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Marketing News

27.01.2021 Die 500 wertvollsten Marken

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, versucht Mut zu machen. zumindest den deutschen Unternehmen.

Lieber Herr Böhmer,

Listen und Rankings sind eine tolle Sache. Sie zeigen ziemlich unmissverständlich, wie der Hase läuft. Das neue "Brand Finance Global 500"-Ranking der wertvollsten Marken beispielsweise hat einige ganz eindeutige Botschaften auf Lager.

Die Top 5 gehören gar nicht mal so sehr dazu. Da hat lediglich Apple die anderen Giganten Amazon und Google auf 2 und 3 verwiesen, der Rest blieb mit Microsoft und Samsung unverändert. Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn man sich die allgemeinen Trends ansieht.

Darin stecken gerade aus deutscher Sicht nicht unbedingt gute Nachrichten. Gerade mal fünf deutsche Unternehmen sind in den Top 50 zu finden, nicht gerade eine Super-Quote.

Die Zusammensetzung: vier Autobauer und die Deutsche Telekom, wirklich neue Akteure aus deutschen Landen sucht man da eher vergebens. Den Gegenentwurf bildet – nicht ganz überraschend – China.

Da kommen nicht nur die meisten Aufsteiger her, die entsprechenden Marken gibt es obendrein oft erst seit ein paar Jahren.

Das ist jetzt aber kein Grund, um den Kopf in den Sand zu stecken. Stattdessen eine Aufforderung: zu mehr Mut, zu mehr Entschlossenheit, zu mehr Innovation.

In diesem Sinne: Packen wir es an.

Anmerkung der GFDK Redaktion: Im Brand-Finance-Ranking der wertvollsten Marken schießt Tesla raketenhaft um fast 100 Plätze nach oben. Im vergangenen Jahr lag der Elektroauto-Hersteller noch auf Platz 146. Jetzt gelingt der Sprung auf Rang 43. „Im vergangenen Jahr legten die Tesla Aktien etwa 605 Prozent an Wert zu“, Wir sagen mal so. Das könnte eine Luftblase werden.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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26.01.2021 Neue Plattform für Gesundheit

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, glaubt, dass man mit der Gesundheit der Menschen in Zukunft noch mehr Geld verdienen kann.

Lieber Herr Böhmer,

Gesundheit – ein gigantischer Markt:

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland lagen schon 2018 bei rund 391 Milliarden Euro. Laut Statistischem Bundesamt waren das 4.712 Euro je Einwohner:in.

Jetzt wird dieser stark wachsende Markt digitalisiert. Das ändert alles.

Das Bundesgesundheitsministerium tüftelt an der Elektronischen Patientenakte. Darin ist der gesamte gesundheitliche Status eines Menschen digital gespeichert. Ab Januar2022 müssen Ärzte darüber hinaus bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein elektronisches Rezept ausstellen.

Schon formiert sich ein deutscher Player, der nichts weniger als eine Gesundheitsplattform installieren will: Gesund.de. Dahinter stehen der Gesundheitsdienstleister Noventi und der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix.

Für Hermann Sommer, den Vorstandsvorsitzenden von Noventi, ist Gesund.de die "Antwort des deutschen Gesundheitsmarktes auf Amazon". Kein Wunder, dass das Marketingbudget zum Start der Plattform im achtstelligen (!) Bereich liegt.

Auch ein absoluter Zukunftsmarkt ist Virtual Reality. Unsere ganzen Videocalls sind nur ein Vorgeschmack dessen, wie wir uns künftig begegnen werden.

Die Münchner Agentur Avantgarde hat sich dafür jetzt gerüstet, mit dem xR-Studio, das neue Standards im Bereich virtueller Markenerfahrung setzen soll.

Allein was das für traditionelle Messen bedeutet, kann man sich ausmalen, wenn man Alexander Böttcher, dem Chief Digital Officer bei Avantgarde, zuhört. Er spricht von "hybriden Veranstaltungen, die zu nahtlosen Markenerlebnissen werden".

Genug Zukunft für heute. Ich wünsche uns allen noch einen schönen Abend in der Gegenwart.

Rolf Schröter

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23.01.2021 Hakle-Rollen im Pop-Art-Design

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute nur schönes zu berichten.

Lieber Herr Böhmer,

geht es Ihnen nicht aus so? Ich liebe es, mich täglich von den tollen Einfällen der Werberinnen und Werber überraschen zu lassen.

Zugegebenermaßen bin ich nicht ganz objektiv, aber W&V zu lesen, ist unterhaltsamer als so mancher Serienmarathon. Was vor allem an den tollen Arbeiten liegt, über die wir berichten. Ich gebe Ihnen ein paar Beispiele, was mich heute wirklich begeistert hat:

Barilla hat in Kooperation mit Spotify Playlisten mit Songs aufgelegt, die genauso lang dauern wie die Kochzeit ihrer Nudeln.

Es gibt zum Beispiel das Mixtape Spaghetti, Boom Bap Fusilli oder Moody Day Linguine. Genial. Die Spaghetti gegen die Wand zu werfen und wenn sie kleben bleibt, ist sie al dente – das ist übrigens ein alter Mythos – wenn auch eine ebenso clevere Werbeidee.

Auch Hakle hat einen Coup gelandet und Toilettenpapier zum It-Piece gemacht. In gewisser Weise war es das im vergangenen Jahr schon. Der Berliner Designer Kilian Kerner schickt seine Models mit Toilettenpapier auf den Laufsteg.

Aber jetzt haben es die Hakle-Rollen im Pop-Art-Design sogar auf den Laufsteg der diesjährigen Berlin Fashion Week geschafft. Da gehören Luxusgüter schließlich hin.

Bernie Sanders war in den vergangenen Tagen ebenfalls in Berlin unterwegs und hat den neuen Trend Grumpy Chic präsentiert.

Was heißt Berlin? Dank eines Meme-Generators , der den Senator in seinem schrulligen Inaugiration-Look an allen erdenklichen Orten platziert, hat er die ganze Welt erobert.

Ich habe es getestet, auch bei mir vom Haus saß er. Wenn Sie gehofft hatten, Sanders‘ Look kopieren zu können, muss ich Sie enttäuschen.

Die legendären Handschuhe sind von Hand gestrickt und die Lehrerin, die sie ihm schenkte, hat sämtliche Anfragen abgelehnt – es waren wohl mehrere tausend. Sie hätten das Geschäft ihres Lebens werden können.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Verena Gründel

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22.01.2021 Make Amercica Great Again

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, reibt sich heute mal wieder an Donald Trump.

Lieber Herr Böhmer,

es ist wohl so eine Art Traumabewältigung. Vier Jahre Donald Trump haben auch bei vielen Marken sehr tiefe Spuren hinterlassen, die Erleichterung über den Amtsantritt von Joe Biden findet bei einer ganzen Reihe von Brands auch Ausdruck in diversen Kampagnen und/oder Posts.

Die Liste der Unternehmen, die sich diesbezüglich zu Wort (und Bild)  gemeldet hat, reicht von Amazon  über BP zu Audi USA und Ben & Jerrys bis hin zu den Berliner Verkehrsbetrieben.

Zumindest in Sachen (Eigen-)Marketing-Sprüche hat sich Donald Trump aber nie lumpen lassen. Und machen wir uns nichts vor, sein MAGA (Make Amercica Great Again) hat nicht nur beim Merchandising verdammt gut funktioniert.

Was die Brand Trump nach dem starken Slogan aber abgeliefert hat, ist mit Produktenttäuschung nur zurückhaltend beschrieben.

Es ist jetzt am neuen Präsidenten, irgendwie will man da nicht Nachfolger schreiben, das Versprechen einzulösen. Christopher Wünsche und Sebastian May erklären, warum es Biden sogar gelingen können, die Marke USA wiederzubeleben.

Zu guter Letzt die tägliche Stimme zum Clubhouse-Hype (der inzwischen auch schon in der Phase angekommen ist, dass die ersten Frontrunner das ganze Angebot ganz blöd finden).

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär führt den Erfolg um die US-Audio-App Clubhouse in Deutschland auch auf die Corona-Krise zurück, denn Menschen würden sich "in Zeiten des Lockdowns besonders stark nach Austausch und Geselligkeit sehnen".

Da trifft sie sicher einen guten Punkt. Gleichwohl hat Austausch nicht unbedingt mit Geselligkeit zu tun. Den ersten öffentlichkeitswirksamen Radau hat es im deutschen Clubhouse denn auch schon gegeben.

Entzündet hat sich das Ganze an einer Influencerin, die (aus gutem oder besser gesagt schlechtem Grund) zum Rechtsaußen-Spektrum gezählt wird. Willkommen in der Welt der Social-Media-Plattformen.

Unterhaltsamen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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21.01.2021 unter dem Dach von Mediamonks

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Tina Müller macht jetzt ernst: Douglas' Schließungspläne werden wohl konkreter. Laut der Lebensmittelzeitung und dem Manager Magazin sollen mehrere hundert Filialen europaweit verschwinden. Das Manager Magazin schreibt, dass mehr als 50 der 430 Filialen in Deutschland dauerhaft geschlossen werden sollen.

In Europa insgesamt sollen demnach bis zu 500 der knapp 2.400 Standorte wegfallen. Die Lebensmittel Zeitung berichtet, die Schließungswelle könne sogar "mehr als 500 Filialen" betreffen.

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V,

Lieber Herr Böhmer,

Sir Martin Sorrell hat Accenture Interactive als Rivalen für seinen Konzern S4 Capital definiert. Jetzt übernimmt er das Lebenswerk eines deutschen Fotografen.

Martin Sorrell denkt nicht in kleinen Packungsgrößen, haben wir zuletzt berichtet, und das beweißt er nun schon wieder

Der Terminator kauft eine Schachtel feinster Pralinen?

Der erste Gedankenreflex täuscht. René Staud ist nicht irgendein Fotograf. Er ist DER Automobilfotograf – international. Und er macht nicht einfach nur Fotos.

Staud, 1951 in Stuttgart geboren, hatte schon im Alter von zwölf Jahren den ersten Platz in einem Foto-Wettbewerb errungen.

1983 hatte Staud dann ein System der Oberflächenbeleuchtung entwickelt, das Autos auf Papier eine haptische Anmutung schenkt. Seine Söhne Pascal und Patrick führen das Unternehmen mit dem gleichen Esprit weiter.

Warum wohl holt Martin Sorrell diese Meister des Blitzlichts in sein technologiegetriebenes Universum für digitale Werbe- und Marketingdienstleistungen?

Die Staud Studios werden eine wichtige Rolle unter dem Dach der Agentur Mediamonks spielen, die in Deutschland von Thomas Strerath und Till Eckel geführt wird.

Die beiden wissen genau: Bei aller Perfektion der Ansprache und Raffinesse der Ausspielung geht es im Kern doch darum, Menschen zu berühren. Das schaffst du nur mit Können und Leidenschaft.

Einen schönen Abend noch wünscht

Rolf Schröter

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20.01.2021 Wirksamkeit von Werbung

GFDK - Marketing News

Nutzer*innen von Readly finden ab sofort deutsche Tageszeitungen in ihrer App. BILD, B.Z. und DIE WELT ergänzen das zuletzt stark wachsende Portfolio internationaler Tagestitel, zu dem auch Der Standard, The Independent und The Guardian gehören. Die Wochentitel BILD AM SONNTAG und WELT AM SONNTAG sind seit letztem Jahr auf Readly verfügbar. 

Der Verlag Axel Springer profitiert u. a. von der Erhöhung seiner digitalen Reichweite sowie Präsenz der aktuellen und früheren Ausgaben seiner Titel auf der Plattform.

Zusätzlich bieten die Analyse-Tools von Readly mit ihren 32 Milliarden Datenpunkten Aufschluss über das Leseverhalten und weitere wichtige Erkenntnisse, wie z. B. die Wirksamkeit von Werbung.

„Wir arbeiten seit Jahren intensiv und gut mit Axel Springer zusammen. Die Tageszeitungen sind nicht nur eine hochwertige Erweiterung unseres Angebots, sondern geben täglich Anlass, unsere App zu nutzen.

Auch die Leser*innen haben sich das sehr gewünscht. Sie können tagesaktuelle News nun schon morgens, bevor sie das Haus verlassen, in ihrer App abrufen“, kommentiert Jan-Sebastian Blender, Content Lead DACH, IT & NL bei Readly.

Der Preis für die Lese-Flatrate ändert sich nicht: für 9,99 Euro im Monat können Nutzer ihre Lieblings-Magazine und Zeitungen lesen, herunterladen und speichern.

Mit über einer Million App-Downloads wurden im Jahr 2020 weltweit 99 Millionen digitale Ausgaben auf Readly gelesen - eine Steigerung von fast 40% gegenüber dem Vorjahr.  

Gerade für jüngere Nutzer bedeutet das Prinzip „Eine App – alle Lieblings-Titel“ unbegrenzte Auswahl, viel Flexibilität und wertvolle Social Sharing-Optionen.

Diese Zielgruppe möchte Readly erreichen, diese, so Blender, „Millionen von Menschen, die es gewohnt sind, hochwertige Inhalte im Netz kostenlos zu lesen“. Sie sollen davon überzeugt werden, dass für Qualitätsjournalismus bezahlt werden muss.

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20.01.2021 Ein gefundenes Fressen für Marken

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, liegt heute. nach meiner Meinung falsch. Ich finde keine blöden Kommentare zu Clubhouse, ehr sehr lustige.

Lieber Herr Böhmer,

es ist immer wichtig, Themen von mehreren Seiten zu beleuchten. Kürzlich schrieb Jean-Remy von Matt in W&V, wie es für ihn war, als Jung von Matt vor 35 Jahren den Gründungskunden Sixt verlor:

„Das fühlte sich an wie ein Triebwerksausfall im Steigflug.“ Was er daraus lernte? Demut, Sparsamkeit und Kampfgeist.

Heute hören wir die Stimme von Erich Sixt. Und auch er hat aus der Situation gelernt, nämlich dass das Gras in Nachbars Garten nicht grüner ist. In seinen Worten:

„Die Orangen sind nicht oranger.“ Deshalb kehrte Sixt nur ein Jahr später zu Jung von Matt zurück. Wie der Vorstandsvorsitzende die 35-minus-eins-jährige Beziehung mit der Agentur erlebte, hat er für W&V aufgeschrieben.

Schreiben? Erinnern Sie sich noch? Das war das mit den Buchstaben, als es Clubhouse noch nicht gab. Heute scheint niemand mehr zu schreiben. Heute wird gequatscht. Äh sorry, diskutiert, debattiert, getalkt.

Oder eben gelauscht (für die nicht so coolen Kids). Von heute auf morgen ist Clubhouse auf der Bildfläche erschienen.

Und man fragt sich: Was haben die Menschen aus der Medien-, Start-up-, Tech- und Politikblase vorher eigentlich den ganzen Tag – und die ganze Nacht – gemacht?

Jetzt treffen sie sich morgens um 8:30 Uhr zum politischen Espresso, nachmittags zum Empowerment-Talk, abends debattieren sie über Wellbeing in Unternehmen und nachts steht die Cannabis-Legalisierung auf der Agenda.

Ein gefundenes Fressen für Marken und Co. Wer sich seinen blöden Kommentar nicht verkneifen konnte, lesen Sie hier.

Wie gut, dass es jetzt Clubhouse gibt, sonst hätten die Verschwörer und Aluhutträger vielleicht bald keine Plattform mehr, um ihren Schwachsinn zu verbreiten.

Denn Telegram geht es jetzt an den Kragen. Die Non-Profit-Organisation "Coalition for a Safer Web" will einklagen, dass Apple sie aus dem App Store entfernt , weil Neonazis den Messenger zu Gewaltaufrufen nutzen würden.

Jetzt aber mal wieder im Ernst: Die Macher von Clubhouse sollten daraus lernen und Hatespeech-Regulierung nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Sonst könnte der Hype schnell vorbei sein. Denn immer mehr kluge Leute zeigen sich über die fehlende Moderation besorgt.

Ich muss dann mal weg, der Performance-Influencer-Entrepreneur-Sustainability-Erfahrungsaustausch startet gleich. Wir hören uns.

Ihre Verena Gründel

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19.01.2021 Der Hype in der Digitalszene

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, meint Clubhouse sorge aktuell für einen Hype in der Digitalszene.

Lieber Herr Böhmer,

endlich mal wieder ein richtiger Hype, endlich darf das Wörtchen viral mal wieder jenseits von Corona verwendet werden. Clubhouse ist das heiße Ding der Stunde - eine Audio-App, die es bereits seit einigen Monaten gibt, deren Nutzung hierzulande in den letzten Tagen aber explodiert ist.

Ein Boom, der an die Anfänge von WhatsApp oder Snapchat erinnert.

Allem Anschein nach ist "die Messenger-Gruppe zum Reden", wie Digital-Experte Dirk von Gehlen die App beschreibt, das richtige Angebot zur richtigen Zeit.

In jedem Fall ist es weniger ein More-of-the-same-Produkt wie dies beispielsweise der letzte Hype-Kandidat Vero war. "Clubhouse ist ein wenig von allem – aber vor allen Dingen etwas ganz Neues.

Es ist keine klassische Social-Media-App. Hier steht das Synchrone, der Live-Talk im Mittelpunkt", findet denn auch Markus Kaiser, Professor an der TH Nürnberg.

Aber - es gibt eben gerade im Digitalen nur selten etwas ohne aber. Datenschutztechnisch hat Clubhouse bedenkliche Aspekte, die (derzeitige) Beschränkung auf Apples iOS und das recht restriktive Zugangsmanagement bringen Clubhouse ebenso Kritik ein. In all diesen Punkten versprechen die Macher des tatsächlich noch recht jungen Angebotes schnelle Besserung.

Mit Spannung darf zudem erwartet werden, wie die bisherigen Platzhirsche auf den neuen Hype reagieren. Facebook hat in der Vergangenheit bewiesen, dass man sehr zügig auf neue Konkurrenz reagieren und ziemlich verwandte Angebote platzieren kann.

Twitter hatte zuletzt auch den Audio-Bereich auf dem Schirm. Die Tatsache, dass auf Clubhouse sehr viele Business-Themen behandelt werden, dürfte außerdem bei LinkedIn für einige Betriebsamkeit sorgen.

Lassen wir uns überraschen, wie es mit Clubhouse weitergeht. Die Idee dahinter dürfte sich ziemlich sicher dauerhaft durchsetzen.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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17.01.2021 Die Videos werden online gezeigt

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, schreibt mir, die Berliner Modewoche zieht in diesen Winter ins Internet. Die großen Schauen werden online übertragen, und ich kann mir das ganze in meiner Schlafanzughose anschauen. Oder doch lieber in der Unterhose? SUPER

Lieber Herr Böhmer,

ich sitze nicht in Schlafanzughose im Homeoffice. Aber wenn es jemand tut, stört es mich nicht.

Ich sehe das wie der belgische Designer Tom Van Der Borght. Er findet, man solle tragen, was einem gefällt.

Van Der Borght eröffnet am kommenden Montagabend den großen Laufsteg der Berlin Fashion Week. Die Schau wird wegen Corona digital übertragen. Das heißt, während man zuschaut, kann man ohne Probleme einen Schlafanzug tragen.

Van Der Borght sagt, er persönlich würde sich für einen Einhorn-Pyjama entscheiden.

Bevor ich anfange, darüber weiter nachzudenken, wünsche ich uns allen ein zauberhaftes Wochenende.

Rolf Schröter

 Foto: Jessica Smarsch für Berlin Fashion Week

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15.01.2021 deutsche Traditionsfluggesellschaft

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, wollte weniger Fliegen, diese Entscheidung wurde ihr abgenommen.

Lieber Herr Böhmer,

letztes Jahr saß ich nicht ein einziges Mal in einem Flugzeug. Das ist mir zuletzt als Teenager passiert. Ich hatte mir ohnehin vorgenommen, weniger zu fliegen und mehr Bahn zu fahren.

Dann kam Corona. Mein Flugverhalten zeigt exemplarisch das Dilemma, in dem gerade die Lufthansa steckt.

Erst kam der Flugscham, dann die Pandemie. Selbst wenn wir letztere überwinden, werden virtuelle Meetings und das schlechte Gewissen gegenüber der Umwelt zumindest mittelfristig bleiben.

Es führt also kein Weg daran vorbei: Die deutsche Traditionsfluggesellschaft muss sich neu erfinden. Sie muss sich konsequent und radikal für Neues öffnen – und bei den ganzen Sparmaßnahmen den Blick auf die Marke nicht verlieren.

Die Lufthansa wird nach der Krise eine andere sein als zuvor, so viel steht fest.

Auch Airbnb leidet unter der Krise. Und trotzdem setzt die Vermittlungsplattform ein Zeichen und entschließt sich dazu, rund um die Amtseinführung von Joe Biden in Washington D.C. keine Zimmer zur Verfügung stellen.

Sie geht sogar noch weiter: Sie lässt alle bisherigen Buchungen zu diesem Zeitraum stornieren. Sämtliche Kosten dafür trägt das Unternehmen selbst.

Damit reiht sich Airbnb zwischen den Unternehmen ein, die eventuelle Gewaltaktionen im Rahmen der Amtseinführung unterbinden wollen.

Sie alle übernehmen in bisher nicht dagewesenem Maße politische Verantwortung – oder greifen massiv in Politik und Gesellschaft ein. Je nachdem, wie man es betrachten will.

Das sagt zum einen etwas über die Unternehmen aus, die ohne Rücksicht auf Verluste Haltung zeigen. Zum anderen ist es ein Armutszeugnis für die politische Situation in den USA, die noch immer außer Kontrolle ist.

Noch mehr True Crime gefällig? Im Podcast-Universum sind wahre Kriminalgeschichten der Renner. Die Deutsche Telekom springt auf den Trend auf und entwickelt rund um das Thema einen Unternehmens-Podcast.

Was dahinter steckt und was wir davon lernen können, hören Sie wiederum in der Premiere unseres W&V-Podcasts „Behind the Pod“.

Alle zwei Wochen besprechen Felicia Mutterer und Stephanie Lachnit von Achtung! Broadcast Audioformate von Unternehmen mit den Machenden. Meine Kollegin Lena Herrmann ergänzt die Folgen mit ihren persönlichen Hörtipps. Schalten Sie unbedingt ein.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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