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Marketing News

28.01.2020 schlechte und gute Nachrichten

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet heute über Fußball, Donald Trump, Superbowl und NBA-Star Kobe Bryant.

Lieber Herr Böhmer,

für Fußballfans gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: RTL hat sich die Rechte der UEFA Europa League gesichert und zeigt einen Teil der Spiele im Free-TV. Die Schlechte: Die anderen Spiele werden im Pay-TV, also auf TV Now zu sehen sein.

Damit muss der eingefleischte Fußballanhänger noch mehr Streaming-Portale abonnieren, um die Spiele aller Ligen und Turniere zu sehen. Ein teures Vergnügen.

Zugegeben, es gibt noch deutlich teurere Späße. Zum Beispiel Werbung beim Superbowl. Die ersten Spots von Porsche, Budweiser und Kia können Sie sich bereits angucken. Sie lassen vermuten, dass es dieses Jahr ein bisschen leichter, weniger politisch zugeht.

Zumindest bei den Marken: Denn mit Spannung erwartet die Welt den Spot von Donald Trump für seine Wiederwahl im November. Und natürlich den seines demokratischen Kontrahenten Michael Bloomberg.

Zum Glück sind beide Milliardäre. Denn die 60-Sekünder sind mit jeweils zehn Milliarden Dollar kein Schnäppchen.

Doch all das viele Geld verliert plötzlich seine Bedeutung, wenn ein tragischer Unfall das Leben von Müttern, Vätern, Kindern, Freunden oder Idolen auslöscht.

Deshalb stehen diese Tage im Zeichen des NBA-Stars Kobe Bryant, der mit seiner Tochter und acht weiteren Menschen bei einem Helikopterabsturz ums Leben kam. Die Sport-Community trauert um das Ausnahmetalent.

Unter den Trauernden ist auch das Team von Nike. 16 Jahre lang war Bryant für die Sportmarke als Markenbotschafter unterwegs.

Aber er warb auch für andere. Die W&V-Redaktion hat zum Abschied seine besten Werbespots gesammelt. Sie alle werden damit zu einem Stück Geschichte. Denn auch das kann Werbung: Erinnerungen erhalten.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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26.01.2020 Na und? Fazit

GFDK - Marketing News - Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat zum Wochenende drei Anmerkungen zu machen.

Lieber Herr Böhmer,

wir sind M&M

In Berlin öffnet 2021 der weltweit erst vierte Store der Schokolinsenmarke. Aber das Wichtigste: Der M&M am Ku'damm wird größer sein als der Store in Shanghai. M&M makes Germany great again.

Und weiter? Kommen wir zunächst von der Schokolinse zur Wurst – und Ähnlichem. Lidl hat Einkäufer, Influencer, Profi-Vegetarier und zehn Neugierige in eine Werkstatt gesperrt.

Die Truppe musste 140 Kreationen verkosten. Herausgekommen sind "Next Level"-Produkte. Sieht aus wie aus dem Tier geschnitten, ist aber aus Pflanzen gepresst. So was kommt gut an. Pflanzliches, das tut, als wär’s Fleischliches, steht hoch im Kurs. Weil es verspricht, die Welt ein bisschen besser zu machen.

So wie McCann. Die Ideenpicker haben einen Eierkarton in Zehnergröße mit nur fünf Eiern bestückt und das Gelege von Weber Shandwick an "ausgewählte Personen aus Politik, Unterhaltung, Medien und Landwirtschaft" verschicken lassen – also quasi an Meinungsmacher mit Eiern in der Hose und – wie sagt man bei Frauen? – ach, egal.

Jedenfalls kam es dann zu einem kleinen Missverständnis. Teile der Öffentlichkeit dachten, jetzt kämen Eierkartons mit der Hälfte der Eier auf den Markt, und das Ganze sei eine Mogelpackung für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Dabei will die Auftraggeberin namens Ökologische Tierzucht gGmbH mit dieser PR-Aktion doch nur das Wohl der Hennen erreichen.

Es soll nämlich ein neuer Standard eingeführt werden, noch tierfreundlicher als die aktuellen Bio-Vorschriften. Demnach sind derzeit sechs Hühner pro Quadratmeter Stallfläche erlaubt.

Um das zu verbildlichen: Würde Mars in seinem neuen, 3000 Quadratmeter umfassenden M&M-Store Biohühner züchten, statt Schokolinsen zu verkaufen, dann würden dort 18000 Tiere hausen und nach Berechnungen auf Basis von "Focus"-Fakten fast fünfeinhalb Millionen Eier pro Jahr produzieren.

Na und? Fazit:

Größe allein ist eine hohle KPI. Wir brauchen mehr Ethik.

Übrigens: Für Veganer kommen weder Eier noch M&Ms in Frage.

Ein schönes Wochenende wünscht

Rolf Schröter

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24.01.2020 erdverbundener und nachhaltiger

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, mit neuen Nachrichten aus der Marketing-Welt.

Lieber Herr Böhmer,

in der Star-Wars-Fangemeinde ist  die jüngste Episode "The Rise of Skywalker" ja nicht gerade unumstritten. Am Ruhm der Reihe ändert das aber natürlich nicht viel und deshalb ist die Saga natürlich immer ein guter Anlass für eine aufmerksamkeitsstarke Kampagne.

Bei Coca Cola geht es - wie bei Star Wars - um "die Macht", im Mittelpunkt steht aber keine Sternenflotte sondern eine Cola-Dose.

Wesentlich erdverbundener und nachhaltiger geht es da bei einer anderen Kampagne zu. Die gemeinnützige Ökologische Tierzucht (ÖTZ) kämpft für bessere Lebensbedingungen von Legehennen.

Die Kreativen von McCann haben hierfür eine ganz neue Eierschachtel entwickelt , die auf sehr intelligente Weise das Anliegen in Szene setzt.

In Szene gesetzt werden am 12. März auch die Gewinner beim Deutschen Mediapreis. Der erlebt in diesem Jahr eine Premiere: Erstmals können Sie Teil der Jury werden und mitentscheiden. Stimmen Sie jetzt ab für die Media-Agentur des Jahres.

Schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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23.01.2020 Nur die Bilanz zählt

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Kommen wir erst mal zu den schlechten Nachrichten: Über vier Millionen weniger Zeitschriftenleser gab es im letzten halben Jahr, so die Bilanz der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse in der aktuellen Reichweitenerfassung MA 2020 Pressemedien I. berichtet W&V.

Zum Vergleich: In der letzten MA 2019 Pressemedien II aus dem Juli vergangenen Jahres waren es noch 57,5 Millionen Leser. Die meisten Leser hat der Spiegel mit minus 630 000 Lesern verloren. Wundert das einen? mich nicht.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat vollkommen Recht, nur die Bilanz zählt am Ende des Tages.

Lieber Herr Böhmer,

Bilanzen sind gemeinhin etwas belastbarer als Vorhersagen - liegt in der Natur der Sache. Deshalb ist es auch erfreulich, dass die Nielsen-Jahresbilanz für 2019 einen stabilen deutschen Werbemarkt mit Zuwachs von 1,9 Prozent konstatiert.

Nicht ganz so erfreulich ist dagegen die Vorhersage von Dentsu Aegis für das laufende Jahr, wonach die Werbeausgaben in Deutschland um 1,5 Prozent zurückgehen könnten.

Aber vielleicht greift ja hier am Ende die Sache mit Bilanz und Vorhersage.

Wer sich auf real existierende Zahlen stützen will, der sollte unbedingt unser neues Angebot W&V Data testen.

Unter dem Motto Informationen aus dem Markt und für den Markt bietet W&V Data die Möglichkeit, interaktiv zu recherchieren und passgenau Informationen zusammenzustellen.

Wenn wir schon bei Zahlen sind. YouGov hat die Werte für das Buzz Ranking 2019 veröffentlicht. Den Spitzenplatz verteidigt dabei dm, Netflix und Lidl sind die Aufsteiger - aber nicht für alle Marken hat das Ranking gute Nachrichten.

Schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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22.01.2020 Disney+ startet in Deutschland

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über das Streaming-Angebot von Disney+

Lieber Herr Böhmer,

Baby Yoda kommt früher als erwartet. Der Streamingdienst Disney+ startet in Deutschland schon am 24. März , eine Woche vor Termin und einen Tag vor Mariä Verkündigung.

Für rund sieben Euro pro Monat bekommt man dann nicht nur den voll niedlichen Baby Yoda zu Gesicht, jenen Wonneproppen aus der Serie "The Mandalorian", sondern auch jede Menge weiteren Stoff von Disney Pixar, Marvel, Star Wars und National Geographic.

Disney-Chef Bob Iger rechnet offenbar mit regem Zuspruch der gesamten Familie. Schließlich dürfen Abonnenten die Inhalte auf bis zu vier Endgeräten gleichzeitig nutzen. Sprich:

Während Mama eine Doku auf National Geographic anschaut und Papa sich das Endspiel der Avengers gibt, zieht sich der große Bruder die nächste Folge Star Wars rein und die kleine Schwester glotzt irgendwas Harmloses aus dem Pixar-Zeichentrickuniversum.

"Four quadrants, all ages" nennt man das bei Disney.

Wie wäre es mit einer Pizza zum Bingewatching? Gut gelaunt hält Thomas Göbel auf einem Pressefoto von Nestlé die Steinofenpizza von Wagner in die Kamera. Im Hintergrund leuchten die signalstarken Farben des Nutriscore, dieser neuen Nährwertkennzeichnungsampel.

Kein Wunder, dass Wagner-Geschäftsführer Göbel gute Laune hat. Die Steinofenpizza ist schließlich mit einem fetten grünen A gelabelt. Kürzer und prägnanter kann man die Botschaft „Zugreifen ohne schlechtes Gewissen“ wahrlich nicht formulieren.

Einen spannenden Abend noch wünscht

Rolf Schröter

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21.01.2020 Stimmung nicht mehr ganz so euphorisch

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, läßt sich die Stimmung anscheinend nicht ganz verderben.

Lieber Herr Böhmer,

wie immer war sie hochkarätig besetzt, ereignisreich, voller knackiger Zitate und kluger Denkanstöße. Nach zweieinhalb Tagen ist die DLD Munich heute zu Ende gegangen. Die Wirtschafts- und Politikprominenz fliegt nun weiter nach Davos.

Die Stimmung war nicht ganz so euphorisch wie in vielen Jahren davor. Der Klimawandel beschäftigte die Teilnehmer genauso wie die immer größere Abhängigkeit von Facebook, Google oder Amazon.

Es ging um die Herausforderungen der klassischen Medien, um politische Manipulation im Netz, Hasskommentare, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Unterdrückung. Ernste Themen.

Europapolitiker Axel Voss prophezeite uns eine Zukunft als digitale Kolonie von China und den USA. Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus warf den Eliten vor, mehr Schlechtes als Gutes zu tun.

Werner Vogels von Amazon erklärte die vernetzte Produktion zur Illusion, weil die meisten Maschinen viel zu alt für Vernetzung seien. Stefan Vilsmeier von Brainlab warnte davor, Gesundheitsdaten nicht zu nutzen, denn das würde mehr Menschen töten als jeder Terroranschlag.

Und Gesundheitsminister Jens Spahn fragte provokativ, was unethischer sei: Daten zu nutzen – oder sie nicht zu nutzen.

Im Fall Rothco zumindest triumphiert die Datenanalyse: Die Agentur, die zu Accenture Interactive gehört, hat nämlich mithilfe künstlicher Intelligenz einen spektakulären, 57 Jahre zurückliegenden Fall gelöst.

Dank einer Bilderkennungssoftware konnten sie nachweisen, dass zwei Alcatraz-Insassen es tatsächlich lebend aus dem Gefängnis geschafft hatten. Bisher dachte man, sie seien bei dem Versuch ums Leben gekommen.

So hat KI die Geschichte umgeschrieben.

Noch eine spektakuläre Meldung kam zum späten Nachmittag von Axel Springer und der Funke Mediengruppe. Nach fünf Jahren wollen sie das Vermarktungs-Joint-Venture Media Impact aufgeben.

Welche Pläne die beiden Verlage in Zukunft verfolgen, hat meine Kollegin Manuela Pauker kurz vor Feierabend für Sie zusammengefasst.

Einen trotz allem schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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19.01.2020 Agentur für Nerd-Kultur

GFDK -Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint Okös und Nerds haben es geschafft.

Lieber Herr Böhmer,

was haben Okös und Nerds gemeinsam?

Lange Zeit führten sie ein Schattendasein, wurden in der Schule ausgelacht und im Job zumindest schräg angeschaut. Sie boten immer Gesprächsstoff für Lästereien.

Doch heute braucht die Welt sie. Und wie es in Superheldenfilmen so ist, entwickelten sie sich weiter und nehmen ihre Herausforderung an.

Die Ökos kämpfen für eine nachhaltige Zukunft der Welt. Und Nerds verstehen die digitale Welt, so wie wir Normalos es niemals könnten. Sie sind endgültig hip geworden.

Das geht soweit, dass Jung von Matt eine Agentur für Nerdkultur gegründet hat. Denn Nerds haben Geld. Sie sind eine attraktive Zielgruppe – und nicht zuletzt eine große.

JvM/Nerd heißt die Ausgründung  des bisherigen E-Sports-Chefstrategens Toan Nguyen. Sie bringt Marken mit den Phantasyfiguren aus Gaming-, Nerd- und digitaler Popkultur zusammen. Schließlich wollen auch Marken etwas von der Nerd-Coolness abhaben.

Die Ökos dagegen haben es geschafft, dass tierfreie Bratlinge der letzte Schrei in Fastfood-Restaurants sind. McDonald's, Burger King und Hans im Glück haben die veganen Burger schon. Jetzt zieht auch die letzte große Kette nach:

KFC serviert in Zukunft ein Quorn-Filet . Das besteht aus Mycoprotein, das durch Fermentierung einer natürlichen Pilzkultur entsteht. Klingt wenig appetitlich. Und irgendwie auch nicht wirklich gesund. Aber Hauptsache vegan.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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17.01.2020 Netflix & Chill'd

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet heute über einen neuen Fettmacher, der bald auch in Deutschland zu haben ist.

Lieber Herr Böhmer,

fett glotzen geht immer besser. Denn Streaming boomt. Und das Snacken gehört dazu. Wenig Bewegung plus viele Kalorien – das wirkt.

Laut einer Untersuchung der US-Gesundheitsbehörde CDC aus dem Jahr 2018 sind rund 40 Prozent der Frauen, 35 Prozent der Männer und 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen in den USA fettleibig. Das heißt, sie haben einen Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30. Kein Wunder

. Die USA sind die Heimat von Marken wie Netflix und Ben & Jerry’s. Und eben die machen jetzt auch noch gemeinsame Sache. Auch in Deutschland.

Hierzulande hatten im Jahr 2017 zwar nur 16 Prozent aller Erwachsenen einen BMI von über 30. Aber da ist noch Luft nach oben. Beziehungsweise in die Breite. Und der Trend ist eindeutig: Wir wachsen in Richtung amerikanischer Vorbilder.

Die neue Eissorte „Netflix & Chill’d“ von Ben & Jerry’s macht es jedenfalls einfach. Denn sie hat es in sich: Das Erdnussbutter-Eis ist angereichert mit süß-salzigem Brezel Swirl und Fudge Brownies.

Man muss sich nicht mal aufraffen, das Zeug zu besorgen. Lieferservices bringen die Fett-Salz-Zucker-Bömbchen gemeinsam mit dem Fastfood quasi direkt ans Sofa.

Eine gefährliche Verbindung. Dabei geht es auch anders. Der Brite James Bond macht’s vor. Statt sich vor den Big Screen zu lümmeln, rennt er einem Taxi hinterher. Und statt Eiscreme zu löffeln, greift er zu einer Flasche Heineken.

Na ja, okay… die Briten scheiden als Vorbilder auch aus.

Bleibt Julien Bam aus Aachen. Der Youtube-Star hat für Aldi Süd eine Streetwear-Kollektion entworfen. Auf dem Fummel steht der Hinweis „No brand needed“ garniert mit seinem Personal Branding „Bam“.

Keine Marke, sagt deine Marke. Also was jetzt?

Jetzt ist Schluss - Schönen Abend noch.

Rolf Schröter

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16.01.2020 Sich die Hände dreckig gemacht?

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute so richtige Männerthemen drauf.

Lieber Herr Böhmer,

heute schon geschwitzt? Gekämpft? Geblutet? Sich die Hände dreckig gemacht? Nein?

Dann haben Sie noch nicht richtig trainiert. Zumindest nach den Maßstäben von Under Armour. „The only way is through” lautet der Claim der neuen Kampagne.

Und im Spot geht es zur Sache. Während andere Sportmarken wie Adidas oder Brooks in den vergangenen Monaten gemäßigter motivierten, eher Spaß, Teamgeist oder Ausgleich in den Vordergrund stellten, geht Under Armour auf Angriff . Vielleicht ein bisschen zu verbissen? Schließlich stehen die Amerikaner unter Druck. Die letzten Umsatzzahlen sahen nicht gut aus.

Mit Angriff hat auch der neue Spot von Wilkinson zu tun. Nicht nur weil das Schwert im Namen steckt. Wilkinson zelebriert den Moment vor dem Moment , in dem es um alles geht.

Der, in dem Mann sich vor dem Spiegel mit dem Schwert, pardon Rasierer in der Hand das letzte Quäntchen Selbstvertrauen einflößt, bevor sein großer Auftritt kommt.

Damit ist die Zeit des Rasierklingenwettrüstens unter den Herstellern wohl endgültig vorbei. Längst geht der Trend in die andere Richtung. Deshalb gibt es bei Wilkinson jetzt wieder ein traditionelles Rasiermesser. Mit nur einer Klinge.

Heute noch nicht geblutet? Dann haben Sie sich wohl noch nicht richtig rasiert.

Einen unfallfreien Abend wünscht

Verena Gründel

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15.01.2020 Vorreiter in der Welt der Technologie

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet heute über starke Frauen.

Lieber Herr Böhmer,

mit Angelika Gifford leitet künftig eine "Vorreiterin in der Welt der Technologie" das Europageschäft von Facebook. So zumindest hat Facebook-VP Nicola Mendelsohn die Neuverpflichtung des Digitalriesen beschrieben.

Eine ausgewiesene Digital-Spezialistin ist Gifford in jedem Fall, das stellte sie schon an ihren Stationen bei Hewlett-Packard und Microsoft unter Beweis.

Mit Angelika Gifford schließt Facebook eine Lücke, die durch den Wechsel von Martin Ott zu WeWork entstanden war.

Über einen Neuzugang freut sich auch Dropbox. Für Andrea Trapp wurde die Position als Director of Business für die Regionen Nord- und Zentraleuropa neu geschaffen.

Sie soll von München aus die Geschäfte von Dropbox in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Irland sowie in den nordischen und baltischen Staaten koordinieren und vorantreiben.

Bei Audi hat mit Hildegard Wortmann im Vorstand in Sachen Vertrieb und Marketing schon länger eine Frau das Sagen. Sie ordnet aktuell ihren Geschäftsbereich neu.

Seit Anfang des Jahres verstärkt Ex-Byton-Mann Henrik Wenders den Kreis der obersten Führungskräfte. Dabei stellt sich die Frage: Was wird aus Markenchef Sven Schuwirth?

Übrigens: Die Bedeutung des Digitalgeschäfts verdeutlicht (zumindest auf den ersten Blick) eine aktuelle Bitkom-Studie. Während die deutsche Wirtschaft 2020 kaum zulegen dürfte, befindet sich die Digitalbranche laut Studie auf deutlichem Wachstumskurs -  es sollen knapp 40.000 Jobs hinzukommen.

Verbunden wird das Studien-Ergebnis von der Bitkom mit einigen Forderungen. Um international nicht weiter an Boden zu verlieren, solle Deutschland beispielsweise mehr in Aus- und Weiterbildung investieren.

Zudem müsse Deutschland die beste digitale Infrastruktur in Kommunikation, Verkehr und Energie schaffen. In Staat und Verwaltung müssten Arbeitsabläufe von Grund auf digital angelegt werden.

Da kann man im Grunde nicht widersprechen.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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