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Marketing News

20.10.2014 Unter einer gemeinsamen Marke vereint

GFDK -Redaktion

RTL will sie reich machen. 30 Mädels aus Deutschland zwischen 18 und 27 Jahren sollen bei RTL über Fashion, Beauty und Lifestyle Themen quatschen, schreiben und junge Frauen berieseln. RTL ist mit seinem Mode-Blog-Portal Blogwalk gestartet.

Das Unternehmen sprach aber nicht von einem Blog, sondern von einem "hochwertigen digitalen Modemagazin". Betreut werden die Blogger laut RTL über die Agentur Gessulat/Gessulat, die auch die Akquise neuer Bloggerinnen übernehmen wird.

Neuartiges Web Angebot

Marc Schröder, Geschäftsführer von RTL interactive, sagt: "Die Verknüpfung von Top-Mode-Blogs zu einem innovativen Web-Fashion-Magazin inklusive Shopping-Anbindung und Integrationsmöglichkeit für Werbekunden ist neu. 'Blogwalk' ist ein weiterer Baustein in unserer Strategie, unsere werbeunabhängigen Geschäftsfelder mit Erlösen durch Transaktionen weiter auszubauen."

30 Fashionbloggerinnen sollen auf der gemeinsamen Plattform Videos, Inhalte und Bilder unter die Leute bringen. blogwalk.de soll an den Fernsehsender Vox angebunden werden, der mit Guido Maria Kretschmers Stylingshow "Shopping Queen" schon gute Quoten erzielt. Die Mediengruppe RTL Deutschland bestätigte einen Bericht des Branchendienstes turi über den Start des Portals.

Unter einer gemeinsamen Marke vereint

Das neue, Angebot wird von RTL interactive produziert und soll vor allem junge Frauen ansprechen. Schwerpunkt-Themen sind Fashion, Beauty und Lifestyle. Blogwalk soll sich über E-Commerce-Erlöse und Premium Werbung finanzieren.

Im Netz über das Thema Mode schreiben und berichten

Für den Start hat die Sendergruppe nach eigener Aussage, hochkarätige Blogerinnen rekrutiert. Das digitale Magazin solle den Bloggerinnen mehr Bekanntheit und neue Besucherströme verschaffen, sagte Michael Heise, Innovations-Chef von RTL interactive in einem turi-Interview. Die User können nach Unternehmensangaben individuell verschiedenen Blogs folgen, den eigenen Interessen entsprechend filtern und sortieren. Online-Einkaufsfunktionen seien in das Blog integriert.

Marc Schröder will die Mädels Reich machen

Marc Schröder sagte: "Das Angebot soll Werbekunden "individuelle Möglichkeiten, ihre Produkte und Botschaften in hochwertigen Umfeldern zu platzieren" bieten. Blogwalk soll die Mode-Anlaufstelle für junge, moderne und selbstbewusste Frauen im Netz werden verkündete Marc Schröder im Interview mit "turi 2.de". Er kündigt an, die Plattform "massiv im TV und digital" bewerben zu wollen, und er will die Mädels reich machen.

Frei und unabhängig von redaktionellen Vorgaben dürfen die Bloggerinnen entscheiden, welche Themen sie aufgreifen und ihrem Publikum präsentieren wollen.

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08.09.2014 Cribb-Studie

Redaktion GFDK

Nach einer aktuellen Gehaltsstudie der Personalberatung Cribb liegen in der Internetbranche die Spitzengehälter bei über 200.000 Euro pro Jahr. Entscheider in deutschen Digital-Unternehmen verdienen im Schnitt 212.893 Euro inklusive Zulagen.

Davon beträgt der fixe Anteil 63 Prozent, der variable 27 Prozent. Zusatzleistungen wie Dienstwagen oder betriebliche Altersvorsorge machen etwa 10 Prozent aus. Der Mittelwert basiert jedoch auf signifikanten Gehaltsunterschieden: Erhalten die Spitzenverdiener bis zu 677.000 Euro im Jahr, beziehen andere lediglich ein Jahresgehalt von 75.000 Euro. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen Gehaltsstudie von Cribb. Die führende Personalberatung für die Besetzung von Entscheidern mit ausgeprägter Digitalkompetenz hat im Frühjahr/Sommer 2014 die Gehälter von 203 Geschäftsführern und Vorständen der deutschen Digitalwirtschaft analysiert.

 

Online-Media- vor eCommerce-Unternehmen

Mit durchschnittlich 253.374 Euro pro Jahr erzielen Führungskräfte in Online-Media-Unternehmen im Gesamtvergleich das höchste Einkommen. Damit liegen sie laut Cribb-Studie vor Geschäftsführern und Vorständen von eCommerce-Unternehmen (246.102 Euro), Medienhäusern (238.687 Euro), Online-Technologie-Unternehmen (226.876 Euro) und Portalen/Marktplätzen (224.514 Euro). Erkennbar geringere Einkommensperspektive bieten hingegen Inkubatoren und Agenturen: Im Schnitt liegt das Jahresgehalt bei 203.000 Euro beziehungsweise 195.026 Euro.

Bei der Betrachtung der schwerpunktmäßig verantworteten Geschäftsbereiche führt branchenübergreifend das General Management die Gehaltstabelle an (233.265 Euro), dicht gefolgt von Digitalisierungs- (228.728 Euro) und Vertriebsspezialisten (225.472 Euro). Schlusslichter markieren Geschäftsführer und Vorstände aus den Bereichen Finanzen (182.527 Euro) und Beratung (175.329 Euro).

Einzelbetrachtung: Gehälter in Medienhäusern nach Verantwortungsbereichen

Hinsichtlich der Einkommen von Geschäftsführern in Medienhäusern gehören diejenigen zu den Spitzenverdienern, die schwerpunktmäßig auch für Digitalisierung/Digitale Transformation zuständig sind. Ihr durchschnittliches Einkommen liegt mit 337.399 Euro inklusive aller Zulagen deutlich vor den Kollegen, die sich in den Verlagen zwar um Bereiche wie Finanzen (217.500 Euro), Vertrieb (199.569 Euro), Personal (197.500 Euro) oder Produktmanagement (183.627 Euro) kümmern, aber nicht um Digitales.

Dwight Cribb, Geschäftsführer der gleichnamigen Personalberatung: „Medienhäuser haben die Auswirkungen des digitalen Wandels sehr früh, für alle sichtbar und äußerst schmerzlich zu spüren bekommen. Mittlerweile scheinen sie zu wissen, dass sie der Digitalisierung auf Führungsebene begegnen müssen. Das hohe Gehaltsniveau spiegelt zumindest die zentrale Bedeutung der digitalen Kompetenz für Medienhäuser wider.“

Gründer stecken gehaltlich zurück

Nicht nur die Berufserfahrung sowie die Mitarbeiter- und Umsatzverantwortung beeinflussen die Höhe des Gehalts. Die Analyse von Cribb zeigt: Auch die Rechtsform des Unternehmens ist entscheidend. So beziehen Entscheider in Aktiengesellschaften über ein Viertel mehr Salär als ihre Kollegen bei GmbHs und KGs. Sind Manager zudem am Unternehmen beteiligt, erhalten sie weniger Gehalt als solche ohne Firmenanteile. Sind sie zugleich Gründer, liegt ihr Verdienst im Schnitt ein Zehntel unter dem ihrer nicht-selbstständigen Kollegen. Finanziert sich das Unternehmen mittels Venture Capital, sind ebenfalls eher unterdurchschnittliche Chefgehälter üblich.

Lediglich jeder fünfte Unternehmenslenker muss auf Zusatzleistungen wie Dienstwagen, betriebliche Altersversorge oder Aktienoptionen verzichten. Mehr als jedem Zweiten steht ein Dienstwagen zur Verfügung, mehr als ein Viertel nutzt die betriebliche Altersvorsorge. Fast genauso viele Befragte halten Beteiligungen am Unternehmen und knapp ein Drittel kommt in den Genuss von Aktienoptionen.

Pressekontakt:
Ann-Catrin Boll
aboll@cribb.de

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13.08.2014 kienbaumstudie

Erik Bethkenhagen

Gummersbach, August 2014 Die deutschen Unternehmen zahlen ihren Führungskräften und Spezialisten in Marketing und Vertrieb deutlich höhere Gehälter als im Vorjahr: Im Schnitt haben sie die Vergütung ihrer Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb binnen Jahresfrist um rund drei Prozent erhöht, ergab eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum.


Bei den Führungskräften beträgt die Steigerungsrate 3,3 Prozent

Aktuell verdienen sie durchschnittlich 117.000 Euro im Jahr. Spezialisten erhalten im Schnitt ein Jahressalär von 77.000 Euro; das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Sachbearbeitern steigt die Vergütung mit 2,8 Prozent etwas weniger stark; sie beziehen aktuell ein jährliches Gesamtgehalt von 49.000 Euro.

Für den Vergütungsreport „Führungskräfte und Spezialisten in Marketing und Vertrieb 2014“ hat die Managementberatung Kienbaum die Daten von 3.371 Führungspositionen und knapp 7.000 Spezialisten und Sachbearbeitern in fast 700 Unternehmen untersucht.

 

Topverdiener arbeiten im Vertrieb

Der Leiter Vertrieb führt die Gehaltsrangliste der von Kienbaum untersuchten Positionen an: Er erhält durchschnittlich 136.000 Euro im Jahr. Auf dem zweiten Platz folgt der Leiter Export mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 135.000 Euro. Topverdiener bei den Spezialisten und Sachbearbeitern sind die Key-Account-Manager mit einer jährlichen Durchschnittsvergütung von 94.000 Euro. Der Vertriebsinnendienst bildet mit einem Jahresgehalt von 87.000 Euro auf der Führungsebene und 47.000 Euro auf der Ebene der Spezialisten und Sachbearbeiter das Schlusslicht des Gehaltsrankings.

 

Mit der Verantwortung steigt das Gehalt

Mit größerer Verantwortung und anspruchsvolleren Aufgaben steigt auf allen Ebenen das Gehalt: Während Mitarbeiter der oberen Führungsebene eine Jahresvergütung von durchschnittlich 161.000 Euro erzielen, liegt das Gehalt auf der operativen Führungsebene im Schnitt bei 80.000 Euro.

Für die Spezialisten und Sachbearbeiter ist dies in der Tendenz ähnlich: Senior Spezialisten erhalten mit durchschnittlich 87.000 Euro ein deutlich höheres Gehalt als Junior Spezialisten, die rund 50.000 Euro jährlich verdienen. Sachbearbeiter mit sehr komplexen Aufgaben werden mit 56.000 Euro im Jahr erheblich höher vergütet als ihre Kollegen mit wenig komplexen Aufgaben, deren Vergütung bei lediglich 37.000 Euro liegt.

Unternehmensgröße beeinflusst das Gehalt der Führungskräfte

Gerade bei den untersuchten Führungspositionen hat die Unternehmensgröße einen großen Einfluss auf das Gehalt: Mitarbeiter in Führungspositionen verdienen in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten mit 160.000 Euro Gehalt fast doppelt so viel wie Führungskräfte, die in Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beschäftigt sind; deren Gehalt beträgt im Schnitt nur 91.000 Euro im Jahr. „Die Gründe für diese Unterschiede liegen vor allem in der größeren Verantwortung und der zunehmenden Komplexität der Aufgabenstellungen in großen Unternehmen. In der Regel geht das mit einer höheren Vergütung einher. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass insbesondere Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen mit sehr flachen Hierarchien konfrontiert sind und somit häufig unmittelbare Verantwortung tragen“, sagt Julia Zmítko, Leiterin der Studie bei Kienbaum.

In München und Düsseldorf zahlen Firmen am meisten

Führungskräfte in Marketing und Vertrieb verdienen in München am meisten: Sie erhalten dort durchschnittlich 18 Prozent mehr Gehalt als im Bundesdurchschnitt.  Bei den Spezialisten hat Düsseldorf München als Stadt mit der höchsten Vergütung abgelöst: In der Landeshauptstadt am Rhein verdienen Spezialisten 16 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt, in München sind es immerhin noch zehn Prozent. Insgesamt sind die Spitzenreiter in der Vergütung die Ballungsräume um die deutschen Großstädte wie München, Düsseldorf oder Frankfurt am Main. In den Regionen um Leipzig, Dresden oder Halle liegt das Gehaltsniveau in Marketing und Vertrieb auf allen Ebenen hingegen nur bei rund 86 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Ein hoher Bildungsabschluss zahlt sich aus

Eine qualifizierte Ausbildung erhöht die Chance, in der Unternehmenshierarchie aufzusteigen, und macht sich in der Vergütung bemerkbar: Promovierte Absolventen haben im vergangenen Jahr mit 53.200 Euro im Schnitt mehr als alle andere Berufseinsteiger verdient. Am wenigsten verdienen Bachelorabsolventen (FH) mit rund 40.100 Euro. Auch bei den Führungskräften zahlt sich eine Promotion aus: Sie verdienen im Schnitt 131.000 Euro. Führungskräfte mit einer Berufsausbildung verdienen hingegen mit 101.000 Euro deutlich weniger.

Zusätzlich zum Abschluss werden die Einstiegsgehälter bei Absolventen stark von der Fachrichtung beeinflusst: Absolventen der Rechtswissenschaften sowie der Technik- und Ingenieurwissenschaften erzielen als Berufseinsteiger mit durchschnittlich 46.100 Euro beziehungsweise 45.200 Euro höhere Gehälter als Absolventen der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, die durchschnittlich 40.700 Euro verdienen.

Variable Vergütung ist über alle Ebenen hinweg verbreitet

Die Mehrheit der Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb erhält eine variable Vergütung: 93 Prozent der Führungskräfte, 90 Prozent der Spezialisten und 71 Prozent der Sachbearbeiter beziehen einen Teil ihres Jahresgehalts als Bonus. Die Höhe der variablen Vergütung ist jedoch innerhalb der untersuchten Positionen sehr unterschiedlich: Bei den Führungskräften macht sie durchschnittlich fast ein Viertel des Gesamtgehalts aus, bei den Spezialisten sind es 15 Prozent und bei den Sachbearbeitern sieben Prozent.

„Die Höhe der variablen Vergütung wird hauptsächlich anhand des Umsatzes und verschiedener Gewinn- und Ergebnisgrößen wie dem Unternehmensergebnis berechnet. Diese Bezugsgrößen sind häufig einheitlich für alle Ebenen und Positionen gestaltet“, sagt Kienbaum-Vergütungsexpertin Zmítko.

Der Kienbaum Vergütungsreport 2014 „Führungskräfte & Spezialisten in Marketing und Vertrieb“ ist zum Preis von 800 Euro (+MwSt.) unter www.shop.kienbaum.de als Printexemplar/Download oder direkt bei der Kienbaum Vergütungsberatung, Postfach 10 05 52, 51605 Gummersbach (Fax +49 2261 703-201) erhältlich. Weitere Informationen rund um das Thema Vergütung finden Sie auch unter www.kienbaum-compensation.com Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Julia Zmítko gern zur Verfügung (Fon: +49  2261 703-1608, E-Mail: julia.zmitko@kienbaum.de).

Die Online-Applikation Kienbaum Compensation Portal bietet exklusiven Zugriff auf Kienbaum Vergütungsdaten – rund um die Uhr und nach höchsten Qualitätsstandards. Neben der bekannt hochwertigen Kienbaum-Datenbasis überzeugt das Portal durch bequemes Handling, vielfältige Auswahlkriterien sowie individuell anwählbare Abfragemechanismen und Ergebnisberichte. Unser Online-Angebot steht derzeit für folgende europäischen Länder bereit: Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Russland. Übrigens: Ihre Daten sind bei uns sicher; das Compensation Portal ist die einzige TÜV geprüfte Online-Vergütungsdatenbank in Deutschland. www.kienbaum-compensation-portal.com

Kienbaum ist in Deutschland Marktführer im Executive Search und im HR-Management und gehört zu den führenden Managementberatungen. Mit seinem integrierten Beratungsansatz begleitet Kienbaum Unternehmen aus den wesentlichen Wirtschaftssektoren bei ihren Veränderungsprozessen von der Konzeption bis zur Umsetzung. Kienbaum verbindet ausgewiesene Personalkompetenz mit tiefem Wissen in Strategie, Organisation und Kommunikation.

Weitere Informationen:
Erik Bethkenhagen
Ahlefelder Straße 47, 51645 Gummersbach
erik.bethkenhagen@kienbaum.de


Redaktion/Verantwortlich für den Inhalt: Erik Bethkenhagen

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11.06.2014 neueste studie

Redaktion GFDK

Erhebliche Effizienzsteigerungspotenziale ließen sich realisieren, wenn in Unternehmen Konflikte konstruktiv gelöst würden. Dies zeigt eine Online-Befragung von Professor Dr. Martin-Niels Däfler, der an der FOM Hochschule Frankfurt/Main lehrt.

In einer Online-Befragung haben 352 Berufstätige angegeben, wie viel Prozent ihrer Arbeitszeit sie mit dem Austragen von Konflikten ver(sch)wenden. Das Ergebnis ist erschreckend: Durchschnittlich 10,0 Prozent der Arbeitszeit gehen verloren, weil Mitarbeiter in unternehmensinterne Konflikte verwickelt sind. Das ist ein halber Tag pro Woche! Positiv betrachtet heißt das aber auch: Es existieren noch vielfach unvermutete Effizienzsteigerungspotenziale.

Konfliktpotential in größeren Unternehmen besonders stark

46,7 Prozent der Befragten waren in den vergangenen zwölf Monaten überhaupt nicht in Konflikte verwickelt, 32,5 Prozent einmal und 20,8 Prozent mehr als einmal. Besonders hoch waren die Ergebnisse in der Unternehmensgrößenklasse ab 5.000 Mitarbeitern – hier betrug die Quote der mehrfach an Konflikten beteiligten Personen 30,1 Prozent.

Hinsichtlich der Ursachen von Konflikten gab knapp die Hälfte (49,3 Prozent) an, dass sowohl unternehmens-, arbeits-, organisationsbedingte als auch persönliche Gründe dafür maßgeblich waren, in 17,4 Prozent waren es ausschließlich private Motive und in 33,3 Prozent der Fälle nur betriebsbedingte Ursachen, die den Konflikt ausgelöst haben.

Ausweg: Zu Hause bleiben

Auf die Frage, ob man schon einmal – obwohl körperlich nicht krank – von der Arbeit zuhause geblieben ist, um sich einem Konflikt zu entziehen oder „um es einem Kollegen/Vorgesetzten heimzuzahlen“, antworteten 20,2 Prozent der Frauen und 11,1 Prozent der Männer mit „ja“.

Die detaillierten Befragungsergebnisse können hier eingesehen werden: www.prof-daefler.de

Über Professor Dr. Martin-Niels Däfler

Martin-Niels Däfler (Jahrgang 1969) hat in Würzburg und Adelaide (Australien) BWL studiert und danach für die Boston Consulting Group (München) sowie den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (Berlin) als Kommunikationsberater gearbeitet. Seit dem Jahr 2010 lehrt er als hauptamtlicher Professor im Fachbereich Kommunikation an der FOM Hochschule in Frankfurt am Main.

mn@daefler.de

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27.05.2014 abgedreht oder aufgedreht?

Redaktion GFDK

Die Freunde der Künste freuen sich für Jung von Matt, die beim D&AD Global Awards in London den einzigen "Pencil" (einen "yellow pencil") für Deutschland geholt haben.

Den lustigen Werbespot mit den tanzenden Hühnern hatte Jung von Matt/ Neckar im letzten Jahr für den internationalen Kunden Mercedes Benz gedreht, um die aktive Fahrsicherheit zu bewerben. Bigfish hat den Spot produziert, Daniel Warwick hat Regie geführt.

Der internationale Kreativwettbewerb D&AD ist weltweit gefürchtet

Gerade die großen internationalen Agenturen schnitten in den letzten Jahren schlecht ab. Es werden acht Black bzw. White Pencils vergeben, die Preise gingen nach England, Australien, Kanada, Japan, Schweden und in die Niederlande. Weiterhin werden 53 Yellow Pencils vergeben, darunter Jung von Matt.

Für eine Erwähnung im Jahrbuch des D&AD dürfen sich 5 Agenturen freuen: Die Münchener Agentur Serviceplan für "Troy Davis - I am alive" für den Kunden Alive, BBDO Germany erhielt für Smart "Offroad" einen yellow pencil, DDB Tribal für "#writinghelps" für den Kunden Reporter ohne Grenzen, Atelier Markgraph für die Arbeit "Fascination Mercedes: Mercedes-Benz at the IAA 2013", Jangled Nerves für "Berlin-Hohenschönhausen Memorial" für den Kunden Stiftung Hohenschönhausen.

 

 

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27.05.2014 Luxusmarken genießen Vertrauensvorschuss

Serviceplan

So lauten die Haupterkenntnisse aus der diesjährigen Nachhaltigkeitsstudie, bekannt als „Sustainability Image Score“ (SIS), von Facit Research. Sie wird seit 2011 jährlich im Auftrag der Serviceplan Gruppe erhoben und spiegelt das Nachhaltigkeitsimage von Unternehmen und Marken aus der Sicht der Kunden wider.

An der Spitze des SIS-Rankings 2014 stehen Audi, BMW, Hipp, Frosta, Milupa, Bärenmarke, Bosch, Alete, Coppenrath & Wiese und Landliebe. Den Top 3 des letzten Jahres ist es nicht gelungen, ihre Spitzenposition zu halten; insgesamt konnten sich die meisten Unternehmen jedoch verbessern. Besonders gut gelingt es den Automobilherstellern, den Mehrwert von Nachhaltigkeit erfolgreich in ihren Markenkern zu integrieren. Zusätzlich wurden beim SIS 2014 Luxusmarken wie Prada oder Mont Blanc untersucht.

Zum insgesamt vierten Mal präsentiert die Serviceplan Gruppe den „Sustainability Image Score“ (SIS): Die von Facit Research durchgeführte Studie zeigt seit 2011, welchen Einfluss das nachhaltige Handeln von Unternehmen auf deren Image, die Kaufbereitschaft sowie die Kundenbindung hat. Und vor allem: wie die nachhaltigen Anstrengungen der Unternehmen sowie deren Nachhaltigkeitskommunikation von Verbrauchern wahrgenommen und bewertet werden. Befragt werden deshalb keine Nachhaltigkeitsexperten oder Meinungsmacher, sondern ausschließlich Konsumenten und Markenverwender: Auch dieses Mal wurden mehr als 8.000 repräsentativ ausgewählte Personen zu 104 Unternehmen aus 16 Branchen befragt.


Die Ergebnisse der SIS-Studie 2014

Die übergreifende Erkenntnis der diesjährigen Untersuchung lautet: Nachhaltigkeit ist das neue Premium. Sie macht Marken zukunftsfähig und gibt Marken wieder mehr von dem, was ihre eigentliche Funktion ist – Orientierung. Belohnt wird dies durch eine höhere Loyalität und diese entsteht durch emotionale Verbundenheit, welche heutzutage stark durch Nachhaltigkeitsaspekte geprägt wird. Katrin Meyer-Schönherr, Geschäftsführerin von Facit Research, erklärt: „Es zeichnet sich darüber hinaus ab, dass Unternehmen, die aktives Nachhaltigkeitsmanagement betreiben und ihren Markenkern stets aktualisieren im SIS-Ranking aufrücken bzw. erfolgreich bleiben. Dazu zählen etwa Frosta und Edeka. Gute Nachhaltigkeitsreputation aufgrund eines traditionellen Markenkerns alleine reicht dagegen in Zukunft nicht mehr aus. Statische Marken, die sich rein auf ihr tradiertes Markenbild verlassen, werden es schwer haben, weiterhin von sich zu überzeugen.“ So fällt bei der diesjährigen Untersuchung auf, dass sich vor allem Traditionsmarken, die in den vergangenen Jahren stets gute Positionen innehatten, im Ranking verschlechtert haben bzw. von anderen Unternehmen überholt wurden. Beispiele hierfür sind etwa Ehrmann oder Lindt & Sprüngli.

Drogeriemärkte schneiden schlechter in Punkto Nachhaltigkeit ab


Weitere Kernergebnisse der Studie seien im Folgenden kurz dargestellt: Schlechter als in der Vergangenheit zeigen sich in punkto Nachhaltigkeit die deutschen Drogeriemärkte. Die Automobilbranche hingegen konnte sich verbessern. Das Branchenranking führt nach wie vor der Bereich Babynahrung an und Nachzügler sind auch 2014 die Finanz- und Energiedienstleister sowie der Bereich Fast Food und die Telekommunikationsbranche. Katrin Meyer-Schönherr fasst zusammen: „Insgesamt erreichen 2014 mehr Branchen und damit Unternehmen einen SIS-Wert, mit dem sie nicht mehr im kritischen Bereich.“ Joachim Schöpfer, Geschäftsführer Serviceplan Corporate Reputation, ergänzt: „Während die stets gute Performance der Unternehmen im sozialen Bereich auf gleichem Niveau geblieben ist, wurde hinsichtlich ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit aufgeholt.“


Preisbereitschaft für Bio-Produkte

Zugenommen hat die Einkaufshäufigkeit der Bio-Eigenmarken. Sie werden zunehmend als nachhaltig wahrgenommen und zwar sowohl in den klassischen Supermärkten als auch bei den Discountern. Sehr anschaulich zeigte die Studie dies am Beispiel Milch: Eigenmarken-Bio-Milch wird in jeder Preislage etwas häufiger gewählt als die jeweilige Billig-Eigenmarke und die Markenmilch. Joachim Schöpfer dazu: „Klassischen Herstellern ohne Bio fällt es immer schwerer, ihren Premiumpreis durchzusetzen. Premiummarken müssen zukünftig verstärkt einen Mehrwert liefern, um nicht gegen Marken, die einen solchen USP im Sinne der Nachhaltigkeit (Bio) liefern, zu verlieren. Wenn Kunden bewusst mehr Geld ausgeben, dann für Bio bzw. Nachhaltigkeit.“

Eine der Herausforderungen besteht in glaubwürdiger Kommunikation

Die in diesem Jahr zusätzlich untersuchten Top-Premiummarken schneiden alle relativ gut ab, jedoch selten hervorragend. Sie genießen derzeit eine Art Vertrauensvorschuss, denn im Hinblick auf Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit und vor allem der entsprechenden Kommunikation besteht definitiv Aufholbedarf. Kunden von Top-Premiummarken zeigen ein vergleichsweise hohes Nachhaltigkeitsbewusstsein. Sie erwarten mehr Verantwortung von den Unternehmen. Investitionen in Nachhaltigkeit sind für sie damit mehr und mehr eine Notwendigkeit, denn wenn sie fehlt, geht auch die Rechtfertigung des Premiumpreises verloren.

Claudia Kirchmair
Unternehmenskommunikation & PR

E-Mail: c.kirchmair(at)serviceplan.com

 

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23.04.2014 staatsanwalt ermittelt

GFDk - Redaktion

Der Community-Marktplatz für die Buchung von privaten Übernachtungsmöglichkeiten Airbnb hat nach mehreren Medienberichten eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von 450 bis 500 Millionen Dollar abschließen können. Damit würde der Unternehmenswert bei zehn Milliarden Dollar liegen.

Die Finanzierungsrunde wurde von dem Venture-Capital-Unternehmen Texas Pacific Group (TPG) geführt. Als weitere Investoren sollen die Dragoneer Investment Group, Sequoia sowie T. Rowe Price an Bord sein. Techcrunch

Das ist ja lustig. Erst heute meldete das Handelsblatt:

San Francisco/New York

Eine unschuldige Webplattform, um ein paar Dollar dazuzuverdienen, oder eine gigantische illegale Untergrundorganisation?  Über 60 Prozent aller Mietangebote in New York über die Web-Plattform Airbnb sind illegal. Das jedenfalls sieht der New Yorker Staatsanwalt Eric Schneiderman so.  Am heutigen Dienstag zieht er gegen das Start-Up aus San Francisco vor Gericht, um die Herausgabe der Daten tausender Anbieter zu erzwingen.

Schauen wir mal wie lange die Investoren glücklich sind

Cheflobbyist David Hantman postete am Sonntag auf der Firmenwebseite ein Update für die tausenden New Yorker, die in Angst vor einem Brief der Staatsanwaltschaft leben. „Die Regierung wird uns beschuldigen, schlechte Nachbarn zu sein, sie werden uns „Slumlords“ und Steuerbetrüger nennen, wahrscheinlich werden sie uns auch beschuldigen, die Mondlandung gefälscht zu haben. Ok, damit können wir leben“, so Hantmans zynischer Kommentar.

Auch in Deutschland gibt es schon seit 2013 Kritik an Airbnb

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16.04.2014 Neue Dachmarken-Kampagne

Redaktion GFDK

„Wenn du etwas findest, woran du wirklich glaubst, dann mach es, halt es fest, lauf los, sei echt, probier’s, sei stolz, träume es, jage es, fang es, liebe es. Aber egal was du machst: Mach das einzig Wahre“, lautet die Botschaft der neuen Warsteiner Kampagne.

Geschichten von Menschen, die das tun, was für sie das einzig Wahre ist.

Die Kampagne emotionalisiert,indem sie reale Geschichten erzählt – Geschichten von Menschen, die das tun, was für sie das einzig Wahre ist. Gleichzeitig fordert sie jeden Einzelnen auf, sich für das einzusetzen, was auch immer das individuelle Streben sein mag.

Die neue Warsteiner Dachmarken-Kampagne hebt Einstellungen und Werte hervor, welche die Marke mit Familientradition seit 1753 teilt. Die neue Warsteiner Kampagne stellt primär authentische Charaktere, ihre Erlebnisse und Leidenschaften in den Mittelpunkt. Das unterscheidet sie von vielen anderen Kampagnen im deutschen Biermarkt. „Der neue Slogan ‚Mach das einzig Wahre‘ beschreibt dabei eine inspirierende und unterstützende Haltung, die den Konsumenten in den Fokus rückt“, so Jordi Queralt, Marketing Direktor der Warsteiner Gruppe. „Er regt an, individuelle Lebenseinstellungen auszuleben, das Leben und auch den Moment auszukosten“, so Queralt weiter.

Authentische Charaktere und ihre Geschichten

Warsteiner setzt auf authentische und reale Charaktere, denn ihre Geschichten und Lebenseinstellungen geben unserer Leitidee Kraft und Tiefe“, erläutert Andy Chiu, Leiter Brandmanagement Warsteiner. Zu den Geschichten gehört jene vom Lebenskünstler Jon Rush: Weder seine 45 Jahre noch sein Job halten ihn davon ab, seiner Leidenschaft skateboarden treu zu bleiben. Oder die Geschichte vom Streetartist Andreas von Chrzanowski alias Case:

Sein Frankfurter Studio brannte ab. Er wollte die Kunst fast aufgeben. Er hat von vorne angefangen, sein Studio neu aufgebaut und setzt sich heute weltweit für Meinungsfreiheit und Bürgerrechte ein. Daraus schöpft er neue Kraft für seine künstlerische Arbeit. Der Fallschirmspringer Rob Heron, der Bürostuhl-Racer Rene Karg, der Boxer Wladimir Klitschko – sie alle stehen dafür ein, das einzig Wahre zu machen.

Andy Chiu plaudert weiter: "Alle außergewöhnlichen Persönlichkeiten der Kampagne wurden in mühevoller Kleinstarbeit recherchiert. Wir konnten alle Personen persönlich kennenlernen, um festzustellen, ob sie zu den Markenwerten passen. Zielsetzung war es, immer authentische Charaktere zu finden. Endresultat waren zahlreiche interessante, bewegende und inspirierende Treffen."

Langfristige Warsteiner Kommunikations-Strategie

Die neue Dachmarkenkampagne ist Dreh- und Angelpunkt einer langfristigen Kommunikationsstrategie der Marke Warsteiner. Als Grundlage aller Maßnahmen wurden das Markenleitbild überarbeitet und die Zielgruppen neu definiert. Im Leitbild ist zusammengefasst, wofür die Marke Warsteiner steht, was sie auszeichnet und vor allem, was sie von anderen Marken unterscheidet. „Wir haben definiert, was wir langfristig für die Marke Warsteiner erreichen wollen“, beschreibt Queralt.

„Dazu gehört eine höhere  Begehrlichkeit, vor allem bei einem jüngeren, vielschichtigeren Publikum. Gleichzeitig wollen wir unsere treuen Kunden halten und ihre emotionale Bindung zur Marke stärken . Insgesamt geht es darum, eine souveräneMarkenpersönlichkeit zu entwickeln, die progressiv ist, ohne auszuschließen, die Menschen  inspiriert und ihnen auf Augenhöhe begegnet“, ergänzt Queralt.

Auf die Frage, wie langfristig die neue Markenkampagne ausgerichtet ist, erläutert Queralt: "Wir haben fast 18 Monate Zeit, viel Kraft und Energie in die neue Markenausrichtung und Kampagnenentwicklung gesteckt, damit sie für die nächsten Jahre Bestand und Relevanz hat. Es war uns sehr wichtig, eine Kampagne mit entsprechender Flughöhe zu schaffen, die sich nicht so schnell abnutzt.

Die neue Warsteiner Kampagne ist bereits zu sehen

Die neue Warsteiner Kampagne startete am 10. April im deutschen TV, im Kino und Online, gestützt von nationalen Printmotiven. Interviews im Dokumentarstil, online abrufbar, portraitieren die authentischen Persönlichkeiten aus dem Spot flankierend. Und als eine der international erfolgreichsten Brauereigruppen aus Deutschland schaltet Warsteiner die „Mach das einzig Wahre“-Kampagne auch im  Ausland.

Die Warsteiner Brauerei, gegründet 1753, zählt zu den größten Privatbrauereien Deutschlands. Ihr Flaggschiff ist die Marke WARSTEINER Premium Verum, die deutschlandweit zu den beliebtesten Biermarken zählt.

Neben der Warsteiner Brauerei gehören zur Warsteiner Gruppe auch die Paderborner Brauerei (Paderborner, Isenbeck, Weissenburg), die Herforder Brauerei (u.a. Herforder Pils), die  Privatbrauerei Frankenheim (Frankenheim Alt) sowie eine Beteiligung an der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg (König Ludwig Dunkel, König Ludwig Weissbier, König Ludwig Hell). Mittlerweile vertreibt die Warsteiner Gruppe ihre Produkte in über 60 Länder der Welt.

Für nähere Informationen:

Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG

Abt. Unternehmenskommunikation

Domring 4-10

59581 Warstein

E-Mail: presse@warsteiner.com

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31.03.2014 mut zur veränderung

Redaktion - Bitburger Braugruppe

Die Werbeagentur Heimat Hamburg übernimmt zum 1. April 2014 den Etat für die klassische Kommunikation sowie die strategische Beratung von König Pilsener.

Matthias Christoffel, Direktor Markenmanagement der Bitburger Braugruppe: „Wir freuen uns, dass wir mit Heimat Hamburg eine der derzeit kreativsten Werbeagenturen Deutschlands gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir bei König Pilsener neue Wege gehen, ohne dabei die Tradition dieser Pilsener Ikone zu vernachlässigen. Das wird eine intensive und bereichernde Zusammenarbeit!“

„Wir sind bei der Bitburger Braugruppe auf Menschen getroffen, die etwas verändern wollen. Dass wir dabei unseren Beitrag bei einer so traditionsreichen Pilsener-Marke wie König leisten können, macht uns sehr stolz. Wir freuen uns auf jede einzelne Herausforderung der nächsten Jahre“, so Tobias Jung, Geschäftsführer bei Heimat.

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20.03.2014 gravierende lücke zwischen Anspruch und Realität

GFDK - Brandoffice

München. Markenwerte sind in der Praxis oft wertlos: In kaum einem Bereich der Wirtschaft klafft eine so große Lücke zwischen strategischem Anspruch und tatsächlicher Umsetzung wie in der Markenführung. Die Münchner Markenagentur Brandoffice hat im Rahmen der Studie "Deutscher Markenreport 2014" die wichtigsten Gründe für das Scheitern ganzheitlicher Markenimplementierung in deutschen Unternehmen untersucht.

Die Ergebnisse der Markenführungs-Studie im Überblick:

Kein Know-how: In 48 Prozent der Unternehmen wird Markenführung mit Werbung verwechselt
Kein Einfluss: Fast 40 Prozent der Markenmanager besitzen keinen bereichsübergreifenden Einfluss
Keine Kontrolle: Marke als zentraler Wertschöpfungstreiber ist fast nie mit zentralen Steuerungs- und Controllingssystemen verzahnt

Dazu hat Brandoffice Ende 2013 rund 150 Markenentscheider in Deutschland online befragt.
Markenführung ist unbestritten Chefsache. 74 Prozent der befragten Marken-entscheider bestätigen, dass die Verantwortung für die Marke in letzter Instanz in der Geschäftsleitung liegt. Doch dort – so zeigt die Studie Deutscher Marken-report 2014 – fehlt oft das nötige Marken-Knowhow. Mangelndes Verständnis im Unternehmen für das Thema Marke gilt unter Markenentscheidern als größte Hürde für eine erfolgreiche Implementierung.

Markenführung werde häufig mit Werbung gleichgesetzt

Dies kritisieren über 48 Prozent. Ein Drittel der Experten beanstandet zudem, dass in ihrer Firma nicht kundenorientiert gedacht wird.  „Markenführung mit Werbung zu verwechseln und auf Chefebene zu einseitig technokratisch zu denken, ist äußerst riskant. Wer heute das Potenzial seiner Markenwerte nicht ganzheitlich aktiviert, hat aus Kundensicht meistens einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil“ erklärt Andreas Heim, Geschäftsführer Brandoffice und verantwortlich für die Studie.

Markenführung: Keine Konsequenz bei der Umsetzung

Als zweitgrößte Hürde benennen die Entscheider die Inkonsequenz bei der Implementierung: Fast 40 Prozent der operativen Markenführer besitzen keinen bereichsübergreifenden Einfluss bei der Durchsetzung der Markenpositionierung. Noch häufiger fehlt eine Fachabteilung, die ein vernetztes Markenerlebnis über alle Bereiche hinweg sicherstellt. „Hier sitzt der zentrale Hebel für eine effiziente Markenführung“, so Heim. „Unternehmen müssen ihre Markenchefs mit übergreifenden Befugnissen und den nötigen Kapazitäten ausstatten, damit sie bessere Ergebnisse für ihre Marke erzielen können.“ Auch fehlende Mittel, zu wenig Aufmerksamkeit durch das Management und einseitig kurzfristige Vertriebsausrichtung werden moniert.

Brand Behaviour: Größte Unbekannte der Markenführung

Obwohl die meisten Unternehmen regelmäßig im persönlichen Kontakt mit ihren Kunden stehen, haben nur 36 Prozent eine Strategie, die darauf abzielt aus aus-tauschbarem Mitarbeiterverhalten „Wow“-Erlebnisse für den Kunden zu machen. Gerade bei den wichtigsten Mitarbeiter-Kundenschnittstellen (Vertrieb und Kundenservice) ist der Einfluss der Markenstrategie in rund 80 Prozent der Unternehmen nicht groß.
Noch geringer ist die Wirkung der Markenführung fatalerweise ausgerechnet dort, wo Brand Behaviour systematisch auf alle Bereiche im Unternehmen ausgebaut werden müsste: Fast 90 Prozent der Markenverantwortlichen bemängeln, dass sie keinen großen Einfluss auf den Personalbereich haben. „Employer Branding wird heute gerne als Marketing Buzzword benutzt. Doch bei der Rekrutierung, Leistungsevaluierung und Weiterqualifizierung der Mitarbeiter spielen Markengesichtspunkte heute so gut wie keine Rolle“, sagt Heim.

Controlling: Auch Marken brauchen ein Qualitätsmanagement

Einkauf, Produktion oder Vertrieb unterliegen im Unternehmen einem strengen Controlling. Bei der Marke sieht die Sache anders aus: Obwohl sie ein zentraler Wertschöpfungstreiber für fast alle Bereiche im Unternehmen ist, wird sie so gut wie nie mit zentralen Steuerungs- und Controllingssystemen verzahnt. Nur 14 Prozent der Unternehmen setzen markenorientierte Leistungsindikatoren heute bereits als systematischen Bestandteil der Unternehmenssteuerung ein.

Customer Touchpoints: Kundenprozesse werden nicht im Detail analysiert

Marke ist überall. Das gilt heute mehr denn je. Die digitalen Medien und die rasante Zunahme mobiler Endgeräte sorgen dafür, dass die Kontaktpunkte zwischen Kunde und Marke immer vielfältiger werden. Bisher verstehen die Unternehmen die Kundenprozesse jedoch nur selten im Detail: Nur 39 Prozent kennen die Profilierungschancen ihrer Marke im Kundenprozess.

Markendesign: Strategie vorhanden, praktische Umsetzung nicht definiert

Eine durchgängige Designstrategie ist von hoher Bedeutung für die Markenverantwortlichen: Immerhin geben 78 Prozent an, dass ihr Unternehmen eine langfristig ausgerichtete markenorientierte Designstrategie besitzt. Während die Design-Grundelemente in 82 Prozent aller Fälle durch Guidelines definiert sind, gibt es bei der praktischen Anwendung des Designs Nachholbedarf: 38 Prozent der Unternehmen fehlt ein einheitliches Design im kommunikativen Auftritt. In den Bereichen Produkt (57%) und Architektur (70%) sind formale Wiedererkennungszeichen sogar meist nicht definiert.

Führende Marken besitzen stringenteres Produktdesign

Das Produkt leistet einen Hauptbeitrag zur Stärke einer Marke. „Daher erstaunt es, dass nur 55 Prozent der Unternehmen über eine markenorientiert ausgerichtete Angebotsstrategie verfügen“, erklärt Heim. „Zwischen erkennbarer Produktdesign-Typik und dem Erfolg einer Marke gibt es einen signifikanten Zusammenhang: Je einheitlicher das Produktdesign, desto größer der Erfolg.“
62 Prozent der Firmen mit führenden Marken sorgen für hohe Wiedererkennbarkeit ihrer Produkte durch Design-Guidelines. Bei den Top 3 Marken ist dieser Wert mit 50 Prozent noch relativ hoch. Dagegen haben über drei Viertel der Marken, die keine führende Positionierung besitzen, auch ihr Produktdesign nicht geregelt.

Andreas Heim
andreas.heim(at)brandoffice.com

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