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Marketing News

20.10.2020 Die Blockbuster fehlten

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, leidet mit den Kinobetreibern, wir auch.

Lieber Herr Böhmer,

die Kinos hat die Corona-Pandemie gleich mehrfach erwischt . Zunächst sorgte die Zwangsschließung für maximalen Stillstand.

Dann durften die Kinos zwar wieder öffnen, unter speziellen Bedingungen und der Gesundheit und Sicherheit zuliebe mit erheblichen Einschränkungen selbstverständlich, aber die Verleiher machten der Branche zusätzlich das Leben schwer.

Die Blockbuster fehlten, die Studios wollten die Filme nicht in der aktuellen Situation auf den Markt bringen. Bekanntestes Beispiel ist wohl der eigentlich längst fertige aber immer wieder verschobene Bond-Streifen. Inzwischen ist klar, dass James Bond es erst im kommenden Jahr auf die Leinwand schaffen wird.

Aber es gibt Hoffnung: Tenet und After Truth haben bewiesen, dass Kinofilme auch unter den derzeitigen Bedingungen erfolgreich sein können. Im Schlepptau der beiden Streifen schaffen es jetzt noch einige andere hoffnungsvolle Kandidaten in die deutschen Kinos.

Neue Filme sind gleichzeitig die wichtigste Voraussetzung für die Kinovermarktung. Immerhin: es ist wieder Bewegung im Spiel, das zeigt sich auch in den Mediaplänen.

Apropos Kino: Die hard is back. Na ja, nicht wirklich die „Stirb langsam“-Serie, sondern ihre Hauptfigur John McClane (inklusive Darsteller Bruce Willis).

Und es geht auch nicht um einen neuen Blockbuster, sondern um Werbung. Für Autobatterien, um genau zu sein. Die tragen passenderweise den Namen „Die hard“ – und Willis/McClane sollen das Geschäft der darbenden Marke retten. Zumindest an den Effekten wird auch hier nicht gespart.

Vielleicht lässt sich ja der ein oder andere Kinofan durch die Werbung animieren, auch mal wieder den Originalschauplatz, das Kino, zu besuchen.

Bleiben Sie gesund

Ihr Holger Schellkopf

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17.10.2020 man könnte sagen Back to the roots

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, glaubt wohl, alles kommt zurück. "Back to the roots".

Lieber Herr Böhmer,

wenn ich der heutigen Nachrichtenlage eine Überschrift geben müsste, wäre das so etwas wie ‚Back to the roots‘ – in etwas wenig kreativer. Vielleicht liegt es am Zeitgeist, dass sich nicht nur Menschen, sondern auch Unternehmen wieder mehr auf ihren Ursprung, ihre Herkunft besinnen.

Eine Überraschung war die Ankündigung von BMW , das gedruckte und 2018 eingestellte BMW Magazin wiederzubeleben. Vor drei Jahren hatte sich der Autohersteller für eine reine Digitalstrategie entschieden.

Jetzt rudert er zurück. Schließlich war das 1989 eingeführte Heft eine Erfolgsgeschichte und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Das Matratzen-Start-up Emma ist zurück im Messegeschäft. Für viele ist ein solcher Schritt gerade undenkbar, aber der Gründer Dennis Schmoltzi hat ihn gewagt und stellte seine Produkte auf der Möbelmesse CIFF in China vor. Im Interview berichtet er, wie das war und wo es die größten Probleme gab.

Probleme hat auch das Unternehmen The We Company, ehemals We Work. Der Trend zum Arbeiten im Homeoffice lässt die Coworking-Spaces leer stehen. Als Teil der Rettungsstrategie gibt sich The We Company jetzt einen neuen Namen , beziehungsweise einen alten Namen:

We Work. Der Hintergrund: Man wolle sich nicht mit Randaktivitäten verzetteln, sondern wieder ausschließlich auf das Kerngeschäft fokussieren und. Das ist schließlich Herausforderung genug.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Auch Donald Trump ist zurück. Nach überstandener Corona-Infektion ist er wieder ganz der Alte – und macht sich prompt zum Deppen .

Er fiel auf einen Satire-Artikel rein, demzufolge Twitter komplett abgeschaltet wurde, um die Verbreitung eines negativen Berichts über seinen Herausforderer Joe Biden zu stoppen. Das ist so, als würde Angela Merkel im Bundestag den Postillon zitieren.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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16.10.2020 Mission also erfüllt? Nöö

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint wohl, die Berliner Agentur Römer Wildberger hat ins Klo gegriffen.

Lieber Herr Böhmer,

beleidigen muss man können. Bei der Berliner Agentur Römer Wildberger ist das schief gegangen.

"Peinlich" nennt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller das Foto einer alten Frau, die Maskenverweigerern den Stinkfinger zeigt.

Müller distanzierte sich damit von der Kampagnen-Bildsprache der Marketingorganisation Visit Berlin, die der Senatverwaltung für Wirtschaft untersteht. Mittlerweile hat der Regierende Bürgermeister die Kampagne gestoppt.

Passt doch alles, findet dagegen Christian Tänzler. Der Sprecher von Visit Berlin erklärt, die Seniorin gehöre zur Risikogruppe und zeige den Mittelfinger, weil ihre Gesundheit durch diejenigen gefährdet sei, die sich nicht an die Regeln halten. Ziel sei es gewesen, Aufmerksamkeit zu erregen.

Mission also erfüllt? Technisch gesehen vielleicht.

Aber man sollte vorsichtig sein, einen Graben zwischen Jung und Alt aufzumachen, nach dem Motto "Die Jungen sind verantwortungslos" und "die Alten sind die Opfer".

Von Tag zu Tag spannt sich die Situation mehr an. Das Robert-Koch-Institut meldet heute mit 6638 Fällen so viele Neuinfektionen wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie.

Bislang wurde der höchste Wert mit 6294 Fällen Ende März erfasst. Durch die Nachrichten spürt man die Besorgnis der Bundeskanzlerin.

Was wir jetzt nicht brauchen, sind soziodemografische Schubladen, in die der Schwarze Peter gelegt wird. Maskenverweigerer gibt es in jeder Altersklasse. Sinnvoller ist es, die Zweifler zu überzeugen, anstatt Unverantwortliche auszugrenzen.

Müllers Veto war richtig und wichtig.

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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16.10.2020 Kampagnenposts auf Facebook

GFDK - Marketing News

fritz-kola polarisiert: Unter den Facebook-Posts, die die Karikatur des amerikanischen Präsidenten zeigen, haben sich vermehrt Hasskommentare angesammelt. Um sich erneut gegen Hetze im Netz zu positionieren, spendet die Hamburger Getränkemarke für jeden der Hasskommentare einen Euro an die Initiative „HASS HILFT“.

„zwei nullen. eine schmeckt“ mit diesem Spruch und einer Karikatur des amerikanischen Präsidenten Donald Trump kommuniziert die Hamburger Getränkemarke derzeit auf und außerhalb von Social Media.

Auf Facebook, das schon seit langem für den Umgang mit Hassrede in der Kritik steht, haben sich verstärkt Hasskommentare unter den neusten Posts zum Start der Kampagne gesammelt.

Da Unternehmen selbst den diskriminierenden Äußerungen von Nutzer:innen innerhalb der sozialen Medien kaum etwas entgegensetzen können, wandelt fritz-kola den Hass kurzerhand in Gutes um.

Über die Initiative „HASS HILFT“ spendet die Getränkemarke für jeden Hasskommentar unter den betroffenen Facebook Posts einen Euro für Flüchtlingsprojekte der „Aktion Deutschland Hilft“ sowie „EXIT-Deutschland“, einer Initiative gegen Rechts.

Als Hamburger:innen im Gegenwind geboren
Seit Unternehmensgründung macht sich fritz-kola für ein solidarisches, gemeinsames und freiheitliches Miteinander stark. Das Verhalten des amerikanischen Präsidenten unterstützt das Unternehmen deswegen nicht:

„Trump steht schon seit längerer Zeit, meist durch diskriminierende und vielfach falsche Aussagen und fragliche Handlungen im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Durch unsere Kommunikation begleiten wir dieses Geschehen auf unsere Art und Weise. Dass fritz-kola dabei polarisiert, ist ein Nebeneffekt, den wir in Kauf nehmen, um weiterhin Haltung zu zeigen und aufzuwecken“, so Mirco Wolf Wiegert, Gründer und Geschäftsführer von fritz-kola. 

Bereits in den vergangenen Monaten haben sich die kola-Expert:innen durch den freiwilligen Werbeboykott im Rahmen der #stophateforprofit Aktion deutlich gegen Hetze im Netz ausgesprochen.

Die bezahlte Werbung auf den Plattformen Facebook und Instagram wurde gestoppt und das dadurch eingesparte Budget ebenfalls an „HASS HILFT“ gespendet. 

Über fritz-kulturgüter  

fritz-kola wurde 2002 von zwei Studenten in Hamburg gegründet. Die erste Kola kam 2003 auf den Markt, zahlreiche safthaltige Limonaden und Schorlen folgten. Der Umwelt zuliebe setzt fritz-kola seit der Gründung auf Glasmehrwegflaschen und baut die dezentrale und verbrauchernahe Abfüllung stetig aus.

Darüber hinaus engagiert sich fritz-kola mit der Initiative „Pfand gehört daneben“, der Bewegung „Trink aus Glas“ und in zahlreichen Projekten für eine nachhaltige Gesellschaft. Mirco Wolf Wiegert und Winfried Rübesam sind Geschäftsführer des Unternehmens, das seit 2014 fritz-kulturgüter heißt.

Über „Trink aus Glas“

Die Bewegung „Trink aus Glas“ möchte einen Systemwandel in der Getränkeindustrie herbeiführen und soll Menschen dazu animieren, nur noch aus Glasflaschen zu trinken – so selbstverständlich wie sie auf Plastiktüten verzichten. Das langfristige Ziel der Bewegung ist ein Getränkeregal, in dem nur noch Glasflaschen stehen. Initiiert wurde die Bewegung Anfang 2020 von fritz-kola.

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15.10.2020 Menschlichkeit statt Dogmatismus

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint, Facebook zeigt  Menschlichkeit statt Dogmatismus.

Lieber Herr Böhmer,

erstaunlich: Facebook lenkt ein, und zwar gleich in zwei interessanten Fällen.

Erstens: Das australische Periodenunterwäsche-Label Modibodi will das Thema Menstruation enttabuisieren, und verwendet statt der üblichen blauen Ersatzflüssigkeit die Farbe Rot für die Darstellung des Bluts. Zudem zeigt Modibodi Frauen, die unter Regelschmerzen leiden.

Prompt sperrte Facebook den 60-Sekünder. Der Film verstoße gegen die Richtlinien bezüglich schockierender, respektloser oder übermäßig gewalttätiger Inhalte. Modibodi protestierte, Facebook lenkte ein und gab den Clip frei.

Zweitens: Nach jahrelangem Zaudern verbietet Facebook endlich weltweit die Leugnung der Schoah. Firmengründer Mark Zuckerberg verweist zur Begründung auf eine Zunahme des Antisemitismus.

Beide Entscheidungen sind absolut richtig. Sie basieren auf Menschlichkeit statt Dogmatismus. Damit verlässt Facebook seine Wagenburg-Argumentation, es sei nur eine technische Plattform.

Haltung zu zeigen, heißt auch, Vertrauen zu gewinnen. Das wird wichtiger, denn die Gesetzgeber tendieren sowohl in Europa als auch in den USA dahin, den Bürgen mehr Daten-Souveränität zu verleihen.

Auch Apples neue Opt-in-Pflicht zeigt diese Entwicklung, die für das Marketing folgenreich sein wird.

Nebenbei: Apple stellt das iPhone 12 vor.

Zu guter Letzt noch was zum Wundern: Der Internetprovider Twifi aus dem schweizerischen Aarau verspricht Eltern Neugeborener 18 Jahre (!) lang Gratis-Internet, wenn sie ihr Kind Twifia oder Twifius nennen. Ein Elternpaar hat’s getan. Allerdings ist Twifia nur der dritte Vorname des Mädchens.

Asterix würde sagen: Die spinnen, die Schweizer!

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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15.10.2020 ein dickes Lob für Apple

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat ein dickes Lob für die Apple-Keynote und Tim Cook.

Lieber Herr Böhmer,

wer bei der aktuellen Apple-Keynote etwas grundsätzlich Neues erfahren hat, der oder die kann sich eigentlich nicht wirklich für das Thema interessieren.

Trotzdem hat es sich auch diesmal gelohnt, die Keynote genau zu verfolgen. Zum einen, weil es schlichtweg Marketing at it’s best ist, was Tim Cook und die Seinen da so zelebrieren. Nebenbei erwähnt - das ist auch eine Message an die Veranstalter von Konferenzen: live ist nicht mehr der alles selig machende Aspekt, Storytelling gewinnt stetig an Bedeutung.

Zum anderen zeigen die Keynotes aber auch, wohin die Reise geht – nicht nur für Apple, sondern auch für den Wettbewerb.

Denn auch wenn – oder gerade weil Cupertino nicht bei allen neuen Technologie-Themen sofort anspringt, ist klar: was auf einer Apple-Keynote zum Thema wird, gehört zu den wirklich wichtigen Trends.

Es ist kein Zufall, dass der Ausdruck „Privacy“ in gefühlt jedem zweiten Satz gefallen ist. Vertrauen ist ein Wettbewerbsvorteil, der gerade im Tech-Bereich gar nicht mehr hoch genug eingeschätzt werden kann.

Hier steht Apple im Wettbewerb der Tech-Giganten ganz ausgezeichnet da. Es sieht alles danach aus, als wolle man diese Karte jetzt noch konsequenter spielen. Es wird spannend zu sehen, wie die Konkurrenz dagegenhalten will.

Ich finde, meine Kollegin Verena Gründel hat die Erfolgsfaktoren von Apple in einer Analyse der Keynote sehr schön auf den Punkt gebracht.

Und ja, natürlich sind auch die neuen iPhones (Stichwort 5G) und der Homepod Mini mehr als einen Blick wert.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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13.10.2020 Parfümeriekette Douglas geht ins Fernsehen

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichter das die Parfümeriekette Douglas ins Fernsehen geht, und bei H&M fängt kann man jetzt auch Stricken.

Lieber Herr Böhmer,

Douglas‘ neuestes Projekt ist keine Verjüngungskur. Vor einer Weile noch setzte die Parfümerie alles daran, junge Zielgruppen zu gewinnen. #Fastforward nannte CEO Tina Müller die Strategie. Mit dem Superstar Cara Delevingne wollte sie neuen Wettbewerbern wie Zalando und Sephora den Kampf ansagen.

Ältere Kunden fühlen sich bei solchen Verjüngungen oftmals außen vor. Damit das nicht passiert, umgarnt Douglas die betagteren Damen nun mit dem "Douglas Beauty Talk“ auf HSE24.

Dort schalten im Schnitt Frauen Mitte 50 ein. Wenn aber doch der ein oder andere Cara-Fan reinzappt, wird die Sendung trotzdem zum Jungbrunnen – zumindest für HSE24.

Douglas geht ins Teleshopping – H&M fängt an zu Stricken . Ältere Konsumenten will der Modehändler damit aber nicht ansprechen. Sondern umweltbewusste. Oder die, die dem alten Strickpulli von Oma neuen Pep verleihen wollen.

In einer Filiale in Stockholm kann man seine alten Strickwaren in einer Maschine namens Looop reinigen, zerkleinern, zu Garn spinnen und zum neuen Teil upcyceln lassen.

Das Ganze dauert fünf Stunden und kostet gerade mal ein paar Euro. Günstig, lokal produziert und recycelt: Das nenne ich nachhaltig. So viel Ökoinnovation hätte ich dem Fast-Fashion-Label kaum zugetraut.

Auch Frosta lässt ein uraltes Prinzip wieder aufleben: das Reinheitsgebot. Nein, der TK-Hersteller geht nicht unter die Brauer. Sondern er etabliert ein Reinheitsgebot für die eigenen Lebensmittel.

Rein bedeutet so viel wie frei von Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und künstlichen Aromen. Neu ist die Strategie bei Frosta nicht, aber die passende Werbekampagne von Wynken Blynken & Nod ist es.

Einen guten Appetit wünscht

Verena Gründel

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11.10.2020 Seinen Job bei RTL ist er los

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, findet es tragisch, das sich niemand für Michael Wendler als Mensch interessiert hat.

Lieber Herr Böhmer,

da stimmt was nicht, an diesem Wendler-Wahnsinn.

Der Schlagersänger Michael Wendler verkündet am Donnerstagnachmittag in einer Instagram-Story, er werfe als DSDS-Juror hin.

Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Und die Medien – auch der DSDS-Sender RTL – seien gleichgeschaltet und politisch gesteuert. Man solle ihm, Wendler, künftig nicht mehr auf Instagram folgen, sondern auf Telegram.

Seinen Job bei RTL ist er damit los. Den für Kaufland auch. Eine Werbekampagne war erst einige Stunden zuvor gestartet. Es drohen juristische Nachwirkungen.

Erst vor ein paar Tagen wurde seine auf RTL geplante TV-Hochzeit mit der Influencerin Laura Müller wegen Corona auf 2021 verschoben. Auch das: passé .

Warum tut Michael Wendler das? Er hat Haltung gezeigt bei einem wunden Thema unserer Gesellschaft – leider keine vorbildliche, sondern eine gefährlich destruktive. Manche vermuten, dahinter stecke eine ausgeklügelte PR-Strategie. Ist das plausibel? Nein.

Natürlich ist „der Wendler“ jetzt Talk of the town. Aber die Rechnung kann trotzdem nicht aufgehen. Sein Verhalten ähnelt nicht dem eines Geschäftsmanns, sondern vielmehr dem eines Menschen, der dringend psychologische Hilfe braucht.

Bis dato haben die Geschäftspartner von Michael Wendler von einer Kunstfigur profitiert. Sie wussten um das Seltsame, das „Verrückte“ dieser Figur und haben es genutzt. Jetzt ist diese Figur beschädigt. Sie wird einfach in die Ecke geworfen.

Niemand hat sich für den Menschen Michael Wendler interessiert. Das ist tragisch.

Ein angenehmes Wochenende wünscht

Rolf Schröter

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09.10.2020 Strerath: "Moral ist ein seltenes Gut"

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, ist anscheinend auch geschockt darüber, was da beim BMW Pitch gelaufen ist. War der BMW-Pitch nur ein abgekartetes Spiel? fragt W&V.

Lieber Herr Böhmer,

war es tatsächlich ein abgekartetes Spiel? Thomas Strerath und Till Eckel leiten das neueröffnete deutsche Mediamonks-Büro. Die News dieser Pressemitteilung steckt im Detail.

Sie offenbart einen kleinen Skandal, in dessen Zentrum der Autobauer BMW steht. Denn der hat in einem der größten Pitches des Jahres zuerst Thomas Strerath zum angeblich unabhängigen Berater – und dann Mediamonks zum Pitchgewinner gemacht.

Erst heute fügt sich das Puzzle zusammen: Strerath outet sich als neuer Chef von Mediamonks Deutschland.

Agenturen sind sauer. Vor allem die, die Millionen in einen Pitch gesteckt haben, der offensichtlich nicht mit fairen Mitteln entschieden wurde. Mein Kollege Peter Hammer hat die Geschichte in ihren Details aufgerollt und mit Agenturen gesprochen. Unbedingt Lesen:

Welche Rolle Jens Thiemer, Markenchef von BMW, in der Geschichte spielt, ist nicht klar. Ob er den Strerathschen Spielen auf den Leim gegangen ist oder all das beabsichtig hat, bleibt offen. Im W&V-Interview bewahrt er ein Pokerface.

Klar, der BMW-Etat ist heißbegehrt. Er umfasst nicht nur ein riesiges Budget, sondern verspricht den Agenturen Ruhm und Ehre.

Kein Wunder, dass die mit allen Mitteln darum kämpfen. Sämtliche Compliance-Regeln zu missachten, geht aber zu weit.

Besonders in einem schweren Jahr wie diesem, in dem viele ums Überleben kämpfen, in dem wir eigentlich näher zusammenrücken und uns solidarisch zeigen sollten, hat diese Geschichte ein ganz besonderes Geschmäckle. In der Krise zeigt sich der wahre Charakter.

Die Branche wird diesen Pitch so schnell nicht vergessen. Kein guter Marktstart für Mediamonks. Und Agenturen werden sich in Zukunft zweimal überlegen, ob sie bei BMW pitchen.

Schönen Abend

Verena Gründel

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08.10.2020 CEO Elon Musk hat keinen Bock auf Presse

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, ist der Meinung, das Elon Musk einen Fehler macht.

Lieber Herr Böhmer,

wenn es um schillernde Unternehmerpersönlichkeiten geht, dann dauert es meistens nicht lange, bis der Name Elon Musk fällt. Der Tesla-Vortänzer tut natürlich auch alles dafür, um sein Image zu befeuern.

Jetzt hat Elon mal wieder einen rausgelassen. Tesla soll künftig ohne PR-Abteilung auskommen , wahrscheinlich will Musk das künftig auf Trumpsche Art komplett via Twitter erledigen.

Netter Nebeneffekt: lästige Anfragen von Journalisten, die am Ende noch die Perfektion von Tesla in Frage stellen, fallen damit weg. Wem sollten die Fragen auch gestellt werden?

Musk steht dafür sicher nicht zur Verfügung. Ob der Spaß so funktionieren kann, darf stark bezweifelt werden.

Irgendwann wird auch Tesla auf vernünftige Kommunikation angewiesen sein, wird Teil von ernstzunehmender inhaltlicher Berichterstattung sein müssen, sich auch kritischen Fragen stellen und mehr Transparenz zeigen müssen.

Gleichzeitig ist die eigenwillige Strategie von Tesla eine Chance für alle anderen Marken. Diese Lücke sollte genutzt werden.

Schönen Abend
Holger Schellkopf

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