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Reden ist silber...Schreiben ist gold

06.04.2021 Grundrechte keine Gnadenrechte

GFDK - Reden ist Silber

Von Journalismus kann in den Medien von "Welt", "Spiegel", "FAZ", "Süddeutscher", etc keine Rede mehr sein. Die vielen Regierungssprecher in den Medien machen nur noch Stimmung gegen die Corona-Demonstranten von Kassel und Stuttgart, ohne deren berechtigte Anliegen zu berücksichtigen.

Gesicht zeigen

So heißt es dort: "Die „Corona-Demonstranten von Kassel und Stuttgart, waren kein Widerstand, sondern politische Geisterfahrerei". 15.000 Menschen machten sich am Ostersamstag in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg auf den Weg für ihre Freiheit und Gesicht zu zeigen, ohne Maske.

"Den Demonstrierenden sei es nicht um Freiheitsrechte gegangen, sondern darum, die demokratische Grundordnung zu stören" sagt der Baden-Württembergs Gesundheitsminister, und Grünenpolitiker Manne Lucha".

Dabei hatte doch der Aerosolexperten Dr. Gerhard Scheuch in der WELT ein Interview gegeben, in dem er klar macht, dass man sich im Freien nicht anstecken kann, das sei bei dieser Pandemie kaum möglich. Er meint. "Kontaktreduzierung im Außenraum bringt überhaupt nichts. Die Kontaktreduzierung muss in Innenräumen erfolgen.  Ansteckungen im Freien sind einfach bei dieser Pandemie kaum oder überhaupt nicht möglich.

Es ist immer noch so, dass die Ansteckungsgefahr im Freien mindestens um den Faktor 20 geringer ist als in Innenräumen". Selbst die Gesellschaft für Aerosolforschung kommt in einem Positionspapier zur gleichen Auffassung wie Scheuch.

Um es einmal deutlich zu Sagen: Wer mit Maske im freien rumrennt, hat einen an der Klasche. Vorneweg der Lauterbach.

Da müßte man ja nun mal fragen, was die Forderungen nach nächtlichen Ausgangsperren bringen sollen. Aber auch dazu schweigen die medialen Helfershelfer der Corona-Politik in den Medien. "Corona-Demo in Stuttgart: Tausende ohne Masken - SWR Aktuell".

Für unsere Politiker und Medien sind die Demonstranten Rechte, Extremisten, und Corona-Leugner, die man bekämpfen muß. Am liebsten wollen sie die Querdenker«-Demos ganz verbieten. Der Landesvorsitzende  der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer scheint auch ein richtiger Freiheitsheld zu sein, er möchte ein Verbot der Querdenker-Demos, das wäre  mit dem Grundgesetz vereinbar gewesen.

Wer sich nicht an die unsinnigen Corona-Maßnahmen hält, verhält sich asozial und macht sich strafbar, meinte er. Kusterer möchte in die Lage versetzt werden, "konsequent einzuschreiten", am liebsten würde er wohl auf die Demonstranten schießen dürfen. Aber immerhin, die Polizei vor Ort, teilte mit, dass die Demonstranten ja überwiegend friedlich seien.

Gefahr für die öffentliche Ordnung?????

Nicht die Friedfertigkeit der meisten Demonstranten, sondern ihr enges Zusammenstehen ohne Maske ist die "Gefahr für die öffentliche Ordnung", die sehr wohl eine Auflösung gerechtfertigt hätte, schreibt Torsten Krauel, Chefkommentator bei "Welt-Online".

Wie es um die Pressefreiheit bestellt ist, wenn man nicht regelkonform berichtet, kann man daran sehen. Der YouTube Kanal des Journalisten Boris Reitschuster wurde anläßlich einer Live Berichterstattung für 1 Woche gesperrt. Kennt man sonst nur aus totalitären Staaten.

Die einzigen politischen Geisterfahrer sitzen in den Medien und im Reichstag, von der MPK mal ganz zu schweigen. Grundrechte sind keine Gnadenrechte, gewährt von der Regierung für wohlgefälliges Verhalten. Das ist unsere Ansage an die Regierenden. 

Die Querdenken-Bewegung und ihre Mitstreiter werden vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet, was wir sehr lustig finden. Wer das Demonstrationsrecht hintertreibt und pauschal diskreditiert, der sollte vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Und noch eines müssen wir mal loswerden. Auf allen Corona-Demos ging die Gewalt fast immer von den Gegendemonstranten aus, was in den Medien niemals thematisiert wurde. Wer sind die? Was wollen die? Wer organisiert die? Und wer bezahlt sie? Wir sind der Meinung, dass die doch einmal vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollten. PS: Die gefährlichen Corona-Demonstranten könnt ihr euch im angehängten Video anschauen.

Lüge der Woche

„Wieler am 29.1.: Durch Impfen mehr Mutationen. Wieler am 26.3.: Durch Impfen weniger Mutationen“

https://youtu.be/x6IQS9xfxG0

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01.04.2021 Über die Macht von Männern

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Kim Jiyoung ist ein Mädchen, dessen Großeltern sich einen Jungen gewünscht hatten; eine Tochter, deren Vater sie dafür verantwortlich macht, wenn sie belästigt wird; die perfekte Angestellte, die trotzdem nicht befördert wird; eine Ehefrau, die ihren Beruf aufgibt für ein Leben als Hausfrau und Mutter, die sich plötzlich seltsam benimmt.

„Kim Jiyoung, geboren 1982“ ist der literarische Sensationserfolg aus Südkorea. Weltweit millionenfach verkauft, entführt uns ihre Geschichte in das schmerzhaft gewöhnliche Leben einer Frau in Korea, die eine männlich geprägte Feindlichkeit erlebt, wie sie unter Umständen archetypisch ist.

„Kim Jiyoung, geboren 1982“ hat 207 Seiten und ist der erste Roman der Drehbuchautorin Cho Nam-Joo und hoffentlich nicht ihr letzter, denn der Autorin gelingt es mit einer unheimlichen Leichtigkeit, kollektive Erfahrungen, die oftmals im Dunkeln bleiben, greifbar zu machen.

Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch (www.kiwi-verlag.de), kostet „Kim Jiyoung, geboren 1982“ 18 Euro.

Ebenfalls ein Debütroman ist das Buch „Mado“ des Theatermannes Wolfgang Franßen und erzählt eine ebenso beeindruckende Geschichte, wie die der Kim Jiyoung: Mado Kaaris ist inmitten von Gewalt aufgewachsen und flieht nach Paris, wo sie ein neues Leben erhofft.

Nachdem sie ihren Freund, der sie aus Eifersucht einsperrt, erschlägt und wieder zurück in die Bretagne kehrt, um dort unterzutauchen, gerät sie erneut in ein Strudel von männlicher Vorherrschaft und Macht und beschließt, sich dagegen ein für allemal zu wehren.

Sie will nicht länger in einer Welt leben, in der Männer vorgeben, wie eine Frau zu sein hat.

Dass der Autor vom Theater kommt, spürt man bei jeder Seite seiner Geschichte, da diese von visueller Kraft nur so strotzt, den Leser immer im Auge behält, ohne dabei die Authentizität der Protagonistin zu verlieren.

„Mado“ hat 372 unheimlich wuchtige Seiten, kostet 22 Euro und ist im EuropaVerlag (www.europa-verlag.com) erschienen. Beide hier vorgestellten Roman gehören meiner Überzeugung nach zu den Highlights des literarischen Frühlings.

Sönke C. Weiss

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31.03.2021 „Sapeur“ und „Sapeuse“

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Tagsüber arbeiten sie als Taxifahrer, Schneider oder Gärtner, doch wenn der Job erledigt ist, verwandeln sie sich in lässig-elegante Dandys.

„Sapeurs - Ladies and Gentlemen of the Congo“ ist ein Fotobuch des Londoner Fotografen Tariq Zaidi, an dem er über drei Jahre lang in den kongolesischen Metropolen Kinshasa und Brazzaville gearbeitet hat.

Es geht um die subkulturelle Modebewegung der „Stimmungsmacher und eleganten Menschen“, La Sape, Société des Ambianceurs et des Personnes Èlégantes.

Ihre Anhänger nennen sich „Sapeur“ und „Sapeuse“, auffällig gekleidete Männer und Frauen in einem deutlichen Gegensatz zu ihrem Umfeld. Und wenn sie durch die Straßen stolzieren, werden diese zu ihrer Bühne und sie wie Rockstars bejubelt.

Ja, sie wollen auffallen, Leichtigkeit und Schönheit in den Alltag bringen. „Weiße haben die Kleidung erfunden, aber wir machen Kunst daraus,“ sagte Papa Wemba, 1949 - 2016, kongolesischer Musiker und Stilikone der Sapeur-Bewegung, die Tariq Zaidi so wirklich einzigartig dokumentiert hat „Sapeur“ und „Sapeuse“ tragen Dolce & Gabbana, Versace Gucci und Pierre Cardin, sparen oftmals jahrelang auf ein Kleidungsstück, das sie dann mit Stolz und Würde in 40 Grad Hitze präsentieren.

Ein Gesamtoutfit kann schon mal 2.000 Euro oder mehr kosten, eine enorme Summe, bedenkt man, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen bei etwa 750 Euro liegt.

Aus meiner eigenen Erfahrung durch meine Reisen in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) kann ich bestätigen, dass Kongolesen stolz auf ihr Aussehen sind und es zelebrieren, wann immer sie können.

Die „Sapeur“ und „Sapeuse“ würden sich lieber gut anziehen als gut essen. Denn sie sind Berühmtheiten geworden.

Sie bringen Hoffnung und Lebensfreude in Gemeinschaften, die von jahrelanger Gewalt und Konflikten heimgesucht wurden. Die meisten Menschen in der DRC und im benachbarten Republik Kongo leben in Armut.

Die Bewegung „La Sape“ möchte mehr als nur Menschen helfen, ihre Probleme zu vergessen. Es ist eine subtile Form des sozialen Aktivismus geworden.

Eine Möglichkeit, den Spieß umzudrehen und die wirtschaftlichen Bedingungen, unter denen die Bevölkerung lebt, zu rebellieren. „Sapeurs - Ladies and Gentlemen of the Congo“, verlegt im Kehrer Verlag (www.kehrerverlag.com), ist von daher nicht nur ein wunderschönes, sondern auch ein politisches Buch, das ich uneingeschränkt empfehle. Es hat 176 Seiten mit 121 Farbabbildungen und kostet 35 Euro. 

Sönke C. Weiss

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31.03.2021 teilanonymisierte Handydaten

GFDK - Reden ist Silber

Als wirksames Mittel schlägt Karl Lauterbach erneut Ausgangsbeschränkungen ab 20 Uhr vor, sagte er der "Zeit" im Interview. Aber es kommt noch besser.

„Wir sehen anhand von teilanonymisierten Handydaten, dass viele Leute abends ins Taxi oder in ihre Autos steigen, durch die Städte fahren.

Und dann sieht man für ein paar Stunden Handys in Wohnungen zusammen, die man normalerweise nicht zusammen sieht.

Die bleiben für ein paar Stunden und fahren wieder zurück“, erläutert er das Problem. Restaurantbesitzer berichteten, sie brächten jeden Abend Speisen für bis zu acht Leute in kleine Wohnungen.

„Die (Menschen) gehen zu Freunden, entkorken vielleicht die eine oder andere Weinflasche, essen zusammen.“

So so, Herr Lauterbach, Sie wollen also wissen, wer sich mit seinen Freunden trifft, und was die sogar trinken. Und Handys in Wohnungen können Sie auch schon mitzählen. Und was heißt "teilanonymisierte Handydaten" Da läßt doch die Stasi grüssen. Aber wir sagen mal so: Solange der Lauterbach nicht unsere Schuhgröße und unser Autokennzeichen kennt, kann der uns den Buckel runterrutschen, mitsamt der Merkel. Obwohl dem Lauterbach ist alles zuzutrauen.

Dass die deutschen Gerichte, nicht den Bürger schützen, sondern nur Handlager der Regierenden sind, zeigt dieses Urteil vom 1. April 2021. Das Hamburger Oberverwaltungsgericht erklärt eine Maskenpflicht für Jogger an Elbe und Alster für angemessen. 

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.

Das Gericht geht in seiner Entscheidung davon aus, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus auch im Freien möglich ist. Aha, die Richter sind anscheinend zu Virologen mutiert.

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23.03.2021 Freiheitsbedrohung in Deutschland

GFDK - Reden ist Silber

Vor rund zehn Jahren am 13.Mai 2011 hielt der damalige Chef der Liberalen Guido Westerwelle, eine Rede zur Freiheit, in der er sich nicht den politischen Gegner, sondern die Bürger vorknöpfte.

Es war die bewegendste und die leidenschaftlichste Rede seiner Karriere, die in der heutigen Situation nichts von ihrer Aktualität verloren hat: Das dumme ist nur, die Bürger deutschlands haben ihre Freiheit aufgegeben. Das Video seiner Rede, unten angehängt, sollte man sich unbedingt ansehen, und einmal darüber nachdenken.

"Die Freiheitsbedrohung in Deutschland kommt nicht mit Gewalt und laut daher, sondern sie kommt leise. Sie kommt mit allerlei Begründungen, mit oftmals auch gut gemeinten Begründungen.“     

"Und Freiheit stirbt nicht durch Politiker, stirbt nicht dadurch, dass man Bürgerrechte und Freiheitsrechte von Politik wegen einschränken will, sondern es wird dann gefährlich für die Freiheit, wenn die Bürgerinnen und Bürger ihr eigenes Immunsystem vergessen, das sie wappnen muss gegen jede Freiheitsbedrohung.“     

"Wir wollen ein Volk von selbstbewussten Staatsbürgern sein und nicht von Untertanen. Bürgerrechte zu verteidigen, das ist eine heilige Aufgabe zu allen Zeiten. In der Vergangenheit und auch in Zukunft.“

Neues aus dem Corona-Führer-Bunker

Merkel und die Landeschefs wollen im Kampf gegen Corona schalten und walten, wie es ihnen beliebt. Stufenpläne und andere Vorfestlegungen sind ihnen ein Gräuel. Ostern auch.

Der Bürger wird mit einer dürren Zahl abgespeist, die virologisch ohne Belang ist, schrieb Olaf Gersemann Ressortleiter Wirtschaft, Finanzen, Immobilien von "Welt-Online" Er meinte auch:  Die Ziele werden absichtlich verschoben – damit es schwerer wird.

Im Vorfeld hatte Gabor Steingart in seinem Mornig-Briefing schon geschrieben:befeuert vom Schattenkabinett der Virologen will Angela Merkel heute die Verlängerung des Lockdowns durchsetzen – Geschäftsschließungen, Kontaktverbote, Reisebeschränkungen und womöglich auch nächtliche Ausgangssperren. Schluss mit den Jo-Jo-Effekten. Durchziehen, jetzt! Angela Merkel denkt, was die Hardliner sagen. Oder ist es umgekehrt?

Fest steht, dass die Puritaner unter den Experten für staatliche Härte und autoritäre Strenge plädieren und die Idee von Eigenverantwortung und politischem Interessenausgleich in Zeiten der Pandemie nicht sonderlich goutieren.

Fazit: Im Bundeskanzleramt regiert der virologische Imperativ. Man könnte meinen, das Virus hat nicht nur die Atemwege, sondern auch die Denkapparate der Regierung befallen. Dass die Zustimmung der Bevölkerung bröckelt, ist kein Wunder. Ein Wunder ist es, dass sie so lange hielt.

Weidel nannte den Bund-Länder-Gipfel eine „Kungelrunde“

 „Das unwürdige Schauspiel geht in die nächste Runde“, sagt Fraktionschefin Alice Weidel als erste Rednerin der Opposition nach Merkels Regierungserklärung im Bundestag am 11. Februar 2021. Eine „Kungelrunde“ habe erneut massive Eingriffe im Leben der Menschen beschlossen.

Die Regierung setze auf die Methode von „Einsperrung und Dichtmachung“ und springe mit den Bürgern um „wie mit Untertanen“. Weidel wies auf die volkswirtschaftlichen Schäden des Lockdowns hin: „Die Kollateralschäden wachsen ins Unermessliche“, sagte sie – und fügte an die Regierung gerichtet hinzu: „Wollen Sie Deutschland auf den Stand eines Entwicklungslands bringen?“

FDP-Vizechef Kubicki wirft Merkel und Ministerpräsidenten „offenen Rechtsbruch“ vor „Es ist gestern keine Öffnungs-, sondern eine Schließungsstrategie verabschiedet worden“

Diesen Kommentar haben wir heute auf "Welt-Online" zu den am 23.03.2021 beschlossenen Corona-Maßnahmen von Angela Merkel gefunden.

"Das Licht am Ende des Tunnels ist nicht die Hoffnung auf Besserung sondern Grün-Rot-Rot!
Da geht 's nicht mehr voran sondern wieder rückwärts.

Da kommen noch mehr Verbote, noch mehr Gängelung, noch mehr Einschränkungen der Grundrechte, noch mehr Gehirnwäsche, noch mehr und höhere Steuern, noch mehr Obrigkeit aber dafür weniger Freiheit! Das Grundgesetzt wird der neuen Ideologie angepasst und alles ist gut. Ob der deutsche Michel das bis zur Wahl im Kurzzeitgedächnis behält ist jedoch fraglich."

Nur Lauterbach jubelt

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die geplante Osterruhe für dringend nötig, hätte sie sich aber noch härter und mit Ausgangssperre gewünscht. „Wir brauchen noch einmal einen Lockdown-Beschluss, den haben wir ja jetzt auch gefasst, ich hoffe, er wirkt ausreichend, ich hätte ihn früher gefasst und auch härter“, sagte Lauterbach im WDR. 

Katarina Witt, glaubt sie wäre in der DDR

 „Die Ähnlichkeit ist verblüffend, was man im Namen "zum Wohle des Volkes" so kollektiv, früher im Sozialismus und gegenwärtig im Kapitalismus, in so kleinem Kreise einfach durchsetzten kann“, schrieb Katarina Witt auf ihrer Facebook-Seite. „Ich mag es gar nicht aussprechen, aber ein kleines Teufelchen auf meiner Schulter flüstert mir fast schelmisch ins Ohr – ‚Willkommen zurück in der DDR‘.“

„Natürlich will ich nicht die DDR zurück. Aber wir leben seit 30 Jahren in einem Rechtsstaat und erleben seit einem Jahr, dass wir gesagt bekommen, was wir zu tun und zu lassen haben“, sagte Katarina Witt am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Und die, die uns das sagen, kriegen ihren eigenen Job nicht auf die Reihe.“

Katarina Witt betont in ihrem Facebook-Beitrag: Das „lebensgefährliche Virus ist da, und es gilt, Menschen zu beschützen!“ Inzwischen gebe es aber „sichere Öffnungskonzepte, die ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben, wenn auch eingeschränkt, zulassen würden“.

Ganz Deutschland, so Katarina Witt, verspüre nun „einen Hauch“ davon, wie es sei, „von einer Handvoll Regierungsmitgliedern bestimmt, gelenkt und beeinflusst zu werden“. Vielleicht könne diese Erfahrung auch dazu führen, „dass wir ehemaligen DDR-Bürger uns nicht mehr erklären und verteidigen müssen“.

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22.03.2021 Beutekunst aus Afrika

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Beutekunst sind Kulturgüter, die sich jemand in einem Krieg oder konfliktähnlichen Zustand widerrechtlich aneignet. Kunstraub also. Afrikas Bemühungen um seine in der Kolonialzeit nach Europa verschleppte Kunst sind keineswegs neu.

Schon bald nach 1960, als 18 ehemalige Kolonien die Unabhängigkeit erlangten, wurde von afrikanischen Intellektuellen eine ungeheure Dynamik in Gang gesetzt, die auch Bénédicte Savoys neues Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst“ reflektiert:

Der Kontinent kämpfte um seine Kunst, fand viele Befürworter, doch schlußendlich war der Kampf nicht nur vergebens, sondern ist so gut wie vergessen.

Auf Grundlage von zahlreichen bislang unbekannten Quellen aus Europa und Afrika erzählt die Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris die Geschichte einer verpassten Chance, einer Niederlage, die heute mit umso größerer Wucht auf uns zurückschlägt.

Denn statt auf postkoloniale Solidarität zu bauen, sorgten zahlreiche Akteure dafür, dass die faire Rückgabe von Kulturgütern bis dato meist traurig scheiterte, was in der Tat erneut kein Ruhmesblatt für Europa ist.

Wer sich für Kunst interessiert, insbesondere die versteckten Interessen des internationale Kunstmarktes, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Bénédicte Savoy ist eine der ehrlichsten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kunst in westlichen Sammlungen.

„Afrikas Kampf um seine Kunst“ ist bei C.H. Beck (www.chbeck.de) erschienen, hat 256 Seiten und kostet 24 Euro.

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20.03.2021 me and white supremacy

GFDK - Reden ist Silber - W&V Sönke C. Weiss

Weiße Überlegenheit ist eine rassistische Ideologie, die davon ausgeht, dass Menschen mit weißer Hautfarbe Menschen mit anderer Hautfarbe in vielerlei Hinsicht überlegen sind und deshalb über diese herrschen sollten.

Weiße Überlegenheit ist ein internationales Problem, zeitlos und kulturübergreifend. In den zurückliegenden Jahren haben wir immer wieder über neue Bücher berichtet, die dieses Thema behandeln.

Mit „me and white supremacy - Warum kritisches Weißsein mit dir selbst anfängt“ der britischen Social-Media-Aktivistin, Autorin und Dozentin Layla F. Saad setzten wir diese lose Folge auch 2021 fort.

Sind wir alle unbewußt rassistisch? Ja, meint Saad und geht dieser Frage in ihrem Buch nach. Mit einem 28-tägigen Anti-Rassismus-Programm fordert sie uns auf, unsere (mutmaßlichen) rassistischen Verhaltensweisen und Denkmuster aktiv zu entleeren.

Unbequeme Fragen sollen dabei helfen, unseren eigenen (weißen) Privilegien kritisch zu reflektieren.

Man kann seine Hautfarbe nicht aussuchen, aber man kann aktiv entscheiden, wie man sich damit verhält“, schreibt die Autorin und ist davon überzeugt, dass wer ihr Buch vollendet, sein Leben und die Welt zum Besseren verändern wird.

Das wäre sehr schön. Sicher aber gibt uns Saad einen Leitfaden an die Hand, eine Art Kompass, mit dem sich etwas gegen die gefährliche Dynamik namens Rassismus tun läßt.

Mein Ratschlag: Das Buch im Freundeskreis durcharbeiten. Es könnte ein wahrer Augenöffner sein. „me and white supremacy - Ich und die weiße Vormachtstellung.

Warum kritisches Weißsein mit dir selbst anfängt“ ist der internationale Bestseller zu Saads erfolgreichen Instagram-Challenge #meandwhitesupremacy, kommt aus dem Penguin Verlag (www.penguin-verlag.de) und kostet 14 Euro. 

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19.03.2021 Fotokunst aus Amerika

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

„Off Worlds“ ist ein ausgesprochen eindrucksvoller Fotoband, der jetzt im Dortmunder Verlag Kettler (www.verlag-kettler.de) erschienen ist.

Auf 48 großformatigen Seiten nehmen uns die Fotokünstler Louise Amelie und Aljaz Fuis mit in die amerikanische Seele und lassen uns in die Randgebiete der US-Gesellschaft blicken.

Es sind nicht die oftmals typischen Bilder der West- und Ostküste, die man so häufig präsentiert bekommt, sondern Empfindungen aus dem Herzen der Vereinigten Staaten, wo das „periphere Gefühl von Abgeschiedenheit“ auch das Weltbild der Menschen spiegelt:

Stolz und Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit. Ich habe selbst sechs Jahre lang in den US-Bundesstaaten Indiana und Texas gelebt, wohin es kaum Europäer verschlägt.

Umso mehr begeistert mich „Off Worlds“, da es ein Leben zeigt, das schon beinahe archetypisch für die USA ist. Es geht um die gesellschaftsferne Weite des Menschen, wie ich sie nur in den USA habe kennenlernen dürfen.

Genau das haben die Fotokünstler zwischen 2017 und 2020 eingefangen. Die Portraits wie Landschafts- und Architekturaufnahmen ergeben ein Gesamtbild, in dem man sich nicht nur verlieren kann, sondern auch wieder Raum zum Atmen findet. „Off World“ kostet 38 Euro und ist in der Tat eine Perle der Fotokunst. 

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14.03.2021 Geschichte und Kultur

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Jeder, der sich für China interessiert, wird bemerkt haben, dass jedes Jahr mehr Bücher über dieses Land veröffentlicht werden. Die meisten von ihnen befassen sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen, aber auch Geschichte und Kultur erhalten langsam ihren angemessenen Anteil an Aufmerksamkeit.

„About Us - Young Photography in China“ ist ein neuer wie wunderbarer Fotoband aus dem Münchner Hirmer Verlag (www.hirmerverlag.de), der dem Betrachter einen einzigartigen Blick in die Welt der modernen chinesischen Fotokunst gewährt.

Zusammengestellt von den Kuratorinnen Eva-Maria Fahrner-Tutsek und Petra Giloy-Hirtz, erzählen die 40 vorgestellten Fotokünstler*Innen in 220 Arbeiten über ihre Lebensformen und Mentalität angesichts eines rapiden gesellschaftlichen Wandels in der Volksrepublik zwischen Coolness und Konfusion, Metropolen und ländlicher Peripherien, Natur und Zementbauten.

Auf der Suche nach ihrer Identität erkunden sie das Medium der Fotografie und geben uns Einblick in die individuellen Gefühls- und Erfahrungswelten ihrer Generation als - eben - Fotografen.

Sie sprechen oder schreiben nicht über ihr Land; vielmehr sehen sie es mit ihren Augen durch eine Kamera. Ihre visuelle Sprache ist unkompliziert.

Sie enthüllt ihre persönlichen Ansichten. Diese Künstler suchen nach ihrem Geburtsort, nach ihrer Heimat und finden dabei Freunde ihres Alters in ähnlichen oder inszenierten Lebenssituationen. Grandios! „About Us - Young Photography in China“ kostet 39,90 Euro. 

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13.03.2021 Die südafrikanische Fotokünstlerin

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Vielfach als eine der „versiertesten und am meisten unterschätzten Fotografinnen ihrer Zeit“ beschrieben, präsentiert der Steidl Verlag (www.steidl.de) gemeinsam mit der Walther Collection (www.walthercollection.com) aus Neu-Ulm, die sich insbesondere afrikanischen Fotograf*Innen widmet, das erste Buch, das die südafrikanische Fotokünstlerin umfassend und in Gänze darstellt.

„Jo Ractliffe: Photographs 1980s - now“ umfasst 456 Seiten mit 291 Abbildungen und enthält darüber hinaus zahlreiche überaus aufschlußreiche Texte wie Gespräche mit der Fotografin.

„In Ractliffes Werk bedeutet ‚Sehen‘ - insbesondere im besonders schwierigen Fall Südafrikas, wo die Dinge trotz des Anscheins einer moralischen Klarheit weitaus undurchsichtiger sind, als sie oft dargestellt werden.

Über das hinauszugehen, als was sich das Bild ausgibt“, schreibt der 2019 verstorbene nigerianische Kurator, Autor und Hochschullehrer Okwui Enwezor, der von 2011 bis 2018 Direktor des Hauses der Kunst in München war.

So enthält das Buch künstlerische Arbeiten der frühen 80er Jahre, vornehmlich Landschaften, wendet sich dann Angola zu, beziehungsweise den Nachwirkungen des dortigen Krieges, der von 1975 bis 2002 andauerte. Grundsätzlich stellt sich Ractliffe immer die gleiche Frage:

Wie verhält sich die geistige Mentalität der Menschen in Bezug auf die Landschaft und was hinterläßt Gewalt? Apartheid in Südafrika und der Krieg in Angola eben.

„Jo Ractliffe: Photographs 1980s - now“ kostet 95 Euro und ist eine faszinierende Zeitreise durch die Augen einer Künstlerin, die zwar menschenscheu zu sein scheint, aber das Prinzip Mensch immer wieder im Fokus hat, selbst wenn sie sich selbst davon distanziert. 

Sönke C. Weiss

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