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20.01.2019

Der R&B-Sänger R. Kelly - Der unangreifbare Superstar wurde zu Fall gebracht

von: GFDK - Reden ist Silber

Die #MeToo Debatte macht alle platt. Ganze Branchen rechnen mit ihren Stars ab: Hollywood, Schauspieler, Musiker, Dirigenten, Kultur, Ausstellungsmacher, Kuratoren, Medien, Journalisten, Mode, Sport und auch die Wirtschaft.

Nun ist einer der größten Stars der US-Musikszene, der R&B-Sänger R. Kelly, dran. Wie lange sein Welthit "I Believe I Can Fly" noch zu hören ist, der bisher 103.724.420 Aufrufe hat, dürfte schon besiegelt sein.

Der unangreifbare Superstar wurde zu Fall gebracht

Kellys Label RCA und dessen Mutterhaus Sony Music haben die vorzeitige Auflösung des Vertages mit dem Musiker mitgeteilt, nachdem in einer 6-teiligen Doku etliche Frauen den R&B-Sänger R. Kelly beschuldigten, sie mißbraucht zu haben.

Die sechsteilige Serie "Surviving R. Kelly", die der US-Sender "Lifetime" Anfang Januar 2019 ausstrahlte, brach ihm nun das Genick. Sony Music bekam eiskalte Füsse und hat sich vom Acker gemacht.

Die Doku wurde wie eine Anklage konstruiert, und das ist zumindest bedenklich. Auf der RCA-Website wurde Kellys Name bereits ins Nirvana versenkt. Angefangen hatten die Vorwürfe als er die damals 15-jährige Sängerin Aaliyah heiratete. Diese kam im Alter von 22 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Bei Wikipedia steht: "Am 15. Juni 2008 wurde Kelly sechs Jahre nach Anklageerhebung vom Vorwurf der Kinderpornografie freigesprochen. Zwölf Geschworene eines Bezirksgerichts in Chicago befanden Kelly in allen 14 Punkten der Anklage für unschuldig.

Er war angeklagt gewesen etwa zehn Jahre zuvor Geschlechtsverkehr mit einer damals 13-Jährigen gehabt und dies auf Video aufgenommen zu haben. Hauptbeweisstück war das Videoband, das ihn mit dem Mädchen zeigen sollte. Kelly und das angebliche Opfer bestritten in dem Prozess erfolgreich, die darin gezeigten Personen zu sein."

Seine Fans sind nicht sonderlich beeindruckt

Der Quotendienst Nielsen meldete, dass sich die Streams für Kelly-Songs nach der Dokumentation mehr als verdoppelt hätten, von zuvor 870.000 auf 1,7 Milionen pro Tag. Trotzdem findet die Kampagne #MuteRKelly, die Kellys Stimme zum Schweigen bringen will, neuen Zuspruch. Immer mehr Stationen blenden ihn aus.

"Wer noch R. Kelly spielt, sollte sich schämen", schrieb die "Chicago Sun-Times". "Der Rattenfänger des R&B sollte keinen Penny mehr verdienen." Gut, Pennys hat er schon genug.

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