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Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

26.12.2020 RIDERS OF THE LIGHT

GFDK - Kultur und Medien

Am Heiligabend wurden Christy Lee Rogers '"RIDERS OF THE LIGHT" und andere Werke aus ihrer HUMAN-Serie in dieser Kathedrale im Herzen von Paris aufgehängt.

Der Name HUMAN wurde für Christys neueste Serie ausgewählt, um ein Zusammentreffen der Menschheit zu einer modernen Renaissance vorauszusetzen, die durch Widrigkeiten und Trübsal ausgelöst wird und in unvorhergesehenen neuen Realitäten aufblüht.

Wenn Kunst ein Durchgang in die Seele und etwas Tieferes in uns selbst war, erinnert sie uns an unsere eigenen Verwundbarkeiten in einer Landschaft der Hoffnung und Magie.

Auf Rogers 'einzigartige Weise fordert sie uns auf, über die endlichen Grenzen dessen, was vor uns liegt, hinauszuschauen und zwischen den Räumen in eine neue Zukunft zu schauen.

Alle ihre Arbeiten werden in Wasser fotografiert, wobei die Lichtbrechung verwendet wird, um malerische Bilder zu erstellen, und oft mit Gemälden des Barock und der Renaissance verglichen.

Das Wasser in den Bildern fließt Leben in alle Bereiche, nimmt kühn geschwungene Formen an und verwandelt alltägliche Menschen scheinbar von einem anderen Ort in Engelskreaturen.

In diesen Arbeiten vermutet Rogers die Idee, dass, wenn Photonen des Lichts ohne Masse sind und nur aufgrund der Augen wahrgenommen werden, es andere Dinge um uns herum geben muss, die wir noch nicht wahrnehmen können.


Christy und ich wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

Christy Lee Rogers ist eine Unterwasserfotografin.

Rogers wurde in Honolulu, Hawaii, geboren und wuchs in Kailua auf der Insel Oahu auf. Sie hat keine formale Ausbildung in Fotografie, aber einen Bachelor of Arts in Telekommunikation und Film von der San Diego State University.

Rogers ist bekannt für ihre Unterwasserfotografie die in den USA, Frankreich und Monaco ausgestellt wurde. Ihre Arbeit wurde von der Deutschen Grammophone in Auftrag gegeben, um das Album-Cover für eine Box klassischer Musik bereitzustellen

A Gallery
Art to Hold Your Interest
+ 44 (0) 7954 051 458

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22.12.2020 bei Vollmond baden gehen

GFDK - Reisen und Urlaub

Wildschwimmer und Buchautor Hansjörg Ransmayr lädt zum Eisschwimmen nach Altenmarkt-Zauchensee: „Das stärkt das Immunsystem.“

Am 28. Januar zum ersten Vollmond des Jahres veranstalten Altenmarkt-Zauchensee Tourismus und der „Wild Swimmer“ Hansjörg Ransmayr erstmals eine „Ice.Challenge“ am Zauchensee.

Nach einem Atem- und Mentaltraining am Ufer des alpinen Zauchensees auf 1350 m umrunden die Sportler einen symbolischen Mond, der auf der Wasseroberfläche schwimmen wird.

Dank Knicklicht und einer umgeschnallten Leuchtboje sind die tapferen Wintersportler für die begleitende Wasserrettung immer gut zu erkennen. Anschließendes Aufwärmen im Hotpot und ein Heißgetränk sind im Preis inklusive.

Wer bis 14. Januar bei Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, Tel. +43 6452 5511, bucht, zahlt den Early-Bird-Preis von 19 Euro statt regulär 29 Euro. Von Eisschwimmen sprechen Kenner übrigens ab einer Höchsttemperatur von fünf Grad.

Rein ins kalte Wasser, gereinigt wieder raus
„Auch wenn es sich um eine ‚Challenge‘ handelt, soll es vor allem Spaß machen und einen positiven, reinigenden Effekt am Anfang des Jahres haben“, erklärt Hansjörg Ransmayr, österreichischer Wildwassersportler und Initiator des ersten Eisschwimmens im 1350 Meter hoch gelegenen Zauchensee.

„Während Männer das Bad in kaltem Wasser manchmal zur Selbstprofilierung nutzen, entdecken besonders Frauen das Wild- und auch das Eisschwimmen für sich, um ein neues Körpergefühl zu entwickeln, sich wieder zu erden, sich zu spüren.“ Ransmayr ist sicher, dass einige Leute aus seiner internationalen Eisschwimm-Community am 28. Januar am Start sein werden.

Abgesehen von dem Adrenalin-Boost, den die „Ice.Challenge“ auslösen wird, hat das Eisschwimmen viele gesundheitsfördernde Effekte, sagt Ransmayr.

So finde es Anwendung in der Schmerztherapie, in der Bekämpfung von Depressionen, in der Vor- und Nachbereitung von OPs. „In jedem Falle stärkt das regelmäßige Praktizieren das Immunsystem.“

Gut zu wissen
Sollte das Wetter am 28. Januar nicht mitspielen, dann wird die Veranstaltung auf den nächsten Vollmond am Samstag, 27. Februar verschoben.

Weitere Informationen:
Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, Sportplatzstr. 6, A-5541 Altenmarkt-Zauchensee, Salzburger Land, Tel.: +43 (0) 6452 / 5511, info@remove-this.altenmarkt-zauchensee.at

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22.12.2020 2020 neigt sich dem Ende

GFDK - Redaktion

In gezählten Tagen geht dieses unser Jahr 2020 zu Ende und verabschiedet sich. Die Weihnachtszeit nun mag uns Stunden des Innehaltens, des Zurückblickens schenken auf Momente des glücklichen Augenblicks, des Bewegten, des Gelungenen in diesem Jahr - in Erinnerung dankbar für jede gute Erfahrung und Zuwendung, an positiv gelebte Zeit des Lachens aber auch des Nachdenkens in dieser Corona-Zeit.

"Was ich mehr denn je möchte, ist, Hoffnung und Freiheit, ein Gefühl des Staunens und der Ruhe auszudrücken und zu inspirieren, einen sicheren Ort zum wilden Träumen zu schaffen und vor allem die Idee zu inspirieren, dass es auf der Erde immer noch mysteriöse, unglaublich schöne Dinge gibt - nicht nur in unseren Vorstellungen. " Christy Lee Rogers

Wir wünschen Euch ein zauberhaftes Weihnachtsfest und einen grandiosen Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Eure GFDK-Redaktion

Gottfried Böhmer

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19.12.2020 Die Landwirtinnen auf den Urlaubshöfen

GFDK - Essen und Trinken

Wintergemüse, konservierte Früchte, haltbarer Bergkäse und Wein von den eigenen Reben: Bei Südtirols Bäuerinnen gilt auch zum feierlichen Jahreswechsel einzig die nachhaltige Genuss-Philosophie. Gekocht wird ausschließlich, was Region wie Saison hergeben, nach alter Tradition und mit viel Liebe.

Die Landwirtinnen auf den Urlaubshöfen der Marke „Roter Hahn“ verraten gern ihre persönlichen Rezepte für einen authentischen Südtiroler Silvesterabend – zur Not auch aus der Ferne.

Wen also die Sehnsucht quält nach uriger Behaglichkeit, überzuckerten Dolomitengipfeln und dem Duft nach Speckkeller, der kann sich mit folgendem Menü zumindest kulinarisch ins Schlaraffenland jenseits des Brenners träumen.

Vorspeise von Bäuerin Patrizia Prantl-Karnutsch vom „Urlaub auf dem Bauernhof“-Betrieb Schrenteweinhof in Lana: MARINIERTER APFEL AUF ZIEGENFRISCHKÄSEPRALINE

(für 4 Personen)

1 Apfel (Golden Delicious)

2 EL Blütenhonig

Saft von 1 Zitrone

1 Zweig frischer Thymian

180 g Ziegenfrischkäse

1 kleine Zwiebel

1 EL Olivenöl

50 g Walnüsse (fein gehackt)

Kräutersalz, Pfeffer

Gehackter Schnittlauch und 4 Speckscheiben zur Dekoration

Apfel in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Honig mit Zitronensaft und Thymian zu einer Marinade anrühren, diese über die Apfelscheiben geben und über Nacht ziehen lassen.

Den Ziegenfrischkäse in einem Sieb über Nacht abtropfen lassen. Zwiebeln fein würfeln, in Olivenöl andünsten und abkühlen lassen. Gemeinsam mit den gehackten Nüssen unter den Ziegenfrischkäse mischen und mit Zitronensaft, Kräutersalz und Pfeffer abschmecken.

Aus der Masse 4 Pralinen formen, jeweils eine auf die Apfelscheibe setzen und mit Schnittlauch, gerollten Speckröschen und Marinade garnieren.

Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

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19.12.2020 Audi FIS Ski World Cup Women

GFDK - Reisen und Urlaub

Am 9. und 10. Januar 2021 gastiert im österreichischen St. Anton am Arlberg die internationale Ski-Elite der Damen, um sich in Abfahrt und Super-G zu messen. Bei den beiden schnellsten Alpin-Disziplinen kämpfen die Teilnehmerinnen des Audi FIS Ski World Cup Women um Hundertstelsekunden, wertvolle Punkte sowie sportliches Renommee – und das an dem Ort, wo alles begann.

Um dem Karl-Schranz-Zielstadion in der „Wiege des alpinen Skisports“ auch ohne Zuschauer eine stimmungsvolle Atmosphäre mit Mehrwert zu verleihen, werden zahlreiche geschmückte Schneemänner die Weltcup-Ränge und das Tiroler Dorf bevölkern.

Geformt von Einheimischen und lokalen Vereinen, können für die frostigen Fans ab sofort Patenschaften zum Preis von 100 € übernommen werden.

Der gesamte Erlös kommt nachhaltigen Wasserprojekten in Afrika zugute. Infos und Anmeldung unter schneemann@stantonamarlberg.com oder Tel. +43 5446 2269-59. tagesaktuelle Covid-19-Maßnahmen und Regelungen finden Interessierte auf der Homepage des Tourismusverbands St. Anton am Arlberg. www.worldcup-stanton.com

„Skiing is coming home“: Wo alles begann

Der Audi FIS Ski World Cup Women kommt am 9. und 10. Januar 2021 nach St. Anton am Arlberg – an den Ort, wo vor mehr als 90 Jahren alles begann. Damals kurvte die Dorfjugend bei einem Testrennen um Bambusstangen.

Begeistert von der neuartigen Ski-Variante, organisierten die Mitglieder des englischen Kandahar Ski Club und des Ski-Club Arlberg im Folgejahr 1928 einen internationalen Kombinationswettbewerb aus Slalom und Abfahrt: Die Arlberg Kandahar Rennen waren geboren.

Den Respekt der Skiwelt gewannen sie sofort. Bis zur offiziellen Anerkennung durch den Weltskiverband FIS, dem bislang nur Sprung- und Langlauf bekannt waren, vergingen allerdings noch zwei weitere Jahre. Seither findet das berühmte Arlberg Kandahar Rennen jährlich an wechselnden Austragungsorten statt.

In St. Anton am Arlberg treten die Profis mittlerweile auf der Karl-Schranz-Kandahar-Strecke am Kapall an, und die hat es in sich: Das durchschnittliche Gefälle von 34 Prozent sorgt für Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h.

Weltcup-Einstimmung: 3. Sportgipfel am 7. Januar 2021

Vor dem Hintergrund der Arlberg Kandahar Rennen wird am 7. Januar 2021 der „Sportgipfel Tirol – St. Anton am Arlberg“ zum dritten Mal aufgelegt.

Branchenvertreter, Fachleute und Insider wie der österreichische Skirennläufer und Olympiasieger Benni Raich oder der Ex-Tennisprofi und heutige Turnierdirektor des Generali Open in Kitzbühel Alexander Antonitsch diskutieren dann unter dem Motto „Sporthelden ohne Publikum – Spitzensport in Zeiten von Corona“.

Aufgrund der lokalen Covid-19-Auflagen findet der 3. Sportgipfel Tirol rein digital statt und wird online via Livestream sowie auf ORF Sport+ im TV übertragen. Alle Infos unter https://sportgipfel.tirol

Weitere Auskünfte im Informationsbüro St. Anton am Arlberg/Österreich

unter +43 5446 2269-0

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12.12.2020 No Dandy, No Fun

GFDK - Kultur und Medien

Ein Dandy, wer soll das heute sein? Gibt es ihn überhaupt noch? Und wer braucht sie jetzt, diese elegante Figur, die mit einer Schildkröte an der Leine durch die Passagen von Paris flaniert? Das angestaubte Bild aus Maßanzug, Champagner und gleichgültiger Miene wirkt aus der Zeit gefallen.

Auf der Suche nach einem Abwesenden

Doch dahinter verbirgt sich eine Haltung, die wieder verheißungsvoll erscheint. Während sich die selbstbezogenen Weltsichten darin überschlagen, für den Glauben an die eigene Identität gegen den Rest zu kämpfen, leistet sich ein Dandy den Luxus, keine Meinung zu haben und ohne fixierte Eigenschaften zu bleiben.

Statt seine subjektive Gefühlswelt zu pflegen und sich durch deren Reaktion manipulieren zu lassen, betrachtet er sich kühl als formbares Objekt, wendet sich von der Selbstgewissheit ab, um künstlich zu werden.

No Dandy, No Fun folgt den Wandlungen dieses Modellcharakters aus dem 19. Jahrhundert in die Gegenwart und zeigt Facetten dieser multiplen Biografie. Die Reihe der Momentaufnahmen dieser Entwicklungsgeschichte eines konzeptuellen Charakters erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wie sollte sie auch: Der Komplex Dandy erstreckt sich als ein Ozean, auf dem die staunenden Augen keinen Horizont finden. Viele der in der Ausstellung Auftauchenden wurden bisher nicht als Dandys betrachtet.

Es sind Behauptungen, wie die Fiktionen eines Typus durch andere Körper weitergedacht werden können. Besonderes Augenmerk wird dabei jenen gewidmet, die in den bekannten Erzählungen nur an den Rändern erscheinen: der Frau als Dandy, dem Black Dandy, den Versuchen von Dandys, Maschinen ähnlicher zu werden, und dem Dandy als untergründiger Blaupause der zeitgenössischen Kunst.

Aber wie kommt es überhaupt zum schillernden Leben dieser Figur? Dandys gefällt es, so zu tun, als wären sie mit einem goldenen Löffel im Mund auf die Welt gekommen – egal, ob das nun der Fall ist oder nicht.

Es handelt sich zwar durch die Bank um Erben, doch solche, die sich ihren Erbschein selbst ausstellen. Manchmal erschleichen sie sich ein Erbe oder sie erfinden Eltern, die es nicht gibt.

Bei ihren Erfindungen geht es nicht allein um Geld, sondern darum, die gegebene Erbschaft abzulehnen. Da die Lebensumstände nur bedingt frei wählbar sind, spielen Dandys mit dem auferlegten Drama der Familie, der übergebenen Schuld(en), mit dem Trauma ihrer Kultur oder Klasse, dem Geschlecht oder ihrer Hautfarbe.

Sie verwandeln sich in künstliche Kinder, statt hinzunehmen, was Schicksal genannt wird. Das gilt für den Dortmunder Fabrikantensohn Martin Kippenberger ebenso wie für die Sappeuse Ntsimba Marie Jeanne Bifouma, die im Comme-des-Garçons-Anzug durch Brazzaville spaziert.

Beide verbindet der Ausbruch aus der Vorstellung einer in die Wiege gelegten Identität. Es handelt sich um Versuche zu leben, wer man nicht ist. Da die Verneinungen des Zugewiesenen noch Züge des Abgeschüttelten tragen, entwickelt sich das Zwiespältige zu ihrem charakteristischen Merkmal.

Dandys sind der gelebte Widerspruch, sie hadern mit dem, was sie verlassen und jenem, was sie zu werden versuchen. Ihre Fluchten verwandeln sich in ungerade Linien, bauen Brücken über die Spalten, die nicht zur Deckung kommen können. Offen für Veränderung formen sie ihre Körper durch Diäten und Exzesse.

Dandys ähneln darin dem, was Michel Foucault als die „Künste der Existenz“ bezeichnet: Praktiken, „mit denen Menschen nicht nur die Regeln ihres Verhaltens festlegen, sondern sich selber transformieren, sich in ihrem besonderen Sein zu modifizieren und aus ihrem Leben ein Werk zu machen suchen, das gewisse ästhetische Werte trägt und gewissen Stilkriterien entspricht“.

Foucaults Überlegungen in Der Gebrauch der Lüste wurden oft so gedeutet, als solle sich die Sorge in erster Linie um die eigene Person drehen, und als Aufforderung zur vereinzelten Selbstoptimierung missverstanden.

Foucault, wie vielen Dandys, ging es jedoch um eine Sorge, die politisch werden kann, indem sie die Regierung des Selbst in ein Verhältnis zum Regiert Werden durch die Gemeinschaft stellt.

Dahinter steht die Annahme, in den Raum des Politischen als Arena der kollektiven Verhandlung von Problemen könne nur eintreten, wer sich beherrschen kann. Im Verständnis des Dandys bedeutet diese Regierung des Selbst aber gerade nicht, sich zu verwirklichen, sondern sich zu mässigen.

Statt beharrlich bei sich zu bleiben, wird die zugewiesene Identität verneint und mit überraschenden Vorstellungen überspielt. Diese Dramaturgie wechselnder Masken sucht die Blicke der anderen und tritt durch die Verstörung mit der Umgebung in Kontakt.

Ihr tauschendes Moment liegt darin, Modelle zu behaupten, an denen sich die damit Konfrontierten abarbeiten müssen. Derartige Herausforderungen gelingen Dandys oft mit sparsamen Mitteln: Manche hinterlassen nur ein paar Gerüchte, eine handvoll Texte oder ein schmales künstlerisches Werk.

Dandys behaupten mit Vergnügen faul zu sein, sind oft aber einfach gut darin, wenig zu großer Wirkung zu bringen. Die Fülle der durch Dandys angestoßenen Veränderungen verblüfft. Bahnbrechend war bereits die Urszene der Erzählung des Dandytums:

Beau Brummells Auflösung der eindeutigen Unterscheidung sozialer Herkunft durch Kleidung. Denn mag es auch so scheinen, als ob Dandys auf einsamen Inseln lebten, krempeln sie ihre Umgebung um. Sie klopfen sich dafür nicht auf die Schulter.

Ihre gelebte Integrität beansprucht nicht, makellos zu sein. Es ist der Versuch, einer Idee zu entsprechen, um im formlosen Leben selbstbestimmte Regeln zu behaupten, nach denen gelebt werden will. Ihre Regelwerke betrachten sie aber nie als letztgültig, immer nur als Verhandlungsmasse. Sie beharren auf dem Zweifel an jeder Wahrheit.

*Der Dandy ist vor allem in der Grammatik ein Mann, was auch immer das sein soll.

Während die Ausstellung vor allem Bilder und Objekte sprechen lässt, erscheint nach deren Abschluss bei Sternberg Press ein längerer Essay unter dem Titel No Dandy, No Fun.

No Dandy, No Fun
kuratiert von Hans-Christian Dany und Valérie Knoll
17. Oktober 2020 – 17. Januar 2021

Mit Kai Althoff, Lutz Bacher, Kévin Blinderman / Pierre-Alexandre Mateos / Charles Teyssou, Marcel Broodthaers, Ursula Böckler, Marc Camille Chaimowicz, Hanne Darboven, Stephan Dillemuth, Victoire Douniama, Lukas Duwenhögger, Cerith Wyn Evans, Sylvie Fleury, Andrea Fraser, Sophie Gogl, Gogo Graham, Jos de Gruyter & Harald Thys, David Hammons, Birgit Jürgenssen, K Foundation, John Kelsey, Michael Krebber, Miriam Laura Leonardi, David Lieske, Mathieu Malouf, Ulrike Ottinger, Mathias Poledna, Raymond Roussel, Heji Shin, Reena Spaulings, Sturtevant, Bernadette Van-Huy, James McNeill Whistler, Virginia Woolf u.a..

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12.12.2020 Dein eigenes Ladenlokal

GFDK - Kultur und Medien

Gemeinsam mit dem Gründer- und Technologiezentrum Solingen (GuT) bietet Lothar Grünewald, Geschäftsführender Gesellschafter der internationalen Personal- und Unternehmensberatung Grünewald Consulting, Gründern die Chance auf einen professionell begleiteten Karrierestart in eigenen Geschäftsräumen.

Wer mit der innovativsten Geschäftsidee überzeugt, bekommt das Ladenlokal inklusive Miete in der Ohligser Innenstadt von Solingen geschenkt – für ein ganzes Jahr. Mit der Aktion wollen die Initiatoren ein Zeichen in Sachen Zukunftsdenken setzen. Auch und gerade in schwierigen Zeiten.

Innovativ, klimafreundlich, nachhaltig – so könnte die ideale Geschäftsidee aussehen. Auf gemeinsamer Suche danach sind das GuT und das Solinger Beratungsunternehmen Grünewald Consulting.

„Wir möchten potenziellen Gründern Mut machen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Deshalb wollen wir der-, dem- oder denjenigen mit dem für uns überzeugendsten Business-Konzept die Chance geben, das Vorhaben tatsächlich umzusetzen“, schildert Lothar Grünewald, geschäftsführender Gesellschafter der Grünewald Consulting GmbH sowie Regionalvorstand beim Verband DIE FAMILIENUNTERNEHMER e. V.

Neue Nutzung für leeres Ladenlokal

Um den Kandidaten den Weg für die ersten Karriereschritte zu ebnen, stellen die Initiatoren neben kostenfreien Beratungsleistungen insbesondere Geschäftsräume in Form eines derzeit noch leerstehenden Ladenlokals zur Verfügung.

Dieses hatte Grünewald vor Kurzem erworben, bereits mit einem solchen Konzept im Hinterkopf. „Nach unserem Umzug vor einiger Zeit gehöre auch ich zu den Solinger Unternehmern“, sagt der diplomierte Betriebswirt und Psychologe.

„Für mich ist es selbstverständlich, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten für den Wirtschaftsstandort einzusetzen und mit der Investition in junge Unternehmen einen Beitrag zur Belebung der Innenstadt zu leisten.“

Handfeste Starthilfe für Gründer

Wer den Gründerwettbewerb gewinnt, kann das Ladenlokal ein Jahr mietfrei nutzen, um risikoarm zu experimentieren und das Business auf ein solides Fundament zu stellen. Lediglich entstehende Nebenkosten seien zu zahlen, sagt Grünewald, der zudem zielgerichtetes Coaching in Aussicht stellt.

„In der aktuellen Pandemie ist eine Unternehmensgründung gerade für jüngere Menschen und solche mit wenig oder gar keinem Startkapital eine sehr große Herausforderung“, ergänzt Sven Anders Wagner, Prokurist im GuT und Partner in diesem Projekt.

„Deshalb möchten wir ihren Mut fördern, trotz der Herausforderungen etwas Neues aufzubauen. Als Gründerzentrum stehen wir ihnen mit professioneller Unterstützung zur Seite, damit sie ihre Pläne von Beginn an richtig angehen.“

Nachhaltiges Konzept mit Zukunftspotenzial

Gesucht werden Gründungskonzepte, die das Ladenlokal sinnvoll beleben: vom innovativen Einzelhandel, neuen Nutzungskonzepten für die Innenstadt oder weitere nachhaltigen Ideen.  

Bei den Kriterien machen die Initiatoren wenig Vorgaben. Am wichtigsten sind ihnen Durchführbarkeit, Innovation und Zukunftsfähigkeit, so Grünewald.

„Das Konzept sollte nachhaltig sein. Wir freuen uns schon sehr auf die Ideen und hoffen, dass sich zahlreiche potenzielle Gründer*innen an diesem Wettbewerb beteiligen. So können wir nicht nur die lokale Gründerszene, sondern auch das Stadtbild langfristig weiterentwickeln.“

Als Ansprechpartner für Rückfragen stehen sowohl Grünewald als auch Wagner zur Verfügung. Zeit, sich mit einem Konzept (inkl. Businessplan) zu bewerben, haben Interessierte bis zum 31.01.2021.

Infos zum Ladenlokal:

Das Ladenlokal befindet sich im aufstrebenden Stadtteil Solingen-Ohligs an der Keldersstraße. Die Räumlichkeit (135 m² Nutzfläche, verteilt über zwei Etagen) bietet ausreichend Platz für Verkaufsfläche, Bürotätigkeiten und Sanitäre Anlagen. Das Erdgeschoss, umgeben von einer verglasten Schaufensterfront, besitzt eine Servicefläche von 70 Quadratmetern.

Über die Grünewald Consulting GmbH

Grünewald Consulting ist eine Personal- und Unternehmensberatung im Bereich Executive Search und Organisationsentwicklung mit Sitz in Solingen. Zum überregional ansässigen Kundenkreis gehören sowohl Groß- und Familienunternehmen sowie KMU, die sich mit strategischen Personaleinstellungen für die Zukunft rüsten.

Zu den Dienstleistungen gehören Executive Search sowie die Exoten- und Spezialistensuche. Das übergeordnete Motto lautet „Thinking Future – Creating Excellence“.

Die Human-Resources-Experten suchen Kandidaten nicht nur nach Kriterien aus, die zu der jeweiligen Ausschreibung oder Suche passen, sondern auch anhand von ausbaufähigen Potenzialen, um im Rahmen von Veränderungs­prozessen die Zukunftsfähigkeit des Auftraggebers sicherzustellen.

Kontakt:

Lothar Grünewald, Geschäftsführender Gesellschafter

Grünewald Consulting GmbH
Grünewalder Straße 29-31, 42657 Solingen

Telefon: 0212 520 853-10

Telefax: 0212 520 853-19

E-Mail: contact@remove-this.gruenewald-consulting.de

Über das Gründer- und Technologiezentrum Solingen (GuT)

Das GuT ist eine Anlaufstelle für Existenzgründer und junge Unternehmen in Solingen. Als zertifiziertes Startercenter.NRW bietet es professionelle Existenzgründungs- und Unternehmensberatung inklusive Seminaren und Coachings, etwa zu Fördermittelberatung oder Patentsprechstunden.

Überdies vermietet das GuT Büroräume vom einzelnen Coworking-Schreibtisch über Einzelbüros bis hin zu großen Einheiten, Service-Infrastruktur inbegriffen, außerdem Veranstaltungsräume für unterschiedliche Zwecke und Gruppengrößen. www.gut-wg.de

Kontakt:

Sven Anders Wagner, Prokurist

Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG.

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04.12.2020 Premiere von Becketts „Endspiel“

GFDK - Kultur und Medien - Theater

Wie Sie ja alle wissen, befinden wir uns derzeit im Lockdown. Für die Theater und Philharmonie Essen haben unsere Intendanten sowie die Geschäftsführung entschieden, den Spielbetrieb bis Mitte Januar ruhen zu lassen. Demzufolge mussten auch unsere für Dezember vorgesehenen Premieren verschoben werden.

Da wir zuversichtliche Menschen sind, hoffen wir nun, die Premiere „Endspiel“ von Samuel Beckett am Samstag, dem 16. Januar 2021, 19:00 Uhr, in der Casa des Schauspiel Essen rausbringen zu können.

Da halten wir es mit Bertolt Brecht: „Ja, mach nur einen Plan!“

Premiere von Becketts „Endspiel“ voraussichtlich am 16. Januar in der Casa des Schauspiel Essen

Essen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! Und dies gilt natürlich auch für die Planungen eines coronabedingt ausgeknockten Theaters. So hofft das Schauspiel Essen, seine ursprünglich für den 4. Dezember geplante Premiere von Samuel Becketts „Endspiel“ am Samstag, dem 16. Januar, 19 Uhr, in der Casa nachholen zu können.


Dieses 1957 uraufgeführte Vier-Personen-Stück ist mittlerweile ein moderner Klassiker, der seit über 60 Jahren das Publikum sowohl fasziniert als auch verstört.

Beckett, der als einer der wichtigsten Vertreter des absurden Theaters gilt, bringt hier nach „Warten auf Godot“ ein weiteres Schicksalspaar auf die Bühne: Hamm und Clov sind wie zwei traurige Clowns, die gegen das Unausweichliche, nämlich den (eigenen) Tod, anrennen und auch anspielen, wobei sie dabei fast beiläufig die großen Fragen zur menschlichen Existenz und dem Sinn des Lebens stellen.

Unter der Regie von Gustav Rueb spielen Jens Winterstein (Hamm) und Thomas Büchel (Clov) diese beiden gebrechlichen Alten, die die Gewohnheit ebenso aneinander kettet wie die Erkenntnis, dass sie sonst nichts am Leben hält. Clov fällt das Gehen schwer, aber immerhin:

Er könnte Hamm noch verlassen! Er wird auch nicht müde, dies anzukündigen, um dann stets doch nur kurz im Nebenraum zu verschwinden. Wohin soll er sich auch wenden? Wie seinem Leben einen Sinn geben? Indem er den blinden und an den Rollstuhl gefesselten Hamm durch den Raum schiebt?

Mit ihm spielt. Erzählt. Indem sie miteinander reden, um sich ihrer selbst bewusst zu werden. So wie Hamms greise Eltern, „die verfluchten Erzeuger“, die bettlägerig sind, sich aber immer wieder über den gleichen Witz kaputtlachen können. Manchmal hilft eben nur Humor. Denn: „Nichts ist komischer als das Unglück, zugegeben.“

An der Seite von Thomas Büchel und Jens Winterstein sind Jan Pröhl als Nagg und Monika Bujinski als Nell zu erleben. Für Bühnenbild und Kostüme sorgt Peter Lehmann. Dramaturgie: Carola Hannusch. Regisseur Gustav Rueb hat in der Saison 2018/2019 mit „Ein großer Aufbruch“ von Magnus Vattrodt einen fulminanten Abend im Grillo-Theater präsentiert.

Eintritt bei der Premiere am 16. Januar 2021: € 19,00.

Nächster Folgetermin: 17. Januar 2021, Eintritt: € 17,00

Karten unter 0201/81 22-200

Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) weist darauf hin, dass es aufgrund eines veränderten Infektionsgeschehens zu kurzfristigen Absagen und Spielplanänderungen kommen kann. Alle Zuschauerinnen und Zuschauer sollten sich vor ihrem Theaterbesuch unter www.schauspiel-essen.de erkundigen, ob die Vorstellung auch tatsächlich stattfindet.

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28.11.2020 Ein Lied geht um die Welt

GFDK - Reisen und Urlaub

„Stille Nacht! Heilige Nacht!“ – auf allen Kontinenten und in über 300 Sprachen sowie Dialekten erklingt der besinnliche Klassiker zur Weihnachtszeit.

Aber wer hätte gewusst, dass die kleine Melodie ihren Weltruhm den Tiroler Nationalsängern zu verdanken hat?

An Heiligabend 1818 in der Oberndorfer Nikola-Kirche bei Salzburg wurde sie erstmals gesungen. Der Zufall wollte, dass Orgelbauer Carl Mauracher zu der Zeit vor Ort war.

Er nahm das Lied kurzerhand mit in seine Heimat Fügen im Zillertal. So heißt es zumindest. Sicher ist, dass „Stille Nacht! Heilige Nacht“ von dort die Welt eroberte.

Dafür legten Ludwig Rainer und seine Geschwister den Grundstein: Im Schloss Fügen trugen es die jungen Musiker Kaiser Franz I. und dem russischen Zaren Alexander I. vor.

Es folgten Auftritte in Deutschland, Großbritannien, Russland und sogar New York. So avancierte „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zum weihnachtlichen Welt-Hit.

Im Fügener Heimatmuseum lauschen Besucher heute alten Schallplattenversionen oder bestaunen originale Schriftstücke, Fotos und andere Memorabilien.

Tipp: Vom österreichischen Skigebiet Hochfügen liegt das Museum nur 20 Autominuten entfernt.

Wer neugierig geworden ist, plant beim nächsten Pistenurlaub einen Abstecher ein. www.stillenacht.com

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28.11.2020 Weihnachtsschützen in Berchtesgaden

GFDK - Reisen und Urlaub

Zur Vorweihnachtszeit liegt eine ganz besondere Atmosphäre in der Luft: Wohnräume werden geschmückt, Plätzchenduft erfüllt das Haus, Kerzenschein beleuchtet die Fenster.

In den letzten Wochen des Jahres nimmt man sich mehr Zeit für die Familie und lässt gemeinsam liebgewonnene Traditionen aufleben.

Die Adventsbräuche im Alpenraum sind meist christlichen Ursprungs und finden in abgewandelter Form noch heute großen Anklang.

Lautes Knallen zur „staden“ Zeit? Das ist eine einzigartige Tradition im oberbayerischen Berchtesgaden.

Denn im Advent versammeln sich dort die Weihnachtsschützen. Mit ihren großkalibrigen Handböllern geben sie Schüsse, Schnellfeuer und Salven ab, die dumpf durch den gesamten Talkessel hallen.

Der jahrhundertealte Brauch geht zurück auf eine Zeit, in der die Menschen im Berchtesgadener Land mit Kettengerassel, Glockenläuten und Lärm die raue Winterzeit vertreiben wollten.

Was man zunächst als heidnischen Aberglauben abtat oder gar verbot, wurde letztlich christlich.

Und so beginnt alljährlich eine Woche vor Heiligabend, am 17. Dezember um 15 Uhr, das Berchtesgadener Christkindl-Anschießen. Begleitet werden die Weihnachtsschützen von den Kirchenglocken im Ort.

Das besondere Konzert wiederholt sich täglich zur gleichen Uhrzeit, Höhepunkt ist dann am 24. Dezember die letzte halbe Stunde vor der mitternächtlichen Christmette.

Die Berchtesgadener freuen sich ein ums andere Mal über ein Ritual, das es so nur bei ihnen gibt.

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