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Nachrichten aus der großen weiten Welt

20.11.2020 Der neue Film von Carolin Schmitz

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Am 02.11.20 haben die Dreharbeiten zu MUTTER begonnen. Der neue Film von Carolin Schmitz über das universale Thema Mutterschaft beschreibt das Phänomen aus unterschiedlichen dokumentarischen Perspektiven, vereint zu einer fiktiven Figur, dargestellt von Anke Engelke.

Gedreht wird bis zum 24.11. in Köln und Umgebung sowie in Wiesbaden und Rüsselsheim. Es produziert die Kölner Produktion Sutor Kolonko (Produzent: Ingmar Trost) in Koproduktion mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Gefördert wird die Kino-Koproduktion von der Film- und Medienstiftung NRW, HessenFilm und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein sowie vom Deutschen Filmförderfonds. Den Verleih übernimmt die Filmwelt Verleihagentur.

Zum Inhalt:

MUTTER widmet sich dem komplexen Thema Mutterschaft. Der Film erzählt von Freude und Zweifel, Macht und Ohnmacht, Wut und Liebe.

Die Grundlage für das Projekt ist dokumentarischer Natur. Acht Frauen zwischen 30 und 75 erzählen von ihrem Leben und Muttersein. Allen Frauen gemeinsam ist die Erkenntnis, dass Mutterschaft eine höchst ambivalente Erfahrung ist.

Für die filmische Umsetzung werden die dokumentarischen Aussagen optisch in einer fiktiven Figur - dargestellt von Anke Engelke - zusammengeführt. Die Schauspielerin integriert die Berichte der Frauen in die lakonische Erzählung über das alltägliche Leben einer Frau und Mutter.

„Es ist eine visionäre Idee, finde ich: intime Erzählungen sammeln ohne die Quellen zu offenbaren, und eine Schauspielerin als vermittelndes Instrument zu nutzen. Die Berichte der Mütter entpuppen sich beim Drehen als kleine Dramen und man staunt, erschrickt, bedauert und bewundert.

Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf: Dokumentarisches zu kombinieren mit einer Spielhandlung ist faszinierend.“ - Anke Engelke über MUTTER

Die Regisseurin:

Carolin Schmitz studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Sie lebt und arbeitet als freie Filmemacherin in Köln. Ihre Filme wurden auf nationalen und internationalen Festivals aufgeführt. 2006 erhielt sie für BENIDORM den Deutschen Kurzfilmpreis.

PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER hatte bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin Premiere (Perspektive Deutsches Kino) und wurde mit einer Lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Für ihren Film SCHÖNHEIT uraufgeführt beim Dokumentarfilmfestival Leipzig erhielt sie das Gerd-Ruge-Projektstipendium.

Produktion:

Sutor Kolonko entwickelt und produziert anspruchsvolle Dokumentar- und Spielfilme für ein internationales Publikum. Die 2010 gegründete Filmproduktion bietet vor allem für junge AutorInnen und RegisseurInnen eine Plattform.

Zu den jüngsten Produktionen von Sutor Kolonko zählen: THE MOLE AGENT (Regie: Maite Alberdi; Sundance 2020);

DAS FREIWILLIGE JAHR (Regie: Ulrich Köhler & Henner Winckler; Internationaler Wettbewerb Locarno 2019; ausgezeichnet mit dem Hamburger Produzentenpreis 2019); RINGSIDE (Regie: André Hörmann; Berlinale Generation 14plus 2019)

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20.11.2020 Kunstskulptur „Global Gate“

GFDK - Kultur und Medien

Der deutsche Künstler Leon Löwentraut, der Düsseldorfer Galerist und Kurator Dirk Geuer und Marcus Schäfer, internationaler Kunstprojektentwickler stellen - in Kooperation mit Lufthansa Cargo und Fraport – auf dem Gelände der Lufthansa Cargo am Frankfurter Flughafen die mobile Kunstskulptur „Global Gate“ vor.

Zuerst war da eine Vision. Und dann ging alles ganz schnell: Aus 37 Seecontainern wurde eine der größten mobilen Kunstskulpturen, umgesetzt durch den bekanntesten deutschen Nachwuchskünstler der Gegenwart, den 22jährigen Leon Löwentraut.

Gestaltet ist das 21 Meter hohe, 24 Meter breite und 6 Meter tiefe Kunstwerk mit den 17 Motiven der Kampagne #Art4GlobalGoals und mit der Leon-Löwentraut-Fotoaktion „Meine Zukunft“.

Die Bedeutung des Monuments, das unverkennbar an das Brandenburger Tor angelehnt ist, dem Sinnbild der Wiedervereinigung sowie der Bruchstellen und Widersprüchlichkeiten der Deutschen Geschichte, geht über die historische Symbolik hinaus:

Die fünf Tordurchgänge laden den Besucher vielmehr auf einen Weg zur Transformation ein. Symbolisch durchschreiten die Besucher das Tor auf dem Weg in die Zukunft, durchlaufen den Prozess der Verwandlung.
An den zwei Außenkorridoren der Tordurchgänge werden die Inhalte der 17 Sustainable Goals in zwölf Sprachen erklärt.

In allen Durchgängen sieht man zudem Leon Löwentrauts Fotoaktion „Meine Zukunft“, eindrucksvolle Porträts von mehr als 200 Kindern zwischen 9 und 16 Jahren in dem Moment, in dem sie sich die Frage stellen: „Was bedeutet Zukunft für mich?“ Die Schwarz-Weiß-Fotografien, dezent von Leon Löwentraut handübermalt, schmücken die Innenwände des Tores.

Das imposante Kunstwerk dient der weltweiten Kampagne #Art4GlobalGoals, die von der UNESCO unterstützt wird. Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass die von der UN und der Weltgemeinschaft verabschiedeten 17 Nachhaltigkeitsziele.

„Sustainable Development Goals“, den Menschen auf der ganzen Welt näher gebracht werden. Die 17 Ziele (Goals) sollen dazu beitragen, allen Menschen auf unserem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Zu den Zielen gehören u.a.: Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle sowie Frieden und Gerechtigkeit.

Leon Löwentraut betont: „Das Global Gate und die Kampagne #Art4GlobalGoals werden jetzt zur perfekten Symbiose, um ein großes Zeichen für die Nachhaltigkeit zu setzen.“

Dirk Geuer, Düsseldorfer Galerist und Kurator sagt: „Leon Löwentrauts Kunstwerk soll den Forderungen der Weltgemeinschaft mehr Sichtbarkeit und Bedeutung ermöglichen.“

Er fügt hinzu: „Wir wollen in der Zeit der Pandemie das Zeichen setzen, dass Kunst immer allgegenwärtig ist und nie verstummt.“

Projektentwickler Marcus Schäfer ist sich sicher: „Mit dieser weltumspannenden Kunstaktion wird die Botschaft der Global Goals viele Menschen nachhaltig erreichen.“

Den Anstoß für die Kunstaktion lieferte Schäfers 9jähriger Sohn Maximilian Antonius Schäfer, der nach einem Auslandsaufenthalt mit seinen Eltern in Asien auf den Container mit seinem Spielzeug wartete und mit seinen Bauklötzchen ein Tor konstruierte.

Ermöglicht und unterstützt wird das Kunstprojekt durch Manpower und eine enge Zusammenarbeit von Lufthansa Cargo und Fraport. Finanziert wird es durch die Galerie Geuer & Geuer und den Künstler Leon Löwentraut.

Der Standort des Kunstwerks am  Flughafen Frankfurt wurde auch deshalb gewählt, weil es von dort aus gut vom Vorfeld aus zu sehen ist. So kann es sich der Aufmerksamkeit ankommender und abfliegender Passagiere sicher sein und bildet symbolisch ein Tor zur Welt.

„Das 2015 von der Staatengemeinschaft erklärte Ziel, mit Hilfe der Sustainable Development Goals zu einer besseren ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung beizutragen, verdient unsere vollste Unterstützung.

Das Global Gate visualisiert auf beeindruckende Weise dieses Vorhaben der Vereinten Nationen. Wir freuen uns daher sehr, dem Global Gate an unserem Heimatdrehkreuz am Flughafen Frankfurt einen prominenten ersten Standort geben zu dürfen und für ein breites Publikum sichtbar zu machen“, so Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender Lufthansa Cargo.

Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, erläutert: „Das ‚Global Gate‘ ist zu Gast am ‚Tor zur Welt‘. Das Luftverkehrsdrehkreuz Frankfurt Airport steht international für eine einzigartige Konnektivität – ein solches Kunstwerk und seine zentrale Aussage kommen daher hier am Flughafen Frankfurt ganz besonders imposant zur Geltung.

Die wichtige Botschaft des ‚Global Gate‘ reist nun von hier aus in alle Welt. Die konsequente Ausrichtung unternehmerischen Handelns an den ‚Sustainable Development Goals’ der Weltgemeinschaft trägt der Fraport-Konzern von seinem Heimatstandort aus jedoch bereits seit vielen Jahren in zahlreiche internationale Engagements und Beteiligungen.

Symbolwirkung verbindet sich bei uns mit gelebter Nachhaltigkeit. Auch deshalb ist Frankfurt Airport ein idealer Auftakt für diese besondere Reise.“

Nach einigen Wochen in Frankfurt tritt das Tor eine Reise um den Globus an und trägt das Bekenntnis zur Globalisierung und zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Menschheit in verschiedene Metropolen auf der ganzen Welt. Die Ummantelung des Tors sowie die zugehörigen Kunstwerke fliegen dabei selbstverständlich mit Lufthansa Cargo. 

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20.11.2020 Sieben Glücksbären gerettet

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat in Vietnam sieben Kragenbären von Bärenfarmen gerettet. Unter den Tieren befindet sich auch eine seltene goldfarbene Bärin.

Fast 20 Jahre wurden die Bären in winzigen Käfigen gehalten und mussten während dieser Zeit unzählige Male die grausame Prozedur der Gallensaftextraktion über sich ergehen lassen. 

Nach einer aufwendigen Rettungsaktion sind die gequälten Kragenbären nun in den VIER PFOTEN BÄRENWALD Ninh Binh gebracht worden, wo sie ein geschütztes und gesundes Leben erwartet.

Die Rettungsmission fand in der Provinz Binh Duong im Südosten Vietnams statt. Die befreiten Kragenbären – vier männliche und drei weibliche – wurden fast zwei Jahrzehnte lang in winzigen Käfigen auf zwei Bärenfarmen gehalten.

Eine Bärin stach wegen ihres goldfarbenen Fells hervor – eine Färbung, die äußerst selten auftritt. Kragenbären haben üblicherweise schwarzes Fell mit einer weißen Fellzeichnung auf der Brust.

Über diese seltenen goldenen Bären ist nur wenig bekannt. Genetische Analysen zeigen aber, dass es sich um keine neue Spezies oder Subspezies handelt, sondern um eine Farbvariante des typisch schwarzen Fells.

Ähnlich ist dies auch bei weißen Tigern, die eine Farbvariante von Königstigern sind“, sagt Barbara van Genne, verantwortlich für Wildtierrettungen bei VIER PFOTEN.

Neben ihrem goldenen Fell fiel die Bärin auch wegen einer fehlenden Vordertatze auf. „Laut ihrem früheren Besitzer hat sie die Tatze verloren als sie in der Wildnis mit einer Falle gefangen wurde.

In Gefangenschaft lebende Bären mit fehlenden Tatzen sind leider keine Seltenheit. Sie werden nicht nur mit brutalen Methoden eingefangen und für ihren Gallensaft misshandelt, sondern auch für sogenannten Bärentatzenwein und andere Wildtierprodukte verstümmelt.

Diese gelten mancherorts noch immer als kulinarische Delikatessen oder werden für traditionelle Medizin verwendet. Wir fordern die vietnamesische Regierung auf, ihre Gesetze zum Handel sowie zum Verzehr von Wildtieren endlich streng durchzusetzen, um solch grausame Praktiken ein für alle Mal zu stoppen“, so van Genne

Sieben Glücksbären

Die Rettungsmission war eine Herausforderung. Nach verheerenden Überschwemmungen in Vietnam musste das Team von VIER PFOTEN abwarten, bis die Straßen wieder sicher befahrbar waren, bevor es die 1.600 Kilometer lange Fahrt aus der südlich gelegenen Provinz Binh Duong in den BÄRENWALD Ninh Binh im Norden des Landes zurücklegen konnte.

Die geretteten Bären sind zwischen 18 und 20 Jahre alt und kennen nichts anderes als ein trauriges Leben in winzigen, rostigen Käfigen. Nach einer 40-stündigen Fahrt erreichten alle Bären wohlbehalten ihr neues Zuhause – dort können sie sich nun von den Strapazen ihrer Vergangenheit erholen

. „Wir werden die Bären in unserer Klinik genau untersuchen, dann können wir ihnen die individuelle Pflege zukommen lassen, die sie brauchen. Wir erwarten die für Gallebären üblichen Gesundheitsschäden wie chronisch entzündete Gallenblasen, Infektionen und Zahnprobleme.

Während sie sich eingewöhnen, können wir bereits beobachten, wie positiv sich ihr Verhalten schon nach kurzer Zeit verändert hat. Wir werden alles tun, damit die Bären nach dem Leid, das sie erfahren mussten, eine glückliche und gesunde Zukunft vor sich haben“, sagt Emily Lloyd, Animal Manager im BÄRENWALD Ninh Binh.

BÄRENWALD Ninh Binh: Ein artgemäßes Zuhause für gerettete Bären

VIER PFOTEN arbeitet seit 2017 mit lokalen Partnern zusammen, um so viele Bären wie möglich von ihrem traurigen Schicksal zu befreien.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Bären auf Bärenfarmen in Vietnam drastisch gesunken, von etwa 936 im Jahr 2017 auf 385, die derzeit auf privaten Bärenfarmen gehalten werden.

Mit ihrem BÄRENWALD Ninh Binh unterstützt VIER PFOTEN die vietnamesische Regierung dabei, Gallefarmen in Vietnam endgültig zu schließen und bis zu 100 geretteten Bären ein artgemäßes Zuhause zu bieten.

Der BÄRENWALD Ninh Binh ist aber nicht nur ein Schutzzentrum, er soll auch als Bildungs- und Aufklärungsstätte den Tier- und Artenschutz in Vietnam voranbringen.

Einige der 40 Kragenbären, die derzeit im Bärenschutzzentrum leben, wurden vor ihrer Rettung nicht nur Opfer grausamer Gallefarmen, sondern auch des illegalen Wildtierhandels

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18.11.2020 Konzerte des üppigen Programms

GFDK - Kultur und Medien - Konzerte

Hamburg ist mutig, nur glauben wir das Angela Merkel und der Söder denen einen Strich durch die Rechnung macht.

Auf die darauffolgende Rückkehr des Musiklebens unter Corona-Bedingungen sind Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg bestens vorbereitet. Beide Häuser bieten dem ausgehungerten Publikum im Dezember ein pralles und vielseitiges Konzertprogramm.

Thomas Hengelbrock mit Balthasar Neumann Chor und -Ensemble, Marc Minkowski, Rolando Villazón, Elisabeth Leonskaja, Jerusalem Quartet, Anne-Sophie Mutter, Diana Damrau, Stefano Bollani und Bamberger Symphoniker sind nur einige der klangvollen Namen, die für wunderbare Konzerterlebnisse in der Adventszeit sorgen möchten.

Sollte der Lockdown verlängert werden und es erneut Konzertabsagen geben, wird der Ticketpreis für bereits gekaufte Karten selbstverständlich erstattet.

Gleich am 1. Dezember kommen die Wiener Symphoniker unter ihrem künftigen Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada und einem reinen Beethoven-Programm in die Elbphilharmonie. Tags darauf gibt Anne-Sophie Mutter dort einen Sonatenabend mit Lauma Skride (Klavier), ebenfalls mit Werken von Beethoven.

Thomas Hengelbrock führt seinen Balthasar Neumann Chor und das Balthasar Neumann Ensemble zu zwei Aufführungen von Bachs (gekürzter) h-Moll-Messe in die Laeiszhalle (4.12.), während am selben Abend der italienische Jazz-Pianist Stefano Bollani im Großen Saal der Elbphilharmonie sein Programm »Piano Variations on Jesus Christ Superstar« nachholt, das ursprünglich fürs Internationale Musikfest Hamburg im Mai 2020 geplant war.

An Silvester und Neujahr machen NDR und HamburgMusik in vier Konzerten aufs Neue gemeinsame Sache: Das NDR Elbphilharmonie Orchester probt dafür Spritziges bis Süffiges aus Werken von Jacques Offenbach, dem französischen Großmeister der leichten Muse., u.a. aus »Orpheus in der Unterwelt« und »Hoffmanns Erzählungen«.

Die musikalische Leitung des Programms »Orpheus & Friends« hat Marc Minkowski, durch sein stürmisch gefeiertes Gastspiel mit Händels »Ariodante« und seinen Musiciens du Louvre im vergangenen November in der Elbphilharmonie noch in bester Erinnerung.

Die Top-Sängerriege besteht aus Rolando Villazón (Tenor), Elsa Dreisig (Sopran) und Sylvie Brunet-Grupposo (Mezzosopran).

Das NDR Elbphilharmonie Orchester wartet überdies mit drei weiteren Programmen auf: Unter der Leitung von Michał Nesterowicz gibt es am Nikolaustag in der Reihe »Klassik kompakt« Schumanns Cellokonzert (Solistin: Raphaela Gromes) und Weinbergs Kammersinfonie Nr. 4,

Wenig später steht bei insgesamt vier Konzerten mit Musik von Mozart und Schubert Herbert Blomstedt am Pult, der schwedische Grandseigneur unter den Dirigenten (10.12., 13.12.). Chefdirigent Alan Gilbert empfängt den französischen Cellovirtuosen Gautier Capuçon und die Sopranistin Anna Prohaska zu alternierenden Programmen mit Dvořáks Cellokonzert bzw. Mahlers Sinfonie Nr. 4 für großes Orchester und Sopran (17./18.12.).

Ebenfalls mit geteilten Programmen und unter geteilter Leitung tritt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg an vier Terminen am 20./21. Dezember im Großen Saal der Elbphilharmonie auf: Bei Vivaldis »Vier Jahreszeiten« - alternierend mit Sommer/Herbst bzw. Winter/Frühling – dirigiert der Sologeiger Giuliano Carmignola, Brahms‘ Sinfonie Nr. 3 dann Chefdirigent Kent Nagano (Tickets ab 18.11.).

Auch das traditionelle Silvesterkonzert am 31.12. mit Musik von Barber und Mozart leitet Kent Nagano (Ticketverkauf ab 3.12.).

Die zwei Klaviertrios von Franz Schubert erwarten das Publikum am 5. Dezember im Großen Saal der Elbphilharmonie. Die Interpreten sind Liza Ferschtman (Violine), István Várdai (Violoncello) und die große Elisabeth Leonskaja (Klavier).

Das Jerusalem Quartet kehrt mit Streichquartetten von Schostakowitsch und Prokofjew in den Kleinen Saal der Elbphilharmonie zurück (17.12). Am Nikolaustag dürfen sich Orgelfans auf einen weiteren »Tag der Orgel« freuen, an dem Thomas Cornelius die beiden Kollegen Thomas Dahl (Hauptkirche St. Petri) und Manuel Gera (Hauptkirche St. Michaelis) zu einem vergnüglichen und lehrreichen Vormittag rund um die Konzertorgel der Elbphilharmonie empfängt.

In der Reihe »Pianomania« widmet sich das Shalamov Piano Duo im Kleinen Saal der Elbphilharmonie einem russischen Programm für zwei Klaviere mit Werken von Borodin, Gubaidulina und Rachmaninow (7.12.).

Die Sopran-Diva Diana Damrau kommt mit einem »Royal Affairs« betitelten Arienprogramm, in dem sie Preziosen von Verdi, Donizetti, Bellini und Tschaikowsky miteinander in Beziehung setzt (8.12., Vorverkauf beginnt später).

In der Reihe »Around the World« geben die Canzoniere Grecanico Salentino mit archaisch-melancholischem, virtuos gespieltem italienischen Folk ihr Debüt im Großen Saal der Elbphilharmonie (12.12.).

Eine weitere Premiere bietet sich für Liebhaber der elektronischen Musik: Erstmals findet ein Konzert der Reihe »ePhil« im Kleinen Saal der Elbphilharmonie statt. Zu Gast sind mit Groupshow drei Top-Interpreten der improvisierten elektronischen Musik aus Berlin (16.12.).

Viele der genannten Konzerte finden, wie seit Saisonbeginn im September 2020 gewohnt, zweimal am Abend statt. Wo nicht anders vermerkt, beginnt der Kartenverkauf am Dienstag, den 3. November, um 11 Uhr, unter www.elbphilharmonie.de.

Sollte es Corona-bedingt doch zu einer Absage kommen, wird der Kaufpreis automatisch erstattet, wenn die Tickets direkt im Webshop der Elbphilharmonie erworben wurden.

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16.11.2020 CNC Verfahren – flexibel und exakt

GFDK - Kultur und Medien

Mit einem CNC-Verfahren lassen sich Fertigungsprozesse automatisiert umsetzen. Dabei kommen sogenannte CNC-Maschinen, auch als Computerized Numerical Control bezeichnet, zum Einsatz.

Die Werkzeugmaschinen sind in der Lage Werkstücke mit einer hohen Präzision herzustellen und machen so selbst komplexe Formen möglich. Diese werden in der Industrie durch Fräsen, Polieren und Drehen hergestellt.

Mit der Automatisierungstechnik können Arbeitsschritte effizient ausgeführt werden. Nicht nur die Möglichkeiten mit dem CNC-Verfahren sind groß, auch die gleichbleibende Qualität der Drehteile und anderer Werkstücke überzeugt. Fehler sind dabei fast ausgeschlossen.

Das Drehen ist nach DIN 8580 ein Trennverfahren. Die Drehteile werden meist nach Zeichnung angefertigt und in Betrieben hergestellt, die Metall verarbeiten. In der Regel haben sich die Unternehmen auf ein spezielles Drehverfahren spezialisiert.

Durch das CNC-Verfahren ist auch die Herstellung von Kleinstmengen oder großen Abnahmemengen möglich. Zu den Drehteilen gehören unter anderem Schrauben, Spindeln, Achsen, Wellen und Radnaben.

CNC Verfahren – flexibel und exakt

CNC-Verfahren können schnell auf die unterschiedlichsten Vorgänge eingestellt werden. Das umfasst die Bearbeitung an sich, aber auch das Material. So lassen sich die Werkzeugmaschinen direkt auf die unterschiedlichen Metall- und Grundstoffarten anpassen.

Dazu bedarf es lediglich einer einfachen Programmierung. Ein großer Vorteil für die Industrie, die so Form und Größe von Werkstücken in nahezu jedem erdenklichen Format herstellen kann.

Selbst Drehteile online bestellen und individuelle nach Wunsch fertigen lassen, ist heute kein Problem mehr.

Problemlos möglich sind ferner Teilfertigungen, da sich das Verfahren maßstabsgetreu umsetzen lässt. Die Werkzeugmaschinen sind für das Langdrehen und das Kurzdrehen geeignet.

Nicht zuletzt spricht die Fertigungsgeschwindigkeit für das CNC-Verfahren.

Die Vorteile von CNC-Verfahren

CNC-Verfahren machen die Herstellung nach individuellen Vorgaben einfach. Selbst komplexe Präzisionsdrehteile können so schnell und kosteneffizient hergestellt werden.

Auch eine Veredelung mithilfe von Polierarbeit oder Fräsen ist mit der technischen Methode möglich. Zuschnitte lassen sich nach Maß umsetzen und Kanten genau anpassen. CNC-Verfahren haben zusammenfassend folgende Vorteile:

  • Sie überzeugen mit einer hohen Wiederholungsgenauigkeit und Geschwindigkeit.

  • Es ist eine präzise Umsetzung nach individuellen Vorgaben jederzeit möglich.

  • Die Maschinen sind programmierbar und für verschiedene Metalle und andere Materialien ausgelegt.

  • Fräsen, Bohren oder Polieren können für die Veredelung genutzt werden.

  • Es sind Kleinstmengen, Teilfertigungen und große Ansatzmengen möglich.

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14.11.2020 Global Gate - Lufthansa Cargo und Fraport

GFDK - Kultur und Medien

Aufbau des größten mobilen Kunstwerks der Welt - „Gemeinsam durch das Global Gate in eine neue Nachhaltigkeit.“ (Dirk Geuer, Galerist, Kurator und Ausstellungmacher)

„Ein Tor geht um die Welt. Die Umsetzung dieser Vision, verbunden mit einer Botschaft in die Welt, wird viele Menschen nachhaltig erreichen.“ (Marcus Schäfer, internationaler Kunstprojektentwickler)

Geschäftiges Treiben: Kräne, Feuerwehr und große Seecontainer nehmen seit einiger Zeit einen Teilbereich der großen Lagerfläche hinter dem Lufthansa Cargo Center am Flughafen Frankfurt ein. Was passiert hier gerade?

Die Galerie Geuer & Geuer Art aus Düsseldorf baut in enger Kooperation mit dem international tätigen Kunstprojektentwickler Marcus Schäfer das Kunstwerk „Global Gate“ auf.

Die Konstruktion ist unverkennbar an das Brandenburger Tor angelehnt und mit einer Breite von 24 Metern und einer Höhe von 21 Metern das größte mobile Kunstwerk der Welt. Insgesamt 37 Seefrachtcontainer bilden den Kern des Objektes.

Dieses Kunstprojekt dient der Kampagne #Art4GlobalGoals, die von der UNESCO unterstützt wird. Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass die von der UN und der Weltgemeinschaft verabschiedeten 17 Nachhaltigkeitsziele, „Sustainable Development Goals“, den Menschen auf der ganzen Welt näher gebracht werden.

„Das 2015 von der Staatengemeinschaft erklärte Ziel, mit Hilfe der Sustainable Development Goals zu einer besseren ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung beizutragen, verdient unsere vollste Unterstützung.

Das Global Gate visualisiert auf beeindruckende Weise dieses Vorhaben der Vereinten Nationen. Wir freuen uns daher sehr, dem Global Gate an unserem Heimatdrehkreuz am Flughafen Frankfurt einen prominenten ersten Standort geben zu dürfen und für ein breites Publikum sichtbar zu machen“, so Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender Lufthansa Cargo.

Der Standort des Kunstwerks am  Flughafen Frankfurt wurde auch deshalb gewählt, weil es von dort aus gut vom Vorfeld aus zu sehen ist. So kann es sich der Aufmerksamkeit ankommender und abfliegender Passagiere sicher sein und bildet symbolisch ein Tor zur Welt.

„Das ‚Global Gate‘ ist zu Gast am ‚Tor zur Welt‘. Das Luftverkehrsdrehkreuz Frankfurt Airport steht international für eine einzigartige Konnektivität – ein solches Kunstwerk und seine zentrale Aussage kommen daher hier am Flughafen Frankfurt ganz besonders imposant zur Geltung.

Die wichtige Botschaft des ‚Global Gate‘ reist nun von hier aus in alle Welt. Die konsequente Ausrichtung unternehmerischen Handelns an den ‚Sustainable Development Goals’ der Weltgemeinschaft trägt der Fraport-Konzern von seinem Heimatstandort aus jedoch bereits seit vielen Jahren in zahlreiche internationale Engagements und Beteiligungen.

Symbolwirkung verbindet sich bei uns mit gelebter Nachhaltigkeit. Auch deshalb ist Frankfurt Airport ein idealer Auftakt für diese besondere Reise“, sagte Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.          

Nach einigen Wochen in Frankfurt tritt das Tor eine Reise um den Globus an und trägt das Bekenntnis zur Globalisierung und zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Menschheit in verschiedene Metropolen auf der ganzen Welt.

Die Ummantelung des Tors sowie die zugehörigen Kunstwerke fliegen dabei selbstverständlich mit Lufthansa Cargo. 

Wer die Grundidee zu dem größten mobilen Kunstprojekt der Welt lieferte, wer der Künstler dieses monumentalen Nachhaltigkeitskunstwerks ist und welche Bedeutung es haben wird, erfahren Sie schon bald.

Ermöglicht und unterstützt wird der Aufbau durch Manpower und einer engen Zusammenarbeit von Lufthansa Cargo und Fraport. Finanziert wird das Kunstprojekt durch die Partner der Galerie Geuer & Geuer und den Künstler.

Noch bis Ende Februar wird das Tor am Flughafen Frankfurt zu sehen sein.

Galerist Dirk Geuer, Inhaber und Geschäftsführer des Familienunternehmens Geuer & Geuer Art, verlegt seit über 30 Jahren exklusive Editionen im Bereich Skulptur und Grafik und arbeitet weltweit mit vielen bedeutenden Künstlern der Gegenwartskunst direkt zusammen, u.a. mit Julian Schnabel, Günther Uecker, Tony Cragg, Hermann Nitsch, Heinz Mack, HA Schult und Jiri Dokoupil.

Seit 2016 ist er der weltweite Exklusivverleger des grafischen Werkes von Julian Schnabel und seit 2017 der Hauptgalerist von Leon Löwentraut. Zunehmend arbeitet er mit US-amerikanischen Künstlern zusammen und konnte neben Schnabel und Mel Ramos auch internationale Größen wie David LaChapelle und Alex Katz für unmittelbare Kooperationen und Ausstellungsprojekte gewinnen.

Lufthansa Cargo AG

Mit einem Umsatz von 2,5 Milliarden Euro und einer Transportleistung von 8,9 Milliarden Frachttonnenkilometern im Jahr 2019 ist Lufthansa Cargo eines der weltweit führenden Unternehmen im Transport von Luftfracht.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 4.500 Mitarbeiter weltweit. Der Schwerpunkt von Lufthansa Cargo liegt im Airport-to-Airport-Geschäft.

Das Streckennetz umfasst rund 300 Zielorte in über 100 Ländern, wobei sowohl Frachtflugzeuge als auch Frachtkapazitäten von Passagiermaschinen der Deutschen Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings und SunExpress sowie LKW genutzt werden.

Der Großteil des Cargo-Geschäftes wird über den Flughafen Frankfurt umgeschlagen. Lufthansa Cargo ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG und der Spezialist für das Logistikgeschäft der Lufthansa Group.

Über die Fraport AG und Frankfurt Airport


Die Fraport AG gehört zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business und ist an 31 Flughäfen auf vier Kontinenten aktiv. Der Konzern erwirtschaftete 2019 bei 3,7 Milliarden Euro Umsatz ein Jahresergebnis von rund 454 Millionen Euro.

2019 nutzten insgesamt mehr als 182 Millionen Passagiere die Flughäfen mit einem Fraport-Anteil von mindestens 50 Prozent. „Gute Reise! Wir sorgen dafür“ heißt der Claim, dem sich der Flughafenbetreiber in seinem Leitbild verpflichtet hat.

Bei allen Dienstleistungen und Services steht der Kunde im Fokus. Dieser Anspruch gilt sowohl an Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz in Frankfurt, als auch weltweit an allen Standorten.

Am Heimatstandort Frankfurt begrüßte Fraport im Jahr 2019 mehr als 70,5 Millionen Passagiere und schlug ein Cargo-Volumen von rund 2,21 Millionen Tonnen um.

Als bedeutendes internationales Luftverkehrsdrehkreuz steht der Flughafen Frankfurt im Passagierverkehr an vierter Stelle im Ranking der europäischen Airports. Auch im Bereich Cargo ist Frankfurt eines der führenden Drehkreuze Europas. 

Die Airport-City Frankfurt ist darüber hinaus mit annähernd 81.000 Beschäftigten in etwa 450 Unternehmen die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland und attraktiver Anziehungspunkt für weitere Unternehmen im ökonomisch bedeutsamen Rhein-Main-Gebiet.

Durch die Synergie-Effekte des Standorts, die vernetzte Expertise und die intermodale Infrastruktur deckt der Flughafen Frankfurt die steigenden Bedürfnisse der florierenden hessischen und der exportorientierten deutschen Wirtschaft nach optimalen Verbindungen an die globalen Wachstumsmärkte

. Damit ist der Flughafen Frankfurt in der Mitte Europas eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt und wichtige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

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12.11.2020 Tigerhandel endlich verbieten

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

VIER PFOTEN veröffentlicht neue Dokumentation von Karl Ammann, Ermittler gegen Wildtierkriminalität. Zuchtfarmen mit tausenden Tigern, Tiger-Streichelzoos, Schmuck und traditionelle Medizin aus Tiger-Körperteilen: Die neue Dokumentation „The Tiger Mafia“ von Karl Ammann bringt erschreckende Entdeckungen aus zehn Jahren Recherche zum Tigerhandel in Asien ans Licht.

Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ergänzt Ammanns Recherchen mit Investigationen in Europa, wo geschätzt 1.600 Tiger in Gefangenschaft leben.

Um wilde, aber auch in Gefangenschaft lebende Tiger vor grausamer Ausbeutung zu schützen, fordert VIER PFOTEN die EU-Kommission auf, den kommerziellen Handel mit Tigern und ihren Körperteilen zu verbieten.

Für die Dokumentation „The Tiger Mafia“, die ihre virtuelle Weltpremiere am 12. November feiert, hat sich Karl Ammann ein Jahrzehnt lang mit den mafiösen Strukturen des Tigerhandels, vor allem in China und Südostasien, befasst.

Dort werden Tiger im großen Stil legal gezüchtet, wie Ammanns Entdeckung von über 200 chinesischen Tigerfarmen mit insgesamt rund 6.000 Großkatzen zeigt. Die vom Aussterben bedrohten Tiere werden für die Unterhaltungsindustrie und die Nachfrage nach Tigerteilen missbraucht.

Amman filmte auch Massentierhaltungsbetriebe, die jeweils geschätzt 1.000 Tiger in tierquälerischen Zuständen halten. Zum Vergleich: Nur noch rund 3.900 Tiger leben in freier Wildbahn. Zur Gewinnmaximierung betreiben viele Tigerfarmen Streichelzoos.

Wenn die Tiger zwei Jahre alt sind, werden sie gefährlich und die Zoobetreiber können sie nicht mehr als Touristenattraktion einsetzen. In der Regel werden die Großkatzen dann getötet und entweder für die traditionelle Medizin oder für Luxusartikel, wie Schmuck und Teppiche, verarbeitet.

„Die gefangenen Tiere leiden an psychischen und physischen Schäden. In der Wildnis bleiben Tiger bis zu zwei Jahre lang bei ihren Müttern. In den meisten Einrichtungen werden sie aber schon mit zwei Monaten von ihren Müttern entrissen, um Touristen zu bespaßen und für Fotos zu posieren.

Jegliches natürliche Verhalten bleibt ihnen auf den Tigerfarmen und in den Streichelzoos verwehrt. In China lässt man die in Gefangenschaft lebenden Tiger oft bewusst verhungern, denn nur wenn sie eines natürlichen Todes sterben, ist es legal, ihre Körperteile zu nutzen“, sagt Kieran Harkin, Internationaler Kampagnenleiter für Wildtierhandel bei VIER PFOTEN.

Lukratives Geschäft mit vom Aussterben bedrohter Art

Die Untersuchungen von VIER PFOTEN zeigen einen regen Handel zwischen EU-Ländern und China, Vietnam und Thailand. Allein zwischen 2014 und 2018 wurden laut dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) 120 Import- und Exportgeschäfte mit lebenden Tigern und ihren Körperteilen zwischen EU-Staaten und Asien legal abgeschlossen.

Die Dunkelziffer des illegalen Handels liegt vermutlich weitaus höher. Ein lebender Tiger, gezüchtet in Europa, bringt zwar laut VIER PFOTEN-Recherchen bis zu 22.000 Euro, aber auch tot sind die Tiere sehr wertvoll.

Ein kleiner Tigerzahn kostet rund 800 Euro, ein Fläschchen Tigerwein – eine angeblich heilende Tinktur, hergestellt aus Tigerknochen – etwa 220 Euro.

Auch Krallen, Augäpfel, Hirn, Schwanz, Innereien und Fell werden laut Ammanns Recherchen für traditionelle Medizin und Schmuck verarbeitet. Als besonderes Luxusgut gelten rosafarbene Tigerknochen.

In Ammanns Dokumentation berichtet eine Schmuckverkäuferin in Laos, dass die grausame Gewinnung der Knochen für die spezielle Färbung maßgeblich sein soll. So sollen Tiger sediert und ihnen die Knochen, während sie schlafen, entfernt werden.

Produkte, hergestellt aus Tigern, sind nicht nur in Asien begehrt, auch europäische Behörden melden immer wieder Beschlagnahmungen. VIER PFOTEN Recherchen belegen, dass in der EU zwischen 1998 und 2017 über 8.000 illegale Tigerprodukte, wie zum Beispiel Tigerwein, konfisziert wurden.

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen – unterzeichnet von 183 Ländern, darunter auch China, Thailand, Vietnam und Laos – verbietet eigentlich den Handel mit Tigerteilen.

Dieses Verbot hat jedoch bisher kaum dazu beigetragen, die Anzahl der in Gefangenschaft gezüchteten Tiger, die für den kommerziellen Handel mit ihren Körperteilen getötet werden, zu reduzieren.
 
Ähnliche Entwicklungen auch in Europa

Ammanns Dokumentation sowie Recherchen von VIER PFOTEN zeigen, dass die Tigermafia mit einem weitreichenden Netzwerk arbeitet, das auch mitten in Europa zu finden ist. „Es ist in der EU legal, Tiger für den kommerziellen Handel zu züchten.

In etlichen EU-Ländern gibt es fragwürdige Streichelzoos, die Interaktionen mit Großkatzen anbieten. Was mit den Tigern passiert, wenn sie zu alt sind, weiß niemand genau“, sagt Harkin. Die meisten EU-Mitgliedsstaaten haben keine zentralen Register.

Tigerzüchter können offizielle Papiere problemlos fälschen, Jungtiere werden zum Teil nicht angegeben. „Auch in Europa werden Tiger als Ware angesehen. Sie werden für Zucht, Handel und Ausbeutung herumgereicht.

Einige Tiger werden auch nach Asien exportiert, denn die dortigen Käufer glauben, dass europäische Großkatzen größer und stärker sind. Damit sind sie besonders beliebt bei Züchtern.

Nur wenn wir den kommerziellen Tigerhandel in Europa verbieten, können wir auch gegen die global agierende Tigermafia vorgehen“, so Harkin.

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12.11.2020 Start der Aktion ist am Donnerstag

GFDK - Kultur und Medien

Wegen der erneuten Corona-Beschränkungen werden Kunst- und Kulturbetriebe erneut für mindestens einen Monat geschlossen. Ein Verbund von Initiator*innen und Künstler*innen engagiert sich nun in der Aktion „FENSTER AUF!“, um Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang zu den Bewohner*innen Bochums zu bringen.

Der Kreativbereich musste bereits im Frühjahr mit existenziellen Herausforderungen kämpfen, da er nicht als „systemrelevant“ gilt und sich wenig im medialen Fokus befindet. Mit den neuesten Einschränkungen seit Anfang November wird es nun aber kritisch.

Nicht nur für die Kunstschaffenden, sondern auch für die, die sonst in Theater-, Film- und Konzertvorstellungen sitzen: Dunkle Wochen mit wenig zwischenmenschlichen Kontakten und ohne Kulturleben.

Einige Kulturschaffende im Ruhrgebiet wollen sich damit nicht abfinden. Sie gehen auf die Straßen und Plätze vor den Wohnhäusern Bochums und rufen:

„FENSTER AUF!“ Mit vielen kleinen künstlerischen Auftritten will der Verbund, dass die Menschen auch in dieser Zeit gesehen und geschätzt werden.

Zudem erhalten Künstler*innen eine dringend notwendige Einkommensquelle. Über 1,5 Millionen Beschäftigte arbeiten in der Branche und besonders freischaffende Menschen sehen sich in ihrer Existenz bedroht.

Start der Aktion ist am Donnerstag, 5. November ab 18.00 Uhr. Sieben Künstler*innen werden jeweils an drei Orten in Bochum auftreten.

In verschiedenen Sprachen wird laut gerufen „FENSTER AUF!“, um die Anwohner*innen auf eine je 20-minütige Performance aufmerksam zu machen.

Die einzelnen Orte werden aber geheim gehalten. Denn die Menschen sollen explizit in ihren Häusern bleiben, um gemeinsam die Infektionswelle zu brechen.

„Trotzdem sollen sich die Menschen nicht allein gelassen fühlen“, fordert Mitinitiatorin und Radio-Bochum Moderatorin Katja Leistenschneider. „Wir wollen zeigen, was auch in dieser Zeit geht und was Kultur bewirken kann!“

„Wenn die Menschen nicht ins Theater können, dann müssen wir das Theater zu den Menschen bringen“, sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank.

Geplant ist, die Aktion jeden Donnerstag im November mit verschiedenen Künstler*innen aus unterschiedlichen Bereichen aus Gesang, Schauspiel und Tanz stattfinden zu lassen.

Künstler wie Jani Weichsel von Kapelsky, Mambo Kurt aber auch Streetart Performer wie Urbanatix sind bei der Premiere dabei. Die Bochumer*innen dürfen also gespannt sein.

Finanziert wird die Aktion mit 10.000 Euro der GLS Bank. Zusätzlich sollen Spenden zum Weiterführen der Aktion gesammelt werden, damit auch im Dezember in den Straßen zu hören ist: „FENSTER AUF!“ Denkbar ist die Beteiligung auch über die Grenzen Bochums hinaus.

Für die Aktion haben sich mehrere Initiator*innen zusammengeschlossen. Unter anderem auch die GLS Bank, die bereits im Frühjahr mit der eigens geschaffenen Kunstnothilfe begonnen hat, Spenden für in Not geratene Künstler*innen zu sammeln.

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11.11.2020 Braunbär Teddy hat ein neues Zuhause

GFDK - Kultur und Medien

Die globale Tierschutz-organisation VIER PFOTEN hat erfolgreich den vier Jahre alten Braunbären Teddy aus grausamen Haltungsbedingungen in Nordmazedonien gerettet. Seinem früheren Besitzer zufolge hatte dieser Teddy als Waisenjunges gefunden und als Haustier in seinem Garten gehalten.

Als der Bär zu groß wurde, übergab der Besitzer Teddy an den Zoo Shtip, wo der Bär drei Jahre lang in einem winzigen, rostigen Käfig sein Dasein fristen musste.

Da der Zoo keine Lizenz zur Bärenhaltung besaß, konnte VIER PFOTEN Teddy retten und in den TANZBÄRENPARK Belitsa nach Bulgarien bringen, einem Bärenschutzzentrum, welches VIER PFOTEN gemeinsam mit der Fondation Brigitte Bardot führt.

Berichte über Teddys trauriges Schicksal veranlassten VIER PFOTEN bereits Ende 2019 zu einem Besuch in Nordmazedonien. Dabei bestätigten sich die tierquälerischen Haltungsbedingen, die für den Bären langfristig zu gesundheitlichen Schäden geführt hätten.

Der alte, rostige Käfig, der nicht ausbruchsicher war, stellte außerdem eine Gefahr für Zoobesucher und Anrainer dar. Nach Verhandlungen mit den Behörden und einem COVID-19-bedingten Aufschub der Rettung, konnte ein VIER PFOTEN Team endlich die 500 Kilometer lange Fahrt von Bulgarien über Griechenland nach Nordmazedonien antreten und Teddy befreien.

„Wir freuen uns, dass die Gemeinde Shtip und die verantwortlichen Behörden Teddy ein artgemäßes Leben in unserer Obhut ermöglichen. Wir sind auch dem Zoo Skopje dankbar für die Unterstützung bei der Vorbereitung der notwendigen Dokumente für den Transfer während einer globalen Pandemie.

Das Leben in Gefangenschaft hat Spuren bei Teddy hinterlassen. Das Beißen an den Gitterstangen hat seine Zähne beschädigt und seine Pfoten sind durch das Laufen auf dem Betonboden in seinem Käfig entzündet.

Auf engstem Raum und ohne Beschäftigungsmöglichkeiten war sein Leben trostlos, doch das wird sich nun ändern. Teddy kann in unserem Bärenschutzzentrum sein natürliches Verhalten wiederentdecken“, sagt Barbara van Genne, verantwortlich für Rettungen von Wildtieren bei VIER PFOTEN.

Gesetze zur Bärenhaltung in Nordmazedonien nur mangelhaft umgesetzt

Die Privathaltung von Bären ist in Nordmazedonien legal, sofern die Haltung angemeldet und von den Behörden bestätigt wird.

Für die Haltung von Bären ohne Lizenz gilt ein Verbot, das aber nur mangelhaft kontrolliert wird, weil es im Land an artgemäßer Unterbringung für gerettete Wildtiere fehlt. Berichten zufolge leiden in Nordmazedonien noch mindestens zwei weitere Bären in grausamer Privathaltung.

Mit Teddys Rettung kommt VIER PFOTEN ihrem Ziel näher, die grausame Haltung von Bären in Südost-europa endgültig zu beenden. VIER PFOTEN setzt weiterhin auf die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, um sie bei der Durchsetzung der geltenden Gesetze zur Bärenhaltung zu unterstützen und um weitere Bären in Not zu retten.

Ein Zuhause für leidgeprüfte Bären in Bulgarien

Der TANZBÄRENPARK Belitsa liegt im Rila-Gebirge im Westen Bulgariens und wird seit 2000 als Kooperation zwischen VIER PFOTEN und der Fondation Brigitte Bardot geführt.

Aktuell leben 21 Bären auf 12 Hektar naturnahem Gelände. Viele von ihnen sind ehemalige Tanzbären aus Bulgarien, Serbien und Albanien, aber auch Bären aus anderen grausamen Haltungsformen haben in Belitsa ein neues Zuhause gefunden.

Besucher erhalten umfassende Informationen über die traurigen Zustände, in denen die Bären vor ihrer Rettung lebten, die natürlichen Bedürfnisse von Braunbären sowie ihrem Artenschutz.

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07.11.2020 Adoptieren rettet Welpenleben

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Durch den erneuten Lockdown und die damit verbundene Isolation bleibt die Nachfrage nach einem Heimtier hoch. Vor allem Hunde sind seit Monaten besonders begehrt. Als Hauptverkaufskanal dient der Online-Handel – mit ihm boomt der kriminelle Tierhandel.

Insbesondere illegale Welpenhändler profitieren von dem großen Bedarf, der traditionell auch kurz vor Weihnachten noch einmal ansteigt.

Dabei warten in deutschen Tierheimen zahlreiche Vierbeiner auf ein liebevolles Zuhause. Anlässlich des World Adoption Day am 9. November warnt die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN dringend vor Tierkäufen auf Online-Portalen und rät im nächsten Tierheim nach dem passenden Heimtier zu suchen.

„Leider suchen viele Menschen zuerst auf Online-Plattformen nach einem Hund, bevor sie den Weg ins Tierheim finden“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

„Da es aber noch immer keine Gesetze für den Tierhandel auf Online-Portalen gibt, geraten viele Suchende an illegale Welpenhändler. Dabei hat der Bundesrat bereits vor über einem Jahr die Bundesregierung zum Handeln aufgerufen.

Doch nach wie vor ist die wahre Herkunft der Händler und Hunde nicht rückverfolgbar. Kriminelle können weiterhin anonym online inserieren und jederzeit unerkannt abtauchen.“

Hunde aus dem illegalen Welpenhandel sind traumatisiert, meist von Parasiten verseucht und krank. Viele sterben kurz nach der Übergabe. „Deshalb raten wir unbedingt jedem, der einen Hund sucht, ein Tierheimtier zu adoptieren.

Hier läuft man nicht Gefahr, unwissentlich den illegalen Welpenhandel zu unterstützen. Denn hinter jedem Hundebaby aus einer Welpenfabrik steckt unendliches Leid.

Und jeder Kauf – egal, ob unwissentlich oder aus Mitleid – befeuert dieses grausame Geschäft“, betont Daniela Schneider.

Jedes Tier, egal ob alt oder jung, mit drei Beinen oder halbblind kann eine große Bereicherung für jede Familie sein. Vor allem ältere Vierbeiner, Tiere mit Handicaps oder Listenhunde, die oft übersehen werden, haben viel Liebe zu geben.

„Es lohnt sich immer, im Tierheim statt im Internet nach einem Hund zu suchen. Alle Tiere dort wurden medizinisch untersucht, sind gechippt und haben Papiere“, so Schneider.

„Unter ihnen sind auch viele Rassehunde und Welpen, die auf liebevolle Besitzerinnen und Besitzer warten. Außerdem kann man im Tierheim den Charakter des Vierbeiners kennenlernen und ganz in Ruhe schauen, ob Mensch und Tier zueinander passen.“

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