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22.12.2019 Auf der Suche nach Drehorten

Bilder, die Mut machen - ein globales Dankeschön an unseren einzigartigen Planeten

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Vor wenigen Tagen sah ich im Fernsehen einen wunderbareren Fotografen, dessen Arbeit ich seit Jahrzehnten bewundere, als dieser in Stockholm der Verleihung des Literaturnobelpreises beiwohnte, den sein Freund Peter Handke erhalten hatte.

Ich meine natürlich Wim Wenders, für dessen Film „Der Himmel über Berlin“ Handke einst das Drehbuch lieferte, der mich aber als Filmemacher nicht so sehr beeindruckt, denn als eben als Fotograf. Zwei Fotobände möchte ich diesbezüglich empfehlen.

Zum einen „Written in the West Revisited“, der bei Schirmer/Mosel (www.schirmer-mosel.com) erschienen ist und 39,80 Euro kostet. Zum Inhalt: Auf der Suche nach Drehorten für seinen Film „Paris, Texas“ durchstreifte Wenders 1983 mehrere Monate lang den Westen der USA.

Seine entstandenen Bilder strahlen bei aller Professionalität die sehr persönliche Beziehung aus, die er während seiner einsamen Reise zu diesem Land entwickelte. 2001 kehrte Wenders zurück und fotografierte erneut, 16 neue Aufnahmen sind der Neuausgabe mit 108 Seiten hinzugefügt worden.

Written in the West Revisited“ ist in der Tat ein Klassiker und zeigt die Schönheit eines Landes, das ein Trump nie zerstören wird. „Places, strange and quiet“ ist im Hatje Cantz Verlag (www.hatjecantz.com) erschienen, kostet 24,80 Euro, spielt auf 140 Seiten in vielen Ländern dieser Welt und wirkt wie ein globales Dankeschön an unseren einzigartigen Planeten.

Kalifornien, Armenien, Deutschland, Italien, Japan. Um nur einige Orte zu nennen, an denen Wenders wie in einer Zeitkapsel über Jahrzehnte seine Bilder gemacht hat, die aber zeitlos sind und atemlos machen.

Wie gesagt, Wenders Filme wirken auf mich immer sehr dickflüssig, seine Fotos indes machen das Unsichtbare sichtbar: das Prinzip Mensch. In Zeiten des Klimawandels machen diese Bücher sogar irgendwie Mut.

Sönke C. Weiss

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