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Reden ist silber...Schreiben ist gold

01.02.2012 Es erscheint schon fast nicht mehr wie ein Zufall

Bruno Kramm

Es erscheint schon fast nicht mehr wie ein Zufall: Einen Tag nach dem weltweiten Seitenblackout und SOPA/PIPA Protest wird der „Great Gatsby“ der Netzwelt, Kim Schmitz aka Mr. Dotkom aka Kim Vestor samt seinem weitverzweigten Firmenimperium in einer konzertierten Interpol und FBI Aktion hoch genommen und dann aus dem Netz getilgt.

Sicher, das Schwergewicht der New „Pirate“ Economy ist kein Beichtbruder. Zu viele Anklagen und Verurteilungen wegen obskurer Geschäfte und ein offen zur Schau getragener, lasziv dekadenter Lebensstil machen den Kosmopoliten hedonistischer Prägung nicht zum Sympathieträger.

Die Vorwürfe der amerikanischen Verwerterverbände, wohl wissentlich millionenfach Urheberrechte verletzt zu haben wiegt nicht so schwer, wie sie klingt. Denn Filehosting mag ja durch SOPA/PIPA zum Straftatsbestand mit unmittelbarer digitaler Ächtung – sprich Löschung – gereichen, ist aber noch längst nicht Kraft des Gesetzes, auch wenn wir in Europa stillschweigend mit ACTA ähnliche Reichweiten und Befugnisse für die Verwerterindustrie zulassen werden.

Der öffentlich geleakte Vorwurf, auf Anweisung urheberrechtlich geschützte Werke mannigfaltig auf die eigenen Server geschaufelt zu haben, klingt schon bedrohlicher. Zumindest, wenn man nicht weiter forscht und die Intention der Uploads hinterfragt. Man fragt sich dann jedoch im gleichen Zug, warum Rapidshare noch immer läuft.


Der “kleine” Unterschied zwischen Megaupload und den anderen Filehostern und Cyberlockers liegt in der Nähe von Mr.Dotcom zur Premiumleague der Hiphop und R&B Szene.


Noch vor kurzem versuchte die Verwerterindustrie mit großem Promotionaufwand die Youtube Megaupload Hymne auf Schmitz´ s Imperium aus dem Netz zu tilgen. Die Häme war groß, als sich herausstellte, daß der Song keinerlei Rechte der Verwerter verletzte und der Song wieder auf Youtube erschien.


Was die Industrie nicht wusste: Die Vokalparts der beteiligten Künstler von Sean „Diddy“ Combs, Kanye West, Jamie Foxx bis Alicia Keys waren alle freiwillige Leistungen. Natürlich nicht ganz selbstlos, – so lässt sich spekulieren – , haben viele Urheber aus der Unterhaltungselite wohl private Deals mit der Megaupload Plattform abgeschlossen, die sie wiederum mit Pauschalen aus den exklusiven und kostenpflichtigen Download Verträgen der Megaupload User bedienten. Diverse Zitate von bekannten Hiphop Künstlern weisen darauf hin.

Nur zu verständlich, fühlen sich viele Urheber von den fadenscheinigen Deals zwischen den Verwertern und der Streamingdienste von Spotify, über Simfy und Icloud Match nachteilig behandelt. Der Großteil der Kleinstbeträge aus diesen Verträgen landet nicht bei den Urhebern sondern bei Verlagen und Verwertern.

Sicher wären Verwertungsrechte verletzt, jedoch wäre der Straftatsbestand nur noch bezüglich der verletzten Rechte bei den Verlagen ein Vergehen, der in erster Linie die Vertragsbeziehung zwischen Urheber und Verlag betrifft.
Auch hätte Megaupload die exklusiven Auswertungsrechte gegenüber den Verwertern verletzt, aber eben auch unter Duldung der Urheber.


Zumindest die astronomische Schadenssumme, die stillschweigend unter der Annahme subsummiert wurde, die Megaupload Community hätte die Werke ohne das Angebot des Filesharers auch legal erworben, verliert ein paar Ziffern.

Ob das nun für die 50 Jahre Zuchthaus ausreicht, wie von den RIAA Anwälten hysterisch gefordert, kann man getrost bezweifeln.

Warum die Contentindustrie wie von der Tarantel gestochen auf Megaupload losging, wäre wohl klar: Würde sich das Modell der exklusiven Urheber und Megaupload als neues Geschäftsmodell für alle großen wie kleinen Rechteinhaber durchsetzen, so hätte die Verwerterindustrie nicht nur ihre Macht über Repertoires und Urheber verloren, sondern schnell das gesamte Geschäftsfeld Internet.

Und hier liegt auch der Unterschied zu Rapidshare und dem verhältnismäßig moderaten Interesse der Industrie an den anderen Filesharern: Rapidshare bleibt in seiner Nische und erfüllt das Klische des klassischen Filehosters.

Bedauerlich, das Kim Schmitz sein Erlösmodell exklusiv hielt, denn es hätte auch für viele kleinere Urheber ein attraktives Angebot dargestellt. Megaupload hätte mit der ersten realen Flatrate mächtig Wirbel in der Musikbranche erzeugt.

Somit ist der Satz „Wenn SOPA kommt sind wir alle Kim Schmitz“ sogar nur die halbe Wahrheit. Mit SOPA und ACTA wird die Verwerterindustrie die Urheber noch weiter strangulieren, die eigenen Erträge erhöhen, Kultur nivellieren und die Informationsgesellschaft zu einem abgeschlossenen Karteikasten der Verwertungsrechte verwandeln.

Bruno Kramm, Jahrgang 67, geboren in München arbeite als Musiker, Musiklabelmacher und Herausgeber eines Magazins. Darüber hinaus ist er politisch im Bereich Urheberrecht/Kultur/Medienpolitik und Tierschutz aktiv.

Bruno Kramm

kontakt@dansemacabre.de

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31.01.2012 Aufdeckung von kriminellen Taten???

Bruno Kramm

Beinahe beiläufig hat der Präsident des niedersächsischen Verfassungsschutzes die „Rundum Sorglos“ Überwachung der Die Linke Abgeordneten, inklusive Telefon- und wahrscheinlich auch Trojaner-Einsatz zugegeben.

Der eifrige Schützer der Demokratie hatte sich noch Anfang letzten Jahres für die Verschärfung der Beobachtung linksradikaler Schattenwelten ausgesprochen, da seiner Meinung nach Indizien das Aufziehen eines neuen links terroristischen Frühlings im Stile der RAF belegen würden.

Die traurige Wahrheit der rechtsradikalen Terroranschläge auf ausländische Mitbürger zeigte die ganze Tragweite des systematischen Wegschauens auf.

Innenminister Friedrich, als Oberfranke und CSU Parteimitglied bayerische Zustände gewöhnt, sieht genauso wie sein Fraktionskollege Uhl wenig Verwerfliches im Bruch des verfassungsrechtlichen Schutzes der Abgeordneten.


Der reflexartigen Gleichstellung von links- und rechtsradikalen Taten mangelt es nicht nur an der Verkennung des Übergewichts von feigem Rechtsterror, sondern stellt mit dem Argument, NPD Abgeordnete würden ebenfalls beobachtet, die Partei Die Linke auf eine Stufe mit den Nationaldemokraten – der Spitze des Eisberges rechten Terrors.

Wer gleichzeitig über Jahre hinweg durch den fragwürdigen Einsatz von V-Leuten das Verbot der Gewalt tolerierenden NPD verhindert, Straftaten duldet, finanziert und deckt, darüber hinaus in den eigenen Reihen seit der Geburt der BRD eine Heimstättee für ehemalige SS, SA und NSdAP Gefolgschaft bot, braucht sich über den fast schon verharmlosenden Vorwurf, auf dem rechten Auge blind zu sein, nicht zu wundern.

Dass Innenminister Friedrich keinerlei Sensibilität für die Unversehrtheit der Persönlichkeitsrechte und der Privatsphäre hat, liegt sicher auch an seiner Herkunft: In Bayern ist bis heute das Informationsfreiheitsgesetz auf Landesebene nicht umgesetzt.

Der geistige Ziehvater, Franz Josef Strauß sah alles als Staats zersetzend an, was sich sozial, links oder grün mit freiheitlichen Ideen oder demokratischen Reformen beschäftigte.

Wahrscheinlich aus Furcht vor der bayerischen Räterepublik (dem kurzen Aufflammen kommunistischer Ideen in Bayern kurz vor dem nationalsozialistischen Untergang) ist auch heute noch die Angst vor linker Übernahme der Staatsraison ein Freudscher Reflex der strammen Bayern.


Christliche Scheinmoral, kleinbürgerliches Wachstumsidyll und Diskriminierung rationalisieren hier Ungleichheiten, bilden die klassenkonformen, in sich geschlossenen Milieus die bis heute den Wertekanon rechts konservativer Lager inspirieren und auch das radikale Lager anstiften.

Ihre politische Kumulation zwischen CSU, CDU und rechtem Rand instrumentalisiert je nach Bildungsniveau bis heute die gleichen Reflexe des deutschen Michels und das besonders in Bayern. Der Spagat zwischen stolzer Rückständigkeit und moderater Technisierung erhielt durch das blasierte und fremdenfeindliche Heimatgefühl die Glasur des verlogenen bayerischen Idylls.


Friedrichs medien- und netzpolitische Kompetenz versteht daher das Internet als globale Radikalisierungsplattform und die Vernetzung und Teilhabe als Gefahr für seine Vorstellung von Freiheit.


Sicherheitsmaßnahmen für die Bürger schützen besonders in Bayern vor freiheitlichen Bestrebungen mit der Behauptung, nur so sei der anständige Bürger vor Kriminalität zu schützen.

So spielt Friedrichs bayerischer Amtskollege, Innenminister Hermann die Gefahren der Vorratsdatenspeicherung und die Verletzung der Privatsphäre des Bürgers mit dem viel höheren Datenbestand der sozialen Netzwerke herunter.

Er unterschlägt dabei sowohl die individuelle Entscheidung des Bürgers, diese Daten Preis zugeben, als auch die weitflächig eingeführte Nutzung dieser öffentlichen Daten in Behörden zur Aufdeckung von kriminellen Taten. Die analytische Verknüpfung all dieser offen verfügbaren Daten mit den Möglichkeiten der Vorratsdatenspeicherung eröffnet jedoch das lückenlose Profil jedes Bürgers.


Das mag im bayerischen Maximilianeum vielleicht als traditionelle Selbstverständlichkeit gelten, darf aber nicht auf Bundesebene Fuß fassen.
Ein rechts inspirierter Verfassungsschutz und die Abschaffung datenschutzrechtlicher Standards öffnet die Tür zu einer totalitären Zukunft, die man sich und seinen Kinder ersparen möchte.

Bruno Kramm, Jahrgang 67, geboren in München arbeite als Musiker, Musiklabelmacher und Herausgeber eines Magazins. Darüber hinaus ist er politisch im Bereich Urheberrecht/Kultur/Medienpolitik und Tierschutz aktiv.

Bruno Kramm

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31.01.2012 sie mißbraucht ihre Monopolstellung

Petr Pandula

Sehr geehrte Leser, hier meine Meinung über die GEMA, mit der ich als Kulturschaffender auf Grund von gesetzlichen Grundlagen zu einer Koexistenz verdammt bin. Vorweg möchte ich betonen: Geistiges Eigentum muß geschützt werden und Dritte, die dieses nutzen, sollen selbstverständlich dafür auch eine Lizenz bezahlen.

Ich bin mit der GEMA und anderen Verwertungsgesellschaften auf mehreren Ebenen zu einer Zwangsgemeinschaft verdammt und habe mir daher gut 30 Jahre lang aus verschiedenen Perspektiven eine Meinung bilden können. Einmal als Komponist und Arrangeur, der vieles geschaffen hat und daher auch der GEMA beigetreten ist.

Leider aber für das, was meine Veranstalter für meine Konzerte bezahlt haben, fast nichts erhalten hat. Dann als Verleger, der viele Werke in Verlag genommen, bei Funk und TV eingepflegt, live auf Tour geschickt, natürlich der GEMA gemeldet hat, aber auch dafür fast nichts ausbezahlt bekam.

Dann als Boss einer Plattenfirma, die mechanische Lizenzen zahlen muß und last but not least als örtlicher Konzertveranstalter, der eine GEMA Abgabe für eine öffentliche Aufführung leisten muß. Ich stand und stehe sowohl auf der Seite der Empfänger als auch der Einzahlenden und ich sehe das klare Mißverhältnis.

Damit ein fairer Ausgleich stattfinden kann, bedarf es eines Transmissionsriemens zwischen den kreativen Machern und den Verwertern ihres geistigen Eigentums. Zwar bezeichnet sich unsere Gesellschaftsform als eine freie Marktwirtschaft, doch paradoxer Weise hat der Gesetzgeber der GEMA die Monopolstellung eingeräumt dieser Transmissionsriemen zu sein.

Leider ist die GEMA aber inzwischen degeneriert und mißbraucht ihre Monopolstellung. Sie wird ihrer vertrauenswürdigen Aufgabe nicht gerecht, einen gerechten Ausgleich zu schaffen, sondern betreibt immer mehr Ziele ihrer eigenen Gewinnmaximierung.

Zudem hat sich ein unsäglicher Filz zwischen der GEMA und einigen marktführenden Verlagen und den bei Ihnen unter Vertrag stehenden Komponisten entwickelt.

Die Marktführer haben die GEMA dazu instrumentiert, eine Umverteilung der Einnahmen von unten nach oben vorzunehmen. Z.B. die Kleinkunst schafft ein riesiges GEMA Aufkommen, wird aber durch das PRO Verfahren von der Verteilung weitgehendst ausgenommen und der Überschuß wird den großen Verlagen und ihren Künstlern zugeführt.

Die Kleinkünstler wie auch ihre Veranstalter werden wie Sklaven von der GEMA ausgebeutet.

Das Perfide an der GEMA ist, daß sie vorgibt, im Sinne der Künstler zu agieren. Letztendlich treibt sie nur die Kosten von Konzerten und damit die Eintrittspreise in die Höhe. Direkte Folge davon sind immer weniger Konzerte und damit vernichtet GEMA Arbeitsplätze der Künstler.

Das Geld, das sie bei Veranstaltern kassiert, kommt im seltensten Falle auch bei den Künstlern an. Alleine bei der durch Magnetic Music organisierten Tournee des Irish Folk Festivals werden bei 28 Konzerten im Schnitt 800 Euro pro Konzert an die GEMA abgeführt.

Das sind 22.400 Euro für eine Tour! Die Tournee findet seit 37 Jahren statt. Wo sind denn bitte die ca. 800.000 Euro bzw. damals noch DM geblieben? Wir haben von keinem unserer irischen Freunde gehört, dass bei ihnen auf dem Konto eine Zahlung für die Live-Aufführung aus D eingetroffen wäre.

Als ein kleiner Verlag, der etliche bei der Tournee gespielten Stücke verlegt und der GEMA gemeldet hat, bekommen wir bei Magnetic Music gerade um die 150 Euro pro Jahr für diese Tour, was nicht einmal den Arbeitsaufwand deckt, der mit der Inverlagnahme und Meldung anfällt.

Es ist also ein Verlust, unsere Aufgabe als Verlag auszuüben und das geistige Eigentum zu schützen und zu pflegen. Ich bin selber vor Jahren unangemeldet im Hauptquartier der IMRO in Dublin aufgetaucht und habe sie mit all meinen Meldungen bei der GEMA konfrontiert und wollte wissen, ob Geld aus Deutschland gekommen ist.

Nein. Es kam nicht, sagte die IMRO nach Durchsicht der Unterlagen. Wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob die irische IMRO erhaltene Gelder nicht lieber so lange behält, bis sich selber ein Komponist meldet und seinen Anteil verlangt.

Und wenn sich eben niemand meldet, dann wird es als Bonus unter den großen Verlagen und deren Klienten abzüglich Bearbeitungsgebühr verteilt. Man sollte eigentlich die GEMA auf Unterschlagung von 800.000 Euro verklagen.

Die GEMA mutet sich wie eine aus dem Ruder gelaufene Polizeieinheit an, die bei kleinen und großen Kaufleuten Schutzgelder eintreibt, diese aber nicht abführt bzw. nur an die einflußreichen Paten abzüglich Bearbeitungsgebühr weiter leitet.

Ich bin der Meinung, daß es in Bezug auf die GEMA nicht nur jetzt um einen Kampf um paar Prozente mehr oder weniger gehen sollte. Es geht um einen grundsätzlichen Kampf, ob die GEMA überhaupt noch angesichts der Fakten einen moralischen und rechtlichen Anspruch auf die Vertretung von Urhebern erheben darf. Juristisch wird es sehr schwierig sein, der GEMA beizukommen.

Aber immerhin kann man durch eine sehr gute Informationspolitik, indem man ganz konkret Mißstände bei der GEMA regelmäßig an die Medien weiter gibt und diese an den Pranger stellt, die GEMA allmählich in die Defensive drängen. Man muß der GEMA nach und nach die moralische Daseinsberechtigung entziehen und damit in die Defensive zwingen.

Dann wird sie auch vorsichtiger werden, immer mehr vom Kuchen haben zu wollen. War es denn nicht auch bei dem Kampf des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft ( abgekürzt IDKV ) gegen die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung nicht auch so? Wurde nicht der Jäger zum Gejagten?

Zunächst standen viele von uns vermittelnden Agenten vor dem Richter und wurden angeklagt "illegale Arbeitsvermittlung" zu betreiben. Viele Kollegen standen mit einem Bein im Gefängnis, weil sie Verträge zwischen Veranstaltern und Künstlern angebahnt hatten.

Also eine illegale Arbeitsvermittlung angeblich betrieben hatten, weil die BfA diese für sich in Anspruch genommen hatte. Als nach einer Reihe von erfolgreichen Prozessen das gesetzliche Monopol der BfA aufgehoben wurde, änderte sich die Situation schlagartig zum Besseren.

Das sollte für uns Kulturschaffende ein aufmunterndes Beispiel sein, die GEMA gemeinsam zu bekämpfen. Einmal juristisch und parallel dazu auch durch gezielte Informationsarbeit, die der GEMA bei der Bevölkerung die moralische Existenzgrundlage entzieht.

Natürlich bedeutet dieser Kampf nicht, daß wir geistiges Eigentum ohne Gebühren nützen wollen. Das wird uns die GEMA bei ihrer Gegenoffensive vorwerfen. Ganz im Gegenteil. Wir wollen dass geistiges Eigentum geschützt wird und die Künstler endlich das bekommen, was sie geschaffen haben.

Aktuell plant die GEMA
a.. bei Veranstaltungen bis zu 3.000 Personen eine Tariferhöhung um 2,4%,
b.. bei Veranstaltungen bis zu 15.000 Personen eine Tariferhöhung bereits in Höhe von sage und schreibe 28%
c.. und bei Veranstaltungen über 15.000 Personen eine Tariferhöhung in Höhe von immerhin 11,5%.

Doch die GEMA will weitaus mehr. Erklärtes Ziel ist ein statischer Einheitssatz von 10% im Jahre 2014. Ziel der GEMA und ihres Aufsichtsrates ist es mithin, die derzeit geltenden Effektivsätze innerhalb von 5 Jahren sukzessiv um das bis zu 5,3fache bzw. um bis zu über 400% zu erhöhen.

Und das läßt die festgeschriebene Erweiterung der Bemessungsgrundlage noch völlig außer Betracht. In ihrer grenzenlosen Gier plant die GEMA jetzt sogar eine Abgabe auf Kultursponsoring!

Eine derartige Tariferhöhung dürfte den Tatbestand des Wuchers erfüllen. Und genau das dürfte dazu führen, dass das Tariferhöhungsverlangen der GEMA schlicht unwirksam da wucherisch ist.

Angesichts der Bedeutsamkeit der Angelegenheit werden der IDKV und der VdKD (Verband dt. Konzertdirektionen ) das weitere Vorgehen in der Sache unverzüglich eng miteinander abstimmen.

Ich würde es begrüßen, wenn der IDKV und VdKD eine Klage mit dieser Begründung gegen die GEMA anstrengen würden. Man kann übrigens nicht dem Verband genügend danken für seine großartige Rolle, die er damals im Kampf gegen die BfA geleistet hat.

Eine Erhöhung der GEMA bedeutet im Klartext, daß die Kosten des örtlichen Veranstalters steigen, weil er diese Abgabe leisten muß. Jede sorgfältige kaufmännische Kalkulation hat zu Folge, daß auch ein Künstler oder seine vermittelnde Agentur den erhöhten Kosten des örtlichen Veranstalters Rechnung tragen müssen und damit auch weniger von den 100 Prozent der netto Kasseneinnahmen bekommen können. Bzw. bei einem Break immer später partizipieren werden.

Also ist eine Erhöhung der GEMA auch ein Schlag gegen die Künstler, obwohl die GEMA immer vorgibt, die Interessen der Künstler wahrzunehmen.

Ich habe meinen Grafiker einen Protestbutton kreieren lassen, den ich ab sofort auf unseren Tourneeplakaten verwenden werde. Auch auf unserer Website und bei unserer Medienarbeit. Ich stelle hiermit den Protestbutton allen anderen Kulturschaffenden zur Verfügung. Wir als Künstler und Veranstalter sind Sklaven der GEMA und es ist an der Zeit, die Ketten zu brechen und der Ausbeutung ein Ende zu bereiten.

Für diejenigen, die mehr über die Frefel der GEMA erfahren und eine Petition an den deutschen Bundestag gegen die Praktiken der GEMA unterschreiben wollen, verweise ich auf folgende Website: http://www.kult-werk.de/

Mit kämpferischen Grüßen Petr Pandula

Weitere Pressestimmen:

Pandula untermauert GEMA-Kritik, Musikwoche 17.11.2009 

Drastische Erhöhung der GEMA-Konzerttarife bedroht deutsche Veranstaltungswirtschaft, IDKV Schreiben 29.01.2009 [pdf] 

Irische traditionelle Musik und die Diskussion über Urheberrechte, Dr. Anthony McCann [pdf]

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30.01.2012 Umstände beschneiden unsere Freiheit

Angelika Wende

Jedes Leben ist durch gewisse Umstände eingeengt, durch den Beruf, den Partner mit seinen Erwartungen, die Familie und ihre Belastungen, Finanzen und ähnliches mehr. Umstände beschneiden unsere Freiheit.

Was unsere Freiheit beschneidet verhindert unser inneres Wachstum.


Nun denken manche Menschen vor lauter Tun für das äußere Wachstum über das innere Wachsen nicht so viel nach. Sie haben keine Zeit, oder keine Ambitionen oder sind zu sehr beschäftigt mit dem Wollen des mehr als genug, das sie schon haben oder dem Suchen nach dem, was sie noch zu haben müssen, denken.

Seltsam aber, dass Depressionen, Angst und Burnout Erkrankungen in unserer Gesellschaft boomen. Ich sage boomen, denn diese seelischen Krankheiten sind seit einiger Zeit auf vielen Hochglanzmagazinen die verkaufsfördernden Headlines.

Was ist das denn?


Aus Krankheiten machen wir Modewörter? Es lebt der ungesunde Trend, den wir setten. Das hat doch was. Wir lesen darüber und fühlen uns nicht mehr so falsch und so allein mit unserer wachsenden individuellen und kollektiven Pathologie und weil das jetzt öffentlich ist, denken wir, alles nicht so schlimm, haben ja viele und scheint "normal" zu sein und damit lebt es sich eine Weile wieder besser mit den Depris, den Ängsten und der Erschöpfung.

Bei manchen geht das gut. Bei anderen nicht. Die verdrängen so lange was weh tut, bis es richtig weh tut, bis sie zusammenbrechen um dann endlich die Auszeit nehmen zu dürfen, die ihre Seele "verdient" hat.

Es muss zusammenbrechen, es muss so weit kommen bis nichts mehr geht. Und dann kriecht er nach oben, nach dem Zusammenbruch, der Gedanke an das innere Wachstum. Seltsames Wesen der Mensch, ein Wesen, das dem Krug gleicht, den man zum Brunnen trägt, bis er bricht. Sind wir so hohl?

Wenn der Krug zerbrochen ist, ist guter Rat teuer. Dann beginnt die Suche nach Heilmittelchen, die den zerbrochenen Krug Seele wieder kitten sollen, anstatt die Suche nach uns selbst zu beginnen, denn das könnte unter Umständen doch genau das sein, was uns der Zusammenbruch fühlen lassen will. Da meldet sich unsere Seele, die heil sein will, werden will.

Keine Zeit! Gott sei Dank gibt es doch wunderbare Pillen, die uns ganz schnell wieder befreien von unseren Seelenschmerzen und Ausfällen und die werden fleißig geschluckt, damit wir wieder fleißig sein können, dürfen - wollen? Übrigens, Gott hat die nicht erfunden, dem fiele etwas Besseres ein, wenn wir ihn lassen würden, aber wir lassen ihn nicht, denn wir haben ihn ausgeschlossen aus unserem Leben, weil er altmodisch geworden ist und eben kein Trendsetter.

Pillen einwerfen, der Seele suggerieren, es geht wieder, denn wir wollen, dass es weiter geht. Alle wollen wir das.

Aber wollen wir wirklich oder glauben wir wollen zu müssen wegen der Umstände, dem Partner, der Arbeit, der Familie? Wahr ist - wir haben uns unser Leben so eingerichtet, dass ein Loslassen einen Kraftakt bedeuten würde, der unser Lebensgerüst zerschmettern würde. Wir haben uns ein Gefängnis gebaut, das so ausbruchsicher ist wie einst Alcatraz.

Das ist eine Wahrheit an der alle Selbstbefreiung scheitert.


Aber was ist die andere Wahrheit?
Sie ist einfach und doch schwer zu leben. Sehr schwer, denn das eigene Leben lebt sich nicht allein, auch wenn manche Esoteriker oder Life Coaches uns das als leichte Übung verkaufen wollen. Es ist schwer, weil das Eigene immer ein Teil des Ganzen ist und damit ist es verbunden und determiniert vom Ganzen.

Die eigene Freiheit in ihrer Totalität zu leben ist eine Illusion. Die Freiheit beginnt zwar im Kopf, manifestiert sich aber im Zusammenspiel mit dem, was ausserhalb unserer Köpfe ist.

Das nennt man Realität, also das, worauf sich das Kollektiv seit Menschengedenken geeinigt hat und das Kollektiv scheisst erst mal auf die individuelle Freiheit des Einzelnen, denn der ist in dieses Kollektiv untrennbar eingebunden und damit von ihm abhängig und umgekehrt.

Er wird viel verlieren, wenn er die eigene Freiheit über die Grenzen des Ganzen erhebt, weil sie nämlich genau da aufhört - und da beginnt - bei der Freiheit der anderen. Ein Lösungsansatz ist - er wird Eremit und Selbstversorger im tiefen Wald oder in der Einöde irgendwo im Nirgendwo. Dann geht das mit der Freiheit. Aber wer macht das schon und wer mag das schon machen.

Also wie kommen wir aus aus dem Hamsterrad und zur Selbstbefreiung und Selbstwerdung?


Werde, der Du bist, das wusste schon Nietzsche und - er hat es auch nicht geschafft. Sein ganzes Leben war ein einziger Kampf gegen seine hämmernden Kopfschmerzen und seine schmerzenden, schlechten Augen.

Es war eine Flucht und eine Suche, ein Wandern von einem Ort zum anderen, ein Kampf gegen seine innere Zerrissenheit, ein Leiden an seiner Einsamkeit in der Welt und ein Denken für die Welt, die er verändern wollte - für die Menschen und ihr Seelenheil, für die Liebe, die er selbst nicht leben konnte und all das andere Gute und das Glück, das er selbst nicht erreicht hat.

Nietzsche war ein Mann der Worte, der erkennen musste, dass Worte zwar kraftvoll sind, denn ohne diese Kraft hätte er im eigenen Leben sicher nicht bestehen können, aber im Grunde sah er am Ende verbittert ein - dass Worte, ausser dass sie das Bewusstsein immens erweitern, am richtigen Leben nichts Wesentliches verändern wenn man nicht danch leben kann.

Das Leben will nicht nur geschrieben, nicht nur gesprochen werden - es will gelebt werden. Auch Sigmund Freud, der sich in die Psyche des Menschen eingrub um die menschliche Struktur zu erklären und zu verstehen um so die Seele zu heilen, hat sich ein Leben lang den Mund fusselig geredet, Patient für Patient, Vorlesung für Vorlesung, um am Zungenkrebs zu verenden.

Tja, was also erwarten wir von uns, wir, die wir nicht so klug sind wie diese beiden klugen Geister und wir selbst sein wollen?

Wir erwarten zu viel. Wir fordern zu viel, wir fordern das Unmögliche von uns selbst.
Immer und immerzu. In guten und in schlechten Zeiten. In gesunden und in kranken Zeiten.

Und was ist es in uns, was das fordert?


Ein sich selbst als glücklich Bezeichnender, dem ich kürzlich zu fällig begegnete, sagte zu mir: das ist das Ego, das das fordert. Das Ich, das aufgeblasene überhöhte Selbst, das ist es, das will und er sagte zu mir, dass nur der glücklich wird, der sein Ego tötet. Und einen Moment lang, nein, ein paar Tage lang, dachte ich - da ist was dran. Ich habe nachgedacht wie ich mein Ego töten kann, damit ich endlich glücklich sein kann.

Dazu musste ich mein Ego und das, was es will, erst einmal suchen gehen. Ich habe in mich hineingesehen, hinter meine Maske geschaut, die ich mit mir herumtrage, die ich mir als Schutz zugelegt habe um in dieser Welt nicht noch mehr verletzt zu werden als ich es schon bin.

Und hinter der Maske habe ich die Teile in mir gesehen, die dieses Ego nähren. Ich habe meine Angst gesehen, die viele Namen hat, die meine innere Zerrissenheit füttert und mir das Leben schwer macht und mich klein. Ich habe meine Eitelkeit gesehen, die mich von den Menschen manchmal trennt, ich habe meine Wut gesehen, die ich nicht rauslasse, sondern in mich hineinfresse und bin erschrocken.

Erst mal. Und dann kamen eine gefühlte kleine Depression und eine gefühlte große Erschöpfung zum Vorschein. Oh ja, ich bin voll im Trend der Zeit, habe ich gedacht und es über das Denken hinaus so richtig gefühlt. Und in diesem Moment wo ich fühlte und zu denken aufhörte, fiel etwas von mir ab und es fühlte sich auf einmal leichter an in mir.

Plötzlich hatte ich wieder Kraft. Ich begann an einem einzigen Tag so viel zu bewegen und zu verändern wie monatelang zuvor nicht. Und jetzt ist mir klar: Ja, das ist das Ego, das will, das mich von mir selbst trennt und von den anderen und mir meine Lebensenergie raubt.

Aber ich habe es nicht getötet, ich habe es angeschaut und langsam erkannt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, ich will nicht töten was zu mir gehört, denn das bin auch ich, denn ich bin die Summe all meiner Teile, und wenn ich einen Teil von mir töte, töte ich das Ganze, also mich und nicht nur mein Ego. Und mein Gefühl sagt mir, das ist richtig so.

Jetzt bin ich an der Stelle meiner Wahrheit angelangt, die mich den Weg weiter gehen lässt mit dem tiefen inneren Wissen, dass ich nicht mehr von mir fordere als mir gut tut und was ich auch leisten kann für mich und andere und was ich nicht mehr leisten will und nicht mehr sein will, für mich und andere.

Da beginnt er, der Weg zur inneren Freiheit und zum innerem Wachstum, der Weg hin zu dem, der ich bin. Der erste Schritt ist, mich selbst zu erkennen und mich anzunehmen mit meinem Ego, mit meinem Unvollkommensein, meiner Angst und meiner Zerissenheit.

Der zweite Schritt ist - zu mir selbst zu stehen und es auszusprechen, vor mir selbst und den anderen, denn sie sind ein Teil meiner Realität. Das ist das Ende der Überforderung und ein neuer Anfang. Es ist gut, ich darf sein - mit allem was ich bin und noch werde.

Ach, eins noch: falls der Glückliche, der mich auf mein Ego aufmerksam machte, das liest: Danke!

Angelika Wende

Vita & mehr

  • Freie Journalistin und Autorin
  • Sprecherin, Moderatorin, Schauspielerin
  • Dreizehn Jahre Fernseherfahrung als Moderatorin und Nachrichtensprecherin beim Sender PRO 7 in München und im Zweiten Deutschen Fernsehen
  • OFF- Sprecherin für ZDF, Arte und Phönix
  • Freie Mitarbeiterin der Allgemeinen Zeitung Mainz
  • Presse-und Öffentlichkeitsarbeit für die Eventagentur oncue, Mainz
  • Kreation, Umsetzung und Saloniere des "Silbernen Salon"
  • Kreation, Umsetzung und Moderatorin des Kultur Salons Mainz mit dem Produzenten oncue event & communication
  • Inhaberin der Agentur workingforart
  • Kuratorin für das Kulturamt der Stadt Mainz:
  • "Leben ist Form - die Bildhauerin Irmgard Biernath"
  • Kuratorin des Kunstvereins Eisenturm in Kooperation mit dem Kulturamt Mainz: "Generationen"
  • Laudatorin für den Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Rheinland-Pfalz
  • Freie Tätigkeit als Laudatorin in öffentlichen Institutionen und Galerien in Mainz, Wiesbaden, Berlin, Leipzig, Ludwigshafen, Kaiserslautern 

angelikawende@remove-this.aol.com

www.angelikawende.com

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30.01.2012 Was ist ACTA? - Was ist ACTA? - Was ist ACTA?

Anonymous - Bruno Kramm

Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit zwischen Vertretern der Industrienationen und Vertretern der Industrielobby ohne jegliche Kontrolle durch das Völkerrecht und ohne demokratische Legitimation ausgehandelt.

ACTA baut auf dem umstrittenen TRIPS Abkommen auf, welches sich bereits Mitte der 90er Jahre anschickte, den Austausch von Patenten und Urheberrechten zwischen dem Wohlstands-Norden und dem armen Süden zu regulieren.

Mittels protektionistischer Handelsbestimmungen und Sanktionsdruckmitteln wurden die teilnehmenden Staaten verpflichtet, ihre jeweiligen nationalen Gepflogenheiten an das neue Handelsrecht zu adaptieren. Dabei wurden sie noch weiter in die Abhängigkeit zu den Industrienationen gezwungen.

Der gesamte ACTA Text wurde bisher nur in Auszügen und nach Protest der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Genauso heimlich versucht das ACTA Gremium das Abkommen schnell durch alle Instanzen der EU zu pauken, bevor der Protest auf die Straße geht.

ACTA verschärft den Schutz geistiger Güter radikal und meint damit Patente auf Technologie und Leben, Ideen, Trademarks, Urheberrechte von Filmen, Texte und Musik.

ACTA macht TRIPS mit neuen Kontroll-, Zensur- und Durchsetzungsnormen zu einer Waffe gegen unsere demokratischen Rechtsnormen. Die Rechte von Verwertern, also der Industriekonzerne, stehen nicht nur im Vordergrund, sondern hebeln bürgerliche Rechte, Teilhabe und den Datenschutz aus.

Der ACTA Ausschuss zieht eine Mauer um Wissen und Fortschritt. ACTA würgt Innovationen und den internationalen Handel ab und beschneidet sogar die Meinungsfreiheit und den Zugang zur Kultur.

ACTA stellt das wirtschaftlich totalitäre Protektorat über demokratische Grundprinzipien. ACTA kann sogar jederzeit ohne öffentliche Rechenschaft die Auslegung der Vereinbarungen verschärfen und neu formulieren.

ACTA kriminalisiert rigide und blockiert das Nutzen des kulturellen Erbes unserer Gesellschaft durch Zensur und Kontrollmechanismen. Die Vermittler von Kulturgütern werden durch die verschärfte Haftung zu radikaler Kontrolle und vermutungsbasierter Ahndung gegenüber den Nutzern gezwungen. Eine Kultur der Angst vor restriktiver und einspruchsloser Bestrafung soll die Nutzer gefügig machen.

ACTA verzerrt den Wettbewerb zugunsten großer Konzerne, da kleinere Firmen und Startups den neuen Bestimmungen kaum gerecht werden können.

Die führende Industrienation USA sieht in ACTA nur eine Empfehlung, während das ACTA Gremium gleichzeitig auf eine gesetzliche Anerkennung in der EU und in anderen Regionen der Welt drängt, was zu Ungleichheiten zugunsten der USA führt.

Folgenabschätzungen für die Schwellenländer, wie es normalerweise für so weitreichende Vereinbarungen üblich ist, wurden nicht getroffen. So verschärft ACTA dort erst recht die Situation, da die Sicherung von Grundrechten der Bürger viel weniger tiefgreifend etabliert ist.

Das bedeutet neben Zensur und Unterdrückung von Meinungen in den demokratischen Gesellschaften auch eine Verschärfung der Gesundheitsversorgung in den Schwellenländern durch Generika. Ärzte ohne Grenzen warnen vor ACTA und dem daraus resultierenden Notstand in der AIDS- und Epidemie-Bekämpfung in den ärmsten Regionen dieser Welt.

Große Agrarkonzerne wie Monsanto können weiterhin ungehemmt den Exklusivvertrieb ihrer Produkte vorantreiben, die aggressiv die Sortenvielfalt und Ernährungsgrundlage der ärmsten Regionen zerstören und das Monopol auf Grundversorgung manifestieren.

Mit ACTA erheben sich so Industriekonzerne über Regierungen und zensieren Gesetze und Meinungen zugunsten der einseitigen Exploitation von Handelsrechten.

Bruno Kramm, Jahrgang 67, geboren in München arbeite als Musiker, Musiklabelmacher und Herausgeber eines Magazins. Darüber hinaus ist er politisch im Bereich Urheberrecht/Kultur/Medienpolitik und Tierschutz aktiv.

Bruno Kramm

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Alle Artikel von Bruno Kramm:

Angriff auf Bruno Kramm - Wird Stefan Herwig dafür bezahlt ? Soll er die ACTA Gegner spalten ?

http://www.freundederkuenste.de/startseite/einzelansicht/article/angriff_auf_bruno_kramm_wird_stefan_herwig_dafuer_bezahlt_soll_er_die_acta_gegner_spalten.html

Der Schleichweg in die digitale Vollkontrolle - Rede von Bruno Kramm “Stop ACTA Demo” Nürnberg 25.2.2012

http://www.freundederkuenste.de/aktuelles/galerien/einzelansicht/article/der_der_schleichweg_in_die_digitale_vollkontrolle_rede_von_bruno_kramm_stop_acta_demo_nuernberg_2.html

Kommentar von Bruno Kramm - "gewohnt reißerisch"- Stefan Herwigs polemischer Artikel in der musik.woche zu ACTA

http://www.freundederkuenste.de/aktuelles/galerien/einzelansicht/article/kommentar_von_bruno_kramm_gewohnt_reisserisch_stefan_herwigs_polemischer_artikel_in_der_musikwo.html

Kommentar von Bruno Kramm - Musik braucht Freiheit - Warum Musik ein neues Urheberrecht braucht und ACTA gestoppt werden muß

http://www.freundederkuenste.de/startseite/einzelansicht/article/kommentar_von_bruno_kramm_musik_braucht_freiheit_warum_musik_ein_neues_urheberrecht_braucht_und.html

Links zu weiteren Kommentaren von Bruno Kramm:

Kommentar von Bruno Kramm - “Two Strikes” ” vergiftet das Klima einer freien Gesellschaft und erodiert die Basis der Kreativwirtschaft

http://www.freundederkuenste.de/aktuelles/galerien/einzelansicht/article/kommentar_von_bruno_kramm_two_strikes_vergiftet_das_klima_einer_freien_gesellschaft_und_erodie.html

Kommentar von Bruno Kramm - Der feine Unterschied: Megaupload und Rapidshare …oder: „Wenn SOPA kommt sind wir alle Mr. Kimble“

http://www.freundederkuenste.de/aktuelles/galerien/einzelansicht/article/kommentar_von_bruno_kramm_der_feine_unterschied_megaupload_und_rapidshare_oder_wenn_sopa_komm.html

Kommentar von Bruno Kramm - Verfassungsschutz und Vorratsdatenspeicherung - “Am bayerischen Wesen soll Deutschland genesen”

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08.01.2012 Hausfrau erschlug sich mit dem Hammer" (Titelseite)

Kai Melling

Pressefreiheit für die BILD? Für eine Zeitung, die unendlich viel zur Verrohung und Verdummung Deutschlandes beigetragen hat und eher früher als später verboten gehört?

Sie fordern allen Ernstes Pressefreiheit für Artikel wie "Aus Angst vor Frühjahrsputz: Hausfrau erschlug sich mit dem Hammer" (Titelseite)?
Man sollte dazu sagen: vierTage später beging auch der Witwer Selbstmord und hinterließ diesen Brief:


"An die Justiz! Man darf solche skrupellosen Leute von Bild nicht frei herumlaufen lassen, sonst morden sie immer weiter und zerstören noch mehr Familien. Sie machen ihren Profit mit Mord. Kann es größere Verbrechen geben?
Wir waren immer eine ehrenhafte Familie. Daß meine Frau an einer schweren Krankheit litt, der sie letzten Endes erlag, darf man nicht einfach so in den Schmutz ziehen.


Es tut mir leid, aber seit das mit der Bildzeitung passiert ist, weiß ich einfach keinen Ausweg mehr. Die Schande kann ich nicht überwinden. Ich klage die Bildzeitung des Mordes an. (...) wer etwas Ehrgefühl und Anstand hat, sollte dieses Lügenblatt nicht kaufen, dann müßten diese Verbrecher verhungern.


Den Brief habe ich schon am Dienstag geschrieben. Habe immer wieder versucht, mich aufzurichten, ist mir aber leider nie gelungen. Bin zum ersten Mal in meinem Leben vollkommen hilflos, hätte nie geglaubt, daß so etwas möglich ist. Karl K."


Der Witwer war von einem Bild-reporter aufs Kreuz gelegt worden, er erweckte den Eindruck, er käme von der Polizei, bis er genug aus ihm herausgeholt hatte, um das Bild-Klischee "angst vor dem Frühjahrsputz" ausfüllen zu können. Die wirklichen Hintergründe waren für Bild nicht sensationell genug.

Frau K. war seit 15 Jahren nach einem Kindbettfieber gemütskrank, hatte bereits mehrere Selbstmordversuche hinter sich und war in ständiger ärztlicher Behnadlung. Die Tiodesursache wurde einer miesen und billigen Schlagzeile wegen ins rein Abstruse hin verfälscht.

Frau K. hatte sich erdrosselt, nachdem sie sich in ihrem Todestrieb zuvor mit einem Hammer verletzt hatte.

Sehr Lesenswert:

Zur Strecke gebracht

Im Fall Wulf tauchen die wirklich heiklen Fragen erst jetzt auf – Ein Kommentar

http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zur_strecke_gebracht_1.15125869.html

http://www.evangelisch.de/themen/medien/wulff-auf-bild-reise-von-wolke-7-ab-in-die-w%C3%BCste55953

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-wie-ein-skandal-gemacht-wird/6046546.html

http://www.fr-online.de/medien/wallraff-im-interview-lebenslaenglich-fuer-wulff,1473342,11423300.html

http://www.ksta.de/html/artikel/1326285629307.shtml

 

 

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18.11.2011 Im Namen des VOLKES

Iris Nicole Masson

Wie viele Sterne sind auf der EU-Flagge? Erlaubt die EU-Verfassung Bürgerbegehren? Wie hoch ist der Rettungsschirm? An wen wurde bereits ausgezahlt? In welcher Höhe?

Bekommen auch Banken davon was ab? WIE KOMPETENT sind unsere hoch bezahlten Volksvertreter? Ach, is doch egal - lehnt Euch beruhigt zurück und chillt erstmal ab ... unsere Zukunft können wir unbesorgt denen überlassen!

Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen,
Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.
All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
Halt du sie dumm, -- ich halt' sie arm!

Video zu Im Namen des VOLKES

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13.11.2011 Der Gangsta-Rapper aus Bonn

Jennifer Nathalie Payka

Für Liebhaber gepflegter Fernsehkultur hat die Experten-Jury des BAMBI-Medienpreises heuer ein ganz besonderes Schmankerl auf Lager. Denn nachdem Arid U. gerade in U-Haft sitzt und die Führungsriege des Miri-Clans aufgrund unaufschiebbarer Waffendeals ebenfalls keine Zeit hatte, hat das erlauchte Gremium daher am Donnerstag dem Rapper Bushido mit dem „BAMBI für Integration“ gebührend Ehre erweisen.

Ein fröhlicher Musikant aus Berlin

Jawohl, das ist der fröhliche Musikant aus Berlin, dessen Vorstrafenregister sich nicht weniger poetisch als seine „Ich fick den Rest der Welt“-Lyrics liest und der in seinem ganzen Leben offenbar noch nie eine Frau, dafür aber ganz viele „Huren“, „Fotzen“ und „Schlampen“ getroffen hat.

Ein würdiger Preisträger?

Die Tatsache, dass Bushido nicht nur über einen Migrationshintergrund verfügt, sondern noch dazu eine schwierige Kindheit hatte, prädestinierte ihn dann endgültig zum würdigen Preisträger. Die Experten-Jury aus dem Hause Burda, die „das ganze Jahr das Ohr nah am Puls der Zeit hat“, begründet ihre Entscheidung wiefolgt:

„Der in Bonn geborene und in Berlin aufgewachsene Deutsch-Tunesier richtet seinen Appell für ein respektvolles Miteinander an seine Fans ebenso wie an Politik und Öffentlichkeit.“

Der Gangsta-Rapper aus Bonn

Exakt, denn wenn jemand weiß, wie das mit dem Respekt funktioniert, dann ist es wohl der Gangsta-Rapper aus Bonn. Zwar zeugen Strophen wie „Wir sind die drei die euch Zecken in den Zoo schicken / Die euch so ficken bis ihr euer Blut kotzt / Ich bin Berliner der nicht redet sondern zuboxt“ [sic!] weniger von Respekt gegenüber Mitmenschen, sondern vielmehr vom Geschick, sich mit Fäkalsprache Respekt zu verschaffen.

Aber vielleicht muss man hier einfach Milde walten lassen, zumal Herr Bushido mit dem Wort „Respekt“ immerhin schon was anfangen kann und sich seine Kenntnisse auf diesem Gebiet eventuell noch ausbauen lassen.

Mr. Arschfick

Insofern sollte man „Mr. Arschfick“ auch nachsehen, dass das mit dem Respekt gegenüber Frauen („Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund / Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst“ [sic!]) und Homosexuellen („Ihr homosexuellen Arschgefickten Cracks“ [sic!]) bislang nicht ganz so gut klappt.

Er übt eben noch, weshalb der kleine Motivationsschub in Form eines goldenen Rehkitzes absolut zu begrüßen ist.

„Mit seinem eindringlichen Sprechgesang und oft provokanten Texten eroberte er die Hitparaden. (...) Seine Stimme findet Gehör, nicht nur bei Millionen Fans, sondern auch in den Medien.“

Na, das ist nun aber wirklich nicht verwunderlich. Schließlich ist Anis Mohamed Youssef Ferchichi nicht nur eine ungeheuer respektvolle Persönlichkeit, sondern zudem vehementer Israelkritiker sowie überzeugter Gegner der USA, was ihm natürlich beim deutschen Publikum inklusive der dazugehörigen Redaktionsstuben entsprechend Sympathiepunkte einbringen sollte.

Für ein Parlamentsmandat der Linkspartei

Denn mit Texten wie „Junge ich kotz, denn Amerika gefällt euch / für mich gibts nur eine Zahl und die is 11-9. (...) Und Amerika hass ich seit dem Golfkrieg (...) wenn ich will seid ihr alle tot / ich bin ein Taliban, ihr Mißgeburten habt nur Kugeln aus Marzipan [sic!]“ qualifiziert sich der Terrorversteher nicht nur schlagartig für ein Parlamentsmandat der Linkspartei, sondern auch für einen festen Platz im öffentlich-rechtlichen Stuhlkreis - und zwar direkt neben Jürgen „Der Westen ist schuld!“ Todenhöfer.

„Bushido setzt sich ein gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft.“

Auch hier zeigt sich, dass das kompetente Integrations-Gremium die richtige Entscheidung getroffen hat. Denn mit Gewalt kennt sich einer wie Bushido, der Konflikte lieber respektvoll mit der Faust anstatt im Rahmen des friedlichen Dialogs löst, letztlich ganz genau aus.

Erneut gilt die Devise „Learning by doing“. Denn wer einen Film mit dem Namen „Zeiten ändern dich“ drehen kann und gleichzeitig seine alten Kumpels aus dem Zuhälter-Millieu dennoch nicht im Stich lässt, dem ist wirklich einiges zuzutrauen.

Und was meint der Preisträger selbst dazu?

„’Wir sind das neue Deutschland’: Das sagt der erfolgreiche Rapper Bushido über Deutsche mit Migrationshintergrund.“ – Jawohl, Bushido inklusive, der in diesem Punkt tatsächlich Recht hat.

Denn in einem Land, in dem Schwule noch immer eine Uschi brauchen, Terrorflottenmatrosen im deutschen Bundestag sitzen und Radiomoderatoren auf Kosten des Gebührenzahlers ganz offiziell Holocaustforschung betreiben dürfen, da ist auch ein Bushido freilich mustergültig integriert.

Insofern kann man der Experten-Jury zu ihrer überaus gelungenen Entscheidung wirklich nur gratulieren. 

Ahnungslosigkeit trifft Größenwahn.: Bushido f*ckt den BAMBI

jennifernathalie.blogspot.com

WELTPREMIERE IN BERLIN - Riesenandrang bei Bushidos Leinwanddebüt

http://www.freundederkuenste.de/galerie/bildergalerie-veranstaltungen/gallery/113/1/1x1.html?tx_lzgallery_pi1[pointer]=2

Stimmen aus dem Block, seihe unten:

 


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13.11.2011 Wütend macht sie die „falsche Toleranz“ in Deutschland

Iris Nicole Masson

Fatma Bläser, Betroffene, Autorin, Gründerin einer Hilfsinitiative und mit dem Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet, nimmt bei ihren öffentlichen Lesungen und Referaten in Kauf, immer wieder bedroht zu werden: Manipulation der Bremsen ihres Autos, eine Pistole wird auf sie gerichtet.

Wütend macht sie die „falsche Toleranz“ in Deutschland: „Viele Politiker bekennen keine Farbe oder zeigen ein seltsames Verständnis für Traditionen, die die Menschenrechte verletzen.“

In Deutschland könnten sich die Islamisten ihrer Erfahrung nach hervorragend organisieren: „Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit wird ihnen zu viel erlaubt.“

Rund 300 Betroffene kommen jährlich in Bläsers Beratungsstelle. Es sind junge Mädchen darunter, die vom Vater mit Rattengift getötet werden sollen, weil sie sich nicht Verheiraten lassen. Aber auch junge Männer, die verzweifelt erzählen, dass sie ihre Schwester im Namen der Familienehre umbringen sollen.

www.welt.de

Eine neue Studie untersucht das Problem Zwangsheirat in Deutschland. 30 Prozent der Betroffenen sind erst 17 Jahre alt oder jünger.

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11.11.2011 Ahnungslosigkeit trifft Größenwahn.: Bushido f*ckt den BAMBI

Iris Nicole Masson

WIE verblödet ist unsere Republik tatsächlich? Da wird jemand wegen seiner "gelungenen Integration" und seines Bemühens um "respektvolles Miteinander" mit dem BAMBI aus dem Hause BURDA ausgezeichnet, der es nachweislich an Respekt, Klasse und Stil missen lässt.

Der unsere schöne Sprache zu einer Fäkalsprache verkommen lässt. Für den Frauen nichts anderes sind als „Huren“, „Fotzen“ und „Schlampen“. („Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund / Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst“.

Diese Ehre wird seinen Fans Auftrieb geben, seine Vorbildfunktion bei den Heranwachsenden stärken.

Im Zuge des Zukreuzekriechens vor Bürgern mit Migrationshintergrund werden unsere Parlamentarier sicherlich rasch per Gesetzesbeschluss das Wort "Frau" als Anrede durch eines der oben Genannten ersetzen ...

"Bushido ist ein geistiger Brandstifter mit einem archaischen Männlichkeitsbild", sagte Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg.

Grünen-Chefin Claudia Roth, 56: "Bushido ist sicher kein Beispiel für gelungene Integration, sondern eine Kunstfigur, die auf dem Rücken von Minderheiten große Kasse macht.

Dass er dabei Frauen nur als 'Schlampen' bezeichnet und Botschaften wie 'Schwuchteln verkloppen' rappt, scheint den Burda-Verlag nicht zu stören."

Ahnungslosigkeit trifft Größenwahn.: Bushido f*ckt den BAMBI

jennifernathalie.blogspot.com

www.abendblatt.de

Kritiker verurteilen den Integrations-Preis an den Rapper Bushido. Pop-Duo Rosenstolz ist empört. Viele Galagäste verweigern Applaus

WELTPREMIERE IN BERLIN - Riesenandrang bei Bushidos Leinwanddebüt

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