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Nachrichten aus der großen weiten Welt

14.07.2020 3Beiner gut, 2Beiner schlecht

GFDK - Kultur und Medien

Metamorphosen des Lebens – 3Beiner gut – 2Beiner schlecht. Düsseldorfer Galerie "The Box" präsentiert: A.R. Penck/Frank Breidenbruch.

Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Welche Veränderungen ergeben sich aus der Corona-Krise? Ist dies das Ende oder der Anfang – und wenn ja, von was?

Die Ausstellung "3Beiner gut, 2Beiner schlecht" von A.R. Penck und Frank Breidenbruch präsentiert von der Galerie "The Box" an der Duisburger Straße 97 in Düsseldorf, gibt uns jetzt einen deutlichen Hinweis, worauf es in Zukunft ankommen wird: Innehalten, Rückbesinnung, Kooperation.

Im Zentrum der visionären Werkschau stehen vier Installationen - mit Seil zusammengebundene Holzpfähle auf denen Marmoreier postiert wurden. Hölzer und Steine sind Fundstücke aus Flüssen.

Die ovalen, vom Wasser glattgeschliffenen Steine haben die Künstler bearbeitet, mit Gravuren und Ritzungen versehen. So entstanden vier Steinreliefs als Metapher für die Metamorphosen des Lebens.

Hierzu korrelieren die ebenfalls ausgestellten Marmorreliefs. Sie zeigen die möglichen Metamorphosen des Menschen: zurück zu den Anfängen. Weitere Arbeiten in Granit, Bronze und Öl komplettieren den ersten Teil der Werkschau.

"Der Fortschritt liegt im Kooperativen!"

Diesem Leitspruch folgend hat der bedeutende, 2017 verstorbene Maler, Bildhauer und Free-Jazzmusiker A.R. Penck, immer wieder die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern gesucht.

Mit dem Bildhauer, Maler und Poeten Frank Breidenbruch tauschte er sich so oft, so intensiv und über einen so langen Zeitraum künstlerisch aus wie mit niemandem sonst.

In ihrem rund elf Jahre währenden gemeinsamen Wirken schufen die beiden unzählige Arbeiten –  Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen und Installationen.

Dabei wendeten sie den Blick stets nach innen, begaben sie sich auf die Suche nach den Gemeinsamkeiten der menschlichen Existenz, dem Ursprung unserer Kultur, den kollektiven Archetypen.

Nichts war geplant oder konzipiert, beide folgten ihrer Intuition, erschufen ihre Kunst aus dem Moment heraus, reagierten spontan auf den Impuls des anderen. So entstanden auch die ausgestellten Kaltnadelradierungen, die die Wände der Galerie schmücken.

Ursprünglich dem Neo-Expressionismus zugerechnet, galt Penck nach seiner Ausbürgerung 1980 aus der DDR als „Vater der Neuen Wilden“ in West-Deutschland, jener lockeren Künstlerszene, die etwa 1984 auf der Düsseldorfer Ausstellung „Von Hier Aus“ für Furore sorgte – neben Penck zählten u. a. Georg Baselitz, Markus Lüppertz, Jörg Immendorff, Albert und Markus Oehlen dazu. Berühmt wurde er vor allem mit seinem Markenzeichen, den prähistorisch anmutenden "Strichmännchen".

Auch Frank Breidenbruch arbeitet oft mit einfachen, archaischen, urtypischen Formen. "In übergreifenden Synthesen von Form und Inhalt schafft er Sinnbilder und Sinnfiguren, die in der Gegenwart die Vergangenheit einholen und auf die Zukunft verweisen", so die Literaturwissenschaftlerin und Publizistin Dr. Jutta Höfel.

Nicht von ungefähr erinnern manche Arbeiten der beiden Künstler an Höhlenmalerei – jene Urform der menschlichen Kunst, kollektiv erschaffen, mit einfachen Materialien und den Werkzeugen, die vorhanden waren.

Ein weiterer Wahlspruch von A.R. Penck lautete: "Der Mensch muss auch etwas zu staunen haben." Da bietet die Ausstellung in Düsseldorf eine ganze Menge  - als "work in progress" mit regelmäßig wechselnden Exponaten und Schwerpunkten.

Ergänzt wird die Werkschau durch Filme, Künstlergespräche, Aktionen und Free-Jazzkonzerte mit Künstlerkollegen von Penck und Breidenbruch.

Die Ausstellung ist noch bis Anfang September 2020 zu sehen.

3Beiner gut, 2Beiner schlecht

A.R. Penck/Frank Breidenbruch

The Box

Kunstraum/Galerie

Duisburger Str. 97

40479 Düsseldorf

Kurator: Matthias Rücker

Aufgrund der Corona-Restriktionen ist die Ausstellung nur nach Voranmeldung und unter Einhaltung der zum Zeitpunkt des Besuchs geltenden Vorschriften zugänglich.

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 17-20 Uhr

Sa und So nach telefonischer Vereinbarung

Anmeldung unter:

Tel: 0171 286 2472

Mail: Kunst@duesseldorf-box.com

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13.07.2020 Jung, provokativ & erfolgreich

GFDK - Kultur ud Medien

Der erst 22-jährige Maler Leon Löwentraut hat die Kunstwelt im Sturm erobert und kommt nun nach Riegel am Kaiserstuhl. Ab dem 25. Juli 2020 zeigt die kunsthalle messmer den international gefeierten Künstler Leon Löwentraut in Kooperation mit seinem Hauptgaleristen Dirk Geuer in einer großen Werkschau mit dem Titel „Leon Löwentraut – Jung, provokativ & erfolgreich“.

Die kunsthalle messmer hat den jungen Künstler eingeladen, die gesamte Fläche des 900 qm betragenden Museumskomplexes zu bespielen.

Neben zahlreichen großformatigen Gemälden und Skulpturen, werden auch von Hand übermalte Grafiken und erstmalig einige seiner Zeichnungen – meist Kohlekreide auf Büttenpapier – zu sehen sein.

Auch seine berühmte Serie #Art4GlobalGoals wird in der kunsthalle messmer gezeigt. Mit seinem expressiven Duktus aus kraftvollen Farben und ornamentalen Formenrhythmen, erschafft der Künstler unverwechselbare Werke voller Tiefe und sensueller Ausdruckskraft.

Der deutsche Maler Leon Löwentraut hat die Kunstwelt im Sturm erobert. Einzelausstellungen u.a. in New York, London, Berlin, Florenz, St. Petersburg, Düsseldorf,  Kopenhagen und Singapur zeugen nicht nur davon, dass sich der 22-jährige Maler in kürzester Zeit auf dem internationalen Kunstmarkt etabliert hat, sondern sind zugleich Beweis seiner Aktualität in der kontemporären Kunstszene.  

Sein unverwechselbarer, energievoller Stil aus leuchtender Farbigkeit und vibrierenden Formenrhythmen trifft den Nerv der Zeit. Kraftvolle Linien, pastös, mitunter direkt aus der Tube gesetzt, sind Ausdruck seiner Kompromisslosigkeit.

Repetitive und dynamische Ornamentstrukturen, gepaart mit abstrahiert-expressiven Menschen, Köpfen und Silhouetten gehören dabei zu dem bevorzugten Bildkanon des Wahl-Düsseldorfers.

Seine formale Bildsprache bezieht sich auf eine verbindende Repräsentanz des eurozentrisch geprägten, kulturellen Bildgedächtnisses. Expressiv und spannungsreich offenbaren Löwentrauts Arbeiten ihre narrativen Qualitäten und geben Einsicht in seinen Blick auf die Welt.

Die Ausstellung läuft bis zum 20. September 2020. Es ist übrigens das erste Mal, dass Leon Löwentraut ein gesamtes Museum mit seinen Werken bespielt.

Weitere Informationen zu Leon Löwentraut

Leon Löwentraut kann trotz seines jungen Alters schon immense Erfolge verzeichnen: Bereits mit 20 Jahren eröffnete er seine erste museale Ausstellung im Osthaus Museum Hagen. Es folgten zahlreiche weitere Museumsausstellungen u.a. im Palazzo Medici Riccardi in Florenz und im Puschkin-Museum in St. Petersburg.

Der junge, extravagante Künstler begeistert und polarisiert – das Publikum und die Medien. Er wird in Talkshows eingeladen. Der Fernsehsender NTV drehte bereits zweimal eine Kunstdokumentation über den jungen Maler.

#Art4GlobalGoals

Auch sozial ist Leon Löwentraut sehr engagiert: Für die Kampagne „#Art4GlobalGoals“ malte Leon Löwentraut mit Unterstützung der UNESCO, der YOU Stiftung und Geuer & Geuer Art insgesamt 17 Unikate.

Diese Arbeiten werden bis 2030 weltweit für die Bekanntmachung und Unterstützung der nachhaltigen Entwicklungsziele eingesetzt, die die Weltgemeinschaft und die Vereinten Nationen gemeinsam verabschiedet haben.

Die 17 Ziele (Goals) sollen dazu beitragen, allen Menschen auf unserem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Zu den Zielen gehören u.a.: Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle und Frieden und Gerechtigkeit.

Die Eröffnungsausstellung zur Bilderreihe der Kampagne #Art4GlobalGoals fand 2018 im UNESCO Headquarter Paris statt. Seitdem war der Bilderzyklus verschiedenen Museen, u.a. im renommierten Puschkin-Museum in St. Petersburg und im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, zu sehen.

Auch im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit in Berlin wurden die Werke bereits präsentiert. Dort wurde die Bilderschau von Bundesminister Gerd Müller, Schirmherr der Kampagne, feierlich eröffnet. 

Aus dem Verkauf dieser limitierten Grafikeditionen spenden Leon Löwentraut und die Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer rund € 680.000 u.a. für das Slumgebiet Baraka in Dakar im Senegal. Eine durch die Spenden ermöglichte Schule wurde bereits in diesem Jahr eröffnet.

Vernissage: Samstag, 25. Juli, 19:00 Uhr mit Leon Löwentraut

Kunsthalle Messmer

79359 Riegel am Kaiserstuhl

Großherzog-Leopold-Platz 1

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12.07.2020 zertifizierte Atemschutzmasken

GFDK - Kultur und Medien

Ob im Supermarkt oder im öffentlichen Nahverkehr – um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, gilt in Deutschland, wie auch in zahlreichen anderen Ländern, weiterhin noch eine Maskenpflicht.

Auch wenn diese bald aufgehoben wird, empfehlen wir vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, medizinischem Personal und allen anderen "Helden der Krise", die sich täglich einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen, ausschließlich zertifizierte Schutzmasken zu tragen. 

Da der Markt in verhältnismäßig kurzer Zeit mit hochpreisigen und wenig wirksamen Alltagsmasken überschwemmt wurde, gilt es insbesondere auf Qualitätsmerkmale für Schutzmasken zu achten, wie eine CE-Kennzeichnung samt Prüfnummer (CE 2834), eine gültige EN Bezeichnung, Modellnummer sowie Herstellerangaben.

Jetzt erhält das Neusser Unternehmen medisana, ausgewiesener Spezialist für Medizinprodukte, eine neue Lieferung medizinisch zertifizierter Atemschutzmasken der Klasse FFP2, CE-zertifiziert (CE 2834) gemäß der  Verordnung (EU) 2016/425 für persönliche Schutzausrüstung) und des anwendbaren Standards EN 149:2001/A1:2009. Die Gültigkeit dieses europäischen Zertifikats beträgt fünf Jahre.

"Wir als Gesundheitsanbieter sehen es als unsere Pflicht, für die bestmögliche Sicherheit dieser besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe zu sorgen sowie über die Schutzklassen der Masken zu informieren und damit einen wirksamen Beitrag im Kampf gegen das Virus zu leisten.", betont Thomas Hollefeld, Managing Director von medisana.

FFP-Atemschutzmasken (die Abkürzung FFP steht für "Filtering Face Piece") werden in drei Schutzklassen eingeteilt. Man unterscheidet dabei in FFP1, FFP2 und FFP3.

Die Masken bestehen aus gehärtetem Papier oder Stoff, sind mehrlagig, beinhalten Filter, sitzen mit geringem Abstand über Mund und Nase, und liegen an den Wangen eng an. Nur Masken der Schutzklassen FFP2 und FFP3 bieten bestmöglichen Schutz vor Infizierung.

Die FFP2-Masken mit dem Namen RM 100 von medisana besitzen ein effizientes 3-Schicht-Filtersystem, das 95 Prozent aller Partikel in der Luft herausfiltert.

Sie sind einzeln verpackt, um eine mögliche Verunreinigung vor dem Gebrauch zu verhindern, sowie zum einmaligen Gebrauch bestimmt – erkennbar durch die Angabe der Schutzklasse FFP2 „NR“ bzw. das Symbol einer durchgestrichenen „2“ in einem Kreis auf der Verpackung.

Sie werden in der Medisana hauseigenen Fabrik Medical Device Branch of Zhangzhou Easepal des Mutterkonzerns hergestellt, welcher offiziell als Medizinproduktehersteller nach ISO 13485 zertifiziert ist.

Zu fairen Preisen beliefert werden sowohl öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kliniken und Altenheime sowie der Fachhandel, um die Masken auch für Endverbraucher zur Verfügung zu stellen.

Die medisana FFP2 Atemschutzmasken RM 100 sind ab sofort online und im Fachhandel erhältlich.

medisana zählt zu den führenden Spezialisten im Home Health Care-Markt. Seit über 35 Jahren setzt sich das deutsche Unternehmen mit der Devise "Deine Gesundheit in guten Händen" für die Gesundheit der Menschen ein.

Dabei ist medisana Vorreiter beim Trend des mobilen Gesundheitsmanagements und liefert zukunftsorientierte Produkte für den modernen Alltag in einer zunehmend vernetzten Welt.

Im Bereich Massage ist das Unternehmen aus Neuss deutscher Marktführer. medisana entwickelt, vermarktet und verkauft weltweit Produkte der Kategorien Mobile Gesundheit, Gesundheitskontrolle, Wellness, Sport, Körperpflege, Therapie und Gesundes Zuhause für gesundheitsbewusste Verbraucher.

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11.07.2020 MAX UND DIE WILDE 7 im Kino

GFDK - Kultur und Medien

Liebenswert-kauzige Charaktere, ein mysteriöser Seriendieb und eine alte Ritterburg! Mit MAX UND DIE WILDE 7 kommt am 06. August 2020 eine spannende, rasante und humorvolle Abenteuerkomödie in die Kinos. Der Film basiert auf der beliebten, mehrfach ausgezeichneten Buchreihe von Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner, der auch Regie führte.

Um eine mysteriöse Diebstahlserie aufzuklären, ermittelt der neunjährige Max gemeinsam mit einer gewieften Rentnergang. Ein Kinoabenteuer vor eindrucksvoller Kulisse, über Freundschaft und den Glauben an sich selbst.

Eine echte Ritterburg als neues Zuhause – kann man sich etwas Cooleres vorstellen? Ja, kann man, findet der neunjährige Max (Jona Eisenblätter).

Denn Burg Geroldseck ist ein Altersheim voller schrumpeliger Omas und Opas. Aber damit seine alleinerziehende Mutter, eine Altenpflegerin, auch Nachtschichten arbeiten kann, wohnt Max jetzt im Rabenturm.

Als einziges Kind unter lauter alten Knackern… Max findet sich jedoch schneller zurecht als gedacht und freundet sich mit den an Tisch 7 sitzenden Senioren Vera (Uschi Glas), Horst (Thomas Thieme) und Kilian (Günther Maria Halmer) an.

Als ein mysteriöser Einbrecher auf der Burg sein Unwesen treibt, beginnt für die ungleichen Vier ein rasantes Abenteuer auf der Suche nach dem Täter.

mit Jona Eisenblätter, Uschi Glas, Thomas Thieme, Günther Maria Halmer, Alwara Höfels, Nina Petri, Roman Knizka, Dieter Schaad u.v.m.
 
Regie: Winfried Oelsner
 
Drehbuch: Lisa-Marie Dickreiter, Winfried Oelsner
 
Produzenten: Martin Richter, Christian Becker
 
Eine Westside Filmproduktion in Ko-Produktion mit der Rat Pack Filmproduktion und in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Neopol Film in Ko-Produktion mit LEONINE, SWR, WDR, HR und RBB
 
Kinostart: 06.08.2020

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10.07.2020 DIE EPOCHE DES MENSCHEN

GFDK - Kultur und Medien

Wie massiv der Mensch den Planeten transformiert, zeigt eindrucksvoll DIE EPOCHE DES MENSCHEN der vielfach preisgekrönten Künstler und Filmemacher Jennifer Baichwal, Nicholas de Pencier und Erward Burtynsky.

Für die deutsche Sprachfassung konnte Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke gewonnen werden.

DIE EPOCHE DES MENSCHEN startet am 10. September 2020 bundesweit in den Kinos.

Haben die Wissenschaftler der „Anthropocene Working Group“ Recht? Sind wir im Zeitalter des Anthropozän angekommen, in dem die Spezies Mensch die Erde beherrscht und verändert?

Der Film DIE EPOCHE DES MENSCHEN spannt den Bogen von den kilometerlangen Betonwällen, die inzwischen mehr als die Hälfte von Chinas Küsten schützen müssen, über die weltweit größten Bagger im Tagebau in Nordrhein-Westfalen, eine Pottasche-Mine im Ural, die sibirische Industriestadt Norilsk, das australische Great Barrier Reef bis hin zu Verdunstungsbecken in der Atacama-Wüste, wo Lithium gewonnen wird.

Die Filmemacher sind über drei Jahre um den Globus gereist, um mit modernster Kameratechnik die Beweise dafür zu sammeln und spürbar zu machen, wie sehr der Mensch den ganzen Planeten dominiert.

Nach MANUFACTURED LANDSCAPES (2006) und WATERMARK (2013) beschließt DIE EPOCHE DES MENSCHEN, eine filmische Meditation über das Zeitalter des Anthropozän, die Trilogie.

DIE EPOCHE DES MENSCHEN steht genau an der Kreuzung von Kunst und Wissenschaft – mit provokanten und unvergesslichen Bildern.

„Ein provokantes Kunstwerk, das uns die Augen öffnet“ - Hannes Jaenicke

„Um zu begreifen, wie schön unsere Erde ist und wie fatal es um den Erhalt dieser Schönheit steht, lohnz sich dieser Film.“ ZE.TT von ZEIT Online

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09.07.2020 vor Publikum in der Rheinterrasse

GFDK - Kultur und Medien

Am 13. September 2020 wird in Düsseldorf ein neuer Oberbürgermeister gewählt - Experten prognostizieren ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen.

Jetzt lud der Wirtschaftsverband DIE FAMILIENUNTERNEHMER die vier aussichtsreichsten Kandidaten zur Podiumsdiskussion in den geräumigen Radschlägersaal der Rheinterrasse Düsseldorf ein. Wo sonst über 1.000 Personen Platz finden, durften - bedingt durch die Corona-Auflagen - 100 Gäste die Veranstaltung verfolgen.

Auf dem Podium saßen: Oberbürgermeister Thomas  Geisel (SPD) sowie die Herausforderer Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Dr. Stephan Keller (CDU) und Stefan Engstfeld (Bündnis 90/Die Grünen). Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Moritz Döbler, dem Chefredakteur der Rheinischen Post.

Marco van der Meer, Vorstandsvorsitzender von DIE FAMILIENUNTERNEHMER Düsseldorf/Niederrhein, wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass der Staat die ordnungspolitischen Spielregeln festlegen und sie als Schiedsrichter begleiten solle.

Van der Meer sprach sich zudem gegen die Entwicklung einer sich verstärkenden Steuerung des Staates in Wirtschaftsfragen  aus. David Zülow, Landesvorsitzender des Verbandes in NRW, erklärte in seiner Ansprache zur OB-Wahl: „Als Unternehmer lieben wir den Wettbewerb. Möge der Beste gewinnen.“

Die Podiumsrunde startete mit dem Top-Wahlkampf-Thema „Verkehr“. Tempo 30 in der ganzen Stadt - diesen SPD-Vorschlag wollte nicht mal der OB unterstützen.

Er und der Kandidat der Grünen plädierten für Tempo 30 als Regel-Geschwindigkeit und Tempo 50 als Ausnahme, die es, wie Engstfeld sagte, zu begründen gelte.

Genau umgekehrt sah es der Kandidat der CDU. Agnes Strack-Zimmermann kritisierte dagegen vehement die Verkehrspolitik des Amtsinhabers  und wies darauf hin, dass die bisherigen Maßnahmen - Umweltspur, Pop-up-Radweg, die Aussetzung der Grünen Welle - keineswegs erfolgreich gewesen seien. Ain erster Linie auch weil die Vermutung, dass der Verkehr zurückgehe, nicht eingetreten sei.

Bei dem Thema „Gewerbesteuer“ waren sich Geisel, Engstfeld und Keller insofern einig, dass diese Steuer nicht erhöht werden solle. Nur Strack-Zimmermann plädierte für eine Senkung der Hebesetze. 

„Wir suchen in der Krise Möglichkeiten, die Unternehmen zu entlasten“, betonte die FDP-Politikerin.

Beim Thema „zu lange Wartezeiten bei den Baugenehmigungsprozessen“ erklärte der amtierende OB: „Ich ärgere mich auch darüber, dass es nicht schneller geht.“ Geisel fuhr fort:

„Weil in Düsseldorf viel gebaut wird, dauert es länger.“ Keller überzeugte dieses Argument nicht. Der CDU-Kandidat verwies darauf, dass in diesem  Bereich Personal fehle.

Engstfeld überraschte mit der Äußerung, dass die Digitalisierung der städtischen Verwaltung zehn bis zwanzig Jahre dauere. Dem widersprachen alle – teils heftigst. Strack-Zimmermann meinte empört:

„Das muss deutlich Geschwindigkeit aufnehmen.“ Keller gab allerdings zu, dass die Digitalisierung einer „preußischen“ Verwaltung ein langwieriges Unterfangen sei. Engstfeld beharrte auf seiner Meinung und machte klar, dass man sogar schon im Baltikum gewesen sei, um sich schlau zu machen.

Beim Fragenkomplex zum „Flughafen“ verwies Geisel als stellvertretender Vorsitzender des Flughafenaufsichtsrates, auf seine Geheimhaltungspflicht.

Die städtischen Anteile am Flughafen sollten aber seiner Meinung nach unbedingt gehalten werden. Engstfeld betonte, die Grünen seien keine Flughafengegner, sondern Fluglärmgegner.

Die Stadt solle ihre Anteile am Flughafen mindestens halten oder sogar ausbauen. Strack-Zimmermann sprach sich für den Verkauf der städtischen Anteile aus.

Nach der Diskussion hatte das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen. „Wir hören von vielen Gewerbetreibenden, dass Rechtsbrüche im öffentlichen Raum um sich greifen, hieß es. Keller kündigte an, er wolle als OB den Ordnungsdienst von 150 auf 300 Mitarbeiter verdoppeln.

Geisel warf ihm Populismus vor, denn in Kellers Ägide als Ordnungsdezernent der Stadt Düsseldorf habe es die meisten unbesetzten Stellen beim OSD gegeben.

Nur Strack-Zimmermann bezog hier klar Stellung und erklärte: „Wir haben im Bereich der öffentlichen Sicherheit seit Jahren ein gravierendes Problem. Sie verlangte, dass jetzt von der Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgegriffen werde.

Die Veranstaltung endete mit einem Schlusswort von Marco van der Meer, der meinte, dass man nicht ins Baltikum fliegen müsse, um eine funktionierende städtische Digitalisierung kennenzulernen – ein Besuch im Nachbarland Niederlande reiche aus.

Unter den Gästen waren u.a.:  Eva Blank, Landesvorsitzende von DIE JUNGEN UNTERNEHMER in NRW, Thomas Rick, Vorstandsmitglied von DIE FAMILIENUNTERNEHMER in NRW, Bozidar Radner, Vorstandsmitglied von DIE FAMILIENUNTERNEHMER in NRW, Marvin Müller, Vorstandsmitglied von DIE JUNGEN UNTERNEHMER in NRW, Dr. Simone Bagel-Trah, Margret und Carla Stockheim, Alfred Geisel, der 89jährige Vater von Thomas Geisel, Andreas Ehlert, Josef Hinkel, Shahin Moghadam, Axel Pollheim,

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08.07.2020 Ratgeber: Cool mit der Kuh

GFDK - Kultur und Medien

Auch wenn das soziale Netzwerk TikTok die Videos inzwischen gelöscht hat, gilt für jeden: Sich dabei zu filmen, wie man Kühe auf der Weide erschreckt, ist laut VIER PFOTEN purer Stress für die Tiere und lebensgefährlich für Menschen.

Die internationale Tierschutzstiftung verurteilt die Videoclips aufs Schärfste und warnt, dass durch Nachahmer das Risiko von Unfällen mit den eigentlich friedfertigen, aber massigen Tieren stark ansteigt.

Schon auf Wanderungen sollten Naturliebhaber beim Kontakt mit Kühen aufpassen. Doch wer ein paar Regeln beherzigt, kommt ohne Blessuren über die Almwiesen.

Aus der Ferne betrachtet harmlos, doch aus der Nähe können die bis zu 1.000 Kilogramm schweren Rinder sehr imposant sein.

Wer sich nicht mit dieser Gewichtsklasse anlegen möchte, passt vor allem dann auf, wenn Kühe mit ihren Kälbern unterwegs sind.

Denn obwohl Rinder biologisch betrachtet Fluchttiere sind, können sie bei vermeintlicher Gefahr für ihren Nachwuchs und fehlenden Fluchtwegen mit einem Angriff reagieren.

Kühe zu erschrecken ist unverantwortlich und brandgefährlich. Wenn die Tiere in Panik geraten, können sie auch durch Zäune brechen und schwere Verkehrsunfälle verursachen.

Doch auch für Wanderer gilt: Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur sollte immer von Respekt gegenüber dem Lebewesen geprägt sein.

Selbst wenn das Kälbchen noch so niedlich ist, darf es nicht berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt seiner Mutter vermehrt wecken könnte, was zu lebensbedrohlichen Unfällen führen kann.

Vielmehr ist generell zu allen Rindern auf der Weide größtmöglicher Abstand zu halten", so Ina Müller-Arnke, Nutztierexpertin bei VIER PFOTEN.

Mit diesen Regeln sind Wanderer auf der sicheren Seite:Am Besten im Vorfeld der Wanderung abklären, ob diese über Weiden führt und gegebenenfalls nach alternativen Routen suchen – vor allem dann, wenn Hunde mit auf die Entdeckungstour kommen.

Beim Wandern sollte man markierte Wege nicht verlassen. Lässt sich die Überquerung einer Weide nicht verhindern, sollte man sich ruhig verhalten und Hunde unbedingt anleinen.

Hunde haben ein angeborenes Abwehrverhalten, was dazu führen kann, dass eine ursprünglich friedfertige Kuhherde bedrohlich reagiert. Auch lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten Wanderer unterlassen.

Die Warnsignale der Tiere beachten: „Wer die Körperhaltung der Kühe richtig liest, senkt das Unfallrisiko. Senken Rinder bei einer Konfrontation den Kopf, ist das eine unmissverständliche Drohgebärde.

In einem solchen Fall sollte man so ruhig wie möglich zurückweichen und auf keinen Fall dem eigenen Fluchtinstinkt nachkommen und losrennen.

Beim Entfernen den Tieren niemals den Rücken zukehren. Außerdem ist es ratsam, den Hund von der Leine zu nehmen, damit dieser flüchten kann, sollte eine Kuh zum Angriff übergehen.

Immerhin können die Rinder im Galopp Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen", sagt Ina Müller-Arnke.

Trotz aller einfachen Verhaltensregeln – ein Restrisiko bei einem Zusammentreffen mit Tieren kann nie komplett ausgeschlossen, sondern lediglich minimiert werden.

Ein respektvoller Zugang zur Natur und ihren Lebewesen ist immer die beste Voraussetzung für ein verletzungsfreies Wandervergnügen.

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05.07.2020 Schwäne, Teichhühner, Möwen

GFDK - Kultur und Medien

In den warmen Sommermonaten sind die heimischen Gewässer beliebte Bade- und Ausflugsziele. Doch gerade die Uferzonen sind oft wichtige Lebensräume und Kinderstuben für Wasservögel und andere Tiere.

Dazu sind in sehr heißen und trockenen Zeiten Flüsse und Seen lebenspendende Wasserquellen für Wildtiere. Christian Erdmann, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN, gibt Tipps, wie man die Freizeit am kühlen Nass genießen kann, ohne Tiere und Natur zu stören.

Aufgrund der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen konnten sich viele Vögel in den letzten Monaten meist ungestört in ihrem natürlichen Lebensraum niederlassen: in den Dünen am Meer, an Flüssen, Seen und Teichen.

Aber weil in diesem Jahr ein Großteil der Deutschen ihre Ferien im eigenen Land verbringt, wird es nun an heimischen Stränden eng. „Für Schwäne, Teichhühner, Möwen und andere Wasservögel sind die Seen und Flüsse ihr Zuhause und kein Ausflugsziel.

Viele Vögel führen momentan sogar noch Küken mit. Herumstreunende Hunde und neugierige Zweibeiner können die Tiere verängstigen“, warnt Christian Erdmann, Geschäftsführer Wildtier- und Artenschutzzentrum Hamburg/Schleswig-Holstein. „Aus Rücksicht auf die heimische Natur sollte man also seine Hunde stets anleinen und Distanz zu Nistplätzen halten.“

Auf Badewiesen bleiben und Wege nicht verlassen

In Zeiten von Corona sind viele Menschen bemüht, Abstand zu halten. Auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen besteht jedoch die Gefahr, Tiere in ihren Rückzugsorten zu stören.

„Manche Vogelarten wie beispielsweise Enten, befinden sich gerade in der Mauser und wechseln ihr Federkleid. Während dieser sensiblen Zeit können sie nicht fliegen und verstecken sich.

Um die Tiere auch nicht unwissentlich in Stress zu versetzen, sollte man seine Decke nur auf ausgewiesenen Badewiesen ausbreiten und beim Spazieren am Wasser die Wege nicht verlassen“, rät der Experte.

An heißen Tagen ist Wasser begehrt

In langen, heißen Sommern trocknen kleine Bäche und flache Gewässer schnell aus. Doch egal ob Käfer, Ente oder Fuchs: Auch Tiere müssen trinken.

„Es sollte zwar eine Selbstverständlichkeit sein, aber man kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, seinen Müll immer gründlich zu entsorgen“, mahnt Erdmann.

„Tiere können sich nicht nur an Dosen und Glasscherben verletzen, wenn sie an das Ufer kommen, sie können auch ernsthaft erkranken, wenn sie Plastik oder nicht artgemäße Nahrung fressen“, so der VIER PFOTEN Experte und ergänzt:

„Wer es gut meint, verwendet nur umweltfreundlichen Sonnenschutz vor dem Baden. Mittlerweile gibt es viele Cremes, welche die Gewässer nicht zu sehr belasten.“

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01.07.2020 Aufwärtstrend beim illegalen Welpenhandel

GFDK - Kultur und Medien

Der illegale Welpenhandel befindet sich wieder im Aufwind, dies belegt eine Analyse von VIER PFOTEN. Die globale Tierschutzstiftung hat im Zuge des europaweiten Lockdowns über Monate die Entwicklungen auf Online-Plattformen beobachtet.

Nachdem zunächst die Zahl der Anzeigen auf Internetportalen massiv abgefallen war, inserieren seit den ersten Lockerungen Online-Händler nun wieder vermehrt Welpen.

Dazu machen in den letzten Wochen zunehmend aufgegriffene illegale Welpentransporter Schlagzeilen. VIER PFOTEN kritisiert, dass die Bundesregierung noch immer keine Gesetze erlassen hat, um den kriminellen Handel, der überwiegend über Online-Plattformen stattfindet, zu stoppen. 
 
„Unsere Beobachtungen belegen, dass ein Großteil des Welpenhandels auf Online-Plattformen stattfindet und dass der Markt von Hundelieferungen aus dem Ausland abhängt“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

„Nachdem die Zahl der Welpeninserate zur Zeit des Lockdowns im Schnitt um 67 Prozent gesunken war, ist nun wieder ein Aufwärtstrend erkennbar.

Die Regierung darf nicht länger die Augen davor verschließen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht! Nur mit einer Verifizierungspflicht für Tierverkäufer und einer Registrierungspflicht für die angebotenen Hunde können illegale Welpenhändler vom Markt ausgeschlossen werden und das riesige Tierleid beendet werden.“

Analyse von VIER PFOTEN: 57 Prozent mehr Mops-Inserate auf eBay Kleinanzeigen

Bei vereinzelten Trendrassen, wie etwa Mops, zeichnete sich alleine im Juni auf eBay Kleinanzeigen nach den Grenzöffnungen ein Anstieg von 57 Prozent ab.

Betrachtet man generell die Anzeigen für Welpen, beträgt der Aufwärtstrend bereits 14,73 Prozent. „Wir rechnen damit, dass diese Zahl kontinuierlich steigen wird, denn ein Welpe wird nicht von heute auf morgen produziert und nach wie vor ist die Nachfrage nach Hunden wahnsinnig groß.

Nachdem wochenlang die Grenzen gesperrt waren, wird nun in den Welpenfabriken nachproduziert“, so Schneider.

Illegaler Welpenhandel blüht auf


Dass der illegale Welpenhandel erneut aufblüht, zeigen auch die aufgegriffenen Welpentransporte. Bei Augsburg stoppte die Polizei einen Kleinbus aus Ungarn. An Bord: Sechs Welpen, die zu jung für den Transport über die Landesgrenze waren.

Bei Offenburg hielt die Polizei einen Sprinter aus Bulgarien an. Der Fahrer transportierte viel zu junge Welpen, die sich in einem erbärmlichen Zustand befanden. Der Schmuggler gestand sogar regelmäßig illegale Hundetransporte durchzuführen. 

In Berlin verkaufte eine Frau kranke Welpen über eBay Kleinanzeigen. Viele dieser Hunde starben später bei ihren neuen Besitzern.

„Dieser Fall ist nur einer von vielen, aber er zeigt die tiefen Abgründe des Welpenhandels. Hilflose Welpen werden  verschachert, Verbraucher werden getäuscht und Herzen gebrochen.

Solange kriminelle Verkäufer anonym und ohne eine sichere Rückverfolgbarkeit auf Online-Portalen wie eBay Kleinanzeigen agieren können, wird dieses grausame Geschäft weitergehen“, sagt Schneider.

Grenzen stoppen die Welpenmafia nicht
Selbst zu Zeiten der Grenzschließungen waren Welpenändler aus Osteuropa aktiv. ADAC Mitarbeiter entdeckten inmitten der Corona-Zeit nahe Würzburg beim Abschleppen eines ungarischen Transporters 99 Welpen, die für den belgischen Markt bestimmt waren.

15 Hunde waren für den Transport viel zu jung und wurden im Tierheim Würzburg untergebracht. Für einige Welpen waren die Strapazen zu viel, sie starben im Tierheim.

„Was die kleinen Wesen des illegalen Welpenhandels in ihrem jungen Leben durchleiden müssen, ist schrecklich. Die Hundebabys werden unter furchtbaren Bedingungen in Welpenfabriken produziert.

Sie werden viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und in engen Kisten über die deutsche Grenze geschafft und hier in der Regel über Online-Plattformen verkauft.

Die Politik muss ihrer Verantwortung endlich gerecht werden und dieses Tierleid beenden. Lösungsvorschläge, die von Online-Plattformen, Tierschützern, aber auch seriösen Züchtern unterstützt werden, liegen dem Bundesministerium seit Monaten vor. Bislang ist jedoch nichts passiert", betont Schneider. 

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25.06.2020 Sicherheit beim Online-Handel mit Tieren

GFDK - Kultur und Medien

23. Juni 2020 – Im Revisionsverfahren gegen eine Bornheimer Tierärztin, die mehrere Hunde, Katzen und Kängurus nicht artgerecht gehalten und kranke Welpen über Online-Plattformen verkauft hat, ist nun ein endgültiges Urteil gesprochen worden.

Das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken verurteilte die Tierärztin Dr. S. wegen Tierquälerei zu neun Monaten Haft ohne Bewährung. VIER PFOTEN begrüßt die Entscheidung als wichtiges Signal für den Tierschutz und fordert die Bundesregierung auf, den Online-Handel mit Tieren endlich sicherer zu machen.

„Dass in diesem Fall ausgerechnet eine Tierärztin hilflose Tiere aus reiner Profitgier gequält und verkauft hat, ist besonders verwerflich und zeigt die Abgründe des illegalen Welpenhandels“, sagt Birgitt Thiesmann, Expertin für illegalen Welpenhandel bei VIER PFOTEN.

„Der Fall zeigt, dass das skrupellose Geschäft mit Welpen überall stattfindet – in jedem Dorf, in jeder Stadt und manchmal sogar beim Tierarzt.

Solange Verkäufer auf Online-Plattformen nicht verifiziert sind und die Herkunft der Tiere nicht zuverlässig durch eine Registrierungspflicht zurückverfolgt werden kann, wird der illegale Welpenhandel ungehindert weitergehen. Deswegen fordert VIER PFOTEN die Politik sowie die Kleinanzeigenportale dringend zum Handeln auf.“

Hintergrund

Im April 2017 fand die Polizei bei der verurteilten Tierärztin aus Bornheim 44 extrem verwahrloste Hunde, 18 Katzen und drei Kängurus im dunklen Keller eines unbewohnten Hauses.

Die Veterinärin hatte die Tiere nicht nur unter katastrophalen Bedingungen gehalten, sondern verkaufte zusätzlich noch Welpen aus zweifelhafter Herkunft auf Online-Portalen.

Eine Hundebesitzerin, die einen Welpen von der Tierärztin gekauft hatte, hatte VIER PFOTEN kontaktiert, nachdem der Hund an der Infektionskrankheit Parvovirose gestorben war.

„Parvovirose ist ein typisches Anzeichen dafür, dass ein Hund aus dem illegalen Welpenhandel stammt. Nachdem uns die Käuferin kontaktiert hat, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit der Händlerin das Handwerk gelegt wird. Wir sind froh, dass diese Frau nun die Konsequenzen tragen muss“, so Thiesmann. 

Zunächst war die Tierärztin 2018 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. In einem Berufungsverfahren vor dem Landgericht Landau wurde die Strafe 2019 zu neun Monaten ohne Bewährung reduziert.

Außerdem durfte die Veterinärin vier Jahre lang weder Tiere halten noch betreuen. Gegen dieses Urteil waren die Angeklagte und die Staatsanwaltschaft in Revision gegangen, die jetzt vom Oberlandesgericht Zweibrücken abgewiesen wurde.

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