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Marketing News

12.10.2021 lieber mit Bargeld als mit Karte

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, zahlt wohl lieber mit der Karte, als mit Bargeld.

Lieber Herr Böhmer,

es ist eine ganz besonders innige Beziehung. Die zwischen den Deutschen und ihrem Bargeld. Wir lieben sie einfach, diese dreckigen Scheinchen, die schon in mancher Bierpfütze schwammen, Koks in die ein oder andere Nase beförderten, zwischen Brüsten und Pobacken steckten, als Ersatztaschentuch dienten und durch viele, viele Hände glitten.

Ekelhaft. Wie dieser eindrucksvolle Spec-Spot für Apple Pay zeigt.  

Ein solches Meisterwerk entsteht nicht eben mal so mit der iPhone-Kamera. Auch wenn die in der neuen 13-er-Serie und der des jetzt erst geleakten SE3 noch besser wird.

Trotzdem scheinen immer mehr Kunden das zu glauben. Diese Naivität ist Nellie Kim von lg2 und Partner, eine der besten CDs der Welt, ein Dorn im Auge. Nachher sieht jeder Spot aus wie ein TikTok-Video.  

Das ist nicht das einzige Problem, das sie derzeit mit der Branche hat, wie sie im Interview erzählt. Da kann man sich schon mal in Rage reden.  

Einen schönen Abend wünscht  

Verena Gründel

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08.10.2021 Gartenarbeit für Angela Merkel

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, vermisst wohl den Kaffeeklatsch, die Mittagspause, und das Feierabendbier.

Lieber Herr Böhmer,

wir alle kennen den Teufelskreis. Eigentlich sehnen wir uns zurück nach dem alten Büroleben mit Kaffeeklatsch, Mittagspause, Feierabendbier. Aber wenn wir ins Büro gehen, ist da niemand. Also gehen wir nicht mehr.

Und sehnen uns zurück nach den alten Zeiten. Auf Dauer geht so leider der Spaß verloren.

Bisher hatte das noch einen Sinn: unsere Gesundheit. Aber dieses Argument wird immer kleiner. Und trotzdem bleiben die Agenturen leer, beobachtet GPRA-Präsidentin Alexandra Groß.

Während die Kultur dahinbröckelt. Das darf nicht sein. Deshalb ruft sie dazu auf: “Holt eure Leute zurück in die Agenturen!” Es brauche einen zentralen Impuls, damit sich alle in Bewegung setzen, so Groß.

„Die Leute wollen doch eingebunden sein in ein Team, denn sie fühlen sich ja im Homeoffice schnell wie ein Freelancer“, erklärt die neue GPRA-Chefin. Spannend, ob die Mitarbeiter:innen das genauso sehen. Daheim gibt es schließlich einige Freiheiten, die man im Büro nicht hat.   

Für Angela Merkel wird es dagegen kein Back to Office geben. Sie kann sich jetzt viel Zeit nehmen, zum Beispiel für Gartenarbeit. Das mutmaßt zumindest Toom und wirbt mit der Noch-Kanzlerin für 10-Euro-Gartenhandschuhe.

Ob sie, wie einst Edmund Stoiber, in ihrem Garten auch die eine oder andere Blume "hinrichten" wird?  Gleich zwei neue Agenturen hat sich offenbar Fielmann angelacht.

Der Brillenhändler entschied sich in einem Pitch für David + Martin aus München und Saatchi & Saatchi aus Düsseldorf. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht, aber mein Kollege Conrad Breyer hat schon Details.  

Einen schönen Abend wünscht  

Verena Gründel

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06.10.2021 Ausfall der Social-Media-Dienste

GFDK - Marketing News W&V Annette Mattgey

Annette Mattgey, Redakteurin bei W&V, hat wohl auch ein wenig Schadenfreude.

Lieber Herr Böhmer,

haben Sie gestern Abend auch Twitter genutzt, um sich über #facebookdown zu informieren? Oder haben Sie gar, wie einige Witzbolde es vorschlugen, nach Ihren Zugangsdaten für StudiVZ gekramt?

Das 2005 gegründete und inzwischen fast vergessene Netzwerk kam so nochmal zu ungeahnten Ehren – als Twitter-Trend.  

Kaum einer dürfte den Ausfall der Social-Media-Dienste von Facebook, Instagram und WhatsApp so genossen haben wie Twitter-Chef Jack Dorsey, der sich selbst immer wieder mit seinen Sottisen zu Wort meldete.

Aber auch andere ließen sich die Laune nicht verderben und begleiteten den Abend recht humorvoll. Aber was ist uns bloß in der stundenlangen Social-Media-Pause entgangen?

25 Milliarden WhatsApp-Nachrichten und 54 Millionen Facebook-Messages, 3,75 Milliarden Minuten WhatsApp-Telefonate, 125 Millionen Instagram Stories sowie 53 Millionen Fotos, die nicht auf Facebook hochgeladen wurden. So hat es die Berliner Kreativagentur ABCD ausgerechnet.  

Hochkonjunktur hatte dagegen die gute alte SMS. Bei der Telekom schnellte die Zahl der Kurznachrichten um den Faktor acht nach oben. Bei Telefónica und bei Vodafone waren es immerhin drei Mal so viel wie üblich.

So mancher griff auch zum Telefonhörer. Bei Telefónica (O2) wurden am Montag zwischen 19 und 20 Uhr rund ein Drittel mehr Mobilfunk-Telefongespräche geführt.  

Not macht bekanntlich erfinderisch. So war #facebookdown wenigstens zu etwas gut - nämlich um zu zeigen, dass es auch ohne Social Media geht.

Einen angenehmen Abend – mit oder ohne Facebook.  

Annette Mattgey

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05.10.2021 MAN covert einen Welthit

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, ist von dem neuen Spot von Jung von Matt für MAN begeistert, und auch von Hormbach.

Lieber Herr Böhmer,

haben Sie heute schon einen Ohrwurm? Nein? Dann beschere ich Ihnen jetzt einen. Keine Sorge, es ist nicht der Bratmaxe-Song, den ich heute Mittag im Kopf hatte. Ich habe einen Deluxe-Ohrwurm mit Gute-Laune-Garantie für Sie:

Hören Sie einfach in den neuen Spot von Jung von Matt für MAN und lassen Sie sich anstecken. Der Clip beweist nicht nur, wie stark Musik und Audio-Effekte die Emotion für Marken beeinflussen.

Sondern auch, dass B2B-Werbung mindestens genauso viel Spaß machen kann wie die für den Endkunden.  

Aber taugt Werbung auch fürs Binge-Watching, das wir sonst nur von Serien mit Suchtpotenzial kennen? Hornbach testet als erster Werbekunde von Pro Sieben einen Werbeblock mit sechs thematisch passenden Spots hintereinander.

Das ist eine echte Mediapremiere im TV. Zwar lief sie bereits am Freitag. Doch bei uns können Sie die ganze Staffel noch einmal am Stück bingen. Ob es die Bimmelbahn-Fahrgäste auf ihrer Reise durch den Baumarkt bis zur Toilettenpause aushalten?  

Bei Milka geht es normalerweise kuschelig zu. Doch die heile lila Welt der Schokomarke ist erschüttert und das Unternehmen reagiert rabiat statt zart. Grund ist ein britischer Proteinriegel-Hersteller, der seine Produkte ebenfalls in violettes Plastik hüllt.

Das passt der Mondelez-Tochter gar nicht, schließlich hält sie die Markenrechte für den Farbton bei Lebensmittelverpackungen. Doch jetzt könnte es zu einer Annäherung der beiden kommen. Eine gütliche Einigung passt doch auch viel besser zur Marke.  

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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01.10.2021 Letzter Bond mit Daniel Craig

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, scheint ein Bond-Fan zu sein.

Lieber Herr Böhmer,

kein Kunde hat auf Corporate Podcasts gewartet. So wie vor zehn Jahren kein Kunde auf Corporate Blogs gewartet hat. Oder wie irgendjemand gespannt Werbeblöcke im Fernsehen verfolgt. Feuchte Marketer-Träume werden in den seltensten Fällen wahr.   

Sie gehen nur dann in Erfüllung, wenn eine wirklich gute und kundenzentrierte Idee dahintersteckt. Im Fall Podcasts haben wir ein paar Tipps für Sie, mit denen Ihr Audioangebot doch gehört wird.  

Über mangelndes Interesse kann sich der neue James-Bond-Streifen nicht beschweren. Immerhin haben wir eineinhalb Jahre auf den letzten Teil mit Daniel Craig gewartet.

Die Spannung ist zum Zerreißen und das erste Feedback sehr positiv .

Das ist auch wichtig, schließlich hat 007 diesmal eine ganz besondere Mission. Er ist angetreten, das Kino zu retten.   

Was macht man, wenn das eigene Geschäftsmodell durch den Fortschritt gefährdet ist? Man muss sich neu erfinden. Wie das auf radikale Weise gehen kann, zeigt eine Spezialfirma für Insektenbekämpfungsmittel. Sie rettet inzwischen Insekten.

Ein solcher Wandel braucht Fingerspitzengefühl. Das fehlt vielen Unternehmen.

Die ganze Geschichte vom Herrn der Fliegen und von Transformationsbremsen lesen Sie hier.   

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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30.09.2021 Aldi-Kassiererin wird zum Star

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, ist von der TikTokerin Elaine Victoria sehr angetan.

Lieber Herr Böhmer,

kennen Sie noch die Finde-10-Fehler-Rätsel? Ein oder zwei Unterschiede zwischen den vermeintlich gleichen Bildern offenbarten sich auf den ersten Blick. Danach wurde es kniffelig.

Wenn ich mir heute die umgestalteten Verpackungen von Ricola angucke, geht es mir ähnlich. Ohne den Vergleich zum alten Design wäre mir nicht mal ein Unterschied aufgefallen. Ihnen?

Ist das nun ein Prädikat oder ein Armutszeugnis für die verantwortliche Agentur?  

Der Unterschied zwischen Christian Ulmen und Fahri Yardim sowie ihren gezeichneten Pendants ist dagegen offensichtlich. Trotzdem hat Ralph Ruthe sie für den neuesten Magenta-TV-Spot hervorragend getroffen.

Auch wenn der Cartoonist liebend gern Werbeparodien zeichnet, diese Werbung für das Telekom-Angebot ist echt.  

Die TikTokerin Elaine Victoria macht dagegen gerade unbezahlt die allerbeste Werbung für Aldi Nord. In einem 12-Sekunden-Video tanzt die Kassiererin hinter der Kasse zu Jessie J's Hit "Wild".

Das Internet flippt aus. Und alle wollen bei Elaine einkaufen. Es ist nicht das erste sexy Tanzvideo im Aldi-Shirt, das die Hamburgerin auf TikTok postete. Authentischer kann Markenkommunikation kaum sein.  

Habe ich gerade Aldi, sexy und authentisch in einem Atemzug genannt???  

Einen schönen Abend wünscht  

Verena Gründel

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29.09.2021 AfD-Flyer im Müll

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, ist anscheinend von der Guerilla-Aktion des Zentrums für Politische Schönheit begeistert. Ob die Gerichte das auch so sehen, muß sich noch zeigen.

Lieber Herr Böhmer,

wie viele Tonnen Papier eine Partei für Wahlwerbung bedruckt, das mag man sich gar nicht ausmalen. Allein 72 Tonnen AfD-Flyer, und damit nur ein Bruchteil des ganzen Papiermülls, sind vor der Wahl direkt aus dem Drucker im Altpapier gelandet.

Die Geschichte dahinter ist eine clevere Guerilla-Aktion des Zentrums für Politische Schönheit. Ok, ok, die AfD findet die Entsorgungsaktion nicht so lustig. Sie will jetzt klagen.  Anmerkung der Redaktion: Die CDU/CSU, SPD, und auch die Grünen, die Linke und die FDP hätten das auch nicht für clever und lustig gefunden. 

Aus ökologischer Sicht hätte sie sich das Bedrucken der Fantastillionen bunter Zettel besser ganz gespart.   

Eine ähnlich schwindelerregende Zahl bunter Plastikspielzeuge verteilt McDonald’s jeden Tag an Burger-liebende Kinder. Und wo landen sie am Ende? Erst in irgendwelchen Spielzeugkisten, dann im Müll. Kann man sie eigentlich schon als Einwegplastik bezeichnen?   

Weil die Fastfoodkette sie nicht ganz abschaffen will, sollen sie jetzt zumindest nachhaltiger und mit weniger Kunststoff produziert werden. Zum Beispiel sollen recycelte Batman-Figuren irgendwann zu Restauranttabletts werden.   

Ich befürchte, McDonald’s hat noch einen sehr weiten Weg der Müllvermeidung vor sich.   

Der Weg in die Cookie-lose Zukunft ist dagegen deutlich kürzer. Und was kommt danach? Die meisten Unternehmen sind noch nicht gerüstet. Deshalb präsentieren wir Ihnen drei Marken, die verschiedene Ansätze fahren:

Gerry Weber, Singapore Airlines und Center Parcs. Ist etwas für Sie dabei?  

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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27.09.2021 Sexistische Werbung

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurinbei W&V,hat auch kein Verständnis für diese Werbung.

Lieber Herr Böhmer,

was hat ein üppiges Dekolleté mit Gartengestaltung zu tun? Genau. Rein gar nichts. Deshalb hat der Handwerksbetrieb aus Frankfurt/Oder die Rüge vom Werberat absolut verdient.

Nur ein Viehtransporter legt in Sachen geschmackloser Werbung noch einen drauf. Er pinselt eine lasziv blickende Schweinedame in Strapsen und BH auf den Lkw, in dem die Tiere (mutmaßlich) zum Schlachter transportiert werden.

Da vergeht mir die Lust auf Schinken und Steak.  

Auch die Bild erntet Ärger für ihre Dreistigkeit. Der neue Sender Bild-TV filmte ganze 13 Minuten der Berliner Runde von ARD und ZDF ab und zeigte sie eins zu eins auf dem eigenen Kanal.

Dem ein oder anderen Rundfunkgebühr-Zahlenden dürfte es nicht gefallen, dass er nun auch noch die Bild-Zeitung finanziert. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind ebenfalls nicht glücklich über den Klau und erwägen rechtliche Schritte.   

Nach heftiger Kritik am geplanten Kinder-Netzwerk reagiert Instagram nun und stellt die Entwicklung der Plattform vorerst ein . Das Wall Street Journal hatte brisante Daten veröffentlicht.

Laut einer Facebook-internen Studie wirke sich die Nutzung von Instagram negativ auf die psychische Gesundheit zahlreicher Teenager aus.

Trotzdem wollte das Unternehmen das Netzwerk leicht modifiziert für noch jüngere Kids legal zugänglich machen – was nicht gerade für einen ethischen Umgang mit dem Problem spricht.  

Einen unaufgeregten Abend wünscht Ihnen  

Verena Gründel

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25.09.2021 eine schwer missglückte Schönheits-OP.

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, weiß anscheinend nicht, für wen er mehr Mitleid haben soll. Mit den Linken, oder mit Lind Evangelista, oder doch mit Armin Laschet und Christian Lindner.

Lieber Herr Böhmer,

die Linke schlägt zurück. Bislang mussten Parteien und Politiker:innen deftig einstecken, wenn Sixt gemeinsam mit Jung von Matt politsatirische Anzeigen geschaltet hat. Jetzt gibt es erstmals eine Antwort auf ein Motiv, das mit der Vermögenssteuer wortspielt und die Linke auf die Schippe nimmt.

In der Antwort der Linken bekommen Unionskandidat Armin Laschet und FDP-Chef Christian Lindner ihr Fett weg.   

Fett weg – das war keine gute Idee für das frühere Top-Model Linda Evangelista. Eine Fettentfernung im Jahr 2016 misslang.

Demnach sei eine Fettabsaugung im Jahr 2016 nach der "CoolSclupting"-Methode des Anbieters Zeltiq, bei der Fettansammlungen mithilfe von Kälte entfernt werden, missglückt. „Ich wurde brutal verunstaltet“ schreibt die 56-Jährige in den sozialen Medien. Evangelista war das Gesicht von L’Oréal und modelte auch für Prada.   

Auch sie schlägt nun zurück.

Evangelista klagt gegen den Anbieter der Schönheits-OP und fordert 50 Millionen Dollar Schadensersatz.  

Ein schönes Wochenende und einen spannenden Wahlabend am Sonntag wünscht  

Rolf Schröter  

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24.09.2021 "Sch*** Drauf"-Edition

GFDK - Marketing News - W&V Manuela Pauker

Manuela Pauker, Redakteurin bei W&V,

Lieber Herr Böhmer,

bisher ist man Shitstorms ja eher aus der digitalen Welt gewohnt. Der Windelhersteller Little Big Change transformiert das unangenehme Ereignis buchstäblich in die analoge Welt:

Mit einer "Sch*** Drauf"-Edition, bei der die schlimmsten rassistischen Sätze deutscher Politiker in die Windeln gedruckt wurden. Genau dort, wo die Hinterlassenschaften der Babys landen.

Erfunden wurde die anrüchige Aktion zusammen mit der Kreativagentur Jung von Matt/Havel.  

Einen klassischen digitalen Shitstorm erleben dagegen derzeit viele Apple-Manager: Sie haben sich mit dem aktuellen Update der Betriebssoftware iOS bei Marketern so gar keine Freunde gemacht – insbesondere bei denen, die viel mit E-Mail-Marketing arbeiten.

Denn Apple hat nach der Tracking-Blockade in iOS 14.5 nochmals den Datenschutz verschärft und unterbindet das Tracking von E-Mail-Öffnungen mithilfe der neuen iOS-15-Funktionen "Hide My Email" und "iCloud + Private Relay".

Für Marketer eine Katastrophe – aber auch die Motivation, sich etwas Neues einfallen zu lassen.  

Porsche macht vor, wie so etwas geht:

Der Autobauer will mit dem Klischee vom typischen männlichen Käufer Mitte 50 aufräumen und spricht mit seiner aktuellen Kampagne Dreamers.On vorrangig – auch jüngere - Frauen an.

Mit Testimonials wie Sara Nuru, ehemals „GNTM“-Gewinnerin und inzwischen erfolgreiche Unternehmerin, könnte das klappen.  

Einen schönen Abend noch wünscht  

Manuela Pauker

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