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Marketing News

19.08.2020 Streit zwischen Fortnite und Apple

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichte über einen Krieg.

Lieber Herr Böhmer,

schon die Kriegserklärung der Fortnite-Fabrik Epic Games gegen Apple gesehen? Großartige Propaganda. Ein Film, nur 48 Sekunden lang; er zeigt Apple als Big Brother, der die Massen knechtet. Noch nie sah der Apfel so gemein aus.

Im Kern geht es um die 30 Prozent Provision, die Apple dafür kassiert, dass es Angebote auf seinem Marktplatz zulässt.

In Europa hat die EU-Kommission bereits vor einigen Monaten Ermittlungen aufgenommen, weil Spotify-Gründer Daniel Ek sich beschwert hat.

Spotify werde gegenüber Apples eigenem Musikdienst benachteiligt. Bemerkenswert ist aber, dass sich mittlerweile auch andere große US-Companies auf Apple einschießen. Selbst Facebook und Microsoft eröffnen das Feuer.

Und zwar mit Rückendeckung der staatlichen Behörden. Das amerikanische Repräsentantenhaus hat einen Kartellausschuss gebildet. Dessen Vorsitzender, der Demokrat David Cicilline, hat die Geschäftspolitik von Apple als „Straßenraub“ bezeichnet.

Der Streit eskaliert. Apple-Chef Tim Cook schießt zurück, indem er Epics Entwickler-Software Unreal Engine von Apple-Produkten verbannt.

Ist das, was Apple macht, fair? Das werden die Kartellbehörden in den jeweiligen Ländern untersuchen. Aber man sollte nicht glauben, dass Ankläger wie Spotify oder Fortnite Engel wären.

Nebenbei: Das chinesische Unternehmen Tencent hält 40 Prozent der Anteile an Epic Games. Tencent und dessen Messaging-Dienst Wechat stehen gerade auf der Shitlist von Donald Trump.

Es herrscht Krieg. Fortnite und Apple bieten großes Kino. Aber hier geht es nicht um gut oder böse. Sondern um Business. Und das muss ganz einfach fair sein.

Schönen Abend noch

Rolf Schröter

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18.08.2020 Altersdiskriminierung bei Tinder?

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, macht sich ein paar Gedanken, wer hier diskriminiert wird.

Lieber Herr Böhmer,

ist das gerecht, wenn Ältere auf Tinder mehr zahlen müssen als Jüngere?

Von Altersdiskriminierung ist sogar die Rede. Dabei ist dieses Spiel mit Angebot und Nachfrage doch überall im Internet mittlerweile gang und gäbe. Das Phänomen des Dynamic Pricing ist nicht neu.

Den einen Preis für alle gibt’s nur noch als Etikett im Laden. Und selbst da nicht immer.

Werden Apple-Besitzer diskriminiert, wenn sie für das gleiche Produkt einen höheren Preis zahlen sollen als Android-User?

Werden Morgenmuffel diskriminiert, wenn sie abends mehr ablatzen sollen als die verdammten Frühaufsteher? Die Bewohner des Prenzlauer Bergs, wenn ihre Rechnung höher ist als die von den Siedlern von Marzahn?

Das ist halt die Kehrseite der allseits gepriesenen Kundenzentrierung: Der Shopper wird nicht nur kommunikativ, sondern auch preislich zunehmend individuell betreut. Die Daten-Analyse macht’s möglich.

Aber wenn es um Sex geht, ist Homo Sapiens besonders empfindlich.

Interessant wäre mal, den Tinder-Algorithmus über die Ehepartner Michael Wendler (48) und Laura Müller (20) laufen zu lassen.

Ob der Wendler ein Preis-Premium bekäme, weil er jetzt DSDS-Juror geworden ist? Wer weiß. Das Gute an Algorithmen ist ja, dass sie so intransparent sind.

Denn: Was ich nicht weiß, bringt mich auch nicht auf die Palme.

Rolf Schröter

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18.08.2020 Sexismus-Problem in der Agenturbranche

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet von Sexismus-Problemen in der Agenturbranche, es reicht vom Poster der nackten Frau auf der Männertoilette mit dem Hinweis „Hier abspritzen“ usw.

Lieber Herr Böhmer,

der Artikel über Sexismus bei Scholz & Friends offenbare nur die Spitze des Eisbergs. Das berichtet Vreni Frost im W&V-Interview über ihre Recherchen für Die Zeit.

1000 Nachrichten von Frauen, die ihre negativen Erfahrungen schildern, hätten sie erreicht. Tausend! Das ist eine erschütternde Zahl.

Denn sicherlich sind selbst diese tausend Erlebnisse aus der Branche immer noch nur ein Bruchteil. Sie erzählen von Dildos auf Schreibtischstühlen und vom Rausmobben, wenn man sich beschwert. Allesamt Gruselgeschichten.

Können wir nicht einfach ein bisschen sensibler miteinander umgehen? Über das reflektieren, was wir anderen gegenüber sagen und tun?

Aufmerksamer durch die Welt gehen und unsere Stimme gegen Ungerechtigkeiten erheben? Denn auch wenn Vreni nicht besonders zuversichtlich ist, dass wir das Problem in den Griff bekommen, möchte ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir alle respektvoller miteinander umgehen können und wollen. Es liegt an jedem von uns.

Ein weiterer Aufreger von heute ist die so unscheinbar klingende "Paprikasauce Ungarische Art" von Knorr. Was mit der nicht stimmt? Sie hieß vorher Zigeunersoße.

Weil der Name möglicherweise negativ interpretiert werden könnte, benannte der Hersteller sie um. Zigeunersoßen-Fans sind gar nicht begeistert.

Und sogar der Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma zuckt schriftlich mit den Schultern. Der Fall sei nicht von oberster Dringlichkeit. Er sieht wohl keinen negativen Zusammenhang zwischen seinen Anhängern und leckerer Grillsoße.

Das erinnert mich an die Schweden und ihr Köttbullar, auf das sie durchaus sehr stolz sind. Ein absoluter Klassiker. Ob es den schon 1958 im ersten Ikea-Restaurant gab, konnte ich auf die Schnelle nicht rausfinden.

Aber den ersten Ikea-Katalog, den gibt es jetzt hier . Er erschien bereits 1950. Zum 70. Geburtstag hat das Ikea Museum sämtliche Kataloge zum Durchblättern online gestellt.

Das sollte genug Lesestoff für die restlichen Sommerferien sein. Wenn man denn die schwedische Sprache beherrscht.

En härlig kväll

Verena Gründel

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17.08.2020 Ausdünnung des Filialnetzes

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet das nun auch die Parfümeriekette Douglas ihr Filialnetz ausdünnen wird.

Lieber Herr Böhmer,

in den vergangenen Wochen und Monaten galten die Sorgen vor allem den kleinen stationären Händlern. Viele hätten ihr Geschäft nicht digitalisiert und standen deshalb vor riesigen Problemen, als der Lockdown kam. Heute spricht keiner mehr von ihnen – sie sind aus dem Blickfeld gerückt.

Auch weil es jetzt immer mehr großen Händlern an den Kragen geht. H&M, Zara, Esprit, Karstadt/Kaufhof und viele mehr haben längst angekündigt, Filialen zu schließen.

Auch Media-Saturn hat große Sparmaßnahmen angekündigt (mehr dazu in der morgigen W&V Morgenpost). Nun folgt außerdem Deutschlands Vorzeige-Parfümerie Douglas.

40 Prozent des Umsatzes finde bereits online statt. Klar, dass es da weniger Filialen braucht, kündigt die Douglas-CEO Tina Müller an.

Bei Ikea dagegen scheinen die Einrichtungshäuser weiter zu brummen. Augenzeugen berichteten von langen Schlangen vor den Märkten, nachdem sie im Frühjahr wieder öffnen durften.

Trotzdem zollt Ikea den Veränderungen durch die Krise Gebühr und widmet den neuen, siebzigsten Katalog dem "New Normal".

Denn durch Corona wissen wir, was das eigene Heim alles sein kann: Zuhause, Büro, Schule, Kindergarten, Spielplatz, Restaurantersatz und vieles mehr. Es hat eine ganz neue Bedeutung in unserem Leben erhalten.

Für alle Einrichtungsbedürfnisse soll der Wälzer eine Lösung bieten – da fragt niemand, ob ein Katalog im Jahr 2020 noch zeitgemäß ist. Schließlich ist Cocooning wieder voll im Trend.

Einen gemütlichen Abend wünscht

Verena Gründel

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13.08.2020 kommt TikTok nach Frankfurt?

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, übt sich heute mal in Spekulationen.

Lieber Herr Böhmer,

kein Tag ohne Nachricht aus dem TikTok-Universum. Ok, diesmal ist es eher eine Spekulation. Gerade aus deutscher Sicht allerdings eine ziemlich interessante Spekulation.

Es gibt nämlich durchaus Hoffnung, dass die Europazentrale der Plattform nicht nach Dublin oder London, sondern nach Frankfurt kommt.

Zumindest soll es offizielle Gespräche zwischen der Stadt und dem TikTok-Betreiber Bytedance geben. Würde irgendwie auch zur jüngsten Personaloffensive passen, bei der mit Tobias Henning und Charles Bahr ja recht prominente Akteure an Bord geholt wurden.

Vielleicht will man sich ja auch nach den Erfahrungen mit US-Präsident Trump nicht auch noch Boris Johnson antun. Vielleicht kommt alles aber ja auch ganz anders, wenn TikTok eben wegen Trump doch noch den Besitzer wechseln muss.

Sieht jedenfalls ganz so aus, als würde der Nachrichtenstrom in Sachen TikTok so schnell nicht versiegen.

Apropos Trump: sein langjähriger Haus- und Hofsender (zuletzt war die Beziehung wegen aus Sicht des Herrn im Weißen Haus unbotmäßiger Interviews etwas abgekühlt) Fox News Media will hinkünftig auch andere Länder mit seinem Programmen beglücken.

Fox News International soll als Streamingdienst im September auch in Deutschland an den Start gehen.

Lassen wir uns überraschen.

Viele Grüße
Holger Schellkopf

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12.08.2020 Apple zahlt keine Steuern

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V,

Lieber Herr Böhmer,

Apple verhält sich asozial. Der Konzern erntet in Deutschland, aber er sät nicht.

Apple vermeidet es, hierzulande Steuern zu zahlen. Im riesigen Markt Deutschland kommen nur 0,2 Prozent der von Apple weltweit gezahlten Steuern an. Apple ist übrigens laut Kantar die zweitwertvollste Marke der Welt (nach Amazon).

Gleichzeitig geht Apple rigoros gegen kleinste unternehmerische Pflänzchen auf fremder Erde vor.

Vor sieben Jahren wurden Apple-Anwälte bei dem Bonner Café Apfelkind vorstellig. Angeblich war das Logo des Cafés dem Logo von Apple zu ähnlich.

Im vergangenen Jahr brach Apple einen Markenrechtsstreit mit der Rhein-Voreifel-Touristik (RVT) vom Zaun. Auch hier der Vorwurf: Das Logo erinnere zu stark an das Logo von Apple.

Und jetzt schreien die Macherinnen und Macher der Koch-App Prepear auf Instagram um Hilfe, weil Apple juristisch gegen ihr Birnen-Logo vorgeht.

Apple hat genug Geld, um tolle Werbung zu machen. Und Apple bietet hervorragende Produkte, auf die viele nicht verzichten möchten. Aber die Haltung von Apple ist unterirdisch.

Ein Unternehmen, das soziale Leistungen vermeidet und nur Profit scheffelt, bringt keinen Nutzen für die Gesellschaft. Das ist asozial.

Schönen Abend noch

Rolf Schröter

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11.08.2020 Gastautorin Britta Poetzsch

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, schreibt mir heute etwas zur Toxischen Männlichkeit. Letzte Woche hatte noch Jo Marie Farwick, Gründerin und Chefin der Hamburger Agentur Überground geschrieben: Gepoppt wird doch nicht nur auf Agenturfeten. Und zum Poppen braucht es auch immer (mindestens) zwei. Das fällt für mich nicht unter Sexismus, sondern unter Poppen. Das ist ein anderes Thema, dass ich nicht vermische.

Lieber Herr Böhmer,

ich mochte Mad Man nie. Durch die erste Staffel habe ich mich nur deshalb gequält, weil man die Serie in unserer Branche doch gesehen haben muss.

Das dachte ich zumindest. Aber – und ich verstehe durchaus die Ironie dahinter – ich konnte diese alten Rollenbilder nicht ertragen. Gleichzeitig haben sie mich gelangweilt.

Dasselbe Gefühl erschleicht mich, wenn ich sehe, dass die Sexismusdebatte in der Branche nun schon wieder aufflammt. Man könnte meinen, dass inzwischen wirklich alles gesagt ist. Dass es uns zu den Ohren raushängt. Aber nein.

Offensichtlich müssen wir immer und immer wieder drüber sprechen, wütend werden, auf den Tisch hauen und den Finger in die Wunde legen – wie heute unsere Gastautorin Britta Poetzsch.

Und wer nicht hören will muss fühlen, sagt sie. In der Branche bedeutet das Bloßstellung und Imageverlust bei Kunden und Nachwuchstalenten. Kein Mitleid.

Was dagegen beim Nachwuchs gut ankommt, sind New-Work-Strategien, die viele Unternehmen gerade entwickeln. Flexibilität am Arbeitsplatz kommt gut an und wird sicher langfristig zum wichtigen Kriterium bei der Jobwahl.

Viele Unternehmen preschen mit guten Regelungen vor. In unserer Serie „Home oder Office?“ beleuchten wir die Maßnahmen. Den Anfang macht die Otto Group.

Was das Homeoffice für die Arbeitswelt, das ist Vertical für Video: eine Form der Evolution. Deshalb hat Apple jetzt erstmals einen Werbespot aus der Reihe "Shot on iPhone" komplett vertikal gedreht.

Kein geringerer als Oscar-Preisträger Damien Chazelle übernahm die Regie des Kurzfilms, der viele bekannte Klassiker zitiert. Achten Sie mal drauf was, was die 90-Grad-Drehung mit den Film macht.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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08.08.2020 Sexismus in Agenturen

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, macht sich zum Wochenende schwere Gedanken.

Lieber Herr Böhmer,

unsere Branche debattiert aufgeregt über Sexismus in Agenturen, Hassrede im Netz und pietätlose Werbung in Madrid.

Wir sind so sensibel geworden. Vielleicht übersensibel?

Unser Umgang miteinander ist so freundlich und nahbar wie nie. Floskeln wie „Sehr geehrte(r)...“ sind längst verschwunden. Oft steht da mittlerweile „Liebe(r)…“ Und Mails enden oft mit „Herzlichen Grüßen“.

Dieser liebevolle Umgang im digitalen Miteinander wird konterkariert durch die physische Realität:

Straßenverkehr ist Nahkampf, der Umgangston hässlich. Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer beleidigen einander wegen Kleinigkeiten. Freundlichkeit oder einfach nur höfliche Rücksichtnahme sind selten geworden. Wir sind so reizbar.

Übersensibilität und Reizbarkeit. Liebe und Hass. Unsere Gefühle polarisieren. Die Gesellschaft ist schizophren.

Ich wünsche mir heitere Gelassenheit. Und uns allen ein entsprechendes Wochenende.

Ihr Rolf Schröter

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07.08.2020 Gepoppt wird nicht nur in der Agenturwelt

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Gestern haben wir berichtet, das nach Recherchen der Zeitung, die "Zeit" bei Scholz & Friends in den vergangenen Jahren eine Reihe von Vorfällen gab, bei denen sich Führungskräfte herabwürdigend gegenüber Mitarbeiterinnen und Frauen im Allgemeinen äußerten oder durch ihr Fehlverhalten auffielen.

Darauf ist Jo Marie Farwick, Gründerin und Chefin der Hamburger Agentur Überground heute eingegangen, aber deutlich. Und wer jetzt die Agenturfeten anführt, auf denen es auch mal munter zur Sache geht:

Gepoppt wird doch nicht nur auf Agenturfeten. Und zum Poppen braucht es auch immer (mindestens) zwei. Das fällt für mich nicht unter Sexismus, sondern unter Poppen. Das ist ein anderes Thema, dass ich nicht vermische.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V hat heute viel zu erzählen.

Lieber Herr Böhmer,

für Entwicklungen dieser Art gibt es eine schöne Redewendung: that escalated quickly. Gestern noch hatten Dennis May und Christoph Pietsch zwar den Abschied von DDB verkündet, sich hinsichtlich ihres künftigen Schaffens jedoch noch sehr bedeckt gehalten.

Tags darauf kommt aber schon der neue Arbeitgeber mit der Nachricht um die Ecke: Publicis hat uns heute wissen lassen, dass May und Pietsch (spätestens) ab Februar 2021 als Chief Creative Officer und Chief Growth Officer bei der Publicis Groupe Deutschland loslegen.

Bis zum Arbeitsbeginn gehen zwar noch ein paar Tage ins Land - die zentralen Aufgaben für das Duo stehen aber schon fest.

Ganz und gar nicht fest steht dagegen, was insbesondere in den USA mit Tiktok passieren wird. Die Drohung des Verbotes durch die Administration Trump ist so ziemlich das Einzige, an dem sich in den letzten Tagen nichts geändert.

Gut, ähnliches gilt für die verwunderten bis bestürzten Reaktionen auf die reichlich eigentümliche Vorgehensweise. Der Verdacht, dass es Trump eher darum geht, missliebige Kritiker und widerspenstige Jugendliche verstummen zu lassen, als um Themen wie Datensicherheit, ist ebenso wenig ausgeräumt (sofern dies überhaupt möglich ist).

Heißester Kandidat für die Übernahme von Tiktok bleibt Microsoft. Über die Sinnhaftigkeit des Unterfangens sind sich Branchenexperten allerdings nicht gerade einig.

Es gibt auch Leute, die der Ansicht sind, Donald Trump wolle mit der Tiktok-Show nur von seiner übersichtlichen Performance im Umgang mit der Corona-Pandemie ablenken.

Das sind aber natürlich alles nur Spekulationen. Deutlich handfester sind die jetzt für Print und TV vorliegenden offiziellen Zahlen zur Mediennutzung in Zeiten von Corona.

Direkt damit verbunden ist eine Erkenntnis, die auch für andere Lebensbereiche (Stichwort Home Office) gilt: die Veränderungen sind gekommen, um zu bleiben.

Bleiben Sie gesund.
Holger Schellkopf

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06.08.2020 Roger Federer hat gerade viel Zeit

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Erst mal was vorweg: Nach Recherchen der Zeitung, die "Zeit" gab es bei Scholz & Friends in den vergangenen Jahren eine Reihe von Vorfällen, bei denen sich Führungskräfte herabwürdigend gegenüber Mitarbeiterinnen und Frauen im Allgemeinen äußerten oder durch ihr Fehlverhalten auffielen. So entblößte laut dem Bericht ein leitender Kreativer im Dezember 2017 auf einer Weihnachtsfeier des Berliner Büros sein Geschlechtsteil.

Das finden wir von der GFDK sehr erstaunlich. Scholz & Friends ist ja in der Vergangenheit, als Saubermann Agentur, oftmals aufgetreten. War wohl nur ein schöner Schein.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat nicht nur über Personalien zu berichten.

Lieber Herr Böhmer,

Roger Federer hat aktuell berufsbedingt ziemlich viel Zeit. Das liegt nicht nur an der Corona-Pause im Tenniszirkus, sondern auch am ein oder anderen Zipperlein, das den Schweizer Superhelden in seinem Tatendrang bremst. Ein malades Knie ist aber ganz offensichtlich kein Hindernis, um als Hauptdarsteller in charmanten Werbespots mitzuwirken.

Im Namen der Nudel überrascht Barilla-Botschafter in einer globalen Kampagne zwei seiner allergrößten italienischen Fans. Die gute Nachricht für alle Fans des Schweizers: nach Rücktritt sieht das bei Federer ganz und gar nicht aus.

Gegenteiliges gilt bei Apple: Dort hat nach Designchef Jony Ive in 2019 mit Phil Schiller erneut eine der prägenden Figuren der vergangenen Jahre seinen Rücktritt erklärt.

Der bisherige weltweite Marketingchef will mehr Zeit für Familie und Freunde haben und sich stärker Projekten widmen, die ihm "wirklich wichtig" sind.

Das lässt Raum für Interpretationen, allerdings geht Schiller nicht so ganz. Als "Apple Fellow" wird er weiterhin auf Events auftreten und für den App Store verantwortlich sein. Das ist wohl die Business-Variante von "wir bleiben Freunde"

Freunde sind dem Vernehmen nach auch Dennis May und Christoph Pietsch, bisher CCO und CMO bei DDB in Düsseldorf.

Gemeinsam verlässt das Duo die Agentur und will nach einer Pause zu Beginn des kommenden Jahres auch wieder gemeinsam an anderer Stelle aktiv werden. Wo dies geschieht, das wird allerdings noch nicht verraten.

Alexander Schlaubitz, seit wenigen Monaten Chef der DDB-Holding Lemon Group und CEO der Agentur, hat jetzt - positiv ausgedrückt - gleich die Möglichkeit, mit der Neubesetzung der Agentur nachhaltig Zeichen zu setzen.

Es bleibt spannend.

Schönen Abend

Holger Schellkopf

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