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Reden ist silber...Schreiben ist gold

14.04.2014 so wird Markus Lanz zum Bildungsfernsehen

GFDK - Gottfried Böhmer

5. Mai 2014 - Jetzt hat auch DIE WELT Giulia Enders entdeckt und schreibt "Mit ihr kriegt der Darm endlich Charme"

Manchmal ist man ganz schön verpeilt. Im letzten Monat habe ich mich gewundert, dass ein alter Artikel aus dem Jahr 2012 über 10.000 mal auf Freunde der Künste aufgerufen wurde laut unserer Statistik. Ich hatte mir den Artikel zwar mal kurz angeschaut, vielleicht zu kurz, und konnte mir keinen Reim darauf machen. Wahrscheinlich war ich im März allzusehr mit Uli Honeß und der Ukraine-Krim Krise beschäftigt.

Am Donnerstag dem 10. April 2014 schaue ich mal wieder bei Markus Lanz rein und dachte mir,"Hallo, da war doch was". In der Runde saß neben Rainer Brüderle, Natascha Ochsenknecht und Horst Lichter eine sehr hübsche junge Dame, die Markus Lanz als Buchautorin von "Darm mit Charme" vorstellte. Und da machte es "Klick" bei mir. 2012 hatten wir Giuila Enders anläßlich des Hessentags "Wissen macht Spaß - junge Wissenschaftler unterhalten mit neuen Forschungsergebnissen" beim Science Slam vorgestellt.

"Darm mit Charme" war der Titel mit dem Giulia Enders 2012 bei drei Veranstaltungen des Science Slams auftrat und den ersten Preis gewann. Der Youtube Clip von ihrem Auftritt machte im Internet eine sensationelle Karriere, fast 180.000 mal wurde der Clip angeschaut. Wir haben ihn für Euch unter dem Artikel eingebaut (sehr sehenswert).

Markus Lanz erstmals wieder mit guter Kritik

Die Berliner Literaturagentin Petra Eggers hatte den Clip auch gesehen und ermunterte Giulia Enders das Buch mit dem gleichnamigen Titel zu schreiben. Und nun sitzt sie bei Lanz und das Publikum ist von der charmanten, intelligenten Medizinstudentin fast aus dem Häuschen. Und Markus Lanz bekommt erstmals seit Monaten wieder gute Kritiken. Lanz, Frau Enders "Lassen wir uns das mal durchkauen". So begann ein heiteres Gespräch, um den menschlichen Darm "Darm mit Charme", das Erstlingswerk von Giulia Enders.

Die 24-jährige Medizinstudentin nahm die Herzen der Zuschauer im Sturm. Amüsant, heiter, sachkundig und mit leuchtenden Augen erzählt die junge Wissenschaftlerin uns etwas über den Darm und seine Funktionen. Die Abendzeitung München jubelte: "nicht schmuddelig à la Feuchtgebiete, sondern mit aufrichtiger Faszination". Und weiter: "da wird die Unterhaltungssendung zum Bildungsfernsehen".

Heiratsanträge und Liebeserklärungen an Giulia Enders

Ich muss zugeben, auch mir hat es Spaß gemacht, ihr zuzuhören und Lanz hat ihr auch den nötigen Raum dazu gegeben. Die sozialen Netzwerke waren auch von Giulia Enders begeistert. Liebeserklärungen und sogar Heiratsanträge machten die Runde.

Der Onlinejournalist Timor Niemeier gestand auf twitter "ich habe mich in Giulia Enders verliebt". Und der Spiegelreporter Ullrich Fichtner forderte sogar, dass sie eine eigene Sendung bekommt. Die Freunde der Künste wünschen der jungen Autorin, die auch ihren Doktor machen will, weiterhin viel Glück und wir versprechen, dass wir beim nächsten Mal besser aufpassen und nicht wieder so verpeilt sind.

Anmerkung der Redaktion: Noch am Donnerstag - während des Auftritts bei Markus Lanz, schoß das Buch von Enders auf Platz 6 der Bestenliste bei amazon.

Gottfried Böhmer

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09.04.2014 Deutsches Recht au Deutschem Boden?

GFDK - Rainer Kahni

Kommentar von Rainer Kahni zu den Drohnenbasen in Deutschland die gegen das Grundgesetz und Völkerrecht verstoßen.


Der Generalbundesanwalt prüft Berichte des MONITOR!

Das ist ja lächerlich. Der Generalbundesanwalt ist ein weisungsgebundener Beamter, der jederzeit vom Justizminister in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden kann. Es gibt nichts zu prüfen. Die Ermittlungen zu den Drohnenbasen in Ramstein hat MONITOR bereits abgeschlossen und darüber berichtet.

Brandon Bryant, US-Militär als Drohnen-Pilot. Zitat, von Zeit.de

"Uns wird gesagt, es sind saubere Einsätze, alles läuft präzise ab, aber die Wahrheit ist: Nichts ist sauber, es kann nie sauber sein." "Das sind schlechte Menschen und wir tun gut daran, sie loszuwerden", sagt er.

Auf deutschem Boden gilt deutsches Recht?

Wer im Ernst noch daran glaubt, dass ein Justizbeamter gegen seinen eigenen Dienstherrn ermitteln würde und dann zu dem Schluss kommen müsste, dass die ihm vorgesetzte Bundesregierung gegen das Grundgesetz und gegen das Völkerrecht verstossen würde, der glaubt auch an den Osterhasen.

Ganz andere Sauereien sind schon in den Archiven der Bundesanwaltschaft verrottet, ohne jemals zur Anklage geführt zu haben. Es ist eben ein Systemfehler, dass der Generalbundesanwalt von der Bundesregierung ernannt oder abgesetzt werden kann.

Das habe ich in meinen Büchern WEHRT EUCH und in BLUTFREITAG an Hand von zahlreichen Beispielen ausführlich beschrieben! Was wollen uns denn die deutschen Medien da vorgaukeln? Dass Deutschland etwa ein Rechtsstaat sei? Das ist ein Witz!

WEHRT EUCH  Das Buch von Rainer Kahni hier Bestellen:

Unbedingt empfehlenswert für mündige Bürger und noch schlafende "Michel"

BLUTFREITAG Das Buch von Rainer Kahni hier Bestellen:

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Zwischen den Reisen recherchiert er für seine Polit - und Justizthriller, die meist auf historischen Ereignissen beruhen. Der Stil seiner Reportagen und Thriller wird wegen seiner exacten Recherchen, sehr guten Ortskenntnissen und einer unverwechselbaren Sprachgewalt bei seinen Lesern geschätzt.

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08.04.2014 Ist die SZ der Pressesprecher der Lufthansa

Konstantin Wecker und GFDK

Anmerkung der GFDK Redaktion: Es ist eine zunehmende Unsitte das sich die Medien immer mehr zum Sprachrohr der Politik machen. Rainer Kahni schrieb für uns: Claus Kleber mutiert schon seit Jahren zur Propaganda Wind Maschiene des ZDF. Daniel Brössler, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Brüssel und Stefan Cornelius, der seit 2000 das außenpolitische Ressort der Süddeutschen Zeitung leitet betreiben ohne Not, NATO Politik.

Auch der CICERO hat sich in den vergangenen Wochen immer wieder zugunsten der Politik in Feuer geworfen.  So Titelte er sogar. „Merkel darf auch vor knallharten militärischen Signalen gegen Putin nicht zurückschrecken!“. Und die FAZ schreibt heute am 8. April 2014 nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die europäische Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung.

"Das ist ein neuer Fall von Kuschen vor dem Internet". Mit anderen Worten: Die Herren der FAZ haben überhaupt kein Verständnis für die Sorgen der Bürger, dafür aber großes Verständnis für den Innenminister.

Konstantin Wecker schreibt an seine Freunde.

Liebe Freunde,
mir geht es in diesem Punkt wie Jakob Augstein: eine Welle der Entrüstung fegte durch die deutschen Medien, als die Lufthansapiloten es wagten zu streiken. Und ich fragte mich, warum empört sich niemand über die Profite der Konzerne?

Pressesprecher der Lufthansa?

Die Süddeutsche Zeitung schrieb, als wäre sie Pressesprecher der Lufthansa: "Der Streik trifft das Unternehmen mitten in einem Sanierungsprogramm, durch das der Gewinn bis 2015 um 1,5 Milliarden Euro verbessert werden." „Die Lufthansa-Piloten müssen dringend einsehen, dass sie nicht mehr die „Herren der Lüfte“ sind, dass sie den Nimbus der Auserwählten, der Einzigartigen, der Unersetzbaren verloren haben".

Keine Entrüstung im Volk, kein Gejammer, das wird hingenommen.Dass diese Gewinne unter anderem auf dem Rücken der Niedriglöhner eingefahren werden, ist mittlerweile selbstverständlich.

Klar, Piloten verdienen gut, aber warum sollten sie nicht das Recht haben, mehr zu fordern, wenn sie in einem Unternehmen tätig sind, das exorbitante Gewinne für shareholder einfährt, die nicht daran denken, sich die Hände durch Arbeit schmutzig zu machen. Sie haben Geld investiert und erwarten, dass es sich gefälligst vermehren solle.


Aber Freunde, Geld vermehrt sich nicht! Legt doch einmal 50 Euro auf den Nachttisch und wartet darauf, dass es mehr wird. Pustekuchen. Geld "arbeitet" nicht, sondern Investoren bereichern sich an der Arbeitskraft hart arbeitender Menschen. Auch an der Unterbezahlung billiger Arbeitskräfte.
Es gibt sehr viele Menschen, für die ein richtiger Streik noch wichtiger wäre als für Piloten.


Pflegekräfte, Kassiererinnen, Lagerarbeiter, um nur einige wenige zu nennen, die Liste ist lang, aber die Gewerkschaften sind entweder zu eingeschüchtert, oder sie haben sich damit abgefunden, dass sich ausschließlich diejenigen bereichern dürfen, die am wenigsten dafür tun.


Ich habe den Aufstand der Piloten verstanden, einfach weil ich solidarisch sein will mit allen, die sich auflehnen gegen ein unmenschliches System, in dem die Geldeliten es geschafft haben - leider vor allem mit Hilfe vieler Medien - uns alle zu entsolidarisieren.


Ich bin ein Freund der Streikenden und wünsche mir wieder Gewerkschaften, die ihren Namen zu Recht tragen. Die Geschichte zeigt uns , dass totalitäre Systeme immer als erstes die Gewerkschaften zu verbieten trachteten. Die Piloten mögen zu den besser Verdienenden zählen, aber sie haben allen anderen gezeigt, dass es unser gutes Recht ist zu streiken.


Noch.

Konstantin Wecker


Wir sollten uns mit denen verbünden, die den Aufstand wagen, statt sie zu verteufeln.
Bravo Jakob Augstein!
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-kolumne-streik-der-lufthansa-piloten-ein-lehrstueck-a-962964.html
P. S:
ein aufschlussreicher Roman zumThema ist das Buch von David Peace: GB 84
(England im Jahre 1984)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-kolumne-streik-der-lufthansa-piloten-ein-lehrstueck-a-962964.html

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08.04.2014 Die fragwürdigen Neben - Einnahmen der Richter!

GFDK - Rainer Kahni

Rainer Kahni will nicht mehr an den Rechtssaat glauben.

An ih­ren Ur­tei­len ver­die­nen Rich­ter min­des­tens doppelt. Nicht zu­letzt ver­die­nen Rich­ter an der Ver­mark­tung ih­rer Ur­teile kräf­tig mit. Diese wer­den dank ei­ner ex­klu­si­ven Part­ner­schaft ver­schlag­wor­tet und kom­men­tiert an ju­ris wei­ter­ge­lie­fert, die wie­derum zahlt da­für an den an­säs­si­gen Rich­ter­ver­ein oder – am Bun­des­ge­richts­hof – an eine ei­gens da­für ge­grün­dete Her­aus­ge­ber­ge­mein­schaft.

Da­hin flie­ßen auch die Ver­kaufs­er­löse der Ent­schei­dungs­samm­lun­gen, die nicht etwa von den Ge­rich­ten, son­dern den Rich­tern in pri­va­ter Ne­ben­tä­tig­keit her­aus­ge­ge­ben wer­den. Die Wirt­schafts­wo­che ver­mu­tet ein „Mil­lio­nen­ge­schäft“ da­hin­ter.

Das Bundesjustizministerium sieht dienstliche Interessen dennoch nicht beeinträchtigt.

Dies ist aber nicht der einzige Nebenverdienst der Richter! Auch Amtsrichter verdienen oft an den von ihnen verhängten Geldstrafen, sie verteilen Listen an die Verurteilten mit "Gemeinnützigen Vereinen", an die die Straftäter ihre Geldstrafen bezahlen "dürfen".

Es kommt nicht selten vor, dass eben jene Richter in eben jenen "Gemeinnützigen Vereinen" in gutbeahlten Vorstandsposten sitzen. Deutschland soll angeblich ein Rechtsstaat sein? Wer soll denn das noch glauben?

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Zwischen den Reisen recherchiert er für seine Polit - und Justizthriller, die meist auf historischen Ereignissen beruhen. Der Stil seiner Reportagen und Thriller wird wegen seiner exacten Recherchen, sehr guten Ortskenntnissen und einer unverwechselbaren Sprachgewalt bei seinen Lesern geschätzt.

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08.04.2014 Respekt muss man sich verdienen

GFDK - Rainer Kahni

Verehrter Herr Bundespräsident, Sie reden Blech: Repräsentative Demokratie ist keine gute Demokratie und ist auch keine schlechte Demokratie, das ist überhaupt keine Demokratie! Schreiben Sie sich das endlich hinter die Löffel! Bevor Sie solche Ämter anstreben, sollten Sie einmal lernen, wie Demokratie funktioniert.

Demokratie ist nicht, wenn ein paar Lobbyisten und Politiker Entscheidungen treffen. NEIN, Demokratie ist, wenn die vom Volk direkt gewählten Abgeordneten die Entscheidungen des Volkes umsetzen. Eine Demokratie steht auf mindestens drei unabhängigen Säulen:

Der Legislative, der Exekutive und der Judikative. In Ihrer Welt ist das alles ein einziges MischMasch. Die Mitglieder der Exekutive sind auch Mitglieder der Legislative und die Executive bestimmt über die Judikative. Ein bisschen Staatslehre hätte Ihnen gut getan, anstatt sich in Kirchen zu verstecken und hinterher sich als Bürgerrechtler auszugeben.

Wenn es nach den Umfragen in den deutschen Medien geht, ist Joachim Gauck der beliebteste Bundespräsident aller Zeit. So jubeln zumindest Stern, Bild und Co, die immer wieder betonen, wie beliebt der Herr Bundespräsident ist.

Ob das so stimmt, können wir nicht bestätigen, da wir die Umfragen nicht durchgeführt haben. Allerdings sollte es zu denken geben, dass sich in einer MDR-Umfrage 77% der Befragten gegen Joachim Gauck ausgesprochen haben. Dass war den öffentlich-rechtlichen-Verantwortlichen beim MDR derart peinlich, dass sie den Artikel samt Umfrage gelöscht haben. Einen Snapshot der gelöschten Umfrage des MDR haben wir als Foto verwendet.

Von Zensur kann keine Rede sein

Von Zensur kann man aber natürlich nicht sprechen, sagen wir mal, es war eine Flurbereinigung. Die Umfrage ist sozusagen in der Waschmaschiene gelandet. Im gleichen Atemzug meldete der ARD-Deutschland Trend "Mehrheit der Deutschen hält Gauck für eine gute Wahl".

Was wir von der Redaktion Freunde der Künste feststellen können ist, dass es in den sozialen Netzwerken eine sehr kontroverse Diskussion über Joachim Gauck gibt und dabei kommt der Herr Bundespräsident nicht gut weg.

Unser Autor Rainer Kahni hat zur der jüngsten Äußerung von Herrn Gauck Stellung bezogen:

"Die direkte Demokratie kann Gefahren bergen, wenn die Bürger über hochkomplexe Themen abstimmen"(Joachim Gauck)

Verehrter Herr Bundespräsident (im Volksmund auch Grüssaugust genannt), es kann schon sein, dass Sie Recht haben, denn wir nehmen es klaglos hin, dass Sie durch ein Panoptikum von Clowns aus Politik, Wirtschaft und Show - Biz zum Präsidenten gekürt werden.

Die verfassunggebende Gewalt des Volkes

Wir nehmen es klaglos hin, dass Sie Ihre Amtspflichten verletzen, weil Sie es versäumen, gemäss Artikel 146 GG eine verfassungsgebende Versammlung einzuberufen, wie es Ihnen das Grundgesetz vorschreibt. Wir nehmen es klaglos hin, dass von deutschem Boden Drohnenkriege und Morde an Menschen in aller Welt verübt werden. Das sind völkerrechtswidrigen Handlungen.

Wir regen uns auch nicht auf, dass wir von fremden Geheimdiensten abgehört werden. Dass Kriege in aller Welt durch deutsche Soldaten geführt werden. Dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden. Dass die Alten in Pflege-KZ gesperrt werden. Dass die Schulen und Strassen verrotten bis zur Baufälligkeit, während die Bundesregierung das Geld für Banken und Bürokratien zum Fenster hinauswirft.

Dass sie jährlich laut Bundesrechnungshof 60 Milliarden Steuergelder verschwendet. Dass wir keine unabhängige Justiz haben, dass Ihr rausgeworfener Vorgänger jährlich 200.000 Euro Ehrenpension erhält und dass wir Sie, verehrter Herr Bundespräsident, überhaupt ertragen. Sie haben Recht, die direkte Demokratie birgt die Gefahr in sich, dass wir Sie und das ganze Gesindel in den Regierungen und Parlamenten zum Tempel hinausjagen.

Nur eine Bitte haben wir an Sie, wenn wir Sie schon ertragen müssen: Halten Sie um Himmels Willen die Klappe und verschonen Sie uns mit ihren weihevollen und nichtssagenden Grabreden.

Reicht es denn nicht, dass wir Sie teuer bezahlen? Sie sind der Letzte, der sich das Recht anmassen sollte, uns Bürgern Moral zu blasen. Sie fordern Respekt für sich und die Politiker? Respekt kann man nicht fordern, Respekt muss man sich verdienen.

Bundespräsident Gauck hat auf der Sicherheitskonferenz eine stärkere Rolle Deutschlands in EU und Nato gefordert. Man dürfe bei Militäreinsätzen nicht nur Nein sagen. Der FAZ Herausgeber Günter Nonnenmacher schrieb daraufhin von "Gaucks Mut". Nonnenmacher gehört wohl schon zu den Kriegsliteraten.

Jürgen Todenhöfer zu der Fordernung von Joachim Gauck dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernimmt. Auch militärisch.

"Mir ist ein Präsident lieber, der sich auf dem Oktoberfest von Freunden einladen läßt, als einer der schon wieder deutsche Soldaten ins Feuer schicken will. Von seinem sicheren Büro aus. Fast bekomme ich Sehnsucht nach Wulff. Der wollte Menschen integrieren, nicht erschlagen".

Zitat:

Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott.
(Theodor Körner)

Theodor Körner war ein deutscher Dichter und Dramatiker. Berühmt wurde er durch seine Dramen für das Wiener Burgtheater und besonders durch seine Lieder im Freiheitskampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft. Wikipedia


Wer jetzt nicht mehr Demokratie wagt , wird bald sehr viel mehr Polizei brauchen.
(Erhard Eppler)

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Zwischen den Reisen recherchiert er für seine Polit - und Justizthriller, die meist auf historischen Ereignissen beruhen. Der Stil seiner Reportagen und Thriller wird wegen seiner exacten Recherchen, sehr guten Ortskenntnissen und einer unverwechselbaren Sprachgewalt bei seinen Lesern geschätzt.

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07.04.2014 Hat Deutschland einen Verfassungsminister?

GFDK - Rainer Kahni

Der Innenminister ist in Deutschland auch der Verfassungsminister! Einer der vielen Konstruktionsfehler dieser Republik. Dabei hat Deutschland weder eine vom Volk selbstbestimmte Verfassung gemäss Artikel 146 GG, sondern nur ein " Staatsfragment" namens Grundgesetz, wie es einer der Gründungsväter der Bundesrepublik Prof. Dr. Carlo Schmid im Jahre 1949 so treffend beschrieb.

Es gibt aber einen Verfassungsminister, einen Verfassungsschutz und ein Verfassungsgericht. Das ist Hochstapelei. Nun hat sich wenigstens das sogenannte Bundesverfassungsgericht einigermassen freigeschwommen vom Einfluss der Politik, obwohl und auch das ist ein Konstruktionsfehler, eben jene Verfassungsrichter nach dem Parteienproporz von einem Richterwahlausschuss des Bundestages ausgesucht werden.

In Karlsruhe ist man zurecht nervös

Diese Richter in Karlsruhe werden immer mehr zum Reparaturbetrieb des Rechtsstaates, denn die Gesetze, die aus den Ministerien und aus dem Bundestag kommen, sind teilweise von bedenklich schlechter Qualität, bis hin zu klaren Verfassungsbrüchen. Und dies obwohl in den Ministerien und im Bundestag bis zu 70% Juristen sitzen.

Doch dem sogenannten "Verfassungsminister" passt diese Unabhängigkeit der Richter in Karlsruhe nicht und so trifft er sich beim Edel - Italiener und bespricht mit Gleichgesinnten, wie man dieses Verfassungsgericht in seiner Macht beschränken könnte.

Bevor sich noch irgendjemand dieser Politiker des Hochverrates verdächtig macht, empfehle ich, die gesamte Judikative auf den Prüfstand zu stellen und aus der gesamten Justiz endlich eine von der Legislative und Exekutive unabhängige dritte Gewalt zu formulieren, die nicht am Rockzipfel der Politik hängt.

Die Zukunft des Verfassungsgerichts ist in Gefahr

Es ist auch nicht hinnehmbar, dass der Generalbundesanwalt ein weisungsabhängiger Beamter des Justizministeriums ist. Deutschland erfüllt nicht einmal die Mindestanforderungen an einen freien und unabhängigen Rechtsstaat! Entreisst die Justiz dem Einfluss der Lobbyisten und Parteipolitiker.

WEHRT EUCH  Das Buch von Rainer Kahni hier Bestellen:

unbedingt empfehlenswert für mündige Bürger und noch schlafende "Michel"

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Zwischen den Reisen recherchiert er für seine Polit - und Justizthriller, die meist auf historischen Ereignissen beruhen. Der Stil seiner Reportagen und Thriller wird wegen seiner exacten Recherchen, sehr guten Ortskenntnissen und einer unverwechselbaren Sprachgewalt bei seinen Lesern geschätzt.

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07.04.2014 Schaden vom deutschen Volk abzuhalten

GFDK - Michael Hesemann

Michael Hesemann

Würde Frau Merkel nicht mit Unsummen unseres Geldes den "Klimawandel" bekämpfen, bräuchten wir vielleicht gar nicht mehr zu heizen (Sarkasmusmodus aus). Aber mal ehrlich: Wie sehr will uns diese Regierung noch bevormunden?

Barbara Hendricks - Bundesumweltministerin, SPD

"Deutsche sollen bei kühleren Temperaturen einen Pullover anziehen"

Ich heize so viel, wie ich brauche, um mich wohl zu fühlen, und bin gerne bereit, mein Gas dafür in Rußland zu kaufen. Politische Krisen, die dadurch entstehen, dass meine Regierung Putschisten unterstützt, werden mich nicht davon abhalten. Hat da nicht mal jemand geschworen, "Schaden vom deutschen Volk abzuhalten"? Also ich fühle mich entschieden geschädigt, wenn ich ein halbes Jahr lang (oder länger) frieren soll.

Kein Wirtschaftskrieg gegen Putin

Von den Mehrkosten für Antibiotika und sonstige Erkältungsmittel einmal abgesehen. Und ein "Kälteopfer für die Ukraine" bringe ich bestimmt nicht (denn darum geht es wohl tatsächlich, nicht um den fiktiven "Klimawandel"), denn mich interessiert das WOHL der Ukraine, aber nicht ihre Degradierung zum Marionettenstaat Merkels oder zur Kampfzone in einem Wirtschaftskrieg gegen Putin.

Michael Hesemann ist ein international tätiger Historiker, Autor, Verleger, Dokumentarfilmer und Fachjournalist, u.a. für kirchenhistorische Themen.

Hesemann lebt und arbeitet in Düsseldorf und Rom.

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04.04.2014 Käfighaltung von Menschen

GFDK - Jürgen Todenhöfer

Jürgen Todenhöfer schreibt an die Freunde.

Liebe Freunde, nicht nur dem Hubschrauber Arafats hat man die Flügel weggeschossen. Auch den 1.7 Mio Palästinensern in Gaza, dem größten Freiluft-Gefängnis der Welt. Täglich wird die Blockade härter, gnadenloser. Nirgendwo auf unserem Planeten gibt es eine derartige Käfighaltung von Menschen.


Dieser Tage befasste sich der UN-Menschenrechtsrat mit der katastrophalen humanitären Lage in Gaza. Doch kaum jemand wird darüber berichten. Es sind ja nur Palästinenser, deren Würde mit Füßen getreten wird. Von allen Seiten. Wir leben in einer feigen Welt.

Die Schmuggeltunnel aus dem Sinai sind zugeschüttet, durch die ich noch 2011 heimlich von Ägypten nach Gaza gelangen konnte. 1.370 gab es. Auch der ägyptische Grenzübergang Rafah ist fast immer geschlossen. Israel blockiert alle anderen Luft- Land-und Wasserwege.

Die Weltöffentlichkeit aber schweigt

Auch mir hielt man eine Maschinenpistole unter die Nase, als ich über den israelischen Grenzübergang Erez nach Gaza wollte. Über Erez lässt Israel nur überteuerte Waren nach Gaza, die sich dort kaum jemand leisten kann. Gleichzeitig werden Exporte aus Gaza verhindert. Die Bevölkerung wird immer tiefer in Not, Elend und Verzweiflung getrieben.

Die Arbeitslosigkeit explodiert. Fast 80 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Von weniger als 2 Dollar am Tag. Das ist zu wenig zum Leben, zum Sterben zuviel. 90 Prozent des Wassers sind ungenießbar. Existieren, vegetieren können die Meisten nur mit humanitärer Hilfe der UN. Erniedrigung total für dieses stolze kleine Volk mit seiner mehrtausendjährigen Geschichte.

Ziel der unmenschlichen Einschnürung ist es, die Wirtschaft des Gazastreifens dauerhaft "am Rande des Zusammenbruchs" zu halten. Israelische Beamte haben das gegenüber der US-Botschaft mehrfach offen zugegeben. Die Weltöffentlichkeit aber schweigt zu diesem politischen Waterboarding. Die ägyptische Regierung leistet sogar stillschweigend Beihilfe, um die im Gazastreifen regierende Hamas zu schwächen. Es ist zum Weinen.

Es ist Frühling in Gaza. Auch dort die schönste Jahreszeit, die Zeit der Träume. Die Menschen von Gaza träumen von Freiheit. Von Flügeln, die sie über israelische Mauern und Stacheldrahtzäune, über zugeschüttete Tunnels hinwegtragen könnten. Doch die Hoffnung wird immer geringer. Niemand kümmert sich um die Träume der Palästinenser. VERGESST DIE EINGSCHLOSSENEN VON GAZA NICHT!

Euer Jürgen Todenhöfer

Daran möchen die Redaktion GFDK auch noch mal erinnern:


Jürgen Todenhöfer: Der nächste Lügenkrieg?

Fast alle US-Kriege der letzten Jahrzehnte begannen mit Lügen. Der Vietnam-Krieg mit der Lüge, in der Tomkin-Bucht sei ein US-Kriegsschiff angegriffen worden. Daraufhin ließ Präsident Lyndon B. Johnson Nordvietnam großflächig bombardieren. Der Golfkrieg zur Befreiung Kuwaits wurde unter anderem mit der Lüge begründet, irakische Soldaten hätten in Kuwait lebensunfähige Säuglinge aus ihren Brutkästen gerissen.

Den nächsten Krieg gegen Saddam Hussein begründeten Bush und Powell mit angeblich unwiderlegbaren Satelliten-Beweisen über die Massenvernichtungswaffen des Irak. Auch diese Beweise waren erlogen.

In Syrien sind offenbar Chemiewaffen eingesetzt worden. Ausgerechnet wenige Stunden, nachdem die UN-Inspektoren auf Einladung Präsident Bashar al-Assads in Damaskus eintrafen. Sie explodierten in einer Vorstadt von Damaskus, die nur wenige Autominuten vom Hotel der Inspektoren entfernt ist. Ist es wirklich wahrscheinlich, dass Assad den USA einen so billigen Vorwand liefern wollte, sein Land zu bombardieren? Wie viel Dummheit darf man seinen Feinden unterstellen?

Interesse an einer westlichen Militärintervention haben nur die Rebellen. Die gefährlichsten unter ihnen sind die Al-Nusra- alias Al-Qaida-Rebellen. Die Möglichkeit, dass sie die chemischen Waffen eingesetzt haben könnten, scheinen die USA nicht einmal in Erwägung zu ziehen. Obwohl sie Al Qaida sonst alles zutrauen.

Und obwohl es in den letzten zwei Jahren während und kurz vor wichtigen UNO-Beratungen zu Syrien immer wieder zu besonders widerlichen Massakern kam, die sich später als von den Rebellen inszeniertes Massaker-Marketing herausstellten. Könnten extremistische Rebellen die Chemiewaffen nicht auf demselben Wege erhalten haben wie ihre modernen Flugabwehrraketen, über die sie inzwischen verfügen? Die jetzige Beweislage ist zumindest zweifelhaft.

Rechtsstaaten haben die Pflicht, unzweifelhafte Beweise zu sammeln, bevor sie ihr Urteil fällen – und nicht umgekehrt. Ein Zivil- oder Strafrichter, der gegen diese Reihenfolge verstieße, würde wegen Rechtsbeugung ins Gefängnis geworfen.

Chemische Waffen sind scheußliche Waffen. Fast so scheußlich wie die Atomwaffen, die die USA zweimal gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt haben. Und etwa gleich abscheulich wie Uran verseuchte Munitionen, die die USA in ihren weltweiten Kriegen immer wieder einsetzten. Mit entsetzlichen Folgen. Chemiewaffen sollten weltweit überprüfbar zerstört werden. Auch in den USA, die seltsamerweise noch immer große C-Waffenvorräte besitzen.

Wir sind gegen Willkürkriege

Die deutsche Bundesregierung steht vor einer schwierigen Frage: Gilt Bündnistreue auch dann, wenn sich der wichtigste Bündnispartner zu einem Krieg aufmacht, der wieder einmal völkerrechtswidrig ist. Und der Al Qaida, die stärkste Rebellengruppe Syriens, zu Jubelstürmen veranlassen wird. Wo ist der führende deutsche Politiker, der den Mut hat zu sagen: „Wir sind gegen Willkürkriege. Egal, wer sie führt. Wir unterstützen sie auch nicht politisch.“ Die Aufgabe der Politik ist es nicht, Kriege zu ermöglichen, sondern Kriege zu verhindern.

Jürgen Todenhöfer zu der Fordernung von Joachim Gauck dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernimmt. Auch militärisch.
"Mir ist ein Präsident lieber, der sich auf dem Oktoberfest von Freunden einladen läßt, als einer der schon wieder deutsche Soldaten ins Feuer schicken will. Von seinem sicheren Büro aus. Fast bekomme ich Sehnsucht nach Wulff. Der wollte Menschen integrieren, nicht erschlagen".

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02.04.2014 Die art Karlsruhe ist lebhaft plus

GFDK - Herwig Nowak

Man kann sie ihr nicht absprechen: die Mutterrolle aller Kunstmessen, die in diesem Frühjahr stattfinden, gebührt der art Cologne. Sie feiert in diesem Jahr ihren 48.Geburtstag. Damit ist sie fürwahr eine Frau in den besten Jahren.

Nicht weniger als 200 Galerien aus 25 Ländern werden bei ihr zu Gast sein, und man kann in höchstem Masse gespannt sein, wie das hohe künstlerische Niveau der Arbeiten aus den Vorjahren in diesem Jahr seine Fortsetzung findet. Aber -warten wir das Ereignis erst einmal ab und melden wir uns dann erneut nochmals zu Wort.

Unterdessen sind auf dem Kunstmarkt neue Messen geboren worden, Töchter eben, die der Mutter das Leben nicht gerade leicht machen, weil sie mit viel Selbstbewusstsein und Ideen das Gut „Kunst“ darstellen und zu vermarkten trachten. Sie machen sich einen Markt zunutze, der vital ist und expansiv, der „in“ ist und auf dem es eine Freude ist sich zu engagieren.

Zwei der Töchter sollen hier, basierend auf eigenen Besuchen, eine kurze Würdigung finden. Die eine davon in Deutschland, die andere im fernen Ausland. Gemeint ist die art Karlsruhe und die art Dubai.

art Karlsruhe „lebhaft plus

Prima vista könnte man meinen, Deutschland sei abermals zweigeteilt und die Grenzziehung verlaufe diesmal zwischen Süd und West. Dabei ist der Süden fest in Hand der art Karlsruhe und der Westen eher Köln, Maastricht oder Brüssel zugeordnet. Nun kann man daraus für die art Karlsruhe nicht auf Provinzialität schliessen, weder der Aussteller, noch der Werke nach. Die 220 Aussteller stammen aus 13 Ländern, die sich massgeblich eben aus Süddeutschland und den umgebenden Ländern rekrutieren.

Das Messegeschehen selbst, durchgeführt in äusserst ansprechenden, modernen Hallen, zeigte vielgestaltig Facetten der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst und verdient sich das Prädikat „lebhaft plus“. Man mag den Veranstaltern gerne glauben, dass die Verkäufe ebenfalls lebhaft waren.

Dabei wird das eigentliche Messegeschehen sehr professionell ergänzt und aufgewertet durch einen Kranz von „Amendements“: der Vergabe zweier Preise, eine Sonderausstellung und einem fachkundlichen „Meeting“.

Dubai die springenden Farben des Orient

Man kann sich die Unterschiede zwischen der art Karlsruhe und der art Dubai nicht gross genug vorstellen .Erstere vielleicht als etwas brav, eben „deutsch“ ,zu charakterisieren, letztere zu apostrophieren als die springenden Farben des Orients. Ein Fest für die Augen. Die positive Bewertung der art Dubai resultiert zum einen aus  ihrer hohen Internationalität und zum anderen aus der Qualität ihrer Exponate.

Die Internationalität bezieht sich auf die vertretenen Galerien, wie geradezu zwangsläufig auch auf die Künstler. Natürlich war der Anteil der Galerien und Künstler aus den arabischen Ländern hoch, hoch war aber auch die Zahl der Galerien aus London, Paris, vereinzelt aus Deutschland.

Die Kunst war von grösster Vielgestaltigkeit .Man mag zunächst nicht glauben, wie der „Schmelztiegel der Nationen“ im Künstlerischen seinen Niederschlag finden kann. Themen, Formen, Farben, alles ist überraschend, vieles „lichtig“, einfach erstaunlich. Dabei “toppte“ das Bild zahlenmässig und qualitativ andere künstlerische Darstellungsformen. Auch in Dubai gilt: Das Bild ist wieder in.

Etwas zurückhaltender muss vielleicht die Präsentation der art Dubai in dem Hotel- und Shoppingkomplex Madinat Jumeirah ausfallen .Die Unterbringung der 85 Galerien aus 34 Ländern als Aussteller sollte möglicherweise überdacht werden, wie ebenso die Aufteilung der art Dubai in die drei Sachgebiete Contemporary, Modern und Marker vom Besucher nicht ohne weiteres nachvollzogen werden kann.

Nun findet die art Dubai als künstlerisches Ereignis keineswegs nur in dem genannten Komplex statt, sondern ist ein „gesamtstädtisches“ Ereignis an mehreren Standtorten. Hier ist zunächst das ehemalige Industriegebiet Al Quoz 1 zu nennen, das in weiten Teilen in eine äusserst attraktive Galerienlandschaft transponiert wurde. Heute also ein Muss für einen Dubaibesuch in Sachen Kunst, bei dem unbedingt dem Salsali Private Museum ein Besuch abzustatten ist. Das gesamte Gebiet wird derzeit massgeblich erweitert und wird seine Attraktivität dadurch nochmals erhöhen.

Von den Begleitveranstaltungen der art Dubai seien hier die Design Days Dubai genannt, die die Eindrücke, die die art Dubai auf dem Gebiet der Kunst vermittelt, für das künstlerische Design erweitert. Dank internationaler Partizipation von Galerien sind die Design Days Dubai ein ebenbürtiger Partner der art Dubai.

Alles in allem: Dubai sehen und übrigens auch dort gesehen werden.

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Herwig Nowak

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01.04.2014 Sternheims Pseudo-Helden

GFDK - Liane Bednarz

Tom Kühnel und Jürgen Kuttner inszenieren „Aus dem bürgerlichen Heldenleben – Die Hose. Der Snob. 1913“ am Münchner Residenztheater

Farbenfrohe Bollywood-Kulisse, herrschaftliches Kontor der deutschen Großindustrie, Zen-Bonsaigärtchen vor luxuriöser Villa. So sehen die drei Kulissen aus, in denen Tom Kühnel und Jürgen Kuttner dem Publikum am Münchner Residenztheater Carl Sternheims „Aus dem Bürgerlichen Heldenleben – Die Hose, Der Snob, 1913“ präsentieren.

Der Zyklus „Aus dem bürgerlichen Heldenleben“ entstand in den Jahren von 1908-1923 und umfasst insgesamt sieben Dramen. Die drei nun in München Gezeigten bilden die „Maske-Trilogie“ und handeln vom Emporkommen einer kleinbürgerlichen Familie in die Großbourgoisie und Aristokratie.

Sternheims Pseudo-Helden

Sternheims Maske-Stücke erfreuen sich derzeit einer Art Mini-Renaissance an deutschen Bühnen und sind seit dem letzten Sommer etwa auch am Schauspielhaus Bochum zu sehen. Ein Grund dafür mag sein, dass sie sich gut in die heutige Zeit der Finanz-, Banken- und Eurokrisen adaptieren lassen, diese bitterbösen Darstellungen des Bürgertums der „Plüschzeit“, wie der Autor die späte wilhelminische Epoche nannte.

Eine Zeit, in deren „Wirrwarr“, wie der Lyriker und Literaturhistoriker Ernst Stadler bereits 1914 schrieb, nur noch „die gesinnungstüchtige Dumpfheit und selbstsichere Borniertheit“ Bestand hatten. Zum Beispiel, so Stadler, in Gestalt von Theobald Maske, der in „Die Hose“ der „fast ins Dämonische gesteigerte Typus einer gegen alle menschlichen Gefühle gefeiten Philiströsität“ erscheine.

Oder in der Figur von Maskes Sohns Christian, dem „Snob“, für Stadler „ein schlechthin Milieuloser, der nichts mehr ist als Geste“, der perfekte „Komödiant seiner Rollen“, der über keinen „geringsten Bruchteil vom Menschlichkeit und Gefühlen“ mehr verfüge. Beide sind also Pseudo-Helden.

Wie man Sternheim spielen muss

Ähnlich gestrickte Pseudo-Helden zeigten sich nicht nur hierzulande inmitten der krisengeschüttelten letzten Jahre zuhauf. Gier und Skrupellosigkeit prägten so manche Aufstiegsstory im Turbokapitalismus. Keine schlechte Idee also, Sternheims Maske-Trilogie anno 2014 auf diesem Tableau zu zeichnen, wie es zumindest das Programmheft ankündigte. Mit der Umsetzung allerdings hapert es.

Ungeachtet aller komödiantischen Aspekte bieten vor allem „Die Hose“ und „Der Snob“ einen enormen Spielraum, das Abgründige und Philisterhafte der Figuren genau auszuleuchten. Hellmuth Karasek wies bereits 1976 darauf hin, dass Sternheims „ungemütliche szenische Schnelligkeit“, ja seine „Grellheit“ nicht „durch Grellheit überboten“ werden dürfe, dass die „Knappheit“ „nach Ergänzung, nach Auffüllung zu verlangen“ scheine. Genau hieran scheitern Kühnel und Kuttner in München.

Bollywood in München

Grell und schrill beginnt der Abend, grell und pathosüberladen endet er. Man starrt auf einen Zwischenvorhang, der als Reklametafel für eine an eine Rolex angelehnte luxuriöse Herrenuhr dient (Bühne und Video: Jo Schramm). Rechts daneben der Sternheim-Spruch: „Ist erst der Mann da, folgt die Zeit“. Doch Luxus ist im ersten Teil der Trilogie ansonsten fehl am Platz.

Vielmehr geht es nach Indien, eine kleine Hütte mit Wellblechdach erscheint, und unter schriller Bollywood-Musik kommen sie laufend, auf einer Fahrrad-Rikscha bzw. auf Mopeds auf die Bühne: die „fünf Spießer“, wie Sternheim die Figuren des Stücks im Jahre 1918 nannte.

Oliver Nägele spielt Theobald Maske, der - im beigen klassisch-indischen Männergewand - seine Sari-tragende Frau Luise (Hanna Scheibe) schlägt und auch sonst respektlos behandelt, vor allem nachdem sie auf offener Straße ihre Unterhose verloren und so das für den Kleinbürger so wichtige Ansehen der Familie gefährdet hat.

Indes lockt dieser Vorfall zwei erotisch angestachelte und vor allem zahlungswillige Untermieter an. Der hüstelnde Wagnerfreak und Neurastheniker Mandelstam (Jens Atzorn) erscheint als Muslim, mit Bart und traditioneller Kleidung. Gut, auch das passt zur indischen Gesellschaft. Warum der Lebenskünstler und Nietzsche-Fanatiker Scarron (Franz Pätzold) ein braunes Glitzer-Sakko zu schwarzer Hose trägt, erschließt sich hingegen weniger.

Vor allem aber bleibt die Frivolität der scheinbar braven Spießerin und Kirchgängerin Luise Maske, die sich von den beiden Verehrern recht gerne umgarnen lässt, in Hanna Scheibes Spiel leider an der Oberfläche. Stattdessen Grellheit all überall – was würde bloß Karasek dazu sagen? Immer wieder dröhnend laute Bollywood-Musik, Videosequenzen mit indischen Tänzerinnen und dann, auch das noch, ein indischer Tanz Luise Maskes mit der drallen Nachbarin Gertrud Deuter (Katharina Pichler; Choreographie: Michael Schmieder)), die kurz darauf mit Theobald bereitwillig ins Schlafzimmer geht.

All das ist bisweilen, man muss es leider so sagen, schlichtweg kitschig, nah dran am Musical, übrigens gerade auch dann, wenn Mandelstram Theobald Maske hohle Phrasen voller Pathos zu Wagners „Fliegendem Holländer“ entgegenschmettert. Man fragt sich unweigerlich, was diese ganze indische Kulisse überhaupt soll.

Die Armut der Maskes verdeutlichen? Tut sie nicht, immerhin ist die Szenerie kein Slum. Mal ganz abgesehen davon, dass die Maskes bei Sternheim ohnehin kein Prekariat, sondern Kleinbürger sind. Vielleicht rührt die Idee daher, dass Theobald im Originalstück mehrfach eine Seeschlange erwähnt, die wieder „in den indischen Meeren“ aufgetaucht sein soll. Wäre da nicht Oliver Nägeles fabelhafte Darstellung des bornierten und empathielosen Kleinbürgers, man wäre wohl noch enttäuschter von der „Hose“.

Aalglatter Snob

Nahtlos geht es über in den „Snob“. Die indische Hütte verschwindet nach hinten und gibt den Weg frei für den hineingleitenden, auf Marmorsäulen stehenden Schreibtisch von Christian (Johannes Zirner), den Sohn der Maskes. Er hat es geschafft, fast zumindest, steht vor dem Sprung, Generaldirektor des größten Unternehmens des Landes zu werden.

Dazu gilt es alles hinter sich zu lassen, was gesellschaftlich stört: Die Geliebte, die ihm den Aufstieg ermöglicht hat und vor allem die peinlichen Eltern. Sie werden deshalb verstoßen bzw. verheimlicht, jedenfalls bis sich die Möglichkeit eröffnet, mit Marianne Palen (Friederike Ott) die Tochter eines verarmten Grafen (Gerhard Peilstein) zu heiraten, womit man dann doch vor den Eltern angeben will.

Eigentlich bietet, wenn das Programmheft schon so sehr betont, man wolle Sternheims Egozentriker „mit der Signatur der Gegenwart“ versehen und „den sozialen Aufstieg aus dem Handbuch der Globalisierung“ zeigen, „Der Snob“ alle Möglichkeiten, anno 2014 in Christian Maske die gierigen Jungspunde zu zeigen, die Boni-getriebenen Investmentbanker, Hedgefonds-Manager und Derivatehändler, die Teil der Finanzkrise waren und sind.

Die Aufsteiger-Jungs, die männlichen „Social Climber,“ für die das Sahnehäubchen tatsächlich gar nicht so selten das Hineinheiraten in die Oberschicht ist. Es muss ja nicht immer so enden wie in Woody Allans „Matchpoint“. Und die dafür gerne alles geben, zugleich aber im Habitus unsicher bleiben, weil sie die Spielregeln eben nicht mit der Muttermilch aufgesogen haben.

Diese Ambivalenz ist bei Sternheim deutlich angelegt, etwa wenn Christian Maske minutenlang überlegt, wie er einen Brief an Graf Galen formuliert. In Kuttners und Kühnels Fassung wirkt er hingegen einfach wie ein aalglatter Aufsteiger, und auf die angekündigten Bezüge zur Gegenwart wartet man auch vergebens.

Kuttners Abgesang auf das bürgerliche Heldentum

Zwischendurch wird das Stück durch zwei wilde kabarettistische Einlagen von Kuttner unterbrochen, der in der ersten davon mit der Schnelligkeit eines Maschinengewehrs durchaus lustige Sprüche über den verlorenen Heroismus des Bürgertums ins Publikum hineinberlinert.

Und sich über ein verunsichertes Bürgertum mit all seinen Einzelsträngen wie nicht zuletzt den „Wutbürgern“ amüsiert, die gegen „unterirdische Bahnhöfe“ kämpfen. Auch den erkenntnistheoretischen Bogen von Descartes bis zu Juliane Werding, den Kuttner schlägt, kann man erheiternd finden. Vor allem den Moment, in dem Werdings Auftritt mit „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst“ in der ZDF Hitparade 1975 als Video eingeblendet wird.

Life of leisure im ZEN-Garten

Deutlich ernster als in den ersten beiden Teilen geht es in „1913“ zu. Der Patriarch Christian Maske steht kurz vor seinem 70. Geburtstag, auch die zweite adlige Ehefrau ist tot. Seine Tochter Ottilie (Friederike Ott), vor allem aber sein auf den Ostküsten-College-Tommy Hilfiger/Ralph Lauren-Style getrimmter und tuntig-überkandidelter Sohn Philipp Ernst (Jens Atzorn) führen ein „life of leisure“, in dem es ganz zentral darum geht, gut angezogen zu sein.

Johannes Zirner zeigt Maske als körperlich tattrigen Greis mit mobilem Tropf, der im Bonsai-ZEN-Garten meditiert, aber geistig völlig auf der Höhe ist. Und zwar so sehr, dass er den Machtkampf mit seiner ältesten Tochter Sofie (Hanna Scheibe) um die Firma in einem letzten, zum Tode führenden Kraftakt gewinnt.

Aus dem schneidigen Snob ist ein Kapitalismuskritiker mit grauem Zopf geworden, der wütend und schimpfend gegen diesen ankrächzt und seinen Sekretär Krey (Franz Pätzold) bei dessen antikapitalistischen Bestrebungen anfeuert. Irgendwie aber wirkt das alles arg aufgesetzt, eine wirkliche Interaktion der Figuren findet kaum statt, auch die Verliebtheit der Oberschichtengöre Ottilie in Krey wirkt nicht echt.

Stattdessen setzt die Regie auch hier lieber auf Grellheit. Pätzold schreit als Krey das Manifest „Der kommende Aufstand“ (Unsichtbares Komitee, 2007) ins Mikro, sein Gesicht ist dabei per Videokamera über die ganze Breite der Bühne hinweg zu sehen. Die verwöhnten Jeunesse-Dorée-Kinder legten kurz zuvor zu wummernden Techno-Beats und rhythmischen Lichteffekten eine wilde Tanzeinlage ein. Leider ist auch dieser Kontrast zwischen revolutionärem Anspruch und Hedonismus zu überzeichnet, wiederum zu grell.

Irgendwie hat diese knapp vierstündige Inszenierung etwas von einem Setzkasten. Von allem ein bisschen, aneinander- bzw. nebeneinandergereiht. Ohne einen Grundbass, ohne Tiefe. Und ist damit letztlich leider auch so bieder wie ein Setzkasten, oder, anders gesagt: sehr bürgerlich, trotz aller Schrillheit. Verhaltener Applaus.

Dr. Liane Bednarz studierte Rechtswissenschaften in Passau, Genf und Heidelberg. Sie wurde 2005 zum Dr. iur. promoviert und arbeitet als Rechtsanwältin im Bereich "Mergers & Acquisitions". Liane Bednarz war Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung.

"Der Umblätterer" (nominiert für den Grimme Online Award 2010) hat ihren Essay zur klassischen Literatur in der Tagespost vom 17. Oktober 2013 in sein Ranking "Der Goldene Maulwurf - Best of Feuilleton 2013" aufgenommen.

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