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13.02.2020 Die Risse in der CDU

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten war kein Zufall, wie sich nun rausstellt. Eine andere Frage ist, wie lange kann sich die CDU einer Zusammenarbeit mit der AfD noch verweigern?

Die Risse in der CDU sind kaum noch zu übersehen. Ich will nicht unken, aber ich gehe davon aus, dass nicht wenige CDU-Abgeordnete heute schon lieber mit der AfD als mit der SPD oder den Grünen regieren wollen.

Neulich habe ich gelesen: "Angesichts des in der vergangenen Woche geradezu inflationär erhobenen Faschismusvorwurfs müsste man eigentlich darüber nachdenken, die Partei zu verbieten. Die Medien schließen in beispielloser Weise die Reihen gegen die „Wahl der Schande“?

Richtig so und standhaft bleiben

Der Vize-Chef der Thüringer CDU-Fraktion Michael Heym hat erklärt, die Stimmen der AfD für den FDP-Ministerpräsidentenkandidaten Thomas Kemmerich einkalkuliert zu haben.

„Mir war völlig bewusst, dass die AfD für Kemmerich stimmen könnte”, sagt Heym der “Zeit im Osten”. „Dass es nun so gekommen ist, finde ich nicht schlimm.“ Und weiter: „Aus meinem Wahlkreis habe ich Bestätigung erfahren: Richtig so! Standhaft bleiben!“

Die erregten Reaktionen auf Kemmerichs Wahl hätten ihn nicht überrascht, so Heym. Er kritisiert zugleich die Reaktionen aus der Bundes-CDU: „Wenn sich Frau Merkel aus Südafrika einschaltet und fordert, dass das Ergebnis ‚rückgängig‘ zu machen ist – da habe ich kein Verständnis.“

Man müsse sich nicht wundern, „wenn sich Leute, die vor 30 Jahren auf die Straße gegangen sind, angewidert von den etablierten Parteien abwenden.“

Andere wollen aber auch mit der AfD

Der Streit um den Umgang mit der rechtspopulistischen AfD hat zu einem Zerwürfnis zwischen CDU-Politikern in Sachsen-Anhalt geführt.

Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Anhalt, der Deutsch-Niederländer Kees de Vries, kündigte laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) seine bisherige Bürogemeinschaft mit dem CDU-Fraktionsvize im Landtag, Lars-Jörn Zimmer. Dieser hatte sich für eine Annäherung an die AfD ausgesprochen.

Deutsche rechnen mit AfD in Landes- und Bundesregierung

Trotz aller Abgrenzungen gegen die AfD rechnet fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) damit, dass die Partei in den nächsten zehn Jahren an einer Landes- oder sogar Bundesregierung beteiligt wird. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Laut YouGov-Umfrage findet ein Viertel der Deutschen (26 Prozent) eine Beteiligung der AfD an einer Landesregierung in Ordnung. 19 Prozent hätten auch mit einer Beteiligung der AfD an einer Bundesregierung kein Problem.
Was sagt die Kanzlerin: Merkel: "Die AfD will die Demokratie kaputtmachen"

Dazu schrieb Christian Weilmeier: Die AfD will die Demokratie kaputtmachen? Das glaube ich nicht. Die AfD lebt von der Demokratie, von Denkzettel-Wahlen, Parlamentstricksereien, wehleidigem Geschrei im Internet, vom Verklagen und Gerichtsprozessen und vielen schönen Sachen mehr.

Zu einer Diktatur wäre diese Partei gar nicht fähig, es gibt dafür weder Personal noch eine Mentalität. Also liebe Politiker und Medien entspannt euch endlich.

Parteienforscher sieht Höcke im Vorteil

Der Parteienforscher Professor Werner Patzelt glaubt, dass Höcke am Ende des Wahlkampfs mit einem Opferbonus belohnt werden dürfte. Im Morning Briefing Podcast von Gabor Steingart sagte er:

" Björn Höcke hat die Chance, ein Gewinner zu sein, wenn er sich weiter um ein flaches Profil bemüht und um die Vermeidung von skandalisierungsfähigen Aussagen. Und wenn er seine AfD als diejenige Partei darstellt, die zur Stabilität Thüringens habe beitragen wollen, und die, Alt- oder Systemparteien‘, also diejenigen Parteien, die diese staatspolitisch so wohlmeinende Hilfestellung ausgeschlagen haben.“


Für den Politologen ist die Union, die derzeit auf schwarz-grüne Bündnisse setzt, auf dem Holzweg. Die Ausgrenzungsstrategie gegenüber der AfD werde nicht funktionieren:

Die CDU hat sich in eine Sackgasse hineinmanövriert, aus der sie nicht mehr unbeschadet hervorgehen kann. Richtig wäre gewesen, die AfD gar nicht erst groß werden zu lassen, in dem man nicht klassische CDU-Positionen der AfD zur Selbstbedienung überlässt.“

Was noch: 12.02.2020: Grüne und Linke verhindern über den Bundesrat, dass die Zahl der sicheren Herkunftsstaaten vergrößert wird.

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12.02.2020 Dokumentarfotografie

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Zwischen 1992 und 1994 ließ sich eine Gruppe junger Künstler, zu denen auch der heutige Weltstar Ai Weiwei gehörte, in einem Bauerndorf kurz vor Peking nieder. Nach nur zwei Jahren schloss die Polizei die Künstlergemeinschaft, nachdem die Nachbarn sich über Nacktvorstellungen beschwert hatten.

Rückblickend scheint das kurzlebige Beijing East Village nur noch ein winziger Lichtblick in der Geschichte der zeitgenössischen chinesischen Kunst zu sein.

Doch RongRong, geboren 1968 und ein zeitgenössischer Fotograf, dokumentierte diese Jahre in seinem Buch „RongRong’s Diary: Beijing East Village“, das jüngst bei Steidl (www.steidl.de) in The Walther Collection herausgekommen ist, 248 Seiten umfasst und 48 Euro kostet.

Mit seinem Tagebuch macht RongRong dieses kurze Zeitfenster der Freiheit unsterblich. Selbst wenn es nunmehr über 25 Jahre her ist, dass er und seine Freunde mit spektakulären Performances nicht nur ihre eigenen Grenzen ausloteten, sondern die Grenzen der Kunst im Reich der Mitte selbst erweiterten.

Davon zeugen die eindrucksvollen schwarz-weiß Fotografien sowie die intimen als auch aufschlußreichen Aufzeichnungen des Künstlers, leider nur in Englisch wie chinesischen Schriftzeichen abgedruck. In China sind Ai Weiwei, RongRong, Cang Xin, Ma Liuming und Zhang Huan trotz Zensur und politischer Repression Helden hinter vorgehaltener Hand.

„RongRong’s Diary: Beijing East Village“ liefert einen aufschlußreichen Einblick in die Köpfe und Seelen dieser außergewöhnlichen Menschen, die für uns oftmals so unergründlich und fremd bleiben.

Ein ebenso faszinierender Augenöffner ist der Fotoband „A Life in a Sea of Red“ des chinesischen Fotojournalisten Liu Heung Shing, der uns die Welt mit seinem ganz besonderen Blick wahrnehmen und neu sehen läßt.

„A Life in a Sea of Red“ ist ebenfalls bei Steidl erschienen, hat 286 Seiten und enthält die beiden wichtigsten Werke des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Shing: Fotos der entscheidenden Jahrzehnte des Kommunismus in China und Russland, aufgenommen zwischen 1976 und 2017.

In Anlehnung an ein chinesisches Sprichwort über den Selbsterhalt in Zeiten großer Turbolenz zeigt dieses wahre Kunstwerk - Shings Arbeiten lediglich als Dokumentarfotografie zu bezeichnen wäre zu wenig des Lobes - Szenen der Hoffnung, Not wie den gesellschaftlichen Wandel unter und nach der kommunistischen Herrschaft.

Das nachhaltigste Foto ist wahrscheinlich das von Michail Gorbatschow während seiner Rede am 25. Dezember 1991, als er seinen Rücktritt ankündigt und damit das Ende der Sowjetunion und des Kalten Krieges einläutet.

Dieses Foto repräsentiert Shings Talent, komplexe Zusammenhänge in einem einzigen Bild zu erzählen. Der Pulitzer-Preis für diese Serie war wohl verdient.

„A Life in a Sea of Red“ kostet 85 Euro, ist jeden Euro wert und wie „RongRong’s Diary: Beijing East Village“ ein visueller Türöffner in eine Kultur, mit der wir uns in der Zukunft noch intensiv auseinandersetzen müssen. Für mich sind diese beiden Bände erstmal Teil der Völkerverständigung. Ich empfehle sie sehr.

Sönke C. Weiss

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12.02.2020 vorsicht in den netzwerken

GFDK - Reden ist Silber - David Rölleke

David Rölleke ist Experte für Online-Reputation und nahm bundesweit in den letzen Tagen oft Stellung zum Pocher-Wendler-Streit, indem er erklärte, was Michael Wendler genau für Fehler macht und wie er sich nun verhalten muss.

Doch ist das nicht der einzige Promi, der sich in den sozialen Netzwerken gefährlich falsch verhält. Davon gibt es Viele. Der Trend mit den Instagram -  Stories ist sehr gefährlich.

Es gibt gerade in der Model-Branche viele weibliche Promis, die kleine Kinder haben und wenn man die Stories genauer betrachtet - und das kann man, weil die meisten alle zwei Stunden eine Story hochladen, um die Reichweite zu maximieren- fällt einem auf, dass genau diese Personen oft drei oder vier Tage hintereinander in drei Ländern sind und das Kind ist nicht dabei.

Wenn man dann wieder in der Heimatstadt angekommen ist, geht es erstmal in die Sauna und jeden Abend wird natürlich täglich lecker Wein getrunken. Wer hier eins und eins zusammenzählt könnte schnell Kommentare wie: du "Rabenmutter" oder " Alkoholikerin" schreiben.

Da die meisten Promis viele Promi-Magazine in Ihren Storys und bei Ihren Beiträgen markieren, würde ein solcher Kommentar vernichtend sein und bei etwas Pech wird eine Stunde später getitelt: "Ist Frau XY eine Rabenmutter?"

Das steht dann im Internet und sobald noch der Alkohlvorwurf hochkommt ist unter Umständen sogar das Jugendamt von einem Hater informiert worden und dann werden die Schlagzeilen größer. Auf diese Details wird fast nie geachtet.

Bei den Fussballern ist es ja das Gleiche: Claudio Pizarro postete vor einiger Zeit ein Urlaubs-Foto mit einem Bier im Pool, während sich der SV Werder Bremen im Abstiegskampf befand. Aber er hatte Urlaub und Urlaub ist eine Privatsache, daher sollte er das nicht öffentlich machen.

Es gibt auch zahlreiche Fussballer, die Ihren Urlaub in Dubai verbringen und sich ein Goldsteak für 1200 Euro bestellen ( Fall Ribery ) und es bei Instagram posten.

Sollte der Verein zum Beispiel eine Wirtschaftliche Krise haben oder der Spieler fordert mehr Gehalt ein, heißt es es bei den Fans schnell: Warum sollen wir dem Typen denn sein dummes Gold-Steak bezahlen. Schnell könnten Fans Werbebanner dazu erstellen und der Ruf ist hin.

Das Gleiche ist es bei den Partys und im Umgang mit Alkohol. Fussballern würde ich davon abraten, ihr Privatleben zu kommunizieren, auch wenn Ihre - meistens sehr hübschen Frauen- sich stolz mit Ihrem Helden in den sozialen Netzwerken präsentieren, um die eigene Reichweite zu erhöhen, ist es wenig förderlich.

Man kann gerne dosiert gemeinsame Fotos nach Rücksprache mit dem Berater hochladen, aber von beweglichen Stories bitte Abstand halten. 

Es ist ein Trend, der völlig unterschätzt wird.

David Rölleke ist ein Experte im Bereich der Online-Reputation und berät in diesem Bereich Wirtschaftsunternehmen und Prominente.

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09.02.2020 Gewählt ist gewählt?

GFDK - Reden ist Silber - Klaus Miehling und Gottfried Böhmer

Gewählt ist gewählt, sollte man meinen, aber Pustekuchen, nicht in Deutschland. Wir halten einmal fest. Demokratisch legimitierte und gewählte Abgeordnete haben in einer freien Wahl den FDP-Politiker Thomas Kemmerichs zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt. PUNKT und AUS.

Aber das Geschrei hört bis heute nicht auf. Da heisst es, eine fünf Prozent-Partei könne keinen Ministerpräsidenten stellen. Warum eigentlich nicht? In anderen Ländern werden Parteilose mit einer sozusagen NULL-Prozent-Partei zum Regierungschef gewählt. Und Kermmerich machte ohne Umschweife überdeutlich klar, dass er nicht gedenke, mit der AfD zusammenzuarbeiten.

Wenn es den Grünen, Linken und der SPD um die Demokratie gegangen wäre, hätten sie ohne Probleme den gewählten Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich in der Regierungsarbeit unterstüzen können. Dass, was diese Parteien veranstalten, das ist der eigentliche "Dammbruch" in unserer viel beschworenen Demokratie.

Bodo Ramelow, der Spitzenkandidat der Linken, verbreitete mit bester Laune nach der Wahl Bilder von Kemmerich, Hitler und Höcke auf Twitter, um die Situation in Thüringen zu illustrieren.

Die Heuchler sind am Werk

Der FDP-Heuchler Christian Lindner hat bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen nun "Fehler" eingestanden. „Ich habe die Skrupellosigkeit der AfD im Umgang mit höchsten Staatsämtern unterschätzt“, sagte er der „Bild am Sonntag“. So geht Machterhalt und Schuldzuweisung.

Was sich in Thüringen abgespielt hat, spottet jeder Beschreibung. Der am Mittwoch gewählte Ministerpräsident von der FDP kündigte am Donnerstag seinen Rücktritt an und hat ihn nun vollzogen, mit der Begründung, er „wolle den Makel der Unterstützung durch die AfD vom Amt des Ministerpräsidenten nehmen“.

Was für ein Kindergarten. Lieber nimmt man in Kauf, dass die Stasi-Partei wieder an die Macht kommt. Vielleicht sollte die AfD dann für Ramelow stimmen. Die AfD hat am Sonntag ihren Abgeordneten zu dessen Wahl geraten. Logischerweise dürfte er die Wahl dann nicht annehmen.

Thüringens Ex-Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) hat die AfD für ihre Empfehlung, ihn bei einer erneuten Ministerpräsidenten-Kandidatur zu wählen, scharf attackiert. „So agieren Demokratieverächter“, schrieb Ramelow im Kurznachrichtendienst Twitter. Wer Wissen will, wer die echten Faschisten sind sollte diesen Artikel lesen - Die Zivilgesellschaft und ihre linken Schlägertruppen.

Geschichtsfälschungen der Linken

Zuvor hatte der linke Leiter der thüringischen Staatskanzlei an den neuen Ministerpräsidenten geschrieben: „Sie müssen damit leben ein Ministerpräsident von Gnaden derjenigen zu sein, die Liberale, Bürgerliche, Linke und Millionen weitere in Buchenwald und anderswo ermordet haben.“

Welch eine sachlich falsche und widerwärtige Aussage. Seine eigene Partei, die Linke, hat als SED „Republikflüchtlinge“ und, beispielsweise durch inszenierte Unfälle, auch Regierungskritiker ermordet. Und es wurde immer verrückter:

„Die CDU-Spitze hat nach der umstrittenen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen nach Angaben von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer ‚einstimmig‘ Neuwahlen im Freistaat empfohlen.“

Die CDU möchte also lieber einen linken Ministerpräsidenten als einen von der FDP? Das spricht ja Bände darüber, wo diese Partei inzwischen gelandet ist.

In seinem Bericht über eine Fernsehdiskussion zum Thema schreibt ein Redakteur der Qualitätsmedien: „Das Verwaltungsgericht Meiningen hat im vergangenen Jahr entschieden, dass es gerechtfertigt sei, den Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke als Faschisten zu bezeichnen.“

Das Gericht hat lediglich entschieden, dass man ihn im Rahmen der Meinungsfreiheit als Faschist bezeichnen DARF, nicht, dass es „gerechtfertigt“ sei. Gerechtfertigt ist hier allerdings wieder einmal der Begriff „Fake News“.

Vorsicht vor Gratulationen

Während eine Abgeordnete der Linken dem Ministerpräsidenten den üblichen Gratulations-Blumenstrauß vor die Füße warf und von ihren Genossen wahrscheinlich dafür als Heldin gefeiert wird, wurde der Ost-Beauftragte der Bundesregierung Christian Hirte, ein Mitglied der CDU, von der Kanzlerin zum Rücktritt gezwungen – weil er dem Ministerpräsidenten nach der Wahl gratulierte.

Stimmung und Jagd auf Andersdenkende

Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee hat den Rücktritt des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte, begrüßt. Er forderte zudem weitere Konsequenzen in der CDU. Was lernen wir daraus? Nur den Grünen und Linken darf man gratulieren.

An dem Zuschieben der Schuld durch Gratulation beteiligte sich beispielsweise auch der Zwangsgebührenjournalist Dominik Rzepka vom ZDF, der den Screenshot eines inzwischen gelöschten Tweets der CSU-Politikerin Doro Bär zeigte. Die hatte Kemmerich ebenfalls gratuliert, was im politischen Berlin und bei den halbamtlichen Medien momentan nicht als Frage des Anstands, sondern als höchst verwerflich gilt. (Don Alphonso)

Kretschmann kündigt offensiveren Kurs gegen AfD an. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte nach den Ereignissen in Thüringen einen offensiveren Kurs gegen die AfD an: Die AfD habe einen Plan, einen perfiden Plan (...): die Zerrüttung des politischen Systems und eine Unterhöhlung der Demokratie.“ Usw.

Wir freuen uns auf die inhaltliche Auseinandersetzung“, antwortete AfD-Landeschef Bernd Gögel auf Kretschmanns Ankündigung. „Aber in dem Moment, wo er von Demokratiefeindlichkeit spricht, geht er weg von der inhaltlichen Auseinandersetzung hin zu Polemik und Ausgrenzung“, sagte Gögel.

Johannes Boie Chefredakteur der WELT AM SONNTAG schrieb sehr richtig: "Die Beurteilung der Wahl als solcher, wie auch fast alles, was seither geschehen ist, schadet der Demokratie in Deutschland ebenfalls massiv und nachhaltig.

Da ist die Kanzlerin, die keine Parteivorsitzende ist, schon gar keine Präsidentin, und die sich dennoch aus Südafrika mit der Forderung meldet, dass das Ergebnis in Thüringen „wieder rückgängig gemacht werden muss“. Was ist das für ein Vorschlag, eine Wahl rückgängig zu machen?

Da sind die Journalisten und Politiker, die nicht nur vom Dammbruch sprechen, sondern vom „Zivilisationsbruch“, einem Wort, das in Deutschland in der Regel dann verwendet wird, wenn es um den Holocaust geht".

Auf „Tichys Einblick“ konnte man lesen:
    
Der Tag von Thüringen hat den finalen Beweis erbracht, dass das Modell der parlamentarischen Demokratie mit unabhängigen Bürgervertretern der Vergangenheit angehört. Es wurde ersetzt durch eine Parteienautokratie, deren Parlamentsvertreter nur noch willenlose Erfüllungsgehilfen ihrer linksgestrickten Eliten sein dürfen.“

Also, wir werden uns das Affentheater um diese Posse noch einige Zeit anschauen.

Was ist der Unterschied zwischen Deutschland und einem Irrenhaus?

Im Irrenhaus haben die Ärzte und Pfleger das Sagen.

Klaus Miehling und Gottfried Böhmer

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08.02.2020 Wie mache ich einen Bestseller

GFDK - Reden ist Silber - David Rölleke

Es ist der Traum aller Autoren - das Buch soll möglichst schnell ein Bestseller werden, am liebsten so ähnlich wie das Buch „Darm mit Charme“ von Giulia Enders oder wie das Buch „Rich Dad Poor Dad“ von Robert Kiyosaki und natürlich soll es mindestens in neun verschiedenen Sprachen vertreten sein und man möchte mit seinem Buch von Talk Show zu Talk Show reisen und durch die ganzen Verkäufe und die daraus resultierenden Aufträge steinreich werden und ganz klar: die Eröffnungsrede bei der Frankfurter Buchmesse möchte man auch halten. 

So der Plan: Doch am Ende sind - laut PR Profi David Rölleke - welcher über sechs Jahre Bücher vermarktet hat- fast alle Autoren enttäuscht, sauer, traurig, wenn sie in der Realität angekommen sind.

Das sind dann die Momente, bei denen Herr Rölleke in der Vergangenheit eine E-Mail oder einen Anruf erhalten hat und weinende Autoren ihm ihr Leid klagten.

Doch dann war es schon zu spät. Denn bei über 80.000 Büchern, welche pro Jahr erscheinen, ist es sehr schwer sich durchzusetzen.

Doch nun kommen wir zur guten Nachricht. David Rölleke hat die Buch - PR zwar zum 01.01.2020 eingestellt aber ihm ist es gelungen Bücher zu internationalen Bestsellern zu machen und seine Kunden saßen in Talk Shows und auch die Eröffnungsreden auf der Frankfurter Buchmesse hielten seine Kunden.

Möglich ist alles, man muss nur sehr diszipliniert arbeiten und verstehen, wie die Bücherwelt tickt, dann kann man einen Bestseller auf den Markt bringen.

Die Unterpunkte des Ratgebers von  David Rölleke führen wir Ihnen gerne auf:

1.Der frühe Vogel fängt den Wurm - warum Sie mindestens 6 Monate im Vorfeld planen sollten

2.Kein Journalist liest ihr Buch, wenn Sie es ungefragt in die Redaktion schicken- die Berufsgruppe steht immer unter Druck und hat wenig Zeit

3.Bilden Sie sich einen 365 Tage-Plan für Ihre Buch PR

4.Passt Ihre Vita überhaupt zu Ihrem Buch oder wollen Sie nur einem Trend folgen? Dann brauchen Sie mit der PR garnicht anfangen

5.Warum die Frankfurter Buchmesse der schlecht möglichste Zeitpunkt für Ihr Erscheinungsdatum ist und warum das Niemand versteht

6.Finger weg von Facebook und Co. Lernen Sie wie Amazon tickt, das ist für den Verkauf deutlich besser

7.Ja, ein Stand bei Thalia kostet Geld

8.So kommt ihr Buch ins TV

9.Die Macht der Kurz- und Langfassung. Sie sollten Ihr Buch für die Medien perfekt vorbereiten und sich in die Lage der Redaktionen versetzten

10.Machen Sie aus jedem Kapitel eine eigene Geschichte

Sollten diese Punkte verstanden und berücksichtigt werden, steht dem Bestseller nichts mehr im Wege.

David Rölleke arbeitete langjährig für renommierte TV- und Print-Formate und sammelte sich so das Wissen und die Kontakte an, damit er sich in der Medienbranche verselbstständigen konnte. Mit Erfolg.

Heute gilt er als einer der bekanntesten PR Manager in Deutschland und seit dem 01.01.2020 vermarktet er keine Bücher mehr, weil eine gute Buch - PR für einen PR Manager fast schon ein Vollzeit-Job ist. In diesem Bereich gibt er nur noch Coachings. 

Rölleke Medien Management
PR & Öffentlichkeitsarbeit
David Rölleke
Soester Str. 2
58339 Breckerfeld

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07.02.2020 Oliver Pocher und Michael Wendler lustig

GFDK - Reden ist Silber - David Rölleke

Oliver Pocher hat derzeit viel zu lachen. Er gewinnt in den sozialen Netzwerken täglich tausende neue Anhänger, in dem er sich mit seinen Videos über Michael Wendler lustig macht und neben Anhängern aus ganz Europa beteiligen sich auch Prominente wie Pietro Lombardi und Lilly Becker an den Aktionen und feiern Pocher für seine Kreativität.

Kreativ ist der Herr Pocher auch - keine Frage. Nur nimmt es derzeit Formen an, welche die Reputation vom „Wendler“ stark beschädigen und der Mann der einst Millionen Deutsche mit seinen Songs begeisterte, ist jetzt plötzlich „Schatziii“ und es macht den Anschein, als wisse er derzeit nicht, warum das passiert und was er dagegen unternehmen soll.

David Rölleke ist einer der führenden PR- und Reputations-Manager in Deutschland, vertritt Prominente sowie Wirtschaftsunternehmen in den Bereichen der Reputation und Kommunikation.

Er versteht es wie kein Zweiter in Zeiten der schnelllebigen Online-Welt, die negative Reputation von Unternehmen oder Prominenten wieder in die richtige Richtung zu lenken. 

Hier haben wir den Fall, dass es nach Außen den Anschein macht, dass die Freundin von Herrn Wendler der neue Familien-Star ist. Die Videos, welche auf Instagram täglich hochgeladen werden, bieten viel Angriffsfläche.

Mit einem Freund im gleichen Alter wäre es noch „süß“, aber bei dem Altersunterschied würde ich Herrn Wendler von weiteren Videos dieser Kategorie  abraten. Auch das Video von dem geschenkten Pick-UP war vom Image her nicht wirklich förderlich.

Die junge Freundin schenkt ihm ein Auto. Hier würde ich die Karrieren vollständig trennen. Man kann ja mal auf den verschiedenen Plattformen zusammen gesehen werden, nur sind die derzeitigen Love-Storys unklug, da sich Herr Wendler so alles verspielt.

Seine meisten Fans dürften im Alter von 50 plus sein, diese Zielgruppe hat er über 2 Jahrzehnte über die Tanzflächen gejagt und so hat er sich da ein gewisses Standing aufgebaut.

Allerdings werden diese Personen eh schon ihre Bedenken an der Beziehung haben und wenn Michael Wendler nun noch täglich Liebeserklärungen postet, verliert er hier an Respekt und Glaubhaftigkeit, da sich seine Fans mit solchen Aktionen nicht identifizieren können und wollen.

Die junge Generation auf Instagram wird Herrn Wendler vermutlich folgen, um viele Interne von Laura mitzubekommen und das ist ja derzeit so und auch die junge Generation findet das Verhalten im Netz nicht gut, was Oliver Pocher früh erkannt hat. Nur während Lauras Karriere gerade steil bergauf geht, muss der liebe Michael aufpassen, dass er nicht sein Gesicht verliert.

Auch die Tatsache, dass es derzeit keinen Plan für eine social media Strategie gibt oder diese ungünstig geplant ist, bringt hier viele Nachteile.

Hier liegt Herr Pocher klar vorne und seine Postings sind sehr gut durchdacht und organisiert, während Michael Wendler in seinen Storys Ausschnitte von dem Video „Gut, dass Männer nie weinen“ online stellt, obwohl er gerade eher einen weichen Eindruck macht, ist nur ein Beispiel.

7 Tipps für Michael

1. Lieber Michael, bitte trennt die Karrieren in den sozialen Kanälen und bedenke, dass deine Karriere schon viel länger ist

2. Sei stolz auf das, was du erreicht hast und strahle mehr Selbstbewusstsein aus

3. Lege dich nicht mit Herrn Pocher an, er ist zu stark und das würde peinlich enden

4. Erarbeite dir eine gute Social - Media - Strategie oder fahre die Aktivität auf den sozialen Kanälen etwas runter

5. Konzentriere dich auf deine Fans und liefere denen gute Inhalte und zeige nicht so viel aus dem Privatleben

6. Rechtfertige dich nicht zu Videos oder Kommentaren, der Sturm geht vorbei

7. Suche dir einen guten Image-Berater und mach dir einen 4- Jahreszeiten- Marketing - Plan. So hast du alle 3 Monate eine unbewusste Veränderung und kannst vom Image her oft neu anfangen

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06.02.2020 Buchbesprechung von Sönke C. Weiss

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Das Jahr: 1968. Die Story: Lukas und Harry tingeln durch die deutsche Provinz, covern die Beatles, die Kinks und Donavan, bis Lukas eines Nachts im Radio Leonard Cohens Song Suzanne hört und sich alles ändern wird.

Erschienen ist das kleinformatige Hardbackbuch „Leonard Cohen“ mit 133 Seiten in Kiepenheuer & Witschs bis heute siebenbändigen Musikbibliothek als Band fünf für zehn Euro.

anderen sechs Bücher heißen unter anderem „Die Toten Hosen“, „Take That“ und „Madonna“, wobei die Künstler in der Tat lebensverändernde Musik für die Helden dieser wohl gelungenen wie sehr unterhaltsamen Literaturreihe machen.

Klaus Modick hat „Leonard Cohen“ geschrieben. Ebenso entzückend sind die Stadtporträts aus dem französischen Verlagshaus be-poles (www.portraitsdevilles.fr). Das jüngste spielt in „Freetown“ und kommt aus der Kamera des Fotografen Robbie Lawrence.

Es sind zumeist eindringliche Porträts der Menschen aus der Hauptstadt Sierra Leones im Jahr 2017, eines der ärmsten Länder der Welt. Nun kann man dem Fotografen vorhalten, seine Arbeiten sähen zu sehr nach Kunst aus oder aber er teste, was wir visuell noch ertragen können.

Diese Entscheidung indes überlasse ich jedem selbst. Die Stadtporträtreihe kostet je Band 20 Euro für knapp 40 Fotos, 39 Ausgaben sind insgesamt erschienen und weitere in Planung.

Für 45 Euro indes bekommt man im Prestel Verlag über 250 Seiten frühe Reisefotografie von 1850 bis 1914 in dem Fotoband „Die Entdeckung der Welt“ aus einer Zeit, wo sich wohl kaum ein Fotograf einen Kopf darüber gemach hat, ob seine Sehweise politisch oder kulturell korrekt sei.

Die Autoren Gilles Fumey und Olivier Loiseaux haben ein Gesamtwerk geschaffen, von Ägypten bis Neukaledonien, in dem sich ein exotisierendes Weltbild spiegelt, das immer mit einem Quäntchen Mysterium, Abenteuer und Wahnsinn gewürzt ist.

„Die Entdeckung der Welt“ ist eine phantastische Zeitreise, durch die deutlich wird, warum insbesondere Europäer ihr eigentümliches Bild der Welt da draußen haben. Dass die englische Fotografin Kate Bellm ihr ganz spezielles Menschenbild hat, wußte die Fotokunstwelt schon lange, wieder mal neu beweist sie dies in ihrem druckfrischen Band „Amor“ aus dem Hause Hatje Cantz. 192 Seiten. 126 Fotos. 54 Euro.

Dafür bekommt der Betrachter einen sonnengetränkten Roadtrip, in dem Nackt- und Coolheit nur so aus den Seiten zu tropfen scheinen. Wir werden in ein Bohemian Rhapsody geschleudert, in das provokative Narrativ aus jeder Pore ihrer Models dampft. „Amor“ ist eine Phantasie, heiß, intim, humorvoll und macht Viagra überflüssig. Miau!

Sönke C. Weiss

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05.02.2020 die moralisch-großkotzigen Rot-Grünen

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Die Gesinnungseliten und moralisch-großkotzigen Rot-Grünen bekommen immer mehr die Oberhand, und das Bürgerlische Lager schaut tatenlos zu. Selbst wenn es darum geht das diese Damen und Herren sogar wie im Fall Hindenburg, die Geschichte umschreiben, kommt kein Wiederspruch mehr. Ich fasse den Irrsinn dieser Woche mal zusammen.

Mit einer Aussage zu Antisemitismus in muslimisch geprägten Kulturkreisen hat der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor Kritik aus mehren Parteien auf sich gezogen und ruderter ganz schnell zurück. Nun sprach Amthor von einem „Missverständnis“: Die größte Gefahr gehe von Rechtsextremisten aus. Na also, geht doch.

Aber ausgerechnet Friedrich Merz springt Philipp Amthor zur Seite, auch er sieht in der Einwanderung von 2015 und 2016 eine Ursache für den erneut erstarkenden Antisemitismus. Das schrieb das Team von Merz bei Twitter. Dafür gab es sogleich was auf die Mütze.

Und dann passiert auch noch das: Eine „Tagesschau“-Kommentatorin bezeichnet das Gedenken an die Befreiung von Auschwitz als „Privatparty“ der Israelis. Aber ich kann sie beruhigen, in 50 Jahren wird es keine Party mehr geben. Zumindest in Deutschland nicht, warum? Na ja, es sind dann einfach zu wenige Deutsche noch da, und die neue Mehrheit wird dann ganz andere Partys feiern.

Und weil das alles noch nicht genug ist, setzt der Hamburger Linke-Kandidat Tom Radtke den Klimawandel mit dem Holocaust gleich. Er bezeichnet sich auf seiner Homepage selbst als Klimaaktivist. „Seit zwei Jahren kämpfe ich gegen den Klimawandel und für radikalen Umweltschutz“, schreibt er dort. Weiter schrieb er: „Wir müssen die Klimaerwärmung jetzt stoppen, damit sich ein Holocaust nicht wiederholt.“ Auch der hat einen an der Klatsche.

Rot-Rot-Grüne Diktatur

Der ehemalige Reichspräsident Paul von Hindenburg wird von der Ehrenbürgerliste Berlins gestrichen. Das hat der Rot-Rot-Grüne Senat in Berlin beschlossen. Die drei Regierungsfraktionen hatten den Antrag eingebracht, Hindenburg die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen.

Die absurde Begründung der Rot-Grünen Faschisten "Hindenburg habe Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler berufen".

Och nee, haben die Esel in Berlin da nicht was vergessen? Bei der  Reichstagswahl am 5. März 1933  hatte die NSDAP 43.9 Prozent der Stimmen bekommen, bei einer Wahlbeteiligung von 88,74 %. Somit wurde Adolf Hitler demokratisch gewählt, und Reichspräsident Paul von Hindenburg blieb gar nichts anderes übrig als Adolf Hitler zum Reichskanzler zu berufen.

Regina Kittler (Linke) meinte: „Die Zeit, in der wir leben, erfordert wieder ein Aufstehen für Demokratie“, sagte Kittler. „Das schließt die konsequente Verurteilung von Tätern ein. Und Hindenburg war Täter.“ Ich sage mal so, Gott bewahre die Demokratie vor den Rot-Grünen. Oh, habe ich was vergessen? Paul von Hindenburg wurde zwei mal zum Reichspräsidenten gewählt, sogar mit Unterstützung der SPD.

Das kommt dabei heraus, wenn CDU, Grüne und FDP eine Regierung bilden.

Jamaika-Bündnis 30.01.2020 - Grüne sind für das „Symbol der Unterdrückung von Frauen“
Seit einem Jahr kämpft die Kieler Uni darum, das Tragen von Burka und Nikab in ihren Lehrveranstaltungen zu untersagen. Schleswig-Holsteins Grüne haben nach rund einjähriger Beratung allen Versuchen, ein Verbot der Vollverschleierung an Schleswig-Holsteins Universitäten zu ermöglichen, einen Riegel vorgeschoben.

Kita Campus-Kinderland in Erfurt

Im Fall des Campus-Kinderlandes in Erfurt hieß das: Kein Fasching in der Kita. Und keine Kostüme an Karneval. Eine Kindertagesstätte im thüringischen Erfurt verbietet Kindern Kostüme zum Fasching. Eine Kita in Erfurt, der Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen, verbietet ihren Kindern Kostüme am Rosenmontag und Karnevalsdienstag.

„Bitte verkleiden Sie Ihr Kind am Rosenmontag und Faschingsdienstag nicht“, schreibt das Kita-Team an die Eltern, wie mehrere Medien berichten. Trotzdem mitgebrachte Kostüme würden „an beiden Tagen im Fach des Kindes verbleiben“.

Die Kita wird vom Studierendenwerk Thüringen betrieben. Man habe sich einer „kultursensiblen Pädagogik“ verschrieben, heißt es zur Begründung.

In den sozialen Netzwerken wurde die Entscheidung stark kritisiert:

"Ich frage mich, was von der deutschen Kultur noch übrig bleibt.
Kitas sind familien-ERGÄNZEND, nicht familien-ERSETZEND. Meiner Meinung nach sollten Kitas überhaupt nicht mehr selbst feiern.
Als Grund nennt man u.a. Angst der Kinder vor Verkleidung bzw. verkleideten anderen Kindern. Ich habe da eher Angst vor Erziehern (m/w/d), die nicht in der Lage sind den Kindern, die Angst haben, diese Angst zu nehmen bzw. zu hinterfragen woher diese Angst kommt.
So wird die eigene Kultur unterdrückt...und das Recht auf Selbstbestimmung...
Was wird den noch alles verboten. Unseren Kindern wird alles weggenommen. Traurig sowas.
Der Wahnsinn im Lande kennt langsam keine Grenzen mehr."

Auch in einer Kita im Hamburger Stadtteil-Ottensen wollten 2019 schon die Erzieher weder kleine Indianer noch Mini-Scheichs beim Fasching sehen. So gesehen sage ich nur, der Irrsinn kennt keine Grenzen.

Die Grünen legen die Abrissbirne an unsere Schlüsselindustrien, dem Automobil und Maschinenbau an. Der Witz ist, dass diese nationalmoralistischen, politischen und vorpolitischen Eliten selber wenig hinbekommen, schrieb Ulf Poschardt, Chefredakteur von "Welt-Online".

Don Alphonso meinte,  und genauso ist das mit den Grünen: Nach dem 130-Gewitter kommen eher früher als später das Verbot jedes Fahrzeugs, das schneller als 130 fahren kann, oder wenigstens die lückenlose Überwachung. Schlimmer geht immer, das gilt für das Wetter wie für moralische Menschen, und wie heißt es nicht schon bei Brecht? „Wir brauchen keinen Hurrikan, wir brauchen keinen Taifun. Was der an Schrecken tun kann, können wir selber tun.“

Der Verbotstotalitarismus der Grünen kennt ohnehin keine Grenzen. Wiedereinführung des Prangers für Rauchen und Trinken, sowie Haftstrafen für das Parken vor meinem Hoftor und lebenslang für übelste Verbrechen wie Graffiti und achtloses Kippenwegwerfen.

Da geht noch was, ganz bestimmt. Ein Verbot von Böllern an Silvester, SUVs stehen auf der Shitlist der Grünen ganz weit oben, genauso wie Flugreisen oder das Kaminfeuer zu Hause.

Gottfried Böhmer

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04.02.2020 Stimmungsmache der Medien

GFDK - Reden ist Silber - Rainer Kahni

Das hat mir Rainer Kahni noch kurz vor seinem Tod 2015 geschrieben. Und oh ja, so ist es. Die Konzentration der Tageszeitungen ist alleine der Tatsache geschuldet, dass sich eigenständige Redaktionen nicht mehr rentieren.

Der Rahmen wird von überregionalen Medienkonzernen geliefert, die örtliche Presse berichtet mit einem Ministab an Volontären und Praktikanten allenfalls noch über die Tagungen der Kleintierzüchtervereine oder über die Umgehungsstrasse. Das liegt an der schieren Geldnot.

Die Werbeanzeigen sind dramatisch gesunken, das Internet hat die altbackenen Anzeigen in den Zeitungen abgelöst.

Ergo sind die Tageszeitungen gezwungen zu fusionieren, oder werden gleich von einem unbekannten Medienkartell wie z.B. der Holtzbrinck-Gruppe, der Burda-Gruppe, der Springer-Gruppe, die WAZ - Gruppe, der Bertelsman-Gruppe, geschluckt. Dort sitzen kühle Controller und keine Journalisten. Sie sind nur ihren Anteilseignern verantwortlich. Gewinnmaximierung ist das Ziel.

Wie erreicht man das? Durch Stimmungsmache, die die Auflagen steigern und radikale Austrocknung der journalistischen Qualität. Jeder Chefredakteur hat nur noch so viel Freiheit, wie sie ihm von seinem Konzernchef gewährt wird.

Eben diese Medienzaren sind oft sehr regierungsnah. Grosse Zeitungen in Deutschland wie zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung kämpfen um die nackte Existenz. Die altehrwürdige ZEIT gehört zur Holtzbrinck – Gruppe.

Die Besitzverhältnisse im SPIEGEL scheinen sich auch geändert zu haben. Es sind für die freie Meinungsbildung ungesunde Kartelle entstanden, die dermassen untereinander verflochten sind, dass man teilweise wortgleiche Artikel in den unterschiedlichsten Zeitungen findet. Erst kürzlich bekam dies Günter Grass schmerzlich zu spüren. Nicht umsonst sprach der Literaturnobelpreisträger von einer Hetzkampagne der Medien gegen ihn.

In Frankreich ist es nicht anders, die Ursachen sind dieselben. Grosse, angesehene Institutionen der Zeitungslandschaft wie LE MONDE, LE FIGARO, FRANCE-SOIR und viele andere wurden in den letzten Jahren oft für weniger als 50.000 Euro an irgendeinen Millionär verscherbelt, der sich die Zeitung als Hobby gekauft hat.

Sogar der Waffenhersteller Dassault hat sich eine dieser notleidenden Zeitungen zugelegt. Das ist der Untergang der Demokratie, den wir alle täglich verspüren! Doch kein Kartellamt schreitet ein! Warum wohl?

Weil es Bundeskartellamt heisst und eine Bundesbehörde ist und keine unabhängige Kartellkontrollbehörde ist. Die Beamten sind weisungsgebundene Kontrolleure. Und so sehen dann auch deren Kontrollen aus!

Legislative, Executive und Judicative sind schon bis zur Unkenntlichkeit verschmolzen. Bald fehlt auch das letzte Korrektiv des Staates: Die Meinungsfreiheit wird zu Grabe getragen und wir alle sind die Teilnehmer an dieser grausigen Leichenbestattung.

PS: Cord Schnibben (Spiegel 10.09.2013) fragte seine Leser wie ernst sie den Journlismus nehmen. Über das Ergebnis war er aber erstaunt, wir nicht.


"Schreiben voneinander ab, linke Zensoren, intellektueller Abwärtstrend, devote Hofberichterstattung, PR-Maschine, schlecht recherchiert, nur noch Agenturmeldungen kopiert, schlechtes Deutsch, solche Beschwerden zogen sich durch viele Leserkommentare."

Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.

"Johann Wolfgang Goethe"

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, war ein Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er war Mitglied von Reporters sans frontières und berichtete für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

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03.02.2020 Buchbesprechung von Sönke C. Weiss

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Seit 2018 schreibt Alexander Osang für den „Spiegel“ aus Israel; sein jüngstes Buch heißt „Die Leben der Elena Silber“, kostet 24 Euro und ist bei S. Fischer erschienen.

Inspiriert von seiner eigenen Familiengeschichte erzählt er den Lebensweg seiner Titelheldin, die aus einer russischen Provinzstadt einem deutschen Ingenieur 1936 nach Berlin folgt, wo dieser aber in den Wirren der Nachkriegszeit verschwindet und sie ihre vier Kinder alleine durchbringen muß.

Nach packenden ersten 100 Seiten verliert sich Osang dann leider in seinen Nebenfiguren, die wenig oder nichts mit der eigentlichen Story zu tun haben und uns trotzdem bis auf Seite 617 begleiten, bis wir den Roman erschöpft zur Seite legen, um uns Lisa Taddeos „drei frauen“ zu widmen:

Lisa will begehrt, Maggie verstanden und Sloane bewundert werden. Auf 413 Seiten geht es um viel Sex, der sehr wohl beschrieben wird, Lust wie Macht und spiegelt die #metoo-Generation in ihrer Psyche wie Physis.

Leider sind den Stories anzumerken, dass sie konstruiert wurden und irgendwie hat man immer wieder das Gefühl, alles schon mal bei „Sex and the City“ gesehen zu haben. 22 Euro kostet der Bestseller, der in deutsch bei Piper erschienen ist.

Dass es nach 75 Jahren keinen Schlussstrich des Gedenkens geben darf, demonstriert Andrea von Treuenfelds Buch „Leben mit Auschwitz“, das im Gütersloher Verlagshaus erschienen ist, 20 Euro kostet und auf 255 Seiten in berührenden wie persönlichen Zeugnissen Menschen zu Wort kommen läßt, die die dritte Generation nach dem Holocaust repräsentieren.

Mir persönlich fehlen angemessene Worte, um zu beschreiben, was ich beim Lesen dieses Buches empfunden habe. Ich weiß nur eines, diese Interviews sollten zur Pflichtlektüre an allen deutschen Schulen werden, vielleicht sogar weltweit, was mich zum letzten Buch der heutigen Kolumne bringt:

„Du bist so viel mehr als Deine Angst“ von Chris Gust, herausgebracht im Main Verlag. Auf 304 Seiten widmet sich die Autorin Angststörungen, die sicher zu den häufigsten Erkrankungen unserer westlichen Welt gehören und oftmals ein Tabuthema sind.

Wie Betroffene aus diesem Teufelskreis finden können, beschreibt Gust kurzweilig und amüsant aus ihrer eigenen Perspektive. Nichtsdestotrotz: Wer in der Tat unter ständigen Angstzuständen leidet, sollte sich professionelle Hilfe suchen, ein 22-Euro-Buch ist kein Anker.

Sönke C. Weiss

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