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Aktuelles aus Medien, Kulturpolitik und Marketing

Aktuelles - Reden ist Silber

  • Susan Sontag war ein intellektuelles Wunderkind
    „Sontag - Die Biografie“
    Monumentale Werke zu den USA - ein Bild Amerikas

    Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2020 für die beste Biografie, kommt Benjamin Mosers Buch „Sontag - Die Biografie“ allen Erwartungen nach.

    Auf 928 Seiten schafft es der Autor ein Bild dieser außergewöhnlichen Frau zu zeichnen, in dem ihre legendär glamouröse Erscheinung ebenso gewürdigt wird wie ihr schneidender Verstand.

    Ja, die US-amerikanische Schriftstellerin war in der Tat ein intellektuelles Wunderkind, das Originalität besaß und über postabstrakte Malerei ebenso eloquent schreiben konnte wie über Pornografie oder Fotografie bis zu ihrer eigenen Krebserkrankung, an der sie Ende 2004 im Alter von 71 Jahren in New York starb.

    Moser, 1976 in Houston, Texas, geboren, durfte für sein monumentales Werk zahlreiche bislang unveröffentlichte private Notizen auswerten und erstmals Lebensgefährten wie die weltberühmte Fotografin Annie Liebovitz zu Susan Sontag befragen, was aus dem Buch ein Meilenstein der modernen Biografieliteratur macht, zumal es auch ein Bild Amerikas zeichnet, das Sontag entscheidend mit geprägt hat.

    „Sontag - Die Biografie“ kommt aus dem Hause Penguin (www.penguin-verlag.de) und kostet 40 Euro. Ebenso wegweisend ist John Dos Passos „USA-Trilogie“, die jüngst zeitgemäß von Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl übersetzt und vom Rowohlt Verlag (www.rowohlt.de) neu herausgegeben wurde.

    Dieses Buch ist in der amerikanischen Literatur einzigartig, da es wegen der epischen Gestaltung eine umfassende gesellschaftliche Perspektive bietet.

    Es besteht aus drei Büchern: „Der 42. Breitengrad“ (1930), „1919“ (1932) sowie „Das große Geld“ aus dem Jahre 1936. Darin zeichnet Dos Passos mit sarkastischem Humor und scharfem Auge für soziale Fragen ein unvergessliches Kollektivporträt der USA, das bis heute seine Gültigkeit nicht verloren hat.

    „USA-Trilogie“ ist ein Querschnitt durch einen Kontinent wie seiner Menschen, die hier eine Stimme auf 1648 Seiten erhalten und so bis heute ein Gehör finden. Dafür sind 50 Euro nicht zu viel Geld investiert.

    Zumal die US-Wahlen bevorstehen und man durch dieses Buch zu verstehen lernt, warum Amerikaner so ticken, wie sie ticken.

    Sönke C. Weiss

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  • Das kriminelle Doppelleben des Dr. Muehe
    Das Verschwinden des Dr. Mühe
    Packend, raffiniert und zeitlos - Zwei Buchempfehlungen von Sönke C. Weiss

    Wir befinden uns im Berlin der 30er Jahre. Über Nacht verschwindet ein angesehener Arzt. Am Ufer eines Sees findet man seinen verlassenen Sportwagen.

    Bei den Mordermittlungen stoßen die Beamten indes auf das kriminelle Doppelleben des Doktors, das uns zu den Abgründen einer bürgerlichen Existenz am Vorabend des Dritten Reiches führt.

    Autor Oliver Hilmes, Jahrgang 1971, hat die Akten dieses aufsehenerregenden Kriminalfalls im Berliner Landesarchiv entdeckt und die Ereignisse anhand historischer Dokumente rekonstruiert.

    Auf packende Weise und höchst raffiniert. „Das Verschwinden des Dr. Mühe“, im Penguin Verlag (www.penguin-verlag.de) für 20 Euro erschienen, hat 240 dramaturgisch faszinierende Seiten, auf die Oliver Hilmes aufbauen kann.

    Bernhard Schlink, Jahrgang 1944, muß niemandem mehr etwas beweisen. Seine Werkliste spricht für sich, oftmals wurden seine Geschichten erfolgreich verfilmt.

    Auch international. Wie „Der Vorleser“ mit Kate Winslet und Ralph Fiennes. Sein jüngstes Werk „Abschiedsfarben“ ist ebenso grandios wie bedrückend.

    Wie der Titel es schon verrät, geht es um Abschiede, solche, die schmerzen, andere, die befreien, es geht um Vertrauen und Verrat, um das Gelingen wie Scheitern der Liebe, insgesamt sind es neun Geschichten auf ebenfalls 240 Seiten, die das gesamte Spektrum der verschiedensten Lebensphasen von Menschen abdecken, die noch offen für ihre Ängste, ihre Hoffnungen und ihre Träume sind, egal in welchen Verstrickungen sie sich selbst verworren haben.

    Abschiedsfarben“ ist ein wunderbarer Erzählband einer unserer größten Autoren der Gegenwart, der für immer zeitlos bleiben wird. Selten habe ich solch ein mitnehmendes Buch gelesen. Erschienen bei Diogenes (www.diogenes.ch). Preis: 24 Euro.

    Sönke C. Weiss

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  • Tolle Kalender von Seltmann und Soehne
    ein schickes Geschenk zu Weihnachten
    Von Hip Hop bis Erotik - neue Kalender bei Seltmann Publishers

    Als die ersten Rap-Platten aus den USA nach Europa kamen, sahen wir Menschen, die wie aus einer anderen Welt schienen. Und sie erzählten uns von ganz eigenen Themen und Problemen, eigenen Codes und einem ganz eigenem Weltbild.

    Vor allem aber war es die Musik, die Tabus brach und so Geschichte geschrieben hat. Bis heute. Der Kalender „The Art of Hip Hop Covers“, für 2021 erschienen bei Seltmann Publishers, zeigt 365 dieser außergewöhnlichen Covers:

    Von Grandmaster Flash & The Furious Five über Boogie Down Production bis hin zu LL Cool J zu seinen besten Zeiten.

    Jeder Tag birgt eine neue Überraschung mit Musikuntermalung dank SPOTIFY-Codes. 24,80 Euro kostet das Prachtstück. Bestellbar auch direkt unter www.seltmannundsoehne.com Innerhalb Deutschlands versandkostenfrei, wie es das Haus anbietet.

    Apropos Angebot. Wem Hip Hop wenig sagt, dem kann dieser Verlag nichtsdestotrotz für 2021 mit sehr schönen Kalendern, die ja auch immer ein schickes Geschenk zu Weihnachten sind, beglücken. Nur einige Beispiele:

    „The Famous Die Young“ - 365 illustrierte Kurzportraits (zu) früh verstorbener Legenden und Persönlichkeiten (29,80 Euro); „A Flower A Day“ - jeder Tag beginnt mit einer extravaganten Blume im close-up (35 Euro); oder bereits seit vielen Jahren mein persönlicher Favorit „Photodarium Private 2021“ - täglich ein neues erotisches Polaroid von frivol bis kunstvoll für 35 Euro.

    Wie gesagt, für jeden Geschmack ist hier etwas dabei und jedes Jahr wird das Sortiment größer. Einfach mal auf der Internetseite stöbern. Lohnt sich.

    Sönke C. Weiss

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Aktuelles - Interviews und Portraits

  • Puenktlich zur Wiedereroeffnung der Unterkunftsbetriebe am 25. Mai 2020 begruesst die Suedtiroler Gemeinde Schenna ihre Gaeste mit einem neuen Willkommensschild am Ortseingang
    Willkommen zurück in Schenna
    Vier Hoteliers aus Schenna in der Post-Coronazeit im Interview

    Aufatmen in Schenna: Seit dem 25. Mai 2020 dürfen die Beherbergungsbetriebe in Südtirol wieder öffnen. Die meisten von ihnen sowie Seilbahnen und Wandergebiete beginnen ihre Saison Anfang/Mitte Juni. Der aktuelle Entwurf des Südtiroler Landesgesetzes sieht zum Schutz der Gäste eine Vielzahl an Vorschriften vor.

    Wie professionell die hohen Sicherheits- und Hygienestandards in der Praxis umgesetzt werden, um bald wieder Urlauber bewirten zu können, erzählen folgende vier Hoteliers aus Schenna im Interview:

    Doris Kohlgruber/Genusshotel der Weinmesser und HGV-Ortsobfrau, Monika Dosser/Panoramic Suites Winzerhöhe, Heidi Pföstl-Wörndle/Schenna Resort sowie Hansjörg Ainhauser/Hotel Gutenberg und Präsident des Tourismusvereins Schenna.

    Müssen Schennas Hotelgäste in den nächsten Wochen mit eingeschränkten Leistungen rechnen?

    Doris Kohlgruber: Da besteht kein Grund zur Sorge. Grundsätzlich können alle Bereiche im Hotel – natürlich immer unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und des gebotenen Sicherheitsabstands – geöffnet werden. Nur falls das Hotel die sogenannte „Covid Protected Area“ nicht erfüllt, müssen Hallenbäder und Saunen geschlossen bleiben.

    Monika Dosser: Die „Covid Protected Area“ sieht unter anderem vor, dass sich alle Hotelmitarbeiter täglichen Fiebermessungen und wöchentlichen serologischen Tests unterziehen. In unserem Apartmenthotel werden somit alle Bereiche geöffnet sein – bis auf die Waldsauna. Diese dürfen nur Urlauber nutzen, die bei ihrer Ankunft einen zertifizierten, negativen Covid-Schnelltest vorlegen.

    Genuss und Essen spielen im Urlaub eine große Rolle. Welche Maßnahmen planen Sie über die gesetzlichen Vorschriften hinaus im F&B-Bereich?

    Doris Kohlgruber: Der Gast hat bei uns künftig immer die Möglichkeit, Frühstück und Abendessen auf dem Zimmer einzunehmen. Im Restaurant servieren wir alle Speisen direkt am Tisch. Die Krise zeugt vom Einfallsreichtum der Branche und deren kreativen Konzepten.

    Heidi Pföstl-Wörndle: Als Alternative zum Restaurantbesuch bieten wir beispielsweise Picknickkörbe an, gefüllt mit allerlei Südtiroler Köstlichkeiten und einem Flyer mit unseren schönsten Picknickplätzen. Außerdem werden wir unseren Felsenkeller sowie die Sky-Terrasse für die Einnahme der Mahlzeiten öffnen und die Essenszeiten verlängern, um mehr Raum und Freiheit für die Gäste zu schaffen.

    Hansjörg Ainhauser: Auch wir haben uns viele Gedanken um den Service gemacht und wollen weiterhin unser beliebtes Buffet anbieten. Der Bereich ist aber selbstverständlich mit Plexiglas ausgestattet.

    Die Speisen werden jedoch von unseren Mitarbeitern gereicht, sodass niemand in Kontakt mit Besteck und Behältern kommt.

    Das Kuchenbuffet am Nachmittag wird auf kleinen Tellern angerichtet, die einzeln mit Zellophan umhüllt sind. Und auch entlang der Bar gibt es einen transparenten Schutz, damit sich Gäste dort trotzdem wie gewohnt aufhalten können.

    Wie wird die korrekte Einhaltung aller geforderten Maßnahmen kontrolliert?

    Doris Kohlgruber: Im jeweiligen Betrieb übernimmt dies in erster Linie der Sicherheitsbeauftragte. Das kann entweder der Hotelier selbst sein oder eine dazu ernannte Person.

    Hansjörg Ainhauser: Bei Verstößen drohen hohe Strafen, was kein Hotelier riskiert. Gäste können sich also definitiv sicher fühlen. Das Wichtigste im Umgang mit dieser besonderen Situation ist die Schulung der Mitarbeiter und eine transparente Informationspolitik für alle Beteiligten.

    So gilt zum Beispiel in ganz Südtirol eine strenge Abstandsregelung von mindestens zwei Metern in Bars und Restaurants.

    Konnten Sie die gästefreie Corona-Zeit auch positiv für Ihren Betrieb nutzen?

    Heidi Pföstl-Wörndle: Wir haben in den vergangenen Wochen die Holzböden der Loggien erneuert, einige Räume umdekoriert und zahlreiche Wände frisch gestrichen. Außerdem sind in Garten und Weinberg kleine Ruheinseln entstanden, die Gästen noch mehr private Rückzugsmöglichkeiten bieten.

    Ferner haben wir viele interne Arbeitsabläufe überarbeitet, verbessert und an die momentane Situation angepasst. Und eine neue Homepage ist ebenso im Entstehen.

    Monika Dosser: Da wir erst im Vorjahr komplett umgebaut haben, konnten wir die Zeit für eine Situationsanalyse nutzen. Künftig möchten wir konsequent eine nachhaltige Betriebsführung verfolgen und noch genauer darauf achten, woher unsere Produkte stammen.

    Darüber hinaus digitalisieren wir gerade möglichst viele Verwaltungs- und Rezeptionstätigkeiten, damit Prozesse wie beispielsweise der Check-in kontaktlos ablaufen können.

    Was ändert sich mit der Wiedereröffnung in Bezug auf Corona?

    Heidi Pföstl-Wörndle: Alle Aktivitäten verlagern sich mehr nach draußen. Unsere Yoga-Einheiten und Meditationen finden beispielsweise künftig im Freien statt und als Alternative zu den Saunaaufgüssen bieten wir „Sinnesbaden“ in der Natur an.

    Doris Kohlgruber: Ändern wird sich vor allem die Art der Begrüßung. Aber auch wenn es nicht mehr das In-den-Arm-nehmen, ein Küsschen oder ein kräftiges Händeschütteln sein wird, lässt sich die Südtiroler Herzlichkeit und Gastfreundschaft durch einen Mundschutz nicht aufhalten.

    Hansjörg Ainhauser: Worüber sich Schenna-Urlauber wirklich freuen können – die meisten Unterkunftsbetriebe halten während Corona außerordentliche Stornobedingungen für ihre Gäste bereit, sodass größtmögliche Sicherheit und Flexibilität garantiert sind.

    Interview: Marion Pronesti + Jessica Harazim/AHM PR

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  • Dr. Hans-Martin Beyer und Daniela Pfefferkorn im Interview
    Keine Angst vor kaltem Wasser
    Interview - Wie Kneippen die Abwehrkräfte stärkt

    Ein intaktes Immunsystem ist die beste Prävention gegen Krankheiten. Die Gesundheitsexperten der „Lebensspur Lech“ schwören in Sachen Stärkung der Abwehrkräfte auf die Kneipp’sche Lehre.

    Warum die ganzheitliche Philosophie heute zeitgemäßer denn je ist und wie man die Tricks des Wasserdoktors auch zu Hause ganz leicht anwenden kann, erklären der Füssener Rehabilitationsmediziner Dr. Hans-Martin Beyer (63) und die zertifizierte Kneipp-Trainerin Daniela Pfefferkorn (40) aus  Steeg/Tiroler Lechtal im Interview.

    Wassertreten und ein kalter Armguss sind gemeinhin das, was wir mit Kneipp verbinden. Reicht es aus, sich nach dem Duschen einfach nur kurz kalt abzubrausen, um gesund zu bleiben?

    Daniela Pfefferkorn: Diese Maßnahmen sind zwar schon ein guter Anfang, sie allein reichen jedoch nicht aus, um die Abwehrkräfte zu stärken. Das ganzheitliche Konzept von Pfarrer Kneipp fußt auf fünf Säulen.

    Die Hydrotherapie ist nur ein Teilbereich, auch die Ruhe- und Ordnungstherapie, Ernährungstherapie, Bewegungstherapie sowie der Einsatz von Heilkräutern gehören dazu.

    Wie kann ich die Hydrotherapie zu Hause anwenden, ohne einen Fehler zu machen?

    Dr. Hans-Martin Beyer: Die am einfachsten durchzuführenden und effektivsten Anwendungen zu Hause sind Kneippgüsse. Man beginnt dabei immer auf der herzfernen, rechten Körperseite ­und die ersten Male nur an Beinen oder Armen.

    Später können sie auf den Unter- beziehungsweise Oberkörper sowie den ganzen Körper ausgedehnt werden. Drei Dinge gilt es dabei unbedingt zu beachten: Stets an den Füßen oder Händen anfangen, nicht auf kalter Haut anwenden und die Güsse generell morgens am Oberkörper, abends am Unterkörper ausführen.

    Der Brausekopf in der Dusche sollte dafür durch ein Gießrohr ersetzt werden. Das hat eine noch intensivere Wirkung, weil durch den gebündelten Wasserstrahl deutlich mehr Thermorezeptoren in der Haut gereizt werden.

    Daniela Pfefferkorn: Gerade Armbäder können ohne Bedenken allein zu Hause durchgeführt werden. Für intensivere Anwendungen empfehle ich allerdings die professionelle Anleitung durch einen Experten.

    Vegetarisch, vegan, low carb – das Thema Ernährung spielt heutzutage eine wichtigere Rolle denn je. Wie hielt es Pfarrer Kneipp einst damit und was würde er zu den modernen Food-Trends sagen?

    Daniela Pfefferkorn: Sebastian Kneipps Ernährungsempfehlungen waren nicht einseitig. Auf dem Speiseplan standen ausgewogene Mahlzeiten mit vielen frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln, heimischen Pflanzen und Kräutern sowie wenig tierischen Produkten.

    Alles in allem eine gesunde, natürliche und genussorientierte Ernährung, die man heute wohl als „Clean Eating“ bezeichnen würde.

    Nach Kneipp aktivieren auch Kräuter unsere körpereigenen Abwehrkräfte. Welche Heilpflanzen sind das und in welcher Form nimmt man sie am besten zu sich?

    Daniela Pfefferkorn: Baldrian, Brennnessel, Fenchel, Holunder, Johanniskraut, Rosmarin, Salbei oder Spitzwegerich sind Pflanzen, die in Form von Tees, Suppen oder Salaten vorbeugend wirken. Sie können aber auch bei akuten gesundheitlichen Problemen den Heilungsprozess enorm unterstützen.

    Dr. Hans-Martin Beyer: Auch Löwenzahn hat positive Auswirkungen auf das Immunsystem. Seine Inhaltsstoffe wie Vitamin B, C und E binden freie Radikale binden und wehren so Zellangriffe ab.

    Dafür einfach täglich einen Sud aus 1 EL getrockneten, zerkleinerten Blättern und ¼ l kochendem Wasser herstellen, acht bis zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken – stärkt die Abwehr, entgiftet die Leber und fördert die Arbeit der Nieren.

    Bewegung an der frischen Luft hat noch keinem geschadet. Welcher Sport und wie viel davon ist im Kneipp’schen Sinn auch bei Wind und Wetter gesund?

    Dr. Hans-Martin Beyer: Geeignet sind generell alle Ausdauersportarten wie Radeln, Wandern, leichtes Joggen oder Schwimmen, aber  auch Inlineskaten, Skateboarden oder Schlittschuhlaufen.

    Entscheidend ist die Intensität: Man sollte sich dabei immer noch gut unterhalten können. Denn eine zu hohe körperliche Belastung kann das Gegenteil bewirken und das Immunsystem sogar für einige Stunden hemmen.

    Daniela Pfefferkorn: Wichtig ist vor allem, täglich an die frische Luft zu gehen – und das bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Es muss auch nicht immer Sport sein, selbst morgendliches Barfußlaufen oder Tautreten können die Abwehr auf Dauer stärken.

    Der Fokus der „Lebensspur Lech“ liegt auf Innerer Ordnung und gesundem Schlaf. Inwieweit beeinflussen ein intaktes Seelenleben und nächtliche Ruhe das körperliche Wohlergehen?

    Dr. Hans-Martin Beyer: Dauerstress und damit einhergehend ein hoher Adrenalin- und Noradrenalin-Spiegel führen unweigerlich zu schlechtem Schlaf und im schlimmsten Fall zu Burnout.

    Durch ein Leben gemäß der Kneipp’schen Gesundheitslehre lassen sich nicht nur die körperlichen Abwehrkräfte stärken, auch die psychische Widerstandskraft wird deutlich und nachhaltig verbessert.

    Bewegung in freier Natur „entmüllt“ das Gehirn, entspannt und lässt uns zur Ruhe kommen. Stresshormone werden verbraucht, anstatt sich im Körper anzuhäufen. So finden wir zu einer natürlichen Inneren Ordnung und schlafen gut ein sowie erholsam durch.

    Wie kann ich mit ein paar Kniffen auch im eigenen Schlafzimmer für optimale Schlafbedingungen sorgen?

    Daniela Pfefferkorn: Hier gilt es, einige Regeln der sogenannten Schlafhygiene zu beachten. Dazu gehört beispielsweise gutes Lüften – die optimale Raumtemperatur im Schlafzimmer liegt zwischen 15 und 18 Grad.

    Dazu sollte man störende Licht- und Geräuschquellen sowie das Smartphone abschalten und eine regelmäßige Ruhezeit einhalten. Außerdem ist es sinnvoll, individuelle Rituale zu entwickeln: Beruhigende Tees und Meditationsübungen etwa stimmen Körper und Geist auf erholsamen Schlaf ein.   

    Interview: Jessica Harazim + Marion Pronesti/AHM PR

    Über die Lebensspur Lech. Die grenzüberschreitende „Lebensspur Lech“ erstreckt sich vom österreichischen Tirol bis ins bayerische Allgäu. Ziel der Partner (Füssen Tourismus und Marketing, Tourismusverband Lechtal, Verein Lechweg) ist es, rund um die Weitwanderroute Lechweg einen gemeinsamen gesundheitstouristischen Erlebnisraum mit den Schwerpunkten mentale Balance und gesunder Schlaf zu schaffen.

    Grundlage für alle Aktivitäten bildet die Kneipp’sche Gesundheitslehre mit ihren fünf Säulen Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Innere Ordnung.

    Der Lech steht dabei sinnbildlich für die Kraft und Heilwirkung der Natur und ist das verbindende Element zwischen den Orten. Das Projekt „Lebensspur Lech“ wird aus INTERREG-Mitteln der Europäischen Union gefördert.

     

     

     

     

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  • Packerin Eleonore Perschl wickelt Schrothkur-Gaeste des Fuenf-Sterne-Hotels Allgaeu Sonne in Oberstaufen zur Mobilisierung der Abwehrkraefte in feuchtkalte Handtuecher
    Interview zur Schrothkur
    Eleonore Perschl erzählt warum Schrothler gesünder sind

    Sie werden um 4 Uhr morgens in feuchtkalte Tücher gewickelt, um ein künstliches Fieber zu erzeugen und nehmen nur 400 bis 600 Kalorien pro Tag zu sich: Schroth-Gästen der Allgäu Sonne wird einiges abverlangt.

    Wie hart die Kur wirklich ist, was das über 200 Jahre alte Naturheilverfahren so besonders macht und warum es gerade jetzt so einen Hype erlebt, erzählt Eleonore Perschl im Interview.

    Sie arbeitet seit über 30 Jahren als „Packerin“ in dem Fünf-Sterne-Hotel in Oberstaufen – Deutschlands einzigem Schrothheilbad – und bereitet sich selbst jeden Herbst mit einer Schrothkur auf den Winter vor.

    Frau Perschl, was kann die Schrothkur, was andere Diäten nicht können?

    Eine Schrothkur ist nicht in erster Linie Diät. Der Gewichtsverlust ist nur ein willkommener Nebeneffekt. Viel wichtiger: Während der Kur wird der Körper entgiftet, Krankheiten wie Migräne, Bluthochdruck und Diabetes können gelindert und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

    Schrothler sind weniger anfällig für Stress und Erkältungskrankheiten, der Effekt hält bis zu neun Monate an.

    Warum erlebt die Schrothkur derzeit so einen Hype?

    Die Kur entspricht dem aktuellen Bedürfnis, sich ganzheitlich etwas Gutes zu tun: Der gesamte Körper wird entschlackt und entgiftet.

    Die erlaubten Speisen in der Allgäu Sonne sind vegan und basisch – auch das liegt im Trend. Kurz gesagt: Das Naturheilverfahren erfüllt das verstärkte Bewusstsein für sich und die Umwelt.

    Sie machen selbst jedes Jahr eine Schrothkur. Was glauben Sie: Wie würde es Ihnen heute ohne Schrothkur gehen?

    Ich bin mir sicher: Es ist der Schrothkur zu verdanken, dass ich seit 30 Jahren nicht einen einzigen Tag krank zuhause bleiben musste.

    Bitte beschreiben Sie kurz den Tagesablauf eines „Schrothlers“.

    Außer sonntags wecke ich die Schroth-Gäste zwischen 4 und 5 Uhr mit Kräutertee sowie Zwieback, um sie anschließend erst in ein nasskaltes Tuch, dann in mehrere Schichten trockene Decken und Mollton mit Wärmflasche zu wickeln.

    Das erzeugt ein künstliches Fieber. So bleibt der Schrothler maximal zwei Stunden liegen, schläft oder schaut einen Film. Nach dem Auspacken fallen die meisten nochmal in einen tiefen, ruhigen Schlaf. Der Wechsel von Trocken- und Trinktagen ist eine wichtige Säule der Kur.

    An den Trockentagen sind nur leichte Spaziergänge und Entspannungsübungen angeraten. Ansonsten stehen Bewegung, Tanzen und Wandern auf dem Programm.

    Das Sportangebot in der Allgäu Sonne ist hinsichtlich Intensität an diesen Wechsel angepasst. Die Tagebucheinträge zwei meiner Kolleginnen geben einen guten Einblick in den Schroth-Alltag.

    Die Schrothkur hat den Ruf, dass es dabei recht lustig zugeht. Woher kommt das?

    An den Trinktagen wird Wein zum Abendessen angeboten, an den Trockentagen ist immerhin ein „Aufgestockter“ erlaubt, also ein Wacholderschnaps mit Orangen- und Grapefruitsaft.

    Außerdem gehen viele an den Bewegungstagen zum Tanzen, zum Beispiel im Stießbergstüble der Allgäu Sonne. Das Schöne ist, dass man dort immer Gleichgesinnte trifft, mit denen man fachsimpeln kann.

    Wie häufig kommt es vor, dass ein Schrothgast die Kur abbricht, weil er/sie nicht durchhält?

    Ich kann mich an keinen einzigen Fall in der Allgäu Sonne erinnern. Bei uns geht es nicht so streng zu, wie es sich vielleicht anhört. Wir gehen auf alle Wünsche ein:

    Wenn jemand beispielsweise nicht mumienartig eingewickelt sein mag, lassen wir die Arme draußen. Manche essen heimlich mal ein Stück Kuchen. Das ist zwar schade, weil es das positive Ergebnis der Kur abschwächt, aber die Entscheidung überlassen wir jedem selbst.

    Preisbeispiel: Die Schroth-Schnupperwoche ab 1.093 €/Pers. umfasst 7 Übernachtungen, Schroth-Vollpension, 6 Schrothpackungen wie oben beschrieben sowie eine Rückenmassage und ein Meersalz-Körperpeeling.

    Weitere Auskünfte

    Allgäu Sonne    Stießberg 1    D-87534 Oberstaufen/Allgäu

    Fon +49 8386 702-0    info@allgaeu-sonne.de 

     

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Aktuelles - Marketing News

  • Die Botschaft auf dem Shorts-Etikett von  Patagonia
    Outdoor-Marke macht auf Wut
    Patagonia ätzt - Wählt die Arschlöcher ab

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint "Ignoranten" oder "Naturfeinde" hätte vollkommen gereicht. Alles andere ist unnötiger Hass.

    Lieber Herr Böhmer,

    dass eine Marke wütend auftritt, habe ich noch nie erlebt. Patagonia ätzt: "Wählt die Arschlöcher ab". Die Botschaft ist eingenäht in Etiketten von Shorts der Outdoor-Marke.

    Firmengründer Yvon Chouinard meint damit nach eigenen Angaben "Politiker jeder Partei, die die Klimakrise leugnen oder missachten und die Wissenschaft ignorieren." Mit einem Wort: Trump. Der will nämlich am 3. November als Präsident der USA wiedergewählt werden.

    Mir gefällt dieser Wutausbruch nicht. Es gibt genug Hass aufeinander. "Ignoranten" oder "Naturfeinde" statt "Arschlöcher" hätte auch gepasst.

    Wenn Wut verkauft, ist das keine Marken-Haltung, sondern PR-Masche.

    Ein schönes Wochenende wünscht

    Rolf Schröter

    Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

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  • Das sind nur die alten Max Ausgaben, die neue Max erscheint bald
    Magazin für Lebensästhetik
    Neue Max für die Generationen-Brücke, die Best Ager und Instagrammer?

    Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat heute viel zu erzählen.

    Lieber Herr Böhmer,

    "und sie bewegt sich doch" soll Astronom Galileo Galilei gesagt haben, weil die mächtige Institution der katholischen Kirche seiner (korrekten) Darstellung, dass sich die Erde um die Sonne drehe und nicht umgekehrt, einfach nichts abgewinnen konnte.

    Ein Märtyrer im Dienst des Fortschritts - ist eine schöne Geschichte, wie man seit längerem weiß stimmt sie aber leider nicht.

    "Und sie bewegt sich doch" möchte man dennoch auch angesichts der Nachricht ausrufen, dass bei der medienübergreifenden Reichweiten- und Werbemessung auf internationaler Ebene ein wichtiger Durchbruch erzielt worden sei.

    Verbände, große Werbetreibende und Digitalriesen (Facebook, Google) haben sich auf einen Ansatz verständigt, der jetzt in UK und USA getestet werden soll. Klingt nach Fortschritt, klingt nach guter Geschichte.

    Ob es am Ende aber wirklich mehr wird, die Geschichte so tatsächlich stimmt, das muss sich zeigen. Derlei Initiativen erlebten in der Vergangenheit ja zumeist einen abrupten Tod, vielleicht gelten diese ja in der Zukunft als Märtyrer für die gute Sache.

    Manchmal dreht sich die Welt zumindest gefühlt auch ein wenig rückwärts, Retro nennt man das dann gerne. Die Rückkehr von Max fällt in diese Kategorie.

    Rund 30 Jahre nach dem ursprünglichen Start wird es jetzt auch wieder eine deutsche Ausgabe geben. Praktischerweise lässt sich das Impressum aus den 90ern an entscheidender Stelle recyclen und wiederverwenden.

    Gründungschefredakteur Andreas Wrede steht wieder an der Spitze der deutschen Max. Dem Eindruck, es handle sich quasi um einen Neuaufguss, tritt man beim Verlag mit hinreichen blumigen Marketing-Sätzen entgegen.

    Eine "Generationen-Brücke, die Best Ager und Instagrammer verbindet zu einer Community von Lebensästheten, die sogenannten Lifestyle als nicht mehr zeitgemäß empfinden und sich nach neuen Perspektiven, Inspiration, Wissen und Glaubwürdigkeit in allen Lebensbereichen sehnen", sei die Zeitschrift. 

    Ansprechen will das "Magazin für Lebensästhetik", wie der Verlag es nennt, eine breite Leserschaft, die aber wohl doch eher aus Älteren bestehen wird. Das besagt jedenfalls das Mission Statement, das da lautet:

    "Max ist Zukunft und besinnt sich klassischer Tugenden: Ungewöhnliche Photographie, mutiger Journalismus, kreatives Design und großes Format. Das nicht nur auffällt, sondern Halt gibt." 

    Ja, gut, wir werden sehen.

    Ganz andere Baustellen und mit Print so gar nichts am Hut hat dagegen TikTok. Während man sich in den USA immer noch streitet, ob (und wenn ja, wie) es die Plattform dort auch in Zukunft geben soll hat Tiktok seine bislang größte weltweite Kampagne gelauncht und zeitgleich erstmals die gigantische Zahl von 100 Millionen europäischen Nutzern veröffentlicht.

    Orlina Miller, Country Marketing Managerin Deutschland, hat mit meiner Kollegin Belinda Duvinage darüber gesprochen, was es mit all dem auf sich hat.

    Schönen Abend

    Holger Schellkopf

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  • Oscar de la Renta ist der erste Mieter eines Luxury Stores in der Amazon-App
    nutzloses Zeug als heißen Scheiß
    Der kalifornische Obsthändler verkauft uns heißen Scheiß

    Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, findet das die Apple Watch 6 als heißen Scheiß verkauft wird.

    Lieber Herr Böhmer,

    sie kann den Sauerstoffgehalt in meinem Blut messen, die nächste Apple-Watch. Kompliment! Der kalifornische Obsthändler ist echt Meister darin, nutzloses Zeug als heißen Scheiß zu verkaufen.

    Der andere Verkaufsprofi mit A aus den USA fängt derweil an, die Rich Kids anzufixen. Amazon zimmert dafür „Luxury Stores“. Dort sind die Markenherrschaften frei in der Entscheidung, welche Produkte sie über Amazon verkaufen wollen, wie die Preise aussehen und wie der Auftritt gestaltet werden soll.

    Voll nett - Der kleine Oscar de la Renta hat schon angebissen.

    Das Einzige, was mich heute amüsiert, ist der Grund, warum der Schauspieler Hugh Jackmann laut dem Schauspieler Ryan Reynolds Kinder anschreit und seinen Hund misshandelt.

    Kaffeemangel?

    Gibt es von Apple irgendwann auch mal eine Uhr, die den Coffeingehalt im Blut misst?

    Schönen Abend noch

    Rolf Schröter

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Aktuelles - Kultur und Medien

  • Kurfuerst Karl Albrecht als Kaiser Karl VII
    Die Macht am Rhein
    Kaiserliche Macht am Rhein - Das Kaiserjahr

    Die große Landesausstellung der GDKE "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht" im Landesmuseum Mainz ist auf ein großartiges Medieninteresse gestoßen, am nächsten Sonntag, 20.9., 18.45 Uhr, präsentiert "Bekannt im Land" ein 30-minütiges Feature über die Ausstellung und über ausgewählte Korrespondenzorte in Rheinland-Pfalz im SWR Fernsehen mit dem Titel:

    Die Macht am Rhein

    Unterwegs zu den Kaisern des Mittelalters

    Das Land Rheinland-Pfalz hat ein Kaiserjahr ausgerufen. Der Anlass ist eine große, mit hochkarätigen Exponaten bestückte Ausstellung im Landesmuseum Mainz zu den mittelalterlichen Kaisern und den Säulen ihrer Macht.

    Flankiert wird sie von kleineren Ausstellungen und Aktionen im ganzen Land, zum Beispiel in der Kaiserpfalz in Ingelheim, in der Klosterruine Limburg bei Bad Dürkheim oder auf der Burg Trifels in der Pfalz.

    Thematisch beleuchtet wird der machtstrategische Einfluss des Mainzer Klerus auf Kaiser und Könige, aber auch die Rolle, die wichtige Städte wie Worms, Speyer und Mainz oder die dortigen jüdischen Gemeinden dabei spielten. 

    Bekannt im Land begibt sich auf eine spannende Zeitreise und zeigt, wie groß der Einfluss der Kirchenvertreter, Adeligen und Bürger der hiesigen Rheinregion für die politischen Machtkonstellationen und Grenzziehungen im Mittelalter in ganz Europa war.

    Die Ausstellung "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht", die noch bis zum 18. April 2021 im Landesmuseum Mainz zu sehen ist.

    Autor: Andreas Berg

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  • Der Maler-Shootingstar Leon Loewentraut kommt nach Monheim
    Maler-Shootingstar Leon Löwentraut
    Monheim trotzt Corona mit Leon Löwentraut - In Time

    Monheim trotz(t) Corona. Mit einem Paukenschlag eröffnen die Monheimer Kulturwerke die neue Saison. Auf Einladung von Martin Witkowski, Intendant und Geschäftsführer der Monheimer Kulturwerke, präsentiert der deutsche Maler-Shootingstar Leon Löwentraut (22 Jahre) vom 26. September bis 17. Oktober in der Kulturraffinerie K714 in Monheim auf über 2.000 qm in Kooperation mit der Galerie Geuer & Geuer eine große Werkschau mit dem Titel „Leon Löwentraut – In Time“.

    Gezeigt werden: Seine neue großformatige Bildserie „Lockdown“, neue Zeichnungen – meist Kohlekreide auf Büttenpapier –, weitere Gemälde und limitierte, von Hand übermalte Leinwandarbeiten sowie erstmals seine neue, noch nie in einer Ausstellung gezeigte 1.90 m hohe, handübermalte Bronzeskulptur, die sich mit seinem zentralen Thema „Different Minds“ auseinandersetzt.

    Zudem  werden die 17 Unikate der berühmten Bilderserie #Art4GlobalGoals zu sehen sein:  Löwentraut, der 2017 als alleiniger Künstler für die künstlerische Interpretation der von der UN verabschiedeten 17 globalen Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (kurz: SDGs) der Weltgemeinschaft ausgewählt wurde, macht mit der von der UNESCO, der YOU Stiftung und Geuer & Geuer Art unterstützten Kampagne #Art4GlobalGoals weltweit auf die Bedeutung der Ziele aufmerksam.

    Zu den Goals gehören u.a.: Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle sowie Frieden und Gerechtigkeit.

    Die Eröffnungsausstellung zur Kampagne fand 2018 im UNESCO Headquarter Paris statt. Seitdem war der Zyklus in verschiedenen Museen, u.a. im renommierten Puschkin-Museum in St. Petersburg und im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, zu sehen. Jetzt wird er in Monheim am Rhein präsentiert.

    Ergänzt wird Leon Löwentrauts Nachhaltigkeitszyklus durch seine neue, noch nie in einer Ausstellung gezeigte, 1,90 m hohe, handübermalte Bronzeskulptur, die sich, mit seinem zentralen Thema „Different Minds“ auseinandersetzt und sein persönliches Fazit der 17 Goals darstellt:

    Die Skulptur, sozusagen sein 18. Goal, dient Leon Löwentraut als Hinweis an die Betrachter, sich mehr ihrer positiven Seite als ihrer dunklen, negativen Seite zu widmen. Gleichzeitig dient sie als Appell, sich Gedanken über die 17 Goals zu machen, diese zu verinnerlichen und sich bewusst für eine positive Lebensweise zu entscheiden.

    Spektakulär wird auch die Ausstellungsarchitektur ausfallen: Vier große, feuerrote Kuben werden in die zukünftige Kulturraffinerie K714 eingebaut.

    Sie nehmen die spätere Kubatur des geplanten Veranstaltungssaales vorweg, der in der geplanten Mehrspartenhalle wie ein Gebäude im Gebäude zwischen den tragenden Hallenstützen eingesetzt wird. Hintergrund:

    Die 1913 gegründeten Mineralölwerke Rhenania-Ossag, später Shell, errichteten in Monheim unmittelbar am Rhein eine große Raffinerie, in der mehrere hundert Beschäftigte viele Dekaden  bis 1987 Schmieröle und Bitumen produzierten.

    Die alte Fassabfüllhalle  der ehemaligen Raffinerie war zur Zeit ihres Entstehens eine moderne und sehr progressive Bauform im Bereich des Gewerbebaus und steht aufgrund ihrer wegweisenden Architektur heute unter Denkmalschutz.

    Das einstige Mineralölwerk nutzte die Halle, um Rohöl aus Venezuela sowie Petroleumrückstände aus Rumänien zu Schmierölen zu verarbeiten und die aufbereiteten Öle abzufüllen.

    Unmittelbar nach der Ausstellung wird die mehr als 100 Jahre alte Fassabfüllhalle zu einer modernen, multifunktionalen Mehrspartenhalle umgebaut werden.

    Dabei soll die einzigartige, denkmalgeschützte Säulenstruktur erhalten bleiben, während in das Innere des Gebäudes ein moderner Kubus eingesetzt wird, der mit dem historischen Bestand eine Einheit bilden wird. Die Werkschau von Leon Löwentraut ist die letzte Ausstellung vor dem Umbau der ehemaligen Raffinerie zum Mehrspartenhaus.

    Leon Löwentraut betont: „Wie die Stadt Monheim hier nachhaltig mit ihrer ehrwürdigen Industriearchitektur umgeht, sie sensibel in einen Ort der Begegnung, der Kultur verwandelt, gefällt mir und beeindruckt mich.

    “ Er fügt hinzu: „Kunst ist immer auch Erinnerungsarbeit.  Ich würde es begrüßen, langfristig mit den Monheimer Kulturwerken weitere künstlerische Aktionen zu kreieren.“

    Im Rahmen der Ausstellung werden auch vier Kurzfilme über Leon Löwentraut gezeigt.

    Der deutsche Maler Leon Löwentraut hat die Kunstwelt im Sturm erobert. Einzelausstellungen u.a. in New York, London, Berlin, Florenz, St. Petersburg, Düsseldorf, Kopenhagen und Singapur zeugen nicht nur davon, dass sich der 22-jährige Künstler in kürzester Zeit auf dem internationalen Kunstmarkt etabliert hat, sondern sind zugleich Beweis seiner Aktualität in der kontemporären Kunstszene. 

    Sein unverwechselbarer, energievoller Stil aus leuchtender Farbigkeit und vibrierenden Formenrhythmen trifft den Nerv der Zeit. Kraftvolle Linien, pastös, mitunter direkt aus der Tube gesetzt, sind Ausdruck seiner Kompromisslosigkeit.

    Repetitive und dynamische Ornamentstrukturen, gepaart mit abstrahiert-expressiven Menschen, Köpfen und Silhouetten gehören dabei zu dem bevorzugten Bildkanon des Wahl-Düsseldorfers.

    Seine formale Bildsprache bezieht sich auf eine verbindende Repräsentanz des eurozentrisch geprägten, kulturellen Bildgedächtnisses. Expressiv und spannungsreich offenbaren Löwentrauts Arbeiten ihre narrativen Qualitäten und geben Einsicht in seinen Blick auf die Welt.

    Stargalerist Dirk Geuer, Inhaber und Geschäftsführer des Familienunternehmens Geuer & Geuer Art, verlegt seit über 30 Jahren exklusive Editionen im Bereich Skulptur und Grafik und arbeitet weltweit mit vielen bedeutenden Künstlern der Gegenwartskunst direkt zusammen, u.a. mit Julian Schnabel, Günther Uecker, Tony Cragg, Hermann Nitsch, Heinz Mack, HA Schult und Jiri Dokoupil.

    Seit 2016 ist er der weltweite Exklusivverleger des grafischen Werkes von Julian Schnabel und seit 2017 der Hauptgalerist von Leon Löwentraut.

    Zunehmend arbeitet er mit US-amerikanischen Künstlern zusammen und konnte neben Schnabel und Mel Ramos auch internationale Größen wie David LaChapelle und Alex Katz für unmittelbare Kooperationen und Ausstellungsprojekte gewinnen.


    VERNISSAGE: 26. September 2020

    Für die Besucher der Ausstellung bieten wir drei Zeitfenster an:    

    14 Uhr, Beginn Vernissage, bis 16 Uhr

    17 Uhr - 18.30 Uhr

    20 Uhr - bis 21.30 Uhr

    Tickets unter www.monheimer-kulturwerke.de

    Die Sicherheitsvorkehrungen der Monheimer Kulturwerke entsprechen den aktuellen Corona-Richtlinien.

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  • Spielen in der digitalen Welt kann einen großen Spass machen
Mit einem VR-Headset kannst du auch in einem Virtual-Reality-Casino spielen
    neue Inhalte im Internet finden
    3 Digitale Aktivitäten für 2020

    Wenn der Sommer zu Ende geht, werden wir mehr Zeit drinnen neben dem Feuer verbringen. Aber das Internet bietet neue und innovative Möglichkeiten, Menschen zu unterhalten. Von klassischen Ideen bis zu "New Age" -Ideen werden wir heute drei aufregende Dinge präsentieren, die im Inneren digital gemacht werden können.

    Entdecke neue Inhalte

    Mit den kostenlosen Testversionen von Netflix und Amazon Kindle ist das Auffinden neuer Inhalte einfacher als zuvor. Video-Streaming-Dienste stellen sehr viele Filme zur Verfügung. Es wird gesagt, dass Netflix 35.000 Stunden Inhalt auf seiner Plattform hat. In 4 Jahren konnte man alles sehen, wenn man nicht schläft.

    Wenn du nur manchmal Inhalte ansiehst, ist Netflix eine gute Option. Du kannst jederzeit neue Inhalte ansehen und deine Perspektive mit einem neuen Film oder einer neuen TV-Show erweitern. Oder ein Buch zu lesen ist auch ganz einfach auf Amazon Kindle mit über 3 Millionen Büchern.

    Vertief dich in Gaming

    Wenn du neue Hobbys finden möchtest, ohne dein Zuhause zu verlassen, kannst du dies durch immersives Spielen in der digitalen Welt tun. Spiele wie Grand Theft Auto V, Assassins Creed Odyssey, Battlefield V, The Witcher 3 und viele andere bieten mithilfe ihrer ultrarealistischen Grafik ein umfassendes Erlebnis.

    Wenn du ein starkes Gaming-Setup hast, ist es jetzt an der Zeit, es zu verwenden und die Grafikeinstellungen zu maximieren.

    Wenn deine Grafikkarte jedoch nicht erstklassig ist, gibt es andere Arten von Spielen für dich. Casino-Spiele bieten beispielsweise ein beeindruckendes Erlebnis mit realistischen Grafik- und Audioeffekten, ohne deinen Computer zu ermüden.

    Du kannst sogar viele Online Spielautomaten auf deinem Mobiltelefon spielen und immer noch das gleiche Spielerlebnis wie an Land-Spiele haben. Wenn du auch ein VR-Headset hast und dein Handy ein Gyroskop enthält (wie die meisten Handys), kannst du die Niveau erhöhen und in einem Virtual-Reality-Casino spielen.

    Egal, ob du intensive oder einfache Spiele magst, du kannst dennoch viele alltägliche Aktivitäten durch Spiele ersetzen. In einem Videospiel kann man alles erleben, vom Glücksspiel über das Fahren bis zur Jagd oder auf Reisen.

    Nehmen Sie an einer digitalen Veranstaltung teil

    Virtuelle Museumsführungen, Workshops und Nachtclubs können digital angesehen werden. Berühmte Künstler wie John Legends, Coldplay und Pink haben Konzerte auf Youtube und anderen kostenlosen Stream-Plattformen veranstaltet. Marshmello und Travis Scott haben auch Live-Konzerte in Fortnite veranstaltet. Sie können all diese weiterhin kostenlos online ansehen.

    Du kannst Kunstausstellungen und Museumsführungen auch online erkunden. Berühmte Museen aus den USA, Seoul und auch das Pergamonmuseum aus Berlin veranstalten jetzt virtuelle Führungen.

    Wenn du in Partystimmung bist, gibt es viele virtuelle Nachtclubs, die sogar eine Warteschlange haben. Zusammenfassend kann man so ziemlich alles virtuell erleben.

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