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Marketing News

25.11.2021 RTL Dschungelcamp 2022

GFDK - Marketing News - W&V Manuela Pauker

Manuela Pauker, Redakteurin bei W&V, freut sich darüber das die Werbeumsätze wieder steigen.

Lieber Herr Böhmer,

die Pandemie hat die Werbungtreibenden 2020 ganz schön gebeutelt: Kampagnen mussten verschoben oder ganz gestrichen werden, Umsätze brachen weg. 2021 sieht es dagegen etwas besser aus. Zumindest momentan.

Das geht aus der aktuellen Umfrage der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) hervor, die im Oktober unter den Mitgliedsunternehmen durchgeführt wurde und deren Ergebnisse OWM-Geschäftsführerin Susanne Kunz heute im Rahmen des OWM Summit präsentierte.

Demnach rechnet die Hälfte der Mitglieder mit einer Erhöhung der Umsätze in diesem Jahr. Zum Vergleich: 2020 waren es nur 40 Prozent. Sie alle dürften stark hoffen, dass nicht noch kurz vor dem Weihnachtsgeschäft ein größerer Lockdown dazwischenkommt.

Nun, man wird sehen.  

Auf einen Lockdown kann sicher auch RTL gern verzichten. Denn im Januar soll das Dschungelcamp endlich wieder in einem echten (naja) Dschungel stattfinden – in Südafrika statt wie sonst in Australien. Die Kandidat:inn en des Dschungelcamps sind ja eigentlich das bestgehütetste TV-Geheimnis überhaupt.

Nun weiß man auch, wer dort ziemlich sicher einzieht. Die noch nicht offiziell bestätigten Camper versprechen schon jetzt Rekordquoten. Harald Glööckler (55), Lucas Cordalis (53) und Filip Pavlovic sind dabei.

Ginge es nach Beliebtheit, könnte ein Politiker derzeit wohl die Dschungelkrone einheimsen, ohne auch nur bei einer einzigen Prüfung anzutreten: SPD-Mann Karl Lauterbach.

Die Twitter-Gemeinde ist sich ziemlich einig: Der Mediziner muss neuer Gesundheitsminister werden. Unter dem Hashtag #WirwollenKarl wünscht sich der Großteil der Kommentatoren auf dem Posten jemand mit einschlägigem Sachverstand.  

Auf seinem Posten bleiben darf BDZV-Präsident Mathias Döpfner, der im Rahmen der heutigen Verbands-Sitzung nochmal die Sache mit seiner vieldiskutierten Mail erklären musste. Das Urteil: Entschuldigung angenommen.  

Einen schönen Abend wünscht 

Manuela Pauker

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24.11.2021 Jeder, wirklich jeder hat es getan

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, glaubt das der Ruf von Amazon ruiniert ist.

Lieber Herr Böhmer,

Amazon kann noch so oft beteuern, dass die Lieferungen in Zukunft nur noch in Papp- statt in Plastikverpackungen kommen sollen. Diese Woche wird vor allem eine Meldung über den Onlinehändler hängen bleiben:

Mitarbeiter:innen hätten die Warenkörbe von Promis ausspioniert. Angeblich gab es ein Datenleck, wodurch sogar Angestellte auf niedriger Ebene nachschauen konnte, was Kanye West und Kollegen shoppten. "Jeder, wirklich jeder hat es getan", sagt ein ehemaliger Amazon-Mitarbeiter. 

Amazon weist die Vorwürfe zurück.  Aber die Welt hat das Unternehmen nun mal auf dem Kieker. Die Marke leidet. Interessanterweise geht Ikea heute den gleichen Weg wie Amazon.

Nein, Promis werden dort nicht ausspioniert.  Aber auch Ikea kündigt an, Kunststoff in den Verpackungen zu verbannen.

Während Amazon bis Ende des Jahres so weit sein will, braucht Ikea bis 2028. Und trotzdem wird die Lovebrand Ikea mit der Ankündigung mehr punkten, als Everybody’s Hassliebe Amazon. Wetten?  

Auch die Gorillas liefern ihre Lebensmittel mit viel Gegenwind. Noch scheint ihnen das nicht zu schaden. Der cleveren und lokal ausgespielten Werbung sei Dank.

Welche Strategie hinter den regionalen Kampagnen von Gorillas, Lieferando und Co. steckt, haben wir hier für Sie analysiert.    

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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20.11.2021 Sixt umwirbt Philipp Amthor

GFDK - Marketing News - W&V Conrad Breyer

Conrad Breyer, Redakteur bei W&V, scheint kein großer Freund von der Cannabis- Liberalisierung zu sein.

Lieber Herr Böhmer,

der Wirtschaft graut aus guten Gründen vor einem neuen Lockdown. Dabei sehnen sich viele Menschen nach einer Auszeit. Die meisten haben sich in den vergangenen zwei Pandemiejahren völlig aufgerieben.

Sie versuchen jetzt zu leben wie früher, haben aber gar nicht mehr die Energie dafür. Es kann einen deshalb überhaupt nicht wundern, dass Meldungen wie die über die geplante Cannabis-Liberalisierung der sich formierenden Ampel-Koalition auf Twitter trendet.

Ein vernebelter Geist nimmt den Druck - wenigstens für ein paar Stunden. Aber genau das macht diese Drogen ja so gefährlich. Eine liberale Gesellschaftspolitik stelle ich mir anders vor:

Man könnte stattdessen überlegen, wie sich der Alltag der Menschen so gestalten lässt, dass sie neben der Arbeit noch Zeit für ihre Liebsten und politische Teilhabe gewinnen.

Dann bräuchten sie auch keine Auszeit von ihrem eigenen Leben nehmen.   

Was für Drogen Philipp Amthor genommen hat, möchte man bei der Gelegenheit gerne wissen. Dass der Politiker mit 120 über eine Straße rast, auf der maximal 70 erlaubt sind, ist das eine.

Dann aber nicht die Konsequenzen dafür tragen? Sixt reagiert schnell und wirbt für eine Auszeit ohne Führersein. Das sitzt. Wird Zeit, dass das Apple-Auto kommt : Macht Fahrer wie Amthor (fast) überflüssig.  

Eine private Auszeit gönnt sich Thomas Funk, Chef der Agenturgruppe Havas. Er nimmt 2022 ein Sabbatical. Hat Funk sich zu sehr aufgerieben? Nicht unbedingt; er sagt:

„Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es schwer ist, sich Gedanken über die eigene Zukunft zu machen, wenn man mitten im Arbeitsalltag steckt.“

Das wirkt selbstbestimmt. Wie diese Zukunft aussehen könnte, ist völlig offen. Er hat für sich aber schon festgestellt: Zurück in die Werbung will er auf keinen Fall.   

Haben Sie ein schönes Wochenende

Ihr Conrad Breyer

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19.11.2021 TikTok ist am zittern

GFDK - Marketing News - W&V Manuela Pauker

Manuela Pauker, Redakteurin bei W&V, berichtet über einen Tik-Tok Trend.


Lieber Herr Böhmer,
stell Dir vor, Du bist Chrissy Teigen und bekommst auf Instagram einen ordentlichen Shitstorm, weil Du eine etwas dekadente „Squid Game“-Party gegeben hast. Aber hey – zitter nicht! Was zitterst Du? Ich hab ja nur gesagt – „stell Dir vor…“


Das #ZitterNicht-Spielchen ist der jüngste Trend auf TikTok. Es geht ganz einfach: Man erzählt etwas, das den Angesprochenen beunruhigen könnte, mit der Einleitung „Stell Dir vor…“ und löst den Scherz dann sofort auf – man sollte sich das ja nur vorstellen. 
 
Rund 170 Millionen Aufrufe hat der Hashtag auf der Kurzvideoplattform mittlerweile erzielt. Und natürlich sind auch Agenturen und Marketer schon auf den Zitter-Zug aufgesprungen – mit mehr oder weniger gelungen Interpretationen.
 
Für das Ex-Model Chrissy Teigen gab es leider keine nette Auflösung: Sie steht mit ihrer Party, die das Thema der umstrittenen Netflix-Serie „Squid Game“ aufgriff, tatsächlich im Kreuzfeuer des Publikums. Was ihr aber vermutlich egal sein dürfte.
 
Nicht egal sollte den Herstellern einiger Produkte die Nominierung für den „Goldenen Windbeutel 2021“ sein. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat nämlich wieder die Kandidaten mit den dreistesten Werbelügen des Jahres nominiert.

In diesem Jahr auffällig: Besonders den Aspekt Nachhaltigkeit interpretieren einige Unternehmen recht, wie soll man sagen, flexibel. Da haben die fünf Finalisten wirklich allen Grund zu zittern.
 
Schönen Abend
Ihre Manuela Pauker

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18.11.2021 Fauxpas in der Mediaplanung

GFDK - Marketing News - W&V Max Flaig

Maximilian Flaig, Redakteur bei W&V, hat es heute mal voll und ganz mit Fußball, und dem BVB.

Lieber Herr Böhmer,

wie seine digitale Parallelwelt, das Metaverse, einmal genau aussehen wird, weiß selbst Mark Zuckerberg noch nicht so recht. Vielleicht lässt sich der Chef von Faceb… - sorry, Meta deshalb von Ante und Josip Kristo inspirieren.

Die Brüder aus München haben eine "native Metaverse-Umgebung entwickelt", eine Art Fußballmanagerspiel.

Das Besondere: Wer dort mitspielt, erhält einen 3D-Avatar und kann diesen mit NFT-Items aufwerten. Auch der Handel mit NFTs wie virtuellen Fußballschuhen ist

Wir bleiben beim Fußball und blicken nach Dortmund. Genauer gesagt zum dortigen Hauptbahnhof, wo ein XXL-Plakat für die neue FC Bayern-Doku auf Amazon Prime wirbt.

(Erklärung für alle Fußballmuffel: Bayern München und Borussia Dortmund sind Erzrivalen, die Fanlager verfeindet.) BVB-Anhänger reagieren entsprechen pikiert und formulieren umweltfreundliche Lösungsvorschläge: "Abhängen und Putzlappen draus nähen." 
 
Handelt es sich bei dem Plakat nun um einen Fauxpas in der Mediaplanung, oder eine gezielte Provokation, die zusätzliche Aufmerksamkeit schafft? Ansichtssache.

Fest steht nur, dass künftig die Agenturen Omnicom Media und PHD nicht mehr entscheiden dürfen, wo ein anderer Internet-Konzern seine Plakate platziert.

Der Offline-Media-Etat von Google wandert nämlich in die Hände der WPP-Tochter Essence, die bereits seit rund zehn Jahren den milliardenschweren digitalen Media-Etat betreut. 
 
Sportliche Grüße und einen schönen Abend wünscht
Max Flaig 

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17.11.2021 Und McDonald’s setzt auf Fantasie

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, ist von den Weihnachtsspots recht angetan.

Lieber Herr Böhmer,

ich war überrascht, dass Heineken tatsächlich einen aktuellen Corona-Werbespot bringt. Ist es schon wieder soweit? Haben wir die emotionalen Pandemie-Spots nicht sowas von leid? Den nicht.

Die Geschichte eines Lockdown-Pärchens wird lustig erzählt und mit toller Musik untermalt. Doch das Beste kommt zum Schluss. Am Ende des Clips wartet die wirkliche Überraschung.

Die zahlt perfekt auf die Marke Heineken ein.   

Im Weihnachtsspot von McDonald’s geht es nur indirekt um Corona. Stattdessen stehen Magie und Vorstellungskraft im Mittelpunkt. Mit einer magischen Pommes knipst ein Mädchen die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt an.

Die Innenstadt wird zum Lichtermeer mit Karussell, Buden und Riesenrad. McDonalds‘ trifft damit den Nerv einer sentimentalen Zeit. Viele von uns werden den Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr nur in ihrer Vorstellung besuchen.

Her mit den Pommes

An Halloween sah die Welt noch anders aus. Partys und Klingelstreiche waren problemlos möglich – Inspiration für Kostüme, Make-up und Partyfood fanden wir mehr und mehr auf Tiktok. Das zeigt das aktuelle Tiktok-Ranking für Oktober von unserem Partner Intermate.

Die Kollegen sind sich einig: Das Netzwerk ist längst fest im Medienmix der Deutschen angekommen. Diesen Monat gab es besonders wenig Neueinsteiger und Aufsteiger.

Ist das etwa ein Indiz dafür, dass es immer schwerer wird, in die Topliga der Creator aufzusteigen?  

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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13.11.2021 gegen Vulva-Scham

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, spricht hier ein Thema an, das für Aufmerksamkeit sorgt.

Lieber Herr Böhmer,

beim Anblick dieses Fotos zieht es einem die entsprechenden Körperteile zusammen. #TheOtherVulva ist die Siegerin des PR-Bild-Award des Jahres. Sie macht einem das Thema Genitalverstümmelung geradezu spürbar.

Statt nackter Haut zeigt sie eine Grapefruit. Die aber ist nicht weniger eindrücklich. Eine verdiente Gewinnerin.   

Zum Glück herrscht in unserer Gesellschaft längst Konsens darüber, dass eine verstümmelte Vulva etwas Schreckliches ist. Eine schönheitsoperierte Vulva dagegen kommt immer mehr in Mode.

Wer alle anderen Körperteile ausoptimiert hat, lässt sich vom Schönheitsideal der Pornoindustrie inspirieren und legt seinen Intimbereich freiwillig unters Messer.

Die Anzahl der Eingriffe in Deutschland steigt massiv. Das Socken-Label MSTRY Berlin will in Kooperation mit dem Publisher Gofeminin nun ein Statement gegen unrealistische Vulva-Schönheitsideale setzen und launcht die limitierten Socken "La Dolce Vulva".

Nebenbei klären sie auf, was Vulva-Scham bedeutet, warum Schambereich der falsche Begriff ist und dass wir die weibliche Sexualität endlich enttabuisieren müssen.  

Endlich ist auch die Deutsche Bahn eingefahren. Auf Tiktok. Zwar mit dreijähriger Verspätung, wie der DB-Kanal selbstironisch verkündete, dafür aber mit einer Menge Humor, Vielfalt und Unterhaltungspotenzial.

Das kommt bei der Gen Z an und reicht zur Tiktok-Brand des Monats Oktober. Ein besonderes Highlight: die Tiktoks, in denen Konzernsprecher Achim Stauß ausgewählte Kommentare der Community vorliest und die Vorwürfe mit stoischer Gelassenheit zerpflückt.

Wenn die Bahn das nächste Mal zu spät kommt, wissen Sie, womit Sie sich die Zeit vertreiben können.   

Ein schönes Wochenende wünscht  

Verena Gründel

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12.11.2021 Generation Corona bekommt was zurück

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, macht sich heute einige Gedanken zur Weihnachtszeit.

Lieber Herr Böhmer,

sollten Weihnachtsfeiern stattfinden? Viele Unternehmen und Agenturen werden sich das jetzt fragen. Eine schwierige Entscheidung. Die Inzidenzwerte steigen rasant.

Die Vernunft gebietet eigentlich ein klares Nein des Managements, damit nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen Entscheidungskonflikt geraten. Andererseits:

Wie wichtig wäre gerade jetzt die Gelegenheit, gemeinsam ein Gefühl der Verbundenheit feiern zu können? Viele Teams sind nach wie vor zerrissen. Der Gedanke an erneute Kontaktbeschränkungen in der Adventszeit, um andere zu schützen, ist deprimierend.

Wie tief der Schmerz aus den vergangenen Monaten der Pandemie ist, wird beim Anschauen der Penny-Weihnachtskampagne spürb etwas zurückgebenar.

„Ich wünsch mir, dass du deine Jugend zurückbekommst“ – so lautet der Weihnachtswunsch einer Teenager-Mutter.  

„Eure Zeit kommt“ heißt der Titel der Kampagne. Deshalb verlost Penny zum Fest 5000 Erlebnisse wie Azubi-Stellen inklusive kostenlosem WG-Platz, Partys, VIP-Tickets für Konzerte, Backpacking-Urlaube oder Gutscheine für eine Reise im Camping-Van.  

Klassischer, aber nicht weniger bewegend ist der Weihnachtsspot von Netto. Er erzählt die Geschichte eines kleinen Kindes inmitten anderer Superheldenkinder, das wegen seines weißen Bartes gehänselt wird.

Die Geschichte mündet in die traditionelle Spendenkampagne von Netto für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Passt ja, dass der Spot am heutigen Martinstag startet.

Er erinnert uns daran, dass wir beschenkt werden, indem wir geben.  

Einen schönen Abend noch wünscht  

Rolf Schröter

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11.11.2021 Regelwerk mit Informationsstandards

GFDK - Marketing News W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, will wohl Wissen, was der Arbeitgeber alles über Sie erfahren darf. Wir sind der Meinung, nichts privates.

Lieber Herr Böhmer,

wie viel darf, sollte, muss der Arbeitgeber über seine Mitarbeitenden wissen? Welche Gründe für die Datenabfrage sind gerechtfertigt? Diese Fragen werden gerade in diversen Dimensionen neu verhandelt:  

Adidas will in Zukunft Ethnizität, Nationalität, Geschlecht oder sexuelle Orientierung anfragen – freiwillig. Um den Verdacht zu widerlegen, es herrsche zu wenig Diversität.  

Axel Springer will eine Infopflicht zu innerbetrieblichen Liebesbeziehungen einzuführen. Um eine Causa Reichelt in Zukunft zu vermeiden.   Und nicht zuletzt steht in ganz Deutschland die Frage im Raum, ob Unternehmen den Impfstatus ihrer Belegschaft abfragen dürfen.

Zum Schutze (wenn auch nicht zum Datenschutze) aller. Über allem schwebt die Frage: Wie viel Verantwortung muss der Arbeitgeber für seine Angestellten übernehmen?  

Wenn wir uns Unternehmen wünschen, die ihre Teams schützen, sei es vor Corona, sexuellen Übergriffen oder Diskriminierung, dann müssen wir ihnen mehr Macht und Informationen geben.

Wenn aber der Datenschutz das höchste Gut ist, dann verschiebt sich die Verantwortung zum oder zur Einzelnen, mit der Konsequenz, dass Schwächere benachteiligt werden könnten.  

Diese Diskussion spaltet die Welt.

Genauso wie durch die bürgerliche Mitte ein Riss geht. Das beobachtet Silke Borgstedt, Chefin des Sinus Instituts. Erstmals in der Geschichte der Sinus-Milieus teilt sich die bürgerliche Mitte in das moderne, bürgerliche und in das nostalgisch-bürgerliche Milieu. Corona ist übrigens nicht der Grund dafür.  

Während Unternehmen an die sensiblen Daten ihrer Mitarbeitenden heranwollen, will ausgerechnet Facebook sie nicht mehr fürs Targeting nutzen.

Auf Facebook und Instagram kann man in Zukunft nicht mehr nach den Parametern ethnische Zugehörigkeit, politische und sexuelle Orientierung targeten.

Anhaltende Kritik von Bürgerrechtler:innen und aus der Politik hätten den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben, heißt es bei Facebook.  

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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10.11.2021 Top Gun in Bayern

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, lacht wohl auch über Markus Söder.

Lieber Herr Böhmer,

Volker Weinlein wird Barmixer – quasi. Nach sieben Jahren bei Katjes schert Weinlein als CMO aus und hakt sich bei der Barkeeperin Chloé Merz und dem Unternehmer Jörg Meyer unter.

Gemeinsam haben sie das Start-up KiuKiu gegründet. Eine Drink-Marke für experimentierfreudige Cocktail-Liebhaber.   

Weinlein hatte schon als CMO bei Katjes International ein Faible für Start-ups gehabt, die er im Unternehmensbereich Katjes Greenfood versammelte. Jetzt gründet er selbst eins.

Weinleins Aufgaben bei Katjes übernimmt der gestaltungsfreudige Chef des Unternehmens, Tobias Bachmüller. Er ist seit 2004 geschäftsführender Gesellschafter der Katjes Fassin GmbH – gemeinsam mit Bastian Fassin.   

Derweil macht sich ein anderer starker Mann zum Gespött auf Twitter.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder besuchte das Airbus-Zentrum in Manching, schmiss sich in eine olivgrüne customized Fliegerlederjacke, setzte sich in einen Eurofighter und imitierte die 35 Jahre alte Daumen-Hoch-Geste von Tom Cruise aus dem Kinofilm “Top Gun”.   

Männer und ihre Leidenschaften…  

Einen schönen Abend noch wünscht  

Rolf Schröter

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