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Reden ist silber...Schreiben ist gold

09.11.2011 Es gibt keine harmlose Unterdrückung

Carsten Reinhold Schulz

Aus kulturell interessierter Sicht gibt es gute Gründe, auf die schleichend anmutende Einengung der vom Grundgesetz als unantastbar klassifizierten Begriffe der freien Meinungsäußerung näher einzugehen.

Die im Internet vielfach anzutreffenden, eher zweifelhaften Elaborate zum soeben erneuerten Terror-Bekämpfungs-Ergänzungs-Gesetz, z.B. in Diskussionsforen rechter Nationalisten wie auch in denen linker Verschwörungstheoretiker, sollten nicht davon abhalten, die Stimme als Demokrat kritisch zu erheben.

Gegen ein Klima beginnender Angst

Die Vorstellung, das weitgehend unkontrolliert, bisher strikt von der Exekutive getrennte Geheimdienste durch neue Befugnisse Möglichkeiten einer Geheimpolizei erhalten könnten, dürfte für Bürger ebenso beunruhigend sein, wie es für den Freiburger Staatsrechtler Ralf Poscher der ominöse Begriff des „Aufstachelns“ ist.

Im Regierungsentwurf soll es durch diese Wortfindung möglich sein, kritische journalistische Äußerungen, wie es das einfache Befürworten einer Sitzblockade in einem Artikel oder Blog sein könnte, zu erfassen und damit faktisch zu kriminalisieren.

Selbst wenn sich vorerst keine direkten Strafen ergeben, schaffen solche Formen der Kontrolle ein beginnendes Klima der Angst. Wer das Rückgrat der meisten Menschen einmal aus eigener Anschauung heraus kennengelernt hat, dem dürfte klar sein, welche rigiden Formen gesellschaftlicher Selbstkontrolle mit Angst zu erreichen sind.

Da kann es niemanden beruhigen, dass die Regierung einen weisen Umgang mit dem Gesetz anmahnt. 


Es gibt keine harmlose Unterdrückung


Gerade für Deutsche dürften die 1933 plakatierten Thesen zur infamen „Sammlung des zersetzenden Schrifttums“, anklingen. Dort stand geschrieben, heute eigentlich undenkbar: „Der Deutsche, der deutsch schreibt, aber undeutsch denkt, ist ein Verräter.“

Sollte in Zukunft das positive Bewerten von Sitzblockaden wieder ein verräterischer Akt gegen Deutschland sein? Vergleiche wie diese können verdeutlichen, wie dünn die Grenze zur Kulturlosigkeit ist.

Wie wir alle wissen könnten, waren die Folgen der Thesen nicht nur das Schweigen freier Kunst, sondern eine Flut kulturschaffender Exilanten und der Horror rechter Nazihorden. 

Sobald man beginnt Kontrolle über die Denk-, Meinungs- oder Anschauungsprozesse von Menschen erhalten zu wollen, beginnt der Prozess der Unterdrückung, ja, der versuchten Unterwerfung.

Dass heutzutage in demokratische Findungsprozesse eingebundene, harmlos wirkende Veränderungsabsichten als Salamitaktik daherkommen, kann nicht mehr wundern.

Genau für diese Technik der Verschleierung haben japanische Behörden, die sich bis heute alle Mühe geben den Skandal von Fukushima zu vertuschen, einen internationalen Preis für herausragende öffentliche Berichterstattung erhalten ...  

Solidarität gegen Kulturlosigkeit

Einer Äquivalenz folgend, wird man bei den im erweiterten TBE-Gesetz angedeuteten Aushöhlungen von Grundrechten, an die notstandsähnlichen Zustände während der innerdeutschen Terrorismusbekämpfung in den 1970er Jahren erinnert.

Sie führte zu kräftiger Aufrüstung in den Waffenarsenalen der Polizeikräfte und den Organen der inneren Sicherheit. Dieses, damals vom Terrorismus gewünschte Verhalten des Staates, wurde mit seiner Entlarvung als militaristischem Unrechtsstaat gleichgesetzt: ein Teufelskreis entstand. Der Effekt tritt seit geraumer Zeit praktisch deckungsgleich im „Nach-Nine-Eleven“ Zeitalter ein.

Jedes, die ­­Grundrechte einschränkende Gesetz, spielt demnach den Falken im Staat, den Extremisten und Kulturlosen in die Hände. Gesetze nämlich, zur Verhinderung von Straftaten gegen Demokratien, sind selbstverständlich notwendig.

Das kann von niemandem bestritten werden, der den fünften Artikel des Grundgesetzes jemals gelesen hat. Das Recht der freien Lehre gerät auch dort an Grenzen, wo sie den Boden des Verfassungsmäßigen verlässt.

Sobald Regierungen jedoch beginnen, Grundrechte in Abrede zu stellen, um mit solchem Reglement angeblich die Freiheiten der Demokratie zu schützen, ist nicht nur starke Vorsicht geboten: dann ist bereits die Solidarität der Menschen gefordert. Eine menschliche Solidarität, die sich gegen Anfänge sich durchsetzender Kulturlosigkeit wehren kann. 

Zwischen Reaktion und kultureller Bewegung

Politik setzt die erschaffenen Maßstäbe der menschlichen Freiheiten, Rechte und Pflichten formal ein und garantiert sie. Sie darf auf keinen Fall, demokratische Auseinandersetzungen oder Entwicklungen gegen die Demokratie selbst richten. Das nannte man früher wie heute reaktionär.

Damit steht sie Entwicklungen der Zukunft und der Kultur feindlich gegenüber. Es deutet zudem auf ein eingetretenes Verständnisproblem bei Volk und Regierung hin, die damit begonnen zu haben scheint, sich als Machtapparat vom Souverän zu entfernen.

Zugesicherte Menschenrechte und Freiheiten, wie die Freiheit der Meinungsäußerung und die Freiheit der Kunst, werden mit den erneut vorgelegten und erweiterten Gesetzen zur Terrorbekämpfung und den entsprechenden gesetzlichen Begleittexten, durch eine undurchsichtig bis teildemokratisch agierende Bundesregierung in Frage gestellt.

So sind jene bereits erwähnten, die Gesetzesverlängerung begleitenden kryptischen Äußerungen zum Thema „Aufstacheln“ gegen den Staat bestimmt nicht geeignet das Vertrauen in unsere Regierungen zu revitalisieren.

Ebenso wenig machen unter den Teppich gekehrte Entdeckungen über das Gremium der sogenannten „Neun“, das offenbar von niemandem legitimierte Entscheidungsbefugnisse besessen hat, wirklich Mut.

Auch wenn das Geheimgremium dankenswerterweise soeben vom Bundesverfassungsgericht gestoppt wurde. Wer denkt sich so etwas gefährliches aus und kommt damit durch?

Damit eine Demokratie funktionieren kann, darf sie – man traut sich kaum es zu sagen – nicht einmal kurzfristig außer Kraft gesetzt werden. An diesem Punkt scheidet uns offenbar die Macht die wir riefen.


Kontrollwahn als Ratlosigkeit der Macht

Die Liste der Länder, die in Zeiten unsicherer politischer Machtverhältnisse, über den Weg der Einschränkung und Manipulation meinungsoffener Kultur, nach neuer Stabilität streben, dürfte lang sein. So zeigen sich derzeit in Ungarn merkwürdige Verflechtungen von nationaler Überheblichkeit und einer ebenso interpretierten Freiheit der Meinung und der Kunst.

Aus ähnlichem Holz geschnitzt sind die vor einigen Jahren nachgewiesenen Eingriffe der US Regierung, die gegen Zahlungen von Millionenbeträgen mit redaktionellen Berichten in irakischen Zeitungen die Öffentlichkeit lenken wollten.

Wir denken mit Unbehagen an die Verwicklungen der Murdoch-Presse mit dem Regierungsviertel Londons oder die Verheiratung Italiens mit der Presse durch Berlusconi. Angstvoll blickt man nach Russland, wo mutige Journalisten von stillen Kräften nicht nur mundtot gemacht werden.

Selbstverständlich zeigen solche Sachverhalte und die überregulierenden Gesetzgebungen eine gewisse Ratlosigkeit der Macht. Sie hat dazu geführt, den Souverän selbst als ein mögliches Problem anzusehen. Dies ist die eigentliche Crux.

Nach fünfzig Jahren überbordender deutscher Gesetzgebung für alle Fälle, ist für die neuen Technokraten der Demokratie vermutlich kaum noch vorstellbar, das nur eine Hinwendung zu den Wünschen der Menschen und die unbedingte Durchsetzung einer nachvollziehbaren, offenen Demokratie, Perspektive und Gebot der Stunde sein kann.

Auf keinen Fall ist es die weitere Einschränkung der Menschheit durch immer engmaschigere, alle Eventualitäten einschließende Gesetzesvorgaben.

Es muss weiterhin möglich sein, einen Staat, der sich von seinen demokratischen Grundsätzen entfernt, als einen solchen zu bezeichnen.

Das gilt für die Kunst, das gilt für die Presse und für jeden einzelnen Menschen sowieso. Gesellschaftliche, kritische Auseinandersetzungen bleiben demokratische Notwendigkeiten und dürfen nicht einem angstvollen Kontrollwahn geopfert werden. 

Link zum Video:

Gesetzesänderung: »Aufstacheln« gegen Staat wird strafbar

Von: KOPP Nachrichten/ Torben Grombery

http://www.freundederkuenste.de/galerie/videogalerie/vorschau/article/gesetzesaenderung_aufstacheln_gegen_staat_wird_strafbar.html

Carsten Reinhold Schulz

Düsseldorf
Das zweite Feld der Kunst


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08.11.2011 Klassenziel erreicht!

Iris Nicole Masson

Lest bitte diesen jüngsten Skandal: Das, was unsere Politiker nunmehr planen, um der Finanzmafia zu dienen, ist nicht mal mehr mit Schwachsinn oder Geistesgestörtheit zu entschuldigen.

Haben diese Euro-Trottel denn immer noch nicht bemerkt, worauf das Ganze hinausläuft? Gezielter Ausverkauf von Europa, Ausverkauf der "Demokratie" (???), Ausverkauf der Scholle, auf der das Volk als Leibeigener dieses feudalistischen Systems noch hocken darf.

Und für diese feindliche Übernahme lecken unsere Politiker den Heuschrecken auch noch unterwürfigst deren Speichel der Gier, der aus ihren triumphierenden Mäulern trieft: Klassenziel erreicht!

Link zum Artikel:

www.sueddeutsche.de

Einige Teilnehmer des G-20-Gipfels wollen offenbar, dass Notenbanken wie die Bundesbank einen Teil ihrer Währungsreserven verpfänden, um den Euro zu retten. Das geht aus übereinstimmenden Zeitungsberichten hervor. Für Deutschland würde dies eine höhere Haftungssumme im Rettungsschirm EFSF bedeuten. ...

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08.11.2011 verjagt, denunziert, abgehört, ausspioniert, verunglimpft

Hier noch eine Verdeutlichung, warum Protestbewegungen verunglimpft werden - werden MÜSSEN von denen, die die Krise verursacht und davon profitiert haben, die weltweiten Scherben aber vom Steuerzahler aufheben lassen.

Denn allmählich bemerken diese Herrscher des Universums, dass ihre Position moralisch nicht länger vertretbar ist. Obwohl immer wieder vom Bürger herausgepaukt, profitieren sie weiterhin von expliziten und impliziten staatlichen Garantien.

Doch jeder, der auf das Offensichtliche hinweist, wird verteufelt, von der Bühne verjagt, denunziert, abgehört, ausspioniert, verunglimpft, als spinnerter Verschwörungstheoretiker abgetan, als Linker, Brauner - oder TERRORIST bezeichnet.

Doch die WAHREN Extremisten sind die Oligarchen, die jede Kritik an ihrem kriminellen Handeln zu unterdrücken suchen - mit WELCHEN Mitteln auch immer.

www.fr-online.de

Amerikas Wohlhabendste merken, dass ihre Position moralisch nicht haltbar ist. Also verteufeln sie ihre Gegner umso mehr.

WAHREN Extremisten sind die Oligarchen, die jede Kritik an ihrem kriminellen Handeln zu unterdrücken von denen, die Angst vor ihr haben, um sie durch ihre ignoranten Bemerkungen zu verunglimpfen, sich lustig zu machen über die Ängste, Nöte und Bedürfnisse der Menschen - und um ihnen u.U. dadurch den Wind aus den Segeln zu nehmen. Einfach nur UNSÄGLICH menschenverachtend.

www.fr-online.de

Die Medien finden Verständnis und Spott für die Occupy-Bewegung. Unser Autor hat sich umgesehen.

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07.11.2011 ein Hoch auf die Renaissance des gesellschaftlichen Mittelalters!

Iris Nicole Masson

Au JAA - nun kann ich endlich meine neue Burka zur Schau stellen. Und auf Prügelstrafe steh ich sowieso; da verzichte ich doch gern auf meine Gleichberechtigung als Frau.

Warum nicht auch gleich den Bürgern mit italienischem Migrationshintergrund das Recht einräumen, ihre Streitigkeiten nach den Regeln der Cosa Nostra austragen zu dürfen?

In diesem Zuge bitte auch den Verkauf von Schweinefleisch aus Rücksicht auf die Gefühle von Juden einstellen und Kühe für unantastbar erklären, um die Integration der in Deutschland lebenden Hindus nicht zu erschweren.

Ach, ja - und dafür sehen wir dann über die Abschlachtung von Christen und die Zerstörung von Kirchen in islamischen Ländern großzügig hinweg. Die Kultur des Abendlandes ist eh ein Schmarrn - und die Demokratie ebenso.

Juchhu: ein Hoch auf die Renaissance des gesellschaftlichen Mittelalters!

Link zum Artikel:

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article13688685/Islamische-Moralpolizisten-fordern-Scharia-Zonen.html

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06.11.2011 So kann das nicht weitergehen

Iris Nicole Masson

AUFWACHEN: Einem Volk wird sein Demokratie-Bestreben abgesprochen, an die Auszahlung einer weiteren Tranche an Griechenland sind zusätzliche Bedingungen geknüpft. Und WELCHE? Na, da lassen sich die Banken schon noch was einfallen.

Wie wär´s denn mit dem Verkauf der Kultstätten der griechischen Antike, für deren Besichtigung die neuen Besitzer, die Gangster in Nadelstreifen, dann Eintritt kassieren? Wie wäre es zudem mit einem Maulkorb-Erlass für das griechische Volk?

Die Verschuldung Griechenlands ist den Reichen, Großunternehmen und der Kirche geschuldet, die kaum Steuern zahlen. Zugleich drängen die USA, Deutschland, Frankreich und andere Staaten Griechenland auch weiterhin zum Kauf von teuren Rüstungsgütern:

Das Land hat die sechst höchsten Rüstungsausgaben der Welt (pro Kopf). Die "Rettungspakete" der Troika haben vor allem dem Zweck gedient, den Banken Zeit zu geben, ihre gefährdeten Staatsanleihen loszuwerden und das Risiko auf die EZB - und die Steuerzahler abzuwälzen.

Schon einmal leisteten bürgerliche Politiker, Parteien und Medien mit ihrer als „Rettung aus der Krise“ getarnten Entmündigung der Parlamente der Einführung der Diktatur Vorschub: in der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre – nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Staaten der heutigen EU.

Soll sich das jetzt wiederholen? Mit ihren Budget-Diktaten beseitigen die Euro-Retter in den Schuldenstaaten die Demokratie. Mit dem Dauer-„Soli“ der Nordhälfte für die Süd-Hälfte Europas und die Finanzierung der Rettungsfonds über deren „Hebelung“ – nur ein anderes Wort für Geldschöpfung mit oder ohne Einschaltung der Notenpresse – zerstören sie die Grundlagen der Europäischen Union.

Denn die bislang noch der Krise trotzenden Nord-Staaten der EU – allen voran Deutschland – können weder mit grenzenlos eskalierenden Staatsschulden noch der offenen Entwertung des Euro leben. Wann stehen Volk und Wirtschaft zusammen auf, diesen Wahnsinn zu stoppen?

Zu den Artikeln:

http://staseve.wordpress.com/2011/11/04/franzosischer-abgeordneter-bezeichnet-sarkozy-und-merkel-als-diktatur-praktikanten/  

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M573dac2a714.0.html?PHPSESSID=77f3fc85dfe215cf221c31e6fab22dab

 

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18.10.2011 Es lebe die Meinungsfreiheit. Es lebe die Freiheit der Kunst.“

Carsten Reinhold Schulz

Ein Blog eignet sich wegen seiner vorgegebenen Diskussionsfunktion besonders gut, um ein öffentliches und interaktives, kritisches Medium zu sein: jedem Leser steht eine Kommentarfunktion permanent zur Verfügung.

Der Düsseldorfer Friedenspreisträger von 2007, Herr Hubert Ostendorf scheint den massiven Klageweg gegen das Kunst- und Blogprojekt „Der Künstler als Kritiker“ und gegen den Blogger persönlich als Form der Auseinandersetzung zu bevorzugen.

Zumindest ist, wegen angeblicher Beleidigungen innerhalb eines konstruktiv-kritischen Artikels, eine mehrseitige Klageandrohung und Schrift seines Anwalts in der Redaktion dieses Blogs eingegangen, die mit einer fünfstellig angesetzten Schadenssumme und hohen zusätzlichen Anwaltskosten versucht, eine kritische Stimme über zweifelhafte Methoden der öffentlichen Kunstvermittlung der Galerie- und Obdachlosen-Organisation fifty-fifty mundtot zu machen.

Es zeigt sich darin eine Form der Auseinandersetzung, die man nicht von Menschen erwartet, die im Allgemeinen die eigenen Ziele und Ansichten stets auf der richtigen Seite der Güte verorten.

Aggressiver Schlag gegen ein Kunstprojekt

Tatsächlich soll hier nicht nur die jounalistische Freiheit und damit die Meinungsfreiheit mit dem Holzhammer finanziellen Drucks zertrümmert werden.

Allemal ist es auch ein aggressiver Schlag gegen ein dokumentiertes Kunstprojekt, das sich seit 2009 mit den Zusammenhängen von Macht und Kunst beschäftigt - ein Angriff also, den man von einem Galeristen, dem der aktuelle Diskurs innerhalb der Kunst nicht fremd sein dürfte, am wenigsten erwartet.

Schlimm ist jedoch, dass der Anwalt des Klägers Ostendorf von der Blogredaktion sogar die Herausgabe von Daten und Adressen Dritter (es sind tatsächlich Ihre Namen und Daten, liebe Leser), unter Androhung von Strafen und Gericht, zu erpressen versucht.

(Der anwaltliche Brief steht als PDF-Download zur Verfügung: siehe link unten). Dies ist durchaus mit dem Aufruf zu einer Straftat vergleichbar.

Klassische Unterdrückungsmethoden

Das der Galerieleiter einer sozial orientierten Beschäftigung nachgeht, um die Gewinne aus Kunstverkäufen Obdachlosen zugute kommen zu lassen, scheint den Einsatz klassischer Macht- und Unterdrückungsmethoden, wie den Gebrauch starken finanziellen Drucks gegen die Meinungsfreiheit anderer Menschen, offenbar nicht zu verhindern.

Das sich bei einem solch rigiden, antidemokratischen Vorgehen überhaupt anwaltliche Hilfe, durch den Düsseldorfer RA Rainer F., finden lässt, überrascht vollends.


Es gilt: an der in diesem Blog vom 16. September 2011 geposteten Kritik und gestellten Frage ist jetzt mehr denn je festzuhalten: wie weit haben sich Teile der Leitung des Obdachlosenprojekts „fifty-fifty“ von Ihrer eigenen sozial-verantwortungsvollen und sinnvollen Idee entfernt?

Die gute Absicht als Grundlage der Rechtsbeugung?

Mit der unreflektierten Reaktion gegen die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst hat Herr Ostendorf erneut die ursprünglich gute Idee der Organisation um Bruder Matthäus beschädigt und offenbart, dass er sich selbst zubilligt über dem Recht und den Vorstellungen anderer zu stehen oder stehen zu wollen.

Das ist überaus bedenklich zu nennen, denn die gute Tat rechtfertigt niemals die Unterdrückung anders Denkender oder gar Formen der Rechtsbeugung. Diese Art gesellschaftlicher Vorstellung berührt die beängstigende Logik der Ideologien, die freien Menschen unter Androhung von Strafen gute und schlechte Anteile zuweisen möchten.


Geforderte Einsicht, Haltung und die Suche nach neuen Formen sozialer Solidarität scheinen dringlicher denn je. Ansonsten gilt es mit lauter Stimme zu verkünden:

„Es lebe die Kritik.

Es lebe die Meinungsfreiheit. Es lebe die Freiheit der Kunst.“

Sie können die Klagedrohung hier nachlesen. Bitte klicken.


Carsten Reinhold Schulz

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23.09.2011 Als Resultat darf man sie dann getrost vergessen ...?

Carsten Reihold Schulz

Die Obdachlosenzeitung und Initiative fifty-fifty verfügt über eine Galerie und verkauft immer wieder namhafte Kunst deren Erlös den Obdachlosen zugute kommen soll. 


Das sich Künstler mit gutem Willen oder einseitigen Absichten finden, die einen Teilbetrag oder Ihre gesamten Erlöse spenden ist eine gute Sache, selbst wenn diese Methode zu einer Entpolitisierung des Themas „Obdachlosigkeit“ führt.

Längst gehören die Straßenmagazine zu einem System der Beruhigung der Öffentlichkeit bei größer werdenden sozialen Problemen.

Die Beruhigung wird interessanterweise durch den Kaufimpuls ausgelöst und bringt kaum Unwohlsein mit sich: scheinbar sind die fifty-fifty Verkäufer in Lohn und Brot. Als Resultat darf man sie dann getrost vergessen ...?

Unerträglich wird die Kombination von Kunst und Obdachlosenmagazin, wenn der Galerieleiter Herrn Ostendorf in seinem Newsletter vom 14.09.2011 versucht, das Niveau der Bildzeitung deutlich zu unterbieten, um ausreichende Verkaufserlöse zu erzielen. Der Zweck heiligt offenbar die Obdachlosen.

Da werden bei der jüngsten Verkaufsausstellung fotografischer Arbeiten einer Düsseldorfer Künstlerin mit viel zu schneller Hand Verbindungen zu den Opfern des Nazi-Terrors hergestellt, um die ausweglos schlichten Inhalte der Bilder theoretisch zu unterfüttern.

Das die Künstlerin in ihren Darstellungen Plattitüden der Sexualität nutzt (Hirsch leckt ein Geschlechtsteil, etc.) und Abbildungen nackter ästhetischer Körper mit Kunstblut und Photoshop zu Pyramiden schichtet, resultiert aus dem Willen, mit einer hinlänglich bekannten Methode aufzufallen. Warum auch nicht?

Sie wird wohl nicht anders können oder wollen. Eine lässig hergestellte Verbindung zu Nazi-Verbrechen schützt den Künstler und sein Umfeld vor Kritik und inhaltlicher Begutachtung.

Diese Bilder auf der eigenen Künstler-Homepage als „Schocker-Kunst“ anzupreisen, bestätigt dann deutlich die bereits in den Bildern bewiesene sehr einfache Zielsetzung. Diese Kunst schockiert jedoch nicht im mindesten, weil sie nichts bewegt. Besser: weil sie nicht bewegt.

Diese Bilder zeigen nichts außer, vermutlich persönlich zu nennenden, plakativen Projektionen. Auch wenn die Öffentlichkeit im fifty-fifty Newsletter um wirklich jeden Preis mit kunstvollen Inhalten versorgt werden soll. Liest das denn niemand gegen?


Dabei wird leider, quasi im Vorübergehen, Idee und Wirkung von fifty-fifty demontiert. Wenn die jetzige Galeriearbeit etwas aufzeigt, dann ist die laufende Ausstellung ein Gradmesser für die Entfremdung von der eigenen sozial orientierten Idee, zugunsten eines Wunsches nach (laut herbeigerufenen) Skandalen für die mediale Selbstinszenierung.

Wenn Herr O. beinahe süffisant schreibt, die fotografische Simulation einer Heroin-Injektion wäre ein super Aufreger, dann ist das nicht nur offensichtlich menschenverachtend


Dann hat er einige Stern-Titel der 1970/80er Jahre verpasst und ist vermutlich noch nie über die Friedrich-Ebert-Strasse gelaufen, da kann man Injektionen live sehen – ohne die für ihn offenbar reizvolle, distanzierende Simulation. 
Wie weit ist fifty-fifty selbst von Ihrer unterstützten Klientel bereits entfernt?

Die Organisation die mit einer glanzvollen Idee gestartet ist, sollte sich wieder an aktuellen Themen und Notwendigkeiten orientieren und dafür ganz neue Wege finden.

Denn: es gibt sie nicht mehr, die Bösen und die Guten und die Massen.

Es gibt jedoch Einsicht, Haltung und die Suche nach neuen Formen der Solidarität.

Carsten Reinhold Schulz

für new decontemporary

Der Künstler als Kritiker:

Mit einem Vorwort von Frederike-Alna Fuchs, Berlin

http://www.amazon.de/K%C3%BCnstler-als-Kritiker-Vorwort-Frederike-Alna/dp/3980769976

 

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25.07.2011 das böse wird der welt bewusst

Angelika Wende

das unglück

 

an einem tag ist das leben die ansammlung der dinge, die wir tun und plötzlich kommt das unerwartbare - ein unglück.

das unglück, das ist der moment der das leben in zwei teile bricht, der moment in dem alles was es vorher gegeben hat zur erinnerung an eine blasse vergangenheit ohne konturen wird und den gedanken an wie weiterleben?, zur unmöglichkeit macht.

in jedem leben ist immer auch die möglichkeit des unglücks, im leben jedes einzelnen von uns. menschen, die ein unglück trifft, gibt es jeden tag, immer und überall auf der welt. es gibt so viel unglück.

das unglück schafft schmerz, es macht fassungslos, es lähmt, es macht wütend und immer hat es die frage nach dem warum zur folge.

das unglück hat norwegen getroffen, es hat ein ganzes land getroffen, so hören und lesen wir in den medien.

das unglück hat über neunzig menschen getroffen, das unglück hat uns alle getroffen, uns, die ganze welt und die ganze welt trauert um das schreckliche unglück, weil es so unfassbar ist, so überraschend kam, so unvorstellbar grausam ist, so unvorstellbar unmenschlich, so unvorstellbar gewalttätig und so unvorstellbar groß.

das unglück ist geschehen und die welt hält für einen kurzen moment den atem an. und dann wird kommentiert, in der presse, im fernsehen. die bilder des unglücks gehen um die ganze welt und die ganze welt liest darüber, sieht sich die bilder an, gibt ihnen raum im alltag, ist fassungslos, schockiert und wütend und voller hass auf den, der das unglück erschaffen hat.

das böse wird der welt bewusst und sie ist in allem unglück doch irgendwie beruhigt, dass der täter gefunden ist, sein bild in der presse und im fernsehen erscheint.

das böse hat ein gesicht und die welt darf es benutzen für die wut, die ohnmacht, den schmerz, die trauer und den hass, den sie empfindet. ja, es ist gut dieses gesicht zu haben, das man am liebsten zerstören würde, auslöschen, weil es das unglück gebracht hat über so viele menschen und die angst hat so groß werden lassen vor dem bösen, die angst die die welt sonst so gut verdrängt, wenn kein unglück geschieht.

und alle stürzen sich auf das böse und suchen zeichen und spuren, wann es denn angefangen hat und fragen sich warum es denn nicht gesehen wurde, beizeiten, das böse und das kommende unglück und antworten finden sich keine.

das unglück lässt uns antwortlos zurück, uns und die menschen, die es getroffen hat und anhalten lassen hat, mit einem schmerz, der uns unbegreiflich ist, uns, die wir das unglück nur in den bildern der medien sehen.

über neunzig menschen, die sterben mussten, kinder, die sterben mussten, weil einer es so entschieden hat und ich denke an all die anghörigen dieser menschen, die unendlich leiden, die leiden werden ein leben lang.

über das leid dieser menschen erfahren wir nichts. wir wissen darum, aber thematisiert in den medien wird es nur am rande. es würde auch nichts nützen es zu thematisieren, wir spüren es doch alle und reden besser nicht drüber, denn irgendwo wissen wir, leid ist unteilbar und keiner von uns kann es diesen menschen abnehmen. auch unser mitleid ändert nichts. das mitgefühl macht dieses leid nicht kleiner - es macht ohnmächtig, die, die es ertragen müssen und uns, die wir darum wissen.

nach all der fassungslosigkeit, dem entsetzen und dem schock über das unglück bleibt der welt nur der blick das böse.

das böse, dem wir die verantwortung geben können, gott sei dank, denn wir sind die guten und das ist gut so, dass die guten das böse ausfindig gemacht haben, das böse, das uns so schreckliches antut, das böse, ein junger mann, der voller hass ist und aus diesem hass heraus das unfassbar grausame getan hat, das menschen leiden macht und eine ganze welt in schockzustand versetzt.

noch tagelang wird man den spuren des bösen folgen in den medien wird man sie verfolgenund irgendwann wird es aufhören, dann, wenn wir genau wissen, wie und was da alles vorging in dem bösen jungen mann, dann, wenn wir genau wissen, warum der mann das getan hat, warum er dieses unglück über die welt gebracht hat und das leid über die familien, die ihr liebstes verloren haben und über das wir nichts hören, dann wird es aufhören.

was wir jetzt hören, laut hören, sind die stimmen der politiker, die norwegen ihr beileid bekunden und wir hören in diesem land die stimme der bundeskanzlerin die am ende ihrer beileidsbekundung ausspricht: "der hass ist unser gemeinsamer feind."

ja, der hass ist unser gemeinsamer feind.

der hass ist der feind in uns selbst, den wir nach aussen projizieren, den wir mit jeder projektion weiter pflegen, den wir füttern, so lange bis er auf uns zurückschlägt. der hass, den auch der böse junge mann in sich trägt.

der hass ist unsere gemeinsamer feind, weil diese welt niemals lernen wird, dass der hass die liebe getötet hat, längst schon. machen wir weiter mit dem hassen und dem kampf gegen den hass, damit er weiter der urgrund des unglücks sein wird. irgendwo, irgendwann, jeden tag, jede minute in dieser welt, die nie begreifen wird, dass sie erntet, was sie säat.

(c) angelika wende

Angelika Wende

Vita & mehr

  • Freie Journalistin und Autorin
  • Sprecherin, Moderatorin, Schauspielerin
  • Dreizehn Jahre Fernseherfahrung als Moderatorin und Nachrichtensprecherin beim Sender PRO 7 in München und im Zweiten Deutschen Fernsehen
  • OFF- Sprecherin für ZDF, Arte und Phönix
  • Freie Mitarbeiterin der Allgemeinen Zeitung Mainz
  • Presse-und Öffentlichkeitsarbeit für die Eventagentur oncue, Mainz
  • Kreation, Umsetzung und Saloniere des "Silbernen Salon"
  • Kreation, Umsetzung und Moderatorin des Kultur Salons Mainz mit dem Produzenten oncue event & communication
  • Inhaberin der Agentur workingforart
  • Kuratorin für das Kulturamt der Stadt Mainz:
  • "Leben ist Form - die Bildhauerin Irmgard Biernath"
  • Kuratorin des Kunstvereins Eisenturm in Kooperation mit dem Kulturamt Mainz: "Generationen"
  • Laudatorin für den Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Rheinland-Pfalz
  • Freie Tätigkeit als Laudatorin in öffentlichen Institutionen und Galerien in Mainz, Wiesbaden, Berlin, Leipzig, Ludwigshafen, Kaiserslautern 

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06.07.2011 sie lebten wie gefangene im netz

Angelika Wende

Die zeit in der sie lebten hatte die dauer aus ihrem bewusstsein gestrichen. alles war flüchtig geworden. die dinge, die begegnungen, die beziehungen. ein neues jagte das alte, schon bevor das neue als selbstverständlichkeit eine chance hatte war es schon alt.

man gab sich keine mühe mehr dinge zu halten, zu behalten oder zu pflegen um sie zu erhalten, an beziehungen zu arbeiten, etwas aufzubauen was dauertüchtigkeit hatte.

achtung ließ man achtlos fallen. achtung war ein wort dessen bedeutung niemand mehr kannte. widersinnig, wie sie von nachhaltigkeit sprachen, wo sie nur noch als begrifflichkeit exisitierte. aber gerade in ihr lag die sehnsucht des modernen menschen, der spürte welchen verlust die permanente erneuerungsmaschinerie in sich trug.

der verlust vom bleiben, vom behalten dürfen, vom aufbauen auf dem alten, was gut war und wert hatte, auch das alter, das wert war geachtet zu werden. die alten hatten kein stimmrecht mehr, denn sie wurden ausrangiert, nicht gesehen als keim der wissen in sich trägt und es hätte weiter geben können, hätte man es gehört oder hören wollen.

aber das hören fiel ihnen schwer, denn die welt war laut geworden, so laut, dass sich alles laute vermischte zu einem zu lauten, das wahrnehmung taub machte für sich selbst und den anderen.

sie lebten wie gefangene im netz einer nie stillstehenden, sich überholenden kommunikationsmaschinerie, klebten wie fliegen an ihren handys, i-phones und i-pads, die sie verbanden mit dem, was sie real nicht mehr verbinden konnten. das leben lief online neben ihnen her und an ihnen vorbei.

sie waren der täuschung anheim gefallen, dies sei das leben und die gesichter blickten auf technische flächen, fixierten den blick auf apps und bunte bilder anstatt auf ein lebendiges gegenüber.

sie wunderten sich, dass sie immer einsamer wurden in sich selbst, wo sie doch ständig am sms schreiben, am e-mail versenden und posten waren, ihr leben auf internetseiten transparent machten, damit andere an ihnen verdienen konnten.

sie hielten die liebe hoch auf internetseiten und verbanden sich virtuell mit jenen, die diese sehnsucht mit ihnen teilten.

auf strassen sah man obdachlose, die ihre hände den vorrübergehenden entgegenhielten, ein almosen erbettelnd. im namen der liebe hätten es so viele almosen sein können, dass keiner hungern musste. aber die liebe war im word wide web eingesperrt.

sie hatte sich in ein wort verwandelt, das sie nicht mehr fühlen konnten, weil es inflationär benutzt wurde und sie glaubten in der tat, es immer wieder zu schreiben würde es zum leben erwecken.

die liebe aber wusste, dass sie gelebt werden musste und wurde flüchtig wie die zeit, so flüchtig, das sie bald niemand mehr greifen konnte ...

Angelika Wende

 

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27.06.2011 Und eigentlich soll Alles nur Jedem gefallen …

Carsten Reinhold Schulz

Es ist nichts Neues, daß Kunst in vordergründig schöngeistigem Habitus mit PR-Kampagnen verquirlt wird – solche Verbindungen waren, auf die eine oder andere Art, immer präsent. Es erschreckt jedoch, daß diese Auswüchse zur Regel zu werden drohen.

Niemand und schon gar kein Künstler darf sich heute darüber aufregen, dass Kunst auf immer durchsichtigere Art und Weise benutzt und bagatellisiert wird, will er nicht Gefahr laufen als Nestbeschmutzer zu gelten.

Solange es noch so aussieht als ob Kuratoren, Geldgeber und Künstler ihre kulturellen Behauptungen gemeinsam aufstellen, sind auch Besucher und Medien zufriedengestellt.

Was aussieht wie ein endlich durchgesetztes demokratisches Grundprinzip ist tatsächlich die Opferung diskutierbarer Inhalte zugunsten eines kulturellen Minimal-Konsens verschiedener Interessengruppen: man findet sich auf der Ebene öffentlicher Selbstdarstellung glückselig zusammen.

Sie bedeutet zugleich die gruselige Legitimation durch ein gemeinsam genutztes System ausschliesslich quantitativ ausgerichteter Wahrheiten.

Diese erzeugen in erster Linie den monetären Selbsterhalt im Vergleich zum qualitativ ausgerichteten subjektiven, künstlerischen Experiment, das jedoch in der Lage wäre gesellschaftliche Orientierung und Relevanz zu erzeugen.

Applaudiert wird daher mehr und mehr dem kleinsten gemeinsame Nenner.

Und eigentlich soll Alles nur Jedem gefallen …

Na, denn.

http://www.carstenreinholdschulz.de/kontakt.html

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