hamburger-retina
09.06.2020 Instagram-Influencer, Schadensersatzansprüche

Fake Follower - 70% aller Follower gekauft und strafbar gemacht

von: GFDK - Marketing News

30.000 Instagram-Follower für 250 Euro. Das ist der aktuelle Preis für Instagram-Influencer, denen es nicht schnell genug geht. In den letzten Monaten wurden vermehrt die Promi-Accounts auf Echtheit geprüft.

Auch Personen wie Oliver Pocher machten Videos über Anne Wünsche, in denen er Belege von eingekauften Followern zeigte, ob die Informationen der Wahrheit entsprachen, wird das Gericht klären.

In der letzten Woche gab es auch weltweite Schlagzeilen wie: Kylie Jenner- sind ihre Millionen Follower nur fake?  Mit ihrem Instagram-Konto kann Kylie Jenner auf jeden Fall angeben, denn mit 179 Millionen Abonnenten gehört ihr Account zu den Erfolgreichsten der Plattform, meldet Radio Hamburg. In Online-Marketing-Kreisen gehen viele Experten davon aus, dass bis zu 70% aller Follower gekauft sind. 

Somit wären laut Anwalt André Schenk bereits Milliarden an Werbegeldern geflossen, die Unternehmen nun zurückfordern können. Zeitgleich haben sich die Influencer in vielen Fällen  strafbar gemacht.

Denn: hier liegt eine Vertragsverletzung vor, wenn in den Werbeverträgen steht, dass der Instagram-Star zum Beispiel 500.000 Follower hat und das die Berechnungs-Grundlage für den Vertrag ist.

Hier können nun Schadensersatzansprüche und außerordentliche Kündigungsansprüche geltend gemacht werden. Auch die bereits ausgezahlten Gelder können zum Teil oder ganz zurückgefordert werden.

Sollte der Influencer oder sein Management von den gekauften Followern gewusst haben, liegt hier ein Eingebungsbetrug vor.

Da eine Produktwerbung ab 500.000 Followern schnell mal 30.000 Euro kostet ist es auch strafrechtlich schon kein Kavaliersdelikt mehr, sondern ein Fall für das Landgericht und folglich sehr interessant für die zuständige Staatsanwaltschaft.

Laut André Schenk muss Instagram den Unternehmen die Möglichkeit geben, die Echtheit der jeweiligen Anhänger zu prüfen und viele Accounts sollten für die Ermittlungen beschlagnahmt und somit eingefroren werden. Gerne steht André Schenk auch für ein Interview zu diesem Thema zur Verfügung.

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.

Top