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Nachrichten aus der großen weiten Welt

10.08.2020 Fragmente eines Ängstlichen

GFDK - Kultur und Medien

"Schicksalsschläge lassen sich ertragen – sie kommen von außen, sind zufällig. Aber durch eigene Schuld leiden – das ist der Stachel des Lebens." (Oscar Wilde)

Eine verlassene Fabrikhalle am Rande der Stadt, irgendwo im Nirgendwo.

Ein Stahlträger, mit Tauben darauf. Der 17-jährige legt an, drückt ab. Der Vogel fällt zu Boden, zuckt nur kurz. Beim nächsten dauert es länger … Renard Castner erinnert sich. Bilder, so klar, als wäre alles gestern geschehen.

Aber im Grunde spielt die Zeit keine Rolle. Eine Handlung ist eine Handlung. Unabhängig von Gegenwart und Vergangenheit verbleibt das Wissen, sinnlos getötet zu haben.

Stephan Kaluzas neuer Roman "Fragmente eines Ängstlichen" seziert messerscharf, was die Gewissheit, sich am Leben vergangen zu haben, aus Menschen macht: Filmemacher Castner, der Todesschütze von damals, ist inzwischen 57 Jahre alt.

Seine Schuldgefühle haben ihn zum Kontrollfreak und exzessiven Hypochonder werden lassen. Während der Dreharbeiten zu einem neuen Film trifft er auf den Anthropologen Pollock, mit dem ihn das Schicksal der irreparablen Schuld verbindet.

Denn Pollock muss sich eingestehen, als Wissenschaftler an einem Genozid an Indigenen in Panama beteiligt gewesen zu sein.

Ungewöhnlich geht es weiter in "Fragmente eines Ängstlichen":

In Paris nimmt der Bewässerungsingenieur Sahin eine unbekannte Frau mit auf sein Hotelzimmer, was sich als fatal erweisen wird; die kleine Aní begleitet ihren Stiefvater beim Drogenschmuggel auf dem Rio Chucunaque in Panama und lässt ihn regungslos im Fluss ertrinken; in einem Leichenschauhaus in Los Angeles ritzt die Putzfrau Ina Zeichnungen in die Haut eines Toten und beginnt einen ebenso blutigen wie auch bizarren Roadtrip durch Kalifornien; ein Mann öffnet den Gullydeckel einer Straße und findet sich an einem Fluss wieder, der sich in einem endlos scheinenden Sandmeer verliert.

Auch wenn diese Geschichten zunächst dem Anschein nach nichts miteinander zu tun haben, werden sie im zweiten Teil des Romans ihre überraschenden Verknüpfungen zu Castner und Pollock preisgeben.

"Castor und Pollux galten in der Antike als Schutzpatrone der Seefahrer, an deren Sternbild sie sich auf dem Meer orientierten", erklärt Stephan Kaluza und fährt fort:

"Wasser, ob im Ozean, im Fluss, in der Tropfsteinhöhle oder im Putzeimer, ist das verbindende Element aller Handlungsebenen in meinem Roman.

Es sind also nicht Verwandtschaften oder Gesellschaften, die den Plot verknüpfen, sondern ein Element, das sich überall und in allem wiederfindet, zu jeder Zeit.“

Dem Maler, Fotografen und Autor Stephan Kaluza geht es nicht um vordergründige Effekte, sondern um existenzielle Fragen des Menschseins.

Schonungslos und mit chirurgischer Präzision lotet der Autor auf 400 Seiten die seelischen Abgründe seiner Figuren aus. Spannend, klug, ohne falsche Scham – anspruchsvolle Leselust im Corona-Sommer 2020.

Vorherige Publikationen:

„Transit“, Edition Cantz, 2020 (mit Dieter Nuhr)

„Mechanik Sehnsucht; Kunsterzeugung und Betrachtung“, Edition Cantz, 2019

„Das Buch der sinnlosen Wege“, Grupello Verlag, Düsseldorf, 2019, Grotesken

„First Real“, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2018, Theaterstück

„Demarkation/Transit“, Kerber Verlag, Berlin, 2018

„Ein möglicher Ort“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2016, Roman

„Atlantic Zero, 3D, Sand“, Suhrkamp Spectaculum, 2015, Theatersstücke

„30 Keller“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2014, Roman

„Geh auf Magenta“, Frankfurter Verlagsanstalt, 2013, Roman

„Weil ich es kann“, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2012, Theaterstück

„Felder“, Dumont Verlag, Köln, 2011

„The right to protest“, Hrsg. Museum of the Seam, Jerusalem, 2010

„The Thames-Project - complexe 2“, Thames & Hudson Ltd, London 2009

„Die unsichtbare Mauer“, Dumont Verlag, Köln, 2009

„Das Rheinprojekt - complexe 1“, Verlag der Buchhandlung Walter König/ Dumont Verlag, Köln, 2007

„Schrift, Bilder, Denken – Die Kunst der Gegenwart und Walter Benjamin“, Hrsg. Peter Herbstreuth, Haus am Waldsee, Berlin, 2006

„Declaration“, Hrsg. National Museum of contemporary Art, Seoul, 2006 

 

 

 

 

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02.08.2020 Der Schmuggler der Tiere wurde verhaftet

GFDK - Kultur und Medien

Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat zwei junge Kragenbären gerettet, die am 21. Juli von der Umweltpolizei in der Provinz Lai Chau an der Grenze zwischen Vietnam und China beschlagnahmt wurden. Die Bären, ein Männchen und ein Weibchen, sind erst wenige Monate alt.

Einige Tage nach der Beschlagnahmung kündigte Vietnam ein sofortiges Verbot des Wildtierhandels an, einschließlich des Imports von Wildtieren und Wildtierprodukten.

VIER PFOTEN begrüßt diesen bahnbrechenden Schritt der vietnamesischen Regierung und hofft auf strenge Maßnahmen zur Durchsetzung.

Der Schmuggler der Tiere war verhaftet worden, nachdem er versucht hatte, die Jungtiere online über eine Social-Media-Plattform zu verkaufen. VIER PFOTEN wurde von den Behörden kontaktiert, um die Bären in ihren BÄRENWALD Ninh Binh in Nordvietnam zu bringen.

Dazu machte sich ein VIER PFOTEN Team am 22. Juli auf die 11-stündige Reise in die Provinz Lai Chau, wo es die Bären aus einem winzigen Käfig befreite.

Vor der Abreise am nächsten Tag wurden die Bären untersucht und mit Milch gefüttert. „Beide Bären waren anfangs sehr gestresst und haben jeden angefaucht, der versucht hat, sich zu nähern.

Das Männchen beschützt das Weibchen, das noch etwas ängstlich ist. Die beiden sind wohlauf, aber leicht untergewichtig.

Unsere Tierärzte untersuchen sie gründlich und sobald wir wissen, dass sie keine Krankheiten haben, werden wir die beiden mit einem anderen Bärenjungen vergesellschaften, das wir vor Kurzem aus ähnlichen Umständen gerettet haben und ihnen die Pflege geben, die sie jetzt brauchen“, sagt Emily Lloyd, Animal Manager im BÄRENWALD Ninh Binh.

Die Bären würden in der Wildnis nicht überleben, daher bleiben sie im Bärenschutzzentrum.

VIER PFOTEN fordert schnelle Durchsetzung des Verbots

Nach jahrelangen Kampagnen für ein Verbot der illegalen Bärenfarmen und des Wildtierhandels in Vietnam, fordert VIER PFOTEN die vietnamesischen Behörden auf, das Verbot umfassend zu exekutieren, um Wildtiere wirksam zu schützen.

„Die Gesetze werden leider nur unzureichend vollzogen. Deshalb existiert Bärengalle auch weiterhin, obwohl ihr Verkauf und Besitz in Vietnam illegal ist.

Wir hoffen, dass das neue Verbot und die damit verbundene Durchsetzung sich auch auf die Bärenfarmen auswirken und illegaler Verkauf und Besitz von Bärengalleprodukten damit verschwinden.

Wir appellieren an die Regierung, mit dem Verbot auch sicherzustellen, dass keine weiteren Bären mehr in Bärenfarmen gelangen und dass alle nicht registrierten Bären so bald wie möglich beschlagnahmt werden", sagt Kieran Harkin, verantwortlich für Wildtiere im Handel bei VIER PFOTEN.

BÄRENWALD Ninh Binh: Ein artgemäßes Zuhause für gerettete Bären

VIER PFOTEN arbeitet seit 2017 mit lokalen Partnern zusammen, um so viele Bären wie möglich von ihrem traurigen Schicksal zu befreien.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Bären auf Bärenfarmen in Vietnam drastisch gesunken, von etwa 936 im Jahr 2017 auf 406, die derzeit auf privaten Bärenfarmen gehalten werden.

Mit ihrem BÄRENWALD Ninh Binh unterstützt VIER PFOTEN die vietnamesische Regierung dabei, Gallefarmen in Vietnam endgültig zu schließen und bis zu 100 geretteten Bären ein artgemäßes Zuhause zu bieten, sobald alle Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Der BÄRENWALD Ninh Binh ist aber nicht nur ein Schutzzentrum, er soll auch als Bildungs- und Aufklärungsstätte den Tier- und Artenschutz in Vietnam voranbringen.

Einige der 34 Kragenbären, die derzeit im Bärenschutzzentrum leben, wurden vor ihrer Rettung nicht nur Opfer grausamer Gallefarmen, sondern auch illegal gehandelt.

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29.07.2020 Deutschland Schlusslicht in Europa

GFDK - Kultur und Medien

Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat am Wochenende zwei ehemalige Zirkustiger in ihrer Großkatzenstation VIER PFOTEN TIERART in Maßweiler /Rheinland Pfalz aufgenommen.

Der frühere Besitzer hatte VIER PFOTEN um Hilfe bei der Unterbringung der Sibirischen Tiger gebeten, nachdem er seine Zirkusarbeit beendet hatte. In der Wildtierauffangstation erwartet die Tiere nun ein glücklicher und gesunder Ruhestand fernab vom Zirkusleben.

Der 14-jährige Sahib und die 13-jährige Jill waren seit Beginn 2020 vorübergehend auf einem Gelände nahe Mannheim untergebracht, nachdem der Zirkus aufgrund von COVID-19 Maßnahmen nicht reisen konnte.

„Sahib und Jill sind wohlauf und erkunden ihre neue Umgebung. Sobald sie sich eingewöhnt haben, wird unser Tierarzt sie gründlich untersuchen. Das Team von TIERART wird sie mit allem versorgen, was sie nach den vielen Jahren Arbeit in der Manege brauchen.

Sie haben jetzt ein großes Gehege mit Wasserbecken, Möglichkeiten zum Klettern, Spielen und Verstecken und können ihre Tage verbringen, wie sie wollen“, sagt Barbara van Genne, verantwortlich für Rettungen und Interessenvertretung von Wildtieren bei VIER PFOTEN.

Deutschland Schlusslicht in Europa

Der frühere Besitzer hatte die Tiger 2007 aus einer Zucht des Tierpark Nadermann gekauft. Als die Tiere ein Jahr alt waren, begann der Dompteur, sie für Zirkusvorstellungen zu dressieren.

In 23 der 27 EU-Mitgliedstaaten gelten Verbote oder Beschränkungen für den Einsatz von Wildtieren im Zirkus. In Deutschland, aber auch in Frankreich, Italien und Litauen gibt es dazu keine Beschränkungen.

VIER PFOTEN schätzt, dass in Deutschland immer noch etwa dreißig Tiger in Wanderzirkussen gehalten werden und setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass die Regierung endlich ein Verbot für alle Wildtiere im Zirkus einführt.

Wildtiere gehören nicht in den Zirkus

Die meisten Zirkustiere verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Transportwagen und kleinen temporären Gehegen, welche die natürlichen Verhaltensweisen einschränken und ihnen keinen Platz zum Klettern, Laufen oder Baden lassen.

Der enge Kontakt zum Menschen sowie erzwungene Vorführungen gehören zur täglichen Routine und sind Stressfaktoren, die dem Wohlbefinden der Tiere schaden können. Die Zurschaustellung von Raubtieren wie Tigern im Zirkus stellt zudem eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.

Tigerhandel in Europa außer Kontrolle

In der EU ist es erlaubt, Tiger in Gefangenschaft zu züchten und kommerziell zu handeln, sowohl innerhalb Europas als auch für den weltweiten Export. Sogar die Haltung von Wildtieren als Haustier ist Deutschland und vielen anderen Ländern legal.

Die Tiere werden oft unter schlechten Bedingungen gehalten und müssen grausame Behandlung erdulden. Ein kürzlich veröffentlichter VIER PFOTEN Bericht zum Tigerhandel zeigt, dass nicht einmal den europäischen Behörden bekannt ist, wie viele Tiger in ihren eigenen Ländern gehalten werden.

„Wir freuen uns, dass sich der frühere Besitzer von Sahib und Jill einen artgemäßen Ruhestand für sie wünscht. Die meisten in Gefangenschaft gehaltenen Tiger erleiden aber ein ganz anderes Schicksal.

Mit einem umfassenden, EU-weiten Verbot des Handels mit in Gefangenschaft gehaltenen Tigern kann verhindert werden, dass Großkatzen weiterhin für Profitzwecke ausgebeutet werden“, sagt Kieran Harkin, verantwortlich für Kampagnen zum Wildtierhandel bei VIER PFOTEN.

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24.07.2020 Berlinale Encounters 2020

GFDK - Kultur und Medien -Filme, Kino und TV

Verloren in der deutschen Provinz und auf der Suche nach Halt finden sich fünf Jugendliche und leben nach ihren eigenen Regeln. Katja, Sascha, Benni, Laila und Schöller - sie rennen ineinander hinein, voneinander weg. 

Sie küssen sich, sie schlagen sich. Sie lieben sich. Nähe und Schmerz sind eins. Doch nach diesem Winter und dem Ende der Schule werden sich ihre Wege trennen. NACKTE TIERE ist ein Film über die Zeit, in der man die Welt erobern könnte. 

In der man Faustschläge frisst, ohne mit der Wimper zu zucken, weil man weiß, dass da jemand ist, der einen auffängt. Und über den Schmerz des Abschieds, all das hinter sich zu lassen. Für etwas, das man noch gar nicht kennt.

Darsteller

Michelangelo Fortuzzi

Luna Baptiste Schaller     

Markus von Lingen     

Sammy Scheuritzel     

Marie Tragousti    

Am 17.9.2020 starten wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz

NACKTE TIERE

von Melanie Waelde

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23.07.2020 steigende Abgabezahlen in Tierheimen

GFDK - Kultur und Medien

Genau das haben wir ja befürchtet. Aktuell berichten viele Tierheime, dass vermehrt Tiere abgegeben werden, seitdem die Corona-Einschränkungen gelockert wurden. Die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN gibt Tipps, wie Mensch und Tier zusammenleben können, auch wenn die Lebensumstände sich ändern.

Zu Beginn der Corona-Pandemie haben viele Menschen mehr Zeit Zuhause verbracht und sich entschieden, einen tierischen Begleiter aufzunehmen.

Nachdem nun die Isolationsmaßnahmen gelockert wurden, merken manche Heimtierbesitzer jedoch, dass sie nicht genügend Zeit oder Geld haben, ein Tier dauerhaft zu versorgen. Die Folge: Zahlreiche Hunde und Katzen werden ins Tierheim gebracht, oder – schlimmer noch – ausgesetzt.

„Ein Heimtier ist nicht nur da, um seinem Besitzer in einer schweren Zeit Freude zu schenken. Ein Tier ist ein Individuum mit Bedürfnissen“, sagt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN.

„Wenn sich plötzlich unser Lebensalltag ändert, liegt es in unserer Verantwortung, unsere Routine anzupassen. Wir haben die Pflicht, unsere Heimtiere ihr Leben lang zu pflegen, nicht nur während des Lockdowns.“

Helfen und helfen lassen

Heimtiere benötigen nicht nur Zuneigung, Auslauf und Beschäftigung, sondern auch qualitativ hochwertiges Futter und tierärztliche Pflege. Die Versorgung kann zur finanziellen Belastung für Heimtierbesitzer werden. „Es ist keine Schande um Hilfe zu bitten.

Mit der Unterstützung von Freunden und Familie lässt sich manchmal schon die schlimmste Zeit überbrücken. Außerdem helfen in vielen Städten Tiertafeln mit Futter aus. Im Notfall können  Wohltätigkeitsorganisationen dabei unterstützen, Tierarztrechnungen zu begleichen“, rät Heimtierexpertin Ross.

Richtiges Zeitmanagement

Während vor kurzem noch viele Menschen von Zuhause arbeiten durften, kehrt nun langsam der alte Arbeitsalltag zurück. Doch nun sind viele Berufstätige in der Situation, dass sie einen Vierbeiner haben, um den sie sich kümmern müssen.

Viele Betriebe erlauben mittlerweile, einen Hund mit zur Arbeit zu bringen. Man sollte also den Arbeitgeber fragen, ob ein vierbeiniger Mitarbeiter gestattet ist“, so Ross.

„Hunde sind sehr flexibel und gewöhnen sich schnell an eine neue Umgebung, solange Herrchen oder Frauchen dabei sind.

Bei sehr temperamentvollen Tieren können Hundetrainer in einer schwierigen Eingewöhnungsphase weiterhelfen.“ Alternativ kann man seinen Hund während der Arbeitszeit auch in einer Hundetagesstätte unterbringen. „Manchmal liegt die Lösung auch ganz nah. Tierfreundliche Nachbarn, Freunde oder Familie können bei der Betreuung des Tieres helfen.“

Letzter Ausweg

Wenn es wirklich keine Möglichkeit gibt, sein Tier in den Alltag zu integrieren, sollte man wohl überlegt vorgehen. „Wer entschlossen ist, sich von seinem Heimtier zu trennen, muss sich nach einem liebevollen Zuhause umschauen, wo das Tier dauerhaft bis an sein Lebensende bleiben kann.

Ständige Familienwechsel und Aufenthalte in Tierheimen sind für jedes Tier eine traumatische Erfahrung“, sagt Heimtierexpertin Ross.

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21.07.2020 Im Rausch durch die Corona-Krise

GFDK - Kultur und Medien

19 Prozent Anstieg Cannabis-Konsum-Häufigkeit während Pandemie
Stärkste Zunahme bei Millennials
Erwarteter Umsatzanstieg auf US-Cannabis-Markt von 50 Prozent bis 2025
Trotz Konsumanstieg: Cannabis Aktien mit überdurchschnittlichen Kursverlusten

19 Prozent der Cannabis-Konsumenten geben an, während der Corona-Krise häufiger zu dem Rauschmittel gegriffen zu haben. Bei den Millennials sind es mit 40 Prozent besonders viele. Dies geht aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor.

Trotz des Anstiegs des Marihuana-Konsums äußern Unternehmer und Angestellte im Cannabis-Bereich ihre Bedenken. So befürchten 22 Prozent, dass es aufgrund der Pandemie zu einem Personalabbau kommt.

Ferner zeigt die Infografik, dass es sogar jeder fünfte Branchenkenner als möglich erachtet, dass einzelne Geschäftstätigkeiten aufgegeben werden müssen. Im Gegenzug erwarten 18 Prozent höhere Absätze, 5 Prozent wiederum eine Personalaufstockung. Allerdings sind die Skeptiker in der Mehrheit.

Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz mit Cannabis auf dem U.S. Markt auf 13,38 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2016 waren es lediglich 6,56 Milliarden, der Anstieg schlägt mit rund 104 Prozent zu Buche.

Wie der Infografik zu entnehmen ist, erwarten Analysten, dass der Umsatz auch weiterhin deutlich ansteigt. Diese prognostizieren, dass im Jahr 2025 alleine in den Vereinigten Staaten von Amerika 24,07 Milliarden US-Dollar mit Cannabis-Produkten umgesetzt werden.

Ungeachtet des Konsumanstiegs zählen Cannabis Aktien nicht zu den Krisengewinnern. So büßten die Tilray Aktien seit Jahresbeginn rund 51 Prozent an Wert ein. Auch bei Canopy Growth und Aphria verringerte sich der Börsenwert deutlich stärker, als wichtige Leitindizes wie der DAX an Notierung einbüßten.

Der Anstieg der Cannabis-Nachfrage führte nicht zu steigenden Aktienkursen bei Branchengrößen, im Gegenteil“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay.

„Ein Grund hierfür könnte sein, dass Anleger in Krisenzeiten vermehrt in vermeintlich sichere Anlagen investieren. Zudem scheinen Überproduktionen den Unternehmen nach wie vor zuzusetzen“.

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12.07.2020 zertifizierte Atemschutzmasken

GFDK - Kultur und Medien

Ob im Supermarkt oder im öffentlichen Nahverkehr – um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, gilt in Deutschland, wie auch in zahlreichen anderen Ländern, weiterhin noch eine Maskenpflicht.

Auch wenn diese bald aufgehoben wird, empfehlen wir vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, medizinischem Personal und allen anderen "Helden der Krise", die sich täglich einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen, ausschließlich zertifizierte Schutzmasken zu tragen. 

Da der Markt in verhältnismäßig kurzer Zeit mit hochpreisigen und wenig wirksamen Alltagsmasken überschwemmt wurde, gilt es insbesondere auf Qualitätsmerkmale für Schutzmasken zu achten, wie eine CE-Kennzeichnung samt Prüfnummer (CE 2834), eine gültige EN Bezeichnung, Modellnummer sowie Herstellerangaben.

Jetzt erhält das Neusser Unternehmen medisana, ausgewiesener Spezialist für Medizinprodukte, eine neue Lieferung medizinisch zertifizierter Atemschutzmasken der Klasse FFP2, CE-zertifiziert (CE 2834) gemäß der  Verordnung (EU) 2016/425 für persönliche Schutzausrüstung) und des anwendbaren Standards EN 149:2001/A1:2009. Die Gültigkeit dieses europäischen Zertifikats beträgt fünf Jahre.

"Wir als Gesundheitsanbieter sehen es als unsere Pflicht, für die bestmögliche Sicherheit dieser besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe zu sorgen sowie über die Schutzklassen der Masken zu informieren und damit einen wirksamen Beitrag im Kampf gegen das Virus zu leisten.", betont Thomas Hollefeld, Managing Director von medisana.

FFP-Atemschutzmasken (die Abkürzung FFP steht für "Filtering Face Piece") werden in drei Schutzklassen eingeteilt. Man unterscheidet dabei in FFP1, FFP2 und FFP3.

Die Masken bestehen aus gehärtetem Papier oder Stoff, sind mehrlagig, beinhalten Filter, sitzen mit geringem Abstand über Mund und Nase, und liegen an den Wangen eng an. Nur Masken der Schutzklassen FFP2 und FFP3 bieten bestmöglichen Schutz vor Infizierung.

Die FFP2-Masken mit dem Namen RM 100 von medisana besitzen ein effizientes 3-Schicht-Filtersystem, das 95 Prozent aller Partikel in der Luft herausfiltert.

Sie sind einzeln verpackt, um eine mögliche Verunreinigung vor dem Gebrauch zu verhindern, sowie zum einmaligen Gebrauch bestimmt – erkennbar durch die Angabe der Schutzklasse FFP2 „NR“ bzw. das Symbol einer durchgestrichenen „2“ in einem Kreis auf der Verpackung.

Sie werden in der Medisana hauseigenen Fabrik Medical Device Branch of Zhangzhou Easepal des Mutterkonzerns hergestellt, welcher offiziell als Medizinproduktehersteller nach ISO 13485 zertifiziert ist.

Zu fairen Preisen beliefert werden sowohl öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kliniken und Altenheime sowie der Fachhandel, um die Masken auch für Endverbraucher zur Verfügung zu stellen.

Die medisana FFP2 Atemschutzmasken RM 100 sind ab sofort online und im Fachhandel erhältlich.

medisana zählt zu den führenden Spezialisten im Home Health Care-Markt. Seit über 35 Jahren setzt sich das deutsche Unternehmen mit der Devise "Deine Gesundheit in guten Händen" für die Gesundheit der Menschen ein.

Dabei ist medisana Vorreiter beim Trend des mobilen Gesundheitsmanagements und liefert zukunftsorientierte Produkte für den modernen Alltag in einer zunehmend vernetzten Welt.

Im Bereich Massage ist das Unternehmen aus Neuss deutscher Marktführer. medisana entwickelt, vermarktet und verkauft weltweit Produkte der Kategorien Mobile Gesundheit, Gesundheitskontrolle, Wellness, Sport, Körperpflege, Therapie und Gesundes Zuhause für gesundheitsbewusste Verbraucher.

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10.07.2020 DIE EPOCHE DES MENSCHEN

GFDK - Kultur und Medien

Wie massiv der Mensch den Planeten transformiert, zeigt eindrucksvoll DIE EPOCHE DES MENSCHEN der vielfach preisgekrönten Künstler und Filmemacher Jennifer Baichwal, Nicholas de Pencier und Erward Burtynsky.

Für die deutsche Sprachfassung konnte Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke gewonnen werden.

DIE EPOCHE DES MENSCHEN startet am 10. September 2020 bundesweit in den Kinos.

Haben die Wissenschaftler der „Anthropocene Working Group“ Recht? Sind wir im Zeitalter des Anthropozän angekommen, in dem die Spezies Mensch die Erde beherrscht und verändert?

Der Film DIE EPOCHE DES MENSCHEN spannt den Bogen von den kilometerlangen Betonwällen, die inzwischen mehr als die Hälfte von Chinas Küsten schützen müssen, über die weltweit größten Bagger im Tagebau in Nordrhein-Westfalen, eine Pottasche-Mine im Ural, die sibirische Industriestadt Norilsk, das australische Great Barrier Reef bis hin zu Verdunstungsbecken in der Atacama-Wüste, wo Lithium gewonnen wird.

Die Filmemacher sind über drei Jahre um den Globus gereist, um mit modernster Kameratechnik die Beweise dafür zu sammeln und spürbar zu machen, wie sehr der Mensch den ganzen Planeten dominiert.

Nach MANUFACTURED LANDSCAPES (2006) und WATERMARK (2013) beschließt DIE EPOCHE DES MENSCHEN, eine filmische Meditation über das Zeitalter des Anthropozän, die Trilogie.

DIE EPOCHE DES MENSCHEN steht genau an der Kreuzung von Kunst und Wissenschaft – mit provokanten und unvergesslichen Bildern.

„Ein provokantes Kunstwerk, das uns die Augen öffnet“ - Hannes Jaenicke

„Um zu begreifen, wie schön unsere Erde ist und wie fatal es um den Erhalt dieser Schönheit steht, lohnz sich dieser Film.“ ZE.TT von ZEIT Online

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08.07.2020 Ratgeber: Cool mit der Kuh

GFDK - Kultur und Medien

Auch wenn das soziale Netzwerk TikTok die Videos inzwischen gelöscht hat, gilt für jeden: Sich dabei zu filmen, wie man Kühe auf der Weide erschreckt, ist laut VIER PFOTEN purer Stress für die Tiere und lebensgefährlich für Menschen.

Die internationale Tierschutzstiftung verurteilt die Videoclips aufs Schärfste und warnt, dass durch Nachahmer das Risiko von Unfällen mit den eigentlich friedfertigen, aber massigen Tieren stark ansteigt.

Schon auf Wanderungen sollten Naturliebhaber beim Kontakt mit Kühen aufpassen. Doch wer ein paar Regeln beherzigt, kommt ohne Blessuren über die Almwiesen.

Aus der Ferne betrachtet harmlos, doch aus der Nähe können die bis zu 1.000 Kilogramm schweren Rinder sehr imposant sein.

Wer sich nicht mit dieser Gewichtsklasse anlegen möchte, passt vor allem dann auf, wenn Kühe mit ihren Kälbern unterwegs sind.

Denn obwohl Rinder biologisch betrachtet Fluchttiere sind, können sie bei vermeintlicher Gefahr für ihren Nachwuchs und fehlenden Fluchtwegen mit einem Angriff reagieren.

Kühe zu erschrecken ist unverantwortlich und brandgefährlich. Wenn die Tiere in Panik geraten, können sie auch durch Zäune brechen und schwere Verkehrsunfälle verursachen.

Doch auch für Wanderer gilt: Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur sollte immer von Respekt gegenüber dem Lebewesen geprägt sein.

Selbst wenn das Kälbchen noch so niedlich ist, darf es nicht berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt seiner Mutter vermehrt wecken könnte, was zu lebensbedrohlichen Unfällen führen kann.

Vielmehr ist generell zu allen Rindern auf der Weide größtmöglicher Abstand zu halten", so Ina Müller-Arnke, Nutztierexpertin bei VIER PFOTEN.

Mit diesen Regeln sind Wanderer auf der sicheren Seite:Am Besten im Vorfeld der Wanderung abklären, ob diese über Weiden führt und gegebenenfalls nach alternativen Routen suchen – vor allem dann, wenn Hunde mit auf die Entdeckungstour kommen.

Beim Wandern sollte man markierte Wege nicht verlassen. Lässt sich die Überquerung einer Weide nicht verhindern, sollte man sich ruhig verhalten und Hunde unbedingt anleinen.

Hunde haben ein angeborenes Abwehrverhalten, was dazu führen kann, dass eine ursprünglich friedfertige Kuhherde bedrohlich reagiert. Auch lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten Wanderer unterlassen.

Die Warnsignale der Tiere beachten: „Wer die Körperhaltung der Kühe richtig liest, senkt das Unfallrisiko. Senken Rinder bei einer Konfrontation den Kopf, ist das eine unmissverständliche Drohgebärde.

In einem solchen Fall sollte man so ruhig wie möglich zurückweichen und auf keinen Fall dem eigenen Fluchtinstinkt nachkommen und losrennen.

Beim Entfernen den Tieren niemals den Rücken zukehren. Außerdem ist es ratsam, den Hund von der Leine zu nehmen, damit dieser flüchten kann, sollte eine Kuh zum Angriff übergehen.

Immerhin können die Rinder im Galopp Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen", sagt Ina Müller-Arnke.

Trotz aller einfachen Verhaltensregeln – ein Restrisiko bei einem Zusammentreffen mit Tieren kann nie komplett ausgeschlossen, sondern lediglich minimiert werden.

Ein respektvoller Zugang zur Natur und ihren Lebewesen ist immer die beste Voraussetzung für ein verletzungsfreies Wandervergnügen.

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01.07.2020 Aufwärtstrend beim illegalen Welpenhandel

GFDK - Kultur und Medien

Der illegale Welpenhandel befindet sich wieder im Aufwind, dies belegt eine Analyse von VIER PFOTEN. Die globale Tierschutzstiftung hat im Zuge des europaweiten Lockdowns über Monate die Entwicklungen auf Online-Plattformen beobachtet.

Nachdem zunächst die Zahl der Anzeigen auf Internetportalen massiv abgefallen war, inserieren seit den ersten Lockerungen Online-Händler nun wieder vermehrt Welpen.

Dazu machen in den letzten Wochen zunehmend aufgegriffene illegale Welpentransporter Schlagzeilen. VIER PFOTEN kritisiert, dass die Bundesregierung noch immer keine Gesetze erlassen hat, um den kriminellen Handel, der überwiegend über Online-Plattformen stattfindet, zu stoppen. 
 
„Unsere Beobachtungen belegen, dass ein Großteil des Welpenhandels auf Online-Plattformen stattfindet und dass der Markt von Hundelieferungen aus dem Ausland abhängt“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

„Nachdem die Zahl der Welpeninserate zur Zeit des Lockdowns im Schnitt um 67 Prozent gesunken war, ist nun wieder ein Aufwärtstrend erkennbar.

Die Regierung darf nicht länger die Augen davor verschließen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht! Nur mit einer Verifizierungspflicht für Tierverkäufer und einer Registrierungspflicht für die angebotenen Hunde können illegale Welpenhändler vom Markt ausgeschlossen werden und das riesige Tierleid beendet werden.“

Analyse von VIER PFOTEN: 57 Prozent mehr Mops-Inserate auf eBay Kleinanzeigen

Bei vereinzelten Trendrassen, wie etwa Mops, zeichnete sich alleine im Juni auf eBay Kleinanzeigen nach den Grenzöffnungen ein Anstieg von 57 Prozent ab.

Betrachtet man generell die Anzeigen für Welpen, beträgt der Aufwärtstrend bereits 14,73 Prozent. „Wir rechnen damit, dass diese Zahl kontinuierlich steigen wird, denn ein Welpe wird nicht von heute auf morgen produziert und nach wie vor ist die Nachfrage nach Hunden wahnsinnig groß.

Nachdem wochenlang die Grenzen gesperrt waren, wird nun in den Welpenfabriken nachproduziert“, so Schneider.

Illegaler Welpenhandel blüht auf


Dass der illegale Welpenhandel erneut aufblüht, zeigen auch die aufgegriffenen Welpentransporte. Bei Augsburg stoppte die Polizei einen Kleinbus aus Ungarn. An Bord: Sechs Welpen, die zu jung für den Transport über die Landesgrenze waren.

Bei Offenburg hielt die Polizei einen Sprinter aus Bulgarien an. Der Fahrer transportierte viel zu junge Welpen, die sich in einem erbärmlichen Zustand befanden. Der Schmuggler gestand sogar regelmäßig illegale Hundetransporte durchzuführen. 

In Berlin verkaufte eine Frau kranke Welpen über eBay Kleinanzeigen. Viele dieser Hunde starben später bei ihren neuen Besitzern.

„Dieser Fall ist nur einer von vielen, aber er zeigt die tiefen Abgründe des Welpenhandels. Hilflose Welpen werden  verschachert, Verbraucher werden getäuscht und Herzen gebrochen.

Solange kriminelle Verkäufer anonym und ohne eine sichere Rückverfolgbarkeit auf Online-Portalen wie eBay Kleinanzeigen agieren können, wird dieses grausame Geschäft weitergehen“, sagt Schneider.

Grenzen stoppen die Welpenmafia nicht
Selbst zu Zeiten der Grenzschließungen waren Welpenändler aus Osteuropa aktiv. ADAC Mitarbeiter entdeckten inmitten der Corona-Zeit nahe Würzburg beim Abschleppen eines ungarischen Transporters 99 Welpen, die für den belgischen Markt bestimmt waren.

15 Hunde waren für den Transport viel zu jung und wurden im Tierheim Würzburg untergebracht. Für einige Welpen waren die Strapazen zu viel, sie starben im Tierheim.

„Was die kleinen Wesen des illegalen Welpenhandels in ihrem jungen Leben durchleiden müssen, ist schrecklich. Die Hundebabys werden unter furchtbaren Bedingungen in Welpenfabriken produziert.

Sie werden viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und in engen Kisten über die deutsche Grenze geschafft und hier in der Regel über Online-Plattformen verkauft.

Die Politik muss ihrer Verantwortung endlich gerecht werden und dieses Tierleid beenden. Lösungsvorschläge, die von Online-Plattformen, Tierschützern, aber auch seriösen Züchtern unterstützt werden, liegen dem Bundesministerium seit Monaten vor. Bislang ist jedoch nichts passiert", betont Schneider. 

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