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Marketing News

25.09.2018 Influencer Richtlinie

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Gestern schrieb mir Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, dass Werbung immer noch oftmals sexistisch ist. Ich habe meine Zweifel, dass sich das ändern wird.

Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V schreibt mir heute, dass sich die Werbeverbände auf eine Influencer Richtlinie verständigt hätten. Ob diese aber dem Gesetzgeber reichen wird, muß sich erst noch zeigen.

Lieber Herr Böhmer,

beginnen wir die Woche doch einfach mal mit einer guten Nachricht. Werbe- und PR-Verbände haben sich auf eine Influencer-Richtlinie verständigt, wollen der Verunsicherung ein Ende setzen. Es geht um einen rechtssicheren Umgang mit Influencer-Marketing, Fake-News und Social Bots.

Das klingt zunächst ja gar nicht so schlecht. Gleichzeitig kann man den Menschlein, die auf diesem Sektor unterwegs sind, nur zur Berücksichtigung dieser Regeln raten - könnte sich sehr erfreulich auf die Abmahnrate auswirken.

Wer Influencer noch für neumodisches Zeug hält, wird wahrscheinlich bei "Data Quality Stewards" endgültig ins Kopfschütteln verfallen. Zu Unrecht, darf an dieser Stelle festgehalten werden.

Bei der Job-Bezeichnung kann man durchaus geteilter Meinung sein, bei der Notwendigkeit dieser Menschen aber nicht.

Wer Geschäftsmodelle auf Datenbasis entwickeln will, muss eben sicherstellen, dass er oder sie über die richtige Art der Daten verfügt und die obendrein auch noch verlässlich sind. Womit wir wieder beim Quality Steward wären.

Weil das Thema Datenmanagement  im Marketing aber noch viel größer und außerdem ziemlich wichtig ist, haben wir dafür eine eigene Serie aufgelegt.

Holger Schellkopf

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24.09.2018 Rügen des Deutschen Werberats

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V schrieb mir zuletzt: Erst hieß es: Die beiden Sesamstraße-Kerle sind schwul. Das enthüllte der Serien-Autor Mark Saltzman, um anschließend einen Rückzieher zu machen.

Nun schreibt mir Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V das Werbung immer noch oftmals sexistisch ist.

Lieber Herr Böhmer,

Rügen haben lange Beine. Diese Headline ist fast exakt 25 Jahre alt. Es war das erste Mal, dass ich über die Rügen des Deutschen Werberats schrieb. Was sich seither verändert hat? Nicht wirklich viel.

Vor allem sexistische Werbung wird nach wie vor praktiziert und vom Werberat gerügt. Immerhin: Öffentlich beanstandet werden mussten nur noch 7 Unternehmen.

Sortiert man die herabwürdigenden und rücksichtslosen Werbemaßnahmen nach Bundesländern, ergibt sich folgendes Bild: Drei Rügen gingen nach NRW, zwei nach Sachsen und je eine nach Hessen und Bayern. Besonders grauenhaft war diesmal die Darstellung eines sich erhängenden Menschen.

Unternehmen und Agenturen, die Kommunikationsmaßnahmen durchführen, müssen sich mehr ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden. Dass heute immer noch so fahrlässig und oft auch degradierend kommuniziert wird, mag ein Rätsel sein.

Doch momentan zeigt ja ausgerechnet die Politik, wie leicht Kommunikation entgleist. Werteverständnis, Respekt und Toleranz müssen Basis jeglicher Kommunikationsarbeiter sein. Ob in der Werbung oder in der Politik.

Jochen Kalka

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22.09.2018 Ernie und Bert

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V schreibt mir tolle Geschichten aus der Werbe und Marketing-Welt.

Lieber Herr Böhmer,

Vorsicht, Tony Petersen! Ja, der Sparwahn bei Filmproduktionen gehört gegeißelt. Aber die Aussage des Vorstandsmitglieds des Verbands der Werbefilmproduzenten, dass wir „irgendwann in Kasachstan landen werden“, ist seltsam.

Denn seit „Borat“ haben wir gelernt, dass Kasachstan zwar ein völlig rückständiger Staat ist, in dem Minderheiten diskriminiert werden, Prostitution und Kriminalität alltäglich sind und man fermentierten Pferde-Urin trinkt. Aber Borat Sagdiyev, alias Sacha Baron Cohen, lässt keinen Zweifel daran, dass Kasachstan in jeder Hinsicht ein großartiges Land ist.

Wer sich übrigens gefragt hat, warum Ernie und Bert noch nie in Kasachstan waren, hat nun eine zufriedenstellende Erklärung. Oder doch nicht? Erst hieß es: Die beiden Sesamstraße-Kerle sind schwul. Das enthüllte Serien-Autor Mark Saltzman.

Doch dann ruderte Saltzman wieder zurück. In der „New York Times“ ergänzte der Fernsehschaffende, er wolle die beiden Puppen nicht auf eine sexuelle Orientierung festlegen.

Gehen wir einfach mal davon aus, dass es der Zielgruppe zu recht völlig wurscht ist, ob Ernie und Bert schwul sind oder nicht, und kommen wir zurück zum Thema Minderheitendiskriminierung. Nein, in Kasachstan werden Minderheiten nicht diskriminiert.

Als der Schauspieler Sacha Baron Cohen seinen Film „Borat“ auf die Öffentlichkeit losließ, kam es zunächst zu heftigen Reaktionen der Entrüstung aus Kasachstan und einem Film-Verbot. Doch einige Jahre später bedankte sich Kasachstans Außenminister überraschend für die Satire des britischen Komikers. Sie hatte nämlich einen Tourismus-Boom ausgelöst.

Auf einen ähnlichen Effekt hofft Diesel. Die italienische Modemarke widmet ihre neue Kollektion dem Hass in den sozialen Medien. Hassbotschaften sollten in all ihrer Lächerlichkeit offensiv nach außen getragen werden, um ihre Wirkung zu brechen. Satirische Überhöhung als Waffe der Aufklärung.

Wenn das mal gut geht. Vielleicht würde es einfach schon ausreichen, Haltung zu zeigen – und auch zu bewahren.

Einen schönen Abend.

Rolf Schröter

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15.09.2018 Influencer Marketing

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V schreibt mir, das Influencer mehr leisten als TV-Werbespots, und daher auch nicht teurer sind als TV-Werbung. Somit geht die Rechnung einer Studie, die das Gegenteil behauptete nicht auf. Zuletzt hatte ich mich gefragt, was mach ich eigentlich den ganzen Tag?

Ist das schon Schleichwerbung?

Na ja, ich erzähle Geschichten. Geschichten über Künstler, Schauspieler, Mode, Politik, Filme, Reisen, Essen und Trinken, über Bücher, Musik und Theater usw. Nun Frage ich mich, bin ich auch ein Influencer? Und ist das was ich tue etwa Werbung? Und wenn ja, wen oder was bewerbe ich dann? Ist das was ich mache schon Schleichwerbung, weil ich einen Link setze? Viele Fragen, kaum richtige Antworten.

Lieber Herr Böhmer,

nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Das gilt auch für Studien, wonach Fernsehwerbung günstiger sein soll als Influencer Marketing. Agenturchef Kevin Tewe macht heute eine ganz andere Rechnung auf : Influencer sind Testimonials, Kreativagentur und Werbeträger in einer Person.

Sie erbringen also eine wesentlich umfassendere Leistung als der TV-Sender, der einen fix und fertig angelieferten Spot ausstrahlt. Und sie erledigen Jobs, für die der Kunde auch in der analogen Welt zahlen muss - nur an mehr Dienstleister.

Die Dmexco ist morgen oder übermorgen ein guter Ort, um digitale Missverständnisse aufzuklären und sich mit neuen Entwicklungen auseinanderzusetzen. W&V finden Sie übrigens in Halle 8 am Stand  D 048.

Wer nicht selbst in Köln sein kann: Unser Liveblog hält Sie ab sofort auf dem Laufenden.

Ihnen einen schönen Abend und gute Digitalgeschäfte.

Frank Zimmer

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14.09.2018 ein Gegengeschäft

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, schreibt mir zu einem Thema, das auch mir auf den Nägeln brennt. Wo fängt Werbung an, und wo beginnt die Schleichwerbung. Eine Frage mit der sich alle Webseiten-Betreiber herumschlagen müssen. Auch ich.

Lieber Herr Böhmer,

so geht unbeabsichtigtes Content-Marketing: Da ist Ströer gar nicht mit einem Stand auf der großen Digitalmesse Dmexco in Köln anwesend – und trotzdem ist das Medienhaus dort ein großes Thema.

Klar geht es um den Verdacht der Schleichwerbung, doch, ganz ehrlich, die Medienaufsicht steht erst am Anfang ihrer Aufsichtspflicht und scheint oftmals von der Wirklichkeit des Internets überfordert.

Völlig ungeklärt scheint immer noch zu sein, wo ein Gegengeschäft aufhört, wo bezahlte Werbung anfängt, wann wirklich ein Reklamedeal dahintersteckt und wann Inhalte für den User als Werbung kenntlich gemacht werden müssen.

W&V-Kollegin Petra Schwegler hat sich mit dem Fall Ströer und möglichen Vorwürfen ausführlicher auseinandergesetzt.

So lange Influencer auch bei nicht bezahlten Inhalten und völlig unabhängigem redaktionellen Tun ihre User mit Werbekennzeichnungen belästigen müssen, was dann einfach nicht der Wahrheit entspricht, erscheint das Taumeln von Aufsichtsbehörden im weltweiten Netz geradezu lächerlich.

Uns allen einen entspannten Abend.

Jochen Kalka

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13.09.2018 alles nur gekauft

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, schreibt mir das Friedrich Liechtenstein meint, das alles gekauft ist, auch die Klicks bei Google. Ach nee, so was aber auch, darauf wäre ich nie gekommen.

Lieber Herr Böhmer,

es ist „alles gekauft und mit perfiden Tricks durchgedrückt“. Verrät Friedrich Liechtenstein Mirko Kaminski vor dem W&V-„Mirkofon“ auf die Frage nach dem Geheimnis viraler Erfolge . Die „Supergeil“-Werbung von Edeka hat den Berliner Gentleman zwar berühmt gemacht. Künstler war er aber schon vorher. Jung von Matt hat sich halt den „Krümel auf dem Sofa meines Oeuvres“ gepickt, erklärt Liechtenstein, und „eine große Lupe drüber gehalten“.

Erfolg haben auch die sozialen Medien mit Inhalten von Verlagen. Heute hat das Europaparlament den Vorschlag für ein europäisches Leistungsschutzrecht gebilligt. Vor allem Google soll damit gezwungen werden, Presseverlage für deren journalistische Arbeit zu bezahlen, wenn diese Arbeit in Google News veröffentlicht wird.

Um es mit den Worten von Liechtenstein zu sagen: Google pickt sich die Krümel vom Verlagssofa, hält eine große Lupe drüber und erntet anschließend die Früchte der erzielten Reichweite.

Ist das richtig? Nein, findet Philipp Schindler. Der Chief Business Officer von Google kritisiert die Entscheidung der europäischen Volksvertreter aufs Schärfste. Auf der Dmexco-Bühne sagt er, dies behindere die gesamte Digitalbranche.

Stimmt das überhaupt? Wie wird sich die Digitalbranche entwickeln? Können wir das voraussehen? Hören wir auf Friedrich Liechtenstein. Der Berliner Visionär sagt: „Die Zeit der Eiche ist vorbei. – Jetzt ist die Zeit der Alge“ Die Alge ist das next big thing.

Zu wenig Nutzwert, diese Info mit der Alge? Na klar: „Die tollsten Sachen bezüglich Geld und Sexualität darf man natürlich nicht preisgeben“, sagt Friedrich Liechtenstein.

Erfolg kostet halt Geld. Clever ist, wenn es nicht das eigene ist.

Einen supergeilen Abend wünscht

Rolf Schröter

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01.09.2018 Desingsünden der 90er Jahre

GFDK - Marketing News

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, machte mich darauf aufmerksam, das eine Imagekampagne, über Sachsen, auch nach hinten los gehen kann. Deshalb steigt eine Agentur aus einem Pitch aus, weil das Image, von Sachsen beschädigt sei. Heute schreibt mir die W&V Redaktion, über Designsünden der 90er Jahre, und über eine Verpackungsstrategie von Aldi.

Lieber Herr Böhmer,

Selbstverhöhnung erlebt man ja eher selten in der Autowerbung. Im Spot „Ugly 90s“ von Skoda funktioniert das aber ganz hervorragend. Darin bekennt sich die Automarke zu ihren Designsünden in den 90ern, die ihr immer noch nachhängen. Zu den Highlights im Fotoalbum gehören die Aufnahmen aus den 90ern garantiert nicht.

„Na und?“ sagt Skoda und weist uns zu Recht darauf hin, dass damals eine allgemeine Stilverwirrung herrschte. Und so richtig gut sah keiner aus. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Wichtiger ist, was Skoda heute ist und kann. Schlau und witzig verpackt.     

Weiterentwickeln will sich auch Aldi und mit alten Verpackungssünden abschließen. Eine neue Verpackungsstrategie, vor allem für die Obst- und Gemüseabteilung, soll den anfallenden Müll stark reduzieren, bei den Eigenmarken bis zum Jahr 2025 um 30 Prozent. Ein guter Anfang.

Auch der Trend zur Zuckerreduzierung begann mit dem ersten Schritt. Mittlerweile springen immer mehr Markenhersteller auf, auch Arla und Milram wollen den Zuckergehalt reduzieren. Eine Strategie mit Risiken: Denn Veränderungen beim Geschmack machen die meisten Verbraucher nicht mit.  

Viel Spaß beim Lesen

wünscht die W&V-Redaktion

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31.08.2018 Agentur steigt aus

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Zuletzt stellte die W&V Redaktion die Frage "Sie haben immer noch nicht genug von Influencern?" Da habe ich mich gefragt: Was mache ich eigentlich den ganzen Tag? Na ja, ich erzähle Geschichten.

Geschichten über Künstler, Mode, Politik, Filme, Reisen, Essen und Trinken, über Bücher, Musik und Theater. Bin ich auch ein Influencer?

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, macht mich darauf aufmerksam, das eine Imagekampagne, über Sachsen, auch nach hinten los gehen kann. Deshalb steigt eine Agentur aus einem Pitch aus, weil das Image, von Sachsen beschädigt sei.

Lieber Herr Böhmer,

ist das nun gut oder böse? Wenn sich eine Agentur aus einem Pitch verabschiedet, weil das Produkt nicht stimmt? Soll nicht gerade Kommunikation dazu beitragen, das Image des Produktes wieder zu stärken? Aber, Moment mal, um welches Produkt geht es hier eigentlich?

Nein, es geht nicht um Starbucks, das sich als verantwortungsvoll und fair positioniert, doch nun durch eine Arte-Dokumentation entzaubert wird, sondern es geht um eine geplante Imagekampagne der Investregion Leizpig und deren Mittelzentren Wurzen, Borna und so weiter.

„Unserer Meinung nach ist das Image Sachsens weltweit so nicht mehr vermittelbar“, heißt es in einem Tweet der Agentur Wurzelschläger & Friends, die sich damit aus dem Pitch verabschiedet.

Ist das nun mutlos oder mutig? Nach den Chemnitz-Krawallen jedenfalls ist dieser Schritt mehr als nachvollziehbar. Eine Imagekampagne kann in solch einem emotional aufgeladenen Umfeld kontraproduktiv sein. Und auch für die Agentur nach hinten losgehen.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen

Jochen Kalka

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28.08.2018 Geschichten erzähler

GFDk - Marketing News

Ich Frage mich, was mach ich eigentlich den ganzen Tag? Na ja, ich erzähle Geschichten. Geschichten über Künstler, Mode, Politik, Filme, Reisen, Essen und Trinken, über Bücher, Musik und Theater. Nun Frage ich mich, bin ich auch ein Influencer?

Zuletzt berichteten wir darüber, das der SPD ein PR-Coup gelungen ist, weil sie den Slogan der CSU geklaut hatten. Dazu schrieb mir die W&V Redaktion: Die CSU hat gelernt, warum es klug ist, rechtzeitig die Domain für einen Wahlkampfslogan zu sichern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich im Netz zum Horst. 

Nun schreibt mir die W&V Redaktion:

Lieber Herr Böhmer,

wenn die Politik junge Wähler ansprechen will, dann müssen die richtigen Ansprechpartner her. Sprich: Influencer. Im konkreten Fall der hessischen Landesregierung sollen die Lochis zu Einflüsterern werden . Damit sind die umschwärmten Youtuber Heiko und Roman Lochmann ab sofort nicht mehr nur als Werbetestimonials begehrt, sondern auch in politischen Dingen als Berater gefragt.

Auch wer Nachwuchs sucht, verlässt sich inzwischen gern auf die meist jungen Meinungsführer aus dem Social Web. Dazu zählen unter anderem die Arbeitgeber aus der chemischen Industrie. Und weil es funktioniert, startet die Agentur KNSK für die Initiative Chemie im Dialog die bereits sechste Runde der  Influencer-Kampagne #DeineChemie mit bekannten YouTubern wie Ray Fox.

Ach ja – eine aufzubauende Influencerin hat gerade die Otto-Marke About You gekürt: Melisa ist Gewinnerin des Wettbewerbs #bestjobever und somit das neue Instagram-Gesicht des Modehändlers. Die 26-jährige Berlinerin konnte sich gegen 700 Bewerber durchsetzen und reist für About You zur New York Fashion Week.

Sie haben immer noch nicht genug von Influencern? Dann empfehlen wir noch dieses Thema so kurz vor dem Wochenende – eine lustige Influencer-Verarsche rund ums Niedersachsen-Ticket. Video-Bloggerin Nini erweist sich dabei als echtes Werbetalent, das herrlich analoge Postkarten (!) aus Meppen verschickt.

Mit diesen und weiteren spannenden Themen wünscht Ihnen die W&V Redaktion ein entspanntes Wochenende.

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27.08.2018 Wahlkampfslogan

GFDK - Marketing News

Zuletzt schrieb mir die W&V Redaktion über einem brisanten Verkauf: "Ausgerechnet Pepsi übernimmt Sodastream. Die Marke, die sich gerne als Alternative zu den Getränke-Multis inszeniert.

Und in ihrer Werbung gegen Coca-Cola und auch Pepsi austeilt. Aber 2,8 Mrd. Euro - diese Summe soll fließen - sind offenbar Argument genug, das Feindbild lieben zu lernen." Heute geht es auch um ein Feindbild, könnte man Sagen, zumindest für die SPD.

Lieber Herr Böhmer,

ein lehrreicher Tag geht zu Ende. Google hat eine Fake-Pizza erfunden und viel über Videos für Foodmarketing gelernt. Ein Team von Google untersuchte zusammen mit Nestlé und einem Marketing-Professor, welche Video-Ads Appetit machen. Das Objekt der Begierde? Eine Fantasiemarke namens "Doctor Fork".

PR-Coup, Slogan der CSU geklaut

Die CSU hat gelernt, warum es klug ist, rechtzeitig die Domain für einen Wahlkampfslogan zu sichern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich im Netz zum Horst.

Dämlich ist wie die SPD sich für ihre Aktion abfeiert

Die "WELT" schreibt dazu: "Die Sozialdemokraten haben sich die Website zum CSU-Wahlkampfslogan „Söder macht‘s“ gesichert. Noch peinlicher als das Versäumnis der Christsozialen ist allerdings, wie sich die SPD für die Aktion abfeiert – gerade angesichts ihrer eigenen Lage.

Die Freude kann ein Götterfunke sein, himmlisch und ansteckend. Sie kann aber auch als hässliche Fratze daherkommen, und zwar immer dann, wenn sie sich mit dem Schaden paart. Schadenfreude gibt vor allem denjenigen etwas, die selbst beschädigt sind. Sie mindert für einen Moment das eigene Elend."

Weil sein Wahlkampfteam vergisst, eine URL zu sichern, kann die SPD öffentlichkeitswirksam seinen Slogan klauen.

Wir von der GFDK Redaktion Fragen uns ist das Pech, oder dämlich? Dämlich ist mit Sicherheit nicht Markus Söder. Verantwortlich für diese Panne ist sein Wahlkampfteam.

Und Lehrreiches gibt es zum Start der neuen W&V-Serie zum Thema Influencer-Marketing auch von Rechtsanwalt Carsten Ulbricht. Der Jurist erklärt, worauf man bei Verträgen achten sollte.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

die W&V-Redaktion

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