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21.11.2018 Risiken abwägen

Kredit aufnehmen oder sparen? Tipps zur Entscheidung

von: GFDK - Medien

Bankdarlehen ermöglichen kostspielige Anschaffungen oder die Überbrückung finanzieller Durststrecken. Gerade in Zeiten der Niedrigzinsen ist die Aufnahme eines Kredits für viele sehr verlockend. Doch wann ist sie wirklich sinnvoll?

Ob ein neues Auto, Möbel, Urlaub oder finanzielle Engpässe am Monatsende: Es gibt viele Gründe, warum Menschen einen Kredit aufnehmen. Diese Entscheidung sollte jedoch gut überlegt sein, will man nicht in die Schuldenfalle geraten. Zu berücksichtigen ist dabei immer die individuelle Situation des Kreditnehmers. Doch grundsätzlich sollte man nur dann einen Kredit aufnehmen, wenn dies tatsächlich notwendig ist.

Kredite auf das Notwendige beschränken


Bei der Entscheidung für oder gegen einen Kredit sollte sich jeder Verbraucher zunächst fragen, ob sich der konkrete Finanzierungswunsch nicht verschieben lässt, bis die nötige Geldsumme angespart ist. Das gilt besonders für Konsumgüter und Urlaubsreisen.

Denn eine Kreditaufnahme lohnt sich in der Regel nur für notwendige und langlebige Dinge. Das Urlaubsgefühl verfliegt sehr schnell, wenn man die Reise durch ein Darlehen finanziert, das man danach womöglich noch lange Zeit zurückzahlen muss.

Außerdem machen die Zinsen solche kurzfristigen Investitionen am Ende unnötig teuer. Die Anschaffung neuer Küchengeräte oder eines neuen Smartphones, wenn das alte noch funktioniert, gehört ebenso dazu wie der Kauf von Luxusgegenständen, also etwa Schmuck oder Uhren.

Es gibt jedoch Situationen, in denen eine Kreditaufnahme fast unvermeidbar ist: wenn die eigenen Ersparnisse etwa für die nötige Autoreparatur nicht reichen, die Waschmaschine streikt, das Eigenheim finanziert werden soll oder für eine Umschuldung. Hat man bereits Kredite für andere - eventuell unnötige - Anschaffungen aufgenommen, werden solche wichtigen Finanzierungen umso schwieriger.

Risiken abwägen - realistisch kalkulieren


Neben der Wichtigkeit eines Kredits gilt es stets das finanzielle Risiko einzuschätzen, das die monatliche Belastung mit sich bringt. Anbieter von Online-Krediten wie die Norisbank halten hierzu Rechner bereit, mit denen sich die Monatsraten leicht ermitteln lassen. Nur wer langfristig imstande ist, die Raten zu zahlen, sollte ein Darlehen aufnehmen.

Manchmal reicht auch schon eine realistische Selbsteinschätzung, um herauszufinden, ob die Beantragung eines Kredits überhaupt Aussicht auf Erfolg hat. Dafür schaut man sich seine monatlichen Einnahmen an und rechnet aus, was nach Abzug der Fixkosten und Lebenshaltungskosten am Monatsende übrigbleibt.

Bei einer Baufinanzierung beispielsweise gilt als Faustregel, dass höchstens 40 Prozent des Haushaltseinkommens für Zinsen und Tilgung des Kredits ausgegeben werden sollten.

Ob man wirklich kreditwürdig ist, kann letztlich nur die Bank sagen. Deren Entscheidung basiert auf realistischen Berechnungen - die Gefahr einer zu optimistischen Planung ist hierbei gering. Lehnt die Bank die Vergabe eines Darlehens ab, sollte man dies nicht nur akzeptieren, sondern auch nochmal überdenken, ob das Risiko einer Überschuldung nicht doch zu hoch ist.

Seine finanzielle Lage besser darzustellen als sie ist nützt übrigens nichts und ist gefährlich. Denn man macht sich damit nicht nur strafbar, sondern gefährdet auch seine finanzielle Zukunft.

Da die Bank die Auskunft zur Zahlungsfähigkeit bei der Schufa einholt, kann es jedoch ratsam sein, die Daten zu überprüfen, die dort über einen gespeichert sind. Schließlich kann es sein, dass diese unvollständig oder falsch sind und die Bank den Antrag deshalb ablehnt.

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