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Marketing News

31.10.2019 Altersverifizierung per Gesichtserkennung

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V schreibt, wenn in Australien demnächst die Nutzerzahlen bei Pornhub & Co. sinken liegt das an der Gesichtserkennung.

Lieber Herr Böhmer,

zwei Branchen bewegen heute unsere Leserinnen und Leser besonders: Die Geschäftsbereiche Porno und Mopro.

Beginnen wir mit den Molkereigütern: Edeka ersetzt Plastik durch Silikon. Nachdem der Handelsverbund bereits seine Gurken ausgezogen hat, sind nun die Eigenmarkenmilchprodukteartikel dran. Zum Beispiel Joghurt.

Bislang schützt den Becherinhalt nicht nur eine versiegelnde Folie, sondern zusätzlich ein Plastikdeckel. Der wandert praktisch immer in den Müll. Das ist nicht nachhaltig. Deshalb bieten Edeka- und Netto-Märkte ab November stattdessen wiederverwendbare Deckel aus Silikon an.

Kommen wir nun zur Porno-Branche. Australien denkt über eine Gesichtserkennung von Nutzern nach . Das australische Innenministerium will damit sicherstellen, dass Minderjährige keine Fickfilme im Internet schauen können.

Dafür sollen die Gesichter der Pornonutzwilligen mit Fotos von offiziellen Dokumenten wie Pässen oder Führerscheinen abgeglichen werden, die in einer staatlichen Datenbank hinterlegt sind.

Dieser Gedanke, der wie eine Mischung aus Stasi und FSK klingt, stößt bei Datenschützern auf Widerstand. Menschen sollten sich Sorgen über jede Behörde machen, die diese Art von Information speichern will, kommentiert der südaustralische Anwalt und Senator Rex Patrick.

Das ist das Gute an unserer europäischen DSGVO. Wer sich damit auseinandergesetzt hat, der kommt gar nicht erst auf solche Gedanken.

Schönen Abend noch!

Rolf Schröter

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30.10.2019 Apples Klangwunder kommt

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, mit neuen geschichten aus der Marketing-Welt.

Lieber Herr Böhmer,

"du hast doch was auf den Ohren" war bis vor gar nicht allzu langer Zeit eine vergleichsweise unfreundliche Bemerkung. Inzwischen ist das etwas anders. Die großen Tech-Firmen haben das Segment der schlauen Kopfhörer als Markt für sich entdeckt.

Wie das iPhone für die Smartphones waren Apples Airpods für die Kategorie der Buds genannten klingenden Mini-Computer der große Durchbruch. Anfangs noch für die an elektrischen Zahnbürsten erinnernde Optik belächelt, wurde sehr schnell klar: diese Dinger haben Potential. Logische Konsequenz:

Google, Amazon, Microsoft haben inzwischen Buds auf dem Markt oder angekündigt, im Fall von Google wird Mitte November bereits die zweite Generation erwartet.

Allesamt stecken voll mit Technologiepower, für die es vor einem Jahrzehnt wohl noch ganze Serverräume gebraucht hätte. Apple will die Konkurrenz jetzt wieder auf Distanz bringen und geht morgen mit den Airpods Pro an den Start. Was die Dinger wirklich können, haben wir schon mal getestet.

Mehr als nur ein Trend ist für quasi alle Branchen das Thema Nachhaltigkeit. Gerade im Modebereich gewinnt dieser Aspekt immer mehr an Bedeutung. Armedangels ist ein Pionier im Fair-Fashion-Segment.

Warum und wie Ökomode massentauglich werden soll , erklären PR-Head Katia Winter und CEO Martin Höfeler beim W&V Green Marketing Day im Interview. Beide sind auch überzeugt: "Fridays for Future ist ein Segen".

Nicht vergessen werden darf heute natürlich ein Geburtstag: vor 50 Jahren hat sich alles verändert, am 29. Oktober wurde die erste Internet-Verbindung hergestellt.

Im wahrsten Sinne des Wortes ein epochales Ereignis, das natürlich auch im Netz selbst mächtig und mit viel Humor gefeiert wird.

Gute Verbindung wünscht

Holger Schellkopf

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29.10.2019 Deutschland will's wissen

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat neues über Google und Media-Saturn.

Lieber Herr Böhmer,

dieser Tag wird in die Geschichte eingehen. Und zwar gleich zweimal.

Zum einen in die SEO-Geschichte. Denn Google ändert den Suchalgorithmus. „Mal wieder“, denken Sie jetzt vielleicht. Von wegen. Diesmal soll die Umprogrammierung wirklich gravierende Folgen haben. Es soll die „vielleicht größte“ Änderung seit den Anfängen der Suchmaschine sein. Wow - Und welchen Namen gibt man einer solchen Innovation? Bert!

Bert? Ja genau, wie der Freund von Ernie. Aber Google wäre nicht Google, wenn nicht noch mehr dahinter stecken würde. Bert steht nämlich für "Bidirectional Encoder Representations from Transformers". Für wen diese lange Version auch nicht selbsterklärend ist, der kann den genauen Hintergrund hier nachlesen.

Den zweiten Meilenstein des Tages kündigt Deutschlands größter Elektrohändler an. Ich spreche bewusst im Plural, denn Media-Markt und Saturn wachsen heute ein großes Stück enger zusammen. Und zwar mit ihrer ersten gemeinsamen Imagekampagne.

Darin zelebrieren sie fiktiv die alten Zeiten, als sie sich mit ihren Kampagnen noch bekriegt haben. Oder den Kunden die Konkurrenz zumindest vorgaukelten. Der neue Claim lautet: "Deutschland will's wissen" – und zwar nicht, wer am günstigsten ist, sondern wer den besten Service bietet.

Damit die Kampagne auch ordentlich Aufmerksamkeit bekommt, hat Media-Saturn einen Promi für jede Zielgruppe engagiert: Von Boris Becker über Bianca "Bibi" Claßen und Pietro Lombardi bis hin zu Barbara Schöneberger. Na gut, für fast jede Zielgruppe.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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26.10.2019 Das Lama drama von Bosch

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute eine lustige Geschichte über ein Lama für mich. Und das Video sollte man sich auch anschauen.

Lieber Herr Böhmer,

wir freuen uns, dass Benjamin Minack wieder antritt, als Präsident des GWA. Guter Mann

Warum, schreibt Conrad Breyer – hier.

So weit, so gut. Kommen wir zum Lama. Das putzige Flauschtier hat sich längst als Content-Alternative zum Kätzchen positioniert. Ein echter Sympathieträger. Aber das Lama kann auch anders. Bosch präsentiert es als gruseligen, ekelhaften Stalker. Jung von Matt/Next Alster bringt mit dem "Lama-Drama " wenige Tage vor Halloween ein widerlich geiles Stück Film in Social Media.

Fazit: Bosch war mal lahm. Jetzt sind sie Lama. Weiter so

Übrigens ist das Bosch-Lama deshalb so gruselig, weil es eigentlich ein sympathisches Tier ist. Die Angst ist grauenhaft, wenn sie sich aus dem Harmlosen entpuppt. So wie im Horror-Klassiker "Es" von Stephen King das absolut Böse in Gestalt eines Clowns auftritt: Pennywise, der lustige Freund, der dich massakriert. Du bist nirgendwo sicher.

Selbst bei Lidl ist man nicht mehr sicher. Erst erschreckt der Discounter seine Wettbewerber, indem er ihnen immer ähnlicher wird. Nach dem Motto: Ich tu dir weh, indem ich du werde. Grauenhaft! Und jetzt drehen sie contentseitig auch noch den Horror-Spieß um.

Der böse Clown wird zum nachdenklichen Loser, den man am liebsten in den Arm nehmen würde. Und Freddy Krueger und Samara gleich mit. Sadistische Foltermörder werden zu süßen Knuddelkumpels.

Ein süßer Knuddelkumpel ist ja irgendwie auch der dicke Weihnachtsmann von Coca-Cola. Aber keine Angst. Den weißen alten Mann haben die Amis nicht auch noch ins Halloween-Rennen geschickt. Nein, sie lassen ihn stattdessen schon mal die Weihnachtszeit am Regal einläuten. Und zwar mit Zimtcola.

Ja, die Horrorbranche und Coca-Cola, die wissen schon genau, wie sie uns kriegen.

Schönen Abend noch wünscht

Rolf Schröter

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25.10.2019 Sexismus und ein Ethikverstoß

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat heute drei Themen für mich.

Lieber Herr Böhmer,

die Geschichte von den Totgesagten und dem längeren Leben passt irgendwie zum Bereich Audio. Der war zwar auch eher totgesagt als tatsächlich tot, jetzt aber scheint er lebendig wie selten zuvor. Aus allen Ecken und Enden kommen Neuentwicklungen, die mit Sprache oder auch einfach nur Ton zu tun haben - für alle Generationen. Jüngstes Beispiel, im doppelten Wortsinn, liefert KB&B.

Die Spezialagentur für Familienmarketing will künftig das Potenzial von Branded Audio-Content für Kinder nutzen und hat dafür eine eigene Unit gegründet, die Podcasts für Kinder macht.


Themenwechsel: Immer wieder erstaunlich ist doch, mit welchen - na ja, nennen wir es mal so - Werbeformen sich der Werberat auseinandersetzen muss. Manche Sachen sind offenbar nicht auszurotten. Die Konsequenz: Sexismus und ein Ethikverstoß veranlassten den Werberat, vier Werbungtreibende öffentlich zu rügen.

Drei Fälle von Sexismus und ein Verstoß gegen die Grundregeln zur kommerziellen Kommunikation hat der Deutsche Werberat festgestellt. Vier Unternehmen wurden öffentlich gerügt. In drei Fällen, teilt der Werberat mit, habe ein Verstoß gegen die Verhaltensregeln betreffend Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen vorgelegen, in einem Fall ein Verstoß gegen die Grundregeln zur kommerziellen Kommunikation.

Höchstwahrscheinlich nicht vor dem Werberat werden die Münchner Hirschen mit ihrem jüngsten Engagement landen. Bemerkenswert ist es dennoch: denn die Hirschen betreuen von München aus künftig beide Unternehmen der Elektronikhandelskette Media-Markt-Saturn Deutschland.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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24.10.2019 die Lebensmittelampel freiwillig

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur Bei W&V,  hat heute Nachrichten, nicht nur in eigener Sache.

Lieber Herr Böhmer,

Liebe...

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: das haben sich wohl auch die Macher der Augsburger Puppenkiste gedacht - und die sind schließlich Profis in Sachen Humor. Schauspieler Til Schweiger mokierte sich am Sonntag über den Tatort und lobte dafür die Augsburger Puppenkiste. Das brachte ihm nun eine Einladung ins bayerische Schwaben ein. Mal sehen, ob er kommt.

Um Medien geht es, wie der Namen schon vermuten lässt, bereits zum 33. Mal bei den Medientagen München. Unter dem Motto "NEXT DIGITAL LEVEL - Let's build the Media we want!" wird bis Freitag über Themen wie Künstliche Intelligenz, Streaming, Audio, Blockchain, Podcast, Publishing, Werbung und Marketing diskutiert. Dabei sind mehr als 400 Redner und 7000 Teilnehmer - und wir mit dem NewsBlog.

Das Next Level in Sachen Lebensmittel will nach eigenem Bekunden demnächst Aldi in Form des Nutriscore erreichen. Der Discounter will die Lebensmittelampel freiwillig einführen und erhält dafür sogar von Foodwatch eher ungewohntes Lob. Andere Anbieter sind noch zurückhaltender. Die Handelskette Edeka und Tochter Netto testen beispielsweise drei Nährwertkennzeichnungen bei Eigenmarken, darunter den Nutri-Score, und wollen die Ergebnisse abwarten.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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23.10.2019 Neue Social Media-Agentur

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über einen deutschen in New York.

Lieber Herr Böhmer,

Machen

Schaut Euch Alexander Laude an. Der Mann gründet eine Social-Media-Agentur . Aber nicht etwa in irgendeinem deutschen Ballungszentrum, sondern in New York, einer der coolsten Städte der Welt. Der Name der Agentur: "A German Man in New York (AGMINY)".

Da ist ja die Abkürzung länger als manch anderer Agenturname. Auch der Hebungsprall in der Mitte ("man-Man") klingt nicht gerade elegant. Und dann bezieht sich der Name auch noch auf einen Song, der erstens schon 32 Jahre alt ist und zweitens auch noch von einem der kleinsten gemeinsamen Nenner der Musikindustrie stammt: von Sting. Den findet wirklich jede/r gut.

Hey, na und?

Vielleicht ist diese hemdsärmelige Herangehensweise genau das, was wir brauchen. Ist es nicht wirklich großartig, wenn jemand einfach ausprobiert?

Ein Hoch auf Alexander Laude, unseren Mann in New York! Alles Gute

Und uns Mutlosen noch einen angenehmen Abend wünscht

Rolf Schröter

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22.10.2019 Krieg zwischen Aldi und Lidl

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat einiges aus der Marketing Welt zu berichten.

Lieber Herr Böhmer,

der Wettbewerb zwischen den Discountern wird gemeinhin nicht mit Samthandschuhen ausgetragen. Jüngste Runde im Clash of the Titans zwischen Aldi und Lidl ist jetzt ein Krieg der Küchenmaschinen. Beide Discounter bringen rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit ihre Interpretation des Thermomix-Segments in die Filialen - weil Aldi damit schneller ist, kontert Lidl nun auf Instagram. Die Kunden haben ihren Spaß daran.

Nicht nur Spaß hat dagegen Katjes mit dem Milchkühe-Spot. Die Debatte nimmt immer wieder neu Fahrt auf. Während der Süßwarenhersteller das Video verteidigt und von einem "Lovestorm" spricht, twittert Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner mächtig zielgruppengerecht gegen "hippe Werbefilmer".

Richtig viel Stimmung ist auch im Tatort-Universum. Mitten drin mal wieder: Til Schweiger. Der hat seine ziemlich dezidierte Meinung zum aktuellen (und sehr ungewöhnlichen) Tatort via Facebook verkündet: "Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!"

Damit hat Schweiger natürlich ein Fass aufgemacht, Befürworter und Gegner hyperventilieren auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen. Lustig ist das allemal. Zu Beispiel: alf frommer @siegstyle  Til Schweiger, dessen Tatort ein eindimensionales Macho-Bild aus den 80ern propagierte, der dort seine Tochter (ohne Talent) unterbrachte und den keiner mehr sehen wollte, arbeitet sich am brillanten Tukur ab. Was macht eigentlich sein Vorzeige-Flüchtlingsheim??

Schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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21.10.2019 Influencer Marketing am Ende?

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet heute über Sterbende.

Lieber Herr Böhmer,

OMG, das Influencermarketing stirbt.

Die Verbraucher nehmen es inzwischen als das wahr, was es ist: Werbung. Und das ist offensichtlich schlecht für eine Kategorie, die von Authentizität und gefühlter Nähe lebt. Dabei bedeutet authentisch ja nur, dass etwas als echt empfunden wird. Also dass man glaubt, dass Schein und Sein übereinstimmen. Mit Realität hat das nicht unbedingt etwas zu tun.

Laut einer Studie von Wavemaker sehen immer mehr Menschen Influencer als bezahlte Werbefiguren an. Damit sinkt ihre Glaubwürdigkeit innerhalb nur eines Jahres um ganze 13 Prozentpunkte. Der Schein bröckelt. Influencermarketing kommt endlich in der Realität an.

Das hat auch sein Gutes. Denn wenn der Hype abflaut, setzen normalerweise Mechanismen wie Konsolidierung und Professionalisierung ein. Und das wird der gesamten Branche zugutekommen.

Die kommt übrigens in vielen Bereichen immer noch ganz gut ohne Influencer aus. Zwei Beweise:

Die Deutsche Telekom macht einen magentafarbenen Schlüpper zum Star einer Kampagne für ihr 5G-Netz. Na gut, die Unterhose ist immerhin „connected“, also mit Bluetooth ausgestattet. Ob sie jetzt verführerisch aussieht oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Zumindest soll sie das Liebesleben von sexlosen Millennials anheizen. Wie die Telekom die jungen Leute in den „Love-Mode“ versetzten will, hat mein Kollege Maximilian Flaig für W&V+ recherchiert.

Die zweite Influencer-lose Kampagne hat sich die Bundesregierung zusammen mit der Agenturgruppe Orca ausgedacht. Sie zeigt echte, nicht einfach nur authentische, sondern richtig echte Deutsche, die so richtig echt deutsch sind: einen Dackel, einen Mann in Socken und Sandalen, drei Dönerverkäufer, eine Sennerin oder den Fahrer eines getunten Trabbis. Sie alle stehen für Deutschland – und für 30 Jahre deutsche Einheit. Das ist glaubwürdig durch echte Menschen – keine Influencer.

Ihre Verena Gründel

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19.10.2019 Fisherman’s Friend oder Jägermeister

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Eines vorweg: Wegen eines Werbespots für seine vegane Schokolade steht das Süßwarenunternehmen Katjes in der Kritik. "Der Clip ist eine sehr einseitige und überzogene Visualisierung von Massentierhaltung", sagte die Leiterin des Deutschen Werberats, Katja Heintschel von Heinegg, der Deutschen Presse-Agentur. Also, ich bin da anderer Meinung.

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, beschäftigt sich mit was ganz anderem.

Lieber Herr Böhmer,

es ist verwirrend. Mögen Frauen jetzt lieber „scharf“ oder bevorzugen sie es „mild und intensiv“?

Jägermeister zumindest glaubt, "dass 'scharf' besonders für die weibliche Zielgruppe eine spannende Alternative ist". Sagte Brand Managerin Jardena Kedra im Mai, als sie das Zeug in Wolfenbüttel serviert hatten.

Jetzt rückt die Marke mit der Hirschtrophäe noch deutlicher in Richtung Frau. Als Lockstoff legt Jägermeister Sets mit je zwei "Probierflaschen" der scharfen Variante des Magenputzers und einem knallroten Lippenstift in Concept Stores und dem Online-Shop aus.

So weit, so scharf. Die Marke Fisherman’s Friend hingegen hat mit der Kombination aus scharfen Produkten und der Zielgruppe Frau ganz andere Erfahrungen gemacht. Das neue Lutschangebot namens "Pro Fresh" distanziert sich von der traditionellen Schärfe und bietet Genuss "mild und intensiv".

Schon mit dem allseits bekannten Claim "Sind sie zu scharf, bist du zu schwach" waren die Pastillenproduzenten nicht so ganz zufrieden. Denn manch Konsument/in schreckte diese Aussicht eher, statt dass sie als Herausforderung genommen wurde. Vor zwei Jahren wechselte der Hersteller CFP Brands deshalb den Claim aus. Von da an hieß es "Stark ist, wenn du’s bist".

Wem dieser Spruch noch nicht schwach genug war, wird in der neuen Kampagne mit einem geschmack- beziehungsweise sinnlosen "Boost Your Day" begrüßt.

Offenbar richtet sich das unscharfe Angebot in erster Linie an Frauen. Fisherman's Friends Marketingleiterin Sonja Voggenreiter betont, dass sich die mild-intensive Lutschalternative zu 70 Prozent an Frauen und 30 Prozent an Männer richtet.

Es steht also Aussage gegen Aussage. Jardena Kedra gegen Sonja Voggenreiter. Rachenputzer gegen Rachenschmeichler.

Aber, hey, es gibt echt wichtigere Themen, oder?

Klar. Zum Beispiel: Brand Marketing schlägt Performance Marketing in der Umsatzwirkung. Sagt immerhin Adidas. Aber lest einfach selbst.

Einen schönen Abend und ein scharf-mild-intensives Wochenende wünscht

Rolf Schröter

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