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Marketing News

07.07.2021 Schweinsteiger bleibt ARD-Experte

GFDK - Marketing News - W&V Lena Herrmann

Lena Herrmann, Redakteurin bei W&V, versteht die Aufregung um Bastian Schweinsteiger nicht so Recht.

Lieber Herr Böhmer,

Bastian Schweinsteiger darf bei der EM weiterhin vor der Kamera stehen. Das ist das Ergebnis von „stundenlangen Diskussionen“ im Hause der ARD, wie die dpa vermeldete.

Ohne Zweifel ist Schleichwerbung ist ein Unding. Aber in diesem Fall spielt sich die ARD dann doch ein bisschen sehr auf.

Klar, die Uhr an Schweinsteigers Handgelenk und seine – teilweise für seine Rolle als legerer Fußball-Experte völlig unpassenden - Klamotten sind sicherlich nicht gekauft, sondern von Werbepartner zur Verfügung gestellt worden.

Dass er diese so zeitnah zu seinem Experten-Job in Social-Media-Posts erwähnt, ist sicherlich auch ungeschickt. Rechtlich aber nicht falsch.  

Dass die ARD um die Sache so einen Wirbel veranstaltet, wirkt wie der unbeholfene Versuch, einen der großen Fußball-Lieblinge der Deutschen ganz für sich zu beanspruchen.

Denn ganz klar: Die ARD hat Schweinsteiger nicht geholt, weil sie sich von ihm brillante Beiträge erhofft. Sondern, weil er als Werbegesicht für die ARD ordentlich für Reichweite sorgt.

Und die will sich der Sender mit niemandem teilen. Auch mit Uhren- und Bekleidungsherstellern nicht. Um zu wenig Aufmerksamkeit muss sich auch Barbara Schöneberger keine Sorgen machen.

Und auch ihr neuer Werbepartner VHV wird sich darüber freuen, wenn die Moderatorin im Gespräch ist. Hauptsache, sie erzählt in der NDR-Talkshow nichts über Kfz-Versicherungen, sonst kommt die ARD gleich wieder in Schleichwerbungsnöte.  

Ich wünsche Ihnen einen unbeschwerten Sommerabend. Ohne Nöte.  

Herzlichst, Lena Herrmann

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06.07.2021 Werbung mit Lesbenpaar

GFDK - Marketing News

Die russische Bio-Supermarktkette VkusVill hat in einer Werbeanzeige eine gleichgeschlechtliche Familie gezeigt und dafür heftige Kritik kassiert. Die Werbung ging nach hinten los.

Die russische Supermarktkette WkusWill bewarb in einer Kampagne "Rezepte für Familienglück" und bebilderte sie mit einem lesbischen Paar. Vier Frauen und kein Mann: Das ist in Russland kein "Familienglück". Der Protest aus der russischen Bevölkerung zwang die Verantwortlichen in die Knie, die entschuldigten sich, und zogen die Werbung zurück. 

In einem gemeinsamen Statement aüserten sich zwölf führende Mitarbeiter des Unternehmens. Man habe die Gefühle einer großen Zahl von Kunden, Angestellten, Partnern und Zulieferern verletzt, heißt es in dem Schreiben.

"Wir bedauern, dass dies passierte, und halten die Veröffentlichung für unseren Fehler, eine Manifestation der Unprofessionalität einzelner Angestellte."

Ziel des Unternehmens sei es, Kunden jeden Tag mit frischen und leckeren Produkten zu versorgen und nicht Artikel zu veröffentlichen, die politische oder gesellschaftliche Ansichten verbreiten.

"In keiner Weise wollten wir eine Quelle von Zwietracht und Hass werden. Wir entschuldigen uns aufrichtig bei all unseren Kunden, Mitarbeitern, Partnern und Lieferanten." 

Die Entschuldigung zeigt nun ein traditionelles Familienbild, auf dem Mutter, Vater und drei Töchter zu sehen sind. Gleichgeschlechtliche Liebe ist in Russland nicht verboten, aber die Mehrheitsgesellschaft will keine öffentliche Homo-Propaganda in ihrem Land.

Dazu kommt noch eine weitere Meldung des tages: Hunderte Gegner der LGBTQ-Bewegung in Georgien haben mit gewaltsamen Übergriffen die geplante »Pride Parade« verhindert. Auch Regierungschef Garibaschwili hatte sich gegen den Umzug ausgesprochen.

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05.07.2021 Experte für Werbestrategien

GFDK - Marketing News

Besonders stark hat es den Bildungsmarkt während der Corona-Pandemie getroffen. Was des einen Leid ist, kann aber auch als Chance für andere verstanden werden. Stellen Sie sich nur die Gegebenheit vor, wie das Lernen zu Hause vor dem Computer sein möge.

Für viele Menschen war es undenkbar, einen Kurs nicht vor Ort besuchen zu können. Nur zwei Jahre später dominiert dieses Thema ganze Zeitungsspalten. Heute wird praktisch jeder Kurs online angeboten.

War es vor wenigen Jahren nur einigen wenigen Privilegierten auserkoren, sich mittels eines Fernstudiums weiterzubilden, hat dieser Trend nun auch die heimischen Universitäten erfasst.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie nun ein Marketing Fernstudium betreiben möchten oder den Fokus auf die Naturwissenschaften legen möchten.

Auf alle Studienrichtungen übertragbar

In diesem Zusammenhang scheint es wichtig zu sein zu erwähnen, dass natürlich bei einem naturwissenschaftlichen Studium auch der Laborunterricht einen wichtigen Teil ausmacht.

Nur wenn Sie selbst ein Zeugnis darüber ablegen können, fällt auch die Bewertung sehr gut aus. Ein weiterer Aspekt ist die hohe gesellschaftliche Akzeptanz des Online-Unterrichts.

Was noch vor wenigen Jahren als nicht positiv angesehen war, erlebt nun eine wahre positive Welle. Die positiven Aspekte eines Fernstudiums lassen sich damit auch mit einem herkömmlichen Studium vermischen.

Man profitiert damit auch von einer gesteigerten Flexibilität, von der vor allem auch sehr viele berufstätige Studierende profitieren dürfen.

Fernstudium oder normale Universität

Das Fernstudium ist zu einer echten Alternative geworden. Die meisten Studierenden höheren Alters lassen sich aber nicht von ihrem Ziel abbringen.

Für diese Gruppe an Menschen ist es wichtig, dass Sie selbst aktiv an der Gestaltung teilnehmen können. Das Fernstudium kann auch während des Berufslebens besucht werden.

Ein gutes Beispiel dafür ist die verminderte Möglichkeit, dass Sie nicht immer dem Präsenzunterricht folgen müssen. Letztlich liegt aber die Unterscheidung immer bei sich selbst.

Das Fernstudium lag allerdings bis vor der Pandemie als einziger Anbieter in Führung. Die staatlichen Universitäten zum Beispiel haben den Wert eines virtuellen Unterrichts erkannt.

Es ist damit auch nicht möglich einzusehen, dass sich in vielerlei Hinsicht die Faktenlage neu sortieren lässt.  Ein weiterer Aspekt ist der Preis.

Es ist immer nach individuellen Maßstäben zu beurteilen, welchen Preis man bereit ist zu bezahlen.

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03.07.2021 Gap schließt massiv Läden

GFDK - Marketing News -W&V Peter Hammer

Peter Hammer, Redakteur bei W&V, teilt uns mit, das die US-Modekette GAP alle 81 Filialen in Großbritannien und Irland schließen wird. Mein Gott, wenn das mal keine Schule macht, dann sieht es für die Innenstädte bald düster aus.

Lieber Herr Böhmer,

es sind schwierige Zeiten. Für Fußballbegeisterte. Erst fällt die Nationalmannschaft bei der EM raus, dann wird erneut der Football Agency Cup gestrichen. Der FAC, die Fußball-Werber-Sause, über den zahllose kuriose Geschichten kursieren. Aus.

Corona ist einmal mehr ein Spielverderber. Und wie schon so oft in den vergangenen Monaten tut sich eine digitale Variante auf. Auch für den FAC.

Der Branchenverband GWA und Jung von Matt rufen den „Clash of Agencies“ aus, den ersten E-Sports-Wettbewerb für Agenturen. Ob es hinterher wieder Kurioses zu erzählen gibt? 

Eine neue Story muss sich jedenfalls GAP in Irland und in Großbritannien ausdenken. Denn die US-Modekette sperrt nun seine 81 Läden zu. Basta. Wer nun GAP will, muss ins Web wechseln.

Corona eben auch hier ein Spielverderber.  

Die Rolle des Provokateurs und Spielverderbers pflegt seit Jahren True Fruits. Diesmal kritisiert der Smoothie-Spezialist den türkischen Präsidenten Erdogan und seinen Entschluss, aus der Istanbul-Konvention auszusteigen.  

Einen schönen, unverdorbenen Abend wünscht  

Peter Hammer.  

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03.07.2021 Pinterest verbietet Anzeigen

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, glaubt das Pinterest alles richtig macht. Ich sehe das nicht so. Die Sozialen-Medien werden immer mehr zur Sprach-Polizei, und nun auch noch zur Werbe-Polizei. Wo soll das alles noch hinführen, Frage ich mich.  Produkte, die zu Gewichtsverlust führen, Anzeigen mit dem Thema Body Mass Index sowie Texte und Bilder, die bestimmte Körpertypen idealisieren, haben auf der Plattform ab sofort keinen Platz mehr.

Lieber Herr Böhmer,

Pinterest verbietet Abnehmwerbung. Schließlich will die Plattform ein positives Umfeld schaffen. Bodyshaming-Inhalte gehören nun mal nicht dazu.

Man kann natürlich grundsätzlich darüber streiten, ob das Verbieten bestimmter Werbeinhalte nun gut oder Zensur ist. Doch aus Nutzersicht ist es ganz klar positiv zu bewerten.

Pinterest stellt konsequent die Pinner:innen ins Zentrum. Denn Abnehmanzeigen will niemand sehen. Sie machen schlechte Laune und im schlimmsten Fall Essstörungen.

Deshalb ist die Aktion für mich ein klarer Fall von positiver Haltung.   

Bei unserem Top der Woche sind leider nicht nur positive Vibes unterwegs. Und das ist auch gut so. Denn er will Menschen zur Organspende bewegen.

Dafür haben das Montefiore Medical Center und die Agentur Alto eine Plattform geschaffen, auf der Patienten, die auf ein Organ warten, ihre persönliche Geschichte erzählen können.

Das ist schön und herzerweichend und meiner Einschätzung nach sehr wirkungsvoll. Wer kann sich dem schon entziehen?  Um den Menschen geht es auch im W&V Chefredaktions-Talk am Dienstag.

Da ich in Urlaub sein werde, habe ich mein Interview mit Chris Böhnke von Fjord bereits voraufgezeichnet. Es war ein bereicherndes Gespräch:

Er sagte zum Beispiel, dass ein Team in unserer heutigen Zeit nur funktioniert, wenn sich jedes Mitglied verwirklichen kann und wertgeschätzt fühlt.

Für Arbeitgeber keine einfache Aufgabe. Mein Kollege Rolf Schröter trifft unsere anderen Gäste um 17 Uhr live. Personal- und Strategie-Chefin der RTL-Mediengruppe Julia Reuter, Vapiano-Retter Mario C. Bauer sowie Cannes-Kritiker Daniel Schäfer und Szymon Rose von David + Martin.

Viel Spaß   

Eine gute Zeit wünscht Verena Gründel

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01.07.2021 Joachim Löw war kein Machertyp

GFDK - Marketing News - W&V Markus Weber

Markus Weber, Redakteur bei W&V, glaubt an Ideen und  Machertypen.

Lieber Herr Böhmer,

in Zeiten des Umbruchs braucht es neben Ideen vor allem eines: Machertypen. Pro-Sieben-Chef Daniel Rosemann hat gemeinsam mit Joko & Klaas ein TV-Format geschaffen, das nicht nur innovativ ist, sondern die Menschen – ob jung oder alt – bewegt und gleichzeitig Agenda-Setting „at its best“ betreibt.  

Beim Deutschen Mediapreis ist die "Pro7-Force" mit Daniel Rosemann an der Spitze aus diesem Grund zur „Media-Persönlichkeit des Jahres 2021“ gekürt worden.

„Mit euch begeistert lineares Live-Entertainment sogar die Generation TikTok“, lautete die einhellige Meinung der Jury. Herzlichen Glückwunsch - und gerne mehr davon.

Noch bis Donnerstag treffen sich die Machertypen der Branche virtuell bei der Munich Marketing Week. Sie können dabei sein.  

A propos Umbruch. Ein solcher steht auch beim DFB an. Das war bereits vor dem müden Kick der DFB-Auswahl in Wembley klar.

Über 80 Millionen Bundestrainer:innen wissen das schon seit dem Katastrophen-Auftritt der Jogi-Truppe bei der Russland-WM. Im Netz ist nun viel von „bleiernen Jahren“ die Rede - andere erinnern zum Jogi-Abschied fairerweise doch noch an den WM-Titel 2014.

Den gab es schließlich auch! Aber das ist lang her. Was man daraus lernen kann: Es braucht die richtigen Ideen zur rechten Zeit.  

Ich wünsche Ihnen einen schönen fußballfreien Abend   

Markus Weber

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29.06.2021 Sag Jein zu Wurst

GFDK - Marketing News W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, glaubt es geht um die Wurst.

Lieber Herr Böhmer,

der Öko-Pionier Karl Ludwig Schweisfurth war in seinem früheren Leben der Wurst verpflichtet. Er industrialisierte die Fleischverarbeitung und machte aus seiner westfälischen Firma Herta das größte fleischverarbeitende Unternehmen Europas.   

1984 verkaufte er das Unternehmen an Nestlé und begann auf dem Gut Hermannsdorf bei Glonn in Bayern, Schweine nach Öko-Prinzipien zu züchten.  

1990 konfrontierte Herta den Meisterkoch Alfons Schuhbeck mit der Frage: „Den ganzen Tag die raffiniertesten Schmankerln und jetzt Fleischwurst von Herta?“ Schuhbeck antwortete: „Ja, eben drum“.   

Die Zeiten haben sich geändert. Vegetarisch und vegan zu leben ist eine Massenbewegung geworden. Aber es gibt sie noch, die Fleisch- und Wurstliebhaber. Und die, die hin- und hergerissen sind zwischen Wurst und Pflanze.   

Um die kümmert sich jetzt Herta. Kein „Entweder-oder“, sondern ein „Sowohl- als-auch“ ist die frohe Botschaft für Fleischesser mit Gemüse-Tendenzen. 

„Sag Jein zu Wurst“, fordert Herta und serviert beides gemeinsam. Mal ergänzen Brokkoli und Karotte das Fleischprodukt, mal Spinat und Knoblauch.   

So, jetzt schnell die News des Tages checken und dann gibt’s das Fußballspiel Deutschland gegen England. Da geht’s auch um die Wurst.

Einen spannenden Abend wünscht   

Rolf Schröter

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26.06.2021 Für immer Homeoffice - Nee

GFDK - Marketing News W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, kann es gar nicht erwarten Scarlett Johansson wieder im Kino zu sehen, wir auch nicht.

Lieber Herr Böhmer,

„Bürozentrierte Kultur“ – klingt abstoßend, oder?  Dabei will John Wren, der 68-jährige Omnicom-CEO, damit nur ausdrücken, dass er seine Leute wieder um sich haben will. Aber: Ins Büro darf nur, wer vollständig geimpft ist.   

Wer sich aus medizinischen, religiösen oder persönlichen Gründen nicht impfen lassen will, soll remote arbeiten.

Wie es für die Nicht-Geimpften weitergeht, will Big John bis Anfang September geklärt haben.  

Würde Black Widow für John arbeiten, wäre ihr das wohl egal. Die Marvel-Superheldin ist ja eh meistens im Freien unterwegs. Und da sind die Inzidenzwerte niedrig.   

Am 9. Juli kommt Black Widow in die Kinos und auf Disney+. Dort schrottet die schwarze Witwe alias Scarlett Johansson gemeinsam mit ihren Gespiel:innen eine Reihe von BMW X3 und 2er Gran Coupés.   

Darüber freut sich Jens Thiemer außerordentlich. Das Ergebnis sei „einfach umwerfend“, schwärmt der Markenchef von BMW. Und er hat wirklich Grund zum Jubeln. Denn es ist das erste Mal, dass BMW mit den Marvel Studios zusammenarbeitet, aber nicht das letzte Mal:

„Wir freuen uns schon sehr auf die weitere Mitwirkung im Marvel Cinematic Universe“, frohlockt Thiemer.   

Mir persönlich ist es gleich, ob Thor, Loki, Hulk oder Groot die nächsten BMW-Modelle zerschmettert. Es wird bestimmt geil.  

Einen herrlichen Abend und ein wundervolles Wochenende wünscht  

Rolf Schröter

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25.06.2021 man findet viel Rost und Staub

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, meint ein grüner Anstrich reicht nicht aus für das Thema Nachhaltigkeit. Recht hat Sie.

Lieber Herr Böhmer,

„Nachhaltigkeit ist kein USP mehr.“ Das sagt Vodafones Markenchef Gregor Gründgens im Interview . Ich sehe das anders. Echte, gelebte, konsequente Nachhaltigkeit ist sehr wohl ein Alleinstellungsmerkmal.

Denn im Moment sehen wir sehr oft grünen Anstrich. Doch wenn man die Farbe runterschrubbt, findet man viel Rost und Staub. In einem gebe ich ihm dennoch recht:

Nachhaltigkeit in der Kommunikation ist kein USP mehr. Jetzt gilt es, sich glaubwürdig und ganzheitlich mit dem Thema Öko zu differenzieren. Doch das ist keine leichte Aufgabe. 

Nur wenn immer mehr das tun, kommen wir vielleicht doch irgendwann dahin, dass wirklich alle nachhaltig agieren.   

Doch Nachhaltigkeit braucht Zeit. Genauso wie die Umstellung der Werbebranche auf die Post-Cookie-Ära. Google wollte die Abschaffung des Third-Party-Cookies übers Knie brechen.

Doch jetzt verschiebt der Suchmaschinenriese seine Pläne und überrascht damit die Branche. Erst 2023 werde die Unterstützung von Third-Party-Cookies durch Chrome auslaufen, kündigt er an.

Nur wenn genügend Zeit für die öffentliche Diskussion sei, lasse sich verhindern, dass die Geschäftsmodelle zahlreicher Web-Unternehmen gefährdet würden. In Cannes hat man andere Probleme.

Nicht nur das, dass dieses Jahr kein Rosé fließt. Unsere Kolumnisten Daniel Schäfer und Szymon Rose kritisieren , dass in Cannes heute fast nur noch Goldideen abräumen. Also Kampagnen, die nicht aus einem Kundenbriefing heraus entstanden sind.

Sondern solche, die man pro bono für eine NGO entwickelt, unter anderem oder vor allem, weil sie bei einer Award-Jury gut ankommen.   

Ist das eigentlich noch Haltung?   

Einen schönen Abend wünscht  

Verena Gründel

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23.06.2021 Coca-Cola Aktion für einen PR-Gag

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, steht wohl auf Regenbogenfarben. Ich bin allerdings der Meinung, das Politik  im Fußball zu nichts zu suchen hat.

Lieber Herr Böhmer,

ich bin sehr stolz auf Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. Seine Standpauke für die UEFA sitzt.

Der Verband hatte einer in Regenbogenfarben beleuchteten Allianz-Arena zum Ungarn-Spiel nun doch eine Absage erteilt. Reiter gibt dem Verband deutlich zu verstehen, wie scheinheilig er die Entscheidung findet.

Das Versöhnungsangebot der UEFA, München könne die Arena ja an einem anderen Tag bunt beleuchten, kommentiert er mit den Worten: Auf die Idee, sie zum Christopher Street Day in Pride-Farben zu tauchen, sei man in München auch selbst gekommen.    

Das war deutlich. Auch viele Marken machen ihrem Ärger über die UEFA-Entscheidung auf kreative Weise Luft. Die besten Beispiele hat mein Kollege Stefan Schasche zusammengefasst.   

Auch Ikea reagierte witzig. Sie nutzt Ronaldos Coca-Cola Aktion für einen PR-Gag. In einem Social-Media-Post präsentierte Ikea eine wiederbefüllbare Glasflasche. Wie die wohl heißt? Kleiner Tipp: Billy war schon für ein anderes Produkt vergeben.   

Haben Sie eigentlich auch das Gefühl, dass die EM neben dem Spielfeld viel spannender ist?  

Zum Glück gibt es noch andere Themen.

Zum Beispiel Influencer-Brands.

Wie baut man die eigentlich auf? Muss doch ganz leicht sein, schließlich ist die Reichweite in Social Media gratis und die Fanbase schon da, oder? Naja, ein paar Dinge gibt es schon zu beachten.   

Wer tiefer in das Thema einsteigen will, den lade ich herzlich zur Munich Marketing Week nächste Woche ein. Wir haben für drei Tage ein tolles Programm konzipiert. Schauen Sie unbedingt rein. Ich bin auch dabei und freu mich auf Sie.   

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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