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24.04.2020 50.000 Euro aus Steuermitteln

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Der Virologe und Angst- und Panik-Verbreiter Christian Drosten erhält einen Sonderpreis für Kommunikation für seine Angst- und Panik-Verbreitung in Deutschland.

Der Virologe und Charité-Professor Christian Drosten (48) erhält in diesem Jahr den einmaligen „Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie“.

Kohle für Drosten vom Steuerzahler

Der Preis sei mit 50.000 Euro dotiert, teilten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Stifterverband am Montag mit. Und Drosten verbreitet weiter wirreren Unsinn: Es sollte niemanden wundern, dass die Angst und Panik-Macher von Merkel mit fetten Preisen beziehungsweise Kohle belohnt werden.

Na ja, Merkel kann ja ihren Hof-Virologen keinen Scheck in die Hand drücken, also vergibt eine Institution, die mit  fast 3,4 Milliarden Euro Steuergeldern ausgestattet ist, zwei Drittel davon kommen direkt vom Bund, also Merkels Tasche, mal eben einen Sonderpreis.

So kann man das auch machen. Und ich bin mir sicher, das ist noch längst nicht die letzte Zuwendung. Wo ein Preis lauert, kommt der nächste gleich hinterher. Und das beste für Herrn Drosten, die Preisgelder sind für ihn steuerfrei, Hallelujah, Hallelujah.

Zeit, die Corona-Beschränkungen zu lockern? Gar keine gute Idee, warnt Virologe Christian Drosten. Wenn die Öffnungen schiefgehen, befürchtet er bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine unkontrollierbare Situation in Deutschland.

„Die Corona-Krise ist weitgehend herbeigeredet“

Stefan Homburg, Direktor des Instituts für öffentliche Finanzen in Hannover, fordert eine umgehende Aufhebung des Corona-Lockdowns. Das Robert Koch Institut habe schwere Fehler gemacht – vor allem aber ändere Kanzlerin Merkel willkürlich ihre Kriterien.

Ich frage mich ja schon seit Wochen, wo ist die Opposition, gibt die es noch in Deutschland? Nun meldet sich Lindner mal zu Wort: FDP-Chef Christian Lindner hat große Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Beschränkungen zum Schutz gegen die Corona-Pandemie geäußert. Und kündigte Widerstand an.

Der starke Mann aus Bayern haut noch mal drauf, nachdem er das Oktoberfest abgesagt hat. Dabei habe ich mich gefragt, ob Söder ein Hellseher ist. Wie kann der Mann Mitte April wissen wie die Lage Ende Oktober, Anfang November aussieht?

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht in der Coronakrise eine Allianz aus Bundeskanzlerin Angela Merkel und Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann und sich selbst.

Schauen wir uns die Zahlen an

Mindestens 1.491 Corona-Tote haben in einem Alten- und Pflegeheim oder einer anderen Betreuungseinrichtung gelebt. Das sei etwa ein Drittel aller in Deutschland gemeldeten Todesfälle, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) auf Anfrage von NDR Info mit. Laut RKI sind bislang 17 Prozent aller infizierten Heimbewohner gestorben, also fast jeder fünfte.

Der NDR geht davon aus, dass die Zahlen erheblich höher liegen, da bei 41 Prozent aller Meldungen Angaben fehlten, in welchen Einrichtungen die Infektionen festgestellt wurden. Somit könnten 966 Todesfälle nicht einem bestimmten Bereich zugeordnet werden.

Der Schweden-Weg ist erfolgreich

Schweden hat dabei seine Gesellschaft in einer Art und Weise offen gehalten, die zumindest in der westlichen Welt einzigartig ist. Wir haben die Grenzen nicht zugemacht und weder Kindergarten noch Schulen, Geschäfte, Restaurants, Büchereien, Fitnessstudios oder Einkaufszentren geschlossen. Die schwedische Regierung hat weder den Ausnahmezustand ausgerufen, noch hält sie die Bevölkerung an, zu Hause zu bleiben, beschrieb Johan Norberg die Situation für "Welt-Online"

Die Wirtschaft läuft unterdessen in Schweden weiter, wenn auch mit gebremster Geschwindigkeit. Nach Informationen des Finanzdienstleisters SEB, dem größten Kreditkartenanbieter in Nordeuropa, ist der Konsum in Schweden um 28 Prozent zurückgegangen.

Zum Vergleich: In Norwegen sind es 55 Prozent, in Dänemark 66 Prozent, in Finnland 70 Prozent. Ja Ja, und in Deutschland ist er dank Merkel, Söder, Laschet und Co ganz zum Erliegen gekommen und die Leute und Unternehmen sind pleite.

Jens Spahn bekommt kalte Füße

Ich habe ja schon angekündigt, dass Merkel und Co spätestens in sechs Monaten ihre Coronamaßnahmen um die Ohren fliegen, wenn alle begriffen haben, wie hoch der Schaden für Deutschland und seinen Bürgern ist. Dem baut nun Jens Spahn schon einmal vor, der Mann bekommt kalte Füße.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts der Unwägbarkeiten der Corona-Krise zu Verständnis für jetzt getroffene Entscheidungen der Politik gemahnt. „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen“, sagte Spahn während einer Regierungsbefragung im Bundestag in Berlin.

Man habe in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie „mit so vielen Unwägbarkeiten, die da sind, so tiefgehende Entscheidungen treffen müssen“. Auch er werde in einem halben Jahr möglicherweise feststellen müssen, dass er nicht „in jeder Lage immer richtig“ gehandelt habe, sagte er am 22.April.

Gottfried Böhmer

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21.04.2020 Der Corona-Irrsinn der Regierung

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

750.000 Firmen haben schon Kurzarbeit angemeldet und eine Insolvenz-Welle rollt im Herbst und Winter auf uns zu. Millionen Menschen könnten ihre Jobs verlieren, Unternehmer und Freiberufler stehen vor der Pleite.

Nun hat der starke Mann aus Bayern auch noch das Oktoberfest abgesagt, fehlt nur noch, dass er die Weihnachtsmärkte schließen will. Und Christian Drosten warnt schon einmal vor einer unerwarteteten Wucht einer zweiten Infektionswelle. Paßt.

Flugzeugpiloten werden wohl in Zukunft nur noch als Taxifahrer gebraucht. Sportbetriebe wurden stillgelegt, und Bundesligaklubs sind in Existenzsorgen. Wie uns alle Merkel und Co verarscht, könnt ihr im unten eingefügten Video sehen. (Unbedigt ansehen)

Aber Merkel sollte sich nicht zu früh über ihre guten Umfragewerte für die CDU freuen. Spätestens im Herbst und Winter, wenn viele ihre Arbeit, ihr Unternehmen und ihr Vermögen verloren haben, kommt der Tag der Wahrheit und die Abrechnung.

70.000 Hotel- und Gastronomiebetrieben droht offenbar die Insolvenz. Den Gastronomiebetrieben gehen laut einem Medienbericht bis Ende April zehn Milliarden Euro Umsatz verloren. Nicht nur Hotels fehle die Perspektive.

Milliarden Verluste für die Unternehmen

Rund 70.000 Hotel- und Gatronomie-Betriebe sollen in der Coronakrise vor der Insolvenz stehen. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Verweis auf den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Den etwa 223.000 Betrieben der Branche gingen bis Ende April demnach rund zehn Milliarden Euro Umsatz verloren."

Auch für Künstler und Filmschaffende wird die Coronakrise zur Existenzfrage. Die ganze Kulturszene liegt am Boden. In Deutschland beschäftigt die Kultur- und Kreativwirtschaft insgesamt rund 1,2 Millionen Erwerbstätige, denen nun das Wasser bis zum Hals steht.

Auch der Sommer Ferientourismus dürfte nach dem Osterausfall ebenso zum Erliegen kommen, und die existenziellen Nöte der Reiseanbieter schreien zum Himmel. Nur Merkel und Co hören den nicht. Insgesamt arbeiten rund sieben Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland in diesem Wirtschaftszweig. In Deutschland arbeiten 2,92 Millionen Beschäftigte im Tourismus.

Wir können jetzt Branche für Branche durchgehen, Von der Modeindustrie, dem Handel bis zum Maschinenbau, überall wird es schwere Veruste und Arbeitslosigkeit geben, für die Merkel und Co verantwortlich sind. Hier noch ein paar aktuelle Zahlen:

Angst vor dem Verlust der Arbeit

Nach einer repräsentativen Umfrage haben etwa 52 Prozent der Menschen in Deutschland Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in Folge der Corona-Krise. Am größten ist die Furcht mit 80 Prozent in der Digitalwirtschaft, dicht gefolgt von 78 Prozent im Bereich Medien, Marketing und Kommunikation.

Insbesondere Influencer haben Angst. 84 Prozent von ihnen fühlen sich durch die momentane Situation existenziell bedroht, so die Studie "Influencer in der Corona-Krise " der Agentur KMB Creative Network. 68 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen in den vergangenen zwei Wochen aufgrund der Corona-Krise Aufträge gekündigt worden seien.

KfW-Blitzumfrage Viele Selbstständige haben keine Einnahmen mehr
Die Förderbank KfW hat Nutzer einer Gründerplattform befragt, wie stark sie von der Coronakrise betroffen sind. Mehr als die Hälfte hat Umsatzeinbußen von mehr als 75 Prozent, einige verdienen gar nichts mehr.

„Zeitungsredaktionen sind Abschreibungsgesellschaften"

Derweil langweilen uns die Medien täglich mit Geschichten, wie "Helden des Corona Alltags". Ansonsten sind unsere Qualitätsmedien voll auf Regierungslinie und singen deren Lieder. Gabor Steingart schrieb zum Journalismus:

"Wer in diesen Tagen die Kommentare der lieben Kollegen liest, der könnte meinen, es habe in Deutschland einen geistigen Lockdown gegeben. Der Journalismus hat sich offenbar selbst ein Kontaktverbot mit dem Gegenargument verordnet.

Der Zweifel steht unter Quarantäne". Rafaela von Bredow schreibt allen ernstes einen Leitartikel im "Spiegel" mit dem Titel: "Wir brauchen keine Lockerung, wir brauchen viel härtere Maßnahmen". Also eine klassische Auftragsschreiberin.

Die großen Pandemien sind in Vergessenheit geraten

Daran wollen wir auch noch erinnern. Erstens, und das ist weitläufig bekannt, hat die Grippewelle 2017/18 25.000 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Aber das ist in Vergessenheit geraten, den es gab in Deutschland voher schon zwei große Pandemien.

Merkel macht das Licht aus

Anfang der 60-Jahre trat die sogenannte Asiatische Grippe auf, die 30.000 Menschen in Bundesrepublik das Leben kostete. Noch schlimmer wütete zwischen 1968 und 1970 die Hongkong-Grippe, die allein in Westdeutschland über 50.000 Todesopfer forderte.Weltweit sind damals eine Million Menschen gestorben. Andere Zahlen sprechen von 750.000 bis 2 Millionen Toten.

Gottseidank gab es damals noch keine Merkels, Söders und Laschets, die hätten die gerade aufblühende Bundesrepublick und das Wirtschaftswunder geradewegs beerdigt. Mit anderen Worten, sie hätten Deutschland schon vor 40, 50 Jahren das Licht ausgeblasen.

Das holen Merkel und Co nun nach. Derweil ist Merkel empört und verbietet sich jede Kritik und spricht von "Öffnungsdiskussionsorgien".

Das Robert-Koch-Institut verbreitet weiter Angst in der Bevölkerung und behauptet," die geltenden Abstandsregeln würden noch über Monate erhalten bleiben. Jeder könne schwer an Covid-19 erkranken". Selbst, wenn es in Deutschland keine neuen Fälle gebe,  müssten die Maßnahmen aufrecht erhalten werden. Was für ein Irrsinn.

Schwerwiegende Grundrechtseingriffe

Die Corona-Kontaktbeschränkungen dürfen nach Ansicht des früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, nur vorübergehend gelten. Die Kontaktbeschränkungen und Betriebsschließungen stellten „sehr einschneidende und schwerwiegende Grundrechtseingriffe dar“, sagte der ehemals höchste Richter Deutschlands den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Diese drastischen Freiheitsbeschränkungen müssten gelockert werden, sobald sie zum Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung „nicht mehr zwingend erforderlich“ seien.

Als problematisch wertete Papier, dass die Freiheitsbeschränkungen ohne Beteiligung des Bundestages beschlossen wurden. Nach den grundgesetzlichen Prinzipien der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit sei es Sache des Parlaments, wesentliche Fragen der Grundrechtsausübung und der Freiheitsbeschränkungen „durch Gesetz selbst zu regeln, erklärte der Verfassungsrechtler. Dies dürfe nicht für eine gewisse Dauer allein Regierung und Verwaltung überlassen werden.

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof ist mit seinem Eilantrag gescheitert. Er war mit Eilanträgen in unterschiedlichen Bundesländern gegen die Schließung seiner Filialen vorgegangen. Für eine unterschiedliche Behandlung verschiedener Branchen und Warenangebote lägen hinreichende sachliche Gründe vor.


Die behördlichen Anordnungen seien "bei summarischer Prüfung durch das Infektionsschutzgesetz gedeckt und mit dem Grundgesetz vereinbar", teilte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit. "Warenhäuser müssten nicht gleich behandelt werden wie Einzelhandelsgeschäfte, die der Grundversorgung der Bevölkerung dienen und deshalb von der Schließung ausgenommen sind", so das Gericht.

Dem widerspricht der frühere Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier eindeutig.

Auch den jüngsten Kompromiss zwischen Bund und Ländern zur Lockerung der Maßnahmen kritisierte Papier. Es sei verfassungsrechtlich „problematisch“, dass beispielsweise Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen wieder öffnen dürften, größere aber nicht. Nach dem Gleichheitssatz des Grundgesetzes.

Zynismus, Geschwätz und Floskeln

Dr. Alexander Kissler, leitet das Kulturressort beim Magazin „Cicero“, er meint: "Krisen sind auch Zeiten, in denen manche Schwätzer versuchen, dass, was sie als politische Gegenwartserkenntnis entdeckt haben, mit missionarischem Eifer und einer Ewigkeitsgarantie zu versehen.”

Widerstand kommt auf

Trotz der Regierungs-Regeln in der Coronakrise sind in mehreren deutschen Städten Demonstranten durch die Straßen gezogen, um gegen die Einschränkung von Grundrechten in der Krise zu demonstrieren. Die Polizei löste Versammlungen in Berlin und Mainz auf. Laut dem "Spiegel" wären das aber alles "Rechtsextreme" was wohl sonst.

Gottfried Böhmer

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14.04.2020 Klage gegen Corona-Regeln

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Erinnern Sie sich noch an den Fall Gustl Mollath? Sieben Jahre musste Gustl Mollath in der Psychiatrie verbringen, bevor dieser Justizskandal ein Ende fand. Nun haben wir einen neuen Fall, aber der ist weitaus erschreckender. Eine Juristin, die gegen die Corona-Verordnungen geklagt hat, wurde weggesperrt.

Politische Gegner in Psychiatrie sperren

Die Juristin Beate Bahner ist von der Polizei in die Psychiatrie gebracht worden. Die Anwältin Beate Bahner ist in die Psychiatrie eingewiesen worden.

Das bestätigte ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Mannheim. Bahner sei am Sonntag in einer polizeilichen Maßnahme in einer Klinik vorgestellt und dort von einem Arzt begutachtet worden, sagte Norbert Schätzle vom Polizeipräsidium Mannheim.

Internetseite von Polizei gesperrt

Noch am Wochenende hatte sie uns folgendes mitgeteilt - Sehr geehrte Mandanten, sehr geehrte Damen und Herren, ich habe mich mehr als 25 Jahre als Anwältin für Ihr gutes Recht eingesetzt.

Nach Erhalt des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom Karfreitag, 10. April 2020 habe ich entschieden, meine Anwaltszulassung zurückgegeben.

Es ist mir leider nicht gelungen, den Rechtsstaat und die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland, insbesondere unsere verfassungsrechtlich verankerten Grundrechte und die unverbrüchlichen Menschenrechte vor dem schlimmsten weltweiten Angriff und der blitzschnellen Etablierung der menschenverachten[d]sten Tyrannei zu retten, die die Welt jemals gesehen hat.


Damit ist am Karfreitag, 10. April 2020 unser Rechtsstaat gestorben, den wir noch letztes Jahr mit dem 70-jährigen Bestehen unseres Grundgesetzes so stolz gefeiert haben. Unser Rechtsstaat lag schon seit zwei Wochen sterbend auf der Intensivstation und konnte von mir leider nicht wiederbeatmet werden. Es fehlten 83 Millionen Beatmungsgeräte (damit hat sie uns als Bürger gemeint, die sich nicht wehren).


In einer Diktatur und Tyrannei herrschen Willkür, Drohung und Polizeigewalt. Meine Tätigkeit als Rechtsanwältin hat sich damit leider erübrigt. In einem solchen Polizeistaat kann auch ich nichts mehr für Sie tun.“

http://www.beatebahner.de/

Angriff auf eine Menschenrechts-Heldin

Die Anwältin aus Heidelberg hält die Corona-Regeln für überzogen und plädiert offensiv für deren Aufhebung. Ihrer Meinung nach sind durch diese Maßnahmen „der Erhalt des Rechtsstaats, die Bewahrung der Grund- und Menschenrechte und der Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland“ gefährdet.

Sie argumentiert, dass die Infektion für 95 Prozent der Bevölkerung harmlos verlaufe. „Ich bin wirklich entsetzt und will mir nicht vorwerfen müssen, als Rechtsanwältin nicht gehandelt und den Rechtsstaat nicht mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigt zu haben!“, schrieb sie in einem Statement auf ihrer Webseite.


Sie scheiterte jedoch mit ihrem Eilantrag vor dem Bundesgericht.  Auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte die Einschränkung der Grundrechte aufgrund der Corona-Krise zuletzt als „angemessen“ bezeichnet. Am Samstag hatte Bahner darüber hinaus auf ihrer Seite eine „Auferstehungsverordnung“ erlassen, mit der sie die Corona-Regeln für beendet erklärte.

Bahner berichtet in einer Audiodatei, (könnt ihr euch unter anhören) die während eines Anrufs bei ihrer Schwester aufgezeichnet wurde, vom Überstellen in die Psychiatrie.

Sie sei auf der Straße gewesen, als ein Auto sehr lange vor der Garageneinfahrt stand. „Ich dachte, da stimmt etwas nicht, und habe mich hinter einem Auto versteckt.“ Weil kein Mensch auf der Straße gewesen sei, habe sie sich gefürchtet und einen Autofahrer gebeten, die Polizei zu rufen.

Dann habe sie gemerkt, dass dies ein Fehler sei. „Ich bin ja der größte Staatsfeind im Moment.“ Sie habe der Polizei gesagt, sie fühle sich verfolgt.  Bahner arbeitet seit 25 Jahre als Rechtsanwältin, sie ist Fachanwältin für Medizinrecht.

Vor einigen Tagen war die Internetseite der Anwältin auf Anfrage der Polizei Mannheim zur „Beseitigung der bestehenden Störung der öffentlichen Sicherheit“ gesperrt worden. Auf der Seite hatte sie unter anderem ihren Eilantrag an das Bundesverfassungsgericht begründet.

Gottfried Böhmer

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12.04.2020 Mit Angst Corona-Politik machen

GFDK - Rden ist Silber

Was sie nun lesen ist fast unglaublich. Die Bundesregierung hat unter Federführung des Bundesinnenministeriums ein Papier erarbeiten lassen wie man mit Angst den Deutschen, die vor drei Wochen beschlossenen Maßnahmen, Kontaktsperre etc in der inszenierten Coronakrise verkaufen kann. Und das mit Angst.

Noch schlimmer, die Regierung wollte verhindern, dass das Papier an die Öffentlichkeit kommt. Von den großen System-Medien haben aber doch einige darüber berichtet. In ARD und ZDF wurde es mit keinem Wort erwähnt.

Das sind keine Fake-News wie sogar der Fokus, FAZ und die Süddeutsche schrieben. Ich würde mich auch nicht mehr wundern, wenn das Robert-Koch-Institut (RKI) und Christian Drosten, Chef-Virologe der Charité daran mitgearbeitet hätten.

Das Papier empfiehlt drastische Maßnahmen zur Krisenkommunikation. Es sind schockierende Zahlen, die der interne Bericht der Regierung von Angela Merkel, „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“ durchspielt:

Mit Angst das Volk in Schach halten

70 Prozent der Deutschen könnten sich mit dem Coronavirus infizieren, mehr als eine Million Bürger könnten sterben, wenn eine „massive Überlastung des Gesundheitssystems“ nicht durch entschlossenes Eingreifen vermieden wird. Das Geheimpapier aus dem Bundesinnenministerium, das vom 22. März datiert, zeigt auf wie die Corona-Propaganda aufgebaut wurde, um das Volk stillzuhalten.

Ein der Lage angemessenes und schrittweises Eingreifen in wirtschaftliche und gesellschaftliche Abläufe wird dadurch erst ermöglicht (...)“, heißt es in dem Text.

Ministeriumssprecher Steve Alter erklärte Ende März, das Papier solle darstellen, wie sich die aktuelle Situation auf die innere Sicherheit auswirken könnte, „welche unterschiedlichen Verläufe sind hier denkbar“.

Das Innenministerium hatte sich geweigert, das Papier auf Grundlage des Presserechts und des Informationsfreiheitsgesetzes für andere Medien verfügbar zu machen: Das Dokument sei „Verschlusssache“ und „nur für den Dienstgebrauch“. Jetzt hat das gemeinnützige Portal „Frag den Staat“ das vollständige, 17 Seiten lange Papier veröffentlicht.

Die Autoren des Geheim-Papiers beschäftigten sich auch mit Kommunikationsstrategien. Wie vermittle ich den Menschen den Ernst der Lage? Und wie bewege ich sie zum Mitmachen, wenn es um Ausgangsbeschränkungen geht, um Restaurantschließungen und ums Homeoffice?

Als Motto sei geboten: „Es kommt etwas sehr Bedrohliches auf uns zu, wir haben die Gefahr aber erkannt und handeln entschieden und überlegt“, heißt es in dem Papier. Und: „Um die gesellschaftlichen Durchhaltekräfte zu mobilisieren, ist das Verschweigen des Worst Case keine Option.“ Wer die Gefahr abwenden will, müsse sie kennen.

Schockwirkung für die Bürger

Die Autoren sorgten sich aber, dass die Gefahr von der Bevölkerung ignoriert wird, also sollte die Schockwirkung erhöht werden.

Um der Bevölkerung den Ernst der Lage klarzumachen, empfehlen die Autoren drastische Maßnahmen. „Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden“, schreiben die Verfasser, und nennen gleich drei konkrete Beispielszenarien.

„Das Ersticken ist für jeden Menschen eine Urangst“

Erstens würden viele Schwerkranke von ihren Angehörigen „ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen,) ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls.“

Jetzt wird es ganz gruselig

Zweitens empfiehlt das Papier sogar, Kindern Angst zu machen. „Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern“, heißt es in dem Text.

„Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“

Drittens schlagen die Autoren vor, an mögliche Langzeitschäden zu erinnern. „Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben, zeichnen sie doch ein alarmierendes Bild“, heißt es in dem Bericht.

„Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzinfakt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren.“

Die „1919 + 1929“-Formel

Es sollte außerdem „historisch argumentiert werden“, schlagen die Autoren vor, nach der Formel: „2019 = 1919 + 1929“. Im Jahr 1919 verbreitete sich die Spanische Grippe aus den USA in die ganze Welt und tötete je nach Zählung zwischen 25 und 50 Millionen Menschen.

Das Jahr 1929 ist wiederum das Jahr der berühmten Weltwirtschaftskrise, die unter anderem zum Aufstieg des Faschismus in Deutschland beigetragen hatte. Die Botschaft der Autoren: Die Corona-Pandemie wird so schlimm wie Spanische Grippe und Weltwirtschaftskrise zusammen, wenn es nicht gelingt, sie einzudämmen. Diese Formel werde „jedem einleuchten“, schreiben die Verfasser.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) sprach kürzlich in der „Bild“-Zeitung davon, es könne „Millionen Tote“ geben.  Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Studie am 18. März bei seiner Grundsatzabteilung in Auftrag gegeben.  Sie entstand unter Federführung von Staatssekretär Markus Kerber binnen weniger Tage mithilfe des Robert-Koch-Instituts, wie die Süddeutsche berichtete.

 Das Papier liegt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Spahn vor. „Habeck bei Illner: Die Inkubationszeit des Coronavirus verdoppelt sich alle 2 Tage“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, insgesamt habe eine „Gruppe von zehn Fachleuten“ an dem Papier gearbeitet. Das Innenministerium hat sich zur Identität der Urheber bislang nicht geäußert.

Nachtrag: „Das Konzept der europäischen Staaten, auf radikale Massen-Quarantänen mit wochenlangen Ausgangssperren und Kontaktverboten zu setzen, wird zusehends fragwürdig.

Es verlangt einen extrem hohen Preis - nämlich den des ökonomischen und sozialen Zusammenbruchs - und bleibt doch eine reichlich plumpe Strategie gegen eine Krankheit, die am Ende vielleicht nicht einmal so viele Opfer fordern wird wie die Grippewelle 2017/18, die 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet hat.

Diese Epidemie hatten Politik und Medien weitgehend übersehen, sie wurde einfach laufen gelassen. War das vor zwei Jahren ruch- und verantwortungslos? Oder ist das Verhalten jetzt grotesk übertrieben?“

Erinnern Sie sich? Rinderwahnsinn – Fehlalarm! Vogelgrippe – Fehlalarm! Schweinegrippe – Fehlalarm! Millionen Tiere wurden sinnlos abgeschlachtet, hunderte Millionen Euro für Impfstoffe und Medikamente ausgegeben, die später ungenutzt vernichtet werden mussten. Die Pharmaindustrie rieb sich die Hände. Und der Hofvirologe Christian Drosten war schon bei der Schweinegrippe unter den Panikmachern.

So wird Panik und Angst in den Medien verbreitet. „Wir haben eine Liste, welche Tiere wir als Erstes schlachten müssen“ schreibt "Welt-Online" weil alle Zoos wegen der Corona-Krise für Besucher geschlossen sind. Die Betreiber fragen sich, wie lange sie ihre Tiere noch versorgen können. Dazu zeigt die "Welt" im Artikel ein Bild mit süßen Eisbären.

Eines ist aber sicher, die Deutschen haben ihre verbrieften Bürgerrechte an der Haustür freiwillig abgegeben und sitzen nun Zuhause. Wer essentielle Freiheiten aufgebe, um ein wenig temporäre Sicherheit zu gewinnen, verdiene beides nicht, sagte Benjamin Franklin.

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07.04.2020 Mit Worten. Im Widerstand

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Vor 75 Jahren wurde der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer von den Nazis ermordet. Weil er gegen Hitler kämpfte. Mit Worten. Im Widerstand. Wie nur wenige Geistliche vor ihm oder mit ihm. Sinnlos:

Obwohl Bonhoeffer während einer Vortragsreise in den USA dort hätte bleiben können, ging er als überzeugter Demokrat zurück nach Deutschland, weil er an seine Landsleute glaubte.

Erst 1996 wurde Bonhoeffer vom Landgericht Berlin rehabilitiert. In seinem Buch „Lieber Dietrich... Dein Jürgen“, jetzt im Gütersloher Verlagshaus (www.gtvh.de) erschienen, führt der Journalist, Autor und Liedermacher Jürgen Werth einen fiktiven Dialog mit Bonhoeffer.

Er antwortet auf dessen Briefe aus dem Gefängnis und führt uns so in eine Welt, in der es immer wieder ums Überleben am Rande Abgrunds geht, sei es körperlich, seelisch oder spirituell. Bonhoeffers Denken ist unerwartet aktuell und paßt vielleicht gerade jetzt mehr denn je in unsere durch Corona verlangsamte Zeit.

Der frei erfundene Briefwechsel ist kurzweilig und anregend. „Lieber Dietrich... Dein Jürgen“ hat 192 Seiten und kostet 18 Euro.

Auch immer wieder an den Rand einer Katastrophe führt uns die dafür berühmte (oder berüchtigte) Autorin Sibylle Berg in ihren Gesprächen mit denen, die es angeblich wissen, Sonderlinge nämlich.

So auch der Titel ihren jüngsten Buches: „Nerds retten die Welt“, das bei Kiepenheuer & Witsch (www.kiwi-verlag.de) erschienen ist und 22 Euro kostet.

Auf 336 Seiten spricht Frau Berg mit 17 Superintellektuellen wie Neuropsychologen, Astrophysikern, Systemtheoretikern, etc.

Ihre erste Frage lautet durchgehend: „Haben Sie sich heute schon um den Zustand der Welt gesorgt?“ Die Befragten stellen in der Regel klar: Ja, was sonst!

Es geht um einen neu aufkeimenden Faschismus, schmelzende Gletscher, einer Politik des Spaltens und um Parolen, mit denen Herrschende heute leiten und lenken.

Jeder Dialog für sich ist interessant und unterhaltsam zugleich, in der Masse indes zermürbend, weil immer wieder ähnlich. Sisyphos läßt grüßen. Berg-Fans kommen dabei sicher auf ihre Kosten, transportiert das Buch doch ihren ganz persönlichen Ton.

Als nichteingeweihter Leser bin ich mir aber nie sicher: Meint die Autorin das ernst oder will sie mich nur verarschen? „Nerds retten die Welt“ ist übrigens ein Nachdruck aus dem Schweizer Online-Magazin REPUBLIK (www.republik.ch), das mit „unabhängigen Journalismus ohne Bullshit“ wirbt. Probe lesen lohnt sich.

Sönke C. Weiss

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04.04.2020 Ausnahmezustand

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Ausnahmezustand in Deutschland in der Corona-Krise. Angela Merkel, Laschet, Söder und Co haben die Republik gekapert und wir haben es zugelassen. Merkel sagte vor ihrer Entscheidung der weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens „Maßstab ist, was uns die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu dem Thema sagen“.

Angstkampagnen und Überreaktionen

Aber bitte, wen meint Frau Merkel, wer denn die richtigen Wissenschaftler sind? So wie es aussieht, ist das für sie das Robert-Koch-Institut (RKI) und Christian Drosten, Chef-Virologe der Charité.

Die spielen sich mittlerweile auf, als ob sie die Regierung wären, und halten sich schon für die Popstars von Deutschland. Das Beste ist ja, dass Christian Drosten sich jede Kritik verbietet, und weiter ein ganzes Volk in Gefangenschaft halten will. Er ist wohl der neue Posterboy der Republik, glaubt er zumindest.

Noch schlimmer verhalten sich unsere Qualitätsmedien, die täglich mit unzähligen Artikeln die Maßnahmen der Regierung kritiklos unterstützen. Genau diese Medien, die sich sonst bei jedem Fliegenschiess als Retter der Enterbten und Weisen aufspielen, und immer von der dritten Gewalt im Staat sprechen, stellen nicht die richtigen Fragen. Was ist da los?

Warum hört keiner auf diese Experten?

Nicht gerade wenige Epidemiologen und Virologen erheben inzwischen Einspruch gegen die Maßnahmen der Regierung in der Corona-Krise. Sie stellen die Gefährlichkeit des Virus infrage und kritisieren: Für die verhängten Schutzmaßnahmen gäbe es keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz.

Die Virologin Karin Moelling äußert sich in einem YouTube-Interview besorgt über die ihrer Meinung nach unverhältnismäßigen Maßnahmen: „Es ist eine milde Erkrankung, aber das darf man ja heutzutage gar nicht mehr sagen.“ Bis zu ihrer Emeritierung 2008 hat Moelling das Institut für Medizinische Virologie an der Universität Zürich geleitet.

Für viel Aufsehen sorgt auch der angesehene Mikrobiologe Sucharit Bhakdi mit einem eigenen YouTube-Kanal, auf dem er die Maßnahmen in der Corona-Krise als „grotesk, überbordend und direkt gefährlich“ bezeichnet.

Auch er ist emeritiert, 22 Jahre hat er das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Mainz geleitet. In seinem neuesten Videobeitrag hat er einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin verlesen. Die entscheidende Frage sei: „Wissen wir genug, um all das zu verantworten, was wir den Menschen in diesem Lande gerade zumuten?“ berichtete sagar "Welt-Online".

Kritisch äußert sich nun auch Ulrich Keil gegenüber WELT. Keil ist emeritierter Professor der Universität Münster, wo er bis 2009 das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin geleitet hat, sein Fachgebiet war die Prävention chronischer Erkrankungen. Über Jahrzehnte hinweg hat er die WHO beraten. Keil spricht von „Angstkampagnen“ und „Überreaktionen“

"Bei den gemeldeten Corona-Toten weiß man gar nicht, ob sie wirklich an dem neuen Virus gestorben sind oder in Wahrheit an anderen Erkrankungen oder anderen Krankheitserregern".

„Niemand weiß genau, ob ein Todesfall wirklich ursächlich auf eine Corona-Infektion zurückzuführen ist“, sagt Ulrich Keil und spricht in dem Zusammenhang von einem „Datensalat“.

Auch Sucharit Bhakdi kritisiert: „Weltweit wird der Fehler begangen, virusbedingte Tote zu melden, sobald festgestellt wird, dass das Virus beim Tod vorhanden war – unabhängig von anderen Faktoren.“

Könnten wir nicht auf das neue Virus testen, würde die Epidemie gar nicht auffallen.

„Jeden Tag versterben in Deutschland mehr als 2500 Menschen“, sagt Ulrich Keil. „Vor diesem Hintergrund halte ich es für wenig wahrscheinlich, dass sich die Coronavirus-Epidemie auf die Gesamtsterblichkeit auswirken wird.“

Wie weit geht der Corona-Irrsinn noch

Dazu folgendes Beispiel: Ein 34-Jähriger aus Bamberg muss wegen sogenannter Corona-Partys bis zum Ende der bayerischen Ausgangsbeschränkungen im Gefängnis bleiben. Er hatte mit vier Bekannten in seiner Wohnung gefeiert und das schon mehrmals.

Ein Richter bestätigte die Verlängerung des Gewahrsams bis zum 19. April. Daraufhin lieferten die Polizisten den 34-Jährigen laut Mitteilung in eine Justizvollzugsanstalt ein. Außer dem Festgenommenen erhielten auch dessen Gäste Anzeigen.

Nun, zum ersten würde ich mal nach dem Geisteszustand des Richters fragen. Was hätte er denn gemacht, wenn der gute Mann mit seinen vier Brüdern gefeiert hätte? Wäre er dann auch im Knast gelandet?

Und was macht der Staat, wenn sich, sagen wir mal 20 bis 25 Prozent der Bürger nicht mehr an die Maßnahmen halten, weil sie es nicht mehr einsehen? Soll die Polizei dann auf die schießen? Tatsache ist ja schon, dass das Denunziantentum sich wieder in Deutschland breit macht.

Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann hat dazu sogar schon aufgerufen. Man kommt sich schon vor wie vor 70 Jahren, nur heißen die Denunzianten heute "besorgte Bürger".

Eine Lehre können wir aus der Corona-Krise jetzt schon ziehen: Wenn der Staat es so will, wie er will, sind die Bürgerrechte auch in der Demokratie nichts mehr wert, sondern Makulatur. Das sollten Sie sich merken. Nun stellt sich nur noch eine Frage, wie lange soll der Ausnahmezustand noch gelten. Vertrauen Sie nicht auf den 19. April.

Nachtigall ich hör dich trapsen - Kanzleramtsminister Helge Braun warnt die Bundesbürger am Sonntag den 5. April vor dem „schwierigsten Teil“ der Corona-Krise. Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, „uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten“, sagte Braun der „Allgemeinen Sonntagszeitung“. Also richten Sie sich auf weitere Schweinereien aus Berlin ein ,Laschet und Söder stehen schon Gewehr bei Fuß.

Und noch was: bis zum 29. März haben die Labore in Deutschland  rund 918.460 Proben für die amtliche Statistik auf das neue Coronavirus geprüft, bei etwa 64.910 stellten sie eine Infektion fest, was aber nicht heißt, dass die erkrankt waren. Das entspricht einem Anteil von sieben Prozent. 93 Prozent der Tests waren negativ, wie das Robert-Koch-Institut am 4. April mitteilte. Rechtfertigt das den Ausnahmezustand?

Gottfried Böhmer

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02.04.2020 eine absolute Dummheit

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Corona-Krise - „Die zivilisierte Welt ist verrückt geworden, und die Politiker haben schon damit angefangen, die Situation für ihre Interessen auszunutzen“. Es sei eine „absolute Dummheit“, etwa Grenzen zu schließen, das sagte Alexander Lukaschenko der Präsident von Weißrussland, der bei uns im Westen als Diktator gilt. Verkehrte Welt denke ich mir dabei.

In den vergangenen Tagen bezeichnete Lukaschenko das Coronairus als „Psychose“, dann wiederum empfahl er scherzhaft Wodka zu trinken, um es abzutöten. Oder ließ wissen, dass seine Bürger lieber auf dem Feld arbeiten sollten, anstatt über das Virus zu reden:

„Das Feld wird alles heilen.“ Am Samstag noch spielte er in Minsk vor Fans Eishockey, kommentierte anschließend: „Sport, besonders Eissport, ist die beste Antiviren-Medizin", berichtet "Welt-Online". Die Kneipen, Schwimmbäder und Geschäfte haben alle weiter geöffnet, und Busse und Bahnen sind knallvoll. Nun ja, Lukaschenko dürfte zwar nicht alle Tassen im Schrank haben, das heißt aber nicht, dass er am Ende mit seiner Strategie nicht Recht behält. Wir werden sehen.

Der Schweden-Weg

Auch in Schweden geht das Leben normal weiter, während der Rest Europas sich aus Angst vor dem Virus verbarrikadiert. „Es geht um gesunden Menschenverstand“, sagt der schwedische Staatsminister Stefan Löfven.

Und der ist in Deutschland vollkommen verloren gegangen, wie ich meine. Fast ohne Verbote geht das Leben in der Mitte Skandinaviens weiter als wäre nichts geschehen. Auch Restaurants, Cafés und Kneipen in Schweden dürfen weiterhin öffnen, aber alle Gäste müssen voneinander Abstand halten können, während in Deutschland das gesamte öffentliche Leben zum Stillstand gekommen ist.

In Schweden genießen die Familien das Frühlingswetter im Park, und die Kinder gehen in den Kindergarten. Auch die Fitnessstudios und das Schwimmbad sind geöffnet.

Während man in Deutschland mit Verboten und Strafen droht, geben die schwedischen Behörden ihren Bürgern nur Ratschläge mit auf den Weg. Die täglichen Empfehlungen an die Bevölkerung lauten:

„Bitte, besuchen Sie Ihre älteren Verwandten nicht.“

„Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, begrenzen Sie bitte Ihre sozialen Kontakte.“

„Wer eine Reise geplant hat, sollte gründlich überlegen, ob diese unbedingt notwendig ist.“

"Und - Seid vernünftig "

Und ja, die Schweden folgen diesen Ratschlägen. Die Ausgangsbeschränkungen in Deutschland sollen nun bis zum 20. April gelten, und könnten noch weiter verlängert werden. 470.000 Unternehmen, Stand 31.März haben schon Kurzabeit angemeldet, viele werden die Maßnahmen der Bundesregierung nicht überleben, und Millionen könnten ihren Job verlieren.

So geht das, wenn man das Bad mit dem Kind ausschüttet.

Hans-Jürgen Papier, der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, hat vor schweren Schäden für die Grundrechte gewarnt, sollten die Restriktionen in der Corona-Krise lange andauern.

Welche Stratigie am besten aufgegangen ist, werden wir Ende Juni sehen. Bis dahin, bleiben Sie gesund

Gottfried Böhmer

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01.04.2020 Ein archetypisches Schicksal

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Ich bin mir nicht sicher, ob sich das folgende Buch für die gegenwärtige Zeit von Corona eignet, wo jeder Augenblick der Leichtigkeit zählt, ich empfehle es trotzdem sehr. Es heißt „So ich noch lebe...“ und ist die Niederschrift einer Suche:

Am 07. Juli 1944 wird der Zollbeamte Hugo Paterno - am 19. Dezember 1896 in Bludenz geboren - in München-Stadelheim hingerichtet und wird so eines der vielen Opfer der im Nationalsozialismus so alltäglichen wie willkürlichen und folgenschweren als auch erbarmungslosen Praxis der Denunziation.

Ein archetypisches Schicksal also, das sein Enkel Wolfgang Paterno auf 300 kurzweiligen Seiten erzählt. Auf seiner Odyssee findet er Neid, Rachelust, Missgunst, Gehässigkeit, Wichtigtuerei und alle anderen menschlichen Abgründen, die man sich nur vorstellen kann.

Die gespiegelten Ungerechtigkeiten in „So ich noch lebe...“ machen wütend, am Ende war ich indes froh, es bis dahin gelesen zu haben, weil es dem Autor gelingt, die weißen Flecken und Leerstellen einer Existenz endlich mit Leben und Respekt zu füllen.

Was das Buch nicht ist: eine Abrechnung oder gar historische Abenteuergeschichte, wo ein guter Held gegen die bösen Nazis kämpft und gewinnt.

Was es dagegen sehr wohl zeigt: wie gewöhnlich und gesellschaftlich akzeptiert die Barbarei dieser Epoche war. „So ich noch lebe...“ spielt grenzüberschreitend - Deutschland, Österreich und in der Schweiz - ist im Haymon Verlag (www.haymonverlag.at) erschienen und kostet 24,90 Euro.

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28.03.2020 Boulevardfotografie von 1959 bis 2019

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

„BLICK war dabei - Boulevardfotografie von 1959 bis 2019“ ist der Titel eines wirklich spannenden Fotobands, der jetzt im Steidl Verlag (www.steidl.de) für 58 Euro erschienen ist und mir als ehemaligen BILD-Reporter sehr viel Freude bereitet.

Schließlich ist der Boulevardjournalismus ohne Bilder nicht denkbar und hat bis heute seinen Stellenwert nicht verloren, wenn durchs Fernsehen indes zum Teil leider eingebüßt.

So verwundert es nicht, dass allein das analoge fotografische Erbe von BLICK im Bildarchiv des Ringierverlags in der Schweiz über eineinhalb Millionen Aufnahmen umfaßt.

Am 14. Oktober 1959 fing mit der ersten Ausgabe des Zürcher Blattes alles an, der Name war vom ersten Tag an Programm und machte aus der Zeitung schnell ein polarisierendes Medienereignis.

Ähnlich der BILD-Zeitung, die bereits sieben Jahre lang sehr erfolgreich in Deutschland auf dem Markt war, wollte auch BLICK immer ganz nah am Puls der Zeit, also nahe am Geschehen, am Volk sein und wurde schnell zur meistgelesenen Zeitung des Bergvolkes.

So faßt „BLICK war dabei“ nicht nur 60 Jahre folkloristischen Reportagestil zusammen, sondern zeigt auch 60 Jahre Schweiz, beziehungsweise die Gefühlslage der Menschen dort.

Das Buch ist in sechs Jahrzehnte aufgeteilt, die Fotografien auf 420 Seiten sehr wohl und facettenreich ausgewählt, Bildunterschriften erklären die Zusammenhänge, der Druck ist fabelhaft und rechtfertigt den Preis auf jeden Fall. Das Buch ist nicht nur für Schweiz-Fans ein Muss, sondern für jeden, der noch Lust auf echte Stories hat.

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25.03.2020 Das Mädchen mit der Leica

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Ein wohl geschriebenes Buch nimmt den Leser mit in eine fremde Welt, ohne dass der je die Sicherheit der eigenen vier Wände verlassen muß. „Das Mädchen mit der Leica“ von Helena Janeczek ist so ein Werk und hilft durch isolierte Tage.

Auf 350 unfassbar poetisch verfassten Seiten beschreibt die Autorin aus den Erinnerungen alter Freunde das Leben einer der ersten Kriegsfotografinnen der Welt: Gerda Taro.

1910 in Stuttgart als Gerta Pohorylle geboren, in der Schweiz erzogen, in Leipzig zur flammenden Sozialistin geworden, floh sie vor den Nazis nach Paris und lernte dort den unbekannten Robert Capa kennen, der damals noch schlicht André Friedmann hieß, bis sie ihm diesen coolen Namen verpasste und eine Legende erschuf.

Gemeinsam dokumentierten sie den Spanischen Bürgerkrieg, verkauften ihre Fotos weltweit und wurden schon zu Lebzeiten als Helden gefeiert, bis Gerda Taro 1937 von einem Panzer der Faschisten überrollt wurde. Zehntausende kamen zu ihrer Beerdigung in Paris.

Anschließend wuchs der Mythos Robert Capa ins Unermessliche; Gerda Taro aber wurde vergessen, bis man 2007 einen Koffer mit ihren Negativen in New York fand und anfing zu begreifen, dass sie dem Anschein nach der wirkliche Star war, nicht Capa.

Janeczek zeichnet das Porträt einer leidenschaftlichen Heldin, in die sich jeder Leser mit Herz verlieben muß. Schillernd. Rebellisch. Mutig. Schön. Kühn. Eine Träumerin. Wie aus einem Film, als Hollywood noch schwarz-weiß, dafür aber authentisch war.

Gerda Taros Fotos reflektieren die Hoffnung auf eine bessere Welt, sie sind zeitlos und lebendig zugleich, dank ihrer Leica-Kamera, die sie immer bei sich trug. Wie Robert Capa, der sich nach dem Tod seiner Geliebten zwar immer wieder in Kriege und amouröse Abenteuer stürzte, wohl getränkt in Martinis und Champagner, sich aber seiner eigenen Aussage nie wieder verliebte.

1954 trat er in Vietnam auf eine Landmine  und folgte seiner Lebensliebe in den Fotografenhimmel. „Das Mädchen mit der Leica“, in Italien übrigens ein literarischer Bestseller, ist jetzt im Berlin Verlag erschienen, kostet 22 Euro, hat zahlreiche Fotografien und berührt mich sehr.

Sönke C. Weiss

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