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Marketing News

16.02.2018 Es ist nie alles vorbei

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf der Chefredakteur von W&V schreibt mir das nicht immer alles vorbei ist. Letzte Woche hat mir Jochen Kalka über eine Drohkulisse der Werbegiganten geschrieben bei der es um Milliarden von Werbegeldern ging, die bald futsch sein könnten.

Lieber Herr Böhmer,

am Aschermittwoch ist alles vorbei - heißt es zumindest. Allerdings stimmen diese alten Redensarten halt auch nicht immer so hundertprozentig. Bei Gabor Steingart war im Grunde genommen schon am Freitag alles vorbei - und gleichzeitig irgendwie nicht. Entgegen aller wilden Gerüchte ist Steingart noch immer an seinem Schreibtisch aktiv - wenn auch nicht mehr lange.

Für das Handelsblatt und Gabor Steingart ist nicht alles vorbei

Schließlich und endlich stellt sich die Frage nach dem Warum? Die Antwort heißt auf jeden Fall: nicht (nur) wegen des Morning Briefings. Es ist wohl vielmehr so, dass die Systeme Steingart und von Holtzbrinck nicht mehr wirklich kompatibel waren - zumindest, was die künftige geschäftliche Entwicklung betrifft.

Alles vorbei sein dürfte damit aber weder für das Handelsblatt noch für Gabor Steingart. Man kann von seiner Art halten, was man will, auch von dem, was er teils als politische Ansichten durch die Lande trägt. Fakt ist aber, dass Steingart immer voran will und immer irgendwie auch vorankommt. Lassen wir uns überraschen, wo er als nächstes auftaucht, was er als nächstes treibt.

Werbung auf den falschen Web-Seiten

Nicht so schnell vorbei sein könnte übrigens die Aufregung über die Werbung des Freistaats Bayern auf einer Webseite, die unter Islamismus-Verdacht steht. Wahrscheinlich nur ein kleiner Trost, dass es auch ein paar wirklich namhafte Marken erwischt hat.

Die Ursache des Problems ist nicht gerade neu, was die Sache aber nicht besser macht. Google wird sich über diesen neuen Problemfall mit AdSense nicht wirklich freuen. Es ist aber ein böses Gerücht, dass der neue Chrome Browser genau deshalb mit integriertem Adblocker daherkommt.

Sollten sich Gabor Steingart oder auch die bayerische Staatsregierung aufgrund ihrer aktuellen Schwierigkeiten künftig lieber auf Messenger verlegen, dann hätten wir da ein paar wirklich gute Tipps auf Lager - diese dürfen übrigens auch von allen anderen Interessenten gelesen werden.

Und weil Valentinstag war, gibt es zum Schluss ein wenig Liebe - Markenliebe um genauer zu sein.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr

Holger Schellkopf

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15.02.2018 Eine Drohkulisse um Werbegelder

GFDK - Marketing News - W&V - Jochen Kalka

Zuletzt hat mir Frank Zimmer, Redaktionsleiter von W&V über einen Mißstand in der Werbebrance geschrieben, in der man ohne Abitur und Studium nichts mehr werden kann. Nun schreibt mir der Chefredakteur von W&V, Jochen Kalka über eine Drohkulisse der Werbegiganten.

Lieber Herr Böhmer,

närrische Zeiten mit extrem ernstem Hintergrund: Wieder lehnt sich ein Werbungtreibender gegen die Sozialriesen auf. Diesmal ist es Unilevers Marketingchef Keith Weed, der in Kalifornien ankündigte, sein Konzern werde künftig nicht mehr auf Plattformen werben , die „die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben oder beim Kinderschutz versagen.“

Eine Drohkulisse um Werbegelder

Das ist mehr als starker Tobak, das ist mehr als eine harmlose Kritik. Hier wird eine Drohkulisse verstärkt, die schon vor einem Jahr von Marc Pritchard, Markenchef von Procter & Gamble, aufgebaut wurde.

Eine Drohkulisse, bei der es um Milliarden Euro von Werbegeldern geht. P&G ist der größte Werbungtreibende der Welt, Unilever in den meisten Ländern in den Top Ten mit Marken wie Dove, Axe, Knorr, Langnese, Rama und Pfanni.

Was neu ist an der Diskussion, die Unilever-Manager Keith Weed da anstachelt: Es geht nicht nur um Transparenz, um die banale Werbewirkung, die oftmals nicht klar nachvollziehbar ist, sondern um Ethik. Plötzlich spüren große Markenartikler, dass es ihren eigenen Werten schaden kann, wenn sie zu wenig über Umfelder wissen. Stichwort Brand-Safety.

Google, Facebook & Co haben es selbst in der Hand, wie offen sie mit ihren Kanälen umgehen. Fakt ist: Sie müssen dringend handeln. Ansonsten handeln Markenartikler. P&G-Manager Pritchard hat im vergangenen Jahr mal 100 Millionen an digitalen Werbegeldern gestrichen, ohne Effekte zu spüren.

Ob das beim Mediaeinsatz von klassischen Medien auch passiert wäre? Wir treten gerade in ein neues Zeitalter des Klassenkampfes unter Medien. Gewinnen wird, wer ehrlich ist.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr

Jochen Kalka

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06.02.2018 David Ogilvy hat den Job gut gemacht

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V, schreib mir über einen Mißstand der sich nicht nur in der Agentur-Brance breit gemacht hat. Ohne Abitur und Studium haben viele junge Menschen heute kaum noch Möglichkeiten beruflich aufzusteigen.

Noch schlimmer, in vielen Unternehmen bekommt man nicht einmal mehr eine Lehrstelle ohne Abitur. Das ist krank, und verbaut Millionen Menschen eine berufliche Zukunft, von der man leben kann, oder eine Familie gründen könnte. Frank Zimmer hatte mir zuletzt über intolerante Deutsche Konsumenten geschrieben, und das war schon traurig genug.

Lieber Herr Böhmer,

Gott sei Dank, dass David Ogilvy keinen Agenturjob mehr braucht. Der Gottvater der Werbung würde heute noch nicht einmal ein Schnupperpraktikum bei "Komm in die Agentur" bekommen. Die Nachwuchskampagne von BVDW, CMF, FAMAB, GWA, GPRA und OMG richtet sich nämlich ausschließlich an Personen über 18, die an einer "Hochschule/Universität immatrikuliert sind".

Ogilvy kannte akademische Bildungseinrichtungen vor allem von außen. Er war Koch in Paris und Vertreter in Schottland, er mit 24 seinen Agenturjob antrat.

Ich wünsche der Kampagne "Komm in die Agentur" viel Erfolg. Wir brauchen mehr kluge, kreative, junge Leute in der Branche. Aber nur mutige Agenturen sind kreative Agenturen. Das gilt auch für ihre Personalbteilungen.

Habt den Mut zu Quereinsteigern und Querköpfen ohne Hörsaal-Erfahrung, liebe HR-Manager. David Ogilvy hat den Job doch auch ganz gut hinbekommen.

Ihnen einen schönen Montagabend.

Frank Zimmer

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06.02.2018 Das Netz ist am Toben

GFDk - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V, schreibt mir zu einem Skandal über Katjes der keiner ist. Zuletzt berichtete er über Pressemitteilungen in eigener Sache die bisweilen schon lästig sind.

Lieber Herr Böhmer,

stellen wir uns vor, Angela Merkel würde die Bundesbürger in einer offiziellen Grußbotschaft zum islamischen Fastenmonat auffordern, muslimischen Mitbürgern den Gruß "Ramadan Kareem" zu entbieten. Das Netz würde toben, Markus Söder explodieren und die AfD öffentlich ausrasten und heimlich jubeln. Es wäre undenkbar.

In Großbritannien ist das völlig normal. Dort gratuliert die - konservative - Premierministerin ihren muslimischen Landsleuten ganz selbstverständlich zu einem wichtigen religiösen Ereignis und schließt mit "Let us say to Muslims here in Britain and across the world, Ramadan Kareem". Ihr Vorgänger David Cameron machte das sogar per Video-Botschaft. Genau so wie Kanadas Premierminister Justin Trudeau.

1.200 Kommentare bei Instagram

Wie empfindlich und intolerant deutsche Konsumenten auch nur auf ein Testimonial mit Kopftuch reagieren, erlebt gerade Katjes . Auf Twitter und Facebook sammeln sich Negativ-Kommentare an - begleitet von Boykott-Aufrufen. Leider war der Shitstorm vorhersehbar, vielleicht sogar einkalkuliert.

Nationalstolz und Toleranz

Wer glaubt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, will ihn auch nicht in der Werbung sehen. Schade, dass aufrechte Deutsche nur von britischem Nationalstolz lernen wollen, aber nicht von britischer Toleranz.

Ihnen einen schönen Abend. Gerne auch mit Katjes.

Frank Zimmer

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06.02.2018 Wohnen bei Aldi

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V, hat mir geschrieben und dieses mal ist es sogar besonders lustig. Aldi, Boris Becker und die B&B Holels sind diese Woche dran, nachdem er mir erst letzte Woche über Facebook und Mark Zuckerberg berichtet hat, der auf Facebook zweifelhafte oder falsche Berichte mit Warnhinweisen versehen will.

Lieber Herr Böhmer,

Einkaufen beim Geschäft um die Ecke - für die meisten Menschen eine durchaus charmante Vorstellung. Man spart sich Zeit und Weg, bleibt in der vertrauten Umgebung. Klingt nach dem berühmten Laden der noch berühmteren Tante Emma, die aber aus diversen Gründen längst flächendeckend verrentet ist.

Ausgerechnet ein Unternehmen, das den Ruhestand ganzer Heerscharen von Tante Emmas deutlich beschleunigt hat, belebt jetzt das Konzept auf ganz eigene Art wieder.

Tante Emma heißt jetzt Aldi und bietet nicht nur das Geschäft um die Ecke, sondern sozusagen die Ecke gleich mit dazu. Wohnen bei Aldi soll zumindest in Berlin schon recht bald möglich sein. Natürlich leben die potentiellen Einkäufer nicht direkt im Supermarkt, sondern in Wohnungen, die Aldi direkt über den Märkten zur Miete anbietet. Man bringt also nicht mehr die Produkte zum Kunden, sondern den Kunden zum Produkt.

B&B gleich Boris Becker?

Irgendwie kommt halt doch zusammen, was zusammengehört. Noch ein Beispiel gefällig? Boris Becker macht jetzt Werbung für die B&B-Hotels. Das passt schon allein aus Namensgründen wie die Faust aufs Auge - vielleicht sollte man später mal eine Umfrage machen, wie viele Leute glauben, dass die Hotels nach Boris benannt wurden oder ihm sogar gehören.

Letzteres würde allerdings der Idee des durchaus charmanten Spots entgegenstehen, in dem sich Becker sehenswert selbstironisch mit den Schlagzeilen rund um seine (vermeintlichen?) Geldprobleme beschäftigt. Zumindest ein Dach über dem Kopf und ein warmes Bettchen sollte dem Tennis-Helden damit auch in Zukunft gewiss sein.

Ein Dach und ein warmes Bettchen haben sich im übertragenen Sinne auch die Macher von Visual Statements gesucht. Das Medienunternehmen (so das Selbstverständnis) erreicht nach eigenen Angaben mit seinem Content gut 50 Prozent der deutschen Millennials.

Dafür hat man sich, um im Bild zu bleiben, kein eigenes Haus gebaut, sondern sich die entsprechenden Räume angemietet - bei den großen Social Networks. Das macht manches einfacher, sorgt aber auch für eine gewisse Abhängigkeit.

Die Angst, dass man beispielsweise von Facebook quasi wegen Eigenbedarf unsanft vor die Tür gesetzt wird, hält sich aber auch in turbulenteren Tagen wie diesen in sehr übersichtlichen Grenzen - ein gutes Verhältnis zum Vermieter kann eben nie schaden.

Ihnen einen schönen Abend - daheim oder anderswo

Holger Schellkopf

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04.02.2018 schlaflose Nächte

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, fragt mich ob ich fit bin in Sachen E-Privacy? Dazu ein ganz klares Nöö. Ich habe dazu natürlich sehr viel gelesen, schlauer bin ich aber nicht geworden, und wie ich das alles bis Mai 2018 umsetzen soll, weiß ich auch noch nicht. Ich vermute nur, dass es sehr teuer wird, die EU-Richtlinie zu erfüllen und mir noch einige schlaflose Nächte bevorstehen.

Lieber Herr Böhmer,

ist IHR Unternehmen fit in Sachen E-Privacy?

Über zwei Drittel der W&V-Leser geben zu: Nein. Tatsache ist: Viele Unternehmen haben noch keine konkreten Maßnahmen getroffen, um ab dem 25. Mai einen rechtskonformen Datenschutz zu haben. Dann greift die Datenschutzgrundverordnung – auch wenn die (parallel geplante) E-Privacy-Verordnung sich verspäten sollte.

Schreckensszenarien auch bei der GFDK

Dieses ergänzende Gesetzeswerk wiederum ist offenbar der Grund, warum sich manches Unternehmen in einer Art Schockstarre befindet. Allein der Begriff E-Privacy scheint Angstgefühle auszulösen. Kein Wunder. Manche Verbände haben wahre Schreckensszenarien verbreitet.

Lassen wir die Konjunktive beiseite. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ist es jetzt wichtig, ruhig zu bleiben, sachlich zu prüfen und sinnvoll zu handeln.

Für alle, die sich ohnmächtig fühlen, oder glauben, sie seien zu spät dran – oder sogar den Wunsch verspüren, einfach gar nichts zu tun, antwortet der externe Datenschutzbeauftrage Dr. Nils Christian Haag mit einfachen Worten auf die drängendsten Fragen. Und räumt dabei gleich mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf: „Do not track“ heißt nämlich nicht „Bitte keine Werbung“.

Wer noch tiefer einsteigen möchte, für den bietet W&V übrigens auch ein Seminar zum Thema „Online Marketing & Recht“ am 12.03 in München.

Ihnen noch einen angenehmen Abend.

Rolf Schröter

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29.01.2018 Marketing im Dschungelcamp

GFDK - Marketing News

Marketing in eigener Sache - Einige Kandidaten des Dschungelcamps wollen ihre Teilnahmen dazu nutzen, um auch nach der Sendung mediale Aufmerksamkeit zu genießen. Dafür ist eine Präsenz in den sozialen Medien unerlässlich.

Deshalb hat Deutschlands führendes Unternehmen für Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com), analysiert, welche Teilnehmer während der ersten Woche das höchste Fanwachstum auf Facebook und Instagram verzeichnen konnten. Das Ergebnis: Matthias Mangiapane konnte anteilig am meisten Follower in den sozialen Medien gewinnen.

Bislang musste Matthias Mangiapane die meisten Dschungprüfungen aller Kandidaten absolvieren. Die dadurch gewonnene Sendezeit wusste er zu nutzen und davon profitieren auch seine Kanäle in den sozialen Medien. Bisher verzeichnete er auf Facebook und Instagram die höchsten Fan-Wachstumsraten aller Dschungelcamp-Teilnehmer. Auf Facebook konnte er seine Fangemeinde anteilig um mehr als 33 Prozent erweitern, auf Instagram sogar um fast 65 Prozent.

Ansgar Brinkmann: Ehemaliger Fußballer ist bei den Fans beliebt

Ebenfalls viele neue Fans gewann zudem der ehemalige Fußballprofi Ansgar Brinkmann. Er erreichte auf Instagram mit einem Fan-Zuwachs von mehr als 43 Prozent das zweithöchste Wachstum aller Kandidaten, auf Facebook verzeichnete er mit etwa 14 Prozent das dritthöchste Fanwachstum.

Hier generierte neben Matthias Mangiapane auch die Ex-Bachelorkandidatin Kattia Vides anteilig mehr Follower mit einer Zuwachsrate von knapp 20 Prozent.

Zwar erreichte Tina York auf Instagram sogar ein Wachstum von 100 Prozent, das liegt aber daran, dass ihr Manager ihren offiziellen Account erst während ihrer Teilnahme erstellte. Seitdem brachte er fast  300 Leute dazu, auf den Folgen-Button zu klicken.

Absolute Zahlen: In dieser Statistik liegen Jenny Frankhauser und David Friedrich vorn

In absoluten Zahlen profitierte Daniela Katzenbergers Halbschwester Jenny Frankhauser auf Facebook mit einem Zuwachs von fast 6.000 neuen Fans am meisten. Da sie aber zuvor bereits über eine Fanbase von mehr als 125.000 Followern verfügte, macht das nur ein Wachstum von knapp 4,6 Prozent aus.

Ähnliche Aussagen lassen sich auch zum Fanwachstum von David Friedrich treffen, der auf Instagram mit über 16.000 neuen Fans die meisten Menschen für sich begeistern konnte, relativ betrachtet mit einer Wachstumsrate von knapp 5,6 Prozent jedoch den zweitschlechtesten Wert aller Teilnehmer erzielte.

Daniele Negroni: Ex-DSDS-Kandidat verliert Fans auf Facebook

Dass die Teilnahme im Dschungelcamp nicht automatisch neue Follower generiert, zeigt zudem das Beispiel von Daniele Negroni. Zwar erreichte der Ex-DSDS-Kandidat auf Instagram ein Fan-Wachstum von über 7 Prozent, auf Facebook hingegen verlor er mehr als 200 Fans.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO, kommentiert die Analyse:

“Die sozialen Medien bieten sowohl für Unternehmen als auch Prominente eine gute Möglichkeit, um den eigenen Anhängern auf Augenhöhe zu begegnen und im Gespräch zu bleiben. Gerade für die Dschungelcamp-Teilnehmer können ihre Social Media-Kanäle daher zu einem wichtigen Instrument mit Blick auf ihre berufliche Zukunft werden.

Direkte Aussagen zu dem Erfolg im Camp lassen sich aus den Fan-Wachstumsraten jedoch nicht treffen. So wurde Sandra Steffl von den Anrufern als erste Kandidatin direkt aus dem Camp gewählt, obwohl sie während unserer Analyse durchschnittliche Fan-Wachstumsraten verzeichnen konnte.”

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29.01.2018 Neues von Facebook

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Facebook will mehr Beiträge von Freunden und Familie im Newsfeed, dafür weniger von Unternehmen, Prominenten, Medien und politischen Gruppen anzeigen, teilte Zuckerberg erst kürzlich mit.

Dass es ihm ausschließlich nur um seine Gewinne geht, hat er lieber verschwiegen, wie es Marco Saal so schön auf den Punkt gebracht hat. Nun sollen wir auf Facebook zweifelhafte oder falsche Berichte mit Warnhinweisen versehen, wir spielen dann mal Polizei auf Facebook.

Nutzer von Facebook sollen Polizei spielen

Um die Ausbreitung gefälschter Nachrichten zu stoppen, setzt Facebook künftig auch auf die Dienste seiner eigenen Nutzer. "Als Teil unserer laufenden "Qualitätsüberprüfungen" werden wir die Leute nun fragen, ob sie eine Nachrichtenquelle kennen - und wenn ja, ob sie ihr vertrauen", erklärte Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einem Posting. Die Änderung würde auf die Wünsche von Nutzern zurück gehen. Na ja, wer will das überprüfen?

Nun habe ich wieder Post von W&V bekommen. Nachdem mir schon Jochen Kalka Chefredakteur von W&V, Rolf Schröter, der Ressortleiter Marketing von W&V, und der Redaktionsleiter Online von W&V, Frank Zimmer geschrieben haben, ist es diesmal der Chefredakteur Holger Schellkopf.

Lieber Herr Böhmer,

man kann es nicht anders sagen: Facebook hält die Branche in diesem noch recht jungen Jahr bereits ganz schön auf Trab. Erst die heiß diskutierte Änderung des Newsfeeds beim Flaggschiff des Konzerns, jetzt die Business-Offensive in Sachen WhatsApp. Nein, langweilig wird es nicht.

Es ist auch alles andere als langweilig, sich mit Facebooks Europa-Chef Martin Ott zu unterhalten. Ott, auch direkt für das Deutschland-Geschäft verantwortlich, ist ein in jeder Hinsicht angenehmer Gesprächspartner: freundlich, interessiert und am Ende des Tages dann auch ziemlich klar in der Ansage.

So erklärt er im W&V-Interview, dass die Neuerung des Newsfeeds eine Reaktion von Facebook auf die Anforderungen der Nutzer sei - und ja, sie könne dafür sorgen, dass sich die Reichweite und Interaktionen von Seiten verringern. Ott hat für Marken und Medien aber auch eine klare Empfehlung.

Als Innovationsthema hat Facebook den ganzen Bereich Messenger für sich schon lange identifiziert. Nur logisch also, dass es jetzt auch bei WhatsApp daran gehen soll, den Business-Bereich aufzumischen . In einigen Ländern ist WhatsApp-Business jetzt schon verfügbar. Deutschland ist bis dato noch außen vor. Aber sicher auch nur eine Frage der Zeit, bis sich auch dies ändert und Facebook die Branche ein weiteres Mal in Bewegung bringt.

In diesem Sinne ein bewegtes Wochenende wünscht

Holger Schellkopf

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P.S.: Martin Ott ist einer der 100 Köpfe 2018 im W&V-Ranking. 100 Menschen aus Marketing, Werbung und Medien, die 2017 Weichen gestellt haben und von denen wir 2018 und in Zukunft noch mehr erwarten dürfen.

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20.01.2018 bäumchen rüttel dich und schüttel dich

GFDK - Marketing News - Gottfried Böhmer

Bei Thjnk ist es weiter sehr ungemütlich und die personellen Querelen nehmen kein Ende. Die Gruppe bleibt dennoch auf Erfolgskurs Der Krieg um die besten Köpfe geht also auch 2018 weiter. 2012 formierte Karen Heumann zusammen mit André Kemper, Michael Trautmann und Armin Jochum die Agentur Thjnk. Armin Jochum war wie Karen Heumann bis 2011 Vorstandsmitglied bei Jung von Matt.

Im September 2013 wechselte dann noch der Top-Stratege von Jung von Matt Michael von Bach die Fronten und ging als Geschäftsführer Strategie zur Thjnk-Gruppe.

André Kemper der Mitgründer der Agentur Kempertrautmann ist dann schnell wieder ausgestiegen, und der Finanz- und Planningchef Geschäftsführer Wulf-Peter Kemper, Bruder von André Kemper ging 2013 im Streit.

Nun verliert die Agentur Thjnk zwei weitere ihrer Geschäftsführer am Hauptsitz Hamburg. Co-Kreativchefin Bettina Olf und Co-Beratungschef Lars Trzebiatowsky haben das Handtuch geworfen. Anke Peters, Michael Ohanian und Gerrit Zinke machen als Geschäftsführer in Hamburg weiter wie Horizont berichtete.

Bettina Olf hat demnach schon etwas Neues gefunden. Sie fängt wohl im März bei einer Agentur der WPP-Holding an. Erst im Oktober 2017 hatte außerdem Patrick Hammer die Geschäftsführung von Thjnk in Hamburg verlassen. Er ging zu BBDO in Hamburg. Lars Trzebiatowsky soll angeblich noch auf der Suche nach neuen Aufgaben sein.

Die Fresssucht von WPP-Boss Martin Sorrell

WPP übernimmt Thjnk: "Es geht kein einziger von der Fahne" hatte noch im Juli 2017 www.wiwo.de getitelt. Nach Informationen von HORIZONT Online wird Thjnk direkt an WPP berichten und nicht an eine der WPP-Netzwerk-Agenturen angebunden. WPP besitzt in Deutschland schon die Agenturmarken Ogilvy, JWT, Young & Rubicam, Grey, Group M und Scholz & Friends, die zusammen 1.3 Milliarden Dollar Umsatz machen.

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit wann sich Sorrel noch weitere Innhaber geführte Agenturen in Deutschland unter den Nagel reißt. Schauen wir mal was aus Jung von Matt wird.

Thjnk ist mitlerweile eine Agenturgruppe, und in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, München, New York und Zürich vertreten. Allein in Hamburg arbeiten fast 100 Mitarbeiter. Weltweit sind es über 400.

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17.01.2018 Neugründung Crazyredwool

GFDK -Marketing News- W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V hat mir wieder geschrieben, und ich muß zugeben das mich seine Kommentare immer sehr erfreuen. Ich warte schon regelrecht darauf. Dieses mal geht es um Pressemitteilungen in eigener Sache. Auch die GFDK-Redaktion bekommt täglich bis zu 100 dieser Mails.

Lieber Herr Böhmer,

in der W&V Redaktion erreichen uns öfters Pressemitteilungen oder privatere Mails nach diesem Muster:

Der "erfahrene" Agentur-Manager XY teilt mit, dass er nach seinem wichtigen Job bei .....(hier bitte den Namen einer Network-Agentur einsetzen) .... noch einmal mit "etwas ganz Neuem durchstarten möchte". Meistens mit einer "Agentur ganz neuen Stils" oder einen "Startup, dass bewusst keine Agentur sein will", auf jeden Fall aber mit einem "Netzwerk", das "flexibel" je nach Bedarf und Kundenwunsch "maßgeschneiderte Lösungen" und so weiter.

Ich frage mich, wo im Internet der Generator für diese Art von Pressemitteilungen zu finden ist.

Auf den ersten flüchtigen Blick sah auch die Geschichte von Stephan Ganser nach PR-Story aus. Aber gut, dass sich mein Kollege Conrad Breyer intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Denn wie es scheint, wird die Idee der virtuellen Agentur gerade zur Branchen-Realität.

Und sie ist nur eine von vielen Herausforderungen für die uns bekannte Agenturwelt. Wir werden am Thema dranbleiben.

Ihnen einen schönen Abend. Und falls Sie Stephan Ganser heißen,  wünsche ich Ihnen einen guten Start und viel Erfolg mit Ihrer Neugründung Crazyredwool.

Frank Zimmer

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