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Marketing News

15.07.2018 Kroaten sind Titel-tauglich

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schrieb mir zu der neusten Entwicklung bei Opel. Er wünscht sich eine richtige Erfolgsgeschichte für den Autobauer aus Deutschland. Jetzt schlägt Opel ein neues Kapitel auf. Diesmal steht nicht die Werbekampagne im Mittelpunkt, sondern das Design. Prima, sagen wir, von der GFDK Redaktion.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, hat viel Verständnis dafür, das die Kroaten die isotonische Sponsorenplörre der FIFA nicht saufen wollten, und wünscht der Mannschaft viel Erfolg im Endspiel.

Lieber Herr Böhmer,

Glückwunsch, Kroatien - Ihr habt es bis ins Finale der Fußballweltmeisterschaft gebracht. Und das bei diesem harten Gegner. Nein, ich meine nicht England, diese fairste Mannschaft, die man sich nur vorstellen kann. Ich meine die FIFA.

Die Disziplinarkommission des Weltverbands hat die Kroaten bestraft, weil Spieler „nicht autorisierte Produkte“ benutzt hatten. Sprich: Sie hatten offenbar keinen Bock, die isotonische Sponsorenplörre zu saufen. Hut ab, Kroatien. 60.500 Euro für ein paar nicht konsumierte Erfrischungsgetränke. Wer da die Contenance behält, ist Titel-tauglich.

Aber es hat ja nicht nur Kroatien getroffen. Auch England und Uruguay müssen ebenfalls zehntausende Euro lockermachen. Weil sie falsche Socken getragen haben. Ja: falsche Socken!!! Bei Uruguay war es übrigens nur ein einzelner Spieler, der sich mit verbotenem Wadenschmuck zierte.

Typisch FIFA, typisch Schweiz? Dann schauen wir mal, was hierzulande gerade passiert. Der Noch-Generalsponsor Mercedes-Benz wirbt mit fünf Nationalspielern. Auf dem Plakat sind die Bayern-Profis Joshua Kimmich und Jérôme Boateng zu sehen.

Das verhagelt dem FC Bayern sein Weißbier. Nach dem Verständnis der Münchner verstößt das gegen die 2017 vereinbarten "Leitlinien zur Verwendung von Persönlichkeitsrechten und anderer Rechte der A-Nationalspieler". Unsere Spezialistin Ulrike App erklärt’s gerne.

Es ist nämlich genau geregelt, wie viele Nationalkicker für die Commerzbank, Adidas oder Bitburger auflaufen dürfen.

Hab ich Lust, dafür Verständnis aufzubringen? Nö. Stattdessen frage ich mich, was das überhaupt noch ist: die „Deutsche Fußball-Nationalmannschaft“. Pardon: „La Mannschaft“. Früher, da war ich mit heißem Herzen bei diesem Team. Heute macht es mir gar nicht so viel aus, dass wir früh ausgeschieden sind.

Ich freue mich einfach für diese Asterix-und-Obelix-ähnlichen Kroaten. Trinken einfach ihre eigene Cervisia, diese Ostgoten - Auf ins Finale.

Wir Nicht-Fußballnationalspieler können uns ja kleinere Ziele setzen:

Auf in den Feierabend. Bei Teutates

Rolf Schröter

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15.07.2018 Der Zorn der Verbraucher

GFDk - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Gestern noch schrieb mir Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, dass Marken sich an gesellschaftspolitischen Trend orientieren. Was dabei raus kommt, sieht man bei Citroen: "Kind muss nicht mehr kotzen - dank der Brille." Dabei sollte Citroen doch einfach nur Autos bauen, wenn es geht bessere, meinten wir.

Nun schreibt mir Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, dass viele Medienmenschen den Wert ihrer Marke und die Markenkraft wohl unterschätzen. Es gibt aber auch, wie wir wissen, Marketer, die den Wert ihrer Marke überschätzen. Das beste Beispiel lieferte EDEKA ab.

Allen ernstes haben die geglaubt, sie könnten Billig-Fleisch mit einem Tierschutzlabel verkaufen, und der Verbraucher würde das hinnehmen. Der Schuß ging nach hinten los. Hier hat die Markenkraft in den Markensaft geschossen.

Lieber Herr Böhmer,

irgendwie peinlich. Und schade. Dass viele Medienmenschen immer noch nicht um den Wert ihrer Marken wissen, Markenkraft ihrer Medien nutzen oder gar über diverse Medienkanäle stärken. Längst geht es nicht mehr darum, mit einem Printprodukt, einem TV-Format oder einem Online-Auftritt direkt 1:1 Gewinn zu erzielen.

So haben vielleicht Verleger und Manager im vergangenen Jahrhundert gedacht – und so denken noch einzelne dieser Spezies heute.

Heute muss von der Kraft der aufgebauten Marken profitiert werden. Geschäftsmodelle müssen an die Medienmarken angedockt werden. Ganz gleich, ob in Form von Events, Büchern, Spielen oder gar ganz neuen Ideen, etwa Testaten.

Eine starke Marke hat der Sender Vox aufgebaut: Die Höhle der Löwen. Dass Gruner + Jahr nun ein Magazin dazu starten will, erhöht das Vermarktungspotenzial. Und zwar für Sender wie Verlag, die ja beide zu Mama Bertelsmann gehören.

Was genau hinter dem Konzept steckt, hat unsere W&V-Kollegin Manuela Pauker skizziert.

Und was gab es noch? - Der Zorn der Verbraucher

Edeka verkauft Hähnchenschenkel für 15 Cent pro 100 Gramm

Über Edeka brauste zu Recht ein Shitstorm durch die sozialen Medien, weil die Einzelhandelskette im Wochenangebot das Fleisch zu billig angeboten hat. Selbst eine Auszeichnung des Fleisches durch die "Initiative Tierwohl" konnte Edeka nicht vor dem Zorn der Kunden schützen.

Auf Facebook schrieb ein Nutzer

Zu Ihrem Montagsknüller für diese Woche:

Ihr Montagsknüller ist wirklich ein Knüller. Aber ein abscheulicher, abstoßender und unfassbarer.

Dass Sie Fleisch, welches von einem fühlenden Lebewesen stammt, für so einen Preis verschachern, ist eigentlich schon unsagbar traurig und derart herabwürdigend (nicht nur für das Tier), aber dass Sie es dann noch mit dem einem "Tierwohllabel" auszeichen, ist wirklich der Gipfel der Geschmacklosigkeit.

Somit suggerieren Sie den Verbrauchern sogar noch, dass diese etwas Gutes tun, wenn sie dieses Billig-Fleisch kaufen. Damit unterstützen Sie, dass die Menschen immer mehr den Bezug zu dem was sie dort auf dem Teller haben und es vor allem nicht mehr schätzen.

Wie soll der Verbraucher sich bewusst werden, dass es ein lebendes Tier war, welches aufgezogen und versorgt werden musste, wenn Sie es für einen Preis von 0,15 cent / 100 Gramm verkaufen? Sogar eine billige qualitativ schlechte Tafel Schokolade kostet mehr das 3-fache!

Auch ein "frisches Hähnchen" für EUR 3,33 ist ein Schlag ins Gesicht, für alle empathischen Menschen, die sich für unsere sogenannten "Nutz"tiere sorgen und einsetzen. Dazu muss man noch nicht einmal Vegetarier sein, dass sowas weh tut.

Es dürfte sich auch bis zu Ihnen herumgesprochen haben, welche schrecklichen Zustände in der Massentierhaltung herrschen. Wie erbärmlich diese 745 Mio. Tieren leben und sterben, jedes Jahr in Deutschland. Daher bin ich sehr empört, dass Sie diese Zustände noch fördern, indem Sie solche Angebote machen.

Ich kann Sie nur bitten, dieses bei Ihren künftigen Aktionsplanungen zu berücksichten.

Soweit dazu: Ein Kg Hähnschenschenkel für 1.50 Euro mit dem Tierschutzlabel zu bewerben, das ist der Hammer der Woche.


Ich wünsche Ihnen angenehme Lektüre.

Jochen Kalka

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12.07.2018 Citroen sollte lieber bessere Autos bauen

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, fand die Werbung von Mercedes weitaus besser gelungen als die der Bahn. Da wusste er aber noch nichts von der Brille von Citroen, besser so.

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schreibt mir nun das Marken sich an gesellschaftspolitischen Trend orientieren. Was dabei raus kommt, sieht man bei Citroen: "Kind muss nicht mehr kotzen - dank der Brille."

Lieber Herr Böhmer,

früher genügte es, wenn Marken einzigartig waren und gute Produkte garantierten. Heute müssen sie dazu auch noch nützlich sein und idealerweise die Welt verbessern. "Useful Brand Experiences" heißt das Buzzword zum gesellschaftspolitischen Trend. Nur so ist das merkwürdige Brillengestell zu verstehen, das Citroen gerade erfunden hat.

Citoen sollte gute Autos bauen und nicht Brillen

Und  mal ehrlich: Die Brille sieht ziemlich bescheuert aus. Aber wenn's hilft...Es sieht aus wie Karneval in Köln (mehr zum Dmexco-Streit lesen Sie hier), soll aber vor Reisekrankheit schützen.

Ich finde es gut, dass Citroen sich mit Brillen nützlich machen will. Noch besser wäre es, wenn diese großartige Marke dahin zurückfinden würde, wofür sie einmal stand: Technologische Extraklasse und epochales Design. Das wäre dann wirklich innovativ und für viele tausend Citroen-Mitarbeiter sicher auch nützlich.

Unter dem Namen Seetroën ist die Brille im Lifestyle-Boutique der Marke vorbestellbar. Dort wird sie für 99 Euro im Rahmen einer Limited Edition angeboten.

Ihnen einen schönen Abend und eine schöne Woche.

Frank Zimmer

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11.07.2018 Natürlich gewinnt der Spot für die C-Klasse

GFDk - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V, möchte keine Monokultur ohne Einkaufserlebnis, schrieb er mir. Ich auch nicht. Aber so schilderte das erste Szenario der insgesamt sieben Teile umfassende Zukunftsstudie "2025: Smart Value Networks" ein derartiges "Shopping 4.0"

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, findet die Werbung von Mercedes weitaus besser gelungen als die der Bahn.
 
Lieber Herr Böhmer,

schon die neuen Kampagnen von Mercedes und der Deutschen Bahn gesehen? Vergleichen wir doch mal: Natürlich gewinnt der Spot für die C-Klasse. Er ist einfach gut. Prominenz, Dynamik, filmische Überraschungseffekte, Musik – alles vom Feinsten. Die Bahn dagegen: Ein Gag, der über 50 Sekunden hinweg durchgekaut wird.

Ja, das ist zwar ein Vergleich wie Äpfel mit Birnen. Denn Mercedes spricht eine überschaubare Elite an, die Bahn dagegen die Gesamtbevölkerung. Da müssen Humor und Botschaft breit wirken. Aber trotzdem hinterlässt die Kreation der Bahn bei mir einen schalen Nachgeschmack; Mercedes nicht.

Und zwar deshalb, weil Mercedes die eigene Kraft betont: „Never stop improving.“ Die Bahn dagegen diskreditiert die Wettbewerbsgattung Flugzeug – beim Thema Beinfreiheit.

Aber wer andere disst, um sich selbst als besser darzustellen, braucht wirklich überzeugende Argumente. Und die sind leider nicht stichhaltig. Wer schon mal in einem vollen ICE saß, weiß: Da ist es auch nicht bequemer als in einem vollen Flugzeug.

Hätte die Bahn auf den lahmen Gag mit den singenden Knien verzichtet, hätte sie sich und uns 40 Sekunden gespart und die Botschaft wäre auch angekommen – mit einem positiven Dreh.

Einen schönen Abend wünscht

Ihr Rolf Schröter

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10.07.2018 Monokultur ohne Einkaufserlebnis

GFDk - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Zuletzt schrieb mir Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V,über künstliche Intelligenz, an die nur hoffnungslose Zukunfts-Nerds glauben. Nur Thomas Koch, der nicht.

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V, möchte keine Monokultur ohne Einkaufserlebnis. Ich auch nicht. Aber so schildert das erste Szenario der insgesamt sieben Teile umfassende Zukunftsstudie "2025: Smart Value Networks" ein derartiges "Shopping 4.0" - immer, alles, sofort, bequem, preiswert und State of the Art.

Lieber Herr Böhmer,

Einkaufen im Jahr 2025, darunter stellen sich manche Leute nur noch den Paketboten vor, der einem die Amazon-Kartons in die Wohnung schleppt.

Es wäre die Horror-Version einer digitalen Monokultur ohne lebendige Innennstädte, ohne unmittelbares Einkaufserlebnis, ohne Menschen an der Ladentheke, dafür aber mit jeder Menge Chatbots und "Haben-auch-gekauft"-Boxen auf Bildschirmen.

Studien wie "Shopper Behaviour 2025 – das Einkaufsverhalten der Zukunft" zeigen, dass es so schlimm nicht kommt. Die neue Einkaufswelt wird digitaler als die heutige sein. Aber auch vielfältiger und näher am Kunden. Meine Kollegin Petra Schwegler hat die Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

Bleiben wir zuversichtlich.

Frank Zimmer

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06.07.2018 Billigintelligenz aus Fernost

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, schreibt mir über künstliche Intelligenz, an die nur hoffnungslose Zukunfts-Nerds glauben. Nur Thomas Koch, der nicht.

Lieber Herr Böhmer,

gäbe es sie doch, diese verdammte künstliche Intelligenz. Ich würde sie in Massen kaufen, natürlich auch, um sie selbst zu nutzen, etwa am Abend mit Bier vor der Glotze. Ich würde sie aber zu gerne an so viele Menschen verschenken. Kalkas Liste von Kandidaten ist bei diesem Gedanken endlos.

Intelligenz von Aldi oder aus Fernost?

Bei Aldi gäbe es diese künstliche Intelligenz aktionsweise auf Paletten – vielleicht würden die Kunden dann artgerecht ausparken (für das Einparken wäre es ja zu spät). Im Internet würde Billigintelligenz aus Fernost locken, die sicher auch nicht schlechter ist, aber ohne Garantie. Und: Sie muss verzollt werden.

Ok, reden wir lieber von natürlicher Intelligenz. Die beweist einmal mehr Thomas Koch, der darüber philosophiert, dass der Mensch die künstliche Intelligenz ersetzen muss. Oder so ähnlich. Lesenswert!

Lesenswert ist auch unsere Jubiläumsausgabe der W&V. Da geht es um das Morgen. Also auch um künstliche Intelligenz. Und, viel wichtiger: um Menschen.

Ihnen einen schönen Abend.

Jochen KalkaJochen Kalka
Chefredakteur

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06.07.2018 Schlimm genug - Jogi macht den Seehofer

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Zuletzt schrieb mir Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, das die Fan-Artikel der deutschen Nationalmanschaft nur noch Ramsch sind. Es war ein böses Erwachen für die Fans, oder besser gesagt, für ganz Deutschland.

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schreibt mir nun das diese Blamage für Jogi Löw keine Konsequenzen hat. Er darf weiter machen. Merkel bleibt, Seehofer auch, warum nicht auch Löw. Ob das alles gut für Deutschland ist wage ich zu bezweifeln.

Lieber Herr Böhmer,

es war ein guter Tag für die Sponsoren von Jogi Löw und die traditionelle Fußball-PR. Der Weltmeister-Trainer von gestern macht auch morgen weiter, Nivea kann werben wie bisher, der DFB muss nicht viel ändern, und alles andere wird sich schon irgendwie fügen.

Hoffentlich sind die nächsten Spiele der deutschen Nationalmannschaft und die nächsten Jogi-Spots nicht so pomadig wie die offiziele DFB-Kommunikation heute. Die Pressemitteilung las sich nicht nach Neustart, sondern nach Vertragsverlängerung bei der Volksbank Waldshut-Tiengen.

Und wo nach dem WM-Debakel in Russland "Wir haben verstanden" und "Jetzt erst recht" stehen sollte, heißt es im DFB-Sprech: "Gemeinsam kam man überein, dass eine überstürzte und oberflächliche Bewertung wenig Sinn mache."

Vielleicht sollten sich deutsche Profi-Fußballer und DFB-Kommunikatoren einfach nur auf dieselben alten Tugenden besinnen: Leidenschaft, Kampfgeist und Mut zur Wahrheit auf'm Platz.

Ihnen einen schönen Abend.

Frank Zimmer
Redaktionsleiter Online

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01.07.2018 Fan-Artikel nur noch Ramsch

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Gestern schrieb mir Rolf Schröter Ressortleiter Marketing von W&V über eine bemerkenswerte Anzeigenkampagne von McDonald's. Die werben für den erhalt der Berliner Regierungskoalition.

Erst einmal ein wenig Ironie zum heutigem Tage. - Deutsches WM-Aus - Schuld sind Putin, Trump und die AfD. Voellig unbeteiligt hingegen waren Özil, Gündogan, Boateng und ein gewisser Herr Löw. Und Seehofer: "wir werden diese russischen flüchtlinge nicht aufnehmen.“ Merkel: “wir MÜSSEN das ist die deutsche Nationalmannschaft.“ So weit so gut, dazu.

Jochen Kalka Chefredakteur von W&V schreibt mir das die Fan-Artikel der deutschen Nationalmanschaft nur noch Ramsch sind.

Lieber Herr Böhmer,

es war ein böses Erwachen. Nicht nur gestern am Nachmittag, als die Fußballer ihr Trauerspiel in Zeitlupe abarbeiteten, sondern auch heute Morgen, als die ganze euphorische WM-Werbung aus dem Radio ins Ohr donnerte. Die Italiener, diesmal erst gar nicht bei der WM angetreten, würden mit den Deutschen feiern, hieß es bei Agip, irgendwelche WM-Grillvergnügen versprach Lidl.

Der Weltmeister heißt: Deutschland. Tja, nur noch wenige Tage. Eigentlich steht der neue Weltmeister auch schon längst fest: Brasilien. Auf den ersten drei Plätzen unter den beliebtesten WM-Spots auf Youtube findet sich Brasilien. Wenn das kein Zeichen ist.

Schluss jetzt. Schnell noch einen Fan-Artikel kaufen. Denn die werden jetzt verramscht. So schnell kann es mit Markenwerten abwärts gehen. Nur einen Tag nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM haben die ersten Händler mit dem Verramschen der verbliebenen Fan-Artikel begonnen.

Für Werbungtreibende und Vermarkter bedeutet das Vorrunden-Aus einen finanziellen Schaden

Unter allen Werbungtreibenden trifft das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft den DFB-Generalsponsor Mercedes-Benz ("Best Never Rest") und Jogi Löws Werbepartner Schüco ("Zuhause") mit am härtesten.

Viele der teuer produzierten Werbespots sind jetzt kaum noch einsetzbar, obwohl die WM noch zweieinhalb Wochen dauert.

Gute Nacht

Jochen Kalka

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28.06.2018 Die aktuelle Anzeigenkampagne von McDonald's

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V schrieb mir gestern, das Jan Wachtel von RTL das deutsche Netflix aufbauen will. Nur Max Conze, Vorstandschef von ProSiebenSat.1, wirde ihm das Feld nicht kampflos überlassen. Heute schreibt mir Rolf Schröter Ressortleiter Marketing von W&V über eine bemerkenswerte Anzeigenkampagne von McDonald's. Die werben für den erhalt der Berliner Regierungskoalition.

Lieber Herr Böhmer,

also ich gehöre nicht zu denen, die sie im Teenager-Alter an die Decke gepfeffert haben. Noch heute liebe ich Gurkenscheiben auf meinem Burger. Aber es stimmt schon: Während die einen sie lieben, hassen manche Menschen geradezu die kleinen grünen Gemüseteile zwischen Rindfleischpatty und Tomate.

Die aktuelle Anzeigenkampagne von McDonald's

McDonald’s hat aus dieser Zweiteilung eine Kampagne erschaffen. Daraus entstanden ist aber viel mehr; nämlich die Haltung einer Marke zu einem politisch-gesellschaftlichen Thema. Zwischen Horst Seehofer und Angela Merkel passt nun der Satz: „Weil es nur eines gibt, was uns wirklich spalten darf: Die Essiggurke.“

Im Anzeigentext von McDonald’s heißt es:

"Man kann und darf anderer Meinung sein. So wie bei unserem Cheeseburger. Die Einen schwören auf die Essiggurke. Für die Anderen ist sie ein Ding der Unmöglichkeit. Die Menschen sind eben so verschieden wie ihre Geschmäcker. Wir finden das gut.

Darum ist bei uns jeder willkommen - ganz egal, wo man herkommt, woran man glaubt, wen man liebt, wie alt man ist oder was man gelernt hat. Wichtig ist, dass man trotz verschiedener Meinungen immer im Gespräch bleibt. Denn gemeinsam erreichen wir mehr. Wirklich spalten darf uns nur die Essiggurke."


Eine herrliche Erfrischung ist das in dieser politischen Sauregurkenzeit.

Und damit zurück ins WM-Studio.

Rolf Schröter

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27.06.2018 Digitaler anspuch der TV Sender

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Gestern gratulierte Jochen Kalka Chefredakteur von W&V den deutschen Agenturen für den sensationellen Medaillenregen in Cannes. Gratulation an Jung von Matt, Serviceplan und DDB, die fett Punkte für das Kreativranking gesammelt haben, schrieb er.

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V meint das Jan Wachtel von RTL das deutsche Netflix aufbauen will. Nur Max Conze, Vorstandschef von ProSiebenSat.1, wirde ihm das Feld nicht kampflos überlassen.

Lieber Herr Böhmer,

früher war ganz sicher nicht alles besser, wahrscheinlich ist es sogar eher umgekehrt – auch wenn man das bei dem Gejammere allerorten manchmal kaum glauben kann. Eines muss man jedoch wohl einräumen: Früher war manches einfacher, in manchen Branchen zumindest und für einen Teil der Akteure.

Wer beispielsweise die Freude hat, einen TV-Sender zu betreiben, der sieht sich heute einer wesentlich spannenderen Aufgabe gegenüber, als dies in vordigitaler Zeit der Fall war.

Spannend, weil sich Publikum, Konkurrenz und Geräte verändert – und, was letztere Punkte betrifft, auch vervielfacht haben. Jüngstes Beispiel: Instagram hat vor ein paar Tagen sein neues Angebot IGTV gestartet.

Video für die Generation Mobile ist der Anspruch. Für Menschen wie Jan Wachtel ein Gegner mehr, den er im Auge behalten muss – neben Netflix oder Amazon. Wachtel hat die Aufgabe, diese Generation Mobile (und möglichst viele andere Menschen) für RTL zu begeistern, genauer gesagt: digitales RTL.

Womit wir wieder beim Thema spannend wären, denn Wachtel hat dafür Möglichkeiten, die über die eines klassischen Senders weit hinausgehen. Und deshalb will der ehemalige Bild-COO nicht weniger als das deutsche Netflix bauen.

Mit solchen und ähnlichen Ideen ist RTL aber natürlich nicht alleine. In München ist genau dazu heute eine interessante Allianz verkündet worden: ProSiebenSat.1 und Discovery machen gemeinsame Sache beim Streaming und laden ARD, ZDF und eben RTL gleich noch zum Mitspielen ein.

So oder so, es hat ziemlich lange (genau genommen viel zu lange) gedauert, bis die deutschen Akteure in Schwung gekommen sind. Jetzt scheint aber richtig was zu passieren. Lassen wir uns überraschen.

Einen ereignisreichen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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