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15.12.2021 Der Fotograf und Filmemacher Alberto Venzago

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

„Taking Pictures - Making Pictures“: Virtuos pendelt der Zürcher Fotograf Alberto Venzago mit seiner Kamera zwischen Reportage und Werbung, zwischen Dokumentation und Inszenierung.

Mit packenden Fotoessays und Filmen dokumentiert er kritisch das Weltgeschehen und erzählt bewegende Geschichten: vom Zürcher Platzspitz über den Voodoo-Kult Benins bis zur Kinderprostitution in Manila.

Als concerned photographer scheut Venzago keinen Schauplatz – weder das organisierte Verbrechen der Yakuza in Japan, noch die langjährige Revolution im Iran.

Gegenpol zu den Reportagen bilden seine durchkomponierten und konstruierten Bildwelten, die internationalen Brands als Werbekampagnen dienen oder weltbekannte Stars schillernd in Szene setzen.

Venzagos erste Museumsausstellung überhaupt ist eine opulente Retrospektive seines Werks als Fotograf und Filmemacher im Museum für Gestaltung (www.museum-gestaltung.ch) in Zürich, die noch bis zum 2. Januar 2022 zu sehen ist.

Komplimentiert wird sie durch einen faszinierenden Katalog, den das Haus Steidl (www.steidl.de) in Zusammenarbeit mit Diogenes (www.diogenes.ch) herausgebracht hat.

Von Porträts von Andy Warhol, Jean-Luc Godard und Penélope Cruz bis zu einer Voodoo-Zeremonie in Benin, von Szenen im Pentagon bis zu Ureinwohnern in den Regenwäldern von Sarawak, von Geishas in Tokio bis zu einem einsamen Eisberg in der Antarktis – Alberto Venzago hat scheinbar die halbe Welt vor seiner Leica.

Dieser autodidaktische Fotograf (ganz zu schweigen vom Filmemacher) hat den Globus öfter bereist, als er sich erinnern kann, immer auf der Suche nach dem nächsten unvergesslichen Moment.

„Taking Pictures - Making Pictures“ präsentiert fast 200 Bilder – viele davon bisher unveröffentlicht – ausgewählt aus den Tausenden, die Venzago in den letzten Jahrzehnten angefertigt hat, und zeigt seine kluge Fähigkeit, die Menschen, die er fotografiert, in Schauspieler zu verwandeln, die vor seinem Objektiv auftreten.

Das vielleicht beste Beispiel für Venzagos seltenes Talent sind seine Bilder der Yakuza-Bande in Tokio, eines der mächtigsten Verbrechersyndikate der Welt.

Das Ergebnis von fünf Jahren Beharrlichkeit seinerseits, nicht geringer Ausstrahlung und (in Wim Wenders Worten) seinem „optimistisch funkelnden Lachen“,

Venzagos Bilder dieser geheimen Welt sind private Silvesterfeiern, das Büro von Yakuza-Chef Masahiro Furushio und sogar der Hand eines Gangmitglieds fehlt eine Fingerspitze (eine übliche Geste, um um Verzeihung oder ausdrückliche Unterwerfung zu bitten).

Unabhängig von seinen Themen, von den Unterdrückten und Ausgebeuteten bis hin zu den Reichen und Schönen, beweist dieses umfassende Buch Venzagos Anspruch „Mein Atelier ist die Welt“. 45 Euro. 

Sönke C. Weiss

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09.12.2021 Ganz großes Kino

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Bernhard Schlinks neuer Roman „Die Enkelin“ ist eine Geschichte über die deutsch-deutsche Vergangenheit und die deutsche Gegenwart eines vermeintlich vereinigten Landes, voller Trauer und Hoffnung:

Im Sommer 1964 verlieben sich eine Studentin aus dem Osten und ein Student aus dem Westen ineinander. Er verhilft ihr zur Flucht, aber erst nach ihrem Tod entdeckt der heute Siebzigjährige, was sie ihm ein Leben lang verschwiegen hat, die gemeinsame Tochter nämlich.

Die Suche nach ihr wird zu einer narbenvollen Reise, bis er sie und auch seine Enkelin in einer völkischen Gemeinschaft in der Provinz findet. Ihre Welt ist ihm fremd.

Für die beiden Frauen wirkt der Vater und Großvater wie von einem anderen Stern. Was können sie sich voneinander erhoffen? „Der Vorleser“ hat Schlink 1995 weltberühmt gemacht, auch sein jüngstes Werk ruft förmlich nach einer Verfilmung.

Ganz großes Kino. Diogenes (www.diogenes.ch), 367 Seiten, 25 Euro.

Wie ein kleiner Art-House-Film hingegen wirkt Èdouard Louis’ Buch „Die Freiheit einer Frau“, in dem er auf knapp 100 Seiten schonungslos wie liebevoll von seiner Mutter berichtet, für die er sich als Kind und Jugendlicher schämte.

Sie hatte keine Bildung, einen Mann, der soff, zu viel Gewalt beherrschte den Alltag.

Nach Jahren ohne Kontakt treffen sich Sohn und Mutter irgendwann in einem Pariser Café, Louis erkennt seine Mutter fast nicht wieder, wie durch eine Metamorphose scheint aus ihr eine ganz andere Frau geworden zu sein, befreit und glücklich.

Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel ins Deutsche übersetzt, ist „Die Freiheit einer Frau“ voller Zärtlichkeit und Hingabe geschrieben und vielleicht sogar eine Hommage an alle Mütter, deren Kinder irgendwie in der Realität verloren gegangen sind.

S. Fischer (www.fischerverlage.de), 17 Euro. 

Sönke C. Weiss

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07.12.2021 Mit mediale Dauerpräsenz zum Gesundheitsminister

GFDK - Reden ist Silber

Minister dank Anne Will,  Maybrit Illner, Markus Lanz und Hart aber fair. In Deutschland ist alles möglich. Mit mediale Dauerpräsenz zum  Gesundheitsminister. Jetzt ist zu unserem Unglück das passiert, vor dem uns seine Ex-Ehefrau immer gewarnt hat. 

So forderte sie 2013 in "BUNTE": "Hoffentlich wird er nicht Minister!" Die Wissenschaftlerin und Ärztin Angela Spelsberg wußte immer schon genau, dass er ein Schaumschläger ist. Wer kennt einen Mann besser als seine Ehefrau, wohl niemand.

"Ich würde es für besser erachten, wenn Herr Lauterbach das Amt nicht bekäme. Er würde der großen Verantwortung nicht gerecht werden", sagte seine Ex-Ehefrau über ihn, und nun haben wir den Salat, dank der Medien.

In der Tat, es gibt nicht wenige Medien und Medienmacher, die sich zum Team Lauterbach zählen, schreibt Welt-Online.

Kann man sich ein Ministeramt durch häufige Teilnahme an Talkshows erarbeiten? Das Beispiel Karl Lauterbach legt zumindest nahe, dass man kann. Zwischen Januar 2020 und Juli 2021 war der designierte Gesundheitsminister in 22 Sendungen von „Anne Will“, „Maybrit Illner“ und „Hart aber fair“. Da noch gar nicht mitgezählt sind die Einladungen, die der SPD-Politiker von der ZDF-Show „Markus Lanz“ angenommen hat – allein 2020 waren das stattliche 17, in diesem Jahr muss noch ausgezählt werden.

Und wir sagen, gute Nacht Deutschland

Tötet Lauterbach und Corona? und wie

Wohin Lauterbach und Konsorten die Menschen hintreibt kann man im Fall der fünf Toten in Brandenburg sehen. Der Familienvater hatte laut Abschiedsbrief Angst vor seiner Verhaftung, und das man ihm und seiner Frau die Kinder wegnimmt.

Der 40-Jährige hatte dem Brief zufolge ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen. Ihr Arbeitgeber habe dies erfahren. Nun hatte das Paar Angst vor der Verhaftung und dem Verlust der Kinder, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Den Medien war das nicht mehr als eine Randnotiz wert. Diese Geschichte, wie eine ganze Familie aus Angst vor den Corona-Schergen in den Tod getrieben wird, will man nicht an die große Glocke hängen.

Man muß sich das einmal vorstellen, da geht ein Familievater vor lauter Panik hin, und tötet aus Angst vor den Corona-Schergen seine ganze Familie. Fragt euch einmal, in was für einem Land ihr lebt.

Karl Lauterbach bei „ANNE WILL“ am 5. Dezember 2021
Das sind Menschen, die diese Achtung nicht verdienen, definitiv nicht“, lautete sein unmissverständliches Urteil, über die Impfgegner.

Auch Söder wünschte sich den Gesundheitsminister Lauterbach.

Der Nürnberger Kodex! besagt, dass bei medizinischen Versuchen an Menschen „die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson unbedingt erforderlich (ist). Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können“. Auch darauf legt Karl Lauterbach wohl wenig wert.

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07.12.2021 Stefan Heyms Kriegsroman von 1944

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Zwei ganz außergewöhnliche Afrika-Romane stelle ich heute mit großer Freude vor. Zum einen Stefan Heyms Kriegsroman von 1944 mit dem Titel „Flammender Frieden“, der jetzt zum ersten Mal überhaupt in deutscher Sprache zum 20. Todestag des Autoren erschienen ist.

(Heym, geboren 1913 in Chemnitz, emigrierte als Hitler an die Macht kam und kehrte erst in den 50er Jahren aus den USA in seine Heimat zurück.) „Flammender Frieden“ ist ein mitreißender wie politisch tiefgründiger Roman voller Intrigen und Verrat, der 1942 in Algerien spielt, als die Amerikaner in Algier landen und die deutschen Wehrmacht anfängt zu zerfallen.

Amerikaner, Franzosen und Deutsche kämpfen fortan um Macht, Geld und jeden Quadratmeter.

Aber was ist mit den Algeriern selbst? Wie weit darf man überhaupt gehen, wenn es um Demokratie geht? Heym, der selbst als GI im Krieg war, hat einen moralisierenden Kriegsroman geschrieben, bei dem selbst ein Hemingway kapitulieren würde.

C. Bertelsmann (www.cbertelsmann.de), knapp 500 Seiten, 24 Euro.

Ebenso feinsinnig und lebendig ist der Roman „Das verlorene Paradies“ des auf Sansibar geborenen Abdulrazak Gurnah, der 2021 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Es geht um den zwölfjährigen Yusuf in einer Welt des Übergangs.

Die Kolonialisierung der Europäer hinterläßt in seiner ostafrikanischen Heimat immer mehr Spuren, das alte Leben verschwindet und somit auch Yusufs Traum von einer heilen Welt.

Gurnahs Geschichte zeigt, was der Verlust der Unschuld nicht nur für jeden einzelnen Menschen bedeutet, sondern auch für eine ganze Generation von Menschen und deren Nachfahren.

Ein grandioses Werk, erschienen bei Penguin (www.penguin-verlag.de), um die 330 Seiten, 25 Euro. 

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01.12.2021 Ein Experiment, das funktioniert

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Eines vorweg, ich bin kein Musikkritiker und erhebe auch nicht den Anspruch, einer zu werden. Entweder berührt mich ein Künstler mit seiner Musik oder eben nicht.

Richard Melville Hall, eher bekannt als Moby, ja, einer seiner Vorfahren hat das Meisterwerk Moby Dick geschrieben, sein Opa, glaube ich mich zu erinnern, tut dies seit seinem Durchbruch mit dem Hit „Go“ aus dem Jahre 1991.

30 Jahre ist das her und Moby scheint nicht mehr so en vogue zu sein. (Er ist ja auch schon 55.) Das ist wirklich schade. Denn seine Musik ist in der Tat zeitlos.

Mit dem Label Deutsche Grammophon (www.deutschegrammophon.com), das Label schlechthin für klassische Musik seit 1898, hat er jüngst das Album „Reprise“ veröffentlicht, das einerseits ein Rückblick auf seine klassische Ausbildung ist, gleichzeitig seine Dance-Club-Karriere in elektronischer Musik spiegelt, nur dass er dieses Mal durch das Budapest Art Orchestra sowie vielen Gästen unterstützt wird und nicht vom Computer.

Ein Experiment, das funktioniert.

Die 14 Stücke, „Why Does My Heart Feel So Bad“ und „Extreme Ways“, durch die Jason-Bourne-Filme weltbekannt geworden, gehören wie ein wohl komponiertes Drama zusammen, obwohl sie zeitlich voneinander entstanden sind.

Aber schreibt ein wirklicher Künstler eigentlich nicht immer das gleiche Lied, schreibt das gleiche Gedicht, malt das gleiche Bild, nur eben immer wieder anders?

„Reprise“ ist für mich persönlich das Album des Jahres und ich hoffe, dass die Deutsche Grammophon weitere Projekte dieser Art macht.

Ein persönliches Essay des Künstlers Moby rundet die Scheibe sozusagen ab und macht sie darüber hinaus literarisch wertvoll.

Der Preis fängt bei 12,99 Euro für die einfache CD an, die Limited Deluxe Edition kostet 27,99 Euro.

Sönke C. Weiss

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29.11.2021 Grundlagen, Diagnosen und Therapievorschläge

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Ist „Alzheimer“ eigentlich eine Krankheit? Oder doch nur eine Alterserscheinung, von der jeder irgendwann betroffen wäre, würde er nur alt genug?

Demenz, der Verlust vorher vorhandener geistiger Fähigkeiten mit der Folge, dass die Bewältigung des Alltags nicht mehr wie gewohnt gelingt, ist jedenfalls keineswegs gleichbedeutend mit einer irreversiblen Alzheimer-Erkrankung.

In seinem neuen Buch „Alzheimer und Demenz“ zeigt Prof. Dr. Hans Förstl - Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie an der TU München - Grundlagen, Diagnosen und Therapievorschläge auf, weil er die Verantwortung für Alzheimer und/oder Demenz weder dem Staat noch der Medizin oder gar der Pharmaindustrie abgeben will:

„Auch wenn die Voraussetzungen nicht gleich und gerecht verteilt sind, kann jeder Einzelne die Chancen und Risiken für ein langes und gesundes Leben beeinflussen.“

„Alzheimer und Demenz“, erschienen bei C.H. Beck (www.chbeck.de), ist leicht verständlich und geht darüber hinaus auch auf neue Versuche ein, nicht allein Symptome zu kurieren, sondern die Probleme von der Wurzel her ursächlich zu behandeln.

Ein ganz neuer Ansatz eben. 128 Seiten. 9,95 Euro. 

Sönke C. Weiss

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29.11.2021 keine Verschwörungstheorien

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Das hier sind keine Corona-Verschwörungstheorien, sondern Verschwörungsfakten. Nur einen einzigen Tag nachdem Südafrika meldete, dass es eine neue Covid-Variante gibt, sollen in Deutschland zwei Infektionen mit der Omikron-Variante entdeckt worden sein – ebenso wie in Großbritannien und Belgien, den Niederlandern und weiteren Staaten. Na, das ging ja schnell. 

In München sind die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Ja, genau im Corona-Söder-Land, der ja täglich nach weiteren Einschränkungen der Bevölkerung ruft. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, also einen Tag bevor Südafrika die neue Variante mitteilte. 

Und schon meldet sich der Schreihals aus Bayern zu Wort. „Müssen das ganze Land noch stärker herunterfahren“ Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert nun drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Dem kommt das neue Virus wohl wie gerufen.

Die Virologin Sandra Ciesek habe in dem Fall des Reiserückkehrers aus Südafrika mehrere typische Merkmale der Virusvariante ermittelt. Hier muß es sich um einen Quantensprung der Wissenschaft handeln, wenn nur nach einem Tag ein Virus analysiert werden kann, von dem man zuvor nichts wusste.

Die Virologin und totale Impf-Befürworterin Sandra Ciesek hatte im April schon kritisiert, dass das Risiko von Nebenwirkungen durch eine Impfung in Deutschland überbewertet wird. Sogar junge Menschen seien doppelt so gefährdet, auf einer Intensivstation zu landen unkte sie schon damals.

Impfstoff ohne Wirkung?

Der CEO von Moderna, Stephane Bancel, hat mit Experten beraten und zweifelt nun an der Wirksamkeit seines Impfstoffes gegen die neue Corona-Variante Omikron. Wegen der vielen Mutationen könne von einer „erheblichen Abnahme“ des Schutzes ausgegangen werden. Und nun kann man sich ja Fragen, warum dann noch weiter Impfen?

Menschenfeindlichkeit gegen Ungeimpfte

Der Ton gegen Ungeimpfte zeigt Aspekte von Menschenfeindlichkeit, schreibt Susanne Gaschke von WELT- Online. Recht hat Sie. Und die Medien machen eine Hetzjagd auf alle Ungeimpfte.

„Wie gefährlich sind die Ungeimpften?“ titelte das Magazin Focus in der vergangenen Woche. Der Meinungsforscher Manfred Güllner (Forsa) warf der FDP vor, den „Konsens der Demokraten“ aufzuweichen, indem sie in der „fundamentalen Frage der Bekämpfung der Pandemie“ ihre eigene (liberale) Position vertritt.

Zugleich bescheinigte der Rechtsgelehrte der FAZ Leuten, die sich nicht impfen lassen wollen, per Leitartikel, sie betrieben die „Abschaffung des freiheitlichen Gemeinwesens“.

"Die vierte Welle wächst sich gerade zu einem Tsunami aus, heißt es, nur bei mir ist bisher weder die erste Welle, noch die vierte Welle und auch kein Tsunami angekommen. Auch unser Mops hält nichts von Kontaktbeschränkungen zu anderen Hunden und Menschen, und ist dennoch immer noch kerngesund. Und nun droht man uns schon mit der fünften und sechsten Welle.

Impfversagen

Millionen sind geimpft, die Infektionszahlen steigen trotzdem – und keiner will schuld sein. Auch WELT-Kolumnist Henryk M. Broder erkrankte an Corona – obwohl er doppelt geimpft ist. Er sagt: „Der Betrug fängt bei dem Wortspiel an. Es heißt nicht Impfversagen, es heißt Impfdurchbruch.“

Fakten, Fakten, Fakten

Fangen wir einmal mit Gabor Steingart an, der es so zusammenfasste: Es begann mit den Masken, die anfangs als sinnlos erachtet wurden. Jens Spahn hielt eine Mundschutz-Pflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie damals für nicht erforderlich.

Am 31.3.2020 sagte er: „In der jetzigen Lage sehe ich keinerlei Notwendigkeit zu einer Verpflichtung.” Laschet nannte Spahns Äußerungen „treffend“ und pflichtete ihm bei: „Eine Pflicht sehe ich nicht.“ Wenig später wurde die Maskenpflicht eingeführt.

Es setzte sich fort mit den immer wiederkehrenden Versprechen, es werde keinen Lockdown geben, bevor dann der Lockdown kam.

Die Impflicht wurde vor der Wahl als abwegig bezeichnet, jetzt steht sie kurz vor der Einführung.

Die Impfung galt bis vor zehn Tagen als der Ausweg. Nun lernt das erstaunte Publikum, dass zehn Millionen ungeimpfte Landsleute in 2021 für höhere Infektionsraten sorgen als 83 Millionen Ungeimpfte in 2020.

Weitere knallharte Fakten : Alexander Kekulé ist Professor für Medizinische Mikrobiologie und Virologie an der Universität Halle, und sagte im Gespräch mit "Welt-Online"

Vor allem das sogenannte 2G-Modell ist ja Teil des Problems. Geimpfte und Genesene glauben, sie wären sicher, weil man ihnen das bis vor Kurzem so gesagt hat. Aber auch sie infizieren sich zu einem erheblichen Teil. Dadurch haben wir jetzt diese massive Welle unter den Geimpften.

Sie ist deshalb so gefährlich, weil diese Menschen glauben, sie seien geschützt. Sie wurden falsch informiert, sogar das Robert-Koch-Institut hat das noch bis vor Kurzem auf seiner Website falsch dargestellt. Immerhin haben sie inzwischen den Satz entfernt, dass Geimpfte so gut wie nichts zum Infektionsgeschehen beitragen.

Die Impfstoffe sind nicht sicher genug, um 2G- oder 3G-Veranstaltungen ohne Maske, ohne Abstand, ohne Test und vor allem ohne Obergrenze zu bewältigen.

Jetzt ist es eine Tatsache, dass in den Krankenhäusern fast jeder zweite Patient über 60 Jahren vollständig geimpft ist. Bei den Verstorbenen ist die Quote ähnlich. 37 Prozent der Intensivpatienten über 60 sind doppelt geimpft.

Und nun kommt der entscheidende Satz von ihm:

Interessante Studien zeigen, dass die Ansteckungsgefahr bei vorsichtigen Ungeimpften geringer ist als bei denjenigen Geimpften, die glauben, ihnen könne nichts passieren.


Testen, testen, testen hieß es gestern. Jetzt sagt Professor Drosten, dass die Testergebnisse gerade bei Geimpften nur eine bedingte Aussagekraft besitzen. „Es sieht nach meiner vorläufigen Einschätzung so aus, als ob Infektionen bei Geimpften gerade in den ersten Tagen der Infektion nicht so gut durch den Antigen-Schnelltest nachzuweisen sind“, zitiert die „Bild“-Zeitung den Virologen.

Während die Südafrika-Mutante alle aufschreckt, laufen die Auffrischimpfungen bei uns auf Hochtouren. Doch obwohl hierzulande die Delta-Variante dominiert, wird weiterhin mit den Vakzinen geimpft, die sich gegen das Wuhan-Virus richten. Und nun kommt noch B.1.1.529. Experten gehen von hoher Ansteckungsgefahr aus, diese soll noch ansteckender als die Delta-Variante sein.

Praxen suchen ungeimpfte Ärzte über Jobportal
Während die Politik eine Impfpflicht für medizinisches Personal plant, werden auf der impfkritischen Stellenbörse Impffrei.work ungeimpfte Ärzte gesucht. Ein Inserat stammt sogar von einer Rehaklinik.

Offener Brief von Ärzten gegen Corona-Regeln
Im südthüringisch-nordbayerischen Raum haben rund 50 Ärzte, Psychologen, Apotheker und weitere Beschäftigte im Gesundheitswesen in einem offenen Brief die Aufhebung aller staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen gefordert.

Unter den Unterzeichnern des in einem Anzeigenblatt veröffentlichten Schreibens sind mehrere Beschäftigte des Klinikverbundes Regiomed mit Standorten in Thüringen und Bayern, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Sie fordern in dem Brief, „die notwendigen Schutz- und Abwehrmaßnahmen in die Hände des Bürgers zu legen“.

In den USA verpflichten Behörden und große Unternehmen zur Corona-Impfung. Doch viele Angestellte lehnten das ab und kündigten. Sie zieht es nun zu Red Balloon: einem Jobportal für Ungeimpfte. Zahlreiche Firmen werben dort um sie – und erhalten Tipps, um den Impfzwang zu umgehen. 

In New York etwa quittierten Tausende Polizisten und Feuerwehrleute den Dienst, nachdem Bürgermeister Bill de Blasio die Impfung für alle Beschäftigten der Stadt zur Pflicht gemacht hatte. Einige von ihnen dürften mittlerweile bei Red Balloon nach einer neuen Stelle suchen.

Die Scharfmacher

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Befristung des Impfstatus. "Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). Wenn eine Impfung länger zurückliege, falle der Geimpfte dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften.

Prof. Dr. Christian Karagiannidis im Podcast Corona Virus Update (der „Prof. Drosten-Podcast“) vom NDR, Sonderausgabe vom 16.11.2021:
Auf die Frage, wer auf seiner Intensivstation läge, sagt er wörtlich „bevorzugt junge, ungeimpfte Menschen mit 1,2 Ausnahmen, so wie sich das auch deutschlandweit darstellt.“

Nun sind solche Aussage ja leicht zu überprüfen, indem man sich die Altersstruktur im DIVI Intensivregister anschaut und dazu einen Blick in den RKI Wochenbericht wirft. Sagt der Mann wirklich die Wahrheit?

Schließlich dementieren diese Politiker aber noch die bisherige Erkenntnis, dass dem größten gesundheitlichen Risiko die Ungeimpften ausgesetzt sind. Diese seien auf den Intensivstationen zu finden, so der allgemeine Tenor.

Wobei wir das auch nicht so genau wissen, weil Gernot Marx als einer der führenden Intensivmediziner in einer Bundestagsanhörung zum Bundesinfektionsschutzgesetz folgende Mitteilung machte:

„Die Frage kann ich leider nicht beantworten, weil wir bis jetzt auf den Intensivstationen nicht erfasst haben, welche Patienten geimpft und nicht geimpft sind.“ Na dann ist ja klar wie die uns hinters Licht führen.

Wie hatten wir zuletzt geschrieben: 

Die Impfstoffe halten nicht was sie versprochen haben. Sie  verhindern nicht die Ausbreitung des Virus. Auch Geimpfte können sich infizieren und das Virus weitergeben.

Schon vier bis fünf Monate nach der Impfung unterscheiden sie sich in diesem Punkt kaum noch von Ungeimpften. Bei der immer höher werdenden Zahl von "Impfdurchbrüchen" zeigt sich schon jetzt, dass diese neuartigen Impfstoffe völlig untauglich sind.

Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern

Zitate aus dem von Hannes Hofbauer und Stefan Kraft herausgegebenen Buch Lockdown 2020 (2020), Folge 3:

Der politische Kampfbegriff ‚Verschwörungstheoretiker‘ dient einmal mehr dazu, Kritiken pauschal abzutöten, die noch vor wenigen Monaten selbstverständlicher und akzeptierter Teil der öffentlichen Debatte waren.“ (Andrej Hunko, S. 44)

Freiheit, Freiheit über alles

Der Schauspieler Klaus Kinski wollte seine Freiheit nicht durch die Freiheit der Unfreien begrenzt sehen. Daran sollte man sich ein Beispiel nehmen. Er sagte:

"Ja, ich habe Gewalt in mir, aber keine negative. Wenn ein Tiger seinen Dompteur zerreißt, so sagt man, der Tiger sei gewalttätig und jagt ihm eine Kugel in den Kopf. Meine Gewalt ist die Gewalt des Freien, der sich weigert, sich zu unterwerfen. “

Das Schlußwort: Um es mit dem Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe zu sagen:

 "Herr, die Not ist groß. Die ich rief, die Geister, werde ich nun nicht los."

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25.11.2021 Zwei Fremde im Zug

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Kürzlich berichtete ich an dieser Stelle über Patricia Highsmiths „Tage- und Notizbücher“, die bei Diogenes (www.diogenes.ch) erschienen sind. Aus dem gleichen Hause kommt auch ihr von Melanie Walz ins Deutsche übersetzte Erstlingswerk „Zwei Fremde im Zug“,

1950 zum ersten Mal erschienen und schon damals das Werk einer geübten Schriftstellerin, die ihren Stoff beherrscht: Zwei Fremde im Zug New York - Texas entdecken und planen das perfekte Alibi für gleich zwei Morde.

Aus einem Moment der Unachtsamkeit heraus wird Guy zum Komplizen Brunos, der ihn auf eine schiefe Bahn mitnimmt, auf der es kein Festhalten und bald schon keine Moral mehr gibt und auch kein Entrinnen.

„Zwei Fremde im Zug“ verkaufte sich schon damals phänomenal und wurde von Alfred Hitchcock verfilmt, Patricia Highsmith schnell zum Star der literarischen Szene und weltberühmt.

Ihren Ruhm konnte sie bis zu ihrem Tode 1995 in Locarno auf ihre ganz bestimmte Art und Weise ausleben. Patricia Highsmith war kein Menschenfreund und schon gar nicht sozial unterwegs.

In ihren Werken blieb sie indes ihrem Lebensmotto treu, immer wieder ging es darin um Gut und Böse wie die vielen Schattierungen dazwischen. „Zwei Fremde im Zug“ ist ein unwiderstehlicher Roman. Zeitlos und verführerisch.

Gut 450 Seiten mit einem sehr interessanten Nachwort. Taschenbuch. 13 Euro. 

Sönke C. Weiss

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24.11.2021 Lebens- und Sprachkunst

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Seltenst habe ich einen solch großen Schicksalsroman gelesen wie „Tiefe Wasser zwischen uns“ von Ayesha Harruna Attah, der im Münchner Diana Verlag (www.diana-verlag.de) erschienen ist, gut 300 Seiten umfasst und 20 Euro kostet. Die Story:

Das afrikanische Ghana im Jahr 1892. Die Zwillingsschwestern Hassana und Husseina sind zehn Jahre alt, als Sklavenhändler ihr Dorf überfallen und sie entführen.

Getrennt voneinander wachsen die Mädchen unterschiedlich auf, sind sich aber in ihren Träumen und Gedanken weiterhin nah verbunden.

Ob sie sich jemals wiedersehen, werde ich hier nicht verraten, nur soviel: beim Lesen betreten Sie eine Welt aus roter Erde und blauem Meer und Sie werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

Ein wunderbares Buch, das nicht nur über Liebe und Hoffnung in Zeiten der Sklaverei berichtet, sondern auch ein wahrer Emanzipationsroman ist.

Auch ganz famos, aber total anders ist die literarische Sammlung „Schöner Schreiben“ von Hauke Goos aus seiner gleichnamigen Spiegel-Kolumne, in der er Glanzstücke der deutschen Sprache vorstellt.

Es sind Sätze aus Romanen, Auszüge aus Briefen oder Passagen aus Reden, die demonstrieren, was Sprache leisten kann, wenn sie originell, elegant und kraftvoll ist, wie zum Beispiel Joschka Fischers Kunst der Beleidigung, als er 1984 dem Bundestagspräsidenten Richard Stücklen (CSU) zurief:

„Herr Präsident, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch.“ Von Adorno bis zum Vaterunser reicht diese Sprachkunst auf rund 200 Seiten für 18 Euro, die bei DVA (www.dva.de) erschienen ist. Da ist wirklich für jeden Leser was dabei. 

Sönke C. Weiss

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23.11.2021 spannende Erinnerungen von Ai Weiwei

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

„1000 Jahre Freud und Leid“ heißen die spannenden Erinnerungen, die Ai Weiwei, einer der bekanntesten und sicher bedeutendsten Künstler der Gegenwart, mit uns in seinem Buch auf gut 400 Seiten teilt.

Darin schildert er die Geschichte seiner Familie wie auch seine künstlerische Entwicklung unter den schwierigen Bedingungen eines totalitären Systems.

Der Vater, einst ein Vertrauter Maos, wurde im Rahmen der Kulturrevolution gebrandmarkt, Ai Weiwei geriet schon früh in Konflikt mit den chinesischen Behörden, wurde mit einem Reiseverbot belegt, eingesperrt, bis er 2015 eine Gastprofessur in Deutschland annehmen durfte und heute mit seiner Familie in Cambridge lebt.

„1000 Jahre Freud und Leid“ sind aufrichtig und geistreich zugleich und zeichnen ein eindrucksvolles Bild Chinas, ein Land, das uns meist immer noch fremd ist.

Ai Weiwei gibt uns einen außergewöhnlichen Einblick in die vielfältigen Kräfte, die das moderne China geformt haben und mahnt uns zugleich, die Meinungsfreiheit wieder neu zu verteidigen.

Erschienen bei Penguin (www.penguin-verlag.de). Preis: 38 Euro. Wer nach der Lektüre selbst zum Pinsel greifen möchte, dem empfehle ich wärmstens das Buch „Mixed Media“ von Eva Kalien.

Es ist für Anfänger wie Fortgeschrittene geeignet und lehrt experimentelle Techniken zum Nacharbeiten und eröffnet Wege, wie man/frau Geschichten visuell erzählen kann.

Ein Buch das anregt und wohl geeignet für die langen Weihnachtstage mit der Familie sind, wenn einem mal wieder die Worte ausgehen. „Mixed Media“ ist ein Buch der Edition Michael Fischer (www.emf-verlag.de), hat 128 super illustrierte Seiten und kostet 18 Euro. 

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