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Marketing News

05.11.2020 Die Vergangenheitsform stimmt nicht

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, zeifelt an Vorhersagen, zumindest hält er sie für schwierig.

Lieber Herr Böhmer,

Vorhersagen sind schwer, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Ich weiß nicht mehr, von wem der Spruch stammt, aber es gibt wohl kaum einen Tag, an dem er besser passen würde.

Die Wahl des US-Präsidenten ist irgendwie auch eine Hardcore-Lektion in Sachen VUCA-World. Volatility (Volatilität), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit) bestimmen unser Leben – auch jenseits der Frage, ob wir Trump weitere vier Jahre als Präsidenten aushalten müssen.

Dabei ist 2020 selbst ohne die Frage nach den künftigen Bewohnern des Weißen Hauses ein stetes Unsicherheitstraining.

Hauptverursacher des Dilemmas war natürlich die Coronapandemie. Problem dabei: Die Vergangenheitsform stimmt nicht, Corona ist weiterhin ein reichlich unerfreulicher Unsicherheitsfaktor und wird das auch bleiben.

Nur um mal das Beispiel Sport zu nehmen: Ob und wie beispielsweise im kommenden Jahr die Fußball-EM oder die Olympischen Spiele über die Bühne gehen können, vermag aktuell noch niemand seriös vorherzusagen.

Andere Dinge sind dagegen wesentlich klarer: Es wird einen US-Präsidenten geben, höchstwahrscheinlich zumindest.

In der digitalen Werbung wird es immer bessere Alternativen für Cookies geben müssen, ziemlich sicher jedenfalls. 5G wird aller Wahrscheinlichkeit nach die mobile Nutzung noch einmal boosten.

All diese Dinge haben auch Konsequenzen für unsere Branche. Wie die konkret aussehen, kann aktuell allerdings nur beschränkt zuverlässig prophezeit werden. Genau hier liegen aber die wesentlichen Anforderungen:

Wir müssen uns endlich daran gewöhnen, ein gehöriges Maß an Unsicherheit auszuhalten. Wir müssen uns so aufstellen, dass wir schnell und effektiv auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können.

Wir müssen die Veränderung als Chance begreifen. Denn eines lässt sich für die Zukunft ganz sicher sagen: We are still living in a VUCA-World.

Eins ist immerhin sicher: die neue W&V-Ausgabe mit gleich zwei Schwerpunkten – nämlich Prognose und Preis – ist da und für Abonnenten auch dann problemlos verfügbar, falls die aktuell nicht ins Büro können.

Im Abo inklusive ist der Zugriff auf das ePaper und den digitalen Abo-Bereich. Come as u like sozusagen.

Viel Spaß damit wünscht

Holger Schellkopf

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04.11.2020 Weltverschwörer-Abschaum-Clique?

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Heute muß ich Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, ganz klar wiedersprechen. Aus Angst, beim ersten Anzeichen von Kritik sofort als Corona-Leugner, Covidiot oder rechter Verschwörungstheoretiker beschimpft und gebrandmarkt zu werden, geben sich die meisten bei ihren Einlassungen bewusst kompromissbereit, ja geradezu harmlos.

Die Einleitung „Ich bin kein Corona-Leugner/Verschwörungstheoretiker/Verharmloser, wir wissen, das Virus existiert, aber ...“ ist zur Standardfloskel geworden.

Lieber Herr Böhmer,

sind Sie eigentlich auch "Teil der lügenden Weltverschwörer-Abschaum-Clique der satanischen Illuminaten"?

Ich oute mich hiermit, ich gehöre offensichtlich dazu. Sollten auch Sie die Corona-Pandemie nicht infrage stellen, dann Sie wohl ebenfalls. Zumindest wenn man Attila Hildmann fragt.

Als einer der Anführer der Aluhutträger wetterte er mit diesem, nennen wir es mal Kompliment gegen Jan Böhmermann.

Der mischt sich nämlich gerade in den Tiefen von Telegram unter die Verschwörungsgläubigen. Was er vorhat, wissen wir noch nicht, aber wir haben eine Theorie...

Auch der Wendler ist noch recht neu im Verschwörungsgeschichten-Kosmos – doch jetzt will er schon wieder raus. Er sei gar kein Corona-Leugner, beteuert er jetzt auf Instagram.

Und bei RTL will er sich auch entschuldigen . Da hat ihm wohl jemand ordentlich den Kopf gewaschen. Oder hat er einfach nur Angst um seine Karriere?

Nur zu einem steht er: zu seiner Begeisterung für Donald Trump. Die Berliner Verkehrsbetriebe sind sich am heutigen Tag der Wahl noch nicht ganz einig über ihren Favoriten. Sie wünschen den Wahlsieg "beiden", so steht es auf Plakaten. Obwohl ...

Am Tag der US-Wahl bekam ich von den Berliner Verkehrsbetrieben über Social Media folgendes Statement geschickt: „Als öffentliches Unternehmen dürfen wir nicht verraten, wem wir den Wahlsieg gönnen. Deswegen nur so viel: Wir wünschen’s B(e)iden.“

"Politisch war ich damit einverstanden. Aber mich störte der Aktivismus, mit dem suggeriert wurde, die ganze BVG habe dazu eine einheitliche Meinung.

Zum anderen will ich als Steuerzahler und Besitzer einer Monatskarte, dass sich die BVG auf Pünktlichkeit, Sauberkeit und einen ausgeglichenen Etat konzentriert statt auf Wahlempfehlungen", schreibt Rainer Haubrich, Stv. Ressortleiter Meinung von "Welt-Online".

Biden holt sich im letzten Augenblick Verstärkung für seinen Wahlkampf: Eminem singt seinen legendären Song „Lose Yourself“ im aktuellen Wahlkampfspot. Er ist nicht der einzige Künstler, der den Trump-Gegner unterstützt. Ob der Clip fruchtet, sehen wir vielleicht schon morgen.

Es gibt noch einen guten Grund, auf morgen gespannt zu sein. Denn um 14 Uhr startet der zweite Tag der Munich Marketing Week.

Unter anderem mit Accenture, SAP, Siemens, Rewe und Payback. Und natürlich mit meinem Kollegen Holger Schellkopf und mir. Alles über Tag 1 können Sie hier im Liveblog nachlesen. Wir freuen uns dann morgen auf Sie.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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03.11.2020 Bundestagswahlkampf für Scholz und SPD

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet schon einmal über den Wahlkampf für Scholz und die SPD.

Lieber Herr Böhmer,

authentischer geht nicht: „1972 habe ich bei ‚Willy wählen‘ mitgemacht und bin für die SPD auf die Straße gegangen“, sagt Thomas Koch.

Jetzt, 48 Jahre später, ist er ins Kampagnenteam für Olaf Scholz gebeten worden. Der wohl erfahrenste Mediaprofi der Republik ergänzt den Kreis um Raphael Brinkert .

Bis vor kurzem war Thomas Koch noch Mitglied bei den Piraten gewesen. Aber die Beziehung hat nicht gehalten. Er ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Von Willy Brandt zu Olaf Scholz.

Nun kämpft er an der Meinungsbildungsfront an der Seite von Laura Galmés Schwarz, Dennis Lück und Nico Lumma unter der Führung des SPD-Generalsekretärs Lars Klingbeil.

Eine unkonventionelle Mischung. Aber schließlich ist die Aufgabe auch Avenger-mäßig schwer: die alten SPD-Wähler:innen halten und junge Menschen mobilisieren.

Das geht nur mit einer klaren Haltung. Raphael Brinkert, der aus einer Bäcker-Familie stammt, hat im Sommer in einem taz-Interview gesagt:

„Wir verzichten gern auf Umsätze und Renditen, die wir mit Tabak- und Rüstungskonzernen oder auch Unternehmen wie Nestlé verdienen könnten.“

Das ist der Spirit, der die SPD wiederbeleben kann

Thomas Koch ist Rocker. Er hört Heavy Metal und macht selbst Musik. Gemeinsam mit Jochen Kalka hat er unter dem Pseudonym „Apello Eleven“ aktuell ein Stück auf Youtube veröffentlicht, das sich mit harten Riffs und expliziter Sprache gegen eine Wiederwahl von Donald Trump als US-Präsident richtet.

Bei alldem geht es letztlich nicht um Politik, Trump, die USA oder Deutschland. Es geht um unsere Werte.

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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01.11.2020 Die Tech-Giganten

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint bei den Suchmaschinen tut sich was.

Lieber Herr Böhmer,

sprechen wir über den Suchmaschinenkonzern Apple.

Nein, ich habe hier nichts durcheinandergeworfen. Offensichtlich bastelt der iPhone-Bauer an einer eigenen Suchmaschine. Wenn wir mal ehrlich sind, ist das längst fällig.

Mit dem Thema Datenschutz versucht sich Tim Cook schon länger von den anderen Tech-Giganten abzusetzen. Dass er gleichzeitig weiterhin Googles Suchmaschine als Standard nutzt, passt da gar nicht ins Bild.

Vielleicht bandelt Apple deswegen schon länger mit der für strengere Datenschutzregeln bekannten Suchmaschine Duckduckgo an. Sie wäre die ideale Basis für eine selbstgebaute Suchsoftware.

Außerdem würde der Hersteller dem Nutzer mit einer Eigenentwicklung beweisen, wie ernst er es mit dem Datenschutzversprechen meint.

Dass die US-Regulierungsbehörden nicht glücklich über die bisherige Apple-Google-Verbindung sind und dass sie gekappt werden könnte, muss Apple ja nicht an die große Glocke hängen.

Die Entwicklung der Suchtechnologie sollte finanziell locker drin sein. Genauso wie eine Übernahme von Duckduckgo.

Allein im dritten Quartal dieses Jahres hat Apple Erlöse in Höhe von 64,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Und das, obwohl das iPhone verspätet kam und deshalb weniger Stück verkauft wurden als geplant. Auch die anderen GAFA-Konzerne jubeln angesichts ihrer Rekordeinnahmen.

Die Corona-Krise ist eben nicht für alle schlecht

Auch Lebensmittelhersteller und -händler gehören zu den Profiteuren. Aldi lässt es krachen und eröffnet morgen in Mülheim an der Ruhr die größte Filiale aller Zeiten.

Mit fast 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist die etwa doppelt so groß wie eine durchschnittliche Aldi-Filiale. Es gibt sogar einen – wohl vor allem marketingwirksamen – Kräutergarten.

Lust auf einen Samstagsspaziergang im Aldi-Garten?

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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30.10.2020 Running Gag für's Handgelenk

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute Spaß in den Backen, und dafür sogt eine Uhr.

Lieber Herr Böhmer,

das wird spannend: Wie wird der Flughafen BER reagieren?

Die Schweizer Uhrenmarke Swatch hat den ewigen Pannenflughafen kräftig auf die Schippe genommen und eine Sonderkollektion namens „delayed“ herausgebracht. Es ist die wohl einzige Uhr weltweit, die neun Jahre Verspätung anzeigt.

So weit, so lustig. Aber das Beste ist: Die Flughafentruppe weiß noch gar nichts davon. Die Aktion war nicht mit dem BER abgesprochen. Ganz schön mutig!

Wenn man beim Flughafen BER anruft, wird man zunächst einmal von einer Warteschleife empfangen, die einem den dänischen Hit „Sunshine Reggae“ aus dem Jahr 1982 ins Ohr dudelt.

Passender hätte man’s nicht scripten können. Dieses Gedudel klingt, als sei es eine Hymne des BER, der sich immerhin neun Jahre Zeit gelassen hat, seine Gates zu öffnen. Jedenfalls: Dort, beim BER in Schönefeld, ist der Diss aus der Schweiz noch nicht angekommen. Aber:

Spätestens am Samstag werden die BER-Leute den Swatch-Knuff mitbekommen. Denn dann ist die Spezialuhr mit dem Hinweis, dass ja nicht alle so pünktlich sein können wie die Schweizer, fett auf einer Anzeige in der „Bild“-Zeitung, Regionalausgabe Berlin-Brandenburg, zu sehen. Und: Swatch wird das Thema prächtig auf seinen Social-Media-Kanälen reiten.

Swatch preist den Zeitmesser als „Running Gag fürs Handgelenk zum Erinnern, Kopfschütteln und Kaputtlachen“. Auf dem Armband prangen durchgestrichene Jahreszahlen für die verlorenen Jahre. Auf der Verpackung sind Kaffeeflecken, eine Staubschicht und Klebestreifen sichtbar.

Was die Sache pikant macht: BER und Swatch sind Geschäftspartner. Die Swatch-Group hat einen Shop am BER (der übrigens auch den Gag aufgreifen wird). Aber, hey, gerade unter Partnern sollte man sich auch mal necken dürfen. Oder?

Jetzt kommt’s: Wenn die Flughafen-Pioniere nur halb so viel Humor haben wie ihre Kolleg:innen von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), dann werden sie so clever sein und eine witzige Antwort zurückspielen.

Denn eigentlich hat Swatch dem BER hier eine riesengroße, wunderbare Steilvorlage geliefert. Sie müssen nur noch verwandeln.

Wenn die Antwort vom BER passt, dann werden sie gewinnen – gemeinsam mit Swatch. Hier hängt die Chance einer fetten Win-Win-Situation in der Schwebe.

Wir dürfen gespannt sein. Hihi

Schönen Abend noch wünscht

Rolf Schröter

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30.10.2020 Gute Karten für die Digitel-Weitschft

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, meint die Digital-Wirtschaft hat gute Karten. Erst Recht in Zeiten von Corona.

Lieber Herr Böhmer,

die Zeiten sind für Unternehmen, die in erster Linie digitale Güter unter die Menschen bringen (oder auch über digitale Kanäle analoge Güter an Mann und Frau  bringen), alles andere als übel.

Es sieht auch ganz danach aus, als würde sich daran in den nächsten Wochen (oder eher Monaten) wenig ändern. Wer also einen Zugang zu den Menschen hat, der auf einer Plattform basiert, die sich auch im trauten Heim gut nutzen lässt, der/die hat gute Karten.

Wenn sich dann noch zwei zusammentun, bei denen dies gilt, werden die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung nicht unbedingt schlechter.

Wenn sich also die prosperierende Bewegtbildbude TikTok mit einer E-Commerce-Größe vom Kaliber Shopify zusammentut, dann zucken bei der Konkurrenz schon mal die Augenbrauen.

Ganz andere Zuckungen soll eigentlich die Benutzung von Tinder auslösen. Für die Dating-App hat das etwas eigentümliche Polit-Wort der Kontaktbeschränkung aber massive Bedeutung.

Die Nutzerschar kann sich zwar immer noch bequem verbinden, passiert ja zunächst mal rein digital. Dies ist aber ja nur Mittel zum Zweck des wie auch immer gearteten Vollkontakts.

Letzterer ist eben in Zeiten der Pandemie gar nicht mal so einfach herzustellen. Was macht also ein fixes Unternehmen, dem ein wesentlicher Vorzug des Produkts weggegrätscht wird? Es baut was Neues ein. Im Fall von Tinder handelt es sich um ein Videochat-Feature.

Natürlich auch nur eine Art Übergangstechnologie für das eigentliche Ziel einer solchen Dating-App. Gleichzeitig aber ein schönes Beispiel, wie man mit derlei Schwierigkeiten umgehen sollte: machen, nicht jammern.

Schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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28.10.2020 die ARD-Tagesthemen gerockt

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, ist von den Ärzten begeistert.

Lieber Herr Böhmer,

soziodemografisch betrachtet sind Bela B., Farin Urlaub und Rodrigo González weiße alte Männer. Aber das täuscht. Kulturell betrachtet waren und sind sie ein kleiner, aber wichtiger Splitter im Finger vieler in eigenbrötlerische Selbstzufriedenheit abdriftender Bundesbürger.

Die drei bilden die Punkrock-Band "Die Ärzte". Gegründet wurde sie 1982. Seitdem liefert die Marke eindeutige musikalische Positionierungen betreffend Witz, Gesellschaft und Politik. Ihre Titel "Geschwisterliebe" und "Claudia hat nen Schäferhund" wurden 1987 indiziert.

1988 kam der Festival-Hit "Westerland" mit sozialkritischem Text. Und Anfang der 90er Jahre setzten sie ein musikalisches Statement gegen Rechtsradikale mit dem Song "Schrei nach Liebe".

Jetzt haben die Ärzte die ARD-Tagesthemen gerockt. Statt der bräsigen Anfangsfanfare sah man die Drei in Anzug und Krawatte die Erkennungsmelodie jammen und Moderator Ingo Zamperoni ankündigen.

Manche kritisierten in Social Media, das sei Werbung für ihr neues Album "Hell" gewesen. Dieser Vorwurf ist lustig, weil er genau aus dem kleingeistigen Gedankenmilieu kommt, gegen das die Ärzte immer angespielt haben.

Hier ging es um weitaus mehr. Die Band appellierte an die Politik, in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht zu vergessen.

Die Menschen, die in der Musikszene arbeiten, würden in Zeiten von Corona ignoriert, sagt Ärzte-Sänger Farin Urlaub. "Das Problem ist tatsächlich, wir nehmen Kultur als gegeben hin, Kultur ist einfach immer da."

Dass die ARD diese verdammt wichtige Botschaft in dieser Form ermöglicht hat, ist kreativ, mutig, witzig – ach, einfach großartig.

Schönen Abend noch

Rolf Schröter

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27.10.2020 2020 wird in die Geschichte eingehen

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, glaubt das Messen und Events noch lange Online stattfinden werden. Ich auch

Lieber Herr Böhmer,

gerade trudelte die Mitteilung ein, dass die Ispo München im Februar nur online stattfindet. Eine Nachricht ist so etwas schon lang nicht mehr wert. Wir haben uns längst dran gewöhnt, dass Events vorerst nur noch virtuell stattfinden. Mittel- vielleicht sogar langfristig werden digitale Messen und Konferenzen nicht mehr aus unserem Alltag verschwinden.

Dass man die Offline-Mechanismen nicht eins-zu-eins in die Onlinewelt übertragen kann, wissen wir inzwischen. Aber wie das perfekte digitale Event aussieht, da tüfteln die Veranstalter noch.

Yext hat schon länger Erfahrung mit hybriden Events. Worauf es aus Sicht des Digitalunternehmens bei der Umsetzung ankommt, erzählt EMEA-Chef Tobias Dahm im Interview.

Allen, die tiefer in das Thema einsteigen möchten, kann ich dieses Stück über die Zukunft von Messen und Events ans Herz legen. Dort lernen wir, wie KI das Matchmaking beim Networking verbessert.

Das ist ein bisschen wie Onlinedating: Selbst wenn der Algorithmus sagt, man habe viele gemeinsame Interessen, bleibt man doch immer neugierig auf eines: das Profilfoto.

Wie Events live aussehen können, beobachten wir gerade bei den Medientagen München. Wie immer hochkarätig besetzt, werden sie auch digital für viele Denkanstöße sorgen. Alles Wichtige lesen Sie in unserem Liveblog.

Und auch wir von W&V wagen uns im November auf die ganz große virtuelle Bühne und laden zur dreitägigen Munich Marketing Week ein.

Am 3. November geht’s los. Zuschauen lohnt allein schon deshalb, weil die Kollegen all ihr Herzblut hineingesteckt haben, um für Sie das beste virtuelle Event auf die Beine zu stellen. Es wird ein Fest, da bin ich sicher.

Einen schönen Feierabend wünscht

Verena Gründel

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26.10.2020 das Gendern in der Sprache

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, schreibt mir heute was zur richtigen Sprache, nur weiß ich nicht, was für eine Laus ihm über die Leber gelaufen ist. Zur Sprache hat Dieter Nuhr auch was zu Sagen: Er meinte im Interview mit "Wett-Online". Den Einsatz gendergerechter Sprache lehnt Nuhr ab. „Bestimmte Gruppen beanspruchen da für sich die Hoheit über die Zeichen, die Herrschaft über die Sprache“, sagte er.

„Das ist unbelegter ideologischer Krempel, der jeder Grundlage entbehrt. Ich habe noch kein einziges Argument dafür gehört, dass, wenn ich ein ‚-innen‘ anfüge, dies die Stellung von Frauen oder Trans-Personen in der Gesellschaft ändern würde.“

Lieber Herr Böhmer,

es gibt Themen, die ziemlich zuverlässig für reichlich Puls bei Diskussionen sorgen. Nein. Es geht diesmal nicht um Corona und die Folgen oder gar selbst ernannte Querdenker. Es gegt um das Gendern in der Sprache

Aus für mich schwer nachvollziehbaren Gründen verlaufen Gespräche über den richtigen Umgang mit Sprache häufig extrem emotional, vorsichtig ausgedrückt. Das ist auch bei uns als W&V nicht viel anders. Grund genug, um die Sache zu klären – soweit sie geklärt werden muss.

Wir verstehen uns als weltoffenes und modernes Unternehmen. Gleichberechtigung ist natürlicher  Bestandteil unseres Selbstverständnisses, Diversität ist uns ein echtes Anliegen. Für Benachteiligung oder gar Diskriminierung ist bei uns kein Platz.

Diese Basis ist nicht verhandelbar (auch wenn wir natürlich weit entfernt davon sind, eine nie existierende heile Welt vorzugaukeln). Vor diesem Hintergrund ergibt sich geradezu zwangsläufig eine Offenheit gegenüber dem Gendern, nicht zuletzt in unseren redaktionellen Beiträgen.

Damit werden wir in Zukunft auch wesentlich offensiver und gleichzeitig unaufgeregt umgehen. Stellt sich noch die Frage nach dem wie: Hier setzen wir bevorzugt auf Ausformulierung oder nutzen den Doppelpunkt statt dem Sternchen.

Das ist meines Erachtens nur konsequent, ist es doch eine wesentliche Hilfe bei der Barrierefreiheit. Sternchen werden von elektronischen Readern zumeist vorgelesen, der Doppelpunkt verursacht an dieser Stelle normalerweise nur eine (gewünschte) kurze Pause.

Gendern wir also deshalb immer und überall, streng nach Regelwerk? Nein. Denn der vielleicht sogar wichtigste Bestandteil unserer DNA ist die Meinungsfreiheit, nach innen wie nach außen.

Bereits die Emotionalität der Diskussion zeigt, wie sehr das Gendern eben doch auch Meinungssache ist. Ebensowenig, wie Kommentarlinien zu irgendwelchen Themen vorgegeben werden, wird es deshalb eine verpflichtende Regelung zur Verwendung von gegenderter Sprache geben.

Dafür ist das Thema, zumindest Stand heute, zu sehr persönlichkeitsabhängig und es sollte aus meiner Sicht auch Raum für persönliche Freiheit gelassen werden. Wir müssen im Leben ja nicht alles bis ins letzte Detail regulieren.

Und eigentlich ist es ja auch gar nicht so spektakulär: Oder haben Sie sich gewundert, dass da ganz oben "Liebe Leserin, lieber Leser" steht? Eben.

Schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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26.10.2020 Joint Ventures zusammen mit Marken

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über neue Ideen für digitale und analoge Erlebnisformate.

Lieber Herr Böhmer,

eine Agentur, die nicht für Marken, sondern mit Marken arbeitet – interessanter Ansatz. Die Münchner Erlebnis-Bereiter namens Avantgarde gründen eine Einheit, die Joint Ventures ins Leben rufen will.

Gemeinsame Sachen machen mit Marken. Wenn es klappt, entstehen daraus Geschäftsmodelle, von denen sowohl Agentur als auch Marke profitieren. Also quasi Line Extensions, die die Dimension Produkt sprengen und in die Erlebniswelt vordringen.

Social Distancing engt die Möglichkeit von Erlebniskonzepten zwar ziemlich ein. Andererseits zwingt die Corona-Pandemie Unternehmen auch, neue Möglichkeiten auszuprobieren, weil alte Muster plötzlich nicht mehr funktionieren wie vor der Krise.

Auf neuem Terrain gemeinsam Risiken und Profite zu teilen, klingt sinnvoll. Dieses Modell wird in der Branche sicherlich aufmerksam beobachtet.

Weniger vielversprechend klingt für mich die Idee, das Leben von Angela Merkel zu verfilmen . Nichts gegen ihre Arbeit als Bundeskanzlerin. Aber eine vierteilige Dokumentation?

Also ehrlich, da würde ich mir lieber ein paar Spongebob-Folgen reinziehen. Aber hinter dem Werk steht als Produzent der UFA-CEO Nico Hofmann. Und der hat ein Näschen für Stoffe. Mal sehen.

Einen spannenden Abend wünscht

Rolf Schröter

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