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Nachrichten aus der großen weiten Welt

12.10.2020 In der Hauptrolle Sebastian Bezzel

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Wenn es einen Gesetzeshüter gibt, der es in Punkto Popularität in den bayerischen Kinos mit dem Spion im Geheimdienst ihrer Majestät aufnehmen kann, dann ist es Eberhofer. Franz Eberhofer. Und nun steht seine bislang wichtigste Mission an, denn die siebte Kinoverfilmung KAISERSCHMARRDRAMA kommt schon am 12. November 2020 in die Kinos – diesmal bundesweit.

Nicht nur die Bücher von Rita Falk erfreuen sich riesiger Beliebtheit, sondern auch die inzwischen sechs Kinoverfilmungen sind Zuschauermagneten und locken von Jahr zu Jahr mehr Publikum ins Kino. Allein LEBERKÄSJUNKIE erreichte im letzten Jahr 1,2 Mio. Besucher.

Kurzinhalt: Die Idylle des niederbayerischen Provinzpolizisten Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) ist in Gefahr. Das liegt weniger daran, dass das dorfbekannte Webcam-Girl ermordet wurde – diesen Fall geht der Franz mit der gewohnten Tiefenentspanntheit an.

Ausgerechnet jetzt sitzt sein aufdringlicher, aber stets hilfreicher Co-Ermittler Rudi (Simon Schwarz) nach einem Unfall im Rollstuhl und gibt natürlich Franz die Schuld dafür.

Als Rudi sich dann auch noch auf dem Hof einnistet und eine Rundumbetreuung von Franz erwartet, ziehen erste dunkle Wolken im Paradies auf. Richtig bedroht wird Eberhofers Ruhe aber durch Dauerfreundin Susi (Lisa Maria Potthoff), die sich mit Franz‘ verhasstem Bruder Leopold (Gerhard Wittmann) verbündet hat, um neben dem Hof ein Doppelfamilienhaus mit Gemeinschaftssauna zu bauen – was auch Papa Eberhofer gehörig gegen den Strich geht.

Und als wäre das Dorfleben mit einer rebellischen Motorradgang und Marihuana-Fleischpflanzerln nicht schon bunt genug, muss Franz auch noch entdecken, dass seine Freunde Simmerl (Stephan Zinner) und Flötzinger (Daniel Christensen) Stammkunden beim Mordopfer waren.

Für KAISERSCHMARRNDRAMA haben Regisseur Ed Herzog und Erfolgsproduzentin Kerstin Schmidbauer erneut das bewährte Niederkaltenkirchener Ensemble versammelt:

Neben Sebastian Bezzel und Simon Schwarz als Ermittler-Dreamteam spielen u.a. auch wieder Lisa Maria Potthoff als Susi sowie Enzi Fuchs, Eisi Gulp, Gerhard Wittmann, Sigi Zimmerschied, Daniel Christensen, Stephan Zinner, Max Schmidt, Nora Waldstätten, Maria Hofstätter und Michael Ostrowski mit.

KAISERSCHMARRNDRAMA ist eine Constantin Film Produktion in Co-Produktion mit der ARD Degeto und dem Bayerischen Rundfunk und wurde mit Mitteln des FilmFernsehFonds Bayern, der Filmförderungsanstalt und des Deutschen Filmförderfonds gefördert.

Neben Regisseur Ed Herzog und Produzentin Kerstin Schmidbauer sind auch wieder die Co-Produzentinnen Stephanie Heckner (BR), Katja Kirchen (ARD Degeto) und Christine Strobl (ARD Degeto) an der Produktion beteiligt. Das Drehbuch schrieben Stefan Betz und Ed Herzog nach dem Roman von Rita Falk.

Darsteller: Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Potthoff, Enzi Fuchs, Eisi Gulp, Gerhard Wittmann, Sigi Zimmerschied, Daniel Christensen, Stephan Zinner, Max Schmidt, Nora Waldstätten, Ferdinand Hofer, Thomas Kügel, Michael Ostrowski, Maria Hofstätter und als Gäste Christine Neubauer und Willy Astor
Executive Producer: Christine Rothe
Co-Produzentinnen: Stephanie Heckner (BR), Katja Kirchen (ARD Degeto), Christine Strobl (ARD Degeto)
Produzentin: Kerstin Schmidbauer
Drehbuch: Stefan Betz und Ed Herzog nach dem Roman von Rita Falk
Regie: Ed Herzog

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29.09.2020 Legalisierung von Online-Glücksspiel

GFDK - Kultur und Medien - Spiele Ideen

Der Umbruch im deutschen Online-Glücksspiel steht bevor. Das bislang in den meisten Bundesländern verbotene Zocken im Internet-Casino ist ab dem kommenden Sommer mit dem Inkrafttreten des neuen Länderglücksspielstaatsvertrags legal. Doch was passiert bis dahin?

Online-Spieler können aufatmen. Zwar wird das Glücksspiel via Handy, Tablet oder PC tatsächlich erst am 1. Juli 2021 offiziell erlaubt, sofern mindestens 13 Länderparlamente ihre Zustimmung geben, aber die Bundesländer haben sich für die Zeit bis dahin auf eine Duldung geeinigt. Damit folgen sie dem Beispiel aus Schleswig-Holstein.

Das Bundesland im hohen Norden war bislang die einzige Region, die vor ihrem Beitritt zum alten Länderstaatsvertrags Konzessionen an Online-Casinos erteilt hatte. Spielen durften dort allerdings nur Schleswig-Holsteiner.

Nach dem Auslaufen der Konzessionen Anfang 2019, als die Verhandlungen über den neuen Glücksspielstaatsvertrag noch im vollen Gange waren, hatte die Regierung in Kiel diese verlängert, so dass die Spieler sich nicht plötzlich im rechtsfreien Raum befanden und dem Säckel die Steuereinnahmen erhalten blieben.

Die Glücksspielbranche mit ihren diversen Zweigen ist in Deutschland ein Riesengeschäft. Die staatlichen Lottogesellschaften, Sportwettenanbieter und Casinoanbieter bringen es zusammen auf rund 13,9 Milliarden Euro Umsatz im Jahr.

Doch nur 80 Prozent dieser Umsätze werden bislang auf dem geregelten, staatlich erlaubten Markt erzielt. Die Gesetzesnovelle soll den boomenden Schwarzmarkt unterbinden. Einen Überblick der aktuell Online Spielbanken für deutsche Spieler können auf www.spielbankendeutschland.com durchgeblättert werden.

Erlaubt sind derzeit in der Bundesrepublik die staatlichen Lotto- und Totogesellschaften, konzessionierte Automaten in Spielhallen und staatlich konzessionierte Sportwetten.

Online-Poker, Online-Slots, aber auch diverse Online-Sportwetten befinden sich bislang im illegalen Bereich, obwohl nur in den wenigsten Fällen rechtliche Konsequenzen entstanden sind. Die Popularität dieser Spielformen hat zu einer jahrelangen Debatte der Gesetzgeber geführt.

Zum einen sind den Staatskassen enorme Steuereinnahmen entgangen, weil die in jedem Fall im Konzessionsland abgeführt werden, zum anderen waren die Zocker in keiner Weise geschützt.

Zwar gibt es seit etlichen Jahren in der EU konzessionierte Online-Glücksspielanbieter, die sich an strikte Auflagen und Kontrollen halten müssen, aber auf dem schwarzen Markt tummeln sich auch etliche unseriöse Anbieter.

Die mit dem Besuch der häufig in der Karibik zugelassenen Seiten verbundenen Risiken wie die Nichtauszahlung von Gewinnen, aber auch Datenmissbrauch soll mit der Legalisierung von Online-Glücksspiel in Deutschland wegfallen.

Den heiß umstrittenen Knackpunkten Jugendschutz und Suchtgefährdung wurde dabei besonderes Augenmerk geschenkt. Konten dürfen nur nach strikten Kontrollen des Geburtsdatums eröffnet werden.

Zudem sollen Höchstsummen von maximal 1000 Euro im Monat festgelegt werden, die als Gesamtsumme für sämtliche Formen des Online-Spiels gelten.

Zocker, die sich durch ihr Spielverhalten auffällig machen, werden in eine gesamtdeutsche Datei aufgenommen und gegebenenfalls für sämtliche Anbieter gesperrt. Kunden können sich zudem freiwillig in die Sperrkartei aufnehmen lassen.

Um sicherzustellen, dass diese Bedingungen auch tatsächlich erfüllt werden, soll eine eigene Aufsichtsbehörde geschaffen werden, die nach dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielrechts die Online-Anbieter überwacht.

Zudem dürfen die entsprechenden Lizenzen nur an Anbieter aus Deutschland vergeben werden, sodass die Überwachung gewährleistet werden kann und die Steuereinnahmen auch tatsächlich im Land bleiben. Der Besuch von Seiten aus dem Ausland bleibt illegal.

Für diese Regelungen gibt es bereits Vorbilder aus dem benachbarten Ausland. Die Schweiz hat im Jahr 2019 ihr Glücksspielgesetz reformiert und Online-Casinos legalisiert.

Seiten aus dem Ausland dürfen allerdings nicht besucht werden und sind größtenteils von der Schweiz aus blockiert. Konzessionsanträge werden streng untersucht. Die Genehmigungen für Online-Casinos sind in der Schweiz bislang überwiegend an Betreiber der seit langem erlaubten traditionellen landbasierten Casinos erteilt worden.

Eine derartige Lösung schwebt auch den deutschen Gesetzgebern vor, wenn es um die klassischen Casino-Spiele geht. Online-Poker und Online-Roulette sollen künftig von den Betreibern der auf sämtliche Bundesländer verteilten staatlichen Spielbanken angeboten werden. Für Sportwetten und Automaten ist das keine Grundbedingung.

In Österreich wird das seit längerem so gehandhabt. Die legalen Online-Casinos befinden sich sämtlich in den Händen einer Tochtergesellschaft der halbstaatlichen Casino Austria AG.

Drei Viertel aller Deutschen vergnügen sich zumindest gelegentlich mit einer Form von Glücksspiel. Dabei steht das Lotto „6 aus 49“ mit 54,3 Prozent an erster Stelle, aber auch Sportwetten, Poker und andere Spiele sind populär.

Die Gesetzgeber wollen die Duldungsphase der Online-Glücksspiele unter anderem dazu nutzen, das Gebaren der Online-Anbieter, die unter anderem auf tag24.de zu finden sind, zu studieren.

Wer sich nicht an die im künftigen Glücksspielstaatsvertrag festgelegten Regeln hält, muss damit rechnen, bei der Lizenzvergabe ab Juli 2021 nicht berücksichtigt zu werden.

Das neue Gesetz soll bei der nächsten Konferenz der Regierungschefs der Länder im März 2021 offiziell beschlossen werden. Welche Online-Anbieter dann ab dem Sommer die begehrten Konzessionen erhalten werden, bleibt den einzelnen Ländern überlassen.

Schleswig-Holstein, das als einziges Bundesland Erfahrung damit hat, hat zwölf Lizenzen erteilt. Die Online-Casinos lassen dafür auch in Kiel die Klassen klingeln. Die dortige Regierung geht von Steuereinnahmen zwischen 40 und 60 Millionen Euro im Jahr aus. Für die anderen Bundesländer könnte das demnächst ähnlich aussehen.

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19.09.2020 Die Macht am Rhein

GFDK - Kultur und Medien - TV-und Ausstellung

Die große Landesausstellung der GDKE "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht" im Landesmuseum Mainz ist auf ein großartiges Medieninteresse gestoßen, am nächsten Sonntag, 20.9., 18.45 Uhr, präsentiert "Bekannt im Land" ein 30-minütiges Feature über die Ausstellung und über ausgewählte Korrespondenzorte in Rheinland-Pfalz im SWR Fernsehen mit dem Titel:

Die Macht am Rhein

Unterwegs zu den Kaisern des Mittelalters

Das Land Rheinland-Pfalz hat ein Kaiserjahr ausgerufen. Der Anlass ist eine große, mit hochkarätigen Exponaten bestückte Ausstellung im Landesmuseum Mainz zu den mittelalterlichen Kaisern und den Säulen ihrer Macht.

Flankiert wird sie von kleineren Ausstellungen und Aktionen im ganzen Land, zum Beispiel in der Kaiserpfalz in Ingelheim, in der Klosterruine Limburg bei Bad Dürkheim oder auf der Burg Trifels in der Pfalz.

Thematisch beleuchtet wird der machtstrategische Einfluss des Mainzer Klerus auf Kaiser und Könige, aber auch die Rolle, die wichtige Städte wie Worms, Speyer und Mainz oder die dortigen jüdischen Gemeinden dabei spielten. 

Bekannt im Land begibt sich auf eine spannende Zeitreise und zeigt, wie groß der Einfluss der Kirchenvertreter, Adeligen und Bürger der hiesigen Rheinregion für die politischen Machtkonstellationen und Grenzziehungen im Mittelalter in ganz Europa war.

Die Ausstellung "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht", die noch bis zum 18. April 2021 im Landesmuseum Mainz zu sehen ist.

Autor: Andreas Berg

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17.09.2020 neue Inhalte im Internet finden

GFDK - Kultur und Medien - Spiel-Ideen

Wenn der Sommer zu Ende geht, werden wir mehr Zeit drinnen neben dem Feuer verbringen. Aber das Internet bietet neue und innovative Möglichkeiten, Menschen zu unterhalten. Von klassischen Ideen bis zu "New Age" -Ideen werden wir heute drei aufregende Dinge präsentieren, die im Inneren digital gemacht werden können.

Entdecke neue Inhalte

Mit den kostenlosen Testversionen von Netflix und Amazon Kindle ist das Auffinden neuer Inhalte einfacher als zuvor. Video-Streaming-Dienste stellen sehr viele Filme zur Verfügung. Es wird gesagt, dass Netflix 35.000 Stunden Inhalt auf seiner Plattform hat. In 4 Jahren konnte man alles sehen, wenn man nicht schläft.

Wenn du nur manchmal Inhalte ansiehst, ist Netflix eine gute Option. Du kannst jederzeit neue Inhalte ansehen und deine Perspektive mit einem neuen Film oder einer neuen TV-Show erweitern. Oder ein Buch zu lesen ist auch ganz einfach auf Amazon Kindle mit über 3 Millionen Büchern.

Vertief dich in Gaming

Wenn du neue Hobbys finden möchtest, ohne dein Zuhause zu verlassen, kannst du dies durch immersives Spielen in der digitalen Welt tun. Spiele wie Grand Theft Auto V, Assassins Creed Odyssey, Battlefield V, The Witcher 3 und viele andere bieten mithilfe ihrer ultrarealistischen Grafik ein umfassendes Erlebnis.

Wenn du ein starkes Gaming-Setup hast, ist es jetzt an der Zeit, es zu verwenden und die Grafikeinstellungen zu maximieren.

Wenn deine Grafikkarte jedoch nicht erstklassig ist, gibt es andere Arten von Spielen für dich. Casino-Spiele bieten beispielsweise ein beeindruckendes Erlebnis mit realistischen Grafik- und Audioeffekten, ohne deinen Computer zu ermüden.

Du kannst sogar viele Online Spielautomaten auf deinem Mobiltelefon spielen und immer noch das gleiche Spielerlebnis wie an Land-Spiele haben. Wenn du auch ein VR-Headset hast und dein Handy ein Gyroskop enthält (wie die meisten Handys), kannst du die Niveau erhöhen und in einem Virtual-Reality-Casino spielen.

Egal, ob du intensive oder einfache Spiele magst, du kannst dennoch viele alltägliche Aktivitäten durch Spiele ersetzen. In einem Videospiel kann man alles erleben, vom Glücksspiel über das Fahren bis zur Jagd oder auf Reisen.

Nehmen Sie an einer digitalen Veranstaltung teil

Virtuelle Museumsführungen, Workshops und Nachtclubs können digital angesehen werden. Berühmte Künstler wie John Legends, Coldplay und Pink haben Konzerte auf Youtube und anderen kostenlosen Stream-Plattformen veranstaltet. Marshmello und Travis Scott haben auch Live-Konzerte in Fortnite veranstaltet. Sie können all diese weiterhin kostenlos online ansehen.

Du kannst Kunstausstellungen und Museumsführungen auch online erkunden. Berühmte Museen aus den USA, Seoul und auch das Pergamonmuseum aus Berlin veranstalten jetzt virtuelle Führungen.

Wenn du in Partystimmung bist, gibt es viele virtuelle Nachtclubs, die sogar eine Warteschlange haben. Zusammenfassend kann man so ziemlich alles virtuell erleben.

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17.09.2020 Lieder voll emotionaler Strahlkraft

GFDK - Kultur und Medien - Filme, Kino und TV

Die amerikanische Jazz-Legende zum ersten Mal in Farbe. Ein berührendes Porträt der Sängerin mit bisher ungehörten Tonbandaufnahmen. Deutschlandpremiere im Rahmen des Filmfest Hamburg.

Ihre ungewöhnliche Stimme und ihre Lieder voll emotionaler Strahlkraft machten sie weltberühmt: Jahrzehnte vor der #BackLivesMatter-Bewegung lieferte Billie Holiday mit ihrem Song „Strange Fruit“ den Soundtrack für die Bürgerrechtsbewegung der amerikanischen People of Colour.

Eine selbstbewusste Frau, die mehr war als ein tragisches Opfer von Drogen- und Machtmissbrauch.

Als erste schwarze Frau in einer weißen Band machte sich Billie Holiday frei von Stereotypen und entwickelte eine sehr eigenwillige, unverwechselbare Vokaltechnik, durch die sie ihre Stimme wie ein Instrument zum Klingen brachte.    

In den späten 1960er Jahren gelang es der Journalistin Linda Lipnack Kuehl, für ihre geplante Biographie über die amerikanische Jazz-Legende mit Größen der Szene wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie ins Gespräch zu kommen.

Darüber hinaus interviewte Kuehl enge Weggefährten von Billie Holiday wie ihren Cousin und Schulfreunde sowie einen FBI-Agenten, der die Diva einst verhaftete.

Die ganze Wahrheit über die Sängerin konnte die engagierte Journalistin jedoch nie veröffentlichen: Denn Lipnack Kuehl starb in den 1970er Jahren unter ebenso tragischen Umständen, wie ihr Idol Billie Holiday im Jahre 1959.

In seinem Dokumentarfilm BILLIE verknüpft der britische Regisseur James Erskine aufwändig restauriertes Archivmaterial und die bisher ungehörten Tonbandaufnahmen von Linda Kuehl mit den Aufzeichnungen der wichtigsten Bühnenauftritte von Billie Holiday.

Zum ersten Mal sieht man „Lady Day“ hier in Farbe: Mit BILLIE zeichnet Erskine das bewegende, vielschichtige Porträt einer Sängerin, deren kurzes Leben durch ihre spektakulären Shows, Exzesse und den Willen zur Rebellion gekennzeichnet war. Ein Film, der der bedeutenden US-amerikanischen Jazz-Sängerin ein Denkmal setzt.

Am 25.09.2020 feiert BILLIE in Anwesenheit des Regisseurs James Erskine seine Deutschlandpremiere im Rahmen des Filmfest Hamburg. Am 24.12.2020 startet der Dokumentarfilm im Verleih von Prokino bundesweit in den deutschen Kinos.

Regie: James Erskine
Mit den Stimmen von Billie Holiday, Charles Mingus, Tony Bennett, Count Basie u.a.

Verleih: Prokino
Im Vertrieb von STUDIOCANAL
(UK/ ca. 97 Min.)
OT: BILLIE

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10.09.2020 medisana hilft Schmerzpatienten

GFDK - Kultur und Medien

Viele kennen das Problem: Nach dem Aufwachen fühlt man sich erschöpft und der Kiefer schmerzt. Häufigste Ursache ist nächtliches Knirschen mit den Zähnen.

Etwa jeder fünfte Erwachsene presst im Schlaf unbewusst sein Gebiss aufeinander – und das mit erheblicher Kraft, denn die Kaumuskeln gehören zu den stärksten in unserem Körper.

Ursachen hierfür können zu viel Stress, psychische Probleme, Erkrankungen im Nasen-Rachen-Raum oder eine Fehlstellung der Zähne sein.

Die Folgen des Bruxismus (medizinischer Fachterminus für das Zähneknirschen) sind primär an der Zahnsubstanz festzustellen. Auch vorhandene Brücken und Kronen können Schaden nehmen.

Bruxismus-Patienten schädigen aber nicht nur ihre Zähne, sondern leiden oft auch unter Kiefer- und Kopfschmerzen. In einigen Fällen kommt es durch die starke Anspannung der großen Kiefermuskeln sogar zu Druck auf den Ohren.

Eine individuell angepasste Aufbiss-Schiene kann die Zähne gegen Folgeschäden schützen. Doch was tun gegen akute Verspannungen und Schmerzen?

Das Neusser Unternehmen medisana, ausgewiesener Spezialist für Produkte rund um das Thema Gesundheit, hilft Betroffenen mit einem portablen Ultraschall-Schmerztherapiegerät auf dem neuesten Stand der Technik.

Einfach zu bedienen, effektiv und jederzeit einsetzbar – zu Hause, im Büro und sogar im Schlaf verbessert es die Durchblutung, löst Muskelverspannungen und kann den Schmerz spürbar lindern.

Dafür wird der Ultraschall-Aktuator mithilfe der beiliegenden Klebepads einfach auf der schmerzenden Kieferstelle befestigt und die Wirkung entfaltet sich in einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern sowie einer Tiefe von bis zu drei Zentimetern.

Für Personen, die regelmäßig unter Kieferschmerzen leiden, kann dies eine nebenwirkungsfreie Alternative zur Schmerztablette sein. 

"Das neue PainShield PT 100 arbeitet mit einer hochentwickelten niederfrequenten Ultraschalltechnologie in geringer Intensität", erläutert Alexander Tuchel, Leiter Produktmanagement Medical Products bei Medisana, und ergänzt:

„Die Anwendung erfolgt dadurch völlig schmerzfrei, es ist nur eine wohltuende Wärme zu spüren – ideal für eine sichere und unkomplizierte Eigenbehandlung von Zuhause.“

Ultraschall zur Schmerzbehandlung ist seit langem ein bewährtes, schonendes Verfahren, das von vielen Medizinern und Therapeuten empfohlen und eingesetzt wird.

Das medisana PainShield Ultraschall-Therapiegerät PT 100 ist zum Preis von 299,95 Euro UVP im ausgewählten Fachhandel und online unter www.medisana.de erhältlich.

medisana zählt zu den führenden Spezialisten im Home Health Care-Markt. Seit über 35 Jahren setzt sich das deutsche Unternehmen mit der Devise "Deine Gesundheit in guten Händen" für die Gesundheit der Menschen ein.

Dabei ist medisana Vorreiter beim Trend des mobilen Gesundheitsmanagements und liefert zukunftsorientierte Produkte für den modernen Alltag in einer zunehmend vernetzten Welt. Im Bereich Massage ist das Unternehmen aus Neuss deutscher Marktführer.

medisana entwickelt, vermarktet und verkauft weltweit Produkte der Kategorien Mobile Gesundheit, Gesundheitskontrolle, Wellness, Sport, Körperpflege, Therapie und Gesundes Zuhause für gesundheitsbewusste Verbraucher.

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05.09.2020 herzzerreißendste Spektakel in Berlin

GFDK - Kultur und Medien

Achtung! Achtung! Hier spricht Berlin und es ist die Waldbühne. Mein Name ist Rainald Grebe und das wird auch so sein am 31. Juli 2021. Dann findet an diesem Ort das: schönste, wahnsinnigste, komischste, traurigste, herzzerreißendste Spektakel statt, das Berlin je gesehen hat.“ Halleluja Berlin - Das Konzertspektakel.

Nach 10 Jahren kehrt Rainald Grebe am 31. Juli 2021 in die Waldbühne Berlin zurück und lässt es nochmals richtig krachen. Mit einer Show, nur für einen Abend! Die nicht auf Tour geht. Nur dieses eine Mal in der Waldbühne.

Eine einmalige Verschwendung – mit 300 oder 400 Beteiligten – auf, vor und hinter der Bühne. Eine gigantische Party mit Hüpfburg, Krokodilhologrammen und Sauerstoffzelt. Grebes runder Geburtstag als Anlass, um mit seiner Biografie zu spielen.

Zum großen Grebe-Zirkus in der Waldbühne 2021 werden unter anderem Kurt Krömer und Thomas Quasthoff erwartet. Ein 20-köpfiges Orchester sorgt unter der Leitung des Komponisten und Songtexters Mark Scheibe für den festlichen Sound.

Dann ein punkiges Blasorchester oder ganz schlicht Gitarre-Bass-Schlagzeug. Oder solo. Und ganz viel zum Mitsingen für alle, die Grebe-Song-textsicher sind. Wie immer ist Grebe im Fluss, was die Programmgestaltung und seine Gäste anbetrifft – viele Ideen, die sich erst in Reichweite des Ereignisses zu einem einzigartigen Abend verdichten.

Und dann? Auch darum geht’s: Gemeinschaftlich etwas Bleibendes zu schaffen. Am Borkenkäfer vorbei: ein Wald in Brandenburg.

Von jedem gekauften Ticket für das Konzertspektakel geht bereits 1€ an ein von Grebe initiiertes Baumprojekt, um aus einem ollen Kiefernwald einen Mischwald zu machen. Hier kann man auch direkt für Bäume spenden. Diese werden im Herbst 2021, zusammen mit Rainald Grebe eingepflanzt

Karten gibt es schon seit Mittwoch, den 01.09.2020 ab 10.00 Uhr exklusiv bei www.eventim.de. Ab Freitag, den 04.09.2020 dann bei www.d2mberlin.de und an allen autorisierten Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 030-755492560 und über die bundesweite Ticket-Hotline: 01806-570070.

 

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27.08.2020 Be a mover Art Night" auf der Sylt Art Fair

GFDK - Kultur und Medien

Die aktuelle Corona-Pandemie lässt viele Menschen um ihre ökonomische Existenz fürchten. Besonders betroffen sind freischaffende Künstler, vor allem die noch nicht so namhaften.

Grund genug für Leon Löwentraut, erfolgreicher Jungstar der internationalen Kunstszene und Daimler Markenbotschafter, Stargalerist Dirk Geuer und die „be a mover“-Initiative der Daimler AG  sich mit einer beispielhaften Aktion für vielversprechende Talente aus dem Kunstbereich einzusetzen:

Drei aufstrebende Künstler erhalten die Möglichkeit, ihre Werke im Rahmen der Ausstellung „Sylt Art Fair“ gemeinsam mit Weltstars wie Gerhard Richter, Hermann Nitsch, Julian Schnabel, Günther Uecker, Heinz Mack u.a. auf Deutschlands schönster Insel zwei Wochen lang zu präsentieren.

Leon Löwentraut, dessen Arbeiten auch auf der Sylt Art Fair ausgestellt werden, betont: "Wenn ich nächtelang an einem Bild gearbeitet habe und es endlich fertig ist, will ich es so vielen Menschen wie möglich zeigen. Das geht allen Künstlern so.“ Leon Löwentraut fährt fort:

„Ich bin deshalb von der Idee, drei talentierten Künstlern eine so grandiose Ausstellungsmöglichkeit zu bieten absolut begeistert. Ich komme auf jeden Fall nach Sylt und bin jetzt schon gespannt auf die Begegnung mit den Künstlern und ihrer Kunst.“

Dirk Geuer, Initiator der "Sylt Art Fair" ergänzt: "Wir müssen alles tun, damit Künstlern und Kulturschaffenden in der Krise geholfen wird. Ihre Situation ist wirklich dramatisch."

Stargalerist Dirk Geuer und Daimler Initiative be a mover haben folgende Künstler für die „be a mover Art Night“ samt zweiwöchiger Ausstellung ausgewählt:

Die Stuttgarter Fotografin Menja Stevenson, die bereits in die Daimler Art Collection (https://art.daimler.com) aufgenommen wurde und surreale Blickwinkel, welche die Grenzen der Fotografie neu ausloten, ermöglicht.

Die  Berliner Malerin Anne Kutzner, die auch mit Film, Installation und Performances arbeitet und deren Bilder Flüchtigkeit reflektieren.

Den in Estland geborenen und in Berlin lebenden Künstler Kennet Lekko, der intensive Farben sowie an Cartoons erinnernde Figuren und fragmentierte Wörter auf Textilien oder Leinwand verwendet und dabei bewusst die Grenzen zwischen Hoch- und Subkultur verwischt.

Die "Be a mover Art Night" setzt mit der Kunstaktion ein positives Zeichen zur Unterstützung der Künstler in schweren Zeiten.

Hintergrund: „Be a mover“ – ist eine weltweite Bewegung der Daimler AG, bei der sich junge Leute  - Künstler, Sportler, Musiker, Schauspieler mit eigenen Initiativen, Aktionen, Kunstwerken – vernetzen, um die Welt etwas besser zu machen. Leon Löwentraut ist Mitglied der „be a mover“-Community.

Die „Be a mover Art Night“ findet am Donnerstag, dem 3. September 2020, ab 16:30 Uhr im Rahmen der "Sylt Art Fair" in der "Neuen Bootshalle" am Hafen 5 in List statt.

Auftakt ist eine Führung durch die Ausstellung mit Dirk Geuer und den drei geförderten Künstlern unter sorgfältiger Berücksichtigung der Hygiene-Vorschriften.

Danach gibt es eine Führung mit Leon Löwentraut und seinem Galeristen Dirk Geuer durch die gesamte Ausstellung. Um 18.30 Uhr lädt TV-Moderator Wolfram Kons zum Kunst-Talk mit Gästen ein. Auf dem Podium sitzen: Leon Löwentraut, Dirk Geuer und die geförderten Künstler. 

Erwartet werden auf Sylt u.a. folgende Gäste: Die Olympiasiegerin im Fechten Britta Heidemann mit ihrem Lebensgefährten, dem Air Race Weltmeister Matthias Dolderer, die bald ihr erstes gemeinsames Kind erwarten, der Kunst- und Kultblogger David Roth von "Dandy Diary".  

Programm der „be a mover Art Night“: 3. September 2020 – Neue Bootshalle List, am Hafen 5 - Sylt

16:30 – 17:00 Uhr Führung durch die Ausstellung mit den drei geförderten Künstlern mit Dirk

Geuer und dem be a mover-Team – Schwerpunkt: Die Arbeiten der drei Künstler 

17:00 Führung mit Leon Löwentraut und Dirk Geuer durch die gesamte Ausstellung Geuer / Ausstellungsbesuch in Kleingruppen

18:30 Art-Talk mit TV-Moderator Wolfram Kons zum Thema "Kunst in Zeiten von Corona" und "Nachwuchsförderung" mit Dirk Geuer, Leon Löwentraut und den drei Künstler

19:15 Ende Talk / weitere Ausstellungsbesuche möglich / Getränke / Presseinterviews

21:00 Ende

Die Plätze sind streng limitiert, der Zutritt erfolgt nur mit Mund-Nasen-Maske | RSVP |.

 

 

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19.08.2020 Kunstwerke im inklusiven Kontext

GFDK - Kultur und Medien

Am 6. September 2020 öffnet mit RoboLAB 2020 ein neuer Kunstort und eine neue Projektreihe in Köln ihre Pforten. Den Startschuss macht die Ausstellung Circolaris – Es ist der Beginn einer Reise.

Circolaris ist auch der Name der barrierefrei begehbaren Großskulptur, die auf dem Odonien-Gelände von Odo Rumpf geschaffen wurde. Sie dient zukünftig als bleibender Ort für die inklusiven, spartenübergreifenden RoboLAB Kunst- und Kulturprojekte.

RoboLAB dockt an das Roboterkunstfestival Robodonien an. Während das Roboterkunstfestival kinetische Kunstwerke zeigt, werden im Rahmen der RoboLAB-Projekte Kunstwerke im inklusiven Kontext produziert.

Dieses Jahr war der erste Schritt die Herstellung des künstlerischen Raumes Circolaris als dauerhafte Heimstätte des RoboLAB-Projekts.

Im zweiten Schritt entwickelte der Ideengeber Nils Rottgardt gemeinsam mit Künstlern mit und ohne Beeinträchtigung eine inklusive, ortsspezifisch angelegte Ausstellung innerhalb der Skulptur. Zu sehen und hören sind Fotografien, Videos, Objekte, Klang und Lichtkunst.

Die Ausstellung Circolaris
Vernissage: 06. September 2020, ab 18:00 Uhr
Öffnungszeiten: 07. - 10. September 2020, 19:00 – 21:00 Uhr
Odonien, Hornstr. 85, 50823 Köln
Kontakt: robolab@odonien.de

Teilnehmende Künstler:
Martin Czichorowsky – Lichtdesign
Bernard Mescherowsky (Leib+Seele Produktionen) – Video
Jörn Neumann – Fotografie
Martin Widyanata – Sound
Andrea Wolf – Objekte

Odo Rumpf – Bildhauerei
Nils Rottgardt – Gesamtkonzept

Weitere Arbeiten:
FH Dortmund, Fachbereich Design – Entwürfe für Design und Inklusion (Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Marcel René Marburger)
KISD – Prototypen für barrierefreie Interaktive Formen (Seminar unter der Leitung von Prof. Lasse Scherffig und Kal Spelletich)

RoboLAB: Ausblick und Hintergrund
Ab September 2020 sind Künstler mit und ohne Beeinträchtigung dazu eingeladen, Circolaris als Labor zu betrachten und zu nutzen.

Sie können an diesem Ort mit künstlerischen Mitteln eine inklusive Normalität erforschen und herstellen. In einem inklusiven Workshop-Verfahren werden Ideen und Konzepte für die kommende Projekte entwickelt.

Die Skulptur ist ein Raumschiff. Ein Symbol für den Aufbruch zu Neuem, Unbekanntem und Zurückgelassenem.

Interdisziplinäre mixed-abled Kunstprojekte eröffnen die Möglichkeit, in neue und ungewöhnliche Bereiche der Kunst vorzustoßen. Hierbei können Positionen artikuliert werden, die sonst vielleicht selten sichtbar sind oder gerne überhört werden.

Inklusion wird permanent durch individuelle, gesellschaftliche, ökonomische und strukturelle Diskriminierung beschnitten, Corona verstärkt das noch.
RoboLAB will benennen und offenlegen, in Frage stellen und sich dabei selbst überprüfen. Es gilt den Dogmatismus und die Vorurteile in uns selbst zu entdecken – denn das ist die Voraussetzung, um sie überhaupt verwerfen und überwinden zu können.

Das Kölner Kulturamt hat seit 2018 das Referat Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft – kulturelle Teilhabe eingerichtet.

„Ein notwendiger und richtungsweisender Schritt hin zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“, so Nils Rottgardt, verantwortlich für das Gesamtkonzept von RoboLAB.

Es sei Odonien als Kulturort ein Anliegen Räume für eine diverse Stadtgesellschaft herzustellen und gleichzeitig Labor und Akteur einer partizipativen Stadt- und Quartiersentwicklung zu sein.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden haben Rottgardt und der Bildhauer Odo Rumpf RoboLAB als kontinuierlich wiederkehrende Projektreihe konzipiert.

Sie möchten damit eine Einladung an die Stadt, die Stadtgesellschaft und ihre Künstler aussprechen, diesen Ort zu nutzen und zu unterstützen und Entwürfe einer gelebten kulturellen Vielfalt zu entwickeln, die wegweisend für das Zusammenleben in Köln sein sollen.

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10.08.2020 Fragmente eines Ängstlichen

GFDK - Kultur und Medien

"Schicksalsschläge lassen sich ertragen – sie kommen von außen, sind zufällig. Aber durch eigene Schuld leiden – das ist der Stachel des Lebens." (Oscar Wilde)

Eine verlassene Fabrikhalle am Rande der Stadt, irgendwo im Nirgendwo.

Ein Stahlträger, mit Tauben darauf. Der 17-jährige legt an, drückt ab. Der Vogel fällt zu Boden, zuckt nur kurz. Beim nächsten dauert es länger … Renard Castner erinnert sich. Bilder, so klar, als wäre alles gestern geschehen.

Aber im Grunde spielt die Zeit keine Rolle. Eine Handlung ist eine Handlung. Unabhängig von Gegenwart und Vergangenheit verbleibt das Wissen, sinnlos getötet zu haben.

Stephan Kaluzas neuer Roman "Fragmente eines Ängstlichen" seziert messerscharf, was die Gewissheit, sich am Leben vergangen zu haben, aus Menschen macht: Filmemacher Castner, der Todesschütze von damals, ist inzwischen 57 Jahre alt.

Seine Schuldgefühle haben ihn zum Kontrollfreak und exzessiven Hypochonder werden lassen. Während der Dreharbeiten zu einem neuen Film trifft er auf den Anthropologen Pollock, mit dem ihn das Schicksal der irreparablen Schuld verbindet.

Denn Pollock muss sich eingestehen, als Wissenschaftler an einem Genozid an Indigenen in Panama beteiligt gewesen zu sein.

Ungewöhnlich geht es weiter in "Fragmente eines Ängstlichen":

In Paris nimmt der Bewässerungsingenieur Sahin eine unbekannte Frau mit auf sein Hotelzimmer, was sich als fatal erweisen wird; die kleine Aní begleitet ihren Stiefvater beim Drogenschmuggel auf dem Rio Chucunaque in Panama und lässt ihn regungslos im Fluss ertrinken; in einem Leichenschauhaus in Los Angeles ritzt die Putzfrau Ina Zeichnungen in die Haut eines Toten und beginnt einen ebenso blutigen wie auch bizarren Roadtrip durch Kalifornien; ein Mann öffnet den Gullydeckel einer Straße und findet sich an einem Fluss wieder, der sich in einem endlos scheinenden Sandmeer verliert.

Auch wenn diese Geschichten zunächst dem Anschein nach nichts miteinander zu tun haben, werden sie im zweiten Teil des Romans ihre überraschenden Verknüpfungen zu Castner und Pollock preisgeben.

"Castor und Pollux galten in der Antike als Schutzpatrone der Seefahrer, an deren Sternbild sie sich auf dem Meer orientierten", erklärt Stephan Kaluza und fährt fort:

"Wasser, ob im Ozean, im Fluss, in der Tropfsteinhöhle oder im Putzeimer, ist das verbindende Element aller Handlungsebenen in meinem Roman.

Es sind also nicht Verwandtschaften oder Gesellschaften, die den Plot verknüpfen, sondern ein Element, das sich überall und in allem wiederfindet, zu jeder Zeit.“

Dem Maler, Fotografen und Autor Stephan Kaluza geht es nicht um vordergründige Effekte, sondern um existenzielle Fragen des Menschseins.

Schonungslos und mit chirurgischer Präzision lotet der Autor auf 400 Seiten die seelischen Abgründe seiner Figuren aus. Spannend, klug, ohne falsche Scham – anspruchsvolle Leselust im Corona-Sommer 2020.

Vorherige Publikationen:

„Transit“, Edition Cantz, 2020 (mit Dieter Nuhr)

„Mechanik Sehnsucht; Kunsterzeugung und Betrachtung“, Edition Cantz, 2019

„Das Buch der sinnlosen Wege“, Grupello Verlag, Düsseldorf, 2019, Grotesken

„First Real“, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2018, Theaterstück

„Demarkation/Transit“, Kerber Verlag, Berlin, 2018

„Ein möglicher Ort“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2016, Roman

„Atlantic Zero, 3D, Sand“, Suhrkamp Spectaculum, 2015, Theatersstücke

„30 Keller“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2014, Roman

„Geh auf Magenta“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2013, Roman

„Weil ich es kann“, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2012, Theaterstück

„Felder“, Dumont Verlag, Köln, 2011

„The right to protest“, Hrsg. Museum of the Seam, Jerusalem, 2010

„The Thames-Project - complexe 2“, Thames & Hudson Ltd, London 2009

„Die unsichtbare Mauer“, Dumont Verlag, Köln, 2009

„Das Rheinprojekt - complexe 1“, Verlag der Buchhandlung Walter König/ Dumont Verlag, Köln, 2007

„Schrift, Bilder, Denken – Die Kunst der Gegenwart und Walter Benjamin“, Hrsg. Peter Herbstreuth, Haus am Waldsee, Berlin, 2006

„Declaration“, Hrsg. National Museum of contemporary Art, Seoul, 2006 

 

 

 

 

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