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11.12.2019 Das heiß ersehnte Wiedersehen mit Lolle

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Lolle is back - Millionen Fans folgten über vier Staffeln und 86 Folgen lang der liebenswert chaotischen Großstadtheldin Lolle (Felicitas Woll) bei ihrer Suche nach sich selbst, Freundschaft, Liebe und dem Sinn des Lebens. Jetzt kehrt die ARD-Kultserie „Berlin, Berlin“ endlich zurück – und das auf der großen Kinoleinwand.

15 Jahre später, gerade als Lolle sich endlich entscheidet zu heiraten, macht ausgerechnet Sven ihr einen Strich durch die Rechnung. Das heiß ersehnte Wiedersehen mit Lolle, Sven, Rosalie und Hart startet am 19. März 2020 in den Kinos.

Typisch Sven (Jan Sosniok)! Er platzt mitten in Lolles (Felicitas Woll) Hochzeit mit Hart (Matthias Klimsa) hinein und macht ihr vor versammelter Gästeschar einen Heiratsantrag. Völlig verwirrt flüchtet Lolle in wilder Fahrt quer durch Berlin. Nach einem emotionalen Ausraster landet sie vor Gericht und wird prompt zu Sozialstunden an einer Schule verdonnert.

Dort trifft sie Dana (Janina Uhse), mit der sie eines gemeinsam hat: Komplizierte Männergeschichten. Nach einer verrückten Partynacht in den Berliner Clubs wachen die beiden am nächsten Morgen in einem Auto auf, allerdings nicht in Berlin, sondern im Harz! Lolle will unverzüglich zurück.

Doch die Fahrt nach Berlin wird zu einem aberwitzigen Roadtrip, der für beide Freundinnen zu einer Reise wird, die ihr Leben für immer verändert…. aber Moment mal! Was ist eigentlich mit Svens Heiratsantrag?

Mit BERLIN, BERLIN, eine Produktion der REAL FILM Berlin, präsentiert Constantin Film die Kinokomödie des Frühjahrs, erfrischend anders und herrlich absurd. Hochkarätig besetzt mit Felicitas Woll („Die Ungehorsame“), Janina Uhse (DER VORNAME), Jan Sosniok („Danni Lowinski“), Matthias Klimsa („Die Pfefferkörner“) und Sandra Borgmann („Dark“). An ihrer Seite glänzen prominente Gäste wie Armin Rohde, Detlev Buck, Christian Tramitz, Kailas Mahadevan, Gitta Schweighöfer u.v.a.


Hinter der Kamera steht das bewährte „Berlin, Berlin“-Team: Regisseurin Franziska Meyer Price (MÄNNERHORT) führte bei zahlreichen Episoden der Kultserie Regie, das Drehbuch zum Film stammt von David und Ben Safier. Der Erfolgsautor David Safier („Mieses Karma“, „Jesus liebt mich“) war als Hauptautor maßgeblich am Erfolg der ARD Kultserie beteiligt, die als erste deutsche Serie mit dem Internationalen Emmy ausgezeichnet wurde.

BERLIN, BERLIN ist eine Produktion von REAL FILM Berlin und LETTERBOX FILMPRODUKTION in Co-Produktion mit Constantin Film, Degeto Film, Rundfunk Berlin-Brandenburg, Radio Bremen und German Film Partners. BERLIN, BERLIN wurde gefördert durch MBB Medienboard Berlin-Brandenburg, MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, nordmedia Film und Mediengesellschaft Niedersachen/Bremen sowie DFFF Deutscher Filmförderfonds.

Darsteller:

Felicitas Woll, Janina Uhse, Jan Sosniok, Matthias Klimsa, Sandra Borgmann,
Kailas Mahadevan, Armin Rohde, Kai Lentrodt, Gitta Schweighöfer, Detlev Buck, Christian Tramitz

Regie: Franziska Meyer Price
Drehbuch: David und Ben Safier
Kamera: Stefan Unterberger
Produzenten: Michael Lehmann, Holger Ellermann
Co-Produzenten: Martin Moszkowicz, Friederich Oetker (Constantin Film), Christine Strobl (Degeto Film), Sebastian Leutner, Rolf Mütze (German Film Partners)
Redaktion: Claudia Grässel, Sebastian Lückel (Degeto Film), Cooky Ziesche (Rundfunk Berlin-Brandenburg), Annette Strelow (Radio Bremen)

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10.12.2019 Die Kulturgeschichte der Haare

GFDK - Stil und Lifestyle - Gottfried Böhmer

Wer sich sich die Frage stellt, was uns Männlein wie Weiblein unsere Haare bedeuten, muß sich nur eine Zahl anschauen, um die Frage zu beantworten. Die Firma Wella, der Hersteller von Haarpflegeprodukten und Friseurbedarf, wurde von Procter & Gamble 2015 an die deutsche Milliardärsfamilie Reimann für 12 Milliarden Dollar verkauft.

Wer sich diese Summe mal vor Augen hält, weiß was uns unsere Haarpracht wert ist, und Wella ist längst nicht der einzige Anbieter von Haarpflegeprodukten.

Ich wurde gefragt, warum sind Haare so wichtig, und welche Rolle spielen Haare bei Frauen und Männern, und wie pflegte man damals und heute seine Haare richtig und wie geht man mit Haarausfall um. Das eine vorweg, die Geschichte um unsere Haare hat einen langen Bart.

Die Geschichte der Haare - Die Ägypter

Das Streben der Menschen nach Schönheit hat sich schon seit Menschengedenken auch in seiner Haarpracht gezeigt. Schon die alten Ägypter um 3000 v. Ch. haben viel wert darauf gelegt, sich mit ihren Haaren zu schmücken und geschickt Farben einzusetzen und es gab schon damals viele Farbtöne.

Auch der gealterte Ramses II  benutzte regelmäßig Farbtöne, um sein graues Haar zu verjüngern und ältere Menschen trugen schon zu dieser Zeit Perücken. Auch die alten Ägypter mußten sich also mit dem Haarausfall herumschlagen.

Gewaschen haben die alten Ägypter ihr Haar und ihre Perücken regelmäßig. Das taten sie mit einer Mischung von Wasser und Zitrussäften, dadurch wurde das Haar glatt und glänzend. Auch Mandelöl als Conditioner nach der Haarwäsche gehörte schon dazu. Um das Haar zu formen, benutzten die Ägypter Fett aus Bienenwachs.

Die Lieblingsfarbe seiner Zeit war Schwarz oder Rotorange. Schon um 4000 v. Ch. war Henna die populärste Farbe: sie kreiert orangene oder rote Haartöne. Die Hennapflanze (Lawsonia inermis) wuchs an den Ufern des Nils und bot sich von daher regelrecht an. Nach dem Jahr 1500 v. Ch. fingen die Ägypter an, Perücken und bunte Haarfarben wie Blau, Rot und Grün zu tragen.

Die Griechen - Säule und Basis der westlichen Kultur

Nach den Ägyptern zwangen die Griechen der Antike ihren Haarstil, der bis dahin bekannten Welt auf. Die griechische Zivilisation, die später das Römische Reich erbte und weiter führte, war die Säule und Basis der westlichen Kultur bis ins 19. Jahrhundert.

Die verheirateten griechischen Frauen trugen lange Haare in Zöpfen als Zeichen ihres Ehestatus und das Schneiden von Haaren und der Frisurenstil zeigten den sozialen Status auf. Im antiken Griechenland entstanden auch die ersten Friseurgeschäfte, diese wurden aber zunächst nur von Männern frequentiert, um Gespräche über Philosophie, Politik und öffentliche Themen zu führen.

In dieser Zeit kam auch der Haarschmuck voll zur Geltung und die Griechen parfümierten ihre Köpfe mit Mandelöl, Blumen, aromatischen Düften und Gewürzen. Da der größte Teil der Bevölkerung schwarze Haare hatte, die Lieblingsfarbe der Griechen aber Blond war, nutzten sie eine Mischung aus der Safran Blume, um diesen Ton zu gewinnen.

Die Römer machten die Haare zum Status

Nach den Griechen kamen die Römer. Die Römer gaben ihrem Aussehen und ihrem Haar eine besondere Bedeutung. Die Frisuren der Römer bezeichneten den gesellschaftlichen Status, das Alter, die politische und religiöse Stellung oder auch ihre Ansichten. Spätestens jetzt wurden Haare zum Status.

Mit dem Sieg über Griechenland brachte Rom die ganze griechischen Kultur unter ihren Einfluss, ohne sie zu zerstören. Auch die Sitte von den rasierten Haaren mit Hilfe von Barbieren wurde von den Römern übernommen. Glatzen waren bei den Römern nicht erwünscht, weil es als Zeichen physischen Mangels galt. Nur der große Feldherr Julius Caesar verdeckte seine Glatze nicht.

Der griechische Einfluss brachte die Tradition der Barbiere und Friseurgeschäfte auch nach Rom. Und so jammerte schon Plinius der Ältere: “ Wie monoton und langweilig die Zeit ist, die die römischen Frauen diesen endlosen Friseur-Sessionen widmen...“ Davon können die Männer auch heute noch ein Lied singen.

Auch Haarglätteisen kannten die Römer schon und die Perücken waren hauptsätzlich aus menschlichem Haar gefertigt, die blonden Haare kamen von germanischen Sklaven und die schwarzen aus Indien, Wasserstoffperoxid wurde als Bleichmittel eingesetzt. Den römischen Patrizier Frauen und Männern hat es, was ihre Haarpracht angeht, an nichts gemangelt.

Das Haar war zu allen Zeiten das Symbol von Kraft, Gesundheit und Autorität. Die Art und Weise wie wir unser Haar schneiden, binden und kämmen, spiegelte schon immer den gesellschaftlichen und sozialen Status wider. Haare sind wie ein Symbol ihrer Zeit.

Nach der Niederlage der Römer ging es bergab

Nach der Niederlage der Römer war es mit der Haarpracht und den Bärten zunächst nicht vorbei. Bis zum 5. Jahrhundert herrschten erst mal die Germanen und diesen war ihre Haarpracht äußerst wichtig. Die Merowinger Könige trugen sehr langes und lockiges Haar. König Chlodio V hatte sogar den Spitznahmen “Le chevelu“ (langes Haar), weil er das längste Haar von allen seinen Vorfahren hatte.

Ab dem 5. Jahrhundert bestimmte nun die Kirche, lange Haare waren verpönt und man sollte sie auch nicht mehr zeigen. Und Bärte galten als barbarisch. Im 10. Jh. fing die Katholische Kirche an Edikte gegen lange Haare auch bei Männern zu verhängen. Bärte und langes Haar wurden als Symbol des Heidentums (der Germanen) gebrandmarkt und auch der Perücke ging es an den Kragen.

„Die Frau, die eine Perücke trägt, begeht eine Todsünde“

Der heilige Bernhard von Clairvaux, erster Konsul von Konstantinopel, sagte: "dass die Perücke eine Beleidigung gegenüber Gott ist". Und Clemens von Alexandria sagte, "dass derjenige, der eine Perücke trägt während er den Segen in der Kirche bekommt, daran denken muss, dass der Segen in der Perücke stecken bleibe und nicht zu den Träger kommen wird".

Der Aufbruch in eine neue Zeit - Befreiungsschlag aus Frankreich

Eine Explosion von Extravaganz für Haare und Perücken und Freiheit brachte das 18 Jahrhundert. Es begann die Zeit der großen Eleganz. Eine neue soziale Ordnung wurde hergestellt, die bürgerliche Gesellschaft vertrieb den Adel und drängte die Kirche in ihre Grenzen. Eine starke Bourgeoisie, die Wissenschaft und neue reiche Menschen, die nun zu Wohlstand kamen, eroberten die Welt.

Das neue Bürgertum imitierte die Kleidung und die Frisuren des Adels. Das Tragen von Perücken war sehr populär und verbreitete sich in ganz Europa. Ludwig XIV hatte 40 Perückenmacher, die für ihn in Versailles Perücken herstellten.

Auch die Frauen trugen nun Perücken und anhand der Verarbeitung konnte man schon wie in grauer Vorzeit erkennen, welchen Beruf diese Person ausübt oder welchen gesellschaftlichen Status diese Person hat. Die Barbiere sattelten um und wurden Perückenmacher.

Die Klasse ohne “Edeltum“ versuchte nach der Französischen Revolution die Sitten des Adels zu übernehmen, aber der Luxus und die Protzerei waren bald unerwünscht. Die neue Gesellschaft nahm wieder den Stil der Antike und der griechischen Ästhetik auf. Die neuen Denkarten veränderten auch die Frisuren. Die Frauen verzichteten wie die Männer nun auf Perücken und trugen ihre Haare wieder ganz natürlich.

Das 19. Jh. ein großer Wurf für die Haarpflege 

Die höchste Autorität war nicht mehr der Verstand, sondern die individuelle Phantasie. Das zeigte sich auch bei den Haaren, diese waren ungekämmt, trocken, ohne künstliche Mittel oder sonstige Zutaten. Das sollte der Ausdruck des individuellen Freiheitsgefühls sein. Man wollte die Vergangenheit und seine Uniformität ablegen. Es begann das große Zeitalter der Dichter und Denker, die wir heute sehr vermissen.

Ab Mitte des Jahrhunderts ging es in eine ganz andere Richtung. Eliza Rossana Gilbert, eine bekannte Tänzerin und Kurtisane am Hof Ludwig I von Bayern, die er später zur Gräfin machte, veröffentlichte 1858 ihr Buch “Die Kunst der Schönheit oder die Geheimnisse der Damentoilette mit Hinweisen für Herren zur Kunst des Erstaunens“.

Ab 1860 kamen Locken und welliges Haar groß in Mode. Nachts trugen die Damen Lockenwickler aus Metall, um die Form der Locken zu erhalten. 1872 präsentierte der französische Friseur Marcel Grateau seinen patentierten Haarlockenstab.

Die Kanadierin Martha Matilda Harper entwickelte das erste Konzept eines modernen Schönheitssalon. Das Motto war “Gesundheit ist Schönheit“. Sie entwickelte ein eigenes Shampoo für das Waschen von Haaren. “Harper Salon" wurde ein Welterfolg.

Sie gründete Schönheitsschulen, die sie “Harpers Methode“ nannte und bildete Manager und Betreiber ihrer Salons aus. Bis zum Ende des 19 Jahrhunderts gab es mehr als 200 Harper Salons in Amerika und seit 1920 mehr als 500 auch viele in Europa und in Deutschland.

William Procter, ein britische Kerzenmacher gründete mit seinem Schwiegersohn James Gamble 1837 den Seifenhersteller Procter & Gamble, der heute zu den größten Konsumgüter-Konzernen der Welt gehört. 1901 gründete King C. Gillette das Weltunternehmen Gillette, das 2005 von Procter & Gamble für 57 Milliarden US-Dollar gekauft wurde.

Und 1890 entwickelte Alexandre Godefroy in seinem Salon in Paris die erste Maschine fürs Haareföhnen. 1903 brachte die Firma Schwarzkopf das erste Haarwaschpulver auf den Markt, und der Barbierberuf erlebte eine neue Blüte. Insgesamt war das ein spannendes 19. Jahrhundert, auch für die Haare und Haarpflege.

Das 20. Jahrhundert veränderte die Welt

Von 1901 bis zum Jahr 2000 änderten sich ständig die Stiltransformationen für Haare. Mit dem Aufkommen des Films, des Kinos bestimmten erstmals die Schauspieler wie man seine Haare trägt und was in Mode ist. Sie diktierten die Trends, die Frisuren und die Kleidung.

Das neue Jahrhundert begann gleich mit einer wichtigen Erfindung. Der Deutsche Karl Nessler (später Charles Nestle) erfand 1905 die erste Methode für das dauerhafte Haarlocken. Nun war es auch Frauen mit glattem oder dünnen Haaren möglich mit einem Lockenkopf aufzutreten.

Die Revolution bei den Frisuren kam aber erst nach dem Ersten Weltkrieg. Frauen trugen nun kurze, oft wellige Haare, als Symbol für ihre Freiheit und gewonnener Unabhängigkeit, die sie von alten  gesellschaftlichen Strukturen befreite. Die Männer hatten nun glatt rasierte Gesichter und kurze Haare. Ein gutes Beispiel lieferten Rudolph Valentino und Fred Astaire bei den Männern, Mary Pickford und Alice Day bei den Frauen.

Zwischen 1920-1930 kamen zwei technologische Neuheiten hinzu. Der erste Hand-Haar-Föhn und die von dem Schweizer Eugene Suter und dem Spanier Isidoro Calvete erfundene Maschine für die Dauerwellen. 1938 erfand Arnold F. Willat die "kalte Welle". Den Haar Mode Stil der 30 und 40er Jahre sieht man am besten, wenn man sich Fotos von Marlene Dietrich, Sir Lawrence Olivier, Jean Harlow und Clark Gable anschaut.

Nach dem zweitem Weltkrieg, ab den 50er Jahren, begann eine Zeit des großen Umbruchs. Von nun an bestimmte die Jugendkultur bis in unsere Tage, was man trägt und wie die Frisur aussieht. Erlaubt war, was gefällt. Die alte prallte mit voller Wucht auf die neue Welt. Die Jugendidole waren die Beatles und James Dean. Ihre Frisuren wurden millionenfach kopiert und zeigte die großen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Generationen auf. Die Revolution lag in der Luft und in den Haaren.

Die Revolution lag in der Luft und in den Haaren

Bei den Frauen waren Marilyn Monroe und Gina Lollobrigida die schönsten Frauen der Welt, die neuen Vorbilder. Und dann kam Elvis Presley mit seine Koteletten und nach hinten gekämmten Haaren und Millionen von Männern auf der ganzen Welt eiferten ihm nach und wollten auch so aussehen.

Es sollte noch schlimmer kommen. Eine Mode- und Stilrevolution kam auf die Bühne, die unter dem Motto “verboten ist zu verbieten“ und “Macht der Phantasie“ die Werte, Moral und Ethik der vorigen Generationen vom Tisch haute. Die Eltern und Großeltern verstanden die Welt nicht mehr. Eine neue kulturelle Bewegung bahnte sich ihren Weg.

Hippies, Liberale, Pazifisten und die Gegner des Vietnam-Kriegs formierten sich unter dem Motto “Frieden und Liebe“ und das wurde zu ihrer Philosophie. Twiggy das englische “Supermodel“ präsentierte einen neuen Frisurenstil und trug ganz kurze Haare, und die Rockoper des Musical Hair verkörperte ihren Protest durch den Afro Look der Hippie Frisuren. Die Haare waren die ausschlaggebende Hauptform des Protestes gegen die traditionellen Werte der Vorkriegs-Generation.

Und so zog sich das durch die 70er, 80er und 90er Jahre. Haare als Stilmittel, Protest und Weltanschauung. Lange Haare, Bob-Frisuren und lange Bärte, Rasterlocken wie Bob Marley bis hin zu den Punks, den Skinheads und dem Yuppy Stil. Allen gemein war eine Reaktion auf gesellschaftliche Werte, die man ablehnte oder beführwortete.

Ende der 80er Anfang der 90er war es damit vorbei. Die Stilrichtungen waren zu populär geworden, die gesellschaftliche Macht und Boschaften verloren sich in der alltäglichen Mode, die politische Nachricht ging verloren. Nur Kurt Cobain setzte noch einmal ein Zeichen mit seinen klebrig, schlampig und ungewaschenen Haaren, die er als seinen Protest gegen gesellschaftliche Positionen, die er ablehnte, einsetzte.

Das 21. Jahrhundert hat bis heute nichts neues gebracht. Alles ist stromlinienförmig geworden, jeder trägt seine Haare wie es ihm bzw. ihr gefällt. Alle Farben sind erlaubt und sogar die Glatze ist kein Manko, sondern ein Sexsymbol. Die jungen Männer haben den Bart wiederentdeckt und somit findet sich bald an jeder Ecke nicht nur ein Frisör sondern auch ein Barber-Shop. Eine Botschaft ist nicht zu erkennen und auch keine einheitlichen Werte, außer Karriere machen und schnell viel Geld verdienen.

Sie kennen doch den Spruch "Erzähl das deinem Frisör"

Es gibt ja den Spruch, wenn man etwas nicht hören will, "erzähl das doch deinem Frisör".  So, jetzt haben sie eine Geschichte auf Lager, die sogar ihren Frisör begeistern könnte. Wissen hat ja noch nie Schaden angerichtet. Wenn wir uns die Geschichte nun vor Augen halten, können wir feststellen, dass sich der Kult um unsere Haare in 4000 Jahren nicht verändert hat.

Alles Gute

Gottfried Böhmer

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09.12.2019 Der schönste Tag im Leben

GFDK - Stil und Lifestyle

Der schönste Tag im Leben soll es sein. Daher sollten die Planungen bei vielen Hochzeitspaaren viele Monate im Vorfeld beginnen. Nach dem Heiratsantrag sollte man beginnen zu überlegen, wie und wo man das Fest feiern möchte.

Die Tatsache, dass die Vorbereitungen zu einem großen und unüberwindbaren Berg aus Stress werden, ist eigentlich normal. Für eine gelungene Hochzeitsvorbereitung gehört es einfach dazu, dass man praktisch handelt und selbstständig entscheidet. Dies sollte man natürlich stets in Übereinstimmung mit einem Partner tun.

Inspirationen sammeln

Es gibt viele Arten, wie man seine Hochzeit feiern kann. Da die Planung aus sehr vielen Fragen besteht, ist es wichtig, Übereinstimmung mit seinem Partner zu finden. Schließlich kann eine Hochzeit nur erfolgreich sein, wenn beide zusammenarbeiten.

Als Paar muss man sich die Frage stellen, ob es eine kirchliche Trauung sein soll oder ob das Versprechen auf dem Standesamt gegeben werden soll. Als nächstes folgen die Fragen, welche Einladungskarten, Tischdekorationen und Blumengestecke man haben möchte. Diese Aspekte sind natürlich nicht so wichtig wie der Ort der Heirat, jedoch sind sie nicht zu unterschätzen.

Dann muss noch die Frage geklärt werden, zu welchem Friseur man vor der Hochzeit geht. Brautfrisuren in Frankfurt sind besonders bekannt. In der Stadt gibt es viele Möglichkeiten, um sich die besten Inspirationen zu holen.

Sollte man bereits in Frankfurt leben, so ist es natürlich umso besser. Ansonsten reicht auch ein Blick ins Internet aus, um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen.

Nein sagen lernen

Für viele Paare kann es tatsächlich eine große Herausforderung sein, nein sagen zu lernen. Dies ist besonders darauf zurückzuführen, dass viele Menschen mit gut gemeinten Tipps auf das Brautpaar zukommen. Doch sollte man nicht vergessen, dass die Hochzeit das Ergebnis der eigenen Vorbereitungen ist.

Eltern, Bekannte und Freunde sollten sich hierzu am besten gar nicht einmischen. Aus diesem Grund sollte man bestimmte Offerten zunächst ganz ablehnen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass man sich eine Menge Ärger einfängt.

Denn ist ein Angebot bereits akzeptiert worden, so kann man im Anschluss nicht mehr Nein sagen. Schließlich sollte man auch in der Lage sein ein klares Nein bei Gästen auszusprechen, die einfach nicht auf die Gästeliste gehören.

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09.12.2019 MYSTIFY: MICHAEL HUTCHENCE

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

MYSTIFY: MICHAEL HUTCHENCE ist ein kraftvolles, intimes und einfühlsames Porträt von Michael Hutchence, der als Sänger der australischen Rockband INXS zu Weltruhm gelangte. Am 22. Januar 2020 wäre Michael Hutchence 60 Jahre alt geworden.

Der Film taucht unter die Oberfläche der öffentlichen Person des „Rockgottes“ Michael Hutchence und zeigt uns, verwoben mit außerordentlichen Archivaufnahmen, darunter auch Michaels private Heimvideos und die seiner Familie, Freunde und Geliebten, eine vielschichtige, äußerst sensible und komplexe Persönlichkeit.

Michael ist in seiner dionysischen Schönheit und Sinnlichkeit auf der Bühne und im Privatleben zu sehen; doch währt diese Zeit nur allzu kurz. Wir hören seiner außergewöhnlichen Stimme zu und werden Zeuge, wie er durch sein Leben geht, angetrieben von dem weltweiten Erfolg, den er mit seiner Musik hat.

Aber Michael spürt auch die Nebenwirkungen des Erfolgs und die Zwänge, die das Leben als Popstar mit sich bringt, und er muss einen ständigen Kampf um seine künstlerische Integrität führen. Hinter allem stehen eine große Sehnsucht, die sein Leben und seine Musik prägen, und ein unerfülltes Verlangen, das weit über die Grenzen der Popmusik hinausgeht.

Ein Unfall ändert Michaels Leben für immer, zerstört sein Selbstbild und nimmt ihm seine Verbindung zum Leben. Verletzlich wie nie zuvor, gelingt es ihm nicht länger, mit den vielen Herausforderungen, die ihm begegnen, fertig zu werden, und so hat er den Angriffen der Boulevardpresse, die in sein Leben eindringt, nur wenig entgegenzusetzen.

Doch bevor endgültig die Dunkelheit heraufzieht, wird Michaels neugeborene Tochter Tiger zu seinem einzigen hellen Licht...

Regie und Buch: Richard Lowenstein

mit Kylie Minogue, Paula Yates, Helena

Christensen, Bono u.v.m.

 „Einer der genialsten und aufschlussreichsten Dokumentarfilme über einen Rockstar“ - GQ

„Eine mitreißende Hommage an eine Ikone der Musik“ - BBC Radio

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07.12.2019 Wickie und seine starken Männer

GFDK - Kultur und Medien - Filme Kino und TV

Ab dem 30. April 2020 werden die deutschen Kinoleinwände mit jeder Menge Tatendrang und Einfallsreichtum aufgemischt: Wickie und seine starken Männer sind mit einem liebevoll animierten Abenteuer für die ganze Familie zurück.

In WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER – DAS MAGISCHE SCHWERT sind die beliebten Wikinger unterwegs auf großer Fahrt. Wickie und seine Freunde erleben eine spannende Geschichte, die nicht nur Köpfchen, sondern auch eine große Portion Mut erfordert. 
 
Bereits diesen Sonntag wird Julius Weckauf, der dem cleveren kleinen Wikinger seine Stimme leiht und seit „Der Junge muss an die frische Luft“ als die Neuentdeckung des Jahres gilt, bei Günther Jauchs Jahresrückblick ‚Menschen, Bilder, Emotionen‘ um 20.15 Uhr bei RTL zu Gast sein – und auch über die Synchronarbeiten des kommenden Animationsabenteuers berichten.

Nur zu gerne würde Wickie (Julius Weckauf) seinen Vater Halvar (Dietmar Bär) auf dessen Abenteuern begleiten. Aber Halvar meint, Wickie sei zu jung für das raue Leben der ‚starken Männer‘ an Bord. Dabei hat Wickie noch ganz andere Qualitäten: Er ist ein helles Köpfchen und denkt nach, bevor er handelt.

Das Abenteuer beginnt, als Halvar dem Schrecklichen Sven ein magisches Schwert abknöpft. Dieses erweist sich als unkontrollierbar und verwandelt Wickies Mutter Ylva versehentlich in eine Statue aus purem Gold. Wickie ist natürlich wild entschlossen, seine Mutter zu retten und schmiedet zusammen mit seiner Cousine Ylvi (Malu Leicher) einen Rettungsplan.

Der junge Krieger Leif (Ken Duken), der unerwartet im Dorf auftaucht, und ein ziemlich unkonventionelles Eichhörnchen helfen ihnen dabei. Leif weiß von einer sagenumwobenen Insel, wo jeder Zauber gebrochen werden kann. Die Reise dorthin führt die Gefährten ins „Piraten-Paradies“ und beschert ihnen eine haarsträubende Begegnung mit den gewaltigsten Sturmwellen.

Gleichzeitig ist ihnen der Schreckliche Sven immer dicht auf den Fersen... Endlich auf der Insel angekommen, dämmert Wickie, dass Sven nicht ihr größtes Problem ist, sondern das weit mehr auf dem Spiel steht als gedacht!

Mit WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER – DAS MAGISCHE SCHWERT können sich kleine wie große Zuschauer auf einen spannenden Animationsfilm freuen, mit einer großen Geschichte und tapferen Helden. Julius Weckauf („Wickie“), Malu Leicher („Ylvi“), Ken Duken („Leif“) und Dietmar Bär („Halvar“) leihen den bekannten Charakteren ihre Stimmen.

Produziert wurde der Film von Studio 100 Media, Studio 100 Animation, Belvision und koproduziert von SND – M6 Group, ZDF und BNP Paribas Fortis Film Finance. Die Geschichte stammt aus der Feder von The Huzlys, Sophie Decroisette, Fréderic Lenoir & Eric Cazes. Regie führte Eric Cazes.

mit den Stimmen von
Julius Weckauf, Dietmar Bär, Ken Duken und Malu Leicher
 
Regie: Eric Cazes
 
Drehbuch: The Huzlys, Sophie Decroisette, Fréderic Lenoir & Eric Cazes
 
Produziert von Studio 100 Media, Studio 100 Animation, Belvision
Koproduziert von SND – M6 Group, ZDF und BNP Paribas Fortis Film Finance

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06.12.2019 Immer rein ins Herz mit der Feder

GFDK - Kultur und Medien

2020. Zur Begründung übernahm die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft ein Zitat des Dichters Peter Rühmkorf:

Ihre „Gedichte sind wirklich und wahrhaftig gut. Was jeder Künstler, jede Künstlerin sich am heftigsten erwünscht, am herzlichsten herbeisehnt, einen eigenen Sound, sie hat ihn gefunden.

Was man mit künstlerischen Aufwänden allein nie zuwege bringt, eine vielfach gebrochene Stimme in die Fläche zu treiben, sie hat es erreicht. Dabei scheint mir, was sie schreibt, so intellektuell wie beinah-noch unbeleckt, also unschuldig, also einfältig, also poetische Urwahrnehmung, ein ganz sonderbares Gemisch.“

Geertje Suhr besitzt die deutsche und die US-Staatsbürgerschaft. Sie lebt in Chicago. Geboren wurde sie 1943 in Prag. Ihr leiblicher Vater, SS-Obersturmbannführer, angeklagt wegen Kriegsverbrechen, hat sich 1946 in der U-Haft das Leben genommen.

Sie studierte Germanistik, Romanistik, Geschichte und Psychologie in Deutschland und der Schweiz und ließ sie sich nach ihrer Heirat 1971 in Chicago nieder. Dort wurde sie 1980 mit einer Arbeit über:

„Die Wandlungen des Frauenbildes in der Lyrik Heinrich Heines“ promoviert. Ab 1965 entstanden Texte wie „Die Marschallin“ und „Teufelsaustreibung“. Seit den späten 1980er Jahren veröffentlichte Geertje Suhr Lyrik und Prosa.

Ihr jüngster Lyrikband erschien 2018 unter dem Titel „Immer rein ins Herz mit der Feder“ bei Grupello, Düsseldorf. Bei diesem Verlag hat sie die meisten ihrer Gedichtbände, Romane und Geschichten veröffentlicht.

Das Preisgeld von € 3.000 kommt vom Literaturbüro NRW e.V. Die Laudatio hält am 20. März 2020 in Wuppertal die SPIEGEL-Korrespondentin Susanne Koebl. Sie betreut das Berliner „Poetry Project“, zu dem auch die sechs jungen afghanischen Asylbewerber gehören, die ihre traumatischen Fluchterfahrungen lyrisch verarbeitet und dafür vor zwei Jahren den Else Lasker-Schuler-Lyrikpreis erhalten haben

Mit der Deutsch-Amerikanerin setzt die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft die Reihe ungewöhnlicher Lyrikpreisträger fort. Waren es 1994 mit dem zu früh verstorbenen Thomas Kling und 1996 mit Friederike Mayröcker „nur“ Sprachkünstler hohen Grades, so wurden mit der Ehrung von Safiye Can (2016) und sechs afghanischen jungen Flüchtlingen (2018) auch politische Zeichen gesetzt.

Safiye Can ist die in Deutschland geborene Tochter von Tscherkessen aus der Türkei, die dort eine Minderheit sind. Mit ihren Gedichten ist die Deutsche eine Grenzgängerin zwischen Orient und Okzident wie einst Else Lasker-Schüler.

Die Preisverleihung findet am 20. März um 19 Uhr im Forum der Stadtsparkasse Wuppertal statt. Mit der Lesung „Herz im Exil“ stellt sich die ELS-Lyrikpreisträgerin Geertje Suhr am 21. März im Amerika-Haus Köln vor.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Literaturhaus Köln um 19.30 Uhr im Amélie Thyssen Auditorium, Apostelnkloster 13-15 als „lyrisch-musikalisches Doppelporträt“ statt: Geertje Suhr liest ihre Texte, die Wuppertaler Schauspielerin Julia Wolff rezitiert Gedichte von Else Lasker-Schüler.

Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet das „Loren Stillman-Quartet“ - der namensgebende Bandleader ist Amerikaner. Moderation: Hajo Jahn, Vorsitzender der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal.

 

 

 

 

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05.12.2019 Faszination für die Farbe Schwarz

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

Oh ja, das ist uns eine Nachricht Wert. Wann erlebt schon ein Künstler seinen hundertsten Geburtstag? Das dürfte er selten sein. Donaueschingen. An Heiligabend feiert Pierre Soulages seinen 100. Geburtstag. Der Louvre in Paris nimmt dieses Ereignis zum Anlass, dem Grandseigneur der abstrakten Kunst eine große Retrospektive zu widmen (Soulages au Louvre, 11.12.2019 - 9.3.2020).

Schon im vergangenen Jahr zeigten die Fondation Pierre Gianadda im schweizerischen Martigny und das Ludwig-Museum Koblenz eine Vielzahl von Werken des französischen Ausnahmekünstlers aus unterschiedlichen Schaffensperioden. Doch die Ausstellung im Louvre wird diese noch in den Schatten stellen.

Arbeiten von Pierre Soulages befinden sich in mehr als 300 Museumssammlungen, darunter das MoMA in New York, die Tate Gallery in London und die National Gallery of Art in Washington D.C.. Im Louvre finden Arbeiten aus aller Welt zusammen und zeigen so umfassend die künstlerische Entwicklung des Künstlers seit den 1940er-Jahren auf.

Die größte Dauerinstallation von Werken Pierre Soulages' außerhalb Frankreichs befindet sich jedoch im Museum Art.Plus in Donaueschingen. Seit 2018 zeigt das Kunsthaus an der Brigach dauerhaft neun großformatige Arbeiten des Künstlers in seinem modernen Anbau.

Zuvor hatte das Museum ihm die Ausstellung "Leidenschaft . Passion - Im Fokus: Pierre Soulages" gewidmet, in der seine Werke den Arbeiten weiterer internationaler Künstler gegenübergestellt wurden.

Es sind Werke seiner aktuellen Schaffensperiode, sogenannte "Outrenoirs". Die monochrom schwarzen Gemälde, die seit 1979 entstehen, bestechen durch eine unglaubliche Ausdruckskraft, Tiefe und Eleganz.

Die pastosen, teils matten, teils schwarz-glänzenden Oberflächen werden durch tiefe Furchen und Kerben strukturiert, wodurch sie in einen spannenden Dialog mit dem einfallenden Licht treten.

Der Ort, an dem sie präsentiert werden, ist wie geschaffen für die Arbeiten. Dezent heben sie sich vom Grau des Sichtbetons ab, bilden eine Einheit mit ihrer Umgebung und verleihen dem Saal nahezu den Charakter eines Andachtsraumes.

Das Tageslicht dringt durch das ganzflächige Oberlicht hinein und lässt die schwarzen Gemälde im Tagesverlauf unentwegt in einem anderen Licht erscheinen. Von Minute zu Minute verändern sie sich.

Der Beschauer kann den Prozess abkürzen, indem er um die Arbeiten herumschreitet und sie aus allen Perspektiven betrachtet. Die kleinste Bewegung kann den optischen Eindruck umkehren - ein wahrlich faszinierendes Schauspiel. Wer sich Soulages' Bildern auf diese Weise nähert, der erkennt, warum für den Künstler Schwarz eine Farbe des Lichts ist.

Soulages' Faszination für die Farbe Schwarz reicht zurück bis in seine Kindheit. Schon als Schüler malte er Schnee mit schwarzer Tinte. Die nicht eingeschwärzten weißen Flächen des Papiers begannen durch das dunkle Umfeld zu strahlen. Diese Erfahrung hat ihn bis heute nicht losgelassen und treibt ihn unentwegt an.

Über 1000 Kunstwerke hat Soulages in seiner mehr als 70 Jahre währenden Künstlerkarriere geschaffen, doch seine Leidenschaft für die Malerei ist ungebrochen. Malen bedeutet für ihn Leben, und so arbeitet er noch immer annähernd täglich in seinem Atelier. 

 

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05.12.2019 Urlaub für Romantiker in Füssen

GFDK - Reisen und Urlaub

Eine Sauna für zwei, der knisternde Kamin im Zimmer und eine Privatterrasse über dem bayerischen Weißensee: Paare finden im Füssener Dreimäderlhaus ein gemütliches Hideaway nahe des Lechfalls.

Das kleinste familiengeführte Boutiquehotel im Allgäu hält für seine Gäste 13 liebevoll eingerichtete, individuelle Zimmer bereit. Himmlische Nachtruhe garantiert der Schlafgastgeber unter anderem dank hochwertigsten Matratzen und Kissenbar.

Als Lebensspur Lech-Partner hat der Kneippkurort Füssen gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München erforscht, wie sich Schlafqualität auf Grundlage der Lehre des Wasserdoktors verbessern lässt.

Entsprechend wurden geeignete Unterkünfte zertifiziert, darunter das Dreimäderlhaus. Das Arrangement „Winterromantik“ im DZ beinhaltet 2 Übernachtungen im Premiumzimmer inkl. Frühstück (für Langschläfer auf dem Zimmer serviert), 1 Flasche Biowein und 1 Brotzeitkorb, buchbar ab 320 €/Pers. bis 9. April 2020 außerhalb der Ferienzeiten.

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05.12.2019 Tiere sind Lebewesen, keine Geschenke

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Bei niedlichen Kaninchen, kleinen Kätzchen und verspielten Welpen kriegen nicht nur Kinder leuchtende Augen. Ohne Frage: Tiere sind großartig. Allerdings sollte man niemals vergessen, dass Tiere Lebewesen mit Bedürfnissen und keine Spielsachen sind. VIER PFOTEN warnt daher davor, zu Weihnachten lebende Tiere zu verschenken.

„Ein gut gemeintes Geschenk, kann schnell eine sehr traurige Angelegenheit werden. Oft stellt sich erst im Nachhinein heraus, dass die lebendigen Präsente mit der eigenen Lebenssituation nicht kompatibel sind“, sagt VIER PFOTEN Heimtierexpertin Sarah Ross.

„Ein Welpe sieht nicht nur süß aus, er will spielen, fressen und muss noch viel lernen. Ein Hund will nicht nur bei Sonnenschein und am Wochenende raus, sondern jeden Tag. Die Anforderungen, die ein Tier mit sich bringt, wird manch einem zu viel. Weil man ein Tier nicht einfach zurückgeben kann, landen jedes Jahr Tausende Vierbeiner in Tierheimen oder sogar auf der Straße. Tiere sind keine Spielsachen und am Ende sind sie die Leidtragenden.“

Ein Haustier bedeutet Verantwortung

VIER PFOTEN rät jedem, die Anschaffung eines Haustieres gründlich abzuwägen. Passt ein Tier zur Familiensituation und zum Lebensstil? Ist ausreichend Zeit für die Betreuung vorhanden? Gibt es vielleicht Allergien in der Familie?

All diese Fragen müssen vorab geklärt werden. Auch über die Kosten für Tierarzt, Futter und Pflege sollte man sich Gedanken machen. Wer sich für ein Haustier entscheidet, übernimmt für das Tier Verantwortung. Je nach Lebensdauer kann das bei vielen Tierarten bis zu 15 Jahre oder länger sein.

Adoptieren und Liebe schenken

Wer sich nach gründlicher Überlegung für die Anschaffung eines Heimtiers entschieden hat, sollte sich zunächst in einem Tierheim umschauen. Dort warten unzählige Vierbeiner auf ein liebevolles Zuhause. „Kaufen Sie bitte niemals ein Tier aus Mitleid und lassen Sie sich nicht auf Schnäppchen im Internet oder in Zeitungsinseraten ein.

Hinter vielen Sonderangeboten, insbesondere für Rassewelpen, verbirgt sich oftmals illegaler Welpenhandel. Die Tiere stammen häufig von Zuchtfarmen mit furchtbaren Haltungsbedingungen“, erklärt die Heimtierexpertin und empfiehlt: „Die erste Adresse für ein neues tierisches Familienmitglied sollte stets das Tierheim sein.“

Viele Tierheime vermitteln in den Wochen vor Weihnachten keine Tiere mehr. „Unüberlegte Spontan-Adoptionen können für die Tiere negative Folgen haben, wenn sie erst ein neues Zuhause finden und dann nach kurzer Zeit nicht mehr gewollt sind. Dazu ist gerade die Weihnachtszeit oft sehr hektisch und die Tagesabläufe sind anders als normal.

Der neue Schützling kommt ohnehin schon in eine neue, ungewohnte Umgebung, der Feiertagstrubel bedeutet zusätzlichen Stress. Wer ernsthafte Absichten hat, kann die Wochen vor den Feiertagen und dem neuen Jahr dazu nutzen, im Tierheim in Ruhe nach dem richtigen Heimtier zu suchen und die Bewohner kennenzulernen.“

Vorfreude, ist die schönste Freude

Wer ein Tier besitzt, besitzt auch Verantwortung. Leider ist nicht jeder bereit, diese zu tragen. Und so platzen viele Tierheime spätestens zu Beginn der Urlaubssaison aus allen Nähten, weil überforderte Halter sich ihrer lebendigen Weihnachtsgeschenke entledigen. Besonders tragisch ist es, wenn die Tiere ausgesetzt oder anderweitig „entsorgt“ werden.

Wenn es um die Anschaffung eines tierischen Familienmitgliedes geht, sollte man nichts überstürzen. Kindern kann man auch mit einem Buch über Hunde oder Katzen eine Freude machen und sie so von Anfang an, in einen möglichen Adoptionsprozess mit einbinden. So kann sich die ganze Familie gemeinsam auf die Ankuft eines Haustieres vorbereiten und Vorfreude ist doch schließlich die schönste Freude“, so Ross.

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04.12.2019 Weihnachtliches Veggie-Rezept

GFDK - Essen und Trinken

Gänsebraten mit Knödel oder Würstchen mit Kartoffelsalat gehören für viele zum Weihnachtsfest wie Geschenke unter den Christbaum. Maximilian Moser, Küchenchef des Starnberger Gourmetrestaurant Aubergine, kontert Traditionalisten mit Kreativität – und einer leichteren Alternative:

„Das perfekte Festessen gelingt genauso gut vegetarisch“, ist sich der 34-Jährige sicher. „Mit einem selbstgemachten Kartoffel-Maronenstrudel bereiten Sie auch skeptischen Gästen ungeahnte Gaumenfreuden.“

Wie man Feinschmecker begeistert, weiß Moser bestens. Der Gastronom ist überregional bekannt für seine spannenden Interpretationen und Ideen. So trägt das Gourmetrestaurant Aubergine im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg unter seiner Leitung seit 2014 durchgehend den einzigen Michelin-Stern im oberbayerischen Fünfseenland.

Vegetarisches Weihnachtsrezept von Sternekoch Maximilian Moser:

Kartoffel-Maronenstrudel mit Kürbisschaum und geschmorter Petersilienwurzel

Tipp von Maximilian Moser: „Das Gericht eignet sich hervorragend für einen stressfreien Weihnachtstag, da alle drei Komponenten bereits im Vorfeld zubereitet werden können.

Vor dem Servieren nur noch erwärmen.“

Zutaten für 6 Personen

1. Kartoffel-Maronenstrudel

Strudelteig:

250 g Mehl (Typ 550)

120 g Wasser

30 g Pflanzenöl

4 g Salz

1 Eigelb

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und den Teig kneten, bis er glatt und geschmeidig ist. Den Teig leicht mit Öl bestreichen und eine Stunde ruhen lassen.

Tipp von Maximilian Moser: „Durch das Öl wird ein Antrocknen verhindert.“

Füllung:

600 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend

125 g Schmand

3 Eigelbe für den Teig

1 Eigelb zum Bestreichen

100 g Maronen

1 Bund Schnittlauch

1 Zwiebel

20 g Butter

Salz, Pfeffer und Muskat zum Abschmecken

Zubereitung:

Die Maronen einritzen, mit Wasser beträufeln und im Ofen bei 180 Grad Heißluft etwa 20 Minuten backen. Anschließend mit einem feuchten Tuch abdecken, leicht abkühlen lassen, schälen und in grobe Stücke hacken. Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter bei niedriger Temperatur anschwitzen, bis sie glasig wird.

Den Schnittlauch in schmale Ringe schneiden. Die Kartoffeln schälen und in gesalzenem Wasser kochen, bis sie gar sind. Die Hälfte der Kartoffeln in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Den Rest der Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken und mit Schmand und Eigelben zu einer Masse vermengen.

Die gehackten Maronen, Kartoffelwürfel, Zwiebel und Schnittlauch unterheben und abschmecken, nach Belieben würzen. Nun den Strudelteig ausrollen und mit den Handballen ziehen, bis er ganz dünn ist. Den Teig auf ein Tuch legen, Füllung auftragen und anschließend den Rand mit Eigelb bestreichen.

Nun mithilfe des Tuchs zu einem etwa 5 cm dicken Strudel rollen. Mit Eigelb einstreichen, damit er eine schöne Bräunung erhält und anschließend im Ofen bei Heißluft 160 Grad ca. 45 Minuten backen.

Tipp von Maximilian Moser: „Aus Teig und Masse lassen sich auch gut zwei kleinere Strudel produzieren.“

2. Kürbisschaum

½ Hokkaido-Kürbis

1 Zwiebel

1 Karotte

1 Orange

200 ml Gemüsebrühe

50 ml Kokosmilch

100 ml Sahne

20 g Honig

1 TL Zimt

15 g Kokosfett

100 ml Sojamilch

Salz zum Abschmecken

Zubereitung:

Die Kürbiskerne vorsichtig mit einem Löffel entfernen und den Kürbis in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Karotte schälen, ebenfalls würfeln. Nun den Kürbis in Kokosfett anschwitzen, Zwiebel und Karotte dazugeben, zusammen anschwitzen. Danach mit dem Honig karamellisieren lassen, Orange auspressen und damit ablöschen.

Gemüsebrühe, Kokosmilch, Zimt, Sojamilch sowie Sahne beigeben und rund 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, mit Salz abschmecken. Anschließend in einem Küchengerät mixen, bis eine feine Soße entsteht. Diese in einen Topf geben und vor dem Servieren mithilfe eines Stabmixers schaumig schlagen.

Tipp von Maximilian Moser: „Das Lecithin der Sojamilch gibt der Soße einen schöneren Schaum.“

3. Geschmorte Petersilienwurzel

400 g Petersilienwurzel

20 g Ahornsirup

50 ml Gemüsebrühe

20 g flüssige Butter

Salz, Pfeffer und Muskat zum Würzen

Zubereitung:

Die Petersilienwurzel schälen und der Länge nach vierteln. Anschließend mit den restlichen Zutaten marinieren und auf einem Blech bei 180 Grad Heißluft etwa 30 Minuten garen, bis die Wurzel etwas Farbe bekommt.

Guten Appetit

Noch viel mehr Aktuelles aus der kulinarischen Welt findet ihr unter Essen und Trinken

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