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11.05.2021 Ohne Rücksicht auf Verluste

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Mit großem Interesse habe ich am Wochenende das neue Sachbuch von Mats Schönauer und Moritz Tschermak mit dem Titel „Ohne Rücksicht auf Verluste - Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet“ gelesen.

Denn als ehemaliger BILD-Reporter interessiert es mich schon, was über meinen ehemaligen Arbeitgeber so berichtet wird.

Schönauer und Tschermak, zwei Journalisten, beobachten und analysieren das Boulevard-Blatt seit nunmehr zehn Jahren, sagen sie.

Ihr Fazit: Unter dem nicht mehr ganz neuen Chef Julian Reichelt sei BILD noch brutaler, noch menschenverachtender, noch populistischer geworden.

Anhand ihrer Recherchen beschreiben die Autoren, wie die Zeitung angeblich Ängste schüre, Kampagnen fahre, demokratische Institutionen untergrabe und der AfD geholfen habe, in den Bundestag einzuziehen.

Nun, von all diesen Dingen habe ich während meiner Zeit bei BILD nichts mitbekommen. Ich fand die Arbeit spannend, die Entlohnung war übertariflich gut, und ich bin auch von meinen Vorgesetzten nie unangemessen behandelt worden, so wie es dem heutigen Chefredakteur Reichelt jüngst vorgeworfen wurde.

Ganz im Gegenteil. Ich habe sehr viel lernen dürfen, was journalistisches Handwerk angeht. Auch die Behauptung, BILD sei das mächtigste Medium des Landes, möchte ich in Zweifel stellen.

Ein Boulevard-Blatt ist, was es ist: ein Boulevard-Blatt eben. Laut, bunt, tendenziös unausgewogen, aber immer wieder neu und unterhaltsam.

(Im Vergleich zu angelsächsischen Boulevard-Blättern liest sich BILD übrigens wie eine Kirchenzeitung.) Und überhaupt, niemand wird gezwungen, BILD zu lesen.

Ich fand die 334 Seiten von „Ohne Rücksicht auf Verluste - Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet“, für 18 Euro bei Kiepenheuer & Witsch (www.kiwi-verlag.de), in der Tat kurzweilig zu lesen; nichtsdestotrotz zweifle ich an, dass die BILD, so wie es der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff immer noch behauptet, ein rückfälliger Triebtäter sei.

(Wallraff machte einst Schlagzeilen mit seinem Buch „Der Aufmacher - Der Mann, der bei BILD Hans Esser war.“) Die Zeiten haben sich geändert. Und das ist gut so. 

Sönke C. Weiss

"Viele Journalisten halten die Meinung des Andersdenkenden für Gift und ihre eigene Haltung für ein Heiligtum. Innerhalb und zwischen den Blättern werden Glaubenskriege geführt, die die Polarisierung der Gesellschaft nicht widerspiegeln, sondern verschärfen. Die knappste Ressource im deutschen Journalismus der Gegenwart ist die Nachdenklichkeit". Gabor Steingart

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04.05.2021 Die Demokratie-Vernichter

GFDK - Reden ist Silber

Was ist passiert: Hans-Georg Maaßen wurde in Suhl am Freitagabend mit 86 Prozent der Stimmen bei einem Gegenkandidaten von den Delegierten von vier CDU-Kreisverbänden gewählt. Damit tritt Maaßen für die CDU als Bundestagskandidat an, was den Linken, den Grünen, der SPD und sogar der eigenen Partei stinkt.

Der ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist einer der radikalsten Kritiker der sogenannten Merkel-CDU. Seine Auseinandersetzung mit Angela Merkel wegen deren Früchtlingspolitik haben wir noch gut in Erinnerung. 

Aber erst als er in einem Interview Zweifel an „Hetzjagden“ in Chemnitz äußerte und damit der Kanzlerin öffentlich widersprach, mußte er zurücktreten, oder besser gesagt er wurde in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Die Demokratie-Vernichter heulen auf

Seine Nominierung wurde von den Demokratie-Verbesserern, oder besser gesagt von den Demokratie-Vernichtern, umgehend zerrissen und medial abgestraft.

Grüne, SPD und Linke kritisieren die Nominierung von Hans-Georg Maaßen als CDU-Bundestagskandidaten in Südthüringen. Die NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler und Laschet vertraute, springt vor Aufregung in ihrem Käfig herum.

Die 40-Jährige twitterte am Freitagabend in Richtung der 37 CDU-Mitglieder, die Maaßen gewählt hatten: „Ihr habt echt den Knall nicht gehört! Wie kann man so irre sein und die christdemokratischen Werte mal eben über Bord schmeißen?

Die aus Thüringen stammende Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, schrieb auf Twitter: „Mit #Maaßen öffnet die CDU ihre Türen nach rechts.“

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, bezeichnete Maaßen als „Ideologen und Hetzer“. Mit der Nominierung überschreite die CDU eine Grenze nach rechts außen, schrieb Schneider, der Thüringer ist, auf Twitter.

Die Linke-Bundesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow sagte den Funke-Zeitungen: „Die Brandmauer nach rechts ist weg.“ Die demokratischen Parteien diesseits der Union sollten jetzt alles tun, um zu verhindern, dass ein Maaßen im nächsten Bundestag sitzt.“

Nun was soll man dazu sagen? So wie es aussieht, halten die Lupenreinen Demokraten einfach nichts von freien Entscheidungen von Pateimitgliedern, wenn diese nicht mit ihrer Gesinnung übereinstimmt.

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04.05.2021 „Hard Land“, sein nunmehr fünfter Roman

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Wer Filme wie „The Breakfast Club“ oder „Stand by me“ mag, der ist in dieser Geschichte wohl aufgehoben. „Hard Land“ spielt in Missouri, 1985:

Um sich einige Zeit von den Problemen zu Hause zu verabschieden, nimmt der 15-jährige Sam einen Ferienjob in einem alten Kino an, was sein Leben für immer verändert.

Er findet neue Freunde, verliert sein Herz, entwickelt sich von einem Außenseiter zu einem jungen Mann, der unentbehrlich wird und dabei lernt, wie schmerzhaft es sein kann, erwachsen zu werden.

Dem Autoren Benedict Wells, 1984 in München geboren, gelingt es, einen Ton zu treffen, der die Brücke zwischen Jugend und Erwachsenensein perfekt spiegelt.

„Hard Land“, sein nunmehr fünfter Roman, berührt sehr, zumal er nie in Klischees abdriftet, nie zu witzig oder zu dramatisch ist, sondern mit einer Ehrlichkeit überzeugt, von der alle guten Stories leben, der Wahrheit eben.

„Hard Land“ ist bei Diogenes (www.diogenes.ch) erschienen, hat 343 Seiten und kostet 24 Euro. Ein ganz tolles Buch, das wirklich rockt. Apropos:

Im Herbst 2021 gehen der Autor und der Musiker Jacob Brass auf die große „Hard Land Club Tour“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wells stellt sein Buch vor, Brass sein neues Album „Circle Town“. Vorverkauf auf www.hard-land.de. 

Sönke C. Weiss

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04.05.2021 zum 150. Geburtstag von Marcel Proust

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Wer hat Angst vor Marcel Proust? Niemand, hoffe ich. Denn zum 150. Geburtstag des großen französischen Romanciers lädt der edel gebundene Erzählband „Der gewendete Tag“ aus dem Hause Manesse (www.manesse-verlag.de) zur Entdeckung eines kolossalen Werks ein. Marcel Proust wird gern als „Jahrhundertschriftsteller“ bezeichnet, als „Gigant“ der literarischen Moderne, schreibt der "Tagesspiegel".

Auf 704 Seiten begegnet der Leser den Guermantes und Verdurins, Albertine und anderen bekannten Figuren aus dem Proust-Universum.

In der kongenialen Übersetzung von Christina Viraghs und Hanno Helblings bietet dieser kleine, aber wirklich feine Band Kennern wie Entdeckern des Jahrhundertschriftstellers einen zwar komprimierten, wohlgleich funkelnden wie unvergesslichen Proustkanon für 25 Euro. Voilá.

Ebenfalls aus der Manesse Bibliothek kommt ein poetisches Meisterwerk der italienischen Moderne. „Schilf im Wind“ ist die überarbeitete und kommentierte Neuausgabe zum ebenfalls 150. Geburtstag der Literaturnobelpreisträgerin Grazia Deledda:

Sardinien im frühen 20. Jahrhundert. Das Land karg, das Leben hart, die Seelen verschlossen. Auf dem Landgut der Pintors liegt der düstere Schatten der Vergangenheit, doch gesellschaftliche wie kulturelle Umbrüche sind am Horizont sichtbar.

In der Kunst, mit wenigen Worten Stimmungen zu zaubern, ist Grazia Deledda in der Tat unerreicht. Ihre Landschaftsbilder Sardiniens sind von herber Sinnlichkeit und entführen uns ins Reich der Mandel- und Pfirsichhaine.

Der Roman „Schilf im Wind“, aus dem Italienischen von Bruno Goetz, hat 448 kraftvolle und unvergängliche Seiten, die als exquisit gestaltetes Buchkunstwerk absolut gerechtfertigte 25 Euro kosten. Bravo!

Sönke C. Weiss

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02.05.2021 Rechtsbruch in Deutschland

GFDK - Reden ist Silber

Zwei Amtsgerichte in Bayern und Thüringen haben gegen die Maskenpflicht an Schulen entschieden, und die geballte Wut der Corona- Hysteriker auf sich gezogen. Nun schicken sie die Staatsänwälte los, um die Richter klein zu machen. Die Richter hatten sich gegen die Maskenpflicht, Testpflicht, Abstandsregeln und Homeschooling für Schüler ausgesprochen. 

Verantwortlich für den Rechtsbruch ist Merkel

Das Familiengericht im oberbayerischen Weilheim hatte ein Kind nach einer Klage der Eltern von der Maskenpflicht in seiner Schule befreit. Nun prüft die Staatsanwaltschaft mehrere Anzeigen wegen Rechtsbeugung gegen die zuständige Richterin. "Wir haben Vorermittlungen eingeleitet, weil es mehrere Anzeigen gab", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II der Nachrichtenagentur dpa. 

Die Staatsmacht wird missbraucht

In Thüringen hat die Staatsanwaltschaft bereits gegen einen Richter am Amtsgericht Weimar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es bestehe ein Anfangsverdacht, dass sich der Richter einer Beugung des Rechts schuldig gemacht hat, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt am Montag mit. Inzwischen wurden die Wohn- und Arbeitsräume und das Auto des Richters durchsucht und ein Handy beschlagnahmt.

Die Urteile gehen der Bundesregierung gegen den Strich. Das die Staatsanwaltschaft die Durchsuchungen und weitere Maßnahmen, von einem Richter der wohl auf Linie ist, bewilligt bekommen hat, ist ein Vorgang den es in der Bundesrepublik noch nie gegeben hat.

Der Richter schrieb in seiner Urteilsbegründung:

 “…die Kinder werden insbesondere durch die Pflicht, während der Schulzeit Gesichtsmasken zu tragen und Abstände untereinander und zu weiteren Personen einzuhalten, in ihrem geistigen, körperlichen und seelischen Wohl nicht nur gefährdet, sondern darüber hinaus schon gegenwärtig geschädigt.

Dadurch werden zugleich zahlreiche Rechte der Kinder und ihrer Eltern aus Gesetz, Verfassung und internationalen Konventionen verletzt.

Das gilt insbesondere für das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und auf körperliche Unversehrtheit aus Artikel 2 Grundgesetz sowie für das Recht aus Artikel 6 Grundgesetz auf Erziehung und Betreuung durch die Eltern (auch im Hinblick auf Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und von Kindern zu tragender „Gegenstände“)…”

Der Richter stellte  fest: “100.000 Grundschüler müssten eine Woche lang sämtliche Nebenwirkungen des Maskentragens in Kauf nehmen, um nur eine einzige Ansteckung pro Woche zu verhindern. 

Als Gutachter waren die Hygieneärztin Prof. Dr. med. Ines Kappstein, der Psychologe Prof. Dr. Christof Kuhbandner und die Biologin Prof. Dr. rer. biol. hum. Ulrike Kämmerer gehört worden.

Die Staatsgewalt hat ihre Glaubwürdigkeit verloren

Die Gewaltenteilung ist eigentlich ja so geregelt: Bei der klassischen Dreiteilung staatlicher Gewalt, auch trias politica genannt, unterscheidet man gesetzgebende Gewalt (Legislative), ausführende Gewalt (Exekutive) und richterliche Gewalt (Judikative). Hoheitsakte der Legislative sind die Gesetze, Hoheitsakte der Exekutive sind Verwaltungsakte und Hoheitsakte der Judikative sind gerichtliche Entscheidungen.

Baron de Montesquieu, auf den das Prinzip der Gewaltenteilung zurückgeht, spricht im französischen Original von la distribution des trois pouvoirs, von der „Verteilung der drei Gewalten“. Ziel sei es, durch Machtbegrenzung dem Missbrauch der Macht vorzubeugen. Macht steht gegen Macht: (Wikipedia)

Wer nicht einmal vor unabhängigen Richtern halt macht, achtet weder die Rechtsstaatlichkeit, noch den Bürger. Das sollte nun jedem zu denken geben. Der Richter und die Richterin haben in beiden fällen, das Kindeswohl als gefährdet gesehen, mehr nicht.

Die Hausdurchsuchung bei Richter Dettmar, dessen Unabhängigkeit Art. 97 I GG garantiert – “Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen” – erfolgte offenbar aus politischen Gründen.

Richter Dettmar wird vertreten vom Hamburger Strafverteidiger Dr. h.c. jur. Gerhard Strate.

Quelle:

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01.05.2021 „Wir Gotteskinder“

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Der Roman „Wir Gotteskinder“ von Nana Oforiatta Ayim, geboren und aufgewachsen in Deutschland, handelt vom Leben zwischen Afrika und Europa sowie der identitätsstiftenden Kraft des Geschichtenerzählens:

Maya wächst in einer Kleinstadt in West-Deutschland der 80er Jahre auf und wird täglich damit konfrontiert, dass sie und ihre Eltern anders sind, „arme Wirtschaftsflüchtlinge“ nämlich, was vor allem nicht stimmt.

Zwar mußten sie ihre Heimat Ghana aus politischen Gründen verlassen, mit Geld hatte dies aber nichts zu tun. Mayas Vater ist ein scheuer Intellektueller, ihre schöne Mutter will immerfort an ihre königliche Abstammung erinnert werden.

So sieht sich die Heldin der Geschichte mit vielfältigen Vorurteilen konfrontiert, bis sie sich schließlich zum ersten Mal als Teil eines großen Ganzen fühlt und den Mut fasst, ihren eigenen Weg zu gehen.

Auch die Autorin ist die Enkelin eines ghanaischen Königs, sie hat Kunstgeschichte studiert, für die UN in New York gearbeitet und ist heute weltweit als Kunstvermittlerin und Kuratorin tätig.

„Wir Gotteskinder“, im Penguin Verlag (www.penguinrandomhouse.de) erschienen und 272 fesselnde Seiten lang, basiert auf der eigenen Lebensgeschichte Nana Oforiatta Ayims und ist nicht nur ein faszinierendes literarisches Debüt, sondern erfindet das klassische Einwanderungsnarrativ neu.

Die Charaktere sind breit gefächert, die Story eingehend gezeichnet. „Wir Gotteskinder“ ist ein weiteres Kapitel von Black Lives Matter und uneingeschränkt empfehlenswert. Preis: 22 Euro. 

Sönke C. Weiss

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30.04.2021 Territorium ist überall

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Wie hilflos demente Menschen sind und wie schmerzhaft das auch für deren Angehörige ist, erfuhr die Journalistin und Autorin Nicci Gerrard am Schicksal ihres Vaters.

In ihrem neuen Buch „Was Demenz uns über die Liebe sagt“, geht sie der Frage nach, was wir verlieren, wenn uns die Erinnerung genommen wird.

Wie ein roter Faden durchzieht die bewegende Schilderung ihrer persönlichen Erfahrungen die rund 300 Seiten, die teils Reportage über die medizinischen Zusammenhänge und den oftmals unwürdigen Umgang mit den Betroffenen in Kliniken und Heimen, teils aber auch eine philosophische Betrachtung über das Erinnern sind.

Erschienen bei C. Bertelsmann (www.cbertelsmann.de), ist „Was Demenz uns über die Liebe sagt“ ein einfühlsames wie engagiertes und notwendiges Buch, das wie für unsere Zeit geschrieben wurde. Preis: 20 Euro.

Um Grenzen geht es auch in Samy Molchos Werk „Territorium ist überall“, das Ariston (www.ariston-verlag.de) vor wenigen Tagen veröffentlicht hat.

Molcho, 1936 in Tel Aviv geboren, widmete sich nach seiner internationalen Karriere als Pantomime zunächst der Bewegungslehre und der Regiearbeit.

Damit vertiefte sich seine Affinität zum Körper und dessen Ausdruck. Auf 190 Seiten macht er uns bewußt, wie zentral der Begriff Territorium für uns Menschen ist und wie sehr wir uns damit identifizieren.

Mit diesem Wissen gibt uns Molcho ein faszinierendes Mittel an die Hand, sowohl das Verhalten Einzelner als auch ganzer Gemeinschaften besser zu verstehen.

Denken wir nur an die Abstandsregel hinsichtlich Covid-19, wobei uns unser Territorium vor dem Virus schützen soll. Übertritt ein anderer die Grenze, ist ein Konflikt oftmals vorprogrammiert.

„Territorium ist überall“ (22 Euro) ist nicht nur informativ, sondern steckt auch voller überraschender Erkenntnisse und tiefer Einsichten. Ein wunderbares Alterswerk des internationalen Künstlers. 

Sönke C. Weiss

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26.04.2021 Meinungsdiktatur in Deutschland

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

53 furchtlose Schauspieler haben sich in Videos zu Wort gemeldet. Sie haben eine Satire über die Corona-Politik der Regierung ins Netz gestellt und auf der Seite allesdichtmachen.de und auf YouTube veröffentlicht. Was darauf folgte, war eine Flut von Meinungsunterdrückungsartikeln in den Medien, um die Schauspieler und Schauspielerinnen zu diskreditieren. 

Pandemiepolitik der Bundesregierung und Medien

Wie hatte ich doch in meinen letzten Artikel geschrieben: Verantwortlich für die Corona-Politik sind die Medien, die seit Monaten eine Corona-Alarm Berichterstattung betreiben. Der "Spiegel", das links-grüne Propaganda-Blatt, schreibt: "Als Film müsste diese Kampagne "Kleinhirnküken" heißen". 

Die Satire, mit der sie die Lockdown-Regeln auf die Schippe nehmen, kommt in den Medien nicht gut an.  Eine Satire über Autoritätsgläubigkeit und Denunziantentum, die derzeit in Deutschland Wiederauferstehung feiert, ist ihnen ein Dorn im Auge.

Die "Süddeutsche Zeitung" empörte sich wie folgt: "Die Filme folgen demselben Strickmuster. Es klingt kurz so, als unterstützten die Prominenten die Maßnahmen, doch dann driften sie ab in absurde Vorschläge und Szenarien, die die Politik der Regierung karikieren", und weiter: "Wirkliches Mitleid mit den 80. 000 Covid-Toten in Deutschland ist dagegen nicht zu finden."

Da frage ich mich, was haben 80.000 Corona-Tote mit Kritik an den Corona-Maßnahmen zu tun? Der Initiator der Aktion sei ein bekannter Corona-Verharmloser.

"Man muss nicht selbst Schauspieler sein, um sich in Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Nadja Uhl, Trystan Pütter und Konsorten einzufühlen". Das haute Jan Küveler, Chefkorrespondent Feuilleton der "Welt", raus.

Schauspieler und Schauspielerinnen sind "Konsorten"

Er beschimpft die angesehenen Schauspieler als "Konsorten", und man kann aus seinem Artikel regelrecht den Sozialneid herauslesen, wenn er auch noch schreibt, die Schauspieler  würden aus ihren Villen und Luxus sanierten Altbauwohnungen in Berlin, Hamburg und München heraus Propaganda für die AfD machen.

Ein "Welt-Leser" schrieb einen Kommentar: "Sehr geehrter Herr Küveler. Sie sollten sich schämen diesen mutigen Schauspielern so in den Rücken zu fallen. Es geht hier um die Freiheit, die bedroht wird, bedroht wird sie, die Freiheit, ja gerade von solchen sich selbst gleichschaltenden Menschen wie Sie und den lieben Kollegen“.

Wir erinnern uns: Es gab schon einmal Zeiten, in denen Künstler angeprangert wurden, weil ihre Aussagen nicht zur angesagten Volksmeinung passten.

Hier nun ein paar Beispiele aus den Videos

„Mein Name ist Volker Bruch, ich bin Schauspieler, und ich habe Angst“, sagt der Kommissar aus „Babylon Berlin“ mit fahlem Gesicht, „aber ich merke, wie meine Angst nachlässt, und das macht mir Angst. Deshalb appelliere ich an unsere Regierung: Macht uns mehr Angst! Die Menschen im Land brauchen diese Angst jetzt.“ 

Der Schauspieler Ulrich Tukur hatte die Bundesregierung in einem der Videos der Aktion ironisch aufgefordert: „Schließen Sie ausnahmslos jede menschliche Wirkungsstätte und jeden Handelsplatz. Nicht nur Theater, Cafés, Schulen, Fabriken, Buchhandlungen, Knopfläden, nein, auch alle Lebensmittelläden, Wochenmärkte und vor allem auch all die Supermärkte.“  Am Anfang seines Auftritts zitiert Tukur achselzuckend Rilke: „Der Tod ist groß/ Wir sind die Seinen/ lachenden Munds.“ 

Und er fügt hinzu: „Sind wir erst am Leibe und nicht nur an der Seele verhungert und allesamt mausetot, entziehen wir auch dem Virus und seiner hinterhältigen Mutantenbagage die Lebensgrundlage.“

Der Corona-Alarm gehört ganz nach oben

Jan Josef Liefers bedankt sich leicht ironisch "bei allen Medien unseres Landes, die seit über einem Jahr unermüdlich verantwortungsvoll und mit klarer Haltung dafür sorgen, dass der Alarm genau da bleibt, wo er hingehört, nämlich ganz, ganz oben." Sein Video hatte Stand 22.04. 2021 schon 1.360.421 Aufrufe.

Die Schauspielerin Nina Gummich verkündete in ihrem Video ironisch: „Ich mache mich stark für die Meinungsfreiheit. Besonders während so turbulenten Zeiten wie der Coronakrise. Deshalb habe ich mich in den letzten Monaten Stück für Stück von meiner eigenen Meinung befreit.“ Eine eigene Meinung sei in diesen Zeiten „krass unsolidarisch“.

Kostja Ullmann geht das Problem der Kontaktreduzierung an der Wurzel an und löscht sogar die Kontakte auf seinem Smartphone. „Wenn man sich hört, will man sich irgendwann auch sehen, und wenn man sich sieht, kann man sich anstecken.“

 Der Schauspieler Richy Müller bekannt vor allem aus dem Stuttgarter "Tatort", atmet abwechselnd in einen blauen und in einen gelben Müllsack und sagt: "Auf diese Weise komme ich nicht mit der Raumluft in Kontakt und atme auch nicht in die Raumluft aus. Wenn jeder die Zwei-Tüten-Atmung benutzen würde, hätten wir schon längst keinen Lockdown mehr."

An der Aktion haben auserdem  Felix Klare, Nina Gummich, Martin Brambach, Kathrin Osterode, Miriam Stein, Jörg Bundschuh, Inka Friedrich, Cem Ali Gültekin, Nadine Dubois, Richy Müller, Katharina Schlothauer, Wotan Wilke Möhring, Nadja Uhl, Ulrike Folkerts und viele andere teilgenommen.

Daraufhin folgte die mediale Vernichtung

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland nannte die Aktion eine „Verhöhnung der Corona-Toten“. Der „Tagesspiegel“ fand die Aktion „so schäbig, dass es wehtut“. Der sozialdemokratische WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin und ehemalige Minister, forderte am Freitag sogar, „die zuständigen Gremien“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks müssten die Zusammenarbeit mit Liefers und Tukur „schnellstens beenden“. „Abgehoben und zynisch“, so nennt Ulrich Matthes, Präsident der Deutschen Filmakademie, die Kunstaktion „Alles dichtmachen“.

Der Künstlerprotest wurde von den Medien geschlossen verurteilt, was dazu führte, dass  Heike Makatsch, Meret Becker, Ken Duken, Kostja Ullmann oder Richy Müller ihre Videos löschten. Den Künstlern wird sogar die  Schuld an den Corona-Toten unterstellt, und man droht ihnen mit Berufsverboten und Existenzvernichtung und das ist nicht nur eine Drohung. Meret Becker erhielt laut ihrem Bruder Ben Morddrohungen. „Meine Schwester ist am Boden zerstört. Sie sitzt weinend zu Hause“, sagte er „Bild“.

Beifall für die Aktion der Schauspielerinnen und Schauspieler gab es dagegen vom früheren Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der die Aktion auf Twitter "großartig" nannte. Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sprach von einem "Meisterwerk", das "uns sehr nachdenklich machen" sollte.

Wer es noch immer nicht kapiert hat, unter Angela Merkel sind wir in einer Meinungsdiktatur gelandet. 

Zum Schluß habe ich noch einen Kommentar von Andreas RR W. auf "Welt-Online"
Wir werden in Echtzeit Zeugen, wie in unserem Land die Demokratie abgeschafft wird. Das, was wir gerade erleben, ist die "neue Normalität", von der unsere Politiker ständig sprechen. Die Aussage, es wird nie wieder wie vor Corona, war keine Floskel, sondern der ernstgemeinte Hinweis auf den laufenden Systemwechsel und die Umerziehung der Gesellschaft.

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22.04.2021 Die postfaktische Politik von Angela Merkel

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Unter dem willfährigen Deckmantel des Infektionsschutzes können nun alle Grundrechte zu jeder Zeit kassiert werden. Die Politik-Darsteller im Bundestag und Bundesrat haben dem verschärften Infektionsschutz-Gesetz nun zugestimmt, mit all seinen Folgen für die gesamte Bevölkerung.

Woher kaum mehr als die Hälfte der Abgeordneten dem INFEKTIONSSCHUTZGESETZ zugestimmt hat. Die Grünen haben nur nicht zugestimmt, weil ihnen das Gesetz noch zu lasch ist, sie fordern noch härtere Maßnahmen.

Im Bundestag wurde das von der Koalition eingebrachte neue Infektionsschutzgesetz beschlossen. 342 Abgeordnete stimmten dafür, 250 dagegen, es gab 64 Enthaltungen. Das Gesetz soll so lange gelten, wie der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt - längstens jedoch bis zum Ablauf des 30. Juni 2021.

Unter dem willfährigen Deckmantel des Infektionsschutzes können nun alle Grundrechte zu jeder Zeit kassiert werden. Und wie nicht anders zu erwarten, hat der Bundes-Oberlakei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier  am Donnerstag die Änderung des Infektionsschutzgesetzes unterzeichnet.

Experten wie der Aerosol-Physiker Dr. Gerhard Scheuch, einst Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, halten das Vorgehen der Regierung für willkürlich und nicht evidenzbasiert. Dr. Alexander Kissler, Ex-Feuilletonchef von „Cicero“, schreibt in der „NZZ“:

"Das Gesetz belastet die vom Grundgesetz garantierte rechtsstaatliche Statik. Der Geist der Unfreiheit spricht ebenso aus ihm wie ein Klima forcierter Angst."

 "Wird die Sorge um Corona aber zum letztgültigen Kriterium für alles staatliche Handeln, leidet der Rechtsstaat und gerät die Gesellschaft in Schieflage."

"Deutschland verharrt in einem stupiden Lockdown-Fundamentalismus mit eingebautem Jo-Jo-Effekt.

Markus Gabriel schreibt auf "Welt-Online" - INFEKTIONSSCHUTZGESETZ -Ein Angriff auf die Vernunft. Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz ist es zementiert: Deutschland wählt einen sinnlosen Dauer-Lockdown. Diese postfaktische Politik ist inzwischen eine reale Gefahr für den Fortbestand unserer liberalen Demokratie. Die Bevölkerung wurde durch Demoralisierung, rekonstruierbare Zwangsmaßnahmen weitgehend um den Verstand gebracht.

Bürger und Bürgerinnen mit zu wenig Widerstand

Und weiter schreibt er:  Denn wir haben das alle mitzuverantworten, als Bürgerinnen und Bürger, als Souverän eines demokratischen Gemeinwesens, dem die Freiheit und die Grundrechte leider offensichtlich zu wenig wert sind, wenn es einmal wirklich auf sie ankommt. Markus Gabriel, geboren 1980, ist Professor für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Bonn.

Nur die AfD nannte das Gesetz  „unverhältnismäßig und verfassungswidrig. Für Millionen von Menschen, die nicht privilegiert sind, sind sie die Hölle. “Fraktionschefin Alice Weidel sprach dabei von einem „Rückfall in autoritären Ungeist“.

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat die geplante bundesweite Corona-Notbremse als Missachtung von Grundrechten und „Tabubruch“ verurteilt. Er sprach bei der Debatte zu dem Gesetz im Bundestag von einem „Angriff auf die Freiheitsrechte, den Föderalismus wie den gesunden Menschenverstand“.

Kritiker würden nicht ernst genommen. „Sie können nicht das halbe Volk zu Querulanten machen“, sagte er mit Verweis auf Menschen, die in Berlin gegen die Corona-Politik demonstrieren. Gauland warnte davor, die Regierung könne die Regelungen als Blaupause für andere Probleme und Krisen, etwa beim Klimaschutz, begreifen.

Die Propaganda-Medien

Verantwortlich dafür sind die Medien, die seit Monaten eine Corona-Alarm Berichterstattung betreiben, aber nun glauben sie denen anscheinen nicht mehr: Trotzdem versuchen Politiker und Journalisten uns für dumm zu verkaufen. Die Bürger fühlen sich mittlerweile intellektuell von Politik und gouvernementalen Medien pausenlos verhöhnt. Aber das Verbreiten von Angst und Panik der Propaganda-Medien hat den Widerstand gebrochen, oder vielleicht doch nicht ganz.

44 Prozent halten Corona-Berichterstattung für übertrieben

Laut einer Umfrage nehmen immer mehr Deutsche die Berichterstattung zu Corona als überzogen wahr. Berlin - Eine zunehmende Zahl der Deutschen hält einer Umfrage zufolge die Medienberichterstattung über die Corona-Pandemie für übertrieben.

Wie der am Montag in Berlin veröffentlichte aktuelle Corona-Monitor des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ergab, nehmen mittlerweile 44 Prozent die Corona-Berichterstattung als überzogen wahr. Ende März waren noch 35 Prozent dieser Auffassung. Nur noch knapp die Hälfte empfindet aktuell die Medienberichterstattung als angemessen.

Verordnungsermächtigung der Bundesregierung

Und nun erkläre ich euch mal warum ihr, alle Bürger und Bürgerinnen, von nun an gekniffen seid. Es  betrifft den Paragraf 28b Absatz 6 des Infektionsschutzgesetzes. In dem Paragraf 28b Absatz 6 geht es nicht um die konkreten Maßnahmen der Notbremse, die bislang im Zentrum der öffentlichen Debatte standen, sondern um eine neue Verordnungsermächtigung der Bundesregierung.

Der Rechtswissenschaftler Johannes Gallon von der Universität Flensburg erklärte der "Welt"  den nun neuen Rechtsweg.  „Gegen eine Rechtsverordnung der Bundesregierung kann nur vor dem Verwaltungsgericht Berlin vorgegangen werden“ .

Klagende hätten dann die Möglichkeit, im Rahmen einer sogenannten Feststellungsklage überprüfen zu lassen, ob sie von den Maßnahmen betroffen seien. „Eine Entscheidung würde allerdings nur Wirkung zwischen der klagenden Person und der Bundesregierung entfalten.“

Heißt: Jede Person, die die Maßnahmen überprüfen lassen will, müsste einen eigenen Antrag vor dem Verwaltungsgericht Berlin stellen. Mit anderen Worten: Eine Klage hat nun keine allgemein Wirkung mehr, Millionen Bürger und Bürgerinnen müssen nun jeder für sich in Berlin klagen.

Einen Vermittlungssausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag kennt das Grundgesetz zwar, wenn es Streit gibt bei Gesetzen. Bei Bundesverordnungen aber nicht. Das sind weitere Grundrechtseinschränkungen auf dem Verordnungsweg, den sich die Regierung nun geschaffen hat, und deshalb seit ihr im Arsch. 

Auch das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wie auch das auf körperliche Unversehrtheit ist in § 28b aufgehoben worden. Mit diesem Gesetz haben sich die Regierenden die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass jederzeit die Exekutive in Form von Polizei oder Militär in euren privaten Bereich eindringen können. Immer unter dem Argument des Infektionssschutzes. Wie meinte doch Bertold Brecht„Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber“.

In § 28b des 4. Infektionsschutzgesetzes werden folgende Grundrechte ausgehebelt:

Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit (Grundgesetz Art. 2 Absatz 2 Satz 1)

Grundrecht der Freiheit der Person (Grundgesetz Art. 2 Absatz 2 Satz 2)

Grundrecht der Freizügigkeit (Grundgesetz Art.11 Absatz 1)

Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Grundgesetz Art.13 Absatz 1)

Die Polizei wird u.a. bevollmächtigt in Wohnungen einzudringen, wenn sie dies als notwendig erachtet.

Ein Kommentar von Bernd H. auf "Welt-Online" der uns gefallen hat.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat in der Debatte über das Infektionsschutzgesetz klargestellt, dass Polizeibeamte Wohnungen nicht ohne Anlass kontrollieren werden.

Na da ist doch alles gut. Ohne Anlass ist dann bitte was genau? 3 Autos vor dem Haus, Licht im Wohnzimmer nach 22 Uhr, 3 leere Weinflaschen in der Mülltonne, 2 große Beutel Lebensmittel aus dem Auto ins Haus geschafft, laute Musik oder Anruf von der Nachbarpetze? 

Die Frage ist leicht beantwortet: Laut Auskunft in der Bundes-Pressekonferenz (zu finden bei Boris Reitschuster) reicht als Anlass, dass jemand bei der Polizei den Verdacht äußert, dass sich in der Wohnung Personen aus 3 Haushalten aufhalten.

Das Vertrauen ist zerstört. Nicht nur in die Politiker, sondern auch in die Polizei und die Gerichte.

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16.04.2021 Das Widerstandsrecht

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Betr:  Änderung des Infektionsschutzgesetzes und die Folgen:

Deutschland habe keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und sozialer Marktwirtschaft für alle Ewigkeit", sagte Merkel schon im Jahr 2005. Nun zeigt uns Merkel, was sie damit gemeint hat. Die Ermächtigung der Bundesregierung ist nach ihrer Meinung alternativlos.

Geplanter Machtzuwachs für die Bundesregierung

Oder kommt hier der GG Art 20 §4. schon zum tragen? „Zudem wird die Bundesregierung ermächtigt, Rechtsverordnungen mit Zustimmung des Bundesrates zu erlassen (Absatz 6).“ Der Gesetzesvorschlag enthält mehrere Grundgesetz-Ausserkraftsetzungen“, wie z.B. die „Unversehrtheit der eigenen Wohnung“. Das Ganze ist eine gesetzlich geregelte Willkür von Angela Merkel und co.

Der Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland normiert die rechtliche Grundordnung Deutschlands. Inhalt sind Verfassungsgrundsätze und das Widerstandsrecht.

Das Widerstandsrecht ist allgemein ein naturrechtlich bzw. durch ein positives Gesetz statuiertes Recht jedes Menschen, sich unter bestimmten Bedingungen gegen staatliche Gesetze oder Maßnahmen aufzulehnen bzw. ihnen den Gehorsam zu verweigern.

Bundes-Lockdown wie in autoritären Staaten

Der Schweregrad der Pandemie werde nicht nur durch Fallzahlen abgebildet, antwortet die Regierung auf eine Frage von Wolfgang Kubicki (FDP). Beim geplanten Bundes-Lockdown ist die Inzidenz aber zentraler Maßstab.

Sein Urteil über das Kanzleramt hat Rechtsanwalt Kubicki bereits gesprochen: „Dieser Vorgang zeigt, mit welcher Nonchalance das Bundeskanzleramt Verfassungsgrenzen überspringt. Eine solche Denkweise kannte ich bisher nur aus autoritären Staaten.

Daher könnten Union und SPD den Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag nicht verabschieden, „wenn ihnen unsere verfassungsmäßige Ordnung noch etwas wert ist."

Thomas Kutschaty will Bürger jagen

SPD-Politiker Thomas Kutschaty redet davon, Menschen, die Lockdown-Maßnahmen missachten, „erwischen“ zu wollen.

In einem Interview mit dem WDR sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD im nordrhein-westfälischen Landtag zur Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes - „Es ist nicht unser oberstes Ziel“, so Kutschaty, „in private Wohnungen zu gucken, aber auf dem Weg dahin kann ich Menschen erwischen.“

Menschen auf offener Straße „erwischen“? Der Typ will also auf Menschen Jagd machen. Ich frage, welche Deppen den ins Parlament gewählt haben. Das Beste: vom 15. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2017 war er Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen.


Adele. S findet in einem Kommentar auf "Welt-Online", die richtigen Worte:

In Berlin wurde im Gesetz ein wesentlicher Punkt vergessen: Bei einer Inzidenz von 100 an drei folgenden Tagen werden die Diäten aller Abgeordneten auf Harz4 Satz gekürzt.

Eine null Evidenz basierte und an Dreistigkeit und Ignoranz nicht zu überbietende Gesetzesinitiative der Bundesregierung und Angela Merkel.

Querdenker-Demostranten sind Verfassungsfeinde?

Die Corona-Protestbewegung wird vom Berliner Verfassungsschutz als „neue Form des Extremismus“ eingestuft – und künftig auch in der Hauptstadt als Verdachtsfall behandelt. Die Einstufung als Verdachtsfall ermöglicht dem Verfassungsschutz die Nutzung geheimdienstlicher Mittel wie beispielsweise das Anwerben von V-Leuten.

Nur sollte man ja wissen, dass der Verfassungsschutz nicht von selber aus aktiv wird. Er handelt auf Anweisung der Rot-Rot-Grünen Machthaber in Berlin mit Zustimmung von Angela Merkel.

Und die Klatschhasen von CDU, CSU und SPD sind schon am jubeln. Der ganze Akt ist eine Machtdemonstration von Leuten, die auf die Rechte der Bürger scheißen. Was kommt noch?

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