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25.09.2021 Zwangsimpfung und Freiheitseinschränkung

GFDK - Reden ist Silber

Der Vorstoß von Kassenärztechef Andreas Gassen, zum 30. Oktober alle Corona-Beschränkungen aufzuheben, kommt bei Karl Lauterbach und den Grünen nicht gut an. Von unserem Klabautermann war ja auch nichts anderes erwartet worden.

Und der Grüne-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen kritisierte Gassen ebenfalls. Die Forderung widerspreche unter anderem der Haltung der Mehrheit der niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen, behauptet er kack frech, ohne belastende Zahlen zu liefern.

Er nannte Gassens Vorschlag »zynisch«. Zynisch sind aber nur unsere Wegsperrer, die es wie auch immer, in die Politik geschafft haben.

Die AfD hingegen würde die Festlegung eines verbindlichen, „möglichst baldigen“ Freiheitstages begrüßen.

Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier sieht schon jetzt „keine sachliche Grundlage für weitere andauernde Freiheitseinschränkungen mehr“, weil sich mittlerweile alle Impfwilligen immunisieren lassen könnten. Die FDP bleibt auch in dieser Frage, wie immer schwammig.

Hier haben wir die Liste der unerwünschten Wirkungen, die der FDA vor der Notzulassung bekannt waren: Er heiß ja in Deutschland von Seiten der Politik: Viele Impfverweigerer zeigten ein sozial schädliches Verhalten. Auf die Idee, dass es diesen nur um ihre Gesundheit geht, kommen sie nicht oder besser gesagt, sie wollen nicht.

Guillain-Barré-Syndrom
Akute disseminierte Enzephalomyelitis (Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks)
Transversale Myelitis (Entzündung des Rückenmarks)
Enzephalitis (Gehirnentzündung)/Enzephalomyelitis/Meningoenzephalitis (Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute)/Meningitis (Hirnhautentzündung)/Enzephalopathie (Erkrankungen oder Schädigungen des Gehirns)
Konvulsionen/Krampfanfälle
Schlaganfall
Narkolepsie (Schlafkrankheit) und Kataplexie (akuter, reversibler Verlust des Muskeltonus)
Anaphylaxie (potentiell lebensbedrohliche systemische Immunreaktion, die auf einer Allergie beruht)
Akute Myokardinfarkte (Herzinfarkte)
Myokarditis/Perikarditis (Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen)
Autoimmunerkrankung
Todesfälle
Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen
Andere akute demyelinisierende (entmarkende) Krankheiten
Nicht-anaphylaktische allergische Reaktionen
Thrombozytopenie (eine verminderte Anzahl von Blutplättchen)
Disseminierte intravaskuläre Gerinnung
Venöse Thromboembolie (Verschluss der Gefässe durch Blutgerinnsel)
Arthritis und Arthralgie/Gelenkschmerzen
Kawasaki-Krankheit
Multisystemisches Entzündungssyndrom bei KINDERN
Durch Impfung verstärkte Krankheit

Impftodesfälle

Auch in dieser Diskussion kommen wir nicht weiter: Werden wirklich alle Todesfälle von den Statistikern erfasst? Anfang August meldete sich der Chef-Pathologe der Universitätsklinik Heidelberg, Peter Schirmacher zu Wort und warnte vor einer hohen Dunkelziffer bei Impftoten.

In Baden-Württemberg hatten Pathologen über 40 Menschen obduziert, die innerhalb von zwei Wochen nach der Impfung gestorben waren. 30 bis 40 Prozent dieser Menschen waren nach Einschätzung Schirmachers an der Impfung gestorben.

Weitere Informationen gibt es nicht, Schirmacher hat sich seither nicht mehr geäußert. So ist es zum Beispiel unklar, ob diese Todesfälle in die Statistik des PEI eingegangen sind, auch das Alter der Toten ist nicht bekannt. Wir meinen:

Es sollte jeder mal googeln wie lange es dauert bis ein Medikament zugelassen wird … 10 bis 15 Jahre dauert es in der Regel, und diese Impfstoffe wurde in sechs Monaten entwickelt.

Einen bemwekenswerten Satz sprach NIALL FERGUSON in der "Welt am Sonntag" aus.

„Es war die Politik, die über die Zahl der Toten entschieden hat“

Ferguson war zuvor Professor an den Universitäten Oxford und Harvard, lehrte an der London School of Economics. Viele seiner zahlreichen Bücher wurden ins Deutsche übersetzt, zuletzt etwa „Der Niedergang des Westens. Wie Institutionen verfallen und Ökonomien sterben“

(2013) und seine Biografie Henry Kissingers (2016). „Doom. Die großen Katastrophen der Vergangenheit und einige Lehren für die Zukunft“ erscheint jetzt bei DVA (592 S., 28 €).

Zwangsimpfung und Freiheitseinschränkung

Von diesen Tatsachen lassen sich die Grünen, CDU und SPD nicht beirren, sondern forden, wie der der Grünen-Politiker Volker Beck sorgar meint: Ungeimpfte: Sie seien „Terroristen“ und gehörten zwangsgeimpft. Angeblich fordern die Grünen ja immer Toleranz für Minderheiten, nur eben für die Ungeimpften nicht. Diese werden von den Grünen zu „Schädlingen“ erklärt. 

Wer von seinem Freiheitsrecht Gebrauch macht und Nein sagt zu einer riskanten Impfung sagt, wird von Beck als „Terrorist“ beschimpft. Volker Beck am 4. Sep. Die Impfverweigerer verursachen Freiheitseinschränkungen und wirtschaftlichen Schaden für alle. In der Abwägung komme ich zu dem Ergebnis: es ist Zeit für eine #Impfpflicht. Eine verantwortungslose Minderheit darf nicht die Gesellschaft terrorisieren.

Kurt Tucholsky in den Zeugenstand: "Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben. “

Auch das wird ignoriert: Geimpfte Infizierte unter Delta wohl ähnlich ansteckend wie Ungeimpfte - Rund jeder zehnte Corona-Patient in deutschen Krankenhäusern ist nach Angaben von Intensivmedizinern trotz Impfung erkrankt. „Aktuell haben wir in Nordrhein-Westfalen zwölf bis 13 Prozent der Covid-Patienten in den Kliniken mit Impfschutz.

Diese Quote dürfte auch der bundesweiten Quote entsprechen“, sagte der Kölner Intensivmediziner Christian Karagiannidis von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).

Nun meldete sich auch der Gauckelmann zu Wort, "In Deutschland leben nach Ansicht des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck nicht nur Bildungswillige, „sondern auch hinreichende Zahlen von Bekloppten“. Gauck griff damit Gegner der Corona-Impfung an.

Dazu paßt auch das: Frei zu sein – dieses Gefühl hat in den vergangenen vier Jahren in der Bundesrepublik massiv gelitten. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach, die am Freitag in Berlin vorgestellt wurden.

Auf einer Skala von null bis zehn gaben die Befragten an, wie unfrei (null) oder frei (zehn) sie sich fühlten. Gerade einmal 36 Prozent antworteten mit den Ziffern acht bis zehn.

Und wie steht es um unsere Zukunft?

„Im besten Fall erwartet die Deutschen eine Zukunft, wie sie Michel Houellebecq in seinem Roman ‚Unterwerfung‘ beschrieben hat, im schlechteren und wahrscheinlicheren gar keine. Und es wird kein Virus sein, der dem Volk der einstmaligen Dichter und Denker den Garaus machen wird, sondern die gleiche Mischung aus Sendungsbewusstsein, Realitätsverlust, Kadavergehorsam und – ja – intellektueller Unzurechnungsfähigkeit, die das Land schon einmal in die Katastrophe geführt hat.“ Klaus Miehling

Wer es noch genauer wissen will, was uns droht, sollte den Beitrag von  Alexander Wallasch lesen.

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18.09.2021 Nena, ich mache da nicht mit

GFDK - Reden ist Silber

Von dieser Künstlerin können sich einige eine Scheibe abschneiden. Nena läßt sich nicht in die Knie zwingen. Popsängerin Nena hat ihre für das kommende Jahr geplante Konzert-Tour abgesagt. „Ich will nicht lange drum rumreden. Meine Tour 2022 wird nicht stattfinden. Und ich werde sie auch kein zweites Mal verschieben“, schrieb die 61-Jährige am Freitag bei Instagram.

Als Grund nannte sie die coronabedingten Einschränkungen: „Ich stehe zu meiner Aussage: Auf einem Nena-Konzert sind ALLE MENSCHEN WILLKOMMEN. Hier in unserem Land geht es derzeit in eine ganz andere Richtung, und ich mache da nicht mit.“ Tickets könnten dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden.

Ende Juli war bei Berlin ein Konzert vor einer möglichen Zugabe beendet worden. Zuvor hatte sich Nena laut einem Bericht des „Tagesspiegels“ und mehrerer Videos bei Twitter über die Hygienevorschriften geäußert. „Mir wird gedroht, (...) dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure (...) Boxen geht“, sagte Nena demzufolge. „Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht".

Und diese Deppen ohne Rückrat solltet ihr schnell vergessen

Diverse Künstler aus Deutschland haben dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl die Grünen, die noch strengere Corona-Maßnahmen und Verbote wollen, zu wählen. In einem Posting auf Facebook heißt es: "Unsere Gründe sind: Klimaschutz, Menschenrechte, Umweltschutz". Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Musiker Bela B ("Die Ärzte"), Schriftsteller Frank Schätzing, Musiker Wolfgang Niedecken, Sängerin Judith Holofernes und viele weitere.

Alles ist gut. Weiter so. Und die Erde ist eine Scheibe.

Nena ist nicht alleine

"Zudem gab es in der schwersten gesundheitspolitischen Krise der letzten 100 Jahre keine deutliche Übersterblichkeit. Und die Krankenhäuser und Intensivstationen waren nie überlastet.

Am Ende reagierte diese unheilige Allianz, wie die Politik schon immer reagierte: Sie suchte nach Schuldigen. Das waren die Rodler in den Mittelgebirgen, die „Querdenker“ auf Demonstrationen oder andere Wissenschaftler ohne Anspruch auf ein Wahrheitsmonopol. Zurzeit sind die Schuldigen die Ungeimpften, denen man deshalb gleich die Wahrnehmung ihrer Grundrechte untersagen möchte.

Der Staat ist nicht die Lösung, sondern die Ursache des Problems. Es ist die Anmaßung der Politik, mit dem Ordnungsrecht eine Pandemie zu bekämpfen, ausgerechnet einer für ihre Unzulänglichkeiten bekannten öffentlichen Verwaltung den Umgang mit einem komplexen Infektionsgeschehen anzuvertrauen, dessen Funktionsweise immer noch weitgehend unbekannt ist. Die Politiker haben damit eine Verantwortung übernommen, die außerhalb ihrer Kompetenz lag". - Frank Lübberding - "Welt-Online"

Ärzte-Vereinigung fordert Aufhebung aller Restriktionen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordert von der Politik eine Aufhebung der Corona-Maßnahmen. KBV-Vorstandschef Stephan Hofmeister äußerte sich dazu am Freitag (17.09.2021) auf der Vertretersammlung in Berlin: „Wenn eine Impfpflicht nicht gewollt ist – und ich will sie auch nicht –, dann gibt es politisch nur eine Alternative: Die Aufhebung aller staatlich veranlassten Restriktionen.“

Weil sich jeder Bundesbürger mittlerweile durch eine Impfung schützen könne und diese auch vorhanden sei, liege die Verantwortung nicht mehr beim Staat, sondern bei jedem Einzelnen. Umfragen würden zeigen, dass sich Menschen aus Protest gegen politischen Druck nicht impfen lassen. Deshalb forderte Hofmeister: „Es muss endlich Schluss sein mit Gruselrhetorik und Panikpolitik!“

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18.09.2021 Original „The Fortune Men“

GFDK - Reden ist Silbe - Sönke C. Weiss

„Der Geist von Tiger Bay“, im englischen Original „The Fortune Men“, wurde bereits für den Booker Prize 2021 nominiert und ist in der Tat ein bemerkenswert scharfsinniger Roman, der vor allem durch seine Menschlichkeit überzeugt:

1952. Der Somalier Mahmood Mattan, Held Nadifa Mohameds wahrer Geschichte, kennt Tiger Bay, das berüchtigte Hafengebiet von Cardiff wie seine Westentasche.

Nur mühsam hält er seine fünfköpfige Familie über Wasser und riskiert auch gerne mal einen Monatslohn beim Glücksspiel, was selbstverständlich allen bekannt ist.

Als eines Tages die Ladenbesitzerin Violet Volacki mit durchgeschnittener Kehle gefunden wird, wird Mattan verdächtigt und ihm droht der Galgen. „Der Geist von Tiger Bay“ ist auch 70 Jahre später noch immer von Aktualität und eines der wichtigsten Bücher des Jahres.

Es geht um rassistische Vorurteile, um einen unbarmherzigen Staatsapparat und einer Öffentlichkeit, die nach Rache schreit, nicht nach Gerechtigkeit verlangt.

Ein meisterhafter Roman auf gut 360 Seiten, spannend bis zum letzten Wort. Erschienen bei C.H. Beck (www.chbeck.de) in einer Übersetzung von Susann Urban kostet das Buch 24 Euro.

Die wahre Geschichte des somalischen Seemanns, der in Wales zu Unrecht wegen Mordes hingerichtet wurde, wird kraftvoll neu interpretiert.  Gefälschte Beweise, falsche Zeugenaussagen und institutionell rassistische Polizeiarbeit führten dazu, dass er des Mordes an der Ladenbesitzerin Lily Volpert, hier in Violet Volacki umbenannt, für schuldig befunden wurde. "Wenn Mohameds Prosa — schnörkellos und voller Seele — ihn beleuchtet, entpuppt sich Mahmood als ein Leuchtfeuer des Humors, der Hoffnung und der Ausdauer." The Guardian

Sönke C. Weiss

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14.09.2021 Zusammenbruch der Regierung in Afghanistan

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Nachlese: Die USA, Deutschland und ihre Verbündeten, haben nach dem Zusammenbruch der Regierung in Afghanistan so getan als ob sie davon überrascht worden wären. Auch konnte man angeblich nicht begreifen, wie es möglich war, dass 300.000 afghanische Soldaten nicht in der Lage waren ein paar tausend Taliban-Kämpfer zu stoppen.

Nur auch die Bundesregierung führt uns hinters Licht. Die Amerikaner, und auch Deutschland haben einen Krieg geführt, der größenwahnsinnig war, und der von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Afghanistan war ein Debakel mit Ansage. Es stellt sich nur noch die Frage, warum hat die Bundesregierung den Militäreinsatz per Mandat immer wieder verlängert.

Schon 2014 war für alle ersichtlich, dass wenn die Amerikaner abziehen, die Regierung in Kabul zusammenbrechen wird, und alle Schlüsselfiguren aus Militär und Politik waren sich schon vor sieben Jahren darüber im klaren. Sie waren sich auch darüber im klaren, dass die afghanischen Soldaten niemals den Willen hatten, gegen die Talinan zu kämpfen. Es grenzt an Heuchelei heute so zu tun, als ob man überrascht worden sei.

2014 - Das ist nicht unser Krieg

Am 3. März 2014 hat der afghanische Präsident Hamid Karzai mit dem ach so guten Westen und den Amerikanern abgerechnet. Karzai sagte der Washington Post, Afghanen seien in einem Krieg gestorben "der nicht unser ist". Er sei sich sicher, dass die Offensive nach den Anschlägen in New York vom 11. September 2001 aus Gründen gestartet worden sei, die "im Interesse der USA und des Westens" lägen".

"Richten Sie dem amerikanischen Volk meine besten Wünsche und meine Dankbarkeit aus", sagte er der Zeitung. "Richten Sie der US-Regierung meine Wut, meine extreme Wut aus." Sein Hauptkritikpunkt: die zahlreichen zivilen Opfer bei ausländischen Militäroperationen der vergangenen Jahre. Diese Ausage hat uns schon 2014 gezeigt, was die afghanische Regierung von dem Westen hält.

Deutsche Mauern einreisen

Und wie könnte es nun für Deutschland weiter gehen? Stefan Aust, Herausgeber der "Welt" macht darauf aufmerksam:
Im Internet tauchten 2009 Videos auf, in denen Al-Qaida-Mitglieder auf Deutsch erklärten: „Merkt euch: Eure Grenzen werden am Hindukusch nicht verteidigt. Erst durch euren Einsatz hier gegen den Islam wird der Angriff auf Deutschland für uns Mudschahedin verlockend. Damit auch ihr etwas von dem Leid kostet, welches das unschuldige afghanische Volk Tag für Tag ertragen muss. Daher ist euer Sicherheitsgefühl nur eine Illusion. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Dschihad die deutschen Mauern einreist.“

Und danach ertönte ein arabischer Singsang mit den deutschen Worten: „Wir haben uns entschieden … geschaffen, um zu dienen … sterben, um zu leben. … Dschihad.

Und wenn jetzt einer glaubt, och nöö, das ist doch 12 Jahr her, und die Taliban hätten sich geändert, der ist im Irrtum.

Zu guter Letzt: Rund 2000 Islamisten in Deutschland sind laut Bundesamt für Verfassungsschutz so gefährlich, dass ihnen Terror zugetraut wird. Die Behörde befürchtet, dass sich die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hierzulande auswirken könnte, sagte Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang dem Berliner „Tagesspiegel“.

Na denn, wir können nur warten was auf uns zukommt.  Den Krieg am Hindukusch haben wir mit offenen Augen verloren.

Gottfried Böhmer

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05.09.2021 Putzfrau ohne Rechnung beschäftigt?

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Auf den Weg in die grüne Diktatur - Mit Verboten, Strafen und Ausgrenzungen machen die Grünen Politik und keiner scheint es zu bemerken. Diese Art von Konsorten vertreten mich nicht, müßte der freie Bürger sagen, nur tut er es nicht. Putzfrau ohne Rechnung beschäftigt, Nebeneinkünfte verschleiert oder Miete schwarz kassiert, Denunzianten sollen für die Grünen Abhilfe schaffen.

Der grüne Finanzminister in Baden-Württemberg hat ein Online-Portal gestartet, auf dem man andere anonym des Steuerbetrugs bezichtigen kann. So appelliert der Staat an das Schlechteste im Menschen: Neid und Hass. Es überrascht wenig, dass die Idee von den Grünen kommt, schreibt Anna Schneider, Chefreporterin bei "Welt-Online". 

Baerbock und Habeck jubeln schon

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Robert Habeck können sich eine anonyme Meldeplattform zur Ermittlung von Steuerbetrügern wie in Baden-Württemberg auch auf Bundesebene vorstellen. „Wir müssen Orte schaffen, wo auch gemeldet werden kann, wenn man weiß, dass es zu heftigem Steuerbetrug kommt“, sagte die Grünen-Kanzlerkandidatin am Mittwochabend bei der „Bundestagswahl-Show“ im Fernsehsender ProSieben. Annalena hat wohl schon vergessen, dass sie mehr als 25.000 Euro Einkünfte nicht gemeldet hatte.

Der Dichter und Hochschullehrer August Heinrich Hoffmann von Fallersleben hat dazu das Wesentliche gesagt:

"Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant."

Gabor Steingart schrieb dazu: "Danyal Bayaz, bekannt aus dem Wirecard-Untersuchungsausschuss, ermittelt in einem neuen Fall: Diesmal gegen die Bürger seines eigenen Bundeslandes. Als Finanzminister von Baden-Württemberg – das Amt bekleidet er seit Mai ‘21 – knüpft er sich Steuerstraftäter vor. Allein im vergangenen Jahr summierten sich die festgestellt hinterzogenen Steuern bundesweit auf fast 1,25 Milliarden Euro. Weitere 50 Milliarden würden Bayaz zufolge dem Fiskus entgehen – mangels strafrechtlicher Verfolgung.

Jetzt will das Cleverle den Ermittlern auf die Sprünge helfen. Seine Idee dazu: Er ließ eine Webseite programmieren, über die jeder Bürger anonyme Hinweise zu möglichen Steuerstraftaten seines Nachbarn oder Kollegen melden kann. Dadurch werde man für mehr Steuergerechtigkeit sorgen und könne die Kommunikation zwischen Steuerverwaltung und Bürger vereinfachen, glaubt der Minister."

Also ich schließe daraus, es gibt in Deutschland verdammt viele megareiche Putzfrauen und Handwerker. Meine Putzfee gehört wohl auch dazu. Muß sie morgen mal fragen.

Blockwart-Mentalität und Denunziantentum

CSU-Generalsekretär Markus Blume beispielsweise twitterte, die Grünen wollten „Denunziantentum fördern und Misstrauen unter Nachbarn säen. Auf was muss man sich noch einstellen, wenn die Grünen an die Regierung kommen?“ Und schon fragen sich die Leser von "Welt-Online", wann kommt das Meldeportal für Klimasünder? Was folgen könnte, wäre eine App für Umweltsünder, Fleischesser, Nicht-Genderer usw.

Und noch treffender: Was wir noch viel dringender brauchen, ist eine Meldeplattform für Plagiatoren, Nebeneinkünfte-Verschweiger und akademische Aufschneider, die ihr Gehalt vom Steuerzahler beziehen. Die Forderung nach einem bundesweiten Portal ist beste deutsche Tradition. Schon bei den Nazis und später auch in der DDR galt es als gutes, staatsbürgerliches Verhalten, Familie oder Nachbarn anzuzeigen.

Umkehrschluss der Denunzianten, wer dagegen ist, ist für Steuerbetrug. Weiter denkt der Bürger nicht. Ludwig Börne hatte schon feststellte:

"Drückender als die Zensur der Regierung ist die Diktatur der öffentlichen Meinung."

Die Deutschen besitzen kein sehr ausgeprägtes Gefühl für die Freiheit – und diejenigen, die sich für gebildet und progressiv halten, am allerwenigsten. In Deutschland nimmt man gern Haltung an, schaltet man sich am liebsten selbst gleich – und das mit Stolz auf das immense eigene moralische Vermögen. Ordnung und ein gutes moralisches Gewissen gelten in Deutschland allemal mehr als die Freiheit, die man sich als eine Art Luxusgegenstand vorstellt, konnte man auf tichyeseinblick lesen.

Genau das ist es, was es den Grünen so leicht macht, das Denuziantentum für sich zu gewinnen. Ihre erklärten Gegner sind Klimasünder, Impfverweigerer und alte weiße Männer, die es zu gängeln gilt und die man umzuerziehen muß. Man will die Andersdenkenden bis in ihre Haushaltsführung und in ihren Sprachgebrauch hinein verfolgen.

Wie sich das Denuziantentum in Deutschland wieder breit gemacht hat, konnten wir ja alle in der Corona-Zeit erleben. Da haben "brave Bürger" ihre Nachbarn angezeigt, weil die zu fünft in ihrer Wohnung feierten oder sich zum essen getroffen hatten.

Damit ihr wisst, was auf euch zukommt. Scholz will mit den Grünen regieren - Angesichts steigender Umfragewerte hofft SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf eine Mehrheit für eine rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl. „Ich möchte gerne mit den Grünen zusammen regieren“, sagte der Bundesfinanzminister und Vizekanzler dem „Tagesspiegel“. Na dann, ab in den Abgrund.

Wehret den Anfängen

Und diese Deppen solltet ihr auch schnell vergessen

Diverse Künstler aus Deutschland haben dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl die Grünen zu wählen. In einem Posting auf Facebook heißt es: "Unsere Gründe sind: Klimaschutz, Menschenrechte, Umweltschutz". Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Musiker Bela B ("Die Ärzte"), Schriftsteller Frank Schätzing, Musiker Wolfgang Niedecken, Sängerin Judith Holofernes und viele weitere.

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01.09.2021 sein verlorenes Herz

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Aus dem grandiosen Südafrika kommt ein ebenso fabelhafter Roman der Autorin Elana Bregin, der jetzt im Limes Verlag (www.limes.de) erschienen ist und 18 Euro kostet. Auf 240 Seiten erzählt Bregin die Geschichte eines kongolesischen Flüchtlingsjungen und einer einsamen älteren Dame namens Esther.

„Erzähl mir von ihr“, bittet sie den Jungen, „erzähl mir von deiner Mutter.“ Esther, selbst eine Außenseiterin, sieht in Emanuel, was niemand sonst zu sehen vermag: einen Jungen, der sein verlorenes Herz wiederfinden kann. Trotz aller widrigen Umstände.

Und in der malerischen Natur Südafrikas, inmitten der Schönheit der Drakensberge, heilen beide ihre Wunden, die das Leben ihnen zugefügt hat.

Mit „Der Junge, der sein Herz wiederfand“ hat Bregin in der Tat ein Plädoyer für Mut, Vertrauen und Hoffnung geschrieben, was auch grundsätzlich ihre Arbeit spiegelt.

In Südafrika ist Bregin für ihren Einsatz für Menschenrechte, den Schutz von Tieren und unseres Planeten bekannt. Ihre Romane gehören zur Schullektüre, ihre Stimme ist bei öffentlichen Debatten unverzichtbar.

Ihr jüngstes Werk ist erneut ein wunderbares Leseerlebnis in Sachen Humanismus. Bravo.

Sönke C. Weiss

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28.08.2021 Ohne alles mit Corona zu erklären

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Timing ist bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg. Im Sport, in der Politik und selbstverständlich auch in der Literatur beziehungsweise, wann ich was auf den Büchermarkt bringe. „Das infizierte Denken - warum wir uns von alten Selbstverständlichkeiten verabschieden müssen“ des in Deutschland lebenden Norwegers Anders Indset passt genau ins heutige Zeitfenster.

Ohne alles mit Corona zu erklären und belegen, motiviert der Autor uns, das eigene Denken neu zu entdecken, sich also seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen, was ja bereits seit der Aufklärung der Fall sein sollte, was viele von uns indes wohl vergessen, wenn überhaupt gelernt haben.

Allerdings haben wir es uns gemütlich gemacht in den zurückliegenden Jahren, vielleicht sogar seit Ende des 2. Weltkriegs, zumindest seit Beginn der Ära Merkel. Der Wahnsinn der Welt findet im Fernsehen statt, solange wir genug Klopapier haben und zwei Mal im Jahr in den "wohlverdienten" Urlaub fahren können, ist alles tip top.

Doch nur wenn wir uns der Welt gegenüber aufgeschlossen zeigen, also nicht im bequemen Schoß deutscher Leitkultur schmoren, haben wie die Chance, so Indset, eine mit-menschliche Zukunft zu gestalten.

„Das infizierte Denken“, erschienen für 20 Euro im Econ Verlag der Ullstein-Gruppe (www.ullstein.de), umfasst 272 kurzweilige Seiten, die wohl verständlich sind, was ich von „Die Hoffnung nach der Krise“ von Matthias Horx kaum behaupten kann.

Die 160 Seiten sind eine wahre Kopfgeburt, die schlicht und ergreifend nach Lockdown und kreativer Starre aufgrund von Corona schreien. (Als ob das Virus nun für alles verantwortlich sei.)

Dabei war ich von „Die Zukunft nach Corona“ des gleichen Autoren noch sehr angetan. Aber noch ne Corona-Standpauke?

Hier verwurschtelt sich Horx in eben der Komplexität unserer Zeit, die er eben zu entwirren versuchte; dabei distanziert man sich beim Lesen von Seite zu Seite mehr von der Titelthese „Die Hoffnung nach der Krise“ und betet, dass sich der Autor neu erfinden mag, so wie er es sich von der Welt wünscht, die mitten in der Pandemie lebt und diese, wenn wir mal ehrlich sind, nicht noch als Buch für 15 Euro in den Händen halten will.

Schlechtes Timing erschienen ebenfalls bei Econ. 

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27.08.2021 die Antriebskraft, die Freundlichkeit heißt

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Eine der wohl erfolgreichsten Musikerinnen unserer Zeit ist Lady Gaga. Ihre Tonträger haben sich 35 Millionen Mal verkauft, ihre Songs wurden mehr als 32 Milliarden Mal gestreamt.

Was viele indes vielleicht nicht wissen, Lady Gaga ist auch eine engagierte Aktivistin und Philanthropin, unter anderem hat sie die Stiftung „Born This Way Foundation“ (www.bornthisway.foundation) ins Leben gerufen.

Gemeinsam mit ihrer Mutter, Cynthia Germanotta. In dem Buch „Channel Kindness - Geschichten über Freundlichkeit und Zusammenhalt“ berichten 51 Jugendliche über Mut, Freundlichkeit und Widerstandskraft in einer Welt, in der kleine Gesten viel bewegen können, denn Freundlichkeit heilt Menschen, fasst man die 304 Seiten von „Channel Kindness“ kurz zusammen.

Das Buch, von Jugendlichen für Jugendliche, soll als Inspirationsquelle für die eigene Leben, den kollektiven Zusammenhalt und den gesellschaftlichen Einsatz, also das Gemeinwohl dienen.

Und in der Tat, selten war ich so bewegt von so vielen ehrlichen Geschichten, die mir als Leser einen wirklichen Zugang zur Jugend 2021 gewähren, authentisch, ehrlich, manchmal auch traurig, aber immer wieder mit der Gewissheit, dass diese Menschen unsere Welt verändern werden.

Mit einer Antriebskraft, die Freundlichkeit heißt. Ein wirklich ganz tolles Buch, das Lady Gagas Stiftung da herausgebracht hat. Nicht nur für junge Menschen. Erschienen in der Penguin Random House Verlagsgruppe (www.cbj-verlag.de) für 16 Euro. 

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17.08.2021 Die rechtschaffenen Mörder

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Als ich kürzlich übers Wochenende in Dresden war, was ich als Kurzurlaub übrigens uneingeschränkt empfehlen kann, habe ich folgendes Buch gelesen: „Die rechtschaffenen Mörder“ von Ingo Schulze, bereits 2020 erschienen, nichtsdestotrotz erwähnenswert.

Es geht um Norbert Paulini, einen wohl geachteten Dresdner Antiquar, der vor und nach der Wende Buchliebhaber bedient und der sich in der Gegenwart gegen das Internet behaupten muss.

Bis ihm eines Tages Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen wird und er in Zugzwang gerät: Ist Norbert Paulini eine tragische Figur oder gar ein Mörder?

Ingo Schulzes - 1962 in Dresden geboren - Geschichte nimmt uns mit auf eine Reise, wo irgendwann gar nichts mehr so klar, so Ost oder West, so vor oder nach der Wende ist. Sicher ist nur eines, nichts ist nie gewiß.

Und das macht die Großartigkeit dieser 320 Seiten aus. Ganz famos und 2021 noch immer oder gerade wieder aktuell. Wahlen stehen bevor, es wird viel gelogen, ein bisschen Wahrheit tut immer gut.

„Die rechtschaffenen Mörder“ ist bei S. Fischer (www.fischerverlage.de) erschienen und kostet 21 Euro. 

Sönke C. Weiss

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06.08.2021 Kontroll- und Restriktionspartys

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Politiker behandeltn die Impfgegner mittlerweile wie Waffenschieber, Terroristen oder Drogendealer. Kann es noch schlimmer kommen? JA -Gesundheitsminister Spahn plant, dass gegebenenfalls auch Ungeimpfte mit Negativ-Testergebnis etwa von Restaurantbesuchen und Veranstaltungen ausgeschlossen werden sollen.

Kontroll- und Restriktionspartys in Deutschland

Wolfgang Kubicki warf der Bundesregierung bei „Bild“ Wortbruch vor. „Die Ankündigung, in Zukunft Ungeimpfte vom Gastronomiebesuch ausschließen zu wollen, ist der dreisteste und verheerendste Wortbruch dieser Bundesregierung, die wiederholt Stein und Bein geschworen hat, es werde keine Impfpflicht in Deutschland geben.

Dieser Wortbruch wiegt noch schwerer als die Unverhältnismäßigkeit dieser angedrohten Impfpflicht.“  FDP. Parteivize Kubicki nannte dies in der „Passauer Neuen Presse“ „ein Druckmittel, um Menschen zum Impfen zu zwingen“ und „extrem unsozial“.

Nur Wolfgang Kubicki ist nicht die FDP, also sollte man von denen nicht zu viel erwarten, schließlich war deren Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung mehr als überschaubar. Und sollte die FDP nach den Bundetagswahlen wieder in der Regierung sitzen, übernimmt der Wischiwaschi-Lindner das Ruder und alles bleibt beim alten.

Die Corona-Apostel ziehen alle Register der Verbotsorgel 

In Deutschland schlagzeilt die „BILD“: „Horrorpapier vom RKI“. Das Robert-Koch-Institut hatte in einer Tischvorlage für die Chefs der Staatskanzleien der Länder festgestellt: "Die vierte Welle hat begonnen". Kaja Klapsa, Redakteurin Innenpolitik bei der "Welt" "Die Bundesregierung verkündet mal wieder abenteuerliche Schreckensszenarien, um die Corona-Disziplin der Bürger zu verbessern".

Ein Rückblick, der uns aufzeigt mit welchen Politikern wir es zu tun haben

So sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), er befürchte einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz bis zur Bundestagswahl Ende September auf 850 – und damit 100.000 Neuinfektionen täglich. Die Zahl ist ihm nicht nebenbei rausgerutscht – er platzierte die Botschaft bewusst in einem auflagenstarken Interview mit der „Bild am Sonntag“

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen hat Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) einem Zeitungsbericht zufolge mögliche Einschränkungen für Nicht-Geimpfte angekündigt. „Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte“, sagte Braun der „Bild am Sonntag“.

Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten müssten Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren. „Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich.

Und wen soll es wundern?

Zustimmung kommt von dem SPD-Klabautermann Karl Lauterbach. Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist der Meinung, bei steigenden Infektionszahlen im Herbst werde man, "nicht mehr damit über die Runden kommen, die Getesteten den Geimpften und Genesenen gleichzustellen". Er sagte der "Süddeutschen Zeitung", es werde »nichts anderes übrig bleiben, als den Zutritt zu Räumen, wo viele Leute eng zusammenkommen, auf Genesene und Geimpfte zu beschränken«, da die Zahl der falsch negativen Tests zu hoch sei.

Lauterbachs Narrenfreiheit

Tom Bohn schreibt für "Welt-Online" Lauterbachs Narrenfreiheit - Die Uefa machte er für den Tod vieler Menschen verantwortlich, den Briten prophezeite er eine Corona-Katastrophe. Falsch, wie sich zeigt. Doch die Fehlprognosen des Karl Lauterbach bleiben ohne Konsequenzen. Es folgt allein: die nächste Talkshow.

Man kann sich nur wundern, dass dieser Mann nach inzwischen wohl dutzenden, überdramatisierten Fehlprognosen nicht längst verbal geteert und gefedert auf einen bundesdeutschen Entsorgungsposten abgeschoben wurde.

Wertvoll und wichtig scheint es inzwischen zu sein, dass diese Gesellschaft die offensichtliche Narrenfreiheit von Herrn Lauterbach nicht weiter akzeptiert. Und was sie erst recht nicht (mehr) machen sollte ist: ihm Glauben schenken.

Auch das sollte niemanden wundern:

Auch Grünen-Chef Robert Habeck zeigt sich offen dafür, Geimpften mehr Freiheiten zu geben. Habeck sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Konsequenz ist, dass Geimpfte beziehungsweise Genesene zukünftig unter Umständen mehr Möglichkeiten und Zugänge haben können, als Menschen, die sich gegen eine Impfung entschieden haben.“ Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock schloss Einschränkungen für Ungeimpfte ebenfalls nicht aus.

Der Impf-Tod-ist Bürgerpflicht?

Ganz dicke tut sich nun der grüne Verbots-Engel Winfried Kretschmann, der nun sein wahres Gesicht zeigt. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Impfpflicht im weiteren Kampf gegen die Corona-Krise für denkbar. „Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen“, sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Im Kern kann man sagen: Impfen ist Bürgerpflicht", meint der Ober-Grüne.

Auch Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Impfverweigerern nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften. „Mit Impfen zeigt man Solidarität, mit Impfverweigerung zeigt man Egoismus“, sagte Hans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) Das ganze soll auch für Ungeimpfte gelten die einen aktuellen Corona-Test haben.

Auch der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält Beschränkungen für Ungeimpfte für sinnvoll. Es gebe für niemanden ein Recht auf Restaurant- oder Stadionbesuche.

Mathieu von Rohr, Ressortleiter beim "Spiegel" bläst ins gleiche Horn

Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet damit aber die persönliche Freiheit, körperliche Unversehrtheit und Bewegungsfreiheit anderer. Je mehr Ungeimpfte es gibt, desto mehr Schwerkranke und Tote wird es wohl auch geben. Und sollen die Geimpften dann wirklich wegen der Ungeimpften auf Restaurantbesuche verzichten müssen, fragt er ganz scheinheilig.

Nur haben die Corona-Panikmacher eines wohl nicht im Blick: Durch die Delta-Variante könnten Geimpfte genauso ansteckend sein wie Ungeimpfte – das legt ein Bericht der US-Seuchenschutzbehörde nahe. Auch die britische Gesundheitsbehörde "Public Health England" (PHE) vermutet, dass Menschen, die sich mit der Delta-Variante infizieren, sehr ansteckend sind — unabhängig von ihrem Impfstatus. Das berichtet der "Guardian". Trotz vollständiger Impfung können sich Menschen mit dem Coronavirus infizieren und das Virus weitergeben.

Impfen, Saufen und Ficken macht frei

Das auch noch: "Impfen macht frei": Ein Münchner postete die Parole auf Facebook. Jetzt ermittelt die Justiz wegen Volksverhetzung. Da frage ich mich nun, was passiert wenn ich schreibe: Saufen macht frei oder Ficken macht frei? Kommt dann der Staatsanwalt? Mal eine Frage: Wer hat eigentlich das Copyright auf "macht frei".

WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt schrieb: 2015, in der Flüchtlingskrise, hat man den Bürgern erklärt, die Grenzen seien sowieso nicht wirksam zu kontrollieren. Nun müssen sich dieselben Bürger nach dem Urlaub Personenkontrollen gefallen lassen, zur Durchsetzung der Corona-Testpflicht. Das Gefühl von Willkür wächst. Die Kontroll- und Restriktionspartys der deutschen Politik gehen als sogenannte Corona-Maßnahmen weiter.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um mit immer größerem Misstrauen auf fallende Tabus zu blicken, die allesamt in einem autoritären Staatsapparat kulminieren. Auch das Verbot der „Querdenker“-Demo, nachdem eine Woche zuvor beim politisch gewollten CSD Zigtausende (auch ohne Maske) feierten, nährt das Gefühl der Willkür und einer Rechtsstaatlichkeit, die sich in den Dienst weltanschaulicher Anliegen stellt – oder eben nicht. Deutlicher kann man es nicht mehr schreiben.

Also, wenn ihr euren Arsch retten wollt, solltet ihr euch ganz genau überlegen, wo ihr euer Kreuz bei der anstehenden Bundestagswahl macht.

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