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Aktuelles aus Medien, Kulturpolitik und Marketing

Aktuelles - Reden ist Silber

  • Keigo Higashino Unschuldige Täter
    ein streng gehütetes Familiengeheimnis
    Keine Sommermärchen, dafür Unschuldige Täter?

    „Unschuldige Täter“ - erschienen für 22 Euro bei Tropen (www.tropen.de) - heißt der neue Roman des erfolgreichsten japanischen Kriminalschriftstellers Keigo Higashino: In dem malerischen Küstenort Harigaura findet eine Konferenz zur Erschließung von Bodenschätzen statt.

    Das Thema polarisiert; die eine Seite der Bevölkerung fürchtet um die Zerstörung der Natur, die andere hat nur Reichtum im Sinn; doch als die Leiche eines Mannes gefunden wird, stößt Kriminalkommissar Kusanagi auf ein streng gehütetes Familiengeheimnis, das von der Vergangenheit bis in den heutigen Tag reicht.

    Higashino schafft es auch in diesem Buch, aktuelle politische Ereignisse mit Fiktion zu verschmelzen und seiner Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, insbesondere wenn es darum geht, den Anschein zu wahren, dabei überrascht er den Leser immer wieder und hält einen Spannungsbogen über 428 Seiten, die süchtig nach mehr machen.

    Übersetzt hat „Unschuldige Täter“ Ursula Gräfe, die 2019 mit dem Noma Award for Translation of Japanese Literatur ausgezeichnet wurde.

    Um Wahrnehmung vs. Wirklichkeit geht es auch im neuen Roman des russischen Autoren Andrej Kurkow mit dem Titel „Kartografie der Freiheit“ oder anders gesagt: Europäischer Traum, lebst du noch?

    Es ist die Nacht, in der sich die Grenzen öffnen; drei junge Paare entschließen sich, ihre Heimat Litauen zu verlassen und ihr Glück in Westeuropa zu suchen. London, Paris, egal, Hauptsache weg.

    Menschlich packend schildert Kurkow die Lebenswege seiner Heldinnen und Helden, gleichzeitig erzählt er die Geschichte einer Generation „neuer“ Europäer.

    Hoffnungen und Enttäuschungen wechseln sich ab, uns „alten“ Europäern wird auch hier der Spiegel vorgehalten und stellt so manches Wertesystem in Frage, insbesondere der Begriff Leitkultur bekommt so eine neue und ehrlichere Bedeutung, als uns so mancher Politiker zu suggerieren versucht.

    (Der Autor bezeichnet sich übrigens selbst als Europa-Optimist und Europa-Realist.) „Kartografie der Freiheit“, erschienen bei Haymon (www.haymonverlag.at) im zauberhaften Österreich, ist ganz gewiß kein Somermärchen, selbst wenn es um Träume geht. Die 624 Seiten kosten 29,90 Euro.

    Sönke C. Weiss

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  • Symbolbild von YouTube
    Alles begann am 25.5.2020
    Ein Leserbrief zu den Zuständen in unseren Krankenhäusern

    Ein Leser wendet sich an unsere GFDK Redaktion und berichtet über die Zustände in den Niederbayrischen Krankenhäusern. Das Erstaunlichste ist, in den letzten Monaten, sind unsere Krankenhäuser und das Personal über den grünen Klee in den Medien und von den Politikern gelobt worden.

    Nur, dass was wir hier zu Lesen bekommen haben, sollte zu denken geben, wie es vor allen um unsere älteren Patienten bestellt ist. Ist das alles nur ein schöner Schein, der uns da vorgegaukelt wird?

    Hier nun der Brief

    Alles begann am 25.5.2020, mein an Herzinsuffizienz leidener Großvater muss sich wegen Wasserödemen in Behandlung begeben. Er wird bis 29.5 von seinen Beschwerden befreit und will nach Hause.

    Da kommt der Oberarzt ins Spiel (der erste im Bunde, der der deutschen Sprache nicht allzu mächtig ist) und verweist auf die schlechten Nierenwerte, die unbedingt behandelt werden müssen.

    Aus purer Angst lassen wir uns dazu überreden. Doch schnell wird klar, er verträgt die Medikamente nicht. Es geht jeden Tag mehr und mehr abwärts. Auch nach mehrmaligen Gesprächen hören die Ärzte nicht mit der Behandlung auf.

    Als mein Großvater, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist und 50 Jahre Unternehmer war die Schwester auffordert die Infusion zu beenden, wird dem Wunsch nicht entsprochen.

    Im Gegenteil der Oberarzt kommt mit dem Stationsarzt (dieser spricht noch schlechteres Deutsch) und erklärt ihm "hier passiert was er sagt" und die Infusion bleibt. Es geht weiter abwärts, nichts geschiet.

    Durch Corona kann nur meine Mutter in Krankenhaus. Schließlich bricht mein Großvater die Behandlung ab und geht auf eigenen Wunsch nach Hause. Unser Hausarzt hat bis heute keinen vernünftigen Abschlußbericht.

    Mein Großvater wurde innerhalb 5 Tage pflegebedürftig und ist jetzt nach 5 Wochen einigermaßen erhohlt.

    Am 26.6. geht es mit meiner Großmutter weiter. Der Hausarzt überweist sie in stationäre Behandlung mit dem Verdacht eines sich nähernden Schlaganfalls. Sie wurde am 30.6. 84 Jahre alt.

    Als der Krankenwagen in einem anderen Kreiskrankenhaus angekommt stellen die Ärzte Fieber fest. Anstatt einen Schnelltest zu machen, wird der normale Test (der einige Tage dauert) veranlasst.

    Meine Großmutter kommt auf die Corona Station und nichts geschieht. Ich muss vorweg nehmen, die Schwester auf der Corona Station hat sich vorbildlich gekümmert.

    Doch kein Arzt ist ans Telefon zu bringen und meine Großmutter versteht keinen dort, wen wundert es,  da keiner deutsch spricht. Die Tage vergehen sie bekommt Infusionen und Katheter gelegt. (Man muss wissen, am Freitag Vormittag ist sie noch Auto gefahren), da die Entzündungswerte hoch sind. OK. Das verstehe ich. Aber es geht um keinen sich nähernden Schlaganfall mehr, sondern nur noch ob der Corona Test positiv oder negativ ist. Sonst nichts.

    Am Montag, endlich die erlösende Nachricht - kein Corona. Sie kommt auf die Innere. Das Thema Schlaganfall ist längst erledigt und wird auch nicht mehr verfolgt. Jetzt komme ich ins Spiel.


    Ich schlage im Krankenhaus auf. Meine Großmutter mittlerweile durch das viele liegen wackelig auf den Beinen hangelt sich vom Bad gerade zum Bett. Ich komme gerade noch rechtzeitig, da beim Bett nicht mal die Feststellbremse angezogen ist. Ich will ein Gespräch mit dem Stationsarzt.

    Die Dame weiss von nichts und ganz ehrlich ich war sehr bemüht, hab aber fast nichts verstanden. Es geht hin und her. Sie behandeln den Sauerstoffmangel und die Entzündungswerte.

    Mehr wollen wir auch gar nicht mehr. Plötzlich meldet sich der medizinische Dienst. Ansage: "Ihre Mutter verweigert jegliche Hilfe". Gegenfrage: "braucht sie den Hilfe"? Dann wurde mir in perfekten Deutsch erklärt, dass sich meine Großmutter gerade zum Pflegefall entwickelt und wir tätig werden müssen.

    Die junge Dame hat einen Wind gemacht, unglaublich. Ein Pflegedienst muss her, ein Sanitätshaus benannt werden. Was wir machen. Es kommt wie es kommen muss, nicht das genannte meldet sich, sondern das, dass die Dame will.

    Ich hätte nicht mal interveniert, wenn sie nicht so auf einen bestimmten Pflegedienst bestanden hätte. Plötzlich habe ich das Gefühl bekommen da steckt Methode dahinter. Ich bin fest überzeugt, dass sich die Zusammenarbeit lohnen wird. 

    Jetzt ist meine Großmutter zu Hause, ein Pflegebett steht im Wohnzimmer und die Welt dreht sich weiter. Sie selbst sagte mir, dass sie ca. 8 Ärzte gesehen hat und nur eine junge Ärztin sprach deutsch.

    Sie hat nichts verstanden und fühlte sich überrannt und übervorteilt. Zumindest gibt es einen Arztbericht und einen Befund. Unser Hausarzt muss jetzt den Blutdruck einstellen, weil die das nicht machen konnten. Was soll ich dazu noch sagen.

    Ich kann nicht sagen, ob ich mich nur so ärgere oder ob es mich einfach nur traurig macht wie mit unseren Alten umgeganen wird...

    Matthias Hausladen

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  • Joni Mitchell - Ein Portraet
    Schicksalsmelodie
    Höhepunkte aus den 70er Jahren - zeitlos schön und romantisch

    „Liebe heißt, nie um Verzeihung bitten zu müssen.“ Erinnern Sie sich noch an diesen Satz? Na klar. „Love Story“ von Erich Segal. Seit 50 Jahren der Klassiker der Liebes-Literatur. Jetzt bei Fischer (www.fischerverlage.de) für 12 Euro in einem handlichen Kleinformat für die Hosentasche wunderbar neu aufgelegt.

    Hier noch mal kurz eine Zusammenfassung für die Nichteingeweihten: Oliver, aus reichem Hause, und Jenny, aus ärmlichen Verhältnissen, sind zwei Studenten, die sich Hals über Kopf ineinander verlieben und allen Hindernissen zum Trotz heiraten, auch dass Oliver enterbt wird, kann sie nicht davon abhalten.

    Ohne Geld sind sie glücklich und alles scheint perfekt für sie zu laufen, doch dann erfährt das Paar, dass ihre Liebe nicht von Dauer sein kann.

    „Love Story“ wurde 1970 äußerst erfolgreich mit Ryan O’Neal und Ali McGraw in den Hauptrollen verfilmt, die Titelmusik, in Deutschland als Schicksalsmelodie bekannt, erhielt sogar einen Oscar.

    Ich empfehle Buch wie Film, beide sind zeitlos schön und romantisch, und lassen einen an die ewige Liebe glauben, selbst wenn sie unseren beiden Helden nicht vergönnt ist.

    Die 70er Jahre waren auch der Höhepunkt in der Karriere von „Joni Mitchell“, die David Yaffe in der gleichnamigen Biografie sehr eindrucksvoll porträtiert.

    Brillant führt uns der Autor durch Mitchells Entwicklung als Musikerin, voller imposanter Beschreibungen über die Entstehung jedes einzelnen Albums von Song to a Seagull bis Shine aus dem Jahre 2007.

    Dutzende Interviews mit der Künstlerin selbst - oftmals innerlich zerrissen, verletzlich in ihrer ganzen Person, ein Freigeist des Lebens - sowie Freunden und Geliebten - zum Beispiel Leonard Cohen und David Crosby - liegen den 583 kurzweiligen Seiten zugrunde und ist der Musik Mitchells würdig, die übrigens wunderbar zur Lektüre von „Love Story“ passt.

    „Joni Mitchell - Ein Porträt“ ist bei Matthes & Seitz Berlin (www.matthes-seitz-berlin.de) erschienen und kostet 28 Euro.

    Was ich indes schade finde: In der US-amerikanischen Originalausgabe heißt das Werk „Reckless Daughter“ - also Rücksichtslose Tochter. Ein Titel, der der Künstlerin wirklich gerecht wird und den sie mit Stolz trägt.

    Sönke C. Weiss

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Puenktlich zur Wiedereroeffnung der Unterkunftsbetriebe am 25. Mai 2020 begruesst die Suedtiroler Gemeinde Schenna ihre Gaeste mit einem neuen Willkommensschild am Ortseingang
    Willkommen zurück in Schenna
    Vier Hoteliers aus Schenna in der Post-Coronazeit im Interview

    Aufatmen in Schenna: Seit dem 25. Mai 2020 dürfen die Beherbergungsbetriebe in Südtirol wieder öffnen. Die meisten von ihnen sowie Seilbahnen und Wandergebiete beginnen ihre Saison Anfang/Mitte Juni. Der aktuelle Entwurf des Südtiroler Landesgesetzes sieht zum Schutz der Gäste eine Vielzahl an Vorschriften vor.

    Wie professionell die hohen Sicherheits- und Hygienestandards in der Praxis umgesetzt werden, um bald wieder Urlauber bewirten zu können, erzählen folgende vier Hoteliers aus Schenna im Interview:

    Doris Kohlgruber/Genusshotel der Weinmesser und HGV-Ortsobfrau, Monika Dosser/Panoramic Suites Winzerhöhe, Heidi Pföstl-Wörndle/Schenna Resort sowie Hansjörg Ainhauser/Hotel Gutenberg und Präsident des Tourismusvereins Schenna.

    Müssen Schennas Hotelgäste in den nächsten Wochen mit eingeschränkten Leistungen rechnen?

    Doris Kohlgruber: Da besteht kein Grund zur Sorge. Grundsätzlich können alle Bereiche im Hotel – natürlich immer unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und des gebotenen Sicherheitsabstands – geöffnet werden. Nur falls das Hotel die sogenannte „Covid Protected Area“ nicht erfüllt, müssen Hallenbäder und Saunen geschlossen bleiben.

    Monika Dosser: Die „Covid Protected Area“ sieht unter anderem vor, dass sich alle Hotelmitarbeiter täglichen Fiebermessungen und wöchentlichen serologischen Tests unterziehen. In unserem Apartmenthotel werden somit alle Bereiche geöffnet sein – bis auf die Waldsauna. Diese dürfen nur Urlauber nutzen, die bei ihrer Ankunft einen zertifizierten, negativen Covid-Schnelltest vorlegen.

    Genuss und Essen spielen im Urlaub eine große Rolle. Welche Maßnahmen planen Sie über die gesetzlichen Vorschriften hinaus im F&B-Bereich?

    Doris Kohlgruber: Der Gast hat bei uns künftig immer die Möglichkeit, Frühstück und Abendessen auf dem Zimmer einzunehmen. Im Restaurant servieren wir alle Speisen direkt am Tisch. Die Krise zeugt vom Einfallsreichtum der Branche und deren kreativen Konzepten.

    Heidi Pföstl-Wörndle: Als Alternative zum Restaurantbesuch bieten wir beispielsweise Picknickkörbe an, gefüllt mit allerlei Südtiroler Köstlichkeiten und einem Flyer mit unseren schönsten Picknickplätzen. Außerdem werden wir unseren Felsenkeller sowie die Sky-Terrasse für die Einnahme der Mahlzeiten öffnen und die Essenszeiten verlängern, um mehr Raum und Freiheit für die Gäste zu schaffen.

    Hansjörg Ainhauser: Auch wir haben uns viele Gedanken um den Service gemacht und wollen weiterhin unser beliebtes Buffet anbieten. Der Bereich ist aber selbstverständlich mit Plexiglas ausgestattet.

    Die Speisen werden jedoch von unseren Mitarbeitern gereicht, sodass niemand in Kontakt mit Besteck und Behältern kommt.

    Das Kuchenbuffet am Nachmittag wird auf kleinen Tellern angerichtet, die einzeln mit Zellophan umhüllt sind. Und auch entlang der Bar gibt es einen transparenten Schutz, damit sich Gäste dort trotzdem wie gewohnt aufhalten können.

    Wie wird die korrekte Einhaltung aller geforderten Maßnahmen kontrolliert?

    Doris Kohlgruber: Im jeweiligen Betrieb übernimmt dies in erster Linie der Sicherheitsbeauftragte. Das kann entweder der Hotelier selbst sein oder eine dazu ernannte Person.

    Hansjörg Ainhauser: Bei Verstößen drohen hohe Strafen, was kein Hotelier riskiert. Gäste können sich also definitiv sicher fühlen. Das Wichtigste im Umgang mit dieser besonderen Situation ist die Schulung der Mitarbeiter und eine transparente Informationspolitik für alle Beteiligten.

    So gilt zum Beispiel in ganz Südtirol eine strenge Abstandsregelung von mindestens zwei Metern in Bars und Restaurants.

    Konnten Sie die gästefreie Corona-Zeit auch positiv für Ihren Betrieb nutzen?

    Heidi Pföstl-Wörndle: Wir haben in den vergangenen Wochen die Holzböden der Loggien erneuert, einige Räume umdekoriert und zahlreiche Wände frisch gestrichen. Außerdem sind in Garten und Weinberg kleine Ruheinseln entstanden, die Gästen noch mehr private Rückzugsmöglichkeiten bieten.

    Ferner haben wir viele interne Arbeitsabläufe überarbeitet, verbessert und an die momentane Situation angepasst. Und eine neue Homepage ist ebenso im Entstehen.

    Monika Dosser: Da wir erst im Vorjahr komplett umgebaut haben, konnten wir die Zeit für eine Situationsanalyse nutzen. Künftig möchten wir konsequent eine nachhaltige Betriebsführung verfolgen und noch genauer darauf achten, woher unsere Produkte stammen.

    Darüber hinaus digitalisieren wir gerade möglichst viele Verwaltungs- und Rezeptionstätigkeiten, damit Prozesse wie beispielsweise der Check-in kontaktlos ablaufen können.

    Was ändert sich mit der Wiedereröffnung in Bezug auf Corona?

    Heidi Pföstl-Wörndle: Alle Aktivitäten verlagern sich mehr nach draußen. Unsere Yoga-Einheiten und Meditationen finden beispielsweise künftig im Freien statt und als Alternative zu den Saunaaufgüssen bieten wir „Sinnesbaden“ in der Natur an.

    Doris Kohlgruber: Ändern wird sich vor allem die Art der Begrüßung. Aber auch wenn es nicht mehr das In-den-Arm-nehmen, ein Küsschen oder ein kräftiges Händeschütteln sein wird, lässt sich die Südtiroler Herzlichkeit und Gastfreundschaft durch einen Mundschutz nicht aufhalten.

    Hansjörg Ainhauser: Worüber sich Schenna-Urlauber wirklich freuen können – die meisten Unterkunftsbetriebe halten während Corona außerordentliche Stornobedingungen für ihre Gäste bereit, sodass größtmögliche Sicherheit und Flexibilität garantiert sind.

    Interview: Marion Pronesti + Jessica Harazim/AHM PR

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  • Dr. Hans-Martin Beyer und Daniela Pfefferkorn im Interview
    Keine Angst vor kaltem Wasser
    Interview - Wie Kneippen die Abwehrkräfte stärkt

    Ein intaktes Immunsystem ist die beste Prävention gegen Krankheiten. Die Gesundheitsexperten der „Lebensspur Lech“ schwören in Sachen Stärkung der Abwehrkräfte auf die Kneipp’sche Lehre.

    Warum die ganzheitliche Philosophie heute zeitgemäßer denn je ist und wie man die Tricks des Wasserdoktors auch zu Hause ganz leicht anwenden kann, erklären der Füssener Rehabilitationsmediziner Dr. Hans-Martin Beyer (63) und die zertifizierte Kneipp-Trainerin Daniela Pfefferkorn (40) aus  Steeg/Tiroler Lechtal im Interview.

    Wassertreten und ein kalter Armguss sind gemeinhin das, was wir mit Kneipp verbinden. Reicht es aus, sich nach dem Duschen einfach nur kurz kalt abzubrausen, um gesund zu bleiben?

    Daniela Pfefferkorn: Diese Maßnahmen sind zwar schon ein guter Anfang, sie allein reichen jedoch nicht aus, um die Abwehrkräfte zu stärken. Das ganzheitliche Konzept von Pfarrer Kneipp fußt auf fünf Säulen.

    Die Hydrotherapie ist nur ein Teilbereich, auch die Ruhe- und Ordnungstherapie, Ernährungstherapie, Bewegungstherapie sowie der Einsatz von Heilkräutern gehören dazu.

    Wie kann ich die Hydrotherapie zu Hause anwenden, ohne einen Fehler zu machen?

    Dr. Hans-Martin Beyer: Die am einfachsten durchzuführenden und effektivsten Anwendungen zu Hause sind Kneippgüsse. Man beginnt dabei immer auf der herzfernen, rechten Körperseite ­und die ersten Male nur an Beinen oder Armen.

    Später können sie auf den Unter- beziehungsweise Oberkörper sowie den ganzen Körper ausgedehnt werden. Drei Dinge gilt es dabei unbedingt zu beachten: Stets an den Füßen oder Händen anfangen, nicht auf kalter Haut anwenden und die Güsse generell morgens am Oberkörper, abends am Unterkörper ausführen.

    Der Brausekopf in der Dusche sollte dafür durch ein Gießrohr ersetzt werden. Das hat eine noch intensivere Wirkung, weil durch den gebündelten Wasserstrahl deutlich mehr Thermorezeptoren in der Haut gereizt werden.

    Daniela Pfefferkorn: Gerade Armbäder können ohne Bedenken allein zu Hause durchgeführt werden. Für intensivere Anwendungen empfehle ich allerdings die professionelle Anleitung durch einen Experten.

    Vegetarisch, vegan, low carb – das Thema Ernährung spielt heutzutage eine wichtigere Rolle denn je. Wie hielt es Pfarrer Kneipp einst damit und was würde er zu den modernen Food-Trends sagen?

    Daniela Pfefferkorn: Sebastian Kneipps Ernährungsempfehlungen waren nicht einseitig. Auf dem Speiseplan standen ausgewogene Mahlzeiten mit vielen frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln, heimischen Pflanzen und Kräutern sowie wenig tierischen Produkten.

    Alles in allem eine gesunde, natürliche und genussorientierte Ernährung, die man heute wohl als „Clean Eating“ bezeichnen würde.

    Nach Kneipp aktivieren auch Kräuter unsere körpereigenen Abwehrkräfte. Welche Heilpflanzen sind das und in welcher Form nimmt man sie am besten zu sich?

    Daniela Pfefferkorn: Baldrian, Brennnessel, Fenchel, Holunder, Johanniskraut, Rosmarin, Salbei oder Spitzwegerich sind Pflanzen, die in Form von Tees, Suppen oder Salaten vorbeugend wirken. Sie können aber auch bei akuten gesundheitlichen Problemen den Heilungsprozess enorm unterstützen.

    Dr. Hans-Martin Beyer: Auch Löwenzahn hat positive Auswirkungen auf das Immunsystem. Seine Inhaltsstoffe wie Vitamin B, C und E binden freie Radikale binden und wehren so Zellangriffe ab.

    Dafür einfach täglich einen Sud aus 1 EL getrockneten, zerkleinerten Blättern und ¼ l kochendem Wasser herstellen, acht bis zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken – stärkt die Abwehr, entgiftet die Leber und fördert die Arbeit der Nieren.

    Bewegung an der frischen Luft hat noch keinem geschadet. Welcher Sport und wie viel davon ist im Kneipp’schen Sinn auch bei Wind und Wetter gesund?

    Dr. Hans-Martin Beyer: Geeignet sind generell alle Ausdauersportarten wie Radeln, Wandern, leichtes Joggen oder Schwimmen, aber  auch Inlineskaten, Skateboarden oder Schlittschuhlaufen.

    Entscheidend ist die Intensität: Man sollte sich dabei immer noch gut unterhalten können. Denn eine zu hohe körperliche Belastung kann das Gegenteil bewirken und das Immunsystem sogar für einige Stunden hemmen.

    Daniela Pfefferkorn: Wichtig ist vor allem, täglich an die frische Luft zu gehen – und das bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Es muss auch nicht immer Sport sein, selbst morgendliches Barfußlaufen oder Tautreten können die Abwehr auf Dauer stärken.

    Der Fokus der „Lebensspur Lech“ liegt auf Innerer Ordnung und gesundem Schlaf. Inwieweit beeinflussen ein intaktes Seelenleben und nächtliche Ruhe das körperliche Wohlergehen?

    Dr. Hans-Martin Beyer: Dauerstress und damit einhergehend ein hoher Adrenalin- und Noradrenalin-Spiegel führen unweigerlich zu schlechtem Schlaf und im schlimmsten Fall zu Burnout.

    Durch ein Leben gemäß der Kneipp’schen Gesundheitslehre lassen sich nicht nur die körperlichen Abwehrkräfte stärken, auch die psychische Widerstandskraft wird deutlich und nachhaltig verbessert.

    Bewegung in freier Natur „entmüllt“ das Gehirn, entspannt und lässt uns zur Ruhe kommen. Stresshormone werden verbraucht, anstatt sich im Körper anzuhäufen. So finden wir zu einer natürlichen Inneren Ordnung und schlafen gut ein sowie erholsam durch.

    Wie kann ich mit ein paar Kniffen auch im eigenen Schlafzimmer für optimale Schlafbedingungen sorgen?

    Daniela Pfefferkorn: Hier gilt es, einige Regeln der sogenannten Schlafhygiene zu beachten. Dazu gehört beispielsweise gutes Lüften – die optimale Raumtemperatur im Schlafzimmer liegt zwischen 15 und 18 Grad.

    Dazu sollte man störende Licht- und Geräuschquellen sowie das Smartphone abschalten und eine regelmäßige Ruhezeit einhalten. Außerdem ist es sinnvoll, individuelle Rituale zu entwickeln: Beruhigende Tees und Meditationsübungen etwa stimmen Körper und Geist auf erholsamen Schlaf ein.   

    Interview: Jessica Harazim + Marion Pronesti/AHM PR

    Über die Lebensspur Lech. Die grenzüberschreitende „Lebensspur Lech“ erstreckt sich vom österreichischen Tirol bis ins bayerische Allgäu. Ziel der Partner (Füssen Tourismus und Marketing, Tourismusverband Lechtal, Verein Lechweg) ist es, rund um die Weitwanderroute Lechweg einen gemeinsamen gesundheitstouristischen Erlebnisraum mit den Schwerpunkten mentale Balance und gesunder Schlaf zu schaffen.

    Grundlage für alle Aktivitäten bildet die Kneipp’sche Gesundheitslehre mit ihren fünf Säulen Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Innere Ordnung.

    Der Lech steht dabei sinnbildlich für die Kraft und Heilwirkung der Natur und ist das verbindende Element zwischen den Orten. Das Projekt „Lebensspur Lech“ wird aus INTERREG-Mitteln der Europäischen Union gefördert.

     

     

     

     

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  • Packerin Eleonore Perschl wickelt Schrothkur-Gaeste des Fuenf-Sterne-Hotels Allgaeu Sonne in Oberstaufen zur Mobilisierung der Abwehrkraefte in feuchtkalte Handtuecher
    Interview zur Schrothkur
    Eleonore Perschl erzählt warum Schrothler gesünder sind

    Sie werden um 4 Uhr morgens in feuchtkalte Tücher gewickelt, um ein künstliches Fieber zu erzeugen und nehmen nur 400 bis 600 Kalorien pro Tag zu sich: Schroth-Gästen der Allgäu Sonne wird einiges abverlangt.

    Wie hart die Kur wirklich ist, was das über 200 Jahre alte Naturheilverfahren so besonders macht und warum es gerade jetzt so einen Hype erlebt, erzählt Eleonore Perschl im Interview.

    Sie arbeitet seit über 30 Jahren als „Packerin“ in dem Fünf-Sterne-Hotel in Oberstaufen – Deutschlands einzigem Schrothheilbad – und bereitet sich selbst jeden Herbst mit einer Schrothkur auf den Winter vor.

    Frau Perschl, was kann die Schrothkur, was andere Diäten nicht können?

    Eine Schrothkur ist nicht in erster Linie Diät. Der Gewichtsverlust ist nur ein willkommener Nebeneffekt. Viel wichtiger: Während der Kur wird der Körper entgiftet, Krankheiten wie Migräne, Bluthochdruck und Diabetes können gelindert und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

    Schrothler sind weniger anfällig für Stress und Erkältungskrankheiten, der Effekt hält bis zu neun Monate an.

    Warum erlebt die Schrothkur derzeit so einen Hype?

    Die Kur entspricht dem aktuellen Bedürfnis, sich ganzheitlich etwas Gutes zu tun: Der gesamte Körper wird entschlackt und entgiftet.

    Die erlaubten Speisen in der Allgäu Sonne sind vegan und basisch – auch das liegt im Trend. Kurz gesagt: Das Naturheilverfahren erfüllt das verstärkte Bewusstsein für sich und die Umwelt.

    Sie machen selbst jedes Jahr eine Schrothkur. Was glauben Sie: Wie würde es Ihnen heute ohne Schrothkur gehen?

    Ich bin mir sicher: Es ist der Schrothkur zu verdanken, dass ich seit 30 Jahren nicht einen einzigen Tag krank zuhause bleiben musste.

    Bitte beschreiben Sie kurz den Tagesablauf eines „Schrothlers“.

    Außer sonntags wecke ich die Schroth-Gäste zwischen 4 und 5 Uhr mit Kräutertee sowie Zwieback, um sie anschließend erst in ein nasskaltes Tuch, dann in mehrere Schichten trockene Decken und Mollton mit Wärmflasche zu wickeln.

    Das erzeugt ein künstliches Fieber. So bleibt der Schrothler maximal zwei Stunden liegen, schläft oder schaut einen Film. Nach dem Auspacken fallen die meisten nochmal in einen tiefen, ruhigen Schlaf. Der Wechsel von Trocken- und Trinktagen ist eine wichtige Säule der Kur.

    An den Trockentagen sind nur leichte Spaziergänge und Entspannungsübungen angeraten. Ansonsten stehen Bewegung, Tanzen und Wandern auf dem Programm.

    Das Sportangebot in der Allgäu Sonne ist hinsichtlich Intensität an diesen Wechsel angepasst. Die Tagebucheinträge zwei meiner Kolleginnen geben einen guten Einblick in den Schroth-Alltag.

    Die Schrothkur hat den Ruf, dass es dabei recht lustig zugeht. Woher kommt das?

    An den Trinktagen wird Wein zum Abendessen angeboten, an den Trockentagen ist immerhin ein „Aufgestockter“ erlaubt, also ein Wacholderschnaps mit Orangen- und Grapefruitsaft.

    Außerdem gehen viele an den Bewegungstagen zum Tanzen, zum Beispiel im Stießbergstüble der Allgäu Sonne. Das Schöne ist, dass man dort immer Gleichgesinnte trifft, mit denen man fachsimpeln kann.

    Wie häufig kommt es vor, dass ein Schrothgast die Kur abbricht, weil er/sie nicht durchhält?

    Ich kann mich an keinen einzigen Fall in der Allgäu Sonne erinnern. Bei uns geht es nicht so streng zu, wie es sich vielleicht anhört. Wir gehen auf alle Wünsche ein:

    Wenn jemand beispielsweise nicht mumienartig eingewickelt sein mag, lassen wir die Arme draußen. Manche essen heimlich mal ein Stück Kuchen. Das ist zwar schade, weil es das positive Ergebnis der Kur abschwächt, aber die Entscheidung überlassen wir jedem selbst.

    Preisbeispiel: Die Schroth-Schnupperwoche ab 1.093 €/Pers. umfasst 7 Übernachtungen, Schroth-Vollpension, 6 Schrothpackungen wie oben beschrieben sowie eine Rückenmassage und ein Meersalz-Körperpeeling.

    Weitere Auskünfte

    Allgäu Sonne    Stießberg 1    D-87534 Oberstaufen/Allgäu

    Fon +49 8386 702-0    info@allgaeu-sonne.de 

     

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Aktuelles - Marketing News

  • Na ja, Donald Trump hat bestimmt ein paar Leichen im Keller
    5 Erfolgsgeheimnisse der Prominenten
    Prominente - keine Angst vor Leichen im Keller, meint PR Profi Rölleke

    PR-Profi nennt die 5 Erfolgsgeheimnisse der Prominenten.

    Roter Teppich. Millionen auf dem Konto. Täglich in den Medien und dabei noch Fans in Millionenhöhe, das klingt natürlich erstmal perfekt, wenn dieses Leben nicht auch eine menge Nachteile mit sich bringen würde, welche viele aufgehende Sterne dazu bringen, Ihren Traum nicht vollständig in Angriff zu nehmen. Hier sind es -laut PR Profi Rölleke- meistens die sogenannten "Leichen im Keller" vor denen sich viele fürchten oder auch schlichtweg die Angst vor dem öffentlichen Druck.

    Doch die ganz Großen halten hier sprichwörtlich durch und das macht am Ende den Unterschied.

    David Rölleke ist ein sehr erfolgreicher PR Manager, der bereits viele Prominente und Wirtschaftsgrößen auf dem Weg in die Öffentlichkeit verholfen hat.

    Die Anfragen, die ihn erreichen, sind meistens ähnlich: man möchte berühmt werden. Erst gestern wurde er gebeten einer WhatsApp Gruppe beizutreten, in welcher sich 30 Damen befinden, die sich für die Serien Love Island und Der Bachelor bewerben wollen.

    Hier erhofft man sich Insider-Tipps und vor allem Kontakte. Es melden sich auch eigentlich gescheiterte Prominente, die einen erneuten Durchbruch anstreben oder auch Schlagersänger vom Ballermann, die schlichtweg keine Einnahmen mehr haben. Auf diese Projekte hat David Rölleke aber keine Lust, da es sich hier um kurzfristige Aufträge handeln würde.

    Für eine bundesweite Bekanntheit benötigt man, wenn man nicht mit Skandalen startet mindestens 12 Monate und natürlich ein ordentliches Budget, sonst wird das nichts. Dazu sind die meisten aber entweder nicht gewillt oder in der Lage.

    David Rölleke hat hier 5 Erfolgsgeheimnisse entdeckt, welche er als Gastbeitrag oder Ratgeber anbietet.

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  • Ein Fest für Fruchtgummi-Fans der Jahrhundert-Mix von Haribo
    Jahrhundert-Mix von Haribo
    Haribo - 20 Reichsmark Honorar für Werbelied

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, erzählt uns die Geschichte eines Werbeliedes.

    Lieber Herr Böhmer,

    im Jahr 1935, als Adolf Hitler seine Macht ausweitete und der Physiker Erwin Schrödinger eine Katze in den gleichzeitigen Zustand von Leben und Tod versetzte, damals, vor 85 Jahren, entstand das Werbelied "Haribo macht Kinder froh". Der Texter erhielt dafür 20 Reichsmark Honorar.

    1962, in dem Jahr, als die Kubakrise fast in einen atomaren Weltkrieg gemündet wäre und Marilyn Monroe starb, erweiterte die damals 42 Jahre alte Fruchtgummifabrik ihr Lied "Haribo macht Kinder froh" um den Zusatz "und Erwachsene ebenso".

    Und heute?

    Heute vor 231 Jahren stürmten Citoyens das verhasste Pariser Gefängnis namens Bastille und starteten damit die Französische Revolution. Aber das nur nebenbei.

    Zurück zum Fruchtgummi: Haribo ist hundert Jahre alt. Praktisch alle kennen die Marke und ihre Melodie. Zur Feier des Tages wird aber der Text modifiziert . Den limitierten "Jahrhundert-Mix" mit alten Bekannten wie dem Goldbären, den Balla Stixx und dem Kokoskonfekt untermalt akustisch der neue Reim "Haribo macht alle froh – seit hundert Jahren ist das so".

    "Der Jahrhundert-Mix ist für uns ein echtes Herzensprojekt", so Marcin Piaseczny, Leiter Marketing Haribo Deutschland. "In jedem dieser Aktionsbeutel steckt eine Auswahl der beliebtesten Haribo-Produkte aus den letzten 100 Jahren Produktgeschichte und damit die Essenz unseres bis heute erfolgreich wachsenden Familienunternehmens."

    Geschichte kann so interessant sein. Und Werbelieder so verdammt eingängig.

    Einen schönen Abend noch wünscht

    Rolf Schröter

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  • Nicht alle haben Grund zu feiern
    Amazon macht in Frankreich dicht und Haribo feiert Geburtstag

    Erst einmal eine schöne Nachricht. Haribo feiert Geburtstag - Zur Feier des Tages gibt es für das limitierte Produkt, das die acht beliebtesten Sorten der letzten 100 Jahre enthält, auch einen eigenen Slogan: "Haribo macht alle froh, seit 100 Jahren ist das so."

    Nach einem Gerichtsurteil setzt Amazon den Betrieb seiner Verteilzentren in Frankreich vorläufig aus. Das teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Ein Gericht in Nanterre bei Paris hatte dem Online-Händler zuvor auferlegt, sich auf eine Auswahl wichtiger Artikel zu beschränken.

    Wie lange die Aussetzung laufen soll, wurde explizit nicht mitgeteilt. "Diese Woche werden wir die Mitarbeiter unserer Verteilzentren bitten, zuhause zu bleiben", schrieb das Unternehmen.

    Ob es dabei bleibt, ist nach jüngsten Entwicklungen fraglich. Denn es sei offen, wann die Verteilzentren wieder öffnen werden. Er könne dafür aktuell keinen Termin nennen, sagte Amazons Frankreich-Chef Frederic Duval.

    Und es kommt noch dicker für Amazon. Eine EU-Verordnung soll Händler vor Amazon & Co. beschützen. Die nun in Kraft getretene Platform-to-Business-Verordnung der EU soll kleine Händler vor einer zu großen Abhängigkeit von Amazon, Ebay & Co. beschützen. Und die Transparenz im E-Commerce erhöhen.

    Und hier noch eine Personalie:

    Wie das Handelsblatt berichtet, muss der frühere BMW-Manager Christian Senger seinen Posten als VW-Markenvorstand Digital und als Software-Chef räumen, da es intern Diskrepanzen zwischen ihm und "einigen Fraktionen" gegeben haben soll.  Wie es mit Senger im Konzern weitergeht, ist vorläufig unklar. Volkswagen lehnte eine Stellungnahme ab. Tatsache ist, bei VW geht es richtig rund.

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • A.R. Penck und Frank Breidenbruch
    3Beiner gut, 2Beiner schlecht
    Die Zukunft - Innehalten, Rückbesinnung, Kooperation

    Metamorphosen des Lebens – 3Beiner gut – 2Beiner schlecht. Düsseldorfer Galerie "The Box" präsentiert: A.R. Penck/Frank Breidenbruch.

    Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Welche Veränderungen ergeben sich aus der Corona-Krise? Ist dies das Ende oder der Anfang – und wenn ja, von was?

    Die Ausstellung "3Beiner gut, 2Beiner schlecht" von A.R. Penck und Frank Breidenbruch präsentiert von der Galerie "The Box" an der Duisburger Straße 97 in Düsseldorf, gibt uns jetzt einen deutlichen Hinweis, worauf es in Zukunft ankommen wird: Innehalten, Rückbesinnung, Kooperation.

    Im Zentrum der visionären Werkschau stehen vier Installationen - mit Seil zusammengebundene Holzpfähle auf denen Marmoreier postiert wurden. Hölzer und Steine sind Fundstücke aus Flüssen.

    Die ovalen, vom Wasser glattgeschliffenen Steine haben die Künstler bearbeitet, mit Gravuren und Ritzungen versehen. So entstanden vier Steinreliefs als Metapher für die Metamorphosen des Lebens.

    Hierzu korrelieren die ebenfalls ausgestellten Marmorreliefs. Sie zeigen die möglichen Metamorphosen des Menschen: zurück zu den Anfängen. Weitere Arbeiten in Granit, Bronze und Öl komplettieren den ersten Teil der Werkschau.

    "Der Fortschritt liegt im Kooperativen!"

    Diesem Leitspruch folgend hat der bedeutende, 2017 verstorbene Maler, Bildhauer und Free-Jazzmusiker A.R. Penck, immer wieder die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern gesucht.

    Mit dem Bildhauer, Maler und Poeten Frank Breidenbruch tauschte er sich so oft, so intensiv und über einen so langen Zeitraum künstlerisch aus wie mit niemandem sonst.

    In ihrem rund elf Jahre währenden gemeinsamen Wirken schufen die beiden unzählige Arbeiten –  Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen und Installationen.

    Dabei wendeten sie den Blick stets nach innen, begaben sie sich auf die Suche nach den Gemeinsamkeiten der menschlichen Existenz, dem Ursprung unserer Kultur, den kollektiven Archetypen.

    Nichts war geplant oder konzipiert, beide folgten ihrer Intuition, erschufen ihre Kunst aus dem Moment heraus, reagierten spontan auf den Impuls des anderen. So entstanden auch die ausgestellten Kaltnadelradierungen, die die Wände der Galerie schmücken.

    Ursprünglich dem Neo-Expressionismus zugerechnet, galt Penck nach seiner Ausbürgerung 1980 aus der DDR als „Vater der Neuen Wilden“ in West-Deutschland, jener lockeren Künstlerszene, die etwa 1984 auf der Düsseldorfer Ausstellung „Von Hier Aus“ für Furore sorgte – neben Penck zählten u. a. Georg Baselitz, Markus Lüppertz, Jörg Immendorff, Albert und Markus Oehlen dazu. Berühmt wurde er vor allem mit seinem Markenzeichen, den prähistorisch anmutenden "Strichmännchen".

    Auch Frank Breidenbruch arbeitet oft mit einfachen, archaischen, urtypischen Formen. "In übergreifenden Synthesen von Form und Inhalt schafft er Sinnbilder und Sinnfiguren, die in der Gegenwart die Vergangenheit einholen und auf die Zukunft verweisen", so die Literaturwissenschaftlerin und Publizistin Dr. Jutta Höfel.

    Nicht von ungefähr erinnern manche Arbeiten der beiden Künstler an Höhlenmalerei – jene Urform der menschlichen Kunst, kollektiv erschaffen, mit einfachen Materialien und den Werkzeugen, die vorhanden waren.

    Ein weiterer Wahlspruch von A.R. Penck lautete: "Der Mensch muss auch etwas zu staunen haben." Da bietet die Ausstellung in Düsseldorf eine ganze Menge  - als "work in progress" mit regelmäßig wechselnden Exponaten und Schwerpunkten.

    Ergänzt wird die Werkschau durch Filme, Künstlergespräche, Aktionen und Free-Jazzkonzerte mit Künstlerkollegen von Penck und Breidenbruch.

    Die Ausstellung ist noch bis Anfang September 2020 zu sehen.

    3Beiner gut, 2Beiner schlecht

    A.R. Penck/Frank Breidenbruch

    The Box

    Kunstraum/Galerie

    Duisburger Str. 97

    40479 Düsseldorf

    Kurator: Matthias Rücker

    Aufgrund der Corona-Restriktionen ist die Ausstellung nur nach Voranmeldung und unter Einhaltung der zum Zeitpunkt des Besuchs geltenden Vorschriften zugänglich.

    Öffnungszeiten: Mo-Fr: 17-20 Uhr

    Sa und So nach telefonischer Vereinbarung

    Anmeldung unter:

    Tel: 0171 286 2472

    Mail: Kunst@duesseldorf-box.com

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  • Leon Loewentraut begeistert und polarisiert das Publikum und die Medien
    Jung, provokativ & erfolgreich
    Trifft Leon Löwentraut den Nerv der Zeit?

    Der erst 22-jährige Maler Leon Löwentraut hat die Kunstwelt im Sturm erobert und kommt nun nach Riegel am Kaiserstuhl. Ab dem 25. Juli 2020 zeigt die kunsthalle messmer den international gefeierten Künstler Leon Löwentraut in Kooperation mit seinem Hauptgaleristen Dirk Geuer in einer großen Werkschau mit dem Titel „Leon Löwentraut – Jung, provokativ & erfolgreich“.

    Die kunsthalle messmer hat den jungen Künstler eingeladen, die gesamte Fläche des 900 qm betragenden Museumskomplexes zu bespielen.

    Neben zahlreichen großformatigen Gemälden und Skulpturen, werden auch von Hand übermalte Grafiken und erstmalig einige seiner Zeichnungen – meist Kohlekreide auf Büttenpapier – zu sehen sein.

    Auch seine berühmte Serie #Art4GlobalGoals wird in der kunsthalle messmer gezeigt. Mit seinem expressiven Duktus aus kraftvollen Farben und ornamentalen Formenrhythmen, erschafft der Künstler unverwechselbare Werke voller Tiefe und sensueller Ausdruckskraft.

    Der deutsche Maler Leon Löwentraut hat die Kunstwelt im Sturm erobert. Einzelausstellungen u.a. in New York, London, Berlin, Florenz, St. Petersburg, Düsseldorf,  Kopenhagen und Singapur zeugen nicht nur davon, dass sich der 22-jährige Maler in kürzester Zeit auf dem internationalen Kunstmarkt etabliert hat, sondern sind zugleich Beweis seiner Aktualität in der kontemporären Kunstszene.  

    Sein unverwechselbarer, energievoller Stil aus leuchtender Farbigkeit und vibrierenden Formenrhythmen trifft den Nerv der Zeit. Kraftvolle Linien, pastös, mitunter direkt aus der Tube gesetzt, sind Ausdruck seiner Kompromisslosigkeit.

    Repetitive und dynamische Ornamentstrukturen, gepaart mit abstrahiert-expressiven Menschen, Köpfen und Silhouetten gehören dabei zu dem bevorzugten Bildkanon des Wahl-Düsseldorfers.

    Seine formale Bildsprache bezieht sich auf eine verbindende Repräsentanz des eurozentrisch geprägten, kulturellen Bildgedächtnisses. Expressiv und spannungsreich offenbaren Löwentrauts Arbeiten ihre narrativen Qualitäten und geben Einsicht in seinen Blick auf die Welt.

    Die Ausstellung läuft bis zum 20. September 2020. Es ist übrigens das erste Mal, dass Leon Löwentraut ein gesamtes Museum mit seinen Werken bespielt.

    Weitere Informationen zu Leon Löwentraut

    Leon Löwentraut kann trotz seines jungen Alters schon immense Erfolge verzeichnen: Bereits mit 20 Jahren eröffnete er seine erste museale Ausstellung im Osthaus Museum Hagen. Es folgten zahlreiche weitere Museumsausstellungen u.a. im Palazzo Medici Riccardi in Florenz und im Puschkin-Museum in St. Petersburg.

    Der junge, extravagante Künstler begeistert und polarisiert – das Publikum und die Medien. Er wird in Talkshows eingeladen. Der Fernsehsender NTV drehte bereits zweimal eine Kunstdokumentation über den jungen Maler.

    #Art4GlobalGoals

    Auch sozial ist Leon Löwentraut sehr engagiert: Für die Kampagne „#Art4GlobalGoals“ malte Leon Löwentraut mit Unterstützung der UNESCO, der YOU Stiftung und Geuer & Geuer Art insgesamt 17 Unikate.

    Diese Arbeiten werden bis 2030 weltweit für die Bekanntmachung und Unterstützung der nachhaltigen Entwicklungsziele eingesetzt, die die Weltgemeinschaft und die Vereinten Nationen gemeinsam verabschiedet haben.

    Die 17 Ziele (Goals) sollen dazu beitragen, allen Menschen auf unserem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Zu den Zielen gehören u.a.: Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle und Frieden und Gerechtigkeit.

    Die Eröffnungsausstellung zur Bilderreihe der Kampagne #Art4GlobalGoals fand 2018 im UNESCO Headquarter Paris statt. Seitdem war der Bilderzyklus verschiedenen Museen, u.a. im renommierten Puschkin-Museum in St. Petersburg und im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, zu sehen.

    Auch im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit in Berlin wurden die Werke bereits präsentiert. Dort wurde die Bilderschau von Bundesminister Gerd Müller, Schirmherr der Kampagne, feierlich eröffnet. 

    Aus dem Verkauf dieser limitierten Grafikeditionen spenden Leon Löwentraut und die Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer rund € 680.000 u.a. für das Slumgebiet Baraka in Dakar im Senegal. Eine durch die Spenden ermöglichte Schule wurde bereits in diesem Jahr eröffnet.

    Vernissage: Samstag, 25. Juli, 19:00 Uhr mit Leon Löwentraut

    Kunsthalle Messmer

    79359 Riegel am Kaiserstuhl

    Großherzog-Leopold-Platz 1

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  • Das Neusser Unternehmen medisana liefert neue FFP2-Masken aus
    zertifizierte Atemschutzmasken
    Zertifizierter Atemschutz - medisana liefert neue FFP2-Masken aus

    Ob im Supermarkt oder im öffentlichen Nahverkehr – um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, gilt in Deutschland, wie auch in zahlreichen anderen Ländern, weiterhin noch eine Maskenpflicht.

    Auch wenn diese bald aufgehoben wird, empfehlen wir vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, medizinischem Personal und allen anderen "Helden der Krise", die sich täglich einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen, ausschließlich zertifizierte Schutzmasken zu tragen. 

    Da der Markt in verhältnismäßig kurzer Zeit mit hochpreisigen und wenig wirksamen Alltagsmasken überschwemmt wurde, gilt es insbesondere auf Qualitätsmerkmale für Schutzmasken zu achten, wie eine CE-Kennzeichnung samt Prüfnummer (CE 2834), eine gültige EN Bezeichnung, Modellnummer sowie Herstellerangaben.

    Jetzt erhält das Neusser Unternehmen medisana, ausgewiesener Spezialist für Medizinprodukte, eine neue Lieferung medizinisch zertifizierter Atemschutzmasken der Klasse FFP2, CE-zertifiziert (CE 2834) gemäß der  Verordnung (EU) 2016/425 für persönliche Schutzausrüstung) und des anwendbaren Standards EN 149:2001/A1:2009. Die Gültigkeit dieses europäischen Zertifikats beträgt fünf Jahre.

    "Wir als Gesundheitsanbieter sehen es als unsere Pflicht, für die bestmögliche Sicherheit dieser besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe zu sorgen sowie über die Schutzklassen der Masken zu informieren und damit einen wirksamen Beitrag im Kampf gegen das Virus zu leisten.", betont Thomas Hollefeld, Managing Director von medisana.

    FFP-Atemschutzmasken (die Abkürzung FFP steht für "Filtering Face Piece") werden in drei Schutzklassen eingeteilt. Man unterscheidet dabei in FFP1, FFP2 und FFP3.

    Die Masken bestehen aus gehärtetem Papier oder Stoff, sind mehrlagig, beinhalten Filter, sitzen mit geringem Abstand über Mund und Nase, und liegen an den Wangen eng an. Nur Masken der Schutzklassen FFP2 und FFP3 bieten bestmöglichen Schutz vor Infizierung.

    Die FFP2-Masken mit dem Namen RM 100 von medisana besitzen ein effizientes 3-Schicht-Filtersystem, das 95 Prozent aller Partikel in der Luft herausfiltert.

    Sie sind einzeln verpackt, um eine mögliche Verunreinigung vor dem Gebrauch zu verhindern, sowie zum einmaligen Gebrauch bestimmt – erkennbar durch die Angabe der Schutzklasse FFP2 „NR“ bzw. das Symbol einer durchgestrichenen „2“ in einem Kreis auf der Verpackung.

    Sie werden in der Medisana hauseigenen Fabrik Medical Device Branch of Zhangzhou Easepal des Mutterkonzerns hergestellt, welcher offiziell als Medizinproduktehersteller nach ISO 13485 zertifiziert ist.

    Zu fairen Preisen beliefert werden sowohl öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kliniken und Altenheime sowie der Fachhandel, um die Masken auch für Endverbraucher zur Verfügung zu stellen.

    Die medisana FFP2 Atemschutzmasken RM 100 sind ab sofort online und im Fachhandel erhältlich.

    medisana zählt zu den führenden Spezialisten im Home Health Care-Markt. Seit über 35 Jahren setzt sich das deutsche Unternehmen mit der Devise "Deine Gesundheit in guten Händen" für die Gesundheit der Menschen ein.

    Dabei ist medisana Vorreiter beim Trend des mobilen Gesundheitsmanagements und liefert zukunftsorientierte Produkte für den modernen Alltag in einer zunehmend vernetzten Welt.

    Im Bereich Massage ist das Unternehmen aus Neuss deutscher Marktführer. medisana entwickelt, vermarktet und verkauft weltweit Produkte der Kategorien Mobile Gesundheit, Gesundheitskontrolle, Wellness, Sport, Körperpflege, Therapie und Gesundes Zuhause für gesundheitsbewusste Verbraucher.

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