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Nachrichten aus der großen weiten Welt

29.07.2021 Wiederaufladbare Batterien

GFDK - Kultur und Medien

Im Jahr 2025 soll die weltweite Nachfrage nach wiederaufladbaren Batterien um 335 % größer sein, als zuletzt 2020. Größter Treiber ist die E-Mobilität, doch auch das Segment der Unterhaltungselektronik hat einen großen Energiehunger. Hersteller wie Varta könnten gleich doppelt von dem Trend profitieren, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.

Die Elektromobilität schreitet voran, und immer mehr Konzerne bekennen sich zu ambitionierten Zielen. Renault ist bestrebt, dass 65 Prozent der verkauften Fahrzeuge im Jahr 2025 Stromer sind, doch auch Daimler strebt bis zu besagtem Jahr eine Quote von 50 Prozent an (vollelektrisch und Plug-in-Hybrid).

Im Zuge der Neuausrichtung der Konzerne steigt der Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos beträchtlich. Wie die Infografik aufzeigt, sitzt Chile auf den größten Lithium-Reserven, gefolgt von Australien und Argentinien.

Jahrelang galt Deutschland als führend im automobilen Bereich – und auch wenn Volkswagen, Daimler & Co. nun aufzuholen scheinen, gibt es dieser Tage eine Kluft.

Nach dem Technologie-Indikator, welcher den Entwicklungsstand bei der Elektromobilität angibt, landet Südkorea mit einem Wert von 3,4 auf dem ersten Platz, gefolgt von China und Deutschland mit 2,9 bzw. 2,2 Indexpunkten.

Dass Batterien auch jenseits der Automobilindustrie immer wichtiger werden, das zeigt ein Blick auf die Varta AG mit Sitz in Baden-Württemberg.

Von 2017 bis 2019 steigerte diese ihren Umsatz um knapp 50 Prozent, von 2019 auf 2020 schlägt das Plus sogar mit satten 140 Prozent zu Buche, das Unternehmen spricht vom besten Geschäftsjahr in den 135 Jahren der Unternehmensgeschichte. 

Das organische Wachstum lag indes bei knapp 50 Prozent.

Dabei könnte Varta gleich in mehrerlei Hinsicht von aktuellen Trends profitieren: so werden die Batterien nicht nur in kabellosen Kopfhörern verbaut, sondern beispielsweise auch in Fitnessuhren und ähnlichen Produkten, doch der wahre Paukenschlag könnte noch folgen: so strebt das Unternehmen an, auch im Wachstumsmarkt der Elektromobilität den Durchbruch zu schaffen.

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28.07.2021 am 29. Juli wird er 75 Jahre alt

GFDK - Kultur und Medien

 „Lernen macht glücklicher als Können. Das Lernen bringt dich weiter, das Können nicht“, so lautet ein Credo des Cellisten David Geringas, der aufgrund seines spielerischen Könnens und seiner Repertoirekenntnis als einer der Meister unter den Cellisten dieser Welt gilt.

Das Usedomer Musikfestival würdigt vom 19. September bis 9. Oktober den aus Litauen stammenden Musiker. Am Donnerstag, den 29. Juli wird er 75 Jahre alt.

„Zu sagen, dass David Geringas einer der besten Cellisten der Welt sei, ist stark untertrieben. Denn seine Begabung wird damit nicht ausgeschöpft“, so Dr. Jan Brachmann, der Dramaturg des Usedomer Musikfestivals.

„Er ist zugleich einer der erfolgreichsten Pädagogen Europas, der fast alle deutschen Spitzenorchester mit Solocellisten aus seinen Klassen an den Musikhochschulen in Lübeck und Berlin versorgt hat.“

Seit dem Jahr 2000 ist David Geringas dem Usedomer Musikfestival verbunden, seit 2006 gibt er regelmäßig Meisterkurse auf Schloss Stolpe, in dem vom Usedomer Musikfestival, dem Tonkünstlerverband Mecklenburg-Vorpommern und dem Norddeutschen Rundfunk initiierten Ostsee-Musikforum.

Während des 28. Usedomer Musikfestivals wird er als Artist in Residence sieben Konzerte u.a. mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester in einem großen Peenemünder Konzert mit Richard Strauss' „Don Quixot“ zum Abschluss des 28. Usedomer Musikfestivals am 9. Oktober geben, ein Werk, das den Cellisten seit seinem Studium bei Mstislaw Rostropowitsch begleitete.

Zur Eröffnung am 19. September konzertiert er u. a. mit dem Kammerorchester Klaipeda im Kaiserbädersaal in Seebad Heringsdorf.

Besucher können David Geringas in weiteren Konzerten erleben, u. a. mit „Pop im Dom“ in der Ev. Kirche Wolgast und dem New Ideas Chamber Orchestra aus Litauen, Freunden und Wegbegleitern auf Schloss Stolpe und im Dom Kultury in Swinemünde.

Das Glück des Lernens

David Geringas wurde am 29. Juli 1946 in Vilnius, der Hauptstadt der damaligen sozialistischen Sowjetrepublik Litauen in eine jüdische Familie geboren. Im September 1963 kam er zum prägenden Lehrer seines Lebens: zu Mstislaw Rostropowitsch nach Moskau.

1970 gewann David Geringas die Goldmedaille beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Schon drei Jahre zuvor hatte er die Pianistin Tatjana Schatz geheiratet und mit ihr seitdem im Duo konzertiert.

Beide waren eng involviert in das Engagement von Rostropowitsch für den Dissidenten Alexander Solschenizyn. Nachdem Rostropowitsch 1974 infolge der sowjetischen Schikane gegen ihn das Land verlassen hatte, emigrierte 1975 auch das Ehepaar Geringas mit seinem kleinen Sohn gen Westen.

Ein Jahr später wurde David Geringas Erster Solocellist des damaligen NDR-Sinfonieorchesters (heute: NDR Elbphilharmonie Orchester) in Hamburg und zugleich der jüngste Hochschulprofessor Deutschlands.

Eine Reihe der bedeutendsten Komponisten hat mit David Geringas zusammengearbeitet: Dmitri Schostakowitsch in Moskau, György Ligeti in Hamburg, Henri Dutilleux in Paris, Ernst Krenek bei den Salzburger Festspielen, Krzysztof Penderecki in Jerusalem.

Rodion Schtschedrin machte mit ihm CD-Aufnahmen, Sofia Gubaidulina schrieb ihr zweites Cellokonzert für ihn.

Der Einsatz des Ehepaars Geringas für das Werk von Alfred Schnittke wurde vom Land Schleswig-Holstein mit dem „Kultur heute”-Preis ausgezeichnet, was David Geringas in die Lage versetzte, fünf neue Werke bei Komponisten im wieder unabhängig gewordenen Litauen in Auftrag zu geben.

Die sieben Konzerte, die er in diesem Jahr beim Usedomer Musikfestival gibt, stehen nicht nur für seine Vielseitigkeit, sondern auch für seine Haltung als Mensch und Musiker:

„Man muss neugierig, wissensdurstig und ehrgeizig bleiben, um immer Neues zu entdecken“, sagt er. „Lernen macht süchtig, und das ist eine gesunde Sucht:

Du willst, wenn du etwas entdeckst, weitergehen und mehr herausfinden. So erging es mir schon als Kind, so geht es mir jetzt, mit Mitte siebzig, immer noch. Ich habe das große Glück des Hineingezogen-Werdens in einen Lernprozess nie verloren.”

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27.07.2021 be a mover Art Night auf der Sylt Art Fair

GFDK - Kultur und Medien

„be a mover Art Night“ auf der Sylt Art Fair am Samstag, dem 07. August 2021 - Die „be a mover“-Community setzt sich in diesem Jahr erneut für talentierte Künstlerinnen und Künstler ein.

Die „be a mover“-Community trotzt auch 2021 der Covid-19-Pandemie, indem sie von der Krise betroffenen Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern die Gelegenheit bietet, ihre Werke im Rahmen der Kunstaustellung „Sylt Art Fair“ in einem internationalen Top-Umfeld auszustellen und gewinnbringend zu verkaufen.

Die drei Talente Luis Welz, Jeanette Bak und Falk Helmbold werden mit den etablierten Fotografen Joachim Baldauf und Holger Jacobs (Ex-Assistent von Peter Lindbergh) sowie der Malerin Anne Kutzner im Rahmen einer Vernissage ein weiteres Kapitel der Sylt Art Fair einläuten.

Eine große Chance, denn äußerst selten bekommen aufstrebende Künstlerinnen und Künstler in solch einem frühen Stadium ihrer Karriere die Möglichkeit, mit Gerhard Richter, Jeff Koons,David LaChapelle und vielen weiteren internationalen Größen gezeigt zu werden. 

Bereits 2020 machte Galerist und Ausstellungsmacher Dirk Geuer gemeinsam mit Künstler Leon Löwentraut die erste Aktion auf Sylt zur Unterstützung der Kunstwelt in Krisenzeiten möglich.

Die beiden sind nicht nur Teil des „be a mover“-Netzwerks, sondern leben auch die Werte, für die das junge Netzwerk steht, indem sie aktiv versuchen, Positives in der Welt zu bewegen.

Die "Be a mover Art Night" am Samstag, dem 7. August, baut auf diesem Grundsatz auf und hebt die damaligen Aktionen auf die nächste Stufe

Bei der Panel-Diskussion – Beginn um 18:30 Uhr - tauschen sich unter der Leitung von Jörg Howe (Generalbevollmächtigter für Außenbeziehungen und Kommunikation der Daimler AG) der Galerist und Ausstellungsmacher Dirk Geuer (Geuer & Geuer Art GmbH) 

Der Maler Leon Löwentraut (der selbst ausstellt und mit seiner Kunst auf wichtige Zukunftsthemen aufmerksam macht), der Tänzer, Choreograph und Leiter der Gauthier Dance Company am Theaterhaus Stuttgart Eric Gauthier (aktuelles Projekt „THE DYING SWANS PROJECT“)

Die Fotografen Joachim Baldauf und Holger Jacobs, Künstlerin Anne Kutzner und die von „be a mover“ geförderten Künstler Luis Filippo Welz, Jeanette Bak und Falk Helmbold über die Disziplin „Fotografie“ und ihre Rolle für den gesellschaftlichen Wandel, das allgemeine Kunstgeschehen sowie Entwicklungen am Kunstmarkt aus.

Weitere Gäste sind u.a.: die Schauspielerin Claudia Eisinger, der Musiker Mark Pinhasov (SixFeetPalace Soundinstallation), der Musiker und DJ Max Rosenberg, die Fechtolympiasiegerin Britta Heidemann sowie die Models Barbara Meier und Sandra Treydte.

Um 17:45 Uhr nehmen im Rahmen der Veranstaltung die Schauspielerin Claudia Eisinger und ihr Partner Mark Pinhasov als SixFeetPalace das Publikum durch das intuitive Verflechten hypnotischer Texte und musikalischer Frequenzen mit auf eine gedankliche Reise über das Meer.

Ab 20:15 Uhr erfreut Newcomer Max Rosenberg, der Sohn von Marianne Rosenberg, beim gemeinsamen Get-Together die Gäste mit einem seiner ersten öffentlichen DJ-Sets. 

Vorab findet für die geförderten Künstler*innen ein Workshop von Joachim Baldauf statt. Hierbei gibt er einen Einblick in seine langjährigen Berufserfahrungen und vermittelt den Künstlern wichtige Ratschläge für ihren weiteren Werdegang. 

Zudem interviewt Jörg Howe für das Videotalkformat „be a mover talk“ den Galeristen Dirk Geuer live vor Ort.

Die "Be a mover Art Night" setzt mit der Kunstaktion ein positives Zeichen zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern in schweren Zeiten und beweist, dass durch Solidarität und Zusammenhalt Herausforderungen gemeistert und Krisen überstanden werden können. 

Hintergrund: „Be a mover“ ist eine von Daimler initiierte, weltweite Bewegung, bei der sich Kreative und engagierte Menschen mit eigenen Initiativen, Aktionen, Kunstwerken uvm. vernetzen, um für nachhaltige Entwicklungen in verschiedensten Bereichen zu sorgen. 

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24.07.2021 Ausschreibung des Staatsorchesters Stuttgart

GFDK - Kultur und Medien

Generalmusikdirektor Cornelius Meister und Mitglieder des Staatsorchesters haben die Solistin für das 1. Sinfoniekonzert der kommenden Spielzeit ausgewählt: Die junge Violinistin Veriko Tchumburidze wird im Oktober Antonín Dvořáks Violinkonzert interpretieren.

Um den Berufseinstieg zu unterstützen, hatten Cornelius Meister und das Staatsorchester Stuttgart junge Geiger*innen dazu eingeladen, sich um den Solopart in Antonín Dvořáks Violinkonzert zu bewerben, welches das Staatsorchester unter der Leitung von Marek Janowski im 1. Sinfoniekonzert der Spielzeit 21/22 am 24. und 25. Oktober 2021 in der Liederhalle Stuttgart aufführen wird.

Aus rund fünfzig Video-Bewerbungen wählten Cornelius Meister und einige Solostreicher und Orchestervorstände des Staatsorchesters junge Musiker*innen für ein persönliches Vorspiel und Kennenlernen in Stuttgart aus.

Gewinnerin ist die 25-jährige georgische Geigerin Veriko Tchumburidze. Sie ist bereits Preisträgerin des Wieniawski-Wettbewerbs und spielt als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben eine Violine von Giambattista Guadagnini.

Cornelius Meister: „Zahlreiche Nachrichten erreichten uns, wie dankbar man sei, dass das Staatsorchester sich so stark für den musikalischen Nachwuchs einsetze.

So hat dieses Auswahlverfahren offensichtlich dazu beigetragen, dass nicht nur Veriko Tchumburidze, sondern auch viele weitere junge Geigerinnen und Geiger eine Perspektive erhalten haben.  Auf Veriko Tchumburidzes Interpretation des Dvořák-Violinkonzerts im Sinfoniekonzert freuen wir uns sehr

Da ich beim Auswahlvorspiel den Orchesterpart am  Klavier selbst gespielt habe, konnte ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer musikalisch genau kennenlernen und mich an den durchweg höchst niveauvollen, aber dennoch ganz unterschiedlichen Interpretationen freuen.“

„Ich fühle mich sehr geehrt als Solistin ausgewählt worden zu sein und betrachte es als Privileg gemeinsam mit diesem wunderbaren Orchester und Maestro Janowski musizieren zu dürfen.

Für mich als junge Künstlerin geht damit ein Traum in Erfüllung. Antonín Dvořáks Violinkonzert ist für mich persönlich eines seiner schönsten Werke überhaupt, und ich bin sehr glücklich gerade mit diesem Stück zum ersten Mal in Stuttgart zu gastieren“, so die Violinistin Veriko Tchumburidze.

Veriko Tchumburidze, Violine, wurde 1996 in eine georgische Familie im südtürkischen Adana geboren. Das Violinstudium begann sie am Konservatorium der Universität Mersin, 2010 wechselte sie als Stipendiatin des Förderprogramms Young Musicians on World Stages (YMWS) nach Wien an die Universität für Musik und darstellende Kunst. 

Seit 2015 studiert die Violinistin an der Hochschule für Musik und Theater München. Vom türkischen Klassikmagazin Andante wurde sie 2013 als beste Nachwuchsmusikerin des Landes ausgezeichnet; 2016 gewann sie den Internationalen Henryk Wieniawski Violinwettbewerb in Polen.

Veriko Tchumburidze gastierte bei Orchestern wie Borusan Philarmonic, Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Musikkollegium Winterthur, Mariinsky Theatre Orchestra, Melbourne Symphony, Lahti Symphony und Sinfonia Varsovia sowie dem Münchner und Zürcher Kammerorchester.

Des Weiteren folgte sie Einladungen zu Festivals wie dem Warschauer Beethoven Easter Festival, Gstaad Menuhin Festival & Academy, Olympus Musical Festival, Rosendal Festival sowie dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

Mit dem Kammermusik-Trio Arte gewann sie 2016 einen ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb Pietro Argento in Gioia del Colle, Italien.

Seit 2016 spielt Veriko Tchumburidze eine Violine von Giambattista Guadagnini von 1756, die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird. An der Staatsoper Stuttgart ist Veriko Tchumburidze 2021/22 Solistin beim 1. Sinfoniekonzert.

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22.07.2021 150'000.– Schweizer Franken

GFDK - Kultur und Medien

Der Stiftungsrat der Roswitha Haftmann-Stiftung hat beschlossen, dass der mit 150'000.– Schweizer Franken dotierte Roswitha Haftmann-Preis 2021 an die türkische Künstlerin Gülsün Karamustafa verliehen wird.

Die Künstlerin, deren Werk verschiedene Gattungen wie Malerei, Installation, Video und Performance umfasst, gehört zu den bedeutendsten Kunstschaffenden der Türkei.

Ihr Werk ist von der Ästhetik byzantinischer Ikonen und der Hinterglasmalerei inspiriert, bricht aber mit den Traditionen der kanonischen Kunst. "Als eine der künstlerisch und gleichzeitig politisch überzeugendsten Stimmen unserer Zeit", so der Stiftungsrat der Roswitha Haftmann-Stiftung, «hat Gülsün Karamustafa den Roswitha Haftmann-Preis mehr als verdient."

VITA UND AUSZEICHNUNGEN

Geboren 1946 in Ankara, studierte Gülsün Karamustafa an der Staatlichen Kunstakademie in Istanbul, wo sie auch heute noch lebt und arbeitet.

Ihre Karriere begann in den 1970er-Jahren und stellt einen frühen Beitrag zu den heute mehr denn je aktuellen gesellschaftlich diskutierten Themen Migration, Feminismus, Gender und der Aufarbeitung des Kolonialismus dar.

Mit ihrer Haltung, die auch durch autobiografische Erlebnisse geprägt ist, provozierte Karamustafa die türkische Regierung.

Man entzog ihr den Pass und damit während 16 Jahren die Möglichkeit, ins Ausland zu reisen. 1981 promovierte sie über die Interaktion zwischen Malerei und Poster» an der Staatlichen Kunstakademie Istanbul, wo sie seit 1975 als Dozentin tätig war.

Nach ihrer Promotion widmete sie sich voll und ganz dem künstlerischen Schaffen. Mit Erfolg: Renommierte Institutionen wie die Tate Modern, London, das Guggenheim, New York, das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, das Museum Ludwig in Köln, das mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien und namhafte Privatsammlungen erwarben ihre Werke.

Durch Einzelausstellungen in Europa und den USA und der Teilnahme an Biennalen von Istanbul, Sao Paulo, Singapur, Kiev und Sevilla gewann die Künstlerin weiter an Aufmerksamkeit.

Inzwischen inspiriert Gülsün Karamustafa eine ganze Generation von Kunstschaffenden, die seit der Jahrtausendwende mit eigenen Arbeiten an einem sozio-politischen Diskurs teilnehmen.

Ihr eigenes sozio-kulturelles Engagement wurde u.a. mit dem Prinz Claus Preis der Niederlande ausgezeichne

STIFTUNG UND VERGABE IM KUNSTHAUS ZÜRICH
Gülsün Karamustafa ist die zwanzigste Künstlerin, der Europas höchstdotierter Kunstpreis zuteil wird. Der Haftmann-Preis wird ihr am 3. Dezember 2021 vor geladenen Gästen im Kunsthaus Zürich verliehen.

Die Auszeichnung geht auf die Initiative von Roswitha Haftmann (1924–1998) zurück. Seit 2001 vergibt ihre Stiftung den Preis an lebende Künstlerinnen und Künstler, deren Werk von überragender Bedeutung ist.

Wer den Preis erhält, wird vom Stiftungsrat bestimmt. Ihm gehören die Direktorinnen und Direktoren des Kunstmuseums Bern, des Kunstmuseums Basel, des Museum Ludwig in Köln und des Kunsthaus Zürich an. Hinzu kommen Mitglieder, die vom Stiftungsrat berufen werden.

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20.07.2021 Reichtum? Nein, danke

GFDK - Kultur und Medien

Nur noch etwa 50 Prozent der Bundesbürger halten es für erstrebenswert, reich zu sein – 2 Jahre zuvor lag der Anteil noch bei 70 Prozent.

Ein internationaler Vergleich zeigt auf, dass den Deutschen Reichtum verhältnismäßig unwichtig ist. Weitere spannende Informationen rund um das Thema veranschaulicht Block-Builders.de in einer neuen Infografik.

Fragt man die Bevölkerung nicht nur danach wie wichtig Reichtum ist, sondern danach, wie wichtig es jedem einzelnen ist, höchstpersönlich reich zu sein, dann ist der Anteil noch deutlich geringer.

26 Prozent der Männer in Deutschland ist dies wichtig, bei den Frauen sind es lediglich 18 Prozent. Deutlich anders sieht es beispielsweise in Italien aus.

Dort geben 40 Prozent der Männer an, dass ihnen Reichtum wichtig ist (Frauen: 34 Prozent). Auch in den USA, Schweden, Spanien und Frankreich hat das Geld bei den Bürgern einen höheren Stellenwert als in der Bundesrepublik.

Im Umkehrschluss attestieren die Deutschen vermögenden Mitbürgern besonders häufig negative Charaktereigenschaften. 49 Prozent halten Reiche für gierig.

Indes zeigt die Infografik, dass den Bürgern nicht zuletzt seit Ausbruch der Pandemie Reichtum weniger wichtig ist – sondern auch, dass sie der Überzeugung sind, dass der Weg dorthin immer steiniger ist.

Knapp jeder zweite Deutsche denkt, dass die Corona-Krise die Chancen geschmälert hat, ein Vermögen aufzubauen.

Im Jahr 2019 hatten noch 14 Prozent die Vorstellung, dass sie eine „sehr hohe“ oder „eher hohe Chance“ haben, ein Vermögen von einer Million Euro oder mehr aufzubauen – in diesem Jahr sind es nunmehr 8 Prozent.

Auch Auswertungen von Google-Daten bestätigen den aufgezeigten

Trend. Das relative Suchvolumen für das Begriffspaar „reich werden“ rangiert bei einem 5-Jahres-Rückblick gegenwärtig auf dem Score von 19, wobei ein Wert von 100 für die größtmögliche Nachfrage steht.

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19.07.2021 Lost in Face, der Film

GFDK - Kultur und Medien

Der Filmemacher und Neurowissenschaftler Valentin Riedl porträtiert in seinem einfühlsamen Dokumentarfilm LOST IN FACE - DIE WELT MIT CARLOTTAS AUGEN die  Künstlerin Carlotta. Carlotta kann keine Gesichter erkennen, nicht einmal ihr eigenes, denn sie leidet unter Prosopagnosie - Gesichtsblindheit.

In der Kunst, den Tieren und der Natur findet sie auf ihrer lange Suche schließlich einen Zugang zum eigenen Gesicht und geichzeitig den Weg zu ihren Mitmenschen.

Der Münchener Filmverleih Cine Global freut sich, LOST IN FACE - DIE WELT MIT CARLOTTAS AUGEN am 30. September bundesweit in die Kinos zu bringen.

Eine bundesweite Kinotour mit dem Arzt und Regisseur Valentin Riedl und der Protagonistin Carlotta wird den Kinostart umrahmen.

Zudem sind schon jetzt zahlreiche Kooperationspartner:innen im Bereich Neurowissenschaften und Kunsttherapie dabei, den Kinostart zu unterstützen.

Synopsis zum Film:

Dieses außergewöhnliche Porträt zeigt die Künstlerin, Seglerin, Pferdetrainerin, Filmemacherin und Filmvorführerin Carlotta, die noch nie ein einziges Gesicht erkennen konnte, nicht einmal ihr eigenes oder das ihrer Mutter.

Der Neurowissenschaftler und Filmregisseur Valentin Riedl freundet sich mit der schwer fassbaren Künstlerin an und konstruiert einen Film, der es dem Publikum erlaubt, sich in das Innere eines bemerkenswerten Geistes zu begeben und einen Blick darauf zu werfen, wie Carlotta denkt, fühlt und die Welt versteht.

Ein Film über Verbindung, Erinnerung und die Magie unseres Gehirns.

Wim Wenders Stipendium :

LOST IN FACE wurde 2015 als eines von vier Projekten mit dem Wim Wenders Stipendium ausgezeichnet, das die Film- und Medienstiftung NRW in Zusammenarbeit mit der Wim Wenders Stiftung zur Entwicklung von innovativen Filmideen ausschreibt.

Gefördert werden junge Filmschaffende, deren Vision es ist, mit neuen Mitteln zu erzählen und die filmische Bildsprache zu erweitern.

„Der Hauptgedanke hinter unserem Stipendium ist, junge Filmemacher zu fördern, die innovativ an bekannte Formen und Formate herangehen, ob fiktional oder dokumentarisch.

Die Jury hat sich auch diesmal für diejenigen Bewerber entschieden, die uns sowohl mit einem außergewöhnlichen Stoff überzeugt haben, als auch auf eine Auseinandersetzung mit ihrer Bildsprache hoffen lassen“ - Juryvorsitzender Wim Wenders.

Erste Pressestimmen: 
"Eine stille Annäherung an eine ungewöhnliche Frau“ Süddeutsche Zeitung 

"Ein bemerkenswerter Film“  Programmkino.de

"Als Hirnforscher und Filmkünstler öffnet uns Valentin den Blick in eine neue Welt“  Wim Wenders

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19.07.2021 Oberhausener Kultursommer 2021

GFDK - Kultur und Medien

„Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.“ (aus „Wallensteins Lager“ von Friedrich Schiller)

Musik, Theater, Literatur, Kabarett und vieles mehr: Beim Oberhausener Kultursommer 2021 präsentieren zahlreiche lokale Künstler aus der Region unter dem Titel „Freistil“ 10 Wochen lang ein abwechslungsreiches Kulturprogramm live vor Publikum.

Ein  Highlight des Festivals: Die Theater-Komödie „Schillers sämtliche Werke – leicht gekürzt“  im historischen Ambiente der mittelalterlichen Burg Vondern an der Arminstraße 65. Urkomisch, respektlos, in einem Wahnsinnstempo und mit zahlreichen Rollenwechseln parodieren sich vier Männer in gut zwei Stunden durch (fast) alle Schiller-Dramen.

„Unser Top-Ensemble stellt das Theater mit dem Weltbürger, Atheisten, Freiheitskämpfer und Revolutionär Schiller noch einmal komplett auf den Kopf“, erklärt Uwe Muth, leidenschaftlicher Oberhausener Theatermacher und verantwortlich für die Produktion.

Er ergänzt: „Die Premiere kam beim Publikum super gut an. Noch gibt es Tickets für weitere Vorstellungen.“

Verfasst wurde die mitreißende Mixtur aus Boulevard-Komödie, absurdem Theater, Kabarett, Satire und Comedy von Michael Ehnert, der bereits mit dem Prix Pantheon, dem Deutschen Kabarettpreis und dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde.

Kritiker und Zuschauer waren nach der Uraufführung 2009 in Hamburg total begeistert – im folgenden Jahr erschien sogar ein Mitschnitt auf DVD. Regie führt der 1956 in Polen geborene Theatermann und Theaterpädagoge Michal Nocon.

Wenn die vier großartigen Schauspieler Sebastian FaustSascha von ZambellyAydin Isik und Nito Torres in mehr als 30 verschiedenen Rollen mit einem wilden Parforceritt durch Werk und Leben von Friedrich Schiller galoppieren, bleibt auch in Oberhausen kein Auge trocken. Ein Muss für alle Theater-, Kabarett- und Comedyfans!

„Schiller – leicht gekürzt“

Burg Vondern

Arminstraße 65

46117 Oberhausen

Weitere Vorstellungen:

Montag, 12. Juli

Dienstag, 13. Juli

Mittwoch, 14. Juli

Donnerstag, 15. Juli

Vorstellungsbeginn:

19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)

Eintritt: 15 Euro

Wichtig:

Es gelten die Maßnahmen der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Aktuell gilt auch am Platz eine Maskenpflicht.

Hintergundinfos:

Um Künstlerinnen und Künstlern wieder Auftrittsmöglichkeiten sowie der Kultur- und Veranstaltungsbranche eine Perspektive zu eröffnen, hat die Kulturstiftung des Bundes im Frühjahr 2021 kurzfristig das antragsoffene Förderprogramm Kultursommer 2021 ausgelobt.

Der Bund stellt für die Fördermaßnahme insgesamt bis zu 30,5 Mio. Euro aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR bereit.

Die Stadt Oberhausen hat sich mit ihrem Veranstaltungskonzept „Freistil“ um eine Förderung beworben und eine Zusage erhalten. Das Konzept sieht ausdrücklich noch offene Veranstaltungszeiten vor.

Künstlerinnen und Künstler, die im Rahmen von „Freistil“ auftreten möchten, können sich daher per E-Mail an kulturbuero@oberhausen.de formlos bewerben. Federführend bei „Freistil“ sind das Kulturbüro der Stadt Oberhausen und das Kulturdezernat.

Der Kultursommer 2021 soll zu einer kulturellen Wiederbelebung der Städte beitragen und bundesweit mehr als 100 kreisfreie Städte und Landkreise bei der Gestaltung eines neu entwickelten, vielfältigen Kulturprogramms unterstützen.

Die Förderung kommt insbesondere freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, den Freien Szenen, lokalen Kulturakteuren und Bündnissen sowie der ansässigen Kultur- und Veranstaltungsbranche zugute.

„Freistil – Oberhausener Kultursommer 2021“ wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert.

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16.07.2021 Carmen für Einsteiger

GFDk - Kultur und Medien

„Die Liebe ist ein rebellischer Vogel...“ (aus der Carmen-Arie „La Habanera“) Eine Stimme, ein Piano, eine Oper: Am Dienstag, dem 20. Juli 2021, präsentieren Sopranistin Franziska Dannheim und Pianistin Jeong-Min Kim ab 19.30 Uhr ihre amüsant-lehrreiche Version von Georges Bizets berühmter „Carmen“ im historischen Ambiente der mittelalterlichen Burg Vondern an der Arminstraße 65.

Frisch entstaubt kommt die meistgespielte Oper der Welt daher: Ob eingefleischte Klassikfans oder Opern-Muffel aus Überzeugung – die beiden Musikerinnen schaffen es auf Anhieb, ihr Publikum mit Witz, Charme und musikalischer Virtuosität zu entzücken.

Das dramatische Werk um unerfüllte Liebe und unstillbare Leidenschaft erstrahlt so in ganz neuem Glanz.

Charismatisch und äußerst wandlungsfähig singt und spielt sich Franziska Dannheim als kenntnisreiche Opernführerin durch Bizets tödlich endendes Eifersuchtsdrama.

Dabei überzeugt sie in ihrer Rolle als heißblütige Carmen ebenso wie beim Torero-Marsch des Escamillo oder der berührenden Blumenarie von Don José. Und wenn sie schließlich ihre Zuhörer zum Mitsingen einlädt, hat sie deren Herzen längst im Sturm erobert.

Der mitreißende Opernabend zählt zu den Höhepunkten des Oberhausener Kultursommers 2021. Unter dem Titel „Freistil“ performen zahlreiche lokale Künstler aus der Region 10 Wochen lang live vor Publikum.

Uwe Muth, einer der Organisatoren des Festivals, zieht eine durchweg positive Zwischenbilanz:

„Wir spüren, wie sich die Menschen nach anderthalb Jahren Lockdown in der Kulturbranche freuen, endlich wieder Live-Events genießen zu können. Musik, Theater, Literatur oder Kabarett sind Nahrung für die Seele. Ich lade alle ein, in diesem Sommer zu uns nach Oberhausen zu kommen – es lohnt sich.“

Für „Carmen“ sind noch Tickets erhältlich.

Also: Auf in den Kampf, Torero!

„Carmen“

Burg Vondern

Arminstraße 65

46117 Oberhausen

Dienstag, 20. Juli 2021

Beginn: 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)

Eintritt: 12 Euro

Wichtig:

Es gelten die Maßnahmen der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Aktuell gilt auch am Platz eine Maskenpflicht.

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16.07.2021 höherer Umsatz im Wohnungsbau

GFDK - Kultur und Medien

Im vergangenen Jahr lag der Umsatz beim Wohnungsbau in Deutschland bei 51 Milliarden Euro, 2010 waren es noch 26,3 Milliarden Euro. Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeigen auch jüngste Zahlen auf, dass die Bundesbürger trotz oder gerade wegen der Krise auf Betongold setzen.

So wurden im Mai in Baden-Württemberg bis zu 26 Prozent mehr Neubaugenehmigungen erteilt, als im Vorjahresmonat.

Von 1997 bis 2010 nahm die Anzahl der Baufertigstellung von Wohnungen in der Bundesrepublik beträchtlich ab. In den letzten 10 Jahren wiederum kam es wieder zu mehr Neu- und Umbauten. Einige sind der Auffassung, dass der niedrige Zinssatz hierbei eine große Rolle spielt.

Bei einem Darlehensbetrag von 300.000 Euro hatten Kreditnehmer in Summe durchschnittlich noch Zinszahlungen in Höhe von 166.805 Euro zu begleichen (Sollzins 5,04 Prozent). Im Jahr 2021 sind es bei genanntem Darlehensbetrag im Mittel nur noch 33.803 Euro (Sollzins 1,14 Prozent).

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