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05.09.2021 Putzfrau ohne Rechnung beschäftigt?

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Auf den Weg in die grüne Diktatur - Mit Verboten, Strafen und Ausgrenzungen machen die Grünen Politik und keiner scheint es zu bemerken. Diese Art von Konsorten vertreten mich nicht, müßte der freie Bürger sagen, nur tut er es nicht. Putzfrau ohne Rechnung beschäftigt, Nebeneinkünfte verschleiert oder Miete schwarz kassiert, Denunzianten sollen für die Grünen Abhilfe schaffen.

Der grüne Finanzminister in Baden-Württemberg hat ein Online-Portal gestartet, auf dem man andere anonym des Steuerbetrugs bezichtigen kann. So appelliert der Staat an das Schlechteste im Menschen: Neid und Hass. Es überrascht wenig, dass die Idee von den Grünen kommt, schreibt Anna Schneider, Chefreporterin bei "Welt-Online". 

Baerbock und Habeck jubeln schon

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Robert Habeck können sich eine anonyme Meldeplattform zur Ermittlung von Steuerbetrügern wie in Baden-Württemberg auch auf Bundesebene vorstellen. „Wir müssen Orte schaffen, wo auch gemeldet werden kann, wenn man weiß, dass es zu heftigem Steuerbetrug kommt“, sagte die Grünen-Kanzlerkandidatin am Mittwochabend bei der „Bundestagswahl-Show“ im Fernsehsender ProSieben. Annalena hat wohl schon vergessen, dass sie mehr als 25.000 Euro Einkünfte nicht gemeldet hatte.

Der Dichter und Hochschullehrer August Heinrich Hoffmann von Fallersleben hat dazu das Wesentliche gesagt:

"Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant."

Gabor Steingart schrieb dazu: "Danyal Bayaz, bekannt aus dem Wirecard-Untersuchungsausschuss, ermittelt in einem neuen Fall: Diesmal gegen die Bürger seines eigenen Bundeslandes. Als Finanzminister von Baden-Württemberg – das Amt bekleidet er seit Mai ‘21 – knüpft er sich Steuerstraftäter vor. Allein im vergangenen Jahr summierten sich die festgestellt hinterzogenen Steuern bundesweit auf fast 1,25 Milliarden Euro. Weitere 50 Milliarden würden Bayaz zufolge dem Fiskus entgehen – mangels strafrechtlicher Verfolgung.

Jetzt will das Cleverle den Ermittlern auf die Sprünge helfen. Seine Idee dazu: Er ließ eine Webseite programmieren, über die jeder Bürger anonyme Hinweise zu möglichen Steuerstraftaten seines Nachbarn oder Kollegen melden kann. Dadurch werde man für mehr Steuergerechtigkeit sorgen und könne die Kommunikation zwischen Steuerverwaltung und Bürger vereinfachen, glaubt der Minister."

Also ich schließe daraus, es gibt in Deutschland verdammt viele megareiche Putzfrauen und Handwerker. Meine Putzfee gehört wohl auch dazu. Muß sie morgen mal fragen.

Blockwart-Mentalität und Denunziantentum

CSU-Generalsekretär Markus Blume beispielsweise twitterte, die Grünen wollten „Denunziantentum fördern und Misstrauen unter Nachbarn säen. Auf was muss man sich noch einstellen, wenn die Grünen an die Regierung kommen?“ Und schon fragen sich die Leser von "Welt-Online", wann kommt das Meldeportal für Klimasünder? Was folgen könnte, wäre eine App für Umweltsünder, Fleischesser, Nicht-Genderer usw.

Und noch treffender: Was wir noch viel dringender brauchen, ist eine Meldeplattform für Plagiatoren, Nebeneinkünfte-Verschweiger und akademische Aufschneider, die ihr Gehalt vom Steuerzahler beziehen. Die Forderung nach einem bundesweiten Portal ist beste deutsche Tradition. Schon bei den Nazis und später auch in der DDR galt es als gutes, staatsbürgerliches Verhalten, Familie oder Nachbarn anzuzeigen.

Umkehrschluss der Denunzianten, wer dagegen ist, ist für Steuerbetrug. Weiter denkt der Bürger nicht. Ludwig Börne hatte schon feststellte:

"Drückender als die Zensur der Regierung ist die Diktatur der öffentlichen Meinung."

Die Deutschen besitzen kein sehr ausgeprägtes Gefühl für die Freiheit – und diejenigen, die sich für gebildet und progressiv halten, am allerwenigsten. In Deutschland nimmt man gern Haltung an, schaltet man sich am liebsten selbst gleich – und das mit Stolz auf das immense eigene moralische Vermögen. Ordnung und ein gutes moralisches Gewissen gelten in Deutschland allemal mehr als die Freiheit, die man sich als eine Art Luxusgegenstand vorstellt, konnte man auf tichyeseinblick lesen.

Genau das ist es, was es den Grünen so leicht macht, das Denuziantentum für sich zu gewinnen. Ihre erklärten Gegner sind Klimasünder, Impfverweigerer und alte weiße Männer, die es zu gängeln gilt und die man umzuerziehen muß. Man will die Andersdenkenden bis in ihre Haushaltsführung und in ihren Sprachgebrauch hinein verfolgen.

Wie sich das Denuziantentum in Deutschland wieder breit gemacht hat, konnten wir ja alle in der Corona-Zeit erleben. Da haben "brave Bürger" ihre Nachbarn angezeigt, weil die zu fünft in ihrer Wohnung feierten oder sich zum essen getroffen hatten.

Damit ihr wisst, was auf euch zukommt. Scholz will mit den Grünen regieren - Angesichts steigender Umfragewerte hofft SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf eine Mehrheit für eine rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl. „Ich möchte gerne mit den Grünen zusammen regieren“, sagte der Bundesfinanzminister und Vizekanzler dem „Tagesspiegel“. Na dann, ab in den Abgrund.

Wehret den Anfängen

Und diese Deppen solltet ihr auch schnell vergessen

Diverse Künstler aus Deutschland haben dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl die Grünen zu wählen. In einem Posting auf Facebook heißt es: "Unsere Gründe sind: Klimaschutz, Menschenrechte, Umweltschutz". Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Musiker Bela B ("Die Ärzte"), Schriftsteller Frank Schätzing, Musiker Wolfgang Niedecken, Sängerin Judith Holofernes und viele weitere.

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01.09.2021 sein verlorenes Herz

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Aus dem grandiosen Südafrika kommt ein ebenso fabelhafter Roman der Autorin Elana Bregin, der jetzt im Limes Verlag (www.limes.de) erschienen ist und 18 Euro kostet. Auf 240 Seiten erzählt Bregin die Geschichte eines kongolesischen Flüchtlingsjungen und einer einsamen älteren Dame namens Esther.

„Erzähl mir von ihr“, bittet sie den Jungen, „erzähl mir von deiner Mutter.“ Esther, selbst eine Außenseiterin, sieht in Emanuel, was niemand sonst zu sehen vermag: einen Jungen, der sein verlorenes Herz wiederfinden kann. Trotz aller widrigen Umstände.

Und in der malerischen Natur Südafrikas, inmitten der Schönheit der Drakensberge, heilen beide ihre Wunden, die das Leben ihnen zugefügt hat.

Mit „Der Junge, der sein Herz wiederfand“ hat Bregin in der Tat ein Plädoyer für Mut, Vertrauen und Hoffnung geschrieben, was auch grundsätzlich ihre Arbeit spiegelt.

In Südafrika ist Bregin für ihren Einsatz für Menschenrechte, den Schutz von Tieren und unseres Planeten bekannt. Ihre Romane gehören zur Schullektüre, ihre Stimme ist bei öffentlichen Debatten unverzichtbar.

Ihr jüngstes Werk ist erneut ein wunderbares Leseerlebnis in Sachen Humanismus. Bravo.

Sönke C. Weiss

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28.08.2021 Ohne alles mit Corona zu erklären

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Timing ist bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg. Im Sport, in der Politik und selbstverständlich auch in der Literatur beziehungsweise, wann ich was auf den Büchermarkt bringe. „Das infizierte Denken - warum wir uns von alten Selbstverständlichkeiten verabschieden müssen“ des in Deutschland lebenden Norwegers Anders Indset passt genau ins heutige Zeitfenster.

Ohne alles mit Corona zu erklären und belegen, motiviert der Autor uns, das eigene Denken neu zu entdecken, sich also seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen, was ja bereits seit der Aufklärung der Fall sein sollte, was viele von uns indes wohl vergessen, wenn überhaupt gelernt haben.

Allerdings haben wir es uns gemütlich gemacht in den zurückliegenden Jahren, vielleicht sogar seit Ende des 2. Weltkriegs, zumindest seit Beginn der Ära Merkel. Der Wahnsinn der Welt findet im Fernsehen statt, solange wir genug Klopapier haben und zwei Mal im Jahr in den "wohlverdienten" Urlaub fahren können, ist alles tip top.

Doch nur wenn wir uns der Welt gegenüber aufgeschlossen zeigen, also nicht im bequemen Schoß deutscher Leitkultur schmoren, haben wie die Chance, so Indset, eine mit-menschliche Zukunft zu gestalten.

„Das infizierte Denken“, erschienen für 20 Euro im Econ Verlag der Ullstein-Gruppe (www.ullstein.de), umfasst 272 kurzweilige Seiten, die wohl verständlich sind, was ich von „Die Hoffnung nach der Krise“ von Matthias Horx kaum behaupten kann.

Die 160 Seiten sind eine wahre Kopfgeburt, die schlicht und ergreifend nach Lockdown und kreativer Starre aufgrund von Corona schreien. (Als ob das Virus nun für alles verantwortlich sei.)

Dabei war ich von „Die Zukunft nach Corona“ des gleichen Autoren noch sehr angetan. Aber noch ne Corona-Standpauke?

Hier verwurschtelt sich Horx in eben der Komplexität unserer Zeit, die er eben zu entwirren versuchte; dabei distanziert man sich beim Lesen von Seite zu Seite mehr von der Titelthese „Die Hoffnung nach der Krise“ und betet, dass sich der Autor neu erfinden mag, so wie er es sich von der Welt wünscht, die mitten in der Pandemie lebt und diese, wenn wir mal ehrlich sind, nicht noch als Buch für 15 Euro in den Händen halten will.

Schlechtes Timing erschienen ebenfalls bei Econ. 

Sönke C. Weiss

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27.08.2021 die Antriebskraft, die Freundlichkeit heißt

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Eine der wohl erfolgreichsten Musikerinnen unserer Zeit ist Lady Gaga. Ihre Tonträger haben sich 35 Millionen Mal verkauft, ihre Songs wurden mehr als 32 Milliarden Mal gestreamt.

Was viele indes vielleicht nicht wissen, Lady Gaga ist auch eine engagierte Aktivistin und Philanthropin, unter anderem hat sie die Stiftung „Born This Way Foundation“ (www.bornthisway.foundation) ins Leben gerufen.

Gemeinsam mit ihrer Mutter, Cynthia Germanotta. In dem Buch „Channel Kindness - Geschichten über Freundlichkeit und Zusammenhalt“ berichten 51 Jugendliche über Mut, Freundlichkeit und Widerstandskraft in einer Welt, in der kleine Gesten viel bewegen können, denn Freundlichkeit heilt Menschen, fasst man die 304 Seiten von „Channel Kindness“ kurz zusammen.

Das Buch, von Jugendlichen für Jugendliche, soll als Inspirationsquelle für die eigene Leben, den kollektiven Zusammenhalt und den gesellschaftlichen Einsatz, also das Gemeinwohl dienen.

Und in der Tat, selten war ich so bewegt von so vielen ehrlichen Geschichten, die mir als Leser einen wirklichen Zugang zur Jugend 2021 gewähren, authentisch, ehrlich, manchmal auch traurig, aber immer wieder mit der Gewissheit, dass diese Menschen unsere Welt verändern werden.

Mit einer Antriebskraft, die Freundlichkeit heißt. Ein wirklich ganz tolles Buch, das Lady Gagas Stiftung da herausgebracht hat. Nicht nur für junge Menschen. Erschienen in der Penguin Random House Verlagsgruppe (www.cbj-verlag.de) für 16 Euro. 

Sönke C. Weiss

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17.08.2021 Die rechtschaffenen Mörder

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Als ich kürzlich übers Wochenende in Dresden war, was ich als Kurzurlaub übrigens uneingeschränkt empfehlen kann, habe ich folgendes Buch gelesen: „Die rechtschaffenen Mörder“ von Ingo Schulze, bereits 2020 erschienen, nichtsdestotrotz erwähnenswert.

Es geht um Norbert Paulini, einen wohl geachteten Dresdner Antiquar, der vor und nach der Wende Buchliebhaber bedient und der sich in der Gegenwart gegen das Internet behaupten muss.

Bis ihm eines Tages Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen wird und er in Zugzwang gerät: Ist Norbert Paulini eine tragische Figur oder gar ein Mörder?

Ingo Schulzes - 1962 in Dresden geboren - Geschichte nimmt uns mit auf eine Reise, wo irgendwann gar nichts mehr so klar, so Ost oder West, so vor oder nach der Wende ist. Sicher ist nur eines, nichts ist nie gewiß.

Und das macht die Großartigkeit dieser 320 Seiten aus. Ganz famos und 2021 noch immer oder gerade wieder aktuell. Wahlen stehen bevor, es wird viel gelogen, ein bisschen Wahrheit tut immer gut.

„Die rechtschaffenen Mörder“ ist bei S. Fischer (www.fischerverlage.de) erschienen und kostet 21 Euro. 

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06.08.2021 Kontroll- und Restriktionspartys

GFDK - Reden ist Silber

Politiker behandeltn die Impfgegner mittlerweile wie Waffenschieber, Terroristen oder Drogendealer. Kann es noch schlimmer kommen? JA -Gesundheitsminister Spahn plant, dass gegebenenfalls auch Ungeimpfte mit Negativ-Testergebnis etwa von Restaurantbesuchen und Veranstaltungen ausgeschlossen werden sollen.

Kontroll- und Restriktionspartys in Deutschland

Wolfgang Kubicki warf der Bundesregierung bei „Bild“ Wortbruch vor. „Die Ankündigung, in Zukunft Ungeimpfte vom Gastronomiebesuch ausschließen zu wollen, ist der dreisteste und verheerendste Wortbruch dieser Bundesregierung, die wiederholt Stein und Bein geschworen hat, es werde keine Impfpflicht in Deutschland geben.

Dieser Wortbruch wiegt noch schwerer als die Unverhältnismäßigkeit dieser angedrohten Impfpflicht.“  FDP. Parteivize Kubicki nannte dies in der „Passauer Neuen Presse“ „ein Druckmittel, um Menschen zum Impfen zu zwingen“ und „extrem unsozial“.

Nur Wolfgang Kubicki ist nicht die FDP, also sollte man von denen nicht zu viel erwarten, schließlich war deren Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung mehr als überschaubar. Und sollte die FDP nach den Bundetagswahlen wieder in der Regierung sitzen, übernimmt der Wischiwaschi-Lindner das Ruder und alles bleibt beim alten.

Die Corona-Apostel ziehen alle Register der Verbotsorgel 

In Deutschland schlagzeilt die „BILD“: „Horrorpapier vom RKI“. Das Robert-Koch-Institut hatte in einer Tischvorlage für die Chefs der Staatskanzleien der Länder festgestellt: "Die vierte Welle hat begonnen". Kaja Klapsa, Redakteurin Innenpolitik bei der "Welt" "Die Bundesregierung verkündet mal wieder abenteuerliche Schreckensszenarien, um die Corona-Disziplin der Bürger zu verbessern".

Ein Rückblick, der uns aufzeigt mit welchen Politikern wir es zu tun haben

So sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), er befürchte einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz bis zur Bundestagswahl Ende September auf 850 – und damit 100.000 Neuinfektionen täglich. Die Zahl ist ihm nicht nebenbei rausgerutscht – er platzierte die Botschaft bewusst in einem auflagenstarken Interview mit der „Bild am Sonntag“

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen hat Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) einem Zeitungsbericht zufolge mögliche Einschränkungen für Nicht-Geimpfte angekündigt. „Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte“, sagte Braun der „Bild am Sonntag“.

Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten müssten Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren. „Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich.

Und wen soll es wundern?

Zustimmung kommt von dem SPD-Klabautermann Karl Lauterbach. Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist der Meinung, bei steigenden Infektionszahlen im Herbst werde man, "nicht mehr damit über die Runden kommen, die Getesteten den Geimpften und Genesenen gleichzustellen". Er sagte der "Süddeutschen Zeitung", es werde »nichts anderes übrig bleiben, als den Zutritt zu Räumen, wo viele Leute eng zusammenkommen, auf Genesene und Geimpfte zu beschränken«, da die Zahl der falsch negativen Tests zu hoch sei.

Lauterbachs Narrenfreiheit

Tom Bohn schreibt für "Welt-Online" Lauterbachs Narrenfreiheit - Die Uefa machte er für den Tod vieler Menschen verantwortlich, den Briten prophezeite er eine Corona-Katastrophe. Falsch, wie sich zeigt. Doch die Fehlprognosen des Karl Lauterbach bleiben ohne Konsequenzen. Es folgt allein: die nächste Talkshow.

Man kann sich nur wundern, dass dieser Mann nach inzwischen wohl dutzenden, überdramatisierten Fehlprognosen nicht längst verbal geteert und gefedert auf einen bundesdeutschen Entsorgungsposten abgeschoben wurde.

Wertvoll und wichtig scheint es inzwischen zu sein, dass diese Gesellschaft die offensichtliche Narrenfreiheit von Herrn Lauterbach nicht weiter akzeptiert. Und was sie erst recht nicht (mehr) machen sollte ist: ihm Glauben schenken.

Auch das sollte niemanden wundern:

Auch Grünen-Chef Robert Habeck zeigt sich offen dafür, Geimpften mehr Freiheiten zu geben. Habeck sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Konsequenz ist, dass Geimpfte beziehungsweise Genesene zukünftig unter Umständen mehr Möglichkeiten und Zugänge haben können, als Menschen, die sich gegen eine Impfung entschieden haben.“ Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock schloss Einschränkungen für Ungeimpfte ebenfalls nicht aus.

Der Impf-Tod-ist Bürgerpflicht?

Ganz dicke tut sich nun der grüne Verbots-Engel Winfried Kretschmann, der nun sein wahres Gesicht zeigt. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Impfpflicht im weiteren Kampf gegen die Corona-Krise für denkbar. „Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen“, sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Im Kern kann man sagen: Impfen ist Bürgerpflicht", meint der Ober-Grüne.

Auch Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Impfverweigerern nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften. „Mit Impfen zeigt man Solidarität, mit Impfverweigerung zeigt man Egoismus“, sagte Hans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) Das ganze soll auch für Ungeimpfte gelten die einen aktuellen Corona-Test haben.

Auch der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält Beschränkungen für Ungeimpfte für sinnvoll. Es gebe für niemanden ein Recht auf Restaurant- oder Stadionbesuche.

Mathieu von Rohr, Ressortleiter beim "Spiegel" bläst ins gleiche Horn

Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet damit aber die persönliche Freiheit, körperliche Unversehrtheit und Bewegungsfreiheit anderer. Je mehr Ungeimpfte es gibt, desto mehr Schwerkranke und Tote wird es wohl auch geben. Und sollen die Geimpften dann wirklich wegen der Ungeimpften auf Restaurantbesuche verzichten müssen, fragt er ganz scheinheilig.

Nur haben die Corona-Panikmacher eines wohl nicht im Blick: Durch die Delta-Variante könnten Geimpfte genauso ansteckend sein wie Ungeimpfte – das legt ein Bericht der US-Seuchenschutzbehörde nahe. Auch die britische Gesundheitsbehörde "Public Health England" (PHE) vermutet, dass Menschen, die sich mit der Delta-Variante infizieren, sehr ansteckend sind — unabhängig von ihrem Impfstatus. Das berichtet der "Guardian". Trotz vollständiger Impfung können sich Menschen mit dem Coronavirus infizieren und das Virus weitergeben.

Impfen, Saufen und Ficken macht frei

Das auch noch: "Impfen macht frei": Ein Münchner postete die Parole auf Facebook. Jetzt ermittelt die Justiz wegen Volksverhetzung. Da frage ich mich nun, was passiert wenn ich schreibe: Saufen macht frei oder Ficken macht frei? Kommt dann der Staatsanwalt? Mal eine Frage: Wer hat eigentlich das Copyright auf "macht frei".

WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt schrieb: 2015, in der Flüchtlingskrise, hat man den Bürgern erklärt, die Grenzen seien sowieso nicht wirksam zu kontrollieren. Nun müssen sich dieselben Bürger nach dem Urlaub Personenkontrollen gefallen lassen, zur Durchsetzung der Corona-Testpflicht. Das Gefühl von Willkür wächst. Die Kontroll- und Restriktionspartys der deutschen Politik gehen als sogenannte Corona-Maßnahmen weiter.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um mit immer größerem Misstrauen auf fallende Tabus zu blicken, die allesamt in einem autoritären Staatsapparat kulminieren. Auch das Verbot der „Querdenker“-Demo, nachdem eine Woche zuvor beim politisch gewollten CSD Zigtausende (auch ohne Maske) feierten, nährt das Gefühl der Willkür und einer Rechtsstaatlichkeit, die sich in den Dienst weltanschaulicher Anliegen stellt – oder eben nicht. Deutlicher kann man es nicht mehr schreiben.

Also, wenn ihr euren Arsch retten wollt, solltet ihr euch ganz genau überlegen, wo ihr euer Kreuz bei der anstehenden Bundestagswahl macht.

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03.08.2021 Philipp Keels Fotoband „Last Summer“

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

In vielen Kulturen sind Bräuche und Riten mit dem Sommerbeginn verbunden, in Deutschland zum Beispiel ist es das Sonnwend- oder Johannisfeuer. Ansonsten gilt der Sommer auch als die Jahreszeit der gesteigerten Lebensfreude.

Das wird besonders auf die höheren Temperaturen sowie auf durch Sonneneinstrahlung freigesetzte Hormone zurückgeführt. Vielleicht sind die schönsten Sommer deshalb auch die schmerzlichsten.

Weil wir uns selten lebendiger fühlen und an ihrem Ende umso stärker daran erinnert werden, dass alles einmal vorbeigeht, wenn der Herbst anbricht und wir wieder einen Lebenssommer ärmer sind.

Philipp Keels neuer Fotoband „Last Summer“ ist wie ein Geschenk an den Sommer. Die 62 Abbildungen auf 72 Seiten sind anmutend, verspielt, aber enthalten auch immer einen Hauch Einsamkeit und Melancholie, die nichtsdestotrotz unbeschwert und sanft unter dem Motiv ruht.

Als Fotograf hat Philipp Keel eine Handschrift, die in der Tat künstlerisch geprägt ist; als Verleger, ihm steht der Diogenes Verlag in der Schweiz unter, steht das betriebswirtschaftliche Talent im Vordergrund.

Beide Seiten der Keel-Medaille scheinen im Einklang zu sein, ist er als Künstler wie Unternehmer gleichsam erfolgreich. Seine Künstlerseele indes spiegelt immer ein wenig Wehmut. Und das ist auch gut so. „Last Summer“ ist bei Steidl (www.steidl.de) erschienen und kostet 40 Euro. 

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02.08.2021 „Landschaft“ von Gerhard Richter

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Sicher einer der beeindruckendsten Kunstbände der zurückliegenden Jahre ist „Landschaft“ von Gerhard Richter, den der Verlag Hatje Cantz (www.hatjecantz.de) anlässlich der gleichnamigen Ausstellungen im Kunstforum Wien und Kunsthaus Zürich veröffentlicht hat.

Der Band versammelt ein breites Spektrum der zwischen 1963 und 2018 entstandenen Landschaftsbilder Gerhard Richters. Es sind Meeresküsten, Berge und Täler, Wiesen, Wälder, Eisberge, Wolken und Städte.

Alles ist bei Gerhard Richter bekanntlich möglich; er passt halt in keine Schublade, und auch wenn er für viele gerade deshalb als Mensch ein Rätsel geblieben ist, weil er sich eben nicht öffentlich machen will, Gott sei Dank, erlauben die „Landschaft“en eine Nähe, wie es sie selten bei dem Künstler gibt.

Man muß sie einfach bewundern und auf sich wirken lassen. Wer natürlich eine Erklärung braucht, dem wird in dem Band auch geholfen.

Viele kluge Wörter vieler kluger Menschen, aber eigentlich nicht notwendig, „Landschaft“ (200 Fotos, 44 Euro) käme auch und gerade ohne Feuilletonisten aus. Ansonsten einfach brilliant. 

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01.08.2021 Es war einmal in Hollywood

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Rick Dalton ist ein abgehalfterter Seriendarsteller, Cliff Booth sein berüchtigter Stuntman, die Schauspielerin Sharon Tate lebt mit Ehemann Roman Polanski in den Hügeln Hollywoods und Charles Manson mit seinen zugedröhnten Hippies plant etwas ganz Schreckliches.

Soweit das La La Land im Jahre 1969, in das uns der zweifache Oscarpreisträger Quentin Tarantino in seinem ersten Roman führt.

Und ja, „Es war einmal in Hollywood“ gab’s von ihm 2019 schon als Film, Leonardo DiCaprio und Britt Pitt spielten die Hauptrollen, aber das Buch ist anders, eine aufregende Abkehr von der Filmfassung, frisch, kurzweilig und von Seite 1 bis 411 einfach grandios.

Okay, ich war ein wenig enttäuscht, wie Tarantino sein ultragewalttätiges Ende verändert hat, nichtsdestotrotz, wahre Fans des Jahrhundertregisseurs wissen eh, wie die Story weitergeht.

So steht „Es war einmal in Hollywood“, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch (www.kiwi-verlag.de) für 25 Euro, auf ganz soliden Füßen und zeigt, dass Tarantino in erster Linie ein wirklich guter Autor ist, besonders wenn es um Dialoge geht.

Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen und war absolut begeistert. Insbesondere auch von der wirklich gelungenen Übersetzung von Stephan Kleiner und Thomas Melle.

P.S.: Tarantino hat ja angekündigt, dass sein nächster Film auch sein letzter sein wird. Vielleicht überrascht er uns dann ja mit weiteren Romanen. Das wäre sehr cool. 

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12.07.2021 Jenseits von Afrika

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Zwei wahre Klassiker der Weltliteratur hat der Penguin Verlag (www.penguin-verlag.de) jetzt neu verlegt. „Ich hatte eine Farm am Fuß der Ngong-Berge.“ So beginnen Tania Blixens Memoiren mit dem Titel, den wohl jeder kennt: „Jenseits von Afrika.“

Auf 688 Seiten führt sie uns zurück ins Jahr 1914 nach Kenia, wo sie nahe Nairobi beginnt, eine Kaffeeplantage zu betreiben und, nachdem ihre Ehe mit Baron Blixen gescheitert war, ein Affäre mit dem Abenteurer Dennis Finch Hatton zu haben.

Dies alles wurde ja 1985 in atemberaubenden Bildern mit Meryl Streep als Tanja Blixen und Robert Redford als Dennis Finch Hatton verfilmt, obwohl es in ihrem Buch nur am Rande um Liebe geht, sondern vielmehr um ihre Begegnung mit den Einheimischen und was dies für sie als Mensch bedeutet.

Erst im April war ich in Nairobi, um dort meine Foto-Retrospektive für Ende des Jahre vorzubereiten und habe ihre Farm besucht.

Noch heute sprechen die Menschen dort von Karen, ihrem wirklichen Namen, als ob sie eine Heilige sei. Was sicher daran lag, weil sie - anders als die englischen Kolonialisten - sich wirklich um die Menschen sorgte, Schulen und Krankenstationen errichtete und dafür sorgte, dass ihr Land bei ihrer Abreise zurück nach Dänemark an die eigentlichen Eigentümer ging.

Die Baronin war eben keine Besitzerin, sondern nur ein durchreisender Gast. „Jenseits von Afrika“: 12 Euro für ein grandioses Leseerlebnis.

Ebenso faszinierend ist Stefan Zweigs „Schachnovelle“, zumal seit der Netflix-Serie „Das Damengambit“ Schach wieder en vogue ist:

Auf einem Passagierdampfer treffen der Rechtsanwalt Dr. B. und der Schachweltmeister Mirko Czentovic aufeinander, in einem fasziniert beschriebenen Schachduel erleben wir, wie nicht nur zwei Spielideen aufeinander treffen, sondern auch zwei Lebenswelten.

112 Seiten Spannung für nur acht Euro. Beide Bücher empfehle ich voller Enthusiasmus. 

Sönke C. Weiss

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