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10.03.2022 im Tannheimer Tal, Tirol

Ulrika Gutheinz vom Hotel Jungbrunn ist Spa-Visionärin und Style-Pionierin

von: GFDK - Interviews und Portraits

„Vorreiter waren wir von Beginn an – 1992 war unser Wellness-Bereich schon 555 Quadratmeter groß. Die Nachfrage für Treatments lag allerdings bei Null. Erst als wir an einer Autobahnraststätte Prospekte verteilten, überrannten uns die Gäste plötzlich.

In einer nächtlichen Hauruck-Aktion ließen mein Mann und ich drei weitere Massagekabinen einbauen. Mittlerweile misst der Jungbrunn-Spa 7.900 Quadratmeter.

Auch in Sachen Design hat sich der Gutzeitort, den mein Sohn Marcel heute mit demselben Herzblut wie wir damals leitet, komplett gewandelt.

Im Hotel konnte ich meine künstlerische Ader ausleben:

Heimisches Hirschleder, Loden und Leinen waren in meinen Augen fürs haptische Land-Lebensgefühl ebenso wichtig wie die Mooswand im Spa oder wettergegerbtes Stadelholz, welches wir gegen alle Warnungen der örtlichen Tischler eingebaut haben.

Das in Kombination mit moderner Formensprache und coolen Details ist vorher nie dagewesen.

So wurde der Jungbrunn-Style als Spannungsbogen zwischen Trend und Tradition geboren, der Besucher bis heute in seinen Bann zieht.

Ich habe dabei immer versucht, die menschliche Komponente nicht zu vernachlässigen, bei Gästen wie Mitarbeitern. Meine Philosophie: Schwierigkeiten mit Charme meistern, jeden Tag das Beste geben, authentisch bleiben.

So sind aus Ecken und Kanten Feinschliff und Besonderheiten entstanden, die in der Hotellerie ihresgleichen suchen.“ 

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