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Exklusiv Interviews

09.03.2022 asiatische Philosophien und Heilmethoden

GFDK - Interviews und Portraits

Den Kampf um die Gleichberechtigung werden weder ein Weltfrauentag noch das allgegenwärtige Gendern entscheidend beeinflussen. Und doch geht die Tendenz in die richtige Richtung. Mit 14 begann ich zu meditieren, gleichzeitig erwachte meine Begeisterung für asiatische Philosophien und Heilmethoden.

Die Hochschule schloss ich in Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) ab. Je älter ich wurde, umso mehr studierte ich unterschiedlichste ganzheitliche Gesundheitsansätze und gründete unter anderem ein Zentrum für Alternative Medizin in Kathmandu/Nepal.

Danach arbeitete ich an einem Detox-Forschungsprojekt, das meinen weiteren Lebensweg ebenso beeinflussen sollte. Gemeinsam mit meinem Mann John eröffnete ich 2005 unser holistisches Healing-Resort Kamalaya auf Koh Samui/Thailand.

Dort spielen Entgiftungs-Programme neben vielen anderen Angeboten eine Rolle. Für alle, die unsere Philosophie nicht kennen:

Kamalaya ist ein Ort, in dem uraltes medizinisches und spirituelles Wissen sowie die neuesten Erkenntnisse ganzheitlicher Heilmethoden so miteinander wirken, dass Gesundung auf allen Ebenen – nämlich in Herz, Verstand, Körper und Geist – geschieht.

Für viele Gäste sind die individuell auf sie zugeschnittenen Programme ein emotional bewegender Prozess, der ihnen tiefe Erholung und große innere Zufriedenheit beschert. Wer mag, verfolgt uns online mit Kamalaya Connect und unserem Podcast.“ 

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27.02.2022 Umarme deine Unzulänglichkeit

GFDK - Interviews und Potraits

“Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.” (Nelson Mandela)

Mitreißender Dance-Pop und eine klare Message: Sei ein Löwe, Du bist nicht allein! In ihrem brandneuen Song “Worthy” (dt. wertvoll) macht die Kölner Sängerin Lenny Pojarov all denen Mut, die seit der Pandemie unter Selbstzweifeln leiden und Angst vor der Zukunft haben. Und sie weiß genau, wovon sie singt:

“Während des Lockdowns war mein Selbstwertgefühl gleich null”, gesteht die charismatische Musikerin, und ergänzt: “Als ich das, was ich über alles liebe – auf der Bühne stehen und singen -  nicht mehr tun konnte, wusste ich plötzlich nicht mehr, wer ich eigentlich bin. Ich hatte eine echte Identitätskrise.”

Nur die ungebremste Begeisterung für Musik half Lenny, diese schwierige Phase ihres Lebens durchzustehen. Sie blieb kreativ, gab Online-Konzerte, ließ sich nicht unterkriegen. 

Dann schickte ihr ihre in London lebende Freundin Aluel Ayok, Songwriterin und in diesem Projekt auch Co-Autorin, folgende Textzeilen: “Auch Albträume sind Träume. Umarme Deine Unzulänglichkeit. Gib jetzt nicht auf!” Und ihr war sofort klar: Das wird mein neuer Song.

Wie schon „Without You“, mit mehr als 100.000 Streams Lenny Pojarovs erfolgreichste Single auf Spotify, wurde auch “Worthy” von RE:MIND aus Düsseldorf produziert. Das Video zum Song erscheint am Freitag, dem 18. März 2022, bei YouTube unter: https://www.youtube.com/user/LennyPea/videos

Zur musikalischen Einstimmung auf den Frühling schenkt uns Lenny Pojarov eine optimistische, tanzbare Botschaft mit Ohrwurm-Garantie. Ihr Credo: Jeder Mensch hat Würde, ist einzigartig und wertvoll. Und auch wenn es mal gar nicht läuft: Glaub immer an Dich! 

Lenny Pojarov begann bereits im zarten Alter von sechs Jahren ihre Klavierausbildung, später kamen noch Gitarren- und Ballettunterricht hinzu. Damit setzte sie schon früh den Grundstein für ihre musikalische Laufbahn.

Heute bietet sie ihre Musik – schönsten Pop in all seinen Farben – in unterschiedlichen Bühnenshows an. Durch TV-Auftritte in der SAT. 1-Show "Let the music play - Das Hit Quiz" und in der VOX-Sendung “Shopping Queen” – die sie beide gewann - ist sie bundesweit bekannt geworden.

Weitere Infos unter: www.lennypojarov.com

WORTHY erscheint am 11. März 2022 auf allen gängigen Plattformen.

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18.02.2022 Liebe zu den Hochfügener Bergen

GFDK - Interviews und Portraits

Die große Liebe hat Kai Ruppel bisher nicht gefunden. Auch nicht nach seinem Auftritt in der RTL-Serie „Bauer sucht Frau“ 2019. Doch entmutigen lässt sich der 43-jährige Landwirt aus dem hessischen Büdingen nicht. „Wenn  es nicht die Liebe zu einer Frau sein kann, dann eben die zu den Hochfügener Bergen.“

Das Sonnenskigebiet im Tiroler Zillertal kennt er seit seiner Kindheit. Und den Traktor mal gegen eine Pistenraupe zu tauschen, ist sein großer Jugendtraum. Den hat Kai sich jetzt kurzerhand erfüllt:

Statt seine Felder mit einem 240 PS starken 6,5-Tonner zu bearbeiten, präpariert der Single-Mann noch bis Ende März 2022 die rund 41 Pistenkilometer des österreichischen Skigebiets.

Seine freie Zeit verbringt der gelernte Betriebselektriker, den Kollegen 2019 zur Bewerbung bei „Bauer sucht Frau“ überredet hatten, am liebsten auf der Piste.

Zwischen 1.450 und 2.500 Metern am Eingang des Zillertals gelegen, gilt Hochfügen als besonders schneesicher – viel Arbeit für Kai und seine acht Pistenbully-Kollegen. Wir haben den Landwirt aus Hessen in Hochfügen getroffen und ihm einige Fragen gestellt.

Wie kommst Du von der hessischen Kleinstadt Büdingen nach Hochfügen?

Kai Ruppel: Das Wintersportgebiet kenne ich seit meiner Kindheit. Meine Eltern fahren seit 1986 ins Tiroler Zillertal. Richtig Skifahren gelernt habe ich dann durch Skikurse in Hochfügen. Das sind sehr schöne Kindheitserinnerungen, die hängengeblieben sind.

Du tauscht den Traktor gegen einen Pistenbully. Klingt eher ungewöhnlich. Was hat Dich dazu bewogen?

Da komme ich wieder auf meine Skierlebnisse aus der Kindheit zurück. Pistenraupen haben mich schon seit jeher fasziniert, und ich wollte immer mal so ein gewaltiges Gefährt steuern.

Im Winter habe ich sehr viel Zeit, da mein Ackerbaubetrieb von Ende November bis Mitte März ruht. Genau dann ist das Wetter in meiner Heimat besonders grau.

Da es um diese Jahreszeit in Hochfügen viel schöner und sonniger ist, habe ich kurzerhand beschlossen, meinen Kindheitstraum zu verwirklichen.

Befreundete Bergbauern in Hochfügen haben für mich den Kontakt zur Skiliftgesellschaft gemacht, sonst wäre ich dort nicht reingekommen. Da hatte ich großes Glück.

Welcher der Zehntonner ist schwieriger zu fahren?

Traktorfahren kann ich natürlich aus dem Effeff. Pistenbully fahren erfordert höchste Konzentration, gerade die Führung von Schild sowie Fräse ist sehr anspruchsvoll und komplex.

Die Einstellungen sollte man unbedingt täglich neu anpassen, da sie abhängig von Wetter, Temperatur, Schneehöhe und -beschaffenheit sind.

Entsprechend benötigt der Pilot trotz der hochtechnischen Ausstattung absolutes Fingerspitzengefühl. Die Skiliftgesellschaft Hochfügen legt sehr großen Wert auf erstklassige Pisten, da sollte man nicht schludern.

Hast Du vorher einen Pistenbully-Kurs gemacht?

Nein, das ging ganz zackig. Mein Vorarbeiter ist am ersten Tag eine Stunde mitgefahren und hat mich eingewiesen, seitdem fahre ich ohne Begleitung. „Allein lernt sich‘s am besten“, meint der Chef.

Was macht eine Piste perfekt?

Das Skigebiet Hochfügen ist bekannt für seine perfekt präparierten Pisten. Dabei spielen allerdings viele Faktoren mit, ich muss Schild und Fräse immer individuell nach den Bedingungen einstellen. Nur so können wir für unsere Gäste den perfekten Ski-Teppich hinlegen. 

Ihr seid die Helden der Nacht. Wann beginnt und endet dein Arbeitstag?

Gewöhnlich fahren wir von 16 bis 1 Uhr nachts. Abhängig von den örtlichen Bedingungen dauert die Schicht auch gern mal etwas länger.

Bei Neuschnee sieht es ganz anders aus, dann bleiben wir die Nacht über am Berg, an der Talstation des 8er-Jet zum Beispiel gibt es Betten. Wir schlafen ca. zwei bis vier Stunden, bevor es um vier Uhr weitergeht, bis die Gäste ab 8.30 Uhr die optimale Bahn vorfinden.

Welche Piste ist Dein absoluter Favorit? 

(Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen.) Am 8er-Jet die schwarze Sechs! Die breite, steile Piste Vollgas hinunter zu heizen, große Bögen zu fahren und auf der Kante die Kurve zu schneiden –  das ist für mich der absolute Kick, Adrenalin pur. 

Wo ist dein Lieblingsort in Hochfügen? 

Die Bergstation des Zillertal Shuttle auf 2.400 Metern, wenn die Sonne untergeht und nur noch die Gipfelspitzen angeleuchtet werden.

Von da oben hat man einen genialen Blick auf das gesamte Bergpanorama. Nach Betriebsschluss herrscht dort absolute Stille. Das ist jedes Mal ein Highlight.

Vermisst du deine Schafe und Ziegen denn nicht, wenn Du den ganzen Winter in Hochfügen bist?

Auf dem Hof in Büdingen haben wir fünf Schafe und drei Ziegen. Sie werden von meinem Sohn bestens versorgt. Pascal ist 18 und macht gerade eine Ausbildung zum Koch. Wer weiß, vielleicht kommt er nach der Ausbildung als Koch nach Hochfügen?  

Was war in dieser Wintersaison dein schönstes Erlebnis?  

Das war Anfang Februar, als es über Nacht gut einen Meter Neuschnee auf einmal heruntergehauen hat. Wir haben oben übernachtet und ab 4 Uhr morgens in der Pistenraupe gesessen. Die Stimmung, als langsam die Sonne aufging und die weiße Pracht zu glitzern anfing, war einfach einzigartig.

Wie ist die Gemeinschaft unter den Pistenbully-Fahrern?

Der Beruf des Pistenbully-Fahrers ist nicht nur ein Job, sondern eine Leidenschaft. Wir verbringen ja auch viel Zeit miteinander.

Ab Saisonbeginn bis Ende Februar findet immer freitags die Tourennacht von der Talstation 8er-Jet mit Einkehrschwung bis 21 Uhr in der Pizzeria der 8er Alm statt. Um 18.30 Uhr fahren alle sieben Pistenraupen im Konvoi die schwarze Piste hinauf.

Das ist ein irres Gemeinschaftsgefühl und für mich eine echte Herausforderung, die Spur zu halten. Wir essen dann oben gemeinsam und bearbeiten am Ende die Tourenpisten, damit morgens wieder alles tipptopp ist. Das ist eine ganz besondere Tradition der Skiliftgesellschaft.

Kommst Du nächsten Winter wieder nach Hochfügen?

Ich würde sehr gerne wiederkommen! Ich denke die Aufnahmeprüfung habe ich bestanden, aber mal schauen, was meine Kollegen und Vorarbeiter am Ende der Saison sagen.

Deinen Traumjob in den Bergen hast du gefunden. Wie sieht es mit Deiner Traumfrau aus? Bist Du noch zu haben und wo könnte Dich die potenzielle Kandidatin finden, wenn du mal nicht im Pistenbully oder auf Skiern unterwegs bist?

Am liebsten sitze ich nachmittags beim Aar Wirt in Hochfügen. Bei der Chefin Martina gibt´s den besten Kaiserschmarrn, aber bitte ohne Rosinen.

Den würde ich jederzeit gern teilen. Auch eine Möglichkeit wäre die Mitfahrt in meinem Pistenbully. Die Nachttour auf dem Beifahrersitz konnten unsere Gäste die letzten Jahre dreimal wöchentlich buchen, musste nur bislang ausgesetzt werden.

Wenn es die allgemeine Situation wieder zulässt, wäre das ein absolutes Highlight für mich, genauso wie das Absacker-Gläschen in der Gogola-Alm.

Interview: Ariane Husung/AHM

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01.01.2022 Sanfter Wintersport im Tiroler Lechtal

GFDK - Interviews und Portraits

„Mehr Zeit für mehr Raum“ lautet das Motto: Fernab vom alpinen Skitourismus gilt das Tiroler Lechtal als weitläufiges Dorado für Tourengeher. Damit trifft die zwischen Lechtaler und Allgäuer Alpen gelegene Bergregion den Nerv vieler Wintersportler.

Laut aktuellen Erhebungen unter anderem des Deutschen (DAV) und Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) wächst die Zahl der Skitourengeher jährlich um etwa sechs bis zehn Prozent.

Um Gelände und Lawinengefahren (besser) kennen zu lernen, haben der Tourismusverband Lechtal und die Arbeitsgemeinschaft Lechtal Guiding e.V. von 16. bis 23. Januar 2022 die „Lechtaler Skitouren Tage“ ins Leben gerufen.

Das Angebot reicht von Lawinenkursen sowie geführten Ski- und Schneeschuhtouren bis hin zu einem umfassenden Rahmenprogramm.

Fünf wertvolle Tipps zur Vorbereitung für die erste Skitour gibt Hubertus Lindner, Bergführer und Betreiber der Bergschule Lechtal schon jetzt.

1. Voraussetzungen

Bei Skitouren unterscheidet man Schwierigkeitsgrade von leicht bis extrem anspruchsvoll. Für Anfänger eignen sich zunächst so genannte Pistenskitouren, bei denen sie sich mit den Eigenschaften von Tourenski, Schuhen und Bindung vertraut machen können:

„Für eine Skitour im gesicherten Skiraum genügen die Fertigkeiten vom Pisten-Skifahren. Anschließend sollten künftige Tourengeher die Fahrtechnik step by step ins Gelände übertragen, am besten unter Anleitung eines staatlich geprüften Skilehrers oder -führers.

Denn jeder Fehler hinsichtlich des Fahrverhaltens wirkt sich im Gelände ungleich stärker aus. Eine schlechte Skitechnik bedeutet bei Skitouren daher höheres Risiko. Stürze können nicht nur zu Verletzungen, sondern auch zu Lawinenabgängen führen“, so Ski- und Bergführer Hubertus Lindner.

2. Vorbereitung

Konditions- und Krafttraining, wie es Aktive vom Skifahren kennen, ist laut dem Lechtaler Berg- und Skiführer Hubertus Lindner besonders wichtig – sei es als Workout im Fitness-Studio oder bei Klimmzügen im Wald.

Die technischen Fertigkeiten lernen Outdoor-Enthusiasten am besten durch regelmäßiges Ski-und Techniktraining in einer angeleiteten Gruppe, zum Beispiel bei einer Alpinschule.

Dort geht es vor allem um Tourenplanung, Lawinengefahr und -strategien, Ausrüstung, Verhalten während der Tour und den Ernstfall einer Lawinenverschüttung.

3. Ausrüstung

Ausrüstung ist nicht gleich Ausrüstung, denn Skitour ist nicht gleich Skitour, so das Credo von Hubertus Lindner aus dem Lechtal:

„Während wir beim Freeriden mit leichtem Gepäck, Lawinenairbag, Notfallausrüstung und Skihelm starten, sind wir beim Skibergsteigen mit Pickel, Steig- und Harscheisen, Abseilgerät, Klettergurt sowie leichtem Helm alpinistisch unterwegs.“

Was laut dem Tiroler Experten niemals fehlen darf: Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), Sonde, Schaufel, Erste-Hilfe-Paket, Biwaksack, Stirnlampe, kleines Multifunktionswerkzeug,

Sonnencreme sowie etwas Warmes zum Unter- und Überziehen. Socken, Unterwäsche, Mütze und Stirnband können Tourengeher übrigens von ihrem alpinen Ski-Equipment nutzen – mehr allerdings nicht.

4. Leihen oder kaufen?

Ski, Felle, Teleskopstöcke sowie Notfallset sind Ausrüstungsgegenstände, die Touren-Neulinge laut Bergführer Hubertus Lindner gut ausleihen können, auch wenn dieses Vergnügen nicht ganz günstig ist:

Die Gebühren für Notfall- und Skiausrüstung beziffert er auf etwa 100 Euro pro Tag. Allerdings sparen sich Wintersportler so die wichtige und aufwendige Pflege des Equipments. 

Zum Kauf rät Hubertus Lindner vor allem bei Touren-Schuhen: Werden diese nicht im Fachgeschäft anprobiert, warten die Schmerzen schon nach wenigen Metern.

Sollten Tourengeher bei ihrem Hobby bleiben wollen, empfiehlt der Lechtaler Bergführer, im nächsten Schritt in eine Notfallausrüstung – sprich LVS-Gerät, Sonde, Schaufel und Erste-Hilfe Paket – zu investieren (etwa 400 Euro).

5. Essen und Trinken

„Einsteiger sollen mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit mit auf eine Tour nehmen, am besten nur leicht gesüßten Tee in der Thermoskanne“, so Hubertus Lindner. Beim Essen gilt die Regel „Nährwert geht vor Zuckergehalt“.

Hubertus Lindner: „Zucker in Form von billigen Müsli- oder schlimmer noch Schokoriegeln zuzuführen, bringt den Stoffwechsel aus seiner Balance.“

Die fatale Folge: Tourengehern droht im letzten Drittel häufig eine Unterzuckerung. Konkret rät der Lechtaler, zum Beispiel Trockenfrüchte wie Datteln in den Rucksack zu packen.

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26.08.2021 Hotel Jungbrunn, Tannheim/Tirol

GFDK - Interviews und Portraits

Lebenserfahrung ist etwas, das man in keinem Studium, Praktikum oder Buch lernen kann – davon ist Marcel Gutheinz vom Jungbrunn in Tirol überzeugt.

Dementsprechend befindet sich der junge Hotelier in ständigem Austausch mit seinen Abteilungsleitern sowie den Eltern Markus und Ulrika, die den „Gutzeitort“ im österreichischen Tannheimer Tal nach 25 außergewöhnlichen Jahren vertrauensvoll in die Hände ihres einzigen Sohnes übergeben haben.

Seit 2017 leitet er den Betrieb mit 150 Angestellten erfolgreich in dritter Generation und führt die Philosophie seiner „Lebenslehrer“ weiter: „Man muss immer offen für Neues bleiben und tagtäglich hart an sich arbeiten.“

Doch auch wenn der gelernte Hotelbetriebswirt, Koch und Sommelier dankbar ist für jeden Rat, trifft er die finalen Entscheidungen am Ende doch selbst.

„Dabei geht es vor allem darum, im Sinn des Unternehmens zu handeln“, findet der 32-Jährige, seit 2020 verheiratet. Damit sei aber nicht gemeint, dass das Hotel mit seinem 7.900-Quadratmeter-Spa mehr Betten haben müsse – im Gegenteil:

Die jetzige Größe mit 92 Zimmern, Suiten und Apartments hält er für perfekt und möchte lieber kontinuierlich die Qualität steigern. „Meine Vision ist vielmehr, das Jungbrunn auch weiterhin als Vorreiter in Sachen Design zu etablieren, aber nicht nur:

Mir geht es speziell um die Wertschätzung der Menschen im Haus. Auch in Zukunft sollen Freigeister und außergewöhnliche Charaktere im Jungbrunn zusammenkommen und die einzigartige Atmosphäre kreieren, in der sich Gäste wie Mitarbeiter so wohlfühlen.“

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10.06.2021 15 Jahre harry’s home hotels & apartments

GFDK - Interview und Portraits

harry’s home feiert Geburtstag: In Graz/Österreich eröffnete vor 15 Jahren das erste Haus der familiengeführten Hotelkette mit Firmensitz in Innsbruck. Heute sind die harry’s home hotels & apartments mit demnächst acht Standorten in der DACH-Region vertreten – weitere werden in Kürze folgen.

Im Interview spricht Geschäftsführer und Gründer Harald Ultsch über das Erfolgskonzept der Marke, wo eine Expansion Sinn macht und wie sich das Reiseverhalten seiner Einschätzung nach künftig ändern wird.

Herr Ultsch, aus aktuellem Anlass: Wie sind Sie in den vergangenen Monaten mit der Krise umgegangen?

Nachdem sich unsere harry’s home hotels & apartments in der DACH-Region befinden, mussten wir ständig und sehr unterschiedlich reagieren.

Eine Planung über mehr als zwei Wochen war nie möglich. Kurzarbeit, reduzierte Öffnungszeiten, positive Corona-Fälle von Gästen und Mitarbeitern – es galt stets neue Lösungen zu finden.

Kaum hatte die Auslastung zumindest unter der Woche wieder zugenommen, kamen plötzlich erneute Reisebeschränkungen, Ausgangsverbote und alle Reservierungen mussten wieder storniert werden.  

Welche konkreten Maßnahmen konnten Sie diesbezüglich für die Hotels umsetzen

Trotz allem hielten wir unsere Hotels durchgehend offen und mussten uns wöchentlich mit den geänderten Bedingungen auseinandersetzen.

Wir haben immer alle Möglichkeiten, Zimmer zu verkaufen, ausgeschöpft. Mit unseren harry’s home Apartments konnten wir mehr Nachfrage generieren als mit den klassischen Hotelzimmern. Aber auch „Day use“ und Homeoffice stellten wir zur Verfügung, wo es erlaubt war.

Das Frühstück wurde jeweils der aktuellen Lage angepasst – von der Frühstücksbox über einen servierten Frühstücksteller bis hin zum (reduzierten) Buffet.

Mit der harry’s HOME Tour schafften wir zudem ein attraktives Angebot, um Gästen eine Vergünstigung anzubieten – und zwar indem sie innerhalb von zwei Wochen in mehreren harry’s home Häusern an unterschiedlichen Standorten nächtigen.

Nach dem ungewöhnlichen Jahr 2020 folgt jetzt das Jubiläum. 2006 begann die Geschichte der harry’s home hotels & apartments mit dem ersten Haus in Graz/Österreich. Wie fällt Ihre Bilanz nach 15 Jahren harry’s home aus?

Durchweg positiv. Unser Ziel, in den drei Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz aktiv zu sein, haben wir erreicht. Weitere Standorte sind bereits fix und in den nächsten drei Jahren werden wir auf 20 Hotels wachsen.

Im Rahmen unseres aktuellen Relaunches ist uns allerdings klar geworden, dass wir die Marke noch fokussierter ausrichten müssen.

Was genau meinen Sie damit?

harry’s home ist das perfekte Zuhause für moderne Nomaden. Also für Menschen, die viel reisen und genau wissen, was sie unterwegs brauchen.

Ein wesentlicher Punkt ist für uns, dass man auf Reisen seine Gewohnheiten beibehalten kann, ganz gleich, ob bei Kurz- oder Langzeit-Aufenthalten.

Deshalb ist „Wohnen“ für uns einer der zentralen USPs. Dies wird auch bei den kommenden Neueröffnungen innenarchitektonisch umgesetzt.

Was macht Ihre Hotels so besonders?

Sie richten sich dank unseres Baukastenprinzips „Create your stay“ nach den individuellen Wünschen der Gäste. Sie können ihr Produkt selbst zusammenstellen und bestimmen damit gleichzeitig den Preis.

Unsere Kunden wählen auf unserer Website zwischen fünf buchbaren Studiotypen, fügen Dienstleistungen hinzu oder lassen sie eben weg.

Wir halten es analog der Auto-Industrie. Wer ein Fahrzeug online konfiguriert, kann alle möglichen Features mit wenigen Clicks bestimmen.

Mit einem neuen Hotelprogramm, welches wir derzeit installieren, wird das noch besser umgesetzt.  

Ein weiteres Motto lautet „Coming home“

Wir wollen ein Gefühl transportieren: Der Gast soll herzlich empfangen werden und Dinge vorfinden, die er kennt und schätzt. Im Idealfall erhält er das Studio, welches er besonders gern hat.

Wir haben – vor allem wochentags unter den Business-Kunden – sehr viele Stammgäste. Erfreulicherweise gelingt es uns, diese in unsere neu eröffneten harry’s homes mitzunehmen und ihnen auch dort ein „Wir-Gefühl“ zu geben.  

Wie erreichen Sie das?

Wir sind ein Familienbetrieb und meine Frau war immer die größte Stütze. Von fünf Familienmitgliedern arbeiten aktuell vier im Unternehmen.

Wir leben „We all are family“. Zum Glück verinnerlichen auch unsere Mitarbeiter dieses Motto. Die freuen sich, wenn sie Gäste wiedersehen.

Wir sind das Gegenteil eines anonymen Hotels: Man kann seine Ruhe haben, wenn man möchte, will man Kontakt, ist jemand da. Wir überlassen es auch dem Gast, ob er die Du- oder Sie-Form wählt.

Im vergangenen Jahr haben Sie in München eine Kooperation mit „Kinderhotels“ gestartet.

Wir sind sehr stolz, dass sie an die harry’s home hotels & apartments herangetreten sind und somit das erste Kinderhotel in der Stadt sein dürfen. „Kinderhotels“ ist eine der stärksten Marken von Familienunterkünften im Alpenraum.

Wir werden dieses Angebot auch in jenen Standorten ausbauen, wo wir die Zielgruppe Familien besonders gut erreichen können.

Die Gastronomie spielt keine große Rolle mehr?

Zumindest nicht die traditionelle. Ein für uns zentrales Thema ist das Frühstück mit überwiegend regionalen Produkten. Wir hinterfragen dies sehr akribisch. Unsere „harry’s home“-Mitarbeiter backen übrigens auch den Kuchen selbst.

Restaurants betreiben Sie aber nicht?

Nein, wir setzen auf „Gastronomie light“ in unseren Lounges. Dazu kommen Coworking-Spaces, alles ganz ungezwungen.

Unsere Hotellobbys gelten als Treffpunkte für Gäste, aber auch für Bewohner aus der Nachbarschaft.

Wir können beobachten, dass heute viel mehr Einheimische die Lobbys besuchen als noch vor zehn Jahren. Speziell in den Städten erwarten wir hier eine große Nachfrage.

Mit dem Thema Fitness haben Sie für Ihr Münchner Haus einen neuen „Baustein“ kreiert.

Stimmt. Genauer gesagt haben wir für Gäste, die gleich nach dem Aufstehen trainieren wollen, ein professionelles Zug- und Gewichtssystem im Zimmer installiert.

Damit kann man ganz ungezwungen verschiedene Morgenübungen machen und anschließend gleich unter die Dusche. Wir wollen bewusst keine Fitnessräume, das können professionelle Studios in der Nähe viel besser.

Im Jahr 2019 haben Sie mit Zürich Ihr erstes harry’s home Hotel in der Schweiz eröffnet.

Die Schweiz zählt zu den Ländern, wo wir gerne weiter wachsen wollen. Als nächstes kommt Bern Ostermundigen, anschließend ein weiteres Hotel im Westen von Zürich.

In welchen Städten und Ländern sehen Sie noch Potenzial?

Bis vor kurzem lebten wir in einer Zeit mit sehr hohem Hotelwachstum, vor allem in deutschsprachigen Ländern. Wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt, ist noch nicht absehbar.

Auf jeden Fall gilt es, eine Nische zu finden und diese zu besetzen. Wir expandieren in Orten, wo Wirtschaft und Tourismus zusammenspielen und damit eine ganzjährige Öffnung wirtschaftlich betrachtet sinnvoll ist.

Wir gehen beide Richtungen, also in attraktive Bezirksorte und in die großen Städte. Drei besonders lebenswerte Städte haben wir mit München, Wien und Zürich schon besetzt.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

harry’s home wird deutlich bekannter sein als heute, wobei wir weiter auf den Megatrend „Wohnen“ setzen. Wir wollen dadurch im Alpenraum in unserem Segment – hybrides Hotel mit Short- und Longstay – Marktführer sein.

Wir haben das Glück, dass wir unsere Kinder begeistern konnten, im Unternehmen zu arbeiten. Unsere beiden Söhne und bald auch deren Schwester werden in zehn Jahren die Geschäfte hoffentlich erfolgreich weiterführen.

Wie streng sind Sie selbst als Gast?

Generell bin ich sehr nachsichtig, vor allem, wenn den Mitarbeitern einmal ein Fehler passiert – allerdings weniger im Wiederholungsfall. Wenig Toleranz habe ich beim Thema Schallschutz, überhaupt keine bei mangelnder Hygiene. 

Wie schätzen Sie das Reiseverhalten in der Zukunft ein?

Es wird vorwiegend erdgebunden sein, das heißt per Auto und Bahn. Problematisch könnten Bus-, ganz schwierig Flugreisen in den nächsten zwei Jahren bleiben.

Die Alpenregionen im Zentrum von bevölkerungs- und einkommensstarken Ländern werden Vorteile haben.

Und was bedeutet das für harry’s home hotels & apartments?

Unsere Hotels befinden sich durchweg in den Alpen- und Alpenvorlandregionen. Die Nachfrage nach Apartments ist groß und hier können wir punkten.

Wir sprechen auch die Zielgruppe Familien mit unseren Hotels an – insgesamt sind wir sehr optimistisch und erwarten eine gute Entwicklung.

Interview: Gregor Staltmaier/Natalie Schneider, AHM PR

Weitere Auskünfte

Harry’s Home Holding AG    Kaiserjägerstraße 2    A-6020 Innsbruck/Österreich

Fon +43 512 587109    marketing@harrys-home.com

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09.06.2021 Nachhaltigkeit ist keine Floskel

GFDK - Interviews und Portraits

Gesundheit sowie ein wertschätzender Umgang mit Mensch und Natur sind die Basis der Philosophie von Indigourlaub, österreichischer Anbieter für Yoga, Ayurveda- und Meditationsreisen.

An besonderen Kraftorten gelegen, fokussieren sich beispielsweise die drei veranstaltereigenen Retreat Center stets auf das ganzheitliche Wohlbefinden ihrer Gäste: Das Konzept fußt auf Entschleunigung, gesunder Ernährung und Yoga.

Laut Geschäftsführerin Sonja Miko spiegeln sich diese Aspekte auch in der Betriebsphilosophie wider.

Im Interview erklärt sie, inwiefern sich Indigourlaub in Sachen Nachhaltigkeit von anderen Anbietern abhebt, warum es so wichtig ist, auf sich und seine Umwelt zu achten und wie jeder in kurzer Zeit einen gesünderen Lebensstil führen kann.

Nach den Wiedereröffnungen des Kleebauer Hof Retreat Centers in Oberösterreich sowie der Son Manera Retreat Finca auf Mallorca werden seit dem 22. Mai 2021 auch im Mountain Retreat Center im Chiemgau wieder Indigourlauber begrüßt.

Wie unterscheidet sich Indigourlaub in Sachen Nachhaltigkeit von anderen Reiseveranstaltern?

Seit der Gründung im Jahr 2005 ist die Corporate Social Responsibility (CSR), die sowohl den ökologischen, ökonomischen als auch sozialen Bereich umfasst, ein wesentlicher Pfeiler unserer Firmenphilosophie – also lange bevor das Thema in vielen Unternehmen zum „Must-have“ in der Kommunikation wurde.

Bei uns ist Nachhaltigkeit keine Floskel, kein Marketingtool oder gar Greenwashing. Ein wertschätzender Umgang mit der Umwelt, aber auch mit unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern ist Grundsatz unseres täglichen Tuns und unsere persönliche Philosophie.

Das TourCert-Siegel bestätigt, dass wir festgelegte, geprüfte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

Machen sich die nachhaltigen Maßnahmen für Ihre Kunden in Form von Einschränkungen bemerkbar?

Wir verkaufen beispielsweise keine Asienreisen für eine Aufenthaltszeit von weniger als 14 Tagen. Bei den Buffets unserer eigenen Retreat Center gibt es Erdbeeren, Melonen und Co. nicht ganzjährig, nur saisonal.

Außerdem kommen vorwiegend regionale Lebensmittel auf den Tisch. Wir verzichten auf Einwegprodukte in den Restaurants und Bädern, außerdem verkaufen wir keine Getränke in Plastikflaschen. Diesen „Verzicht“ allerdings schätzen Indigourlauber.

Neben Nachhaltigkeit gehört das Thema Gesundheit zur Philosophie von Indigourlaub. Warum ist das Ihrer Meinung nach gerade jetzt so wichtig?

Der schnelle Wandel in unserer Zeit macht vielen Menschen Angst oder verunsichert sie. Wer ein stabiles Immunsystem hat und stetig das eigene Wohlbefinden, die eigenen Gefühle und Gedanken reflektiert, kann damit besser umgehen.

Mein persönliches Vorbild ist Ursula Lyon, sie wird bald 94 Jahre und sagt dazu: „Wenn wir lernen, die Veränderung des Lebens zu akzeptieren, tragen wir aktiv zu unserer physischen und seelischen Gesundheit bei.“ Das vergangene Jahr hat die perfekte Praxis fürs tägliche Üben geboten.

Bitte nennen Sie drei Tipps, die schnell zu einem gesünderen Lebensstil – und damit zu mehr Wohlbefinden – führen.

1. Täglich ein paar Minuten meditieren. Den Geist ordnen macht die Sicht auf die Dinge klarer, auch auf das, was wir nicht ändern können. 2. Frische Luft.

Schon drei bewusste Atemzüge können Wunder bewirken. 3. Dankbarkeit. Sich täglich vor Augen führen, wofür man dankbar ist, macht gesund. Sich täglich im Unheil zu wälzen, schwächt dagegen das Immunsystem.

Wie erzeugen Sie bei Ihren Reisen ein Wohlfühl-Ambiente?

Sich gut aufgehoben zu fühlen, beginnt bei Indigourlaub schon beim Stöbern auf der Homepage und bei der Buchung. Wir nehmen uns viel Zeit für die Beratung.

In unseren Retreat-Centern dreht sich das Gesamtkonzept ums Wohlergehen: Unsere einfühlsamen Teams, die außergewöhnliche Lage der Häuser in der Natur sowie die Kombination aus Yoga, Entschleunigung und gesunder Ernährung tun ihr Übriges dazu.

Einer unserer Gäste sagte einmal: „Die Liebe zum Detail macht diesen Platz zu etwas ganz Besonderem.“

Interview: Natalie Schneider/Bettina Beck, AHM PR

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01.03.2021 Alles im grünen Bereich

GFDK - Interview und Portraits

„Mein Anliegen ist es, diesen besonderen Platz anderen Menschen zugänglich zu machen.“ So beschreibt Maximilian Schwabe seine Philosophie als Geschäftsführer des Schlossgut Oberambach.

Der herrschaftliche Landsitz mit 40 Gästezimmern liegt oberhalb des Starnberger Sees mit Blick auf die Alpen und umgeben von 52 Hektar Wald und Wiesen auf eigenem Grund.

Ursprünglich wollte der 34-Jährige in der Event-Branche arbeiten, entschied sich aufgrund des großen Veranstaltungsbereichs im Schlossgut aber für eine Ausbildung im oberbayerischen Familienbetrieb.

Die gefiel Maximilian so gut, dass er anschließend im Schweizer Montreux Hotelmanagement studierte. Im Oktober 2018 schließlich übernahm er das Biohotel von seinem Vater Andreas, nachdem er schon zehn Jahre laufend dort mitgearbeitet hatte.

„Er steht mir immer noch beratend zur Seite. Allerdings habe ich die Zeit auch genutzt, um eigene Ideen umzusetzen, zum Beispiel ein Gemüsefeld und die vegetarische Mittagskarte. Außerdem hat sich in Sachen Digitalisierung viel geändert.

Und die Themen Hochzeiten sowie Meetings und Incentives rücken noch klarer in den Fokus“, erzählt der zweifache Vater.

Darüber hinaus gehe es jetzt legerer zu. „Mein mittel- und langfristiges Ziel ist ein extrem hoher Standard, wobei sich Gäste und Mitarbeiter auf Augenhöhe begegnen, austauschen und voneinander profitieren sollen“, beschreibt Maximilian seine Zukunftsvision für das Schlossgut Oberambach. www.schlossgut.de

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01.03.2021 Naturhotel Leitlhof, Dolomiten/Südtirol

GFDK - Interview und Portraits

Nachwuchs-Hoteliers von heute bewältigen nicht nur andere Herausforderungen als ihre Eltern. Sie haben es auch mit größerer Konkurrenz zu tun und müssen ihre Betriebe daher viel klarer im jeweiligen Segment positionieren.

Die Geschichte des Naturhotel Leitlhof in den Südtiroler Dolomiten beginnt 1997, Stephan Mühlmann ist nicht einmal sieben Jahre alt. Schon damals war die Vision seiner Eltern Agnes und Robert, das Haus im Sinn eines nachhaltigen Tourismus in die Zukunft zu führen.

Doch erst nachdem Stephan sich mit gerade mal 21 in den Kopf setzte, den Leitlhof in Innichen europaweit zu einem Vorreiter in Sachen Umweltschutz zu machen, kam diesbezüglich richtig Fahrt auf.

In jahrelanger Kleinstarbeit entwickelte er ein eigens von ihm konzipiertes Holzkraftwerk. Dank diesem heizt das Hotel heute nicht nur energieautark, sondern sogar klimapositiv.

Als leidenschaftlicher Bauer im Nebenberuf habe ich außerdem mit unserem ‚Mühlhof‘ einen landwirtschaftlichen Betrieb realisiert, wo wir exklusiv für unsere Gäste Gemüse anbauen und Angus-Rinder züchten.“

Schon während seiner Schulzeit hatte der heute 30-Jährige in beinah allen Hotelbereichen des Vier-Sterne-Superior-Hauses mitgeholfen, um möglichst viel zu lernen.

Auch sein BWL-Studium in Graz sowie diverse Praktika bei Unternehmensberatern seien wertvoll als Chef von 50 Mitarbeitern – seit Anfang 2019 nämlich ist er Inhaber und Geschäftsführer des Naturhotels.

„Die Erfahrungen meiner Eltern schätze ich nach wie vor sehr“, sagt der bald dreifache Vater, der noch viele Pläne für den Leitlhof bereithält:

Wir möchten uns vor allem in Bezug auf Nachhaltigkeit weiter verbessern und unsere Stärken hinsichtlich der Produktion alternativer Energien festigen.“  www.leitlhof.com

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01.03.2021 „Roter Hahn“, Südtirol/Italien

GFDK - Interview und Portraits

Starke Familienbande als Basis für gesundes Wirtschaften - „Mit der Idee, den alten Bauernhof komplett zu sanieren, konnte sich meine Mutter zuerst nur schwer anfreunden“, erzählt Christian Thurner vom Feldhof in Vilpian bei Terlan.

„Am Ende aber haben wir sie von der Notwendigkeit zur Neugestaltung und -ausrichtung überzeugt“, sagt der 49-jährige Bauer, der mit seinen Äpfeln die örtliche Genossenschaft beliefert und daraus gemeinsam mit seiner Frau Fruchtaufstrich, Mus, Sirup, Eingelegtes, Kompott, Saft sowie Trockenobst herstellt.

Ohne die wertvollen Tipps von Oma Hildegard funktioniert‘s laut Bäuerin Gaby im Alltag trotzdem nicht: „Meine Schwiegermutter hat beinah sechzig Jahre Erfahrung mit Urlaub auf dem Bauernhof.

Wenn es also um die perfekte Bewirtung der Gäste, die Außengestaltung, die Blumen im Garten oder die Ausstattung der fünf Ferienwohnungen geht, bleibt sie meine wichtigste Ratgeberin. Die Zusammenarbeit ist uns wichtig und wir leben sie tagtäglich.“

Seit seiner Neueröffnung 2019 ist der Feldhof Mitglied der Marke „Roter Hahn“ und wurde mit fünf Blumen eingestuft, zu Recht: In dem avantgardistischen Architektenentwurf sind ausschließlich hochwertigste natürliche Materialien wie Holz, Stein und Filz verarbeitet.

Die hofeigenen Erzeugnisse genießen Urlauber beim Frühstück oder kaufen sie in der Produktecke. Vor Ort gibt es einen Salzwasserpool, zudem hat sich der Feldhof auf Radler spezialisiert.

Christian und Gaby sind geprüfte Moutainbike-Guides und gehen gern mit ihren Gästen auf Tour durch Südtirols Süden. www.roterhahn.it

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