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07.12.2012 Der syrische Schurke

Chemiewaffen? Barack Obama stimmt zur medialen Primetime sein Volk auf einen neuen Krieg ein

von: GFDK - Heinz Sauren

Der amerikanische Präsident stimmt zur medialen Primetime sein Volk auf einen neuen Krieg ein. Wenig Fantasie hatte er allerdings bei der Begründung. Seit mehr als einem Jahrzehnt dient der vermeintlich drohende Einsatz von Chemiewaffen, der US – Administration als Generallegitimierung für Kampfeinsätze.

Auffälliger Weise steht der Einsatz von Chemiewaffen immer dann zu befürchten, wenn ein schurkischer Diktator die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen hat und eine nicht westliche Entwicklung des betroffenen Landes wahrscheinlich wird.

Bezeichnend ist auch, das solche Chemiewaffen dann für gewöhnlich unauffindbar bleiben.

Syrien ist seit einem Jahr im Bürgerkrieg und es gab genügend Gründe militärisch zu intervenieren, sowohl völkerechtliche als auch moralische. Nun gibt es auch einen machtpolitischen Grund. Die Besetzung Syriens durch US- oder NATO Truppen erlauben ein effizientes Drohszenario vor den Toren Teherans, lösen Israel aus seiner geopolitischen Isolation auf der arabischen Halbinsel und schaffen Raum für die Stationierung und Raketenabwehrstellungen.

Ein unschätzbarer militärischer Vorteil für den amerikanischen Verbündeten Israel, insbesondere in Hinsicht auf die bevorstehende israelisch – iranische Auseinandersetzung. Ein wenig machtpolitische Widergutmachung an Israel dürfte ebenfalls im Spiel gewesen sein, da Amerika trotz seines Vetos die de facto Anerkennung Palestinas nicht verhindern konnte.

Business as usual. God bless America.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

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