klassiker: Das Internat. Und Rita? Ein langes Erwachen. Und die Erkenntnis, dass es der Neue nicht so mit der Treue hat.

    Nick, der von Matussek feinfühlig dargestellte pubertierende Teenager, sehnt sich in seinem Internat nach der Wärme in der heilen Welt der Großeltern. In diesem Kontrast liegt bereits eine der großen Stärken der Novelle.

    Was andernorts kitschig wirkt, wird bei Matussek lesenswert. Der Mann kann einfach brillant schreiben: distanziert und emotional zugleich, mal sensibel und einfühlsam, dann wieder schonungslos-bissig und fein-ironisch.

    Dabei bleibt der Ton empathisch, wird nie zynisch-kalt, arrogant oder gar hämisch. Ganz leicht öffnet sich so das Erkenntnisfenster hinüber zu etwas, das Roman, Rita, das auch uns heute fehlt: Heile Welt. Familie. Beständigkeit. Oder anders ausgedrückt: Ein Sehnsuchtsort als Wunder, das alles zum Guten wendet.

    Vom Wunder zu Richards Apokalypse

    Kommen wir vom Wunder zur Apokalypse: Nicht nur Richard erlebt am Ende seine persönliche Apokalypse – für ihn eine Erlösung. Matussek streut auch immer wieder apokalyptische Radionachrichten ein.

    Katastrophenfilmähnliche Elemente verkünden und erinnern dabei an Illies‘ Eilmeldungen, die so schön das Tempo in dessen neuem Buch „1913“ im Gleichgewicht halten. Und über das - nebenbei bemerkt - Matussek gerade erst eine wunderbare Rezension im „Spiegel“ veröffentlichte.

    Dass aber ausgerechnet Richard am Ende seine persönliche Erlösung erlebt, erscheint fast folgerichtig. Denn jener hat nie an der Existenz von Wundern gezweifelt.

    In „Die Apokalypse nach Richard“ ist eben jener Richard Fels in der Brandung. Fest im Glauben, fest in der Ehe mit Waltraud, fest als Familienvater, fest in der Perzeption der Welt, fest in der Wahl seiner Vorbilder Augustinus, Thomas von Aquin und Pascal:

    „Aber wie recht Pascal doch hatte. Gerade jetzt! Wie können sich die Menschen in den Banalitäten des Lebens verlieren, oder in Ehrgeiz, in Machtspielen oder den kurzen Lockrufen der Triebe davontreiben, wenn es doch um die Ewigkeit geht.“

    Standortbestimmung eines sensiblen Rock’n‘Rollers

    Wer Matusseks „Katholisches Abenteuer“ gelesen hat, erkennt vieles wieder. In Romans Vater Richard fraglos Matusseks eigenen Vater, der im Bestseller von 2011 ein eigenes Kapitel einnimmt und dem das Buch gewidmet ist.

    Es sind diese behutsam eindringlichen Roman-Passagen, die der Novelle ihren eigentlichen Zauber verleihen. Die Gedanken an Richard geben Roman heute Zuversicht.

    „Früher war auch Richard jähzornig und fuhr schnell aus der Haut, aber nun war er milde geworden, er hatte sich in die Kontemplation zurückgezogen und schaute dem Lebenstreiben vom Seitenaus zu“.

    Strebt auch Roman, unzweifelhaft Matusseks Alter Ego, nach Milde und Kontemplation? Ganz gewiss. Und so wird „Die Apokalypse nach Richard“ zur Standortbestimmung eines nachdenklichen und durchaus auch selbstkritischen Autors, der eben nicht (nur) der „Krawallkatholik“ ist, der er sicher auch einen Moment lang sein mochte, aber heute nicht mehr sein will und kann.

    „Matussek ist Rock’n’Roll“ – wird gerne mal gesagt. Und ja, auch daran muss man denken, wenn Roman in der Erzählung wie folgt beschrieben wird: „Der Steppenwolf“, „Roman war ein Erregungsschreiber, die Gedanken kamen erst später“, „ein Traditionskatholik als Hippie“, „Katholikenpunk“.

    Eine ebenso sensible wie laute Seele eben. Eine, die sich mit Leidenschaft und manchmal auch mit Furor und heiligem Zorn für das einsetzt, an das sie glaubt. Katholisch glaubt.

    Roman reflektiert, nimmt den Leser mit in seine Gedanken-, Glaubens- und Gefühlswelt, erklärt alles aus seiner Sicht. Ein Versuch, von Matussek, seine TV-Zornesausbrüche zu erklären? Eine Art Beichte, eine Bitte um Verständnis?

    Kann ja alles sein, aber viel mehr scheint das eine ehrliche, sensible Zeichnung der eigenen Gedanken und Gefühlswelt zu sein, der nichts Eitles, nichts Selbstgefälliges anhaftet. Roman beschönigt nichts mehr. Zeit für Wahrheiten. Zeit für den berühmten Strich unter allem.

    Wiedervereinigung und Apokalypse an Heiligabend

    Am 24. Dezember finden sich alle schließlich in Hamburg bei Richard und Waltraud ein. Und „alle“ sind plötzlich ein paar mehr Teller an der Weihnachtstafel als geplant. Denn auch Rita und Nick sind dabei.

    Kurzerhand. Rita, nachdem sie die Untreue des neuen Manns entdeckt hat, Nick nachdem die Sehnsucht nach dem Großvater so groß wurde, dass er sich per Zug und Anhalter durchgeschlagen hat.

    Und man kann dann tatsächlich sagen: Ein schlichtes anrührendes Wunder. Die Kleinfamilie ist wiedervereint. Und Roman und Richard spüren auf einmal, wie sich ihre längst verloren geglaubte Liebe wieder regt.

    Und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Gans misslingt, ausgerechnet die Gans! Ein Desaster? Nicht in der Oberstraße. Matussek will sagen: Wo Wunder die Risse kitten, Erlösung bringen, hängen Glück und Weihnachtszauber nicht vom Weihnachtsbraten ab.

    Ein Festmahl von McDonald‘s tut’s auch, selbst wenn Gänsebratenkönigin Waltraud das nicht ganz so famos findet wie Nick. Kitschig? Keine Sorge, wenn Matussek etwas nicht kann, dann ist es kitschig schreiben.

    Ein Segen für diese wunderliche und lesenswerte Geschichte. Und am Schluss dann zeigt sich die innere Erschütterung plötzlich ganz äußerlich: die Wände wackeln. Doch man möchte nichts verraten, nur so viel: Die Wunder, sie gibt es wirklich.

    Matthias Matussek: Die Apokalypse nach Richard.

    Eine festliche Geschichte.

    Aufbau Verlag, Berlin 2012.

    190 Seiten, EUR 16,99.

    Dr. Liane Bednarz studierte Rechtswissenschaften in Passau, Genf und Heidelberg. Sie wurde 2005 zum Dr. iur. promoviert. Liane Bednarz war Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung und schrieb für die "Westfalenpost Schwelm."

    Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

     

    mehr

Kunst - Werk der Woche

  • Eine neue Fotoserie zum Weltballetttag von Brad Walls
Ballerina aus der Luft
    Ballerine de l'air

    Das brandneue Werk mit dem Titel - Ballerina aus der Luft von Brad Walls

    Der preisgekrönte Luftbildfotograf Brad Walls, auch bekannt als Bradscanvas, hat gerade rechtzeitig ein brandneues Werk mit dem Titel „Ballerine de l'air“ (Ballerina aus der Luft) veröffentlicht für den Weltballetttag, der das Publikum einlädt, eine weitere frische und intime Perspektive zu erleben, diesmal in die faszinierende Schönheit des Balletts.

    Ursprünglich inspiriert von einem Bild von Olive Cotton, „Teacup Ballet“, begann Walls Anfang 2020 mit der Erforschung des Konzepts und brachte Ideen auf ein virtuelles Inspirationsboard, das aus Schatten, Formen und Tutus bestand. .. und obwohl diese Fotos unbestreitbar schön sind, wollte ich die Komposition neu schreiben und mich nur auf die einzigartigen Formen und Schatten der Kunstform konzentrieren.

    Eine alternative Sichtweise zu bieten, ist die Grundlage der Arbeit von Walls. Er wusste jedoch auch von Natur aus, dass „Ballerine de l'air“ ein galerietaugliches Werk sein würde. „Ich hatte Menschen von oben fotografiert - einschließlich Olympioniken und Models - und obwohl diese Aufnahmen sehr überzeugend waren, wusste ich hier, dass die Kombination einer solch prestigeträchtigen Kunstform mit einer alternativen Sichtweise wirklich die Verkörperung meiner Arbeit sein würde“, sagt Walls.

    Er kontaktierte Montana Rubin, ein Mitglied des Corps de Ballet (Körper des Balletts) des angesehenen australischen Balletts.

    Wegen der Pandemie trat Rubin derzeit nicht auf der Bühne auf und arbeitete auch nicht wie gewohnt mit dem Ballett. Daher konnte sie nicht überzeugen, mit Walls zu drehen, und sagte:

    Mit seiner klaren Ästhetik und Liebe zum Detail war ich gespannt, wie unsere Welten könnten ineinander greifen “und später zusätzlich kommentieren:„ Brads einzigartiger Standpunkt gab mir auch die Möglichkeit, meine Kunstform buchstäblich aus einer anderen Perspektive zu betrachten. “

    Walls wählte zwei kontrastierende Drehorte aus - der erste war ein Lagerhaus mit kargen Betonböden, das sich von den sanften Bewegungen der Ballerinas abhebt, und der zweite war ein privater Veranstaltungsraum mit malerischen Bodenfliesen, der die visuelle Ästhetik von Rubins 'Tutu ergänzt.

    In dieser Zusammenarbeit erkunden Walls und Rubin gemeinsam traditionelle Ballettpositionen und experimentieren mit nicht-traditionellen Formen, die speziell auf den „Blick von oben“ zugeschnitten sind.

    „Es war unerlässlich, der Kunst des Balletts zu huldigen und gleichzeitig einen neuen, modernen Dreh hinzuzufügen, der Positionen und Formen einbezog, die über die traditionelle Kunstform hinausgingen“, erklärt Walls.

    Er erzählt eine bestimmte Anekdote aus dem Shooting, in der er Rubin bat, mit dem Schatten zu spielen, der durch ihre Bewegungen über das Licht erzeugt wurde, und erinnerte sich daran, dass „es wirklich wahr war, einer Künstlerin (Rubin) zuzusehen, wie sie sich wirklich in ihrer Kunstform verliert.

    Ein kribbelnder Moment und ein Moment, auf den ein Fotograf viele Jahre warten kann - wenn er ihn überhaupt erleben kann.“

    Walls veröffentlichte kürzlich Ende Juli seine Serie „Pools from Above“, die ihm und seiner Arbeit weltweite Aufmerksamkeit einbrachte. Zuletzt wurde er bei den ersten Aerial Photography Awards 2020 in Paris, Frankreich, mit dem ersten Preis in der Kategorie Sport und dem zweiten Platz in der Kategorie People ausgezeichnet. Bei den Drone Photo Art Awards 2020 in Siena, Italien, wurde er Zweiter.

     

     

     

    mehr
  • Der Kuenstler, Sport und Outdoorfotograf Peter Mathis fotografiert an den unterschiedlichsten Orten der Welt
Ausstellung Peter Mathis im Atelier Jungwirth
Die tiefe Verbundenheit des Kuenstlers Peter Mathis zeigt sich in seinen Arbeiten ueber die Berge
Mehr als ein Dutzend Buecher Peter Mathis hat bisher veroeffentlicht
Peter  Mathis ist kein Jaeger des ‚schoenen Motivs
Ein Bild ist bei Peter Mathis folglich nicht einfach die Wiedergabe eines Augenblicks
Die Natur steht im Mittelpunkt seiner Arbeit
Weitere Werke von Peter Mathis auf GFDK
Und immer die Natur im Auge
Bilder von Peter Mathis
    das wesen der natur

    Werk der Woche: Sport - und Outdoorfotograf Peter Mathis ist kein Jäger des ‚schönen Motivs’

    Seine Leidenschaft gilt den Bergen: Peter Mathis, geboren 1961, lebt in Hohenems, wenn er nicht gerade an den unterschiedlichsten Orten der Welt fotografiert. Seit 1986 gilt er vor allem als Spezialist für atemberaubende und naturgetreue Sport- und Outdoor-Bilder, vom Klettern über Schi bis zu Motorsport.

    Zahlreiche internationale Firmen wie Adidas, HellyHansen, Red Bull, Daimler Benz, Lufthansa oder auch die Österreich Werbung zählen zu seinen Kunden. Viele Magazine und Werbeagenturen weltweit setzen ebenfalls auf die außergewöhnlichen Fähigkeiten und die strikte Philosophie des Peter Mathis.

    Seit 1998 gewann er verschiedene Auszeichnungen bei Wettbewerben und Festivals von Kanada bis Italien. 2007 wurde ihm in Schweden der Titel eines Hasselblad Masters verliehen. 2008 zeichnete ihn die Vereinigung der Europäischen Berufsfotografen in Belgien zum Master of European Photography aus.
     

    Mehr als ein Dutzend Bücher hat der Vorarlberger bisher veröffentlicht, sein jüngstes Werk „Visual Dualism – Dolomites“ wird im Rahmen der Ausstellung im Atelier Jungwirth erstmals vorgestellt. In Graz werden vor allem die Naturfotografien aus den Dolomiten zu sehen sein, die Peter Mathis in den Jahren seit 2009 speziell für dieses Buch aufgenommen hat.

    Die Dualität von hell und dunkel, Linien, Strukturen, Licht und Schatten ist einzigartig; bei Mathis wird nichts dem Zufall überlassen.

    Peter ist kein Jäger des ‚schönen Motivs’, nicht auf der Suche nach der dekorativen Szenerie oder dem spektakulären Moment. Ihm geht es stattdessen um den Kern der Natur, um ihr Wesen und ihre Schönheit, die sich in jedem Detail offenbaren kann – wenn man es nur richtig zu sehen vermag“, schreibt die Kunsthistorikerin Christiane Schmieger.


    Ein Bild ist bei Peter Mathis folglich nicht einfach die Wiedergabe eines Augenblicks, sondern das Ergebnis einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit Motiv, Licht und Umgebung. Spätere Eingriffe mit dem Computer oder banale Effekthascherei lehnt der Fotograf explizit ab.

    Wenn er Sportler fotografiert, so achtet er stets darauf, dass die Natur nicht zu Schaden kommt. Neben den Landschaften werden Portraitaufnahmen immer wichtiger in seinem Werk. Auffallend auch ein immer stärkeres Faible für Schwarzweiß-Bilder.

    Birgit Enge, Atelier Jungwirth, Opernring 12, A-8010 Graz. Tel. +43/(0)316-815505 - mail@atelierjungwirth.com, www.atelierjungwirth.com

    Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    mehr
  • Martina Ziegler vor einem ihrer Werke
Die Serie der Multiplen Portaits von Martina Ziegler setzt sich  mit der Vielschichtigkeit des Menschen auseinander
Die Kombination aus Malerei, Fotografie und Computerbearbeitung 
Martina Zieglers neue An- und Einsichten weiblicher Portraets
    Die Serie der Multiplen Portaits

    Martina Ziegler thematisiert Frauenbilder aus Kunst und Literatur

    Das Bild des Menschen spiegelt das herrschende Weltbild ebenso wie die Auseinandersetzung mit den inneren Gemütsregungen. In diesem Sinne gibt es wohl kaum ein anderes Motiv, das sich so vielschichtig durch die Jahrhunderte präsentiert. Es ist heute wie zu jeder anderen Zeit gleichermaßen aktuell und wird immer wieder neu erfunden.

    Eng damit verknüpft ist zugleich das Thema der Schönheit, die ebenfalls in unterschiedlichen Zeiten immer wieder anders und neu bewertet wurde, aber stets auch eine große Rolle spielte. In diesem thematischen Umfeld bewegt sich auch Martina Ziegler.

    Die Darstellung von Frauenbildern, auch in der Begegnung mit historischen Hintergründen aus Kunst und Literatur, sind zu ihrem zentralen Thema geworden. Mit jeder neuen Werkgruppe taucht sie tiefer in diese Arbeit ein und entwickelt sie weiter. Dabei geht sie ihren ganz eigenen Weg und schafft neue Einsichten.

    Dies schafft sie auf der soliden Basis feinster Malerei, aber auch mit dem Einsatz neuester technischer Mittel, die jedoch nie zum Selbstzweck werden. Die künstlerische wie menschliche Tiefe, die daraus entsteht, findet der Betrachter in ihren Werken wieder. Auf den ersten Blick sind alle Figuren fast makellos schön und dennoch wirken sie nicht oberflächlich.

    Dort, wo sie aufgelöst und neu zusammengesetzt wurden, ergänzt der Betrachter selbst diese Schönheit als Ganzes. Es umgibt die Figuren zuweilen etwas Gedankenverlorenes oder Mystisches, selten etwas Heiteres. Die Turbanbilder erinnern an die klassische Malerei großer Meister. Sie schafft Bilder von zeitloser Ästhetik und großer Eindringlichkeit.

    Ausgewogene, ebenmäßige Züge und harmonische Farbwirkungen bestimmen die Darstellungen. Gemeinsam ist ihnen eine starke Intensität. Die Figur nimmt Augenkontakt zum Betrachter auf, ohne etwas von sich zu verraten. So wird der Betrachter angeregt, sich selbst mit dem Sujet auseinanderzusetzen und darüberhinaus auch mittels des Bildes in sich selbst hineinzuschauen.

    Die Begegnungen sind szenischer aufgefasst. Sie mixt Zitate und Epochen, inszeniert Fiktives und Bestehendes neu. Immer sind zwei Figuren zu erkennen, wobei sich der Betrachter fragt, ob es wohl zwei Seiten eines einzigen Menschen sind. Es umgibt sie eine eigentümliche Stille, sie treten nicht miteinander in Kontakt und gehören doch unabdingbar zusammen, wie die Licht- und Schattenseiten in unserem Dasein.

    Oft blickt man wie durch einen Schleier auf die Darstellung. Mit wenigen Accessoires gelingt es, die Figuren in eine andere Zeit zu versetzen, z.B. ins 19. Jahrhundert. Die Farbigkeit und Atmosphäre transportieren eine Stimmung, die den Betrachter in diese Zeit hineinversetzt. Sie erzählen Geschichten und regen gleichermaßen wieder zur Innenschau an.

    Künstlerische Ausbildung
    Studium: Freie Kunst / Internationale Fachhochschule für Kunst und Design, Köln
    Praktikum in der Glasmalerei Henseler / Köln, (Restauration von Domfenstern)
    Studium : Visuelle Kommunikation / HSD Hochschule Düsseldorf (Grafik Design, Fotografie, Malerei)
    Abschluss (Akademischer Grad): Diplom Designer
    Art- und Creative Direction (Member of the Board) in internationalen Werbeagenturen.
    Kreative Federführung, europaweit, für internationale Unternehmen. Hauptsächlich Film- und Kreativkonzepte.
    Verschiedenste Auszeichnungen und Creative Awards für Design, Artwork und Film. (U.a. Art Directors Club Deutschland und New York Festival).
    Von 2001 – 2010 frei künstlerisch tätig. Parallel dazu Freelancer für Design-, Mode- und Architektur Unternehmen (Corporate Identity / Design und Konzeptentwicklung).
    Seit 2011 ausschließlich künstlerisch freischaffend.
    Techniken: Malerei, Mixed Media, Digital Painting, Experimental Crossover.

    Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstlerinnen e.V.
    Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstler e.V.

    mehr

Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Martin Ebster ist seit 2005 Tourismusdirektor von St. Anton am Arlberg in Oesterreich
    Tourismusdirektor Martin Ebster

    Sündenbock der Pandemie? bitte nicht der Wintersport

    Am 17. Dezember 2020 ist geplant, die Skisaison in St. Anton am Arlberg/Tirol zu beginnen. Internationale Politiker schießen scharf gegen die Pläne, an einem Wintertourismus vor dem Jahreswechsel festzuhalten.

    „Undifferenzierte Schuldzuweisungen können nicht die Lösung sein“, findet Martin Ebster, Tourismusdirektor von St. Anton am Arlberg.

    Im Interview spricht Ebster über vermeidbare Infektionsrisiken sowie über die Schwierigkeiten, die der öffentlich ausgetragene Diskurs mit sich bringt.

    Tagesaktuelle Informationen zu den lokalen Covid-19-Maßnahmen und Regelungen finden Interessierte auf der Homepage des Tourismusverbands St. Anton am Arlberg unter www.stantonamarlberg.com.

    Herr Ebster, kann das Skigebiet von St. Anton am Arlberg am 17. Dezember für Gäste öffnen?

    Martin Ebster: Von uns aus kann es das. Unsere Sicherheitsmaßnahmen wurden von langer Hand und in enger Zusammenarbeit mit Experten geplant.

    Wir haben unzählige Maßnahmen in allen Bereichen umgesetzt, darunter Konzepte für Skischulen, Bergbahnen, den öffentlichen Verkehr oder die Gastronomie, wo ein spezielles Contact-Tracing-Modell mit QR-Code-Technik entwickelt wurde. Letztendlich sind wir aber nicht diejenigen, die über eine Öffnung entscheiden.

    Könnten Sie eine europaweite Verschiebung des Wintertourismus nachvollziehen, wie es bereits aus Frankreich und Italien zu hören ist?

    Der Start einer Skisaison hängt primär von lokalen Corona-Fallzahlen ab. Wenn die österreichische Regierung daraus folgernd eine Entscheidung trifft, dann setzen wir selbstverständlich alle erforderlichen Maßnahmen um.

    Was ich nicht gutheißen kann, ist die aggressive Politik, mit der derzeit vor allem österreichische Skigebiete als Sündenböcke der Pandemie dargestellt werden. Mit erhobenem Zeigefinger kommen wir nicht weiter.

    Halten Sie die Kritik aus den Nachbarstaaten für ungerechtfertigt?

    Absolut. Wir sind uns im Klaren, dass die Behörden vorrangig nach gesundheitlichen Aspekten entscheiden.

    Alle Wirtschaftsbetriebe stehen trotz ausgefeilter Sicherheitskonzepte hinten an und werden jegliche Regulierungen umsetzen. Lautstarke Forderungen aus umliegenden Ländern klingen da fast zynisch.

    Im Sommer hat auch kein Außenstehender die Schließung von Stränden oder der U-Bahn-Stationen in Großstädten gefordert, obwohl dort teils unkontrollierte Frequentierung herrschte.

    Wichtig ist jetzt, dass die Konzepte vor Ort greifen und wir uns nicht gegenseitig zu Feindbildern aufbauen, während wir alle dasselbe Ziel verfolgen.

    Wie stehen Sie den Vorwürfen gegenüber, Wintertourismus vor dem Weihnachtsfest sei unverantwortlich?

    Ich kann für meine Kollegen aus anderen Alpenregionen sprechen, wenn ich sage: Die Gesundheit der Menschen – unserer Einheimischen, Gäste und der vielen Mitarbeiter – steht an erster Stelle.

    Die mediale Anschuldigung, österreichische Skigebiete hätten aus dem Frühjahr nichts gelernt, ist für uns ungeheuerlich. Seit März wurden wir nahezu täglich mit Fragen zu Sicherheitsmaßnahmen für den kommenden Winter konfrontiert.

    Wir haben hohe Anstrengungen unternommen, schnellstmöglich wirkungsvolle Konzepte zu entwickeln und diese maximal transparent zu kommunizieren. Und jetzt heißt es: „Wie kommt Ihr auf die Idee, Euer Skigebiet zu öffnen?“ Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Wie schätzen Sie das Infektionsrisiko in Gondeln ein?

    Schon während des ganzen Sommers sind in Tirol Hunderttausende Menschen mit Gondeln transportiert worden. Es ist erwiesen, dass das Tragen von Masken sowie ein gut gelüfteter Raum ein niedriges Infektionsrisiko zur Folge haben.

    Die Fenster der Gondeln werden daher zum Beispiel durchgehend geöffnet sein. Natürlich gilt Maskenpflicht in und um die Bergbahnbetriebe.

    Außerdem sollte bei der Fahrt nicht viel gesprochen werden, um Aerosolausstöße so gering wie nötig zu halten.

    Wie kann ein Skiort kontrollieren, dass es in und vor den Bergbahnen nicht zu eng wird?

    Die Arlberger Bergbahnen AG hat eigens Personal dafür angestellt, das ausschließlich auf das Einhalten der Abstandsregelungen achtet.

    Nach dem Drehkreuz zum Lift wird es naturgemäß enger, weil nicht immer eine Gondel mit ausreichend Platz bereitsteht. Auch dort wird man Anweisungen hören und Kontrollen durchführen, um den Mindestabstand einzuhalten.

    Denken Sie, die Touristen werden sich mit den Abstandsregelungen arrangieren

    Ja. Gerade, weil sie die Freiheit der Berge dauerhaft genießen wollen, werden sie sich an die Regelungen halten.

    Wir appellieren wo es geht an die Vernunft, am Beispiel der Gondel bedeutet das: vorne nicht in die Kabine drängen, beim etwas längeren Anstehen Verständnis zeigen.

    Die Gäste werden sich dabei in einem gewissen Zwiespalt wiederfinden. Einerseits möchten sie schnell hoch auf den Berg kommen, andererseits eine mögliche Ansteckungsgefahr minimieren.

    Da ist Eigenverantwortlichkeit gefragt. Ein Sicherheitskonzept kann nur funktionieren, wenn sich alle daran halten.

    Ist Après-Ski diesen Winter ein Thema in St. Anton am Arlberg?

    Nein, Après-Ski wird es in der gewohnten Form nicht geben. Alle Betreiber von Lokalen haben Konzepte auf Basis der behördlichen Vorgaben entwickelt:

    Zum Beispiel werden Speisen und Getränke nur im Sitzen serviert, das Platzangebot ist beschränkt, zwischen Besuchergruppen muss mindestens ein Meter Abstand gehalten werden, die Musik bleibt auf einem niedrigen Lautstärkeniveau.

    Interview: Tom Carlos Kupfer/AHM

    mehr
  • System Of A Down protestiert mit Musik gegen die Bombenangriffe gegen die Zivilbevoelkerung in Arzach
    Song für ihre Heimat gegen den Bombenkrieg

    System Of A Down kämpft für ihre Heimat, der Republik Arzach

    System of a Down (abgekürzt SOAD) ist eine 1995 in Kalifornien gegründete Metal-Band die 15 Jahre lang nichts mehr veröffentlicht hat. Nach einer 15-jährigen Veröffentlichungspause haben die Grammy-Gewinner und Multi-Platin verkaufende armenisch-amerikanische Band nun wegen des Krieges in ihrer Heimat, wieder zwei brandneue Songs, "Protect The Land" und "Genocidal Humanoidz" veröffentlicht.  Alle Einnahmen aus dem Verkauf der Songs kommen dem Armenia Fund zugute.

    Sie äußern sich so mit einem Appel an ihr Publikum: Im vergangenen Monat waren wir zutiefst betroffen und entsetzt von den ungerechtfertigten Bombenangriffen auf die Zivilbevölkerung von Arzach, die von Aserbaidschan und der Türkei verübt wurden, schrieb John Dolmayan, Drummer von System Of A Down, seinen drei Bandmitgliedern eine SMS:

    „Ganz gleich, was wir füreinander empfinden, ganz gleich, welche Probleme aus der Vergangenheit noch bestehen, wir müssen sie beiseitelegen, denn das hier ist größer als System Of A Down und größer als wir alle.

    Wir müssen etwas tun, um unser Volk zu unterstützen.“ Die Band telefonierte sich zusammen und entschied, dass sie alle gemeinsam helfen wollen. Auf die Art und Weise, die ihnen am besten liegt – mit Musik.“

    Die Aggression und Ungerechtigkeit von Aserbaidschan und der Türkei gegen das armenische Volk in Arzach und Armenien ist eine Menschenrechtsverletzung und ein Kriegsverbrechen“, sagte Sänger Serj Tankian.

     „Uns allen ist klar, dass dies ein existenzieller Kampf für unser Volk ist, daher ist es für uns sehr persönlich. Was wir jetzt brauchen, ist, dass die Welt die Politik beiseitelässt und Armenien unterstützt, indem sie die Türkei und Aserbaidschan sanktioniert und Arzach anerkennt.“

    2005 veröffentlichten System Of A Down ihr letztes Album, ein Doppelalbum. Das erste Album, Mezmerize, hielt sich in mehreren Ländern, so auch in Deutschland, für etliche Wochen auf Platz 1 der Charts.

    Für die Single „B.Y.O.B” des Albums gewann die Band den Grammy Award „Best Hard Rock Performance“ und durfte sich im gleichen Jahr über den MTV Europe Music Award in der Kategorie „Best Alternative” freuen. Auch der zweite Teil des Doppelalbums, Hypnotize, erreichte in vielen Ländern die Spitze der Charts.

    BAND STATEMENT

    We as System Of A Down have just released new music for the first time in 15 years. The time to do this is now, as together, the four of us have something extremely important to say as a unified voice.

    These two songs, “Protect The Land” and “Genocidal Humanoidz” both speak to a dire and serious war being perpetrated upon our cultural homelands of Artsakh and Armenia.

    On September 27, the combined forces of Azerbaijan and Turkey (along with Isis terrorists from Syria) attacked the Republic of Nagorno-Karabakh, which we as Armenians call Artsakh.

    For over the past month, civilians young and old have been awakened day and night by the frightful sights and sounds of rocket attacks, falling bombs, missiles, drones and terrorist attacks.

    They’ve had to find sanctuary in makeshift shelters, trying to avoid the fallout of outlawed cluster bombs raining down on their streets and homes, hospitals and places of worship. Their attackers have set their forests and endangered wildlife ablaze using white phosphorus, another banned weapon.

    And Why?

    Because over 30 years ago in 1988, the Armenians of Nagorno-Karabakh (which at the time was an Autonomous Oblast within the USSR), were tired of being treated as second class citizens and decided to declare their rightful independence from the Azerbaijan Soviet Socialist Republic whose borders engulfed their own.

    This ultimately led to a war of self determination by Armenians in Karabakh against Azerbaijan that ended in a cease fire in 1994, with Armenians retaining control of their ancestral homelands and maintaining their independence to the present day.

    Our people have lived there for millennia, and for most families there, it’s the only home they and their forefathers and mothers have ever known. They just want to live in peace as they have for centuries.

    There is an immediate need for global citizens to urge their respective governments to not only condemn the actions of the corrupt regime leaders of Azerbaijan and Turkey, but to also insist world leaders act with urgency to bring peace to the region and rightfully recognize Artsakh as the independent nation it is.

     Most importantly and urgently, we humbly implore you to donate, in sums small or large to provide desperately needed aid and basic supplies for those adversely affected with what are ever growing accounts of crimes against humanity.

    The music and lyrics speak for themselves. We need you to speak for Artsakh.

    Peace,

    Daron, Shavo, John and Serj

    Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

     

    mehr
  • 15 Jahre Therme Meran in Suedtirol
Renato Precoma war bereits 2005 unter Matteo Thun & Partners massgeblich am Interior Design der Therme Meran beteiligt
    15 Jahre Therme Meran, Südtirol

    Renato Precoma wollte Matteo Thuns Arbeit an der Therme Meran weiterführen

    Bereits bei ihrer Eröffnung vor 15 Jahren galt sie als Meilenstein in Sachen Interior Design – und ist es bis heute. Die zeitlose Schönheit der Therme Meran hat die Kurstadt geprägt wie kaum ein anderes Gebäude. Gar avancierte das Masterpiece des Südtiroler Star-Architekten Matteo Thun binnen kürzester Zeit zum neuen Herzstück der Metropole an der Passer.

    Beinah 15 Jahre später übernimmt der Nachwuchs aus der eigenen Kaderschmiede: Beim Kreativkonzept der neuen Ruhebereiche, Pool Suiten und des Kneipp Gardens 2019 zeichnet Renato Precoma erstmals allein verantwortlich.

    Der in der Schweiz lebende Italiener war bereits 2005 als Projektleiter von Matteo Thun & Partners maßgeblich an der Innengestaltung der Therme beteiligt. Im Rahmen der Metamorphose von Südtirols Signature Spa zollt der Shooting Star dem Erbe des Vorbilds den nötigen Respekt, entwickelt dabei aber seinen ganz eigenen Stil.

    Wie er die puristische Linie des Indoor-Bereichs ins neue Design-Jahrzehnt führen will, erklärt er im folgenden Interview.

    Herr Precoma, das Interieur der Therme Meran ist das wahrscheinlich markanteste seiner Art in Europa. Sie haben bereits zur Eröffnung 2005 bei dessen Gestaltung mitgewirkt. Was war die Grundidee dahinter?

    Die Architektur der Anlage verfügt über eine klare Struktur und Ordnung. Um diesen Effekt zu verstärken, war die Auswahl der Materialien essenziell. Stein als Sinnbild für das Unvergängliche – immerhin sind wir in den Bergen – zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Therme Meran

    Hinzu kommen Holz, Stahl und Glas. Letzteres lässt die alpine Umwelt Teil des Inneren werden. Nur so ist es möglich, einer derart komplexen Konstruktion mit ihren zahlreichen technischen und ästhetischen Anforderungen Rechnung zu tragen und ihr eine regionale Identität zu geben.

    Das Gebäude wird zum dezenten Rahmen, der Natur und Wasserelemente ins rechte Licht rückt.

    Bereits 2005 waren Sie bei der Therme Meran als Projekt- und gestalterischer Leiter tätig. Was hat Sie fast 15 Jahre später daran gereizt, an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren?

    Ich habe von Matteo Thun damals einiges lernen können. Heute bin ich glücklich zu sehen, dass die Anlage alle Erwartungen übertroffen und sich zudem prächtig entwickelt hat.

    Der konsequente Einsatz von Naturmaterialien und respektvolle Umgang mit der Umwelt haben sich bewährt. Es war eine großartige Chance für mich als Architekt, von Beginn an bei einem so großen Projekt dabei sein zu dürfen und Jahre später die Möglichkeit zu haben, dort einen weiteren Baustein für die Zukunft zu gestalten.

    Dies bedeutet für mich einerseits Vertrauen des Kunden. Andererseits war es eine riesige Verantwortung: Denn mein Anspruch war, die Arbeit von Matteo in seiner Südtiroler Heimat bestmöglich weiterzuführen.

    2019 haben Sie unter anderem über der Badehalle „schwebende“ Pool Suiten sowie das Sun Deck inklusive 17 Meter langem Rooftop-Whirlpool im Sauna-Außenbereich gestaltet. War das architektonisch gesehen eher „back to the roots“ oder „auf zu neuen Ufern“?

    Beides stimmt. Die neuen Eingriffe sind eine Weiterentwicklung des Bestehenden und haben sich aus vielen Gesprächen mit der Thermen-Geschäftsführung entwickelt. Dabei wollten wir vor allem Qualität schaffen:

    Die Pool Suites etwa sind ein Highlight, da sie einen fantastischen Blick in die Badehalle bieten, über der sie schweben. Von außen hingegen sind sie uneinsehbar. Dazu brauchte es eine Menge Mut seitens des Kunden.

    Aber es ist gelungen, Form und Material dezent in den Bestand einzufügen. Beim Sun Deck ging es ums einfühlsame Einbetten des Nacktbereichs in die Umgebung – die Therme befindet sich mitten in Meran und der Platz ist beschränkt.

    Die erhöhte Lage blendet die Stadt aus und gewährt einen Blick in die einzigartige Gartenlandschaft. So können Saunabesucher ganz unverhüllt Natur und Sonne genießen.

    Der Rooftop-Whirlpool hingegen ist eine räumliche Umsetzung des Themas Wasser, wichtigstes Element der Therme. Abends wird er zur blau leuchtenden Skulptur im Park.

    Die Therme Meran hat sich immer wieder neu erfunden und wird das auch in Zukunft tun. Welche Bereiche würden Sie gern als Nächstes in Angriff nehmen und in welche Richtung soll das Kreativkonzept gehen?

    Eine solch komplexe Anlage ist in ständiger Transformation. Umso mehr muss man einer klaren Linie folgen. Ein Augenmerk könnte dem visuellen Eindruck der Badehalle gelten, um diese noch spannender zu gestalten.

    Denn sie ist das Herz der Therme, dort erlebt der Gast seinen ersten Thermenmoment. Doch die Weiterentwicklung erfordert Sensibilität – es kann nicht immer nur mehr und schneller sein. Anforderungen wie dieser kann man nur mit Rücksicht und Qualität begegnen.

     Interview: Jessica Harazim/AHM PR

    Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    mehr

Kunst - Künstler vorgestellt

  • Die Nacktheit spielt für den Fotokuenstler Kristian Liebrand eine eher untergeordnete Rolle
Vielmehr geht es ihm darum, die individuelle Schoenheit der Frau hervorzuheben
Es lebe die Aktfotografie, das ist ohne Zweifel Kunst
Nicht die Nacktheit ist entscheidend
Mehr als nackt! more than nude 
Der freien Kunst droht Gefahr
Der Fotokuenstler Kristian Liebrand
    Der freien Kunst droht Gefahr

    Fotokünstler Kristian Liebrand - kreativer Spielraum in Gefahr

    Aus Aktuellem Anlaß erscheint noch einmal unser Artikel vom 1.1.2019. Der ausgezeichnete Aktfotograf Kristian Liebrand engagiert sich für Blutkrebs-Kranke und verschenkt Bildband.

    Im Zeichen der hysterischen #MeToo-Debatte, wo man hinter jedem Baum sexuelle Übergriffe und Missbrauch vermutet, ist auch die künstlerische Freiheit in Gefahr. Dabei wird weit über das Ziel hinausgeschossen, in Berlin wird ein angeblich sexistisches Gedicht übermalt, und man fragt sich wo die Zensur beginnt.

    Der freien Kunst droht Gefahr

    „Es ist ein Zeichen der Verblödung von Studenten,“ meinte dazu der CDU Politiker Michael Braun. Es zeigt absurde Züge einer vermeintlichen Sexismus-Kritik“, empörte sich auch der FDP-Kulturexperte Florian Kluckert.

    Akt-Bilder werden aus Ausstellungen entfernt und jüngst, man kann es kaum glauben, hat ein Museum in Manchester das Gemälde „Hylas and the Nymphs“ (1896) von John William Waterhouse abgehängt, weil es angeblich sexistisch ist.

    Damit ist ein erstes Gemälde Opfer der gegenwärtigen Sexismus-Debatte geworden. Die Begründung der Kuratorin Clare Gannaway ist abenteuerlich oder einfach nur dumm: „Das Gemälde stellt den weiblichen Körper als passive, dekorative Form dar," meinte sie.

    Gefahr für die Kunst droht aber auch von anderer Seite. In der Volkshochschule Hellersdorf in Berlin wurden unlängst Akt-Bilder der Künstlerin Susanne Schüffel abgehängt, weil diese nach Aussage der Schulleitung die Gefühle von Muslimen verletzen würden. Leider ist das kein Einzelfall mehr, schon vor drei Jahren wurden erotische Fotos von Wolfgang Hiob im Rathaus Köpenick abgehängt.

    Der Fotokünstler Kristian Liebrand

    Und weil das alles so traurig ist, stellt die GFDK-Redaktion ihnen nun einen bemerkenswerten Künstler vor, der sich mit großer Leidenschaft der Akt-Fotografie verschrieben hat. Und das ist ohne Frage Kunst. Es lebe der Akt.

    Kristian Liebrand meint dazu: Ich hatte natürlich auch schon oft mit Vorbehalten zu kämpfen. Insbesondere bei der Suche nach Locations für Ausstellungen. Oft wurde argumentiert, dass es im Hinblick auf den Jugendschutz nicht geht. Meine Meinung dazu: "In Zeiten von Smartphones und überall verfügbaren Hardcore-Pornos sind AKTFOTOGRAFIEN für Jugendliche in etwa so gefährlich wie Kaugummis."

    Nicht die Nacktheit ist entscheidend

    Mehr als nackt! / „more than nude.“  Das ist der Anspruch des 1973 geborenen Fotokünstlers Kristian Liebrand, der das anspruchsvolle Genre der Aktfotografie immer wieder aufs Neue interpretiert. Seine Werke zeigen, dass nicht die Nacktheit entscheidend für ein Aktfoto ist.

    Kristian Liebrand hat sich vor 10 Jahren für seine Passion entschieden und dafür seinen gut dotierten Job als Betriebswirt und Manager an den Nagel gehängt. „Mir war wichtig, etwas zu machen, das mich und andere Menschen mit Freude erfüllt."

    Bleibende Werte zu schaffen, die nicht materialistisch sind. Gute Aktfotografien verlieren nie ihren Wert und bleiben über Jahrzehnte, selbst in einer oberflächlichen Wegwerf-Gesellschaft“.

    Kristian Liebrand geht es um die individuelle Schönheit der Frau

    Die Aktfotografie von Frauen bietet Kristian Liebrand den kreativen Spielraum, um seine visuellen Kompositionen umsetzen zu können. Die Nacktheit spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es darum, die individuelle Schönheit der Frau hervorzuheben.

    Durch eine besondere Komposition aus Licht, Perspektiven und Posen, die man noch nicht schon zigfach gesehen hat.  So  kommen auch Bodypaintings zum Einsatz, um besondere Akzente zu setzen.

    Der Bildgestaltung widmet sich der Fotograf auch selbst. „Externe Bildbearbeiter sind für meine Arbeiten  tabu. Sie kennen nicht die Persönlichkeit des Models, die Stimmung am Set und meine Bildintention.

    Somit kann ein externer Bildbearbeiter nur technisch arbeiten. Da fehlt dann das Gefühl, und das ist entscheidend. Eine gute Bildbearbeitung ist sensitiv, und nicht rein technisch.“

    Der Freiraum für die Fantasie des Betrachters

    Das Ergebnis überrascht und verführt den Betrachter ohne explizit zu sein. Freiraum für die Fantasie des Betrachters ist dem Fotokünstler wichtig. „More than nude“ ist der Name seiner zwei bisher veröffentlichten Bildbände

    Ausgestellt wurden seine Aktfotografien bisher in Düsseldorf, Köln, Berlin, Wien, London und New York. Der Künstler möchte dabei nicht nur Menschen erreichen, die Galerien besuchen, sondern alle anderen Leute. Er stellt daher auch an ungewöhnlichen Orten aus. Damit möchte er allen zeigen, dass Aktfotografie auch eine kreative Kunstform sein kann und keine plumpe, unästhetische Ablichtung von Geschlechtsmerkmalen.

    Auch die Frau von nebenan kann zu einem Kunstwerk werden

    In Bochum betreibt der Fotograf ein 360 qm großes Atelier mit zahlreichen Kulissen. Seine privaten und gewerblichen Kundinnen kommen aus ganz Europa. Mit der Erfahrung aus mehr als 1.000 Akt-Fotoshootings kann Kristian Liebrand auch die „Frau von nebenan“ zu einem Kunstwerk werden lassen. 

    Die Fotoshootings sind grundsätzlich ohne Zeitlimit. „Ein Fotoshooting soll so entspannt wie möglich sein. Wenn im Hintergrund die Uhr tickt, ist das für alle Beteiligten nicht gut und somit schlecht für das Foto.“, so Kristian Liebrand. 

    Der Fotograf hat klare Vorstellungen wie das Bild werden soll und arrangiert das gesamte Set. Von der Pose über die Perspektive bis hin zum Licht. Als fotografierte Person benötigt man daher weder Modelerfahrung noch eine Modelfigur.

    Die Liste der bisherigen Fotolocations ist bemerkenswert: Flughafen, Schauspielhaus, Waschstraße, Fußballstadion, Badausstellung, Diskothek, Lost-Places, Strand, Industriehalle, Werkstatt, Kino, Wasserfall, Pferdestall, Schrottplatz, Kokerei, U-Bahnhof, Berliner Mauer, Rennstrecke, Labor, Parkhaus, Kaserne, Pool, Golfplatz, Eisenbahnwaggon, Frisörsalon, Bahngleis, Strand, Meer, See, Hotel, Yacht, Zeche, Unterwasser sowie Public Places wie Venedig und die Altstadt von Havanna.


    Ein paar seiner Fotografien stellen wir Ihnen hier vor. Seine gesamte Bildergalerie, darunter viele  international ausgezeichnete Werke, und weitere Informationen über seine Arbeit finden Sie hier.

    mehr
  • Neue Single der schwedischen Saengerin Zara Larsson
    Zara Larsson räumt mit Song ab

    Sensationserfolg der schwedischen Sängerin Zara Larsson

    „Wow!“ – eine passendere Vokabel könnte man für den aktuellen Sensationserfolg der neuen Single der schwedischen Sängerin Zara Larsson („Lush Life“, „Never Forget You“, „Ruin My Life“) wohl kaum finden.

    Ursprünglich war das Stück gar nicht für eine Veröffentlichung bestimmt gewesen. Nachdem der Song aber in einem Werbespot der amerikanischen Citi Bank unterlegt war, wurde der von Superstar-Producer Marshmello produzierte Track ohne viel Rambazamba im April 2019 verfügbar gemacht.

    Nachdem der Song nun in einer Schlüsselszene des Netflix-Überraschungserfolgs-Films „Work It“ (erschienen am 07.08.2020) zum Einsatz gekommen war, kam es zu einem waschechten „Wow“-Effekt: innerhalb weniger Tage schoss das Stück bis auf Platz fünf der globalen Shazam-Charts.

    Die Spotify-Streams und YouTube-Views stiegen um sage und schreibe 2300  Prozent. Auch in Deutschland erreichte „Wow“ viele Netflix-Zuschauer bzw. –Hörer und kletterte bis auf Platz sieben der deutschen Shazam- und bis in die iTunes-Top 150-Charts.

    Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    mehr
  • Die Hit-Maschinen wie Calvin Harris und The Weeknd machen modern Pop Classic
    modern Pop Classic

    Die Hit-Maschinen Calvin Harris und The Weeknd tun sich zusammen

    Von wegen „over” - jetzt geht’s erst so richtig los! Wenn sich zwei absolute Hit-Maschinen wie Calvin Harris und The Weeknd zusammentun, kann eigentlich nur (wie von den britischen Kollegen wohlklingend vorformuliert) ein „modern Pop Classic“ dabei herauskommen.

    Das mit Hochspannung erwartete Ergebnis der schottisch-kanadischen Transatlantik-Kollaboration mit dem Titel „Over Now“ ist heute erschienen.

    Es ist die erste offizielle Calvin-Harris-Single seit dem Welthit „Giant“ mit Rag’n’Bone-Man, der im Januar 2019 erschien und Platz sechs in Deutschland (+ Goldstatus) bzw. Platz zwei in Großbritannien (Doppelplatin) erreichte.

    Mit „Over Now“ liefern der Grammy-Preisträger und der kanadische Superstar nun gemeinsam den perfekten Soundtrack und krönenden Abschluss eines denkwürdigen Spätsommers.

    Erst vor kurzem hat Calvin Harris unter seinem Pseudonym LOVE REGENERATOR die Single „Live Without Your Love“ gemeinsam mit Steve Lacy veröffentlicht. Eine absolute Disco Nummer, die uns zurück in die 80er beamte. Mit „Over Now“ ist Calvin Harris himself zurück und dann direkt mit einer gigantischen Unterstützung von The Weeknd.

    Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    mehr

Kunst - Videogalerie

  • Nun erscheint mit The Adults Are Talking ein neues Video von THE STROKES
    Das bestes Rock Album 2021 ?

    THE STROKES, neues Video der Indierock Pioniere aus New York

    Sieben Jahre nach dem letzten Studioalbum haben sich The Strokes mit „The New Abnormal“ 2020 zurück gemeldet. Dabei konnte das Album nicht nur in vielen Ländern die Top 10 erklimmen, sondern sich auch über eine Normierung als bestes Rock Album bei den Grammys 2021 freuen.

    Nun erscheint mit „The Adults Are Talking“ ein neues Video der Indierock Pioniere aus New York. Der Song nimmt einen rebellische Haltung gegenüber den Höhergestellten dieser Welt an und zeigt ein meist basszentriertes Instrumental mit schwungvollen Snares-Drums, welche die Hauptperkussion des Stücks bilden, während Sänger Julian Casablancas in einem gedämpfteren Ton als üblich singt und sein Stimmvolumen über den Verlauf des Stücks erhöht.

    Im detailverliebten Video werden die Zuschauenden zu einem Sportevent mitgenommen, indem Menschen in verschiedenen Sportdisziplinen gegen Maschinen antreten.

    a, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    mehr
  • RENEE ist noch ein Geheimtipp
    Mit ihrer Single „Allein sein“

    Renee, die hessische Künstlerin ist ein kleiner Geheimtipp

    Renee ist aktuell noch ein kleiner Geheimtipp aber die hessische Künstlerin zeigt mit ihrer neuen Single „Allein sein“ einmal mehr, dass sie das eigentlich nicht sein muss.

    Renee wurde für den New Music Award in diesem Jahr nominiert, für den bereits Größen wie Kraftklub und OK Kid am Anfang ihrer Karrieren nominiert warten.

    Das Renee das Zeug zum Superstar hat wussten auch schon die Ehrlich Brothers, bei denen Renee Teil einer Stadiontournee sein durfte und zuvor nahm sie mit zarten 13 Jahren bei The Voice Kids im Team Lena teil.

    Ihre erst kürzlich erschienen Single „Offline“ die von LEA mitgeschrieben wurde, erzielte innerhalb kürzester Zeit eine halbe Million Streams und auch die neue Single „Allein sein“ kann sich sehen lassen.

    Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    mehr
  • Das Video wurde im Norden gedreht, was mir wichtig war, sagte  CHARLOTTE JANE zum Song Get It Right
    Das eigene Selbstwertgefühl erkennen

    CHARLOTTE JANE will aus Fehlern der Vergangenheit lernen

    Das offizielle Musikvideo von CHARLOTTE JANE zum Song "Get It Right" ist da. Das sagt sie selbst zum Video:

    "The video was shot up North which was important to me," "The concept was all about showing a detachment from who we are now and who we were. I think it's a really beautiful way of showing how we can look back, learn from past mistakes and move forwards. It's about that lightbulb moment when you realise your own self-worth and stop letting people string you along. It sounds sad but it's actually empowering."

    Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    mehr
Top