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Marketing News

31.05.2018 Die Giganten haben ihre Heimat in den USA

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V meinte, wie wir auch, das die DSGVO auch Spaß machen kann. Einige Einzelhändler haben daraus sich sogar einen Spaß gemacht, wie wir berichteten. Nach der  DSVGO - Datenschutz - Grundverordnung, die uns wochenlang beschäftigt hat, kommt nun ein anderes Thema auf den Tisch.

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V scheibt uns nun ein paar Worte zu den Digital-Giganten, die alle aus den USA kommen, und die wertvollsten Marken der Welt sind.

Lieber Herr Böhmer,

Google, Apple, Amazon, Microsoft, Tencent - klingt nach mutwilliger Auswahl von Digital-Giganten, sind in Wahrheit aber die Top5 der wertvollsten Marken 2018. Die Zahlen stammen aus der Markenwertstudie BrandZ , die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Kantar Millward Brown veröffentlicht, und schon in der Liste der wertvollsten Fünf stecken eine Reihe von Geschichten.

Augenfällig ist natürlich, dass sich ausschließlich Tech-Giganten auf den ersten Plätzen finden - man kann jetzt noch darüber diskutieren, ob Amazon irgendwie auch Einzelhandel ist, der Kern des Geschäfts basiert aber auf Technologie.

Nicht ganz überraschend haben die Giganten ihre Heimat vor allem in den USA, höchstens mit Blick auf den Zeitpunkt ein wenig überraschend hat sich mit Tencent ein chinesisches Unternehmen sehr weit vorne etabliert.

Durchaus bemerkenswert ist - auch auf diesem Feld - das immerwährende Comeback von Microsoft. Der Wandel in Redmond scheint weiter reife Früchte zu tragen. Immerhin hat es auch 2018 dafür gereicht, Facebook hinter sich zu lassen.

Man muss sich um das Zuckerberg-Imperium aber keine Sorgen machen, sollte es auch nicht als dem Tode geweiht betrachten. Für Platz 6 mit einem Markenwert von 162,106 Milliarden Dollar (entspricht einem Plus von 25 Prozent) hat es immer noch gereicht.

Zumindest mit Blick auf das Wachstum ist die deutsche Nummer 1 auf Augenhöhe. SAP freut sich über ein Plus von 23 Prozent und landet insgesamt auf Platz 17. Das ist schön, illustriert gleichzeitig aber ein deutsches Problem, das nicht unterschätzt werden sollte.

SAP, inzwischen auch schon ein gediegener Mittvierziger, ist das mit Abstand jüngste deutsche Unternehmen in den Top100 (betrachtet man die Deutsche Telekom mal nicht als astreine Neugründung).

Bei aller Wertschätzung für die ehrwürdigen (und längst modernen) Riesen vom Schlage Siemens, Daimler, Aldi oder Adidas - es sollte uns respektive der Politik doch ein wenig zu denken geben, dass es bis dato kein neues deutsches Unternehmen ganz nach vorne geschafft hat.

Vielleicht endlich Anlass, über die notwendigen Rahmenbedingungen nachzudenken. Vielleicht endlich Anlass, ernsthaft in Sachen Digitalisierung anzuschieben. Ob eine Idee wie die jetzt diskutierte Datensteuer dabei irgendwie hilfreich sein kann, darf allerdings stark bezweifelt werden.

Einen erfolgreichen Abend wünscht

Ihr Holger Schellkopf

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30.05.2018 Luxus und Fußgesundheit

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Jochen Kalka Chefredakteur von W&V schrieb mir zuletzt zu der Teemaschine von Vorwerk, die zu einem horrenden Preis von 599 Euro angeboten wird. In den sozialen Medien wurde das Gerät sofort zerrissen. Die User fragen sich, ob man tatsächlich so ein teures Produkt braucht, um sich einen Tee zu kochen:

Limited Edition. Logisch.

Nun schreibt mir Rolf Schröter Ressortleiter Marketing von W&V das eine Sandale namens KPM Kurland Royal Noir von Birkenstock für 280 Euro auf den Markt kommt.

Lieber Herr Böhmer,

280 Euro für ein Paar Birkenstock-Sandalen – rund 200 Euro teurer als „normal“. Warum? Weil die Latschen im Design der Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin gehalten sind . Ja, Porzellan. Die Marketingwelt scheint immer seltsamere Schöpfungen zu gebären. Gestern der 600-Euro-Teekocher von Vorwerk, heute der 280-Euro-Fußfetisch von Birkenstock. Luxus und Fußgesundheit - Was kommt als nächstes?

Zum Glück gibt es auch noch logisch nachvollziehbare Marketingmaßnahmen. Zum Beispiel den neuen Auto-Konfigurator von Opel. Oder den sprachgesteuerten Spiegel von H&M New York.

Moment mal… Sprachgesteuerter Spiegel? Klingt eher nach Schneewittchen als nach Logik.

Ach, egal. Einigen wir uns einfach darauf, dass Genie und Wahnsinn eng beieinander liegen.

Rolf Schröter

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30.05.2018 die DSGVO kann auch Spaß machen

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Das Thema DSGVO läuft wie geschnittenes Brot hat uns noch vor kurzem Rolf Schröter Ressortleiter Marketing von W&V geschrieben.  Kleine Vereine zittern vor Abmahnanwälten, Firmen jagen panisch Mails in die Menge, um auf den letzten Metern „Einwilligungen“ einzuholen.

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V meint das die DSGVO auch Spaß machen kann. Das glauben wir auch nachdem wir folgendes gefunden haben.

Walter - Genussfleicher

DSVGO - Datenschutz - Grundverordnung

Achtung:

In unserer Fleicherei fragen wir Sie manchmal nach ihrem Namen und merken uns, welches Fleich ihnen am liebsten ist. Wenn ihnen das nicht recht ist, rufen Sie beim betreten der Fleicherei laut:

ICH BIN NICHT EINVERSTANDEN

Wir werden dann zukünftig so tun, als würden wir Sie nicht kennen.


Lieber Herr Böhmer,


DSGVO kann auch Spaß machen. Ehrlich? Ja, ehrlich. Ok, der größere Teil der Angelegenheit Datenschutzgrundverordnung ist eher spaßbefreit. Das gilt zum einen und vor allem für den bunten Strauß an Verzeichnissen, Vereinbarungen usw. usw., den man selbst erledigen muss, um wenigstens so einigermaßen auf der der sicheren Seite zu sein (Knowhow dafür bietet übrigens der W&V-Report Praxis-Check DSGVO).

Das gilt aber genauso für nicht mehr zählbaren Mails, Betreff: Lassen Sie uns in Kontakt bleiben, die darum bitten, den Bezug von diversen Newslettern zu bestätigen.

Auch wenn gar nicht mal sicher ist, ob es eine solche Form der Einwilligung überhaupt braucht, Stichwort berechtigtes Interesse, werden die Postfächer aktuell damit geflutet.

Und ganz sicher versucht der ein oder andere Newsletter-Produzent bei der Gelegenheit auch, seine bisher eher aus dem Graubereich stammenden Adressen doch noch zu legalisieren.

Aber wir waren ja eigentlich beim Thema Spaß. Dafür gibt es unser heiteres Messenger-Quiz rund um DSGVO, jetzt sogar in der zweiten Runde.

Viel Freude damit

Holger Schellkopf

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29.05.2018 Zittern vor Abmahnanwälten

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter Ressortleiter Marketing machte uns zuletzt darauf aufmerksam, das weder die Kanzlerin noch die Bundesregierung an der DSGVO etwas ändern können, das hätte sie voher tun sollen.

Nun hat Rolf Schröter Ressortleiter Marketing von W&V noch einige weitere Anmerkungen zur DSGVO für mich.

Lieber Herr Böhmer,

bevor sich jetzt alle in den Feierabend verabschieden, noch zwei typisch deutsche Anmerkungen.

Peek & Cloppenburg blamiert sich, weil sie Hemden anpreisen mit dem KZ-Spruch „Jedem das Seine“ . Entweder sie wussten nicht, was sie taten. Oder sie haben es gewusst und fanden es nicht so schlimm. Ich hoffe, sie wussten es nicht. Dann müssen wir uns angespornt fühlen. Die Ermordung von Millionen von Menschen ist nicht harmlos. Wir müssen das immer und immer wieder begreifbar machen.

Zittern vor Abmahnanwälten

Zweitens: Heute läuft das Thema DSGVO mal wieder wie geschnitten Brot. Klar. Ab dem 25. Mai ist die Verordnung voll in Kraft. Menschen beerdigen ihre Blogs, kleine Vereine zittern vor Abmahnanwälten, Firmen jagen panisch Mails in die Menge, um auf den letzten Metern „Einwilligungen“ einzuholen.

Sind die Deutschen Angsthasen?

Sind wir in Deutschland vielleicht ganz besonders ängstlich, weil wir so korrekt sind? Weil wir eine diffuse Angst haben, gegen Gesetze zu verstoßen? Kann es sein, dass unsere europäischen Nachbarn das Thema gelassener sehen?

Europa-Juristen sprechen vom „Geist der Verträge“. Dieser Geist will nicht, dass Blogger, Vereine und Mittelständler Angst haben müssen. Jetzt sind die Behörden und die Gerichte gefordert, Maß zu halten und angemessen zu handeln. Wir alle werden aufmerksam beobachten, ob die Verordnung tatsächlich zu Schikane führen wird.

Aber amüsant ist es schon, wie momentan um Einwilligung gebettelt wird. Lesen Sie eine kleine Tour d’Horizon von Frauke Schobelt. Und wenn Sie zu den Ängstlichen gehören, dann lesen Sie unseren DSGVO-Report.

Einen schönen Abend!

Rolf Schröter

Und dann hat mir noch Frank Zimmer Redaktionsleiter Online von W&V geschrieben:

Lieber Herr Böhmer,

Aktionen des Agenturverbandes GWA sind fast immer wichtig, aber seine Initiative "Kreative gegen Krebs" klingt nach überlebenswichtig. Die W&V-Redaktion unterstützt den Aufruf zur Stammzellenspende. Und weil man uns nicht nur in Agenturen liest, erweitern wir das auch gerne noch:

Sie müssen natürlich in keiner GWA-Agentur arbeiten, um sich in der Datenbank zu registrieren. Marketing-, Medien- und Digital-Manager sind ebenso herzlich eingeladen, mitzumachen.

Agenturen und andere kreative Unternehmen können sich und andere gerne durch ein YouTube-Video motivieren. Wir freuen uns auf viele gute Beispiele.

Frank Zimmer

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20.05.2018 Kommunikation kann schief gehen

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Wie schnell sich Nachrichten über die Sozialen Medien verbreiten und zu einem Imageschaden führen können ist ja schon länger bekannt. Das Sportler sich immer mehr zu Meinungsführern und -bildnern entwickeln ist auch nichts neues.

Bei İlkay Gündoğan und Mesut Özil ist der Schuß aber nach hinten los gegangen. Aber es gibt einen lachenden dritten, und das ist Ritter Sport. Die Netzgemeinde sorgte mit Millionen fachen posts in den Sozialen-Medien für eine kostenlose PR für Ritter Sport, in dem Özil vereppelt wird.  Dumme Nuss mit Erdogan Creme von Ritter Sport war der Hit im Netz.

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online von W&V schreibt mir das zuviel Kommunikation auch nicht immer das richtige ist.

Lieber Herr Böhmer,

eine besonders große Menge an Kommunikation soll manchmal nur überdecken, dass man sich einander nichts zu sagen hat. Das ist auf Facebook nicht anders als im vordigitalen Leben. Der Shitstorm über Ilkay Gündoğan und Mesut Özil ist ein typisches Beispiel.

Beide Fußball-Stars investieren einiges in ihre Social-Media-Kanäle, wo sie bis zu 30 Millionen Fans "hautnah" an ihrem klinisch reinen Sportler-Leben teilhaben lassen. Aber sobald es um etwas geht, was die Öffentlichkeit wirklich beschäftigt, lassen sie Pressemitteilungen an Redaktionen verschicken.

Social Media sei noch immer nicht erwachsen geworden, heißt es manchmal. Das mag sein. Aber da liegt nicht nur an Troll-Armeen in den Kommentarspalten. Sondern auch an Stars und Social-Media-Größen, die wie Bots wirken.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Abend.

Frank Zimmer

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20.05.2018 eine gewagte Inszenierung

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online von W&V schrieb mir noch gestern das zuviel Kommunikation auch nicht immer das richtige ist. Bei İlkay Gündoğan und Mesut Özil ist der Schuß nach hinten los gegangen. Aber es gibt einen lachenden dritten, und das ist Ritter Sport.

Jochen Kalka Chefredakteur von W&V schriebt mir heute zu der Teemaschine von Vorwerk. In den sozialen Medien wurde das Gerät sofort zerrissen. Die User fragen sich, ob man tatsächlich so ein teures Produkt braucht, um sich einen Tee zu kochen: Peinlich war auch das Vorwerk um das blöde Ding so ein Geheimnis gemacht hat.

Lieber Herr Böhmer,

eine Marke ist ohne Marketing keine Marke. Zumindest nicht auf Dauer. Kurzzeitig, oh ja, das kann gelingen, da gibt es Beispiele ohne Ende. Marken, die es geschafft haben, ohne Werbung erfolgreich zu sein. Das spanische Modelabel Mango war mal so ein Beispiel, die Brauerei Rothaus und Vorwerk.

Natürlich ist das nur die halbe Wahrheit, alle haben irgendwie im Marketing mitgemixt, aber weitgehend, oft jahrelang oder gar ganz auf klassische Werbung verzichtet.

Der Vorwerk-Konzern kriegt dafür jetzt seine Quittung. Der weltweite Umsatz mit Thermomix ist im vergangenen Jahr um 12,9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Und das in einer Zeit, als das Thermomix-Fieber ausgebrochen ist und zig Zeitschriften zu dem Thema auf den Markt kamen, mit einer verkauften Gesamtauflage von über einer Millionen Stück allein in Deutschland. Was für eine vertane Chance.

Nun hat Vorwerk eine Inszenierung gewagt, die an Apple erinnert: Ein neues Produkt wurde geheimnisvoll angekündigt und als nicht erkennbarer Teaser auf die Homepage gestellt. Heute war die offizielle Enthüllung – und die Welt hielt den Atem an:

Das frisch geborene Baby ist …eine Teemaschine. Wow. Wie aufregend. Bei Apple mag man sich ärgern, dass sie nicht auf diese famose Idee gekommen sind. Die es seit zig Jahren gibt. Nur nicht zu diesem horrenden Preis von 599 Euro.

Ob das Teedings die Rettung für den Vorwerk-Konzern ist? Das ist mehr als fraglich. Angesichts der nun publizierten negativen Umsatzzahlen sieht die ganze Tee-Aktion nach einer Nebelkerze aus.

Höchste Zeit also, dass Vorwerk wieder klassische Werbung macht. So schön wie zuletzt vor zwölf Jahren.

Ihnen einen schönen Abend.

Jochen KalkaJochen Kalka
Chefredakteur

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17.05.2018 Das hätte Merkel voher machen sollen

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online von W&V teilte uns mit, das die DSGVO bei den Unternehmen das Thema Nummer 1 ist, und die Anwälte ausgebucht sind.

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V unterrichtete uns noch einmal über die neuste Entwicklung zur DSGVO, und meint, das es etwa so ist, wie bei einer Abitur-Prüfung.

Aber wie wir nun sehen findet das Thema kein Ende. Rolf Schröter Ressortleiter Marketing macht uns darauf aufmerksam, das weder die Kanzlerin noch die Bundesregierung an der DSGVO etwas ändern können, das hätte sie voher tun sollen. Nun liegt das Kind im Brunnen und die Abmahnänwälte stehen schon in den Startlöchern.

Lieber Herr Böhmer,

„alles andere als banal“ – das sagt Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien (CDU) über den Liedtext, mit dem Michael Schulte Deutschland auf Platz vier beim Eurovison Song Contest gesungen hat. Glückwunsch an Michael Schulte!

Sehr banal dagegen ist das, was Karin Priens Parteifreundin Angela Merkel zum Thema DSGVO geäußert hat. Manches aus dem Gesetzeswerk sei „wirklich eine Überforderung“, sagte die Kanzlerin, und es müsse aufgepasst werden, dass die Regeln nicht „unpraktikabel“ ausfallen.

Die Äußerungen sind schon einige Tage her, aber sie stiften nach wie vor Verwirrung. Deshalb nur ganz kurz: Die DSGVO ist ab dem 25 Mai in ganz Europa unmittelbar geltendes Recht. Weder die Kanzlerin noch die Bundesregierung können an dem Text der DSGVO etwas ändern. Wie streng die Landesbehörden für den Datenschutz die DSGVO im Einzelfall überwachen und ihre Befugnisse anwenden werden? Das weiß momentan niemand.

Ärgerlich, dass sich Angela Merkel erst jetzt und in dieser Weise äußert. Schließlich liegt die DSGVO schon seit Jahren auf dem Tisch – und lässt sich auch nicht von deutschen Politikern runterwischen.

Wichtig ist jetzt, die Politik aufzuklären, warum der aktuelle Entwurf eines weiteren EU-Gesetzesvorhabens „unpraktikabel“ und „überfordernd“ ist. Die E-Privacy-Verordnung hätte nämlich eigentlich zeitgleich mit der DSGVO in Kraft treten sollen.

Noch kann das Bundeswirtschaftsministerium im Europäischen Rat versuchen, diese Verordnung „praktikabler“ zu gestalten. Denn diese Verordnung wird voraussichtlich erst ab dem kommenden Jahr die europäischen Gesetzgebungsinstanzen passiert haben.

Übrigens: Wer will, erfährt in unserem Praxis-Check DSGVO Näheres über die wirklichen Herausforderungen der DSGVO.

Uns allen einen schönen Abend.

Rolf Schröter

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15.05.2018 wie bei einer Abitur-Prüfung

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Jochen Kalka Chefredakteur von W&V, fand die Verbraucherschützer doof, weil die wohl glauben das wir, die Konsumenten, doof sind und ihren Schutz brauchen. Dabei ging es um die Werbeaktion von Ferrero zur Fußball-Weltmeisterschaft. Für 35 große Nutella-Gläser bekommt man, sofern man sie kauft, von Ferrero einen Fußball. Genau das schmeckte nicht den Verbraucherschützern.

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online von W&V teilte uns mit, das die DSGVO bei den Unternehmen das Thema Nummer 1 ist, und die Anwälte ausgebucht sind.

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V unterrichtet uns noch einmal über die neuste Entwicklung zur DSGVO, und meint, das es etwa so ist, wie bei einer Abitur-Prüfung.

Lieber Herr Böhmer,

mit der DSGVO ist es ein wenig wie mit, na ja, sagen wir mal den Abitur-Prüfungen oder einer wichtigen Abschlussprüfung an der Uni bzw. im Beruf. Keiner freut sich darauf, und obwohl jeder den Termin schon lange kennt, entwickelt sich die Aufregung indirekt proportional zur Zeit bis zum Stichtag.

Wenig hilfreich ist da zumeist, wenn kurz vorher – um im Bild zu bleiben – die Prüfungsordnung geändert wird. Genau das scheint jetzt aber der Fall zu sein.

Dabei geht es weniger um die Textanpassungen, die seitens der EU vor einigen Tagen vorgenommen wurden (warum macht man so etwas eigentlich derart kurzfristig?), sondern eher um die Aktivitäten der Politiker und Datenschützer hierzulande.

Die bewegen sich nämlich in durchaus unterschiedliche Richtungen: während Bundeskanzlerin Angela Merkel gerade ihr Herz für DSGVO-geplagte Unternehmen entdeckt und – vielleicht auch nach dem Vorbild anderer Länder – etwas Linderung in Aussicht stellt, haben die Herrschaften von der Datenschutz-Konferenz (DSK) genau Gegenteiliges im Sinn.

Dort hat man vor kurzem beschlossen, dass die DSGVO eigentlich ja gleich viel von dem bringen sollte, was ursprünglich erst von einem Damokles-Schwert namens ePrivacy-Verordnung zu befürchten war.

Das bringt nachvollziehbarer Weise nicht nur den Digitalverband Bitkom in Rage. Weder die Auslegung der DSK noch der Zeitpunkt der Äußerung wird dort als irgendwie witzig empfunden – eine durchaus mehrheitsfähige Einschätzung.

Was tun? Zunächst mal alles vorbereiten, was vorzubereiten ist. Denn so viel ist sicher: kommen wird die DSGVO zum 25. Mai. Die Empfehlung des Hauses zum Thema: unser Report Praxis-Check DSGVO

In diesem Sinne

Holger Schellkopf

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13.05.2018 Verbraucher finden das gut

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Die letzten Tage hat sich alles um die Bundeswehr und die Re Publica gedreht. Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V meinte, dass es mit dem Theater um die Bundeswehr und die Re Publica wohl noch weiter geht, und das der letzte Akt noch aussteht.

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V schrieb dazu, "Konflikte, bei denen es nur Verlierer gibt, sind so sinnlos wie lehrreich. Das gilt auch für den Streit zwischen der Bundeswehr und der Digitalkonferenz Re Publica". Nun hat sich der Wind gelegt, und es geht Gott sei Dank wieder ums Marketing.

Jochen Kalka Chefredakteur von W&V, findet die Verbraucherschützer doof, weil die wohl glauben das wir, die Konsumenten, doof sind und ihren Schutz brauchen.

Lieber Herr Böhmer,

wenn ich einen Fußball will, muss ich 85.000 Kilokalorien zu mir nehmen. Die finde ich in 35 großen Nutella-Gläsern, die 15,75 Kilogramm der Creme enthalten. Das wiederum finden die Verbraucherschützer doof. Um ehrlich zu sein: Ich finde die Verbraucherschützer doof, weil sie uns Konsumenten oft für so doof halten.

Meistens haben sie ja recht, die Verbraucherschützer. Aber in ihrem grenzenlosen Schutzwahn schaden sie dem Verbraucher oft mehr, als dass sie ihm nutzen. Von politischen Verbraucherschutzthemen wie der DSGVO, die am Ende ein Eigentor für den Verbraucher ist, ganz zu schweigen.

Aber im Ernst: Wer sich für 97,65 Euro Nutella kauft, um dafür einen Fußball zu erhalten, der soll es doch machen. Man könnte ja – für den Verbraucherschutz – jeden Kunden zu einer freiwilligen Selbstauskunft verpflichten, dass er die 15 Kilogramm nicht auf einmal isst.

Und wenn, dass er dann mit dem erhaltenen Ball ziemlich exakt 125 Stunden Nonstop Fußball spielt – dann ist das ganze Unterfangen klima- und kalorienneutral.


Jochen Kalka

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11.05.2018 Ein doppeltens Waterloo

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Gestern schrieb mir Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, das es mit dem Theater um die Bundeswehr und die Re Publica wohl noch weiter geht, und das der letzte Akt noch aussteht.

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V schreibt nun "Konflikte, bei denen es nur Verlierer gibt, sind so sinnlos wie lehrreich. Das gilt auch für den Streit zwischen der Bundeswehr und der Digitalkonferenz Re Publica".

Lieber Herr Böhmer,

der Streit zwischen Bundeswehr und Digitalkonferenz Re Publica wirkt auf viele Beobachter wie ein pubertärer Zipfelzirkus, aber selbst von sinnlosen Konflikten kann man lernen: Im Fall der Re Publica zum Beispiel, dass selbst Medienprofis mit mehreren 1000 Kommunikationsexperten unter ihren Gästen an den Grundregeln der Krisen-Kommunikation scheitern können.

Vielleicht waren aber genau diese mehreren 1000 Kommunikationsexperten das Problem. Zu viele Gleichgesinnte an Bord machen betriebsblind und manchmal auch selbstgerecht. Ein guter Grund, immer wieder Rat von außen zu holen. Es gibt viele gute Agenturen und Kommunikationsberatungen. Der Re Publica hätte es nicht geschadet. Der Bundeswehr erst recht nicht.

Ihnen einen entspannten Abend.

Frank Zimmer

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