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Marketing News

19.09.2020 Outdoor-Marke macht auf Wut

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint "Ignoranten" oder "Naturfeinde" hätte vollkommen gereicht. Alles andere ist unnötiger Hass.

Lieber Herr Böhmer,

dass eine Marke wütend auftritt, habe ich noch nie erlebt. Patagonia ätzt: "Wählt die Arschlöcher ab". Die Botschaft ist eingenäht in Etiketten von Shorts der Outdoor-Marke.

Firmengründer Yvon Chouinard meint damit nach eigenen Angaben "Politiker jeder Partei, die die Klimakrise leugnen oder missachten und die Wissenschaft ignorieren." Mit einem Wort: Trump. Der will nämlich am 3. November als Präsident der USA wiedergewählt werden.

Mir gefällt dieser Wutausbruch nicht. Es gibt genug Hass aufeinander. "Ignoranten" oder "Naturfeinde" statt "Arschlöcher" hätte auch gepasst.

Wenn Wut verkauft, ist das keine Marken-Haltung, sondern PR-Masche.

Ein schönes Wochenende wünscht

Rolf Schröter

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18.09.2020 Magazin für Lebensästhetik

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat heute viel zu erzählen.

Lieber Herr Böhmer,

"und sie bewegt sich doch" soll Astronom Galileo Galilei gesagt haben, weil die mächtige Institution der katholischen Kirche seiner (korrekten) Darstellung, dass sich die Erde um die Sonne drehe und nicht umgekehrt, einfach nichts abgewinnen konnte.

Ein Märtyrer im Dienst des Fortschritts - ist eine schöne Geschichte, wie man seit längerem weiß stimmt sie aber leider nicht.

"Und sie bewegt sich doch" möchte man dennoch auch angesichts der Nachricht ausrufen, dass bei der medienübergreifenden Reichweiten- und Werbemessung auf internationaler Ebene ein wichtiger Durchbruch erzielt worden sei.

Verbände, große Werbetreibende und Digitalriesen (Facebook, Google) haben sich auf einen Ansatz verständigt, der jetzt in UK und USA getestet werden soll. Klingt nach Fortschritt, klingt nach guter Geschichte.

Ob es am Ende aber wirklich mehr wird, die Geschichte so tatsächlich stimmt, das muss sich zeigen. Derlei Initiativen erlebten in der Vergangenheit ja zumeist einen abrupten Tod, vielleicht gelten diese ja in der Zukunft als Märtyrer für die gute Sache.

Manchmal dreht sich die Welt zumindest gefühlt auch ein wenig rückwärts, Retro nennt man das dann gerne. Die Rückkehr von Max fällt in diese Kategorie.

Rund 30 Jahre nach dem ursprünglichen Start wird es jetzt auch wieder eine deutsche Ausgabe geben. Praktischerweise lässt sich das Impressum aus den 90ern an entscheidender Stelle recyclen und wiederverwenden.

Gründungschefredakteur Andreas Wrede steht wieder an der Spitze der deutschen Max. Dem Eindruck, es handle sich quasi um einen Neuaufguss, tritt man beim Verlag mit hinreichen blumigen Marketing-Sätzen entgegen.

Eine "Generationen-Brücke, die Best Ager und Instagrammer verbindet zu einer Community von Lebensästheten, die sogenannten Lifestyle als nicht mehr zeitgemäß empfinden und sich nach neuen Perspektiven, Inspiration, Wissen und Glaubwürdigkeit in allen Lebensbereichen sehnen", sei die Zeitschrift. 

Ansprechen will das "Magazin für Lebensästhetik", wie der Verlag es nennt, eine breite Leserschaft, die aber wohl doch eher aus Älteren bestehen wird. Das besagt jedenfalls das Mission Statement, das da lautet:

"Max ist Zukunft und besinnt sich klassischer Tugenden: Ungewöhnliche Photographie, mutiger Journalismus, kreatives Design und großes Format. Das nicht nur auffällt, sondern Halt gibt." 

Ja, gut, wir werden sehen.

Ganz andere Baustellen und mit Print so gar nichts am Hut hat dagegen TikTok. Während man sich in den USA immer noch streitet, ob (und wenn ja, wie) es die Plattform dort auch in Zukunft geben soll hat Tiktok seine bislang größte weltweite Kampagne gelauncht und zeitgleich erstmals die gigantische Zahl von 100 Millionen europäischen Nutzern veröffentlicht.

Orlina Miller, Country Marketing Managerin Deutschland, hat mit meiner Kollegin Belinda Duvinage darüber gesprochen, was es mit all dem auf sich hat.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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17.09.2020 nutzloses Zeug als heißen Scheiß

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, findet das die Apple Watch 6 als heißen Scheiß verkauft wird.

Lieber Herr Böhmer,

sie kann den Sauerstoffgehalt in meinem Blut messen, die nächste Apple-Watch. Kompliment! Der kalifornische Obsthändler ist echt Meister darin, nutzloses Zeug als heißen Scheiß zu verkaufen.

Der andere Verkaufsprofi mit A aus den USA fängt derweil an, die Rich Kids anzufixen. Amazon zimmert dafür „Luxury Stores“. Dort sind die Markenherrschaften frei in der Entscheidung, welche Produkte sie über Amazon verkaufen wollen, wie die Preise aussehen und wie der Auftritt gestaltet werden soll.

Voll nett - Der kleine Oscar de la Renta hat schon angebissen.

Das Einzige, was mich heute amüsiert, ist der Grund, warum der Schauspieler Hugh Jackmann laut dem Schauspieler Ryan Reynolds Kinder anschreit und seinen Hund misshandelt.

Kaffeemangel?

Gibt es von Apple irgendwann auch mal eine Uhr, die den Coffeingehalt im Blut misst?

Schönen Abend noch

Rolf Schröter

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16.09.2020 Grund zum Kopfschütteln

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, erzählt uns eine Posse über Zucker, und den Verbrauerschutz.

Lieber Herr Böhmer,

mit den so genannten Verbraucherschützern ist es wie mit den so genannten Datenschützern: grundsätzlich ein sinnvoller Ansatz, in der Interpretation der entsprechenden Stellen wird daraus leider viel zu häufig aber nur noch Grund zum Kopfschütteln.

Der Beispiele gibt es viele, aktuell hat mal wieder ein Amt mit dem Wörtchen Verbraucherschutz im Namen geliefert. Die entsprechende Stelle der Stadt Bonn will nämlich den Verkauf von Lemonaid unterbinden lassen.

Grund: die Hamburger mischen zu wenig Zucker in ihre Limonade. Ja, richtig, zu wenig und nicht zu viel. Das widerspricht zwar jeder Vernunft, nicht aber den entsprechenden gesetzlichen Regeln.

Die schreiben nämlich vor, wie viel Zucker mindestens in einem Getränk enthalten sein muss, damit sich das Gebräu auch Limonade nennen darf.

Womit wir an einer anderen Stelle wären, bei der Datenschutz und Verbraucherschutz im Gleichschritt marschieren: Der größte Nonsens ist zumeist nur dadurch möglich, weil die entsprechenden politischen Vorgaben reichlich seltsam sind oder einfach nicht mehr den Anforderungen unserer Zeit entsprechen.

In diesem Fall liegt der Ball mal wieder im Feld von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner - irgendwie auch keine allzu große Überraschung.

Trotzdem muss die Frage erlaubt sein: Welche Verbraucherin, welcher Verbraucher soll denn bitte dadurch geschützt werden, dass Lemonaid nicht mehr als Limonade verkauft werden darf?

Hat das Bonner Amt keine relevanteren Themen auf der Liste, bei denen es wirklich um Verbraucherschutz geht?

In diesem Sinne: Prost Mahlzeit.

Holger Schellkopf

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15.09.2020 Social-Media-Kanäle von Aldi Nord

GFDK - Marketing News W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, beweist heute mal wieder viel Humor.

Lieber Herr Böhmer,

rumlaufen wie eine Aldi-Tüte, das scheint für gar nicht wenige Menschen sehr attraktiv zu sein.

Der Discounter Aldi Nord jedenfalls bringt eine eigene Fashion-Kollektion auf den Markt. Auch im Corporate Design des Aldi-Rivalen Lidl kann man sich mittlerweile ein komplettes Outfit zulegen.

Der Nahversorger ist ja auch eine starke Marke – gerade in der Corona-Zeit. Er beliefert uns mit Klopapier, Mehl und allen weiteren wichtigen Dingen, die wir zum Überleben im Homeoffice brauchen.

Die USA haben Donald Trump als Übervaterfigur. Wir hingegen haben zwar Mutti Merkel, die sich um uns kümmert. Aber versorgt werden wir von Aldi und Lidl.

Wo führt das hin? Damals gab es mit Gerhard Schröder einen Brioni-Kanzler. Nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Vielleicht werden sich Armin Laschet und Markus Söder noch in Aldi und Lidl kleiden, damit deren Markenkraft auf sie abstrahle?

Übrigens gibt es NOCH einen Billigheimer-Coup: Kaufland hat sich den Wendler gesichert. Der Schlagersänger und seine Frau Laura Müller (die übrigens mehr als doppelt so viele Instagram-Follower hat wie ihr Alter) werden angeblich die nächste Werbekampagne des Schnäppchenlieferanten aus Neckarsulm bespielen.

Krass genug. Aber das Beste kommt noch: Michael Wendler soll auch den Weihnachtsmann für Kaufland geben. Eigentlich logisch. Der Weihnachtsmann ist schließlich auch ein Nahversorger.

Der Wendler mit Systemrelevanz – wer hätte das gedacht?

Einen überraschenden Abend wünscht

Rolf Schröter

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14.09.2020 Auch in der digitalen Revolution braucht man Visitenkarten

GFDK - Marketing News

Obwohl digitale Prozesse eine Vielzahl unserer Gewohnheiten im Geschäftsleben verändert haben, sind Visitkarten auch heute noch im normalen Geschäftsverkehr anzutreffen hochwertige Visitenkarten haben ihren Stellenwert noch nicht verloren.

Geschäftsleute sind auch heute noch im Besitz von Visitenkarten. Beispiele für den gewöhnlichen Gebrauch gibt es zur Genüge.

Man sehe sich nur die Möglichkeiten während eines Messebesuchs an, wo das Verteilen von Visitenkarten auch heute noch zum guten Ton gehört. Gerade während eines Messebesuchs ist die häufige Frequenz von Visitenkarten anzutreffen.

Beispiel einer Visitenkarte anhand eines Messebesuchs

Der Messebesuch ist vielleicht aufgrund der Corona Pandemie derzeit nicht populär, wird es aber bestimmt wieder sein. Die meisten Unternehmen stellen ihre Visitenkarten auch offen auf dem Messestand zur freien Entnahme aus.

Es gibt Teile, die allein für sich gesehen nicht nachhaltig wären, wenn man sie ebenso zur Messe transportieren würde.  Diese Messewände würden dann nur unnötigerweise Platz einnehmen und dies nicht nur im Transportfahrzeug, sondern auch auf dem Messestand.

Immer wieder trifft man auf verschiedene Elemente, die zwar dem digitalen Bereich entsprechen, wo aber immer noch Dinge aus der Old Economy genutzt werden. Die Visitkarte gehört zu den prominentesten Vertretern dieser Gattung. Man wird jedoch auch weitere Repräsentanten im Internet finden können.

Digitale Revolution und Visitenkarten

Man hat vielleicht im Zuge der digitalen Revolution versucht, die Visitenkarten durch elektronische Alternativen zu ersetzen, ist aber bis heute daran gescheitert.

Die großen Firmennetzwerke sind etwa auf die Idee gekommen, dass man mithilfe einer App die Nutzerdaten direkt auf dem Handy austauschen kann.

Man kann zwar einen Trend dahingehend verzeichnen, dass es von der breiten Masse angenommen wird, dennoch werden auch heut noch Visitkarten verteilt. Die Vorteile der Visitenkarten liegen vor allem in der handlichen Form.

Man hat weiterhin gerne etwas Festes in der Hand und sieht sich den Namen und den Titel der Person an. Ebenso steckt man sich die Visitenkarte in seinen Koffer, um die Person dann lieber selbst in seinem Telefon abzuspeichern.

Natürlich werden auch die Vorteile der Firmennetzwerke, wie zum Beispiel LinkedIn oder Xing genutzt. Man googelt nach dieser Person oder verbindet sich nach der ersten Recherche mit dem Unternehmer auf einem dieser Netzwerke.

Die Basis bleibt aber bestehen, denn man entnimmt diese Daten der Visitenkarte.

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13.09.2020 Drehbuch wie aus besten Kir Royal-Zeiten

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V berichte, wie ein Kampfsportler es zum Verlagschef geschafft hat.

Lieber Herr Böhmer,

unsere Redaktionskonferenz heute früh war so lebhaft wie lang nicht mehr. Zwei Themen erhitzten die Gemüter der Kollegen. Die Geschichte rund um Verlegerin Alexandra Jahr und ihren Fitnesstrainer Ardalan Sheikholeslami, auch "Persisches Löwenherz" genannt, erzählt Ihnen meine Kollegin Manuela Pauker am besten selbst.

Dagegen ist jede Seifenoper zum Gähnen. Vielleicht bekommt der Jahr Top Special Verlag bald selbst eine. Die W&V-Redaktion hätte schon ein paar Ideen für die ideale Besetzung. Sie auch? Die Geschichte muß man in jedem Fall lesen. Einfach köstlich.

Im zweiten Theaterstück des Tages steht die Hauptrolle bereits fest: Jan Böhmermann. Der beschwert sich in einem offenen Brief bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass ein Interview mit ihm kurzfristig aus der Printausgabe herausgestrichen wurde.

Er setzt den FAZ-Chefredakteur unter Druck, eine Stellungnahme abzugeben. Ich dagegen stelle hier mal die Frage: Herr Böhmermann, wissen Sie, was Pressefreiheit bedeutet? Lena Herrmann hat die Geschichte für Sie analysiert und kommentiert.

Auch Weltverbesserer und Hafermilchhersteller Oatly musste sich in den vergangenen Tagen immer wieder rechtfertigen.

Die Schweden haben einen Investorendeal mit dem Private-Equity-Unternehmen Blackstone angeschlossen. Bislang fiel Blackstone nicht unbedingt durch nachhaltige Investments auf, eher für Projekte, die möglicherweise den Regenwald gefährden.

Auf unserem gestrigen Green Marketing Day sprach Creative Director Michael Lee mit mir über den Deal – und räumte Fehler bei der Kommunikation ein. Auch wenn das Unternehmen grundsätzlich hinter der Zusammenarbeit steht. Wie er sie erklärt, hat Annette Mattgey zusammengefasst.

Auch Tomatenanbauer Francesco Mutti und Ecosia-Gründer Christian Kroll haben auf der Konferenz ihre Nachhaltigkeitsstrategien präsentiert. Zwei sehr inspirierende Lektüren fürs Wochenende

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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11.09.2020 Qualität und Effizienz?

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V,

Lieber Herr Böhmer,

immer besser, immer billiger – das ist kein Widerspruch in sich, sondern eine real existierende Forderung von Entscheidungsträgern. Beispiel BMW: Der Pitch ist entschieden, von Marketing und Einkauf gemeinsam.

Das Herzstück der neuen Agentur-Konstellation bildet die niederländische Agentur Mediamonks mit ihren hochautomatisierten und datenbasierten Kreations- und Produktionsfähigkeiten.

Eine Content-Maschine also.

Serviceplan, Nummer zwei der Pitchgewinner, wird von BMW nicht etwa als Kreativagentur oder Ideengeber genannt, sondern als Betreuer der "technologischen und datengetriebenen Komponenten" sowie Marketing-as-a-Service-Dienstleister für die lokalen Schnittstellen.

Klar: All die Social-Media-Channels da draußen brauchen 24/7 Content-Treibstoff. Es ist ein logischer Schritt, das zu automatisieren. Fast food.

In einer anderen Welt, nebenbei, lebt noch die geile Idee. Und damit kommen wir zu Grabarz & Partner. Oder zu Dionaea muscipula, um genauer zu sein. Das ist der botanische Name der Venusfliegenfalle.

Im Namen von Burger King füttern die CDs Eduard Hörner und Sön Becker diese fleischfressende Pflanze mit vegetarischen Nuggets. Weil: Dionaea ist knallhart. Der brauchst du nicht mit einer datengetriebenen Komponente zu kommen. Die will einfach nur einen saftigen Happen.

Und: Es klappt

Schönen Abend noch wünscht

Rolf Schröter

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10.09.2020 Taboola und Outbrain sind gescheitert

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, meldet das eine Elefantenhochzeit ausfallen wird.

Lieber Herr Böhmer,

2020 wird am Ende wohl nicht zuletzt als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem quasi alles anders kam, als es vorher zu erwarten war. Aktuelles Beispiel gefällig?

Im Oktober vergangenen Jahres hatten mit Taboola und Outbrain die Marktführer in Sachen Recommendation Marketing verkündet, dass sie künftig gemeinsame Sache machen wollen.

Während viele Menschen in der Branche wohl glaubten, die Fusion sei längst über die Bühne gegangen, sickert jetzt durch: die Elefantenhochzeit wird es gar nicht geben.

Offizielle Verlautbarungen dazu lassen noch auf sich warten, inoffiziell wird das Ende der Multi-Millionen-Pläne aber schon bestätigt. Eine der Ursachen: veränderte Marktbedingungen, auch durch Covid-19.

Über die tatsächlichen Auswirkungen gibt es aber durchaus unterschiedliche Ansichten. Tatsache ist: beiden Unternehmen geht es gut.

Insbesondere bei Taboola könnte dies auch daran liegen, dass bestehende Vereinbarungen mit einigen Publishern angepasst wurden, um es mal so zu nennen.

Gleichzeitig sorgten die Regulationsbehörden bei den Fusionswilligen für lang anhaltenden Stress. Während es in Deutschland ziemlich schnell ging, nahmen sich die Behörden in den USA viel Zeit für die Genehmigung, in manchen Märkten wie beispielsweise Großbritannien und Israel gibt es auch nach fast einem Jahr noch keinen Bescheid.

Das hat sich jetzt allerdings auch erledigt. Der Nutzen im Schaden: Outbrain und Taboola arbeiteten zwangsläufig weiter eigenständig. Das können die Unternehmen jetzt fortsetzen, die Pläne für die Zukunft müssen allerdings angepasst werden.

Typisch 2020 eben.

Was bedeutet das Jahr aber wirklich für die Branche, für das Marketing und für die Marketer? Dieser Frage wollen wir als W&V gemeinsam mit DVJ Insights in der ersten deutschen Brand Growth Survey auf den Grund gehen.

Im Fokus der Befragung stehen Themen wie Marketingstrategie, Positionierung, Markenbildung und Wachstumsstrategien.

Das Ausfüllen des Fragebogens wird etwa 15 Minuten in Anspruch nehmen. Die wichtigsten Ergebnisse werden bei der Munich Marketing Week im November vorgestellt und danach natürlich bei W&V.

Unter alle Umfrageteilnehmern verlosen wir außerdem zehn Tickets für die Munich Marketing Week. Die Teilnahme lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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10.09.2020 Jürgen Klopp ist eine begehrte Kultfigur

GFDK - Marketing News - Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, ist etwas erstaunt über soviel Scheinheiligkeit. Um was es geht, na nur um viel Geld.

Lieber Herr Böhmer,

wie scheinheilig! "Trotz seiner Erfolge" sei er "stets bodenständig" und verliere nie "den Blick für das Wichtige im Leben". Schwärmt Adidas-Chef Kasper Rorsted über seinen neuen Markenbotschafter Jürgen Klopp.

Wem es jetzt warm ums Herz wird, ist naiv. Das Gefasel ist kein menschliches Kompliment, sondern die nüchterne Definition einer Marke.

Jürgen Klopps Vorgänger als Trainer des FC Liverpool, José Mourinho, hatte sich einst als "The Special One" bezeichnet. Klopp wusste: Sowas kommt nicht an. Und nannte sich selbst "The Normal One".

Klopp streicht in Liverpool ein jährliches Gehalt von 18 Millionen Euro ein. Dazu kommt das Geld aus seinen Werbeverträgen.

Sowohl bei Opel als auch bei Erdinger und der Deutschen Vermögensberatung spielt Jürgen Klopp den lockeren Kumpeltypen von nebenan. In speziellen Clips für Opel feiert er sogar auf sympathische Art und Weise diese, seine, zelebrierte Normalität.

Und jetzt kriegt er auch noch fett Kohle von Adidas. Denn dieses "New Normal" ist so zugkräftig, dass Rorsted sogar die Spaltung Liverpools in Kauf nimmt.

Während Trainer Klopp künftig drei Streifen trägt, läuft seine Mannschaft in der kommenden Saison unter der Marke des Erzrivalen Nike auf. Naja, man kann es auch mit der Hymne des FC Liverpool singen: You‘ll never walk alone.

Wer das "New Normal" by the way ebenfalls meisterlich beherrscht, ist Grünen-Chef Robert Habeck. Im ARD-Sommerinterview sagte Habeck :

"Was ich nicht gerne mache, sind die inszenierten Bilder von Macht und Glorismus. Ich möchte gerne Pommes auf dem Bürgersteig essen und wenn ich dabei fotografiert werde, dann ist es halt so. Wenn Sie das Inszenierung nennen, dann ist es halt so. Ich bin halt so."

Jetzt bauen die Grünen eine eigene Agentur für den Wahlkampf 2021. Ihr Name: "Neues Tor 1". Wenn diese Agentur nicht die unbändige Kraft von Habecks süßer Normalität nutzen sollte, wäre das auf jeden Fall ein Eigentor.

Einen wunderbar normalen Abend wünscht

Rolf Schröter

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