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Nachrichten aus der großen weiten Welt

23.12.2021 Giovanni Zarrella & Band LIVE TOUR

GFDK - Kultur und Medien

Er hat sich in den letzten beiden Jahren in atemberaubender Geschwindigkeit an die Spitze der deutschsprachigen Entertainmentbranche gearbeitet: GIOVANNI ZARRELLA. Mit großem Fleiß, Vielseitigkeit und seinem italienischen Charme ist er der Aufsteiger der letzten Jahre und auf dem Weg zum absoluten Superstar.

Seine Leidenschaft für die Musik steht für GIOVANNI ZARRELLA seit Jahren im Mittelpunkt und sein großer Traum wird sich 2022 endlich erfüllen: Ab September 2022 wird der charismatische Entertainer mit seiner großartigen Live-Band – bekannt aus seiner eigenen ZDF-SHOW – erstmals in seiner Karriere auf große Solo-Tournee gehen und neben den größten deutschen Hits auf Italienisch, Pop-Klassiker aus seiner Heimat und einige musikalische Überraschungen, live präsentieren. Italienische Lebensfreude pur und großes Entertainment für Deutschlands Bühnen!

Tickets gibt es ab 10.11.2021 exklusiv bei www.eventim.de und ab dem 12.11.2021 auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Ab September 2022 wird Giovanni Zarrella endlich mit seinem italienischen Temperament sonniges Dolce-Vita-Feeling live auf die Bühne bringen, wenn er musikalisch eine gelungene Brücke zwischen den größten Klassikern der jüngeren deutschen Musikkultur und der Sprache seines Elternhauses schlägt und vollkommen neu und auf seine eigene Art und Weise präsentiert.

Mit seiner großartigen Live-Band und einem 2-Stunden Programm erfüllt er sich dabei einen lang gehegten Traum.

Mit dem Rückenwind der vielen Bro’Sis Hits (u.a. „I Believe“, „Do You“) ins neue Jahrtausend gestartet, hat der seit 2005 mit Jana Ina Verheiratete in den letzten 15 Jahren zwar auch in vielen anderen Bereichen geglänzt – als Moderator, Gast-Schauspieler, Synchronsprecher, Social-Media-Größe, begnadeter Fußballer und nicht zuletzt auch als Tänzer bei „Let’s Dance“ – doch er kehrte immer wieder zur Musik zurück und verzeichnete auch als Solomusiker schon etliche Erfolge:

Angefangen bei der Top-10-Single „Wundervoll“ (2008) über „I Can’t Dance Alone“ feat. Ross Antony bis hin zu den packenden Rat-Pack-Interpretationen wie „Only Man In The World“ (mit dem Trio Vintage Vegas). Im Sommer 2019 begann schließlich mit seinem Popschlager-Solodebüt eine der größten Erfolgsgeschichten der letzten Jahre.

Am 12.11.2021 erscheint die Gold-Edition seines aktuellen Albums „CIAO“, inklusive 12 neuer Songs auf Italienisch aus seinen TV-Shows. Am 13.11.2021 wird die 2. „Giovanni Zarrella Show“, um 20:15 Uhr im ZDF zu sehen sein.

Und deshalb ist es nur konsequent, dass er sich im September 2022 endlich seinen Lebenstraum erfüllt: Eine eigene Solo-Tournee mit großer Live-Band durch die Konzertsäle der Republik.

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23.12.2021 Andreas Gabalier: Back to Live

GFDK - Kultur und Medien

Nach über zwei Jahren Zwangspause steht der Sommer 2022 für Andreas Gabalier und seine Band unter dem Motto BACK TO LIVE ! Endlich wieder Live-Konzerte spielen und das Leben feiern.

Gabalier, der gerade erst beim SCHLAGERBOOOM2021 die ausverkaufte Dortmunder Westfallenhalle zum Kochen brachte und den Diamond-Award für 1 Mio verkaufte Einheiten seiner Single HULAPALU erhielt, zeigte erneut seine unermessliche Spielfreude und seine grandiose Kunst Menschen musikalisch in seinen Bann zu ziehen.

Neben bereits bekannten Sommerkonzerten 2022 wird der Volks-Rock’n‘Roller zwei weitere Open Air-Shows in Deutschland geben:
Der Steierische „Mountain Main“ wird am 16. Juli 2022 die Berliner Waldbühne rocken und am 23. Juli 2022 den SparkassenPark in Mönchengladbach.

Rund zwei Millionen Menschen hat Andreas Gabalier bisher mit seinen mittlerweile legendären Volks-Rock’n’Roll-Shows live auf der Bühne begeistert.

Mehrere Hallentourneen, eine ausverkaufte Stadiontournee 2019, allein vier Shows im ausverkauften Münchner Olympiastadion, und 80.000 begeisterte Fans am Hockenheimring.

Andreas Gabalier ist nicht nur einer der erfolgreichsten, sondern auch einer der beliebtesten Stars im gesamten deutschsprachigen Raum und eine wahre Naturgewalt – ein leidenschaftlich gefeierter Musiker, der nun den Blick in Richtung Zukunft richtet

16.07.2022: Berlin, Waldbühne Berlin
23.07.2022: Mönchengladbach, HockeyPark Betriebs GmbH + Co KG

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23.12.2021 2021 neigt sich dem Ende

GFDK - Redaktion

In gezählten Tagen geht dieses unser Jahr 2020 zu Ende und verabschiedet sich. Die Weihnachtszeit nun mag uns Stunden des Innehaltens, des Zurückblickens schenken auf Momente des glücklichen Augenblicks, des Bewegten, des Gelungenen in diesem Jahr - in Erinnerung dankbar für jede gute Erfahrung und Zuwendung, an positiv gelebte Zeit des Lachens aber auch des Nachdenkens in dieser Corona-Zeit.

"Was ich mehr denn je möchte, ist, Hoffnung und Freiheit, ein Gefühl des Staunens und der Ruhe auszudrücken und zu inspirieren, einen sicheren Ort zum wilden Träumen zu schaffen und vor allem die Idee zu inspirieren, dass es auf der Erde immer noch mysteriöse, unglaublich schöne Dinge gibt - nicht nur in unseren Vorstellungen. " Christy Lee Rogers

Wir wünschen Euch ein zauberhaftes Weihnachtsfest und einen grandiosen Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Eure GFDK-Redaktion

Gottfried Böhmer

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23.12.2021 Masken in der Öffentlichkeit

GFDK - Kultur und Medien

Wenn die vergangenen zwei Jahre etwas Positives bewirken, dann vermutlich ein gesteigertes Bewusstsein für mehr Hygiene und weniger Körperkontakt in der Öffentlichkeit. Was in anderen Länder längst üblich ist, könnte sich dann endlich auch hier auf breiter Fläche durchsetzen.

Saubere Hände auf dem Vormarsch

Es ist leider kein Mythos: Die Deutschen spielen in Sachen Hygiene nicht gerade in der ersten Liga mit. So stellte  eine Studie, für die einen Monat lang 1.000 Besucher auf öffentlichen Toiletten unauffällig beobachtet wurden, fest, dass sieben Prozent ganz auf das Händewaschen verzichteten,

27 Prozent lediglich Wasser benutzten und 58 Prozent Wasser und Seife zu kurz benutzten, um wirklich wirkungsvoll zu sein. Anders gesagt: Lediglich 8 Prozent wuschen sich die Hände korrekt. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie gab es jedoch eine riesige Welle an Anweisungen zum richtigen Händewaschen (mindestens 20 Sekunden lang, dabei die Zwischenräume zwischen den Fingern nicht vergessen), sodass sich dies mittlerweile gebessert haben dürfte

Ergänzend kamen durch die verschärften Hygienemaßnahmen ihre Restaurants weltweit weitere Erkenntnisse hinzu:

So sind Handtücher, die sich mehrere Menschen teilen müssen, mittlerweile tabu. Stattdessen dominieren Handtuchspender für Einwegpapiertücher, die sich nach Gebrauch entsorgen lassen.

Sie hängen nicht nur in den Toiletten, sondern stehen immer häufiger auch auf Tischen gemeinsam mit Desinfektionsmittel bereit. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass das Personal nun verstärkt auf saubere Tische achtet. Wirklich niemand möchte mehr an verklebten und mit Krümeln der Vorgänger übersäten Tische Platz nehmen.

Masken in der Öffentlichkeit

Ein schwieriges Reizthema sind Masken in der Öffentlichkeit. Zweifellos sollte die Maskenpflicht so schnell wie es die pandemische Lage erlaubt, fallen. Die Menschen möchten sich zu Recht wieder ins Gesicht blicken und Mimik richtig wahrnehmen können.

Millionen Schlechthörende und Taube werden seit zwei Jahren fast vollständig von der Kommunikation ausgeschlossen, weil ihnen das Lippenlesen verwehrt bleibt. Dennoch lohnt es sich, einen Blick nach Asien zu werfen, wo Masken seit Jahren ein üblicher Anblick im Straßenanblick sind.

Anders als so manche Maskengegner behaupten, sind sie jedoch weder Pflicht noch weit verbreitet. Stattdessen handelt es sich vor allem um gelebte Solidarität und Selbstverantwortung:

Erkältete Menschen schützen andere durch das Tragen der Maske vor der Ansteckung und empfindliche Menschen vor einer Infektion. Doch dazu kommt noch ein anderer Grund: So bekennen sich junge Japanerinnen offen dazu, ihr Gesicht lieber mal hinter einer Maske zu verstecken, weil keine Zeit zum Schminken blieb. Etwas, das viele junge Damen hier zweifellos nachvollziehen können.

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14.12.2021 Jubiläumstour zum 75. Geburtstag

GFDK - Kultur und Medien

Nach seiner erfolgreichen Konzertreise Utopia, die noch bis Ende des Jahres laufen wird, kündigt Konstantin Wecker bereits seine kommende Tour an. 
Denn: Der Musiker wird 75 – und feiert dieses stolze Alter 2022 gemeinsam mit seinem Publikum bei der Jubiläumstour "Ich singe, weil ich ein Lied hab' ".

Der erfolgreiche Liedermacher kann auf unzählige Tourneen zurückblicken - und nach vorne. Genug ist dem Musiker auch nach fünf Jahrzehnten auf der Bühne noch lange nicht genug. Klar, dass er auch dieses ganz besondere Jubiläum mit seinen Fans teilen wird.

Denn trotz mitunter tränensteilen Stufen und tiefschürfenden Stürzen ist er sich und seinem Publikum stets aus vollem Herzen treu geblieben. Und schon deshalb heißt die Jubiläumstour im Herbst 2022 "Ich singe, weil ich ein Lied hab' ".

Der Tourauftakt findet schon am 03. Juli als Open Air Event in Kloster Banz statt.


Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf eine Rückblende mit seinen fantastischen Musikern und voller Liebe und Leidenschaft freuen, bei der der bekennende Pazifist und Lebensgenießer neue Lieder, Gedichte und Gedanken ebenso präsentieren wird wie seine beliebten Klassiker.

Konzerttermine 2022 

03.07. Bad Staffelstein – Lieder auf Banz
05.10. Dortmund – Konzerthaus
06.10. Düsseldorf – Tonhalle 
07.10. Essen – Philharmonie
08.10. Köln – Philharmonie
09.10. Koblenz – Rhein-Mosel-Halle
17.10. Lübeck – MuK
18.10. Hannover – Theater am Aegi
19.10. Hamburg – Laeiszhalle
20.10. Bremen – Die Glocke
24.10. Würzburg – Congress Centrum
25.10. Frankfurt am Main – Alte Oper
26.10. Halle (Saale) – Steintor Varietee  
29.10. München – Circus Krone
08.11. Kassel – Kongress Palais 
21.11. Berlin – Philharmonie
29.11. A – Wien – Konzerthaus
01.12. A – Linz – Brucknerhaus
05.12. CH – Luzern – KKL
12.12. Freiburg – Konzerthaus
13.12. Friedrichshafen – Graf Zeppelin Haus 
21.12. Saarbrücken – Congresshalle
22.12. Stuttgart – Liederhalle (Beethovensaal)

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14.12.2021 Seine Stimme ist über jeden Zweifel erhaben

GFDK - Kultur und Medien

Das neue Album Die Nacht ist vorbei des Hamburger Singer&Songwriters wurde von der Presse hoch gelobt. Ab Februar 2022 ist Wolfgang Müller auf seiner Akustik-Tour live zu erleben.

"Wolfgang Müller, noch immer irgendwie der große Unbekannte unter den besten deutschen Künstlern in diesem Segment der Musik, fokussiert sich auf seinem neuesten Werk in gewohnt charakteristischer Manier auf intime Momente und Töne.

Mit absolut zurückgenommener Instrumentierung setzt er seine tiefsinnigen Texte in Szene und strickt eine nur halbstündige Ode an die musikalische Schönheit. Er ist ein Singer-Songwriter im besten Sinne:

Seine Stimme ist über jeden Zweifel erhaben, seine Stücke überzeugen in Sachen Komposition ebenso wie im Hinblick auf die feine Lyrik.“ (plattentests.de)

Akustik-Tour 2022

17.02. München – Bosco Gauting
18.02. Heidelberg – schöner lügen
19.02. Stuttgart – Merlin Kulturzentrum
20.02. Münster – Pension Schmidt
21.02. Langenberg – KGB
23.02. Leipzig – Horns Erben
24.02. Bielefeld – Bielefelder Songnächte
25.02. Hamburg – Nochtspeicher
26.02. Berlin – PRIVATCLUB Berlin

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11.12.2021 Mitarbeiter motivieren

GFDK - Kultur und Medien

Wie gelingt es, Mitarbeiter zu motivieren und langfristig an das eigene Unternehmen zu binden? Dieses hochaktuelle Thema diskutierten jetzt elf weibliche Führungskräfte beim Unternehmerinnen-Treffen im Industrie-Club Düsseldorf.

Organisiert wurde das Treffen von Christa Stein, Vorstand DIE FAMILIENUNTERNEHMER und Chefin der Düsseldorfer Design-Agentur Brösske, Meyer & Ruf und Kathrin de Blois von DIE JUNGEN UNTERNEHMER, die die Veranstaltung moderierte.

Kompetente Gesprächspartnerin der Unternehmerinnen war Heike Cohausz, Düsseldorfer Unternehmens- und Karriereberaterin, die Rahmenbedingungen und mögliche Strategien zur Mitarbeitermotivation aufzeigte.

Es gehe darum, passgenaue Lösungen für jeden Einzelnen zu finden, ohne dabei jemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen – eine echte Herausforderung.

„In Zeiten des Fachkräftemangels ist es besonders wichtig, die individuellen Wünsche der Belegschaft zu berücksichtigen“, betonte Heike Cohausz. Kathrin de Blois, die in Mönchengladbach einen Handwerksbetrieb leitet, bestätigte:

„Bedürfnisse von Beschäftigten können sehr unterschiedlich sein. Während zum Beispiel ältere Arbeitnehmer oft gerne bereit sind, bei entsprechender Vergütung mehr und länger zu arbeiten, verzichten Jüngere lieber auf einen Teil des Lohns oder Gehalts, wenn dafür die Work-Life-Balance stimmt.“

Fazit der aufschlussreichen Veranstaltung: Führungskräfte brauchen mehr denn je soziale Kompetenz, Flexibilität und Weiterbildung, um die Mitarbeiter zu motivieren und an das Unternehmen zu binden und somit die Zukunft ihres Betriebs erfolgreich zu gestalten.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es Heike Cohausz gelungen ist, eine sehr vertrauliche Atmosphäre zu schaffen, in der auch schwierige Themen offen diskutiert werden konnten.

Für Anfang 2022 ist bereits ein Online-Workshop mit der Opernsängerin, Stimmtrainerin und Dozentin Uta Christina Georg zum Thema „Erfolgreich kommunizieren im Video Call“ geplant.

Unternehmerinnen, die beim nächsten Treffen dabei sein wollen, können sich im NRW-Regionalbüro von DIE FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER bei Anne Swodenk nrw-buero@nrw.familienunternehmer.eu

anmelden.

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10.12.2021 Tiere sind in schlechtem Gesundheitszustand

GFDK - Kultur und Medien

Hamburg/Köln, 09. Dezember 2021  Gemeinsam mit der Polizei und dem zuständigen Umwelt- und Verbraucherschutzamt/Veterinäramt hat die globale Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN 16 Welpen der Rasse französische Bulldogge beschlagnahmt. Mitarbeiterinnen der Organisation waren auf Anzeigen der Kriminellen auf Online-Plattformen aufmerksam geworden und hatten sich mit diesen zu einem Scheinkauf in Köln-Kalk verabredet.

Vor Ort konnten alle Welpen, die sich in einem Mehrfamilienhaus befanden, in Sicherheit gebracht werden. Ein Händlerehepaar hatte diese nach eigenen Angaben teilweise bereits im Alter von drei Wochen aus Bulgarien nach Deutschland geschmuggelt.

Die 16 Welpen wurden noch vor Ort durch das Veterinäramt Köln beschlagnahmt und unverzüglich medizinisch untersucht: Bei allen Welpen konnte ein Giardienbefall, also Darmparasiten, nachgewiesen werden.

Viele haben zudem einen starken Wurmbefall. Ein erster Test auf die meist tödlich verlaufende Viruserkrankung Parvovirose ist bislang negativ ausgefallen. Dennoch kämpfen derzeit insbesondere drei der insgesamt 16 Welpen ums Überleben. Ein Welpe musste bereits eingeschläfert werden.

In der Wohnung der illegalen Welpenhändlerin und des illegalen Welpenhändlers konnten Dutzende illegale Impfpässe mit Adressen bulgarischer Tierärzt:innen sichergestellt werden.

Die zum Kauf angebotenen Tiere wurden ohne EU-Heimtierausweis, ungechippt und ohne gültige Tollwutimpfung über die Grenzen gebracht. Die 16 französischen Bulldoggen sollten vor Ort für 800 Euro pro Tier verkauft werden. Online wurden die Welpen ursprünglich für jeweils 1.200 Euro angeboten. 

Die geschwächten Tiere hatten weder Zugang zu Wasser noch zu geeignetem Futter. Fünf Welpen waren in einer engen Transportbox eingepfercht und mussten in ihrem eigenen Urin und Kot ausharren.

Viele der Hundebabys waren so verängstigt, dass die Vermutung naheliegt, dass sie in ihrem jungen Leben noch nie positive menschliche Erfahrungen sammeln konnten.

Wenn sie, wie von der Händlerin und dem Händler beschrieben, bereits vor drei Wochen nach Deutschland gebracht wurden, waren sie während des Transports gerade erst drei Wochen alt.

„Es ist ein Wunder, dass so viele Welpen die Tortur überhaupt überlebt haben. Dass alle Tiere hier rausgeholt werden konnten, lag auch an der guten Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort. Das ist leider nicht überall gegeben. 

Zwei Tiere sind leider bereits verkauft worden und wir können auch nicht ausschließen, dass nicht bereits einige Hunde verendet sind und entsorgt wurden.

Wir müssen davon ausgehen, dass die Kriminellen schon in der Vergangenheit illegal mit Welpen gehandelt haben. Damit das grausame Geschäft mit den Welpen endlich gestoppt wird, müssen die im Koalitionsvertrag verankerten Pläne einer Identitätsprüfung auf Online-Plattformen sowie einer bundesweiten Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde schnellstmöglich Anwendung finden.

Nur so wird das grausame Geschäft unattraktiv und dieses enorme Tierleid kann verhindert werden“, sagt Birgitt Thiesmann, Expertin illegaler Welpenhandel bei VIER PFOTEN. 

Tiere sind keine Geschenke
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit steigt die Nachfrage nach Haustieren. Illegale Welpenhändler:innen versuchen derzeit vermehrt, zum Fest der Liebe anonym und äußerst gewinnbringend Welpen über Online-Plattformen anzubieten.

VIER PFOTEN rät dringend davon ab, zu Weihnachten Tiere zu verschenken. Außerdem sollte man auf keinen Fall Suchanzeigen auf Online-Plattformen schalten oder sich für kommende Würfe anmelden, denn das befördert die ,Produktion' in den Welpenfabriken.

 Jeder im illegalen Handel erworbene Welpe kurbelt das Geschäft nur weiter an und birgt Leid für viele weitere Tiere. Zudem bringt jedes Tier eine große Verantwortung mit sich – oft für mehrere Jahre. Die Entscheidung für einen tierischen Begleiter muss daher gründlich überlegt sein.

Hintergründe zum illegalen Welpenhandel
Nicht-regulierte Online-Plattformen sind der Hauptverkaufskanal des illegalen Welpenhandels. Dort bieten kriminelle Händler:innen Welpen mit gefälschten Papieren, niedlichen Bildern und erfundenen Geschichten an.

 In Wahrheit werden die Welpen meist in Osteuropa unter schrecklichen Bedingungen in sogenannten Vermehrerstationen produziert. Die Muttertiere werden bei jeder Läufigkeit gedeckt und in dunklen Kellern oder Verschlägen ohne Tageslicht oder medizinische Versorgung gehalten.

Die Welpen werden viel zu jung von der Mutter getrennt und häufig krank und ungeimpft anonym über Online-Plattformen innerhalb Europas verkauft.

Die anonymen Anzeigen mit falschen Informationen zur Herkunft oder Alter des Hundes auf Online-Plattformen sind für Interessierte kaum als solche auszumachen. 

Nur eine gesetzliche Regulierung des Online-Handels und ein Verbot des Verkaufs über Social-Media kann den illegalen Welpenhandel beenden.

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07.12.2021 das Internationale Musikfest Hamburg

GFDK - Kultur und Medien

Hoffnungsfroher Ausblick: Mit einem prallen, hoch attraktiven Programm rund um das Motto »Natur« lockt das Internationale Musikfest Hamburg vom 28. April bis 1. Juni 2022 zu über 60 Konzerten in die Elbphilharmonie und die Laeiszhalle. Tickets gehen ab 7. Dezember in den Verkauf

Mit einer Aufführung von Joseph Haydns Oratorium »Die Schöpfung« beginnt am 28. April die siebte Ausgabe des Internationalen Musikfests Hamburg. In den darauffolgenden Wochen feiert Hamburg unter dem Motto »Natur« die Vielfalt der Musik mit einer Fülle an exzellent besetzten und programmierten Konzerten.

Zu den Gästen gehören etwa das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Philharmonia Orchestra, das Boston Symphony Orchestra, das Gewandhausorchester Leipzig, das Royal Philharmonic Orchestra, das Budapest Festival Orchestra, das Orchestre de Paris, das Oslo Philharmonic oder die Filarmonica della Scala Mailand.

Mit ihnen sind Dirigenten wie Valery Gergiev, Yannick Nézet-Séguin, Vasily Petrenko, Iván Fischer, Manfred Honeck, Andris Nelsons, Riccardo Chailly und Klaus Mäkelä zu erleben.

Top-Solistinnen und -Solisten wie Yuja Wang und Julia Fischer, Anne-Sophie Mutter und Elisabeth Leonskaja, Patricia Kopatchinskaja und Pekka Kuusisto, Igor Levit und Sir András Schiff sowie Gesangsstars wie Ian Bostridge, Florian Boesch, Asmik Grigorian oder Lise Davidsen haben sich angesagt.

Wie in den Jahren zuvor sind auch die lokalen Orchester wieder mit starken Beiträgen vertreten. Insgesamt stehen 64 Veranstaltungen auf dem Programm.
 
Was hat Musik mit Natur zu tun?
 
Musik ist vom Menschen gemacht, die Natur ist es nicht. Wir leben in Zeiten, in denen die vermeintliche Krone der Schöpfung, der Mensch, endlich damit anfängt, von der Natur, die er jahrhundertelang ausgebeutet hat und an deren Zerstörung er sich weiterhin schuldig macht, zu retten, was vielleicht noch zu retten ist.

Das Motto »Natur« des Internationalen Musikfests Hamburg, das vom 28. April bis 1. Juni 2022 in Elbphilharmonie und Laeiszhalle stattfindet, möchte dazu anregen, hörend nachzuvollziehen, wie sich die Wechselbeziehung zwischen Natur und Musik über die Jahrhunderte hinweg gestaltet hat und wie unvermindert aktuell sie geblieben ist.

Viele bedeutende Werke der sogenannten klassischen Musik verdanken sich dem inspirierenden Aufeinandertreffen von Mensch und Natur. Ihnen widmet sich das Musikfest ebenso wie dem Nachdenken darüber, welchen Beitrag Musik heute leisten könnte, um jene Schöpfung zu bewahren, die Joseph Haydn in seinem gleichnamigen Werk so klangberedt feiert.
 
Deshalb beginnt das Musikfest auch mit Haydns Lobpreis unserer Welt und des Kosmos, seinem großen Oratorium »Die Schöpfung«, und bringt zudem mit den »Jahreszeiten« sein zweites Oratorium zum Thema Natur auf die Bühne.

Das NDR Elbphilharmonie Orchester gestaltet »Die Schöpfung« mit dem NDR Vokalensemble, dem WDR Rundfunkchor sowie der Sopranistin Christina Landshamer und dem Bariton Benjamin Appl als Solisten, die Leitung hat Chefdirigent Alan Gilbert (28./29.4.).

Christina Landshamer ist auch in den »Jahreszeiten« zu hören, die das Orchester des 18. Jahrhunderts unter Nicolas Altstaedt mit der Cappella Amsterdam und zwei weiteren Top-Solisten aufführt, Ian Bostridge (Tenor) und Florian Boesch (Bariton) (25.5.).
 
Naturklang in Cinemascope: Mahler, Bruckner und elfmal Richard Strauss
 
Untrennbar mit elementaren Naturerfahrungen verbunden ist auch das Schaffen von Gustav Mahler, Anton Bruckner und Richard Strauss. So bringt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter Kent Nagano Mahlers 3. Sinfonie zur Aufführung (Alt: Gerhild Romberger) (30.4./2.5). Mahlers Erste, genannt »Titan«, ist gleich zweimal zu erleben:

Erst von der Filarmonica della Scala unter Riccardo Chailly (18.5.), vier Tage später vom Budapest Festival Orchestra unter der Leitung von Iván Fischer (22.5.).
 
Bruckners Dritte Sinfonie hat das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Gepäck (11.5.). Das Top-Orchester aus München gewann für dieses Gastspiel den Dirigenten Yannick Nézet-Séguin, der in der Elbphilharmonie mit anderen Orchestern schon manche unvergessliche Aufführung geleitet hat.

Außerdem auf dem Programm: das Klavierkonzert von Clara Schumann (Solistin: Beatrice Rana) und ein brandneues Stück, das jene Stille im Titel trägt, von der sich der Mensch in der Natur Erneuerung und Erholung erhofft: »Vers le silence« des Dänen Hans Abrahamsen.
 
Bruckners Neunte lassen die Kollegen von den Münchner Philharmonikern unter ihrem Chefdirigenten Valery Gergiev auf das neue Violinkonzert des Franzosen Thierry Escaich folgen, das der Widmungsträger Renaud Capuçon hier zur Uraufführung bringt (15.5.).

Am Abend zuvor befassen sich die Münchner Philharmoniker mit der »Leningrader« genannten Siebten Sinfonie von Schostakowitsch, deren besondere Aufführungsgeschichte im von den deutschen Truppen jahrelang eingeschlossenen und ausgehungerten Leningrad im Jahr 1942 nicht minder bewegend ist als die Musik selbst (14.5.).
 
Zum meistgespielten Komponisten des Musikfests aber avanciert Richard Strauss. Denn Andris Nelsons, dessen glänzende Dirigentenkarriere ihn in jungen Jahren in die Chefposition beim Boston Symphony Orchestra und beim Gewandhausorchester Leipzig beförderte, hat mit den beiden Orchestern im Namen des Münchner Komponisten in Hamburg Großes vor:

Vier Abende lang dirigiert er ausschließlich Richard Strauss. Mit den US-Amerikanern spielt er sowohl die Sinfonia domestica als auch die Alpensinfonie, außerdem »Till Eulenspiegels lustige Streiche«, die Vier letzten Lieder mit der grandiosen schwedischen Sopranistin Lise Davidsen und die Sinfonische Fantasie aus »Die Frau ohne Schatten« (20./21.5.).

Mit den Leipzigern gibt er den »Don Juan«, die Burleske für Klavier und Orchester (Solistin: Yuja Wang) und »Also sprach Zarathustra«, tags darauf dann die sinfonischen Dichtungen »Macbeth« und »Ein Heldenleben«, außerdem die Suite aus dem »Rosenkavalier« (28./29.5.).
 
Von Waldgeistern und Wassernixen
 
Mit dem »Freischütz« von Carl Maria von Weber und Antonín Dvořáks »Rusalka« bietet das Musikfest-Programm in dichter Folge konzertante Aufführungen zweier Opern, deren Sujets beide auf sehr unterschiedliche Art mythische und sagenhafte Aspekte der Natur verhandeln. 

René Jacobs, berühmt für seinen ungemein lebendigen Zugriff auf Repertoirestücke und einer der großen Exponenten der historisch gründlich informierten Aufführungspraxis, bringt den »Freischütz«, die deutsche Nationaloper schlechthin, mit dem Freiburger Barockorchester, der Zürcher Sing-Akademie und handverlesenen Solisten in die Elbphilharmonie (4.5.).

Wenig später führt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Alan Gilbert »Rusalka« auf, ein Lyrisches Märchen um Wassergeister, in tschechischer Sprache und ebenfalls mit einem starken Sänger-Cast (6./8.5.).
 
Erbarmen, die Briten kommen!
 
Ein Musikfest zum Thema Natur wäre unvollständig ohne Beethovens Sechste Sinfonie, die »Pastorale«. Die bringt das Philharmonia Orchestra aus London unter seinem neuen Chefdirigenten, dem jungen Finnen Santtu-Matias Rouvali, zur Aufführung.

Rouvalis Landsmann Pekka Kuusisto, der in der Elbphilharmonie zuletzt höchst aufregend das Violinkonzert von Magnus Lindberg gestaltete (noch nachzuhören und nachzuschauen in der Mediathek der Elbphilharmonie), spielt im ersten Teil des Konzerts das hoch energetische Violinkonzert von Bryce Dessner, das er im Oktober 2021 mit dem hr-Sinfonieorchester uraufgeführt hat (9.5.).

Dessner war der erste Künstler, dem die Elbphilharmonie in ihrer ersten vollständigen Saison 2017/18 Carte Blanche für eine »Reflektor«-Residenz gab.
 
Das Royal Philharmonic Orchestra aus London hat sich für seinen Beitrag zum Musikfest ein ausgesprochen beschwingtes Programm ausgedacht. Die Ouvertüre zu »Candide« von Leonard Bernstein und die Sinfonischen Tänze von Sergej Rachmaninow bilden den Rahmen für das »Anne-Sophie« genannte Violinkonzert, das André Previn im Jahr 2002 für die ihm damals frisch angetraute Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter schrieb.

19 Jahre später spielt die Widmungsträgerin das Werk erstmals in der Elbphilharmonie, am Pult steht der langjährige Chefdirigent des Orchesters Vasily Petrenko (17.5.).
 
Eine Woche später gastiert der ungarisch-britische Virtuose Sir András Schiff, berühmt für seine akribischen Deutungen der Klavierliteratur, im Großen Saal der Elbphilharmonie mit dem ebenfalls in London ansässigen Orchestra of the Age of Enlightenment, das er vom Klavier aus leitet, mit zwei Klavierkonzerten Beethovens und einer Haydn-Sinfonie (24.5.).

Beethovens 4. Klavierkonzert spielt zwei Tage später auch Elisabeth Leonskaja als Gastsolistin bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, die anschließend noch Beethovens 7. Sinfonie aufführt – unter der Leitung der Konzertmeisterin Sarah Christian (26.5.).
 
Und London zum vierten: Die Academy of St Martin in the Fields tritt mit Julia Fischer und einem Programm mit Werken von Joseph Haydn bis Josef Suk auf. Fischer brilliert dabei nicht nur wie gewohnt als makellose Geigerin, sondern übernimmt auch die Leitung des Orchesters (3.5.).
 
Alle sieben von Sibelius
 
Ob Santtu-Matias Rouvali eine ähnlich steile Karriere am Dirigentenpult bevorsteht, wie sie sein Landsmann Klaus Mäkelä derzeit vorlegt? Nach seinem spektakulären Erfolg mit dem Concertgebouworkest Amsterdam diesen Herbst kehrt der 25 Jahre junge Senkrechtstarter aus Finnland mit dem Oslo Philharmonic, dessen Chefdirigent er bereits ist, zum großen Finale des Internationalen Musikfests in die Elbphilharmonie zurück.

Auf dem Programm: alle sieben Sinfonien von Jean Sibelius, dem Nationalheiligen der finnischen Musik, verteilt auf die drei letzten Abende des Festivals (30./31.5., 1.6.).
 
Die Rufe der Vögel, und Ahnungen vom Klang des Verschwindens
 
Zwei Orchester kommen mit Neuer und Neuester Musik: Das hr-Sinfonieorchester beleuchtet mit einem ausschließlich der Musik des 20. Jahrhunderts gewidmeten Programm die Natur aus unterschiedlichsten Perspektiven.

George Crumbs »A Haunted Landscape«, Augusta Read Thomas‘ »Words of the Sea« und Claude Viviers »Orion« flankieren Olivier Messiaens den Vogelstimmen abgelauschten »Réveil des oiseaux« für Klavier und Orchester.

Den Solopart übernimmt Pierre-Laurent Aimard, einer der weltweit berufensten Interpreten von Messiaens Musik am Klavier. Der Dirigent ist Brad Lubman (10.5.).
 
Ingo Metzmacher und das Ensemble Modern realisieren ein aufregendes Programm mit einem vierteiligen Werk von Mark Andre, dem vielleicht radikalsten Komponisten der Gegenwart.

Im Raum verteilt: der Mädchenchor und der Knabenchor Hannover, der Norddeutsche Figuralchor, Collegium Musicum, der Johannes-Brahms-Chor Hannover und das Junge Vokalensemble Hannover.


Die Elemente des Werks tragen die Titel rwh 1 – 4; rwh bezieht sich auf das wie »ruach« ausgesprochene aramäische Wort für Wind, Atem, Geist. Andre findet in seinen extrem komprimierten Kompositionen zu immer neuen Klangsensationen hart am Rand der Stille. rwh 1 wurde 2019 vom Ensemble Resonanz bei den Donaueeschinger Musiktagen uraufgeführt, im Kompositonsprozess spielten auch Klangmessungen Andres aus der St. Katharinenkirche Hamburg eine Rolle (27.5.).
 
»Der eingebildete Kranke« sucht Heilung in der Laeiszhalle
 
Im 24. Jahr seines Bestehens kehrt das französische Originalklang-Ensemble Le Poème Harmonique mit einem höchst unterhaltsamen Programm in die Laeiszhalle zurück: »Lully & Molière – Rivalitäten am Hofe Ludwigs XIV.«.

Jean-Baptiste Lully war einer der bedeutendsten Barockkomponisten, der Dramatiker Molière schuf Charaktere, die an Aktualität bis heute nichts eingebüßt haben.

Beide erfreuten sich der Gunst des Sonnenkönigs und schufen gemeinsam für den Hof eine ganze Reihe sogenannter Ballettkomödien. Unter der Leitung des Ensemble-Gründers Vincent Dumestre montieren Le Poème Harmonique Auszüge aus diesen Stücken, etwa »Der Bürger als Edelmann« oder »Der eingebildete Kranke«, zu einem vergnüglichen, dabei musikalisch kompromisslos erstklassig gestalteten Szenenreigen.

Gewiss prächtig kostümiert, treten mit ihnen fünf Gesangssolisten auf, darunter die portugiesische Sopranistin Ana Quintans, die zuletzt vor drei Jahren in der Laeiszhalle zu erleben war, und der Haute-contre (ein Stimmfach, das es nur in der französischen Barockoper gibt) Cyril Auvity (23.5.).
 
Erde, Luft, Wasser, Feuer, Holz
 
Zwei Ensembles aus New York City bereichern das Internationale Musikfest um zeitgenössische Kammermusik: Das Streichquartett Brooklyn Rider bezieht sich in seinem mit »Erde, Luft, Wasser, Feuer« überschriebenen Programm auf die vier Elemente der Natur und kombiniert dabei Werke von Henri Dutilleux, Osvaldo Golijov, Kyle Sanna und Colin Jacobsen (30.5.).

Mit den ebenfalls in Brooklyn ansässsigen Kollegen von Sō Percussion gastiert die einzigartige Sängerin, Geigerin und Komponistin Caroline Shaw.

Sie beschenken das Publikum mit Deutschen Erstaufführungen des gemeinsam geschaffenen neuen Albums »Let The Soil Play Its Simple Part« sowie des neuen Stücks »gone« der puertoricanischen Komponistin und Klangtüftlerin Angélica Negrón und haben außerdem noch Bryce Dessners »Music for Wood and Strings« dabei (17.5.).
 
Unter dem auf eine Klaviersonate Beethovens anspielenden Titel »Les Adieux« nimmt die Geigerin Patricia Kopatchinskaja in einem inszenierten Konzert mit dem Mahler Chamber Orchestra in der Laeiszhalle Abschied von der Natur, wie wir sie noch kannten (visuelle Gestaltung:

Lani Tran-Duc), und verarbeitet dabei Fragmente aus Werken von Schumann und Schostakowitsch. Beethoven kommt auch vor, aber nicht »Les Adieux«, sondern Passagen aus der 3. und der 6. Sinfonie (16.5.).
 
Mit »The Lichtenberg Figures« kann die Wiener Flötistin, Gambistin und Komponistin Eva Reiter ein Konzert nachholen, das sie als Residenzkünstlerin der Saison 2019/20 wegen Corona nicht hatte realisieren können.

Mit dem Ictus Ensemble geht sie hier ihrer forschenden Neugier nach, inwieweit sich die Wissenschaften von der Natur mit ihrer Musik kreativ verbinden lassen (12.5.).
 
Drei exquisite Liederabende
 
Kein zweiter Sänger dürfte so tiefgründig in die Materie von Franz Schuberts Winterreise eingestiegen sein wie der britische Tenor Ian Bostridge. Er hat den Liederzyklus nicht nur viele Dutzende Male gesungen, sondern darüber auch ein erhellendes und geistreiches Buch geschrieben.

Zweimal hat er die unwirtliche Reise zu Texten Wilhelm Müllers in der Laeiszhalle nachvollzogen – einmal mit Thomas Adès am Klavier, einmal in der orchestrierten Fassung von Hans Zender.

Beim Musikfest setzt Bostridge sich erneut damit auseinander, diesmal mit keinem Geringeren als Sir Antonio Pappano am Klavier, und im Kleinen Saal der Elbphilharmonie (15.5.)
 
Eine österreichische Naturreflexion ganz eigener Art steuern dort der Bassbariton Florian Boesch, Residenzkünstler der Elbphilharmonie in dieser Saison, und Malcolm Martineau als Klavierbegleiter bei: Ernst Kreneks »Reisebuch aus den österreichischen Alpen«.

Eine Rarität auf den Spielplänen, und in Hamburg, das im Deutschen Alpenverein die mitgliederstärkste Sektion stellt, gewiss bestens aufgehoben (5.5.).
 
Mit rarem Repertoire wird auch das Publikum beim Liederabend der litauischen Sängerin Asmik Grigorian verwöhnt, die wiederholt in der Elbphilharmonie zu erleben war und zu den beeindruckendsten Sopranistinnen weltweit zählt. Begleitet von Lukas Geniušas am Klavier, singt sie ausschließlich Lieder Rachmaninows (24.5.).
 
Levit spielt Gershwin, Mehldau spielt Mehldau
 
Nachdem der Pianist Igor Levit das gesamte Sonatenwerk Beethovens zyklisch in der Elbphilharmonie aufgeführt hat und zuletzt mit den 24 Präludien und Fugen von Dmitri Schostakowitsch in der Laeiszhalle Begeisterung entfachte, kehrt er mit George Gershwins Concerto in F in die Elbphilharmonie zurück.

Das Orchestre de Paris begleitet ihn, Manfred Honeck steht am Pult. Die Franzosen bringen außerdem Musik von Maurice Ravel und Béla Bartók mit (23.5.).
 
Sein eigenes Klavierkonzert spielt der wunderbare Jazzpianist Brad Mehldau zusammen mit den Symphonikern Hamburg in der Laeiszhalle. Die Symphoniker haben sich für diesen Abend die musikalische Leitung des Dirigenten Clark Rundell gesichert, der über besonders viel Erfahrung in der Koordination zwischen (auch) improvisierenden Musikern mit Orchestern verfügt (15.5.).
 
Klavierfans haben am 12. Mai die Qual der Wahl in der Laeiszhalle: Im Großen Saal gibt Yuja Wang ein Solo-Recital, im Kleinen kommt es zu spannenden Dialogen zwischen der Jazzpiano-Koryphäe Joey Calderazzo und dem Bassvirtuosen John Patitucci.
 
Tags zuvor lädt die junge britische Jazz-Trompeterin Laura Jurd zu einem Konzert mit ihrer Band Dinosaur in den Kleinen Saal der Elbphilharmonie (11.5.), wo eine Woche später dann ein Gipfeltreffen von fünf US-Jazzgrößen steigt: Das Liebman / Brecker / Copland Quintet mit Dave Liebman, Saxofon, Randy Brecker, Trompete, Marc Copland, Klavier, Drew Gress, Bass, und Joey Baron, Schlagzeug (18.5.).
 
Die »Rheinische« an der Elbe
 
Nach dem Eröffnungskonzert und der »Rusalka« schaltet sich das NDR Elbphilharmonie Orchester noch zwei weitere Male in das Musikfest-Geschehen ein.

So gastiert der Pianist Emanuel Ax mit dem Ersten Klavierkonzert von Brahms, zudem bringt das Orchester die Uraufführung eines von ihm beim US-Komponisten Marc Neikrug in Auftrag gegebenen Werks, seine 4. Sinfonie. Die Leitung hat Chefdirigent Alan Gilbert (19./22.5.).
 
Bei einem weiteren reizvollen Programm mit Werken von Benjamin Britten und Manuel da Falla (Solist am Klavier: Bertrand Chamayou) sowie Schumanns »Rheinischer« Sinfonie dirigiert Pablo Heras-Casado das Residenzorchester der Elbphilharmonie (12./13.5.).
 
Ebenfalls Benjamin Britten haben die Symphoniker Hamburg für ihren zweiten Beitrag zum Musikfest aufs Programm gesetzt, »Les Illuminations«, außerdem »La tragédie de Salomé« von Florent Schmitt – eine für den Chefdirigenten Sylvain Cambreling charakteristische Stückauswahl.

Mit dabei: die Damen der Europa Chor Akademie Görlitz und der Tenor Sebastian Kohlhepp (19.5.).
 
Musik für frische Ohren
 
Zwei Funkelkonzerte lassen auch Kinder am Musikfest teilhaben: »Das Bäumlein« bringt das niederländische Musiktheater-Ensemble Frisse Oren nach Hamburg (14./15.5., je zwei Vorstellungen, für Kinder von 3-5 Jahren), mit »Wolf« entsteht derzeit eine Ko-Produktion zwischen der Elbphilharmonie und dem Ensemble Resonanz, inszeniert von Heinrich Horwitz.

Die Musik stammt vom in Hamburg lebenden Komponisten und Zitherspieler Leopold Hurt, ergänzt um Wolfsgesänge und Stücke aus entlegeneren Quellen (28./29.5., je zwei Vorstellungen, für Kinder ab 8 Jahren).
 
Der Elbphilharmonie-eigene Chor zur Welt reflektiert in seinem Programm »Happy End, renatured« zur Musik vom Max Andrzejewski Ensemble und zu Texten von Elisa Erkelenz die der menschlichen Natur innewohnenden starken Kräfte Zweifel, Resignation und Hoffnung (22.5.).
 
Trommeln im Park, Blinde Ehemänner und Lieder an das Wasser
 
Eine große Open-Air-Percussion-Performance um das Werk »Inuksuit« des US-Komponisten John Luther Adams ist auf den Nachmittag des 15. Mai terminiert, einen Sonntag. Viele Spieler werden beteiligt sein, der Klang der Umgebung ist integraler Bestandteil des Werks. Details zur Aufführung werden später bekanntgegeben.
 
Der junge Baske Thomas Ospital ist seit 2015 Titularorganist der Kirche Saint-Eustache in Paris. Zu seinem Antrittskonzert an der Klais-Orgel der Elbphilharmonie kommt er mit einem breit angelegten Programm mit überwiegend französischen Werken von Jean-Philippe Rameau über César Franck bis zu Thierry Escaich (8.5.).
 
Ein Filmkonzert bringt das Ensemble recherche unter der Leitung von Nacho de Paz in den Kleinen Saal der Elbphilharmonie: Andreas Eduardo Frank hat die Musik für den Stummfilm »Blind Husbands« von Erich von Stroheim (1919) komponiert, mit beauftragt von der Elbphilharmonie (19.5.).
 
Das flüssige Element erfüllt den Menschen wie den Planeten zu großen Teilen. Es ist als primärer Lebensraum der Natur ebenso faszinierend wie ungreifbar, ebenso elementar wie bedroht.

Ihm, dem Wasser, ist der »Watersong« der griechischen Sängerin und Komponistin Savina Yannatou gewidmet. Gemeinsam mit der tunesischen Sängerin Lamia Bedoui und dem griechischen Ensemble Primavera en Salonico führt sie das Werk im Kleinen Saal der Elbphilharmonie auf (13.5.).
 
Tickets für alle Veranstaltungen gehen ab Dienstag, den 7. Dezember, 11 Uhr in den Verkauf.

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06.12.2021 Zur Weltausstellung Expo 2020

GFDK - Kultur und Medien

Das weltweit größte transportable Kunstwerk steht vor dem höchsten Gebäude der Welt. Ausgestellt vor dem Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, am bekannten Burj Plaza, parallel zur Expo 2020 Dubai, wird das Global Gate bis einschließlich März 2022 einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung  der Nachhaltigkeitsziele leisten.

Das Kunstwerk lehnt sich darüber hinaus an die thematische Ausrichtung der EXPO 2020 an, die lautet: "Gedanken verbinden, die Zukunft gestalten“. Zur Weltausstellung werden 25 Millionen Besucher aus aller Welt erwartet.

Die deutsche Tagesschau titelte: „Nachhaltigkeitsschau in der Wüste“. An der Eröffnungsfeier nahmen u.a. Khalil Abdul Wahid, Visual Arts Manager at Dubai Culture, Holger Mahnicke, Deutscher Generalkonsul in Dubai, Leon Löwentraut und zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Gesellschaft teil.

Das Global Gate ist das größte mobile Kunstwerk der Welt und wurde mit den 17 Motiven der Kampagne #Art4GlobalGoals von dem jungen erst 23jährigen deutschen Künstler Leon Löwentraut gestaltet. Das in seiner Konstruktion unverkennbar an das Brandenburger Tor angelehnte Kunstwerk ist 24 Meter breit, 21 Meter hoch und hat eine Tiefe von sechs Metern.

Seine fünf Passagen laden den Besucher zu einem Weg der Verwandlung ein: An jeder der zehn Innenwände werden die Inhalte der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals / SDGs) in 12 verschiedenen Sprachen erklärt.

Um den Transformationsprozess zu intensivieren, hat Löwentraut in der Fotokampagne "My Future" beeindruckende Porträts von Kindergesichtern geschaffen, festgehalten in dem Moment, als sie sich die Frage stellten: „Was bedeutet Zukunft für mich?“

Diese beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotografien, dezent von Leon Löwentraut handübermalt, schmücken die Wände der Durchgänge und begleiten somit die Besucher auf ihrem Weg durch das Gate.

„Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle und Frieden und Gerechtigkeit“. Das Kunstprojekt „Global Gate“ dient der Kampagne #Art4GlobalGoals.

Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass die von der UN und der Weltgemeinschaft verabschiedeten 17 Nachhaltigkeitsziele, „Sustainable Development Goals“, den Menschen auf der ganzen Welt nähergebracht werden. 

Jetzt trägt das Global Gate die Message der #Art4GlobalGoals-Kampagne nach Dubai und von dort in die Welt.

Leon Löwentraut betont: „Mein Kunstwerk hier in Dubai, auf einem solch bedeutenden Platz der Welt ausstellen zu können, bedeutet mir viel. Ich freue mich, die Menschen hier für das Thema Nachhaltigkeit zu erreichen.“ Er fügt hinzu: „Die Stadt inspiriert mich, groß zu denken. Das gefällt mir.“

Kunstprojektentwickler Marcus Schäfer sagt: „Das Global Gate ausgestellt auf diesem wunderbaren Platz vor dem Burj Khalifa sendet die Botschaft der Nachhaltigkeit von Dubai in die Welt.“ Er ergänzt:

„Ich hoffe, dass viele Menschen durch unsere Kunstaktion Inspirationen für eine nachhaltige Zukunft bekommen – damit unser wunderbarer Planet auch für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswert bleibt.“

Galerist und Ausstellungsmacher Dirk Geuer erklärt: „Durch die visuelle Kraft dieses Kunstwerks ist es möglich, die Probleme der Welt darzustellen, aber auch Hoffnung zu vermitteln.“ Er resümiert: „Gemeinsam gehen wir durch das Global Gate in eine neue Nachhaltigkeit.“

Das Global Gate soll mit seiner Kombination aus beeindruckender Größe, hochwertiger Kunst und starker Symbolik in Verbindung mit dem sozialen Engagement der Kampagne allen Besuchern die Kampagnenziele vorstellen und einen Wandel ermöglichen. Kunst hat dazu die Kraft.

Zustande gekommen ist dieses Projekt durch eine Kooperation mit EMAAR Properties und weiteren Partnern.

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit gilt: Das gesamte Material des Global Gate ist zu 100 Prozent recycelbar. Die verwendeten Farben sind umweltfreundlich. Die notwendigen Container werden am jeweiligen Errichtungsort vom Logistik-Partner zur Verfügung gestellt. Lediglich die Außenfassade reist von Ort zu Ort.

2017 wurde der damals 17jährige Leon Löwentraut als erster Künstler weltweit zur künstlerischen Interpretation der von der UN verabschiedeten 17 globalen Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Weltgemeinschaft ausgewählt.

Für die Kampagne „#Art4Global Goals“ malte Leon Löwentraut – mit Unterstützung der UNESCO, der YOU Stiftung und Geuer & Geuer Art – insgesamt 17 Unikate.

Diese Arbeiten werden bis 2030 weltweit für die Bekanntmachung und Unterstützung der nachhaltigen Entwicklungsziele eingesetzt. Die 17 Ziele (Goals) sollen dazu beitragen, allen Menschen auf unserem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Die Eröffnungsausstellung der Kampagne fand 2018 im UNESCO-Headquarter Paris statt.

Leon Löwentraut

Der junge, extravagante Maler zählt zu den gefragtesten Künstlern der Gegenwart. Seine Werke waren u.a. bereits in New York, London, Kopenhagen, Singapur, Zürich sowie im Puschkin-Museum in St. Petersburg, im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, im Osthaus Museum in Hagen, in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig, im Kunstforum Wien und im Bayerischen Nationalmuseum in München zu sehen.  

Erst kürzlich wurde er von Forbes unter die „30 under 30“ (die 30 wichtigsten deutschen Persönlichkeiten unter 30 Jahren) gewählt. 

Löwentraut, 1998 in Kaiserslautern geboren, malt seit seinem 7. Lebensjahr. Er arbeitet in der Nähe von Düsseldorf.

Expo 2020 Dubai

Aufgrund der zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit ist die Expo 2020 Dubai die am stärksten international ausgerichtete Weltausstellung der Geschichte. 192 Länder – eine Rekordzahl – nehmen an der Weltausstellung teil.

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