hamburger-retina

Aktuelles aus Medien, Kulturpolitik und Marketing

Aktuelles - Reden ist Silber

  • Herbert Seckler mit Michaela Boland die fuer die Freunde der Kuenste eigens nach Duesseldorf gekommen war um ueber die Eroeffnung der Sansibar by Breuninger zu berichten
Herbert Seckler war der einzige der Verantwortlichen mit viel Herzlichkeit am Eroeffunungstag der Sansibar
H. Seckler (sitzend) mit J. C. Rettig, G. Rothacker und A. Greven vom Sansibar-Team in Duesseldorf 
v.l.n.r. Daniel Ohr, Herbert Seckler, Willy Oergel 
In dem Resaurant an der Koe gibt es auch gemuetliche Ecken 
Es wurde viel über die umfassende Weinkarte gesprochen
Willy Oergel, Vorsitzender der Unternehmensleitung Breuninger erklaerte noch mal das einzigartige Konzept von Sansibar by Breuninger 
Die Geschaeftsleitung von Breuninger und Herbert Seckler
Herbert Seckler beantwortete die Fragen unserer Redakteurin in aller Ruhe, die beiden haben sich sofort verstanden
Das Personal von Herbert Seckler ist so freundlich wie der Chef
Die Gaeste haben sich bei der Eroeffnung der Sansibar by Breuninger recht wohl gefuehlt
    Journalisten abgefüttert und vor die Tür gesetzt?
    Sind Sie eingeladen? Vollzug eines Journalisten Events in der „Sansibar by Breuninger“

    Diese Geschichte aus dem Oktober 2013 haben wir noch einmal hervorgeholt. Es zeigt die Schattenseiten des Journalismus. Düsseldorf - Wiesbaden- Stuttgart. "Man soll immer der bleiben, der man ist", erklärt mir der Mann, der sich an diesem Abend als einziger der Verantwortlichen mit viel Herzlichkeit Zeit nimmt und meine Fragen in aller Ruhe beantwortet.

    Die Rede ist von Herbert Seckler, Gründer des Sylter Szene-Kult-Restaurants `Sansibar`, Gault-Millau-ernannter Restaurateur des Jahres 2009 und sympathischer Schwabe. Seinen Dialekt hat der 60-Jährige seinem Grundsatz entsprechend beibehalten.

    Und so kommt es denn auch, dass dem gebürtigen Aalener die Sympathien nur so zufliegen als er mit ein wenig Verspätung anläßlich des "exklusiven Presse-Previews" zum Opening des Restaurants "Sansibar by Breuninger" im Düsseldorfer Kö-Bogen erscheint und in lässigen Jeans, weißem Hemd und Sakko zwischen den übrigen Anzugträgern eine Bodenständigkeit verkörpert, die begeistert. Doch zum Anfang des Abends:

    Herbert Seckler ein Mann mit viel Herzlichkeit

    Auf Einladung der Unternehmenskommunikation des urschwäbischen Warenhauses Breuninger aus Stuttgart, welches noch einen Abend zuvor die Eröffnung seiner neuen Dependance in Düsseldorf mit riesigem Staraufgebot, darunter waren Brooke Shields, Irina Shayk, Stararchitekt Daniel Libeskind Barbara Becker, Bettina Zimmermann, Katja Flint, Thomas Rath, Annica Hansen, Sonja Kraus, Gudrun Landgrebe, Rolf Bauer, Magdalena Brzeska und Sönke Wortmann und insgesamt 800 geladenen Gästen feierte, mache ich mich auf den Weg zum neuen imposanten Kö-Bogen des Architekten Daniel Libeskind.

    Auf dem Programm: Die Sansibar-Einweihung im Breuninger-Kaufhaus mit 150 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

    Der Abend für Journalisten war alles andere als erfreulich

    Medienvertreter sollen im Anschluss an ein Pressegespräch zum offiziellen Preview-Event im exklusiven Kreis mit gemeinsamem "Tasting" der Sansibar-Köstlichkeiten die einmalige Gelegenheit erhalten, schon einen Abend vor der offiziellen Eröffnung das Sylt-Feeling an der Königsallee zu erleben.

    Erst in einer gesonderten Hinweis-Mail zum Ablauf wird klar, dass der Abend für uns Journalisten nach einer knappen Stunde enden soll und wir somit leider nicht mehr aus erster Hand erfahren, welche 150 geladenen Gäste der "Restaurant-Taufe" beiwohnen. Doch dazu später.

    Von jungem Security-Personal im Auge behalten

    Dass es in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt in der Regel ein wenig schicker zugeht, ist bekannt, daher versuche ich, dies beim Pressetermin zu beherzigen.

    Am Gebäude gibt es mehrere Eingänge, aufmerksam von jungem Security-Personal im Auge behalten, denn schließlich durfte ab 15.00 Uhr nachmittags erstmals auch zahlendes Publikum die Räumlichkeiten des selbst erklärten Fashion- und Lifestyleunternehmens, Breuninger, unter die Lupe nehmen.

    Um der temporären Orientierungslosigkeit ein Ende zu bereiten und vor allem, um nicht zu spät zum Sansibar-Opening zu kommen, nachdem schriftlich um Pünktlichkeit gebeten wurde, frage ich einen Sicherheits-Herrn höflich nach dem Weg.

    "Sind sie eingeladen", will er wissen, nachdem er mich taxiert und offenbar erst von meinem "ja" abhängig macht, ob er überhaupt antwortet. Er schickt mich einige Meter weiter um das Gebäude herum, zu Kollegen, die vor einem anderen Eingang stehen.

    Sind Sie eingeladen?

    Dort angekommen, erkundige ich mich erneut nach dem Weg und wieder werde ich zuerst inspiziert und gefragt, ob ich eingeladen sei, bevor man mir auf mein Anliegen antwortet.

    So langsam kommen mir Zweifel ob meines Erscheinungsbildes und ich frage mich insgeheim, ob man hier meinem Habitus wohl auf geheimnisvolle Weise entnimmt, dass ich in der historisch bedingten "Feindesstadt", Köln, studiert habe, oder ob ich gar den Eindruck einer ausgebufften Profi-Schnorrerin erwecke, welche von der Sansibar-Eröffnung gehört und es sich zur Mission gemacht haben könnte, am heutigen Abend heimlich kulinarische Luxus-Häppchen abzuräumen?

    Ich bin irritiert, gehe jedoch tapfer weiter zum nächsten Security-Mitarbeiter, zu welchem man mich gesandt hatte, mittlerweile aber immerhin schon einmal im Innenbereich des großen Gebäudes angelangt und sage zu dem jungen Mann: "Verzeihung, ich suche die Sansibar by Breuninger und ja, ich bin eingeladen. Würden Sie mir freundlicherweise die Richtung weisen?"

    Er bittet mich höflich, die Rolltreppe in den ersten Stock zu nehmen und erklärt, dass sich die Location sogleich gegenüber jener Treppe befinde.

    So rolle ich denn in die nächst höhere Etage hinauf und erhalte dabei einen ausgiebigen Blick über sämtliche erlesene Luxusartikel des Erdgeschosses, in welchem es derzeit, zugegebenermaßen, einfach wundervoll riecht. Zahlreiche edle Duftstoffe erfüllen den Raum und machen gute Laune.

    Oben angekommen, erblicke ich den großzügigen, augenblicklich noch geschlossenen Eingangsbereich meines Ziels. Davor steht eine attraktive Dame an einem Counter.

    Erleichtert stelle ich mich ihr vor und sie fragt mich glücklicherweise keineswegs misstrauisch, ob ich eingeladen sei, sondern begrüßt mich freundlich lächelnd und teilt mir dann mit, dass man sich über mein Erscheinen freue, aber, für mich einen anderen Eingang "gewählt" habe.

    "Hintereingang? Lieferanteneingang?", schießt es mir durch den Kopf. Doch die Dame schickt mich auf den Weg um die nächste Ecke, dort sei ich bereits aufgelistet.

    Ich tue wie mir aufgetragen und lande: vor den Toiletten. Eine junge Security-Mitarbeiterin kann mir leider auch nicht weiterhelfen, doch verweist mich an ihren Kollegen, der gerade auftaucht.

    Er geleitet mich durch einen Gang und schon wieder um eine Ecke bis ich vor der verschlossenen Glastür stehe, die einen kleinen Blick ins Innere der nagelneuen Sansibar gewährt, und hinter der sich zwei PR-Mitarbeiterinnen, noch eifrig beschäftigt, befinden.

    Ich klopfe an, stelle mich erneut vor als eine der Damen öffnet, sich als Textschwester Lena Wanders entpuppt und bekomme gesagt, dass ich mich wieder zurück in den Bereich der Verkaufsräume begeben möge.

    Dort befänden sich auch die anderen Journalisten, denn man sei noch nicht ganz fertig. Es dauert ein paar Minuten bis uns ein groß gewachsener junger Mann im roten Jacket begrüßt. Christian Witt, studierter Politologe und Breuninger-Unternehmenssprecher seit erstem Juni 2011.

    Essen und Trinken umgeben von einer exklusiven Markenwelt

    Dann geht es los: Wir dürfen die neuen Räumlichkeiten erstmals betreten, nachdem wir zügig von einer PR-Kollegin auf deren Liste abgehakt und flink mit einer Pressemappe versorgt worden sind. Eindruck:

    Die 140 Sitzgelegenheiten auf großzügiger Ebene sind schick und schön, für Düsseldorfer Verhältnisse zwar nicht außergewöhnlich, aber gemütlich und eine Atmosphäre verbreitend, die unbedingt zum Wohlfühlen einlädt.

    Ein Designer-Restaurant, wie es in Düsseldorf bereits zahlreiche gibt, ist laut Breuninger-Chef Willy Oergel auch nicht beabsichtigt. Die Idee, die hinter Breuninger Düsseldorf stehe, sei, viele besondere Dinge zu machen. Hierher also soll künftig das sogenannte Sylt-Feeling bei ausgewählten Sansibar-Speisen transportiert werden.

    Was dabei freilich schmerzlich fehlen dürfte, ist wohl die Brise und auch die Dünen, deren Entbehren ein Blick in den angrenzenden Düsseldorfer Hofgarten sicherlich kaum wett machen kann. Das findet auch Sansibar-Erfinder Seckler.

    Der stellt sich als Herbert vor, der von der Insel Sylt komme und eigentlich dort sehr glücklich sei. Die letzten Monate bezeichnet er als die redeintensivste Zeit, die er in den vergangenen Jahren erlebt habe. Jeder habe ihn gefragt, was er in Düsseldorf wolle und er habe sich viele Gedanken darüber gemacht.

      "Man kann Sansibar nicht transportieren", sagt der Original-Restaurant-Chef. Weder mit dem Sylt-Flair, noch der Atmosphäre oder der Magie dieser Insel ließe sich derartiges bewerkstelligen.

    Jedoch könne man womöglich versuchen, über die Produkte, die sie über Jahrzehnte gesammelt hätten und von denen sie meinten, dass es besondere Sachen seien, den Menschen, wenngleich auch nur Sekundenweise, das Gefühl der Freiheit und des wundervollen Sylts zu vermitteln.

    Zwar würden die Leute in Düsseldorf arbeiten, während die Menschen, wenn sie auf Sylt seien, in der Regel Urlaub hätten, was schon einen großen Unterschied darstelle.

    Wenn jedoch durch einen typischen Sansibar-Geschmack vielleicht ein bisschen der Insel-Magie herüberkommen würde, sei sein Ziel bereits erreicht. Dennoch wird wohl auch ein gewisser Druck auf den Mitarbeitern in Düsseldorf lasten.

    Die Sylter Sansibar sei, so  Herbert Seckler, in der glücklichen Lage, immer voll und ausgebucht zu sein. Diesem Umstand müssten natürlich auch die Mitarbeiter in der NRW-Landeshauptstadt gerecht werden. Doch der Star sei das Produkt.

    Die Kunst sei, gut einzukaufen und das mache Breuninger. Schließlich gäbe es in diesem Kaufhaus ausschließlich Spitzenprodukte. "Wenn wir es schaffen, mit dem Gedankengut, auch weiterhin die besten Produkte dessen einzukaufen, was es im Moment gibt, dann kann eigentlich in so einer schönen Umgebung gar nichts schief gehen", schließt der Sylter Sansibar-Chef.

    Das Besondere am Düsseldorfer Konzept besteht wohl auch darin, dass es sich nicht um eine Franchise-Variante, sondern um ein ganz eigenes Modell handelt.

    So berichtet Daniel Ohr, Mitglied der Unternehmensleitung und zuständig für den Gastro-Bereich bei Breuninger, dass ein Teil der Karte, die sogenannten Sansibar-Klassiker, herausgesucht und gemeinsam entwickelt wurden.

    Die gleichen Grundprodukte, wie Fleisch und natürlich Fisch, der täglich frisch von Sylt nach Düsseldorf geliefert werde, sollen für das Aufgehen des Düsseldorfer Konzepts sorgen. Dort, wo man allerdings sinnvollerweise regionale Produkte kaufe, wie beispielsweise Kartoffeln, werde dies auch geschehen.

    Auch sei die gesamte Service-Crew  für einige Zeit nach Sylt gebracht worden, um ihnen dort sowohl das Sansibar- als auch das Syltgefühl zu vermitteln und um mit ihnen vor Ort zu kochen.

    Was dabei unter anderem herausgekommen ist, können die geladenen Medienvertreter sodann kosten. Die Fingerfood-Portionen des Sashimi vom Thunfisch mit Kapern und Limonendressing sowie frische Austern stoßen bei vielen Journalisten auf große Begeisterung.

    Breuninger-Chef Willy Oergel hatte zuvor die Currywurst angepriesen, die er bei Flügen mit der Air-Berlin regelmäßig verspeise. Leider wird diese, die mit Pommes und Sansibar`s Currysauce auf der hauseigenen Karte für 12,- Euro offeriert wird, während des Medien-Tastings nicht verkostet.

    Von Herbert Seckler möchte ich unbedingt erfahren, was seine schwäbischen Landsleute eigentlich dazu sagen, dass die erste und bisher einzige Sansibar-Dependance im Rheinland und nicht im Schwabenland, wie möglicherweise im Breuninger-Haus am Standort Stuttgarter Marktplatz startet.

    "Ja, das hat mich geschafft" Das macht mich auch fertig"

    "Ja, das hat mich geschafft", antwortet der Wahl-Insulaner. "Das macht mich auch fertig, dass wir nicht in Stuttgart sind, aber Düsseldorf ist eines der Haupteinzugsgebiete der Insel. In Düsseldorf sind auch fröhliche Menschen, wenn ich nur an den Oberbürgermeister denke", ergänzt der sympathische Geschäftsmann noch, bevor es allmählich zum letzten Programmpunkt kommt.

    Journalisten Abgefüttert und vor die Tür gesetzt?

    Dass die PR-Veranstalter des Abends es mit dem Vollzug des Journalisten-Events augenscheinlich insgesamt ein wenig eilig haben, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die 150 geladenen Gäste, zu denen wir Journalisten nicht gehören, in Kürze Einzug halten sollen.

    Zunächst nutzt Breuninger-Kommunikationschef Witt, der das Event auch moderiert, eine Bemerkung Secklers hastig als "wundervolle Überleitung" zum Tasting, was er uns keineswegs vorenthalten möchte, weil wir nach einer knappen Viertelstunde offizieller Statements und einigen Fragen "noch 20 Minuten haben".

    No net hudle!

    So kommt es wohl auch, dass eine andere PR-Kollegin mich kurze Zeit später verfolgt und höflich aber bestimmt mit dem Hinweis versieht, dass jetzt möglichst alle Journalisten beisammen bleiben und sich so langsam zum Ausgang begeben sollten, als ich mich in den hinteren Bereich des Restaurants bewege, um eine gemütliche Sitzecke mit ausgefallener Lampendekoration über dem Tisch abzulichten.

    Eine nette Art des Hinauskomplimentierens. Wie schön, dass sich Sylt-Sansibar-Boss Seckler davon kaum aus der Ruhe bringen lässt.

    Entspannt steht der gelernte Koch nämlich noch immer Fragen Rede und Antwort, lässt sich bereitwillig in gewünschten Positionen fotografieren und beweist, dass ein Schwabe, selbst, wenn er schon seit 1974 auf Sylt lebt, einen schwäbischen Grundsatz verinnerlicht hat, nämlich: No net hudle!

    Michaela Boland ist Journalistin und TV-Moderatorin. Bekannt wurde sie als Gastgeberin der Sommer-Unterhaltungsshow „HOLLYMÜND“ des Westdeutschen Rundfunks Köln. Seit 1988 schrieb sie für die Rheinische Post, unterschiedliche Publikationen der WAZ-Gruppe Essen, Bayer direkt und Kommunalpolitische Blätter.

    Außerdem präsentierte sie die ARD-Vorabendshow „STUDIO EINS“ und arbeitete als On-Reporterin für das Regionalmagazin „Guten Abend RTL“. Auf 3-Sat, dem internationalen Kulturprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG, moderierte sie die Kulturtalkshow „Doppelkopf“, sowie für TV NRW, die Casino

    Show „Casinolife“ aus Dortmund-Hohensyburg. Michaela Boland arbeitet auch als Veranstaltungsmoderatorin und Synchron- sowie Hörspielsprecherin.

    Für die Gesellschaft Freunde der Künste, GFDK moderiert sie den Kaiserswerther Kunstpreis sowie alle grossen Kulturveranstaltungen der Gesellschaft.

    Seit Mitte 2009 ist sie verantwortlich für die Ressorts:

    Exklusivinterview und Porträt des Monats

    © Michaela Boland und Gesellschaft Freunde der Künste

    Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

     

    mehr
  • Ein kleiner literarischer Reisebericht aus Marokko mit Buchempfehlung von Soenke C. Weiss
    Meine Marokko-Erfahrung
    Tee in Tanger - eine persönliche Reiseempfehlung von Sönke C. Weiss

    Marokko ist ein junges Land. Die unter 25-Jährigen machen mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus. Es sind die jungen Frauen und Männer, mitten im träumerischen Gemurmel Tangers, die mich immer wieder faszinieren.

    Sie, die zwischen Tradition und Moderne zerrissen, von Arbeitslosigkeit bedroht, vielfach ohne Zukunftsaussichten sind, von denen viele ihr Land trotzdem lieben. Sie bedürfen, nein, sie verdienen Ermutigung und Zuspruch.

    Meine Marokko-Erfahrung beginnt aber nicht in einer schummrigen Bar in Tangers Vergnügungsviertel, in Casablanca, einer Stadt, die kulturell immer unter Strom steht, in Marrakesch, wo - was für eine Sünde - historische Parkanlagen unter Zement begraben werden oder in Fes, die große Unbetretene, die strengste, die verbotenste aller marokkanischer Städte, nein.

    Sondern bei den Beat-Dichter, die Marokko, insbesondere Tanger, für sich in den Fünfziger - und Sechzigerjahren entdeckt haben. Als Muse.

    Jack Kerouac und William S. Burroughs und Allen Ginsberg.

    „Lebe, reise, gesegnetes Abenteuer, und bereue nichts“, schreibt Kerouac 1957, als sie, eine Bande in sich verschworener Dichter ihren ersten Sommer in Tanger verbringen. Auf der Suche nach einem neuen Menschentypus.

    Auf der Suche nach einer neuen Herangehensweise in der Literatur. Auf der Suche nach einem neuen Leben. Wie die jungen Marokkaner heute auf der Suche sind. Nach einer sich lohnenden Zukunft.

    Wer mehr über das wahre Leben Tangers erfahren will, sollte hier beginnen: In der Rue Magellan, zwei Querstraßen von den den Boulevards mit den französischen Restaurants und Luxushotels entfernt.

    Ich meine das Hotel El-Muniria an der steilen Straße, wo schon die Beat-Autoren ihr Quartier bezogen, wenn sie, von wilden Träumen getrieben, mal wieder in der unwirklichen Stadt zwischen Mittelmeer und Atlantik, Meer und Wüste nach Erfüllung jeder Art suchten.

    Die rohe Literatur, sie wird noch heute in Tanger geschrieben, selbst wenn die Stadt oft glatt wirkt: viel spiegelndes Glas, Beton, dazwischen konzentriertes Wirtschaftsleben.

    Doch ist die Hafenstadt vor wenigen Jahrzehnten Anker für eine Generation junger Autoren gewesen. Viele junge Marokkaner kennen ihre Namen nicht, was sie heute noch bedeuten, diese literarischen Musketiere, die hier ihr Exil suchten, weil Amerika sie so einengte, so wie viele Marokkaner heute ihr Exil anderswo suchen, weil ihre Story anderswo spielen soll.

    So frage ich mich immer wieder, wenn ich meinen Tee in Tanger trinke, kommt sich diese junge Generation Marokkaner betrogen vor, so wie sich schon die Beatniks betrogen vorkamen, weil der Arabische Frühling genauso platze wie die verlogene 50er-Jahre-Aufbruch-Stimmung in den USA, die in Wahrheit nur geprägt war von Kulturfeindlichkeit und Antikommunismus?

    Nichtsdestotrotz: „Heben Sie Ihre gesamten Ersparnisse ab und sagen Sie Ihren Freunden Lebewohl, denn es ist gut möglich, dass Sie sie nie wiedersehen,“ schrieb Truman Capote nach seinem ersten Marokko-Erlebnis. Ich kann ihm nur zustimmen.

    Ob Tanger oder welche Stadt auch immer, wer sich dem Land öffnet, taucht ab in eine Welt, in der sich niemand auf irgendwas festlegen will. Lassen Sie sich für Ihren nächsten oder ersten Marokko-Aufenthalt, die Jahreszeit spielt dabei wirklich keine Rolle, von folgenden Büchern inspirieren:

    Marokko fürs Handgepäck, Unionsverlag, 13,95 Euro. Coole Geschichten und Berichte.

    Der kleine Marokko Verführer, Bruckmann, 14,99 Euro. Schöne Bilder und charmante Anekdoten.

    Marokko, BaedekerSmart, 15,95 Euro. Ein frisches Marokko auf ganz entspannte und entschleunigte Art.

    Marokko, Dumont Reise-Handbuch, 24,99 Euro. Entdeckungsreisen zwischen Kasbahs und Moscheen. Ein wahres Muß für jeden Reisenden, weil nicht aufdringlich nur eben hilfreich.

    Das Marokko Buch, Kunth, 29,95 Euro. Sensationelle Foto-Highlights eines faszinierenden Landes im Buch-Großformat. Ein wunderbare Geschenk. Nicht nur zu Weihnachten.

    beat

    Slang für „besiegt“, „müde“ und „heruntergekommen“ - bedeutet aber auch: „euphorisch“ (upbeat), „seligmachend“ (beatific) und in der Sprache der Musik „im Rhythmus sein (being on the beat).

    Flughäfen in Marokko

    Marrakesch - Menara (RAK, Marokko)
    Agadir (AGA, Marokko)
    Nador (NDR, Marokko)
    Casablanca (CMN, Marokko)
    Fes (FEZ, Marokko) ...
    Tanger - Boukhalef (TNG, Marokko)
    Rabat - Sale (RBA, Marokko)
    Oujda (OUD, Marokko)

    Marokko ist seit 1956 unabhängig und gemäß Verfassung von 1992 eine konstitutionelle Monarchie. Die bedeutendsten Städte des nordafrikanischen Landes sind Casablanca, die Hauptstadt Rabat, Fès, Marrakesch, Agadir, Tanger und Meknès.

    Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

    GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

    Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

    Freunde der Künste,
    das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

     

    mehr
  • Tiefe einblicke, MICHAELA BOLAND TRIFFT INGRID STEEGER
    MICHAELA BOLAND TRIFFT INGRID STEEGER
    Ingrid Steeger, Michael Pfleghar hat es "rausgeprügelt" aber ich habe wieder mal gehorcht

    Das Große Exklusivinterview für freundederkuenste.de - MICHAELA BOLAND TRIFFT INGRID STEEGER

    Michaela Boland:

    Kommen wir nocheinmal auf Klimbim zurück. Sie sagten gerade, es sei für sie die härteste Arbeit ihres Lebens gewesen. Inwieweit hatte das mit dem Regisseur Michael Pfleghar zu tun?

    Ingrid Steeger:

    Ja, es war sehr schwierig. Und auch hier kommt wieder hinzu, dass wir miteinander liiert waren und dass ich ihm dann gehört habe, beruflich wie privat. Das war für mich zum damaligen Zeitpunkt durchaus in Ordnung. Im Nachhinein sieht man vieles anders.

    Im Hinblick auf meine Jugend sagen die Leute ja auch, "deine Jugend war ja schrecklich", aber in meiner Jugend fand ich meine Jugend in Ordnung. Mit dreißig vierzig Jahren dann nicht mehr.

    Aber, das ist auch vielleicht etwas, das man überlebt, wenn man es in dem Moment so sieht. Aber Klimbim war eben deshalb so schwierig, weil ich vor der Kamera nicht so agieren konnte, wie ich es gerne getan hätte.

    Oder der  Pfleghar hat es auch einfach nur nicht so gesehen und er hat es natürlich, ich sage immer "rausgeprügelt" in Anführungsstrichen. Ich wußte nicht, dass ich komisch sein würde und er hat es mit Gewalt herausgeholt und ich habe gehorcht.

    Also ich habe wieder mal gehorcht. Wie immer im Leben, habe ich auch ihm gehorcht. Und das war ja offensichtlich richtig so. Es hat nicht unbedingt Spaß gemacht, aber es kam etwas dabei heraus. Und das durfte das Publikum ja nun auch nicht merken.

    Das war wichtig. Wenn wir das jetzt zusammen durchgehen würden, könnte ich ihnen jede Szene nennen, bei der ich geheult habe. Auch beim Schneemann. Das war nicht im Studio, sondern das war wirklich draußen im Schnee.

    Und das im Abendkleid. Und das mußten wir zehn bis zwanzig mal drehen und da bin ich fast erforen und bin seiner Meinung nach immer falsch um den Schneemann herumgelaufen. Das war dann auch nicht komisch.

    Das ganze Exklusivinterview für freundederkuenste.de lesen sie hier:

    mehr

Aktuelles - Exklusiv Interviews

  • Gottfried Boehmer und Anna Vilents 2003 vor der Ausstellung mit den Promi-Motiven
Stefan Raab wurde auch von Anna Vilents aufs Korn genommen
    Die Rote Anna malt Böse Bilder
    Bitter süße Bilder von Anna Vilents - die omnipräsente Medien-Prominenz der "STARS"

    Lange, sehr lange ist das her. Ein Rückblick in das Jahr 2003. Was wären die „Stars" ohne RTL, VOX, Pro 7, Bild, Bunte oder Gala?

    von Peter Hauptvogel

    Die 22-jährige Ukrainerin Anna Vilents hat die omnipräsente Medien-Prominenz unserer Zeit mit Pinsel und Acrylfarbe aufs Korn genommen und in bitter süßen Bildern porträtiert. Sie wollte nur eins: Malerin werden.

    Die rothaarige Malerin, die 1993 mit ihren Eltern „als Kontigent-Flüchtling" aus der Ukraine an den Rhein kam, weiß genau wie man Publicity macht. Und ihr Mentor Gottfried Böhmer von Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin weiß das auch. Wohl deshalb wirkten beide auf der Vernissage auch so vergnügt.

    Doch Anna ist mehr als ein kleines Schlitzohr, sie ist eine begnadete Künstlerin. Die jüngste Meisterschülerin der alterehrwürdigen Düsseldorfer Kunstakademie. Immerhin einer Institution, die 17 von 100 Namen für die aktuelle Weltrangliste der bildenden Künstler dieser Welt liefert.

    18 Jahre alt war Anna als sie angenommen wurde. Sie sprach kaum ein Wort deutsch und besaß kein Abitur. Aber bei der Begabtenprüfung überzeugte sie, wurde sie Meisterschülerin von Prof. A. R. Penck. Dass allein ist schon ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Fachleute schätzen vor allem ihre raffinierte Tropftechnik.

    Anders als deren berühmter Erfinder Jackson Pollock bleibt sie jedoch im figürlichen, wenn sie Tierkörper mit Menschenköpfen malt, und dabei Übergänge findet, die ins Mystische reichen. Gut und gerne 4.000 € muss man heute schon für ein Vilents-Bild auf ein Tisch blättern.

    Am Ende der jetzt laufenden PR-Show mit den Promi-Motiven wird der Preis gewiss noch gestiegen sein, man darf ihr das gönnen. Allein schon die Zielstrebigkeit mit der sie ihre Künstler- Karriere verfolgte, verdient Anerkennung. Konsequent lehnte sie jeden anderen Berufsvorschlag von Eltern und Lehrern ab, wollte Malerin werden - und wurde es.

    Air Berlin Magazin Ausgabe 2/2003

    Claudia Schiffer, Boris und Barbara Becker, Verona Feldbusch, Thomas Gottschalk, Ariane Sommer - alle sind sie da. Unsere Medien-Stars im Format 100 x 90 cm. Anna Vilents, in diesem Semester die jüngste Meisterschülerin (Prof. A. R. Penck) an der Düsseldorfer Kunstakademie, porträtiert die „Stars" aus Film und Fernsehen wie die Fürsten, Mönche und Madonnen der Renaissance-Zeit.

    Jedoch mit streng kritischem Blick. Auf den 13 „Star-Porträts" wird mit diesen streng ins Gericht gegangen: Dieter Bohlen als Florentiner in der Hand seinen Bestseller als Bibel. Nina Hagen wird als kleines Mädchen dargestellt. Barbara Becker als leidende Heilige.

    Anna Vilentsist jedoch keine Zeitgeist-Reporterin, ihr Scharfblick gilt verschiedenen gesellschaftlichen Phänomenen mit einem Schuss Ironie. Ausstellung: Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin.

    Messemagazin Ausgabe 1/2003

    mehr
  • Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie, nach Oel sagt Madeleine Alizadeh alias Dariadaria im Interview
    die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin
    Madeleine Alizadeh von Dariadaria.com - Der ökologische Fußabdruck der Textilindustrie

    Jedes  Jahr  werden  100  Milliarden  Kleidungsstücke  hergestellt. Umweltauswirkungen  entstehen  über  den gesamten  Lebensweg eines  Textils: von  der Rohstoffgewinnung und der Herstellung von Fasern über die Textilproduktion, den Gebrauch bis hin zur Entsorgung. In kaum einer anderen Branche wird so viel Wasser benötigt  wie in  der  Bekleidungsindustrie. 

    So werden um ein Kilo Stoff  zu produzieren bis zu 100 Liter verbraucht. Das meiste Wasser, das die Menschen  verbrauchen, bekommen sie jedoch gar  nicht  zu Gesicht. Die Wassermengen, die in einem Produkt oder einer  Dienstleistungenthalten sind und zur Herstellung  verwendet werden, nennt man deshalb „virtuelles  Wasser“. 

    Besonders  viel  von  diesem „unsichtbaren“ Wasser wird bei der Produktion von Kleidung verbraucht. Zur   Minimierung   der   Umweltauswirkungen   hat   sich   in   der   Modebranche  „Fair  Fashion“  als  eine Gegenbewegung zu der sogenannten „Fast Fashion“ entwickelt.

    Hierbei geht es nicht nur um Materialien, sondern um eine ganze Reihe von Aspekten, die mit Nachhaltigkeit in Zusammenhang stehen, wie z.B. der Verzicht  auf  Kinderarbeit, existenzsichernder Lohn, keine exzessiven  Arbeitszeiten oder Tierschutz. 

    Denn schöne Mode sollte nicht unter hässlichen Bedingungen entstehen. Eine der Vorreiterinnen in Sachen nachhaltiger Mode ist die Wiener Aktivistin Madeleine Alizadeh (29) alias DariaDaria. Sie hat konventionelle Mode gegen grüne, faire Fashion eingetauscht und ist die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin.

    Sie zeigt,  welche tollen  Looks man  mit nachhaltigen  Labels  tragen  kann  und ist das  beste  Beispiel  dafür,  dass  nachhaltige  Mode und  Modebewusstsein  sich  nicht  ausschließen.  Im Interview  erklärt sie uns,  warum und  wie  wir alle etwas  zu  einem Wandel in  der Modeindustrie beitragen können.

    Was macht Ihnen mit Blick auf die Zukunft unseres Planeten besonders große Sorgen?

    Mir bereitet der IPCC-Report (Intergovernmental Panel on Climate Change,  Weltklimarat), der im Herbst 2018  erschienen  ist,  sehr  große  Sorgen.  Dieser  besagt,  dass  wir  nur  noch  12  Jahre  Zeit  haben,  um  der Erderwärmung entgegenzuwirken.

    Warum müssen wir mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Mode schaffen?

    Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie, nach Öl. Das Volumen an Textilien, das jährlich auf den Markt  kommt  und  in  Umlauf  gebracht  wird,  ist  nicht  mehr  tragbar.  Neben  den  ökologischen  Faktoren spielen die Ausbeutung von Mensch und Tier eine große Rolle.

    Das Kaufen von fairer Mode ist für mich auf jeden Fall auch eine feministische Angelegenheit.  Wenn  man  für  sich  selbst  Rechte  beansprucht,  die anderen Frauen nicht zuteil werden, muss man sich doch die Frage stellen, was für einen Feminismus man lebt,  in  dem  man  Kleidung  von  Frauen  kauft,  die  keine  Stimme  und  keinerlei  Rechte  wie  beispielsweise Mutterschutz, soziale Absicherung, faire Löhne oder humane Arbeitszeiten haben.

    Wie könnte man in der Gesellschaft dieses Bewusstsein für nachhaltige Mode schaffen?

    Das ist eine sehr große Frage, um sie so kurz zu beantworten. Ein möglicher Ansatz ist, die Menschen darauf aufmerksam  zu  machen,  dass  die  Modeindustrie  Auswirkungen  auf die  Umwelt  hat  und  sich  langfristig etwas ändern muss.

    Das große Problem ist, dass wir gar nicht mehr wissen, was z.B. 1 Meter Stoff kostet, wir sehen  einfach  kein  Verhältnis  mehr.  Indem  junge  Menschen  schon  in  der  Schule  aufgeklärt  und Produktionszyklen erläutert werden, sowie der Wert eines gefertigten Produkts verdeutlicht wird, können wir ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen.

     

    mehr
  • Valentine im Rausch des Pop-Zaubers Lieder voll Lebenslust
Valentine schoepft aus sich selbst, ihre Kreativitaet ist echt
    Gipfelsturm und Talfahrt
    Valentine im Rausch des Pop-Zaubers - Lieder voll Lebenslust

    Niemand schreibt ihr Songs auf den Leib. Niemand sagt ihr welche Kleider sie tragen soll. Niemand schärft ihr ein, wie sie sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren hat. VALENTINE braucht niemanden der ihr gutgemeinte Ratschläge erteilt. Sie schöpft aus sich selbst, ihre Kreativität ist echt. Schon als Ungeborene liebte sie schöne Töne.

    „Als meine Mutter schwanger mit mir war, habe ich im Bauch immer gestrampelt, wenn sie die Beatles oder Yes hörte“, berichtet VALENTINE. Als Tänzerin hatte ihre Frau Mama einen musischen Beruf gewählt, genau wie der Herr Papa, der Toningenieur und Musiker ist.

    Bereits als Kleinkind bekam VALENTINE von den Eltern ein kleines Keyboard geschenkt. „Ich war fünf Jahre alt, als meine Mutter durchsetzte, dass ich trotz knapper Kasse Klavierunterricht bekam.“

    Während ihrer Kindheit in Berlin-Friedrichshain hatte die junge VALENTINE das Glück, eine undogmatische Klavierlehrerin zu treffen, die sie ermutigte, eigene Melodien zu spielen.

    In der Schule glänzte die Elevin mit Coversongs von Alicia Keys, Mariah Carey und Jewel, die sie vor der versammelten Schülerschaft vortrug. „Ich merkte, dass es mir leicht fällt, zu singen und Klavier zu spielen“, erinnert sie sich.

    Daneben feilte VALENTINE an eigenen Songs. Sie war 16 als ihr Debütalbum „Ocean Full Of Tears“ heraus kam, aus Valentine Romanski wurde (englisch) VALENTINE. Ihre Vorliebe für sehnsüchtige Balladen stieß auf große Gegenliebe bei Publikum und Pop-Adel gleichermaßen.

    Kein Geringerer als Sir Paul McCartney wählte die Debütantin aus, drei ihrer Eigenkompositionen auf seiner Charity-Gala „Adopt A Minefield“ in Neuss zu spielen. „Ich war super nervös und habe mein komplettes Englisch-Vokabular vergessen als ich ihm gegenüber trat“, lacht sie.

    „Der Auftritt lief aber bestens. Wenn Paul McCartney in der ersten Reihe steht und dich anlächelt, ist das natürlich großartig!“ Vor ihr waren an dem Abend bereits Yusuf Islam (früher Cat Stevens) und Anoushka Shankar aufgetreten.

    Auch andere Künstler mochten VALENTINE`s Songs und so kam es zu VALENTINE-Konzerten mit Musik-Schwergewichten wie Meat Loaf, Joe Cocker, 2raumwohnung und Heather Nova.

    Zwei Jahre später erschien der Album-Nachfolger „Blue Merry-Go-Round“ - die Platte bestand aus elegischen Songs mit aufwändiger Instrumentierung und nachdenklichen Texten. „Wenn man schon die Plattform bekommt etwas mitzuteilen, muss das doch auch Hand und Fuß haben“, findet VALENTINE.

    Nachdenklich machte sie auch ihre Erfahrung, dass nach einem Gipfelsturm die Talfahrt folgen kann. Die erste Plattenfirma schickte ihr nach dem zweiten Album den blauen Brief.

    Von nun an musste sich VALENTINE mit Jobs durchschlagen, an Türen klopfen, Absagen kassieren, mit Enttäuschungen fertig werden. VALENTINE besann sich auf ihre Fähigkeiten: sammelte Ideen, schrieb Lieder, verwarf sie wieder und schrieb bessere.

    Anfang 2010 waren die neuen Kompositionen so stark ausgereift, dass VALENTINE damit ein neues Demo aufnahm. Diese Songs, unter anderem das Aufsehen erregende „Black Sheep“, beeindruckten das neue Label der Berlinerin und verschafften ihr in Windeseile ihren aktuellen Vertrag.

    Für alle Beteiligten war es dabei offensichtlich, dass „Black Sheep“ die erste Single sein musste, denn dieser Song vereint in Sound und Worten zu 100 Prozent die wunderbare Welt von VALENTINE.

    Anspruch wird Wirklichkeit VALENTINE`s berauschender Zauber-Pop

    Auch die Erfahrungen der schwierigen Zeit des Suchens und Zweifelns finden sich auf VALENTINE`s neuem Album „Love Like Gold“.

    Die Berliner Pop-Komponistin geht mit wachen Augen durch die Welt, beobachtet ihre Mitmenschen genau und verschließt sich weder Leid noch Schmerz. „Schon als ich klein war, mochte ich melancholische Melodien.“

    Inzwischen ist VALENTINE 22 Jahre alt, und es hat sich eine Menge getan. „Ich wohn` in Berlin“, lacht sie wieder dieses strahlende Lachen, „und war viel tanzen.“ Sie entdeckte Radiohead, Muse, Kate Bush, Amy Macdonald, Marina & The Diamonds und geht bevorzugt in Clubs, in denen ihre Lieblings DJs auflegen.

    „Meine neuen Songs haben diese Piano-Melancholie, es gibt opulente Streicher und darunter liegen clubbige Beats“, beschreibt sie die Song-Perlen ihrer neuen Sammlung. „Love Like Gold“, ihr dritter Dreher enthält prächtig kolorierte Popmusik, getragen von frischen Grooves, prall gefüllt mit Gefühl und Seele. Ihre Texte greift sie aus dem vollen Leben.

    Für die Single „Black Sheep“ erzählte VALENTINE etwa die Geschichte eines Mädchens, das droht ins Rotlichtmilieu abzurutschen. „Man sollte solche Menschen aber nicht ausstoßen, sondern ihnen unter die Arme greifen“, fordert sie entschieden.

    In „Nobody Knows“ schildert sie eine mysteriöse Begegnung mit einem Menschen, den man zu kennen glaubt, aber nicht erinnert. „War es eine Begegnung in einem anderen Leben oder ein Déjà-vu?“, fragt VALENTINE träumerisch.

    In Bezug auf ihr „Catch Me With Love“ stellt sie die Frage: „Warum ist Liebe eigentlich so kompliziert und quälend? Besonders für junge Leute, die haben doch noch nichts zu verlieren, keine Familie, um die sich kümmern müssen...“

    VALENTINE ist eine junge Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Melodien und Texte stammen großteils aus ihrer Feder, „vom Fotoshooting bis zum Videodreh ist alles durch meine Hände gelaufen“, stellt sie klar.

    Entscheidungsfreudig wählt sie die Musiker für ihre Band selber aus und stellt sich flankierend ein Team aus Fachleuten zusammen.

    VALENTINE folgte einer Vision, sie hat klare Vorstellungen und lässt sich kein X für ein U vormachen. Selbstverständlich sucht sich die Berlinerin Formen und Farben ihrer märchenhaften Kleider nach eigenem Gusto aus, dabei steht sie bevorzugt auf Rot, Schwarz, Weiß sowie Gold und Silber.

    Besonders die Farbe Gold spielt für VALENTINE eine entscheidende Rolle. „Mein Album ist wie eine Schmuckschatulle, darin befinden sich viele Kostbarkeiten die glitzern und funkeln. „Liebe ist wie Gold“, lautet ihre Metapher, „sie ist wertvoll und schön, sie kann aber auch sehr schwer sein und sogar zu Streit führen...“

    Das Album „Love Like Gold“ enthält Lieder voll Lebenslust, tiefer Gefühle und pulsierender Musikalität – Pop, strahlend wie goldener Sonnenschein.

    Quelle: Sony Music www.sonymusic.de

    Fabian Heinisch

     

    mehr

Aktuelles - Marketing News

  • Bier, Cola, Wasser und Snacks, die Billigflieger kassieren ihre Kundschaft kraeftig ab Foto GFDK
    Der große Preisvergleich
    Biergenuss in der Luft ist teuer - Billig-Airlines kassieren kräftig ab

    Die Sommer und Reisezeit beginnt, und die Billigflieger bereiten sich auf das große Abkassieren vor. Seit genau einer Woche bietet Eurowings, Deutschlands größte Billig-Airline, keine kostenlosen Snacks mehr innerhalb der Economy Class an.

    Die Fluggesellschaft schließt sich hiermit einem Markttrend der Branche an und setzt auf Einsparung oder Monetarisierung durch kostenpflichtige Verpflegung.

    Für Passagiere, die über den Wolken von Hunger oder Durst heimgesucht werden, kann der Snack indes schnell teuer werden.

    In welchem Billigflieger am tiefsten in die Tasche gegriffen werden muss, hat die Reiseplattform fromAtoB (www.fromAtoB.de) untersucht. Analysiert wurden die aktuellen Preise für Getränke und Snacks in zehn europäischen Billigfliegern.  

    Besonders starke Preisunterschiede beim Biergenuss in der Luft

    Passagiere, die statt obligatorischem Tomatensaft eher Lust auf ein Bier verspüren, sind am besten in den Billigfliegern aus Deutschland aufgehoben. Bei TUIfly und Eurowings kann die kleine Dose (0,33 l) für drei Euro erstanden werden. Der Liter Bier kostet hochgerechnet 9,09 Euro.

    Doppelt so viel (18,18 Euro pro Liter) nimmt die britischen Airline easyJet, bei der Fluggäste sechs Euro für eine kleines Bier entrichten müssen. Auch die Reisenden der irischen Fluggesellschaft RyanAir müssen tief in die Tasche greifen und löhnen immerhin noch 5,50 Euro.

    Eurowings verkauft die teuerste Cola, Air Baltic das teuerste Wasser

    Die günstigsten nicht-alkoholischen Erfrischungen gibt es für Passagiere von easyJet, TUIfly, Wizzair und SunExpress. Bei den vier Airlines bezahlt man 2,50 Euro für einen halben Liter Wasser. Air Baltic verlangt den gleichen Preis für 0,33 Liter.

    Ein Liter Wasser kostet bei der lettischen Fluggesellschaft mit 7,58 Euro also mehr als doppelt so viel wie bei bei easyJet, TUIfly und Co.. Die Preise für Cola und Kaffee bewegen sich in den untersuchten Fluglinien auf einem ähnlichen Niveau.

    In allen Maschinen bekommt man koffeinhaltigen Getränke für einen Preis zwischen 2,50 und drei Euro. Bei Cola unterscheidet sich allerdings das Preis-Leistungs-Verhältnis in den deutschen Fliegern: Während man bei TUIfly sechs Euro für den Liter berappen muss, kostet dieser bei Eurowings zehn.

    SunExpress bietet die preiswertesten Snacks an

    Sowohl süße als auch salzige Snacks sind in den türkischen Flugzeugen von Sunexpress am erschwinglichsten. Hochgerechnet auf 100 Gramm zahlen Passagiere hier zwei Euro für einen Twix-Riegel und fünf Euro für die Portion Chips.

    Bei Vueling müssen Fluggäste hingegen 6,56 Euro für 100 Gramm Schokolade springen lassen, während Reisende bei Norwegian, Pegasus und Wizz Air 7,50 Euro für 100 Gramm Chips zahlen.

    Wem der Sinn nach einer vollwertigeren Mahlzeit steht, ist bei Wizz Air allerdings gut aufgehoben. Unter allen analysierten Airlines bietet das ungarische Unternehmen die günstigsten Sandwiches an.

    Vier Euro kostet hier das mit Putenbrust belegte Baguette. Norwegian fordert für das Sandwich 2,50 Euro mehr. Auch beim spanischen Unternehmen Vueling zahlt man zwar 6,50 Euro, bekommt hierfür allerdings ein Club Sandwich.

    Produktübergreifend ist TUIfly am günstigsten

    Vergleicht man abschließend die Warenkörbe der zehn Billigflieger, bekommen die Reisenden von TUIfly am meisten für ihr Geld. Insgesamt zahlen die Passagiere der Fluggesellschaft mit Hauptsitz in Hannover 35,84 Euro für alle analysierten Artikel*.

    Norwegian Airlines fordert mit 52,09 Euro den höchsten Preise für die komplette Snack-Palette. Fluggästen mit Hunger und Durst ist ein Menü-Angebot zu empfehlen: In fast allen Airlines ist eine Kombination aus mehreren Produkten zu einem reduzierten Preis erhältlich.                    

    Alle Ergebnisse der gesamten Untersuchung von fromAtoB können Sie hier abrufen:

    *hochgerechnet auf 100 Gramm bzw. einen Liter

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

    mehr
  • Bereits im vergangenen Herbst zeichnete sich ab, dass der Systemgastronom Vapiano ins Trudeln geraten ist
    Bekanntheit ist nicht gleich Beliebtheit
    Dunkin’ Donuts ist die beliebteste Franchise Deutschlands - Vapiano ist unbeliebt

    Für den schnellen Hunger zwischendurch suchen viele Deutsche eines der zahlreichen Fast-Food-Restaurants auf. Welcher Systemgastronom sich hierzulande der größten Beliebtheit erfreut, hat nun Deutschlands führender Anbieter im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com), in Erfahrung gebracht.

    Im Zuge dessen hat das Unternehmen drei Monate lang 74.726 deutschsprachige Social-Web-Beiträge zu den neun meistdiskutierten Fast-Food-Franchises untersucht.

    Das Ergebnis: Obwohl Marktführer McDonald’s über 82 Prozent des Kommunikationsvolumens auf sich vereint, stehen in Sachen Beliebtheit andere Unternehmen vorn.

    Dunkin’ Donuts ist die beliebteste Franchise Deutschlands

    Das in Massachusetts gegründete Schnellrestaurant Dunkin’ Donuts punktet bei den deutschen Usern mit “leckeren Donuts” sowie “günstigem, guten Kaffee”.

    83 Prozent der wertenden Beiträge zur Kette sind positiv. Auf dem zweiten Platz folgt McDonald’s-Hauptkonkurrent Burger King mit 66 Prozent positivem Sentiment. Die Restaurants mit der Krone werden von der deutschen Internetgemeinde für besser befunden als die mit dem gelben M.

    Außerdem loben die Nutzern die Angebotspalette und die freundlichen Mitarbeiter. Pizza Hut und Kentucky Fried Chicken folgen mit 63 bzw. 62 Prozent positiven Beiträgen auf den Plätzen drei und vier. 

    Vapiano ist Deutschlands unbeliebtester Systemgastronom

    Das 2002 in Hamburg gegründete Franchise für italienische Küche, Vapiano, ist im deutschen Web am unbeliebtesten.

    Lediglich 34 Prozent der wertenden Beiträge zu der Restaurantkette sind positiv. Obwohl den Nutzern die nachhaltige Lieferkette gefällt, bemängeln sie sowohl Qualität als auch Größe der Gerichte. Darüber hinaus wird das Konzept in vielen Beiträgen kritisiert:

    Die User finden die Wartezeit unangemessen und das Ambiente laut sowie unbequem. Mit 42 Prozent positivem Sentiment ist die Sandwich-Kette Subway im deutschen Internet am zweitunbeliebtesten. Neben Service und Geschmack beanstanden deutsche User hier die Hygiene.

    Bekanntheit ist nicht gleich Beliebtheit

    McDonald’s wird zwar viermal soviel diskutiert wie alle anderen Restaurants zusammen, befindet sich allerdings im hinteren Drittel der Beliebtheitsskala. Mit 45 Prozent positiven Beiträgen werden nur Vapiano und Subway negativer diskutiert, als der Marktführer aus den USA.

    Während die Burger und der Kaffee bei McDonald’s geschmacklich zwar überzeugen können und auch das Happy Meal gut ankommt, stören sich die Nutzer hier hauptsächlich an Nachhaltigkeit, Verträglichkeit und Preis:

    Die Menüs seien gemessen an der Größe viel zu teuer, machten überdies nur kurzzeitig satt und wären sowohl ungesund als auch stark kalorienhaltig. Außerdem produziert McDonald’s den Nutzern zu viel Müll.  

    Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, kommentiert die Analyse:

    “McDonald’s weitet seine Marktführerschaft auch ins deutsche Social Web aus, wo der Fast-Food-Riese in 82 Prozent der analysierten Beiträge diskutiert wird. Dieser deutliche Bekanntheitsvorsprung überträgt sich allerdings nicht auf das Beliebtheits-Ranking.

    Mit Dunkin’ Donuts, Hauptkonkurrent Burger King und Pizza Hut stehen hier andere Unternehmen an der Spitze. Burger King scheint das Vertrauen der Kundschaft zurückgewonnen zu haben, nachdem es 2014 im Zuge eines Hygieneskandals mehrere Restaurants schließen musste.

    Die beiden untersuchten deutschen Restaurants Nordsee und Vapiano sucht man mit 50 Prozent bzw. 34 Prozent positiven Beiträgen vergeblich an der Spitze des Beliebtheits-Rankings.” 

    Im Zuge der Untersuchung wurden zwischen dem 20. Februar 2018 und dem 20. Mai dieses Jahres 74.726 Beiträge analysiert.

    Die Beiträge stammen dabei zum größten Teil aus Sozialen Netzwerken (29 Prozent), News-Outlets (21 Prozent), Videoportalen (19 Prozent), Microblogs (16 Prozent), Blogs (8 Prozent) und Q&A-Portalen sowie Foren (Insgesamt sieben Prozent).

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

    mehr
  • Peta-Aktivisten vor dem Hunde-Grill
Die Illustrationen sollen veranschaulichen, wie unterschiedlich Tiere aufgrund ihres Nutzens fuer den Menschen behandelt werden
    Zum Glück ist Wochenende
    Roher Rezo, falscher Hund und Burger im Gras - oh je, oh je

    Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, berichtet über eine PR-Aktion mit Schock-Effekt, Rezo und Jan Böhmermann, und McDonalds.

    Lieber Herr Böhmer,

    Sommerzeit ist Grillzeit. Eigentlich.

    „Ich grill‘ dich heute Abend richtig“ versprach zum Beispiel Jan Böhmermann dem CDU-Zerstörer Rezo in einem Teaser-Video. Von wegen. Herausgekommen ist eine nette Plauderei, nachzuschauen in der ZDF Mediathek.

    Die Tierschutzorganisation Peta hat auf Marktplätzen ostdeutscher Städte vermeintliche Hunde auf dem Grill zubereitet. Damit will Peta Menschen dazu bringen, statt Fleisch lieber was Pflanzliches auf den Rost zu betten.

    Vegan statt con carne hatte auch McDonald’s mit seinem „Big Vegan TS“ gepredigt. Jetzt bringen die Fastfoodveteranen obendrein Plastikalternativen aufs Tablett – mit Graspapier statt Burgerschachteln oder Ketchup an – pardon – in der Waffel.

    Also ehrlich: Roher Rezo, falscher Hund und Burger im Gras – das verstößt eindeutig gegen die Regeln des guten Geschmacks. Zum Glück ist Wochenende. Auf geht’s zum Griechen. Der kann wenigstens noch ordentlich grillen.

    Ein köstliches Weekend wünscht,

    Rolf Schröter

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

    mehr

Aktuelles - Portrait des Monats

  • Gottfried Boehmer und Anna Vilents 2003 vor der Ausstellung mit den Promi-Motiven
Stefan Raab wurde auch von Anna Vilents aufs Korn genommen
    Die Rote Anna malt Böse Bilder
    Bitter süße Bilder von Anna Vilents - die omnipräsente Medien-Prominenz der "STARS"

    Lange, sehr lange ist das her. Ein Rückblick in das Jahr 2003. Was wären die „Stars" ohne RTL, VOX, Pro 7, Bild, Bunte oder Gala?

    von Peter Hauptvogel

    Die 22-jährige Ukrainerin Anna Vilents hat die omnipräsente Medien-Prominenz unserer Zeit mit Pinsel und Acrylfarbe aufs Korn genommen und in bitter süßen Bildern porträtiert. Sie wollte nur eins: Malerin werden.

    Die rothaarige Malerin, die 1993 mit ihren Eltern „als Kontigent-Flüchtling" aus der Ukraine an den Rhein kam, weiß genau wie man Publicity macht. Und ihr Mentor Gottfried Böhmer von Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin weiß das auch. Wohl deshalb wirkten beide auf der Vernissage auch so vergnügt.

    Doch Anna ist mehr als ein kleines Schlitzohr, sie ist eine begnadete Künstlerin. Die jüngste Meisterschülerin der alterehrwürdigen Düsseldorfer Kunstakademie. Immerhin einer Institution, die 17 von 100 Namen für die aktuelle Weltrangliste der bildenden Künstler dieser Welt liefert.

    18 Jahre alt war Anna als sie angenommen wurde. Sie sprach kaum ein Wort deutsch und besaß kein Abitur. Aber bei der Begabtenprüfung überzeugte sie, wurde sie Meisterschülerin von Prof. A. R. Penck. Dass allein ist schon ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Fachleute schätzen vor allem ihre raffinierte Tropftechnik.

    Anders als deren berühmter Erfinder Jackson Pollock bleibt sie jedoch im figürlichen, wenn sie Tierkörper mit Menschenköpfen malt, und dabei Übergänge findet, die ins Mystische reichen. Gut und gerne 4.000 € muss man heute schon für ein Vilents-Bild auf ein Tisch blättern.

    Am Ende der jetzt laufenden PR-Show mit den Promi-Motiven wird der Preis gewiss noch gestiegen sein, man darf ihr das gönnen. Allein schon die Zielstrebigkeit mit der sie ihre Künstler- Karriere verfolgte, verdient Anerkennung. Konsequent lehnte sie jeden anderen Berufsvorschlag von Eltern und Lehrern ab, wollte Malerin werden - und wurde es.

    Air Berlin Magazin Ausgabe 2/2003

    Claudia Schiffer, Boris und Barbara Becker, Verona Feldbusch, Thomas Gottschalk, Ariane Sommer - alle sind sie da. Unsere Medien-Stars im Format 100 x 90 cm. Anna Vilents, in diesem Semester die jüngste Meisterschülerin (Prof. A. R. Penck) an der Düsseldorfer Kunstakademie, porträtiert die „Stars" aus Film und Fernsehen wie die Fürsten, Mönche und Madonnen der Renaissance-Zeit.

    Jedoch mit streng kritischem Blick. Auf den 13 „Star-Porträts" wird mit diesen streng ins Gericht gegangen: Dieter Bohlen als Florentiner in der Hand seinen Bestseller als Bibel. Nina Hagen wird als kleines Mädchen dargestellt. Barbara Becker als leidende Heilige.

    Anna Vilentsist jedoch keine Zeitgeist-Reporterin, ihr Scharfblick gilt verschiedenen gesellschaftlichen Phänomenen mit einem Schuss Ironie. Ausstellung: Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf - Berlin.

    Messemagazin Ausgabe 1/2003

    mehr
  • Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie, nach Oel sagt Madeleine Alizadeh alias Dariadaria im Interview
    die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin
    Madeleine Alizadeh von Dariadaria.com - Der ökologische Fußabdruck der Textilindustrie

    Jedes  Jahr  werden  100  Milliarden  Kleidungsstücke  hergestellt. Umweltauswirkungen  entstehen  über  den gesamten  Lebensweg eines  Textils: von  der Rohstoffgewinnung und der Herstellung von Fasern über die Textilproduktion, den Gebrauch bis hin zur Entsorgung. In kaum einer anderen Branche wird so viel Wasser benötigt  wie in  der  Bekleidungsindustrie. 

    So werden um ein Kilo Stoff  zu produzieren bis zu 100 Liter verbraucht. Das meiste Wasser, das die Menschen  verbrauchen, bekommen sie jedoch gar  nicht  zu Gesicht. Die Wassermengen, die in einem Produkt oder einer  Dienstleistungenthalten sind und zur Herstellung  verwendet werden, nennt man deshalb „virtuelles  Wasser“. 

    Besonders  viel  von  diesem „unsichtbaren“ Wasser wird bei der Produktion von Kleidung verbraucht. Zur   Minimierung   der   Umweltauswirkungen   hat   sich   in   der   Modebranche  „Fair  Fashion“  als  eine Gegenbewegung zu der sogenannten „Fast Fashion“ entwickelt.

    Hierbei geht es nicht nur um Materialien, sondern um eine ganze Reihe von Aspekten, die mit Nachhaltigkeit in Zusammenhang stehen, wie z.B. der Verzicht  auf  Kinderarbeit, existenzsichernder Lohn, keine exzessiven  Arbeitszeiten oder Tierschutz. 

    Denn schöne Mode sollte nicht unter hässlichen Bedingungen entstehen. Eine der Vorreiterinnen in Sachen nachhaltiger Mode ist die Wiener Aktivistin Madeleine Alizadeh (29) alias DariaDaria. Sie hat konventionelle Mode gegen grüne, faire Fashion eingetauscht und ist die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin.

    Sie zeigt,  welche tollen  Looks man  mit nachhaltigen  Labels  tragen  kann  und ist das  beste  Beispiel  dafür,  dass  nachhaltige  Mode und  Modebewusstsein  sich  nicht  ausschließen.  Im Interview  erklärt sie uns,  warum und  wie  wir alle etwas  zu  einem Wandel in  der Modeindustrie beitragen können.

    Was macht Ihnen mit Blick auf die Zukunft unseres Planeten besonders große Sorgen?

    Mir bereitet der IPCC-Report (Intergovernmental Panel on Climate Change,  Weltklimarat), der im Herbst 2018  erschienen  ist,  sehr  große  Sorgen.  Dieser  besagt,  dass  wir  nur  noch  12  Jahre  Zeit  haben,  um  der Erderwärmung entgegenzuwirken.

    Warum müssen wir mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Mode schaffen?

    Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie, nach Öl. Das Volumen an Textilien, das jährlich auf den Markt  kommt  und  in  Umlauf  gebracht  wird,  ist  nicht  mehr  tragbar.  Neben  den  ökologischen  Faktoren spielen die Ausbeutung von Mensch und Tier eine große Rolle.

    Das Kaufen von fairer Mode ist für mich auf jeden Fall auch eine feministische Angelegenheit.  Wenn  man  für  sich  selbst  Rechte  beansprucht,  die anderen Frauen nicht zuteil werden, muss man sich doch die Frage stellen, was für einen Feminismus man lebt,  in  dem  man  Kleidung  von  Frauen  kauft,  die  keine  Stimme  und  keinerlei  Rechte  wie  beispielsweise Mutterschutz, soziale Absicherung, faire Löhne oder humane Arbeitszeiten haben.

    Wie könnte man in der Gesellschaft dieses Bewusstsein für nachhaltige Mode schaffen?

    Das ist eine sehr große Frage, um sie so kurz zu beantworten. Ein möglicher Ansatz ist, die Menschen darauf aufmerksam  zu  machen,  dass  die  Modeindustrie  Auswirkungen  auf die  Umwelt  hat  und  sich  langfristig etwas ändern muss.

    Das große Problem ist, dass wir gar nicht mehr wissen, was z.B. 1 Meter Stoff kostet, wir sehen  einfach  kein  Verhältnis  mehr.  Indem  junge  Menschen  schon  in  der  Schule  aufgeklärt  und Produktionszyklen erläutert werden, sowie der Wert eines gefertigten Produkts verdeutlicht wird, können wir ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen.

     

    mehr
  • Valentine im Rausch des Pop-Zaubers Lieder voll Lebenslust
Valentine schoepft aus sich selbst, ihre Kreativitaet ist echt
    Gipfelsturm und Talfahrt
    Valentine im Rausch des Pop-Zaubers - Lieder voll Lebenslust

    Niemand schreibt ihr Songs auf den Leib. Niemand sagt ihr welche Kleider sie tragen soll. Niemand schärft ihr ein, wie sie sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren hat. VALENTINE braucht niemanden der ihr gutgemeinte Ratschläge erteilt. Sie schöpft aus sich selbst, ihre Kreativität ist echt. Schon als Ungeborene liebte sie schöne Töne.

    „Als meine Mutter schwanger mit mir war, habe ich im Bauch immer gestrampelt, wenn sie die Beatles oder Yes hörte“, berichtet VALENTINE. Als Tänzerin hatte ihre Frau Mama einen musischen Beruf gewählt, genau wie der Herr Papa, der Toningenieur und Musiker ist.

    Bereits als Kleinkind bekam VALENTINE von den Eltern ein kleines Keyboard geschenkt. „Ich war fünf Jahre alt, als meine Mutter durchsetzte, dass ich trotz knapper Kasse Klavierunterricht bekam.“

    Während ihrer Kindheit in Berlin-Friedrichshain hatte die junge VALENTINE das Glück, eine undogmatische Klavierlehrerin zu treffen, die sie ermutigte, eigene Melodien zu spielen.

    In der Schule glänzte die Elevin mit Coversongs von Alicia Keys, Mariah Carey und Jewel, die sie vor der versammelten Schülerschaft vortrug. „Ich merkte, dass es mir leicht fällt, zu singen und Klavier zu spielen“, erinnert sie sich.

    Daneben feilte VALENTINE an eigenen Songs. Sie war 16 als ihr Debütalbum „Ocean Full Of Tears“ heraus kam, aus Valentine Romanski wurde (englisch) VALENTINE. Ihre Vorliebe für sehnsüchtige Balladen stieß auf große Gegenliebe bei Publikum und Pop-Adel gleichermaßen.

    Kein Geringerer als Sir Paul McCartney wählte die Debütantin aus, drei ihrer Eigenkompositionen auf seiner Charity-Gala „Adopt A Minefield“ in Neuss zu spielen. „Ich war super nervös und habe mein komplettes Englisch-Vokabular vergessen als ich ihm gegenüber trat“, lacht sie.

    „Der Auftritt lief aber bestens. Wenn Paul McCartney in der ersten Reihe steht und dich anlächelt, ist das natürlich großartig!“ Vor ihr waren an dem Abend bereits Yusuf Islam (früher Cat Stevens) und Anoushka Shankar aufgetreten.

    Auch andere Künstler mochten VALENTINE`s Songs und so kam es zu VALENTINE-Konzerten mit Musik-Schwergewichten wie Meat Loaf, Joe Cocker, 2raumwohnung und Heather Nova.

    Zwei Jahre später erschien der Album-Nachfolger „Blue Merry-Go-Round“ - die Platte bestand aus elegischen Songs mit aufwändiger Instrumentierung und nachdenklichen Texten. „Wenn man schon die Plattform bekommt etwas mitzuteilen, muss das doch auch Hand und Fuß haben“, findet VALENTINE.

    Nachdenklich machte sie auch ihre Erfahrung, dass nach einem Gipfelsturm die Talfahrt folgen kann. Die erste Plattenfirma schickte ihr nach dem zweiten Album den blauen Brief.

    Von nun an musste sich VALENTINE mit Jobs durchschlagen, an Türen klopfen, Absagen kassieren, mit Enttäuschungen fertig werden. VALENTINE besann sich auf ihre Fähigkeiten: sammelte Ideen, schrieb Lieder, verwarf sie wieder und schrieb bessere.

    Anfang 2010 waren die neuen Kompositionen so stark ausgereift, dass VALENTINE damit ein neues Demo aufnahm. Diese Songs, unter anderem das Aufsehen erregende „Black Sheep“, beeindruckten das neue Label der Berlinerin und verschafften ihr in Windeseile ihren aktuellen Vertrag.

    Für alle Beteiligten war es dabei offensichtlich, dass „Black Sheep“ die erste Single sein musste, denn dieser Song vereint in Sound und Worten zu 100 Prozent die wunderbare Welt von VALENTINE.

    Anspruch wird Wirklichkeit VALENTINE`s berauschender Zauber-Pop

    Auch die Erfahrungen der schwierigen Zeit des Suchens und Zweifelns finden sich auf VALENTINE`s neuem Album „Love Like Gold“.

    Die Berliner Pop-Komponistin geht mit wachen Augen durch die Welt, beobachtet ihre Mitmenschen genau und verschließt sich weder Leid noch Schmerz. „Schon als ich klein war, mochte ich melancholische Melodien.“

    Inzwischen ist VALENTINE 22 Jahre alt, und es hat sich eine Menge getan. „Ich wohn` in Berlin“, lacht sie wieder dieses strahlende Lachen, „und war viel tanzen.“ Sie entdeckte Radiohead, Muse, Kate Bush, Amy Macdonald, Marina & The Diamonds und geht bevorzugt in Clubs, in denen ihre Lieblings DJs auflegen.

    „Meine neuen Songs haben diese Piano-Melancholie, es gibt opulente Streicher und darunter liegen clubbige Beats“, beschreibt sie die Song-Perlen ihrer neuen Sammlung. „Love Like Gold“, ihr dritter Dreher enthält prächtig kolorierte Popmusik, getragen von frischen Grooves, prall gefüllt mit Gefühl und Seele. Ihre Texte greift sie aus dem vollen Leben.

    Für die Single „Black Sheep“ erzählte VALENTINE etwa die Geschichte eines Mädchens, das droht ins Rotlichtmilieu abzurutschen. „Man sollte solche Menschen aber nicht ausstoßen, sondern ihnen unter die Arme greifen“, fordert sie entschieden.

    In „Nobody Knows“ schildert sie eine mysteriöse Begegnung mit einem Menschen, den man zu kennen glaubt, aber nicht erinnert. „War es eine Begegnung in einem anderen Leben oder ein Déjà-vu?“, fragt VALENTINE träumerisch.

    In Bezug auf ihr „Catch Me With Love“ stellt sie die Frage: „Warum ist Liebe eigentlich so kompliziert und quälend? Besonders für junge Leute, die haben doch noch nichts zu verlieren, keine Familie, um die sich kümmern müssen...“

    VALENTINE ist eine junge Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Melodien und Texte stammen großteils aus ihrer Feder, „vom Fotoshooting bis zum Videodreh ist alles durch meine Hände gelaufen“, stellt sie klar.

    Entscheidungsfreudig wählt sie die Musiker für ihre Band selber aus und stellt sich flankierend ein Team aus Fachleuten zusammen.

    VALENTINE folgte einer Vision, sie hat klare Vorstellungen und lässt sich kein X für ein U vormachen. Selbstverständlich sucht sich die Berlinerin Formen und Farben ihrer märchenhaften Kleider nach eigenem Gusto aus, dabei steht sie bevorzugt auf Rot, Schwarz, Weiß sowie Gold und Silber.

    Besonders die Farbe Gold spielt für VALENTINE eine entscheidende Rolle. „Mein Album ist wie eine Schmuckschatulle, darin befinden sich viele Kostbarkeiten die glitzern und funkeln. „Liebe ist wie Gold“, lautet ihre Metapher, „sie ist wertvoll und schön, sie kann aber auch sehr schwer sein und sogar zu Streit führen...“

    Das Album „Love Like Gold“ enthält Lieder voll Lebenslust, tiefer Gefühle und pulsierender Musikalität – Pop, strahlend wie goldener Sonnenschein.

    Quelle: Sony Music www.sonymusic.de

    Fabian Heinisch

     

    mehr

Aktuelles - Die Botschafter der GFDK

  • Die Gruender der Gesellschaft Freunde der Kuenste, Gottfried Boehmer und Michael Seelbach.
Gottfried Boehmer mit der Kuenstlerin Dorothea Schuele
Gottfried Boehmer auf der Ausstellung von Fehmi Baumbach 
Ausstellungs-Eroeffnung in Duesseldorf
Kaiserswerhter Kunstpreis, Johanna Rzepka Wiens, Gottfried Boehmer und Kristin Dempny.
Kaiserswerhter Kunstpreis, Preisverleihnug an Kristin Dempny.
Kaiserswerhter Kunstpreis, Preisverleihung an Sala Lieber.
Konzert für die Preistraegerin Kristin Dempny.
Gottfried Boehmer, Laudatio für Johanna Rzepka Wiens 2005
Mit Roger Willemsen, Axl Klein in der Horbach Stiftung 2013
Roger Willemsen, Michael Horbach und Gottfried Boehmer auf der Ausstellung von Axl Klein - ZORN
    Die Botschafter von GFDK
    Vorwort von Angelika Wende und Gottfried Böhmer zu, - UNSERE BOTSCHAFTER BEWEGEN UNSERE KULTUR !

    Dank der modernen Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten hat sich im Kunst- und Kulturbetrieb ein Netz von sozialen Beziehungen gespannt, das in seinen Ausdehnungen und seiner Dichte stark zugenommen hat.  Die digitalen Medien und die zunehmende Mobilität haben diesen Prozess intensiviert.

    Auf Seiten der Akteure des Kunstbetriebs findet sich daher häufig die Einschätzung, dass der Bereich der Kunst und Kultur bereits global vernetzt ist. Dem ist jedoch nicht so.

    Viele Kunst- und Kulturschaffende sind Einzelkämpfer und von gelebter Vernetzung weit entfernt. Die Gesellschaft der Freunde der Künste beschreitet jetzt einen  weiteren Weg um Kreative in ein Netzwerk einzubinden.

    Botschafter der Gesellschaft der Freunde der Künste

    Jetzt beschreitet die Gesellschaft einen  weiteren Weg, um Kreative in ein Netzwerk einzubinden. Mit der Aktion Botschafter der Gesellschaft Freunde Künste macht das Internetportal  www.freundederkuenste.de einmal mehr einen Vorstoß, Kultur in Deutschland zu erhalten und zu fördern.

    „Die kulturelle Vielfalt in Deutschland ist ohne die Arbeit der freiberuflichen Kunst- und Kulturschaffenden nicht denkbar. Deshalb ist es wichtig, dass die Leistungen dieser Menschen auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden“, so Gottfried Böhmer.

    „Unsere Botschafter sind Kreative, die wie wir daran arbeiten, das Kulturgut in unserem Land zu erhalten, zu fördern und zu stärken. Ihnen geben wir jetzt eine in dieser Form einzigartige Plattform“, so Böhmer weiter. 

    In Zeiten bröckelnden Sozialstaates, wirtschaftlicher Krisen, wachsender Arbeitslosigkeit ist auch ein dramatischer Verfall humaner und kultureller Werte zu konstatieren. Dazu gehört besonders die Vernachlässigung der ästhetischen Erziehung unserer Kinder und Jugendlichen.

    Anfang der kulturellen Wertschöpfungskette

    Es braucht engagierte „Botschafter“, die hier im Sinne der Kultur entgegenwirken. Die Kreativen, die am Anfang der kulturellen Wertschöpfungskette stehen, haben  ein großes Interesse, ihr Schaffen zu vermitteln.

    Sie brauchen Unterstützung und Vernetzung, um Ihre schöpferische Arbeit in die Gesellschaft zu tragen und auf diese Weise etwas zu bewirken.

    Die Botschafter der Gesellschaft Freunde der Künste sind Menschen, die für eine künstlerische oder kulturelle Idee tätig sind. Es sind Bildende KünstlerInnen, AutorInnen, FotografInnen, MusikerInnen, SchauspielerInnen und Kulturschaffende aller Professionen.

    Obwohl die Mehrzahl von ihnen selbst in einem existentiellen Spagat lebt, schaffen sie für den Einzelnen und für die Gesellschaft einen Mehrwert. Der findet zwar die verbale Anerkennung der Politik, lässt sich aber in der Wirklichkeit immer schwerer umsetzen.

    „nice to have“

    Allerorten werden Theater geschlossen, städtische und staatliche kulturelle Förderung gekürzt und gestrichen. Kunst und die Kultur sind auf dem verheerenden  Wege, für die Mehrzahl der Politiker und der Bevölkerung zu einem bloßen  „nice to have“ zu werden.

    Der Niedergang von Theatern, freien Kultureinrichtungen, Galerien und Bibliotheken wird am deutlichsten in den Städten und Kommunen, die den Hauptanteil der Kulturfinanzierung in diesem Land tragen.

    Die gelebte Realität – ist Schweigen

    Die Instabilität auf allen Ebenen der Gesellschaft und der Moral reißt die Kultur mit – sie geht buchstäblich den Bach runter. Längst nähert sie sich einer kritischen Marke, die gesetzlich verankerte Kultur- und Bildungspflicht ist tatsächlich nur noch gesetzlich verankert,  die gelebte Realität – ist Schweigen.

    Umdenken und Umkehr tut not.

    Vernetzung und zielgerichtete Kommunikation sind erste Schritte um Kunst- Kulturschaffenden in der Außenwahrnehmung eine Lobby und damit Unterstützung für ihre Arbeit zu geben“, sagt Gottfried Böhmer, „sie sind diejenigen ohne die sich weder die Kunst noch die Kulturwirtschaft entwickeln.

    Ohne sie und ihren Einsatz für Kunst und Kultur ist eine facettenreiche Kulturnation überhaupt nicht denkbar.“

    Die Botschafter der Gesellschaft Freunde der Künste sind nicht nur Boten für die Erhaltung und Förderung unserer Kulturlandschaft, sie sind Netzwerker, indem sie andere Kreative als Botschafter gewinnen und so den Kreis initiativer Menschen, die kulturell bedeutsame Impulse in die Gesellschaft tragen, erweitern.

    Ihr Engagement schafft einen Mehrwert, den Deutschland dringend nötig hat. Wie sagte einst Theodor Heuss:

    "Mit Politik kann man keine Kultur machen, aber vielleicht mit Kultur Politik."

    Einen Versuch ist es wert.

     

    Wie wirken die Botschafter der Gesellschaft Freunde der Künste?

    Botschafter wirken als Netzwerker. Sie gewinnen andere Kreative als Botschafter und erweitern so beständig den Kreis initiativer Menschen, die kulturell bedeutsame Impulse in die Gesellschaft tragen.

    Botschafter wirken als Boten. Sie arbeiten gemeinsam für die Erhaltung und Förderung unserer Kulturlandschaft. In der von Botschafterin Angelika Wende geleiteten Rubrik „Reden ist Silber“, veröffentlichen sie Beiträge zu  Aspekten und Inhalten Ihres persönlichen Wirkens und Ihrer Denk- und Sichtweise.

    Botschafter wirken als Vermittler. Kulturell Interessierten verschaffen sie Kontakte zu Kunstschaffenden und Kreativen.

    Botschafter wirken als Verstärker. Sie unterstützen kulturelle Veranstaltungen mit kreativen Ideen und bereichern kulturelle Events mit ihren Persönlichkeiten, ihrem Können, ihren Potentialen und Fähigkeiten.

    Botschafter wirken als Bereicherung. Ihr nachhaltiges Engagement schafft einen Mehrwert, den Deutschland dringend nötig hat.

     

     

    mehr
  • Angelika Wende ZDF
Angelika Wende Mainz
Angelika Wende Botschafterin 
Angelika Wende Freunde der Künste
Angelika Wende GFDK
    Die Botschafter für www.freundederkuenste.de
    Botschafterin Angelika Wende - Sprecherin, Moderatorin und Autorin aus Mainz

    Über Angelika Wende:

    Die Frau mit der berührenden Stimme und der Liebe zur Sprache

    Angelika Wende ist Sprecherin, Moderatorin und Autorin. Ihre Karriere startete sie beim Münchner Sender Pro 7. Schon nach kurzer Zeit wurde die dunkelhaarige Moderatorin mit der warmen Stimme und der charismatischen Kamerapräsenz vom ZDF in Mainz abgeworben.

    Dort moderierte sie als eine der beliebtesten Fernsehansagerinnen das Programm und war Sprecherin der heute Nachrichten. Auch für die Sender Arte und Phönix verlieh sie vielen Beiträgen ihre Stimme. Die Intensität und die Kraft ihrer Stimme wirken auch ohne Bilder und wecken Emotionen.

    Die letzte Ansage, die je im Zweiten Deutschen Fernsehen lief, war im Jahr 2003 auch Angelika Wendes Abschied vom Leben vor der Kamera. Seither arbeitet die studierte Literaturwissenschaftlerin und Psychologische Beraterin erfolgreich und mit Leidenschaft in den Bereichen Kunst und Kultur.

    Schon beim ZDF waren ihre unverwechselbare intensive Stimme mit dem warmen Timbre und ihr exotisches Äußeres ihr Kapital. Ihre Vorlesekunst fasziniert heute Publikum und Veranstalter zugleich, ihr Live-Talk „Der Silberne Salon - Kultur im Gespräch“, ist in Mainz eine Institution geworden.

    Gesprächskultur Geisteskultur, künstlerische und musikalische Beiträge – daran knüpft „Der Silberne Salon“ an. Mit inspirierenden Gästen, in einem Ambiente, das zum lebendigen Gedankenaustausch anregt, widmet sich der Salon allem was mit Kultur zu tun hat und öffnet publikumswirksam spannende und gesellschaftlich relevante Themen.

    Angelika Wendes Motto „Reden ist Silber“ steht für ihr ganzes Wirken. Als Journalistin schreibt sie für die Allgemeine Zeitung und die Gesellschaft der Freunde der Künste, Ihren Blog „Reden ist Silber“ verfolgen seit Juli vergangenen Jahres viele Leser online.

    Angelika Wende kuratierte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem für das Kulturamt der Stadt Mainz. Als gefragte Laudatorin verfasst und hält sie deutschlandweit Einführungsreden für Museen und Galerien.

    Im September vergangenen Jahres beispielsweise eröffnete sie vor dreihundert Besuchern die große Realismusschau in Berlin. Die Autorin schreibt Texte für Künstlerkataloge und hat drei eigene Bücher veröffentlicht.

    Das vierte mit dem Titel „Herzdenken“ mit Texten und Zeichnungen, erscheint im Herbst 2011.

    Ihre Leidenschaft für Sprache vermittelt sie als Stimm- und Sprechcoach in ihrer Praxis WENDE. Coaching & Consulting.

    „Der Raum der die Arbeit mit Stimme und Sprache ausmacht ist unendlich ausdehnbar, voller Möglichkeiten und schöpferischer Kreativität.

    Ich lebe in der Sprache. Meine Sprache und meine Stimme, die Lust am geschriebenen Wort und die Freude am Sprechen sind das Wesentliche für mich. Der Mensch lebt in der Sprache.

    Sie ist das Mittel alles Gedachte und Gefühlte ins Außen zu transportieren. Das macht sie zum einzigartigen Instrument unserer Kommunikation.“ 

    Mehr über Angelika Wende unter www.angelikawende.com

    Angelika Wende

    Vita & mehr

    • Freie Journalistin und Autorin
    • Sprecherin, Moderatorin, Schauspielerin
    • Dreizehn Jahre Fernseherfahrung als Moderatorin und Nachrichtensprecherin beim Sender PRO 7 in München und im Zweiten Deutschen Fernsehen
    • OFF- Sprecherin für ZDF, Arte und Phönix
    • Freie Mitarbeiterin der Allgemeinen Zeitung Mainz
    • Presse-und Öffentlichkeitsarbeit für die Eventagentur oncue, Mainz
    • Kreation, Umsetzung und Saloniere des "Silbernen Salon"
    • Kreation, Umsetzung und Moderatorin des Kultur Salons Mainz mit dem Produzenten oncue event & communication
    • Inhaberin der Agentur workingforart
    • Kuratorin für das Kulturamt der Stadt Mainz:
    • "Leben ist Form - die Bildhauerin Irmgard Biernath"
    • Kuratorin des Kunstvereins Eisenturm in Kooperation mit dem Kulturamt Mainz: "Generationen"
    • Laudatorin für den Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Rheinland-Pfalz
    • Freie Tätigkeit als Laudatorin in öffentlichen Institutionen und Galerien in Mainz, Wiesbaden, Berlin, Leipzig, Ludwigshafen, Kaiserslautern 

    angelikawende@remove-this.aol.com

    www.angelikawende.com

    Hier eine Hörprobe, gehe auf Lautsprecher:

     

    .

    mehr
  • Barbara Rapp
    Die Botschafter für www.freundederkuenste.de
    Die Künstlerin Barbara Rapp wird Botschafterin für die Gesellschaft Freunde der Künste

    Weibliche Figuren, nackt, in expressivem Rot – mit überprägnanten Geschlechtsmerkmalen, oft ohne den Körper im Gesamten darzustellen, stattdessen die natürliche Gestalt beinahe in sich auflösend.

    Will Barbara Rapp die Frau auf ihre Sexualität reduzieren? „Ja, in gewisser Weise tue ich das, aber keinesfalls in dem Sinne, dass ich eine solche Reduktion wünsche oder favorisiere“, stellt sie richtig.

    Vielmehr reagiert Rapp mit ihrer selektiv überzeichneten Bildsprache auf die Überpräsenz des weiblichen (aber auch des männlichen) Körpers, funktionalisiert in der Medien- und Werbewelt.

    Sie bewegt sich also aus der Passivität eines Medienkonsumenten heraus und übernimmt selbst die Kontrolle über den Einsatz von Körperlichkeit, agiert und spielt, nutzt dieses „Werkzeug“ aktiv zur visuellen Umsetzung ihrer Inhalte. 

    Abseits verbitterter Opferrollenmelancholie ist sie fest davon überzeugt, mit selbstkritischem Humor viel offener auf die - nicht nur für Frauen - neuen Herausforderungen unserer Zeit reagieren zu können.

    Ihr Ziel ist es aufmerksam zu machen, Fragen aufzuwerfen, für gesellschaftliche Probleme zu sensibilisieren, ohne dabei jedoch den Anspruch zu erheben, allgemeingültige Antworten bieten zu können und zu wollen.

    Denn auch damit würde letztlich die Verantwortung abgegeben: An ein Lösungsmodell von außen, das pauschal angewendet werden kann und nicht reflektiert werden muss.

    Verfremdete, überblendete, oft verzerrt gedruckte Fotografien kombiniert Barbara Rapp mit Malerei und Grafik zu Mischtechnik-Collagen mit starker Aussagekraft. Sie erweitert praktisch die klassische Malerei um zeitgemäße Disziplinen und Techniken, was auch als Tribut an die behandelten Themen zu verstehen ist.

    So hinterfragt sie beispielsweise das katholische System rund um den Zölibat mit ihrer visualisierten Aufforderung ‚nehmet und trinket alle davon‘, oder stellt im ‚schauraum‘ die angesichts hereinstürzender Schlagzeilen zunehmende Resignation und Praktik des Wegschauens auf den einbeinig fragilen Pranger.

    Und sie beschreibt die Hintergründe zu ‚gluttony‘, das sie für ein italienisches Kunstprojekt geschaffen hat:  „Interpretation der Völlerei als Zivilisationskrankheit, mit Umkehrwirkung hin zur Magersucht/Bulimie.

    Dritte-Welt-Kinder werden körperlich ausgebeutet und intellektuell „unten gehalten“; praktisch dazu genötigt, ihren Kopf für die physische und psychische „Verstopfung“ der westlichen Gesellschaft hinzuhalten. Derweilen träumen magersüchtige Party-Girls von monströsen Silikon-Titten und kotzen sich unter Zwangsernährung die Seele aus dem Leib.“

    Assemblage, Objektkunst und Video behält sich Barbara Rapp als weitere Disziplinen offen, um zusätzliche visuelle Möglichkeiten je nach inhaltlicher Notwendigkeit auszuloten.

    Wo beispielsweise zwanghaftes Ausbrechen aus normativen Strukturen zur Persiflage seiner selbst wird, setzt ihre ‚IndividualistenBox‘ die vermeintliche Errungenschaft „ich bin ja so was von individuell“ in kursorische Verschachtelungen zurück.

    Eine ‚GenderBoxOpen‘ verschachtelt ebenso, lässt unspezifische Körperlichkeit mit symbolisierter Männlichkeit oder Weiblichkeit kokettieren. Doch im kontrollierten Durcheinander der Orientierungslosen bleibt der Blick nach draußen frei.

    Marcel Ambrusch im März 2011
    (mit Auszügen aus Texten von Simone Kraft und Karl-Peter Gerigk)

    Informationen zu Barbara Rapp:

    Lebt in Velden am Wörthersee (Österreich), arbeitet in Österreich und Deutschland. Jahrgang 1972.

    Autodidakt. Mitglied IG Bildende Kunst Wien (IAA), Künstlervereinigungen.

    Malerei (Acryl Collage) & Grafik, Mixed Media, Objekt, Video.

    Thematische Schwerpunkte: Individualismus. Gender. Gesellschaft. 

    Ausstellungen/Projekte (Auswahl): 2011 Galerie Peithner-Lichtenfels, AT-Wien / / 2010 BBK Projekt Zeitgleich-Zeitzeichen, D-Fröndenberg / / Human Rights 2010 by Spazio Tempo, I-Rovereto / / Galerie Viktoria B, D-Bonn / / stARTup Emerging Artists, I-Verona / / Brooklyn Art Library, USA-New York / / Galerie Rimmer, AT-Velden 2009 KiC Nord Art, D-Büdelsdorf / / Galerie Hexagone, D-Aachen / / Atlanta Airport Atrium Gallery, USA-Atlanta / / Galerie am Gierkeplatz, D-Berlin 2008 Kanoria Centre for Arts, IND-Ahmedabad / / KunsthausSudhaus, AT-Villach / / Kunstraum Engländerbau, FL-Vaduz / / Liquid Art+Design Show, D-Düsseldorf 2007 Kunstraum D21, D-Leipzig / / Transit South Pole, KG-Bishkek 2005/2006 Kunstquartier Wien, AT-Wien / / Rathausgalerie, AT-Friesach / / Kunsthaussudhaus, AT-Villach 

    Kataloge, Presse, Publikationen: Katalog Zeitgleich-Zeitzeichen ART & Dialog Herbst

    2010, Hrsg. BBK Deutschland / / Interview auf ngo online Europa Nachrichten / /

    kaernten.tv Beitrag 4:08 Min. / / Katalog „heute ist die krone fällig“ Barbara Rapp, Hrsg.

    Galerie Rimmer / / Betrachtungen von Kunsthistorikerin Simone Kraft 


    mehr

Aktuelles - Medien Ausschreibungen

  • Eine Freundschaft mit seinem Besitzer Denny Swift , einem aufstrebenden Formel 1 Fahrer und seinem Hund Enzo
    THE ART OF RACING IN THE RAIN
    Eine herzerwärmende Geschichte über einen geistreichen und philosophierenden Hund

    Wir freuen uns, Ihnen den deutschen Trailer zu dem inspirierenden Film ENZO UND DIE WUNDERSAME WELT DER MENSCHEN vorzustellen. Lernen Sie Enzo, den charmanten Vierbeiner kennen, der nicht nur die Herzen von Hundeliebhabern höherschlagen lässt.

    Der Kinofilm ENZO UND DIE WUNDERSAME WELT DER MENSCHEN basiert auf Garth Steins Bestseller und ist eine herzerwärmende Geschichte, die aus der Perspektive von Enzo, einem geistreichen und philosophierenden Hund (gesprochen von Kevin Costner) erzählt wird.

    Durch die Freundschaft mit seinem Besitzer Denny Swift (Milo Ventimiglia), einem aufstrebenden Formel 1 Fahrer, hat Enzo tiefen Einblick in das Wesen der Menschen bekommen:

    Er begreift, dass die Techniken, die auf der Rennstrecke angewendet werden, auch von Nutzen sein können, die Stürme des Lebens erfolgreich zu navigieren.

    Der Film begleitet Denny und die Lieben seines Lebens – seine Frau Eve (Amanda Seyfried), die gemeinsame junge Tochter Zoe (Ryan Kieran Armstrong) und zu guter Letzt, seinen wahren und besten Freund, Enzo. 

    Regie führt Simon Curtis, nach einem Drehbuch von Mark Bomback, das auf dem Roman von Garth Stein basiert. Als Produzenten zeichnen Neal H. Moritz, Patrick Dempsey und Tania Landau verantwortlich.

    Zum Filmensemble zählen Milo Ventimiglia, Amanda Seyfried, Gary Cole, Kathy Baker, Ryan Keira Armstrong, Martin Donovan und Kevin Costner als Stimme von Enzo.

    ENZO UND DIE WUNDERSAME WELT DER MENSCHEN
    Ab Donnerstag, den 3. Oktober 2019 nur im Kino

    mehr
  • VALIE EXPORT erhaelt den mit CHF 150‘000.– hoechstdotierten europaeischen Kunstpreis der Roswitha Haftmann-Stiftung
    VALIE EXPORT erhält den höchstdotierten europäischen Kunstpreis mit CHF 150‘000

    Der Stiftungsrat der Roswitha Haftmann-Stiftung hat beschlossen, dass der mit 150'000 Schweizer Franken dotierte Roswitha Haftmann-Preis 2019 an die österreichische Künstlerin VALIE EXPORT (*1940) verliehen wird.

    Die Filmemacherin, Medien- und Performancekünstlerin, die seit 1967 ihren Künstlernamen als künstlerisches Konzept und Logo führt, wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

    Sie gehört nach Ansicht des Stiftungsrats zu den wichtigsten internationalen Pionierinnen dieser Kunstgattungen. Ihre Körper-Aktion «Tapp und Tastkino», bei der Passanten ihre in einem Pappgehäuse entblössten Brüste berührten, löste einen filmisch und fotografisch dokumentierten Skandal aus, der, gemäss der Jury, zum Gründungsmythos des sogenannten Aktionismus gehört und bis heute nachwirkt.

    VALIE EXPORT nahm 1977 an der documenta 6 und 2007 an der documenta 12 in Kassel teil und repräsentierte 1980 Österreich zusammen mit Maria Lassnig (ebenfalls Haftmann-Preisträgerin) an der Biennale in Venedig.

    Sie hatte Professuren an den Kunsthochschulen in Wisconsin-Milwaukee, Berlin und Köln inne und war und ist bis heute in zahlreichen internationalen Ausstellungen vertreten. Sie lebt und arbeitet in Wien.

    STIFTUNG UND VERGABE IM KUNSTHAUS ZÜRICH
    VALIE EXPORT ist die neunzehnte Künstlerin, der Europas höchstdotierter Kunstpreis zuteil wird. Der Haftmann-Preis wird ihr am 27. September 2019 vor geladenen Gästen im Kunsthaus Zürich verliehen.

    Die Auszeichnung geht auf die Initiative von Roswitha Haftmann (1924–1998) zurück. Seit 2001 vergibt ihre Stiftung den Preis an lebende Künstlerinnen und Künstler, deren Werk von überragender Bedeutung ist.

    Wer den Preis erhält, wird vom Stiftungsrat bestimmt. Ihm gehören die Direktorinnen und Direktoren des Kunstmuseums Bern, des Kunstmuseums Basel, des Museum Ludwig in Köln und des Kunsthaus Zürich an. Hinzu kommen Mitglieder, die vom Stiftungsrat berufen werden.

    mehr
  • Die Buehnenproduktion entstand inspiriert durch die BBC Dokumentation Jamie Drag Queen at 16
    DAS ERFOLGREICHE WEST END MUSICAL
    Richard E. Grant und Sharon Horgan spielen die Hauptrollen in EVERYBODY’S TALKING ABOUT JAMIE

    New Regency, Film4 und Warp Films EVERYBODY’S TALKING ABOUT JAMIE bringen das kreative Team der Bühnenproduktion wieder zusammen: Regisseur Jonathan Butterell, Autor Tom MacRae,  Komponist Dan Gillespie Sells und Choreographin Kate Prince. Die Dreharbeiten beginnen am 24. Juni in Sheffield, England.

    Der Film wird produziert von Mark Herbert und Peter Carlton von Warp Films und Arnon Milchan von New Regency. Als ausführende Produzenten fungieren Yariv Milchan und Michael Schaefer von New Regency und Daniel Battsek und Ollie Madden von Film4, die das Projekt zusammen mit Warp Films entwickelt haben. Der Film wird weltweit von 20th Century Fox herausgebracht.

    Richard E. Grant, Sharon Horgan und Sarah Lancashire spielen die Hauptrollen
    an der Seite des Newcomer Max Harwood in dieser lebensnahen Geschichte


    Inspiriert durch die wahre Geschichte von Jamie Campbell begleitet Everybody’s Talking About Jamie den 16-jährigen Jamie New, der in Sheffield lebt. Jamie gehört nicht so richtig dazu. Jamie hat Angst vor der Zukunft.

    Jamie wird eine Sensation werden. Mit der Unterstützung durch seine brillante liebevolle Mutter und umgeben von Freunden, überwindet Jamie Vorurteile, schlägt seine Drangsalierer und tritt aus der Dunkelheit ins Scheinwerferlicht.

    Richard E. Grant, der kürzlich für den Oscar® nominiert wurde (Can You Ever Forgive Me?, Logan), spielt die ehemalige Drag Queen und Jamies Mentor Hugo zusammen mir der BAFTA Nominierten Sharon Horgan (Catastrophe) als Jamies Lehrerin Miss Hedge und der BAFTA Gewinnerin Sarah Lancashire (Happy Valley) als seine Mutter Margaret.  Shobna Gulati von der ursprünglichen Bühnenbesetzung wird wieder die Rolle als Ray spielen.

    Die Bühnenproduktion entstand – inspiriert durch die BBC Dokumentation Jamie: Drag Queen at 16 (Firecracker Films) – am Crucible Theatre in Sheffield, bevor sie  von Nimax Theatres aufgenommen und an das Londoner West End verlegt wurde, wo sie immer noch sehr erfolgreich läuft.

    In einem gemeinsamen Statement kommentieren Jonathan Butterell (Regie), Tom MacRae (Autor) und Dan Gillespie Sells (Komponist): “Wer hätte gedacht, als Jamie Campbell zum ersten Mal sein Kleid für den Abschlussball anzog, dass wir sieben Jahre später die besten britischen und irischen Schauspieler zusammenbringen würden, um seine Geschichte zu erzählen.

    Nicht nur, dass wir mit Max Harwood, der Jamie himself spielt, einen komplett neuen Star in Szene setzen, wir sind ebenfalls hoch erfreut, Sarah, Richard und Sharon in der Jamie Familie willkommen zu heißen. Jetzt kann die Party beginnen.”

    Produzent Mark Herbert von Warp Films fügt hinzu: “Warp Films sind hoch erfreut, dass  Richard, Sharon und Sarah Teil der JAMIE Familie sind, und wir sind sehr begeistert, dass wir nach fast einem Jahr der Suche unseren Jamie New gefunden haben. Wir können es kaum erwarten, diese Reise mit Max zu starten und den Film mit der ganzen Welt zu teilen.”

    “Wir freuen uns sehr, diese ergreifende Story auf die große Leinwand zu bringen und sind sehr glücklich mit dieser wahnsinnig talentierten Gruppe von Darstellern und Filmemachern arbeiten zu dürfen.

    Wir sind überzeugt, dass Jamies Geschichte auf unglaubliche Resonanz beim Publikum stoßen wird, sowohl auf der Kritikerebene als auch auf der kommerziellen Ebene.” sagt Yariv Milchan, Chairman New Regency.

    “Von dem Moment an, als Warp vorgeschlagen hat, die Bühnenshow von ‘Everybody’s Talking About Jamie’ anzusehen, waren wir entschlossen, diese fröhliche, lebensbejahende Feier von Jamie News bemerkenswerter Geschichte auf die große Leinwand zu bringen.

    Das ist eines dieser Projekte, das die Theorie bestätigt: Je persönlicher die Geschichte, desto universeller ist die Resonanz. Und in diesem Fall noch mit Songs und Tanz dazu!” fügt Ollie Madden, Head of Creative von Film4, hinzu.

    Nach mehr als 3000 Bewerbungen für ein offenes Casting wurde Newcomer Max Harwood für die Hauptrolle von Jamie New engagiert. Harwood, 21 Jahre alt aus Basingstoke, studiert derzeit an der Urdang Academy in London. Das ist seine erste professionelle Rolle.

    Ein Jahr lang wurde für die Besetzung der Rollen von Jamies Klassenkameraden gesucht, bis man 20 junge lokale Darsteller aus Yorkshire und Umgebung gecasted hat.

    Kameramann ist Chris Ross (Yesterday), für die Kostüme zeichnet Guy Speranza (Stan & Ollie) verantwortlich und Hair und Make-up wurde von Nadia Stacey (BAFTA winner für The Favourite) übernommen. Janey Levick (BAFTA Nominierung für This Is England ’90) ist Produktionsdesignerin.

    Warp Films
    Established in 2002, Warp Films is one of the most exciting and respected production companies in the UK today. From award-winning feature films Submarine, Four Lions and ’71, to multi BAFTA-winning returning TV series This Is England, international drama The Last Panthers and critically-acclaimed Southcliffe; Warp Films are committed to collaborating with and supporting top creative talent in the UK and abroad. Warp’s mission is to provide a distinctive window on the world and tell stories that may be funny or serious, mainstream or controversial, but always with heart.

    Recent productions include the award-winning TV series The Virtues, an original from writer-director Shane Meadows and co-writer Jack Thorne for Channel 4; and features Ghost Stories, by writer-directors Jeremy Dyson and Andy Nyman; and Idris Elba’s directorial debut Yardie.

    Currently in production are Everybody’s Talking About Jamie, a feature adaptation of the hit musical in collaboration with Film4 and New Regency; and Little Birds, an erotically-charged melodrama inspired by the short stories of Anaïs Nin for Sky Atlantic.

    New Regency
    Founded in 1991 by renowned producer Arnon Milchan, New Regency is actively engaged in entertaining the world. The company has produced some of the most successful and critically-acclaimed films of all time with over 140 films and more than 50 television series in the company’s vast library, including Academy Award®-winner “The Revenant” (2016) and the back-to-back Academy Award®-winning Best Pictures, “12 Years A Slave” (2014) and “Birdman” (2015).

    The company also backed celebrated filmmaker Alejandro G. Iñárritu’s conceptual virtual reality installation “Carne y Arena,” and the Broadway musical “Pretty Woman” starring Samantha Barks, adapted from the beloved 1990 romantic comedy film also produced by New Regency.

    New Regency is dedicated to continuing to foster its unparalleled filmmaker relationships and today boasts partnerships with the most acclaimed and sought-after creative forces in the industry.

     The company is also celebrating the success of the extremely popular global box office hit, multiple award-winning and Academy Award-winning/nominated, “Bohemian Rhapsody” (the film won for Best Performance by an Actor in a Leading Role, Achievement in Film Editing, Achievement in Sound Editing and Achievement in Sound Mixing) which to date has grossed over $900 million worldwide.

    Film4
    Film4 is Channel 4 Television’s feature film division. Film4 develops and co-finances films and is known for working with the most distinctive and innovative talent in UK and international filmmaking, both new and established.

    Film4 has developed and co-financed many of the most successful UK films of recent years, Academy Award®-winners such as Yorgos Lanthimos’s The Favourite, Martin McDonagh’s Three Billboards Outside Ebbing, Missouri, Lenny Abrahamson’s Room, Alex Garland’s Ex Machina, Asif Kapadia’s box office record-breaking documentary Amy, Steve McQueen’s 12 Years a Slave, Danny Boyle’s Slumdog Millionaire and Phyllida Lloyd’s The Iron Lady, in addition to critically-acclaimed award-winners such as Lynne Ramsay’s You Were Never Really Here, Pawel Pawlikowski’s Cold War, Andrea Arnold’s American Honey, Rungano Nyoni’s I Am Not a Witch, Chris Morris’s Four Lions, Shane Meadows’ This is England, Jonathan Glazer’s Under the Skin and Andrew Haigh’s 45 Years.

    Film4’s recent releases include Stephen Merchant’s Fighting With My Family, Tom Harper’s Wild Rose, Sebastián Lelio’s Disobedience, Steve McQueen’s Widows, Mike Leigh’s Peterloo, Tinge Krishnan’s Been So Long, Bart Layton’s American Animals, Clio Barnard’s Dark River and Michael Pearce’s Beast. Forthcoming releases include Chris Morris’s The Day Shall Come and Asif Kapadia’s Diego Maradona. Films in production include Edgar Wright’s Last Night in Soho, Euros Lyn’s Dream Horse, Florian Zeller’s The Father, Armando Iannucci’s The Personal History of David Copperfield, Michael Winterbottom’s Greed, Sarah Gavron’s ‘Untitled Girls Film’, Nick Rowland’s Calm With Horses, Justin Kurzel’s True History of the Kelly Gang, Coky Giedroyc’s adaptation of Caitlin Moran’s How To Build a Girl, Gregor Jordan’s Dirt Music, Ben Sharrock’s Limbo, Cathy Brady’s Wildfire, Rose Glass’s Saint Maud and Chasing Chaplin from Peter Middleton and James Spinney. For further information please visit www.film4productions.com.

    mehr
Top