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03.03.2021 Geschichte der Sklaverei

Sachbücher müssen in keiner Weise langweilig sein - Vom Alltag der Ambivalenzen

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Dass Sachbücher in keiner Weise langweilig sein müssen, zeigen folgende Neuerscheinungen: Zum einen erzählt Andreas Eckert, Professor für die Geschichte Afrikas an der Humboldt-Universität zu Berlin, die „Geschichte der Sklaverei“ in dem gleichnamigen C.H. Beck Wissensband (www.chbeck.de) von der Antike bis ins 21. Jahrhundert.

Denn noch heute leben schätzungsweise 40 Millionen Menschen in „moderner Sklaverei“. Auf 128 kurzweiligen Seiten zeichnet Eckert die düstere Geschichte einer Institution nach, die schon seit der Antike in unterschiedlichen Ausprägungen in allen Weltregionen anzutreffen ist.

Der Autor geht den Motiven von Sklavenhändlern wie -käufern nach, zeigt Ursachen auf und führt uns die Sklaverei als wohl akzeptiertes gesellschaftliches Übel bis hin zu einer dem Zeitgeist geschuldeten Abscheulichkeit vor.

Die „Geschichte der Sklaverei“ ist ein bitterer Augenöffner und kostet 9,95 Euro. Absolut köstlich dagegen ist „Im Wald der Metropolen“.

Der Autor und Journalist Karl-Markus Gauß erzählt in seinem neuen Buch beispielsweise von der Erfindung Jugoslawiens, von schlesischen Täuschungen und sprachlosen Sprachen und nimmt uns so mit auf eine epische Kulturreise durch Europa, die nicht nur vortrefflich geschrieben, sondern auch beachtenswert durchdacht ist.

Die 13 Kapitel auf gut 300 Seiten sind meisterhaft verwoben und das Werk eines Fachmanns der Alltagsbeobachtung, eines Chronisten der Ambivalenzen, die diesen Kontinent so sehr ausmachen. Grandios! „Im Wald der Metropolen“ ist im Unionsverlag (www.unionsverlag.com) erschienen und kostet 12,95 Euro. 

Sönke C. Weiss

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