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Marketing News

14.09.2018 ein Gegengeschäft

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, schreibt mir zu einem Thema, das auch mir auf den Nägeln brennt. Wo fängt Werbung an, und wo beginnt die Schleichwerbung. Eine Frage mit der sich alle Webseiten-Betreiber herumschlagen müssen. Auch ich.

Lieber Herr Böhmer,

so geht unbeabsichtigtes Content-Marketing: Da ist Ströer gar nicht mit einem Stand auf der großen Digitalmesse Dmexco in Köln anwesend – und trotzdem ist das Medienhaus dort ein großes Thema.

Klar geht es um den Verdacht der Schleichwerbung, doch, ganz ehrlich, die Medienaufsicht steht erst am Anfang ihrer Aufsichtspflicht und scheint oftmals von der Wirklichkeit des Internets überfordert.

Völlig ungeklärt scheint immer noch zu sein, wo ein Gegengeschäft aufhört, wo bezahlte Werbung anfängt, wann wirklich ein Reklamedeal dahintersteckt und wann Inhalte für den User als Werbung kenntlich gemacht werden müssen.

W&V-Kollegin Petra Schwegler hat sich mit dem Fall Ströer und möglichen Vorwürfen ausführlicher auseinandergesetzt.

So lange Influencer auch bei nicht bezahlten Inhalten und völlig unabhängigem redaktionellen Tun ihre User mit Werbekennzeichnungen belästigen müssen, was dann einfach nicht der Wahrheit entspricht, erscheint das Taumeln von Aufsichtsbehörden im weltweiten Netz geradezu lächerlich.

Uns allen einen entspannten Abend.

Jochen Kalka

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13.09.2018 alles nur gekauft

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, schreibt mir das Friedrich Liechtenstein meint, das alles gekauft ist, auch die Klicks bei Google. Ach nee, so was aber auch, darauf wäre ich nie gekommen.

Lieber Herr Böhmer,

es ist „alles gekauft und mit perfiden Tricks durchgedrückt“. Verrät Friedrich Liechtenstein Mirko Kaminski vor dem W&V-„Mirkofon“ auf die Frage nach dem Geheimnis viraler Erfolge . Die „Supergeil“-Werbung von Edeka hat den Berliner Gentleman zwar berühmt gemacht. Künstler war er aber schon vorher. Jung von Matt hat sich halt den „Krümel auf dem Sofa meines Oeuvres“ gepickt, erklärt Liechtenstein, und „eine große Lupe drüber gehalten“.

Erfolg haben auch die sozialen Medien mit Inhalten von Verlagen. Heute hat das Europaparlament den Vorschlag für ein europäisches Leistungsschutzrecht gebilligt. Vor allem Google soll damit gezwungen werden, Presseverlage für deren journalistische Arbeit zu bezahlen, wenn diese Arbeit in Google News veröffentlicht wird.

Um es mit den Worten von Liechtenstein zu sagen: Google pickt sich die Krümel vom Verlagssofa, hält eine große Lupe drüber und erntet anschließend die Früchte der erzielten Reichweite.

Ist das richtig? Nein, findet Philipp Schindler. Der Chief Business Officer von Google kritisiert die Entscheidung der europäischen Volksvertreter aufs Schärfste. Auf der Dmexco-Bühne sagt er, dies behindere die gesamte Digitalbranche.

Stimmt das überhaupt? Wie wird sich die Digitalbranche entwickeln? Können wir das voraussehen? Hören wir auf Friedrich Liechtenstein. Der Berliner Visionär sagt: „Die Zeit der Eiche ist vorbei. – Jetzt ist die Zeit der Alge“ Die Alge ist das next big thing.

Zu wenig Nutzwert, diese Info mit der Alge? Na klar: „Die tollsten Sachen bezüglich Geld und Sexualität darf man natürlich nicht preisgeben“, sagt Friedrich Liechtenstein.

Erfolg kostet halt Geld. Clever ist, wenn es nicht das eigene ist.

Einen supergeilen Abend wünscht

Rolf Schröter

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01.09.2018 Desingsünden der 90er Jahre

GFDK - Marketing News

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, machte mich darauf aufmerksam, das eine Imagekampagne, über Sachsen, auch nach hinten los gehen kann. Deshalb steigt eine Agentur aus einem Pitch aus, weil das Image, von Sachsen beschädigt sei. Heute schreibt mir die W&V Redaktion, über Designsünden der 90er Jahre, und über eine Verpackungsstrategie von Aldi.

Lieber Herr Böhmer,

Selbstverhöhnung erlebt man ja eher selten in der Autowerbung. Im Spot „Ugly 90s“ von Skoda funktioniert das aber ganz hervorragend. Darin bekennt sich die Automarke zu ihren Designsünden in den 90ern, die ihr immer noch nachhängen. Zu den Highlights im Fotoalbum gehören die Aufnahmen aus den 90ern garantiert nicht.

„Na und?“ sagt Skoda und weist uns zu Recht darauf hin, dass damals eine allgemeine Stilverwirrung herrschte. Und so richtig gut sah keiner aus. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Wichtiger ist, was Skoda heute ist und kann. Schlau und witzig verpackt.     

Weiterentwickeln will sich auch Aldi und mit alten Verpackungssünden abschließen. Eine neue Verpackungsstrategie, vor allem für die Obst- und Gemüseabteilung, soll den anfallenden Müll stark reduzieren, bei den Eigenmarken bis zum Jahr 2025 um 30 Prozent. Ein guter Anfang.

Auch der Trend zur Zuckerreduzierung begann mit dem ersten Schritt. Mittlerweile springen immer mehr Markenhersteller auf, auch Arla und Milram wollen den Zuckergehalt reduzieren. Eine Strategie mit Risiken: Denn Veränderungen beim Geschmack machen die meisten Verbraucher nicht mit.  

Viel Spaß beim Lesen

wünscht die W&V-Redaktion

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31.08.2018 Agentur steigt aus

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Zuletzt stellte die W&V Redaktion die Frage "Sie haben immer noch nicht genug von Influencern?" Da habe ich mich gefragt: Was mache ich eigentlich den ganzen Tag? Na ja, ich erzähle Geschichten.

Geschichten über Künstler, Mode, Politik, Filme, Reisen, Essen und Trinken, über Bücher, Musik und Theater. Bin ich auch ein Influencer?

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, macht mich darauf aufmerksam, das eine Imagekampagne, über Sachsen, auch nach hinten los gehen kann. Deshalb steigt eine Agentur aus einem Pitch aus, weil das Image, von Sachsen beschädigt sei.

Lieber Herr Böhmer,

ist das nun gut oder böse? Wenn sich eine Agentur aus einem Pitch verabschiedet, weil das Produkt nicht stimmt? Soll nicht gerade Kommunikation dazu beitragen, das Image des Produktes wieder zu stärken? Aber, Moment mal, um welches Produkt geht es hier eigentlich?

Nein, es geht nicht um Starbucks, das sich als verantwortungsvoll und fair positioniert, doch nun durch eine Arte-Dokumentation entzaubert wird, sondern es geht um eine geplante Imagekampagne der Investregion Leizpig und deren Mittelzentren Wurzen, Borna und so weiter.

„Unserer Meinung nach ist das Image Sachsens weltweit so nicht mehr vermittelbar“, heißt es in einem Tweet der Agentur Wurzelschläger & Friends, die sich damit aus dem Pitch verabschiedet.

Ist das nun mutlos oder mutig? Nach den Chemnitz-Krawallen jedenfalls ist dieser Schritt mehr als nachvollziehbar. Eine Imagekampagne kann in solch einem emotional aufgeladenen Umfeld kontraproduktiv sein. Und auch für die Agentur nach hinten losgehen.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen

Jochen Kalka

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28.08.2018 Geschichten erzähler

GFDk - Marketing News

Ich Frage mich, was mach ich eigentlich den ganzen Tag? Na ja, ich erzähle Geschichten. Geschichten über Künstler, Mode, Politik, Filme, Reisen, Essen und Trinken, über Bücher, Musik und Theater. Nun Frage ich mich, bin ich auch ein Influencer?

Zuletzt berichteten wir darüber, das der SPD ein PR-Coup gelungen ist, weil sie den Slogan der CSU geklaut hatten. Dazu schrieb mir die W&V Redaktion: Die CSU hat gelernt, warum es klug ist, rechtzeitig die Domain für einen Wahlkampfslogan zu sichern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich im Netz zum Horst. 

Nun schreibt mir die W&V Redaktion:

Lieber Herr Böhmer,

wenn die Politik junge Wähler ansprechen will, dann müssen die richtigen Ansprechpartner her. Sprich: Influencer. Im konkreten Fall der hessischen Landesregierung sollen die Lochis zu Einflüsterern werden . Damit sind die umschwärmten Youtuber Heiko und Roman Lochmann ab sofort nicht mehr nur als Werbetestimonials begehrt, sondern auch in politischen Dingen als Berater gefragt.

Auch wer Nachwuchs sucht, verlässt sich inzwischen gern auf die meist jungen Meinungsführer aus dem Social Web. Dazu zählen unter anderem die Arbeitgeber aus der chemischen Industrie. Und weil es funktioniert, startet die Agentur KNSK für die Initiative Chemie im Dialog die bereits sechste Runde der  Influencer-Kampagne #DeineChemie mit bekannten YouTubern wie Ray Fox.

Ach ja – eine aufzubauende Influencerin hat gerade die Otto-Marke About You gekürt: Melisa ist Gewinnerin des Wettbewerbs #bestjobever und somit das neue Instagram-Gesicht des Modehändlers. Die 26-jährige Berlinerin konnte sich gegen 700 Bewerber durchsetzen und reist für About You zur New York Fashion Week.

Sie haben immer noch nicht genug von Influencern? Dann empfehlen wir noch dieses Thema so kurz vor dem Wochenende – eine lustige Influencer-Verarsche rund ums Niedersachsen-Ticket. Video-Bloggerin Nini erweist sich dabei als echtes Werbetalent, das herrlich analoge Postkarten (!) aus Meppen verschickt.

Mit diesen und weiteren spannenden Themen wünscht Ihnen die W&V Redaktion ein entspanntes Wochenende.

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27.08.2018 Wahlkampfslogan

GFDK - Marketing News

Zuletzt schrieb mir die W&V Redaktion über einem brisanten Verkauf: "Ausgerechnet Pepsi übernimmt Sodastream. Die Marke, die sich gerne als Alternative zu den Getränke-Multis inszeniert.

Und in ihrer Werbung gegen Coca-Cola und auch Pepsi austeilt. Aber 2,8 Mrd. Euro - diese Summe soll fließen - sind offenbar Argument genug, das Feindbild lieben zu lernen." Heute geht es auch um ein Feindbild, könnte man Sagen, zumindest für die SPD.

Lieber Herr Böhmer,

ein lehrreicher Tag geht zu Ende. Google hat eine Fake-Pizza erfunden und viel über Videos für Foodmarketing gelernt. Ein Team von Google untersuchte zusammen mit Nestlé und einem Marketing-Professor, welche Video-Ads Appetit machen. Das Objekt der Begierde? Eine Fantasiemarke namens "Doctor Fork".

PR-Coup, Slogan der CSU geklaut

Die CSU hat gelernt, warum es klug ist, rechtzeitig die Domain für einen Wahlkampfslogan zu sichern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich im Netz zum Horst.

Dämlich ist wie die SPD sich für ihre Aktion abfeiert

Die "WELT" schreibt dazu: "Die Sozialdemokraten haben sich die Website zum CSU-Wahlkampfslogan „Söder macht‘s“ gesichert. Noch peinlicher als das Versäumnis der Christsozialen ist allerdings, wie sich die SPD für die Aktion abfeiert – gerade angesichts ihrer eigenen Lage.

Die Freude kann ein Götterfunke sein, himmlisch und ansteckend. Sie kann aber auch als hässliche Fratze daherkommen, und zwar immer dann, wenn sie sich mit dem Schaden paart. Schadenfreude gibt vor allem denjenigen etwas, die selbst beschädigt sind. Sie mindert für einen Moment das eigene Elend."

Weil sein Wahlkampfteam vergisst, eine URL zu sichern, kann die SPD öffentlichkeitswirksam seinen Slogan klauen.

Wir von der GFDK Redaktion Fragen uns ist das Pech, oder dämlich? Dämlich ist mit Sicherheit nicht Markus Söder. Verantwortlich für diese Panne ist sein Wahlkampfteam.

Und Lehrreiches gibt es zum Start der neuen W&V-Serie zum Thema Influencer-Marketing auch von Rechtsanwalt Carsten Ulbricht. Der Jurist erklärt, worauf man bei Verträgen achten sollte.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

die W&V-Redaktion

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25.08.2018 Die Zukunft von WPP

GFDK - Marketing News

Gestern ging es darum, dass die CSU gelernt hat, warum es klug ist, rechtzeitig die Domain für einen Wahlkampfslogan zu sichern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich im Netz zum Horst, schrieb mir die W&V Redaktion.

Wir von der GFDK Redaktion fragten uns, ist das Pech oder dämlich? Dämlich ist mit Sicherheit nicht Markus Söder. Verantwortlich für diese Panne ist sein Wahlkampfteam. Heute geht es um eine Akademie, die dicht macht und um die Zukunft von WPP.

Lieber Herr Böhmer,

gleich zwei Meldungen belegen heute, wie sehr sich die Kreativbranche wandelt.

Zum einen hat die Akademie U5 zum 1. August dicht gemacht. Nach 51 Jahren ist Schluss mit der Münchner Designschule, die Top-Werber wie Marcello Serpa hervorgebracht hat.

Lange Jahre ein Anziehungspunkt für Kreative, scheiterte die renommierte Ausbildungsstätte letztendlich am Geld. Dabei beklagt die Branche bereits den Mangel an kreativem Nachwuchs.

Massiven Wandel legt indes der US-Marktforscher Forrester dem weltumspannenden Werbedampfer WPP mit seinen unzähligen Agenturmarken nahe. Um zu überleben, so heißt es in der kostenpflichtigen Analyse, müssten WPP und die anderen großen Werbeholdings sich radikal umstrukturieren .

Drei Kräfte, die an bestehenden Holding-Modellen rütteln, nennt Forrester – Tipps, die WPP nur bedingt annehmen mag.

Einen spannenden Feierabend wünscht Ihnen

die W&V-Redaktion

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22.08.2018 Pepsi übernimmt Sodastream

GFDK - Marketing News - Gottfried Böhmer

Eine chinesische Volksweisheit lautet: Die Hand, die du nicht abhaken kannst, sollst du schütteln. Man kann diese Weisheit auch anders auslegen, hat sich Pepsi-Cola wohl gedacht.

Sodastream hat schon seit vielen Jahren einen regelrechten Kleinkrieg gegen Pepsi und Coca Cola geführt. Eine der bekannesten Aktionen war die abgesagte Kampangne mit Hollywoodstar Scarlett Johansson.

Der Werbespot, in dem Scarlett Johansson gemütlich ein Wässerchen mit von Sodastream aufgepeppten Sirups schlürft und anschließen seufzt: " Sorry Coke and Pepsi" wurde von dem Sender FOX als Attacke gegen die US-Süßwasser-Industrie gewertet. Damit hatte sich der Wassersprudler Hersteller bei VOX disqualifizert.

Trinkwassersprudler gegen das Kartell der Getränkeindustrie

Der Feldzug von Sodastream gegen Pepsi und Coca Cola nahm groteske Züge an. Oder sollten wir von einem Feldzug von Pepsi und Coca Cola gegen Sodastream sprechen? Die neueste Attacke gegen die beiden "Süßzucker-Getränke-Mischer" sollte mal so richtig knallen, hatten sich die Sodastream Manager gedacht.

Um es den beiden "Zuckerriesen" mal so richtig zu zeigen, hatten die Sodastream-Macher den Hollywoodstar Scarlett Johansson für eine weltweite Kampagne verpflichtet. Der TV-Spot mit der Johansson sollte seine Premiere am 2. Februar 2014 zum Superbowl XLVIII feiern. Daraus ist nichts geworden.

Rückblick:

Schon 2012 hatte Coca Cola versucht eine Aktion von SodaStream, mit der der Hersteller von Trinkwassersprudlern auf die verheerende Umweltschädigung von PET-Flaschen hinweisen wollte, zu verhindern. SodaStream hatte einen Käfig gegenüber dem Coca Cola Museum in Altanta aufgestellt, der mit tausenden Wegwerfflaschen und Getränkedosen der Marke Coca Cola gefüllt war.

Auch 2013 hatten die Superwerbe- "Zuckerkunden" Pepsi und Coca Cola einen Werbespot von Sodastream zum Superbowl 2013 gekippt. Der US TV-Sender CBS wollte den Spot des Wassersprudler Herstellers nicht ausstrahlen. Zuvor hatte Sodastream Coca Cola schon einmal mit einem Spot bloßgestellt. Auch diesen Spot hatte Coca Cola in Großbritannien gerichtlich verbieten lassen.

Nicht die Hand schütteln, nein die Hand muß man kaufen

Die Hand, die ich nicht abhacken kann, kann ich aber kaufen, dachte man bei Pepsi Cola, schließlich ist doch alles käuflich und den ständigen Ärger mit Sodastream ist man dann los. Der Getränkekonzern PepsiCo hat nun kurzerhand den Laden für 3,2 Milliarden Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro) gekauft.

Die Plastikflaschen und Zucker-Konzerne wurden von dem aus Israel kommenden Unternehmen in Kampagnen ganz direkt angegriffen. Wegen eines viralen Spots im Stil einer Games-of-Thrones-Parodie handelte sich Sodastream 2016 eine einstweilige Verfügung der amerikanischen Getränkeindustrie ein.

Was soll der Verbraucher davon halten?

Das war vorerst der letzte Angriff von Sodastream, und es wird nun keinen mehr geben. Wie die Marke Sodastream sich in Zukunft positionieren will, steht noch auf einem anderen Papier. Auch weiß man nicht, was der Verbraucher davon halten wird.

Schließlich hat der Sprudelgeräte-Hersteller sich in den letzten Jahren als umweltfreundliche Alternative zu den großen Zucker-Multis Coca-Cola und Pepsi positioniert.

Was der Deutsche Kokurrent BRITA zu der Sodastream Übernahme von PepsiCo sagt, konnten wir heute nicht erfahren. Aber eines ist mal sicher, BRITA sieht sich in Zukunft einem 63 Milliarden Dollar Unternehmen gegenüber mit einem Milliarden schweren Werbeetat.

Mit dem Kauf von Sodastream will der Getränke- und Lebensmittelkonzern seine Strategie kalorienärmerer Produkte weiter entwickeln, auch das kann BRITA nicht schmecken.

Familie Wiseburgh mit goldenen Händen

Was die Inhaber-Familie von Sodastream um Peter Wiseburgh mit dem ganzen Schotter machen will, war auch nicht zu erfahren. Sicher ist nur, es war ein sehr goldenes Schütteln, das ist wohl der viel gerühmte goldene Handschlag.

W&V schreibt mir dazu: Lieber Herr Böhmer,

ausgerechnet Pepsi übernimmt Sodastream. Die Marke, die sich gerne als Alternative zu den Getränke-Multis inszeniert. Und in ihrer Werbung gegen Coca-Cola und auch Pepsi austeilt. Aber 2,8 Mrd. Euro - diese Summe soll fließen - sind offenbar Argument genug, das Feindbild lieben zu lernen.

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20.08.2018 Ein Jahr nach der Opel-Übernahme

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schrieb mir noch vor kurzem zu der neusten Entwicklung bei Opel. Über Opel sei schon alles gesagt worden, meinte er.

Die goldenen Jahre in den 50er und 60ern, der Abstieg, der kommunikative Tiefpunkt mit "Sonderaktionen" à la "Opel Corsa Steffi Graf" und schließlich der Hype um "Umparken im Kopf", der eher in der Marketing-Filterblase und auf Award-Bühnen als am Point of Salezu spüren war.

"New Germanness" die Adjektive "mutig" und "klar"

Jetzt schlägt Opel ein neues Kapitel auf. Diesmal steht nicht die Werbekampagne im Mittelpunkt, sondern das Design. Das ist keine schlechte Idee. Design kann besser als jedes TV-Bombardement mit Jürgen Klopp und Bettina Zimmermann vermitteln, wofür eine starke Marke steht: Nachhaltigkeit, Wiedererkennbarkeit, Einzigartigkeit.

Vielleicht kann Opel irgendwann mehr erzählen als 30-Sekunden-Episoden über verlorene Autoschlüssel. Eine richtige Erfolgsgeschichte zum Beispiel. Ich würde es der Marke und ihren Mitarbeitern wünschen.

Nun schreib mir Frank Zimmer, das Opel auch noch die Agenturfrage stellt.

Lieber Herr Böhmer,

knapp ein Jahr nach dem Weggang von Tina Müller stellen die neuen Opel-Chefs die Agenturfrage. Wahrscheinlich mit Recht. Heimat und vor allem Scholz & Friends haben zwar gute Arbeit abgeliefert.

Trotzdem waren die Kampagnen eher Strohfeuer als Brandzeichen. Während die Marketing-Branche neue Spots undT estimonials bejubelte, wusste jeder Opel-Händler, dass Jürgen Klopp keine Autos verkauft.

Hoffen wir auf ein echtes Comeback - mit welcher Agentur auch immer.

Ihnen einen schönen Abend.

Frank Zimmer

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14.08.2018 Social-Media-Verächter

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V, schrieb  mir gestern zu einem Problem, dass es leider nicht nur in den Agenturen gibt. Ältere Mitarbeiter haben schlechte Chancen und es fehlt an Wertschätzung. Und sollte man dann doch einen neuen Job finden, wird das Gehalt gedrückt.

dm macht alles richtig

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, meint das dm alles richtig macht, und die Werbeformen des 21. Jahrhunderts hervorragend  anwendet. Das kann man noch lange nicht von allen Unternehmen behaupten. Glückwunsch an die Manager.

Lieber Herr Böhmer,

selbst der größte Social-Media-Verächter, Digital-Skeptiker und Feind des Influencer Marketings wird zugeben müssen: Die Werbeformen des 21. Jahrhunderts machen Kampagnen möglich, die früher nie entstanden wären. Sie haben Werbekunden überzeugt, die nie etwas mit Werbung zu tun haben wollten. Die Drogeriekette dm ist ein gutes Beispiel.

Der Konzern mit dem Waldorfschulen-Image war für den Werbemarkt früher so interessant wie ein Veganer für die Leberwurstindustrie. Drogerie-Patriarch Götz Werner setzte traditionell auf Mundpropaganda.

Eigentlich ist es heute nicht viel anders - nur mit den Mitteln des digitalen Storytelling. Und mit nicht zu knappen Budgets, vermuten wir. Meine Kollegin Ulrike App beschreibt die die neueste Aktion von dm: "183 Days".

Die Drogeriekette dm hat versucht, in den Social-Media-Kanälen die Kundinnen neugierig zu machen: Auf Instagram & Co. hatte das Unternehmen auf "183 Days"-Profilen Hinweise auf die neue Marke gepostet - ohne sich dazu zu bekennen. Jetzt hat es dm offiziell gemacht.

Viel Spaß beim Lesen, einen schönen Abend und - falls Sie das Glück heute haben sollten - einen entspannten Feiertag.

Frank Zimmer

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