hamburger-retina
10.12.2018 Wir haben es allen gezeigt

Nicht nur bei der CDU leckt man sich die Wunden, auch Schröder

von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Dass man sich bei der CDU nach der Wahl von AKK die Wunden leckt, war ja zu erwarten. Das man dort schon die Messer wetzt auch. Manche wittern sogar eine Verschwörung gegen Friedrich Merz. Andere sprechen schon von der Auflösung der Volkspartei.

Angela Merkel sagte nach der Wahl von AKK:

"Wir haben es allen gezeigt"

Altkanzler Gerhard Schröder meldete sich nun auch zu Wort. Die Wahl der Saarländerin Kramp-Karrenbauer, sagt er auf einer Veranstaltung des "Handelsblatts" in Stuttgart, sei aus seiner Sicht kein gutes Zeichen: "Die CDU hat einen Fehler gemacht."

Sein Favorit in der Stichwahl, verrät Schröder weiter, sei der Wirtschaftsfachmann Friedrich Merz gewesen. "Merz war eine Chance zu mehr Mut und Herausforderung. Und vor allem wäre Merz die Chance gewesen, dass sich die beiden Volksparteien wieder stärker voneinander abheben und so die Ränder links und rechts wieder schwächer werden. Das wäre nicht nur für CDU und SPD wichtig, sondern für ganz Deutschland."

Vielleicht haben die Merz Befürworter aber etwas vergessen. Es könnte doch sein, dass einigen Delegierten der CDU die Ämter von Friedrich Merz doch zuviel waren.

Friedrich Merz ist Gründungsmitglied der "Initiative neue soziale Marktwirtschaft", die in grossen Teilen der Bevölkerung nicht den besten Ruf hat, weil man diesen unterstellt den Sozialabbau zu beschläunigen.

Zu viele Ämter in US-Institutionen?

Er ist Mitglied der "Trilateralen Kommission" (1973 von David Rockefeller und Zbigniew Brzeziński auf einer Bilderberg-Konferenz gegründet. Merz ist Vorsitzender  "Atlantikbrücke" und nicht zuletzt Aufsichtsratschef von Black Rock.

Alle gennanten Institutionen stehen seit vielen Jahren in der Kritik einer breiten Öffentlichkeit, und zwar aus allen Politischen lagern. Die Befürworter von Merz hätten vielleicht berücksichtigen müssen, dass die Nähe zu diesen US-Institutionen, einigen zu viel waren.

Zudem haben viele Merz keine Sozial-Politische Kompetenz zugetraut. Und sehr viele haben Angela Merkel, Amt und Würden zu verdanken, da kann man ihr ja kaum in den Rückern fallen. Aber am Ende bleibt alles Spekulation.

Kann AKK die Spaltung wirklich aufhalten?

Der Vorsitzende der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch, hat im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” das Szenario einer Partei-Neugründung ins Spiel gebracht, sollten Wertkonservative und Wirtschaftsliberale aus der Partei austreten.

Es sei ein Szenario, “dass man im Moment nicht ausschließen kann, aber nicht gewollt sein kann.” Allerdings habe es nach der Wahl Kramp-Karrenbauers bereits Parteiaustritte geben. AKK als Parteivorsitzende sei “eine schwere Enttäuschung” für diejenigen, die an eine politische Wende geglaubt hätten.

“Mit der nun gewählten neuen Parteivorsitzenden an der Spitze wird es in den Augen vieler keine Wende geben, sondern vermutlich so weiterlaufen wie bisher”, sagte Mitsch.

Ungarn und Österreicher sind anderer Meinung

Nach der Wahl von AKK gabe es von der Internationale Presse lauter warme Worte für Merkel und AKK. Nur die Ungarn und Österreicher waren ganz anderer Meinung.

Die regierungsnahe Budapester Tageszeitung „Magyar Idök“ schreibt: „In Zeiten zahlloser innerer und äußerer Bedrohungen ... ruft Europa nach entschlossenen Führern. Merkel ist das nicht. Sie hat sich von der Masseneinwanderung treiben lassen. Ihre Selfies mit lächelnden Migranten werden in die Geschichtsbücher und in die versteckten Akten der CDU verbannt. (...)

Ein Spalt durch die gesamte Gesselschaft

Die Ära Merkel ging an diesem Freitag zu Ende. Es wird Neuwahlen in Deutschland geben bevor Merkel ihr bis 2021 laufendes Regierungsmandat ausfüllen wird. Durch die gesamte (deutsche) Gesellschaft zieht sich der Spalt:

Mentalitätsmäßig tun sich Abgründe auf zwischen den westlichen und den östlichen Bundesländern, zwischen der Elite und der Arbeiterklasse, zwischen den Parteien der großen Koalition, doch diese Gespaltenheit zerreißt auch die CDU.“

Von bösen Zungen auch Mini-Merkel genannt

Die Wiener Zeitung „Die Presse“ schreibt: „Die bisherige Generalsekretärin, von bösen Zungen auch Mini-Merkel genannt, wird in der Spur ihrer großen Vorgängerin bleiben. Für die Bundeskanzlerin sind das beruhigende Nachrichten, für Deutschland möglicherweise einschläfernde.

Kontinuität war den Christdemokraten wichtiger als Aufbruch. Sie kürten jene Kandidatin, der sie auch bei der nächsten Bundestagswahl die besten Chancen einräumen. (...) Die Partei votierte für eine Fortsetzung des Merkelianismus, für die grün angehauchte Mitte. Die AfD wird es freuen.“

Wir sagen mal so zu der CDU: Rückwärts immer, vorwärts nimmer

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

Top