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22.01.2021 Mit Touren während der Pandemie

Cintia Ramos erzählt uns wie Diaspora.Black den Umsatz um 500 % steigern konnte

von: GFDK - Interview und Portraits

Cintia Ramos, 31 Jahre, ist Partnerin und Geschäftsführerin von Diaspora.Black, einem brasilianischen Start-up, das seinen Kunden mittels Tourismus die schwarze Kultur näherbringt.

Im Gespräch mit Kryptoszene.de erklärt sie, wie das Unternehmen seinen Umsatz während der Corona-Krise um 500 % steigern konnte, welches Potenzial in Social Business steckt und warum es wichtig ist, ethnische Vielfalt zu bewahren.

Hallo Cintia Ramos, was ist Diaspora.Black?

Wir sind ein Social-Impact-Startup, das sich auf die Wertschätzung der schwarzen Kultur und die Förderung der Rassengleichheit konzentriert.

Seit 2017 haben wir mehr als 4.000 Touristen betreut und eine Gemeinschaft von 20.000 Menschen in mehr als 15 Ländern mobilisiert, die daran interessiert sind, mit einem authentischen und transformativen Ziel zu reisen und mehr über die Schwarze Kultur zu erfahren.

Sie sind hauptsächlich im Tourismus aktiv, einer der großen leidtragenden Branchen der COVID-19-Krise. Was waren die größten Herausforderungen 2020?

Der Tourismus ist immer einer der am stärksten betroffenen Sektoren in solchen Situationen. 2020 gab es eigentlich keine Möglichkeit, die Menschen zum Reisen zu animieren.

Viele Unternehmen, die sich nicht anpassen konnten, schlossen ihre Türen und mit Sicherheit hat das, was wir durchgemacht haben, die Branche verändert.

Wie haben Sie das geschafft?

Wir haben angefangen, verschiedene Online Kurse und Touren zu erstellen. Vorher waren wir eine klassische Tourismus-Agentur, jetzt sind wir ein Online-Marktplatz mit monatlich wechselndem Portfolio.

So haben wir mittlerweile virtuelle Touren in Sao Paulo oder Rio de Janeiro mit spezialisierten Führern, Bildern und Videos von Orten und Erklärungen.

Wir sind sehr aktiv in den sozialen Netzwerken, aber bei all dem sind wir unserem Grundsatz treu geblieben, das „schwarze“ Thema direkt oder indirekt zu kommunizieren.

Kann man sagen, dass die Black Lives Matter (#BLM)-Bewegung Chancen für Unternehmen eröffnet hat, die sich auf rassistische Inklusion konzentrieren?

Die BLM-Bewegung hat es eigentlich immer gegeben. Was sich geändert hat, ist die Art und Weise, wie ein Hashtag ein gesamtes soziales Netzwerk erreichen kann.

Aber schwarze Menschen haben diesen Diskurs seit vielen Jahren mitgemacht! Die Bewegung hat weltweit ein Narrativ gestärkt, das für Schwarze Menschen eigentlich nichts Neues ist.

Blicken wir zum Abschluss doch noch in die Zukunft. Was erwarten Sie vom Tourismusgeschäft in diesem Jahr?

Vor jedem Plan muss der Impfstoff gegen Covid-19 stehen […] Wir selbst konzentrieren uns auf das Jetzt und haben die Technologie so verbessert, um mehr Anforderungen online zu erfüllen.

Wir sehen, dass die Menschen beispielsweise aus São Paulo Zuflucht in der Natur suchen, was sich ebenfalls positiv auf Online Unternehmen auswirken kann. Ich sehe also, dass alles, was die Absicht hat, den Menschen das Leben mithilfe von Technologie und Vielfalt zu erleichtern, eine gute Wette ist.

Hier geht es zum ausführlichen und ungekürzten Interview:

https://kryptoszene.de/news/interview-wir-haben-unseren-umsatz-inmitten-einer-pandemie-um-500-gesteigert/

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