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12.10.2019 der gute Name eines Hotels zählt nich mehr

Bei den Millennials ist ein Bild wichtiger als eine persönliche Empfehlung

von: GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Die Nachricht des Tages vorweg. Der seit 2010 amtierende SAP-Vorstandschef Bill McDermott tritt überraschend zurück. Einen konkreten Grund für den Rücktritt McDermotts nannte das Unternehmen zunächst nicht. McDermotts Vertrag lief noch bis 2021, zu einer Verlängerung wird es nicht kommen.

Die in der Nacht zum Freitag ebenfalls vorgelegten Zahlen zum dritten Quartal konnten sich sehen lassen. Umsatz und Gewinn kletterten unerwartet kräftig.

Den Erlös steigerte der Konzern im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro, unter dem Strich blieben mit 1,26 Milliarden Euro 30 Prozent mehr Gewinn übrig. Unter McDermott  stieg SAP zum wertvollsten Dax-Konzern auf. Aktuell ist das Unternehmen rund 130 Milliarden Euro wert. Nun ist es so, das ein Machtmensch wie Bill McDermott bestimmt nicht freiwillig seinen Posten abgibt, schließlich hat er noch einen Vertrag bis 2021.

Aber OK, aus der SAP-Zentrale werden wir nichts erfahren, außer netten Worten über den lieben Bill. Ich habe da aber eine Idee. Vielleicht war einigen Leuten bei SAP die Nähe von Bill McDermott zu Donald Trump ein Dorn im Auge, schließlich hatte SAP auch Trump im letzten Wahlkampf mit einer Spende unterstüzt. Und nun beginnt ja der nächste Wahlkampf in Amerika, vielleicht ohne eine Spende für Trump, denn Bill McDermott hat darauf keinen Einfluß mehr. PS: Ist nur so eine Idee.

Die Jury des manager magazins hatte noch 2018 Bill McDermott zum Manager des Jahres gewählt.

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat andere Nachrichten für mich.

Lieber Herr Böhmer,

ach, das Buch des Lebens ist zu einem Daumenkino geworden.

Schnelligkeit und Momentaufnahmen bestimmen unser Handeln.

Heute ist zum Beispiel der gute Name eines Hotels für Menschen unter 30 Jahren praktisch irrelevant für die Buchungsentscheidung. Ein gutes Instagram-Foto gibt den Ausschlag – statt einer persönlichen Empfehlung. – Der Augenblick zählt.

Und künftig kann man online im dm-Shop einkaufen und das Zeug innerhalb von nur vier Stunden in einem Markt vor Ort abholen . Dieser Click & Collect-Service ist ein Test, der im Erfolgsfall bundesweit ausgerollt werden soll.

Und warum sollte dieses Shopper-Hyperventilieren schließlich nicht erfolgreich sein? Amazon macht es mit Prime Now doch vor. Dort muss man höchstens zwei Stunden warten, bis man nach dem Druck auf den Buy-Button beliefert wird. – Schnelligkeit bringt’s.

Lasst uns kurz innehalten. Aus dem japanischen Zen-Buddhismus stammt der Rat: Wenn du es eilig hast, dann nimm einen Umweg!

Warum? Ist doch klar. Nur dort findest du die geilsten Instagram-Bilder, die noch nicht von den Unter-30-Jährigen bis zum Erbrechen gepostet worden sind. Und vielleicht trifft man mitten auf dem Umweg zufällig den Amazon-Boten, der dich zuhause nicht angetroffen hat, weil du gerade im dm warst, um deine Bestellungen abzuholen.

Einen geruhsamen Abend noch wünscht

Rolf Schröter

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