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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

07.10.2020 eindimensionale Sprayen mit Bildhauerei

GFDK - Kultur und Medien

Finissage mit Künstler Ben Buechner, dem Begründer einer neuen “cut-up”-Methode

Mehr als drei Monate lang präsentierte die Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer zusammen mit dem artstar Verlag auf 600 qm zeitgenössische Kunst der Spitzenklasse - jetzt heißt es Abschied nehmen:

Am Samstag, dem 10. Oktober 2020, lädt die Neue Bootshalle am Hafen von List, der nördlichsten Stadt Deutschlands, Kunst-Aficionados zur Finissage ein.

Das Ausstellungsfinale bietet noch einmal die Möglichkeit, Arbeiten von Stars der internationalen Kunstszene in direkter Nähe zum Strand hautnah zu erleben.

Der junge Künstler Ben Buechner führt gemeinsam mit Co-Kurator Nico Overkott vom Düsseldorfer artstar Verlag zwischen 16 Uhr und 18 Uhr durch die einzigartige Bilderschau.

Ein Schwerpunkt des spektakulären Kunst-Trips auf Sylt: Das faszinierende Werk von Ben Buechner. Über eine Dekade verbrachte der in Berlin und auf Mallorca lebende Künstler damit, eine neue Methode für seine Kunstwerke zu entwickeln – und schuf seine ganz eigene  “cut-up-art”.

Mit der 3-D Stencil-Sculpture-Technik kombiniert er Street Art mit Bildhauerei und transformiert so ein zweidimensionales gespraytes Bild in ein 3-D-Bild.

Jede seiner Schöpfungen besteht aus hunderten von etwa einen Zentimeter großen, exakt ausgeschnittenen Schmetterlingskulpturen, die zusammen das gewünschte Bild ergeben. So entstehen in minutiöser Handarbeit exklusive Unikate.

Ben Buechner erklärt: “Ich vermische das eindimensionale Sprayen mit Bildhauerei und habe damit die Möglichkeit, in die Tiefe zu gehen.” Er betont: “Für mich ist der Schmetterling ein Symbol für Verwandlung und Schönheit, für Freiheit.”

Nico Overkott, Mitveranstalter der Sylt Art Fair, ergänzt: "Ben Buechners Botschaft lautet: Alles ist vergänglich und dem steten Fluss der Veränderung unterworfen - Leben als Metarmorphose.”

Er fährt fort: "Seine Objekte erzählen Geschichten, die sich dem Betrachter erst nach und nach erschließen. Hinschauen wird zum Nachdenken über das Leben, die Vergänglichkeit, die Wandlung der Dinge und die innere Intelligenz jedes einzelnen Teils, aber auch die Bedeutung der Schwarmintelligenz."

Während der Finissage erhalten Interessierte die einmalige Gelegenheit, den Künstler persönlich kennenzulernen und im Gespräch nähere Details zu erfahren.

Neben Ben Buechner zeigt die Sylt Art Fair auch Top-Kunst von Hermann Nitsch, Julian Schnabel, Günther Uecker, Heinz Mack, Tony Cragg, David LaChapelle, Jonathan Meese, Jeff Koons, Markus Lüpertz, A.R. Penck, Leon Löwentraut, HA Schult, Dieter Nuhr, David Gerstein, Stefan Szcesny, Gaby Fey und Michael Patrick Kelly.

Sylt Art Fair

Finissage

Samstag, 10. Oktober 2020

16 Uhr - 18 Uhr

Neue Bootshalle List, Am Hafen 5, 25992 List

Der Eintritt ist frei!

Kostenlose Parkplätze befinden sich direkt an der Halle.

Die Ausstellung ist derzeit täglich von 11.30 Uhr – 18.30 Uhr geöffnet.

Wichtiger Hinweis:

Aufgrund der derzeitigen Corona-Richtlinien sind die Veranstaltungen nur nach Voranmeldung und unter Angabe der persönlichen Daten für Besucher freigegeben. In der Neuen Bootshalle List herrscht Maskenpflicht und ein Mindestabstand von 1,5 Meter.

Für jede Person ist eine Anmeldung notwendig, es werden keine Sonderregelungen vor Ort getroffen. Wir bitten, von Ansammlungen vor den Veranstaltungsorten abzusehen – auch dort herrscht der von der Bundesregierung vorgegebene Mindestabstand von 1,5 Meter.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich und erfolgt unter Angabe des Namens, sowie der Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer.

Anmeldung für Besucher bei: office@artstar-verlag.de

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03.10.2020 Spektakulärer Auftritt von Leon Löwentraut

GFDK - Kultur und Medien

Spektakuläre Ausstellungseröffnung in Monheim am Rhein - Großer Auflauf in Monheim am Rhein: Zur Vernissage der letzten Ausstellung vor dem Umbau der ehemaligen Shell-Abfüllanlage zur Kulturraffinerie K714 fuhr Intendant Martin Witkowski in einem riesigen Bagger vor. In der Schaufel saß Kunst-Shooting-Star Leon Löwentraut.

Spektakulär wie Leon Löwentrauts Auftritt ist auch die Ausstellungsarchitektur in der denkmalgeschützten, großräumigen Industriehalle: In vier feuerroten Kuben präsentiert der erst 22jährige Künstler auf über 2.000 qm in Kooperation mit der Galerie Geuer & Geuer eine große Werkschau mit dem Titel „Leon Löwentraut – In Time“.

In den Kuben thematisiert der junge Künstler unterschiedliche Themenwelten wie „Lockdown“, „Different Minds“ und seine berühmte Bilderserie #Art4GlobalGoals, in denen er die 17 Global Goals der Vereinten Nationen künstlerisch interpretiert.

Gezeigt werden auch neue Zeichnungen – meist Kohlekreide auf Büttenpapier –, sowie erstmals seine noch nie in einer Ausstellung gezeigte 1,90 m hohe, handübermalte Bronzeskulptur, die sich mit seinem zentralen Thema „Different Minds“ auseinandersetzt.

Insgesamt  besuchten die Vernissage um die 900 begeisterte Gäste; darunter auch zahlreiche Künstlerkollegen, wie unter anderem der Künstler und Kabarettist Dieter Nuhr, der Schriftsteller, Maler und Fotograf Stephan Kaluza, Künstlerin Yvonne van Acht sowie die  Moderatoren Marco Schreyl und Wolfram Kons und Michaela Noll, MdB.

Im Rahmen der Ausstellung, die noch bis zum 17. Oktober zu sehen sein wird, werden auch vier Kurzfilme über Leon Löwentraut gezeigt.

Der deutsche Maler Leon Löwentraut hat die Kunstwelt im Sturm erobert. Einzelausstellungen u.a. in New York, London, Berlin, Florenz, St. Petersburg, Düsseldorf, Kopenhagen und Singapur zeugen nicht nur davon, dass sich der 22-jährige Künstler in kürzester Zeit auf dem internationalen Kunstmarkt etabliert hat, sondern sind zugleich Beweis seiner Aktualität in der kontemporären Kunstszene. 

Sein unverwechselbarer, energievoller Stil aus leuchtender Farbigkeit und vibrierenden Formenrhythmen trifft den Nerv der Zeit. Kraftvolle Linien, pastös, mitunter direkt aus der Tube gesetzt, sind Ausdruck seiner Kompromisslosigkeit.

Repetitive und dynamische Ornamentstrukturen, gepaart mit abstrahiert-expressiven Menschen, Köpfen und Silhouetten gehören dabei zu dem bevorzugten Bildkanon des Wahl-Düsseldorfers.

Seine formale Bildsprache bezieht sich auf eine verbindende Repräsentanz des eurozentrisch geprägten, kulturellen Bildgedächtnisses. Expressiv und spannungsreich offenbaren Löwentrauts Arbeiten ihre narrativen Qualitäten und geben Einsicht in seinen Blick auf die Welt.

Stargalerist Dirk Geuer, Inhaber und Geschäftsführer des Familienunternehmens Geuer & Geuer Art, verlegt seit über 30 Jahren exklusive Editionen im Bereich Skulptur und Grafik und arbeitet weltweit mit vielen bedeutenden Künstlern der Gegenwartskunst direkt zusammen, u.a. mit Julian Schnabel, Günther Uecker, Tony Cragg, Hermann Nitsch, Heinz Mack, HA Schult und Jiri Dokoupil.

Seit 2016 ist er der weltweite Exklusivverleger des grafischen Werkes von Julian Schnabel und seit 2017 der Hauptgalerist von Leon Löwentraut.

Zunehmend arbeitet er mit US-amerikanischen Künstlern zusammen und konnte neben Schnabel und Mel Ramos auch internationale Größen wie David LaChapelle und Alex Katz für unmittelbare Kooperationen und Ausstellungsprojekte gewinnen.
Die Ausstellung ist noch bis Samstag, 17. Oktober 2020 zu sehen.

Öffnungszeiten:

Donnerstag und Freitag: 17 bis 21 Uhr
Samstag: 14 bis 21 Uhr
Sonntag: 12 bis 21 Uhr

Tickets unter www.monheimer-kulturwerke.de

Die Sicherheitsvorkehrungen der Monheimer Kulturwerke entsprechen den aktuellen Corona-Richtlinien.

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29.09.2020 NRW-MEDIENPREIS

GFDK - Kultur und Medien

Neuer NRW-MEDIENPREIS FÜR ENTWICKLUNGSPOLITISCHES ENGAGEMENT für Reporter ohne Grenzen, Fridays for Future und Viva con Agua - MANFRED STELZER PREIS an Regisseur Richard Huber für DER KÖNIG VON KÖLN

Beim 30. Film Festival Cologne, das an diesem Donnerstag, den 1. Oktober in Köln beginnt, wird das polnische Games-Studio CD Projekt Red am 8. Oktober 2020 mit dem COLOGNE CREATIVE AWARD ausgezeichnet. Erstmalig wird in diesem Jahr im Rahmen des Film Festival Cologne am 6. Oktober der NRW-MEDIENPREIS FÜR ENTWICKLUNGSPOLITISCHES ENGAGEMENT vergeben.

Die drei dotierten Preise in Höhe von 5.000 EURO, 3.000 EURO und 2.000 EURO erhalten die Kampagnen UNCENSORED LIBRARY (Reporter ohne Grenzen), #WEEKFORCLIMATE (Fridays for Future) und #STREAMFORWATER (Viva con Agua).

Ebenfalls erstmalig wird der MANFRED STELZER PREIS für herausragende deutsche Komödien vergeben. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird am 5. Oktober 2020 an Richard Huber für die Regie von Der KÖNIG VON KÖLN verliehen.

Die weiteren Preisträger der FILM FESTIVAL COLOGNE AWARDS, die am 8. Oktober 2020 im Kölner Palladium ausgezeichnet werden, sind:

Mads Mikkelsen (INTERNATIONAL ACTORS AWARD), Sandra Hüller (INTERNATIONAL ACTRESS AWARD), Dominik Graf (FILMPREIS KÖLN), Thomas Vinterberg für den Film ANOTHER ROUND (THE HOLLYWOOD REPORTER AWARD), Radu Ciorniciuc für den Dokumentarfilm ACASA, MY HOME (PHOENIX PREIS).

Der Gewinner des FILMPREIS NRW wird in der Festivalwoche gewählt.

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22.09.2020 Der Beginn eines kompletten Umbruchs

GFDK - Kultur und Medien

Die Abwicklung von volkseigenen Betrieben durch die Treuhand ist auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung für viele Menschen noch nicht ausreichend aufgearbeitet.

Für einige bedeutete dies nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch den Beginn eines kompletten Umbruchs im beruflichen und privaten Bereich.

Regisseurin Carolin Millner, die zum ersten Mal am Theater Magdeburg inszeniert, möchte in ihrer Stückentwicklung »Tod der Treuhand« mithilfe von fiktiven Charakteren, die alle aus dem Umfeld des ehemaligen SKET-Werks in Magdeburg stammen, ein Bild einer Zeit entwickeln, die auch aus heutiger Sicht noch polarisiert.

Die Uraufführung ist am 25. 9. 2020 um 19. 30 Uhr im Schauspielhaus Studio in Magdeburg. Vor der zweiten Vorstellung, am 2. 10., findet in Zusammenhang mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt eine Podiumsdiskussion mit der Regisseurin, Expert*innen und Zeitzeug*innen zum Thema Treuhand statt.

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22.09.2020 Am Grab des eigenen Kindes

GFDK - Kultur und Medien - Theater

Essen. Sein eigenes Kind zu Grabe tragen zu müssen, zählt wohl zu den traurigsten und erschütterndsten Erfahrungen, die man überhaupt machen kann. Dem Paar, um das es in Lot Vekemans Zwei-Personen-Stück „Gift. Eine Familiengeschichte“ geht, ist genau das passiert.

Was dieser Verlust mit ihnen gemacht hat und wie unterschiedlich die beiden damit umgegangen sind, kann das Essener Theaterpublikum erstmals am Samstag, dem 10. Oktober in der Casa erleben; die Premiere beginnt um 19 Uhr.

Zum Inhalt:

Nach mehr als zehn Jahren treffen eine Frau und ein Mann erstmals wieder aufeinander, auf einem Friedhof. Hier wurde ihr Kind nach einem tödlichen Unfall begraben. Nun ist Gift im Boden entdeckt worden und einige Verstorbene müssen umgebettet werden, auch ihr Sohn.

Um die Formalitäten zu klären, hat die Friedhofsverwaltung die Eltern um einen Termin gebeten. Doch niemand erscheint. Zögernd beginnen die beiden ein Gespräch.

Aus Floskeln werden Vorwürfe, aus Fragen Vorhaltungen. Erinnerungen werden wach, werden abgewehrt und dann doch geteilt. Schmerzhaft ist dies und auch tröstlich.

Und so entwickelt sich das tastende Gespräch der beiden einander fremd Gewordenen zu einem Versuch, eine tiefe Kluft zu überbrücken. Doch wie viel Nähe ist nach solch langer Zeit überhaupt möglich? Und wieso lässt der Friedhofsverwalter so lange auf sich warten?

Mit „Gift. Eine Ehegeschichte“ hat die niederländische Dramatikerin Lot Vekemans (Jahrgang 1965) ein spannungsvolles und anrührendes Stück über Trauer und Verlust, Erinnerung, Liebe und die Suche nach dem persönlichen Glück geschrieben.

In der Inszenierung von Sophie Östrovsky und der Ausstattung von Lena Natt spielen Janina Sachau und Sven Seeburg. Dramaturgie: Vera Ring.

Eintritt bei der Premiere: € 19,00; Karten unter 0201/81 22-200

Nächste Folgetermine: 23., 24. Oktober, jeweils 19:00 Uhr. Eintritt: € 17,00

Aufgrund der nach wie vor ungewissen Corona-Lage empfiehlt das Schauspiel Essen allen Zuschauerinnen und Zuschauern, sich vor ihrem Theaterbesuch unter www.schauspiel-essen.de zu erkundigen, ob die Vorstellung auch tatsächlich stattfindet.

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19.09.2020 Maler-Shootingstar Leon Löwentraut

GFDK - Kultue und Medien - Ausstellung

Monheim trotz(t) Corona. Mit einem Paukenschlag eröffnen die Monheimer Kulturwerke die neue Saison. Auf Einladung von Martin Witkowski, Intendant und Geschäftsführer der Monheimer Kulturwerke, präsentiert der deutsche Maler-Shootingstar Leon Löwentraut (22 Jahre) vom 26. September bis 17. Oktober in der Kulturraffinerie K714 in Monheim auf über 2.000 qm in Kooperation mit der Galerie Geuer & Geuer eine große Werkschau mit dem Titel „Leon Löwentraut – In Time“.

Gezeigt werden: Seine neue großformatige Bildserie „Lockdown“, neue Zeichnungen – meist Kohlekreide auf Büttenpapier –, weitere Gemälde und limitierte, von Hand übermalte Leinwandarbeiten sowie erstmals seine neue, noch nie in einer Ausstellung gezeigte 1.90 m hohe, handübermalte Bronzeskulptur, die sich mit seinem zentralen Thema „Different Minds“ auseinandersetzt.

Zudem  werden die 17 Unikate der berühmten Bilderserie #Art4GlobalGoals zu sehen sein:  Löwentraut, der 2017 als alleiniger Künstler für die künstlerische Interpretation der von der UN verabschiedeten 17 globalen Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (kurz: SDGs) der Weltgemeinschaft ausgewählt wurde, macht mit der von der UNESCO, der YOU Stiftung und Geuer & Geuer Art unterstützten Kampagne #Art4GlobalGoals weltweit auf die Bedeutung der Ziele aufmerksam.

Zu den Goals gehören u.a.: Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle sowie Frieden und Gerechtigkeit.

Die Eröffnungsausstellung zur Kampagne fand 2018 im UNESCO Headquarter Paris statt. Seitdem war der Zyklus in verschiedenen Museen, u.a. im renommierten Puschkin-Museum in St. Petersburg und im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, zu sehen. Jetzt wird er in Monheim am Rhein präsentiert.

Ergänzt wird Leon Löwentrauts Nachhaltigkeitszyklus durch seine neue, noch nie in einer Ausstellung gezeigte, 1,90 m hohe, handübermalte Bronzeskulptur, die sich, mit seinem zentralen Thema „Different Minds“ auseinandersetzt und sein persönliches Fazit der 17 Goals darstellt:

Die Skulptur, sozusagen sein 18. Goal, dient Leon Löwentraut als Hinweis an die Betrachter, sich mehr ihrer positiven Seite als ihrer dunklen, negativen Seite zu widmen. Gleichzeitig dient sie als Appell, sich Gedanken über die 17 Goals zu machen, diese zu verinnerlichen und sich bewusst für eine positive Lebensweise zu entscheiden.

Spektakulär wird auch die Ausstellungsarchitektur ausfallen: Vier große, feuerrote Kuben werden in die zukünftige Kulturraffinerie K714 eingebaut.

Sie nehmen die spätere Kubatur des geplanten Veranstaltungssaales vorweg, der in der geplanten Mehrspartenhalle wie ein Gebäude im Gebäude zwischen den tragenden Hallenstützen eingesetzt wird. Hintergrund:

Die 1913 gegründeten Mineralölwerke Rhenania-Ossag, später Shell, errichteten in Monheim unmittelbar am Rhein eine große Raffinerie, in der mehrere hundert Beschäftigte viele Dekaden  bis 1987 Schmieröle und Bitumen produzierten.

Die alte Fassabfüllhalle  der ehemaligen Raffinerie war zur Zeit ihres Entstehens eine moderne und sehr progressive Bauform im Bereich des Gewerbebaus und steht aufgrund ihrer wegweisenden Architektur heute unter Denkmalschutz.

Das einstige Mineralölwerk nutzte die Halle, um Rohöl aus Venezuela sowie Petroleumrückstände aus Rumänien zu Schmierölen zu verarbeiten und die aufbereiteten Öle abzufüllen.

Unmittelbar nach der Ausstellung wird die mehr als 100 Jahre alte Fassabfüllhalle zu einer modernen, multifunktionalen Mehrspartenhalle umgebaut werden.

Dabei soll die einzigartige, denkmalgeschützte Säulenstruktur erhalten bleiben, während in das Innere des Gebäudes ein moderner Kubus eingesetzt wird, der mit dem historischen Bestand eine Einheit bilden wird. Die Werkschau von Leon Löwentraut ist die letzte Ausstellung vor dem Umbau der ehemaligen Raffinerie zum Mehrspartenhaus.

Leon Löwentraut betont: „Wie die Stadt Monheim hier nachhaltig mit ihrer ehrwürdigen Industriearchitektur umgeht, sie sensibel in einen Ort der Begegnung, der Kultur verwandelt, gefällt mir und beeindruckt mich.

“ Er fügt hinzu: „Kunst ist immer auch Erinnerungsarbeit.  Ich würde es begrüßen, langfristig mit den Monheimer Kulturwerken weitere künstlerische Aktionen zu kreieren.“

Im Rahmen der Ausstellung werden auch vier Kurzfilme über Leon Löwentraut gezeigt.

Der deutsche Maler Leon Löwentraut hat die Kunstwelt im Sturm erobert. Einzelausstellungen u.a. in New York, London, Berlin, Florenz, St. Petersburg, Düsseldorf, Kopenhagen und Singapur zeugen nicht nur davon, dass sich der 22-jährige Künstler in kürzester Zeit auf dem internationalen Kunstmarkt etabliert hat, sondern sind zugleich Beweis seiner Aktualität in der kontemporären Kunstszene. 

Sein unverwechselbarer, energievoller Stil aus leuchtender Farbigkeit und vibrierenden Formenrhythmen trifft den Nerv der Zeit. Kraftvolle Linien, pastös, mitunter direkt aus der Tube gesetzt, sind Ausdruck seiner Kompromisslosigkeit.

Repetitive und dynamische Ornamentstrukturen, gepaart mit abstrahiert-expressiven Menschen, Köpfen und Silhouetten gehören dabei zu dem bevorzugten Bildkanon des Wahl-Düsseldorfers.

Seine formale Bildsprache bezieht sich auf eine verbindende Repräsentanz des eurozentrisch geprägten, kulturellen Bildgedächtnisses. Expressiv und spannungsreich offenbaren Löwentrauts Arbeiten ihre narrativen Qualitäten und geben Einsicht in seinen Blick auf die Welt.

Stargalerist Dirk Geuer, Inhaber und Geschäftsführer des Familienunternehmens Geuer & Geuer Art, verlegt seit über 30 Jahren exklusive Editionen im Bereich Skulptur und Grafik und arbeitet weltweit mit vielen bedeutenden Künstlern der Gegenwartskunst direkt zusammen, u.a. mit Julian Schnabel, Günther Uecker, Tony Cragg, Hermann Nitsch, Heinz Mack, HA Schult und Jiri Dokoupil.

Seit 2016 ist er der weltweite Exklusivverleger des grafischen Werkes von Julian Schnabel und seit 2017 der Hauptgalerist von Leon Löwentraut.

Zunehmend arbeitet er mit US-amerikanischen Künstlern zusammen und konnte neben Schnabel und Mel Ramos auch internationale Größen wie David LaChapelle und Alex Katz für unmittelbare Kooperationen und Ausstellungsprojekte gewinnen.


VERNISSAGE: 26. September 2020

Für die Besucher der Ausstellung bieten wir drei Zeitfenster an:    

14 Uhr, Beginn Vernissage, bis 16 Uhr

17 Uhr - 18.30 Uhr

20 Uhr - bis 21.30 Uhr

Tickets unter www.monheimer-kulturwerke.de

Die Sicherheitsvorkehrungen der Monheimer Kulturwerke entsprechen den aktuellen Corona-Richtlinien.

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13.09.2020 Kurz nach dem Zusammenbruch

GFDK - Kultur und Medien - Filme, Kino und TV

Gangster, Stripper und lebendige Bären, die auf einer Moskauer Eisbahn Bier ausschenken: Der Film "Red Penguins - Von Macht und Gier auf Eis" erzählt die unglaubliche, doch wahre Geschichte vom Zusammenprall zweier Supermächte, von Kapitalismus und Opportunismus auf der Suche nach dem Glück.

Kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kaufte sich das US-Eishockeyteam der Pittsburgh Penguins in den berühmten Nationalclub der Roten Armee ein, um mit einem Sport-Joint-Venture wie es die Welt noch nie gesehen hatte, Geschichte zu schreiben.

Im neuen Russland scheint nun alles möglich zu sein, die Verheißung des freien Marktes locken Investoren, Profis und die Halbwelt an.

Der exzentrische Marketingexperte Steven Warshaw wird nach Russland geschickt und soll das frisch gegründete Team in das größte Showevent Moskaus verwandeln.

Er nimmt die ZuschauerInnen mit auf eine bizarre Zeitreise in die frühen 1990er-Jahre, die einen entscheidenden Moment in den Beziehungen zwischen dem freien Westen und dem ehemaligen Ostblock beleuchtet.

"Red Penguins - Von Macht und Gier auf Eis" zeigt Russland während einer gesetzlosen Periode zwischen Alt und Neu. Eine Ära, in der Oligarchen ihr uferloses Vermögen machten und das Leben Einzelner nur wenig Wert hatte.

15.09.2020, 00:00 Uhr, NDR Fernsehen

Film von Gabe Polsky

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09.09.2020 Nachwuchskünstler auf der Sylt Art Fair

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

Die Stuttgarter Fotografin Menja Stevenson stellt mit zwei weiteren Nachwuchskünstlern auf der Sylt Art Fair aus

Surreale Blickwinkel eröffnet die Stuttgarterin Menja Stevenson mit ihren Fotografien, in denen sie auch stets die Grenzen des Mediums neu auslotet. Die junge Künstlerin wurde bereits in die Daimler Art Collection (https://art.daimler.com) aufgenommen.

Jetzt stellt sie ihre Werke im Rahmen der Sylt Art Fair neben Top-Künstlern wie Gerhard Richter, Julian Schnabel, Günther Uecker, Jeff Koons, NachwuchsstarkünstlerLeon Löwentraut u.a. aus.

Neben Menja Stevenson wurden für die „Be a Mover“-Initiative der Daimler AG zwei weitere Nachwuchskünstler ausgewählt: 

Der in Estland geborene und in Berlin lebende Künstler Kennet Lekko, der mit seinen farbintensiven, cartoonartigen Figuren und Wortfragmenten die Grenzen zwischen Hoch- und Subkultuer verschiebt, sowie Multitalent Anne Kutzner, die neben der Malerei auch mit Film, Installation und Performances arbeitet und in ihren Bildern Flüchtigkeit reflektiert.

Die Werke der drei vielversprechenden Talente sind noch zwei Wochen zu sehen.

Unterstützung erfahren die drei geförderten Künstler von Jungstar und Daimler Markenbotschafter Leon Löwentraut, der ebenfalls mit seinen Werken auf der Sylt Art Fair vertreten ist.

Dem von Presse und Publikum gefeierten Künstler ist die Förderung noch nicht so namhafter Talente ein besonderes Anliegen:

„Dass ich meine Werke an so tollen Orten zeigen darf und mit meiner Kunst so viel positives Feedback erfahre, macht mich stolz.“

Er fährt fort: „Es ist mir ein besonderes Anliegen, andere junge Künstler dahingehend zu unterstützen, ihre Werke zeigen zu dürfen. Denn das ist es ja, was einen jeden Künstler antreibt.“

Als Auftakt zur „Be a Mover Art Night“ führte Stargalerist Dirk Geuer gemeinsam mit Leon Löwentraut und den drei geförderten Künstlern durch die Ausstellung. Anschließend lud TV-Moderator Wolfram Kons zum Kunst-Talk mit Gästen ein.

Auf dem Podium saßen: Leon Löwentraut, Dirk Geuer, Menja Stevenson und Kennet Lekko. Hauptthema waren die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kunstszene.

Gerade während der Corona-Krise, die vor allem Freischaffende und Kreative schwer trifft, ist es wichtig, jungen Künstlern eine Plattform zu bieten. Dirk Geuer, Initiator der Sylt Art Fair betonte:

"Wir müssen alles tun, damit Künstlern und Kulturschaffenden in der Krise geholfen wird. Ihre Situation ist wirklich dramatisch."

Ebenfalls auf der „Be a Mover Art Night“ zu Gast waren: Die Olympiasiegerin im Fechten Britta Heidemann mit ihrem Lebensgefährten, dem Air Race Weltmeister Matthias Dolderer, die bald ihr erstes gemeinsames Kind erwarten, der Kunst- und Kultblogger David Roth von "Dandy Diary" mit seiner Freundin Pia Fath. 

Hintergrund: „Be a mover“ – ist eine weltweite Bewegung der Daimler AG, bei der sich junge Leute  - Künstler, Sportler, Musiker, Schauspieler mit eigenen Initiativen, Aktionen, Kunstwerken – vernetzen, um die Welt etwas besser zu machen. Leon Löwentraut ist Mitglied der „be a mover“-Community.

Der erst 22-jährige Maler Leon Löwentraut zählt zu den gefragtesten Künstlern unserer Zeit. Seinen ungewöhnlichen Erfolg verdankt er in erster Linie seinen energievollen, farbgewaltigen Gemälden.

Sie treffen den Nerv der Zeit und elektrisieren Kunstfans rund um den Globus. Für die Kampagne „#Art4GlobalGoals“ malte Leon Löwentraut mit Unterstützung der UNESCO, der YOU Stiftung und Geuer & Geuer Art insgesamt 17 Unikate.

Diese Arbeiten werden bis 2030 weltweit für die Bekanntmachung und Unterstützung der nachhaltigen Entwicklungsziele eingesetzt, die die Weltgemeinschaft und die Vereinten Nationen gemeinsam verabschiedet haben.

Die 17 Ziele (Goals) sollen dazu beitragen, allen Menschen auf unserem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Zu den Zielen gehören u.a.: Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle und Frieden und Gerechtigkeit.

Die Eröffnungsausstellung zur Bilderreihe der Kampagne #Art4GlobalGoals fand 2018 im UNESCO Headquarter Paris statt. Seitdem war der Bilderzyklus verschiedenen Museen, u.a. im renommierten Puschkin-Museum in St. Petersburg und im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, zu sehen.

Die Sylt Art Fair ist eine Top-Ausstellung mit bedeutenden Künstlern der Gegenwart.

Die Bilderschau zeigt auf 600 Quadratmetern u.a. Werke von Gerhard Richter, Hermann Nitsch, Julian Schnabel, Günther Uecker, Heinz Mack, Tony Cragg, David LaChapelle, Jonathan Meese, Jeff Koons, Markus Lüpertz, A.R. Penck, Leon Löwentraut, HA Schult, Dieter Nuhr, David Gerstein, Stefan Szcesny, Gaby Fey, Ben Buechner, Yvonne van Acht, und Michael Patrick Kelly - zeitgenössische Kunst der Spitzenklasse.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Oktober 2020.

Öffnungszeiten: täglich 13 – 20 Uhr - der Eintritt ist frei

Weitere Informationen unter:

https://www.geuer-geuer-art.de/

https://www.leonloewentraut.de/

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08.09.2020 18.000 Besucher bei Konzerten in der Waldbühne Berlin

GFDK - Kultur und Medien

Die Komikerin Carolin Kebekus sorgt sich um die Veranstaltungsbranche. „Es herrscht Alarmstufe Rot“, erklärte Kebekus am Sonntag in einer Story auf Instagram. „Es muss sich etwas ändern. Wenn das so weitergeht und wir weiter so wenig Unterstützung bekommen, dann wird nach Corona an Kultur einfach nicht mehr viel übrig bleiben. Das wäre der absolute Horror.“

Künstler, aber auch Veranstalter, Techniker und kleine Bühnen – durch die Corona-Schutzmaßnahmen bangten viele um ihre Existenz, so die Künstlerin. Kebekus ist in ihrem Statement sichtlich ergriffen und ringt mit den Tränen.

Sie kündigte an, sich am 9. September einer Demonstration in Berlin anzuschließen. Auch ihr Team werde dabei sein. #AlarmstufeRot. Nach eigenen Angaben stehen rund 10.000 Unternehmen mit mehr als 250.000 Beschäftigten hinter dem Bündnis.

Berlin/Bayreuth, 07.09.2020 – Es waren vier emotionale Tage, vier herausragende Konzerte und rund 18.000 Besucher, die im Rahmen der Open- Airs „Back to LIVE“ in der Waldbühne Berlin begrüßt werden durften.

Die Veranstaltungsreihe, die in Zusammenarbeit von Semmel Concerts, CTS Eventim und der Waldbühne Berlin ins Leben gerufen wurde, umfasst insgesamt sieben Konzerte und dauert bis zum 2. Oktober. 

Dieter Semmelmann, CEO Semmel Concerts Entertainment GmbH, resümiert nach diesem erfolgreichen Wochenende: „Wir sind glücklich darüber, dass wir unseren Beruf, den wir mit so großer Leidenschaft tun, wieder einmal ausüben durften.

Aber wir dürfen nicht vergessen, dass diese Konzerte auch gleichzeitig demonstrieren, dass Großveranstaltungen unter den aktuellen Corona-bedingten Einschränkungen kein wirtschaftliches Zukunftsmodell sind.

Wir brauchen dringender denn je eine Perspektive – für einen sinnvollen Neustart und substanzielle finanzielle Unterstützung.“

Den Auftakt der Konzertreihe machte am Donnerstag, nach einer Pressekonferenz, in der noch einmal auf die Besonderheit der Konzerte und die aktuelle Situation der Veranstaltungsbranche hingewiesen wurde, Roland Kaiser.

Sichtlich bewegt trat der 68-jährige nach über sechs Monaten Bühnen-Abstinenz vor sein Publikum und begrüßte die rund 4.000 Fans:

„Meine Freunde, ich bin so glücklich, dass ich hier sein kann. Und ich bin außerdem sehr glücklich, dass ihr alle gekommen seid, um uns hier zu unterstützen.“ Der Stimmung taten die einzuhaltenden Hygieneregeln keinen Abbruch.

Ab dem ersten Ton feierten die Fans „ihren Kaiser“, der erst nach über 2 Stunden – ohne Pause, die Bühne verließ. Sein zweites Konzert an diesem Wochenende, das Roland Kaiser am Freitag vor, mit rund 5.000 Fans, ausverkauftem Haus spielen konnte, stand in Emotionalität, Leidenschaft und Stimmung dem ersten in keiner Weise nach.

Am Samstag gehörte die erneut ausverkaufte Waldbühne Rap-Altmeister SIDO, der es in seiner Heimatstadt sichtlich genoss auf der Bühne zu stehen. „Es ist das bestmögliche Konzert, das gerade geht – während Corona.

Und ich bin stolz, dass ich das spielen darf und, dass ich die Chance habe zu zeigen, dass es auch funktioniert.“ Und wie es funktioniert hat… Textsicher trugen die rund 5.000 Besucher ihren SIDO durch das Konzert.

Mit seinem Song „Heute hab ich gute Laune“ begann Helge Schneider schließlich am Sonntag sein Konzert und begeisterte in altbewährter Weise und vielen Liedern seines neuen Albums „Mama“ sein Publikum.

Gemeinsam mit seinem Gitarrist Henrik Freischlader und seinem 10-jährigen Sohn Charly am Schlagzeug unterhielt der 65-jährige eineinhalb Stunden lang sein Publikum auf's Beste. Gut gelaunt – mit Perücke, Sonnenbrille und Karo-Sakko – und in einmaliger Wohnzimmer-Atmosphäre beendete Multitalent Helge Schneider das erste „Back To LIVE“-Wochenende in der Berliner Waldbühne.

Ein rundum gelungener Auftakt der Konzert-Reihe. Alle Konzerte finden im Einklang mit der geltenden SARS-CoV-2-Infektionsschutzordnung statt und sind derzeit die einzigen in ihrer Art und Größe in Deutschland.

Am 18.09.2020 wird die Reihe mit einem Konzert von Wincent Weiss fortgesetzt. Am 26.09.2020 folgt eine hochkarätig besetzte Special Edition des Erfolgsformats „Die Schlagernacht des Jahres“ und am 02.10.2020 schließt Peter Maffay mit seiner Band die Veranstaltungsreihe ab. Für alle drei Konzerte sind noch Tickets verfügbar.

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08.09.2020 sichere Evakuierung von Elefant Kaavan

GFDK - Kultur und Medien

ereits im Mai entschied das Höchstgericht in Islamabad, den umstrittenen Marghazar Zoo wegen seiner schlechten Haltungsbedingungen zu schließen. VIER PFOTEN unterstützt das Islamabad Wildlife Management Board (IWMB), das nun für den Zoo verantwortlich ist, bei der sicheren Evakuierung der verbleibenden Zootiere.

Elefant Kaavan, der seit 35 Jahren dort eingesperrt lebt und als der „einsamste Elefant der Welt“ bezeichnet wird, ist seiner Rettung ein weiteres Stück nähergekommen.

Am 4. September führte die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, im Auftrag der pakistanischen Behörden, medizinische Tests durch und stellte fest, dass Kaavan stark genug für eine Umsiedlung in ein Tierschutzzentrum, voraussichtlich in Kambodscha, ist.

Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen führte das VIER PFOTEN Team, bestehend aus Wildtierärzten und -experten, Kaavans Untersuchung durch.

Nachdem die Tierärzte den übergewichtigen Elefantenbullen betäubt hatten, nahmen sie Blutproben, vermaßen ihn und setzten einen Mikrochip in seine linke Schulter ein.

„Aufgrund falscher Ernährung und mangelnder Bewegung zeigt Kaavan sichtbare Anzeichen von Fettleibigkeit. Außerdem sind seine Nägel rissig und verformt, was vermutlich am ungeeigneten Bodenbelag in seinem Gehege liegt“, sagt Dr. Amir Khalil, VIER PFOTEN Tierarzt und Missionsleiter. Dr. Frank Göritz, leitender Tierarzt des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin, fügt hinzu:

„Die wenigen körperlichen und geistigen Herausforderungen sowie das Fehlen eines Partners haben dazu geführt, dass sich Kaavan unglaublich langweilt.

Er hat stereotypes Verhalten entwickelt, bei dem er seinen Kopf stundenlang hin und her bewegt. Insgesamt sind die Ergebnisse seiner Blutuntersuchungen aber gut, und sein allgemeiner Gesundheitszustand erlaubt es ihm, umgesiedelt zu werden.“

Der einsamste Elefant der Welt

Kaavan kam 1985 als Geschenk von Sri Lanka nach Pakistan. Von 1990 an teilte er sein Gehege im Marghazar Zoo mit seiner Partnerin Saheli, doch seit ihrem Tod im Jahr 2012 fristet Kaavan ein einsames Dasein.

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