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Marketing News

07.03.2018 Das saublöde Getue der Marken

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Zuletzt hatte Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V gute Nachrichten. SAP will neue Wege im Personalmarketing gehen, schrieb er mir. Das könnte auch ein Vorbild für andere Unternehmen sein. 22.000 Mitarbeiter dürfen Zuhause arbeiten.

Am Ziel vorbei und dämlich

Nun meldet sich Jochen Kalka der Chefredakteur von W&V zu Wort und wird sehr deutlich über Marken, Werbern und Maketern. Stellen sie sich einmal vor, dass ein Putzmittelhersteller damit wirbt, die Frauenrechte zu vertreten.

Oder ein Staubsaugerhersteller macht sich für die Gleichberechtigung stark, und wirft sich in den Staub. Und um das zu krönen werben die damit am Weltfrauentag. Ha Ha, am Ziel vorbei geschossen, würde ich sagen, und dämlich wäre es auch.

Lieber Herr Böhmer,

so kann es nicht weitergehen, ich muss es rauslassen, auch wenn ich damit von aller Welt missverstanden werde: Das saublöde Getue der Marken rund um den Weltfrauentag am 8. März ist halte ich nicht mehr aus.

Rossmann und die Rossfrauen

Angefangen von der wirklich dämlichen Rossmann-Aktion, kurzzeitig zu Rossfrau zu mutieren, bis hin zum Trockenshampoo "Batiste", das datengetrieben gesellschaftspolitisch sein will. Mit Hilfe eines Algorithmus identifiziert die Agentur Cheil Posts auf Twitter, die unterschiedliche Formen der Diskriminierung von Frauen aufnehmen. Wääääh!

Mal ehrlich, ist den Werber und Marketern, ganz gleich ob Frau oder Mann, eigentlich noch zu helfen? Ist ihnen bewusst, was sie damit NICHT tun? Ist ihnen klar, dass sie an den eigentlichen Problemen vorbeikreieren?

Dass sie mit Rossfrau und pseudo-gesellschaftlichen Algorithmen dazu beitragen, Frauen zu diskriminieren, weil sie den Kampf der Gleichberechtigung ins Lächerliche ziehen?

Als wären Frauen lebensuntüchtige Kreaturen, wird in der Werbung so etwas wie „Schluss mit Selbstzweifeln“ (Batiste) gefordert oder, wie der erste Douglas-Spot von Tina Müller : „Wir glauben, dass Frauen am schönsten sind, wenn sie das Selbstvertrauen haben, zu sein und zu tun, was sie wollen.“ Bin ich denn der Einzige, dem es dabei gruselt?

Keine Kohle bekommen, aber dafür schön, dank Douglas

Dabei liegen die wahren Probleme, mit denen Frauen tagtäglich zu kämpfen haben, so nahe. Etwa in der Lohntüte. WPP hat in einer internen Studie das Pay Gap zwischen Mann und Frau untersucht . Bei JWT in UK liegt der Unterschied bei 44,7 Prozent – bei gleicher Arbeit. Aber Hauptsache, die Frauen bei JWT sind schön, dank Douglas?

Hochachtung vor den Pinkstinks, die gemeinsam mit dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA einen Positivpreis für Werbung vergeben. Sexistische und diskriminierende Werbung anzukreiden sei das eine, zu ermutigen, den richtigen Weg zu gehen, der andere. Na also, geht doch.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.

Jochen Kalka

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07.03.2018 neue Wege im Personalmarketing

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Rolf Schröter, der Ressortleiter Marketing bei W&V, schrieb mir zuletzt, dass BMW jetzt nicht nur Autos verkauft, nee die machen jetzt auf Journalismus, besser gesagt sie wollen Geschichten produzieren, Content und Medienanbieter werden. Das habe ich mal stark in Frage gestellt, die sollten es dabei belassen, Autos zu bauen. BMW.com ist frisch, schön, schnell, einfach und belanglos, war die Meinung von Rolf Schröter

Nun schreibt mir Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V, dass SAP neue Wege im Personalmarketing gehen will. Das könnte auch ein Vorbild für andere Unternehmen sein. 22.000 Mitarbeiter dürfen Zuhause arbeiten.

Lieber Herr Böhmer,

nicht nur Personalchefs kennen das Wort "Scheinselbstständigkeit". Der Begriff ist mit Recht negativ besetzt, denn er bezeichnet einen Job-Status, der eigentlich nur Nachteile mit sich bringt: Die Unsicherheit der Freelaancer-Existenz und die Unfreiheit der Festanstellung. Das Modell ist aus gutem Grund illegal.

Vielleicht sollten Unternehmen öfters über das genaue Gegenteil von "Scheinselbstständigkeit" nachdenken. Über Mitarbeiter, denen ihr Job nur Vorteile statt Nachteile bringt. "Scheinangestellte" klingt verrückt, trifft es aber eigentlich ganz gut.

Menschen also, die zwar vertraglich in ihre Organisation eingebunden sind, aber so frei und so unbürokratisch wie möglich für sie arbeiten können. In gegenseitigem Interesse, denn zufriedene Mitarbeiter sind meistens auch loyale, gute und produktive Mitarbeiter.

Das wird nicht auf Kommando und nie ohne Reibereien funktionieren. Aber bei Microsoft scheint es ganz gut zu laufen. Und bei SAP traut man sich jetzt auch: 22.000 Mitarbeiter in Deutschland müssen dort keine Präsenzzeiten mehr absitzen, sondern können eigenverantwortlich über ihren Arbeitsort bestimmen.

Die These ist nicht sehr originell, aber im Personalmarketing wird trotzdem der mit dem intelligenteren Angebot gewinnen. Vorausgesetzt, er verkauft nicht nur heiße New-Work-Luft, sondern ein real funktionierendes Job-Modell, von dem beide Seiten profitieren.

Ihnen ein schönes Wochenende.

Frank Zimmer

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04.03.2018 Mein Schwein pfeift aus allen löchern

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Jochen Kalka, der Chefredakteur von W&V, schrieb wie man mit Humor Mitarbeiter sucht, und das Frauen nur eine Chance haben mehr Geld zu verdienen, in dem sie Karriere machen müssen. Eine PR-Agentur aus München suchte einen PR-Fuzzi oder eine PR-Trulla, mit chilligen Lebenslauf und Erfahrung mit üblen Kantinen.

BMW als Medienanbieter, kann das gut gehen?

Rolf Schröter, der Ressortleiter Marketing bei W&V, schreibt mir, dass BMW jetzt nicht nur Autos verkauft, nee die machen jetzt auf Journalismus, besser gesagt sie wollen Geschichten produzieren, Content und Medienanbieter werden.

Ob die BMW-Publisher etwas taugen, wage ich mal zu bezweifeln. Der Content soll nach dem Motto produziert werden, was gerade so in den Netzwerken gehypt wird, auf diesen Zug springen die BMW Publisher auf, produzieren in Windeseile einen Artikel, um Klicks zu generieren. So sollen "relevante Inhalte" geschaffen werden. Ich sage mal besser nichts dazu, außer das mein Schwein pfeift.

Lieber Herr Böhmer,

BMW wird menschlicher. Ein Klick auf BMW.com – und man steht nicht mehr am Empfangstresen im Vorraum der Konzernzentrale. Sondern vor einer reizvoll-bunten Kiosk-Auslage. Ein riesiger Unterschied.

Die neue, von Jung von Matt geschmiedete Markenhomepage ist so herrlich frisch wie ein Pfefferminzbonbon. Die weiß-blaue Marke macht ein eindeutiges Angebot: Redaktionell kuratierte Stories statt biederer Informationsmitteilung.

Aber eigentlich sind es gar nicht so sehr die häppchenartigen Inhalte, die den Leser mitnehmen. Sondern die Technik, die so viel besser ist als vieles, was ins Netz geschoben wird. BMWs neue Seite ist mobile first konzipiert. Mit den Google-Techniken AMP und PWA.

AMP (Accelerated Mobile Pages) heißt: Die Ladezeiten liegen unter zwei Sekunden. Zack! Die Inhalte sind da. Das ist unglaublich angenehm, wenn man unterwegs dynamisch scannt. PWA ist die Abkürzung für Progressive Web Apps.

Das bedeutet eine Nutzerführung wie bei Snapchat Discover oder in Social Media Timelines. Mit bildschirmfüllenden Videos und klarer Anmutung.

Diese Darreichungsform dürfte so manchen Publisher neidisch machen. Allerdings nützt so eine Bühne nur dann, wenn man auch was Starkes auf die Bühne zu stellen hat. Was die Bilder betrifft, muss man nicht diskutieren: Erste Sahne. Und die Themen?

Na ja. BMW ist BMW. Was sonst. Die Bayern sagen zwar, BMW.com sei „mehr als eine weitere Markenplattform mit austauschbaren Corporate Publishing Inhalten“, sondern schaffe für Leser „echten Mehrwert“ und biete „relevante Inhalte“. Aber wie geht das konkret?

Für die Inhalte ist das neu geschaffene „Content Studio“ verantwortlich. Dahinter steht die Spezialagentur Territory. Die Menschen, die dort arbeiten, werden von einem Aufmerksamkeitsprüfstand getrieben.

Relevante“ Inhalte, beziehungsweise solche mit „starker Social Media Dynamik“ werden in einer Echtzeit-Datenanalyse identifiziert. „Passende“ Inhalte können in kürzester Zeit produziert und veröffentlicht werden.

Fazit: BMW.com ist frisch, schön, schnell, einfach – und manchmal belanglos.

Egal. Am Kiosk kauft man ja auch nicht nur schwer Verdauliches in Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch einfach Süßkram, der schnell ins Blut geht. Hauptsache, die Kunden sind glücklich.

Ihnen einen schönen Abend.

Rolf Schröter

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02.03.2018 auch Grantler und Taugenichtse sind gefragt

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Gestern schrieb mir Holger Schellkopf der Chefredakteur von W&V über eine App, die es in Null Komma nix von null auf hundert geschaft hat. Die App Vero wird als Anti-Facebook oder Instagram-Killer gehypt. Nun schreibt mir Jochen Kalka der Chefredakteur von W&V, wie man mit Humor Mitarbeiter sucht, und das Frauen nur eine Chance haben mehr Geld zu verdienen, in dem sie Karriere machen müssen.

Lieber Herr Böhmer,

sie haben Erfahrung mit üblen Kantinen, lieben Kollegen aus der Hölle und wollen unsympathische Chefs? Dann bewerben Sie sich bei der PR-Agentur Cocodibu aus München, die einen PR-Fuzzi oder eine PR-Trulla sucht.

Grantler und Taugenichtse werden auch gesucht

Keine Sorge, das sind alles Zitate aus deren Offerte. Ja, dazu gehört schon Mut, doch Aufmerksamkeit ist gewiss, wenn man unkonventionelle Stellenausschreibungen macht. Auch die kleine Firma Kalz aus Eggenfelden wagte es heute, „Grantler und Taugenichtse“ über eine Anzeige in der Passauer Neuen Presse zu suchen.

Weniger zum Lachen ist, wie auch heute noch, im Jahr 2018, Frauen im Marketing ausgebeutet werden. Mehr als zwei Monate lang arbeiten Frauen jedes Jahr durchschnittlich im Marketing, ohne einen Cent dafür zu erhalten.

Gute zwei Monate, legt man das Jahresgehalt der Männer mit 63.000 Euro dem der Frauen mit 51.000 Euro gegenüber . Würden Frauen aus Protest am Weltfrauentag (8. März) diese unbezahlte Arbeit ruhen lassen, könnten sie sich ungefähr bis zum 14. Mai frei nehmen.

Verwunderlich ist, dass wir das einfach so hinnehmen. Nicht nur Frauen, auch Männer. Eigentlich bräuchten wir hier so eine Art Martin Luther King. Einen Menschen, der sich für Gerechtigkeit einsetzt. Komisch:

Würden sich die 20 Prozent Gehaltsunterschied auf Rassen statt auf Frauen beziehen, wäre – zurecht! – der Aufschrei groß. Da es aber „nur“ um die Frau geht, lesen wir diese Statistiken immer, schütteln den Kopf und arbeiten weiter im Marketing.

Frauen bleibt nur eine Chance: Karriere zu machen. Sobald Marketer Personalverantwortung erhalten, springt das Gehalt im Durchschnitt um 31 Prozent. Aber wie stark profitieren Frauen davon?

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Jochen Kalka

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28.02.2018 Warum zur Hölle funktioniert das Ding nicht

GFDk - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Zuletzt hat mir Holger Schellkopf der Chefredakteur von W&V geschrieben, das am Achermittwoch nicht immer alles vorbei ist, zumindest nicht für Gabor Steingart.

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online schrieb mir vor ein paar Tagen, "Der Launch des neuen Samsung Galaxy S 9 ist immer noch interessant - aber nichts, wofür man in fieberhafter Erregung auf Live-Ticker starren würde", es gibt keine fieberhafte Erregung, und auch keine Schlagzeilen mehr.

Heute schreibt mir Holger Schellkopf über eine App die es in null komma nix von null auf hundert geschaft hat.

Lieber Herr Böhmer,

am Namen wird es jedenfalls nicht scheitern, so viel ist sicher. Vero klingt einfach gut und ist gleichzeitig noch so bedeutungsschwer, kommt ja schließlich vom lateinischen verum, also das Wahre.

Aktuell kommt allerdings ziemlich vielen Menschen eher warum als verum in den Sinn, wenn es um die App geht, die plötzlich als das Anti-Facebook oder der Instagram-Killer gehypt wird.

Ja, warum?

Die Frage ist gleich in mehrfacher Hinsicht berechtigt. Warum wird eine App, die schon seit mehr als zwei Jahren auf dem Markt ist, plötzlich zum neuen superheißen Social-Media-Ding? Warum sollte Vero nicht das Schicksal teilen, das schon unzählige andere vermeintliche Überflieger ereilt hat - der grandiose Absturz nämlich?

Das superheiße Social-Media-Ding

Genauso gilt aber: warum sollte nicht tatsächlich noch Platz für eine App neben den Etablierten sein. Zumindest das Marketing klingt ziemlich gut: keine Werbung, keine Algorithmen, kein Datensammeln - interessanter Ansatz zumindest. Allerdings: die Tatsache, dass man sich nur via Mobilnummer anmelden kann, verursacht bei Datenbesorgten tiefes Stirnrunzeln inklusive direkt angeschlossener Löschaktion.

Wer sich davon aber nicht erschrecken lässt - so ein Check kann ja auch sicherheitstechnisch durchaus Sinn haben -, der stößt schnell auf die nächste Warum-Frage: Warum zur Hölle funktioniert das Ding nicht?

Es braucht schon ungeheuren Gleichmut, wenn man den von fehlenden Server-Verbindungen und anderen lustigen Wartezeiten gepflasterten Weg über die Anmeldung bis zum ersten Post gehen will. Fast schon eine Art Digital Detox durch die Hintertür. Scheint, als wären die Macher der App nicht darauf gefasst gewesen, dass sich - angestachelt von ein paar Influencern - plötzlich Menschen für Vero interessieren.

Das Gedrängel wird verstärkt durch die Message, dass die App nur für die erste Million Nutzer kostenfrei ist und bleibt. Was danach passieren soll, weiß aber keiner.  Wie auch immer: Ist es mal gelungen, macht Vero durchaus eine gute Figur und zeigt eine Reihe von viel versprechenden Ansätzen. So gesehen: Warum nicht?

Weil wir gerade bei Anwendungen mit großen Ansprüchen sind: Während Vero erst noch beweisen muss, ob es wirklich das Wahre ist, hat die Abstimmung via Download und Nutzerzahlen bei den Messengern längst gezeigt, welches Potenzial darin steckt. Unsere Empfehlung ist hier natürlich das Messenger-Angebot von W&V . Da werden Sie dann auch erfahren, was aus Vero geworden ist - und warum.

Einen mitteilsamen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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27.02.2018 Keine fieberhafte Erregung

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online schreibt mir zum Wochenanfang. Zuletzt schrieb Frank Zimmer, der Redaktionsleiter Online von W&V, über die Möglichkeit das China schon heute eine digitale Weltmacht ist. Soll uns das erschrecken oder ist das sogar ein Vorbild.  Die Agenturgründerin und China-Expertin Heidrun Haug von Storymaker erklärte uns warum China eine digitale Grossmacht ist.

Lieber Herr Böhmer,

erinnern Sie sich noch an die ersten Jahre der Smartphone-Ära? Unsere Kinder und Enkel werden irgendwann darüber lachen. Wie sich erwachsene Menschen teeniegleich in endlose Einkaufsschlangen stellten, um möglichst schnell an das brandneue iPhone XY zu kommen.

Keine fieberhafte Erregung, keine Schlagzeilen

Wie leidenschaftlich Apple-Fanboys und Android-Nerds über mobile Betriebssysteme disputierten als ginge es um das Ewige Leben. Und wie jedes neue "Premium-Smartphone" tagelang die Schlagzeilen und sozialen Netzwerke beherrschte.

Heute ist der ganz große Hype vorbei. Der Launch des neuen Samsung Galaxy S 9 ist immer noch interessant - aber nichts, wofür man in fieberhafter Erregung auf Live-Ticker starren würde. (Dann schon lieber den ganzen Mobile World Kongress im Überblick). Konsquenterweise wirbt Samsung auch mit handfesten Produktvorteilen, nicht mit großen Gefühlen.

Religiöse Smartphone-Eiferer sind out, erwachsene Konsumenten in. Mobile ist kein Hochamt mehr, sondern praktischer Alltag. Ich finde, das ist eine gute Nachricht.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend  - mit oder ohne Gadgets.

Frank Zimmer

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26.02.2018 Tierhaarentfernungsstaubsauger

GFDK - Marketing News W&V, Jochen Kalka

Zuletzt schrieb mir Frank Zimmer, der Redaktionsleiter Online von W&V, über die Möglichkeit das China schon heute eine digitale Weltmacht ist. Soll uns das erschrecken oder ist das sogar ein Vorbild, haben wir dazu gemeint.  

Nun schreibt mir der Chefredakteur von W&V, Jochen Kalka ein paar Worte aus der Werbe-Welt der Woche.

Lieber Herr Böhmer,

eine Nachricht haben wir Ihnen heute vorenthalten, obgleich es meine absolute Lieblingspressemitteilung war: „Fellwechsel bei Hund und Katze“. Endlich, so mein Gedanke, ist es möglich, aus einem langweiligen Halbdackel einen portugiesischen Wasserpudel zu zaubern. Oder eine schneeweiße Alpina-Katze in einen Esso-Tiger zu verwandeln. Denn das neuartige Gerät entferne „Haarflut und weichen Flaum besonders gründlich“.

Um ehrlich zu sein, und welcher Journalist ist das schon freiwillig an einem Freitag, es war eine schnöde Pressemitteilung für einen Tierhaarentfernungsstaubsauger. Definitiv besseres Storytelling hat sich Jeansbastler Levi´s ausgeheckt: Für 1200 Dollar legt die Marke eine Lederjacke im Stil der 30er Jahre neu auf, wie sie Albert Einstein getragen haben soll.

Was für eine einfache und daher großartige Idee. Der Physiker habe die Jacke ständig getragen. Vielleicht hat Einstein einfach diese umständlichen Knöpfe nicht mehr aufbekommen?

Gehen wir zur nächsten Marke, die Storytelling bis zur Perfektion getrieben hat, Contentfabrikant Red Bull, der den völlig sinnlosen Space-Jump vor gut fünf Jahren inszenierte, über den die Welt einst sprach. Seither, so scheint es, setzt sich Sinnloses überall durch, bis zur US-Präsidentschaft. Was also mag sich Red Bull nun überlegt haben, um in neue Biosphären zu gelangen?

Die Erwartungshaltung unserer sinnsuchenden Leserschaft war entsprechend hoch. Doch die Enttäuschung, was sich Red Bull für die neuen Bio-Experimente überlegt hat, noch größer. Nee, tut mir leid, Österreich war schon mal weiter. In vielerlei Hinsicht.

Genießen Sie das Wochenende in Österreichs herrlichen Bergen oder ziehen Sie sich noch was rein, zum Beispiel immer wieder die Possemitteilung von Bild-Chef Reichelt. Irgendwie macht die echt gute Laune.

In diesem Sinne:

Jochen Kalka

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25.02.2018 China die Digitale Weltmacht

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer machte mich vor ein paar Tagen auf etwas erschreckendes aufmerksam. Auch in der Marketing-Welt werden alte Leute nicht mehr gebraucht, weil sie, so die Aussage des C3 Chefs Adel Gelbert, hoffnungslose Fälle seien die, die sich sebst bei gutem Willen in der digitalen Welt nicht mehr zurecht finden.

Heute schreibt mir Frank Zimmer, der Redaktionsleiter Online von W&V, über die Möglichkeit das China schon heute eine digitale Weltmacht ist. Soll uns das erschrecken oder ist das sogar ein Vorbild. 


Lieber Herr Böhmer,

noch vor wenigen Jahren gehörten Huawei-Smartphones nicht zu Gadgets, die man lässig auf dem Konferenztisch abgelegt hat. Zum Posen waren die Geräte aus China denkbar ungeeignet. Zu billig, zu hässlich, zu uncool, so die Vorturteile. Lieber daddelte man mit einem doppelt so teuren iPhone herum. Das kam zwar auch aus China, hatte aber das richtige Logo und die stylischere Werbung.

Digitale Weltmacht China

Heute rangiert die Marke Huawei im "Best Brands"-Ranking noch vor Dyson und Nike. Mein Kollege Leif Pellikan hat für Sie zusammengefasst, wie das Unternehmen es so schnell so weit geschafft hat.

Huawei ist keine Ausnahme. China ist mittendrin in der Entwicklung vom Billig-Produzenten zum Innovationsführer. Nicht jedem gefällt das.

Die aus unserer Sicht oft bizarre Mischung aus Bevormundungskommunismus und Turbo-Kapitalismus irritiert viele - auch mich. Aber wir alle werden mehr und mehr damit rechnen müssen. Einen Einblick in das Digitalisierungsmodell China gibt unsere Gastautorin Heidrun Haug. Der Text ist lang, aber er lohnt sich.

Ihnen einen angenehmen Abend.

Frank Zimmer

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22.02.2018 Digitale Werbe-Welt und raus bist Du

GFDK - Markeeting News - W&V Frank Zimmer

Zuletzt schrieb mir Jochen Kalka der Chefredakteur von W&V zum Wochenende einige abstruse Geschichten aus der Marketing-Welt die es in sich haben. Das beste war, das die Haute Couture des Topmodel-Kinderchors von Heidi Klum zum dritten mal in Onkel Lidls Hütte verkloppt wird.

Hoffnungslose Fälle? Und raus bist Du

Heute schreibt mir Frank Zimmer der Redaktionsleiter Online von W&V. Zimmer macht mich auf etwas erschreckendes aufmerksam. Auch in der Marketing-Welt werden alte Leute nicht mehr gebraucht, weil sie, so die Aussage des C3 Chefs Adel Gelbert, hoffnungslose Fälle seien die sich selbst bei gutem Willen in der digitalen Welt nicht mehr zurecht finden.

Die digital getriebene Werbe-Welt ist gnadenlos

Also ausmustern, und genau das hat er vor. 50 gestandene Mitarbeiter sollen nun gehen. Wo die in der digital getriebenen Werbe-Welt noch Arbeit finden sollen, egal. Erst kürzlich hat mir Frank Zimmer geschrienen das man in der Agentur-Brance ohne Abitur und Studium kaum noch einen Jop bekommt.

Lieber Herr Böhmer,

"die Revolution frisst ihre eigenen Kinder" ist ein Zitat aus "Dantons Tod" von Georg Büchner. Das Bühnen-Drama aus dem 19. Jahrhundert über eine Revolution des 18. Jahrhunderts passt ziemlich gut auf das, was sich gerade im 21. Jahrhunderts abspielt.

Was gestern noch progressiv war, wird heute in Frage gestellt und morgen vielleicht schon entsorgt. Zum Glück nur in Meetings und nicht mehr vor dem Revolutionstribunal.

Corporate Publishing war vor einigen Jahren der heiße Scheiß. Manche hielt das Genre mit den üppigen Budgets und den opulenten Foto-Produktionen sogar für die Rettung des Journalismus - und den Begriff "Content Marketing" einfach nur für eine Namensvariante des Geschäftsmodells "Big Spender zahlt für hohen redaktionellen Aufwand".

Aber die Digitalisierung schlägt auch hier zu. Sie macht das Corporate-Publishing-Geschäft härter, aber auch ehrlicher.

"Die Kunden lassen sich nicht mehr durch Coffee-Table-Magazine blenden", sagte mir heute ein Insider, als ich ihn nach den Vorgängen bei Burdas Content-Marketing-Riesen C3 fragte. "Sie haben gelernt, auf KPIs und Performance zu achten."

Ich hoffe, dass eine weitere These meines heutigen Gesprächspartners nicht zutrifft: Er glaubt, dass viele "alte" Print-Experten hoffnungslose Fälle sind und selbst bei eigenem gutem Willen nicht mehr in eine durchdigitalisierte und perfomance-orientierte Medienwelt finden werden. Ich bleibe lieber Optimist: Wo ein Wille ist, da ist auch ein digitaler Weg.

Ihnen einen schönen Abend.

Frank Zimmer


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20.02.2018 Klumps Mode in Onkel Lidls Hütte

GFDK - Marketing News -W&V Jochen Kalka

Am Aschermittwoch ist nicht immer alles vorbei stellte Holger Schellkopf von W&V noch vor ein paar Tagen fest und hat mir dazu einige nette Worte geschrien. Bei Gabor Steingart, war im Grunde genommen schon am Freitag alles vorbei, war seine Meinung.

Heute schreibt mir Jochen Kalka der Chefredakteur von W&V zum Wochenende einige abstruse Geschichten aus der Marketing-Welt die es in sich haben.

Lieber Herr Böhmer,

Bifi in der Badewanne. Heidi Klum im Lidl. Heckler & Koch im Wahn. Ach ja, und dann war da noch die Freilassung von Deniz Yücel. Was für ein Tag.

Beginnen wir mit Bifi in der Badewanne. Was für eine Aufregung. Weil es Donna Adrienne, selbst ernannte Influencerin mit 38.800 Verfolgern, Wurst war, Werbung zu kennzeichnen. Wo es doch so glaubwürdig ist, mit Bifi-Würstchen baden zu gehen.
Wie doof müssen Influencer-Stalker eigentlich sein? Mein Kollege Rolf Schröter hat kommentiert, wie gut schlechte Werbung wirkt.

Klumps Mode in Onkel Lidls Hütte

Was für ein fließender Übergang zu Heidi Klum. Jedes Jahr die gleiche Überraschung, erst kommen die Sternsinger, dann die Dschungelcamper, bis Heidis Tinitusaktivator im Ohr klingelt. Die Haute Couture des Topmodel-Kinderchors wird zum dritten Mal in Onkel Lidls Hütte verkloppt.
Die Folge: Spott und Häme im Netz. Meine Kollegin Manuela Pauker hat die Resonanz beim Publikum zusammengetragen.

Die Waffenbrüder lagen voll daneben

Wollen wir kurz vor Schluss wirklich noch ein Wort über Heckler & Koch verlieren? Die mit Herzen werben? Für Schießdreck? Im zeitlichen Kontext des Amoklaufs. War nicht so geplant, sagen die Waffenbrüder. Wo es in den USA öfter als jeden zweiten Tag zu einem bewaffneten Amoklauf an einer Schule kommt.

Florida war Nummer 18 in diesem noch so jungen Jahr. 2017 starben 16.000 Menschen in den USA durch Schusswaffen. Kommt von Herzen? Den Sturm der Entrüstung hat Kollegin Petra Schwegler zusammengefasst.

Doch ins Wochenende wollen wir mit einer guten Nachricht gehen: Wir freuen uns, dass der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel aus der Haft entlassen worden ist. Endlich.

Viel Vergnügen beim Lesen und ein schönes Wochenende wünscht Ihr

Jochen Kalka


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