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01.10.2019 Liebeskummer, Karriere, Geld

Von Frauen und Einsamkeit - 55 coole Frauen der Weltgeschichte

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

„Was würde Frida tun?“ Dieser Frage gehen die Autorinnen Elizabeth Foley und Beth Coates, übersetzt von Katy Albrecht, mit Illustrationen von Bijou Karman, in ihrem gleichnamigen Buch nach und stellen uns 55 coole Frauen der Weltgeschichte vor, die uns mit ihren Weisheiten durch alle Lebenslagen bringen sollen.

Auf 293 Seiten geht es um Liebeskummer, Karriere, Geld, Freundschaft und Mobbing. Am Beispiel von Coco Chanel, Rosa Parks, Katharina von Bora und vielen anderen Damen, die mutig und selbstbewußt, eigenwillig und unglaublich waren, lernen wir ziemlich kurzweilig, wie ihre Erfahrungen uns im täglichen Leben inspirieren können.

Letztlich geht es den vorgestellten Heldinnen um Selbstvertrauen und Entschlossenheit. „Was würde Frida tun?“ bezieht sich natürlich auf die gefeierte Künstlerin und Fashionikone Frida Kahlo, die trotz aller Schicksalsschläge - Kinderlähmung, Verkehrsunfall mit Becken- und Wirbelbruch - ganz in ihrer Kunst lebte.

Das Buch, im Ludwig-Verlag erschienen und für Euro 20 (D), 20,60 (A) und CHF 28,90 erhältlich, liest sich sehr trendig und ist selbstverständlich auch für Männer zu empfehlen.

„Der andere Name“ des Norwegers Jon Fosse dagegen ist meiner Überzeugung nach schlicht ein knallhartes Männerbuch.

Die 475 Seiten bestehen (fast) nur aus einem Satz, der die Geschichte des Malers Asle erzählt, der seit dem Tod seiner Frau nicht mehr malen will und der kurz vor Weihnachten einen anderen, dem Alkohol verfallenen Asle begegnet, was dann zum Herzstück der Geschichte wird, die keinen wirklichen Plot hat.

„Der andere Name“ - für stolze 30 Euro bei Rowohlt erschienen - ist echt langsame wie aufs Notwendigste reduzierte Prosa, die man mögen muß und solchen Lesern zu empfehlen ist, denen es auch nichts ausmacht, mal drei Monate in der norwegischen Einsamkeit zu verschwinden, ohne menschlichen Kontakt zu vermissen.

Interessant ist, dass das Buch, der erste Band eines Opus magnum, mitten im Satz aufhört und wir darauf warten müssen, bis sich die Story dann irgendwann weiter entfaltet - oder auch nicht. Denn ob das Gelesene nun wirklich so ein Erlebnis ist, stelle ich in Frage, obwohl das Buch etwas hat, zweifelsohne...

Sönke C. Weiss

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