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Marketing News

22.03.2019 Deutsche Werberat rügt

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Der gestrige Tag des Glücks hat zumindest der obersten Marketing-Riege von Media-Saturn eher wenig Glück beschert. Dafür macht aber Bauhaus dank DDB jetzt richtig glücklich. Und auch der blühende Goldmohn in Lake Elsinore würde viele Instagrammer beglücken, wenn nicht die Gemeinde dem Glück den Riegel vorschieben würde.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing Bei W&V hat etws gegen sexistisch Werbung, und ich auch.

Lieber Herr Böhmer,

es sind meist kleinste Unternehmen, die plötzlich auf die große Bühne kommen, zum Beispiel die Metzgerei aus Bensheim-Auerbach in Südhessen, und dann, beim Versuch, kreativ und witzig zu sein, in abstruseste Geschichten stolpern, weil sie glauben, witzig zu sein.

Wenn der Deutsche Werberat diese Sünder veröffentlicht, dann deshalb, weil sie uneinsichtig sind. Die Rechtfertigungen sind oft ebenso daneben wie die Werbung selbst.

Eigentlich müsste man über solche Entgleisungen gar nicht viele Worte verlieren. Trotzdem ist es vielleicht hilfreich, nochmal deutlich zu machen: Es geht nicht um den Humor. Der ist Geschmackssache. Und jeder hat das Recht auch auf schlechten Geschmack.


Aber interessant ist doch Folgendes: Der Deutsche Werberat betont: Erotik ist völlig in Ordnung. Denn: Sexy zu sein ist etwas ganz Anderes als sexistisch zu sein.

Wo ist der Unterschied? Es geht ums Prinzip. Witz hin oder her: Wenn sich die Geschlechter auf Augenhöhe begegnen, ist alles in Ordnung. Wenn aber jemand herabgewürdigt oder abwertend dargestellt wird, ist das indiskutabel. Wie der Begriff eigentlich schon impliziert: Abwertung ist nicht mit den Werten unserer Gesellschaft vereinbar.

Darum geht es im Prinzip auch bei dem Thema Equal Pay. So wie es dem Werberat in erster Linie nicht um den Witz geht, geht es bei Equal Pay in erster Linie nicht um das Geld an sich . Es geht um Werte. Wer auf Gleichbehandlung pocht, fordert keine Bevorzugung oder Aufwertung, sondern ganz einfach ein Grundrecht. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Uns allen noch einen schönen Abend

Rolf Schröter

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21.03.2019 Metal-Festival in Wacken

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Klaus Gehrig baut den Lebensmittel-Konzern um, und beruft Sarah Fix-Bähre (Google Germany GmbH), Rainer Neske (Vorsitzender des Vorstands Landesbank Baden-Württemberg LBBW) und Professor Dr. Reinhard Schütte (Uni Duisburg Essen / ehemaliger Edeka-Vorstand) drei erfahrene externe Mitglieder in die SUT.

Und Melanie Köhler (28 Jahre), wird  neben ihrer bisherigen Funktion als Bereichsvorstand (BVS) in der Schwarz Gruppe weitere Verantwortung in der SUT übernehmen. Damit hat Klaus Gehrig gestern alle Überrascht.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V hat einiges über Mark Zuckerberg zu berichten.

Lieber Herr Böhmer,

erst vor kurzem hat Mark Zuckerberg mit seiner neuen Vision von Facebook und den anderen Marken des Digital-Giganten für Aufsehen, zum Teil auch für ein wenig ungläubiges Staunen gesorgt. "A Privacy-FocusVision for Social Networking" hat Zuckerberg seinen Entwurf genannt. Dahinter steckt die Idee von einer Art Super-Plattform, in deren Zentrum private Kommunikation via Messenger steht.


Es dürfte wohl kein Zufall sein, dass im direkten Umfeld dieser Ankündigung mit Chris Cox ein bisher enger Vetrauter von Zuckerberg seinen Abschied bei Facebook verkündet hat. Cox war unter anderem an der Entwicklung des Newsfeed beteiligt.

Es scheint so, als meinte es Mark Zuckerberg mit seinem Strategiewechsel sehr ernst. Gleichzeitig hebt der Facebook-Boss auf ein Modell ab, das in Grundzügen an die chinesische Riesenplattform WeChat erinnert.

In Deutschland und Europa arbeitet Facebook indes - nicht zuletzt der anstehenden Europawahl wegen - an seiner Glaubwürdigkeit beim Kampf gegen "Fake News". Die Kooperation mit der in diesen Fragen quasi über jeden Zweifel erhabenen dpa ist hier ein ziemlich cleverer Schritt.

Echt und obendrein ziemlich handfest geht es zumeist auch beim Metal-Festival in Wacken zu. Zumindest die Versorgung der rund 75.000 Besucher mit Lebensmitteln, fest oder flüssig, dürfte da jetzt geregelt sein. Kaufland steigt als Hauptsponsor ein und baut obendrein direkt auf dem Festivalgelände eine Art Pop-up-Supermarkt.

Rock on, kann man da nur sagen.

Einen vergnüglichen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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21.03.2019 Die Neun in die SUT bei Lidl

GFDK - Marketing News - Unternehmen

Eine Google-Managerin und ein Topbanker rücken in die Schaltzentrale von Lidl und Kaufland. Bei Lidl gibt es immer mal eine Überraschung. Im Dezember überraschte Lidl mit einem Restaurant und Sternekoch, der nur Lebensmittel mit Lidl-Produkten zubereitete.

Ab April 2018 hatte der Discounter LIDL freiwillig alle Frischfleischprodukte (Schwein, Rind, Pute, Hähnchen) seiner Eigenmarken nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung durch ein 4-stufiges Modell gekennzeichnet, und damit sogar die Bundesregierung blamiert.

Zuletzt hatte der Lidl-Chef Klaus Gehrig vor Amazon und Alibaba gewarnt. „Amazon macht alles platt, wenn wir es zulassen“ warnt Gehrig, und daher ist es keine Überraschung, das er sich eine Google-Managerin holt.

Nun kommt die nachste Überraschung

Mit der Neubesetzung des Aufsichtsgremiums (Schwarz Unternehmenstreuhand KG, SUT) und der Schaffung eines erweiterten Beirats stellt die Unternehmensgruppe Schwarz (UGS), zu der u.a. die beiden Handelssparten Lidl und Kaufland sowie seit kurzem der Wertstoffmanager PreZero gehören, die strukturellen Weichen für eine weitere erfolgreiche Zukunft.

Neu in die SUT, die auf zwölf Mitglieder reduziert wurde, ziehen mit Sarah Fix-Bähre (Google Germany GmbH), Rainer Neske (Vorsitzender des Vorstands Landesbank Baden-Württemberg LBBW) und Professor Dr. Reinhard Schütte (Uni Duisburg Essen / ehemaliger Edeka-Vorstand) drei erfahrene externe Mitglieder ein, die in ihren verschiedenen beruflichen Stationen zukunftsweisende Impulse für ihre jeweiligen Unternehmen gesetzt haben.

"Wir freuen uns daher sehr auf die Zusammenarbeit mit den neuen SUT-Mitgliedern und deren Expertise bei Zukunftsthemen wie etwa der Digitalisierung", erklärt Klaus Gehrig, Komplementär der Schwarz Gruppe.

Hinzu kommt Melanie Köhler (28 Jahre), die neben ihrer bisherigen Funktion als Bereichsvorstand (BVS) in der Schwarz Gruppe weitere Verantwortung in der SUT übernehmen wird.

Darüber hinaus übernimmt Klaus Gehrig (70 Jahre) neben seiner Funktion als Komplementär kommissarisch die Leitung von Kaufland, bis ein Nachfolger als Vorstandsvorsitzender von Kaufland an Bord ist.

Gemeinsam mit der bestehenden Führungsmannschaft, in der Verwaltungsvorstand Frank Schumann künftig als Vertreter Klaus Gehrigs fungiert, will er Kaufland in eine erfolgreiche Zukunft führen.

Neuer Beirat UGS mit Gerd Chrzanowski als Sprecher

Zur Unterstützung Klaus Gehrigs übernimmt Gerd Chrzanowski (47 Jahre) dessen Stellvertretung und wird zugleich Sprecher des neuen Beirats UGS. In diesem zehnköpfigen Gremium werden alle Sparten vertreten sein und zusätzlich Zuständigkeiten für zentrale Ressorts geschaffen.

Der Beirat UGS setzt sich aus Klaus Gehrig (Komplementär), Melanie Köhler (BVS Interne Prüfung und Beratung UGS / Mitglied der SUT), Gerd Chrzanowski (Sprecher des Beirats UGS), Jesper Hojer (Vorstandsvorsitzender - VVS - des Discounters Lidl), Frank Schumann (Vorstand Verwaltung / Klaus Gehrigs Stellvertreter bei Kaufland),

Andreas Strähle (VVS Schwarz Dienstleistungen), Christian Müller (Vorstand IT), Rolf Schumann (BVS Digitalisierung), Thomas Kyriakis (VS Zentrale Dienste) sowie Jörg Aldenkott (Vorstand Produktion) zusammen.

Alle Mitglieder des Beirats UGS verfügen über langjähriges Know-how und Führungserfahrung über alle Sparten der Unternehmensgruppe hinweg. "Mit diesen Maßnahmen stellen wir die strukturellen Weichen für die Zukunft unserer Unternehmensgruppe", erklärt Klaus Gehrig.

"Damit bleiben wir weiterhin ein aktiver Spieler in unserer Branche, besetzen Zukunftsthemen mit erfahrenen in- und externen Experten und Führungskräften und erhalten wichtige Impulse für die erfolgreiche Fortentwicklung unserer Unternehmensgruppe."

Über die Unternehmensgruppe Schwarz

Die Unternehmensgruppe Schwarz ist ein international führendes Handelsunternehmen mit weltweit über 400.000 Mitarbeitern, über 11.700 Filialen und Fachmärkten in 30 Ländern. Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von über 96,7 Milliarden Euro.

Die im baden-württembergischen Neckarsulm beheimatete Schwarz Gruppe setzt sich im Kern aus den beiden Handelssparten Lidl und Kaufland zusammen.

Über das Handelsgeschäft hinaus hat die Schwarz Gruppe ihr Portfolio kontinuierlich um Produktionskapazitäten für Lebensmittel erweitert. Hierzu gehören u.a. die MEG Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke und Eigenmarken im Backwaren- und Speiseeisbereich.

Seit vielen Jahren engagiert sich die Schwarz Gruppe in der Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung von Wertstoffen. Die Vertriebsmarke PreZero ist der gruppenweite Entsorgungs- und Recyclingdienstleister hierfür.

Mit einer eigenen Plastikstrategie ("REset Plastic"), die 2018 ins Leben gerufen wurde, hat sich die Schwarz Gruppe als erste Handelsgruppe in Deutschland dazu verpflichtet, den Plastikanteil in der Produktion und im Handelsgeschäft signifikant zu reduzieren und die Sammel- und Recyclingquoten unter Einsatz modernster Technologien weiter zu steigern - und somit aus Abfällen von heute Rohstoffe von morgen zu machen und Wertstoffkreisläufe zu schließen

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19.03.2019 Steuer die für Werbemaßnahmen

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Der Tag durch die Marketing Brille - WPP zahlt Martin Sorrell Boni von zwei Millionen Pfund. Die Vergütung erfolgt aufgrund des langfristigen Bonus-Programms der Werbeholding. Das Vorhaben, rechtliche Schritte gegen den Ex-CEO einzuleiten, wurde offensichtlich fallengelassen.

Facebook hat nach dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch Millionen gestreamte Videos gelöscht. Ein angemessenes Vorgehen? Ein Tipp von der Munich Creative Business Week.

Die Start-up-Szene verlässt Berlin-Mitte. Wie sollten Unternehmen die Nachfolge regeln – und was passiert, wenn sie es nicht tun? Und: Eine kleine Rückschau und Liebeserklärung an die SXSW in Austin.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V hat einen Grund zur Freude für die Werbetreibenden.

Lieber Herr Böhmer,

eigentlich ein Grund zur Freude. Aber nur eigentlich. Nämlich, dass die Quellensteuer, die Werbekunden hätten abdrücken müssen, vom Tisch ist. Eine Steuer, die für bis zu sieben Jahre nachgezahlt hätte werden müssen. Eine Steuer in Höhe von 15 Prozent. Eine Steuer, die für Werbemaßnahmen gegolten hätte, die man via einem dieser Internetgiganten wie Google oder Facebook geschaltet hat.

Also, keine Steuer, ist doch gut. Finden alle, ganz gleich, ob BVDW, ZAW, YX-Weh, alle. Sie haben ja auch alle recht, wenn man so will.

Wenn man anders will, kann man es auch anders sehen, nämlich so: Und wieder sind die Internetgiganten gut davongekommen. Neulich schon ist die Einführung einer Online-Werbesteuer für Digitalkonzerne wie Google und Facebook gescheitert.

Mit der Verhinderung der Quellensteuer ist das nette Damoklesschwertle auch weg. Denn eigentlich wäre es Sache der Internetgiganten gewesen, diese 15 Prozent zu berappen.

Doch da die Zahlungsmoral, sorry für das Wort Moral im Kontext der Internetriesen, doch da die Zahlungsmoral jener Giganten nicht sonderlich ausgeprägt ist (denkt man etwa an andere Steuerforderungen), hätte, na wer wohl, die Party bezahlen müssen? Richtig: werbungtreibende Unternehmen, Mittelständler, Unschuldige.

Insofern also doch gut, dass diese Quellensteuerfantasie vom Tisch ist.

Guten Abend

Jochen Kalka

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16.03.2019 Der Thermomix-Gau

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Zwei Top-Manager verlassen Facebook, wohl aufgrund eines Strategiewechsels. Spotify hat sich beschwert, jetzt will sich die EU-Kommission Apple mal genauer ansehen. Wie können Unternehmen Mobile Couponing für sich einsetzen?

Deutschland braucht dringend IT-Spezialisten, selbst Quereinsteiger müssen sich nicht unbedingt mal mehr Bewerbungen schreiben. Und: Agenturen, wehrt Euch.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V hat noch weitere Themen für uns zum Wochenende.

Lieber Herr Böhmer,

was für ein turbulenter Wochenausklang mit Top-Personalien wie Jessica Peppel-Schulz, die von der Digitalagentur UDG zu Condé Nast wechselt. Aus Sicht des Verlags ein Coup. Turbulent auch der weitere Verlauf des Streits zwischen Spotify und Apple, der einmal mehr die mafiös anmutenden Strukturen von Apple erahnen lässt.

Doch das turbulenteste Thema, auch heute erneut auf Platz 1 aller geklickten Meldungen von wuv.de ist, tja, wer hätte das gedacht: der kommunikative Thermomix-Gau. Mein Kollege Holger Schellkopf hat es ja schon gestern kommentiert, mit den verletzten Liebesgefühlen.

Jetzt könnte sich zeigen, dass Vorwerk doch besser bedient wäre, würde der Thermomix-Fabrikant seine kommunikative Strategie in die Hände von Agenturen begeben, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Verstanden?

Egal, ab ins Wochenende,

Jochen Kalka

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15.03.2019 Marken und ihren Fans

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Warum, Warum, Warum, die Banane ist krumm. Warum Twitter jetzt von Snapchat kopiert. Wie ein Start-up quasi einen Personalausweis fürs Internet schaffen will. Warum Lidl einen Chatbot auf Facebook einführt. Warum das Wachstum von Social Start-ups Grenzen hat. Wie viele Analphabeten es in Deutschland auf dem Arbeitsmarkt gibt und was Unternehmen dagegen tun. Und: Wie kreativ Rache sein kann. Das war der Tag.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V hat aber noch bessere Geschichten für uns.

Lieber Herr Böhmer,

es gibt kaum ein Gefühl, das heftigere Reaktionen auslöst als enttäuschte Liebe. Das gilt nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich, sondern auch und gerade im Verhältnis von Marken und ihren Fans.
Wie so etwas dann aussieht, lässt sich derzeit bei Vorwerk besichtigen:

Da ist dem Unternehmen vor gar nicht allzu langer Zeit gelungen, mit modernen Geräten nicht nur dem angestaubten Image einen Neuanstrich zu verpassen, sondern sich obendrein eine ziemliche große Gemeinde echter Hardcore-Fans für eine Marke heranzuziehen – und dann enttäuscht man genau diese Fans durch die eher eigentümliche Vorgehensweise beim Modellwechsel.


Die Thermomix-Community kocht, die Fans fühlen sich getäuscht, enttäuschte Liebe eben. Dabei gerät dann sogar das Produkt aus dem Blick, von dessen neuen Möglichkeiten die Thermomix-Fans eigentlich vor Glück nur so sprudeln sollten.

Aber genug der schiefen Wortbilder. Betrachten wir den Fall einfach als Beweis dafür, dass es toll ist, wenn Kunden zu Fans werden – noch toller ist es aber, wenn man diese Fans dann entsprechend behandelt aka hätschelt.

Apropos schiefe Wortbilder, apropos hätscheln: Seinz heißt die Marke, mit der dm jetzt die Männer umgarnen und in die Drogeriemärkte locken will. Die Wortschöpfung und das auch bei diversen Slogans benutzte Spiel mit dem z am Wortende ist sicher Geschmackssache.


Einen wirklich guten Auftritt legt dm aber bei den Kampagnenfilmen hin, deren Darsteller keine Profis, sondern Mitarbeiter und deren Freunde sind. Das ist jetzt auch nicht epochal neu, funktioniert hier aber wirklich gut.

Weniger gut funktioniert bei vielen Publishern die Sache mit der mobilen Werbung. Die Formate wollen oft nicht passen, die Gewinnerwartung lässt zu wünschen übrig - und die Werbungtreibenden machen die Sache auch nicht einfacher. So vielleicht etwas überspitzt das Ergebnis einer aktuellen Studie von Sublime.


Der Befund ist schon deshalb ziemlich unangenehm, weil das ungehorsame Nutzervolk trotzdem immer stärker mobil unterwegs ist. Die Studie ist daher Auftrag, falls man verhindern will, dass Marken und Nutzer sich auf Dauer verabschieden: ein Auftrag für mehr Kreativität, mehr Innovation, mehr Mut bei den mobilen Werbeformaten.


Es muss darum gehen, Formate zu entwickeln, die dem Nutzer im besten Fall sogar Spaß machen, ihn aber mindestens nicht stören – dann hat nämlich auch der Werbungtreibende seine Freude daran. Auch hier gilt: Die Erkenntnis ist nicht epochal neu – eine passende Umsetzung würde aber wohl wirklich gut funktionieren.

Einen schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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14.03.2019 Facebook, Apple, Google

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Der Tag: Facebook justiert bei seinen Metriken nach. Das soll Werbern die Planung erleichtern. Ein Start-up will Diabetes greifbarer machen. Wirecard beurlaubt einen Mitarbeiter.

Viele Werbemotive waren schon einmal da, ein französischer Blogger sammelt Beispiele für derartige Inspiration (in ihrer krassesten Ausprägung auch auch Ideenklau genannt). Und: Das Bauhaus wird 100, zu diesem Anlass hat eine Designer-Community bekannte Markenlogos stilistisch an die Künstlerschule angepasst.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V brennt noch was anderes auf den Nägeln.

Lieber Herr Böhmer,

Wir zeigen all die Falschstudien auf W&V+, wo Sie jede Menge Mehrwert finden. Ganz aktuell, täglich live etwa einen Bericht von dem texanischen Event South by Southwest.

Eines der ganz großen, hitzig diskutierten Themen ist dort "Techlash", also die Kritik an den großen Technologiekonzernen. Ausgerechnet in deren Homeland USA fordern die Tech-Kritiker einen radikalen Wandel des Geschäftsmodells von Facebook.

Und, noch heftiger: das Aufbrechen der Monopole von Amazon und Google. In der Digitalwirtschaft, die durch Unternehmen wie Facebook, Apple, Google oder Netflix vertreten wird, ist ein de facto Monopol entstanden. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager brachte bei der Tech-Konferenz South by Southwest (SXSW) in Austin die Möglichkeit einer Zerschlagung „als allerletztes Mittel“ ins Spiel.

Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren geht noch weiter: „Es ist an der Zeit, Amerikas Tech-Riesen aufzuspalten“, sagte sie. Aber: Die US-Regierung schützt die Interessen der Digitalkonzerne.

Die technologische Überlegenheit der US-Firmen darf nicht gefährdet werden, da die USA Angst vor der chinesische Weltmachtssehnsucht haben.

Man kann sich durch Spaziergänge inspirieren lassen, durch Museumsgänge oder, sehr im Trend, Diebesgänge. Kreative Langfinger von renommierten internationalen Großagenturen beweisen überraschend skrupellos ihr Talent.

Der französische Werbeblogger Joe La Pompe entlarvt Fälscher und hat einige Beispiele seines Diebesguts für W&V zusammengestellt. Eine beeindruckende Sammlung mit beeindruckenden Namen.

Na denn, guten Abend

Ihr Jochen Kalka

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13.03.2019 was der Automobilclub in Austin

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Der Tag aus der Sicht von Marketing und mehr. Die Instagram-Gründer verteidigen den Verkauf der Plattform an Facebook. Also den Deal, der sie reich gemacht hat. Youtube verbreitet Verschwörungstheorien und verdient damit Geld, sagen Kritiker.

Was hat das Unternehmen vor? Motorrad-Schwergewicht Harley-Davidson will grüner und mehr elektro werden. Und: Was wollte nochmal die Generation Y? Während wir darüber nachdenken, wartet vor der Tür schon Generation Z.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V hat da noch mehr für mich.

Lieber Herr Böhmer,

wer sich schon immer gefragt hat, was eigentlich all die Leute nach Austin zum Digitalfestival SXSW zieht, der sollte sich unbedingt mal das Interview mit Christian Garrels anhören.

Er ist Leiter Marke, Marketing & Kommunikation beim ADAC und erklärt nicht nur, was der Automobilclub eigentlich auf der SXSW verloren hat, sondern spricht auch über die Mobilität von morgen, innovatives Marketing und was beim ADAC noch alles zu tun ist.

Eines der Megathemen der diesjährigen South by Southwest ist übrigens der so genannte Techlash. Die Kritik an den Technologiekonzernen wird erstaunlicherweise gerade in den USA lauter. Das könnte bald auch zu Konsequenzen führen, sogar und gerade für die ganz Großen.

Mit - sehr vorsichtig ausgedrückt - Kritik kennt man sich auch bei Mediakraft ganz gut aus. Der deutsche Pionier in Sachen YouTube-Vermarktung hat die wohl größte Influencer-Schlammschlacht des Landes hinter sich gebracht und will jetzt mit einem neuen CEO und in einem neuen Verbund mittels Full-Service-Influencer-Angebot durchstarten. Das könnte spannend werden.

Einen inspirierenden Abend wünscht

Holger Schellkopf

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12.03.2019 lauter blutige Geschichten

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Die EU-Wettbewerbskommissarin ist mit ihren Ansichten bei der SXSW auf begeisterte Zuhörer gestoßen. TV-Werbung ist bald Geschichte. Findet zumindest  Martin Schnaack. In Frankfurt formiert sich vielleicht nun doch ein neuer deutscher Bankenriese.

Ein Start-up setzt sich dafür ein, dass nicht so viel weggeworfen wird. Aber das ist mühsam. Und: Wie man die richtigen und sichtbaren Markenbotschafter für sein Unternehmen findet. Ja ja, der Montag hatte viele Themen, aber es kam noch schlimmer.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, hat heute für uns lauter blutige Geschichten auf Lager.

Lieber Herr Böhmer,

"Männer sind neidisch, dass Frauen menstruieren", sagt Cordelia Röders-Arnold im Gespräch mit meiner Kollegin Verena Gründel. Röders-Arnold trägt den Jobtitel "Head of Menstruation" bei dem Kondomhersteller Einhorn, der gerade sein Untenrum-Angebot erweitert.

Echtes Blut fließt auch in Austin, Texas. Dort, auf dem Digitalwoodstock namens SXSW – oder, wie W&V-Vor-Ort-Reporter Mirko Kaminski mehrfach fehlerfrei zungenflink aussprechen würde: "Southbysouthwest" – hat der Sender HBO ein kleines "Westeros" aufgebaut,

Sie wissen schon, dieses Königreich aus der Serienschlachtschüssel namens "Game of Thrones". Wer dieses Königreichchen auf texanischem Boden betritt, wird von einem Ritter des amerikanischen Roten Kreuzes gefragt, ob er bereit wäre, Blut zu spenden: "Willst du für den Thron bluten?"

Bluten wird künftig womöglich Netflix. Disney arbeitet an einem Videostreamingdienst, der Ende dieses Jahres an den Start gehen soll. Laut J.P. Morgan könnte die Company damit weltweit 160 Millionen Abonnenten erreichen. Netflix hat derzeit rund 140 Millionen zahlende Kunden. Aber Disney regiert über Entenhausen. Und die Marvel-Helden. Und die Star-Wars-Welt. Undundund…

Schließlich geht es um Geschichten. Wie man Stories richtig rüberbringt, das lernt man wiederum gerade in Texas auf der SXSW. Unser Korrespondent Moritz Meyer berichtet von der Erzählkunst eines Neil Gaiman und der entfesselnden Kraft einer Alexandria Ocasio-Cortez. Die sagt: "We can save this freakin‘ planet!"

Recht hat sie. Machen wir. Aber erst mal einen schönen Feierabend

Rolf Schröter

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10.03.2019 zum internationalen Weltfrauentag

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V mit den heutigen Nachrichten aus der Marketing Welt.Facebook will Impfgegner-Inhalte sperren, Elon Musk hat wegen des Kiffens Ärger mit der US-Justiz und Mercedes huldigt Auto-Pionierin Bertha Benz zum Weltfrauentag.

Lieber Herr Böhmer,

Bertha Benz brauchte 12 Stunden, um 106 Kilometer nach Pforzheim bei Stuttgart zurückzulegen. Als Pionierin im ersten Automobil der Welt. Die Agentur Antoni Garage hat diese Leistung einer unerschrockenen Frau in einem beeindruckenden Vierminüter nachgestellt und ihn, just zum internationalen Weltfrauentag, publiziert.

Lange hat es gedauert, doch inzwischen lebt Mercedes-Benz das Thema Gleichberechtigung immer mehr. Mit einer Bettina Fetzer als Marketingchefin bei Mercedes-Benz Cars. Mit einer Britta Seeger als momentan zweites weibliches Mitglied des Vorstands von Daimler neben Renata Jungo Brüngger.

Nun ja, nach deren Vorgängerin Christine Hohmann-Dennhardt ist Seeger erst die dritte Frau in der langen Geschichte der Daimler AG, die in den Vorstand berufen wurde.

Aber es kommt Fahrt auf. Viel zu langsam, aber immerhin. Bedenkt man, dass auch die erste Testfahrt von Bertha Benz noch sehr langsam war und entsprechend lange dauerte – und die Strecke von Stuttgart nach Pforzheim auch heute noch gut und gerne 12 Stunden dauern kann…

Ein geruhsames Wochenende wünscht

Jochen Kalka

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