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Reden ist silber...Schreiben ist gold

21.01.2012 Hape Kerkeling stellt sich weiter hinter Wullf

Hape Kerkeling

Von keinem anderen Präsidenten haben wir je mehr verlangt als von Herrn Wulff!
 Einer mit zweifelhaftem Ruf schreit ihm laut zu: Los, Hosen runterlassen!
 Alle schreien: Ja!

 Der Bundespräsident hat in beispielloser Weise die Hosen herunter gelassen oder besser... lassen müssen!



Der angebliche Skandal um unseren Präsidenten ist viel mehr ein Skandal unserer maroden und degenerierten Mediengesellschaft.

 Und dieser hochgejubelte und herbeigeredete Skandal kann unsere Demokratie nichts weniger als den Kopf kosten!




Mal ehrlich, nimmt irgendwer der BILD Zeitung ernsthaft ab sie sei an Wahrheit, Anstand und ehrlicher oder gar lupenreiner Aufklärung interessiert? 

Seit wann, bitte?
 Der Bild geht es nur um so viel Auflage und Skandal wie eben möglich. Ausgerechnet die Bild mutiert nun zum obersten Moralhüter und zum reinen Gewissen der Nation!?!? 

Armes, ganz armes Deutschland!



Die Frage, die sich hier stellt, lautet nicht: Wulff oder ein Neuer? Sondern vielmehr: 

Wulff oder BILD? Wie soll Deutschland in Zukunft aussehen?

Ich bin eindeutig für Wulff!!!



Was hat dieser arme Präsident eigentlich verbrochen? Er hat sich Geld geliehen, nicht etwa geklaut, veruntreut oder unterschlagen. Nein, geliehen! Um sich ein Haus zu kaufen, keine Jacht oder einen Jet. Ein normales-nach meinem Geschmack- eher langweiliges Haus in Hannover!

 Zu einem günstigen Zinssatz, ja so ein übler Kerl!



Dann hat er ein Upgrade einer Fluggesellschaft für einen Urlaubsflug akzeptiert? Wie maßlos kann einer sein! 

Er soll gefälligst Holzklasse fliegen und seine Thrombose-Strümpfe anziehen! Was glaubt er wer ist, der Herr Wulff, ... der Kaiser von China oder gar der 1. Mann in unserem Staate?



Und dann brüllt er auch noch einen großartigen, verdienten und gradlinigen Journalisten wie den Kai von der BILD am Telefon an und will ihm verbieten kritisch und aufrichtig zu berichten! 




Hallo????? Geht es noch?

 Das kann unser Präsident gar nicht verbieten und das weiß er auch denn er ist nämlich schon volljährig auch wenn die Medien uns glauben machen wollen, er sei es nicht ... aber der Kai weiß das anscheinend nicht und heult sich bei seinen eigenen Redakteuren aus und berichtet tapfer gegen den Bundesdiktator Wulff an!!!



Aber darf ein Präsident in diesem Land sauer sein auf boulevardesken Enthüllungsjournalismus und unappetitliche Schnüffelei in seinem Privatleben? Darf er das oder nicht? Darf er Mensch bleiben angesichts einer unmenschlichen und gnadenlosen Presse? 

Gut, seine Urlaubsreisen mit oder bei Herrn Maschmeyer hätte er sich sparen können.

Da hätte er auch gleich mit oder beim Chefredakteur der BILD Urlaub machen können.

 Zugegeben der Bundespräsident hat Fehler gemacht aber hat er sich strafbar gemacht oder unmenschlich gehandelt? Er hat seine Fehler eingeräumt und sich dafür öffentlich entschuldigt.

So und nun? Kohl hat einen Demonstranten vor der Weltöffentlichkeit zusammengeschlagen, Schroeder hat sich im Fernsehen hackevoll und live um Kopf und Kanzlerschaft geredet, Kiesinger war in der NSDAP.

Tja, das waren anscheinend noch Staatsmänner! Wenn der Bundespräsident jetzt geht dann geht der demokratische Konsens! Jedem potentiellen Nachfolger des Bundespräsidenten muss angesichts dieser hysterischen Debatte die Lust auf das Amt vergehen.

Der Präsident muss unfehlbar sein. Gut, dann bleibt nur noch der Ratzinger und der kriegt sicher keinen Ärger mit dem Kai von der BILD seitdem die beiden ja nun Papst sind.

 Herr Präsident, bleiben Sie im Amt und vor allem bleiben Sie Mensch!

Hape Kerkeling auf seiner Facebook-Homepage.

Weiter Lesen: Hape Kerkeling stellt sich weiter hinter Wullf

http://www.stern.de/kultur/tv/hape-kerkeling-bei-tietjen-und-hirschhausen-ich-bin-eindeutig-fuer-wulff-1776507.html

Montag 23.01.2012

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther kritisierte die Medien auch für ihren Umgang mit Bundespräsident Christian Wulff. Derzeit werde das Staatsoberhaupt von einer "Journalistenmeute wie ein räudiger Fuchs über sämtliche Titelblätter und durch alle Fernsehsendungen gehetzt", schrieb der frühere sächsische Landesvorsitzende in seinem Rundbrief.

Zur Strecke gebracht

Im Fall Wulf tauchen die wirklich heiklen Fragen erst jetzt auf – Ein Kommentar

http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zur_strecke_gebracht_1.15125869.html

Hier noch weitere hintergründe warum Christian Wulff zur strecke gebracht wurde:

http://ddpberlin.wordpress.com/2012/02/29/srafanzeige-gegen-jeden-abgeordneten-der-fur-den-esm-vertrag-stimmt-jurg-jurgens/

 

 

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19.01.2012 Wurden wir gefragt

Iris Nicole Masson

Wir sind Exportweltmeister, die Wirtschaft boomt, Gewinne in Milliardenhöhe werden erzielt. Und doch sinken die Löhne, unterbezahlte Leiharbeit steigt, Minijobs nehmen drastisch zu. Immer mehr Menschen können sich von dem, was sie erarbeiten, nicht mehr ernähren.

Das einst vorbildliche Gesundheitssystem ist mutiert zu einem Ausnehmersystem, an dem sich Pharmakonzerne die Taschen vollschlagen. Die Alten werden bitter im Stich gelassen, versinken in Armut, während sich die Waffenlobby bereichert.

Die Politikerkaste entmündigt den Bürger und kappt seine Rechte. Durch kriminelle Winkelzüge beschneidet sie den Willen des Volkes. Unsere Demokratie ist unter diesen Korrupten zu einer Diktatur verkommen.

Wurden wir gefragt


Wurden wir gefragt, ob wir die DM aufgeben wollen? Wurden wir gefragt, ob wir Rettungsschirme für Betrüger und Zocker wollen? Wurden wir gefragt, ob wir unsere Souveränität aufgeben wollen?

Wurden wir je gefragt, ob wir einverstanden sind, dass wir keine Verfassung haben? Wurden wir je gefragt, ob wir das jetzige System überhaupt noch wollen? Wurden wir je nach irgend etwas gefragt?

Was ist los in diesem Land?

Hier noch ein schönes Beispiel:

Während sich die Koalition feiert, Hartz IV um FÜNF Euro erhöht zu haben und sich die Rentner darüber freuen dürfen, nun eine Tasse Kaffee mehr im Monat trinken zu können, versorgt die FDP nicht nur im Entwicklungsministerium eigene Parteileute mit lukrativen Posten.

Und gelingt dies nicht überall, so setzt sie zumindest Beförderungen durch, erhöht mal rasch das Geld für die Zeit des Ruhestands - solange sie halt noch an der Regierung ist und Ämter verteilen KANN.

Beispiel Gesundheitspolitik: Dort wurde die Besoldung der Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Elisabeth Pott, von Stufe B3 auf B4 aufgestockt. Pott ist aktive FDP-Parteigängerin.

Beispiel Wirtschaftsministerium: Auch dort wurden Stellen ohne Ausschreibungen vergeben. Der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim kritisierte diese Maßnahmen als "parteipolitisch motivierte Ämterpatronage". Die Stellen würden für "Parteizwecke missbraucht". Das alles sei "zum großen Teil rechts- und verfassungswidrig".

Damit es allen gut geht, wurde kurz vor Weihnachten auch noch das Vorruhestandsgehalt für politische Beamte, also Staatssekretäre und Ministerialdirektoren, erhöht - um mehrere hundert Euro im Monat. Das alles wurde gut versteckt, in den letzten Absätzen eines Gesetzentwurfs.

Besonders skurril dabei: Die Regelung hatte bis 1998 bereits einmal als Gesetz bestanden. Sie wurde gestrichen, weil sie als ungerechte Bevorzugung von Beamten angesehen wurde. Die FDP scheint das mittlerweile nicht mehr zu interessieren - im Niedergang rückt man enger zusammen.

Es ist dreist, ohne jegliche Moral oder auch nur den geringsten Funken von Anstand - und dennoch geht kein Aufschrei durch die Republik: In weniger als zwei Jahren hat Niebel ausgedient und mit ihm die gesamte FDP, die die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen wird.

Schaffen stattdessen aber wird dieser korrupte Entwicklungsminister lukrative Posten, in denen er seine Komparsen unterbringen kann - fachfremd zudem: Bevor also das gelbe Boot untergeht, füllt er rasch die Rettungsboote! Damit ist Niebel die Speerspitze der von Westerwelle zitierten "spätrömischen Dekadenz" - für die der Bürger bluten muss!

http://www.ddp-partei.de/was-ist-los-in-diesem-land

http://www.taz.de/Politisches-Geschachere/!85769/

http://www.taz.de/Parteifreunde-ins-Entwicklungsministerium/!85780/


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08.01.2012 Hausfrau erschlug sich mit dem Hammer" (Titelseite)

Kai Melling

Pressefreiheit für die BILD? Für eine Zeitung, die unendlich viel zur Verrohung und Verdummung Deutschlandes beigetragen hat und eher früher als später verboten gehört?

Sie fordern allen Ernstes Pressefreiheit für Artikel wie "Aus Angst vor Frühjahrsputz: Hausfrau erschlug sich mit dem Hammer" (Titelseite)?
Man sollte dazu sagen: vierTage später beging auch der Witwer Selbstmord und hinterließ diesen Brief:


"An die Justiz! Man darf solche skrupellosen Leute von Bild nicht frei herumlaufen lassen, sonst morden sie immer weiter und zerstören noch mehr Familien. Sie machen ihren Profit mit Mord. Kann es größere Verbrechen geben?
Wir waren immer eine ehrenhafte Familie. Daß meine Frau an einer schweren Krankheit litt, der sie letzten Endes erlag, darf man nicht einfach so in den Schmutz ziehen.


Es tut mir leid, aber seit das mit der Bildzeitung passiert ist, weiß ich einfach keinen Ausweg mehr. Die Schande kann ich nicht überwinden. Ich klage die Bildzeitung des Mordes an. (...) wer etwas Ehrgefühl und Anstand hat, sollte dieses Lügenblatt nicht kaufen, dann müßten diese Verbrecher verhungern.


Den Brief habe ich schon am Dienstag geschrieben. Habe immer wieder versucht, mich aufzurichten, ist mir aber leider nie gelungen. Bin zum ersten Mal in meinem Leben vollkommen hilflos, hätte nie geglaubt, daß so etwas möglich ist. Karl K."


Der Witwer war von einem Bild-reporter aufs Kreuz gelegt worden, er erweckte den Eindruck, er käme von der Polizei, bis er genug aus ihm herausgeholt hatte, um das Bild-Klischee "angst vor dem Frühjahrsputz" ausfüllen zu können. Die wirklichen Hintergründe waren für Bild nicht sensationell genug.

Frau K. war seit 15 Jahren nach einem Kindbettfieber gemütskrank, hatte bereits mehrere Selbstmordversuche hinter sich und war in ständiger ärztlicher Behnadlung. Die Tiodesursache wurde einer miesen und billigen Schlagzeile wegen ins rein Abstruse hin verfälscht.

Frau K. hatte sich erdrosselt, nachdem sie sich in ihrem Todestrieb zuvor mit einem Hammer verletzt hatte.

Sehr Lesenswert:

Zur Strecke gebracht

Im Fall Wulf tauchen die wirklich heiklen Fragen erst jetzt auf – Ein Kommentar

http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zur_strecke_gebracht_1.15125869.html

http://www.evangelisch.de/themen/medien/wulff-auf-bild-reise-von-wolke-7-ab-in-die-w%C3%BCste55953

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-wie-ein-skandal-gemacht-wird/6046546.html

http://www.fr-online.de/medien/wallraff-im-interview-lebenslaenglich-fuer-wulff,1473342,11423300.html

http://www.ksta.de/html/artikel/1326285629307.shtml

 

 

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22.11.2011 mehr Überwachung zu rechtfertigen?

Iris Nicole Masson

Wenn es um den Schutz unserer Gesellschaft geht, dann lässt sich doch ein bisschen Spionieren in Kauf nehmen oder? Der Zweck heiligt schließlich die Mittel. Dann nehmen wir doch gerne in Kauf, dass die Privatsphäre von Millionen eben etwas eingeschränkt wird, oder nicht?

Und wenn die Informationen ohnehin nur Staatsdienern zugänglich sind, kann ja schließlich kein Unfug damit geschehen. Unserem Staat dürfen wir doch vertrauen. Unserem Staat haben wir schon immer vertraut. Schon immer. Leider.

DESHALB wird dieses Thema derart aufgebauscht. ENDLICH eine Handhabe, jeden Quadratmeter mit Überwachungskameras auszurüsten und Wanzen zu installieren, den Bundestrojaner zu legitimieren, Versammlungsverbote auszusprechen, das Bürgerbegehren abzuschaffen ... und, und und

Und noch eine Posse:

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger will Angehörigen von Opfern des Neonazi-Terrors eine Entschädigung anbieten. Wenn sie über ausreichende private Mittel verfügt, dann soll sie das gern tun. Die Achtung aller für diese ehrenhafte private Geste der Anteilnahme wird ihr gewiss sein.

Denn eine Rechtsgrundlagefür eine staatliche Entschädigungszahlung gibt es nicht.
Es ist auch völlig unrealistisch, dass aus staatlichen Mitteln Entschädigung für eine selektive Gruppe von Opferhinterbliebenen eines bestimmten kriminellen Täterkreises geleistet werden soll, während die Hinterbliebenen aller anderen Mordopfer ohne finanzielle Unterstützung bleiben sollen.


Die Zahl der Opfer aus Mord- und Totschlagsdelikten liegt - grob veranschlagt - bei 2.000 pro Jahr.


Nach der Vorstellung der Justizministerin würden demnach 10 von 22.000 Opferhinterbliebene eine bevorzugte finanzielle Behandlung erfahren. Dagegen steht m.E. das Antidiskriminierungsgesetz.

Grabpflege - und Sand in die Augen des dummen Volkes - im Inland wie Ausland. Die Umstände des angeblichen Selbstmordes der beiden Mörder wie auch plötzlich aufgetauchte, völlig unversehrte Beweismittel in einem komplett zerstörten Haus sind mehr als dubios. Und sie machen sich nicht einmal mehr die Mühe, etwas intelligenter vorzugehen; das beweist ihre Meinung über UNS!

www.theintelligence.de

Könnten die kürzlich aufgedeckten rechtsextremen Terror-Aktivitäten nun auch in Deutschland mehr Überwachungen mit sich bringen?

www.fr-online.de

Ein Zeichen der Solidarität soll es sein: Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger will Angehörigen von Opfer des Neonazi-Terrors eine Entschädigung anbieten. Geheimdienstkontrolleur Oppermann fürchtet, dass über V-Leute staatliche Gelder an Neonazis geflossen sein könnten.

Unter Kontrolle (wollt Ihr weiter so leben?)
was wir wissen, ist ein Tropfen;
was wir nicht wissen, ein Ozean (Isaac Newton)

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20.11.2011 Schusswaffen, Panzer und Kampfjets

Jennifer Nathalie Pyka

Für die Bundesregierung geht eine erkenntnisreiche Woche zu Ende. Die stellte nämlich in den letzten Tagen nicht nur überraschenderweise fest, dass die NPD vorwiegend aus V-Personen des Verfassungsschutzes besteht, die während ihrer Arbeitszeit offenbar am liebsten Kreuzworträtsel lösen.

Nein nein, zudem wurde Berlin mit der Erkenntnis konfrontiert, dass es in Deutschland auch noch eine Bundeswehr gibt, die ihr Personal nicht mehr frei Haus geliefert bekommt, sondern nun tatsächlich Werbung machen muss, z.B. mittels spektakulärer Youtube-Clips nach amerikanischen Vorbild.

Schusswaffen, Panzer und Kampfjets

Und zum Schluss kam auch noch raus, dass eines dieser Werbefilmchen tatsächlich Schusswaffen, Panzer und Kampfjets zeigt, Dinge also, die irgendwie an Krieg erinnern, womit Deutschland ja nie wieder etwas zu tun haben wollte.

Das freilich gefiel dem guten Gewissen des Bundestags, das nun in Gestalt einer grünen Hinterbänklerin zum Vorschein trat, die sich vor lauter Empörung über soviel Realität vermutlich an ihrer Bionade verschluckte, überhaupt nicht.

Eine Gefährdung des friedlichen Brunnenbauer-Images

Agnieszka Malczak, grünes Mitglied im Verteidigungsausschuss sowie im „Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung“ erkannte darin sofort eine Gefährdung des friedlichen Brunnenbauer-Images der Bundeswehr und war somit natürlich standesgemäß dagegen.

Gemeinsam mit ihren SPD-Kollegen Rainer Arnold ließ sie verlauten, das Video sei „gewaltverherrlichend und geschmacklos“ und erwecke zudem den Eindruck, der Dienst bei der Bundeswehr gleiche einem „Ballerspiel“.

Kurz darauf verschwand das Video vom offiziellen Youtube-Channel der Bundesregierung, allerdings nicht wegen vermeintlich martialischer Kriegsszenen, sondern laut Bundespresseamt nur, weil in besagtem Video nicht gesprochen werde, was jedoch Voraussetzung für sämtliche Videos sei, die im Namen der Regierung erscheinen.

Mangel an Worten

Nun stellen sich Fragen: Weshalb ist der Berliner PR-Abteilung dieser Mangel an Worten erst jetzt aufgefallen? Warum unterlegt man das Video nicht nachträglich mit aussagekräftigen Stimmen aus dem Off (zum Beispiel: „Nicht vergessen: Auch für bewaffnete Terroristen gelten die universellen Menschenrechte!“)?

Und überhaupt: Richtet sich die audiovisuelle Botschaft tatsächlich nur an schießwütige Randgruppen, die den ganzen Tag Counterstrike spielen und das gerne mal in die Realität umsetzen wollen? Das zumindest kann nun jeder für sich selbst beantworten.

Wie ein Heimatfilm mit Peter Alexander

Denn der umstrittene Clip, der, verglichen mit Werbemaßnahmen der amerikanischen Streitkräfte eher wie ein Heimatfilm mit Peter Alexander wirkt, ist längst wieder aufgetaucht – sicherlich zum Leidwesen der pazifistoiden Grünen-Abgeordneten, die vermutlich immer noch völlig traumatisiert ist, nachdem sie ja jüngst auf brachiale Art und Weise erfahren musste, dass Soldaten sich in Panzern statt auf Fahrrädern fortbewegen und mit Maschinengewehren statt Wasserpistolen bewaffnet sind.

Weiterhin darf man freilich gespannt sein, wie Deutschland die Sache mit der Bundeswehr künftig so regeln will. Denn eigentlich will man ja nie wieder Krieg, weshalb man sich gemütlich zurücklehnt und die „Ballerspiele“ lieber den Amis überlässt.

Humanitärer Einsatz

Die sichern zwar zuverlässig den globalen und damit auch den deutschen Frieden, machen jedoch aus sesselstrategisch-deutscher Sicht freilich alles falsch. Sofern man dann aber dennoch, ganz ausnahmsweise, mitmachen muss, heißt das nicht Krieg, sondern humanitärer Einsatz.

Das geht solange gut, bis in Afghanistan die ersten Soldaten fallen und das friedliebende Volk daheim sich darüber wundert, dass der Bau von Mädchenschulen so viele Leben kostet.

Mit den Taliban beten

Daraufhin eilt dann schnell Frau Käßmann zur Hilfe, die den Deutschen erklärt, dass in Afghanistan nichts gut sei und man nun mit den Taliban beten müsse, woraufhin der deutsche Soldat sich wiederum fragt, warum er eigentlich sein Leben für Sicherheit und Frieden am Hindukusch riskiert, was allerdings in Deutschland niemanden interessiert.

Indes rauchen in warmen Berliner Abgeordnetenbüros die Köpfe ob der Frage, wie man denn nun die Bundeswehr bewerben könnte, ohne dabei zarte pazifistische Seelen mit der militärischen Realität zu konfrontieren oder gar allzu viel Aufmerksamkeit zu erregen - denn schließlich will man ja nie wieder Krieg, und falls doch, so darf das bitte niemand mitbekommen.

„Vater Unser“

Deshalb folgender Vorschlag für den nächsten Werbeclip: Vor der eindrucksvollen Kulisse des Hindukusch-Gebirges sehen wir einen liebevoll angeordneten Stuhlkreis, in dessen Zentrum Margot Käßmann steht und gemeinsam mit den anderen Dialogteilnehmern das „Vater Unser“ betet.

Anschließend erklärt Jürgen Todenhöfer den ebenfalls anwesenden, gemäßigten Taliban-Vertretern, wer die Guten (er selbst) und wer die Bösen (der Westen) sind.

„Ein bisschen Frieden“

Danach doziert Michael Lüders noch zum Thema Völkerrecht, das übrigens von US-amerikanischen Drohnen ständig verletzt würde, und zum Schluss sind alle glücklich und singen gemeinsam, von Peter Maffay auf der Gitarre begleitet, „Ein bisschen Frieden“.

Somit verlöre die Bundeswehr dann nicht nur ihr kriegerisches Antlitz, sondern ebenso zugleich den letzten interessierten Bewerber, was ganz offensichtlich im Interesse einer politischen Elite ist, die auch in militärischer Sicht mit dem größten Vergnügen ihr Recht auf Selbstblamage nutzt.

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18.11.2011 Im Namen des VOLKES

Iris Nicole Masson

Wie viele Sterne sind auf der EU-Flagge? Erlaubt die EU-Verfassung Bürgerbegehren? Wie hoch ist der Rettungsschirm? An wen wurde bereits ausgezahlt? In welcher Höhe?

Bekommen auch Banken davon was ab? WIE KOMPETENT sind unsere hoch bezahlten Volksvertreter? Ach, is doch egal - lehnt Euch beruhigt zurück und chillt erstmal ab ... unsere Zukunft können wir unbesorgt denen überlassen!

Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen,
Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.
All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
Halt du sie dumm, -- ich halt' sie arm!

Video zu Im Namen des VOLKES

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13.11.2011 Der Gangsta-Rapper aus Bonn

Jennifer Nathalie Payka

Für Liebhaber gepflegter Fernsehkultur hat die Experten-Jury des BAMBI-Medienpreises heuer ein ganz besonderes Schmankerl auf Lager. Denn nachdem Arid U. gerade in U-Haft sitzt und die Führungsriege des Miri-Clans aufgrund unaufschiebbarer Waffendeals ebenfalls keine Zeit hatte, hat das erlauchte Gremium daher am Donnerstag dem Rapper Bushido mit dem „BAMBI für Integration“ gebührend Ehre erweisen.

Ein fröhlicher Musikant aus Berlin

Jawohl, das ist der fröhliche Musikant aus Berlin, dessen Vorstrafenregister sich nicht weniger poetisch als seine „Ich fick den Rest der Welt“-Lyrics liest und der in seinem ganzen Leben offenbar noch nie eine Frau, dafür aber ganz viele „Huren“, „Fotzen“ und „Schlampen“ getroffen hat.

Ein würdiger Preisträger?

Die Tatsache, dass Bushido nicht nur über einen Migrationshintergrund verfügt, sondern noch dazu eine schwierige Kindheit hatte, prädestinierte ihn dann endgültig zum würdigen Preisträger. Die Experten-Jury aus dem Hause Burda, die „das ganze Jahr das Ohr nah am Puls der Zeit hat“, begründet ihre Entscheidung wiefolgt:

„Der in Bonn geborene und in Berlin aufgewachsene Deutsch-Tunesier richtet seinen Appell für ein respektvolles Miteinander an seine Fans ebenso wie an Politik und Öffentlichkeit.“

Der Gangsta-Rapper aus Bonn

Exakt, denn wenn jemand weiß, wie das mit dem Respekt funktioniert, dann ist es wohl der Gangsta-Rapper aus Bonn. Zwar zeugen Strophen wie „Wir sind die drei die euch Zecken in den Zoo schicken / Die euch so ficken bis ihr euer Blut kotzt / Ich bin Berliner der nicht redet sondern zuboxt“ [sic!] weniger von Respekt gegenüber Mitmenschen, sondern vielmehr vom Geschick, sich mit Fäkalsprache Respekt zu verschaffen.

Aber vielleicht muss man hier einfach Milde walten lassen, zumal Herr Bushido mit dem Wort „Respekt“ immerhin schon was anfangen kann und sich seine Kenntnisse auf diesem Gebiet eventuell noch ausbauen lassen.

Mr. Arschfick

Insofern sollte man „Mr. Arschfick“ auch nachsehen, dass das mit dem Respekt gegenüber Frauen („Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund / Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst“ [sic!]) und Homosexuellen („Ihr homosexuellen Arschgefickten Cracks“ [sic!]) bislang nicht ganz so gut klappt.

Er übt eben noch, weshalb der kleine Motivationsschub in Form eines goldenen Rehkitzes absolut zu begrüßen ist.

„Mit seinem eindringlichen Sprechgesang und oft provokanten Texten eroberte er die Hitparaden. (...) Seine Stimme findet Gehör, nicht nur bei Millionen Fans, sondern auch in den Medien.“

Na, das ist nun aber wirklich nicht verwunderlich. Schließlich ist Anis Mohamed Youssef Ferchichi nicht nur eine ungeheuer respektvolle Persönlichkeit, sondern zudem vehementer Israelkritiker sowie überzeugter Gegner der USA, was ihm natürlich beim deutschen Publikum inklusive der dazugehörigen Redaktionsstuben entsprechend Sympathiepunkte einbringen sollte.

Für ein Parlamentsmandat der Linkspartei

Denn mit Texten wie „Junge ich kotz, denn Amerika gefällt euch / für mich gibts nur eine Zahl und die is 11-9. (...) Und Amerika hass ich seit dem Golfkrieg (...) wenn ich will seid ihr alle tot / ich bin ein Taliban, ihr Mißgeburten habt nur Kugeln aus Marzipan [sic!]“ qualifiziert sich der Terrorversteher nicht nur schlagartig für ein Parlamentsmandat der Linkspartei, sondern auch für einen festen Platz im öffentlich-rechtlichen Stuhlkreis - und zwar direkt neben Jürgen „Der Westen ist schuld!“ Todenhöfer.

„Bushido setzt sich ein gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft.“

Auch hier zeigt sich, dass das kompetente Integrations-Gremium die richtige Entscheidung getroffen hat. Denn mit Gewalt kennt sich einer wie Bushido, der Konflikte lieber respektvoll mit der Faust anstatt im Rahmen des friedlichen Dialogs löst, letztlich ganz genau aus.

Erneut gilt die Devise „Learning by doing“. Denn wer einen Film mit dem Namen „Zeiten ändern dich“ drehen kann und gleichzeitig seine alten Kumpels aus dem Zuhälter-Millieu dennoch nicht im Stich lässt, dem ist wirklich einiges zuzutrauen.

Und was meint der Preisträger selbst dazu?

„’Wir sind das neue Deutschland’: Das sagt der erfolgreiche Rapper Bushido über Deutsche mit Migrationshintergrund.“ – Jawohl, Bushido inklusive, der in diesem Punkt tatsächlich Recht hat.

Denn in einem Land, in dem Schwule noch immer eine Uschi brauchen, Terrorflottenmatrosen im deutschen Bundestag sitzen und Radiomoderatoren auf Kosten des Gebührenzahlers ganz offiziell Holocaustforschung betreiben dürfen, da ist auch ein Bushido freilich mustergültig integriert.

Insofern kann man der Experten-Jury zu ihrer überaus gelungenen Entscheidung wirklich nur gratulieren. 

Ahnungslosigkeit trifft Größenwahn.: Bushido f*ckt den BAMBI

jennifernathalie.blogspot.com

WELTPREMIERE IN BERLIN - Riesenandrang bei Bushidos Leinwanddebüt

http://www.freundederkuenste.de/galerie/bildergalerie-veranstaltungen/gallery/113/1/1x1.html?tx_lzgallery_pi1[pointer]=2

Stimmen aus dem Block, seihe unten:

 


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13.11.2011 Wütend macht sie die „falsche Toleranz“ in Deutschland

Iris Nicole Masson

Fatma Bläser, Betroffene, Autorin, Gründerin einer Hilfsinitiative und mit dem Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet, nimmt bei ihren öffentlichen Lesungen und Referaten in Kauf, immer wieder bedroht zu werden: Manipulation der Bremsen ihres Autos, eine Pistole wird auf sie gerichtet.

Wütend macht sie die „falsche Toleranz“ in Deutschland: „Viele Politiker bekennen keine Farbe oder zeigen ein seltsames Verständnis für Traditionen, die die Menschenrechte verletzen.“

In Deutschland könnten sich die Islamisten ihrer Erfahrung nach hervorragend organisieren: „Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit wird ihnen zu viel erlaubt.“

Rund 300 Betroffene kommen jährlich in Bläsers Beratungsstelle. Es sind junge Mädchen darunter, die vom Vater mit Rattengift getötet werden sollen, weil sie sich nicht Verheiraten lassen. Aber auch junge Männer, die verzweifelt erzählen, dass sie ihre Schwester im Namen der Familienehre umbringen sollen.

www.welt.de

Eine neue Studie untersucht das Problem Zwangsheirat in Deutschland. 30 Prozent der Betroffenen sind erst 17 Jahre alt oder jünger.

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11.11.2011 Ahnungslosigkeit trifft Größenwahn.: Bushido f*ckt den BAMBI

Iris Nicole Masson

WIE verblödet ist unsere Republik tatsächlich? Da wird jemand wegen seiner "gelungenen Integration" und seines Bemühens um "respektvolles Miteinander" mit dem BAMBI aus dem Hause BURDA ausgezeichnet, der es nachweislich an Respekt, Klasse und Stil missen lässt.

Der unsere schöne Sprache zu einer Fäkalsprache verkommen lässt. Für den Frauen nichts anderes sind als „Huren“, „Fotzen“ und „Schlampen“. („Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund / Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst“.

Diese Ehre wird seinen Fans Auftrieb geben, seine Vorbildfunktion bei den Heranwachsenden stärken.

Im Zuge des Zukreuzekriechens vor Bürgern mit Migrationshintergrund werden unsere Parlamentarier sicherlich rasch per Gesetzesbeschluss das Wort "Frau" als Anrede durch eines der oben Genannten ersetzen ...

"Bushido ist ein geistiger Brandstifter mit einem archaischen Männlichkeitsbild", sagte Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg.

Grünen-Chefin Claudia Roth, 56: "Bushido ist sicher kein Beispiel für gelungene Integration, sondern eine Kunstfigur, die auf dem Rücken von Minderheiten große Kasse macht.

Dass er dabei Frauen nur als 'Schlampen' bezeichnet und Botschaften wie 'Schwuchteln verkloppen' rappt, scheint den Burda-Verlag nicht zu stören."

Ahnungslosigkeit trifft Größenwahn.: Bushido f*ckt den BAMBI

jennifernathalie.blogspot.com

www.abendblatt.de

Kritiker verurteilen den Integrations-Preis an den Rapper Bushido. Pop-Duo Rosenstolz ist empört. Viele Galagäste verweigern Applaus

WELTPREMIERE IN BERLIN - Riesenandrang bei Bushidos Leinwanddebüt

http://www.freundederkuenste.de/galerie/bildergalerie-veranstaltungen/gallery/113/1/1x1.html?tx_lzgallery_pi1[pointer]=2

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11.11.2011 Beginnen Sie, einfache Fragen zu stellen

Iris Nicole Masson

Einfach und plausibel: Immerfort treten dicke Männer auf und brüllen „Wachstum!“, während Spekulanten Länderdomino spielen. Beginnt endlich, Fragen zu stellen:

Warum muss man immer mehr arbeiten, wenn man immer mehr arbeitet bei immer weniger Lohn? Warum werden die Schulden größer, wenn immer mehr gespart wird? Warum werden unsere Schüler immer blöder? Warum gibt es immer mehr verblödende TV-Sender?

Warum erhöhen sich unsere Politiker fortlaufend ihre Diäten bei gleichzeitiger Verweigerung von menschenwürdigem Mindestlohn? Warum schrumpft alles andere, wenn die Wirtschaft wächst?

Warum wandert das Gesparte in fremde Taschen? Warum bilden börsennotierte Unternehmen staatsferne Parallelgesellschaften? WEIL WIR SIE GEWÄHREN LASSEN! Hört auf, Europapolitikern zu glauben. Hört auf, Wirtschaftsforschungsinstituten zu glauben.

Und hört um Gottes willen damit auf, Euch widerspruchslos erzählen zu lassen, irgendeine Entscheidung sei alternativlos gewesen. So etwas gibt es in Demokratien nicht.

www.faz.net

‎Beginnen Sie, einfache Fragen zu stellen; hören Sie auf, Europapolitikern zu glauben; nutzen Sie Ihre Handlungsspielräume.

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