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Nachrichten aus der großen weiten Welt

02.06.2014 Musik für die blaue Stunde

GFDK - Indigo

Amelia Rivas und Christian Pinchbeck singen nicht über emotionale, heiße und zerbrochene Liebesbeziehungen - seit sie 2010 Elephant gegründet haben, sind sie eine.

Kein Wunder also, dass ihr Debütalbum eine sehr verführerische, aber auch gebrochene Platte geworden ist. Eine, die man am besten in den fortgeschrittenen Abendstunden hören sollte, oder sehr früh am Morgen. Wann auch immer genossen: "Sky Swimming" ist eine wunderbare Sammlung von Songs über Beziehungen - inklusive ihrer eigenen, die während der Aufnahmen zerbrach -, verschwommenen Erinnerungen und seltsamen Träumen.

 

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Das Ganze intoniert mit Keyboards, schnappenden Melodien, gebrochenen Hip-Hop-Beats, geloopten Streichern und Amelia Rivas verführerischen Stimme, die dazu führt, dass man die Kopfhörer ganz nah ans Ohr drücken will. Die Einflüsse reichen dabei von Toro Y Moi bis Angelo Badalamenti ("Twin Peaks"), von Everything But The Girl bis zum smoothen Hip-Hop von Arrested Development. Elephant sind bereits auf dem Primavera- and Eurosonic-Festival aufgetreten und haben eine Tour mit Matthew E White hinter sich. LP erscheint mit Downloadcode.


Indigo Musikproduktion + Vertrieb GmbH
Schlachthofstr. 36 a
D-21079 Hamburg
mail (at) indigo.de

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01.06.2014 Mit Bassist Anthony Jackson und Schlagzeuger Simon Philips

GFDK - Uwe Kerkau Promotion

Gerne erzählt sie auch heute noch die Ankedote: Nach einem ihrer frühen Konzerte in Deutschland wurde nicht sie selbst, sondern eine ihrer Freundinnen für den Auftritt gelobt. Darauf, dass Europäer Asiaten nicht gut unterscheiden können, reagierte Hiromi mit einem cleveren Kniff: Sie legte sich für die Bühne von nun an ein bisschen verrückte Frisuren zu.

Die extravagante Haarpracht ist ihr Markenzeichen geblieben - auch wenn sie das heute gar nicht mehr bräuchte. Denn kaum eine Musikerin aus Fernost dürfte mit ihrem mutigen Stilmix und ihrer eigenwilligen Spielweise so unverwechselbar sein wie die 35-jährige japanische Pianistin und Komponistin. Man erkennt sie buchstäblich mit geschlossenen Augen.

Die 1979 in Hamamatsu, Shizuoka geborene Hiromi Uehara ist das, was man getrost als „Wunderkind“ bezeichnen könnte. Bereits mit sechs Jahren tritt sie auf, eifert den großen Pianisten Erroll Garner und Oscar Peterson nach, beginnt, ihre eigene Musik zu schreiben. Doch von Beginn an besitzt sie eine Qualität, die  frühreifen Musikussen nicht unbedingt in die Wiege gelegt ist: „I could really play from my heart“, sagt sie, und zu verdanken hat sie das ihrer Lehrerin Noriko Hikida, die auf emotionales und intuitives Spiel großen Wert legt. „Die Finger dürfen nicht direkt zu den Ohren gehen, sie müssen hier Station machen“, sagt Hiromi und legt ihre Hand aufs Herz. 

Mit zwanzig siedelt sie in die Staaten über, schreibt sich am renommierten Berklee College of Music in Boston ein und lernt dort, stilistische Grenzen zu ignorieren. Sie studiert beim Bassisten Richard Evans, der sie schließlich mit dem Pianostar Ahmad Jamal bekannt macht. Die beiden nehmen die junge Japanerin unter ihre Fittiche, produzieren 2003 das Debütalbum „Another Mind“, das höchstes Kritikerlob bekommt. Es ist der Auftakt zu einer ganz und gar erstaunlichen Karriere. Bis 2008 veröffentlicht Hiromi vier weitere Alben, die ihr allesamt Awards und „Album Of The Year“-Preise einbringen. Ihre Stammband wird das quirlige Quartett mit dem schönen Namen Sonicbloom („Schallblüte“).

2009 schließlich erfährt sie die höchsten Weihen, als Chick Corea mit ihr in Tokio auf die Bühne geht (das Konzert erscheint als Doppel-CD) und sie mit Basslegende Stanley Clarke im Studio ist. Hiromi zeigt sich als souveräne, erfindungsreiche Künstlerin in den verschiedensten Kontexten - vom Quartett über die Trio- und Duo-Arbeit bis hin zum intensiven Solo-Setting, das sie auf ihrer CD und DVD „A Place To Be“ vorführt, eine grandiose Reise durch ihre Lieblingsstädte auf dem ganzen Erdball. Denn Reisen ist zentral für Hiromis Inspiration: Überall saugt sie mit feinen Antennen die unterschiedlichsten kulturellen Eigenheiten auf, man bestaune nur ihre Fotos von Speisen aus aller Welt auf ihrer Facebook-Seite.

Für ihre jüngsten Alben hat Hiromi sich zwei einzigartige Mitstreiter an Land gezogen – und diese Trio-Konstellation zeigt, zu welchen Höhenflügen die Pianistin gerade dann fähig ist, wenn sie sich um Konventionen am wenigsten schert. Der New Yorker Bassist Anthony Jackson ist eine Koryphäe am sechssaitigen Bass, seine Teamworks spreizen sich vom Philadelphia Soul über Steely Dan bis zu Paul Simon und Till Brönner. Simon Philips hat seine verblüffenden Schlagzeugkünste in die Dienste von Toto, The Who, Peter Gabriel und Mike Oldfield gestellt. Beide sind eine Generation älter als Hiromi, beide kennen das Rock und Pop-Universum aus intensiver Anschauung. Verblüffend, wie diese drei scheinbar so unterschiedlichen Persönlichkeiten seit 2011zusammengewachsen sind und Hiromi ihre aufregendsten Alben bescheren.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Alive“, Hiromis neuntes Album lebt wesentlich von diesem spannenden Dreigestirn. Jacksons fließendes, glühendes Bassspiel und Philips kraftgeladene und trotzdem geradezu lyrische Behandlung der Percussion setzen Hiromis leidenschaftliche Improvisation wunderbar in Szene. Die neun Kompositionen sind so vielfältig wie die Stationen des Lebens selbst, und in ihnen offenbart sich ein Zusammenspiel, das von blindem Verständnis und kreativer Befeuerung geprägt ist. „Alive“ heißt für mich zweierlei“, erläutert Hiromi: „Zum einen schreibe ich Songs über die realen Gefühle des Lebens. Und zum anderen habe ich mit Simon und Anthony mittlerweile ein so großes Vertrauen, dass es sich auch im Studio anhört, als spielten wir live vor großem Publikum.“

Wie der Beginn des Lebens, so Hiromi, soll sich das Intro zum Titelstück anhören. In der Tat ist der kraftvolle, robuste Auftakt ein Spiegel des chaotischen, anarchischen Moments der Schöpfung, gefolgt von einer halsbrecherischen Jagd des Trios, einem lustvollen Hineinreiten in die Existenz. Und auch die acht weiteren Stücke pulsieren vor überschäumender Energie, wenn sie Grundcharaktere menschlichen Daseins porträtieren: Der „Wanderer“ flaniert majestätisch zwischen rasant-romantischen Spielfiguren und lässigem Swing hin und her, bietet Philips die Bühne für ein packendes Solo. Der „Dreamer“ liebäugelt mit Latin-Flair und ungeraden Takten, im „Seeker“ paaren sich  kindlicher Spieltrieb und eine gute Portion Soul. Monk'sche Kauzigkeit bestimmt den „Player“ mit einer relaxten Einlage von Jackson, von ernstem Balldenintro zu stolzem Selbstbewusstsein entwickelt sich der „Warrior“. Und auch einen Solomoment gönnt sich Hiromi: „Firefly“ ist ihre Reverenz vor den Pastellfarben der Impressionisten, bevor es mit dem gospelgetränkten „Spirit“ und dem übermütigen Disco-Blues „Life Goes On“ in die Zielkurve geht. Eine famose musikalische Typenlehre vom Menschen und zugleich ein überwältigender Trip durch die Zeitlinie des Lebens.          

Wohin wird Hiromis Reise als Nächstes gehen? Für die quicklebendige Frau aus Fernost scheint es keine Grenzen zu geben: 2013 war sie als einziger Jazzact zur „Aida Night Of The Proms“ geladen, denn in ihrem Universum fusioniert sie Klassik, Jazz, Rock und Pop so natürlich, dass sie diese Stilbegriffe nicht einmal aussprechen mag. Fest steht: Für diese Tastenmeisterin stehen alle Türen offen – ob mit oder ohne auffälligen Haarschopf.

 

 

Uwe Kerkau Promotion
Hammermühle 34
D-51491 Overath

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01.06.2014 intrigantes spiel

GFDK - DuMont Buchverlag

Capitaine Roger Blancs erster Fall Von der Frau verlassen und in die Provinz versetzt: Capitaine Roger Blanc steht vor den Trümmern seines Lebens.

Bis vor Kurzem war er erfolgreicher Korruptionsermittler in Paris, doch dabei ist er mächtigen Leuten auf die Füße getreten. Und so findet er sich bald allein in seiner neuen Behausung in der Provence wieder, einer verfallenen Ölmühle, die ihm vor Jahren ein Onkel vermacht hatte. Aber bevor Blanc sich im kleinen Ort Gadet nur ein wenig zurechtfinden kann, wird ihm ein Mordfall zugewiesen.

Mord in Midi

Unversehens verfängt sich der Capitaine in einer Intrige, die ihn tiefer in die Strukturen seiner neuen Heimat führt, als ihm lieb ist. Und auch an seine neuen Kollegen muss er sich erst gewöhnen: an seinen Partner Marius, der sich mehr für Rosé interessiert als für die Arbeit. An die temperamentvolle Computerspezialistin Fabienne, die überall hinzugehören scheint, nur nicht in dieses verschlafene Städtchen. Und an die so gefürchtete wie attraktive Untersuchungsrichterin Aveline Vialaron-Allègre, die ausgerechnet mit ebenjenem Politiker verheiratet ist, der Blancs Karriere ruiniert hat.

Da geschieht ein zweiter Mord – und es kommt zum Showdown in den Pinienwäldern, die der Mistral gerade in ein wütendes Flammenmeer verwandelt … Die neue Krimireihe des Bestsellerautors von »Der Trümmermörder«

Seine Leidenschaft sind Kultur und Krimis

Der Autor Cay Rademacher wurde 1965 geboren und studierte Geschichte sowie Philosophie in Köln und Washington. Seit vielen Jahren schreibt er für GEO und GEO-Epoche.
Wenn ihn bei seinen Recherchen ein Ereignis oder eine Kultur besonders fesselt, dann entzündet das seine zweite schriftstellerische Leidenschaft: Krimis.

Der Trümmermörder war sein erster Bestseller

So stieß er bei Nachforschungen über das Leben im zerbombten Hamburg während des eisigen Winters 1946/47 auf den realen und nie aufgeklärten Fall des "Trümmermörders". Das inspirierte ihn zu einer Trilogie, in der er Oberinspektor Frank Stave auf Mördersuche durch die verwüstete Hansestadt schickte.
Rademacher verfasste auch einige historische Sachbücher - etwa "Drei Tage im September" über das dramatische und fast vergessene Schicksal des britischen Ozeandampfers "Athenia", der am allerersten Tag des Zweiten Weltkrieges von einem deutschen U-Boot im Atlantik versenkt wurde. Oder "Blutige Pilgerfahrt", die Geschichte des Ersten Kreuzzuges, halb wahr gewordenes Rittermärchen, halb glaubensfanatische Schauergeschichte.

Leidenschaft Südfrankreich

Nach 14 Jahren an der Elbe brach Rademacher gen Südfrankreich auf: Seit 2013 lebt er mit seiner Familie in der Provence. Die uralte Region zwischen Mittelmeer und Alpen, Camargue und Cote d'Azur hat tausend schöne Ecken - und auch einige finstere Winkel. Ein idealer Schauplatz für neue Krimis...

"Selten wurde das Mittelalter so lebensnah und glaubhaft geschildert. Ein historischer Krimi der Extraklasse, fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite."
Abenteuer Archäologie

"Nicht nur Krimi-Liebhaber, auch Geschichte-Freaks kommen bei diesem Buch auf ihre Kosten."
Oberösterreichische Neue


"Der Trümmermörder" ist eine außergewöhnliche Mischung aus Krimi, Nachkriegserzählung und Hamburger Milieustudie. Empfehlenswert nicht nur für Krimifreunde.
WDR 4

presse@dumont-buchverlag.de

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01.06.2014 Frisch, Cool, aufsässig

GFDK - Sony Music

Diese Band ist über jeden Zweifel erhaben. Sie existieren genauso lange wie Pearl Jam, haben weltweit über vier Millionen Platten verkauft, drei Echos und einen MTV Europe Music Award gewonnen und ihre letzten drei Alben enterten die Charts von null auf eins. Worum es aber eigentlich geht, ist die Musik. Ihre Songs tragen schon lange eine eigene Handschrift, obwohl die Guano Apes immer auch für Experimentierfreudigkeit stehen. „Offline“, das neue Album, klingt frisch, cool und aufsässig – und gleichzeitig klarer denn je. Wie geht das?

Sandra: »Wir machen uns vor jedem neuen Album frei von allem Alten und lassen musikalisch erst mal alles zu. Dieses Maximum an Freiheit ist unser Motor und lässt neue Impulse zu. „Bel Air“ war ein neuer Schritt für uns und hört sich dementsprechend leicht und vielleicht tanzbarer an. „Offline“ hingegen klingt kantiger, rockiger und hat eine ganz eigene Farbwelt, was auch mit unseren beiden Produzenten Philipp „Philsen“ Hoppen (Kraftklub, Marteria) und Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Donots) zu tun hat, die ja ihrerseits auch neue Impulse setzen. Das Schöne aber ist, dass man uns immer gut heraushören kann, egal welche Farben wir beim Komponieren nutzen.« Henning: »Obwohl das Album so viele neue Facetten hat, stellen wir mehr und mehr fest, dass wir als Band frei sind. Wir können jedes Genre angehen und alle Spielarten ausleben – unsere Songs werden trotzdem immer nach den Apes klingen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Das ist ein roter Faden, der uns ziemlich stolz macht und total befreit. Wie Sandra mit dem Hinweis auf Philsen und Kurt schon angedeutet hat: Man muss so eine Produktion nicht alleine machen, auch wenn man es vielleicht könnte. Produzenten sind eine wichtige Mischung aus Freund und Kritiker – jemand, der einem die Meinung sagt, mit dem Reibung entsteht. Und trotzdem klingt „Offline“ besonders klar. Es gab früher mal die Maxime, uns schon im Studio daran zu orientieren, die Songs live 1:1 umsetzen zu können. Jetzt sehen wir das anders: Gut ist, was uns gefällt. Außerdem haben wir das Glück, dass die Bandbreite, die Sandra mit ihrer Stimme abdecken kann, uns fast alle Stile erlaubt.« Sandra: »Für mich war es immer wichtig, verschiedene Genres auszuprobieren. Angefangen habe ich mit HipHop und Rap, diese Einflüsse hört man auf unserer ersten Platte und nun auch wieder auf „Offline“. Es gibt auf diesem Album einige ruhige, atmende Zwischenpassagen, in denen ich in sehr tiefe Tonlagen wechsele, aber auch in die für unsere Band typischen Shoutings, wie schon bei „Open Your Eyes“. Der Wechsel zwischen hart und zart ist spannend für mich. Über die Jahre hat sich meine Stimme sicher verändert, aber ich würde heute manches einfach auch nicht mehr so singen wie vor zehn Jahren. Ich habe Spaß daran, mit der Weiblichkeit in meiner Stimme zu spielen und muss heute nicht mehr schreien, um Kraft zu demonstrieren.«

[Entstehungsprozess]

Sandra: »Die ersten Skizzen zu den Songs entstehen ganz klassisch als Band. Im Januar 2013 waren wir eine gute Woche zusammen in einem Haus im Harz und haben Songs geschrieben. Ganz normal, wie im Proberaum. Danach nehme ich die Basics mit in mein Studio nach Berlin und tüftle daran herum, schreibe die Texte auf meine ursprünglichen Gesangslinien und recorde diese dann auch immer selbst. Im besten Fall ist ein Song schon so weit, dass es keine Änderungen am Arrangement mehr geben muss. Manchmal muss ich aber doch etwas ändern. So tüfteln wir alle und es entwickelt sich ein permanenter kreativer Prozess bis alles sitzt.« Henning: »Wir sind ja über Berlin, München und Göttingen verteilt, arbeiten einzeln oder in Teams und schicken uns dann die Files – das ermöglicht uns extrem flexibles Arbeiten.« Sandra: »Das mag ein bisschen unromantisch klingen, ist aber andererseits auch sehr kreativ: Man kann bis zuletzt alles umwerfen, an jedem Detail schrauben und sich auch immer wieder neu inspirieren – für uns führt das ständige Filtern und Aussieben jedenfalls dazu, dass die Songs immer besser werden.«

[Single & Albumtracks]

Henning: »Es gibt Songs, die muss man ein paar Mal hören, bevor sie sich einem erschließen – das sind dann vielleicht sogar die Lieblingssongs der Band – und dann gibt es welche, die erklären sich sofort. Die hissen die Fahne und zeigen alle Komponenten, die das Album auszeichnen. Das sind perfekte Singles. Wir sind aber auch verdammt stolz auf Songs wie „Hey Last Beautiful“, die ganz anders sind als das, was wir sonst gemacht haben. Unsere typischen Apes-Rocker haben wir diesmal um neue Gegengewichte und viel modernen Sound ergänzt.«

Sandra: »Ich liebe andererseits auch „Fake“, eine richtig schön rotzige Nummer. Ganz schlicht, aber dadurch auch besonders schön – ähnlich wie „Tiger“ auf „Bel Air“. Zu solchen Songs fällt es mir witzigerweise leichter Texte zu schreiben. Wenn sie aus einem einzigen Riff bestehen, ist mehr Raum für die Gesangsmelodie. Es gibt Songs, die leben von ihrer Raffinesse und es gibt Songs, die ganz schlicht und dadurch groß sind – in die man sich reinfallen lassen kann. Henning: »„Numen“ finde ich auch klasse. Mit dem Text kann jeder etwas Persönliches verbinden und auch die Komposition ist sehr spannend. Sandra: »Ich spiele ja bekanntermaßen gerne mit Worten und habe eine eher bildhafte Auffassung vom Texten. Oft haben die Worte mehrere Bedeutungen, so auch in „Numen“. Allgemein kann man sagen, dass dieses Album recht kritisch und auch politisch ist – aber wir legen uns da nicht fest. Wie bei „Jiggle“, in dem es darum geht, sich frei zu machen und auch mal rumzukaspern. Ich möchte die Leute ja auch aus einem schlechten Gefühl ziehen, wenn sie eins haben. Das ist ein total wichtiger Aspekt von Musik.«

[Albumtitel]

Sandra: »Wir sind natürlich nicht blind und taub für das, was um uns herum vorgeht. Es herrscht Informations-Overkill. Man weiß gar nicht mehr, was man zuerst verarbeiten soll – alles wird in Frage gestellt, keiner traut dem anderen mehr. Vielleicht sollten wir mal ein paar Schritte Abstand nehmen und uns auf die wichtigen Dinge im Leben rückbesinnen. Es mag kitschig klingen, aber Musik hat auch eine gewisse Reinheit und Wahrheit: entweder sie berührt und gefällt – oder eben nicht.« Henning: »Musik ist immer auch eine Instant-Emotion und live kann man den Menschen dabei sogar ins Gesicht sehen. Wir hatten schon so viele schöne Erlebnisse auf Tour, wo das Unmittelbare im Gegensatz zum Mittelbaren noch deutlicher wird. Musik ist einfach ein Grundbedürfnis und ab und zu „Offline“ sein eventuell auch.«

[Chartpositionen]

Sandra: »Ich versuche mich mit solchen Gedanken gar nicht zu beschäftigen – Charts und Kritiken schaue ich mir kaum an.« Henning: »Man macht sich sonst auch verrückt. Das haben wir eigentlich schon bei unserem zweiten Album verstanden. Damals war auch schon viel Druck drauf – damit muss man einfach klarkommen. Erst mal müssen wir cool finden was wir machen, dann können wir auch mit breiter Brust rausgehen und ein neues Album als Abschnitt unserer Entwicklung betrachten.« Sandra: »Ich finde es sowieso schwierig, Qualität an Erfolg festzumachen. Das ist nicht so einfach messbar. Einige der größten Musiker überhaupt sind nicht erfolgreich. Deswegen rechnen wir auch grundsätzlich erst mal nicht damit, hoch in die Charts zu gehen – sonst kann man auch schnell enttäuscht werden.«

[Zukunft]

Henning: »Zunächst mal sind wir froh, uns wiedergefunden zu haben. Unsere Musik hält uns zusammen und hat uns auch immer wieder zusammengeführt. Die Mischung aus unterschiedlichen Charakteren und Vorlieben in der Band, aber auch der Grad der Verschmelzung ist außergewöhnlich und verbindet uns seit fünf Alben und zwanzig Jahren.« Sandra: »Unsere Chemie ist schwer zu erklären – wir haben einfach Glück gehabt, die richtigen Leuten zu treffen. Jeder hat einen anderen Blick, eine andere Rezeptur, aber man hört uns schnell raus, was nicht vielen Künstlern gelingt.«

Henning: »Es geht um eine gemeinsame Sprache, die wir uns erhalten wollen solange wir etwas zu sagen haben.« Sandra: »Wir müssen keine Preise gewinnen. Ich bin jetzt schon ziemlich stolz auf das, was wir geschafft haben. Der Weg ist das Ziel: Ich freue mich, wenn wir von unserer Passion leben können und das machen dürfen, was wir wollen. Im Mai geht es erst mal auf eine kleine Russlandtour, dann kommen Festivals und im Herbst steht dann eine große Europatour an. Wir werden auch sicher wieder viel im Ausland spielen – es war uns ja schon immer wichtig, da zu spielen, wo die Leute uns hören wollen – von Sibirien bis Portugal.« Henning: »Live spielen ist einfach unsere Leidenschaft – der Kontakt zu den Menschen ist ja eigentlich der Hauptgrund, warum wir Musik machen. Diese magischen Momente wenn z.B. während eines Konzertes live mit 2000 Fans ein neuer Song entsteht. Letztlich wollen wir die Leute mit auf eine Reise nehmen und dabei soll sich niemand langweilen – auch nicht wir selbst.«

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31.05.2014 Led Zeppelin, Led Zeppelin II und Led Zeppelin III

GFDK - networking Media

Endlich ist es soweit! Die lang angekündigte und bereits in den höchsten Tönen gelobte Wiederveröffentlichungsreihe aller LED ZEPPELIN-Alben startete am gestrigen Freitag, dem 30. Mai! Den Anfang für die spektakuläre Reihe im neuen Mix, der von Jimmy Page persönlich vorgenommen wurde, machen die ersten drei LED ZEPPELIN-Alben “Led Zeppelin”, “Led Zeppelin II” und “Led Zeppelin III”!

Jedes dieser Alben kommt zusammen mit einer so genannten Companion Disc, die bisher unveröffentlichte Live-Aufnahmen, Demo-Versionen, Backing Tracks und Studio-Tracks enthält. Alle Alben erscheinen sowohl in einer Deluxe-Ausgabe als auch in mehreren CD- und Vinyl-Formaten – und natürlich auch als Download!

Das Projekt wurde bereits mit spektakulären Events der Öffentlichkeit vorgestellt. So präsentierte Jimmy Page im April persönlich einige der zusätzlichen Tracks im Meistersaal der Berliner Hansa-Studios und berichtete von der Arbeit an den Mixen, und vor etwa einer Woche wurden weitere Tracks auf einem großen Fan-Event in Paris preisgegeben.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

“Vom ersten Moment an war es das Ziel, die bestmögliche Qualität zu erreichen. Ich wusste, dass es eine epische Aufgabe werden würde. Aber je mehr von diesen Alben erscheinen, desto mehr wird man entdecken. Glaubt mir, mit jedem Album werden die Überraschungen größer werden!“, so Jimmy Page im Interview.

Unter den zusätzlichen Aufnahmen, die Led Zeppelin, Led Zeppelin II und Led Zeppelin III beigegeben wurden, befinden sich eine unveröffentlichte Performance aus dem Olympia-Theater in Paris von 1969 (Led Zeppelin) sowie unveröffentlichte Mixe, Backing-Tracks und Demos aus der Studioarbeit (Led Zeppelin II und Led Zeppelin III). Ein unverzichtbares Must-Have für alle Fans!

Und dies ist erst der Anfang! Nach und nach werden alle LED ZEPPELIN-Studio-Alben mit einer zusätzlichen Companion-Disc erscheinen!

 

Kai Manke
networking Media - Hamburg / Berlin
Bei der Lutherbuche 30 A, 22529 Hamburg / Germany

 

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31.05.2014 Mit Christoph Eschenbach als musikalischer Leiter

GFDK - Sony Classical

Jedes Jahr empfangen die Wiener Philharmoniker vor der einzigartigen Kulisse des Schönbrunner Schlossparks über 100.000 Zuschauer zum stimmungsvollen Sommernachtskonzert.

In diesem Jahr konnten sie den Star-Pianisten Lang Lang als Solisten gewinnen. Unter der musikalischen Leitung von Christoph Eschenbach spielen sie passend zum 150. Jubiläum des Komponisten Richard Strauss seine Burleske für Klavier und Orchester sowie die Sinfonische Dichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Darüber hinaus stehen Hector Berlioz‘ Ouvertüre „Le Carnaval Romain“ und die Ouvertüre zu seiner Oper „Benvenuto Cellini“ auf dem Programm. Selbstverständlich gibt es als stimmungsvollen Abschluss ein Werk von Johann Strauss (Sohn) zu hören, die „Furioso Polka“. Das Konzert ist als CD, auf DVD und auf Blu-ray erhältlich!

 

 

Sony Music Entertainment Germany GmbH

Balanstraße 73, Haus 31 | 81541 München

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30.05.2014 Neues Video zur Single "West Coast"

GFDK - Universal Music

Lange wurde über das Erscheinungsdatum des brandneuen Albums von Lana Del Rey spekuliert, am 13. Juni ist es nun soweit: ULTRAVIOLENCE heißt  der sehnsüchtig erwartete Nachfolger ihres Debütalbums „Born To Die“ aus dem Jahr 2012, das weltweit über sechs Millionen mal über die Landentische ging.

Dreifach Platin für über 600.000 verkaufte Einheiten allein in Deutschland und England, Platz 1 in den Charts, über 12 Millionen verkaufte Singles von „Video Games“, atemberaubende Videos und Songs, die rund um den Globus die Menschen berührten. Kaum eine Künstlerin kann in den letzten Jahren auf einen solch kometenhaften Karrierestart zurückblicken wie Lana Del Rey. Sie hat neue Maßstäbe in der Pop-Welt gesetzt. 

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Auch mit dem neuen Album ULTRAVIOLENCE zieht die Musik- und Stilikone wieder die Aufmerksamkeit auf sich und ihre neuen Songs. Einen betörenden Vorgeschmack liefert bereits die erste Single „West Coast“, die von Lana Del Rey und Rick Nowels geschrieben und von Dan Auerbach (The Black Keys) produziert wurde. Das Video dazu gibt es hier. Die Single „West Coast“ erscheint bereits heute (30.05.)

Bevor Lana Del Rey am 20.06. zu einem exklusiven Konzert in Berlin nach Deutschland kommt und hier auch einige Songs des neuen Albums live vorstellt, tourt sie aktuell in den USA und Kanada.

 

Konzert in Berlin

20.06.2014 – Berlin, Zitadelle Spandau

 

ULTRAVIOLENCE wird auf CD, in einer Deluxe Edition, als LP und Ltd. Super Deluxe Box Set sowie als Download veröffentlicht und kann ab sofort im Handel vorbestellt werden.  

Album-Veröffentlichung: 13.06.2014

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30.05.2014 Diese Frau gibt Vollgas!

GFDK - Decca

Man sagt, die Wiege des Rockabilly stehe in Memphis. Das ist falsch. Denn dort haben sie nur noch nicht mitbekommen, dass Imelda May sie vor ein paar Jahren heimlich geklaut, ein bisschen zeitgemäß aufgemöbelt und in den verwinkelten Hinterhofgassen von Dublin neu aufgestellt hat. Der Beweis: Imeldas neues Album "Tribal". So fetzig und authentisch, aber auch frisch und humorvoll hat Rockabilly schon lange nicht mehr geklungen.

May erinnert einen auf "Tribal" daran, dass der Rock'n'Roll das Establishment einst in Angst und Schrecken versetzte. Er beflügelte in den 1950er Jahren eine neue Generation von Teenagern, vermischte erstmals schwarze und weiße Musik miteinander und fegte die alten Pop-Crooner mit einer Welle sexuell aufgeladener Tanzmusik von der Szene. Die Songs auf "Tribal" sind erfüllt vom rebellischen Geist, der den Rock'n'Roll damals auf die nichts Böses ahnende Welt losließ. Aber auch vom subversiven Geist der Punkbands, die Imelda bewunderte, als sie in den späten 1970er Jahren in Dublin als jüngste von fünf Geschwistern aufwuchs und die Musik von The Clash, The Undertones, The Buzzcocks und The Cramps hörte. "Abrocken liegt mir", sagt die Sängerin. "Deshalb wollte ich auch etwas von der Aufsässigkeit des Punk und frühen Rock’n’Roll in dieses Album injizieren. Denn das ist meine Triebfeder."

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Angetrieben wird die 40-Jährige, die letzten Sommer erstmals Mutter wurde, aber auch von unbändiger Lebensfreude. Diese zeigt sich z.B. in dem Song "It's Good To Be Alive", den sie laut eigener Aussage "in den frühen Morgenstunden direkt am Tag nach der Geburt meines Babys" schrieb. Imelda fand die perfekte Balance zwischen Aufsässigkeit und Ausgelassenheit etwa in Songs wie "I Wanna Dance", "Wicked Way" und ganz besonders "Wild Woman", wo es im Refrain heißt: "There's a wild woman livin' inside of me/A wicked, wicked wild woman, dyin' to be free". "Natürlich werden die Leute mit zunehmendem Alter im Allgemeinen verantwortungsbewusster und schlagen nicht mehr so über die Stränge", sagt May. "Aber in uns allen schlummert auch immer noch ein Verrückter." Und den hat Imelda May auf "Tribal" wachgeküsst.

Zu den Heldinnen, die Imelda seit jeher inspiriert haben, gehören u.a. Sängerinnen aus den 1950ern wie Sister Rosetta Tharpe und Wynona Carr, die Rockabilly-Queen Wanda Jackson, die Country-Superstars Patsy Cline und Dolly Parton sowie eine Reihe von Rock- und Pop-Ikonen wie Joan Jett, Patti Smith, Debbie Harry und Chrissie Hynde. Sie alle haben eines gemein. "Es sind starke Frauen", grinst Imelda. "Starke Frauen wie ich."

Quelle: JazzEcho

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30.05.2014 reise in die vergangenheit

GFDK - Deutscher Taschenbuch Verlag

Nach dem traurigen Ende einer langjährigen Affäre mit einem verheirateten Mann reist die Reisejournalistin Eva nach Umbrien, um das Erbe ihrer geliebten und jüngst verstorbenen Tante Eli anzutreten.

Ein kleines Steinhaus voller Rätsel

Beim Aufräumen fallen ihr alte Briefe von Eli in die Hände, und sie beginnt zu lesen ...In diesen Tagen erkundet Hannah Castelnuovo, Elis zweite Heimat. Als sie zufällig auf ein Grundstück mit seltsam verbrannten Obstbäumen gelangt, wird sie unsanft von dort vertrieben. Dorfbewohner erklären ihr später, dass der schroffe Fremde harmlos und seine Leidenschaft das Züchten alter Obstsorten sei. Aus unerfindlichen Gründen hatte sich Eli einst mit dem »Apfelsammler« angefreundet, und auch Hannah sucht seine Nähe. Ist er der Schlüssel zu Elis Geheimnis?

Ab Juli im Buchhandel

Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren, lebte einige Jahre im Ausland und studierte Italienisch und Englisch. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Friedrichshafen.

Deutscher Taschenbuch Verlag 1. Juli 2014 Verlag zirnbauer.thomas@dtv.de

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29.05.2014 Neues Album "Mutineers" ab 27.06.2014

GFDK - Peter Goebel

Der britische Sänger DAVID GRAY veröffentlicht sein neues Studioalbum "Mutineers" Ende Juni via Kobalt Label Services. "Mutineers" ist Gray`s 10. Studioalbum und das erste seit 4 Jahren.

21 Jahre nach seinem Debütalbum begibt sich David Gray musikalisch auf unbekanntes Gebiet, kultiviert dabei aber kämpferisch eine respektvolle Beziehung zu seiner eigenen Vergangenheit.

David`s musikalische Vergangenheit beinhaltet neben dem phänomenalen Erfolg seines Albums "White Ladder", das sich 7 Millionen mal verkauft hat und eines von drei UK Nummer 1 Alben ist, Brit und Grammy Nominierungen und seine beiden letzten Alben "Draw The Line" (2009) und "Foundling" (2010) erreichten beide die Top 10 der US- Billboard Albumcharts. Trotz all der Erfolge war der Ansatz beim neuen Album das sich Gray selbst überraschen wollte, nicht nur in der Art wie er arbeitet, sondern auch mit wem und welche Ideen er umsetzen wollte.

Die Veränderung fällt hörbar auf "Mutineers", ein Album das David selbst eher in der Nachbarschaft von John Martyn`s "Small Hours" sieht, als in seinem eigenen Backkatalog. Neben der Veränderung im Klangbild merkt man in den Songs, angefangen mit dem Opener "Back In The World" bis zum Schlusssong "Gulls", das sich hier ein Künstler von seinen eigenen Erwartungen freigeschwommen hat.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

David`s Mitstreiter und Produzent während der Reise zu neuen musikalischen Horizonten war niemand anderer als Andy Barlow von LAMB. Die Spontanität bei der Entstehung des Albums erinnerte ihn öfter an die Entstehung von "White Ladder", das er damals im Studio in seinem Schlafzimmer in 1997 aufgenommen hat. "Mutineers" ist ein Album geworden, das hervorragend in die musikalische Geschichte von David Gray passt. Der Sound eines Musikers, der einen sauberen Schnitt wagt, dabei einige scharfe Kurven nimmt und dabei dennoch wieder an die Freiheit eines früheren Traums anschliesst.

David Gray spielte im April und Anfang Mai eine jetzt schon ausverkaufte US-Tour und im Juni 8 Shows in England um sein neues Album live vorzustellen.


Presse Peter
Peter Goebel
PR Beratung & Promotion
St. Georgs Kirchhof 23
20099 Hamburg
goebel@presse-peter.de

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