hamburger-retina

Marketing News

11.02.2014 150 Millionen Euro Media-Pitch

GFDK - Redaktion

Carat setzt sich gegen die Omnicom-Tochter PHD und ein Medianetzwerk aus der Group M von WPP durch. Zuvor hatte schon Sheisido einen Großteil seines weltweiten Mediabudgets an Carat vergeben.

Der globale Media-Pitch beim Kreditkartenanbieter Mastercard ist entschieden. Der bisherige Betreuer UM (Universal McCann) aus dem Hause Interpublic muss den Etat an Carat abgeben. Das Network gehört zur Dentsu Aegis Gruppe. Das weltweite Mediabudget des US-Unternehmens aus dem Bundesstaat New York wird auf rund 150 Millionen Euro geschätzt.

Mediaplanung und Mediaeinkauf

In Europa wirbt Mastercard im Fernsehen vor allem im Umfeld der UEFA Champions League. Laut einem Bericht des britischen Fachtitels "Campaign" wird UM den Mastercard-Etat lediglich in Lateinamerika behalten. In allen anderen Märkten soll sich künftig Carat sowohl um Mediaplanung als auch um den Mediaeinkauf kümmern. Um den Etat sollen sich auch Agenturen der Holdings Omnicom und WPP bemüht haben.

McCann Erickson bleibt weiterhin die kreative Leadagentur des Kreditkartenanbieters. Wie der Sprecher von Mastercard weiter zitiert wird, soll sich an der Zusammenarbeit des Kreditinstituts mit dem Kreativnetwork McCann Erickson nichts ändern. Bei UM und Carat war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Carat ist Teil der börsennotierten Aegis Group plc mit Hauptsitz in London und beschäftiget weltweit 5000 Mitarbeiter in 70 Ländern – davon ungefähr 250 in Deutschland mit drei Büros in Wiesbaden, Düsseldorf und Hamburg.

Die MasterCard ist eine von zwei der großen weltweiten Kreditkartenanbietern. 1951 hat die Franklin Bank in New York die erste Mastercard herausgebracht. Heute kann man in mehr als 210 Ländern mit Mastercard zahlen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

mehr

10.02.2014 Sodastream mit List und Witz gegen Coca Cola

GFDK - Gottfried Böhmer

Der große Fortsetzungsroman Kapitel 4 - Coca-Cola will mit neuem Geschäftsfeld offenbar Erfolgsmodell von SodaStream kopieren. Coca-Cola kauft sich für mehr als eine Milliarde Dollar bei der US-Kaffeefirma Green Mountain Coffee ein. Ist das etwa eine Kurzschlußhandlung oder sogar eine Verzweiflungstat? Man könnte es nach dem Feldzug von Pepsi und Coca Cola gegen Sodastream fast annehmen.

Hintergrund ist nicht eine neue Vorliebe für ein heißes Bohnengetränk, sondern die Abwehr des ungeliebten Konkurrenten Sodastream, der mit List, Witz und Überzeugung die mächtigen "Süßzucker-Getränke-Mischer" angreift.

Sodastream mit List, Witz und Überzeugung gegen Coca Cola

Green Mountain Coffee will ein Mischsystem für Kaltgetränke auf den Markt bringen. Der Cola-Hersteller aus Atlanta will seine Geschmacksrichtungen beisteuern und beim Marktstart helfen, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten.

Der Süßzucker-Getränke-Konzern steigt mit zehn Prozent in die 1980 gegründeten Kaffeefirma ein. Das lässt sich Coca-Cola 1,25 Milliarden Dollar (925 Mio Euro) kosten.

Sodastream hatte bereits zur IFA 2012 ein eigenes Kapselsystem vorgestellt. Sodastream nannte die Neuheit eine "clevere Alternative zu klassischen Softdrinks in Flaschen" - ein direkter Boxhieb auf die großen Getränkekonzerne. Diese Botschaft verkündet Sodastream auch mit der neuen Werbebotschafterin Scarlett Johansson.

Die schöne Scarlett hatte sich zum Krieg von Sodastream gegen Pepsi und Coca Cola nicht weiter geäußert, war aber enttäuscht über die Entscheidung von FOX den tollen Spot nicht senden zu wollen

Um es den beiden "Zuckerriesen" Coca Cola und Pepsi mal so richtig zu zeigen, hatten die Sodastream-Macher den Hollywoodstar Scarlett Johansson für eine weltweite Kampagne verpflichtet. Der TV-Spot mit der Johansson sollte seine Premiere am 2. Februar 2014 zum Superbowl XLVIII feiern.

Daraus wurde nichts - Werbefeuerwerk ohne Scarlett Johansson

Der Werbespot, in dem Scarlett Johansson gemütlich ein Wässerchen mit von Sodastream aufgepeppten Sirups schlürft und anschließen seufzt: " Sorry Coke and Pepsi" wurde von dem Sender FOX als Attacke gegen die US-Süßwasser-Industrie gewertet. Damit hatte sich der Wassersprudler Hersteller disqualifizert.

Werbefilm bekam mehr Aufmerksamkeit als in einem Werbeblock

Es gab keine Taktik, dass der übertragende TV-Sender Fox den Spot von Sodastream ablehnt. So was kann man auch nicht planen wie uns Henner Rinsche, Regional General Manager Germany, Austria und Switzerland von SodaStream versicherte. Die Ablehnung des Spots brachte aber viele Sympathien für Sodastream ein.

Der Clip von Sodastream feierte schon vor dem Super Bowl-Finale im Internet eine große Karriere, und die Medien berichteten weltweit über die Ablehnung von Fox. Der Spot mit der schönen Scarlett wurde bisher schon über 12 Millionen mal aufgerufen. Das Coca Cola Management soll, so wird gemunkelt, bis heute noch mit einem Trauma rumlaufen, da auch noch ein Albtraum zur Realität wurde.

Der Coca Cola Werbespot zum Super Bowl 2014 wurde zum Fiasko für den Zucker-Getränke-Produzenten. Abertausende haben den Cola Spot im Internet mit einem Shitstrom angegriffen. Das Super-Bowl-Spektakel verfolgten etwa 800 Millionen Menschen vor den TV-Geräten - und damit auch die teuren Werbespots von VW, Audi, Heinz, Coca-Cola & Co.: Vier Millionen Dollar kostete ein 30-Sekünder in der Halbzeitpause.

Trinkwassersprudler gegen das Kartell der Getränkeindustrie

Schon 2012 hatte Coca Cola versucht eine Aktion von SodaStream, mit der der Hersteller von Trinkwassersprudlern auf die verheerende Umweltschädigung von PET-Flaschen hinweisen wollte, zu verhindern. SodaStream hatte einen Käfig gegenüber dem Coca Cola Museum in Altanta aufgestellt, der mit tausenden Wegwerfflaschen und Getränkedosen der Marke Coca Cola gefüllt war.

Weltweit hatte SodaStream 30 Installationen (Käfige) aufstellen lassen, um auf das riesige Problem und die Umweltbelastung mit den Wegwerfflaschen aufmerksam zu machen. Unvorstellbare 1 Milliarde Flaschen und Dosen landen täglich in Flüssen Ozeanen und auf Müllkippen.

Mitverantwortung von Coca Cola für gesundheitliche Schäden

Der Coca-Cola Company wird eine Mitverantwortung für die zunehmende Zahl gesundheitlicher Schäden in den wohlhabenden Ländern zu Lasten gelegt. Außerdem wird Coca-Cola vorgeworfen, lokale alteingesessene und gesündere Getränke zu verdrängen. Der Zuckerriese beherrscht über die Hälfte des weltweiten Marktes mit seinen Zucker-Softdrinks.

Weitere Getränkemarken des Coca Cola Zucker-Konzerns die man meiden sollte sind Fanta, Sprite, mezzo mix und Lift.

Umwelt und gesundheitsschädlich

Anmerkung der Redaktion: Zucker ist ein Todfeind für unseren Körper, er macht krank, antriebslos, müde und depressiv. US-Experten halten Zucker für einen der größten Killer der Menschheit überhaupt und sagen, dass es schädlicher sei als Alkohol. Nach Schätzungen der US-Experten gehen 35 Millionen Todesfälle jährlich auf das Konto von Zucker.

Hier nur mal zum Vergleich, in einem Liter Coca Cola sind 110 g Zucker, das entspricht ca. 37 Zuckerwürfeln oder anders: stellen Sie sich einmal vor, Sie würden eine Tasse Kaffee (0,2l) mit 7,5 Zuckerwürfeln trinken und davon 5 am Tag. Abgesehen davon, dass dies wohl kaum einer tut, hätten Sie wahrscheinlich keine große Lebenserwartung.

Gottfried Böhmer

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft


mehr

04.02.2014 Schweizer Werber feierten ihre Stars

GFDK - Gottfried Böhmer

Hauptgewinner - Jung von Matt/Limmat räumt ab. Für den Onlinefilm "Mannequins" (Pro Infirmis) über "behinderte Schaufensterpuppen" in der Zürcher Bahnhofstrasse gab es fünf Preise für die Züricher Agentur. Neben Gold in der Kategorie Film gab es auch noch in vier weiteren Kategorien jeweils eine Silbermedaille.

ADC Goldsieger

Der Film brachte es auf Youtube bereits auf über zehn Millionen Klicks - und er ist der Hauptgewinner beim diesjährigen Schweizer ADC. Der ADC Schweiz als Vereinigung der Werbe- und Kommunikationsbranche, kürte den Film als beste Arbeit des vergangenen Jahres.

«Der Onlinefilm über die Entstehung der behinderten Schaufensterpuppen an der Bahnhofstrasse ist von der Idee bis zur Umsetzung Weltklasse und ein eindrückliches Beispiel dafür, wie herausragende, kreative Ideen es heute schaffen, über soziale Netzwerke und PR weltweit verbreitet zu werden und für Anliegen und Marken zu werben», so der ADC.

Worum ging es? Wer war der Auftraggeber?

Pro Infirmis ist eine Schweizer Organisation, die sich für das uneingeschränkte Leben von Behinderten am sozialen und gesellschaftlichen Leben einsetzt. Sie engagiert sich gegen Benachteiligung von behinderten Menschen. Das Ziel von Pro Infirmis ist es, das Bewußtsein für Menschen zu steigern, die keinen perfekten Körper haben wie zB Skoliose, verkürzte Gliedmaßen oder im Rollstuhl sitzen.

Es wurden Mannequins basierend auf den Körpern von behinderten Menschen kreiiert, um die Zuschauer für das Thema zu sensibilisieren anläßlich des internationalen Tages der Behinderten.

Die "behinderten Models" wurden schön angekleidet und dann in den Schaufenstern der Züricher Einkaufsstraße präsentiert und wurden so zum Blickfang der vorübergehenden Passanten.

Regisseur Alain Gsponer hat einen eindrucksvollen 4 minütigen Film über ein sensibles Thema gedreht "Because who is perfect? Get Closer". Statt wegzuschauen, sollten die Menschen doch mal genauer hinschauen, schließlich sind behinderte Menschen ganz normale Menschen wie Du und ich, nur in einem anderen Körper.

Jung von Matt/Limmat räumte gleich zwei Gold-Würfel ab:

Der Züricher Jung-von-Matt-Ableger gewann außerdem mit Max Shoes "Stunning collection" Gold in der Kategorie Plakate. «Für die verblüffende und plakative Bildidee und deren grossartige, modische Umsetzung gab es von der Jury ebenfalls Gold», so der ADC. Der ADC hatte am Samstag 1. Februar 2014, 7 Mal Gold, 29 Mal Silber und 61 Mal Bronze vergeben.

"Die Herausforderungen im digitalen Zeitalter sind weniger technische als kreative", sagte der Schweizer ADC-Präsident Frank Bodin: "Es geht darum, Inhalte zu kreieren, die weiterverbreitet werden - und das schafft man nur mit Kreativität auf höchstem Niveau."

Gastjuror beim Schweizer ADC war der Regisseur und Autor Dani Levy ("Alles auf Zucker").

Gottfried Böhmer

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

mehr

03.02.2014 Wir wollen viele Menschen erreichen

GFDK - Gottfried Böhmer

Die Werbeagentur Jung von Matt/ Neckar hat für den WWF ein aufsehenderregendes ungewöhnliches Projekt umgesetzt. Die Kreativen aus Stuttgart wollen mit dem WWF dem Amazonas-Gebiet eine Stimme geben.

Die kreativen Köpfe von Jung von Matt haben aus einem JATOBA-Baumstamm echte Holz-Schallplatten anfertigen lassen. Auf diesen ganz besonderen Platten ist ein leidenschaftliches Plädoyer zum Schutz des Regenwaldes zu hören.

Der Hintergrund ist einleuchtend. Laut Aussage des WWF geht pro Minute eine Fläche von 4 Fußballfeldern der Menschheit verloren. In Millimeterarbeit wurden in die Holz-Schallplatten mit einer Diamantnadel Tonspuren in die Holzoberfläche eingraviert. Nun soll das einzigartige Projekt der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Tun Sie was zum Fortbestand des Amazonas-Regenwalds

Die Presse, Blogs, Social Media und bekannte Musiker, DJs und Radiosender sollen dabei Schützenhilfe leisten. Als einer der ersten hat der Musiker Peter Gabriel eine dieser tollen Platten bekommen, natürlich in der Hoffnung, dass er sie promotet.

Mit Eurer Unterstützung bekommt der Wald eine Stimme  

Jeder kann sie abspielen: die Holz-Schallplatten, die es in limitierter Auflage gibt, können so Jung von Matt auf jedem konventionellen Plattenspieler abgespielt werden, sofern man noch einen hat. Peter Waibel, der Geschäftsführer von Jung von Matt/ Neckar hat sich über die Zusammenarbeit mit dem WWF sehr gefreut, "eine so außergewöhnliche Idee auf dies Straße zu bringen, erlebt man nicht alle Tage". Die Idee dahinter sei es, Menschen für die Waldzerstörung zu sensibilisieren, die mit dem Thema nicht vertraut sind oder sich bisher nicht dafür interessiert haben.

Wir wollen viele Menschen erreichen

Der WWF erhofft sich mit den erzielten Spenden einen Beitrag für die Rettung des Amazonas-Regenwaldes leisten zu können.

Anmerkung der Redaktion Freunde der Künste: Die Idee ist gut, wenn auch nicht ganz neu. Das Anliegen hat auch eine unbedingte Berechtigung. Nur stellt sich uns die Frage, ob man hier nicht besser auf die Ursachen der Abholzung hätte eingehen müssen.

4 Fußballfelder pro Minute, das kann man sich kaum bildlich vorstellen und bitte, wer sind die Abnehmer? Wohin geht das Holz? Und was kann jeder einzelne von uns als Konsument tun, um dieser holzverbrauchenden Wirtschaft seinen ganz persönlichen Riegel vorzuschieben?

Roß und Reiter:

Wer sind die Unternehmen, wie heißen sie? Die Auftraggeber dieser Baummörder? Wer sind die Exporteure? Wie und über welche Produkte landet das Holz in unseren Haushalten? Wie können wir das verhindern? Diese Fragen sollten auch beantwortet werden. Dann macht die Holz-Schallplatte auch seinen Sinn.

Ein Making-of und weitere Hintergründe zum Projekt gibt es unter www.wwf.de/regenwald-stimme.

Gottfried Böhmer

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

 

 

mehr

02.02.2014 Gewaltiges Kommerz-Spektakel zum Super Bowl

GFDK - Gottfried Böhmer

Den "Super Bowl" am 2. Februar 2014 werden 181 Millionen Konsumenten und rund 75 Prozent aller erwachsenen US-Amerikaner sehen. Das ist nicht nur für die Werbebranche ein riesen Geschäft, auch der Handel profitiert vom Verkauf von Merchandising-Artikeln.

68,27 Millionen US-Dollar sollen die Verbraucher laut einer Studie von Prosper Insights & Analytics im Auftrag der National Retail Federation (NRF) für derartige Produkte ausgeben, insgesamt erzielt der US-Handel dank des Spiels aller Spiele 12,3 Milliarden US-Dollar.

Gewaltiges Kommerz-Spektakel

80 Prozent der US-Verbraucher wollen Geld für Lebensmittel und Getränke ausgeben, acht Prozent wollen sich Team-Kleidung zulegen, sieben Prozent kaufen für das Event einen neuen Fernseher und sechs Prozent investieren in Dekorationsartikel.

Es ist kein Wunder, dass die Werbungtreibenden Unsummen investieren:

Für die Werbespots beim Super Bowl  2013 geben die international agierenden Unternehmen schon Unsummen aus. Es wurden Hollywood-Stars und Top-Regisseure engagiert, um ein Millionen Publikum zu erreichen. Der Wassersprudler Hersteller Sodastream hat für den diesjährigen Super Bowl den US-Filmstar Scarlett Johansson verpflichtet.

Wie die Freunde der Künste schon in ihrem Marketingnews und in Reden ist Silber berichteten wurde der TV Spot mit Scarlett Johansson, der von Sodastream produziert wurde, vom Super Bowl ausgeschlossen. Sodastream hatte den TV-Spot eigens für den Super Bowl kreieren lassen.

Henner Rinsche, Regional General Manager, Germany, Austria, Switzerland von Sodastream hatte schon gestern Abend gegenüber der Redaktion von Freunde der Künste sein Unverständnis darüber klargestellt. So wie es aussieht will der US-Sender VOX wohl auf Intervention der Big-Player/ Großinvestoren Coca Cola und Pepsi den Sodastream Spot nicht senden.

Trinkwassersprudler gegen das Kartell der Getränkeindustrie

Sodastream präsentiert sich in dem TV-Spot als umweltfreundliches Unternehmen gegenüber den beiden Süßzucker-Getränke-Mischern Coca-Cola und Pepsi. Der Hollywood-Star Scarlett Johansson hat mit nur 4 Worten die Getränkeriesen zur Weißglut gebracht "Sorry, Coke and Pepsi" haucht sie dem Publikum entgegen. Das war zu viel für die angeschlagenen Gemüter in den Vorstandsetagen der beiden "Zuckerriesen", die nach Sicht des Werbespots nahe der Ohnmacht gewesen sein sollen.

Zum Super Bowl-Finale ist ein unbedingtes Muss aufwendige und teure Spots dem Publikum zu präsentieren. Ein 30 sec Spot kostete 2013 schon 3,8 Millionen Dollar.

Rund vier Millionen US-Dollar soll ein 30-Sekünder 2014 laut Kantar Media in diesem Jahr gekostet haben. Insgesamt wurden Werbeeinnahmen in Höhe von 292 Millionen US-Dollar generiert. Die US-Verbraucher sind gespaltener Meinung über diese Millionen Ausgaben der Konzerne.

Mehr als drei Viertel betrachten die Spots als Unterhaltung und nur knapp jeder fünfte sähe es lieber, wenn die Unternehmen das Geld sparen und in Rabatte investieren würden. 16,9 Prozent der Befragten gaben zu, dass sie durch die Spots auf Marken aufmerksam würden, 8,6 Prozent fühlen sich motiviert, Produkte des werbungtreibenden Unternehmens zu kaufen, acht Prozent recherchieren online nach mehr Informationen. Quelle: emarketer.com

Ein durchschnittliches Stadion-Ticket kostet durchschnittlich 2600 Dollar und Hotelzimmer sind für 450 Dollar aufwärts zu haben.

Natürlich gibt es auch ein paar kleine Probleme bei der Veranstaltung der US Superlative. Fast 500.000 Besucher werden in New Jersey und New York zum Superbowl Finale erwartet. Frauenhändler und Fälscherbanden treiben ihr Unwesen und die Sicherheitslage ist angespannt. Eine halbe Million Übernachtungsgäste, die meisten davon Männer mit einer Menge Geld in den Taschen erhöhen auch die Nachfrage nach käuflichen Sex, so die New Yorker Polizei. Aber nicht nur darüber macht man sich in New York Sorgen. Fälscherbanden sollen 200.000 gefälschte Superbowl-Souveniers, größtenteils aus China auf den Markt gedrückt haben.

Das Super Bowl Finale im Deutschen Fernsehen:

Sat.1 überträgt das Endspiel live im Free-TV ab 0.05 Uhr in der Nacht von Sonntag auf Montag vom 2. auf den 3. Februar 2014. Auch im Internet ist die Partie beim Sender zu sehen: Der Live-Stream wird auf ran.de zur Verfügung gestellt.

Gottfried Böhmer

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

 

mehr

01.02.2014 Jeff Bezos läßt die Katze aus dem Sack

GFDK - Gottfried Böhmer

Erst im August 2013 hatte Jeff Bezos der Eigner und Gründer des weltweit größten Onlinehändlers Amazon die renommierte Washington Post für 250 Millionen Dollar gekauft. Bezos legte Wert darauf, dass er das Blatt als Privatperson erworben hat und dabei beibt es wohl auch.

Das Traditionsblatt war nach vier Generationen in Besitz der Familie Grahm wie viele andere Tageszeitungen auch in die Zeitungskrise geraten. Bei einem Vermögen von 28 Milliarden Dollar war der Kaufpreis für Jeff Bezos weniger als die vielbesagten Peanuts gewesen. Bezos hüllte sich lange in Schweigen, was er mit der traditionsreichen Zeitung vor hat.

Amazon-Gründer Jeff Bezos hat offene Taschen für die Washington Post

Nun läßt er die Katze aus dem Sack. Jeff Bezos will investieren, was ihm auch nicht sehr schwer fallen dürfte, da er ja in vielen Ländern keine Steuern zahlt. Erst recht nicht in Deutschland. So wie es aussieht, hat Jeff Bezos nun die lange erwartete Phase 3 eingeläutet, auf die die Redaktion der Washington Post seit einem dreiviertel Jahr wartet.

Beute und Peanuts für Jeff Bezos

Aber eine Frage bleibt für uns immer noch unbeantwortet, wie will er den Printjournalismus in die Sphären der digitalen Welt etablieren? Dazu hat er bisher noch nichts verlauten lassen.

Amazon-Gründer Jeff Bezos zeigt sich gegenüber seiner neuen Errungenschaft, man kann es auch Beute nennen, der The Washington Post gegenüber spendabel. In Gesprächen mit dem Management kündigte der Milliardär an, die Budgets für das Blatt deutlich erhöhen und neue Redakteure im Bereich Politik, Bildredaktion und Newsdesk sowie Spezialisten für Datenvisualisierungen und Web-Design einstellen zu wollen.

In einer internen Mitteilung im Anschluss an das Gespräch informierte Chefredakteur Marty Baron die Belegschaft, dass für dieses Jahr verschiedene Initiativen geplant seien: Unter anderem soll ein Breaking-News-Desk und ein sonntäglicher "Style & Arts"-Bereich eingeführt werden. Die gedruckte Sonntagsausgabe soll optisch überarbeitet werden und in punkto Themenvielfalt und Seiten dicker werden.

www.nytimes.com/2014/01/30/business/media/major-expansion-ahead-at-the-washington-post.html

Alles Steuerfrei

Der Nettoumsatz von Amazon betrug 2013 74,4 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn stieg um 10 Prozent auf 745 Millionen US-Dollar im Vergleich zu 676 Millionen US-Dollar 2012.

Anmerkung der GFDK Redaktion: Dass wir dem Unternehmen Amazon nicht gerade wohlwollend begegnen, haben wir schon öfters klar gestellt. Die Büchnerpreisträgerin Sibylle Lewitscharoff ist da noch deutlicher geworden.

Gottfried Böhmer

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

Bildquelle: Quelle Wikipedia/ James Duncan Davidson http://flickr.com/photos/92366800@N00/6629223

mehr

28.01.2014 Werbefeuerwerk ohne Scarlett Johansson

GFDK - Gottfried Böhmer

Der Feldzug von Sodastream gegen Pepsi und Coca Cola nimmt groteske Züge an. Oder sollten wir von einem Feldzug von Pepsi und Coca Cola gegen Sodastream sprechen? Die neueste Attacke gegen die beiden "Süßzucker-Getränke-Mischer" sollte mal so richtig knallen, hatten sich die Sodastream Manager gedacht.

Um es den beiden "Zuckerriesen" mal so richtig zu zeigen, haben die Sodastream-Macher vor 2 Wochen den Hollywoodstar Scarlett Johansson für eine weltweite Kampagne verpflichtet. Der TV-Spot mit der Johansson sollte seine Premiere am 2. Februar 2014 zum Superbowl XLVIII feiern.

Daraus wird nun nichts

Den Managern und Konzernvorständen von Pepsi und Coca Cola ist beim Anblick des Sodastream Spots die Hose geplatzt und die Hutschnur hochgegangen. Der TV-Sender VOX, der für die weltweite Vermarktung und die Werbeexplosionen des Superbowl verantwortlich ist, erteilte dem Sodastream-Management nun eine Absage.

Werbefeuerwerk ohne Scarlett Johansson

Der Werbespot, in dem Scarlett Johansson gemütlich ein Wässerchen mit von Sodastream aufgepeppten Sirups schlürft und anschließen seufzt: " Sorry Coke and Pepsi" wurde von dem Sender FOX als Attacke gegen die US-Süßwasser-Industrie gewertet. Damit hat sich der Wassersprudler Hersteller disqualifizert.

Bruno Mars und die Red Hot Chili Peppers, die in der Halbzeit des Spiels zwischen den Seatlle Seahawks un den Denver Broncos im Met Life Stadium der New York Gigants in New York auftreten sollen nach Auskunft von Insidern schockiert sein.

Die schöne Scarlett wollte sich zum Krieg von Sodastream gegen Pepsi und Coca Cola nicht weiter äußern, zeigte sich aber enttäuscht über die Entscheidung von FOX.

Bis gestern Abend haben schon 600.000 das Video auf YouTube angeschaut

Deutlicher wurde hingegen der CEO von Sodastream Daniel Birnbaum, in "USA Today" sagte er, dass die Art der Zäsur für ihn als Amerikaner enttäuschend sei und führt weiter aus: " Das sind Dinge, die in China passieren", meinte der CEO. Allerdings sieht Birnbaum das mit einem lachenden und weinenden Auge. Auf jeden Fall bekommt der Werbefilm jetzt mehr Aufmerksamkeit als in einem Werbeblock.

Henner Rinsche, Regional General Manager Germany, Austria und Switzerland von SodaStream meinte, "die machen sich in die Hose". "Wir haben in den letzten zwei Jahren unseren Umsatz verdreifacht, hier prallen Welten aufeinander, die alte Getränkeindustrie gegen gesundheitsbewußte und umweltfreundliche Konsumenten". Henner Rinsche sagt weiter: " Dafür stehen unsere Produkte und das ist ihnen wohl ein Dorn im Auge. Man kann wohl schon von einer Schlacht sprechen".

Süßzucker-Getränke-Mischer gegen SodaStream

Schon 2012 hatte Coca Cola versucht eine Aktion von SodaStream, mit der der Hersteller von Trinkwassersprudlern auf die verheerende Umweltschädigung von PET-Flaschen hinweisen wollte, zu verhindern. SodaStream hatte einen Käfig gegenüber dem Coca Cola Museum in Altanta aufgestellt, der mit Tausenden Wegwerfflaschen und Getränkedosen der Marke Coca Cola gefüllt war.

Trinkwassersprudler gegen das Kartell der Getränkeindustrie

Weltweit hatte SodaStream 30 Installationen (Käfige) aufstellen lassen, um auf das riesige Problem und die Umweltbelastung mit den Wegwerfflaschen aufmerksam zu machen. Unvorstellbare 1 Milliarde Flaschen und Dosen landen täglich in Flüssen Ozeanen und auf Müllkippen.

Henner Rinsche brachte es auf den Punkt:

Es gibt einfach keinen guten Grund für Getränke in Plastikflaschen. "Das dauernde Kistenschleppen nervt und kostet viel Geld. Cola, Limo oder Energy-Drinks kann man sich mit SodaStream zu Hause selber machen. Mit SodaStream Trinkwassersprudlern trinkt man außerdem das nachweislich qualitativ bessere Wasser.“

Belohnung für erfolgreiche Konzepte und Aufmerksamkeit

Henner Rinsche: „Wir haben stylishe Topprodukte wie den Crystal mit seiner edlen, spülmaschinenfesten Glaskaraffe. Außerdem sind wir Doppeltestsieger bei Stiftung Warentest und Ökotest. Unsere Mission ist es, möglichst viele Verbraucher für unsere Marke zu begeistern und von deren Produktvorteilen zu überzeugen. Keine Kisten schleppen, sexy Produkte und dabei auch noch die Umwelt schützen – das ist unser Nutzenversprechen.“

Gottfried Böhmer

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

 

mehr

20.11.2013 Klartext gesprochen

GFDK - Thomas Strerath

Cherrypicker hat mal wieder zugeschlagen und mit der w&v und Marketern Websites von Agenturen bewertet. Klar, sind ja Kunden und wissen, was sie wollen, da braucht man die individuelle Zielsetzungen der einzelnen Agenturen nicht kennen und kann trotzdem urteilen und Ranglisten erstellen.

Und Herr Klein von Cherrypicker muss dann auch feststellen, dass "wir (die Agenturen) auf einem erschreckend niedrigen Niveau" sind.

Thomas Strerath, der CEO von Ogilvy ist bekannt für seine deutlichen Worte

Ich hab mal kurz gegengetestet. Ok, die von Cherrypicker als Pflicht definierte mobile Website haben sie selber noch nicht (siehe Bild 2), auch sind die Kundenlogos nicht wie empfohlen zu Cases verlinkt, man will selber auch nicht auf die unbedingt zu vermeidenden Textwüsten verzichten, und der gute Rat der Social-Media Integration ist noch nicht umgesetzt, aber sie können dafür echte State-of-the-art-Features wie Anruf-Button oder doppelte Navigation vorweisen. Mein Urteil: 43 Punkte und Platz 7 ...

Thomas Strerath ist seit Februar 2005 bei der Werbeagentur Ogilvy & Mather. Seit Juni 2009 verantwortet er als Chief Executive Officer aller Ogilvy Einheiten in Deutschland. Zudem ist er Mitglied des Executive Kommitee von Ogilvy EAME (Europa, Afrika und Middle East). 2012 wurde Thomas Strerath zum Mitglied des Ogilvy & Mather Boards (Board Director) ernannt.

Das weltweite Board besteht aus ausgewählten Repräsentanten der Ogilvy-Agenturen weltweit und ist das oberste Gremium der WPP-Netzwerkagentur. In der Mitgliedsbegründung wurden die "herausragenden Leistungen von Thomas Strerath in Bezug auf den Ausbau der deutschen Ogilvy Gruppe" genannt.

Am 14.11.2013 wurde Thomas Strerath zum Vizepräsidenten des Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA gewählt.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

mehr

06.11.2013 Die D&AD-Awards 2013

GFDK

Auch in diesem Jahr wieder mit Spannung erwartet: die aktuelle Ausgabe des heißbegehrten Jahrbuchs von D&AD, dem very British Pendant zum deutschen Art Directors Club. Über 20.000 eingereichte Arbeiten von Designstudios, Werbeagenturen, Markenberatern, Filmproduktions- und Fotoagenturen, digitalen Medienpionieren und anderen Kreativfirmen aus aller Welt hatte die D&AD-Awards-Jury diesmal zu bewerten.

Die Gewinner erhalten den D&AD Yellow Pencil Award, für einen exzellenten Beitrag gar den raren Black Pencil Award – Kreditkartensammler wissen ja: Schwarz ist das neue Gold.

Die D&AD-Awards spiegeln wider, was in der Werbebranche gerade angesagt ist, und sind für jeden, der sich mit Kommunikation, Design oder Werbung beschäftigt, ein unverzichtbares Referenzwerk.

Präsentiert werden preisgekrönte D&AD-Arbeiten in folgenden Kategorien: Art Direction, Book Design, Branding, Digital Advertising, Digital Design, Direct, Film Advertising Crafts, Graphic Design, Illustration, Integrated & Earned Media, Magazine & Newspaper Design, Mobile Marketing, Music Videos, Outdoor Advertising, Packaging Design, Photography, Press Advertising, Product Design, Radio Advertising, Spatial Design, TV & Cinema Advertising, TV & Cinema Communications, Typography, Writing for Advertising und Writing for Design.

Weitere Informationen finden Sie auf www.dandad.org

D&AD ist eine gemeinnützige Stiftung, die 1962 in London von Kreativrebellen wie David Bailey, Terence Donovan und Alan Fletcher, gegründet wurde. In ihren Jurys und auf den Gewinnerlisten finden sich führende und legendäre Vertreter der Branche. Mit der Förderung der kreativen Kommunikation und den Preisen für die besten Praktiker setzt D&AD neue Maßstäbe. Bei den jährlichen D&AD Awards – den renommiertesten der Branche – werden besondere Kreativität, Originalität, technische Exzellenz und Innovation bei Design und Werbung ausgezeichnet.

Anmerkung der Redaktion - Aktionstag am 06.12.2013

Unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen haben es in den letzten Jahren zunehmend schwerer, gegen den Online-Buchhandel wie etwa dem des großen "A" anzukommen. Am 06.12.2013 gehen als "Antwort" darauf so viele Menschen wie möglich, die Bücher lieben, in ihre Lieblingsbuchhandlung und unterstützen sie bewusst mit einem Kauf. Ob, wo und wie viel bleibt selbstverständlich euch überlassen. Sie ist nicht in eurer Nähe? Ein Online-Bestellservice der zugehörigen Buchhandlung unterstützt genauso gut!

D&AD
Hardcover
24,2 x 25,9 cm, 592 Seiten
€ 49,99

Mehrsprachige Ausgabe:
Deutsch, Englisch, Französisch
ISBN 978-3-8365-4527-3

mehr

10.10.2013 Thema: Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme

GFDK - Gottfried Böhmer

Ein unterhaltsamer Fernseh-Spot - entwickelt Jung von Matt. Der 45-Sekünder wurde von Bigfish unter der Regie von Daniel Warwick produziert. Im TV-Spot, der seit dem 23. September 2013 bei Youtube und seit Ende September im TV zu sehen ist, lässt Mercedes-Benz echte Hühner tanzen.

Das Federvieh soll laut Jung von Matt sogar Spass bei dem Shooting gehabt haben. Zur Belohnung gab es, so wird zumindest behauptet, goldene Eier für die Hühnchen. Na, ja, zumindest soll die neue "aktives Fahrsicherheit" für Mercedes Benz goldene Eier legen.

Aktive Fahrsicherheit

Die gefiederten Tiere bewegen sich zu den Beats von Diana Ross‘ „Upside Down“– allerdings nur bis zum Hals. Ihre Köpfe bleiben völlig starr. Am Ende des skurrilen Tanzes heißt es: „Stabilität in jeder Situation. Magic Body Control“.

Eine kuriose Präsentation des weltweit ersten sehenden Fahrwerks, das die Straße nach Unebenheiten abscannt und die Federung automatisch anpasst.

Es debütierte in der neuen S-Klasse.

Das neue Zeitalter bei Mercedes-Benz

mehr
Treffer: 514
Top