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Nachrichten aus der großen weiten Welt

04.04.2020 Michael Stückl schreibt an die Jazzfreunde

GFDK - Kultur und Medien

Beim vorletzten Konzert in der Unterfahrt begann sich abzuzeichnen, dass die Welt sich anders drehen wird. Wir hatten Benny Golson auf unserer Bühne. Auf seinem Plan standen zuvor einige Konzerte in Italien. Sein Flug landete dann aber nicht wie geplant in Mailand, sondern in Barcelona.

Am Vorabend des Konzertes bei uns machte Italien die Grenzen dicht. Offiziell waren an diesem Tag 56 positiv auf CoV-Sars2 getestete Patienten in München gemeldet. Die Fallzahlen in Deutschland hatten gerade die 1000er Marke überschritten.

Insgesamt schien uns die Situation einigermaßen berechenbar. Benny ersetzte sein italienisches Trio durch 3 junge Münchner Musiker. Golson sollte dann eigentlich noch einige Konzerte in Spanien spielen. Doch auch daraus wurde nichts mehr.

Nach ein paar weiteren Tagen gelang es ihm - kurz vor Trumps Einreise-Bann - nach New York zurückzukehren. Letztlich sind wir glücklich, dass er bei uns wenigstens ein einziges Konzert auf seiner Europatournee hat spielen können. Für uns war es ein Erlebnis:

Ein heute schon legendärer Abend mit einer 91-jährigen Jazzlegende. Wir hoffen, Benny geht gut. Denn heute vermuten wir, dass es zu diesem Zeitpunkt allein in New York wahrscheinlich schon mehr Corona-Infizierte gab als in Deutschland.

Am frühen Morgen des 13.03. rief mich Nice Brazil, die Künstlerin an, die an diesem Abend spielen sollte. Einer Ihrer Musiker hänge im Ausland fest.

Ich war froh, das Konzert absagen zu dürfen, denn bereits vor dem offiziellen Verbot war mir klar, dass die Diskussion darum, ob Großveranstaltungen mit über 1000 Personen eventuell vermieden sollten, an der Sache ziemlich vorbei ging und auch die Konzerte in der Unterfahrt zum Risiko würden.

Mein Herz für die Kultur blutete, als ich entscheiden musste unseren Konzertbetrieb einzustellen. Mein Herz für die Medizin war froh, dass ich schließen durfte. In dieser zweiten Profession bekomme ich im Krankenhaus mit zunehmender Dramatik mit, weshalb es wichtig ist, die aktuellen Einschränkungen zu ertragen.

Fast drei Wochen sind vergangen. So lange hatten wir unseren Club in über 40 Jahren nie am Stück geschlossen. Wir konnten und wollten uns eine längere Schließung in der Vergangenheit nie vorstellen.

"AW: AW: AW: AW: AW: AW: AW: AW: AW: Konzertverschiebung". So sehen heute die Mails in unseren Postfächern aus. Absagen, Terminverschiebungen, ein wildes Hin und Her. Soll man vielleicht die Tour auf Juni legen, oder vielleicht doch gleich ins nächste Jahr?

Wir wissen das leider nicht, gehen aber davon aus, dass einige der im Moment noch angekündigten Konzerte der nächsten Monate nicht stattfinden werden.

Auch dem Jazzclub Unterfahrt bleibt nicht erspart, sich Gedanken zu machen, wie lange wir unseren eigenen Anspruch, Musiker und Publikum zusammenzubringen nicht gerecht werden können und dürfen.

Social Distancing ist ja genau das Gegenteil. Am schlimmsten trifft die Krise aber die Musiker. Sie können nicht mehr auftreten und nicht auf dem üblichen Weg unterrichten.

Die meisten Jazzmusiker sind immer schon Überlebenskünstler und es ist auch in normalen Zeiten beeindruckend, welche Widrigkeiten sie auf sich nehmen, um uns, ihr Publikum mit Ihrer Musik zu beglücken. Sie haben es jetzt noch viel schwerer.

Viele unserer Mitglieder und aus unserem Publikum, machen sich Gedanken, ob und wie der Jazzclub die Krise übersteht. Und vielen von Ihnen ist zu verdanken, dass wir uns hierüber nur nachrangig Sorgen machen müssen.

Denn heute zeigt sich mehr denn je, dass unsere Struktur, die auf einem gemeinnützigen Verein mit ca. 1400 Fördermitgliedern beruht, uns große Stabilität sichert.

Ihnen, unseren Förderern ist zu verdanken, dass wir diese Krise eine ganze Weile überstehen, wenn Sie uns wie bisher treu bleiben, auch wenn wir aktuell keine Konzerte vor Publikum veranstalten können.

Berührt haben mich die Neuanträge in dieser Zeit. Vielen Dank für dieses Mut machende Zeichen Ihrer Solidarität für unsere "nicht systemrelevante Institution".

Wie geht es weiter? Wir sind nach einer intensiven Zeit der Neu- und Umplanung vieler Konzerte, etwas später als andere Veranstalter, auch mit der Planung und Produktion von live gestreamten Konzerten von kleinen Besetzungen beschäftigt.

Wir möchten die verfügbaren Mittel aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und der Förderung unseres Vereins auch in diesen Zeiten als Gagen an die Musiker weitergeben.

Wir werden in den nächsten Tagen über den Jazzletter und unsere Website konkret informieren, wann wir am Start sind, um ein klein wenig Unterfahrt-Gefühl in Ihre Wohnzimmer zu bringen.

Bleiben Sie uns treu und bleiben Sie gesund

Michael Stückl 

und das Team der Unterfahrt 

 

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04.04.2020 Trotz Corona-Krise

GFDK - Kultur und Medien

Während die Regierung aktuell eine Kontaktsperre verhängt und Treffen von mehr als zwei Personen damit untersagt hat, zwingt die Lufthansa ihre Kunden dank einer neuen Richtlinie persönlich zur Post:

Ab sofort akzeptiert das Unternehmen Vollmachten zur Durchsetzung der EU-Fluggastrechte nicht mehr digital, sondern verlangt die Zusendung eines unterschriebenen Ausdrucks.

Christian Nielsen von dem Verband der Vertreter für Fluggastrechte (APRA), sieht darin ein unverantwortliches und illegales Verhalten:

“Die Lufthansa hat ihre internen Richtlinien aktuell so geändert, dass die Fluggesellschaft Vollmachten für die Durchsetzung der EU-Fluggastrechte durch Dritte nicht mehr digital akzeptiert.

Das ist einer von vielen Schritten, die Airlines aktuell gehen, um die EU-Fluggastrechte einzuschränken. Doch dieses Verhalten ist nicht nur rückständig, sondern in Zeiten von Corona auch gefährlich.

Sämtliche Virologen empfehlen den Gang nach draußen aktuell nur, wenn es wirklich notwendig ist. Die Lufthansa zwingt ihre  Passagiere durch diese Entscheidung jedoch, vor die Tür zu gehen und sich selbst sowie andere zu gefährden.

Die Airline spielt hier offensichtlich mit der Angst und Gesundheit ihrer Kunden, um weniger Entschädigungen auszahlen zu müssen. Das ist verantwortungslos. Deshalb werden wir juristisch gegen diese Klausel vorgehen und gegen Lufthansa vor Gericht ziehen.

Passagiere brauchen Unterstützung bei der Rechtsdurchsetzung

“Wer von einer Flugverspätung oder einem -ausfall betroffen ist, hat unter Umständen Anspruch auf eine Entschädigung. Dies gilt jedoch nur, wenn die jeweilige Airline auch dafür verantwortlich ist.

Die aktuellen Flugausfälle aufgrund des Coronavirus liegen beispielsweise außerhalb des Verantwortungsbereichs einer Airline. Entschädigungsforderungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden alle APRA-Mitglieder deshalb konsequent ablehnen”, erklärt Christian Nielsen von APRA und führt fort: 

“Dennoch können Passagiere ihre Rechte bis zu drei Jahre rückwirkend durchsetzen. Viele Menschen nutzen daher die Zeit zu Hause, um ihre Entschädigungsansprüche von vergangenen Flügen durchzusetzen.

Die Durchsetzung dieser Entschädigungen ist jedoch oftmals kompliziert, da sich viele Airlines bei der Auszahlung querstellen.

Die Lufthansa lehnt beispielsweise mehr als die Hälfte (52,7 Prozent) aller Entschädigungsforderungen zu Unrecht ab. Das ist eine gängige Taktik vieler Airlines.

Deshalb sollten betroffene Passagiere die Möglichkeit haben, sich Hilfe bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu suchen. Dafür müssen diese jedoch eine gültige Vollmacht aufsetzen.

Die Lufthansa versucht nun gezielt, die Ausstellung solcher Vollmachten zu erschweren, um zu verhindern, dass Passagiere ihre Rechte wahrnehmen.”

Fluggesellschaften wollen EU-Fluggastrechte massiv schwächen

“Die Fluggesellschaften nutzen die aktuelle Krise, um eine alte Agenda voranzutreiben, die darauf abzielt, die Rechte der EU-Passagiere drastisch einzuschränken.

Neben der Richtlinien-Änderung bei der Lufthansa fordern einige Fluggesellschaften beispielsweise, dass sie die Hotelkosten für gestrandete Passagiere nur noch für maximal drei Nächte übernehmen müssen, auch wenn der Aufenthalt länger dauert.

Sollten sie sich durchsetzen, werden bis zu 80 Prozent der Passagiere das Recht auf Entschädigungen verlieren. Das würde einen massiven Einschnitt der Verbraucherrechte in Europa bedeuten. Dennoch wird ein entsprechender Entwurf seit Wochen im Rat der EU und zeitnah auch im Parlament diskutiert. 

Wir sind uns bewusst, dass die gesamte Flugbranche zur Zeit eine schwierige Phase durchmacht, doch dies rechtfertigt nicht, dass die eigenen Kunden mit einer Abschwächung wenn nicht sogar Verlust ihrer Rechte konfrontiert werden.

Die Airlines sollten sich daher darauf konzentrieren, wie sie ihre Fluggäste in der Not unterstützen können. Schließlich sind sie es auch die Passagiere, die als Steuerzahler die Fluggesellschaften in der Krise vor dem Aus bewahren.

Daher ist es das Mindeste, dass ihre Rechte nicht bei der ersten Gelegenheit im Gegenzug eingeschränkt werden”, sagt Christian Nielsen von APRA.

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke.

Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug.

Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, durchschnittlich bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

Außergewöhnliche Umstände, auf die die jeweilige Airline keinen Einfluss hat, bewirken, dass die verantwortliche Fluggesellschaft von ihrer Kompensationspflicht befreit wird.  Dazu zählen unter anderem Unwetter oder medizinische Notfälle.

Über die APRA
Die Association of Passenger Rights Advocates (APRA) wurde 2017 gegründet, um eine einheitliche Stimme zum Schutz von Fluggästen auf europäischer Ebene zu schaffen. Die APRA hat sich zum Ziel gesetzt, Fluggäste einen maximalen Schutz zu gewährleisten.

Der Verband führt einen aktiven konstruktiven Dialog mit den europäischen und nationalen Institutionen sowie mit Fluggesellschaften, Flughäfen, nationalen Durchsetzungsstellen und anderen wichtigen Interessengruppen. 

Die APRA bietet eine Kombination aus soliden Daten, eingehenden Analysen und kollektivem Know-how, um die politischen Entscheidungsträger zu informieren und das Interesse der europäischen Fluggäste zu fördern. Zu den Gründungsmitgliedern der APRA gehören AirHelp, EUclaim und Reclamador.

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02.04.2020 im Schatten der Corona-Krise

GFDK - Kultur und Medien

Im Zuge der Corona-Krise fordern Fluggesellschaften weltweit finanzielle Unterstützung. Als wesentlicher Bestandteil der Reisebranche sind sie wirtschaftlich mit am stärksten von den aktuellen Änderungen betroffen. In den USA sind Rettungspakete von über 50 Mrd. Dollar im Gespräch.

Gleichzeitig machen sich die Konzerne und Vereinigungen wie Airlines 4 Europe (A4E) jedoch die Krise zu Nutze, um die Rechte ihrer Passagiere langfristig einzuschränken. Darauf macht der Verband der Vertreter für Fluggastrechte (APRA) aufmerksam.

Diesem zufolge sind die aktuellen Maßnahmen Teil einer langfristigen Kampagne zur Beschränkung der Europäischen Fluggastrechteverordnung EG 261.

Bis zu 80 Prozent der Fluggastrechte sollen verschwinden
Laut dem APRA könnten Passagiere künftig bis zu 80 Prozent ihrer Fluggastrechte einbüßen. Bis dato regelt die EG 261, dass Airlines bei selbst verschuldeten Verspätungen über drei Stunden oder Ausfällen ihre Passagiere angemessen entschädigen müssen.

Wie geplante Restriktionen aussehen können, legt eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie nahe: Dem Bericht zufolge sollen bspw. die derzeit dreistündigen Verspätungszeiten auf bis zu zwölf Stunden ausgedehnt werden.

Laut Flugdaten beträfe das vier von fünf verspäteten Flügen, für welche die Fluggesellschaften ihre Passagiere künftig nicht mehr entschädigen müssten. Wie weitere Einschränkungen aussehen können, zeigen aktuelle Maßnahmen seitens der Airlines im Schatten der Corona-Krise:

So forderten sie, das Recht auf Hotelübernachtungen bei Ausfällen auf drei Nächte zu kürzen, auch wenn der erzwungene Aufenthalt länger dauern sollte. Zudem sollte die Erstattung des Ticketpreises durch die Ausgabe von Reisegutscheinen ersetzt werden. Letzteres lehnte die EU bereits ab.  

Während die Airlines demnach aktiv an der Aushöhlung der Fluggastrechteverordnung arbeiten, fordern die Konzerne gleichzeitig staatliche Unterstützung aus Steuergeldern.

Diese werden jedoch auch von den Millionen Passagieren mitfinanziert, die ebenfalls von der Krise betroffen sind. Der APRA fordert daher, dass eventuelle Finanzhilfen an die Wahrung der Verbraucherrechte geknüpft werden.

Rechnen die Fluggesellschaften mit staatlichen Hilfeleistungen?
Dass die Flugbranche wie kaum eine zweite von der Krise betroffen ist, zweifelt der APRA nicht an. Allerdings wirft der Verband den Airlines vor, sich als Bestandteil der weltweiten Infrastruktur auf ihre “Systemrelevanz” zu verlassen und mit den staatlichen Fördergeldern zu rechnen – ohne die Rechte der Verbraucher zu garantieren.

Dazu führt die Organisation das Beispiel der amerikanischen Fluggesellschaften an, die aktuell um 50 Mrd. Dollar bitten, in den letzten Jahren jedoch Milliarden Profite erwirtschafteten und über 45 Mrd. Dollar an ihre Anteilseigner ausgeschüttet haben.

“Wir verstehen, dass dies eine Krisenzeit für die Fluggesellschaften ist, aber es ist eine Krise für jeden auf der Welt. Die Tatsache, dass das COVID-19 derzeit ein außergewöhnlicher Umstand ist – APRA war die erste Organisation, die dies offiziell anerkannt hat – gibt den Fluggesellschaften nicht das Recht, dies als "catch it all"-Möglichkeit zu nutzen, um die Fluggastrechte langfristig abzuschaffen.

Wenn überhaupt, dann zeigt diese Krise, dass starke Fluggastrechte heute mehr denn je erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Fluggesellschaften die Passagiere auch während einer Pandemie gerecht behandeln", erklärt Christian Nielsen, Vorstandsmitglied und Sprecher des APRA.  

Andrew Murphy, Luftfahrtmanager von Transport & Environment, fügt hinzu, dass "Fluggesellschaften, die in schlechten Zeiten öffentliche Unterstützung fordern, akzeptieren sollten, dass sie in guten Zeiten anfangen müssen, Steuern zu zahlen", was auch für den Schutz und die Entschädigung von Passagieren gilt.

Mehr als 40 Millionen Fluggäste sind jährlich von Ausfällen betroffen
"Jedes Jahr sind mehr als 40 Millionen Fluggäste allein von Flugannullierungen betroffen, wobei viele von ihnen auf dem Flughafen stranden und zusätzliche Kosten auf sich nehmen müssen. Besonders diese Passagiere sind auf starke Fluggastrechte angewiesen.

Der APRA setzt sich dafür ein, dass die Rechte der Fluggäste so stark bleiben, wie sie es aktuell sind. Wie Studien ergeben haben, gibt es auch keinen Grund, diese zu ändern, denn die Gewinne der Fluggesellschaften wurden in der Vergangenheit kaum durch die EG 261 beeinträchtigt.

Stattdessen hat die Verordnung bewiesen, dass sie die Fluggesellschaften erfolgreich an ihre Pflichten erinnert.", ergänzt Christian Nielsen.

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere
Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke.

Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug.  

Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, durchschnittlich bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

Außergewöhnliche Umstände, auf die die jeweilige Airline keinen Einfluss hat, bewirken, dass die verantwortliche Fluggesellschaft von ihrer Kompensationspflicht befreit wird. Dazu zählen unter anderem Unwetter oder medizinische Notfälle.

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01.04.2020 FOTOS AUS DER QUARANTÄNE

GFDK - Kultur und Medien

PHOTOSZENE-FESTIVAL VOM 22. – 31. MAI 2020 IN KÖLN FÄLLT AUS.

Mit großem Bedauern müssen auch wir die auf Hochtouren laufenden Planungen für das Photoszene-Festival 2020 aufgrund der sich weiter ausbreitenden Corona-Pandemie leider einstellen. Das Festival inklusive Rahmenprogramm und Portfolio-Review SICHTBAR kann nicht mehr wie geplant stattfinden. 

Die Internationale Photoszene Köln ist in der jetzigen Planungsphase des Festivals massiv von den Beeinträchtigungen durch das Corona-Virus betroffen. Einzelne Akteure haben ihre Ausstellungen und Veranstaltungen bereits verschoben oder zurückgezogen.

Die Absage der photokina aufgrund der expliziten Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und der Länderregierung über die Schließung von Messen und Ausstellungen und die daraus resultierende Beschränkung einer professionellen Planung einer internationalen Veranstaltung lässt sich gleichermaßen auf das parallel stattfindende Photoszene-Festival übertragen.

Vor dem Hintergrund möglicher Risiken für die Besucher*innen, die eingeladenen Expert*innen und Künstler*innen können wir zum jetzigen Zeitpunkt an der Planung publikumsstarker Veranstaltungen nicht mehr festhalten.

Künstlerreisen können nicht wie geplant organisiert werden. Alles, was ein lebendiges Festivalformat ausmacht, erscheint aus heutiger Perspektive nicht mehr planbar.

Wir als Veranstalter tragen die Sorge und Verantwortung dafür, dass wir uns aus dem sichtbaren Festivalmarketing zurückziehen, da es fraglich ist, ob soziale Kontakte und das Kulturleben Ende Mai wieder so stattfinden können, wie wir es uns alle wünschen.

Aus diesem Grund haben wir uns nach Absprache mit unseren Förderern und Partnern für eine Absage des Photoszene-Festivals 2020 entschieden.

PHOTOSZENE AUF SOCIAL MEDIA
Auch wenn das Photoszene-Festival 2020 leider ausfällt, werden wir auf unseren Online-Kanälen wie Website, Facebook und Instagram, sowie unserem Newsletter die Fotografie in Köln durch aktive Kommunikation fördern.

Sollte die eine oder andere Ausstellung also im Mai wieder öffnen können, werden wir Sie wie gewohnt darüber informieren! Ebenso werden wir den Programmbereich Artist Meets Archive auf unserer Website ausbauen und über die aktuellen Kooperationen berichten. Stay tuned!

PROGRAMM IM JAHR 2020
Ab Mai erhätlich: Das Magazin L.Fritz #6 zum Thema „Photography & Outer Space“ wird wie geplant in den Druck gehen und kann somit Mitte Mai erscheinen. Damit es auch jeder Fotografie-Interessierte lesen kann, bauen wir unseren Vertrieb aus:

Zum einen wird er in den Bahnhofsbuchhandlungen zu finden sein und zum anderen versuchen wir nach Anfrage auch private Zustellungen umzusetzen.

Die Photoszene-Residency Artist Meets Archive #2: Die 5 eingeladenen Künstler*innen Yasmine Eid-Sabbagh, Joan Fontcuberta, Philipp Goldbach, Anna Orłowska und Rosângela Rennó werden ihren Aufenthalt in den Archiven – in dem Historischen Fotoarchiv des Rautenstrauch-Joest-Museums, dem Zentralen Archiv des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Rheinischen Bildarchiv Köln, dem Deutschen Tanzarchiv Köln, und in der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln – im Herbst 2020 nachholen. Geplant sind einzelne öffentliche Talks mit den Künstler*innen.

Das Next! Festival der Jungen Photoszene, veranstaltet von der Photoszene Köln in Kooperation mit dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF), sollte im Mai 2020 zum ersten Mal parallel zum Photoszene-Festival stattfinden.

Aufgrund der Corona-Krise ist geplant, einzelne Veranstaltungen auf den Herbst 2020 zu verlegen. Das Next! Festival der Jungen Photoszene richtet sich an Kinder und Jugendliche. Das Festival wird in Absprache mit den Förderern und Partnern auf Mai 2021 verschoben und findet in der Kartause in der Kölner Südstadt statt.

#PICTURESFROMHOME2020 – FOTOS AUS DER QUARANTÄNE
Durch COVID-19 sind Menschen auf der ganzen Welt gezwungen, sich in die eigenen vier Wände zurückzuziehen und zwischenmenschliche Kontakte auf das Nötigste zu beschränken.

Aber auch innerhalb dieser neuen, engen Grenzen können wir kreativ werden. Deshalb ruft die Photoszene zur aktiven Teilnahme an einer Bilderschau im virtuellen Raum auf.

Alle sind aufgefordert, egal ob Profifotograf, Amateur oder Handyknipser Fotos aus der eigenen häuslichen Isolation zu machen und diese auf Instagram, Facebook oder Twitter unter dem hashtag #picturesfromhome2020 zu posten. So wird ein einzigartiges Zeitdokument über diese außergewöhnliche und für uns alle belastende Zeit enstehen. 

AUSBLICK PHOTOSZENE-FESTIVAL 2021
Das nächste Photoszene-Festival wird vom 21. – 30. Mai 2021 stattfinden. In Vorbereitung sind u.a. bereits die fünf Ausstellungen der Artist Meets Archive-Residency im Sonderausstellungsraum im Rautenstrauch-Joest-Museum am Neumarkt, dem MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln und dem Deutschen Tanzmuseum, die verschobene Ausstellung You are here, Teil 2, einige Ausstellungen aus dem Programm 2020 und das Portfolio-Review SICHTBAR.

Wir danken den vielen tollen Akteuren in Köln, die wunderbare Ausstellungen für das Festival vorbereitet haben und hoffen, dass wir diese in einem starken Photoszene-Festival 2021 sehen können.

Wir danken den vielen Kooperationspartnern, mit denen wir an den verschiedenen Veranstaltungsformaten gearbeitet haben, besonders der SK-Stiftung Kultur für den inspirierenden Austausch für eine Mini-Museumsnacht.

Einen ganz großen Dank an unsere Förderer, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW, der Rhein-Energie Stiftung Kultur und ganz besonders natürlich der Stadt Köln, sowie an all unsere Medienpartner.

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01.04.2020 Livestreams mit Igor Levit

GFDK - Kultur und Medien

Die beiden Livestreams mit Igor Levit am vergangenen Donnerstag und Freitag, die den Start der Programmidee #DigitalUnterwegs des „Heidelberger Frühling“ markierten, haben insgesamt 94.804 Menschen erreicht.

Die Livekonzerte wurden auf der Website sowie auf dem Facebook- und Twitterkanal des Festivals gezeigt und waren noch 24 Stunden nach Ausstrahlung abrufbar.

Das am stärksten genutzte Medium war Twitter: Ca. 33.000 Besucher wurden hier am Donnerstagabend beim Konzert von Igor Levit mit Cellistin Julia Hagen gezählt, etwa 25.000 beim Soloabend von Igor Levit mit allen Präludien und Fugen von Dmitri Schostakowitsch.

Für die Liveproduktion dieser beiden Ausnahmekonzerte hatte die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin ihre Türen geöffnet.

Die kostenlosen digitalen Konzertangebote mit Igor Levit bildeten auch den Startschuss, um ein Zeichen der Solidarität mit allen FestivalkünstlerInnen 2020 zu setzen, die in dieser Krisenzeit in eine Notlage geraten könnten.

Die Zuschauer und Interessierten der Livestreams waren dazu eingeladen, ihre Wertschätzung für Kunst im digitalen Raum in Form von Spenden zu zeigen. Dafür hat die Stiftung Heidelberger Frühling ein Spendenkonto eingerichtet.

(Spendenkonto Stiftung Heidelberger Frühling, Verwendungszweck: „Zukunftsmusik“: IBAN: DE90 6729 0000 0055 0000 00). Bis zum gestrigen Sonntag sind hier Spenden in Höhe von 11.000 € eingegangen.

Festivalintendant Thorsten Schmidt: „Wir sind überwältigt von der Resonanz auf unsere Livestream-Angebote und die damit verbundene Spendenbereitschaft. Uns erreichen zahlreiche Nachrichten von Menschen, denen diese außergewöhnlichen Konzerterlebnisse sehr viel bedeutet haben.

Große Dankbarkeit und Freude sind es vor allem, die hier zum Ausdruck gebracht werden. Natürlich vor allem auch gegenüber unserem Freund Igor Levit, der hier etwas ganz Großes geleistet hat!“

Seit der Absage des „Heidelberger Frühling“ 2020, der unter dem Leitgedanken „Unterwegs“ gestanden hätte, beschäftigt sich das Festival intensiv damit, wie in Zeiten von notwendiger räumlicher Distanz trotzdem Gemeinschaftserlebnisse in der Kunst im digitalen Raum geschaffen werden können.

Entstanden ist die Programmidee #DigitalUnterwegs, die anknüpfend an das eigentliche diesjährige Festivalmotto auch den Prozess symbolisiert, in den sich die gesamte Kulturbranche in diesen Tagen in Rekordzeit hineinbegibt.

Die Programmidee #DigitalUnterwegs wird in den kommenden Wochen bis zum Ende des eigentlichen Festivalzeitraums 2020 am 24. April weiterentwickelt.

So wird Igor Levit in einem Podcast mit dem Georg-Büchner-Preisträger 2019 Lukas Bärfuss zu hören sein. Außerdem werden zahlreiche FestivalkünstlerInnen, die im Moment auf der ganzen Welt verstreut in ihren Häusern bleiben müssen, Videobotschaften für den „Heidelberger Frühling“ und sein Publikum verfassen.

Der „Heidelberger Frühling“ stellt zudem Konzertvideomitschnitte aus den vergangenen Festivaljahrgängen auf seinen Online-Plattformen bereit.

Und der Medienpartner SWR2 sendet über die kommenden Wochen Konzertaufzeichnungen der Festivaljahrgänge 2016, 2018 und 2019.

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31.03.2020 Porsche Club Düsseldorf

GFDK - Kultur und Medien

"Mir macht es einfach Spaß, Dinge besser zu machen."

(Ferdinand Alexander Porsche)

Technik, Schönheit, Raffinesse - drei gute Gründe, einen Porsche zu fahren. Um die Leidenschaft für dieses Spitzenprodukt schwäbischer Ingenieurskunst mit anderen  teilen zu können, wurde vor zehn Jahren der Porsche Club Düsseldorf gegründet. Jetzt wählte der Verein einen neuen Vorstand.

Ab sofort leitet Markus Kunkel, geschäftsführender Gesellschafter des Düsseldorfer Ingenieurbüros Kunkel  + Partner, als Präsident die Geschicke des Clubs.

Ihm zur Seite stehen Vize-Präsident Torsten Kottlarz, Schatzmeister Dr. Markus Schink, Geschäftsführer Manfred Gruber sowie Sportwart Klaus Kempe.

"Wir wollen den Club weiterhin positiv entwickeln, neue Mitglieder gewinnen, zahlreiche Veranstaltungen organisieren und uns in Abstimmung mit dem Porschezentrum Düsseldorf (PZD) auch gesellschaftlich engagieren", erklärt Markus Kunkel, und ergänzt: "Wer bei uns mitmachen möchte, sollte zu uns passen."

Die Beziehungen der Clubmitglieder untereinander sind freundschaftlich, fast familiär. Und natürlich mögen Porsche-Enthusiasten auch die Geschwindigkeit, viele sind im Rennsport aktiv. Doch Torsten Kottlarz betont ausdrücklich: "Raser sind bei uns nicht willkommen!"

Zudem soll die Kooperation mit dem PZD in der kommenden Zeit intensiviert werden. Schließlich hat man mit dem PZD einen starken Partner an der Seite.

Zu den regelmäßigen Clubabenden, die an jedem ersten Montag eines Monats um 19 Uhr im Hotel & Restaurant Schnellenburg am Rhein stattfinden, lädt der Porsche Club Düsseldorf nicht nur Mitglieder, sondern auch Freunde und Gleichgesinnte, deren Herz für die Marke Porsche schlägt, herzlich ein.

Und Gleichgesinnte gibt es deutschlandweit, die sich in zahlreichen, regionalen Clubs organisiert haben. Auch untereinander pflegt man teils intensive Kontakte, was das Clubleben nochmals bereichert. Wegen der aktuellen Corona-Lage finden diese Treffen derzeit allerdings nicht statt.

Der Porsche Club Düsseldorf e.V. ist ein durch die Porsche AG offiziell anerkannter Club.

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31.03.2020 ORANG-UTAN WALDSCHULE

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Weil Experten davor warnen, dass die Coronavirus-Pandemie womöglich die letzten Populationen von Menschenaffen auslöschen wird, bereitet sich das Team der ORANG-UTAN WALDSCHULE von VIER PFOTEN auf Borneo für den Ernstfall vor.

Acht der geschätzten 100.000 wilden Orang-Utans, die noch auf Borneo leben, sind derzeit Teil eines Rehabilitationsprogramms der globalen Tierschutzorganisation und werden in der VIER PFOTEN WALDSCHULE im Osten Borneos aufgezogen und auf ein zukünftiges Leben in Freiheit vorbereitet.

Dr. Signe Preuschoft, Primatologin bei VIER PFOTEN, und ihr indonesisches Team sind äußerst besorgt um ihre kleinen Schützlinge:

„Nachdem sie in ihrem jungen Leben schon so viel Leid erfahren haben, sollten unsere Orang-Utan-Waisen in Sicherheit aufwachsen, bis sie alt genug sind, um wieder in die Freiheit entlassen zu werden. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sie vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.“

Weil die Zahl der Coronavirus-Infektionen auch in Indonesien langsam zunimmt, besteht das Risiko, dass infizierte Tierpfleger die Orang-Utan-Waisen anstecken könnten.

„In der ORANG-UTAN WALDSCHULE herrscht zwar ein generelles Kontaktverbot, so dass niemand die Waldschule betritt, der nicht in die Pflege und Erziehung der Waisen involviert ist.

Aber natürlich haben unsere Orang-Utans gelegentlich Körperkontakt zu ihren menschlichen Ersatzmüttern. Wie oft, hängt vom Alter der Tiere ab. Die älteren Waisen sind schon relativ unabhängig, sammeln ihr eigenes Futter und sitzen hoch oben in den Bäumen.

Körperkontakt mit ihren Pflegern kommt selten vor. Die jüngeren brauchen aber körperliche Zuneigung. Sie klammern sich an ihre Ersatzmütter. Sie wollen kuscheln und getröstet werden, wenn sie Angst haben“, so Dr. Preuschoft.

Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen, die etwa 98% mit der menschlichen DNA gemeinsam haben, sind Menschen so ähnlich, dass Wissenschaftler befürchten, dass sich die für Menschen mitunter tödliche Lungenkrankheit auch für Menschenaffen als tödlich erweisen könnte.

Orang-Utans sind generell besonders anfällig für Atemwegserkrankungen, daher besteht die Gefahr, dass Covid-19 sie sogar noch schlimmer treffen könnte als uns Menschen.

Das Team hat bereits Sicherheitsmaßnahmen getroffen: Alle Tierpfleger wechseln in ihre Arbeitskleidung, wenn sie in der Waldschule eintreffen und nehmen sie nicht mit nach Hause. Die Arbeitskleidung wird vor Ort gewaschen und die Tierpfleger tragen Schutzmasken.

„Wir waschen das eingekaufte Futter zweimal: wenn es angeliefert wird und bevor wir es den Orang-Utans geben. Außerdem arbeiten dieselben Gruppen von zwei bis drei Personen zusammen und vermeiden Kontakt mit den anderen.

Wir halten unser Team auf virtuellem Weg auf dem neusten Stand und teilen Informationen, damit sich auch zu Hause alle an strenge Hygieneregeln halten und sich von sozialen Kontakten außerhalb der Arbeit isolieren“, sagt Dr. Preuschoft.

Das Team der Waldschule hat außerdem Futter und Reinigungsutensilien eingelagert. Manche Vorräte sind jedoch schwierig zu beschaffen.

Sichere Mundschutzmasken (N95), Infrarot-Thermometer und Desinfektionsmittel sind in Indonesien praktisch nicht mehr zu bekommen.

„Es gibt leider keinen hundertprozentigen Schutz. Menschenkinder sind generell nicht besonders schlimm von Corona-Symptomen betroffen, deshalb hoffen wir, dass das bei unseren Orang-Utan-Waisenkindern genauso ist“, so Dr. Preuschoft.

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30.03.2020 Lebensretter für die Schafe

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Zum Frühlingsanfang steigt für Schafe die Gefahr, bei der Beseitigung ihrer Fellparasiten zu sterben. Denn zur Abwehr juckender Schmarotzer wälzen sich die Tiere auf dem Rücken, kommen danach oft nicht mehr allein auf die Beine und können innerhalb kürzester Zeit qualvoll an Blähungen verenden.

„Jeder kann zum Lebensretter werden und die Tiere mit einem kleinen Schubs wiederaufrichten“, sagt Ina Müller-Arnke, Agraringenieurin und Nutztierexpertin bei VIER PFOTEN, und gibt Tipps, wie man den sogenannten „Rückenliegern“ helfen kann.

„Viele Schafe sind im Frühjahr tragend und dadurch auch schwerer als sonst. Hinzu kommt, dass die Tiere erst nach der ,Schafskälte` Anfang Juni geschoren und von ihrer schweren Wolle befreit werden.

Das dicke Fell kann für die Tiere zur Last werden, wenn die Wolle nass wird. Zudem können sich juckende Parasiten einnisten. Um die lästigen Plagegeister loszuwerden, wälzen sich die Schafe im Gras“, so Ina Müller-Arnke.

Augen auf beim Spaziergang

VIER PFOTEN bittet alle Passanten, im Frühjahr besonders aufmerksam zu sein. Denn ihr Körperbau macht Schafen beim Versuch des Aufstehens oft einen Strich durch die Rechnung.

Verstärkend wirkt dabei, dass bei trächtigen Muttertieren der Nachwuchs im Bauch nach unten drückt. Schaffen es die Tiere nicht innerhalb kürzester Zeit aufzustehen, drohen gefährliche Blähungen – die Schafe können innerlich platzen.

Erste Hilfe beim Schaf – so geht‘s

„Nähern Sie sich ruhig dem auf dem Rücken liegenden Schaf und reden Sie beruhigend auf das Tier ein. Da Schafe Fluchttiere sind, werden diese Sie niemals attackieren. Fassen Sie mit beiden Händen in die Wolle auf Höhe der Rippen und drehen Sie das Schaf mit einem beherzten Schubs wieder in die Bauchlage.

Das Tier wird versuchen, sobald es in Bauchlage kommt, aufzustehen und wegzulaufen. Es kann allerdings vorkommen, dass das Schaf nach dem rettenden Schubs noch wackelig auf den Beinen ist und sofort wieder umfällt.

In diesem Fall braucht es erneut Ihre Hilfe. Versuchen Sie, das Tier noch etwa eine Minute lang zu halten, wenn Sie es das zweite Mal in Bauchlage gedreht haben. Wer sich nicht selbst traut, kann auch einen benachbarten Bauern um Hilfe bitten oder die Polizei rufen. Jedoch ist jede Sekunde kostbar“, so die Agraringenieurin.

Hilfe ist von Schäfern erwünscht

„Helfen ist erlaubt, Schäfer zählen sogar auf aufmerksame Passanten und rufen dazu auf, ihre Schafe zu schubsen und so Muttertiere und ihre ungeborenen Lämmer vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Denn leider können die Hirten nicht immer überall selbst vor Ort sein. Doch ist ein Schaf erst einmal in Rückenlage, geht es meist um Sekunden, in denen man das Leben der Tiere retten kann. Falsch machen kann man nicht viel“, erklärt die VIER PFOTEN Nutztierexpertin.

Überzüchtung verstärkt das Problem

Das Problem des hohen Gewichts und der damit verbundenen Probleme beim Aufstehen ist auch das Resultat jahrelanger Überzüchtung, die auf immer höhere Fleisch- und Woll-Erträge abzielt.

Die meisten Schafrassen müssen deshalb einmal im Jahr geschoren werden. Es gibt auch alte Schafrassen, bei denen eine solche Schur nicht notwendig ist, diese werden jedoch von Berufsschäfern aufgrund geringer Fleisch- und Wollerträge eher selten gehalten.

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27.03.2020 Verbot für ganz China gefordert

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN begrüßt das Vorhaben der chinesischen Stadt Shenzhen, künftig den Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch gesetzlich zu verbieten.

Zuvor hatte die Stadt bereits den Verzehr von Wildtieren verboten. VIER PFOTEN fordert zudem die chinesische Regierung auf, das Fangen, Schlachten und Essen von Hunden und Katzen im ganzen Land zu verbieten.

„Der Vorstoß von Shenzhen kann als positiver erster Schritt gewertet werden, denn generell sind Märkte, auf denen mit Tieren – egal welcher Spezies – zum Verzehr gehandelt wird, potenzielle Herde für Krankheiten.

China hat nach dem Ausbruch von COVID-19 seine Konsequenzen gezogen und den Handel mit Wildtieren verboten. Aber auch domestizierte Tiere wie Hunde und Katzen erleiden auf asiatischen Märkten grauenvolle Qualen und werden auf brutale Weise geschlachtet.

Um Tierleid zu verhindern, aber auch um Krankheiten wie Tollwut und Cholera vorzubeugen, die Menschen gefährlich werden können, fordert VIER PFOTEN ein generelles Verbot für den Verzehr und Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch“, sagt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN Deutschland.

Aktuelle VIER PFOTEN-Recherchen belegen: Jedes Jahr werden in Asien mehr als zehn Millionen Hunde und Katzen geschlachtet.

VIER PFOTEN kämpft gegen Hunde- und Katzenfleischhandel

Um den Handel mit Hunde- aber auch Katzenfleisch in Asien nachhaltig zu beenden, hat VIER PFOTEN eine internationale Kampagne gestartet.

Durch Aufklärungsarbeit und Kooperationen mit den verantwortlichen Behörden und der Tourismusbranche soll die Nachfrage nach Hunde- und Katzenfleisch reduziert und effektive Tierschutzgesetze eingeführt werden.

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25.03.2020 Millionen von Artikeln

GFDK - Kultur und Medien

eBay ist nicht nur das beliebteste, sondern auch das größte Kaufs- und Verkaufsportal weltweit. Millionen von Artikeln werden hier täglich angeboten.

Wirft man einen Blick auf die verkauften Artikel stellt man schnell fest, dass identische Artikel zu völlig unterschiedlichen Preisen verkauft wurden, obwohl sowohl Lieferumfang als auch Zustand gleich waren. Doch woran liegt das? Kurz und knapp:

Der richtige Zeitpunkt und die Präsentation der Ware. Damit auch Ihre Auktion einen möglichst hohen Ertrag bringt. Damit es nicht zu unnötigen Verzögerungen nach der Auktion kommt, sollte man ein paar Kartons zum Versenden auf Vorrat im Keller haben.

Andernfalls muss der Käufer unnötig lange auf seine Ware warten, was sich negativ auf die Bewertung auswirken kann.

Beschreibung und Bilder sind das A und O

Welchen Artikel im Geschäft kaufen Sie lieber? Den, der lieblos darumsteht oder den, der bis in das letzte Detail angerichtet wurde? Mit hoher Wahrscheinlichkeit letzteres. Und genau so sollte es auch online sein.

Wie in den Google Suchergebnissen ist die Überschrift ausschlaggebend, ob jemand auf Ihre Anzeige klickt oder nicht. Die Überschrift sollte so detailliert wie möglich sein.

Die genaue Artikelbezeichnung mit Variationen sowie den Zustand und, ob eine Rechnung dabei ist. „iPhone 11 wenig benutzt“ wäre keine gute Bezeichnung. Deutlich effektiver wäre: „Apple iPhone 11 64GB Blau, wie NEU mit Rechnung“.

Genauso sollte es bei der Artikelbeschreibung ablaufen. Der gesamte Lieferumfang sowie die genaue Zustandsbeschreibung sind ein Muss.

Der Interessent befindet sich nicht auf dem Flohmarkt oder im Geschäft und kann die Ware begutachten. Daher muss die Beschreibung so detailliert wie möglich sein, sodass keine offenen Fragen mehr auftauchen.

Für die Bilde gelten die exakten Anforderungen. Sofern eine Kamera in Ihrem Besitz ist, sollte diese auch genutzt werden, um hochauflösende Bilder hochzuladen.

Das Produkt sollte in jedem Winkel fotografiert werden, vor allem, wenn es Gebrauchsspuren gibt, damit der Käufer genau weiß, worauf er sich einlässt.

Morgens, Mittags oder Abends?

Eine allgemein gültige Uhrzeit, wann der optimale Verkaufspunkt ist, kann nicht getroffen werden. Generell kann gesagt werden, dass Sonntagabends sehr viele Menschen am Computer sitzen. Dort ist jedoch die Konkurrenz auch meist am größten.

Unter den verkauften Produkte kann eine grobe Tendenz gezogen werden, wann welches Produkt für welchen Preis verkauft wurde. Wird ein Produkt regelmäßig am Vormittag für einen hohen Preis veräußert, sollte in Erwägung gezogen werden sein eigenes ebenfalls am Vormittag auslaufen zu lassen.

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