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23.12.2021 Masken in der Öffentlichkeit

Die Zukunft wird hygienischer

von: GFDK - Kultur und Medien

Wenn die vergangenen zwei Jahre etwas Positives bewirken, dann vermutlich ein gesteigertes Bewusstsein für mehr Hygiene und weniger Körperkontakt in der Öffentlichkeit. Was in anderen Länder längst üblich ist, könnte sich dann endlich auch hier auf breiter Fläche durchsetzen.

Saubere Hände auf dem Vormarsch

Es ist leider kein Mythos: Die Deutschen spielen in Sachen Hygiene nicht gerade in der ersten Liga mit. So stellte  eine Studie, für die einen Monat lang 1.000 Besucher auf öffentlichen Toiletten unauffällig beobachtet wurden, fest, dass sieben Prozent ganz auf das Händewaschen verzichteten,

27 Prozent lediglich Wasser benutzten und 58 Prozent Wasser und Seife zu kurz benutzten, um wirklich wirkungsvoll zu sein. Anders gesagt: Lediglich 8 Prozent wuschen sich die Hände korrekt. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie gab es jedoch eine riesige Welle an Anweisungen zum richtigen Händewaschen (mindestens 20 Sekunden lang, dabei die Zwischenräume zwischen den Fingern nicht vergessen), sodass sich dies mittlerweile gebessert haben dürfte

Ergänzend kamen durch die verschärften Hygienemaßnahmen ihre Restaurants weltweit weitere Erkenntnisse hinzu:

So sind Handtücher, die sich mehrere Menschen teilen müssen, mittlerweile tabu. Stattdessen dominieren Handtuchspender für Einwegpapiertücher, die sich nach Gebrauch entsorgen lassen.

Sie hängen nicht nur in den Toiletten, sondern stehen immer häufiger auch auf Tischen gemeinsam mit Desinfektionsmittel bereit. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass das Personal nun verstärkt auf saubere Tische achtet. Wirklich niemand möchte mehr an verklebten und mit Krümeln der Vorgänger übersäten Tische Platz nehmen.

Masken in der Öffentlichkeit

Ein schwieriges Reizthema sind Masken in der Öffentlichkeit. Zweifellos sollte die Maskenpflicht so schnell wie es die pandemische Lage erlaubt, fallen. Die Menschen möchten sich zu Recht wieder ins Gesicht blicken und Mimik richtig wahrnehmen können.

Millionen Schlechthörende und Taube werden seit zwei Jahren fast vollständig von der Kommunikation ausgeschlossen, weil ihnen das Lippenlesen verwehrt bleibt. Dennoch lohnt es sich, einen Blick nach Asien zu werfen, wo Masken seit Jahren ein üblicher Anblick im Straßenanblick sind.

Anders als so manche Maskengegner behaupten, sind sie jedoch weder Pflicht noch weit verbreitet. Stattdessen handelt es sich vor allem um gelebte Solidarität und Selbstverantwortung:

Erkältete Menschen schützen andere durch das Tragen der Maske vor der Ansteckung und empfindliche Menschen vor einer Infektion. Doch dazu kommt noch ein anderer Grund: So bekennen sich junge Japanerinnen offen dazu, ihr Gesicht lieber mal hinter einer Maske zu verstecken, weil keine Zeit zum Schminken blieb. Etwas, das viele junge Damen hier zweifellos nachvollziehen können.

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