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Nachrichten aus der großen weiten Welt

10.12.2020 Immobilienpreise steigen auf dem Land

GFDK - Kultur und Medien

Die Immobilienpreise in dichter besiedelten ländlichen Kreisen stiegen im zweiten Quartal des Corona-Krisenjahres gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,9 Prozent. In deutschen Metropolen stiegen die Preise zwar auch, mit einem Plus von 6,5 Prozent allerdings deutlich geringer.

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, liegen Immobilien in ländlicheren Gefilden immer mehr im Trend – auch bei Großstädtern.

Noch vor vier Jahren gaben 63 Prozent der Großstädter an, sich ein Eigenheim in einer Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern erwerben zu wollen. Dieser Anteil sank auf 57 Prozent.

Eine gegenteilige Entwicklung zeigt sich bei den tatsächlichen Immobilienkäufern aus Metropolstädten, die ein Eigentum in ländlicheren Regionen erworben haben. Im Jahr 2016 wurden noch 12 Prozent der Kleinstadt-Immobilien von Großstädtern erworben, dieses Jahr kletterte der Anteil auf 14 Prozent.

Indes zeigt die Infografik, dass Analysten insbesondere in München und Frankfurt am Main ein großes Immobilienblasen-Risiko sehen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Blase sei sogar größer als in Hongkong, Paris und London.

Über alle Regionen und Städte hinweg stiegen die Immobilienpreise im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,8 Prozent. Hierbei handelt es sich um den stärksten Anstieg seit 2016. Nutznießer hiervon: Immobilienbesitzer, aber auch börsennotierte Immobilienunternehmen wie Vonovia oder Deutsche Wohnen.

"Die Nachfrage nach Immobilien in dicht besiedelten ländlichen Gebieten stieg im Angesicht der Corona-Krise stark an", so Block-Builders-Analyst Raphael Lulay. "Zudem führte die Pandemie auch zu einem Nachfrage-Hoch bei Ferienimmobilien". 

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09.12.2020 Suchaufkommen auf Allzeit-Hoch

GFDK - Kultur und Medien

Nie suchten so viele Menschen auf Google nach käuflich zu erwerbenden Ferienobjekten als im Krisenjahr 2020. Zahlreiche Interessenten lassen der Recherche auch Taten folgen: Gegenüber dem Vorjahr besitzen 21,15 Prozent mehr Deutsche eine Ferienimmobilie. Dies geht aus einer neuen „Handelskontor“-Infografik hervor.

Während im vergangenen Jahr 1,04 Bundesbürger ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung besaßen, sind es inzwischen bereits 1,26 Millionen. Wie die Infografik aufzeigt, sank im gleichen Zug die Anzahl an gewerblich vermieteten Ferienobjekten. Immer mehr setzen folglich auf selbstgenutzte Immobilien.

Der Google-Trend-Score für das Suchbegriffspaar „Ferienhaus Kaufen“ notierte im August auf dem größtmöglichen Wert von einhundert. Der Score gibt das relative Suchaufkommen an. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum notierte der Score knapp 54 Prozent höher.

Indes zeigt die Erhebung, dass die Immobilienpreise auch während der Pandemie weiter zulegen. Im 2. Quartal lag der „Empirica“-Preisindex für Immobilien deutschlandweit bei 174 Punkten. Im Vorjahresquartal waren es noch 147. Der Anstieg schlägt mit 18,4 Prozent zu Buche.

Ähnliches gilt auch für Immobilien Aktien. Während der branchenübergreifende Leitindex DAX sogar 0,2 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr notiert, kletterte der Börsenwert von Deutsche Wohnen bis zu 22,2 Prozent nach oben.

Die Marktkapitalisierung des ebenfalls im DAX gelisteten Immobilienkonzerns Vonovia stieg hingegen um 20,8 Prozent. Betongold zeigte sich in der Krise nicht nur resistent, mehr noch: sogar als überaus renditestark.

„Die Nachfrage nach Ferienimmobilien erhöhte sich im Angesicht von Kontakt- und Reisebeschränkungen erheblich“, so Handelskontor-Herausgeber Raphael Lulay. „Besonders groß ist der Nachfrageanstieg in den Urlaubsregionen an der Ost- und Nordsee sowie im Bayerischen Wald“.

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08.12.2020 Einzelausstellung von Iman Issa

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

Endlich ist es so weit

Das TAXISPALAIS öffnet mit der Einzelausstellung „Iman Issa___Proxies, with a Life of Their Own“ endlich wieder seine Türen und startet am Freitag, den 11. Dezember 2020 um 11 Uhr mit einem Eröffnungswochenende.

Bis Sonntag, den 13. Dezember 2020 haben Kunstinteressierte nach dem lockdown in der Zeit von 11 bis 18 Uhr die Möglichkeit bei freiem Eintritt die Einzelausstellung zu besuchen, danach zu den gewohnten Öffnungszeiten und Eintrittspreisen.

Iman Issa fragt nach der Relevanz von Formen und iteriert Vergangenes in virulente Gegenwart. Mit ihren Installationen, Filmen, Publikationen und Soundarbeiten schafft Issa spielerische Studien, die blinde Flecke in gegenwärtigen Blicken auf die Vergangenheit erfahrbar machen.

Historische Artefakte, das Genre des künstlerischen Selbstporträts, Filmsequenzen, die Ideengeschichte und kulturelle Praktiken, wie beispielsweise museale Konventionen des Zeigens und Bewahrens, werden in ihren Arbeiten aufgegriffen, variiert und neu interpretiert.

Für ihre erste umfassende Einzelausstellung in Österreich schafft Issa zahlreiche neue Arbeiten, die im Kontext ihrer fortlaufenden Werkserien im TAXISPALAIS präsentiert werden. Kuratiert wurde die Einzelausstellung von Nina Tabassomi.

ECKDATEN ZUR AUSSTELLUNG

TITEL Iman Issa___Proxies, with a Life of Their Own

ERÖFFNUNGSWOCHENENDE MIT FREIEM EINTRITT
Freitag, 11. Dezember – Sonntag, 13. Dezember 2020, jeweils 11 – 18 Uhr

DAUER 11. Dezember 2020 – 7. März 2021

ORT TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol, Maria-Theresien-Straße 45, 6020 Innsbruck

ÖFFNUNGSZEITEN Di – So 11 – 18 Uhr, Do 11 – 20 Uhr, Mo geschlossen

INFORMATION www.taxispalais.art

EINTRITT, 4 Euro / 2 Euro reduziert; 3 Euro pro Person bei Gruppen ab 10 Personen

EINTRITT FREI Sonntags und Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

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08.12.2020 Betrugsmuster beim Online Shopping

GFDK - Kultur und Medien

Laut Adobe Analytics werden die Online-Umsätze in der Vorweihnachtszeit aufgrund des Lockdowns global um 33% steigen. Deutschland wird als der fünftgrößte E-Commerce-Markt weltweit und der zweitgrößte in Europa angesehen; die Online-Ausgaben pro Käufer verdoppelten sich hierzulande von 669 Euro in 2015 auf 1.444 Euro in 2019. Betrüger nutzen das aus, um die Portemonnaies der Internetkäufer zu leeren.

Laut dem Cyber Risk Index (CRI), berechnet von NordVPN, werden Bürger von Industriestaaten mit größerer Wahrscheinlichkeit Opfer von Cyberkriminalität – trotz der Tatsache, dass diese sich selbst als technikerfahren und gut geschützt sehen.

Deutschland befindet sich mit einem CRI von 0,530 auf Platz 21 weltweit. Das gilt als mäßiges Risiko. Industriestaaten bieten besseren Zugang zum Internet und höhere Löhne. Das führt dazu, dass mehr Smartphones und Online-Services genutzt werden und damit die Anfälligkeit für Cyberbetrug steigt.

Wie finden Betrüger ihre Opfer?

Cyberkriminelle nutzen häufig E-Mails und Online-Banner als Mittel zum Zweck. Sehr oft verwenden Betrüger dieselben Methoden wie legitime Werbetreibende.

Sie vertrauen unter anderem auf Facebook und Google, um mit ihren Bannern zu werben. Auch wenn diese Unternehmen hohe Sicherheitsmaßnahmen haben, schaffen es manche Banner doch durch diese hindurch.

Ein anderer Weg, den manche Betrüger gehen, ist, dass sie potenzielle zukünftige Opfer beobachten und ihr Online-Verhalten analysieren; das ist nicht schwer, wenn das Opfer ungeschützt im Web unterwegs ist. Deshalb ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass sichere Webseiten HTTPS in ihrer Adresse haben.

Zusätzlich sollten sich Nutzer mit einer VPN-Verbindung schützen. Diese verhindert Lauschangriffe und macht es Betrügern schwerer, Zahlungsdaten abzufangen.

Wann immer man sich jedoch dem Shopping-Spaß in der Vorweihnachtszeit hingibt, sollte man auf gewisse Warnsignale achten. Das können Angebote sein, die zu gut aussehen, um wahr zu sein; oder Links, die man von Finanzinstituten erhalten hat, da diese gefälscht sein könnten.

Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN, hat die 5 häufigsten Methoden aufgelistet, die Betrüger 2020 verwenden: 

  1. Information von der Bank. Betrüger fälschen E-Mails von Banken und behaupten darin, dass der Kauf, den die Opfer getätigt haben, nicht bearbeitet werden konnte. Gewillt, die Bezahlung endgültig abzuschließen, klicken die Opfer auf den Link und geben ihre Bankdaten auf einer gefälschten Bankwebseite ein, die exakt so aussieht wie das Original. Auf diese Weise geben die Opfer ihre gesamten Bankdaten an die Betrüger weiter.
  2. „Ihre Bestellung wurde abgebrochen“. Diese Betrügereien können so weit gehen, dass dabei behauptet wird: „Entschuldigen Sie, die Bestellung ist nicht mehr auf Lager. Ihre Bestellung wurde abgebrochen. Um eine Rückerstattung zu beantragen, klicken Sie bitte hier.“ Sobald das Opfer auf den Link klickt, wird es gebeten, die Daten der Kreditkarte einzugeben, auf die die Rückerstattung überwiesen werden soll – was damit endet, dass das Bankkonto geleert wird.
  3. Ähnlich aussehende Seiten. Amazoŋ.com, eday.com, googIe.comv – den meisten Nutzern fallen die Abweichungen der Adresszeile nicht auf, solange das Design der Webseite echt aussieht. Sie führen die Zahlungen für ihre Produkte im Einkaufswagen durch, und am Ende werden sie dann ausgeraubt.
  4. Erneuern Sie für die getätigten Einkäufe Ihre Mitgliedschaft. Sobald man seine Einkäufe beendet hat, senden Betrüger eine E-Mail und behaupten, dass die Amazon Prime Mitgliedschaft abgelaufen ist und man deshalb keinen Rabatt erhalten könne. Damit die Produkte also geliefert werden können, muss man die Mitgliedschaft erneuern. Am Ende wird das Opfer dazu verleitet, seine Bankdaten preiszugeben.
  5. Gefälschte Rechnungen. Wenn die Leute mehr Überweisungen als normalerweise tätigen, kann es schnell passieren, dass man gefälschte Rechnungen bezahlt. Diese Art von Betrug nennt man Authorised Push Payment (APP). Die Opfer können die Bezahlung nicht rückgängig machen, sobald sie merken, dass sie reingelegt wurden.
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01.12.2020 Elefant Kaavan auf dem Luftweg

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Ein russisches Frachtflugzeug, eine vier Tonnen schwere Transportbox und einen negativen Covid-19-Test für ein Wildtier: Nur einige der Dinge, die die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN für die Ausreise des einsamsten Elefanten der Welt organisieren musste.

Nach monatelangen Vorbereitungen und mehr als 35 Jahren Gefangenschaft startete Elefant Kaavan am 30.11. seine Reise vom Marghazar Zoo in Islamabad in das Cambodia Wildlife Sanctuary in Siem Reap. Dort soll Kaavan ein artgemäßes Leben mit anderen Elefanten führen.

Nun ist der berühmte Elefant Kaavan in seinem neuen Zuhause angekommen – und wurde von Popsängerin Cher empfangen.

Den historischen Wildtiertransfer setzt VIER PFOTEN in Zusammenarbeit mit den pakistanischen Behörden, den amerikanischen Geschäftsmann Eric S. Margolis und Sängerin Chers NGO Free The Wild um.

Das VIER PFOTEN Team und Kaavan sollen am Nachmittag des 30. November in Siem Reap landen. Kaavans Freilassung in sein neues Zuhause ist für 1. Dezember geplant.

Für VIER PFOTEN war Kaavans Rettung der erste Elefantentransfer, weltweit wurden bisher nur eine Handvoll erwachsene Elefanten mit einem Flugzeug übersiedelt.

Um den 36-jährigen Kaavan für seine Abreise vorzubereiten, verbrachte das VIER PFOTEN Team, bestehend aus Tierärzten und Elefantenexperten, rund drei Monate in Pakistans Hauptstadt Islamabad.

Drei Mal täglich übte das Team mit dem rund vier Tonnen schweren Kaavan den sicheren und stressfreien Ein- und Ausstieg in die Transportbox. „Kaavan fasste schnell Vertrauen zu uns und machte in kurzer Zeit große Fortschritte.

Dank seiner Kooperation konnten wir ihn nun endlich nach Kambodscha ausfliegen. Das wäre nie ohne die Unterstützung des Islamabad Wildlife Management Board, der pakistanischen Behörden und Bevölkerung, unseres Großspenders Eric S. Margolis sowie unserer Partner von Free The Wild möglich gewesen“, sagt Dr. Amir Khalil, VIER PFOTEN Tierarzt und Leiter der komplexen Rettungsmission.

VIER PFOTEN CEO Josef Pfabigan ergänzt: „Ich bin sehr stolz auf unsere Organisation, die mit dieser Rettungsaktion Geschichte schreibt. VIER PFOTEN sorgte für internationale Aufmerksamkeit, um das Leiden unzähliger Wildtiere in Gefangenschaft in den Fokus zu rücken.

Mit Kaavans Übersiedlung in ein artgemäßes Tierschutzzentrum zeigen wir, wie die Leben von den vielen Tieren, die noch immer in Substandard-Zoos auf der ganzen Welt gehalten werden, verbessert werden können. VIER PFOTEN steht dafür, Missstände zu erkennen, Tiere in Not zu retten und sie zu beschützen".

Militäreskorte und offizielle Verabschiedung vom pakistanischen Präsidenten

Die Elefanten-Rettung glich einem Staatsakt. Einige Tage vor Kaavans Übersiedlung kamen der pakistanische Präsident Dr. Arif Alvi und die First Lady in den Marghazar Zoo, um sich von dem Elefanten – ursprünglich ein Geschenk von Sri Lanka – offiziell zu verabschieden.

Am Tag der Abreise überwachte das pakistanische Militär, wie ein Kran die Transportbox mit Kaavan, insgesamt elf Tonnen schwer, auf einen LKW lud.

Danach brachte VIER PFOTEN, begleitet von einer Militäreskorte, Kaavan zum Islamabad International Airport, wo bereits eine Iljushin Il-76, ein russisches Transportflugzeug, auf den Elefanten und das Rettungsteam wartete.

Kaavan ist bei dem rund zehnstündigen Flug von Pakistan nach Kambodscha, mit Zwischenstopp in Indien, bei vollem Bewusstsein.

In seiner Transportbox wurde ein Schlauchsystem verbaut, um bis zu 200 Liter Urin abzufangen. Das VIER PFOTEN Team begleitet den Elefanten bis an sein Endziel und ist auch an Bord des Frachtflugzeugs, um Kaavans Sicherheit und Gesundheitszustand kontinuierlich zu überwachen.

Kaavan reist mit schwerem Gepäck: 200 Kilogramm Futter stehen im während der Reise zur Verfügung.

Die letzten Tiere des Marghazar Zoo

Mit Kaavan verlässt ein weiteres Tier den Marghazar Zoo, der vor seiner endgültigen Schließung steht. Zuvor hat VIER PFOTEN gemeinsam mit dem Islamabad Wildlife Management Board bereits drei Wölfe, einige Affen und alle Hasen, die ebenfalls im Zoo eingesperrt lebten, sicher innerhalb Pakistans untergebracht.

Aktuell befinden sich nur noch zwei Himalaya-Braunbären, ein Hirsch und ein Affe im Zoo. VIER PFOTEN plant die zwei ehemaligen Tanzbären Suzie und Bubloo Mitte Dezember nach Jordanien zu bringen.

Gemeinsam mit der Princess Alia Foundation betreibt VIER PFOTEN in der Nähe von Amman das Wildtierschutzzentrum „Al Ma’wa for Nature and Wildlife“.

Der amerikanische Geschäftsmann Eric S. Margolis unterstützt finanziell die Rettungsmission der Bären und der anderen Tiere. Er hat auch die Hälfte der Kosten für Kaavans Flug übernommen. An artgemäßen Lösungen für den Affen und den Hirsch wird derzeit gearbeitet.

Vom Wildtierschutzzentrum zum Substandard-Zoo

Der 28 Hektar große Marghazar Zoo wurde 1978 ursprünglich als Wildtierschutzzentrum in den Margalla Hills in Islamabad eröffnet, wurde jedoch später zu einem Zoo umfunktioniert.

Der Zoo ist seit seiner Gründung im Besitz der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Elefant Kaavan kam 1985 als Geschenk von Sri Lanka nach Pakistan. Von 1990 an teilte er sein Gehege im Marghazar Zoo mit seiner Partnerin Saheli, doch seit ihrem Tod im Jahr 2012 fristet Kaavan ein einsames Dasein.

Immer wieder geriet der Marghazar Zoo in Islamabad aufgrund seiner schlechten Haltungsbedingungen in die Schlagzeilen. Erst im Juli 2020 tauchten schockierende Aufnahmen von zwei Löwen auf, die gegen ein Feuer in ihrem kleinen Gehege kämpfen.

Beide Großkatzen starben schließlich an den Folgen einer Rauchgasvergiftung. In den vergangenen Jahren wurden über 500 Zootiere als vermisst gemeldet, allein in den letzten vier Jahren starben über zwei Dutzend Tiere im Marghazar Zoo.

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29.11.2020 mehr verkaufte Haushaltsroboter

GFDK - Kultur und Medien

Im Jahr 2020 sollen weltweit rund 30,4 Millionen Haushaltsroboter verkauft werden. Im Jahr 2018 waren es hingegen 16,3 Millionen. Der Anstieg schlägt mit 86,5 Prozent zu Buche. Dies geht aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor.

Wie die Infografik aufzeigt, werden 75 % aller verkauften Haushaltsroboter in den Vereinigten Staaten von Amerika hergestellt. Weitere 19 Prozent in Asien, und lediglich 6 Prozent in Europa.

Der US-Marktführer iRobot weist auch auf dem Börsenparkett ein großes Wachstum auf. Binnen der letzten 365 Tage erhöhte sich der iRobot Börsenwert um 49 Prozent. Im selben Zeitraum legte der Dow Jones lediglich 6,6 Prozent zu, der DAX wiederum notiert nahezu auf demselben Zähler, als vor einem Jahr.

Inzwischen nutzt bereits knapp jeder fünfte Deutsche einen Roboter, der Haushaltsdienste verrichtet. Im Jahr 2014 waren es lediglich 7 Prozent.

Die Anzahl könnte künftig noch stark ansteigen. 23 Prozent der Bundesbürger die bis dato noch nicht auf einen solchen Helfer zurückgreifen, können sich „auf jeden Fall“ vorstellen, einen Haushaltsroboter zu nutzen.

Weitere 22 Prozent können sich den Einsatz von Haushaltsrobotern „eher vorstellen“.

Großes Wachstum bei Gesundheitsrobotern

Auch die Sparte der Medizinroboter wächst stark. Hierbei wurden im Jahr 2020 Umsätze in Höhe von 6,6 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Gegenüber dem Jahr 2018 ist dies ein Plus von 60,1 Prozent. Gemäß der Infografik könnte dieser Wert bis zum Jahr 2023 sogar auf 12,6 Milliarden Dollar ansteigen.

Noch größer das relative Wachstum indes bei den Logistikrobotern. Der Umsatz kletterte von 0,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf 2,6 Milliarden Dollar im Corona-Krisenjahr.

„Haushaltsroboter erfreuen sich steigender Beliebtheit“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay. „Die Corona-Krise scheint den ohnehin schon in Gang gesetzten Trend sogar noch verstärkt zu haben“.

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27.11.2020 die besten und schlechtesten Städte

GFDK - Kultur und Medien

InterNations, mit rund 4 Millionen Mitgliedern das weltweit größte Netzwerk für alle, die im Ausland leben und arbeiten, veröffentlicht das Expat City Ranking 2020.

Es basiert auf der jährlichen Expat Insider Studie, eine der weltweit größten Umfragen zum Leben und Arbeiten im Ausland mit über 15.000 Teilnehmern.

Im Jahr 2020 werden 66 Städte weltweit untersucht: Die Studie bietet eine detaillierte Analyse von Lebensqualität, Eingewöhnung und Arbeitsleben in der Stadt sowie Finanzen & Wohnen und Lebenshaltungskosten.

Zusammen bilden die ersten vier Kategorien das Expat City Ranking, das die besten und schlechtesten Städte für Expats präsentiert.

Da die Daten im März 2020 erhoben wurden, kurz bevor COVID-19 zu einer Pandemie wurde, bleibt jedoch eine Frage offen: Werden diese Städte auch in einer Welt nach dem Coronavirus noch an der Spitze stehen? 

Wie Expats das Leben in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart beurteilen

Von 66 Städten im Expat City Ranking 2020 belegt Düsseldorf den 26. Platz, gefolgt von Frankfurt am Main (29.), Hamburg (33.), München (41.), Berlin (44.) und Stuttgart (49.).

Obwohl die Endergebnisse recht verschieden sind, haben die deutschen Städte aus Sicht der Expats viele Gemeinsamkeiten: Beispielsweise wählen sie alle Städte im Index für das Arbeiten in der Stadt in die Top 10 weltweit – abgesehen von Berlin (30.).

Andererseits schneiden sie in puncto Eingewöhnung alle schlecht ab: Hamburg ist diesbezüglich auf Rang 43 die beste deutsche Stadt.

Das sind die besten und schlechtesten Städte für Expats weltweit

Valencia (1. Platz), Alicante, Lissabon, Panama-Stadt, Singapur, Malaga, Buenos Aires, Kuala Lumpur, Madrid und Abu Dhabi (10. Platz) sind die Top 10 Städte für Expats. Andererseits halten Expats Salmiya in Kuwait (66. Platz), Rom, Seoul, Mailand, Nairobi, Paris, Johannesburg, Santiago, Dublin und Hongkong (57. Platz) für die schlechtesten Städte weltweit.

Über das Expat City Ranking 2020

Das Expat City Ranking basiert auf der jährlichen Expat Insider Studie von InterNations. Für die Studie wurden mehr als 15.000 im Ausland lebende und arbeitende Personen aus 181 Ländern und mit 173 Nationalitäten zu zahlreichen Aspekten ihres Lebens im Ausland befragt.

Neben Fragen zur Zufriedenheit mit ihrem Leben im jeweiligen Gastland wurden die Umfrageteilnehmer auch gebeten, ihre Meinung über die Stadt, in der sie zur Zeit leben, zu teilen.

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26.11.2020 Kaavans Abreise nach Kambodscha

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Am Sonntag, 29. November, wird die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN den einsamsten Elefanten der Welt von Pakistan in sein neues Zuhause, das Cambodia Wildlife Sanctuary in der Provinz Siem Reap/Kambodscha, bringen.

Vor Kaavans Abreise hat VIER PFOTEN am 24. November den pakistanischen Präsidenten Arif Alvi und die First Lady ein, um den Elefanten offiziell zu verabschieden. Vor 35 Jahren überreichte Sri Lanka den Elefanten, als er gerade mal ein Jahr alt war, als Geschenk an Pakistan.

Anfang dieses Jahres beauftragte das Höchstgericht in Islamabad VIER PFOTEN damit, Kaavan von dem nicht artgemäßen Marghazar Zoo in Islamabad in ein Tierschutzzentrum in Kambodscha zu bringen. Integraler Bestandteil dieser Rettungsmission ist die NGO Free The Wild. Deren Mitbegründerin Cher machte weltweit auf Kaavans Schicksal aufmerksam.

In seiner Abschiedsrede betonte Präsident Alvi, dass das Urteil des Obersten Richters des Höchstgerichts in Islamabad, Athar Minallah, im Einklang mit den lokalen Traditionen stehe, Tiere zu pflegen und sie in einer für sie am besten geeigneten Umgebung zu halten.

Der Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass Kaavan in Kambodscha – umgeben von Artgenossen – sein Glück finden werde. Präsident Alvi würdigte auch die Bemühungen des Ministeriums für Klimawandel und des Islamabad Wildlife Management Board bei der Umsetzung von Kaavans Umsiedlung. Er betonte die Notwendigkeit, die Bevölkerung für Tierrechte und Umweltschutz zu sensibilisieren.

VIER PFOTEN Tierarzt und Missionsleiter Dr. Amir Khalil zeigte dem Präsidenten und der First Lady die Trainingsbox, die extra für Kaavan angefertigt wurde, um ihn auf den Transport im Flugzeug vorzubereiten.

„In Kambodscha wird Kaavan nicht nur viel Platz haben, sondern kann auch endlich mit Artgenossen sozialisiert werden.

Wir danken der pakistanischen Bevölkerung sowie den lokalen Behörden für ihre Unterstützung in den letzten Monaten“, sagt Dr. Khalil. VIER PFOTEN wird Kaavans Transfer zusammen mit der NGO Free The Wild umsetzen.

Die herausfordernde Rettungsaktion wird auch durch eine großzügige Spende des US-Journalisten, Geschäftsmannes und Tierschützers Eric Margolis finanziell unterstützt.

Der Minister für Klimawandel Malik Amin Aslam, Staatsminister Zartaj Gul und der österreichische Botschafter Nicolaus Keller waren bei der Verabschiedung des pakistanischen Präsidenten ebenfalls anwesend.

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25.11.2020 100 Jahre Gerhard Hoehme

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

"Bilder sind eine Lebenshilfe, man soll sich ihrer bedienen zur Erkenntnis über sich selbst, denn die Bilder sind nicht auf der Leinwand, sondern im Menschen." Gerhard Hoehme

Eigenwillig, vielschichtig, abstrakt: Gerhard Hoehme, Künstler und Philosoph, prägte die deutsche Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig mit bildnerischen und plastischen Arbeiten, Zeichnungen und Rauminstallationen. Sein Credo: Neugier ist das Tor zur Freiheit. Konsequent verweigerte er sich dem Dogma des Abbilds, der Ideologie, des Stils und des Künstlers.

In diesem Jahr wäre der 1989 verstorbene "Visionär der Abstraktion" 100 Jahre alt geworden. Grund genug für Beate Düsterberg, Initiatorin der Kunstinitiative "Wurzeln und Flügel e.V.", das beeindruckende Werk von Gerhard Hoehme in einer spektakulären Ausstellung zu würdigen.

"Wir freuen uns sehr, diesen bedeutenden Künstler anlässlich seines 100. Geburtstags auf Schloss Reuschenberg  in Neuss präsentieren zu können", erklärt Kunstexpertin und Kuratorin Beate Düsterberg.

Sie betont: "Die Ausstellung liegt mir ganz besonders am Herzen, weil ich im persönlichen Gespräch mit seiner Ehefrau viel über die faszinierende Persönlichkeit und Arbeitsweise von Gerhard Hoehme erfahren durfte. Besonders eindrucksvoll finde ich, dass er die Kunst permanent neu erfunden und immer weiterentwickelt hat.“

Gezeigt werden mehr als 120 Ölbilder, Papierarbeiten, Installationen und Objekte - wie zum Beispiel die 155 cm hohe und 307 cm breite Arbeit "Frühes Licht" aus dem Jahr 1968, für das Gerhard Hoehme PVC-Folie und Spiegelfolie an eine Holzleiste heftete. Schnell wird dem Besucher klar: Phantasie und Kreativität des Künstlers scheinen schier grenzenlos gewesen zu sein.

Ob Acryl, Bleistift, Tusche oder Ölkreide, ob Plexiglas, Damast, Pergament, Bütten, Kunststoff, Holz, Hartfaserplatten, Karton oder Polyester - Gerhard Hoehme kombinierte unterschiedlichste Stile und Materialien. Farbe setzte er als materielle Substanz ein.

Aus Bildern ließ er Schnüre in den Raum baumeln, erweiterte so die zweidimensionale Fläche ins Dreidimensionale.  Selbst Schnittmuster aus den Frauenzeitschriften der 50er und 60er Jahre dienten ihm als Inspiration.

Gerhard Hoehme war einer der Wegbereiter des deutschen Informel. Er entwickelte die informellen Bildkonzepte jedoch schon früh weiter, löste sich schließlich zunehmend daraus und beschritt eigene, experimentelle Wege.

Für ihn war das Bild ein offenes energetisches Feld, das sich auf die Umgebung hin ausdehnt. So hat er Kunst geschaffen, die im besten Sinn anarchistisch und radikal ist.

Dabei ging es ihm vor allem um das Knüpfen von Beziehungen – zwischen Bild, Betrachter und Raum, zwischen materieller und spiritueller Welt.

"Wenn man nichts sieht, schaut man genauer hin", soll Gerhard Hoehme einmal gesagt haben. Wie Recht er damit hatte, zeigt sich gerade in der Corona-Pandemie. Ein Visionär eben.

Gerhard Hoehme wurde 1920 in Greppin/Sachsen-Anhalt geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den wichtigsten Vertretern der abstrakten Kunst und des Informel.

Hoehme studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und nahm 1959 an der documenta II in Kassel teil. Ein Jahr später ging er als Stipendiat der Villa Massimo nach Rom, wo er Kontakte zu Künstlern wie Cy Twombly oder Schriftstellern wie Paul Nizon unterhielt.

Italien und Rom wurden nach diesem prägenden Aufenthalt zu Hoehmes zweiten Heimat. 1960 erhielt er eine Berufung an die Staatliche Kunstakademie in Düsseldorf als Lehrer und wurde dort 1965 zum Professor für Freie Malerei ernannt. Zu seinen Schülern gehörte u.a. Sigmar Polke. 1967 veröffentlichte Gerhard Hoehme sein viel beachtetes Kunst-Manifest "Relationen".

100 Jahre Gerhard Hoehme

Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V.

Gerhard-Hoehme-Allee 1

41466 Neuss

Öffnungszeiten: Jeden Mittwoch von 15 Uhr - 18 Uhr

Anmeldung unter:

post@wurzelnundfluegel.org

oder unter

Tel. 02131 4053580

Die Ausstellung ist noch bis Ende Dezember 2020 geöffnet.

Ein aufwändig gestalteter Ausstellungskatalog ist erhältlich.

Der Verein Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, außergewöhnliche Kunst- und Kulturprojekte zu fördern sowie Künstler und deren Projekte zu unterstützen.

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25.11.2020 die größte Bühne der Welt

GFDK - Kultur und Medien - Dr. Christine Waiblinger

Erstveröffentlichung am 19.09.2015. - 100 Meilen von der Kasinostadt Reno entfernt liegt in der unberührten Wildnis Nevadas eine ausgestorbene, menschenfeindliche Gegend mit dem Namen Black Rock Desert. In den letzten 10.000 Jahren war sie fast immer ein tischflacher, ausgetrockneter Seeboden, über den der Wind hinwegheult.

Immer, mit Ausnahme einer kurzen Woche gegen Ende des Sommers, wenn sich auf dem toten Staub vorübergehend eine Stadt erhebt.

Nicht käuflich, ohne Egoismus, keine Machtspiele der Mainstremkultur

Das ist die surreale und irrwitzige Location des Burning Man Festivals. Die Menschen, die sich hier von der Sonne braten und vom Staub sandstrahlen lassen, sind auf der Suche nach ganz unterschiedlichen Dingen: Gemeinschaftserlebnis, spirituelles Abenteuer, größte Bühne der Welt, Outdoor Rave, alternative Lebensformen.

Das Festival ist außerdem Inkubator für einige der außergewöhnlichsten Kunstwerke im öffentlichen Raum weltweit: Ein mechanischer, feuerspuckender Tintenfisch, ein 15 m hoher Tempel aus Sperrholz und natürlich der Man, der dem Ganzen den Namen verleiht – eine menschenähnliche Skelettskulptur, die am Ende des Festivals abgefackelt wird.

Das kulturelle Epizentrum unserer Zeit

Autor und Fotograf NK Guy hat in diesem Buch die besten Kunstwerke aus 16 Jahren Burning Man zusammengestellt.Seine mitreißenden Bilder geben einen überzeugenden Eindruck von den Installationen und Skulpturen: kollektiv, vergänglich, partizipativ – sie alle existieren ein paar Tage lang hier in der Wüste, einfach nur, weil jemand etwas zum Ausdruck bringen wollte.

Das Ergebnis legt Zeugnis einer Lebensweise ab, die sich bewusst von Egoismus, Käuflichkeit und Machtspielen der Mainstreamkultur abwendet: Burning Man ist eins der kulturellen Epizentren unserer Zeit und steht für reinen, ungehemmten künstlerischen Ausdruck.

Dr. Christine Waiblinger

Der Fotograf

NK Guy is a Canadian writer and photographer living in Britain. He is the author of The Lens: A Practical Guide for the Creative Photographer and The Photographer’s Dictionary. He documented the art of Burning Man annually between 1998 and 2014.

Burning Man – Kunst und Kult

NK Guy
Hardcover mit Ausklappern, 26 x 34 cm, 280 Seiten

ISBN 978-3-8365-2339-4
Mehrsprachige Ausgabe: Deutsch, Englisch, Französisch

TASCHEN; 280 Seiten; 39,99 Euro.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

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