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11.05.2014 Tendenz der Totalentwertung

Der FC Bayern und die Fans sind sich einig, Uli Hoeneß kommt zurück

von: Rainer Kahni und Gottfried Böhmer

Ein Kommentar von Rainer Kahni der schon in gleicher Sache mehrfach für die Freunde der Künste zum Fall Uli Hoeneß geschrieben hat.

"Das war's noch nicht", rief Uli Hoeneß seinen Fans zum Abschied zu und recht hat er. Ich habe mich immer wieder in zahlreichen Kolumnen gegen diese masslosen Hasstiraden, die wie in einem Shitstorm über den Mann hinweggefegt sind, gewehrt.

Uli Hoeneß hat kein Gewaltverbrechen begangen und wurde trotzdem in einer unglaublichen Kampagne öffentlich gelyncht. Dazu hat Rainer Kahni schon am 13. März 2013 geschrieben: "Uli Hoeneß ist nicht der Schmarotzer der Republik - hasserfüllt geifern die Medien.

Die mediale Hinrichtung eines Menschen, egal, gegen welche Norm oder welches Gesetz er verstossen hat, ist abstossend und erinnert an die längst vergessen geglaubte Lynch - Justiz der vorigen Jahrhunderte. Da werden Menschen als Schmarotzer der Gesellschaft abgeurteilt, weil sie den Staat beklaut haben, in dem sie ihm Steuern vorenthalten haben".

Es ist weder Aufgabe des Rechtstaates, noch der Bevölkerung, noch der Medien, darüber hinaus die Existenz des Angeklagten zu vernichten.

Ich kritisiere die aktuelle Tendenz der Totalentwertung, die in der öffentlichen Diskussion deutlich geworden ist

Es gibt schlimmere Verbrechen an der Gesellschaft oder sitzt etwa einer der Banker, die dem Steuerzahler Milliardenschäden zugefügt haben im Gefängnis? In Frankreich sehen wir das lockerer! Die Straftäter zahlen und brummen und danach ist gut! Wir beschäftigen sogar Vorbestrafte als Minister! Ich verabscheue die verbale Verurteilung von Menschen, die einmal einen Fehler gemacht haben. Kurt Tucholsky sagte in seinem ABC des Angeklagten: "Habt Erbarmen, das Leben ist schwer genug!"

Er bleibt der Mister FC Bayern

Karl-Heinz Rummenigge hat alle Zweifel beseitigt: „Er ist als Präsident zurückgetreten, er wird als unser Präsident zurückkommen.“

Uli Hoeneß „Und dann, wenn ich zurück bin, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen. Das war’s noch nicht!“

"Ich will mich nicht sauberer machen als ich bin. Ich habe einen großen Fehler gemacht und werde für alles gerade stehen", sagte Hoeneß den 1593 Vereins-Mitgliedern des FC Bayern München im Audi Dome.

Man hätte die Medienvertreter fast kotzen hören können. Uli Hoeneß ist entgegen dem Willen der deutschen Leitmedien noch lange nicht Geschichte, er bleibt der Mister FC Bayern, auch wenn sie sich alle Mühe gemacht haben ihn zu beerdigen.

Uli Hoeneß geht nicht in Sack und Asche

Die Mitglieder bedachten Hoeneß Ankündigung dass er zurückkommt mit Standing Ovations. Nach dem Motto, wer einen Flugzeugabsturz überlebt, überlebt auch die Medienhetze und den Knast. Uli Hoeneß machte auch keinen Hehl daraus, dass er auf manche Leute in den Medien einen regelrechten Hass entwickelt hat. In den Medien sei er als Archloch und Schwein dargestellt worden, der den Leuten das Geld aus den Taschen  ziehen würde.

Wir, die GFDK sind davon überzeugt, das dazu auch noch nicht das letzte Wort gefallen ist. Die bewegende Rede des neuen Bayern Boss, Karl Hopfner der noch einmal die Lebensleistung von Uli Hoeneß betonte, bezeichnete DIE WELT als Hopfners Lobhudelei. Wir haben von der WELT auch nichts anderes erwartet.

Lobhudelei?

Karl Hopfner sagte Uli Hoeneß sei "Kopf, Bauch, stets Herz und immer Seele von Bayern München. "Lieber Uli, du hast eine tolle Familie, du hast aber auch eine Familie, die zu dir steht in unserem Klub. Für die dir bevorstehende, sehr schwere Zeit wünschen wir dir alle Kraft. Du kannst in aller Ruhe entscheiden, was du danach machen möchtest." Lobhudelei?

Der alte Kämpfer von barocker Wucht

Die FAZ schrieb:

"Hoeneß zeigte sich nach seinem persönlichen Justiz- und Medien-Drama und vor seinem „schweren Gang“ als der alte Kämpfer von barocker Wucht. Bei allem Kopfschütteln, das sein Abschütteln jeder Reue auslösen muss, bei allem moralischen Bedenken über das Tempo seiner gefühlten Rückkehr an die Macht - der Kämpfer Hoeneß bleibt eine Naturgewalt. Eine, die wohl auf ewig das Gesicht des FC Bayern prägen wird".

Letzte Meldung 11. Mai 2014 - Wie der FOCUS erfahren haben will hat Uli Hoeneß bei der  Staatsanwaltschaft Einspruch gegen seine Inhaftierung in der Justizvollzugsanstalt in Landsberg am Lech eingelegt. Hoeneß befüchtet zu Recht das niederträchtige Medien - Journalisten Häftlinge und Wärter bestochen haben könnten um Informationen über seine Haft an die Medien zu liefern.

Und hier zitiere ich mal den Grünen Steuerhinterzieher Herrn Anton Hofreiter, wie dieser sich über Uli Hoeneß ausgelassen hat.

"Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt und gehört streng bestraft. Uli Hoeneß hat mit seiner Selbstanzeige eine Straftat gestanden. Es ist nun Sache des Gerichts, zu einem Urteil zu kommen.
Moralisch diskreditiert ist Uli Hoeneß schon jetzt. Adidas, VW oder Audi halten im Bayern-Aufsichtsrat trotzdem zu ihm.

Das ist ein Skandal. Wer in ihren Unternehmen einen Diebstahl begehen würde, würde rausfliegen. Wer wie Hoeneß das Gemeinwesen bestiehlt, dem wird dagegen kumpelhaft der Arm um die Schultern gelegt. Diese Doppelmoral der Wirtschaftsbosse ist abstoßend."

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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